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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 82 (Mai 1991)

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Italienische Original-Ausgabe: "Eco di Medjugorje" I 46100 MANTOVA
cp 149 - Erscheint monatlich. BESTELLUNGEN: siehe letzte Seite
MAI
1991
82
DAS LEIDEN CHRISTI MITLEBEN IN
VOLLEM EINKLANG MIT DEM
WILLEN GOTTES
Betrachten wir den ersten Satz. “Auch
heute lade ich euch ein, die Passion Jesu zu
leben im Gebet und in enger Verbindung mit
Ihm”. Hier ist eigentlich alles: beten mit Jesus
und in Liebe mit Ihm vereint sein.
Was mich bei der Lesung der Passion am
tiefsten beeindruckt, ist das Verhalten Jesu. Er
ist ganz hineingetaucht in Gott, seinen Vater.
Alles Handeln und Denken ist reduziert. Alles
in Ihm weist hin auf den Vater und praktisch
sind auch seine Antworten im Prozeß vor
Pilatus die gleichen wie die vor dem Hohen
Rat: “Ich Bin”(=Gott). Die Einheit mit dem
Vater wird in der Antwort an Pilatus nur
bestätigt: “Du sagst es, ich bin König”. Jesus
weicht im tiefsten nicht ab vom Einssein mit
dem Vater.
Das ist auch unsere Berufung: Einswerden
mit dem Vater durch Jesus.
Wir sehen zwei entgegengesetzte Verhal-
tensweisen: Die von Judas, der den Gottes-
sohn für wenig Geld verkauft und dann die
von Jesus, der gegen die ganze Welt der Sünde
angeht und auf keine einzige Bedingung ein-
geht, die die Einheit mit dem Vater brechen
würde. Hier müssen wir verstehen, daß unsere
Berufung die ist, geopfert zu werden für die
Einheit mit dem Vater um alle Hindernisse zu
beseitigen, die noch bestehen zwischen uns
und dem Vater.
Die zweite Einladung Mariens ist “beten
mit Jesus”, d. h. beten am Ölberg; nicht den
eigenen Willen tun, sondern den Seinen suchen
und bereit sein, in die Hände des Vaters zu
fallen, auch ohne es zu verstehen. - Dann
kommt das wunderbare Gebet am Kreuz, wo
sich dieses Einssein mit dem Vater wieder
klar zeigt. Jesus betet: “Vater, vergib ihnen,
denn sie wissen nicht, was sie tun ....Vater, in
deine Hände lege ich meinen Geist”.
In unserem Beten müssen wir eins werden
mit Jesus und mit seinem Beten und uns ganz
dem Vater unterordnen, ihn um Verzeihung
bitten, auch für andere und sogar für Feinde.
Sobald unsere Einheit mit Jesus auch Einheit
mit dem Vater wird im Gebet, dann ersprießt
in uns ein neues Leben: das ist dann der
Übergang vom Tod zum Leben. Die Jungfrau
Maria begleitet uns mit ihrem Segen und wir
streben dann nach einer immer noch tieferen
Liebe zu Jesus. Gott, unser Vater, sende deinen
Hl. Geist auf uns herab, damit er uns berühre
im tiefsten Innern unserer Seele, unseres
Herzens, sodaß alles in uns ausgerichtet werde
auf dich. Guter Vater, ziehe uns an dich, damit
wir zusammen mit deinem Sohn mit dir geeint
sind und zu dir in Wahrheit lieber Vater sagen
können; damit so die Leiden nicht mehr Lei-
den sind und immer nur deine Vaterliebe vor
uns steht.
Botschaft vom 25. April 1991
“Heute lade ich euch alle ein,
daß euer Gebet ein Gebet mit dem
Herzen sei. Jeder von euch soll Zeit
für das Gebet finden, sodaß ihr im
Gebet Gott entdeckt. Ich wünsche
nicht, daß ihr über das Gebet redet,
sondern daß ihr betet. Jeder Tag
soll mit Dankgebet Gott gegenüber,
für das Leben und für alles was ihr
habt, erfüllt sein.
Ich wünsche nicht, daß euer Le-
ben im Gerede vergeht, sondern
preist Gott durch Taten. Ich bin mit
euch und danke Gott für jeden
Moment, den ich mit euch ver-
bringe."
Gott, unser lieber Vater, segne uns, damit
wir jeder Form von Egoismus absagen können
und aufgehen im Dienst an dir und an unseren
Mitmenschen. So werden wir am Kreuz auch
andern verzeihen können, um nur ganz dir
zugetan zu sein.
Segne alle jene, die diese Zeilen lesen
werden. Segne alle Christen, die in diesen
Tagen die Passion mitfeiern. Segne die ganze
Welt, denn Maria betet für die ganze Welt, für
jeden Menschen und auch ich segne euch alle
im Namen des Vaters und des Sohnes und des
Hl. Geistes. Amen
P. Tomislav Vlasic’
OPFERSEELEN ALS ZEICHEN DER
ZEIT. DIE GROSSE KRAFT ZUR
RETTUNG DER MENSCHHEIT.
Botschaften vom Himmel an eine Seele
(Latina - Italien): (Jesus) “Ich bitte um das
Gebet, damit überall mehr Opferseelen bereit
sind, sich dem Herrn ganz zu übergeben,
damit sie an Leib und Seele Gnadenwunden
hervorbringen zum Heil der Mitmenschen....
Es werden jene Seelen sein, denen ich
meine Wunden schenke - die körperlichen und
seelischen - und falls sie es verstehen, mutig
und stark zu sein im ständigen Hinblick auf
den Gekreuzigten, dann werde ich zusammen
mit meiner schmerzhaften Mutter jene große
Kraft heranbilden, die die Menschheit noch
erlösen wird. Dank euch, führt meine und
eure schmerzhafte Mutter stets mit Freude
noch viele ihrer Kinder in das Haus meines
Vaters. ... Es werden eure Opfer sein und die
von vielen Brüdern und Schwestern überall
auf der Welt, die die Menschheit retten wer-
den aus der Hand des schlimmsten Feindes”.
(Jene freiwilligen Opferseelen wird Jesus
- wie als unbewuße Ergänzung seiner Kreuzes-
liebe - hinweisen auf die Opfer des Bruder-
mordes, auf die unterdrückten Länder und
jener, die aus ihrer Heimat fliehen müssen,
auf die Ärmsten dieser Welt, auf die un-
schuldigen Kinder, die verhungern oder schon
im Mutterleibe ermordet werden. Der Ab-
grund der Sünde wird zugedeckt werden durch
einen gleichwertigen Haufen von erlösendem
Leiden.)
“Es ist die letzte Schlacht und der Feind
wird besiegt und kann keinen Schaden mehr
anrichten. Tod, Tränen und Klage werden
nicht mehr sein”
(6.12.1990)
(Die Muttergottes): “Liebe Kinder, ich
befinde mich schon im letzten Kampfe und
mein Unbeflecktes Herz wird siegen. Kinder,
ich habe mich auf die Erde gebückt, damit
Gottes Gerechtigkeit und Zorn die Mensch-
heit nicht auslöscht. Der Drache wird besiegt
werden, denn ich werde ihm den Kopf zertre-
ten und seine Ketten zerreißen, die zu Verwir-
rung und Tod führen. Liebe Kinder, mein
Herz wird siegen und es wird Friede sein und
Liebe: ein dauernder Friede, ein eucharisti-
“Lehre uns zählen unsere Tage, auf daß wir gelangen
zur Weisheit des Herzens” (Ps 90)
Botschaft vom 25. März 1991
"Liebe Kinder! Auch heute lade ich euch ein, das Leiden Jesu im Gebet und in der Einheit mit Ihm zu leben.
Entscheidet euch, Gott mehr Zeit zu schenken, Der euch diese Tage der Gnade geschenkt hat.
Deshalb, liebe Kinder, betet und erneuert auf besondere Weise die Liebe zu Jesus in eurem Herzen. Ich bin mit
euch und begleite euch mit meinem Segen und meinen Gebeten.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
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- 2 -
scher Friede, eine große Familie Gottes. Meine
Kinder, es braucht sehr viel Gebet und Buße:
Nur so kann die Welt zum Teil gerettet wer-
den. Ich rufe euch das mit lauter Stimme zu”.
(28. 02. 1990)
DER RAUCH DES RUHMES
ZERSTÖRT: IM DIENST FÜR
MARIA IST NIEMAND GEFEIT
GEGEN DAUERNDE NACH-
STELLUNGEN, AUCH DIE
SEHER NICHT
“Wachet und betet!”, ist das Befehlswort
für alle und ganz besonders für die Seher, die
den Nachstellungen des Bösen mehr ausgelief-
ert sind. Weihrauch ist eine Droge! Damit ist
besonders gemeint: das Bekanntsein, das
Verehrtwerden bis zum Überheblichsein.
Welch schlechten Dienst erweisen ihnen jene,
die sie wie Idole behandeln und sie überallhin
rufen zum eigenen Ruhm und sie der
Ausnützung oder Verschwendung aussetzen.
Nur Demut und Zurückhaltung kann sie vor
dem Bösen schützen, der sie angreifen will,
um ihr Zeugnis zu neutralisieren, das für
Medjugorje sehr wichtig ist, weil sie wie ein
Licht auf die Leuchter gestellt wurden. De-
shalb müssen sie sich schützen und geschützt
werden. Da oder dort hingehen: Ja, wenn es
die Jungfrau Maria will, aber nur um einen
Auftrag zu erfüllen. Sie müssen einem geistli-
chen Führer unterstellt sein, um nicht
ausgenützt zu werden von einigen oder auch
von jenen, die sie unterstützen (s. Echo 75,
S.9)
Ein sehr erfahrener Priester schrieb mir:
“In diesen Jahren habe ich nicht nur falsche,
sondern auch wahre Seher getroffen, die
allmählich “zurückfielen” und nicht mehr
“gesehen” haben oder die Botschaften mit
zweifelhafter Quelle verbreiteten. Charisma
und Vision sind keine Garantie, daß sie immer
in der Wahrheit verbleiben. Jesus würde dann
schließlich sagen: Ich kenne euch nicht! Auch
zu jenen, die in seinem Namen prophezeit
haben.”
