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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 84 (Juli-August 1991)

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Italienische Original-Ausgabe: "Eco di Medjugorje" - Mantova
BESTELLUNGEN: siehe letzte Seite. 10 Ausgaben im Jahr
JULI
1991
84
IM AUGUST KEINE AUSGABE
10. Jahrestag: die Zeit der Gnade
dauert an. Durch das Gebet
begreifen wir das Warum ihres
Kommens
Diese Botschaft wurde zum 10. Jahrestag
der Erscheinungen in einer Atmosphäre der
Öffnung der Herzen gegeben und die vielen
Gläubigen haben in Medj. einen tiefen inne-
ren Frieden verspürt, den der Herr durch die
Königin des Friedens vermittelte.
Vor allem sagt Maria, daß die Zeit ihrer
Anwesenheit Tage der Gnade sind und zwar
deshalb, so wie Johannes (Gott macht Gnade)
die Ankuft Jesus vorbereitete, auch Maria auf
der Erde “ein gern bereites Volk” zusammen-
ruft. In anderen Worten ist diese lange Anwe-
senheit der Mutter eine Gnade, die Gott uns
schenkt, damit wir ins Evangelium Jesus in
dieser Zeit eindringen, was sicherlich mit den
2000 Jahren seiner Geburt zusammenhängt.
Sie wiederholt immer wieder, daß ihre
Mission darin besteht, uns zur Heiligkeit zu
führen, was der Kernpunkt des Evangeliums
ist. In ihr ist der eigentliche Grund unserer
Existenz enthalten “Denn in ihm hat er uns
erwählt vor der Erschaffung der der Welt,
damit wir heilig und untadelig leben vor Gott”;
(Eph 1,4). Und alle, die das Evangelium des
Lichtes annehmen, beschreiten den Weg der
Heiligkeit.
Eine große negative Überraschung war
mit der Ankunft Jesus entgegen den Erwar-
tungen des Volkes verbunden. Die Verschlos-
senheit der Herzen und die Vorurteile der
Schriftgelehrten und Pharisäer stellten das
wahre Problem dar. Und so ist es auch mit der
Ankunft Mariens bestellt, die sich beklagt,
daß ihre Botschaften wenn überhaupt, nicht
oder nicht mit Ernsthaftigkeit angenommen
werden. Also widmet sie sich jenen, die sie
mit Ernsthaftigkeit anhören und annehmen;
somit wird ihre Anwesenheit ins Licht gerückt
und sie läßt erkennen, daß die Zeit der Gnade
noch nicht abgelaufen ist, damit alle den Weg
zu Jesus finden.
Die Muttergottes lehrt uns auch, wie es
uns möglich ist, ihre Anwesenheit zu ver-
stehen: allein durch das Gebet. Durch dieses
werden wir den Grund ihres Kommens ver-
stehen. Nun sei es gleichgültig, ob sie gekom-
men sei oder nicht, sagen viele mit gar einiger
Einbildung. Einige sagen oder schreiben: “Ich
persönlich hatte Medj. nicht nötig, denn ich
ging alle Tage zur Hl. Messe und las auch das
Wort Gottes.” Vielleicht täuscht sich dieser
und gesteht sich nicht ein, daß die Gaben
Gottes nie ohne Grund geschenkt werden.
Maria lehrt uns, daß man den wahren Grund
ihres Kommens nur durch das Gebet erkennt.
“Daher betet und lest die Hl. Schrift”. Als
tieferen Grund ist die Hl. Schrift durch ihr
Kommen bestätigt, denn wir leben zumindest
in der geistigen Unwissenheit was die Schrif-
ten und die Nicht-Verwirklichung des Wortes
Gottes anbelangt, obwohl man diesem den
Primat theoretisch nicht abspricht. Sie kommt
und bringt uns dieses wieder nahe, so wie in
Kanaan: “Macht, was Er euch sagt”.
Sie kommt nun und bringt uns die Hl.
Schrift in mütterlicher Art wieder nahe, den
Bedürfnissen der Kinder entsprechend, wie
nur eine Mutter es kann. Und so ist es auch mit
den Botschaften, die das Evangelium der
Kleinen sind, genauso wie die Milch den
Kindern gespendet wird. Darin werden wir
den Reichtum und die Weisheit des Wortes
Gottes, das wir vorher nicht kannten,
entdecken.
Somit - fügt sie hinzu - “durch mein
Kommen könnt ihr in der Hl. Schrift die
Botschaft für euch erkennen”. Ihr Kommen
ist damit noch besser erklärt. Sie läßt zerstreu-
ten und Gott entfremdeten Menschen so wie
wir erkennen, wie wir sind und was der Hl.
Geist jedem einzelnen über seinen Zustand zu
sagen hat, um eine echte Umkehr zu erfahren.
unsere Oberflächlichkeit nährt sich von
Worten und biblischen Lesungen, hört aber
nicht auf das tiefe Empfinden des Herzens
und überhört “die Botschaft für uns” zu un-
serer Umkehr und unserer Zeit.
“Die Hl. Schrift ignorieren heißt Jesus
ignorieren”, sagte einst der Hl. Hieronymus.
Es ist schlimm, daß wir oft glauben diese zu
kennen, verstehen dabei aber nicht Jesus und
seinen Willen und nehmen das Angebot der
Hl. Schrift nicht an. P. Jozo sagte Maria habe
geweint, weil wir die Hl. Schrift nicht an-
nahmen; was uns Gott in seiner unendlichen
Liebe für unseren Frieden und für unsere
Freude geoffenbart hat, läßt uns gleichgültig.
Don Angelo
Nur “Die Armen werden evangeli-
siert". Trotzdem dauert die Zeit
der Gnade an
Die Antwort der Erde an den Himmel, von
den Menschen an Gott, ist immer fehlerhaft.
Dies enthüllt uns immer wieder die Hl. Schrift.
Das trifft auch auf die Worte Mariens zu. Wir
sind Teil des Gottesvolkes, das ihrem Worte
taub ist und diesem langsam folgt. Daher:
“Euch, die ihr mir zuhört, sage ich” (Lk 6,27)...
Jene, an die sich Jesus wendet und die auf Ihn
hören, sind die Armen: Nur sie sind zum
Hören fähig. Es besteht eine enge Verbindung
zwischen der Armut und dem Hören, so wie
Widerspruch zwischen Reichtum und dem
Zuhören herrscht.
Man kann sagen, daß die Armut einen zum
Zuhörer macht und das Zuhören arm, wäh-
rend der Reichtum, die Selbstgefälligkeit und
der Hochmut gleichgültig und taub machen,
die zum Ungehorsam führen und in ein Meer
von Idolen und totale Unabhängigkeit von
Gott münden. Die Kleinen und Armen hinge-
gen glauben an das Wort Gottes und nehmen
es an und glauben auch an die Jungfrau Maria;
diese sind dazu aufgerufen mit ihrem Leben
Zeugnis zu geben und daher dem Unverstan-
densein und den Verfolgungen entgegenzu-
treten, die sich bei der Verwirklichung des
Reiches Gottes und des Unbefleckten Herz-
“Als Mitarbeiter Gottes ermahnen wir euch, daß ihr seine Gnade
nicht vergebens empfängt”. (2 Kor 6)
Botschaft vom 25. Juni 1991
"Liebe Kinder! Heute, an dem großen Tag den ihr mir geschenkt habt, möchte ich euch alle segnen und euch
sagen: das sind Tage der Gnade solange ich mit euch bin. Ich möchte euch lehren und euch helfen den Weg der
Heiligkeit zu gehen. Es sind viele Menschen, die meine Botschaft nicht begreifen und das, was ich sage, nicht
ernsthaft annehmen wollen; aber deshalb rufe ich euch und bitte euch, daß ihr in eurem Leben und auch im
alltäglichem Leben meine Gegenwart bezeugt. Wenn ihr betet, wird Gott euch helfen den wahren Grund meines
Kommens zu entdecken. Deshalb, meine lieben Kinder, betet und lest die Heilige Schrift, damit ihr durch die Heilige
Schrift die Botschaft für euch durch mein wiederholtes Kommen entdeckt.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
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ens Marias ergeben. Dazu kommt der so klare
Hinweis, wie nie zuvor, auf die Hl. Schrift.
Sie sagt, die Hl. Schrift kommt vor ihren
Botschaften und wird auch nachher bestehen.
Mehr noch, diese dienen dazu, die Erfüllung
der Hl. Schrift zu erkennen, d. h. die Erfüllung
des Planes Gottes, der mitten unter uns ist.
Es ist wichtig hervorzuheben, wie Maria
diese beiden Dinge miteinand verbindet: das
Gebet und die Hl. Schrift, um die heutige Zeit
zu verstehen und ihrem Rufe treu zu sein. Was
uns Maria heute sagt, hatte sie uns schon in
früheren Botschaften zu verstehen gegeben:
“Ich lade euch fortwährend ein, aber ihr seid
noch weit weg” (25.11.89): “Seit Jahren lade
ich euch ein... ich ermahne euch zu einem
tiefen geistigen Leben, aber ihr seid so kalt”
(25.12.89) und weiter noch in der Botschaft
vom vergangenem Mai: “Ich lade euch, die
ihr meine Friedensbotschaft gehört habt, ein,
diese mit Ernsthaftigkeit und Liebe im Leben
zu realisieren... ; viele glauben viel getan zu
haben nur weil sie von den Botschaften spre-
chen, sie aber nicht auch leben”.
