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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 74 (Juli-August 1990)

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74
JULI - AUGUST 1990
Botschaft der Königin des Friedens vom 25. Juni 1990:
Liebe Kinder! Heute möchte ich euch für alle Opfer und Gebete danken. Ich segne euch mit meinem besondern
mütterlichen Segen. Ich rufe euch auf, daß ihr euch alle für Gott entscheidet und daß ihr von Tag zu Tag seinen Willen
im Gebet entdeckt. Ich möchte euch alle, liebe Kinder, zur vollkommenen Umkehr einladen, damit in euren Herzen
Freude sei. Ich bin glücklich, daß ihr heute in so großer Anzahl hier seid.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!
IM AUGUST KEINE AUSGABE
"Ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, an das Frühere
wird man nicht mehr denken, es kommt nicht mehr in den Sinn"
(Is 65,17)
(...) Liebe Mutter, ich möchte Dir heute für alle Mühe, Leiden und
Gebete danken und danke Dir für neun Jahre Deiner Anwesenheit. Ich
danke Dir, denn Du hast mich geboren, Du hast viele meiner Brüder
und Schwestern geboren und hast mit Liebe unsere Sünde aufgedeckt.
Oh Mutter, Du hast die Passion in vielen meiner Brüder und Schwe-
stern mitgelebt, hast in mir für alle meine Unterlassungen und Schuld
gelitten.
Oh Mutter, Du hättest im Himmel bleiben können, hast es aber
vorgezogen, zu Deinen Kindern zu kommen. Darin bist Du Gott
ähnlich; in der Tat wirkt in Dir die göttliche Liebe, jene Liebe, die Dich
zur Erde entsandt hat.
Vielen, vielen, Dank für das viele Leid. Ja, auch ich habe so viele
Gnaden vergeudet, habe Dich zurückgewiesen, habe viele Botschaf-
ten abgelehnt. Wieviele Seelen sind Deinem Ruf nicht gefolgt, aber
Du warst immer so geduldig, immer anwesend, wie eine Mutter, die
guten und bösen Kindern beisteht: darin bist Du Gott, der Gute und
Böse liebt, ähnlich. Danke für neun Jahre Deiner Anwesenheit und die
Zeit, die Du uns weiter schenken willst, denn Du liebst uns grenzenlos.
Danke für all das, was Du für mich, die Kirche und die Menschheit
getan hast. Es ist Dein Wunsch, mich und uns alle bei dieser Gelegen-
heit mit Deinem besonderen mütterlichen Segen zu beschenken.
Oh, verzeihe mir. Ich habe so viele Segen vergeudet! Ich weiß
auch, daß Dein bester Segen für mich ein besonderer und mütterlicher
ist. Erneuere alle diese Segen in mir, in der Kirche und in der
Menschheit. Ich bitte Dich, hilf mir zum Empfang Deines mütterli-
chen Segens, daß ich wahres Leben erfahre und die Welt in mir Deine
Liebe entdecke, jene Liebe, die Gott durch Dich der Kirche und der
ganzen Menschheit schenkt. Oh Mutter, ich brauche einen besonderen
Segen, weil ich ein besonderes Individuum bin und eine besondere
Aufgabe erfüllen muß: jeder von uns hat etwas besonderes in sich. Oh
Mutter, ich sehe mich täglich besonderen Problemen gegenüber und
ich bitte Dich für jeden Augenblick um Deinen besonderen Segen.
Bitte hilf mir, daß ich aufmerksam diesen Segen aufnehme, ihn lebe,
damit er in mir wachse.
Oh Allmächtiger Gott, unsere Mutter ladet uns in Deinem Namen
zu einer tiefen Entscheidung für Dich ein, sodaß wir Tag für Tag
Deinen Willen im Gebete erkennen. Oh Vater, ich erkenne Deinen
Willen noch nicht. Ich weiß, das kränkt Dich, denn es ist ein Zeichen
meiner Hartherzigkeit, wenn Du mich deutlich rufst: “Seid makellos,
seid heilig, seid demütig, seid gut.”
Ich sehe oh Gott, daß ich mich ändern und danach sehnen muß,
Deinen Willen
zu lieben: dann
erst werde ich
verstehen. Ohne Liebe zu Dir, zum Evangelium, ist das Gebet nich
echt und unwahr.
Oh Gott, flöse in mein Herz die wahre Liebe zu Dir, Deinem Willen
und jedem Wort, daß du mir durch Deinem Sohn Jesus vermittelt hast,
ein. Bette in mein Herz die Liebe zur Mutter und zu allen Ihren
Botschaften ein: möge ich all das wünschen, was Dein Wille ist. Ich
bete viel, aber es ist kein Treffen mit Dir und das bedeutet, daß ich Dich
ansehe, aber nicht sehe, ich höre Dich aber ich verstehe Dich nicht.
Öffne mein Herz, damit mein Gebet Dich jeden Tag erreiche, damit ich
Dich in jedem Gebet höre, Deine Allmacht, Deine Schönheit und
Deine unendliche Liebe fühle. Oh Herr, bewege mein Herz, daß ich
mich Dir weihe, daß ich die Zeit Dir weihe, damit Du in mir Deinen
Willen verwirklichen kannst.
Unsere Mutter ruft uns zur völligen Umkehr auf, damit die Freude
in unserem Herzen einkehre. Oh Gott, ich glaube immer noch, die
Umkehr sei meine Tat und meine Anstrengung. Jetzt verstehe ich aber,
daß ich mich nicht
ändern kann.
So sehr ich mich
abmühe, ich kann
mich allein mit
meinen eigenen
Kräften nicht än-
dern. Oh Herr, leh-
re mich vor Dir zu
knieen, vor Dir zu
verweilen und Dei-
ne Liebe zu verspü-
ren. Lehre mich
Deine Liebe zu
empfangen, so wie
Du das Samenkorn
die Sonne empfan-
gen läßt und so wie
der Regen ein-
dringt: oh mein
Herz, emfange so
Deine Liebe!
Und es möge
sich mit der Kraft
dieser Liebe gänz-
lich ändern. Oh
Herr, erst jetzt sehe
ich, daß ich die
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Umkehr noch nicht erfahren habe und daß ich
unglücklich bin. Ich könnte wohl glücklich
im Kreuz, in Krankheit und Verfolgungen
sein, aber ich habe mich noch nicht völlig Dir
übergeben. Du bist noch nicht ganz mein:
Mein Gott und mein Alles! Deswegen fehlt
mir noch die Fülle der Freude. Ich bitte Dich
heute, am Fest der Mutter, am Beginn des
zehnten Jahres Ihrer Anwesenheit, um die
Umkehr meines Herzens: mein ganzes Herz
ändere sich und gewähre Einlaß Deiner Freu-
de in mir und ich möge Freude des Evange-
liums für die Brüder werden: führe mich
nicht zum Wort, zur Theorie, zur Predigt,
wohl aber zu dem, was unsere Mutter hier auf
Erden ist.
Oh göttliche Mutter, Du bist glücklich,
weil Du uns in großer Zahl hier siehst: ich
sage Dir, ich bin so glücklich, daß Du noch
unter uns verweilst. Ich bin glücklich für die
neun Jahre Deiner Anwesenheit unter uns;
ich bin glücklich, daß Du weiter bei uns
bleibst; Du mögest aber noch näher und in der
Tiefe in uns sein. Möge jede Deiner Bot-
schaften, jede Deiner Gnaden, in der Tiefe
unserer Herzen einziehen.
Oh Mutter, auch ich bin glücklich, weil
ich so viele Brüder und Schwestern bei mir
sehe. Ich bin glücklich, weil sich der Osten
und Westen bekehrt; ich wünsche aber, daß
wir beide, Du und ich, umfassende Freude
empfinden; die ganze Welt bekehre sich; es
möge keine Sünder mehr geben; es möge
keine unzufriedene Menschen mehr geben;
alle mögen in Gott glücklich sein. Dann wird
Deine Freude grenzenlos sein. Das ist auch
mein Wunsch. Beten wir ohne Unterlaß zu
Gott und danken Ihm.
Oh Gott, in der Einheit Dreifaltig, ich
danke Dir für Deine Antwort auf unsere Nöte;
Du erhörst nicht nur unsere Gebete, aber auch
die Rufe der Kleinen aus Ost und West, aus
Nord und Süd.
Du hast auf die Leiden Deiner Kinder
geantwortet, so wie Du die Schreie Israels in
Ägypten erhört hast. So hast Du in unserer
Zeit den Ruf Deiner Kindern der Kirche und
in der ganzen Welt erhört. Danke Vater, für
Deine Antwort, Du, der Du uns geschaffen
hast und wieder erschaffen willst. Danke,
Jesus, daß Du durch Maria zu uns gekommen
bist. Danke, Hl. Geist, Du, der Du in die
Kirche eintreten willst, so wie Du einst von
Maria empfangen wurdest.
