Vickas über die Fastenzeit

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Ich freute mich, diese so inspirierten Worte Vickas über die Fastenzeit zu hören, die ein Pilger überbrachte:

„Oft betrachten wir die Fastenzeit als eine Zeit, in der man Opfer bringt und sich im Verzicht übt, indem man den Kaffee, den Alkohol, die Schokolade, die Zigaretten, das Fernsehen aufgibt, oder das, woran wir am meisten hängen. Aber wir sollen auf diese Dinge aus Liebe zu Jesus und zu Maria verzichten und trachten, keine persönliche Ehre daraus zu ziehen. Oft warten wir ungeduldig auf das Ende der 40 Tage, um wieder zum Alkohol zu greifen, das Fernsehen wieder aufzudrehen, usw..., aber das ist nicht die rechte Art, die Fastenzeit zu leben!

Sicherlich, die Muttergottes verlangt von uns Opfer, aber sie verlangt sie immer von uns, nicht nur während der Fastenzeit. Während der Fastenzeit sollen wir Gott alle unsere Sehnsüchte, unsere Kreuze, unsere Krankheiten, unsere Leiden darbringen, damit wir mit Jesus gehen können, nach Kalvaria. Es sollte uns am Herzen liegen, ihm zu helfen, sein Kreuz zu tragen und ihn auch zu fragen: „Herr, wie kann ich dir helfen? Was kann ich dir darbringen?“ Denn er trägt sein Kreuz für uns. Ich sage nicht, daß er nicht fähig sei, sein Kreuz zu tragen, aber wenn man sich mit ihm im tiefsten Herzen verbindet, dann wird das etwas sehr Schönes. Ich wende mich an ihn nicht nur, wenn ich ihn brauche, sondern ich gehe mit ihm, wenn er mich am meisten braucht, wenn er für uns leidet.

Sehr oft haben wir ein Kreuz, das wir ihm darbringen könnten, aber wir beten so: „Herr, ich bitte dich, nimm mir dieses Kreuz weg, es ist zu schwer, ich kann nicht! Warum kommt dieses Kreuz über mich und nicht über einen anderen?“ Nein! So dürfen wir nicht beten. Die Gospa sagt uns, daß wir eher sprechen sollten: „Herr, ich danke dir für dieses Kreuz, danke für das große Geschenk, das du mir machst!“

Sehr selten sind jene, die den großen Wert des Kreuzes und den großen Wert des Geschenks begreifen, wenn wir unsere Kreuze Jesus darbringen. Von diesem Geschenk eines Kreuzes können wir so viel lernen! In dieser Fastenzeit sollen wir mit dem Herzen verstehen, wie sehr Jesus uns liebt und wir sollten mit einer riesigen Liebe an seiner Seite gehen und versuchen, mit ihm in seiner Passion vereint zu sein. Das ist das Opfer, das er von uns erwartet. Gehen wir also in dieser Weise und dann, wenn Ostern mit der Auferstehung kommt, werden wir die Auferstehung nicht von außen betrachten, sondern wir werden auch mit Jesus auferstehen. Denn wir werden innerlich frei geworden sein, frei von uns und frei von unseren Anhänglichkeiten. Ist das nicht wunderbar? Wir werden fähig sein, seine Liebe und seine Auferstehung in unserem Inneren zu leben!

Jedes auferlegte Kreuz hat einen Sinn. Gott gibt uns nie ein Kreuz ohne Grund, ohne Sinn. Er weiß in welchem Augenblick er dieses Kreuz von uns nehmen wird. Wenn wir ein Leiden haben, danken wir Jesus für dieses Geschenk und sagen wir ihm auch: „Wenn du ein anderes Geschenk für mich hast, bin ich bereit. Aber zunächst flehe ich dich an, mir deine Kraft zu geben, so werde ich den Mut haben, mein Kreuz zu tragen und mit dir, Herr, voranzuschreiten!“

Ich erinnere mich, wie die Gospa mit mir über das Leiden sprach: „Wenn ihr wüßtet, welch großen Wert das Leiden hat!“ Das ist wirklich eine sehr große Sache! Und dann, alles andere hängt ganz von uns und unserer Herzensbereitschaft ab. Alles wird von unserem „Ja“ zu Jesus abhängen. Es bedarf eines ganzen Lebens, um das zu lernen und voranzuschreiten. Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, können wir unseren Tag mit Gott beginnen. Die Gospa verlangt von uns nicht, den ganzen Tag zu beten, sondern das Gebet an die erste Stelle zu setzen, Gott an die erste Stelle zu setzen und dann unsere Arbeiten zu tun und voranzuschreiten in allen Bereichen unseres Lebens, Kranke zu besuchen, usw.

Wenn wir eine Tat der Nächstenliebe setzen, ohne zu beten, so ist das nicht gültig. Desgleichen wenn wir beten, aber lieblos handeln, ist das auch nicht gültig. Diese beiden Dinge, Gebet und Nächstenliebe, gehören immer zusammen. Und so schreiten wir Tag für Tag voran!“ (Ende von Vickas Worten)

Wenn man weiß, wieviel Vicka gelitten hat und mit welcher Gnade sie ihr Leben für die Pilger hingibt, die sie in Medjugorje besuchen, haben diese Worte eine ganz besondere Bedeutung. Vicka lebt wirklich jeden Tag den Kreuzweg mit Jesus und sie weiß, welche Freude das bringt. Welchen wunderbaren Rat gibt sie uns da für diese Fastenzeit!

Vickas Worte spiegeln jene der Hl. Faustine wieder: „O, wenn die leidende Seele wüßte, wie sehr Gott sie liebt, würde sie überglücklich vor Freude sterben! Eines Tages werden wir den Wert des Leidens entdecken, aber dann werden wir nicht mehr fähig sein zu leiden. Der Augenblick gehört uns.“ (Kleines Tagebuch, 962)

Liebe Mutter, in dieser Fastenzeit wollen wir voranschreiten, hilf uns, Jesus verliebt unser Ja zu sagen!

 


Damit Gott in euren Herzen leben kann, müßt ihr lieben.