Sie geben darum acht, sich nicht umringen
zu lassen und Charisma und Stellung nicht zu
mißbrauchen bis zu dem Grad, an Personen
oder Gemeinschaften unanfechtbare Sprüche
weiterzugeben, als ob sie von der Gottesmut-
ter selbst kämen. Oft beschämt Gott unser
Urteilen über seine Diener, indem er erlaubt,
daß in ihnen ganz große Gnaden mit verwir-
renden Schwachheiten oder negativen Er-
scheinungsweisen gepaart bleiben.
Ausgenommen, was den Kern der treu ver-
mittelten Botschaften betrifft, wissen die
Seher nicht mehr als wir. Es nützt darum
nichts, zu den Sehern zu rennen, um irgend
einen billigen Orakelspruch zu ergattern, der
schön eigennützig abgestimmt wäre, oder um
Lebensprobleme zu lösen.
Wir haben ja das Gebet, den Rat eines
Priesters, und viele unserer schmerzlichen
Erwartungen reifen erst langsam im Glauben
als wahrer Anruf Gottes. Nehmen wir uns
sehr in acht, nicht der Uneinheit oder Gegen-
positionen Vorschub zu leisten, wodurch nicht
mehr das Geschenk Gottes der Einheit und
Liebe vermittelt wird, sondern Trennung und
Gruppierung schürt, die eher dem Klima
gleicht, das Paulus bei den Korinthern bean-
standete. Oft ist das verbunden mit großem
Schaden für einfache Menschen, die mit hin-
eingezogen und verwirrt werden. Das wäre
dann Schützenhilfe für das Spiel Satans, der
mit dem Gnadenreichtum von Medjugorje
große Mühe hat und versucht, zu trennen und
zu entzweien, um so zu zerstören.
Auch jene können davon angesteckt wer-
den, die zwar die Gegenwart Mariens gläubig
aufgenommen und ihren Anruf befolgt haben,
aber nicht weiter vorantragen. Sie sind noch
voll Eigenliebe und unbewußtem Anerken-
nungsbedürfnis. Einige halten sich für
Hauptdarsteller und andere schauen gar dem
eigenen Profit nach und lassen sich so eher
von Maria bedienen, als ihr zu dienen. Rein
weltliche Überlegungen schleichen sich ein
bei Laien wie auch bei Priestern, wo man
nicht Schritt hält mit den Gebet und mit dem
Hören auf Gottes Wort. Diese sind nicht auf
dem Weg der Bekehrung und Reinigung. Es
erstaunt nicht, wenn diese Leute den Weg
zum Frieden weder verstehen noch gehen und
mit der Zeit sogar ein richtiges Hindernis
gegen den Frieden werden.
Wundern wir uns nicht darüber.
“Medjugorje ist nicht ganz Medjugorje!” Oft
tritt rein Menschliches an die Stelle Mariens.
Das kann überall passieren, obwohl schließ-
lich Mariens Gnade triumphieren wird über
jede menschliche Armseligkeit und immer
wieder neue Bekehrungen erwirken wird in
den Herzen einfacher und offener Menschen.
don Angelo Mutti
SATAN JA - SATAN NEIN
WIE BEHERRSCHT ER UNS
UND WIE BLEIBT ER FERN
VON UNS?
Ich erhalte eine Unmenge Leserbriefe.
Auch die Massenmedien trugen dazu bei, daß
dem Teufel neue Aufmerksamkeit geschenkt
wird. Besonders nennen möchte ich das Inter-
view mit Pippo Baudo und die Übertragung
eines amerikanischen Filmstreifens über einen
Exorzismus mit dem verschönernden Kom-
mentar von Mgr. Balducci. Im Grunde fragt
man mich: Die Königin des Friedens weist
sehr oft auf die Macht Satans hin, aber es
scheint, daß manchmal gerade die Leute der
Kirche dieses Argument gar nicht ernst
nehmen.
Gibt es einen Teufel oder nicht? Ist er in
der heutigen Gesellschaft aktiver als früher?
Warum? Ich weiß, daß viele Leser mein
Büchlein kennen: “Ein Exorzist erzählt”, das
von P. Livio hervorragend kommentiert wurde
in Radio Maria, Seite um Seite. Es ist eine
bezeichnende Tatsache, daß Maria in
Medjugorje nichts Neues der Botschaft des
Evangeliums anfügen will, auch diesbezüg-
lich; sie will nur dringend hinweisen auf einen
Punkt, den die Katechese seit Jahren sehr
vernachlässigt hat. In einigen Artikeln, die ich
im “Echo” veröffentlichte, konnte ich sehr
viele Dinge sagen über Satan und seine Zer-
störerarbeit.
Wenn ich nun hier näher auf die Fragen
eingehe, möchte ich einen besonderen Aspekt
hervorheben, über den man früher nicht sprach,
nämlich die Ursachen der Besessenheit.
Wichtig sind drei Punkte, die man sich merken
muß und ohne die keine Diskussion darüber
möglich ist:
1) Der Teufel existiert; er ist ein persönli-
ches Geistwesen (und soll nicht als abstrakte
Idee, das Böse, interpretiert werden). Er wurde
von Gott schön geschaffen, hat sich aber aus
eigener Schuld unwiderruflich ins Verderben
gestürzt und so ist aus dem Engel ein Teufel
geworden.
2) Der Teufel hat auch die Macht, Be-
sessenheit zu verursachen, d. h. sich in einen
menschlichen Körper zu begeben und ihn zu
beherrschen, ohne je den Willen ganz zu
besitzen. Das ist die volle Wahrheit, auch
wenn gewisse Theologen (wie einer kürzlich
im Fernsehen), es anders haben wollen.
3) Alle Christgläubigen, bes. aber die
Nachfolger der Apostel, die Bischöfe, haben
die Kraft, böse Geister auszutreiben.
Es ist nicht nötig, diese drei Punkte weiter
darzulegen. Wer das nicht glaubt, kann es im
Evangelium nachlesen und wenn er dem Evan-
gelium nicht glaubt, wird er auch meinen
Ausführungen keinen Glauben schenken.
Maria wiederholt es in Medjugorje oft und
eindrücklich, daß Satan sehr stark ist und
wenn er entfesselt ist, greift er mit aller Wut
an. Eine Folge davon ist auch die erschreck-
ende Zunahme teuflischer Besessenheit und
anderer satanischer Einflüsse.
Mit Bestimmtheit kann ich die Ansichten
von Mgr. Balducci nicht teilen, der behauptet,
die Zahl der Betroffenen sei nicht groß (“in
ganz Italien höchstens 40). Woher er diese
Angaben nimmt, weiß ich nicht. Man weiß
wohl, daß er ein Dämonologe ist, einer der
diese Phänomene studiert. Das heißt aber noch
lange nicht, daß er ein Exorzist ist. Deshalb
hat er kaum nähere Beziehung zu den Betrof-
fenen. Wenn ich nur schon die Besessenen
zusammenzähle, die ich betreue und dazu
noch diejenigen von mir bekannten Exorzis-
ten, so komme ich allein auf eine Zahl von
insgesamt mehreren Hunderten. Noch viel
größer ist die Zahl jener, die nicht direkt
besessen sind, aber befallen mit boshaften
Übeln, die verursacht sind durch diabolische
Macht und unmöglich geheilt werden können
durch Medikamente. Wenn man die Ursachen
solcher satanischer Übel kennt, wird einem
klar, warum gerade heute die Häufigkeit er-
schreckend zugenommen hat. Wie es sich in
den kommenden Jahren entwickelt, kann man
nicht voraussagen.
Es gibt drei mögliche Gründe:
1) Es kann eine einfache Zulassung Gottes
sein. Wir wissen, daß absolut nichts passieren
kann, ohne daß Gott es weiß und zuläßt.
Während bei den zwei nächsten Ursachen
freies menschliches Mittun vorausgesetzt
wird, ist hier Gott allein, der es dem Dämon
erlaubt, eine Person so zu beeinflussen oder
zu schädigen, um sie zu reinigen oder zu
prüfen, z. B. Job, der geschlagen wird (Kinder,
Hab und Gut, Gesundheit), oder dann der hl.
Paulus, der um nicht stolz zu werden, ein
satanisches Übel erdulden mußte (2 Kor. 12.7).
Verschiedene Heilige hatten Ähnliches zu
erleiden: z. B. die kürzlich selig gesprochenen
Don G. Calabria und Sr. Maria vom
gekreuzigten Jesus.
2) Wenn eine Person von einer Behexung
befallen wird. Man muß hier sehr vorsichtig
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sein und nicht zu vorschnell urteilen, aber
Verhexung und Verwünschung existiert, auch
wenn einige “moderne” Theologen darüber
lächeln. In unserer Gesellschaft, die immer
schwächer im Glauben wird und dafür offener
für allen Aberglauben und so auch für Ver-
hexung, wobei die Behexungen zunehmen,
sie die Taschen von vielen Schwindlern und
auch von wenigen Zauberern füllt.
3)Aus voller Eigenschuld der Betroffe-
nen: Grund kann hier eine Verhärtung in
Sünden ganz besonderer Schwere sein. Ich
kenne Fälle von Personen, die in sexualen
Perversionen, verbunden mit Gewalt, sich
herumtaten; oder Fälle von Homosexuellen,
die noch Drogen nahmen und alles noch mit
anderen Lastern verbanden; dann wiederholte
Abtreibung u.s.w. Das Evangelium gibt uns u.
a. das schreckliche Beispiel von Judas: “...und
dann fuhr Satan in ihn hinein” (Joh. 13.27).
Es gäbe noch eine ganze Reihe von
dämonischen Verbindungen und Machen-
schaften zu nennen, wie etwa die Teilnahme
an spiritistischen Sitzungen, versch. Formen
von schwarzer Magie und Okkultismus, sch-
warze Messen, Hexerei, Kartenschlagen und
andere satanische Kulte und Beitritt zu sat.
Sekten u.s.w. Es existiert eine Weihe an Sa-
tan, ein Blutspackt mit dem Teufel u.s.w.
Weil diese Praktiken im Zunehmen sind,
werden auch die Fälle von Besessenheit immer
häufiger.