P. Tomislav Vlasic’
MONS. FRANIC: ZUERST
VERFOLGT, JETZT TRÖSTER
DER KOMMUNISTEN
Freund der Gefangenen. Im Jahre 1948
hat Stalin die “Bewegung der vaterlandslie-
benden patriotischen Priester” überall dort
ins Leben gerufen, wo die katholische und
orthodoxe Kirche war. Sie breitete sich auch
in China aus. Auch in Polen schadete diese
Bewegung der dortigen Kirche. Im Jahre
1950 bin ich mit 38 Jahren zum Bischof
geweiht worden. Die Kommunisten von Split
dachten sich, ich hätte ihre Ideen weitertra-
gen können; sie glaubten, mich erobern zu
können, weil sie sahen, daß ich ohne Erfah-
rung dastand und weil ich von Natur aus nicht
kämpferisch war, denn ich bevorzugte eher
ein freundliches Gespräch. Während des
Krieges war ich Gefängniskaplan in Split, wo
in großer Zahl Kommunisten als auch nicht-
kommunistische Vaterlandskämpfer aus
Kroatien einsaßen. Jeden Sonntag vor der
Messe, beichtete ich die Gefangenen; wer
gläubig war, ging zur Beichte, die anderen
kamen um sich freundlich zu unterhalten.
Natürlich empfing ich auch diese Leute und
brachte ihre Briefe den Verwandten, indirek-
terweise auch der Partei; ich war also der
Vertrauensmann dieser Vaterlandsverteidi-
ger, die ihr Leben oft durch Erschießen oder
Erhängen beendeten.
Damals habe ich eine gute Erinnerung
hinterlassen. Ich tat es nur des menschlichen
und christlichen Mitleides wegen... ich gab
ihnen auch hier und da eine Kleinigkeit: sie
taten mir sehr Leid. Ich sah, daß sie große
Idealisten waren: sie glaubten, nach der Zer-
störung des Kapitalismus, würde das Zeital-
ter einer unbeschränkten sozialen Gerechtig-
keit beginnen, ohne Religion und ohne Gott;
daß Gerechtigkeit, Frieden und Liebe unter
allen Menschen und Völkern regiere. Sie
gingen wegen ihres Ideales dem Tod entge-
gen und ich achtete diese kämpfenden jungen
Leute...
Entweder mit den vaterlandsliebenden
Priestern oder gegen das Volk! Das Gespräch
mit ihnen war schon während jenen Jahren
offen, und dann, als ich zum Bischof ernannt
wurde, sagten sie mir, daß ich mich bald
entscheiden müßte, ob ich für Rom oder für
sie sei. Sie fügten noch hinzu: “Wie wir die
Beziehungen zu Moskau abgebrochen ha-
ben, so hoffen wir, daß auch Sie die Bezie-
hungen zu Rom aufgeben; wir könnten unse-
ren Patriarchen in Zagreb selbst stellen und
eine kroatische Kirche gründen. Ich antwor-
tete, daß die Politik eine Sache sei, die Reli-
gion eine andere. So wurde im Jahre 1952 von
allen jugoslawischen Bischöfen, vom Erzbi-
schof von Zagreb Luis Stepinac angeführt,
diese Bewegung einhellig verboten, weil man
einsah, wo sie hingeführt hätte. Der Erzbi-
schof Luis Stepinac wird wie ein Heiliger in
Erinnerung gehalten.
In Split war ich Weihbischof, besaß aber
jegliche Vollmacht, weil der Bischof alt und
kränklich war; ich habe verstanden, daß man
Rom treu sein sollte, anderenfalls ich ein
Verräter gewesen wäre, der vielleicht ver-
steckt, das gleiche Ende wie in China genom-
men hätte. Somit habe ich unter meiner Ver-
antwortung das Verbot der bischöflichen
Konferenz angewandt und dieses mit schwe-
ren Strafmaßnahmen verknüpft: wer in die
Bewegung eintrat, wäre seines priesterlichen
Amtes enthoben worden. Leider besteht die-
se Bewegung der vaterlandsliebenden Prie-
ster auch heute noch; nur in Dalmatien konn-
te sie nicht Fuß fassen. Nach dieser meiner
Stellungnahme verhärteten sich die Bezie-
hungen...
Verfolgt, abgesondert, geschlagen. Im Juli
des Jahres 1953, im Dekanat Neretva, woll-
ten mich bewaffnete Männer abführen, aber
das Volk verteidigte mich und die Priester
waren alle auf meiner Seite. 600 mit Maschi-
nenpistolen bewaffnete Männer umzingelten
das Pfarrhaus, in dem ich mich befand. Es
war Nacht und sie befahlen mir aus dem Haus
zu kommen, ansonsten würden sie es mit
Gewalt stürmen und sie könnten auch für
niemanden garantieren. Ich ging hinaus. Es
war die Polizei und diese brachte mich nach
Makarska: ich dachte sie würden mich um-
bringen...
Um in jenen Jahren meine Diözese besu-
chen zu können, besaß ich natürlich kein
eigenes Fahrzeug, konnte aber auch nicht die
öffentlichen Verkehrsmittel benützen, weil
man mich nicht einsteigen ließ; so ging ich zu
Fuß herum, auch 8 Stunden am Tag, immer in
Begleitung einer Gruppe von Priestern. Sie
sagten: “Gehen wir mit ihm sterben”. Wir
waren “eins”, wie der Apostel Paulus sagt; es
ging nämlich darum, der Kirche treu zu blei-
ben oder sie zu verraten. Diese Verfolgungen
dauerten bis zum Jahr 1960.
Ich wurde immer mit Tomaten oder Eiern
beworfen ... ich wurde auch auf offener Stra-
ße geschlagen ... sie taten alles um mir Angst
einzujagen. Eines Tages nahmen sie mich
gefangen, sie hatten da ein Benzinkanister ...
weshalb ich meine Seele dem Herrn empfahl.
Sie taten mir aber nichts. Sie versuchten
vielmehr, mir meinen guten Ruf bei den Men-
schen zu nehmen und mir Angst einzujagen.
Sie erzeugten aber genau das Gegenteil: das
Volk hielt immer mehr zu uns.
Ich schäme mich, daß ich nie ins Gefäng-
nis kam... es tut mir Leid. Allein in der Diö-
zese Split wurden 40 Priester hingerichtet
und das während oder gleich nach dem Krieg:
fast alle von patriotischen kommunistischen
Verbänden. In Split wurden zwei Priesterse-
minare für sechs Jahre geschlossen, sei es das
größere, wie das kleinere.
Manche möchten Gerechtigkeit üben, weil
viele von jenen Männern, die damals getötet
haben, noch leben und heute eine schöne
Pension beziehen. Aber der Sieg, dem wir
heutzutage beiwohnen (der Zerfall des
Kommunismus), ist der Sieg der Mutter: jetzt
liebt die Mutter alle Söhne, auch jene, die
geistig erkrankt sind, die größten Sünder. Wir
predigen deshalb, daß man allen verzeihen
soll und daß man zu einer nationalen Versöh-
nung zwischen Kommunisten und Gläubi-
gen, den Ungläubigen in allen Nationen und
auch unter allen Nationen, gelangen muß.
Jugoslawien ist diesen Zerreißproben der
verschiedenen Nationalitäten ausgesetzt.
Serbien, die zahlenmäßig stärkste Region, d.
h. eine gewisse Strömung von serbischen
Politikern, möchte einen Zentralstaat aufbau-
en und die Bundesgrenzen abbauen, welche
bis jetzt die verschiedenen Nationalitäten
gebildet hatten, indem man ihnen zwar eine
gewisse Freiheit in Entfaltung und Kultur
gewährt aber in der Folge eine Einheit im
Pluralismus erreicht. Dies ist auch der einzi-
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ge Ausweg für die komplizierte Lages Jugo-
slawiens: die Einheit im Pluralismus. Wir
müssen viel beten, weil wir von dieser irrtüm-
lichen Politik (Serbiens) bedroht sind.
In Jugoslawien zeichnet sich eine von
einem alten kommunistischen General und
Freund Titos geführte Partei ab. Dieser Gene-
ral hat sich ein wenig bekehrt: wieviele hat er
getötet oder töten lassen, jetzt aber ist er ein
anderer Mensch.
Andererseits wurden ähnliche Greuelta-
ten auch von den Kroaten während des Bür-
gerkrieges, sowie von Serben mit ihren Par-
tisanen, hauptsächlich in Dalmatien und
Bosnien-Herzogowina verübt; reden wir nicht
von den Muselmanen, welche überall Blut-
bäder anrichteten, auch in meiner Diözese,
indem sie die Hälse aufschnitten, wie es bei
ihnen Brauch war.
Wie sollte man jetzt Gerechtigkeit üben?
Man muß verzeihen, weil dies der Wille
unserer Mutter ist. Man kann jetzt sagen, ich
tröste die Kommunisten, weil sie von der
Verzweiflung bedroht sind, auch die Angese-
hensten von ihnen. Sie kommen zu mir und
ich sage ihnen: “Euere Ideale sind geblieben,
sie sind wertvoll, wie das Ideal der Arbeit
über das Kapital. Ihr habt euch für die soziale
Gerechtigkeit unter den Staaten eingesetzt,
für den Frieden und die Brüderlichkeit.
