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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 85 (September 1991)

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Botschaft vom 25. Juli 1991
"Liebe Kinder! Heute rufe ich euch auf, für den Frieden zu beten. In dieser Zeit ist der Friede auf besondere Weise
bedroht, und ich erbitte von euch, daß ihr das Fasten und das Gebet in euren Familien erneuert. Liebe Kinder, ich
wünsche, daß ihr den Ernst der Situation begreift und daß ihr begreift, daß viel von dem, was geschehen wird, von
eurem Gebet abhängt, aber ihr betet wenig.
Liebe Kinder, ich bin mit euch und rufe euch auf, daß ihr ernsthaft zu beten und zu fasten beginnt, wie in den ersten
Tagen meines Kommens.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
85
S.I.A.P. III/70 Nr. 1/91 - 10 Ausgaben pro Jahr - SEPTEMBER 1991
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KEHRT ZU DEN ERSTEN
ZEITEN ZURÜCK...
UND TRETET FÜR DIE GANZE
WELT EIN
Viele Ereignisse hängen von
unserer Antwort ab
Ich bitte euch für den Frieden zu beten. In
dieser Zeit ist der Friede besonders gefähr-
det... Versteht doch wie ernst die Lage ist. Das
hat die Madonna gesagt. Die Gefahr muß sehr
groß sein, wenn sie sich bisher nie so geäußert
hat. Mit dieser prophetischen Botschaft über
den Frieden, hat sie uns auf die heutigen
Erschütterungen in Rußland vorbereitet, wie
sie uns in der Botschaft vom Monat Juli des
vorigen Jahres (in der sie das Wort "Friede"
siebenmal wiederholte) auf den Kuwait-Krieg,
im vergangenen Monat Juni hingegen auf die
Auseinandersetzung in Jugoslawien,
vorbereitete. Diesmal spricht sie mit mütterli-
cher Zärtlichkeit zu uns. Maria berührt eine
offene Wunde: Ihr aber betet zu wenig... betet
und fastet wieder wie an den ersten Tagen
meiner Erscheinungen.
1. Die von ihr erwählte Gemeinschaft ist
dazu aufgerufen sich zu prüfen und sich an die
vielen erhaltenen Gnaden und großzügigen
Antworten zu erinnern. Die Gemeinschaft
erinnere sich an den anfänglichen Eifer als
nach drei Tagen Gebetes und Fastens Wunder
das Glaubens und der Versöhnung eintraten,
die das Land in eine Oase des Friedens und der
bedingungslosen Liebe verwandelte. Sie er-
innere sich auch, daß in der Kirche allabend-
lich der Klang der Gesänge erscholl und sich
der feurigen Gebete erfreute, als nachzuah-
mendes Modell für alle jene, die von überall
her gekommen waren.
Deshalb wiederholt Maria: "Satan ver-
sucht meine Pläne zu zerstören". Aber wie?
Indem er allmählich den Gebetseifer, das
Fasten und das sakramentale Leben mit "irdi-
schen Sorgen und dem Betrug des Reichtums,
Stachel, die das Weizenkorn ersticken" zu
bremsen versucht. Wie viele sind vom leich-
ten Wohlstand satt, den sie mit dem "Pilgerge-
schäft" erreicht haben und es scheint, daß
nicht einmal die derzeitige erzwungene Rast
zu einer merklicher Rückkehr zum Gebet in
die Kirche (zumindest öffentlich) geführt hat.
2. Auch alle jene, an die dieser Aufruf der
Gnaden seit 10 Jahren gerichtet ist, müssen
das Gewissen erforschen. Wie viele sind nach
anfänglichem Eifer abgeflacht und wieder
dieselben wie vorher geworden? Mit wel-
chem Geist kommt man heute nach Medju-
gorje? Sicher ist diese Zeit der Rast kein
Zufall, heraufbeschwört durch eine politische
Krise; wohl ist es an der Zeit, daß, sei es die
Pfarrangehörigen als auch Pilger, das Gewis-
sen erforschen und ihre Absichten und das
Handeln korrigieren und reinigen.
Jene, die keine Kritik über Medjugorje
hören wollen, nehmen nicht wahr, daß sie der
Logik einer Einrichtung, dem guten Verlauf
eines Betriebes oder irgend eines Wallfahrt-
sortes folgen, nicht aber einer evangelischen
Entwicklung der dauernden Erneuerung und
Umkehr. Es scheint, daß die Pilger auch nicht
verstehen, daß es sich hier nicht um die An-
dacht an irgendeinem Wallfahrtsort handelt,
sondern um einen drängenden Aufruf aus
dem Himmel.
Sicher, die Zeit der Gnade ist noch nicht
vorüber, so sagte Maria uns im vorigen Monat.
Sie ist es immer wieder, die für alle offenen
Herzen Wunder wirkt; es gibt sie die wunder-
baren Familien und die von Gott erfüllten
Seelen! Die Schar der Demütigen wächst und
die Gnade erreicht so langsam alle. Wenn die
einen etwas abnehmen, so wachsen die ande-
ren, weil Maria überall die Schar zusammen-
ruft, um Satan die Stirn zu bieten.
Wir müssen der Dringlichkeit wegen dem
Aufruf Marias Folge leisten, besonders jetzt,
wo das Haus im Brand steht, bevor auch uns
die Flammen verzehren. In der Tat wird vieles
von euren Gebeten abhängen. Und wenn wir
nicht beten, welchen Ereignissen gehen wir
entgegen? Seit 10 Jahren kennen wir das
Heilmittel sehr wohl. Von uns hängt es ab:
"Ihr seid wichtig... ich brauche euch für meine
Vorhaben." Wir müssen auf unseren Schul-
tern die ganze Welt tragen. In uns wohnt die
Kraft und das Heilmittel gegen jeglichen Krieg
im Menschen, in der Familie, in der Gesell-
schaft.
"Ich aber bin mit euch!" So gibt sie uns die
Sicherheit, daß unser Vorhaben unter ihrer
Führung nicht scheitern wird.
Don Angelo Mutti
BOTSCHAFT VOM 25. 8. 91
"Liebe Kinder! Auch heute rufe ich
euch zum Gebet auf, wie niemals zu-
vor, seitdem sich mein Plan zu verwirk-
lichen begonnen hat. Satan ist stark
und möchte die Pläne des Friedens
und der Freude verwirren und euch zu
verstehen geben, daß mein Sohn nicht
stark in seinen Entscheidungen sei.
Deshalb rufe ich euch alle, liebe Kin-
der, daß ihr noch stärker betet und
fastet. Ich rufe euch zur Entsagung für
neun Tage auf, sodaß mit eurer Hilfe
alles verwirklicht werde, was ich durch
die Geheimnisse, die ich in Fatima
begonnen habe, verwirklichen möchte.
Ich rufe euch, liebe Kinder, daß ihr
jetzt die Wichtigkeit meines Kommens
und den Ernst der Situation begreift.
Ich will alle Seelen retten und sie Gott
darbringen. Deshalb beten wir, daß
sich alles gänzlich verwirkliche, was
ich begonnen habe.
"O daß ihr heute seine Stimme doch höret:
Macht eure Herzen nicht hart... "
(Ps 95)
TAXE PERÇUE
TASSA RISCOSSA
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- 2 -
DIE GEHEIMNISSE
ENTHÜLLEN, DASS DIE
ZEIT DRÄNGT
Maria bittet um eine besondere
Novene zur Erfüllung ihrer
Pläne
Hier faßt die Muttergottes alles zusam-
men, was sie in den Erscheinungen sagte.
Gleichzeitig stellt sie klar, daß eine Verbin-
dung mit Fatima besteht und unterstreicht
besonders, daß sich die in diesen Geheimnis-
sen enthaltenen Pläne jetzt erfüllen: Der Bezug
auf Rußland ist augenscheinlich.