Trotz allem sagt uns Maria, daß wir immer
noch in einer Zeit der Gnade leben; wenige
geben Antwort, aber diese Wenigen müssen
auch den Teil der Vielen übernehmen. Sie
gibt uns immer wieder Hoffnung und breitet
weitere Tage der Gnade über uns aus, mehr
noch, sie will, daß “die Gnade Gottes groß für
uns alle sei”: sie wiederholt es immer und
immer wieder. Das heißt wohl, sie läßt uns
Zeit, die Gnade von Medj. zu erfassen, die
eben so groß ist, daß man sie in so kurzer Zeit
nicht erfassen kann.
Pater Remo
Ich segne alle Leser von “Echo” mit dem
Segen der Madonna, im besonderen den Papst,
die Bischöfe, die Priester, alle Vertreter des
Glaubens, damit sie mit ihrem Leben die
Muttergottes in der Kirche vorstellen, damit
sie von der Kirche und der Hierarchie der
Kirche aufgenommen werde.
Ich segne alle Ordensleute und Menschen,
die zu einem geweihten Leben aufgerufen
sind, auf daß sie in ihrem Herzen die Anwesen-
heit der Muttergottes verspüren, damit ihr
Leben ein besonderes Zeugnis inmitten des
auserwählten Volkes darstelle. Ich segne alle
Laien und alle Geschöpfe, damit die Welt von
der Madonna beschützt werde und alles Dunkel
aus den Herzen weiche. Ich segne euch im
Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl.
Geistes. Amen.
Pater Tomislav
(leider konnten wir den Kommentar wegen der
schlechten Bandaufnahme nicht bringen)
“Ihr werdet den Himmel offen
sehen”. Der Weltmensch ver-
wechselt das Übernatürliche mit
dem Magischen, den Aktivismus mit
dem Wachsen des Gottesreiches.
Unser westliches Christentum ist heutzut-
age mehr und mehr einem naturalistischen
und rationalistischen Denken unterworfen.
Auch praktizierende Christen erliegen dieser
Not. “Der irdisch gesinnte Mensch läßt sich
nicht auf das ein, was vom Geist Gottes kommt.
Torheit ist es für ihn ...” (1 Kor 2.14). - Wem
jegliche übernatürliche Erfahrung abgeht, wer
noch nie die Wirkung des Wortes Gottes und
den damit verbundenen Gnadenstrom ver-
spürte, der verwechselt sehr leicht das Über-
natürliche mit dem Magischen. Meistens endet
ein solcher Mensch mit der Verneinung all
dessen, was die Fähigkeit der menschlichen
Natur übersteigt.
Das Alte Testament ist voll von direkten
Mitteilungen Gottes an Abraham, die Patriar-
chen, Moses, die Richter und die Propheten.
Das Neue Testament ist voll von Erscheinun-
gen und Gnadengaben (vor allem Prophetie),
angefangen von Johannes, dann Stephanus,
Paulus und Petrus. Wenn man diese überna-
türlichen Einwirkungen entfernen wollte,
würde ein großer Teil der Hl. Schrift zusam-
menfallen. Aus diesem Grunde verneint der
moderne und naturalistische Geist alle Wun-
der (und sogar die Auferstehung Jesu) ihrem
Inhalt und ihrer Form nach und erklärt sie als
“psychologische Erscheinungen” oder “rein
natürliche Begebenheiten”. All das soll jegli-
che Einwirkung Gottes ausschließen.
Aber auch die ganze Kirchengeschichte
ist voll von himmlischen Mitteilungen. Die
Kraft des Hl. Geistes hat immer schon Wun-
der gewirkt unter den Aposteln und den Zeu-
gen Jesu. Ebenso wirkte diese selbe Kraft
Wunder bei den Vätern der Kirche und bei
allen Heiligen unserer Zeiten. Gewiß werden
solche Vorkomnisse in allen Fällen einer harten
Prüfung unterzogen, aber niemand kann im
voraus alles verneinen, ohne aufs Schwerste
Gottes Wirken zu verurteilen, der die Himmel
geöffnet hat, um mit der Erde in liebender
Verbindung zu sein. Ist nicht die größte
Neuigkeit der Geschichte die, daß Gott mit
uns ist? Man darf das nicht in der Art des
irdisch gesinnten Menschen sehen, der allem
menschlichen Handeln eine gewisse verschlei-
erte Art von göttlicher Präsenz sehen will,
sondern im Sinne einer wahren Führung, einer
ständigen und unsichtbaren Einwirkung, die
konkret in der Kirche und in all ihren Söhnen
und Töchtern durch die Kraft des Hl. Geistes
geschieht. (s. Röm 8.14)
Übrigens, Gott muß Antwort geben auf
unser Denken und Urteilen, wenn er will, daß
Jesus und Maria spürbar präsent sein sollen
auf dieser Erde und zwar an sehr vielen Orten,
wo sie zu vielen Personen sprechen, um die
Zahl der Erwählten zu vergrößern und viele
vor dem Untergang zu retten? Darf etwa der
Mensch Gott Grenzen setzen, einem Gott, der
sagte: “Ihr werdet den Himmel offen sehen”
oder kann er das Jesus gegenüber tun, der
seine Präsenz in der Kirche durch Zeichen
und Wunder (Früchte des Glaubens) unter
Beweis stellte? Tatsächlich bestätigt er seine
Absichten unzweideutig: “Und durch die, die
zum Glauben gekommen sind, werden fol-
gende Zeichen geschehen: In meinem Namen
werden sie Dämonen austreiben; sie werden
in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen
anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es
ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen
sie die Hände auflegen, werden gesund wer-
den” (Mk 16.17-18).
Ein anderes Wort: “In Wahrheit sage ich
euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die
ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird
noch größere vollbringen...” (Joh. 14.12)
Auch der Prophet Ezechiel spricht wie-
derholt über die übernatürlichen Gnadener-
weise der Barmherzigkeit Gottes, damit sich
der Mensch nicht überhebe: “Dies alles wird
geschehen, damit man erkennt, daß ich der
Herr bin...” Und tatsächlich erwählt Gott das
Törichte aus der Welt, um die Weisen zu
beschämen, das Schwache, um die Starken zu
beschämen, damit wer sich rühmt, im Herrn
sich rühme. (1 Kor 1 und 3,20)
Anderseits kann auch der Mensch mit
seinen Vorurteilen und wegen seiner Be-
grenztheit kaum das liebende Einwirken
Gottes erkennen, was dem einfachen Men-
schen ganz natürlich erscheint. (“Du hast, o
Herr, diese Dinge den Weisen und Klugen
verborgen, aber den Kleinen geoffenbart”).
Stets sagt man, daß Gott in der Geschichte
wirke, aber gleichzeitig schließt man ihn von
der eigenen Geschichte und der der Welt aus,
wenn man nur an die Macht des Menschen
denkt und nicht mehr an das Senfkorn, nur an
den Aktivismus und nicht mehr an das Gebet.
“Wer nicht mit mir einsammelt, der zerstreut”,
sagte Jesus. - Wieviele glauben, sie arbeiten
für die Kirche und fallen einem Ges-
chäftsaktvismus anheim, als ob das Reich
Gottes ein menschliches Unternehmen wäre
und das Übernatürliche nicht bestände, und
folglich verbleiben viele Menschen in der
Sünde.
Wie wahr ist das Schriftwort: “Wenn es
nicht der Herr ist, der das Haus baut, so bauen
die Bauleute umsonst”. Wir alle sind stark nur
im Namen unseres Herrn und Gottes und wir
werden gleichsam allmächtig im Gebet, weil
es Gott zum Wirken bringt. - Vertrauen wir
auf Maria, die uns wiederholt ermahnt: “Be-
ten, Fasten und Gott wirken lassen”! - Oder
ihr Wort: “Ich werde für euch beten, damit ihr
die Größe dieses Geschenkes versteht, das
Gott mir gibt, bei euch zu sein”. (25.4.1990)
Don Angelo
DAS IST DER SIEG, DER DIE
WELT ÜBERWINDET, UNSER
GLAUBE (2. TEIL)
Ohne Glauben ist das Leben
absurd und sinnlos, weil ohne
Liebe und Barmherzigkeit.
In welchem Sinn ist unser Glaube der Sieg
über die Welt? Ich möchte euch einladen, das
1. Kapitel des Römerbriefes zu lesen, denn
dort haben wir eine furchterregende Beschrei-
bung der Welt. Am Schluß gibt Paulus eine
Zusammenfassung in vier Worten betreffs
der Welt, die ohne Christus ist oder sich ihm
widersetzt: Solche Menschen “sind unver-
ständig und haltlos, ohne Liebe und ohne
Barmherzigkeit”. Diese vier Adjektive die-
nen uns, um den Inhalt dieses Sieges über die
Welt aufzuzeigen:
1) Der Glaube ist Sieg über die Welt, weil
in ihm der Mensch ohne Zielsetzung die Ein-
sicht findet. Der Glaube ist also Erleuchtung.
Indem er uns den gekreuzigten und auferstan-
denen Herrn als den Sinn und den einzigen
Grund der Existenz des erschaffenen Univer-
sums offenbart, zeigt er uns gleichzeitig, was
wirklich der Mensch ist, nämlich das Abbild
Gottes und durch wesentliche Berufung Teil-
haber an seinem Lebensgeheimnis. Was an-
deres sind alle äußeren Dinge, wenn nicht
Ausdruck innerer Werte des Menschen? Was
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Echo aus Medjugorje 84
anderes wäre unsere erdgebundene Existenz,
wenn nicht ein schmerzlicher und vergängli-
cher Prolog, der notwendig ist für den Dauer-
zustand der Freude und Einheit in Gott?
Wer nicht weiß, was der Mensch ist, was
menschliche Existenz wirklich bedeutet,
welchen Sinn das Leben hat, ist unwillkürlich
einem objektiven Zustand der Torheit
ausgeliefert. Das heißt nicht, daß er subjektiv
selber verrückt ist, aber objektiv ist seine
Lage sinnlos, ohne Einsicht. Tatsächlich ist
die Torheit eine fundamentale Auflösung des
Erkenntnisprozesses und somit eine totale
Veräußerlichung und Verarmung des Men-
schen.