Dies sind gute Ideale, aber ihr habt euch
ein bißchen geirrt, indem ihr diese Ideale
schnell und mit Gewalt auferlegen wolltet.
Ihr habt den Weg verfehlt und jetzt sehr ihr,
daß ohne Freiheit keine Neuregelung stattfin-
den kann und daß man den Men-
schen nicht neu erschaffen kann.
“Ziehet euch also ein wenig
zurück und beginnt nochmals mit
der Freiheit und mit der Liebe
euere menschlichen Ideale zu
predigen und ... wenn sich je-
mand von euch zum Christentum
bekehrt, umso besser. Ich möch-
te, daß ihr alle Christen und
Katholiken werdet, aber ich achte
die Freiheit aller und ich achte
eueren Humanismus; ihr müßt
jede Religion achten und ihr
werdet das Wahre und Gute für
unser Volk und aller Völker wirk-
lich tun”.
So tröste ich diese Kommuni-
sten, weil ich mich als Vater all
dieser Menschen fühle: ich bin
für alle von Gott gesandt.
Ich will ihnen helfen, sich zu
erheben - und wenn Gott ihnen
das Licht gibt - können sie sich zu
Ihm bekehren und so einsehen,
daß Er die Quelle dieser Werte
ist. Man soll aber nichts aufzwin-
gen: der Herr hat immer die Frei-
heit der Menschen geachtet.
Für mich ist dies der Sieg der
Mutter, welche nicht zulassen
kann, daß die Söhne getrennt sind,
sich bekämpfen und sich töten.
Sie will sie schnell retten.
(Radio Maria, 14. 02.1990)
P. JOZO: EINE MUT-
TER SAGT DIR, “KEHR
UM UND ENTSCHEIDE
DICH SOGLEICH FÜR
DAS GEBET”
Die Gnade, nicht die Diplo-
matie, hat den Kommunis-
mus zu Fall gebracht!
(...) Die Christen wissen, daß ihre himm-
lische Mutter die schönste aller Mütter ist,
aber die Seher und die Menschen, die die
Mutter Gottes wirklich gesehen haben und
noch sehen dürfen, finden kaum Worte um
Ihre wunderbare, strahlende Schönheit zu
beschreiben. Ich will damit sagen, daß Sie
kein Gespenst ist, Sie ist die Mutter der Kir-
che, Sie spricht zur Kirche, Sie liebt, beglei-
tet, leitet die Kirche. Sie ist unter dem Kreuz
Mutter der Christen geworden, Ihr ist die
Kirche anvertraut worden.
Die Umkehr, unsere Bekehrung, fängt
mit einer Begegnung an, der Begegnung mit
der Gnade, die nur von Gott kommt und ein
besonderes Geschenk ist.
Seit fast 9 Jahren wiederholt unsere himm-
lische Mutter die Worte Johannes des Täu-
fers: Kehrt um! Es ist auch das Wort, das
Jesus am Anfang seines öffentlichen Lebens
uns später immer stärker in seinen Predigten
wiederholt verkündete: Kehrt um!
Die Muttergottes ist gekommen, Sie zeigt
sich und ist gegenwärtig in Medjugorje mit
einem Ruf für die ganze Kirche. Viele haben
ihn verstanden und sind ihm gefolgt und
haben dabei wunderbare Früchte geerntet:
göttliche Früchte.
Wir sind Heuchler!
Das erste Mal, als die Muttergottes in
Medjugorje weinte, weinte Sie über die Prie-
ster und sagte: “Meine lieben Söhne müssen
ganz stark glauben!”.
Wir sind wie die Pharisäer, wenn wir
meinen durch die Bücher den Glauben zu
erlernen, denn der Glaube muß gelebt sein!
Es nützt der Kirche wenig, wenn sie Bibeln
drucken läßt, aber nicht betet, die Bibel nicht
liest und nicht glaubt, daß Gott uns durch
Sein Wort ganz persönlich anspricht. Wenn
die Kirche nicht glaubt, kann uns das Wort
Gottes nicht retten. Es hängt wirklich von uns
ab.
Durch die Madonna möchte uns Gott
zeigen, wie wir mit dem Gebet anfangen
sollen uns zu bekehren. “Fangt sofort an mit
dem Herzen zu beten”. Die erste Botschaft
auf dem Podbrdo lautete: “Kehrt um!” Als
die Menschen diese Wort von der Seherin
Marija hörten, waren sie betroffen. Was sol-
len wir tun? Dies war die erste Frage. Die
Mutter Gottes antwortete: “Fangt an zu be-
ten!” Als die Menschen anfingen zu beten
wie sie es gewohnt waren, zeigte sich die
Madonna und sagte:”So nicht! Mit
dem Herzen! Wenn ihr betet, betet
mit dem Herzen!”.
Nach Medjugorje zu kom-
men, bedeutet, anfangen zu be-
ten.
Millionen von Menschen sind
nach Medjugorje gegangen und
geben davon Zeugnis durch ihr
Leben, ihre Umkehr und ihr Ge-
bet. Sie selbst sind Gebet gewor-
den
Nur der Christ, der betet, ist
wahrhaftig ein Sohn Gottes. Der,
der sich Christ nennt und nicht
betet, lügt, er macht sich was vor,
er liebt nicht. Ohne Gebet kann
man Gott nicht kennen und er-
kennen. Das Gebet ist Augen und
Licht durch das man Gott erkennt.
Denkt an das Gleichnis der Frau,
die eine Drachme verloren hatte.
Sie hatte keine Ruhe mehr, es war
für sie viel Geld. Sie nahm einen
Besen und suchte überall, bis sie
das Geld wiederfand und voller
Freude rief sie die Nachbarn und
Freunde zu sich, um ihnen zu
verkünden: Ich habe die Münze
gefunden!
Nach Medjugorje kommen,
heißt diese Handlungsweise wie-
derholen. Den Besen nehmen und
mit Kraft und vollem Einsatz an
die Arbeit gehen, den Besen der
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Beichte nehmen und das eigene Herz reini-
gen. Wir wissen nicht, wo wir das Gebet
verloren haben, viele wissen nicht mehr, wann
sie zum letzten Mal gebetet haben. Viele
Familien beten nicht mehr, diese Welt betet
nicht mehr.
Nach Medjugorje kommen heißt, sofort
mit dem Gebet anfangen. Wenn ich dies nicht
begreife, kann ich auch alles andere nicht
begreifen.
Viele Priester, die hier gewesen sind und
nach der Wallfahrt nichts getan haben, kann
man mit Judas vergleichen. Wir sind wirklich
alle wie Judas, wenn wir nichts getan haben!
Judas umarmte Jesus und sagte: “Gegrüßt
seist du Meister”, und Jesus erwiderte:
“Freund, was tust du hier? Warum bist du
hier?” Aber Judas blieb taub und blind.
Man kann nicht die Umkehr auf später
verschieben! Glaube mir! Diese Zeit ist für
dich genauso wichtig, wie für eine Mutter die
Zeit der Niederkunft. Man kann sie nicht
verschieben, ausdiskutieren, verstehst du, die
Zeit ist jetzt gekommen. Heute geht der Ruf
an uns, wir müssen uns ihm stellen. Die
Mutter Gottes möchte uns eine Perle schen-
ken, diese Perle heißt das Gebet, das Rosen-
kranzgebet. Das ist die Drachme, die du ver-
loren hast. Sorgt euch nicht, ihr könnt sie
heute abend wiederfinden. Menschen aus aller
Welt sind in der Kirche im Gebet versam-
melt. Sie sind mit dem Herzen dabei, sie sind
der mystische Leib Christi: die Kirche. Die
betende Kirche ist imstande jedem zu helfen.
Die Madonna hat vom Gebet erzählt und
sagte: “Betet jeden Tag den Rosenkranz”.
Entscheide dich heute abend für das Gebet,
versprich es Ihr, schaffe Raum für dein tägli-
ches Gebet.
Als in Medjugorje die Muttergottes die
Botschaft vom Rosenkranz gab, blieben die
Menschen im Gebet, sie wollten nicht heim,
sie wollten sofort damit anfangen. Die Mut-
tergottes ist uns während unserem Gebet
erschienen! Wir alle haben Sie gesehen!
Kannst du dir vorstellen, mit welcher Freude
wir weitergebetet haben, mit Ihr zusammen!
Und Sie hat sich bedankt! Sie sagte: “Danke,
daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!”
Heute abend möchte Sie dir persönlich
sagen: “Danke, daß du meinem Ruf gefolgt
bist!”
Habt keine Angst! Betet!
In Medjugorje haben wir ohne Unterbre-
chung jeden Tag gebetet. Oft war es nicht
leicht. Zum Beispiel, als die Kommunisten
beabsichtigten Medjugorje zu zerstören. Sie
hatten Angst, unzählig viele Soldaten kamen
schwer bewaffnet zu uns, der Himmel war
voll von ihren Hubschraubern, scharfe Hun-
de standen im Dienst der Miliz. Niemand
durfte sich Medjugorje nähern, alle Straßen
wurden blockiert, man durfte weder raus noch
rein.