In allen Schulen, wo ich eingeladen wurde,
fand ich, daß gewisse satanische Spiele gema-
cht werden, bis zur Geisterbeschwörung. Da
passiert es, daß es einen “erwischt”. Die Jugend
ist dem ausgesetzt und muß gewarnt und
beschützt werden. Neugier und Unvorsi-
chtigkeit können schlimmste Folgen fürs
Leben bringen.
Der Hauptgrund dieser Übel - das wieder-
hole ich - ist der Mangel an Glaube. So folgt
ihm der Aberglaube. Wer betet, ein christli-
ches Leben führt und zu den Sakramenten
geht, erfährt den nötigen Schutz. Satan hat
über uns keine Macht, wenn wir sie ihm nicht
selber geben. Die allerheiligste Jungfrau Ma-
ria, die unschlagbare Feindin Satans, wird uns
beschützen. Das gleiche tun unsere Engel und
die Heiligen. Man braucht nie Angst zu haben
von einem, der von Christus besiegt wurde. Es
genügt, daß wir “ihm Widerstand leisten und
er flieht von uns” (Jak.4.7).
D. Gabriele Amorth
Ein Brief voll des tiefen Glaubens von P.
Tadeusz. In Polen entsteht “Radio Maria”,
bestimmt für Rußland und auch als Zentrum
der Evangelisation für den ganzen Osten.
Die Initiatoren sind noch in großer fi-
nanzieller Not und die Leser des Echo sind
zur solidarischen Hilfe aufgerufen.
“Lieber P. Angelo,
(...) Immer muß ich an Sie denken und
schließe Sie in mein Gebet ein, zusammen mit
der ganzen “Kette der Herzen der Königin des
Friedens”. Trotz des Mangels an Gesprächs-
möglichkeiten weiß ich, daß Maria uns ganz
eint. Im Namen von Tausenden danke ich
Ihnen für das “Echo”, für die Verbreitung der
Botschaften der Königin des Friedens, für
Ihre tatkräftige Hilfe für und mit Maria auf
dem Weg zu Christus. Herr Pater, ich weiß um
Ihre große Bürde, die menschliche Kräfte
übersteigen, aber vergessen Sie nicht, daß
viele, viele Tausende von Menschen täglich
für Sie beten.
Briefe von Lesern des “Echo im Osten”
berühren uns tief.Es ist für mich eine ganz
große Freude, in den Briefen von so vielen
geretteten Menschen herrliche Glaubens-
zeugnisse zu lesen. Sie stammen aus der
Sowjetunion, aus Polen und Deutschland und
anderen Ländern. Viele haben zurückgefun-
den zur Kirche und fühlen sich wie neuge-
boren, und das verdanken sie zum großen Teil
ihrem väterlichen Dienst. Viele erstaunliche
Briefe aus Rußland ermutigen mich noch mehr
und spornen mich an, in dieser Hinsicht noch
mehr zu tun und zu beten. Die Briefe sind ein
klarer Beweis, wie Gott uns liebt und sucht,
sobald wir etwas guten Willen zeigen. Jene
Personen sind wirklich tief berührt von der
Liebe und Hilfe der Brüder und Schwestern
ihres gleichen Glaubens. Sie danken, weil sie
sich abgetrennt oder verloren fühlen.
Darunter befinden sich auch Briefe von
Priestern. Ein junger Redemptorist schreibt:
“Herzlich danke ich allen unseren Wohltätern.
Die Leute sind überglücklich, wenn sie reli-
giöse Dinge erhalten: Bilder, Rosenkränze,
das “Echo” oder Bücher. Mit welcher
Ehrfurcht küssen sie diese heiligen Andenken.
Ich versichere Ihnen, Herr Pater, daß wir stets
für alle beten, die uns jetzt helfen”.
Ein anderer Pater, der Provinzial der Re-
demptoristen der Ukraine, schrieb: “Ich danke
für die Schreibmaschine (dies aber bitte nicht
im Echo schreiben), die Katechismus- und
Gebetsbücher und andere. Momentan sind
wir sehr beschäftigt, besonders mit Restauri-
eren, aber wichtiger ist noch die Arbeit am
Wiederaufbau der Seelen. Wir haben Euer
Gebet sehr nötig”.
“Lieber P. Angelo! Wie viele verschiede-
ne Transporte werden von Leuten organisiert.
Sie schicken Lebensmittel in die Sowjetunion
und andere exportieren Waffen anderswohin.
Und immer kommen mir die Worte von P.
Maximilian Kolbe in den Sinn, die er vor dem
Rosenkranzgebet sagte: “Ich gehe den Teufel
erschießen!” Ich dachte, wenn man nur fer-
tigbrächte, einen Transport von verschiedenem
Brot zu organisieren, nämlich Waffen gegen
Satan (Rosenkränze, Katechismen, liturg.
Paramente, Botschaften der Königin des Frie-
dens, Bibeln u. s. w.), die für Brüder und
Schwestern im Osten bestimmt sind. Die
gegenwärtigen Umstände bremsen da immer,
aber die Muttergottes findet Menschen und
Wege, um Transporte ohne lange Bürokratie
zu organisieren. Sie überrascht immer wie-
der. Zeige auch du, wie sehr du ihre Kinder
liebst und organisiere wie sie die “Kette der
Herzen”.
Ein Zentrum der Glaubensverkündi-
gung für den Osten. Ganz nahe bei Torun
wird dafür eine Radiostation gebaut werden.
In Torun wurde 1473 Kopernikus geboren,
der Revolutionär der Wissenschaft, der dort
den Grundstein für seine Lehre, daß nicht die
Erde, sondern die Sonne im Zentrum stehe. In
Torun wird 1991 sehr bald das erste “Radio
Maria” in den sogen. Blockstaaten entstehen
, um den Menschen zu zeigen, daß Gott im
Zentrum des Weltsystems ist und daß alle
Menschen und Völker in IHM sind und leben,
sein Volk sind und untereinander Brüder und
Schwestern.
Diese Aufgabe hält mich sehr auf Trab
und ich weiß, daß sie oft die menschlichen
Möglichkeiten übersteigt. Gewisse Dinge
können nur Menschen wie P. Maximilian
Kolbe bewältigen, aber nicht ich. Oft habe ich
schlaflose Nächte, doch übergebe ich alle
Angst der lieben Gottesmutter. Ich weiß, daß
sie viele Mitarbeiter hat vom Format eines P.
Kolbe. Ich bitte sie, diese zu senden, jenes
Werk zu organisieren, dieses Projekt, ihr Werk
durch die P. Kolbes von heute zu realisieren.
Torun wird schließlich auch Hauptsitz eines
Evangelisationszentrums für den Osten.
Von hier aus wünschen und wollen wir
alles systematisch weitersenden: Das “Echo”,
die Botschaften, die Bücher, Katechismen u.
s. w. Lieber P. Angelo! Maria hat es erwirkt,
daß wir ihre gleichen Ziele weiterverfolgen.
Dazu gebe ich meine Kraft und alles was
möglich ist. Auch die Leute von Polen geben
alles, im Gebet und harter Arbeit. In den vom
Kommunismus beherrschten Staaten zeigen
sich mehr und mehr geistige und ökonomis-
che Schäden. Die Not ist wirklich groß und
viele leben in äußerster Armut. Dahinein
gehört dieses wichtige Zentrum der Glau-
bensverkündigung.
Für den Bau und den Betrieb sind wir
angewiesen auf eure Hilfe. Wir vertrauen und
zählen fest auf euer Gebet und materielle
Hilfe. Unser P. Provinzial hat einige proviso-
rische Räume für “Radio Maria” zu Verfügung
gestellt und auch für das Zentrum . Das ist
schon einiges, aber es braucht noch vieles.
Schon allein der Telefonanschluß wird sich
auf 35oo Mark belaufen. Man müßte sonst mit
einigen Jahren Verzug rechnen.
Auch brauchen wir Computer, denn das
gewöhnliche Druckverfahren verlangsamt die
Verbreitung des “Echo” sehr. Auch ein Tele-
Fax für schnelle Übermittlung wäre ein Traum.
Wir brauchen nötigst viel Druckpapier und
Mittel für den Transport und bald wird es sich
zeigen, daß andere Relais-Stationen für Radio
Maria nötig werden. Alles, was ich habe und
erhalte, werde ich sofort für diese Zwecke
einsetzen. Es ist noch nicht viel und ein Wunder
ist von Nöten! Herr Pater, ich baue auf Ihre
Hilfe; es ist auch Ihr Werk, denn Sie gaben
den Anstoß dazu.
Kürzlich schrieb mir einer: “In den Lagern
Sibiriens war ich sicher, einmal nach Hause
gehen zu können, bis ich mich einmal nahe am
Hungertod befand. Ich flehte inständig zur hl.
Mutter Maria: “Hilf mir du in meiner großen
Not, ich sterbe vor Hunger!” Wenige Minuten
später kam ein Kerkerkamerad zu mir und
brachte mir heimlich ein Stück Brot mit der
Bemerkung, daß er gewisse Kanäle hätte, von
der die Wärter nichts wußten. Ich riß das Brot
an mich und war gerettet.”
Sehen Sie, Herr Pater, es braucht viel Gebet
und darum bitte ich weiter und ich bitte Maria,
sie möge doch dem Werk das Gelingen geben,
damit viele ihrer Kinder vor dem Hungertod
gerettet werden. Das wird sich verwirklichen,
wenn viele Menschen bereit sind, ihr Brot zu
teilen, dann wird den Hungernden auch das
Auferstehungsbrot geschenkt werden.
Fest des hl. Joseph, 1991
in großer Dankbarkeit durch Jesus und Maria,
Pater Tadeusz R.
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- 4 -
* Die Beauftragte für das “Echo” in Polen,
Frau Czeslawa Mirkiewicz, schrieb uns über
die Gebets-Aktion, die sie startete und überall
verbreitete, nämlich täglich um 2o.3o für alle
Leser des “Echo” den Rosenkranz zu beten
und zwar nicht nur für jene in Polen, sondern
auch für alle in Litauen, Weiß-Rußland und
der Ukraine.
Wohltäter aus dem Leserkreis des “Echo”
haben bereits eine Summe von 10 Millionen
it. Lire bereitgestellt für “Radio Maria” und
weitere 12 Millionen für das Allernötigste.
Tausend Dank!
