Das 12. internationale Seminar für Priester wurde in Medjugorje

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Mit Maria in Erwartung des hl. Geistes

Das 12. internationale Seminar für Priester wurde in Medjugorje vom 2. bis 7. Juli 2007 abgehalten. Das Thema des Seminars war „Mit Maria in Erwartung des hl. Geistes.“

Als Vortragender dieses Seminars war der Papstprediger P. Raniero Cantalamessa angemeldet, der wegen der neuentstandenen Umstände nicht kommen konnte. Statt ihm leitete diese  Exerzitien Prof. Dr. Tomislav Ivancic (geb.1938), der frühere Dekan der Katholisch- Theologischen Fakultät in Zagreb, jetziger Vorstand des Instituts für Fundamentaltheologie, Gründer der Gemeinschaft „Gebet und Wort“ und des Zentrums für geistliche Hilfe in Zagreb, wo die Hagiotherapie (Heilung durch das Heilige)  ausgeübt wird, Leiter der Evangelisationsschule und der Schule für Hagiotherapie..

Am Seminar nahmen 628 Priester aus 46 Ländern aller fünf Kontinente teil.

Während es ganzen Seminars war auch  Mons. Sebastian Thekethecheri, Bischof der Diözese Vijayapuram (Indien) anwesend, er konzelebrierte auch bei den Abendmessen.

Jeder Tag begann mit dem gemeinsamen Morgengebet in lateinischer Sprache und der Anbetung vor dem Allerheiligsten, die P. Ljubo Kurtovic leitete. Danach folgte jeweils ein Vortrag von Prof. Dr. Tomislav Ivancic. Nach der Mittagspause konnten die Priester in Stille vor dem Allerheiligsten Anbetung halten. Das Nachmittagsprogramm bestand aus dem Vortrag, danach nahmen die Priester am Abendprogramm und am nächtlichen Gebetsprogramm in der Pfarrkirche teil.

Während des Seminars gingen die Priester gemeinsam auf den Erscheinungsberg, wo sie den Rosenkranz beteten. Sie gingen auch gemeinsam auf den Krizevac. Während des Aufstiegs beteten sie den Kreuzweg, danach war Beichtgelegenheit. Am letzten Tag wurde das Morgengebet am Grab von P. Slavko Barbaric abgehalten, der Kaplan in Medjugorje war und dieses Seminare initiiert hatte.

Das Seminar wurde vom Kroatischen in neun Sprachen übersetzt: englisch, französisch, italienisch, spanisch, polnisch, slowakisch, russisch und ungarisch.

Die Übersetzung wurde von Radio Maria Österreich und Radio Maria Südtirol live übertragen.

Die Priester wurden in den Familien der Pfarre unentgeltlich beherbergt. Am Seminar beteiligt waren verschiedene Vereinigungen in Medjugorje und Friedenszentren in der ganzen Welt, die denjenigen, die sich die Reise nicht leisten konnten, finanziell geholfen haben.

Die Erfahrung der Priester - auf einen gemeinsamen Nenner gebracht -  war: die Erfahrung der allumfassenden Katholischen Kirche. 

Eindrücke der Priester

„ Es ist eine sehr positive Erfahrung. Allein der Geist von Medjugorje wirkt anziehend… Ich bin gekommen: um Priestern aus der ganzen Welt zu begegnen…  um Gemeinschaft zu erleben und Verbundenheit mit Christen ohne Rücksicht auf die verschiedenen Orte, in denen wir leben, ohne Rücksicht auf die verschiedensten Dienste, die wir verrichten. Hier sind wir eine Gemeinschaft, wir gehören zu Christus, zu Maria. Wir sind gekommen, einander zu stärken und vorwärts zu kommen.“

         „Nach Medjugorje zu kommen, das ist wie ins Paradies zu kommen. Für mich ist die Anbetung das Schönste.“

          „Zum ersten Mal bin ich bei diesen Exerzitien, in Medjugorje aber schon zum dritten Mal. Dies ist das erste Mal, dass ich aus persönlicher innerer Überzeugung sage: Hier erscheint die Gottesmutter wahrhaftig… Das ist wirklich ein heiliger Ort, wo wir sagen können, hier berührt der Himmel durch die Muttergottes die Erde. Das ist mir in diesem Jahr zum ersten Mal klar geworden und es ist meine persönliche Überzeugung. Früher habe ich geglaubt, was andere darüber sagten, es hat mich jedoch nicht sonderlich interessiert. Da ich nun überzeugt bin, habe ich angefangen die Botschaften bewusst zu lesen, besonders die Botschaft Marias vom 2. Juli. Das hat mich unglaublich berührt, denn ich habe zum ersten Mal vernommen, dass in einer Botschaft von Sanftmut die Rede ist, von der Sanftmut der Gospa und der von Jesus. In den Exerzitien hast Prof. Ivancic sehr viel darüber gesprochen und ich sagte mir: Das ist einfach Übereinstimmung. Das hat mich tief getroffen. Ich gehöre zur Bewegung der Fokolare, wir sind nicht unbedingt mit Medjugorje verbunden, auch wenn wir uns „Werk Mariens“ nennen und unser ganzes Leben lang bei Maria sein wollen. Bis jetzt war mir nicht klar, wie ich das mit Medjugorje in Verbindung bringen kann. Ich glaube, dass ich es jetzt begriffen habe.“ 