In dieser Situation sagte die Madonna:
“Habt keine Angst, betet!” Die Christen glaub-
ten ihr sie wollten nicht streiken, nur beten.
Nach Hause wollten sie aber nicht, obwohl
die Miliz es ihnen nahelegte.
“Wir wollen Zeugnis geben”, sagten alle.
Den ganzen Tag sind sie geblieben, wie eine
menschliche Mauer gegen eine andere, die
hört, doch es ist im August sehr warm, und
viele kamen wahrscheinlich vom Meer. Aber
in den Händen hielten sie den Rosenkranz. In
kleinen Gruppen waren sie stundenlang im
Gebet vertieft.
Dies habe ich gesehen: Maria ist auf der
Suche nach ihren Kindern in dieser Welt. Sie
sucht sie unter den Leuten, die immer noch
wie früher leben, aber Sie ruft sie zu sich.
Daher stellt man fest: In Medjugorje herrscht
etwas Übernatürliches, Göttliches vor, man
fühlt Himmel und Erde. Ich erinnere mich an
das, was der Papst am 1. August sagte, als er
zu einer Gruppe von Fachärzten sprach, die
sich gegen die Abtreibung einsetzten. Bezüg-
lich Medjugorje sagte er: “Ja, heute hat die
Welt den Hang zum Übernatürlichen verlo-
ren. In Medjugorje suchen viele danach und
finden eine Antwort im Gebet, im Fasten, in
der Beichte”. Diese Worte des Hl. Vaters sind
die schönste Stellungnahme zu Medjugorje.
Gott will durch Maria die Menschen zu
sich führen und dies geschieht immer bei
Erscheinungen der Hl. Jungfrau wie in
Lourdes, Fatima und jedem anderen
Wallfahrtsort. Der Papst sagte in seiner Rede
in Kevelaer vor zwei Jahren, während der
Reise nach Deutschland: “Die großen Städte,
in denen man vor Arbeit und Verkehr erstickt,
sind sicher keine entscheindende Orte für die
Rettung der Welt”.
Die Orte, in denen wirklich die Geschich-
te der Welt geschrieben wird, sind die stillen
Orte, in denen die Menschen beten. Wo
gebetet wird, dort werden Entscheidungen
getroffen: nicht nur für das Leben nach dem
Tode, sondern auch für unser Leben in dieser
Welt.
Nach Medjugorje kommen Leute aus Un-
garn, der Tschechoslowakei, Polen, Rumä-
nien und sogar aus Rußland. Was ist die
wichtigste Sache für eine Mutter? Die eige-
nen Kinder zu retten! Zuerst jene, die sich in
Gefahr befinden. Die Fürsorge Marias um-
armt die ganze Welt, aber vor allem ist sie an
jene gerichtet, die besonders die Barmherzig-
keit Gottes benötigen. Und dies sind jene, die
ohne Gott sind und die das ewige Verderben
riskieren.
Maria spricht - im Rahmen des Plans
Gottes - zu einigen Jugendlichen, die sich an
andere wenden. In der Tat sind wir alle für
den Nächsten verantwortlich. Wer rettet sich
bei einer Überschwemmung? Nur wer gut
schwimmen kann. Diese müssen aber auch
die Anderen retten. Genauso ist es auf geist-
licher Ebene: Es ist klar, daß die “lebendi-
gen” Christen, alle jene, die beten und im
Glauben, in der Hoffnung und in der Näch-
stenliebe stark sind, dazu berufen sind, sich
um die Anderen zu kümmern, die nicht
“schwimmen” können. Genau dies sieht man
in Medjugorje: Maria sucht und ruft viele
Kinder nicht nur zur persönlichen Rettung
auf, sondern damit sie sich auch für die Ret-
tung anderer einsetzen.
Dies kommt in Medjugorje klar zum Aus-
druck. Die Leute, die von Medjugorje zu-
rückkehren, sind unruhig: unruhig im Sinn,
daß sie etwas für Gott, für den Nächsten, tun
wollen. Kardinal Siri sagte mir bei einem
Treffen in Genua, bei dem man über Medju-
aus der bewaffneten Milizia mit den Hunden
bestand. Sie sind geblieben mit dem Rosen-
kranz in der Hand und haben gebetet. Es war
glühend heiß, die Sonne brannte vom Him-
mel (es war der 17.8.1981, Tag der Verhaf-
tung von P. Jozo). An diesem Tag um 18 Uhr
kam aus Beograd der Befehl: “Laßt die
Menschen in die Kirche!” Die Menschen-
mauern brachen auf, wie ein Fluß rannten die
Menschen und füllten die Kirche. So ging es
die ganze Nacht und einmütig beteten die
Menschen die ganze Nacht hindurch. In jener
Nacht machte unsere Kirche eine wunderba-
re Erfahrung, die du leider nicht ganz begrei-
fen kannst. Zum ersten Mal in der Geschichte
des Kommunismus, der in diesem Land seit
50 Jahren an der Macht ist, wurde eine Ent-
scheidung zurückgenommen. Diese Entschei-
dung war der erste Schritt zur Änderung in
der ganzen Welt. Verstehst du das? Es ist die
Gnade, die den Kommunismus zu einer
Änderung gebracht hat und nicht die Diplo-
matie! Es ist die Gnade, die ein Land verän-
dern kann.
Die Muttergottes sagte: “Habt keine
Angst, betet!” Die Menschen beteten und
glaubten. Euere Politik, egal von welchem
Land, ist nicht christlich. Es gibt keine Regie-
rung, die Jesus an die erste Stelle setzt, keine
die hilft, Jesus über alles zu lieben. Alle
diejenigen, die die Kultur oder etwas anderes
vor Christus stellen, kennen Christus nicht.
Deshalb ist es für uns sehr wichtig zu wissen,
daß die Jungfrau uns gezeigt hat, daß der
beste und stärkste Soldat auf der Erde, ein
betender Christ ist und er hat die mächtigste
Waffe (er zeigt den Rosenkranz). Der Christ
ist stärker als Politik und Regierung. Nie-
mand hätte etwas verändern können, nur Gott.
Es ist Seine Gnade, die ein Land verändern
kann und die kaputten Familien erneuern
kann.
Dieses kranke Blut, das im Leib Christ
fließt, kann nur von der göttlichen Gnade
geheilt werden, die Gnade Gottes, die uns zur
Umkehr führt. Ich kann keine Gnade anneh-
men ohne der Umkehr, ohne aufzustehen um
ins Haus des Vaters zurückzukehren. Meine
Rückkehr bedeutet meine Umkehr.
(Zusammenfassung)
GOTT ERNEUERT DIE
WELT DURCH MARIA
von P. Hnilica - Bischof
Was mich heuer bei meinem Besuch in
Medjugorje besonders beeindruckt hat, wa-
ren die viele jungen Leute. Es ist eine Freude,
diese Jugendlichen zu sehen, die wirklich
etwas suchen. Die Jugendlichen dürfen nicht
passiv bleiben. Es stimmt, daß viele ihr Glück
ausschließlich im Weltlichen suchen. In
Medjugorje hingegen, habe ich festgestellt,
suchen sie Gott.
Ein Beispiel: Beobachten wir all die Ju-
gendlichen, die vor der Kirche sitzen. Zwar
waren nicht alle angezogen, wie es sich ge-
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gorje sprach: “Ich habe beobachtet, daß die
Leute, die aus Medjugorje zurückkom-
men, Apostel werden. Sie erneuern die
Pfarrgemeinden, sie bilden Gebetsgrup-
pen, sie beten vor dem Allerheiligsten
Sakrament.Sie reden über Medjugorje und
fördern Gespräche und führen andere
Leute dorthin. Diese Gebetsgruppen er-
weitern sich ständig, sie sind es, die die
Kirche erneuern!”
Mit Bedauern muß man feststellen, daß
Juden, Adventisten, Baptisten viel mehr als
wir Christen das Gefühl der Einheit und Ge-
meinsamkeit empfinden und leben. Dies fehlt
uns. In Medjugorje hingegen entflammt in
den Leuten ein neuer Einheits- und Familien-
geist. Dort fühlen sich alle wie eine einzige
Familie. Dies habe ich in Amerika, aber auch
anderswo bemerkt: wenn ich dort über Med-
jugorje oder Fatima spreche, nähern sich mir
Leute, die in Medjugorje gewesen sind und
auch ich fühle mich mit ihnen wie in einer
Familie.
Hier erkennt man die Kraft des Hl. Gei-
stes. Maria ist die Mutter aller Menschen.
Wenn wir Sie wirklich als unsere Mutter
sehen, können wir auch alle als Ihre Kinder -
ohne Rücksicht auf Hautfarbe oder Sprache -
annehmen.