Der Glaube rettet uns also von der ver-
hängnisvollen Schizophrenie jener, die zu
leben und zu handeln genötigt sind, ohne den
Sinn des Lebens und das letzte Ziel ihres
Handelns zu kennen. Nur im Glauben kann
die Schöpfung ihre sichere, letzte Befreiung
schon vorausnehmen. Der hl. Paulus nennt
diese Schöpfung einmal Sklavin der “Leere”.
Der Glaube ist Sieger des Vollen über das
Leere, des Seins über das Nichts.
Folgerichtig ist die Sünde des Unglaubens
und die der gewollten Ungläubigkeit ein ab-
surder Sieg des Leeren über das Volle, des
Nichts über das Sein. Folgendes muß noch
bemerkt werden: Der Glaubende kann von
der Welt vieles, nicht aber die Einsicht lernen.
Die wahre Einsicht findet sich nur im Glauben.
Falls die Welt erneut zur Einsicht kommt,
dann ist sie auch -ohne es zu wissen Reich
Gottes und Kirche geworden. Die “Uneinsi-
chtigkeit” der Welt nimmt oft den Charakter
und das Gesicht der Lüge an. Wir leben in der
Lüge. Der Glaubende darf nie vergessen, daß
das Normalverhalten der Welt die Lüge ist. So
sagte auch Jesus: “Die Welt hat sich dem
Teufel ausgeliefert, dem Vater der Lüge”.
Eine weitere Bemerkung: Man darf nicht
vergessen, daß die Anschuldigung von Tor-
heit völlig auswechselbar ist. Für den Glau-
benden ist der Ungläubige in einem Zustand
der Torheit und gleichzeitig wird auch der
Ungläubige den Glaubenden in einem Zu-
stand voller Torheit sehen. Wenn der Glau-
bende weiß, daß in der Hostie der lebende
Jesus Christus gegenwärtig ist, so nennt ihn
der Ungläubige mit Recht dumm. Und der
Glaubende sagt vom Ungläubigen: Wer nicht
weiß und glaubt, daß hier Jesus Christus ist,
führt ein Leben ohne Mitte, ohne Herz und
ohne Ziel und ist darum dumm. Wie kann man
ohne Ziel leben? Die Anschuldigung ist um-
kehrbar.
Wer hat nun objektiv recht? Weil Glaube
und Welt sich streiten, muß einer der beiden in
der Wahrheit sein. Der Glaube ist so betrach-
tet sogar der Retter unserer Vernunft. Das
klingt natürlich fremd für unsere Kultur, weil
wir seit Jahrhunderten gewohnt waren, Glaube
und Vernunft als je abgeschlossene, geistige
Einheiten zu sehen, die unabhängig voneinan-
der bestehen: entweder Vernunft oder Glaube.
Das Gegenteil ist wahr und die Annahme, daß
die Vernunft völlig der Rettung bedarf, ist
richtig.
Der Gegenbeweis liegt auf der Hand, wenn
in unserer vom Glauben entfremdeten Welt
immer wieder das Absurde, das Unsinnige,
verherrlicht wird. Das zeigt sich in den Ge-
sängen, im Theater, im Film usw.. Damit ist
ausgedrückt, daß Leben sinnlos sei und das
nicht mit Unrecht, denn ohne Glauben hat
Leben keinen Sinn, ohne ihn ist die Vernunft
verloren. In unserer Zeitepoche muß man
bedenken, daß die geistige Gesundheit ohne
den Besitz fundamentaler und sicherer Werte
keinen Bestand mehr hat. Geistige Gesund-
heit ist nicht ein Manko, ein Fehlverhalten
oder eine kulturelle Leere, sondern sie sollte
die allernormalste Bedingung für mensch-
enwürdiges Leben sein. Wir leben wirklich in
einer komischen Welt. Wer glaubt, wird falsch
beurteilt, weil er die Wahrheit “im Sack” hat.
Der Zweifler wird als ehrbar betrachtet und
bevorzugt. Das ist eine Denkart, die übrigens
subjektiv nicht einmal auf den zutrifft, der so
denkt oder redet, denn die Tatsache, daß er
redet, beinhaltet schon eine Sicherheit, sonst
könnte er nicht reden. Daher hängt alles an
dem, was der Betreffende als sichere Gewiß-
heit betrachtet.
2) Der Glaube ist Sieg über die Welt, weil
der wankelmütige, unstabile und untreue
Mensch in ihm die Festigkeit und die Fähigkeit
zur Treue erhält. Doch wir leben in einer Welt
ohne Glauben, in der - wie wir sagten - die
wahre “Einsicht und Sinngebung” verloren
ging. Das schlimmste Mißgeschick des Men-
schen, der sich vom Christsein entfernte, ist
nicht der Verlust des Glaubens, sondern die
Gefahr, daß er daran ist, sogar seine Vernunft
zu verlieren. Er kann nicht mehr richtig den-
ken.
Es stimmt z.B. nicht, daß die heutige Welt
an nichts mehr glaubt. Sie glaubt an
Horoskope, an Diabetiktabellen, an Börsen-
berichte und viel anderes...! Sie ist sogar recht
und schlecht “gläubig”, weil sie -und das ist
der Punkt- so wankelmütig, unstabil und
untreu ist, daß nichts mehr von Dauer zu sein
scheint, nicht einmal jene Werte, die früher
alle für heilig und dauerhaft hielten, wie z.B.
die eheliche Treue. Man weiß dabei wohl, daß
der Ehebund ein endgültiger ist, denn natur-
gemäß bringt er neue, endgültige Lebewesen
hervor.
Unsere Kultur besitzt jene Treue nicht
mehr. Sie hat das Gleichgewicht verloren. Es
ist der Glaube allein, der Ausgeglichenheit
und Treue neu schenken kann. Wenn wir uns
in die Liebesgemeinschaft mit dem ewigen
Gott versetzen und in die Gegenwart des
auferstandenen Herrn, der ewig lebt, dann
bindet uns der Glaube an eine endlose Realität
und reißt uns heraus aus der Tyrannei des
Welt- und Zeitgeistes. Wir leben in einer Zeit,
die von einer Manie nach Neuigkeiten be-
sessen ist. Das Rennen nach den letzten
Nachrichten und die Angst, etwas von der
Geschichte zu verpassen, zwingt den verein-
samten und verweltlichten Menschen in eine
Situation hinein, in der er regelmäßig alles
verliert: jegliche Sicherheit, alle moralischen
Überzeugungen und Lebensideale.
In Wirklichkeit ist immer das neu, was mit
dem Plane Gottes übereinstimmt und keine
Zukunft mehr braucht. Das ist es, was man
unter neu versteht. Im Katechismus hörten
wir von den letzten Dingen, nämlich jenen
Dingen, nach denen es nichts mehr gibt. Die
vom Menschen erwarteten Neuigkeiten sind
immer vergänglich; sie verblühen nach einem
Tag. Es würde genügen, eine zwei, drei Tage
alte Zeitung in die Hand zu nehmen.
Ohne wahre und unauswechselbare Über-
zeugungen werden die Menschen nie auf
festem Grund stehen und kaum einer Lehre,
einer Freundschaft oder einer Fahne treu
bleiben können. Somit sind sie auch keine
wahren Menschen mehr. Der sich selbst
genügende Mensch beugt sich ständig vor der
Übermacht der Geschehnisse. In dieser Un-
terordnung nennt er sich noch Realist, obwohl
diese Übermacht eine Verneinung des wirkli-
chen Seins ist und dessen, daß der Mensch
Krone der Schöpfung und Herr über das Ge-
schaffene sein soll. Während der Glaube uns
hineinnimmt in das stille und unabänderliche
Richten Gottes, so erlöst er uns doch gle-
ichzeitig vom wilden Zufall der Dinge.
Es ist nutzlos, sich über etwas Geschehenes
zu beschweren, denn der glaubende Mensch
ist nie gezwungen, sich davor zu beugen und
das Geschehnis anzubeten. So rettet er sich
selber als Mensch. “Wo Glaube ist, da ist
immer Freiheit”!
3) Ferner ist der Glaube Sieg über die
Welt, weil der zur wahren Liebe unfähige
Mensch lieben lernt. Der Mensch von sich aus
ist in keinem sozialen Bereich fähig, Liebe
einzupflanzen und sie zu bewahren. Ohne
Liebe ist aber jede noch so perfekte
Gesellschaft der Ameisenhaufen, der - wie
Dostojevski und Solovjev prophezeiten -
Zusammenleben und Vereinheitlichung nur
durch Machtmittel erzwingt, wie z. B. durch
die Brutalität ökonomischer Gesetze, durch
eine politische Verfassung, durch psycholo-
gische Machenschaften oder Manipulation
des menschlichen Geistes. Der Mensch, der
sich selbst genügt, hat notwendigerweise keine
Liebe, denn ihm entflieht die Existenz wahrer
Motive zur Liebe, d. h. die Existenz eines
einzigen Vatergottes und seines Sohnes Jesus
Christus, in dem wir alle zu einem lebenden
Organismus mit einem gemeinsamen Ziel
gerufen sind. Andere Wege oder Ersatzmo-
tive können nie die Liebe herzaubern. Gerne
zitiere ich ein von Solovjev oft gebrauchtes
Wort, wo er sagt, daß alle sozialen Systeme
des letzten Jahrhunderts auf dem komischen
Trugschluß aufgebaut seien: “Alle Menschen
stammen vom Affen ab, also müssen wir
einander lieben wie Brüder”!