Dies ist von besonderer Bedeutung, denn
ein lebendiges Licht erstrahlt in diesem Jahr-
hundert. Wie ist doch die Anwesenheit der
Madonna in den Ereignissen dieser Zeit klar
ersichtlich! Die Glaubenden sind also nicht
im Dunkeln belassen und können jetzt erken-
nen, daß die Muttergottes alle ihre Gebete
erhört hat. Es ist wichtig, die Geheimnisse
von Fatima zu erkennen und alles, was sie von
uns - auch in diesem Zusammenhang - ver-
langt, in die Tat umzusetzten. Maria unter-
streicht zwei Grundsätze:
1. Der Glaube, das vertrauen in Gott. Sa-
tan ist stark und versucht Gottes Pläne zu
durchkreuzen. Wie? Indem er versucht, in uns
den Glauben abzuschwächen durch die Vor-
gabe, er sei stärker als Jesus. Obwohl Satan
eine große Macht besitzt, wird sich der Plan
Gottes verwirklichen.
Im Gegenteil, Maria hat uns gewarnt, je
weiter wir kommen und je näher Satan seinem
totalen Untergang entgegengeht, seine Stärke
zunimmt (Offb 12,12-17).
In dieser Zeit bittet Maria um Vertrauen
und Ausdauer im Gebet und im Fasten: im
besonderen ruft sie uns zu neun Tagen ver-
stärktes Gebet und zu irgendeinem Verzicht
auf. Es ist besonders wichtig, diese Novene
anzunehmen, die sie als konkretes Mittel be-
zeichnet, um der Gefahr aus dem Wege zu
gehen, Ihre Worte vage aufzunehmen und
dem Fasten und Verzichten taub und blind
gegenüberzustehen.
Wenn wir hingegen ihre Worte in die Tat
umsetzen, so werden sich unsere Augen erst
recht öffnen.
Die Vorgänge in Jugoslawien erfordern
eine konkrete Anwendung der Botschaften
der Madonna und ganz besonders dieser
Botschaft, wo doch hier die Lage der Völker
sehr ernst ist. Ich sehe wie die Muttergottes
die Scharen ihrer Auserlesenen im Kampf
gegen den Satan führt. Es ist dies ein harter
geistiger Kampf, bei dem sie in vorderster
Front die Seelen aller ihrer Kinder retten will,
keine ausgenommen, um sie dem Herrn zu
reichen (sie will nicht nur einen irdischen oder
politischen Frieden).
2. Sie sagte auch, daß die Öffnung der
Herzen wichtig ist um die Bedeutung ihres
Kommens und den Ernst der Situation zu
begreifen, sodaß wir im Vertrauen auf sie
unseren Weg gehen.
Jesus hat im gestrigen Evangelium (Joh
6,60-70) unterstrichen, daß allein der Glaube
den Weg bereitet, so wie die Zwölf, im Ge-
gensatz zu den anderen, Jesus glaubten und
nachfolgten.
Wer ohne Glaube ist, kann seinen Weg
weitergehen, denn je weiter er kommt, desto
dunkler wird er; dieser Weg ist nur mit dem
Glauben zu begehen, nicht mit menschlicher
Logik. Ich möchte nun für folgendes Ge-
schenk für alle Pilger und alle jene bitten, die
diese Zeilen lesen werden.
O Herr und Gott, sende uns Deinen Heili-
gen Geist auf uns herab, damit wir sehen,
hören und verstehen und das in die Tat umset-
zen, was uns Deine Mutter sagte. Erleuchte
die Kirchenhäupter, im besonderen den Hl.
Vater, damit sie die Anwesenheit der Madon-
na hier in Medjugorje annehmen. Segne die
jugoslawischen Bischöfe, damit sie wenig-
stens jetzt in dieser so ernsten Zeit verstehen,
daß die Madonna erschienen ist und uns hel-
fen will.
O Herr, erleuchte alle politischen Führer,
die Verantwortlichen der Erde, im besonde-
ren dort, wo Kriegsgefahr besteht. Segne alle
Länder, besonders dieses Land, zu dem Deine
Mutter gekommen ist. Sende Deinen Geist
über alle Vertreter marianischer Wallfahrt-
sorte auf der Welt, damit sie alle Botschaften
der Jungfrau durch die Jahrhunderte hindurch
verstehen.
Segne alle Seelen, die die Triebkraft des
Heiligen Geistes spüren, auf daß sie Antwort
geben und zusammen mit der Muttergottes
Satan besiegen. Und Gott der Allmächtige,
durch die allerheiligste Maria, segne die Welt
im Namen des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes. Amen.
P. Tomislav Vlasic'
"Betet jetzt wie nie zuvor, denn die Erfül-
lung meines Planes hat begonnen." Was be-
deutet dieser Satz? Die Ereignisse in der
Sowjetunion? Es gibt viele gute Zeichen, aber
auch kummervolle Situationen, wie jene in
Kroatien... Ich glaube daher, daß sich ihre
Pläne begonnen haben in jene zu verwirkli-
chen, die viel gebetet haben.
In Medjugorje und in unserer Region sind
viele Gebetsgruppen nach der letzten Bot-
schaft entstanden: ein wahrlich schönes Er-
eignis! Und ich glaube, daß diese Botschaft
uns neuen Auftrieb geben wird, den Men-
schen neue Kraft weiterzubeten, um Glauben
im Gebet zu schöpfen...
Die Madonna sagt, Satan will ihre Pläne
des Friedens und der Freude stören... Frieden
und Freude erringt man nicht ohne Leiden, sei
es als Volk oder Nation. Jeder Augenblick des
Leidens ist lang; somit ist es leicht, die Zuver-
sicht und den Mut zu verlieren, sei es auf
sozialem wie gemeinschaftlichem Gebiet; und
dies erfolgt nicht ohne Zutun Satans, der uns
glauben machen will, daß uns Gott nichts
geben kann. Da uns selbst die Muttergottes
dies sagt, glaube ich, daß sofort viele Herzen
geheilt werden, Mut zum Weitergehen schöp-
fen... und wirklich an den Frieden glauben, an
den eigenen, dann an jenen der Welt...
P. Slavko
PFINGSTEN IN
CZESTOCHOWA
Der Papst vertraut der Jugend
eine Mission an
Zwei Welten haben sich auf dem Hügel
von Jasna Gora umarmt und eine million
Jugendliche aus Ost und West haben sich um
den gemeinsamen Vater geschart. Hundert-
tausend kamen aus Rußland (allein von der
Kirche Nowossibirsk aus Sibirien kamen
1200) mit Behelfsmitteln, ohne Geld, einige
kannten nicht einmal das Kreuzzeichen, es
fehlte einfach an allem, jedoch die Einfach-
heit und Transparenz war auf den Gesichtern
geschrieben.
Die Mutter aller hat sie in eine Einheit
verschmolzen und Gnaden und Werte wurden
in Überfluß verschenkt. Zu Maria Himmel-
fahrt wurde auf dem Hügel Jasna Gora das
Abendmahl für die ganze Welt gefeiert.
Der Papst hat den Jugendlichen aus 80
Nationen diese Mission anvertraut: "Maria
zeigt euch den Weg: Jesus Christus... Ein
steiler und schwieriger Weg. Für alle aber, die
diesen Weg zu gehen wissen und das Evange-
lium zur Richtschnur machen, führt dieser
Weg zu wahrer Freude. Findet euch nicht mit
Mittelmäßigkeit ab, ergebt euch nicht den
Bedingungen der heutigen Moden, gebt nicht
den Verblendungen der Verbrauchergesell-
schaft nach. Christus ruft euch zu großen
Taten auf: enttäuscht ihn nicht!"
Der Papst gibt den Jugendlichen der sechs
Kontinente brennende Kerzen mit, damit sie
das Licht des Heiligen Geistes mit nach Hause
bringen, das alles menschliche Elend, engher-
zigen Egoismus und alle kläglich-kleinen Ge-
danken verbrennt.
"Bringt dieses Feuer in alle Welt hinaus.