DIE BOTSCHAFT
VERBREITET SICH
AUCH IN CHINA
Gebetsketten
Eine schöne Überraschung. Aus Hong-
Kong schreibt uns ein Leser unserer engli-
schen Ausgabe und bittet, ihm das “Echo”
immer eiligst zu schicken, damit er für seine
monatliche Zeitschrift Auszüge übersetzen
kann, die den Chinesen helfen, die Botschaf-
ten der Gottesmutter kennenzulernen und zu
befolgen.
“Ich habe tausende Flugschriften über
Medjugorje in Chinesisch verschickt und sehr
positive Antworten erhalten; sei es von den
einheimischen Chinesen, als auch von den
ausgewanderten. Allerdings - wie uns die
Gottesmutter lehrt - setzen wir mehr Wert auf
das Gebet als auf Vernunft-bedingte Überle-
gungen. Wir haben, dem Ruf unserer Gottes-
mutter folgend, einige Gebetsgruppen ge-
gründet”. Er fügt hinzu, daß sie vom 20. bis
27. Mai für einen schwerkranken Bruder -
Doyvey Chan - eine Novene beten und dabei
das an Jelena diktierte Gebet zur Heilung
verwenden. Seine Heilung, in die vertrauens-
voll gehofft wird, “hätte in diesem Erdteil
großen Einfluß, denn die Chinesen, die soviel
leiden, benötigen die Hilfe der Gottesmutter
sehr.
Wir bitten, diese Botschaft an alle Anhän-
ger Jesu und Marias weiterzugeben: Man
bete dafür mit festem Glauben, Hoffnung und
Liebe. Es geschehe aber immer nur der Wille
des Herrn”.
AUSSAGE EINES MISSIO-
NÄRS ZUR WAFFE DIE ZUM
SIEG FÜHRT
P. Rino Vezzù, Luanda (Angola)
“... Maria bewirkt wirklich weiterhin Wun-
der, wenn wir den Rosenkranz beten. Sie
schützt uns nicht nur vor dem Satan, sondern
auch vor anderen Gefahren. Hier in Angola
beten wir ihn schon seit langem, besonders
bei Fahrten in sehr gefährliche Gebiete.
Deshalb redeten wir von “Wunder”, als auf
der Reise einer unserer Missionäre mit zwei
Schwestern in einen Hinterhalt geriet und
unverwundet einer Schießerei entkam, ob-
wohl die Reifen und der Motor des Wagens
getroffen worden waren. Wir hatten eben die
Litaneien nach dem Rosenkranz beendet und
sangen zu Maria. In der Schießerei erhob der
Pater die Hände zum Himmel und erbat die
Hilfe Marias; der Wagen rollte sicher und
ohne Gefahren weiter.
Von einem Wunder sprachen wir auch in
diesen Tagen, als in der Nacht des 30. März
ein Pater mit zwei Seminaristen einem wei-
teren Hinterhalt zum Opfer fiel: auch hier
entkamen sie einer Schießerei ohne daß ihnen
ein Haar gekrümmt worden wäre. Sie beteten
gerade das 3. schmerzhafte Geheimnis. Der
Seminarist, der auf dem Hintersitz war und
der sich vorwärts gebeugt hatte, um das Ave
Maria besser einsetzen zu können, sah die
Windschutzscheibe neben sich unter den
Schüssen zersplittern. Der Wagen wurde von
8 Schüssen getroffen, doch die Insassen blie-
ben unversehrt. Außerdem explodierte ein
Haubitz-Geschoss, das uns unverständlicher-
weise verfehlte.
Die Versprechen der Hl. Jungfrau an
den sl. Alano erweisen sich wirklich als
wahr, besonders das zweite: Bewahrung
vor Gefahren oder plötzlichem Tod, wenn
man andächtig den Hl. Rosenkranz betet
.
Das heißt, daß Maria wirklich zu uns kommt
und mit uns betet, uns beisteht und verteidigt.
Andere haben festgestellt, daß durch gemein-
sames Beten des Rosenkranzes und durch das
Fasten bestimmte Krankheiten geheilt wer-
den. Die Oberin einer Glaubensgemeinde be-
dankte sich schriftlich, nachdem sie den Ro-
senkranz eingeführt hatte und dies zu einem
großen, geistigen Fortschritt verholfen hat-
te”.
DIE WEIHE KAM SPÄHT
Es scheint, daß vor dem Triumph
des Unbefleckten Herzens Mariä,
noch eine schwere Prüfung der
Menschheit bevorstehe.
Es wäre uns lieb gewesen, wenn die Weihe
an das Unbefleckte Herz Mariä, welche in
feierlicher Weise in Einheit aller Bischöfe
der Welt am 25. Mai 1984 am Petersplatz
vorgenommen wurde, früher stattgefunden
hätte (...) 1917 waren die großen
Erscheinungen der Mutter Gottes in Fatima
in der Cova da Iria (Tal des Friedens). Die
wichtigste dieser Erscheinungen fand am 13.
Juli statt, als die Mutter Gottes den drei
Hirtenkindern die Hölle zeigte und die drei
berühmten Geheimnisse anvertraute, von
denen das letzte Geheimnis noch unbekannt
ist. Bei dieser Gelegenheit sagte die Mutter
Gottes wörtlich: “Ich werde kommen, um die
Weihe Rußlands an mein Unbeflecktes Herz,
sowie eine Sühnekommunion an jedem ersten
Samstag im Monat zu erbitten.” Die
Behauptung ist daher falsch, die Mutter Gottes
habe die Weihe schon im Jahre 1917 verlangt.
Die Mutter Gottes erfüllte ihr Verspre-
chen (“Ich werde kommen” ..) an zwei ver-
schiedenen Tagen: Am 10. Dezember 1925,
als Schwester Lucia in Pontevedra (Spanien)
war, erschien ihr die Mutter Gottes und bat
um die Sühnekommunion. Am 13. Juni 1929,
als Schwester Lucia in Tuy (Spanien) war,
erschien Sie ihr wieder und bat um die Weihe
Rußlands an ihr Unbeflecktes Herz: “Es ist
der Zeitpunkt gekommen, an dem Gott den
hl. Vater bittet, er möge in Gemeinschaft aller
Bischöfe der Welt, Rußland meinem Unbe-
fleckten Herzen weihen...” Erst von da an
beginnt die Zeit der nicht erfüllten Bitte. Es
müssen aber zwei Tatsachen festgehalten
werden: 1) Anhand der erhaltenen Botschaft
hat Schwester Lucia die beiden Bitten ver-
eint, die der Weihe Rußlands und die der
Sühnekommunion. Es sind zwei voneinan-
der abhängige Bitten, die nicht getrennt
werden können.
2) Man spricht noch nicht von der Weihe
der ganzen Welt.
Diese zwei Bitten leitete Schwester Lucia
nur vorsichtig weiter. Inzwischen tauchte ein
weiteres Ansuchen seitens einer großen
Charismatikerin, Alessandra Da Costa, an
den hl. Vater auf. Die Bitte war, die ganze
Welt möge dem Unbefleckten Herzen Mariä
geweiht werden. Aus verschiedenen Grün-
den wurde dieses Ansuchen schneller weiter-
geleitet, da der portugisische Episkopat es als
Eigeninitiative dem hl. Vater vorschlug. Der
Seelenführer von Schwester Lucia, der auf
dem laufenden war, schlug ihr deshalb vor,
sich dem Ansuchen von Alessandra Da Costa
anzuschließen. Nachdem die Schwester vom
Himmel die Zustimmung erhalten hatte,
schloß sie sich diesem Ansuchen an. So kam
es, daß sie am 2. Dezember 1940 Papst Pius
XII, schrieb eine Weihe der ganzen Welt
vorzunehmen, mit besonderer Rücksicht auf
Rußland.
Pius XII war sehr aufgeschlossen diesem
Ansuchen gegenüber, so daß er bereits 1942
die Welt und besonders Rußland dem Unbe-
fleckten Herzen Mariä weihte (wir waren
mitten im Krieg!). 1952 weihte er im beson-
deren Rußland. Eine Erneuerung dieser Wei-
he erfolgte am 1. November 1964 bei der
Vollversammlung des zweite Vatikanischen
Konzils durch Johannes Paul VI. Auch unser
jetziger Papst weihte wiederholte Male die
Welt, bis zur feierlichen Weihe, im Einklang
mit dem ganzen Episkopat, am 25. März
1984.
Waren Versäumnisse vorgekommen? Si-
cher. Wenn die Mutter Gottes die feierliche
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- 6 -
Weihe in Einheit mit allen Bischöfen der Welt
verlangte, war es klar, daß Sie sich nicht mit
der Erklärung einer einzelnen Person, auch
wenn dies der Hirte der ganzen Kirche war,
zufrieden gab. Auch ein Bischof bedarf für
jede Initiative der Ermunterung und Gefolg-
schaft der Gläubigen. Ich getraue mir die
Behauptung aufzustellen, daß die Schuld der
Verspätung beim christlichen Volk liegt. Nicht
umsonst hat die Mutter Gottes, wie schon
bemerkt, mit der Weihe auch die Sühnekomm-
union verlangt. Nicht umsonst verlangt sie
einen Beitrag an Gebet, Sühne und Anbetung.