Was Rußland nötigst braucht, ist
nicht nur Brot, sondern die Frohe
Botschaft, die vor Verzweiflung
rettet. Satan wird überall zertre-
ten damit der Friede herrsche.
Düstere Wolken ziehen sich über der
Sowjet-Union zusammen. Die Perestroika
erleidet Schiffbruch. Ein jeder wartet auf
den Moment, wo man endlich wieder zu
früheren Methoden zurückgreifen kann.
Während Lebensmittel in den Häfen und
Stationen verfaulen, leitet man Tausende
von Güterzügen über den Ural hinaus, um
Kanonen und Panzerwagen in Sicherheit zu
bringen. Eine Weltmacht ist zusammenge-
brochen und muß die Hand zum Betteln
ausstrecken, obwohl sie Atombomben be-
sitzt. Wird es wohl bald zur befürchteten
Auswanderung kommen, wenn ver-
hungernde Massen sich in ganz Europa ver-
breiten? Man glaubt, daß sich 100 Millionen
Menschen in den nächsten 10 Jahren aus
dem Osten in den Westen bewegen werden.
Doch wird materielle Hilfe in jedem Fall
ein nutzloses Unterfangen bleiben, bis zu
dem Moment, wo den sowjetischen Völkern
wieder geistige Werte zurückgegeben wer-
den, ohne die keine Gesellschaft mensch-
enwürdig leben kann. Unser pastoraler
Auftrag besteht in der Neu-Evangelisierung
der befreiten Völker durch Radio, Priester,
Sakramente, Bücher und andere Seelsorge-
mittel. Tatsächlich kann keine Perestroika
Erfolg haben bei Menschen, denen man
Gott raubte und der Macht des Bösen über-
gab und so seelisch verstümmelte. Keine
Perestroika kann das sowjetische Reich retten
und noch weniger das Reich Gottes aufbauen.
Darum hat Jesus seinen Aposteln vor der
Aussendung zur Verkündigung des Reiches
Gottes die Kraft gegeben, die Dämonen
auszutreiben (Lk. 9.1). Für diesen Exorzis-
mus, der heute so wichtig ist, braucht es
keinen speziellen Ausweis, denn Jesus sagte,
daß diese Art von bösen Geistern nur durch
Gebet und Fasten ausgetrieben werden kann
(Mk. 9.28). Doch der Gestank Satans ver-
giftete die Seelen sowohl im Osten wie auch
im Westen.
Er führt einen Totalkrieg auf allen Fron-
ten und versucht, besonders im Inneren un-
serer Herzen das Licht Gottes auszulöschen.
Deshalb muß er aus jedem Ort verjagt wer-
den und zwar bald. Vielleicht sind Golfkrieg,
Kurdenverfolgung und die Wut vieler unter-
drückter Völker eine letzte Warnung Gottes
zu Bekehrung.
Werenfried von Straaten
FÜR DEN TRIUMPH DES UN-
BEFLECKTEN HERZENS
MARIENS: EIN MARIENHEIM
IN DER UKRAINE FÜR MIS-
SIONARE IM OSTEN.
Ukraine, Osteroktav, 1991.
Wir befinden uns auf russischem Boden
zusammen mit Bischof Paul Hnilica am un-
tersten Zipfel, der an die Slowakei grenzt, die
Herkunftsregion des Bischofs.
Uzhorod ist ein kleines Städtchen und
liegt ziemlich genau im Zentrum der vier
Ostländer, die wir besuchen: Polen, Tsche-
choslowakei, Ungarn und Rumänien. Auch
die Seherin Marija hatte im vergangenen
Oktober mit dem Bischof diese Orte
besucht,wo noch spontaner und einfacher
Glaube lebt.
Der eigentliche Grund dieses soundso-
vielten Besuches des Bischofs ist das Projekt
“Marienheim”, etwas Ähnliches zu dem, was
in Moskau entstehen wird.
Der Bischof kam und sprach zum Volk,
das die festlich geschmückte Pfarrkirche ganz
füllte: “Diesmal bin ich hocherfreut zu euch
gekommen, um den Bauplatz einzuweihen,
wo ein Haus erstehen wird zu Ehren jener
Frau, die euch aus dem militanten Atheismus
errettet hat, der für Millionen von Menschen
so viel Tränen und Blut vergießen ließ.
Dieses “Marienheim” wird kleiner, aber
jenem in Moskau ganz ähnlich sein, damit das
Herz Mariens seinen Triumph fortsetze, der in
Fatima angekündigt und versprochen wurde
und mit den euch so gut bekannten Botschaf-
ten von Medjugorje in Erfüllung gehen wird.
Dieses Haus soll vor allem ein religiöses
Ausbildungszentrum werden für zukünftige
Laienapostel, die von hier ausgesandt würden
zur Neu-Evangelisierung Rußlands und der
anliegenden Länder.
Wie wir alle sollen sie Apostel der Einheit
sein (in der Sowjetunion haben die Menschen
ein feines Gespür für Nationalismus!), denn
nur so wirkt der Geist Christi, wie der hl.
Paulus es sagt:” Nur ein Herr, ein Glaube, eine
Taufe, ein einziger Gott und Vater”.
Ferner soll dieses Haus auch offen stehen
für alle Ostländer - ohne Unterschied. Gewiß
liebt jeder Christ auch sein Vaterland, aber
das darf für niemand ein absoluter Wert sein.
Unsere wahre Heimat ist Jesus und in Ihm
sollen wir ein Herz werden, ein einziger Leib
Christi. Sonst wären wir keine Christen! Christ
sein heißt nämlich: sein wie Christus. Er aber
kennt keine menschlichen Trennungen und
Schranken!
Ich danke euch, daß ihr mich eingeladen
habt, mitten unter euch zu sein, um diesen
Flecken Erde einzusegnen, der von Maria
ausgewählt wurde, die auf so viele östliche
Länder blickt, auf jene Länder, die dem Herzen
dieser wunderbaren Mutter ganz besonders
lieb sind. - Nicht ohne Grund bedeutet
Rußland: “Haus Mariens”!
Während der Ansprache von Bischof
Hnilica sahen wir, wie gerührt alle Leute
lauschten. Ganz besonders der Pfarrer, Pater
Peter, der elf Pfarreien zu betreuen hat.
Obwohl erst 33-jährig, hat er schon eine
große pastorale Erfahrung dank seiner Demut
und der freundlichen Art, den Leuten zu
begegnen. Die Freude, die er in aller Natürli-
chkeit ausstrahlt, kommt wie ein Echo aus den
Gesichtern von jung und alt auf ihn zurück. Es
ist wie eine Frucht des Hl. Geistes, der beson-
ders mächtig über diesen Leuten weht, die
wegen der religiösen Verfolgung so unsäglich
gelitten haben.
Wer sich über dieses marianische Aposto-
lat von Bischof Hnilica noch mehr interessi-
ert, kann sich eine Video-Kassette erwerben
für ca. 60 DM. Es ist gleichzeitig eine Unter-
stützung des geplanten Werkes.
Der geistliche Reichtum des Inhalts und
die Originalaufnahmen von Moskau und
Umgebung, machen diese Kassette zu einem
Instrument der tiefen Betrachtung über eine
apostolische Aktion im Zeichen des Trium-
phes des Unbefl. Herzens Mariens.
Für Bestellung wende man sich an:
Editrice: UNITAS ET PAX, via Monte
Santo 14, 00195 Roma, Postkontokorrent-
Nr. 64738008. - Titel: “Un vescovo tra
Fatima e la Santa Russia”.
Gaben für den Bau des “Marienheimes”
(Domus Mariae) in der Ukraine richte man
bitte an ASSOCIAZIONE “PRO DEO ET
FRATRIBUS”, via Monte Santo 14, 00195
ROMA, Postkontokorrent-Nr. 37217007, tel.
06/ 314967 - 385338; Dort ist auch die
gleichnamige Zeitschrift gratis erhältlich.
L. Alimandi
* NB: Während der letzten Monate erhielt
Bischof Hnilica von “Echo”-Lesern schon
ca. 15000 DM für dieses Werk, wofür er auch
hier herzlich dankt.
FÜR DIE VIER UKRAINIS-
CHEN KIRCHEN NACH DER
FREIHEIT ERBITTEN WIR
DEN FRIEDEN.
“Es ist fast nicht zu glauben, daß diese
gefangene und gleichsam besiegte Kirche zum
ersten Mal wieder seit den Zeiten Stalins, in
der Kathedrale des hl. Georg Ostern feiert”,
sagte Kardinal Lubachivsky, das Oberhaupt
der mit Rom unierten Katholiken des ortho-
doxen Ritus, beim feierlichen Einzug in seine
Kathedrale von Leopoli.
Im Herzen der Ältesten steigen wieder
Erinnerungen auf von 1946, über die von der
sowjetischen Regierung versiegelten Türe,
über die verhafteten und eingekerkerten
Priester und über den am GULAG verurteil-
ten Metropolitan Slipyj.
Dann die furchtbare Demütigung, zusehen
zu müssen, wie alle Kirchen (über 4000) weg-
gegeben wurden an die Russisch-Orthodoxen,
die zum Patriarchat von Moskau gehören.
“Nun ist es unser Wunsch, Christus zu
dienen in einer freien Ukraine”, sagte der
Kardinal weiter.
Zehntausende von Personen empfingen
ihn mit Freude und Begeisterung und sch-
wangen ihre gelb-blauen Banner der neuen
Ukraine und der Orthdoxenkirche, die ihre
Verbindung mit dem russischen Patriarchat
von Moskau aufgab und sich dem Volk als
einzige religiöse Gemeinschaft nationalen
Charakters vorstellt.
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- 5 -
Max Thurian, der bekannte frühere Mönch
und Theologe von Taizé, der nun in Neapel
katholischer Priester ist, schrieb diese an
Priester gerichteten Überlegungen, in denen
er eine heute geläufige Mentalität korrigiert.
Wesen und Charisma des im Weihesakra-
ment übertragenen Dienstes ist es, daß der
Priester ein ganz Gott Geweihter ist in einer
ganz persönlichen Liebesverbindung zu Chris-
tus und dadurch befähigt ist, das Volk Gottes
hinzuführen zur Anbetung, zum Wort Gottes,
zum Gebet und zur Heiligkeit. Manchmal
wird zu sehr auf den priesterl. Dienst an der
christlichen Gemeinde beharrt und man ver-
gißt, daß er vor allem ein Mann Gottes ist, der
berufen wurde zu einer einzigartigen, ganz
persönlichen Liebesverbindung mit Ihm.