4) Der Glaube ist Sieg über die Welt, weil
in ihm der herzlose Mensch die Barmherzigkeit
erlernt. Die aufklärerische “Gebärmutter” aller
heute vorherrschenden Geistesströmungen
kann genau deswegen keine Barmherzigkeit
zur Welt bringen, weil sie selber nicht mehr an
die Sünde (und Erbsünde) glaubt, sondern
überzeugt ist von einer angeborenen Gutheit
des Menschen. Genau durch die Erkenntnis,
daß jeder Mensch schlecht, egoistisch und
schuldhaft ist, lehrt uns der Glaube, daß die
Barmherzigkeit eine für uns allerdringenste
Notwendigkeit ist. Ohne Barmherzigkeit gibt
es kein menschenwürdiges Leben.
Nach dem Zusammenfall aller Mythen
und nach der Demaskierung aller illusoris-
chen und humanistischen Lehren, ist der
Glaube die einzige Hoffnung der Menschheit.
Jede Aushöhlung, Verschönerung oder An-
gleichung des Glaubens an die “Dogmen” des
modernen Gesellschaftsgeistes ist nicht nur
eine Sünde gegen den Glauben, sondern auch
gegen den Menschen selbst!! Ebenso falsch
wäre jede Beschränkung des Glaubens auf
Einzelinitiative oder auf großzügige Impulse
der Seele, ohne festen Inhalt. Am schlimm-
sten ist seine vollständige Kaltstellung, damit
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er des Einflusses auf soziales, politisches,
ökonomisches und kulturelles Leben beraubt
wird und so die festgefahrene Übermacht der
Machtsysteme nicht gefährdet. Darin besteht
die Versuchung und der Zerstörergeist unse-
rer Zeit, vor denen der Mensch sich hüten
muß.
(Fortsetzung der Betrachtung
von Kardinal Biffi)
DIE MACHT SATANS
Gott verbietet dem Satan nicht,
Böses zu tun;er kann aber auch
dieses Böse zum Guten lenken.
Wenn wir in den Botschaften Mariens
wieder nachlesen, was sie über Satan sagt, so
ergibt es eine lange Liste. Sie sagt: Satan ist
stark; er ist sehr aktiv und immer auf der
Lauer; er kämpft gegen Medjugorje; er will
uns übervorteilen und die Pläne Gottes zer-
stören; er will die Pläne Mariens über den
Haufen werfen; er will in unserem Leben den
ersten Platz; er will alle Freude aus unseren
Herzen reißen.
Sie sagt uns auch, daß die Niederlage
Satans zur Ehre Gottes diene und daß man ihn
nur durch das Gebet schlagen und mit dem
Rosenkranz besiegen kann. Seine listigen
Pläne seien schon verunmöglicht worden
durch viel Gebet und Fasten.
Noch viel anderes lehrt uns die hl. Jungfrau
Maria. Daher möchte ich hier eine allgemeine
Regel etwas ins Licht rücken: Gott verleugnet
keines seiner Geschöpfe. Er schuf sie als freie
Wesen und beläßt ihre Freiheit. Erst am Ende
wird er sie nach ihren Werken richten. Er
wartet bis zur Ernte, was uns ganz klar gesagt
wird in der Parabel vom guten Samen und
dem Unkraut. Satan wie auch die guten Engel
dürfen am Werk bleiben und es entsprechend
frei vollenden. Warum hat Gott weder über
Hitler noch über Stalin einen Unglücksfall
geschickt? Warum erlaubt er, daß der Mäch-
tige den Schwachen unterdrücken kann?
Warum mischt er sich nicht ein, wenn einer
ungerecht verfolgt wird?
Gott wartet. Er will nur das Gute: Leben,
Glück und Gesundheit. Er will nicht, sondern
erlaubt nur das Böse, das von der Sünde
stammt, von der Ablehnung Gottes. Ebenso
wahr ist es, daß Gott sogar das Böse zum
Guten lenken kann. Er läßt z.B. den Verfol-
gern freie Hand und erhebt die Märtyrer.
In der hl. Schrift wird der Mensch, der
Versuchungen erleidet, selig gepriesen (Jak.
1.12). Ebenso wird der selig gepriesen, der
das Gesetz in Freiheit hätte übertreten können
und es nicht getan hat (Sir.31.11). Beim letzten
Gericht wird seine Barmherzigkeit triumphie-
ren, aber auch seine Gerechtigekeit. Trium-
phieren wird auch die zum Guten gebrauchte
Freiheit und die zum Schlechten mißbrauchte
Freiheit wird bestraft werden. Gott verneint
seine Geschöpfe nie und beläßt sogar die
Dämonen in ihrem bösen Tun, was meistens
im Versuchen der Guten besteht. Gott läßt es
zu und leitet alles wie er will. In Ausnahme-
fällen kann der Böse den Guten, verschuldet
oder unverschuldet, direkten Schaden zufügen.
Man kann 5 Punkte unterscheiden:
1) Äußerliche Belästigungen: Satan ist
fähig, den Menschen physische und zum Teil
schwere Leiden zuzufügen, ohne von der
betroffenen Person innerlich Besitz zu er-
greifen. Das erlebten sogar große Heilige, wie
Johannes vom Kreuz, der Pfarrer von Ars,
Pater Pio u.s.w. Dabei kann jede Körperstelle
von Schägen jeder Art betroffen werden.
Personen wurden schon zu Boden oder an
eine Wand geworfen, oder gar über Stiegen
hinunter. Solche eher seltene Fälle können
nicht nur Heiligen passieren. Ich kenne selber
Leute, die -auch wenn nicht so grausam -
ähnliche Angriffe erlebten.
2) Teuflische Besessenheit: Diese sch-
limmste Art seiner Einflußnahme besteht dann,
wenn Satan sich in einem menschlichen Körper
“einnistet” in einer Art Besitzergreifung, bei
der er diese Person zwingt, Dinge zu sagen
oder zu tun, wofür sie weder fähig ist, noch
Verantwortung dafür tragen kann. Es kann
vorkommen, daß die besessene Person in ihr
unbekannten Sprachen reden muß, übermen-
schliche Kräfte entwickelt und geheime oder
entfernte Geschehnisse kennt. Aus der hl.
Schrift kennen wir den Fall von Gerasa, aber
noch viele andere Berichte über Besessenheit.
Bei einigen Fällen gibt es sichtbare äußere
Merkmale, bei anderen dagegen nicht. Wir
dürfen nicht, wie viele es tun, dem Fehler
einer Standardidee von Besessenen erliegen.
3) Teuflische Quälereien: Es handelt sich
hier um weniger starke Belästigungen, die
keine Besessenheit zur Folge haben. Zum
Beispiel wurde Job so gequält (Gesundheit,
Empfindungen., materielle Güter usw.), ohne
besessen zu sein. Wir Exorzisten sprechen
den Segen weit öfters über solche Fälle, als
über tatsächlich Besessene. Es sind Fälle von
Gesundheitsschäden, bei denen kein Heilmit-
tel mehr hilft und worüber selbst die Me-
diziner ratlos sind.
4) Teuflische Zwangsvorstellungen: Hier
gibt es verschiedenste Formen. Am häufig-
sten sind es fürchterliche Zwänge, über die
man nicht Meister wird und die zur Verzweif-
lung oder gar zu Selbstmord führen können.
Der Exorzist muß sehr gut beachten, wie weit
es sich um teuflischen Einfluß oder aber um
psychische oder parapsychische Phänomene
handelt. Auch die Psychiater sollten diesen
Unterschied sehr beachten, was aber eher
selten ist.
5) Teuflische Verheerung: Unter diesem
Punkt möchte ich alle Einflüsse Satans zusam-
menfassen, die sich nicht direkt auf Men-
schen, sondern auf Tiere und Objekte (Häuser
usw.) beziehen. Solche Fälle gibt es. Sie sind
eher selten und man muß sich hüten, vorsch-
nell und manieartig überall Satan am Werk zu
sehen. Das beste Mittel dagegen ist, im Stande
der heiligmachenden Gnade zu leben. Gott
selber ist mächtig genug, auch schlimmste
Fälle von satanischen Umtrieben zu etwas
Gutem zu wenden, wie zu einer Bekehrung,
zu einer Vergebung, zu erneuertem Leben in
Gebet und Glauben, zu Werken der Liebe, zu
Versöhnung, Demut und geistlichem
Fortschritt.
Es ist also nicht zufällig, daß der hl. Chry-
sostomus Satan ein Hilfsmittel auf dem Weg
zur Heiligkeit nennt. Das sagt er nicht, um ihm
einen Verdienst zuzuschreiben, sondern um
die ewige Weisheit Gottes zu preisen, der
alles untergeordnet ist. Gott macht alles gut
und kann alles zum Besten führen.
D. Gabriel Amorth
DER ZEHNTE JAHRESTAG
EIN HERRLICHES ERLEBNIS
Der Bischof von Mostar präsidiert
die Konzelebration mit den Bi-
schöfen des Pastoralkomitees
* Wie schön, daß die Gottesmutter nach
all dem Erlebten an diesem schönen Tag noch
speziell dankt, daß wir ihn ausschließlich ihr
schenkten. Sicher denkt sie an die vielen Pilger,
die alle Furcht beiseite stellten, viele Opfer
auf sich nahmen und einfach kamen. Einige
sagten : “Wir haben noch nie an einem Jahres-
tag so viele Leute gesehen”. (Zeitungen be-
richteten von 100.000 Anwesenden und das
trotz der brütenden Hitze). Erfreulich wie
besonders die Einheimischen in Scharen und
zu Fuß kamen. Ebenso zu Fuß kamen deutsche
Pilger aus Augsburg (Marienfried). Sie legten
diese Strecke in vier Etappen von je etwa 14
Tagen zurück. Dann waren ähnliche Gruppen
aus Österreich, (Hans Meierhofer kam nach
18 Tagen an, beladen mit einem schweren
Kreuz). Auch sehr viele Italiener nahmen
schwere Opfer auf sich und kamen zeitlich an
in ungefähr 40 Autobussen. (Bei Flugreisen
gab es einige Behinderungen).