Die Änderungen in Osteuropa sind be-
kannt. Wenn aber eine wirkliche Umkehr
dieser Welt zu Gott, die teilweise vom Mar-
xismus, aber auch vom Konsumismus und der
Korruption beherrscht wird, nicht stattfindet,
kommt natürlich der Gedanke auf, daß bis
zum endgültigen Triumph des Unbefleckten
Herzens Mariä noch eine harte Prüfung der
Menschheit bevorsteht. Vielleicht hat das dritte
Geheimnis von Fatima etwas Gemeinsames
mit den zehn Geheimnissen von Medjugorje.
Meines Erachtens (und nicht nur meines)
handelt es sich bei Medjugorje um eine wei-
tere Entwicklung und eine Hilfe all das zu tun,
was nach Fatima nicht getan worden ist.
Pater Gabriele Amorth
ES GENÜGT BEICHTE ZU
HÖREN UM ZU GLAUBEN.
Es ist ein wahres Wunder, das
einem die Augen über das Wirken
Mariens öffnet. Das Geschenk der
Tränen ist hier leicht.
Es ist hier ein unwiderlegbares Zeichen,
der Hinweis einer außerordentlichen Anwe-
senheit, der sich jeden Tag wiederholt: die
Bekehrungen durch die Beichte. Es genügt,
sich in den Beichtstuhl zu setzen und einige
Stunden auszuhalten. Es ist nicht so, daß nur
hier und da ein großer Fisch, wie in jedem
Wallfahrtsort, kommt. Hier hat man sofort
den Eindruck, daß die Beichte als Bekehrung
die Regel ist, wie es auch sein müßte. Leider
ist bei uns das Gefühl von Sünde und das
Trachten nach Heiligkeit verlorengegangen.
Die Beichte ist oft nur ein Ritus, den man
erfüllt, ohne den wirklichen Willen sich von
der Sünde loszusagen, auszusprechen.
Der einfache Mann, der hierher kommt,
auf geheimnisvolle Weise angezogen und we-
nigstens einige Tage hierbleibt, wird vor dem
Priester auf die Knie sinken, was hier ganz
natürlich ist. Niemand kann dem wiederste-
hen. So bekennen es offen bejahrte Men-
schen, die seit 10, 20, 30 oder auch 50 Jahren
die Kirche verlassen haben.
Das sagen sie dir ohne Scheu, ohne ihr
vergangenes Leben zu verniedlichen und be-
kennen dies mit Offenheit und Schmerz. Am
Ende, wenn beim Zuspruch das Wort der
Barmherzigkeit und des Vertrauens gespro-
chen und dann die Absolution erteilt wird,
brechen viele, viele, in Tränen aus. Es ist das
Geschenk der Reue, das hier zu Hause ist, wie
eine Schwester weise sagte. Man verspürt hier
das mütterliche Herz, das dich wieder Kind
werden läßt, das dich neu macht. Sicher ist,
daß eine gute Hälfte der Leute, denen ich die
Beichte, von morgen früh bis späht abends
drei Tage lang abgenommen hatte, mit Tränen
in den Augen aufstanden.
Hier kommt das vor, was bei uns zuhause
selten passiert. Hier entdecken sie die schwer-
wiegenden Probleme in der Familie und in
den sozialen Beziehungen und sind bereit, die
Ratschläge der Kirche demütig anzunehmen.
Manchmal sind es Krisen und Tragödien in
den Familien, für die sie Trost und Erlösung
suchen. Andere Male wird ein Stein auf viel
Untreue in der Ehe gelegt. Es gibt auch solche,
die weinen und um Barmherzigkeit bitten, für
so viele abgetriebene Kinder: “Sie sind es, die
für euere Bekehrung beten!”. Ungerechte
Beziehungen und Haß werden beseitigt. Es
gibt Leute, die aus einem Abgrund von
Schmutz und Elend herauskommen.
Sünden und Lebenslagen, die nie ge-
beichtet wurden.
Es gibt solche, die einen höheren Ruf
verspüren: “Ich bin verlobt und glücklich,
spüre aber einen anderen Ruf. Was für einen?
Ich möchte in einen Bettelorden eintreten, in
eine Gemeinschaft, in der ich nichts gelte.”
Und deine Verlobte? Er sagte mir: “Für mich
muß Gott an erster Stelle sein und dann kommt
erst mein Ich.”
Es gibt Drogensüchtige, die dich zu tief-
stem Mitleid hinreißen wegen ihrer einge-
standenen Machtlosigkeit und die in wahrer
Demut in einer Gemeinschaft Rettung
suchen.Es gibt Prostituierte, die entschlossen
sind, ihr Leben zu ändern und in einer neuen
Familie Mütter verwahrloster Kinder werden
möchten. Der Großteil besteht aus gewöhnli-
chen, lauen Gewohnheitschristen. Auch da
ein klares Zeichen der Wirksamkeit Mariens:
“Ich glaubte, ein guter Christ zu sein, sehe
jetzt aber, daß ich ein Sünder bin.” “Ich bin ein
Wurm.” “Ich habe nicht genug Glauben und
bitte nun die Mutter Gottes, sie möge ihn mir
schenken.” “Hier habe ich den Wert des
Lebens, das mir Gott gegeben hat, entdeckt
und ich spüre, daß ich alles falsch gemacht
habe.” “Ich habe bis jetzt nur an meine Inter-
essen und an meinen Verdienst gedacht.” “Für
mich gab es keine Nächsten.” “Ich war nicht
imstande, die Anderen zu lieben.”
Die Beichten der Jugendlichen sind wirk-
lich ergreifend. Ich will nicht von ihrer großen
Offenheit, ihrer Reue und den Bußen, die sie
sich auferlegen, von ihrem großzügigen
Schwung, den ihnen die Gnade zu erkennen
gibt, sprechen.
Mons. Carboni, Bischof von Macerata
hatte recht: “Wenn ich in einen Wallfahrtsort
gehe, bewundere ich nicht die Kunst und die
Denkmäler. Ich setzte mich in den Beichtstuhl
und erkenne an den Beichten den Wert des
Wallfahrtsortes. Ich war in Medjugorje: Ich
suchte nicht die Seher auf, noch die Patres.
Gar nichts! Ich war zwei volle Tage lang im
Beichtstuhl und das hat mir genügt, um Med-
jugorje zu beurteilen. Hier ist die Mutter Gottes
und der göttliche Heiland gegenwärtig!”
Pater Angelo Mutti
... Die interessantesten Nachrich-
ten sind mit Mirijana verbunden, je-
nem Mädchen, das die Aufgabe hat,
die Welt vor den drei Geheimnissen
(Mahnungen an die Menschheit) zu
warnen. Die Seherin sagt, der Schwere
der Sünde in der Welt wohl bewußt zu
sein: sie unterstreicht, daß diese jetzi-
ge Periode eine Zeit der Gnade für die
Menschheit sei: wir können viele
Gnaden bekommen und der Himmel
fordert die Welt zur Rettung auf. Die
zweite Periode wird eine harte Zeit der
Reinigung der Menschheit sein. In der
dritten Periode wird sich Gott of-
fenbaren (...)
In den Text der morgigen liturgi-
schen Lesung hören wir den Prophe-
ten Daniel, der über die letzten Ereig-
nisse spricht. Auch Jesus spricht im
Evangelium über furchtbare Dinge, die
sich auf der Erde ereignen werden.
Aber es gibt darin eine Botschaft für
uns: Freude, Sicherheit, Glück und ein
sehr inniges Leben. Im Psalm steht:
«Du, Herr, gibst mir das Erbe und
reichst mir den Becher; du hältst mein
Los in deinen Händen.» (Ps 16)
Gott hat dich bei der Hand genom-
men. Er hält dich in seiner Hand. Es
würde reichen, hierüber zu meditie-
ren. Du wirst dich in der Hand Gottes
fühlen. Das ist wunderbar. Die Seher
sprechen in den Botschaften über die
Zukunft der Welt und auch über schwe-
re Dinge: Ihr werdet aber nur imstande
sein, diese richtig anzunehmen, wenn
ihr wißt, daß ihr in Gottes Hand seid.
Sonst werdet ihr Menschen sein, die
voll Angst in die Zukunft schauen.
Doch ihr seid in der Hand Gottes!
(Aus dem Gespräch von P. Slavko Barbaric
an die Pilger - Medjugorje 16 Nov. 1985)
IN DER EUCHARESTIE
OPFERT SICH GOTT GANZ
UND GAR
Wenn wir in der Hl. Messe den
liturgischen Weg gehen würden,
so würde das Volk Gottes mehr
vorwärts kommen.