         „Ich bin zum ersten Mal in Medjugorje. Ich kam, weil ich viele Früchte entdeckt habe. Eine Sache hat mich aber immer etwas gestört: Es kam mir vor, als würde die Gospa hier in Medjugorje zuviel reden. Nun, als ich aber die Früchte betrachtete, sagte ich zu mir selbst: Ich gehe hin, um zu sehen. Ich bin sehr zufrieden. Es ist alles sehr ruhig und wunderschön. Ich glaube, ich werde wieder kommen. Die Exerzitien sind von hoher Qualität und im Geiste des Gebetes. Sehr tief berührt hat mich die Anbetung am Abend, sie war sehr einfach gestaltet. Wie man hier lebt, ist ehrlich und sehr tief. Ich bin sehr zufrieden.“

         „ Ich bin hier her gekommen, denn die Gospa hat mich in ihr „Netz gezogen“. Nicht in eine Schlinge, sondern ins Netz. Schon lange redete ich davon, dass ich hingehen werde, um zu sehen, was „Medjugorje“ ist. Eine Frau aus meiner Pfarre sollte mir eine Broschüre über Medjugorje mitbringen. Unlängst aber hat sie mir ein Blatt mitgebracht, auf dem Priester zu Exerzitien eingeladen werden. P. Raniero Cantalamessa sollte die Exerzitien leiten. P. Cantalamessa war nicht gekommen, aber ich war in Medjugorje. Jetzt weiß ich, dass uns hier die Jungfrau Maria mit den Gnaden ihres Sohnes überströmt. Vergangene Woche war eine andere Pfarrangehörige hier. Sie hatte den Glauben und die Kirche verworfen. In Medjugorje hat sie Gott wieder gefunden. Nun ja, vielleicht werde auch ich hier dem Herrn tiefer begegnen.“

          „ Mich hat der Austausch des ursprünglich vorgesehenen Vortragenden überrascht, aber gerade darin sehe ich die Wirkung des Heiligen Geistes, derunsere  Pläne durcheinander bringen will. Bei diesen Exerzitien habe ich begriffen, dass wir nicht versuchen sollten, zuerst unsere Pfarrangehörigen zu retten, sondern uns selbst. Wenn ich mich auf den Weg der Heiligkeit begebe, werden sie mir nachfolgen.“

          „Ich bin zum dritten Mal hier bei den Priesterexerzitien. Ich empfinde es sehr angenehm, dass Prof.Tomislav Ivancic vorträgt. Ich habe ihn schon vor drei Jahren gehört. Das damalige Seminar hatte mir geholfen, mein Leben zu verändern. Ich war voller Hoffnung, dass auch diesmal Gott auf besondere Weise sprechen wird. Die Anwesenheit von Prof. Ivancic war die Antwort auf mein Gebet.“

          „Mir gefällt es sehr gut. Ich wollte schon im vorigen Jahr zu Exerzitien für Priester kommen, es ist mir aber nicht gelungen. Ich komme jährlich zwei- bis dreimal nach Medjugorje, weil ich persönlich beten will. Ich bin hier gerne allein, um die Anwesenheit der Gospa zu erleben. Ich war schon etwa dreißig mal hier, aber nur fünf- bis sechsmal mit einer Gruppe von Pilgern. Ich konnte sogar meinen Bischof mitbringen. Ich weiß aber nicht, was gewesen wäre, wenn ein anderer Vortragender gekommen wäre. Das ist hervorragend. Prof. Ivancic behandelt sehr interessante Fragen. Er hat richtige Antworten auf Fragen unserer Zeit. Ich bin glücklich, dass er hier ist.“

           „Es gefällt mir, weil Prof. Ivancic auch über den Menschen im allgemeinen spricht. Unsere Sendung als Priester ist ja universell für die gesamte Menschheit.“

            „Ich bin schon das dritte Jahr regelmäßig hier. Hier ist eine intensive geistige Atmosphäre. Das Gebet ist sehr mächtig. Man spürt deutlich die Anwesenheit Gottes. Die Feier der Eucharistie und die Anbetung beeindrucken mich tief. Ich bin voll Hoffnung, dass dies alles seine Früchte zeigen wird, wenn ich nach Hause komme. Ich danke Gott, dass ich die Möglichkeit hatte, hier dabei zu sein.“         

„Die Vorträge hallen in meinem Herzen wider. Nach der Weihe muss unser Verhältnis zu Jesus ständig vertieft werden. Der Priester soll Christus bildlich darstellen. Die Menschen brauchen Christus und nicht unser Gerede.“