An der Konzelebration zählte man 232
Priester und darüber blieben noch sehr viele
beim Beichthören. Gestern abend konzelebri-
erten schon 18o Priester mit Erzbischof Franic.
Als dieser zum ersten Mal mit der Mitra
erschien, gab es einen stürmischen Applaus,
der ihm, aber auch sicher der Jungfrau Maria
galt, die hier alle willkommen hießt.
Eine andere wichtige Nachricht: Heute
besuchten Jakov und Marija um 10 Uhr den
Bischof in Mostar, wo sie -wie sie sagten - ein
sehr, sehr schönes Gespräch hatten. Auch P.
Jozo war hocherfreut ob eines ähnlichen
Gespräches vor ca. einem Monat. Man spürte,
daß sich einiges geändert hat.
Am 17. Juni besuchte unser Bischof von
Mostar Medjugorje. Er war in Begleitung
von drei anderen Bischöfen: Komarica von
Banja Luca, Puljic von Sarajewo und Stam-
buk von Hvar
. In ihrer Begleitung waren
noch vier Theologen. Diese bilden das neu
ernannte Komitee (oder die Superkommission,
die von den Bischöfen ernannt wurde) für die
sakramentalen und pastoralen Belange. Alle
nahmen an der Konzelebration teil, die der
Bischof von Mostar leitete, während der Erz-
bischof von Sarajewo die Predigt hielt mit
dem Thema Bekehrung.
So sind menschlich gesprochen einige
Sachen vorgekommen, die nach Versöhnung
aussehen, auch wenn noch vieles weiterbe-
sprochen werden muß. Diese Kommission
von Bischöfen ist wirklich zur Hilfe bereit
und wird Entscheidung über die Übernatür-
lichkeit der Ereignisse zu treffen haben. Im
Gehorsam warten wir auf diesen Entscheid
der Kirche.
(P.Slavko Barbaric)
* Am Vorabend des Jubiläums, mit Be-
ginn schon am Nachmittag, strömte eine solch
große Pilgermenge auf den Erscheinungsberg,
daß er wie voll bedeckt aussah. Ivan sagte,
daß Maria um 20.30 Uhr erschien. Sie war
sehr zufrieden, daß so viele glückliche Men-
schen gekommen waren. Sie betete mit aus-
gebreiteten Armen über alle Anwesenden und
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- 5 -
segnete sie alle. Sie nahm alle Gebetswünsche
entgegen, besonders jene über den Frieden.
Es brauchte Stunden, bis alle Pilger, ein-
gereiht in zwei große Lichterströme, den
Abstieg hinter sich hatten. Nach der hl. Messe
am Jubiläumstag beteten Maija und Jakov das
Magnifikat, während das ganze Volk nach
jedem Vers das “Ave Maria” sangen. Am
Ende sangen die Kroaten ihre Nationalhymne
und P. Slavko lud alle Auswärtigen zum Gebet
für ihre Unabhängigkeit ein.
(A. Bonifacio)
* Die Seher Marija und Jakov machten
bei P. Jozo geistliche Exerzitien vom 16.-20.
Juni mit Vorträgen und Gebeten.
* Der Bischof von Mostar, Mons. Zanic,
kam am Tag nach Christi Himmelfahrt zu
einem Besuch nach Medjugorje und sprach
längere Zeit mit den Franziskanern.
* Der Bischof von Hvar, Mons. Slo-
bodan Stambuk, weilte einen ganzen Nachmit-
tag hier in Medjugorje, hörte Beichte, nahm
teil an den Erscheinungen und hatte ein langes
Gespräch mit Marija Pavlovic.
* Die Friedensfackel des “Peace-run”,
die durch viele Länder der Welt ging, war am
5. und 6. Juni in Medjugorje. Die Jugendli-
chen, die die Fackel brachten, sind mit den
Schülern und Lehrern auf den Podbrdo
gestiegen. Mit ihnen gingen P. Viktor und
Vicka und alle beteten den Rosenkranz für
den Frieden. Anschließend bereitete Grgo
Vasilj, der Vater von Jelena, ein Nachtessen,
bei dem sich auch die Gemeindepräsidenten
von Citluk und Capljina einfanden.
* Die Kroaten von Toronto in Canada
kamen am 11. Juni mit ihrem Fußball-Club
“Croatia” nach Medjugorje, wo sie im Heil-
igtum beteten und nachher mit den Patres
sprachen.
* Am 14. Juni kamen ca. 500 Pilger aus
Böhmen, Mähren und der Slowackei. Sie
logierten bei Familien und in Zelten. Sie bete-
ten viel und hatten Besprechungen mit den
Sehern und den Priestern. Momentan sind
etwas weniger Pilger aus dem Westen anwe-
send, aber dafür kommen solche aus dem
Osten, die weniger Angst haben.
(P. Slavko Barbaric)
Bestätigung Seitens eines
spanischen Freundes über die
Notwendigkeit des
Übernatürlichen
Der Freund Josep-Rafael Carreras de
Nadal, der “Echo” ins Katalanische übersetzt,
gibt uns erfreuliche Nachrichten, denn mit
den Worten eines glaubwürdigen Bruders,
scheint uns Maria für die gute Sache von Echo
ermutigen zu wollen.
“Unsere religiöse und geistliche Situation
- schreibt er - ist nicht anders als jene in den
uns nahen europäischen Ländern. Wahrschein-
lich ist sie in einigen Regionen noch schwie-
riger. Der Rückgang des Glaubens und des
übernatürlichen Geistes, sowie des Gebetes,
sind leider auch im Inneren der zu äußerst
kathol. Reihen eine schmerzliche Wirklich-
keit. Gerade deshalb scheint mir der bildende,
spirituelle und pastorale Charakter von Echo
wichtiger als der informative (auch dieser ist
notwendig), denn heute sprechen wenige so
zu uns. Ich glaube, dies ist der Grund, weshalb
es unter uns religiöse Gemeinschaften gibt
(Karmeliter u.a.), die von Echo begeistert sind
und z.B. im Noviziat der Maristen zur
Anwendung kommt.
Viele Christen sehnen sich nach dem Über-
natürlichen und sind des Gebetes bedürftig,
das Jesus und Maria der Seele durch die
erlebte Verbindung in einer authentischen
übernatürlichen od. pastoralen Vision, zuführt.
Sie sind einer trockenen Religion überdrüssig,
in der die Realität des Jenseits wenig zählt,
sogar weniger als das Diesseits. Was bleibt
noch vom Evangelium übrig, das von
seelenloser Oberflächlichkeit überflutet wird?
Es bestehen einige Schwierigkeiten, denn
auf einigen kirchlichen Ebenen besteht gro-
ßes Mißtrauen hinsichtlich der Anwesenheit
des Übernatürlichen im täglichen Leben. Man
will nichts von Medjugorje, Erscheinungen
und Botschaften wissen. Daher muß unsere
Vorgangsweise sehr vorsichtig sein, um keine
Diskreditierungen und Verbote einzubringen,
die nur der Sendung von Medjugorje Schaden
zufügen würden. Wir müssen nur in Gott
vertrauen, der das machen wird, was wir nicht
können.”
Dann spricht er von der katalanischen
Ausgabe des “Echo”.
“Gegen Ende 1988 fingen wir in Katalo-
nien mit einem ganz einfachen, vervielfältig-
tem, informativen Blatt über Medjugorje mit
einigen übersetzten Texten an und zwar in der
Ausgabe von einigen hundert Exemplaren.
Ein Jahr danach 1990 waren es schon 4 Seiten
und schlußendlich wurde im vergangenen
Oktober das erste gedruckte Bulletin mit dem
Kopf von ECHO AUS MEDJ. herausgegeben.
Die Anzahl der Seiten ändert sich laufend: 12,
16, 18. Es wird jetzt an 1.150 Empfängern
versandt, die ihr Interesse bekundet hatten. Es
werden einige Exemplare mehr gedruckt, aber
die Verteilung erfolgt nicht wahllos. Die
Anzahl ist laufend im Steigen; man bedenke,
daß die Bevölkerungszahl von Katalonien
weit unter der von Italien und Frankreich
liegt. “Wir danken euch so sehr für euere
Freundlichkeit und Freundschaft und beson-
ders für jenes “Echo”, das zu einer Quelle der
geistigen Erquickung für so viele geworden
ist... Wir empfehlen uns und ich empfehle
mich eueren Gebeten zur Madonna unserer
Mutter”.
(Barcellona 4.6.91)
WELCHEN GEFAHREN SIND
DIE SEHER AUSGESETZT!
Viele religiöse und gut informierte Per-
sonen, insbesonders aus Italien, sind über die
Gefahren der Seher besorgt, die diese laufen,
als Hauptdarsteller dazustehen. Es handelt
sich nicht etwa um ein eingebildetes Risiko,
denn alle können die Belastungen und Ver-
suchungen erkennen, denen sie ausgesetzt
sind. Die Massen überfallen sie, foltern sie,
umarmen sie, fotografieren sie, erbitten Auto-
gramme, setzen sie daher Streß aus und brin-
gen sie aus dem Gleichgewicht. Einigen gelingt
es sich davonzuschleichen, andere hingegen
stellen sich der Zeugnisaussage, so wie es für
Bernadette in den acht Jahren nach den Er-
scheinungen war. Bernadette aber wurde ab
Juli ’60 von Schwestern bewacht, die die
Besucher auslesten und ihre Demut so auf die
Probe stellten.
