Zeugnis von Candace Evans, New Hampshire (USA)

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Ich heiße Candace Evans, bin 43 Jahre alt und wohne mit meinem Mann und meinem 9 Jahre alten Sohn in New Hampshire (Vereinigte Staaten). Meine Eltern, beide verstorben, waren Juden. Meine Mutter war ungläubig. Zu Hause sprachen wir nie über Religion. So habe ich in meiner Kindheit weder eine geistliche Ausbildung noch eine geistliche Unterweisung erhalten, auch nicht später im Erwachsenenalter.

1977 zeigte eine Biopsie, dass ich eine chronische Leberkrankheit hatte. Bei dieser unheilbaren Krankheit nehmen die vitalen Funktionen in dem Maße ab, als die immer schwächer werdende Leber das Blut nicht mehr filtern kann. Jahrelang schritt die Krankheit langsam fort, bis zum Frühjahr 1993, wo mir viele Dinge passierten, nichts wirklich Positives! Ich arbeitete in der Nacht mit behinderten Erwachsenen. Eines Abends zerbrach ein Mann seinen Rollstuhl auf meinem Rücken. Ich war danach völlig behindert. Ich konnte mich nicht mehr bewegen, ohne entsetzlich zu leiden, vor allem im Bereich des Rückens und der Beine. In dieser Zeit entdeckte ich auch eine Vergrößerung in meiner Brust. Der Arzt führte eine Biopsie durch und verordnete die sofortige Entfernung der Brust. Er setzte den Operationstermin fest, aber die Blutuntersuchung vor der Operation ergab einen zu hohen Enzymwert in der Leber, und er sagte mir, dass er nicht operieren könne, dass ich die Operation nicht durchhalten würde.

Meine Leber wurde jedoch wegen der Verletzung am Rücken immer schlechter. Bald konnte ich keine feste Nahrung mehr zu mir nehmen, da ich sie nicht verdauen konnte. Ich war sehr schwach und atmete mit größer Mühe. Ich konnte nicht länger als eine Stunde von zu Hause fortbleiben, da ich Angst hatte, nicht zurückkehren zu können. Meine Haut verlor ihre ganze Elastizität und wurde gelblich-grau. Dann verlor ich das Augenlicht und konnte nicht mehr lesen. Die Ärzte ließen viele Untersuchungen an mir durchführen. Als sie die Ergebnisse sahen, sagten sie, dass sie nichts mehr machen könnten. Ich kehrte dann nach Hause zurück und konnte nur noch fernsehen. Eines Tages, kurz vor Ostern 1994, gab es eine Sendung über Medjugorje. Zuerst gab ich nicht acht, denn es handelte sich um Religion, und ich verstand nichts davon. Es ging um die Katholische Kirche, Ex-Jugoslawien und einen Ort namens „Medjugorje“. Ich spürte die dringende Notwendigkeit, mehr darüber zu erfahren. Nachdem ich die geographischen Karten meines Sohnes erfolglos studiert hatte, fand ich in einer Ausgabe von „National Geographic“ das Foto eines Hügels mit einem Kreuz und die Legende gab an „Medjugorje“. Ich war selig! Ich hatte es gefunden! Als mein Mann nach Hause kam, kündigte ich ihm an, dass ich dorthin fahren müsse. Er hielt mich für verrückt!

Ich rief eine katholische Pfarre an, um zu sehen, ob sie diesen Ort kennen. Man bejahte und sagte mir, dass mich jemand zurückrufen werde. Einige Tage später rief mich eine Dame an und sagte mir, dass sie „Wallfahrten“ nach Medjugorje organisiere. Ich wußte nicht einmal, was eine Wallfahrt war, aber sie sagte mir, dass sie bald fahren werde, und da sagte ich ihr, dass ich auch fahren möchte. So war das also.

Erstaunliche Sache, am 28. Mai 1994 fuhr ich nach Medjugorje. Am nächsten Tag waren wir in der Kirche zum Heiligen Jakobus in Medjugorje, die allererste Kirche, die ich betrat. Ich wußte nichts von den religiösen Praktiken, und so machte ich es wie die anderen. Ich sah, wie die Leute aufstanden, um die Heilige Kommunion zu empfangen, und ich verspürte einen großen Trost vor dem Allerheiligsten, ohne jedoch zu wissen, worum es sich handelte. Ich hatte den Eindruck, in einen Friedensmantel eingehüllt zu sein und fühlte mich vollkommen eingetaucht in diesen wunderbaren Frieden, den ich niemals zuvor verspürt hatte. Das war so schön! Einige Tage später gingen wir zu Pater Jozo. Ihn mit so viel Liebe und Inbrunst von der Muttergottes sprechen zu hören, war die schönste Sache auf der Welt. Er gab jedem einen Rosenkranz und ein prachtvolles Marienbild. Dann gingen alle in der Kirche nach vorne. Wegen des Friedens, der mich während der Messe eingehüllt hatte, ging ich mit. Ich sah, dass die Priester über die Menschen beteten und dass einige umfielen. Dann betete Pater Jozo über mich und auch ich fiel um. Es war so sanft, so gut, ich empfand eine solche Sicherheit, es war, wie wenn ich in die Arme einer äußerst liebenden Mutter gefallen wäre. Ich erinnere mich nicht mehr an den Rest des Tages, aber am nächsten Tag bemerkte ich schon beim Erwachen, dass die Vergrößerung meiner Leber (Fettgewebe und vernarbte Gewebe) verschwunden war! Meine Haut war normal! Ich spürte keinerlei Schwäche mehr, keinen Schmerz: ich war wohlauf.

Als ich nach Hause kam, sah mein Mann sofort den Unterschied und war darüber sehr glücklich. In der Folge wollte ich nur mehr beten und Jesus entdecken. Ich lernte enorm viel über ihn. Im darauffolgenden Jahr, während der Osternacht, empfingen mein Mann, mein Sohn und ich selbst die Taufe und die Firmung in der Katholischen Kirche. Mein Sohn hat noch seine Mama, mein Mann hat noch seine Gattin, und wir drei haben einen großen Glauben. Mein Mann, mein Sohn und ich selbst sind voll Dankbarkeit. Ich versuche, die Botschaften der Gospa von Medjugorje zu leben. Ich bin ihr so dankbar, dass sie uns zum Gebet, zum Fasten, zum Lesen der Bibel, zum Empfang der Sakramente der Beichte und der Eucharistie einlädt. Wir möchten alle wissen, wie man besser leben kann, und die Muttergottes gibt uns die Antworten. Sie lädt uns in den Himmel ein!

 


Damit Gott in euren Herzen leben kann, müßt ihr lieben.