Ein anderer Punkt, worüber wir nachden-
ken sollen: Wenn wir Priester, während wir
die Hl. Messe zelebrieren, dem Gang der
Liturgie folgten, indem wir die Eucharestie
lebten, könnten wir die Leute zum andauern-
den Gebete führen. Unsere Eucharestie wird
dann zu einer geistigen Katechese werden,
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- 7 -
ein wahrer Weg der Pfarrei, wenigstens für
alle jene, die voranschreiten. Ich habe nur
wenige Priester gesehen, welche diesen litur-
gischen Weg leben und gehen. Denken wir
über diese letzte Woche nach (31. ...) Am
Anfang fleht der Psalmist: “Beeile Dich,
Herr”. Und Jesus: “Beeile dich, Zacheus”.
Ich flehe und Er sagt “Beeile dich, komm!”.
Während dieser Woche haben wir Schritt
für Schritt einen Ruf. Der Ruf am Montag:
sich den armen Menschen, denen, die uns
unsympatisch sind und jenen, die uns un-
freundlich gesinnt sind, öffnen (sie zum Mahle
laden: Lk 14, 12-14). Was bedeutet ,Öffnung
im geistigen Sinne? Was bedeutet es, wenn
ich in meinem Herzen so viele feindliche
Menschen finde? Ich muss die Heilung in mir
vollbringen und muss die Menschen zur
Heilung führen ...
Dienstag: Nur jene, die sich ganz hinge-
geben haben, können am Mahle des Herrn
teilnehmen (Lk 14, 15-24). Wir müssen be-
reit sein, geistig offen zu sein: seht doch, daß
ein Tag den nächsten vorbereitet: es sind
durchgehende Schritte. Heute (Lk 14, 25-33)
wird uns der Herr auffordern, alles zu verlas-
sen, auch das eigene Leben um in uns nur die
Liebe zu pflanzen: wir haben keine andere
Pflicht, sagt der Hl. Paulus (Röm 13,8-10),
als uns untereinander zu lieben. Wenn wir
Priester durch die Eucharestie diese Um-
wandlung unseres Lebens in uns erleben,
erfahren wir unsere Geistigkeit und alles wird
dann leicht; all das bereitet uns vor oder setzt
die Eucharestie fort, wie die Muttergottes
gesagt hat; fordern wir uns auf, diese Eucha-
restie tagtäglich zu leben. Wenn unsere Eu-
charestie diese liturgische Entwicklung hät-
te, dann könnten die Gläubigen, welche der
Hl. Messe beiwohnen, fortwährend im geisti-
gen Sinne voranschreiten. Ich glaube, dann
würden unsere Kirchen voll Gläubige sein!
Ein Zuwachs würde sicherlich eintreten: ich
sehe, wie die Menschen hungrig sind!
Wenn wir in die Eucharestie mit all unse-
ren Problemen und Sünden eingehen, werden
wir die Allmächtigkeit Gottes spüren.
Die Früchte der Eucharestie: was bedeu-
tet die Segnung nach der Eucharestiefeier?
Welche sind die Früchte der Eucharestie? Ich
denke, dass viele Priester sich wie Könige
verhalten. Als der Aussätzige kam, sagte Er:
Was kann ich für dich Kranker tun? Was kann
ich dir geben, der du beladen bist? Ich habe
keine Zeit! Nein! Wir müssen vor allem mit-
fühlen und bevor wir zur Eucharestiefeier
hintreten, müssen wir die Leiden der Seelen
tragen, dem Herrn alle Leiden der Pfarrei
aufopfern, so auch jene der Kranken: diese
müssen wir in uns tragen. Hier eine Schlüs-
selbotschaft, die der Gebetsgruppe gegeben
wurde: “Viele beten, gehen aber nie im Gebet
ein”. Folgende Schritte sind zu unternehmen:
verzichten und alle Schwierigkeiten dem
Herrn hinbringen, alle Sünden dem Herrn
hinlegen und wenn wir fühlen, dass wir alle
Probleme und Sünden hingegeben haben,
dann können wir ins Gebetsleben eingehen.
Seht, wenn wir vorbereitet der Euchare-
stie begegnen, alles in uns tragend und wenn
wir in gänzlicher Öffnung die Gnade Gottes
aufnehmen, welche uns verwandelt, dann
müssen nach der Eucharestie auch die Früch-
te eintreten und es wird geschehen, wie es
dem Propheten Eliseus in Naaman geschah.
Wenn wir in die Eucharestie eingehen, kön-
nen wir alle Gnaden, welche uns Gott ver-
sprochen hat, erleben.
Ich möchte abschliessen. Wir Priester
müssen wahrhaft die Eucharestie leben, um
jene Freude der Auferstehung daraus zu ge-
winnen, jene Macht Gottes, die sich für das
Heil der Welt opfert. Dies kann sich nicht in
unserem Leben verwirklichen, wenn wir einen
Ritus anstatt der Eucharestiefeier erleben,
wenn wir diese Wandlung in uns nicht erlau-
ben und wenn die Kommunion nicht in diese
Wandlung mit hineingezogen wird. Anderer-
seits wird die Eucharestie die Menschen, die
Pfarrei, die Gruppe, die Gemeinschaft wahr-
haftig verwandeln. So können wir mittels
eines liturgischen Weges, immer vorwärts
schreiten, immer tiefer eindringen, immer
mehr die Freude und Allmächtigkeit Gottes
erleben. Dann können wir den Leuten vieles
geben, wenn wir Jesus gestatten, in uns zu
leben: dann kann Er handeln, Er wird keine
Hindernisse finden, Sein Angesicht zu zei-
gen und uns und den Menschen seine Gnade
zu schenken.
Der Ansprache folgte dann ein Mei-
nungsaustausch.
F. Wie soll eine Gebetsgruppe für einen
liturgischen Weg geleitet werden? Dies vor
allem für Menschen, die von Medjugorje zu-
rückkehren und Fortschritte machen wollen
.
A. Jede Gruppe soll zur Eucharestie be-
gleitet werden, ansonsten kann sie nicht
überleben, die Christenheit kann nicht über-
leben. Mann soll die Gruppe in die Mitte
führen; die Eucharestie ist der Mittelpunkt
der Kirche und des Universums, sie ist die
Liebe des Allmächtigen Gottes. Die Gebets-
gruppen müssen wir in den Mittelpunkt hin-
führen. Wir hatten die Gruppen gebildet, um
irgendeinen Bestandteil zu entwickeln und
das geistige Wachsen der Gruppe zu erleich-
tern: sie muss aber immer mit der Eucharestie
verbunden werden, ansonsten bleibt die
Gruppe in sich geschlossen und erhält nicht
jene kirchliche Kraft, die von der Eucharesie
herrührt.
In der Kirchengeschichte treffen wir so
viele in sich geschlossene Bewegungen und
kennen auch Auseinandersetzungen zwischen
diesen Bewegungen. Dies kann nicht vor-
kommen, wenn man die Eucharestie, die
Brüderlichkeit, die Öffnung miterlebt. Der
Priester, als Minister der örtlichen Kirche,
muss die Gruppe in den Mittelpunkt, der uns
die Tiefe und Breite der Kirche darbietet,
setzen. So werden dann auch die Gruppen
standfest.
Nach meiner Meinung muss man dann
auch andere Augenblicke betrachten: 1. Alle
Gruppen sollten voranschreiten, wenigstens
jene Leute, die reif geworden sind. Sie müs-
sen eine standhafte Form erlangen, sowie
eine dauerhafte Verpflichtung in der Kirche
durch Brüderlichkeit übernehmen (wie es in
den neuen Bestimmungen des Franziskani-
schen Dritten Ordens angeführt ist). In diesen
Formen können die reifen Leute viel mehr am
Pfarrleben teilhaben, sie können vom Pfarrer
ausgesucht werden, um Gruppen zu leiten
und so die Gruppen mit der Eucharestie ver-
binden, in einem einzigen Geiste.
2. Die Leute gehen dorthin, wo man ihnen
mehr bietet. Manchmal wird in der Pfarrei zu
wenig geboten, oder die Priester haben zu
viele Verpflichtungen, oder es gibt keinerlei
Möglichkeiten eines tiefgehenden Weges: so
gehen die Leute dorthin, wo mehr geboten
wird und wir Priester müssen davon lernen
und die Vertiefung in unseren Pfarrein erlau-
ben. Bewerten und handeln wir nach unseren
Möglichkeiten. Für mich ist am wichtigsten,
dass ich als Priester die Eucharestie in seiner
Dynamik miterlebe. In dieser Zeit sind ganz
besonders die Jungen anspruchsvoll und ich
weiss, dass sie in der Herzogovina von einer
Pfarrei zur anderen gehen, auch 50 Km ent-
fernt, wo ein Priester die Hl. Messe zelebriert,
die sie erfüllt und nährt.
F. Können wir Priester die Eucharestie
leben, ohne jeden Tag eine gewisse Zeit der
privaten Anbetung zu opfern?