Vorrangig zum gemeinschaftlichen Aspekt
als Dienst steht seine persönliche Beziehung
zu Christus, die ja auch eigentliches Merkmal
des in der Priesterweihe erhaltenen Charis-
men ist.
Der Priester ist vorerst nicht dazu berufen,
in der Kirche ein Werk oder eine Aufgabe zu
erfüllen, sondern er ist wesentlich auserwählt,
Gott allein ganz zur Verfügung zu stehen. Erst
daraus wird - wie aus einer Quelle - der Dienst
an der christlichen Gemeinde hervorgehen.
Das Wichtigste im Priestertum ist also nicht
eine Dienstleistung, sondern der ganz beson-
dere Bezug des Priesters zu Christus.
Es braucht eine Neu- oder Rückbesinnung
auf das, was dem Priestertum die wahre Be-
deutung gibt, eben der Vorrang der Liebe und
die Betrachtung Christi. In den letzten Jahr-
zehnten wurde wohl zu viel Gewicht auf den
kirchlichen oder sozialen Dienst des Priesters
gelegt, zu seinem und sogar zum Schaden der
Gemeinde. Wenn Gefahr ist, daß die Quelle
versiegt, dann wird automatisch der pastorale
Dienst immer schwächer und auch jede soziale
Aktion wird seine innere Kraft verlieren.
Eine mutige Neubesinnung würde die
Kirche zu einem neuen Frühling führen und
ihr auch wieder vermehrte Priesterberufe
schenken.
In der letzten Bischofssynode war mir
Recht das Priestertum und die Ausbildung
dazu ein Hauptthema, das dann eine wunder-
bare Aufwertung erhielt. Wesen und Char-
akter dieses so wichtigen Amtes dürfen nicht
verwässert werden. - Presbyteros (griechisch)
heißt Ältester oder Vorsteher, aber der Priester
ist nicht nur ein “Alter”, ein Verantwortlicher
einer Gemeinde, ein Spezialist im kirchlichen
Leben für Wort und Sakramente. Er ist vor
allem ein von Gott zu einem heiligen Amt
Berufener.
Das lateinische Wort für Priester ist
“Sacerdos” (sacrum dare= Das Heilige
ausspenden). Er ist berufen, ganz ein Mann
für und mit Gott zu sein und zwar im direkten
Bezug zur Liturgie der Anrufung des Hl.
Geistes. Der priesterliche Charakter ist ein
einzigartiges, sakramentales Geschenk, das
ihn in einer einzigartigen Einheit mit Christus
bringt, der Danksagung, der das WORT Got-
tes verkündet, der dem Vater das Gedächtni-
sopfer seines Sohnes darbringt, der Brot und
Wein in Leib und Blut des Erlösers verwan-
delt durch die Kraft der gleichen Worte Jesu
durch die Anrufung des Hl.Geistes.
Die Feier der hl. Eucharistie ist für den
Priester die Quelle für sein geistliches und
persönliches Leben, wie auch Quelle für seinen
ganzen Dienst und jede pastorale Arbeit. Hier
findet er seine tiefste Identität, sein wesentli-
ches Charisma und seinen wahren Auftrag.
Der Priester ist ein Mann des persönlichen
und auch des kirchlichen Gebetes. Im Stun-
dengebet (Brevier) ist er vereint mit der gan-
zen Kirche, die er liebt, und führt so im
Verlauf des Tages auch seinen ganz persönli-
chen Dialog mit Christus weiter. Durch jedes
Gebet, auch das der Psalmen, dankt er Gott,
überwindet er die Kräfte des Bösen, teilt die
Not der Kranken und erwirkt Mut und Kraft
für alle, die sich in Schwierigkeiten befinden.
Die Texte der Bibel und der Väter sollen ihn
selber christusförmiger machen und seinen
Geist zu Gott und zur Liebe seines Volkes
hinführen. Der Priester muß sich heute mehr
hüten vor der Rolle eines Aktivisten, eines
Beamten oder eines Verantwortlichen oder
Sachverständigen. Nicht seine äußere Posi-
tion ist wichtig, sondern seine Gottverbun-
denheit und sein innerer Auftrag, dadurch
seinen “Anvertrauten” (nicht Untergebenen!)
geistliche Speise, Erleuchtung, Heiligung,
Trost und Rettung zu übermitteln. Er steht im
Dienst der Menschwerdung Gottes und der
Erlösung Christi und steht wie Maria unter
dem Kreuz, die dort die Dienstaufgabe der
Fürbitte für die gesamte Jüngergemeinde Jesu
erhalten hat. (“Redemptoris Mater”)
Wichtig ist es auch, daß der Priester ein
Mensch ist, der zuhören kann. Der Mensch
mit seinen komplexen Problemen sucht Gehör
und Verständnis, besonders die Jugendlichen.
Aus Angst vor Einsamkeit oder Verlassenheit
suchen sie einen Menschen, dem sie ganz
vertrauen können und bei dem sie echten
Trost und Rat finden.
Weiterhin erhielt der Priester die Kraft der
sakramentalen Lossprechung, damit die
Gläubigen die Gnade der Versöhnung, den
Frieden und das unendliche Erbarmen Gottes
erfahren. In diesem Geheimnis der
Versöhnung ist der Priester Ausspender der
Kraft des gekreuzigten und auferstandenen
Christus, der vergibt und reinigt. Was für den
Priester gelten muß, hat auch seine große
Bedeutung für die Erziehung in den
Priesterseminarien. Die gleichen Akzente
müssen dort wieder neu gesetzt werden. Erst
mit einer radikalen Rückbesinnung auf Wesen-
sart, Berufung und Bestimmung des Priesters
und Seelsorgers erfährt das Volk Gottes wahre
Hilfe und den berechtigten Dienst. Erst dann
wird Aufbau und Erneuerung in der Kirche
möglich als gottgewolltes Mittel zur Er-
reichung der ewigen Bestimmung des Men-
schen.
(aus Osservatore Romano, 23.11.1990)
Ausgehend von den "tiefgreifenden
übernatürlichen Appellen" in Fatima 1917,
werden sich "viele Dinge im europäischen
Panorama, sowie auf der Welt ändern... und
viele Ereignisse werden in diesem Jahrhun-
dert vorkommen, besonders in den letzten
Jahren."
Joh. Paul II. zu den portugiesischen Bi-
schöfen - Fatima, am 13.05.1991
Aufruf Mariens durch Mirjana zum
Gebet für alle jene, die weit von Gott
entfernt sind.
Wie jedes Jahr am 18. März, Geburststag
von Mirjana, erschien ihr die Muttergottes um
19 Uhr. Sie befand sich in ihrem Haus in
Begleitung ihres Mannes und vielen Gästen.
Nach halbstündigem Gebet ist Maria er-
schienen und für 7 Minuten geblieben. Sie
hinterließ folgende Botschaft:
“Liebe Kinder, es freut mich, euch so
zahlreich zu sehen und ich möchte, daß ihr
immer so im Gebet mit meinem Sohn seid. Ich
wünsche, daß ihr alle euere Gebete meinen
Kindern, die meine und meines Sohnes Liebe
nicht kennen, widmet. Macht wahr, daß alle
diese Liebe kennen lernen und helft mir, denn
ich bin die Mutter aller.
Meine Kinder, wie oft habe ich hier in
Medjugorje wiederholt zu beten und beten
und ich wiederhole es nochmals, denn ich
wünsche, daß ihr alle euer Herz meinem Sohne
öffnet, damit er eintrete, sodaß ihr von Frie-
den und Liebe erfüllt werdet. Laßt ihn doch
eintreten! Helft ihm mit Gebeten, sodaß auch
durch euch Friede und Liebe auf die anderen
übertragen werde, denn dies ist im Moment
das Wichtigste um gegen Satan anzukämpfen.
Ich wiederhole: betet, betet! Nur durch
das Gebet könnt ihr Satan und alles Böse, das
von ihm kommt, fernhalten. Ich verspreche
euch, meine Kinder, daß ich für euch beten
werde, wünsche aber von euch intensivere
Gebete und bitte euch, Liebe und Frieden zu
verbreiten: ich bitte euch darum schon seit
beinahe 10 Jahren. Helft mir und ich bitte
meinen Sohn für euch.” Zum Schluß erwar-
teten drei Engel die Madonna, mit denen sie
dann entschwand.
(A. Bonifacio)
Eine aus Bozen anwesende Gruppe hat
tags darauf die Seherin getroffen und sie sagte,
die Madonna in blauem Himmel und von
kleinen Engeln begleitet, gesehen zu haben,
was seit acht Jahren nicht mehr vorkam.
Gewöhnlich betete Maria mit ihr ein Vaterun-
ser, diesmal betete sie drei: den ersten für die
Ungläubigen, den zweiten für die anwesen-
den Kranken und den dritten um Gottes Hilfe
für uns zu erbeten.
Außerdem wünschte sie für die
Nichtgläubigen täglich die drei Rosenkränze
zu beten und monatlich eine Hl. Messe lesen
zu lassen als Zeichen des tatsächlichen Ein-
satzes für sie: wenn es uns gelingt, uns
gegenüber den anderen zu öffnen, sorgt der
Herr für uns. Von irgendjemand kam die
Bemerkung, drei Rosenkränze seien eine enor-
me Verpflichtung. Mirjana antwortete: “Wir
essen dreimal am Tag und niemand sagt, es sei
zu viel.”
(Anita C.)
Mit dem Gekreuzigten und auferstande-
nen Christus
Karfreitag. Der italienischen Liturgie um
16 Uhr folgte die feierliche kroatische Pas-
sion um 18 Uhr, die von Gesang umramt war.
Trotz leichten Regens, steigen am Abend
einige hundert Personen auf schlammigem
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- 6 -
und glitschigem Weg zum Krizevac empor.
Nach Gesängen und nach dem Gebet des
schmerzhaften Rosenkranzes am Kreuz, hat
um 23 Uhr Ivan unter dem Kreuz die Er-
scheinung von Maria, die dazu einlädt, unser
Kreuz, so wie Jesus, zu tragen.