Jasna Gora war euer Abendmahl, ein neues
Pfingsten: Die junge und missionierende Kir-
che wieder mit Maria vereint... Ihr seid die
Jugend der Kirche, die aufbricht, einem neuen
Jahrtausend entgegen. Ihr seid die Kirche von
Morgen, die neue Hoffnung."
Der Papst erinnert: "Der Zusammenbruch
der Ideologie in den Ostländern, hat in vielen
ein Gefühl der Leere hinterlassen, den Ein-
druck betrogen worden zu sein und eine depri-
mierende Furch vor der Zukunft."
Und im Westen?
"Ein großer Teil der Jugend hat den Lebens-
zweck verloren. Das Phänomen Rauschgift
ist Symptom dieses Verlorenseins. Die Gleich-
gültigkeit gegenüber Politik entspringt bei
vielen aus einem Gefühl der Ohnmacht im
Kampf um das Gute."
Hier eure Sendung: "An diese Brüder und
Schwestern seid ihr als Botschafter zur Über-
bringung der Guten Nachricht der Rettung
entsandt. Die Begegnung mit Jesus Christus
und die Erkenntnis der Berufung zur Kind-
schaft Gottes durch euer Zeugnis der Freude,
werden sie den Sinn des Lebens erkennen
lassen. Dies ist ihr Leiden und sie dürsten
nach Lebenssinn. Und Jesus Christus ist die
Wahrheit, die uns befreit." Er fügt hinzu: "An
euch, Jugend, ergeht der Ruf, in der Welt von
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- 3 -
Echo aus Medjugorje 85
Morgen für Werte zu sorgen, wie: volle Reli-
gionsfreiheit, die Achtung vor der Dimension
einer persönlichen Entwicklung, der Schutz
des Lebens vom Zeitpunkt der Empfängnis
an, die Förderung der Familie, die Aufwer-
tung der bestehenden Unterschiede zwischen
den Kulturen zu aller Vorteil, der Schutz des
ökologischen Gleichgewichtes, das von gro-
ßen Gefahren bedroht ist."
Und zur Erneuerung der Tauf- und Fir-
mungsgelübde:
"Empfangt den Heiligen Geist! Bekleidet
euch mit der Kraft, die von ihm ausströmt und
werdet Erbauer einer neuen Welt... "
Zum Vaterunser stellt sich eine unendli-
che Menschenkette auf, oben von den Mauern
und soweit das Auge reicht. Am Ende der Hl.
Messe vetraut der Papst die Jugendlichen
Maria an
zur Aufnahme in ihrem Haus mit
diesem wunderschönen Gebet: " ... Wir wol-
len mit dir für jene beten, die die Wege deines
Sohnes suchen und auch für jene, die nicht
von unserem Treffen wissen oder wissen
wollen, für jene, die weder Gott, noch Chri-
stus, noch dich kennen... Gib das Geheimnis
des Lebens der Liebe durch die Reinheit zu-
rück. Durch dich wird die Reinheit zur Ant-
wort auf das Geheimnis: Selig die Reinen im
Herzen, denn sie werden Gott schauen. Du
weißt, die größte Verderbnis der Erde ist die
Unreinheit: aus ihr entstehen Haß, Mord und
Krieg...
Lehre uns Verantwortung in der Kirche
und im sozialen Leben zu übernehmen... Das
Heute erwartet die volle Evangelisation. Je-
der von uns wünscht auf seiner Art Missionär
mit Christus für dieses Werk zu sein, der diese
Welt heiligmacht und verändert. Führe uns zu
deinem Sohn, versöhne uns mit Ihm, emp-
fiehle uns deinem Sohn, Ihm gebe uns zurück.
Amen."
Betet und arbeitet
für den Frieden in Kroatien
Aufruf aus Medjugorje an alle Friedens-
zentren und an die Gebetsgruppen, die
von der Königin des Friedens
inspiriert sind
Liebe Freunde!
Wir freuen uns mit euch über die Tatsa-
che, daß durch euch und euren Gebetsgrup-
pen auf der ganzen Welt die Botschaften der
Madonna verbreitet werden. Die Botschaften
gehen nunmehr seit 10 Jahren um die Welt
und haben die Herzen von so vielen millionen
Menschen gewonnen, die im Dienste des
Friedens stehen und diesen in sich selbst zu
erleben und verbreiten versuchen. Wir sind
überzeugt, daß die Muttergottes schon un-
glaubliche Friedensprozesse in Europa und in
der Welt in Bewegung gesetzt hat.
Unaufhörlich ruft sie uns auf, für den
Frieden zu beten: Sie bittet um lebendiges und
tiefes Gebet, entschieden und mutig, ein Gebet,
das die Herzen, die menschlichen Beziehun-
gen in den Familien, unter den Personen,
Völkern und Nationen, verändern kann. Lei-
der ist der Friede aber in vielen Teilen der
Welt gefährdet.
Ihr habt vernommen, daß in einigen Re-
gionen Jugoslawiens, wie Slowenien, Kroa-
tien und Kosovo Krieg herrscht. Auch Bos-
nien und Herzegowina sind bedroht und in
dieser letzten Region befindet sich Medjugor-
je. In der Republik Kroatien fließt schon seit
Wochen Blut und die Angst geht um, unschul-
dige Bürger werden verfolgt, ihre Häuser und
Wohnungen bombardiert. Mehrere hundert
Tote sind zu beklagen und die Zahl der Ver-
letzten geht in die Tausenden. Zehntausende
sind von ihren Häusern geflüchtet.
Als unsere Freunde bitten wir euch mit
uns gemeinsam für den Frieden in Kroatien,
Slowenien, Bosnien und Herzegowina, sowie
überall dort, wo die Menschenrechte mit Füßen
getreten werden, zu beten.
Während wir fest an die Wirksamkeit des
Gebetes und die Fürsprache der Königin des
Friedens glauben, fühlen wir uns auch ver-
pflichtet, andere Mittel und Wege zu suchen,
die dem Frieden dienen.
Daher bitten wir auch euch - der König des
Friedens Ergebene - eure Stimme und euer
Prestige bei den Regierungen und politischen
Vertretern einzusetzen, damit sie mit allen nur
verfügbaren Mitteln sich verwenden, so
schnell wie möglich das unnütze Blutvergie-
ßen einzustellen und einen friedlichen Aus-
weg aus der institutionellen und politischen
Krise zu suchen, die entstanden ist unter
Völkern und souveränen Republiken, welche
sich dem demokratischen Gefüge Europas
und der fortschrittlichen Welt anschließen
wollen.
Es genügt nicht nur von Friede und Dialog
zu sprechen, man muß sich entschieden und
konkret dafür verwenden, daß das Blutvergie-
ßen eingestellt wird und Friede, Freiheit und
Demokratie gewährleistet werden. Wir dan-
ken euch für die Hilfe und Unterstützung, die
ihr uns durch euer Gebet schenkt. Wir sind
überzeugt, daß euer Gebet und euer Einsatz
nicht unerhört bleiben wird, sodaß mitten
unter uns und in der ganzen Welt wieder der
Friede herrsche, Frieden, zu dem uns die
Königin des Friedens ununterbrochen auf-
ruft.
Wir grüßen euch alle und empfehlen euch
der Königin des Friedens!
Medjugorje, August 91 (es folgen die
Unterschriften der Priester, Seher und Pfarrange-
hörigen).
Die Welt wird nie den
Frieden finden, wenn sie sich
nicht zu Gott bekehrt
Nach dem 10. Jahrestag der Erscheinun-
gen startete beides fast gleichzeitig, Frieden
und Krieg. Am 25. Juni haben Slowenien und
Kroatien ihre Unabhängigkeit erklärt und tags
darauf begann der Krieg. Ähnliches passiert
auch in unseren Herzen. Ohne Bekehrung
geht es weder in der Welt, noch im eigenen
Herzen. Wenn Probleme nur "politisch" ge-
löst werden, entstehen immer neue. Erst die
Bekehrung zu Gott kann dauerhafte und an-
nehmbare Lösungen bringen.