Nach 10 Jahren sind die Seher weit
größeren Gefahren und Fallen ausgesetzt, als
Bernadette mit roher Art davor bewahrt wurde.
Ihr Verhalten ist einfach: gegenüber jene, die
sie wie Heilige und als Idole behandeln, ver-
teidigen sie sich gut. Sobald sie aber als Or-
akel angesehen werden, beginnt die Gefahr
als Hauptdarsteller dazustehen. Zwei von
ihnen haben sich eine Sicherheit bei der Be-
antwortung von theologischen Fragen
angeeignet, die ihren Kulturgrad übersteigt.
Auf alles haben sie eine Antwort, bei Vicka ist
es ein wenig Ungenauigkeit, bei Ivan phsy-
chologische Rohheit.
Man ist überrascht, sie sehr oft prunkvoll
im Ausland eingeladen zu sehen. Kleine mehr
oder weniger arme Dörfler, die beinahe nie
von zu Hause wegkamen, außer Mirjana,
werden von attraktiven Reiseangeboten mit
prächtigen Empfängen überhäuft. Bei seiner
ersten Reise nach Amerika wurde Ivan in
einem 3-Sterne Hotel untergebracht: Vielle-
icht ist er dort auf den Geschmack gekom-
men, sich nach Art eines Play-boy zu kleiden
und für seine Person eine übertriebene Sorge
sich anzueignen.
Als Marija in so erbauendem Schwung
eine Niere dem Bruder schenkte, wurde sie
sich bewußt, als Seherin, über finanzielle
Mittel als Millionärin zu verfügen. Die Kos-
ten dafür in Höhe von 60 tausend Dollar
wurden gesammelt ohne daß sie einen Finger
dafür rührte. Und sie ist dazu noch aus Amerika
mit Geschenken überhäuft heimgekehrt mit
einem beträchtlichen Zuwachs an Gepäck.
Aus der unter den Sehern ärmsten Familie ist
sie zu einem Reichtum gelangt, der sie in eine
ganz andere Lebensweise, leichtem und glän-
zendem Leben, eingebunden hat. Ist das für
sie nicht etwa eine Prüfung?
Die Seher sind zuletzt von Bewunderern
umringt, von denen gar einige in sie verliebt
sind. Ihrem Herzen kann nicht nur geschmei-
chelt, sondern es kann auch erschüttert wer-
den. Freilich ist die Heirat eine gute Sache,
gerade wegen des Alters habe ich in früheren
Beiträgen die Heirat der ersten zwei Seherin-
nen gerechtfertigt. Ivanka, die praktisch schon
vor den Erscheinungen verlobt war, hat ganze
5 Jahre zugewartet um sicher zu sein, daß dies
ihr Leben sein sollte: eine wohl heroische
Wartezeit. Mirjana scheint nie ernst an ihre
Berufung gedacht zu haben, denn ihre Begeg-
nung in der Zeit des Studiums hat sie progres-
siv zu einer ernsten Verlobung geführt, die in
vielen Jahren Überlegung erprobt ist.
Es ist aber eine Tatsache, daß die anderen
Seher sich zu einem priesterlichen oder reli-
giösen Beruf entschlossen hatten, sprechen
nun aber nicht mehr darüber, außer Vicka.
Von Jakov haben wir über den unglaublichen
Schock, den er erlitten hat und der ihn durch-
einand brachte, erzählt: er kann darin als Opfer
betrachtet werden und man muß ihm zugute
halten, daß er überhaupt noch das Gleichge-
wicht fand, er, ein Vollwaise (Berichterstat-
tung Nr. 5).
Die anderen zwei Seher aber (von denen
einer im Priesterseminar nicht aufgenommen
wurde, da er das Studium nicht schaffte) spre-
chen nicht mehr von ihrer Berufung und die
Häufigkeit ihrer Verbindung mit einer
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“Zwillingsseele” verursachen Geflüster ohne
Ende. Sicher, die Seher haben ein volles Recht
über ihren Lebensstand selbst zu entscheiden
und die Muttergottes hat ihnen dazu freie
Hand gegeben.
Aber so schwer auch die Prüfungen zur
Verwirklichung ihrer Berufung sein mögen,
könnte das Umkehren zu den Neigungen der
Natur ein Fehler sein, wenn dies zu einer von
Vorteilen übersäten Lebensweise führt und
dem Stande als Seher schaden würde. Dieser
Zustand verlangt seinen Preis: Die kroat.
Reisebüros sind bereit sehr viel für die
Aufnahme der Seher zu bezahlen, die für sie
somit zum Aushängeschild werden. Jokov
bekam am Andenkenstand der Pfarrei einen
kleinen Sold und sah sich das Dreifache von
einem Reisebüro angeboten!
Wir wollen ihn wegen einer solchen Wahl
nicht tadeln, aber zweifelsohne riskieren er
und die anderen auf eine leichte Bahn zu
schlittern und vom stregen von der Madonna
vorgezeigten Weg abzukommen.
Wahrlich dürfen wir niemanden wegen
seiner Wahl verurteilen, aber diese ist einmal
auch unser aller Anteilnahme. Daher ist für
sie das Gebet notwendig, damit sie von uns
echte Hilfe erfahren (um eine klare geistige
Richtung, sowie geeignete Orte zur Besin-
nung wie am Anfang wiederzufinden, Anm.
d. R.). Viele Probleme wären somit gelöst und
Fallen überwunden, als sich auf dem Podium
überfüllter Säle zu begeben, wo ihre Worte
von talentierten Dolmeschern übersetzt wer-
den und wie Orakel auf das große Publikum
fallen, fern jeder Beanstandung.
Die ersten zwei Seherinnen, Ivanka und
Mirjana, in ihrem Familienleben miteingebun-
den, entziehen sich jeder Fragestellung und
entfliehen so jeder Hinterlist.
Jakov verteidigt sich beinahe immer gegen
Bedrängnisse, während Vicka, bei jeder
Gelegenheit zum Zeugnis bereit, mit psycho-
log. Taktgefühl und Autorität auf freundlich-
unwiderstehlicher Art, sei es die Bewunderer
als auch die potentiellen Liebhaber, lachend
von sich hält. Ihre Entschlossenheit entmutigt
wirksam eventuell aufkommende Mißver-
ständnisse.
René Laurentin
(Aus Chrétien Magazine, Lyon, Mai 1991)
AUS DEM GEFÄNGNIS:
Vergebung verwandelt
das Leben
(...) Ich heiße Claudio und bin z.Z. im
Gefängnis von Badia Sulmona (...). Im Laufe
meines jungen Lebens habe ich unzählige
Fehler begangen - dies ist mir nun bewußt
geworden - und die mich vom Herrn soweit
entfernten, sodaß ich eine Haftstrafe von 23
Jahren zu verbüßen hatte.
Der in mir wegen der begangenen Taten
und erlittenen Ungerechtigkeiten angestaute
Haß, hatten mich so verhärtet und bösartig
gemacht, sodaß ich nach sechs Jahren Haft
keine Hoffnung mehr hatte. Die Rache war
meine einzige Hoffnung.
Im September 1988 wird uns mitgeteilt,
daß im Theatersaal des Gefängnisses reli-
giöse Gesänge aufgeführt werden. Um 16.30
Uhr habe ich mich ohne besonderes Interesse
und besondere Erwartungen in den Saal be-
geben. Eine Gruppe von Personen hat nach
einer kurzen Vorstellung begonnen, Lobes-
Hymnen zu Gott und der Muttergottes zu
singen.
Dies machte mich neugierig. In die
Gesänge wurden Zeugnisse der Umkehr ein-
gebunden. Als ich hörte, wie einer von ihnen
dem Herrn begegnete, war ich derart er-
schüttert, daß ich unaufhörlich weinte und,
ohne zu wissen wie, fand ich mich in der
Umarmung dieses Bruders. Es war jener
Schurke in mir zusammengebrochen, den ich
in mir immer spürte. Ich hatte in der Folge
regelmäßige Begegnungen mit der marianis-
chen Gruppe von Sulmona und so wuchs ich
auf dem Weg zum Herrn.
Neues wurde in mir erweckt. Gott liebt
mich und wünscht von mir Liebe und er schenkt
mir Freude. Aber die Freude wird durch Ver-
gebung wahr. Ich hätte niemals geglaubt,
soviel Freude, soviel Friede, soviel Sicher-
heit, soviel Freiheit... von der Vergebung zu
gewinnen.
Ich habe begonnen allen Personen, die
mir Böses angetan hatten, angefangen vom
Richter, der mich zu 23 Jahren Haft verurtei-
len ließ, zu vergeben. Diesem Richter hatte
ich ewigen Haß und Rache geschworen. Ich
habe ihn getroffen, begrüßt, die Hand gegeben
und auch noch zum Kaffee eingeladen. Glaubt
ihr das sei wenig? Für mich war dies aber ein
Sieg, der mir unendlich viel Freude bereitete.
Ich habe um Verzeihung gebeten, auch
wenn das Vergehen nur geringfügig war. Mein
Leben hat sich von Grund auf gewandelt. Jetzt
kann ich nicht mehr umhin, als die Hl. Drei-
faltigkeit und die Muttergottes fortlaufend zu
preisen und loben und bin sogar so weit
gekommen, Gott dafür zu danken, daß er es
zuließ, daß ich 23 Jahre Haft bekam, denn
ohne diese wäre ich Ihm nie begegnet.
Heute lebe ich in Ihm und für Ihn und ich
fühle, daß mein Leben Gebet sein soll. Brüder
und Schwestern in Jesus, die Vergebung ist
das Heilmittel, das mir Gott gab und ich bitte
Ihn, er möge dieses allen geben und ganz
besonders jenen, die nicht hier sein können,
da sie sich in einer Haftanstalt befinden. Ich
bitte unaufhörlich Jesus, daß alle so wie ich,
denselben meinen Weg zu Ihm gehen, Er, der
das Ieben selbst ist; ich bitte auch den Herrn,
Er möge jene 30 Tausend, die wie ich im
Gefängnis sind, zur Vergebung führen.