Karsamstag. Endlose Schlangen an den
Beichtstühlen: Zu Ostern können nur wenige
Priester anwesend sein, aber die Beichten
dauern hier und auf den Hügeln heute und
morgen an, überall, wo sich ein Priester fin-
det. Um 19 Uhr große Osternachtsfeier für die
Pfarrangehörigen und um Mitternacht Aufer-
stehungs-Messe für die Pilger in einer
überfüllten Kirche. Am Ostermontag, in einer
angenehmen sternenklaren Nacht, fand der
Aufstieg zum Podbordo statt, wo Ivan für 5
Minuten die Muttergottes erschien und lange
für den Frieden betete.
In Tihalijna hat P. Jozo am Karsamstag
morgens für die italienischer Pilger eine lange
Oster-Katechese gehalten. Er spricht vom
gekreuzigten Christus, (Wenn ich nicht im-
stande bin zu vergeben, kann ich auch nicht
gerettet werden; diabolische Besessenheit ist
vielfach durch Nicht-Vergebung verursacht).
Er spricht vom Fasten, das notwendig ist um
die Passion Christus neu zu erleben und von
der Beichte, die alle unsere Idole zerstört.
“Die Zahl der Scheidungen ist steigend -
sagt er - denn der Mensch hat die Fähigkeit zur
Liebe verloren, denn er liebt Gott nicht mehr.
Die Berufungen zum Priestertum schwinden,
denn die Kinder werden nicht mehr zu Opfer-
bereitschaft erzogen.” Er hat gestanden, die
Madonna für die Priester weinen gesehen zu
haben und sagte: “Ihr könnt nicht die Bibel
lesen...” Ein Junge, der in Medjugorje von der
Droge geheilt worden ist und beabsichtigte
Priester zu werden, hat Tage zuvor dieses
Zeugnis abgelegt:”Seht diese meine Hände,
die die Droge geteilt und verteilt
hatten...morgen werden sie den Eucharistis-
chen Jesus zerteilen und verteilen” Zum Schluß
empfingen die wenigen anwesenden Priester
den Segen, um ihn ihrerseits der großen Pilger-
schar zu überbringen.
Während der Oster-Messe ist eine dänis-
che Professorin, Tochter eines protestantis-
chen Pastors, zum katholischen Glauben über-
getreten.
(A. B.)
Nachrichten aus dem
gesegneten Land
von P. Slavko Barbaric
* Drittes Jugend-Festival 2000. Auch
dieses Jahr wird das Treffen abgehalten, das
voriges Jahr 5000 Jugendliche aus 24 Natio-
nen, auch aus Ost-Europa, besuchten. Beginn
am 30. Juli und Schluß am 6. August morgens
mit der Hl. Messe auf dem Krizevac nach der
Nachtwache. Das Thema lautet: UMKEHR =
HEILUNG. Die Hauptleitung untersteht P.
Tomislav Vlasic. Internationale Abendmesse;
separat werden die Gruppen nach Sprachen
eingeteilt. Es ist sicher, daß viele Gruppen
nach dem Festival von Medj. dem Treffen in
Czestochowa (Polen) in Anwesenheit des
Papstes vom 13. bis 15. August beiwohnen
werden.
Organisation: YOUTH 2000-12 Stanhope
Gardens-London SW 7 5 RG (GB)
* Vicka war anfangs März in Italien um
ihre Schwester Marijana zu einer Operation
zu begleiten: sie ist nun wieder zu Hause zur
Verfügung der Pilger.
Marija ist Mitte März nach Portugal
gefahren um Fatima und einige Gruppen zu
besuchen.
* Zagreb: Über das Telefon alles über
Medjugorje. Ab 18.01.91 wurde vom Postamt
Zagreb die Telefon-Nr. 041-9825 installiert
für alle jene, die Nachrichten über Medjugorje,
Botschaften und Kommentare erfahren
möchten. Zum Monatsende wurden schon
21.000 Anrufe registriert, im Februar waren
es 74.000, d.h. ca. 2.600 täglich: so groß ist
das Interesse der Menschen für die Botschaf-
ten von dem Ort, der für beinahe 10 Jahre
“Zeichen” unserer Zeit geworden ist.
* Ein Kurs für geistige Führer. Die
Menschen, die nach Medj. kommen suchen
Gott und wünschen, eine spirituelle Erfahrung
zu machen und in das Herz der Botschaften
einzudringen: man kann in den Vertrauensbe-
reich derselben nur durch das Gebet des
Herzens eindringen. Gerade deswegen sind
neben dem Wirken der Patres und den Aben-
programmen in der Kirche eigens dazu
ausgebildete Personen nötig, die die
führungslosen und auf sich selbst gestellten
Pilger begleiten und in die Schule Mariens
einführen. Es hat sich also als nötig erwiesen,
einen richtigen Kurs zur religiösen Bildung
und Information über die Ereignisse von Medj.
abzuhalten um Führer heranzubilden, die ihre
religiöse Erfahrung auch weitergeben können.
In der Pfarrei wurde daher ein eigener
Kurs vom Pfarrer Bruder Leonard Orec,
Bruder Ljudevit Rupcic und Bruder Tomislav
Pervan über die Bibel abgehalten. Bruder
Zarko Ilic hat die religiöse Geschichte der
Region behandelt; Bruder Jozo Zovko hat
über die Botschaften und die Ereignisse von
Medj. gesprochen, während Bruder Slavko
Barbaric ein zweitägiges Seminar organisier-
te um die Führer in den Geist des Gebetes und
der Leitung der Pilger einzuführen.
Die Lektionen wurden am Freitag und
Samstag auf englisch, deutsch und italienisch
abgehalten. Am 27. März haben ca. hundert
Personen die Prüfung zum Erhalt eines von
der Pfarrei ausgestellten Attestes bestanden,
sodaß sie nun zur geistigen Begleitung der
Pilger zur Verfügung stehen.
* Der Golfkrieg und die politische Lage
in Jugolawien, mit den Spannungen und Un-
ruhen, haben den Zustrom der Pilger gebremst.
Wir hörten von Agenturen und Privatleuten,
daß Vormerkungen auf später verschoben
wurden. Trotzdem ist die Pilgeranzahl höher
gewesen als in denselben Monaten des Jahres
1989. Mit der Osterzeit ist der Zustrom wie-
der regelmäßig geworden.
* Die Vertreter der neuen Regierung in
Sarajevo, die ersten demokratisch Gewählten,
sind mit ihrem Anhang am Nachmittag des 2.
März zusammen mit den Bürgermeistern von
Mostar und Citluk ins Pfarrbüro von
Medjugorje gekommen. Sie haben sich lange
und herzlich mit den Patres der Pfarrei und
den Oberen der Franziskaner-Provinz unter-
halten.
* Der polnische Bischof von Tarnowie,
Piotr Bednarczyk, ist am 9. und 10. März,
begleitet von drei Priestern und dem Direktor
des theolog. Seminars der Diözese, nach Medj.
gekommen.
* 120 Menschen zu Fuß aus Deutsch-
land in drei Jahres-Etappen mit dramatis-
chem Intermezzo nach Medj. Eine Gruppe
von Freunden, angeführt von Hubert Liebherr,
haben eine interessante Reise nach Medj.
geplant. Hubert Liebherr, Erbe des Groß-
Industriellen für Baumschinen, hat die Umkehr
in Medj. erfahren, alles verkauft und sich der
Verbreitung der Botschaften des Friedens ver-
schrieben.
Die Fußwanderung erstreckte sich über
1.400 km, wobei die Madonnen-Statue
mitgetragen wurde und sollte sich in drei
Etappen abwickeln, je eine pro Jahr. Sie be-
gann 1989 mit Ausgangspunkt Marienfried
(Bayern) mit Ziel Salzburg (Österreich). 1990
von Salzburg nach Lubiana (Slowenien). Im
Jahr 1991 von Lubiana nach Medj., wo man
zur deutschen Hl. Messe zum 10. Jahrestag
der Erscheinungen angekommen wäre.
Ein einmaliges Ereignis! 120 Menschen
durchwanderten die Straßen Jugoslawiens und
trugen die Statue der Muttergottes mit sich!
Am Karsamstag befanden sie sich auf der
Straße von Lubiana nach Livno und zu Ostern
in Plitvice, wo sie bei 7 Privatfamilien unter-
gebracht waren. Am Ostersonntag wurden sie
nicht vom Glockengeläute geweckt, wohl aber
vom Getöse der Schüsse... (es herrschte große
politische Spannung zwischen Kroaten und
Serben; das jugosl. Bundesheer stand jenem
der Kroaten gegenüber Anm. d. Red.).
Den ganzen Tag über blieben sie in den
Häusern in Erwartung, daß sich die Lage
wieder normalisiere und die Wanderung
weitergehen könne. Man konnte sich jedoch
nicht rühren. Ein Autobus erreichte sie aus
Deutschland. Überhaupt nicht erschreckt,
fuhren sie mit dem Autobus nach Medj. weiter.
Diese konkrete Erfahrung hat sie in der Not-
weindigkeit bestärkt, noch mehr für den Frie-
den zu beten.
Von Maria vollbrachte Wunder
Von Maria erobert, zum Eroberer
von Protestanten
Von vielen englischsprachigen Medju-
gorje-Pilgern viel gelesen, ist Wagne Weible,
ein Konvertit von der lutheranischen zur
katholischen Religion, ein Begriff. Er hat eine
tiefgreifende Umkehr, nachdem er einen Film
über die Königin des Friedens sah, erfahren.
Er vernahm damals eine Stimme, die ihm
sagte:” Du bist mein Kind und du wirst das
Werk meines Sohnes fortführen!” Er hatte
diese Worte nicht sofort verstanden, aber als
er immer mehr in die Botschaften eindrang,
wurde er nicht nur für die Katholiken sondern
auch für andere Christgläubigen ein außeror-
dentlicher “Zeuge”. Heute muß er in ver-
schiedenen Weltgegenden Zeugnis seiner
Glaubenserfahrung ablegen.