Wir müssen mutig sein und das immer
wieder betonen als einzigen Weg zum wahren
Frieden. Das gilt für die Welt und für die
Kirche und sogar für jeden Einzelmenschen.
Friede ohne Gott ist Widerspruch und Sinnlo-
sigkeit. Mit Gott leben und ihm ganz vertrau-
en bringt Segen und Frieden.
Alles andere bringt auf die Dauer Unfrie-
den, Spannungen, Haß und gar Zerstörung.
So sind auch die politischen Geschehnisse
immer ein Warnzeichen zur Umkehr, zur Tap-
ferkeit und zum evangelischen Zeugnisge-
ben. "...wenn ihr all diese Zeichen seht, haltet
den Kopf hoch, denn die Zeiten sind nahe."
Das kann auch heißen: Seid frohgemut, um
dem Herrn zu begegnen.
Seid freudig und dankbar für alles, was der
Herr für uns bereitet hat.
(P. Tomislav Vlasic', 30. 7. 91.)
P. Jozo Zovko: Ihr Großen!
Sorgt für die Freiheit für
dieses Volk!
Verteidigt das Land, das
Maria auserwählte
Habt keine Angst, hierherzukommen.
Auch das "Echo" kann der Jungfrau Maria
dienlich sein, um die Wahrheit zu verbreiten.
Es ist ein kleines Instrument, das aber in die
ganze Welt hinausgeht.
Es gibt sogar sogenannte christliche poli-
tische Parteien, die die christlichen Ideale
nicht mehr verstehen, einbeziehen und leben
wollen. Tun sie dem Volke noch einen Dienst?
Auch die Großen, die Verantwortung tragen
für das Volk, müssen ihren Kindern das wahre
Brot reichen, wenn sie hungrig sind. Sie
müssen dort helfen, wo das Leben bedroht
wird, und Unfreiheit herrscht.
Freiheit und Unabhängigkeit sind ja keine
Privilegien für die Großen allein. Ich möchte
jene, die aus aller Welt hierherkommen, um
das Gebet für die Großen bitten, damit ihr
Herz offen wird für Frieden und Freiheit auch
der Kleinen. Dieser Krieg ist nicht nur eine
Prüfung oder eine Not eines kleinen Volkes,
sondern auch eine Gewissenserforschung für
viele Verantwortliche, die das von Maria
erwählte Land beschützen müssen. Wenn zu
diesem Schutz bis anhin zu wenig gemacht
wurde, ist die Wachsamkeit im vermehrten
Gebet Aufgabe aller.
Ich bitte euch von Medjugorje aus: Tröstet
dieses vom Leid geprüfte Land. Eltern haben
schon ihre Söhne verloren, Familien stehen
da ohne Dach oder Nahrung. Es ist zu be-
fürchten, daß Zerstörung und äußerste Not
sich im ganzen Land ausbreiten. Am 10. Jah-
restag sagte die Gottesmutter: "Ich will euch
große Gnaden schenken!" Das hat Satan in
Wut versetzt und es folgte der Krieg.
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- 4 -
Von den Regierungen kam der Rat an die
Pilger: "Kehrt nach Hause zurück!" In kurzer
Zeit wurde es leer in Medjugorje. Helft die-
sem Volk! Habt keine Angst hierherzukom-
men! Die Muttergottes hat nie gesagt: flieht.
Sie lädt weiter ein zu einem gemeinsamen
Kampf mit anderen Waffen, mit dem Rosen-
kranz. Hier gibt es keinen Krieg! Aus hier
kommt nur Frieden!
(1. August, 1991)
Die Lösung der kroatischen Krise
liegt in den Botschaften der
Königin des Friedens
Momentan sind wir in großer Spannung
wegen der kroatischen Krise. Wir stehen vor
so verstrickten weltlichen Problemen, daß
menschlich gesehen eine Lösung unglaublich
schwierig ist. Es handelt sich um das Zusam-
menleben der Kroaten mit aggressiven serbi-
schen Minderheitsgruppen, die in ihrem Gebiet
eingebettet liegen.
Es scheint, daß der waffenmäßige Wider-
stand gegen ein weit überlegenes und schon
seit langer Zeit dominierendes Serbien nicht
vernünftig ist. Die Lösung mit Waffen ist nie
die Lösung Mariens. Also kann die Lösung
nur von Gott kommen; sie muß von ihm
erbeten werden. Er hört den Schrei der Demü-
tigen und rettet sie. Wenn Israel vom Feind
bedroht wurde, rief es den Herrn an. Priester
und Volk taten zusammen Buße und Gott
befreite sie von ihren Feinden. Das ist die
wahre Befreiung: eine Art Zusammenleben in
Liebe. Daher braucht es christlicherseits in
Bezug auf den Gegner eine ständige Umkehr:
glühende Kohlen auf sein Haupt tragen.
Zwei Möglichkeiten zeigen sich:
1. Das Verschließen der Herzen gegenü-
ber den Botschaften Mariens, das alle negati-
ven und unausweichlichen Konsequenzen zur
Folge hat;
2. Die Öffnung der Herzen, die neue Wege
auch in sozialer und politischer Hinsicht
ermöglichen (ein mutiges Übersteigen des
menschlichen Denkens und ein volles Ver-
trauen auf die Botschaften Mariens, die die
Wege unserer Herzen kennt).
Gewiß ist das Zusammenspiel von inter-
nationalen Völkergemeinschaften von Wich-
tigkeit. Bisher hatte es sich in etwa bewährt,
aber die sündhaften Strukturen in den Teil-
staaten verhinderten ein Verständnis der
wahren Probleme in zunehmendem Maße.
Gewaltmäßige Lösungen von oben und jahre-
lange Ungerechtigkeit und Unterdrückung
führten zu Haß und zu menschlich fast untrag-
baren Situationen.
Das Problem liegt hier eben in einem
Zusammenleben in engster “Tuchfühlung”
und dazu braucht es Bekehrung. In der Zeit,
als die Barbaren an die Türen polterten, war es
auch die Kirche von damals, die sie aufnahm
und zivilisierte. Es waren Heilige, die die
Verwüster bremsten und zurückhielten, wie
z.B. Papst Leo es mit Attila, der Geißel Gottes,
gekommen, es waren weniger als im letzen
Jahr, da die Bus- und Fluggesellschaften sich
weigerten die Leute nach Jugoslawien zu
bringen.
Diese Erschwernis hat die Kraft des Rufes
Mariens noch stärker hervorgehoben. Dieses
Jahr kamen ca. 200 englischsprechende Ju-
gendliche, obwohl das englische Außenmini-
sterium die organisierten Jugoslawienfahrten
stoppte. Die ital. Jugendlichen waren stark
vertreten. Viele angemeldete Gruppen aus
Osteuropa kamen wegen der gespannten Lage
nicht.
Die 200 ungarischen Pilger haben wäh-
rend der ganzen Reise gefastet und gebetet.
Sie waren alle zw. 18 und 30 Jahre alt und
haben die gefährliche Reise durch Serbien auf
sich genommen. Unter großen Opfern und
unter Aufnahme von Schulden haben sie das
nötige Geld für den gemieteten Reisebus zu-
sammengebracht. Alles weitere haben sie der
Vorsehung überlassen, sie waren ja gekom-
men, um dem Ruf der himmlischen Mutter zu
folgen.
Die englischen Organisatoren von Jugend
2000 mit Bernhard Ellis an der Spitze haben
den größten Teil der Unkosten übernommen.