In der “Badia” loben und preisen schon
mehrere Mithäftlinge den Herrn und ich danke
dem Herrn, daß er sich meiner bedient um
sich in diesem Ort der Strafe zu erkennen zu
geben. Und ich, Claudio, kann dem Herrn nur
meinen Lobpreis und meine Gebete schenken,
habe Ihm aber auch mein Leben für die
Bekehrung der Häftlinge angeboten.
Nun appelliere ich an euch alle: jeder, der
sich in ein Gefängnis begeben kann, tue es,
denn es befinden sich dort nach Gott dürstende
Seelen, denn in Ihm ist die Rettung, Heilung,
Vergebung-Vergebung-Vergebung, Freude
und Freiheit.
DER PAPST WENDET SICH AN
DIE JUGEND UND FEIERT
DEN HL. ALOYSIUS
Das Treffen in Castiglione, Etappe
für Czestochowa.
Wir haben einige herausragende Passagen
der Ansprache des Papstes am 22. Juni an 10
tausend Jugendliche, die zum vierhundertsten
Jahrestag der Durchreise in Castiglione
(Mantova) des Patrons der Jugend, dem Hl.
Aloysius Gonzaga, gekommen waren,
entnommen.
Eine große Anzahl derselben waren zu
diesem Treffen nach einer geistlichen gründli-
chen Vorbereitung, die mehrere Monate
gedauert hat, gekommen. Die Begeisterung
war enorm.
Der Papst hat Aloysius als das
“nachzuahmende Modell, Figur, die auch das
jugendliche Universum unserer Zeit provozi-
ert” hingestellt und gesagt: “Ihr habt nicht den
Geist als Sklaven, sondern als Kinder bekom-
men” und als Kinder sind wir frei, nicht
Sklaven der Lüge, der Unreinheit, der Trau-
rigkeit und der Sünde; nicht Opfer der Gleich-
gültigkeit und Mittelmäßigkeit, wohl aber frei
im Heiligen Geist. Und daher nur Mut...
Habt Mut zur christlichen Freiheit, der
Wahrheit, die euch freimacht. Hier als erste
Freiheit: die Klugheit der Wahrheit, die der
hinterlistigen Verführung eines schwachen
Gedankens reagiert, mit dem sich unsere
heutige Kultur füttert und die freigewordene
Logik der Meinungen überwindet um die
fordernde und universale Wahrheit, die fre-
imacht, zu entdecken.
Und dann habt Mut zum reinen Herzen,
das mit Entschiedenheit der herrschenden
Neigung reagiert, die Kräfte der Liebe durch
nichterbauliche Strömungen, die nur vom
Zauber des vergänglichen Augenblickes le-
ben, aufzulösen.
Habt Mut zur Gegenseitigkeit mit dem
Nächsten, um nicht einem vom Egoismus
hervorgerufenen orientierungslosen Individu-
alismus zu verfallen... fähig einer Mode zu
reagieren, die standardisierten jugendlichen
Modellen nachläuft... offen zur Aufnahme
und Unterstützung besonders gegenüber jener
Altersgenossen, die die Suche nach einem
Lebenssinn aufgegeben haben... Habt auch
Mut zur Solidarität in der Kirche und zur Welt
und reagiert der Versuchung der Hoffnungs-
losigkeit und des unbeschwerlichen Lebens,
denkt nicht, das christliche Ideal sei zu hoch
gesteckt...
Christus ruft euch zur Heiligkeit auf, d.h.
für Ihn das Leben zu verlieren... mit Großmut
die verschiedenen besonderen Berufungen
anzunehmen.”
DIE REINHEIT EINES
EDELKNABEN VON MARIA
Es gibt auch noch ein Büchlein über den
engelhaften Heiligen, von einem Pfarrer mit
Liebe ohne Voreingenommenheit ges-
chrieben, das die göttlichen Anforderungen
und nicht die Überspanntheit eines peinlich
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- 7 -
genauen Geistes in den Orten der Aloysischen
Anekdoten sieht... “Bei einem Spiel gegen
Pfand mit seinen Freunden, hat das Kind
Aloysius verloren und mußte sein Mäntel-
chen abgeben.
Um es wiederzubekommen wurde ihm
eine eigenartige Auslösung auferlegt: den
Schatten eines Mädchens zu küssen. Aloysius
zögerte einen Augenblick, lief weg und ließ
den Mantel in den Händen des Siegers. Heute
würde man dies als skandalös und falsche
Erziehung hinstellen, wenn man die Erzählung
hört. Vielleicht liegt das darin, daß die heuti-
gen Menschen nur eine oberflächliche Wirkli-
chkeit akzeptieren und nicht in die Tiefe ein-
dringen. Der kleine Aloysius erahnte für sein
Alter noch viel größere Dinge.
Vielleicht war es ihm gerade deswegen zu
schwer gefallen, den Schatten eines Mädchens
zu küssen. In unserem Dasein ist nichts tragis-
cher, als den Weg zum Licht zu versperren.
Nun, der Schatten entspringt aus der Tatsa-
che, daß ein Körper den Weg des Lichts
versperrt...
In seinem Verhalten war keine Verachtung
für das Mädchen festzustellen, wohl aber ein
beinahe instinktiver Schrecken gegenüber
eines Zeichens perverser Leidenschaft... Es
ist nicht leicht, eine nicht durchschaubare
Frau zu lieben...; aus dieser Durchschaubarkeit
heraus kann ich eine Frau als das allerliebste
Wunder der Schöpfung bestaunen, und den
Schöpfer wie mit einer kostbaren Linse bew-
undern...
“Heute sind viele empört zu lesen, daß der
Hl. Aloysius, vielleicht den Regeln des Hofes
folgend, niemandem und nicht einmal seiner
Mutter in die Augen schaute. Ich glaube, daß
auch diese nur oberflächlich lesen konnten...
Aloysius liebte seine Mutter sehr, auch wenn
er nicht wie üblich zu schauen pflegte. Be-
inahe immer verbergen die Menschen in ihrem
Blick etwas Forschendes und Besitzergreifen-
des.
All das war von ihm fern: Sein Suchen war
nach Gott ausgerichtet und das Ziel des Be-
sitzens ging über jede Kreatur hinaus... Ein
solch heiliger Blick sperrt weder geschaute
Dinge oder Personen ein, sondern sieht mit
Respekt und Verehrung über diese hinweg...
Wenn Aloysius eine Prinzessin leiden-
schaftlich angeschaut hätte, mit demselben
Blick hätte er allen Frauen Unrecht zugefügt.
Der leidenschaftliche Blick ist ein hin-
terhältiger Dieb, während der Blick des Heili-
gen das süßeste aller Geschenke ist.
“Die zartfühlenden Verhaltensweisen
Aloysius gegenüber den Frauen, bereiteten
sein Herz 11-jährig der Jungfrau vor. Er ahnte
schon von Kindeszeit, daß dies der einzige
Weg ist zu den Gipfeln der Liebe aufzusteigen.
Mit diesem Geschenk verstand er es, alle
Hindernisse und Grenzen seiner effektiven
Kraft wegzuräumen... Allein die Keuschheit
führt den Hl. Franziskus zur Umarmung des
Leprakranken und den Hl. Aloysius zum
Pestbefall, denn nur die Keuschheit läßt uns
Gott in allen erblicken...
“Die Biographen sagen, daß der Heilige
nach diesem Anerbieten an die Jungfrau von
jeglicher Versuchung befreit wurde, als sei es
ein großes von der Muttergottes gewirktes
Wunder. Ich glaube es ist nicht recht, der
Muttergottes nicht nötige Wunder
zuzuschreiben. Ich glaube vielmehr, das
Wunder sei den Abtötungen des Hl. Aloysius,
mit denen er seinen Leib seit seinem frühen
Kindesalter beherrschte, anzurechnen. (An
dieser Stelle erzählt der Autor wie der Novize
für alle ihm laufend angelasteten Verfehlungen
den Teufel beschuldigte: “Ich wollte nicht,
doch er hat mich versucht”. Als aber die
Entschuldigungen den Höchstgrad erreichten,
erschien dem Oberen der Teufel grinsend und
sagte: Ich habe nie geträumt, ihn zu ver-
suchen, es ist doch er, der mich sucht)... Unsere
alten geistlichen Lehrer hatten wohl recht, als
sie den körperlichen Abtötungen große Be-
deutung beimaßen. Die Instinkte wurden
begrenzt bis zum totalen Gehorsam der Seele
gegenüber...
“Neuerdings gaben Untersuchungen der
Taktik des Hl. Aloysius vollends Recht in
Bezug auf die von außen eindringenden Gele-
genheiten der Sünde.
Er benützte gern seine delikate Gesund-
heit dazu, sich von gefährlicher Gesellschaft
und gefährlichen Unterhaltungen fernzuhal-
ten. Die Wissenschaft hat nachgewiesen, daß
die inneren Reize von den äußeren aufges-
tachelt werden...
Die Wissenschaft und die moderne Welt
hat uns bewiesen, wie leicht hormonale
Funktionen durch äußere Faktoren aktiviert
werden können... “Wie hast du das gemacht -
fragten die Griechen den Mann, der einen
Ochsen auf den Schultern trug - so große Kraft
zu bekommen?” Dieser antwortete: “Ich fing
schon damit an, als er noch ein kleines Rind
war, Tag für Tag.”