Er schrieb ein Buch mit dem Titel “Die
Botschaft von Medj.”, in dem er seine Glau-
benserfahrung durch die Königin des Frie-
dens beschreibt. Es ist besonders erwähnen-
swert, daß sein Buch in Amerika in den prote-
stantischen Büchereien der Bestseller ist. Es
ist das erste Mal, nach der Reformation des
16. Jahrhunderts, daß ein Buch mit der Ab-
bildung der Muttergottes auf der Bildseite, in
background image
- 7 -
protestantischen Büchereien verkauft wird,
d.h. sogar der Bestseller ist. Sehr viele lesen
dieses Buch und die Zahl der Medjugorje-
Pilger von andersgläubigen Christen wächst...
Wir erinnern daran, daß in christlichen
Kirchen, wie in der protestantischen, anglikan-
ischen Kirche u.a. die Muttergottes nicht nur
nicht verehrt, sondern sogar bekämpft wird.
Einer der schwierigsten Argumente ist die
Rolle Mariens im ökumenischen Dialog und
trotzdem, er ist möglich!
“Im Namen Jesu stehe auf
und gehe”
Frau Duncan Hearther war infolge eines
Autounfalls 5 Jahre im Rollstuhl mit Gurten
am Oberkörper festgebunden, da sie gelähmt
war. Im Oktober 1990 kam sie mit einer
schottischen Pilgergruppe nach Medj. und
mit ihr auch der Diener Mariens P. Peter
Roocky, ein Irländer. Nach dem Gebet
desselben für die Frau im Rollstuhl, stand
diese auf
und ging umher, wie es ein Foto
beweist, das diesen Augenblick festhielt.
Am 25. März d.J. kam Frau Duncan wie-
der nach Medj. um dem Herrn für die große
Gnade der Heilung zu danken. Ein schot-
tisches Fernsehteam begleitete sie, um einen
Dokumentarfilm zu drehen. Die Röntgenauf-
nahme zeigte und die ärztliche Diagnose
bestätigte, daß die Frau nicht gehen konnte
und wenn schon, dann nur unter größten
Schmerzen. Diesmal brachte Frau Duncan
Hearther ein ärztliches Attest mit: es ist außer
Zweifel, daß die Frau durch eine Heilung
wieder gehen konnte.
Ein bekannter Opernsänger
Lüftet sein Geheimnis
Am späten Nachmittag des 2. April fand
sich im Pfarrbüro Herr Krunoslav Gigoj mit
seiner Frau ein. Man konnte in Erfahrung
bringen, daß dies bereits seine 5. Reise nach
Medjugorje war. Bisher kam er immer alleine
und inkognito. Das erste Mal kam er während
einer schweren Krankheit, die ihm den Atem
abwürgte. Er erzählte:”
Ich kam alleine, innerlich ausgehöhlt,
wunschlos, außer hier in Medj. sein zu dürfen.
Ich befand mich auf dem Podbordo. Ich war
zu allem bereit. Obwohl auf meine Art, glaube
ich an Gott. Nachdem ich vom Erscheinungs-
hügel herabkam, bestellte ich in einem Res-
taurant ein Essen.
Während der Wartezeit, ging in mir etwas
ganz Eigenartiges vor sich; ich verspürte im
ganzen Körper ein Kribbeln, so was ähnliches
wie Strom, jedenfalls etwas Unbeschreibli-
ches. Ich könnte sagen: ein großes
Freudengefühl. Hernach konnte ich wieder
gut atmen, so als ob ich mich “von etwas
getrennt” hätte. Ich kehrte heim, alleine. Es
geht mir jetzt gut, ich bin geheilt.
Die Ärzte in Zagreb, Paris in Amerika
gaben mir noch eine Lebensdauer von 3
Monaten! Ich werde diese Erfahrung nie mehr
vergessen können, auch weil sie viele andere
Dinge mit sich brachte. Bin ich bisher nur
privat hierhergekommen, so will ich das
nächste Mal öffentlich zu Ehren der Frau
singen”.
(Übersetzung aus dem Kroatischen von
Schw. Margherita Makarovic - Udine)
Das öffentliche Geständnis
falscher Zeugenaussage im
Prozeß gegen P. Jozo
Vor ca.10 Jahren wurde Frater Jozo Zovko,
ehemaliger Pfarrer von Medj., der Prozeß
gemacht und angeklagt, Worte aus der Hl.
Schrift entnommen zu haben, die aber von der
Geheimpolizei Udba willkürlich ausgelegt
wurden. Nun, das Gewissen drückte so lange,
bis einer, der die falsche Zeugenaussage
machte, den Pater um Vergebung bittete.
Danach begab er sich in die Redaktion von
Sveta Bastina, die heute wieder den alten
Namen Nasa Ognjista (unsere Focolare) trägt
und zur Zeit der Unterdrückung in Vergessen-
heit geraten war, und gestand die Tat mit dem
Wunsch der Veröffentlichung des Geständ-
nisses. Wir führen in verkürzter Form nach-
stehnd seine Worte an:
“Ich heiße Tihomir Karacic, geboren in
Crnce nahe Siroki Brijeg am 18. Juni 1962.
Meine Mutter ist 1969 gestorben. Aus Armut
meiner Familie, schrieb ich mich in der Schule
für innere Angelegenheiten (Polizei) in Sara-
jevo ein. Der Unterricht war kostenlos. Nach
vier Jahren war ich sechs Jahre lang
Stadtpolizist in Listica. Vor drei Jahren haben
ich die “Milicija” verlassen und seitdem bin
ich ohne feste Anstellung. Von Zeit zu Zeit
arbeite ich in Deutschland um das Leben mit
meinem Vater zu fristen. Im 3. Schuljahr,
während ich zum Praktikum in Listica war,
wurde ich am 11.7.81 vom Jugend-Präsiden-
ten nach Medj. abkommandiert um eine
Predigt von P. Jozo anzuhören. Nach meiner
Rückkehr erzählte ich alles, woran ich mich
erinnerte, dem Kommandanten der “Milicija”,
aber ich hatte den Eindruck, daß man schon
alles wußte.
Eines Tages im Herbst, während ich die
vierte Klasse in Sarajevo besuchte, wurde ich
zum Polizeipräsidium von Mostar gerufen,
damit ich als Zeuge im Prozeß gegen P. Jozo
aussage. Der Schuldirektor sagte mir, ich solle
keine Angst haben. Der Geheimpolizist Gas-
par Augustin, später Polizeipräsident von
Mostar, trug mir in Mostar auf zur Verfügung
zu stehen aber nicht nach Hause zu gehen,
damit alles geheim bleibe. Ich blieb daher bei
meiner Tante in Ilici.
Dort wurde ich von Gaspar aufgesucht,
der mir auftrug, Papier und Bleistift zu nehmen
und sein Diktat niederzuschreiben. Dies mußte
ich mir ins Gedächtnis einprägen um es tags
darauf im Landesgericht als Zeuge gegen P.
Jozo widerzugeben.
Nach der Zeugenassage kehrte ich wieder
nach Sarajevo zurück um das Schuljahr zu
Ende zu bringen und ich hatte den Eindruck,
bevorzugt behandelt zu werden, wie einer, der
es verdient hat... Mehr noch, die Vorgesetzten
boten mir ein Haus in Sarajevo an, ich jedoch
kehrte nach Listica zurück, wo ich 6 Jahre
lang als Stadtpolizist tätig war: hier wurde ich
reserviert und feindlich behandelt. Ich habe
auch einen Spezial-Kursus in Sarajevo abge-
lehnt um im Kosovo eingesetzt zu werden und
ich habe mich dann von der Polizei getrennt.
Ich war arbeitslos und dazu stand ich noch
unter besonderer Beobachtung. Heimlich auf
Arbeitssuche nach Deutschland gekommen,
wurde ich angezeigt und wieder nach Hause
abgeschoben. In Listica waren Stimmen im
Umlauf, ich sei ein Spion und man solle mich
meiden. Wenn ich wirklich ein Spion und
unehrlich gewesen wäre, so wäre ich nicht seit
3 Jahren arbeitslos: man weiß doch, wie gut es
solchen Leuten geht.
Als Katholik und als Mensch, der sein
Leben ehrlich fristen wollte, habe ich darun-
ter gelitten, daß ich der Geheimpolizei
nachgegeben und einem Unschuldigen
Schaden zugefügt hatte. Von Jahr zu Jahr
drückte mich mein Gewissen mehr und mehr,
und ich blieb 10 Jahre der Beichte fern, wohl
wissend, daß ich mich nicht Gott nähern konnte
ohne vorher die Vergebung des Mannes zu
haben, dem ich Schaden zugefügt hatte. Aus
diesem Grunde hatte ich auch keine Lust zu
heiraten. Während vieler Jahre versuchte ich
mich P. Jozo zu nähern, aber vergebens, ei-
nerseits hinderte mich die Arbeit, andererseits
waren es andere Verhinderungen, wohl auch
fehlte mir der Mut dazu. Zum Glück traf ich
einen Landsmann, der Pater war und der
zwischen mir und P. Jozo vermittelte.
Dieser hat mich als Freund aufgenommen
und mir aus ganzem Herzen vergeben; danach
empfing er auch meine Beichte. Alsdann ha-
ben wir uns umarmt und geküßt und meine
Seele war von einer schweren Last befreit.
Pater Jozo hat mir versprochen meine Hochzeit
zu feiern. Wie kann man Gott für ein so großes
Geschenk danken? Diese Geschichte
bedrückte mich, weil ich bewußt gelogen hatte,
obwohl von meinen Vorgesetzten dazu an-
gestiftet... Auch sie sind nicht die eigentli-
chen Schuldigen, wohl aber das seinerzeitige
System, das sich immer der Schwachen und
Ehrgeizigen bediente um seine Ziele zu er-
reichen. Gott sei gedankt, daß auch bei uns
wie in ganz Europa dieses System zu Ende
ging; dies alles kann nur Werk Gottes und der
Madonna sein.
Ich trage keinem etwas nach, denn ich bin
Christ und verzeihe allen, so wie P. Jozo mir
verziehen hat. Ich wünsche als ehrlicher Christ
und ehrlicher Kroate zu leben.” Dieses
Geständnis hörten P. Jakov Bubalo und Ferde
Vlasic, die keinen Zweifel an der Aufrichtig-
keit hegen.
(Übersetzung von Mirjana Vasilj
Zuccarini)
Mirjana: Wer sind die Un-
gläubigen. Was geschieht am 2.
jeden Monats. In der Familie beten.