"Helfen wir ihnen!".Der rumänische Reise-
bus aus Bucarest wurde an der serbischen
Grenze zweimal zurückgeschickt, nur wenige
Rumänen konnten deshalb an dem Festival
teilnehmen. Als einige Pilger von dem rumä-
nischen Bus gehört hatten, fasteten und bete-
ten sie für die Rumänen, daß ihnen doppelte
Gnade geschenkt werde. Die verantwortliche
Rumänin schrieb uns später, daß sie eine
große Kraft spürten dieses Opfer anzuneh-
men, sie bekräftigten den Wunsch später ein-
mal zu kommen.
Von den Deutschen waren 200, Kanadie-
ren 150 und Kroaten etwa 100 Personen
anwesend.Der Tag begann mit der Anbetung,
die in den großen Zelten stattfand. Sie wurde
von Pater Tomislav geleitet. Der Chor unter-
malte die Anrufung der Versammlung. Leit-
motive in diesen Tagen waren die Anrufung
"Veni Sancte Spiritus", die die volle Öffnung
des Herzens, alles von Gott zu bekommen,
unterstrich, "Laudate Dominum", "O Imma-
nuel", "Dona nobis pacem", "Hosanna"...
Jeden Tag um 9 Uhr hielten die Patres
abwechselnd Meditation. Am Donnerstag den
1. August sprach P. Ivan Dugandzic' über die
Gottesmutter als Lehrerin des Wortes Gottes.
Am Freitag hat P. Slavko die Jugendli-
chen zur Beichte vorbereitet und am Samstag
sprach P. Jozo über das Gebet, das jeden Tag
neu ist wie das Tageslicht.
Am Montag sprach P. Tomislav über die
Gottesmutter, die uns zum Frieden führt. Am
Ende der Meditation versammelten sich die
Jugendlichen in der jeweligen Sprache, um
das Thema zu vertiefen.
Um 10 Uhr waren alle zusammen bei der
internationalen Messe, wie auch um 22.30
Uhr bei der allg. Anbetung, die von P. Slavko
geleitet wurde und am Sonntag Abend bei
dem Festival der Marienlieder in den ver-
schiedenen Sprachen. Der Chor wurde vom
jungen Iren Robbie Hurley geleitet und hat die
verschiedenen Veranstaltungen hervorragend
tat, oder wie der hl. Franziskus den Wolf von
Gubbio zähmte. Die Antwort auf heutige
Aggressoren sind nicht die Waffen der Welt,
sondern das, was die Gottesmutter vorlegt:
Die volle Hingabe an Gott, denn ohne ihn gibt
es keine dauernden Lösungen.
Er macht alles. Er hat auch die russischen
Umstürzler erwischt in der List ihrer Anschlä-
ge und die gute Wendung der Geschehnisse in
Rußland könnte sich in Kroatien und in den
baltischen Ländern positiv auswirken. Seien
wir fest überzeugt: Gott hat die Geschichte in
seiner Hand.
Der Mensch kommt oft in Aufregung,
aber Gott lenkt alles. Somit bleibt es bei der
einzig wahren Lösung der Gottesmutter für
das Land, das sie als Königin des Friedens
wählte, und das nicht nur für Jugoslawien,
sondern für die ganze Welt, in der die Proble-
me überall die gleichen sind.
d.A
.
GROSSE GNADEN
IM AUGUST
FÜR DIEJENIGEN, DIE DAS
WAGNIS EINGEGANGEN
SIND
Diese Gnadentage haben allen Recht
gegeben, die sich vom Waffenlärm nicht haben
einschüchtern lassen, wobei die dalmatini-
sche Küste von der ital. Küste und von Triest
aus gefahrlos zu erreichen ist.
Die Madonna hat die belohnt, die es gewagt
haben. Man riskiert etwas für jene, die man
liebt. Einige erinnerten sich an die früheren
Pilger von Jakobus von Compostella, die vor
ihrer Abreise ihr Testament machten, weil sie
sich auf ihren Wegen vielen Gefahren aus-
setzten.
Da die Busse nicht fuhren, kamen die
Medjugorje-Pilger im August mit eigenen
Fahrzeugen, sie sagten: "Es gab keine Proble-
me und Gefahren."
Sie sind mit vier wunderbaren Heilungen
und mit Gnaden über Gnaden belohnt wor-
den. Es wurden sehr viele echte Bekehrungen
und innere Heilungen bezeugt. So hat die
Muttergottes im August ihre Gegenwart, in
dieser besonderen Zeit bekräftigt. P. Jozo
sagte (1.8.91): "Ich bin Zeuge gewesen, als
die Mutter Gottes am Jubiläumstag sagte:
“Ich will euch viele Gnaden schenken.”
Und mit dem Blick auf die Jugend 2000
gerichtet sagte sie: “Ich will euch segnen, da
ihr gekommen seid, um mich mit Freude zu
erfüllen.”
1300 Personen haben unter großen
Opfern am Jugendfestival 2000
teilgenommen
Durch die entmutigenden Voraussagen des
Vortages, war das Festival in Frage gestellt.
Trotzdem sind die Jugendlichen aus aller Welt
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- 5 -
belebt und begleitet, mit einem echten Geist
der Andacht und Hingabe; der Chor hatte sich
in 3 Tagen im Gebet mit P. Tomislav darauf
vorbereitet.Während des Tages und der Nacht
haben sich Gruppen und einzelne bei der
Anbetung in der Kapelle abgewechselt. Mit
welchem Ernst und Eifer!
Eine allg. Bemerkung von Teilnehmern,
die auch im vorigen Jahr dabei gewesen wa-
ren, wird weitergegeben: Sie fanden es im
letzten Jahr besser, daß die Leitung des Gebe-
tes beständig in einer Hand blieb und mehr
Hilfe für eine konkrete Lebenserfahrung
bedeutete.
Die Erfahrung lehrt uns was besser ist.
a. m.
Ein Geheimnis während
des Jugend-Festivals
am Geburtstag Mariens:
Eintreten in das Unbefleckte Herz
Mariens und sich ihr ganz weihen,
um Gott anzubeten.
Hier folgt ein wertvolles Beispiel von
Gebeten, die von P. Tomislav am 3. August
zur Morgenfeier begleitet wurden:
"... bei Erscheinungen hat Maria den
Wunsch geäußert, daß wir uns ihr dauernd
weihen sollten und dazu gab sie sogar eine
Weiheformel. Sie wünscht, daß wir in ihrem
Herzen sind. Dies ist auf Erden der einzige
Platz, der fruchtbar ist für das Wort Gottes.
Viele Mystiker unserer Zeit bekräftigen das:
Es ist unmöglich außerhalb des Herzens
Mariens zu leben. Das ist wirklich ihre Erfah-
rung und Weisheit des geistlichen Lebens:
Hineingehen in das Unbefleckte Herz Ma-
riens und dann lauschen auf das Wort Gottes
in uns.
Zur Zeit der großen Gebetsgruppe ver-
langte die Hl. Jungfrau, mindestens 15 bis 20
Minuten mit ihr in ihrem Herzen zu verwei-
len. Dann lud sie uns ein, mit ihr und in ihr den
ganzen Tag zu durchschreiten. Probieren wir
also mit diesem Gebet uns mit ihr zu verbin-
den. Ihr, Maria übergeben wir uns ganz, unse-
ren Körper, unseren Geist und unsere Seele.
Setzt euch jetzt in gelöster Art, die schon
äußerlich die Ganzhingabe andeutet.
Diese Körperhaltung der Übergabe ist sehr
wichtig. Auch die Bibel betont dieses ehr-
fürchtige Sitzen vor dem Herrn. O Maria, ich
übergebe dir sogar mein Nervensystem, mein
Gehirn und alle Gedanken, die in meinem
Geist auftauchen. Jetzt wünsche ich aufrich-
tig, daß diese Gedanken langsam verschwin-
den und sich in die göttlichen Gedanken des
Heiligen Geistes auflösen. Ich weihe dir meine
Augen und erbitte, daß meine Augen und
mein Blick gütig und liebevoll werden.