A. Ich denke nein. Wenn wir die Euchare-
stie innigst leben, jene Gemeinschaft mit
Gott, wie ich schon gesagt habe, sollte diese
Eucharestie den ganzen Tag während unserer
Arbeit andauern. Und dies kann nicht gesche-
hen, wenn wir mit dem Eucharistischen Gott
nicht Verbindung aufnehmen. Meine Erfah-
rung in diesen Jahren ist: gerade dort, vor dem
Allerheiligsten Sakrament, erlebe ich immer
wieder die Eucharestie und durch die Anbe-
tung vor dem Allerheiligsten, erhalte ich die
allergrössten Gnaden.
F. Erzählen sie uns etwas von den Erfah-
rungen mit der Gruppe, die sie in Gegenwart
der Seherin Maria gemacht haben.
A. Es ist die Erfahrung in die Tiefe der
Eucharestie zu gehen, um die Menschen zu
verwandeln. Jene, die diese Weihe erleben
wollen, mögen es für die Mitmenschen tun:
“Das eigene Leben für sie aufopfern”. Wir
sind nun dort angelangt, wo wir erfahren, was
die Eucharestie eingentlich bedeutet. Oft
haben wir von Menschen gehört, die sich als
Opfer anbieten und haben in uns ein
ablehnendes Gefühl. Im Gegenteil, es ist
äußerst positiv. Wir können zur Auferstehung
gelangen, wenn wir alle Stationen des Opfers
Jesu in uns miterleben.
Es gibt Stufen, vom Himmel auf die Erde
herabzukommen, so auch von der Erde in den
Himmel zu steigen. Jesus hat sich gedemü-
tigt, sich ganz hingegeben. Die Muttergottes
ist diesem Weg der Demut nachgefolgt, hat
sich ganz geopfert und hat somit den Himmel
erreicht. Die Seelen, welche sich ganz aufop-
fern, folgen diesem Weg der völligen Hinga-
be und mit der Gnade Gottes werden sie
innerlich verwandelt. Diese Erfahrung ist ein
Ruf, wodurch die Menschen alles verlassen
und ihr Leben im Gebet, in Anbetung, in
brüderlicher Liebe, die zur Anteilnahme an
der Eucharestie wird, hingeben. Die Eucha-
restie wird Mittelpunkt in einer Gemeinschaft,
als Sakrament, und zugleich der Weg einer
Gruppe, in der die Gemeinschaft sich völlig
aufopfert.
F. Was hat die Muttergottes über die
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- 8 -
Eucharestie gesagt?
A. Ich erinnere mich nicht mehr an alles, was die Muttergottes
gesagt hat; ich weiss nur, dass Sie uns vom Orte der Erscheinungen in
die Kirche um den Altar geführt hat. Erwarten wir uns nicht von der
Muttergottes weitere Erleuterungen! Sie erschien nur zum Zeichen
des Erwachens, Sie ist nicht Lehrerin. Es würde genügen das zu
studieren, was uns die Heiligen sagen, was der Hl. Vater sagt. Sie
bringt uns nur zum Erwachen und sagt uns, dass wir nach all den
Rufen, noch weit weg vom Gebet sind. Wir wissen alles über die
Eucharestie, aber wir können dieses Sakrament nicht weiter wie bisher
leben. Die Muttergottes mahnt uns, die Eucharestie so zu leben, wie sie
die Heiligen gelebt haben.
(P. Tomislav an die Geistlichen, Ende)
BOTSCHAFT DER GOTTESMUTTER IN EINEM
BEKANNTEN ERSCHEINUNGSORT IN ITALIEN
(14.4.1990)
"Meine Kinder, die ihr mich liebt, schaut voll Hoffnung in
die Zukunft. (...) Sagt allen, daß Gott zum Menschen
kommt und daher ist es nötig, sich zu entscheiden. Das
Reich Gottes ist noch näher
: jener, der dazugehören und darin
eintreten will, nehme dieses Geschenk an.
Von allen erwartet Gott nur eine einzige Antwort: “Ich
glaube!” Jesus wird bei den Menschen bleiben um sie zu
begleiten und ihnen mit seinen Zeichen und Wundern zu
helfen, indem er alle mit seiner Gnade berauschen wird.
Meine Kinder, es wird sich mein Plan der Liebe durch mein
unbeflecktes Herz erfüllen und durch die Aufgabe, die mein
Sohn Jesus jedem einzelnen von euch aufgetragen hat. Habt
also Mut, habt den Frieden, den ich bringe, indem ich euch
segne”.
Nachrichten aus dem gesegneten Land
(von P. Slavko)
Pfarrleben. Das Leben in der Pfarrei von Medjugorje war während
der Osterzeit besonders intensiv. Hier einige Einzelheiten:
- die Zahl der Priester steigt laufend. In der Woche nach Ostern
konzelebrierten mehr als 100 Priester die Abendmesse. Jeden Abend
finden sich ca. 60 Priester zu Messe ein, und ein große Anzahl hört die
Beichte.
- Im April wurde an 140.000 Gläubige die Kommunion ausgeteilt,
während es im selben Monat des Vorjahres 99.000 waren. Der Dur-
schnitt liegt also bei 4.000 pro Tag.
Eine ausserordentliche Heilung
Am 5. Mai gegen Mittag kam eine Wallfahrerin namens Giovanna
Spanu aus Sardinien (Italien) zum Pfarramt. In ihrer Begleitung
befanden sich zwei Freundinnen, die aufgeregt eine Erfahrung ihrer
Freundin Giovanna erzählten. Giovanna war seit 1970 an Multiskle-
rose erkrankt. Sie konnte sich nicht mehr selbst bewegen, hatte das
Gleichgewicht verloren und fühlte sich unsicher. Oft wurde sie von
schweren Anfällen, die dieser Krankheit eigen sind, heimgesucht. Am
Tag vorher, den 4. Mai, hatte sie die Seherin Vicka getroffen und mit
ihr zusammen gebetet. Danach stieg sie zwar noch etwas unbeholfen,
aber ohne Hilfe vom Hügel herab. Nun sei sie da, höchst persönlich,
als Zeugin für diese Erfahrung. Sie fühle sich wohl. In der Hoffnung
auf die Hilfe der Mutter Gottes und auf ihre Fürsprache hin, kehre sie
voll Dankbarkeit im Herzen heim, auch wenn sie noch völlig schoc-
kiert vom Erlebten sei. Ihre Gruppe hat Gott für dieses große Geschenk
gepriesen und gedankt.
Eine Ärztin aus Bologna
Sie war von einem bösartigen Tumor befallen und mußte an 5
Wirbeln der Wirbelsäule operiert werden. Sie wäre querschnittge-
lähmt geblieben. Sie kam zwar aus einer ungläubigen Familie, doch
zeigte sie Offenheit und Bereitschaft: am 14. Juli sollte sie operiert
werden. Eine Freundin hatte ihr aus Medjugorje geweihtes Wasser
mitgebracht. Am Tag vor der Operation hatte sie fürchterliche Schmer-
zen. Sie erhebt sich, findet das Fläschchen, hat Schwierigkeiten es zu
öffnen und trinkt einen Schluck. Als sie nun davon trinkt, empfindet
sie etwas besonderes in sich, so, als ob eine Hand über ihren Rücken
streichend sie heile. Sie geht zu Bett und schläft ein. Am Tag darauf
fühlt sie sich wohl und ist nicht bereit, sich operieren zu lassen: sie war
gesund. Die Ärzte fragten sie, was sie getrunken habe. Sie analysieren
den Flascheninhalt: es war Wasser. Zum Dank ist sie nach Medjugorje
gekommen. Die Mutter Gottes hat sie geheilt und ich sagte: “Ein
Wassertropfen in den Händen Mariens ist mehr wert als alle Medizin.
Wir können auf die Muttergottes vertrauen”. (P. Jozo)
BISCHÖFE IN MEDJUGORJE.
Die Pfarre Medjugorje hat sich längst an die Besuche des Mons.
Franic, vormals Bischof von Split, gewöhnt. Er kommt oft mit
Freunden um zu beten. Im Mai wurde er zusammen mit seinem Freund
Mons. Francesco Spanedu, auch er Bischof in Ruhestand, gesehen.
Im Gegenteil, er war gekommen, ihn zu begrüßen.
Mons. Spanedu war mit einer großen Wallfahrergruppe aus Sardi-
nien anfangs Mai nach Medjugorje gekommen. Gerade in dieser
Gruppe befand sich jene Giovanna Spanu, die angab, am Erschei-
nungshügel geheilt worden zu sein.
Drei Bischöfe sind aus den Philippinen angereist: Mons. Genero-
so C. Camino, Digos; Mons. Antonio Mabutas Erzbischof von
Davao, mit dem Stellvertreter Mons. Alfredo Baquial.
Aus aller Welt strömen Menschen herbei: Ungarn, Polen, Slowa-
ken, Litauer, Ukrainer, viele Spanier, Franzosen und vor allem aus
englischsprachigen Ländern. Es wird viel gebetet. P. Jozo spricht
jeden Mittwoch und Freitag nachmittags in Medjugorje zu den Pil-
gern.
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Übersetzung: Freunde von Medjugorje - Südtirol
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