KEHREN WIR ZUM
ROSENKRANZ ZURÜCK
Er ist eine Zusammenfassung
unseres ganzen Glaubens
Nach einer sehr alten Tradition wurde der
Rosenkranz von der Muttergottes selber an
den hl. Dominikus von Guzman gelehrt und
übergeben, und zwar nicht nur als marianis-
che, sondern als christozentrische und chris-
tologische Frömmigkeitsübung. In Wirklich-
keit sind es Christus und seine Geheimnisse,
die meditiert werden, auch wenn man mit
Freude beifügt: mit den Augen und dem Herzen
Mariens. Sie ist es, derer sich das Ewige Wort
selber bediente, um zu uns zu kommen. Nach
Christus ist auch sie eine wahre Brückenbau-
erin zwischen Gottheit und Menschheit.
Wenn ein Geheimnis sich ausschließlich
auf Maria bezieht, dann nur weil sie vorgestellt
wird als erste und verbürgte Frucht der
Erlösung Christi. Wäre dem nicht so, dann
hätte Maria in Lourdes, Fatima und anderswo
nicht so eindringlich das Rosenkranzgebet
empfohlen. Und Papst Leo XIII. hätte nicht
elf Enzykliken geschrieben über den
Rosenkranz. (Zusammen mit andern Päpsten
wurden 47 Rosenkranzenzykliken ges-
chrieben). Über den Rosenkranz sagt unser
Papst: “Es ist mein Lieblingsgebet”. Ein herrli-
ches Gebet, einfach und tief.
Dazu sagte P.Pio von Pietrelcina: “Der
Rosenkranz ist ein wunderbares Geschenk
der Gottesmutter an die Menschheit. Dieses
Gebet ist die Zusammenfassung unseres gan-
zen Glaubens. Es stärkt unsere Hoffnung und
läßt unsere Liebe erglühen. Der Rosenkranz
ist eine mächtige Waffe, um Satan in die
Flucht zu schlagen und von Maria große
Gnaden zu erhalten. Liebt Maria und lehrt
andere sie lieben. Betet immer den
Rosenkranz!”
Kehren wir also zum Rosenkranz zurück
und Christus wird zu uns zurückkehren, be-
sonders heute, wo es scheint, daß die Welt ihn
verloren hat.
Die Versprechen Mariens an jene, die
den Rosenkranz beten (mitgeteilt an den
seligen Dominikaner Alano della Rupe)
:
1) Allen, die den Rosenkranz beten ver-
spreche ich meinen ganz besonderen Schutz.
2) Der Rosenkranz wird für jeden eine
wirksame Waffe gegen die Hölle sein. Er
zerstört die Laster, beseitigt die Sünde und
schlägt Häresien nieder.
3) Wer sich dem Rosenkranz anvertraut,
geht nie zugrunde.
4) Wer fromm den hl. Rosenkranz betet,
wird als Sünder sich bekehren und als
Bekehrter in der Gnade wachsen und zum
ewigen Leben gelangen.
5) Täglich rette ich Seelen aus dem
Fegfeuer, die dem Rosenkranz treu waren.
6) Die wahren Kinder meines
Rosenkranzes werden im Himmel große
Seligkeit erlangen.
7) Was du beim Rosenkranzgebet erbit-
test, werde ich gewähren.
8) Jenen, die den Rosenkranz verbreiten,
werde ich in jeder Not helfen.
9) Das fromme Rosenkranzgebet ist ein
Zeichen der ewigen, glücklichen Bestimmung.
* An einen Freund, der mir von vielen
Erscheinungen berichtete, die Drohungen
enthielten, antwortete ich:
Lieber Romeo, ...beachte, daß die hl.
Schrift von weitaus größerer Bedeutung ist
als Privaterscheinungen. Oft hilft es nicht
viel, solche zu verbreiten, besonders wenn sie
von Strafgerichten sprechen. Man kann das
höchstens an gut Bekannte tun, denn:
1) Leute bekehren sich nicht auf
Drohungen hin (wie z.B. das Volk Israel, das
die Propheten weiter mordete), sondern aus
einer inneren Kraft der Liebe.
2) Wir können nie mit Sicherheit sagen, ob
und wann sich Strafgerichte einstellen, denn
Gott kann seine Hand wieder zurückziehen.
Die Bibel ist voll von Berichten über zurückg-
ezogene oder verschobene Androhungen.
Jonas verkündete: “Noch vierzig Tage und
Ninive wird zerstört”; und es blieb bestehen.
Hiskija sollte gemäß Jesaia sterben, lebte aber
noch 15 Jahre. Über Joschija kam das ang-
ekündete Strafgericht nicht, weil er um Gnade
bat; so wurde es verschoben auf seinen sch-
limmen Nachfolger Ahab (s. 2 Kön 20 und
22).
3) Es ist also besser, keine so düsteren
Botschaften zu verbreiten, wie es gelegent-
lich in Amerika passiert.... “Wir haben das
Alte und das Neue Testament...” und “Wenn
sie Moses und den Propheten nicht glauben,
werden sie nicht glauben, auch wenn einer
auferstehen sollte” d. A
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* Medjugorje wird einmal zu Ende kommen, aber Maria wird
weiter in unseren Herzen sein. Aus Zagreb: ...Wir sind Gottgeweihte
in einer Gruppe und spüren einen Ruf von und für Medjugorje. Das
heißt aber nicht, daß wir unbedingt nach Medjugorje gehen müssen.
Die Erscheinungen dort werden einmal zu Ende gehen, aber der Geist
unserer Himmelsmutter wird uns weiterhin begleiten und bei uns und
in so vielen Gruppen auf der ganzen Welt bleiben. (Rozo, 7.5.1991)
* Aus Vietnam: ...Ich weiß nicht, warum ungläubige Priester
zuwarten wollen bis zu einer Anerkennung der Kirche. Genügt ihnen
die große Zahl von Bekehrungen nicht zur Bestätigung.?
(Fr. Ngujen van Chau, Hue, 14.3.91)
* Aus Frankreich: ...Mich interessiert das “Echo” sehr. Maria hat
mir im tiefsten Herzen einen wunderbaren Weg der Liebe gezeigt. Nun
bin ich ganz in ihrem Dienst. Sie gab mir den Frieden und legte mir
viele Mitmenschen in die Arme, die Hilfe und Ermunterung und Gebet
nötig haben.
Ich darf sie nicht enttäuschen und werde mich einsetzen, ihnen
helfen und sie trösten. Dabei kann ich meine eigenen Sünden abbüßen.
Ich werde es in aller Demut tun und mit all meinen schwachen
menschlichen Mitteln und im Bewußtsein meiner Unfähigkeit.
(Ternet-Vesac, 2.5.91)
DAS FESTIVAL ERWARTET
DIE JUGEND
Vom 30. Juli abends bis 6. August findet in Medj. das
Festival der Jugend unter dem Thema statt: “Umkehr =
Heilung”.
Das Festival wird von P. Tomislav Vlasic und den
anderen Patres geleitet und als Neuheit werden sich für die
verschiedenen Aktivitäten die Hauptgruppen sprachlich
getrennt treffen, ohne daß dafür wie im letzten Jahr die
Übersetzung in den versch. Sprachen gleichzeitig erfolgen
muß. Am Abend findet dann eine internationale Hl. Messe
für alle statt. Schließlich findet eine Umwandlungsmesse
nach der Nachtwache auf dem Krizevac statt.
Den fabelhaften Anstoß dazu gab ein junger engl. Pilger,
Ernest Williams, zum Ende des Marianischen Jahres, als die
Seher nach dem Gebetstreffen am 15. August 1988 am
Podbrdo berichteten, die Madonna habe den Wunsch
geäußert, das Jahr der Jugend zu beginnen und alle, Eltern
und Priester, sollten zu Hilfe kommen.
Somit wurde im Jahr darauf das erste Festival im Wald
nahe der Kirche organisiert, wo die Patres die verschiedenen
Treffen abhielten, dann auf dem Erscheinungshügel, dem
Kreuzberg und diese abends mit der Anbetung den Abschluß
fanden. Beim zweiten Festival 1990 waren 5.000 Jugendli-
che aus aller Welt anwesend. Sehr zahlreich die Anwesen-
den engl. Sprache u. aus dem Osten. Hinter der Kirche waren
zwei übergroße untereinand verbundene Zelte aufgestellt
mit ausgesetztem Allerheiligesten.
Es steht schon fest, daß viele Gruppen nach dem Festival
von Medj. dem internationalen Treffen vom 14. bis 15.
August in Anwesenheit des Papstes in Czestochowa
beiwohnen werden. Organisation durch: YOUTH 2000 - 12
Stanhope Gardens-London SW7 5RG (GB).
Tel. (0044) 713701679 / 0983872753
* Die Botschaften Marias in S. Martino (Schio) können tele-
phonisch unter der Nr. 0473 - 211 622 in deutscher Sprache abgehört
werden.
* Die Marianische Gemeinschaft: “Oasi della Pace” ist ständig
am Wachsen. Wir spüren den Schutz und die Führung der Gospa und
alle sind glücklich. Die Gemeinschaft lebt schon seit einiger Zeit an
drei Orten: in San Polo (vorläufig immer noch der Hauptsitz), dann lebt
eine Gemeinschaft in Sardinien und eine in Medjugorje. In Kürze
entsteht eine weitere Gemeinschaft in Passo Corese (40 km nördlich
von Rom). Wer Näheres wissen möchte, wende sich bitte an:
Comunitá mariana Oasi della Pace - I 02040 San Polo Sabino RI
Tel. 0765-68001 Fax: 0765-68258
J. VI°, Nr.5 - Aut. Trib. di Mantova Nr. 13 / 8.2.86 - Verantwortl. Dir.: Dr. med.
Pierantonio Gottardi - Übersetzung: Freunde von Medjugorje - Südtirol u. Schweiz
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* Italienische, spanische und englische Ausgabe:
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