Ich weihe dir meine Ohren und wünsche,
daß sie ganz offen werden für den Heiligen
Geist, in der Haltung, wie du, Maria, auf
Gottes Wort gehört hast. Ich weihe dir meinen
Mund, damit er nur Gottes Wort weiterspricht.
Ich übergebe dir mein Gesicht, damit es die
Herrlichkeit Gottes ausstrahlen kann.
meinem Herzen.
O Herr, ich wünschte, daß jeder wohltuen-
de Sonnenstrahl dein Lob vermehre und wei-
terleuchte zur Freude aller Menschen, um
deine Ehre unter ihnen zu mehren.
Jeder Tropfen Wasser und jeder Wind, der
bläst, soll für dich Ehre und Preis sein und
Segen bringen unter den Menschen. Mach,
daß ich dich überall und in allem spüren,
anbeten, lieben und loben kann. ("Wir beten
an...").
Nun stehen wir auf und singen ein Lied,
das uns zum Tagesthema führt. ("Ehre sei
Gott in der Höhe").
Eine leuchtende Nacht
auf dem Krizewac'!
Diese gnadenvollen Tage fanden mit dem
Geburtstag Mariens einen würdigen Abschluß.
Am 5. August kam die Mutter Gottes auf den
Krizewac', sie sah sehr glücklich aus und nach
dem, was uns Ivan erzählte, ist sie lange
geblieben und hat die Hände über uns gehal-
ten.
Sie sagte, daß wir mit Freude beten
sollen:"Liebe Kinder ich bin glücklich und
möchte, daß ihr mit mir glücklich seid". Es
waren sehr viele auf den Krizevac' gestiegen
und es herrschte eine vollkommene Stille
während der Erscheinung, ungefähr 7 Min.
lang. Dann ging die Gottesmutter mit den
Worten: "Bleibt im Frieden Gottes, meine
lieben Kinder".Viele sind die ganze Nacht
zum Gebet, zum Singen und zum Schlafen am
Kreuz geblieben. Gegen 3.30 Uhr morgens
kamen schon viele Pilger den Berg hoch, sie
beteten den Rosenkranz mit P. Petar. Um 5
Uhr kam P. Slavko mit den anderen Priestern
und die Menschenmenge vergrößerte sich
zusehends. Gegen 6.30 Uhr fing die Hl. Mes-
se an. Man hatte auf den Aufgang der Sonne
gewartet und P. Tomislav erwähnte in der
Predigt, daß wir aus der Dunkelheit (der Sünde)
herausgetreten sind, um vom Licht Gottes
erfüllt zu werden.
"Ihr steht hier vor dem Kreuz, an diesem
Kreuz hängt Jesus nicht. Er ist in der Eucha-
ristie, um in uns Kreuz und Auferstehung zu
bewirken. In der Prüfung sollen wir nicht
vergessen, daß Jesus mit uns ist, um unsere
Leiden und Opfer in Freude der Auferstehung
zu verwandeln. Verlieren wir nicht die Hoff-
nung, die uns hilft, rettet und zum Himmel
führt." Die Predigt in kroatisch wurde in viele
Sprachen übersetzt.
Danach wurden drei große Brote zum Altar
gebracht, ein Brot wurde von einem Kranken
auf den Schultern getragen, aufgeopfert und
wer davon aß, sollte symbolisch an dem Lei-
den aller teilnehmen.
P. Leonard bedankt sich am Ende bei allen
anwesenden: "Ihr seid gekommen, in diese
Oase des Friedens, während in unserer Hei-
mat Krieg herrscht. Wenn aber der Friede sich
in unseren Herzen ausbreitet, wird es auch für
die Nationen Frieden geben, helft uns durch
euer Gebet."
Ich gebe dir auch meine Arme und meine
Hände, damit sie das tun, was Gott will. Dann
auch meine Füße, damit sie auf Wegen Gottes
gehen. Ich weihe dir auch mein Atmen und
den Hauch, der mich innerlich erfrischt. Ver-
bleibt so und atmet ganz tief und bewußt. Das
ist wohltuend und läßt mich das tiefste Ge-
heimnis berühren, das ich Leben nenne. Nun
ist es mein Wunsch, durch diese Übergabe
und Hingabe innerlich ganz durchdrungen zu
werden. Im Schweigen möchte ich bei diesem
Wunsch verweilen (nach kurzer Stille folgt
ein Gesang: Ave Maria).
Du bist voll der Gnade. Der Herr ist mit dir
und du bist ganz in mir; die Frucht deines
Leibes ist gebenedeit und ist auch in mir. Ich
will dich hier in meinem Herzen (...Ave Ma-
ria).
O heilige Gottesmutter, du gebierst Gott
in mir. In meines Herzensgrund lebst nur du
für Jesus. Bitte für uns, jetzt und in der Stunde
unseres Todes. Bitte unaufhörlich für mich,
denn ich bin ein schwacher und sündiger
Mensch. Bete für mich, wenn ich mich verir-
re. Ich lege alles in dein Herz. Verlaß mich
nicht, auch wenn ich dich einmal verlassen
würde (Ave Maria).
Herr und Gott, sende aus deinen Geist,
sende ihn auf mich herab. Schenke mir in
diesem Morgengebet die Treue. Dein Geist
leite mich. Er möge der Geist meiner Seele
sein, gleich wie in der Jungfrau Maria." (Ge-
sang "Wir beten an...").
Montag, den 5. August:
"Du bist allen Lobes würdig; dir gehört
Preis und Anbetung, du hast mich geschaffen
und alles in mir ist Geschenk von dir. Du
kamst auf die Erde nur wegen mir und gingst
ans Kreuz nur wegen mir, um mich zu erlösen.
Du gabst mir dein Leben, um es weiterschen-
ken zu können. Du hast dich in Brot verwan-
delt um mich zu sättigen. Wenn ich mich
öffne, für dich, erschließe ich mich für das
Leben; ich empfange das Leben. In dieser
Erkenntnis wird mein Herz ganz warm und
überströmt voll Glück ("Wir beten an..."). Du
brauchst mich, damit ich dich erkenne und
deiner Liebe Anwort gebe.
Erst wenn ich dich erkenne, wie du bist,
kannst du mir geben, was du bist. Ich bitte um
nichts anderes mehr, denn es ist schon größte
Gnade, dich anbeten zu können ("Wir beten
an..."). Rufe mich heute ganz vor dich hin, um
dich zusammen mit Maria anzubeten. Ich will
dich erkennen als Herrn und Meister in jeder
Lebenslage. Für mich und alle Menschen. Ich
will dich anbeten für die ganze Welt, denn mit
dir trage ich die ganze Welt im Herzen.
Hilf mir, daß ich alle Menschen in der
Welt liebe; dann hast du die ganze Welt in
"Wächter, wie weit ist es in der
Nacht? Wächter, wie weit ist es in der
Nacht?
... Es kommt Morgen und Nacht.
Wollt ihr fragen, so fragt! Kehrt um
und kommt wieder!"
(Jes 21,11)
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des Ave Maria von Lourdes untermalt, das
von den bewegten Gläubigen gesungen wur-
de. Am Abend darauf kam ein 77 jähriger
Missionär aus Zaire, P. John Beaudery zum
Altar, um Gott und Maria vor der versammel-
ten Menschenmenge zu danken. Am 6. Au-
gust zum Zeitpunkt der Erscheinung hat er
wieder das Augenlicht und das Gehör ge-
wonnen
. Er hätte nach der Rückkunft aus
Medjugorje die Augen einer sehr schwierigen
Operation unterziehen müssen. Nun hat er
auch den Hörapparat, den er nicht mehr brauch-
te, wegwerfen können!
a. m.
Susan verläßt den Rollstuhl!
Es passierte in Medjugorje, nach dem 10-
jährigen Jubiläum der Erscheinungen. Eine
junge, schwerkranke Amerikanerin, Susan
Whitmore von Connecticut
, lag hier hier im
Rollstuhl. Nun ist sie geheilt und glücklich.