„Der Vortragende spricht zu uns von Jesus und von der Kirche. Ich komme jedes Jahr zu diesen Exerzitien. Ich bin Mitgliede der Gemeinschaft „Mutter des Friedens“ die vor 15 Jahren in Belgien gegründet wurde. Noch in diesem Sommer bekommen wir die Bestätigung unseres Bischofs als Ordenskongregation. Zu Maria Himmelfahrt werden wir zum ersten Mal die ewigen Gelübde ablegen können und ich werde am 6. Oktober am Vorabend unserer Frau vom Rosenkranz die Priesterweihe empfangen.“

„Ich habe in Rom Patrologie studiert. Jetzt bin ich in Italien im Dienst. Dort habe ich von diesen Exerzitien gehört und habe beschlossen, daran teilzunehmen. Diese Exerzitien behandeln sehr gute Themen in bescheidener Weise. Die Vorträge sind kontemplativ gehalten. Man merkt, dass der Vortragende Erfahrung in Gebet und Kontemplation hat. Wenn er von Gott spricht, von der Liebe zu Gott, merkt man, dass er das lebt, wovon er spricht. Er ist Gott im Gebet begegnet. Das hat mich am meisten beeindruckt. Er sagte uns auch, dass wir als katholische Priester Antworten auf die Fragen haben, die die Welt an uns richtet. Diese Antworten kommen aber nicht aus uns selbst, sondern von Jesus, der Gott und Mensch ist. An uns liegt es, den Menschen die Antwort zu geben, die sie allseits suchen, in anderen Religionen. Wir aber haben die wahren Antworten.“

„Ich bin zu dritten Mal hier. Das sind außerordentliche Exerzitien. Sie sind sehr wichtig, sie helfen uns im Wachstum des geistlichen Lebens, in unserem Priesterleben und in unserer pastoralen Arbeit.“

„Ich bin freier Mitarbeiter von Radio Maria. Schon seit einigen Jahren übertragen wir das Jugendfestival und das Seminar für Priester aus Medjugorje über österreichische und Südtiroler Sender. Es ist eine herrliche Aufgabe, auf diese Weise Gottes Ehre zu verbreiten und im Dienste der Muttergottes zu stehen.“

„Vor zwei Jahren war ich in Ars bei den internationalen Exerzitien, wo der bekannte hl. Pfarrer von Ars Priester war. Das hat mich animiert, nach Medjugorje zu kommen. Hier bekommt der Priester ein außerordentliches Gespür für die Kirche. Hier erleben wir wahrhaftig die universale katholische Kirche in ihrer Verschiedenheit. Alle leben wir dasselbe, auch wenn wir aus sehr verschiedenen Kulturen kommen.“

Priester aus folgenden Ländern haben teilgenommen

Europa: Österreich, Belgien, Weißrussland, Bosnien u. Herzegowina, Tschechien, England, Frankreich, Kroatien, Irland, Italien, Litauen, Lettland, Ungarn, Moldawien, Deutschland, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Serbien, Schottland, Spanien, Schweiz und Ukraine.

Asien: Aserbajdschan, Indien, Kasachstan, Thailand.

Nordamerika: Kanada, USA

Südamerika: Argentinien, Brasilien, Chile, Dominikanische Republik, Kolumbien, Mexiko, Paraguay, Peru, Nikaragua, Puerto Rico, Venezuela.

Afrika: Kamerun, Nigeria, La Reunion.

Australien   

Eindrücke des Bischofs Sebastian Thekethecheril, Bischof von Vijayapuram (Indien)

Sebastian Thekethecheril, bishop of the diocese Vijayapuram (India)Sebastian Thekethecheril, bishop of the diocese Vijayapuram (India)

„Heute feierte ich die hl. Messe um 10.00 Uhr, bei der ich sagte, dass dies der schönste Ort auf der ganzen Welt ist, denn hier erschien die Schönste der Frauen. Warum ist sie die Schönste der Frauen? Weil sie den herrlichsten Menschen in Person empfangen hat – Jesus Christus. Und weil sie hier erschienen ist, ist dies der schönste Ort. Ich komme hierher aus Indien, das ein sehr schönes Land ist, aus der Provinz Kerala. Ich komme hierher und behaupte, dass dies hier der schönste Ort ist, denn hier erschien unsere Gospa. Warum ist sie so herrlich? Weil sie voll der Gnaden ist. Hier begegnen wir dieser Gnade, besonders jetzt, bei diesen Exerzitien. So viele Priester, mehr als 600, und ich sehe, dass sie alle glücklich sind. Warum wohl? Nur wenn der Mensch voll des Heiligen Geistes ist, kann er das auch nach außen zeigen. Auch ich habe das erlebt. Schon seit Jahren sehnte ich mich danach, hierher zu kommen. Ich hatte Probleme mit dem Visum und jetzt habe ich im letzten Augenblick das Visum erhalten und konnte kommen. Ich bin überzeugt, dass das für sich allein schon ein Wunder ist.“

 


Damit Gott in euren Herzen leben kann, müßt ihr lieben.