Wer mit Gott ist, braucht sich nicht
vor den Ereignissen fürchten.
F. (...) Was versteht die Muttergottes
unter die Ungläubigen?
A. Für die Muttergottes sind die Un-
gläubigen auch jene Menschen, die die Kirche
nur aus Gewohnheit oder Tradition besuchen.
Sie wünscht, daß wir alle die Kirche als unser
Haus und Gott als Vater betrachten, sodaß wir
zu Ihm sagen können: was willst Du? Mach’
ich’s schlecht? Was benötigst Du? Für die
Madonna sind nur jene gläubig, die sich so
verhalten.
F. Was sagte sie dir bei der letzten Er-
scheinung?
A. Daß man wieder in der Familie bete.
Sie sagt, viele Eltern klagen, daß ihre Kinder
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nicht in die Kirche gehen und daß sie nichts
von Gott und Maria wissen wollen; und dann
fragen sie, was man tun solle. Die Madonna
sagt, die Eltern sündigen zuerst, denn sie
sollten zusammen mit den Kindern beten.
Daher sollte der Rosebkranz wieder in der
Familie gebetet werden und es sollte alle Tage
in der Familie gebetet werden.
Anschließend sprach sie über die Pilger,
die in Medj. zur Hl. Messe gehen und beten,
daheim aber alles wieder mit der Ausrede
vergessen, der Priester feiere die Hl. Messe
nicht gut, predigt nicht gut u.s.w. Die Mutter-
gottes aber sagt, daß das nur Ausreden sind,
denn durch jeden Priester ist Jesus in der Hl.
Messe anwesend und wenn dieser spricht, so
spricht Jesus zu uns. Nach der Hl. Messe
müssen wir die gehörten Worte auch leben.
Sie wünscht auch, daß wir etwas länger in der
Kirche verweilen.
F. Wie sind die Erscheinungen, die du
jeden 2. des Monats empfängst?
A. Ein Großteil des Treffens mit der Ma-
donna vergeht im Gebet. Bei ihrem KOmmen
habe ich nicht eine innere Erscheinung, wie
Jelena, denn ich höre die Worte von Maria wie
eine Person, die spricht, indem ich die Augen
verschlossen habe; dies war immer so. In
letzter Zeit kann ich sie auch sehen.... Sie fügt
hinzu, daß die Erscheinung vom 2. des Mon-
ats länger dauert als jene vom 18. März und es
wird beinahe die ganze Zeit über gebetet.
F. Ist die Muttergottes bei ihrem Er-
scheinen sehr besorgt oder ist sie eher
fröhlich?
A. Besorgt, denn sie sagt, wir alle sind
ihre Kinder und als Mutter aller muß Sie
wegen der ungläubigen leiden und bittet um
unsere Hilfe, um unsere Gebete indem sie
sagt: “Ich bitte euch, betet”.
F. Stimmt ihre Aussage, daß sie unzufrie-
den sei, da wir zu wenig beteten?
A. Sie sagt immer wieder, daß wir zu
wenig beten. Wenn irgend etwas nicht gut
geht oder unrecht ist, sagt sie das immer. Wir
glauben, sie denke nicht an uns oder an un-
seren Freund, sie denkt aber an alle. Wir
glauben besser zu sein als die anderen. Das ist
aber nicht wahr. Wir müssen viel mehr beten
und mehr Opfer bringen und nicht über andere
urteilen.
F. Nach der so schwerwiegenden Botschaft
vom 25. Januar (“Nur der Rosenkranz kann
Wunder vollbringen), während der Golf-Krise,
glaubte ich, du müßtest das erste Geheimnis
verkünden...
A. (Nach einer verneinenden Geste, sagte
sie) Der Madonna mißfiel (und korrigierte
den ersten Ausdruck “sie war verzweifelt”),
denn es gibt keine Gläubigen: wenige
genügten. Ich erinnere, daß Gott sagte, wenn
er einige Gerechte fände, würde es keine
große Strafe auf der Erde geben. Sie will alle
Kinder retten. Daher sagt sie nie: ich bin
zufrieden.
F. Du sagst, wir seien von Maria beschützt
und daher brauchen wir uns nicht zu ängsti-
gen, komme was wolle...
A. Jener, der an Gott glaubt und sein Herz
ganz Gott öffnet, hat keine Angst, da er sicher
ist, daß ihm seine Feinde nichts anhaben
können. Nicht erst jetzt sagt die Muttergottes
“ergreift den Rosenkranz”, wohl aber von
Anfang an.
F. Euch hat Maria gelehrt mit dem Herzen
zu beten, uns nicht!
A. Es bedarf keiner besonderen Anlei-
tungen dazu. Allein dein Herz muß Gott lieben,
es muß spüren, daß Gott und Maria wie deine
Eltern sind und dieses Herz voll liebe bete zu
Gott und Maria: besondere Anleitungen sind
dazu nicht nötig...
(Über die Erscheinung des Teufels be-
fragt, will sie nicht antworten und sagt nur:
“Ich bin sicher, daß er existiert und wundere
mich, daß es Theologen und Priester gibt, die
dies verneinen. Wenn man betet, kann er dir
nichts anhaben”)
F. Kannst du uns etwas über das Paradies
sagen?
A. Ich habe es wie in einer Erscheinung,
wie in einem Film, der 2 oder 3 Sekunden
dauerte, gesehen: ich sah Personen gleichen
Alters, um die dreißig Jahre, die wie in einem
großen Garten spazierten. Ihr Gesicht versetzte
mich in Staunen: völlig zufrieden, voll Liebe,
man konnte keine Sorgen, so wie hier auf
Erden, sehen; nur Fröhlichkeit und Frieden:
dies hat mich sehr berührt.
F. Kannst du uns die Schönheit der Ma-
donna beschreiben? P. Jozo will nicht davon
sprechen.
A. Er hat recht, denn die Schönheit ist
unbeschreiblich. Der Ausdruck Schönheit ist
zu wenig: die Liebe steht ihr auf dem Gesicht
geschrieben und wenn du sagst, sie hat
schwarze Haare, blaue Augen, dann hast du
noch nichts gesagt. Ihre Schönheit ist
unbeschreiblich. Ich habe schon mehrmals
versucht, sie zu malen... jedoch mit geringem
Erfolg!
F. Wir wissen, daß du die 10 Geheimnisse
kennst und wenn du machmal darüber sprichst,
weinst du. Trotzdem hast du dein Leben nor-
mal weitergeführt, arbeitest, hast dich verhei-
ratet... Dann dürften eigentlich die Ge-
heimnisse níemanden erschrecken?
A. Ich habe vorher gesagt, wer das Herz
Gott öffnet und ihn als Vater empfindet, hat
vor nichts Angst, denn ich bin sicher, daß für
mich Gott nichts Böses vorbereitet. Man muß
nur alle Tage beten. Wenn du jemanden als
Freund erhalten willst, ist es immer nötig mit
diesem zu sprechen, damit sich die Freund-
schaft erhält. So ist es mit Gott: wenn unsere
Freundschaft mit Ihm weiter wächst, werden
wir keine Angst haben.
F. Hast du die Geheimnisse im Gedächtnis
oder hast du sie aufgeschrieben? (Sie
antwortet, diese aufgeschrieben zu haben und
klärt über das Blatt auf, auf dem sie ges-
chrieben stehen und das besondere
Merkwürdigkeit hervorgerufen hat, da es
weder aus Papier oder Stoff ist, sondern aus
einem ganz seltsamen Material).
A. Jedes dieser Geheimnisse muß 10 Tage
vorher dem Priester mitgeteilt werden, dann
fasten wir zusammen 7 Tage lang, und 3 Tage
vor dem Eintreten wird er es allen enthüllen.
F. Und wenn die Menschheit umkehrt,
werden dann die Strafen trotzdem eintreffen?
A. Die Madonna hat mir diesbezüglich
nichts gesagt.
F. Vor Jahren sagte man, daß das erste
Geheimnis in der totalen Zerstörung eines
Gebietsabschnittes der Erde bestehe...
A. Das habe ich nie gehört... Ich kann
nichts über die Geheimnisse verlautbaren
lassen, denn dann wären es ja keine Ge-
heimnisse mehr.
F. Einige, die die Beispiele von Bernardette
und Lucia aus Fatima vor sich haben, sind
verwundert, daß du dich nach der Erschein-
ung der Madonna verheiratet hast.
A. Im ersten Jahr der Erscheinungen ha-
ben wir die Madonna gefragt, was wir in
unserem Leben tun sollten. “Das, was Gott
will und was ihr in euerem Herzen spürt”, war
ihre Antwort. Ich habe verspürt, eine Familie
gründen zu sollen. Sie sagt, daß in dieser Zeit
katholische Familien nötig seien, die anderen
ein gutes Beispiel geben. Was kann ich von
meiner Familie sagen? Wir beten zusammen
und gehen in die Kirche: Gott ist immer am
ersten Platz. Zuerst erfülle man den Willen
Gottes und dann das, was uns gefällt: so lebt
man sehr gut.
F. Müßt ihr die Botschaften, die die Mut-
tergottes als Anleitung zum Gebet des Herzens
an einzelne oder die Gruppe gibt, auch uns
weiterreichen?
A. Die Botschaften der Muttergottes an
einzelne oder an die Gruppe sind immer für
die ganze Welt, nicht nur für uns oder für
Medj. (...)
(Radio Maria 25.2.91)
Auch diese Ausgabe ist ausschließ-
lich durch die Unterstützung der
deutschen Leser, besonders aus
Deutschland und Südtirol, realisiert
worden, denen wir danken.
(Bis zur Ausgabe “Echo 80” mußte der allge-
meine Spenden-Fond der anderen 4 Ausgaben (ita-
lienisch, französisch, englisch, spanisch), die in
Mantua erscheinen, in Anspruch genommen wer-
den. Die anderen Ausgaben wie die portugiesische,
die polnische, rumänische usw. werden teilweise
aus dem originalen italienischen Text übersetzt,
sind aber unter jedem Aspekt autonom).
J. VI°, Nr. 4 - Aut. Trib. di Mantova Nr. 13 / 8.2.86 -
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setzung: Freunde von Medjugorje - Südtirol u. Schweiz
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