Hier ist ihr Bericht:
"Diese Krankheit begann mit
einer Rückenmarkentzündung im
Alter von 18 Jahren. Dann ent-
deckten die Ärzte einen bösarti-
gen Gehirntumor. Ich hatte beson-
ders beim Gehen größte Schmer-
zen. Allmählich kannte ich mich
selber nicht mehr und wegen al-
lem, was in mir vorging, war ich
wie betäubt und durcheinander.
Als man mich hierher brachte be-
fand ich mich in einem besonde-
ren Tief. Dazu kam noch die ge-
samte Lage in Jugoslawien.
Am 1. Juli gingen wir nach
Tihaljina, wo wir P. Jozo Zovko
trafen. Als er über uns betete, emp-
fand ich einen unerträglichen
Schmerz im Kopf und ich war
sicher, daß P. Jozo gleichzeitig
den gleichen Schmerz verspürte. Unmittelbar
darauf wurde ich plötzlich innerlich ganz
durchdrungen von einer Wärme, von Frieden
und Freude.
Am folgenden Tag konnte ich wegen
erneuter Schmerzen nicht mehr nach Tihalji-
na gehen, aber ich erhielt eine Segnung durch
P. Jozo in der Kirche von Medjugorje. Wie-
derum spürte ich die gleiche Wärme; ich betet
den Rosenkranz und fuhr im Rollstuhl zur
Pension zurück, wo ich mich wieder todmüde
fühlte. Am Mittwoch, den 3. Juli fühlte ich
mich etwas stärker und wir fuhren wieder
nach Tihaljina. Mit dem Reden hatte ich gro-
ße Schwierigkeiten. P. Jozo legte mir die
Hände auf. Schwindel überkam mich, ich
zitterte und hatte großes Herzklopfen. Dann
fühlte ich mich plötzlich wieder wohl und
hatte kein Kopfweh mehr. Ohne jegliche Hilfe
konnte ich selber auf den Erscheinungsberg
hinauflaufen."
Zurück in den U.S.A. hat sich Susan allen
klinischen Untersuchungen freudig gestellt.
Auf der Rückreise über Belgrad passierte
noch Folgendes: Der Rollstuhl ging auf dem
Weg irgendwo verloren und zur Vorsicht
wollte ihr die Reiseagentur einen anderen
nur ein klein wenig die steifen Beine so schien
ich auseinandzubrechen. Heute morgen hatte
man mir in der Erscheinungskapelle geholfen
auf einen Stuhl zu steigen und ich klammerte
mich an die Muttergottes und sagte: Madonna
mein, heile mich!. Zu Mittag feierten wir den
Geburtstag der Muttergottes.
Als erste traten ein mailänder Priester mit
Jugendlichen ein, die gerade von einer geisti-
gen Zusammenkunft kamen und konnten
Rosetta in Begleitung jener demütigen, einfa-
chen Menschen, die keiner Täuschung im
geringsten fähig waren, sehen, und es wickel-
te sich alles wie in einer evangelischen Szene
ab. Genauso präsentierte sich uns Rosetta,
umgeben von einfachen Menschen, als Reise-
gefährten, die zwar bescheiden und altmo-
disch wirkten, jedoch eine übergroße geistige
Freude ausstrahlten.
Zum Ende des Besuches sangen sie aus
voller Kehle das lange sardische Ave Maria.
Ja, was sagte zu alledem ihr Mann?
"Gerade er hatte mich zur Reise ange-
spornt und während ich unsicher war, sprach
er zu mir: «Ich möchte Rosetta gern geheilt
sehen, dann würde auch ich glauben, daß die
Madonna Wunder wirkt».
Die Spitäler von Bologna, Turin bis Rom
usw.hatte ich durchgemacht ohne irgendeine
Hoffnung auf Heilung...
Auch ein 14 jähriges sardisches Mädchen
Namens Alessandra, die an einer teilweisen
Lähmung litt, kam vor einem Monat hierher,
konnte ohne Schmerzen wieder gehen und
ließ die Krücken da... (weitere Einzelheiten
sind nicht bekannt - Anm.d.R.).
Ich komme seit 3 Jahren hierher und da ich
sehr unsicher war, sagte mir Antonio: “Geh'
nach Medjugorje, damit du dich erholen
kannst, sonst bist du das ganze Jahr hindurch
aufgeregt und nervös”. Und so kam ich her.
Ich habe ihn angerufen: “Weißt du, daß ich
geheilt bin?”. “Das kann doch nicht wahr
sein!” gab er mir zur Antwort. Und ich: “Ja
doch, wenn ich es dir sage...!"
Am Ende der abendlichen Messe der
Verklärung, wurde Rosetta gebeten zum Al-
tar im Freien heraufzukommen um zum Dank
Zeugnis zu geben und hat dann die Strophen
vom Magnificat vorgetragen, vom Refrain
(Josko Perkovic')
HEILUNGEN: ZEICHEN
VOM HIMMEL
Die heutigen Heilungen wie die Heilun-
gen aus den Evangelien sind Zeichen und
lassen die Macht Jesu erkennen, der "gekom-
men ist, alle jene zu heilen, die unter der
Herrschaft Satans waren" (Apg 10) und dazu
dienen, die Jünger auf dem schmalen Weg,
den er selbst aufgezeigt hatte und gegangen
war, zu bestätigen. Diesen Weg hat uns Maria
vorgegeben und er ist laufend durch Zeichen
des Himmels bestätigt.
Als Geburtstagsgeschenk:
Rosetta geht wieder!
"Ich heiße Rosetta Trogu, bin
aus Capoterra (Cagliari), 40 Jahre
alt, Mutter von zwei Kindern:
Franco, sowie Cecilia, die dem-
nächst heiraten wird.
Der Name meines Mannes ist
Antonio Cabras. Seit 17 Jahren
leide ich an rheumatischer Gicht;
die Knie sind seit dem 4. Lebens-
jahr steif und ich kann die Beine
nur unter qualvollen Schmerzen
biegen. Ich kann auch keine Ar-
beit verrichten und muß daheim
immer ausgestreckt liegen
bleiben." So hatte sie sich vorge-
stellt. Sie gehörte zur Gruppe, an-
geführt von Don Pietro Villasan-
ta, Pfarrer von S. Tarcisio Pirri
(Cagliari). 5. August. Eine Stunde
nach der wunderbaren Heilung, die um 15
Uhr stattgefunden hatte, haben wir uns zur
Pension Juka begeben - auf halbem Weg
zwischen Medjugorje und der Kreuzung - wo
Rosetta mit der am Vortag angekommenen
zweiten Gruppe untergebracht war.
Sie erzählte uns folgendes:
"Ich befand mich ausgestreckt auf dem
Bett im Zimmer, das ich mit meiner Freundin
Graziella teilte und wir plauderten über das
eine und andere. Da sagte Graziella zu mir:
“Die Muttergottes wird dich sicher heilen”
und dies sagte sie mit tiefer Überzeugung.
Dann saß ich mich im Bett auf und sie sagte:
“Ich mache dir ein wenig Physiotherapie” und
begann die Massage. Da dies aber Schmerzen
verursachte, sagte sie mit einem Lächeln:
“Beachte es nicht und tue so als ob es von der
Muttergottes sei; bleibe ganz locker!”
Nach einer halben Stunde sagte sie zu mir:
“Für heute genug, wir machen morgen weiter.
Jetzt aber stehe auf und gehe”.Und ich stand
vom Bett auf. Ich fing an zu gehen: Graziella,
ich kann die Knie bewegen, die Knie bewe-
gen! Unter Tränen der Freude umschlungen
wir uns beide. Ich wußte doch in welchem
Zustand ich mich befunden hatte: bewegte ich
Rosetta
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- 7 -
leihen. Dieser hatte aber keine Gummireifen
und war somit unbrauchbar. Susan betete dann
vor einer Marienstatue etwa so: "O meine
Herrin, nun ist es an dir, mich nach Hause zu
bringen, denn hier gibt es keine Gummirei-
fen." Susan kam heil nach Hause, auf ihren
eigenen Beinen. Sie kann normal laufen und
ist vollständig geheilt.
(Aus "Vecernji List",
13.7.91)
Nachrichten
aus
Medjugorje
* Zum Fest Mariä
Himmelfahrt am 15.
August, kamen sehr viele
Leute. Dieser Tag wurde
gut vorbereitet durch ge-
meinsames Rosenkranz-
beten auf dem Berg, am
12., 13. und 14. Augsut.
* Wechsel und neue Aufgaben bei den
Franziskanern. Gemäß des Juli-Kapitels tra-
ten am 19. August folgende Änderungen in
Kraft: P. Leonard Orec wird Pfarrer in Citluk.
Der große Pater mit dem Schnauz wird neuer
Pfarrer in Medjugorje. P. Jozo verläßt Tihal-
jina und wird Guardian in Siroki Brieg, wo
das größte Marienheiligtum der Herzegowina
entsteht (ca. 30 km von Medjugorje).
P. Dobroslav geht nach Zagreb und P.
Slavko und P. Petar bleiben in Medjugorje.
* Die Erscheinung an Ivanka am 25. Juni
dauerte 7 Minuten. Die Muttergottes sprach
zu ihr über das 6. Geheimnis und erklärte ihr
davon den 1. Teil. Wir wissen, daß Maria sie
früher eingehend über die Zukunft von Bos-
nien-Herzegowina unterrichtet hatte. Über
Ivanka lud sie zu eifrigem Gebet ein.
* Wir freuen uns mit Vicka, daß sie nach
einer kleinen Operation bald zur vollen Ge-
sundheit zurückkehrt. Sie sagt: "Es geht mir
sehr gut, nur tut es mir immer leid, wenn ich
Pilger nicht empfangen kann."
* Andreotti zu Besuch in Medjugorje
Anläßlich des Treffens der "Pentagonale"
in Dubrovnik, hat der ital. Ministerpräsident
Andreotti Medjugorje einen Besuch abgestat-
tet. Er wurde von den öffentlichen Persön-
lichkeiten von Bosnien, Herzegowina und
Kroatien empfangen und hat sich mit den
Patres und zwei Sehern getroffen und sich in
der Erscheinungskapelle, sowie Anbetungs-
kapelle zum Gebet niedergelassen.
Er erklärte auch, möge mit Hilfe des
Gebetes der Friede und gegenseitige Respekt
jeder Republik in Jugoslawien erreicht wer-
den. Medjugorje hat für die Welt große Be-
deutung gewonnen und dies ist ein göttliches
Zeichen. (Aus "Glas Koncila" 4.8.91 - Zu-
sammenfassung)
* Es wiederholt sich die Gabe der Sprach-
en! Eine ital. Frau, G. H. seit vielen Jahren
wohnhaft in Deutschland, erzählte uns fol-
gende Begebenheit. Mit ihrem dt. Ehemann
suchte sie in Medjugorje einen Platz zum
Ausruhen, nachdem sie vom Berg der Er-
scheinung kamen. Sie setzten sich in einen
Hof und merkten erst später, am Zustrom der
Pilger, daß sie vor dem Hause der Seherin
Marija waren. Die Seherin kam heraus, be-
grüßte die Pilger und redete ca. eine halbe
Stunde lang.
Die Frau freute sich, daß die Seherin in
italienischer Sprache erzählte und erst am
Schluß bot sie sich an ihrem Mann die Rede zu
übersetzen, aber er schien nachdenklich und
antwortete nicht und die Frau beließ es dabei.
Zurück in Deutschland, nach einem se-
gensreichen Aufenthalt in Medjugorje, kam
die Ehefrau wieder auf das Geschehene zu
sprechen und wollte wissen, wieso ihr Mann
nicht an der Übersetzung interessiert war.
Der Ehemann erwiderte erstaunt: "Sie hat
doch in deutsch gesprochen." Die Ehefrau
überlegte verunsichert nochmal, ob die Sehe-
rin wirklich in ital. gesprochen hatte und es
wurde ihr klar, daß die ital. Pilger auf ihre
Fragen, auch Antworten auf ital. bekommen
müssen. Dann war es doch so gewesen, daß
der Ehemann in dieser Situation tatsächlich
alles in seiner Sprache verstand und deshalb
angenommen hatte, daß die Seherin Marija in
deutsch sprach.
Diese Gabe der Sprachen, war zu Pfings-
ten, bei der ersten Predigt der Apostel charak-
teristisch, als Menschen vieler Nationen und
Sprachen sie in ihren eigenen Sprachen ver-
standen. Außerdem können wir diese Gabe
bei manchen Heiligen feststellen (z. B. Hl.
Vinzenz Ferrer und Hl. Gaspare del Bufalo)
und dies kann sich heute wiederholen.
WAS SAGT MAN
ÜBER DIE SEHER?
Schon seit einiger Zeit spricht man darü-
ber. Einge mit Besorgnis, andere auch etwas
kritisch. Hier ist da-
von Einiges zusam-
mengefaßt: Die 6 sym-
pathischen Seher von
Medjugorje sind grö-
ßer geworden. Wenn
sie anfänglich 11 -
17jährig waren, so
sind sie jetzt alle 10
Jahre älter. Sie waren
arm und unbekannt,
dann verfolgt von der
Polizei und von kirch-
licher Obrigkeit miß-
trauisch behandelt.
Vieles hat sich un-
terdessen geändert.
Die ersten zwei Seher,
Ivanka und Mirjana,
sind verheiratet, sie
lassen hinter sich et-
was Enttäuschung
zurück. Die andern
sind mehr oder weni-
ger im Gespräch, be-
sonders Vicka, die sich
mit ihrem entwaffnenden Lächeln aus allen
Situationen zieht. In der Nr. 84 des "Echo" hat
René Laurentin das Risiko und die schwierige
Situation der Seher aufgezeigt. Sie haben eine
Zeit hinter sich, in der sie die Hauptrolle
spielen mußten. Sie wurden fotografiert und
umschwärmt wie Stars. Nun werden sie ins
Ausland eingeladen, in Luxushotels unterge-
bracht und manchmal reich beschenkt. Aus
armer und unbekannter Herkunft, sind sie
jetzt im Zentrum des Interesses, betrachtet
von Verehrern, Fans und Verliebten.
Jakov hat seine bescheidene Anstellung
im Pfarreiladen verlassen. Eine Reise-Agen-
tur stellte ihn mit dreifach größerer Besol-
dung an. Ist das vielleicht schon eine Versu-
chung zu leichterer und bequemerer Lebens-
art, die sich gegenüber der strenggehaltenen
Botschaften der Gottesmutter nicht gut ab-
hebt? Es ist gut hier eine genauere Betrach-
tung der Dinge anzustellen, um zu unterschei-
den, was von den persönlichen Problemen
von allgemeinem Interesse sein kann:
1. Seit Beginn der Erscheinungen sagte
die Gottesmutter, daß sie diese sechs Kinder
frei auswählte und nicht, weil sie etwa besser
wären, als andere. Erscheinungen mit öffent-
lichen Botschaften sind, falls sie echt sind,
von Gott frei geschenkte Gnadengeschenke.
Sie sind zum Wohl des Volkes Gottes be-
stimmt und hängen nicht ab von der Heiligkeit
der erwählten Personen. Die Hl. Schrift sagt
uns, daß sich Gott sogar eines Esels bedienen
kann. (Buch Numeri 22.30)
2. Als in den ersten Jahren P. Tomislav die
Seher mit strenger Hand führte, sagte er uns
Susan ¡
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Aut. Trib. di Bolzano Nr. 24 / 28.8.91 - Verantwortl. Dir.: Dr. med. Pierantonio Gottardi
Druckerei: Josef Venturini KG, Romstraße 100 - Bozen
Übersetzung: Freunde von Medjugorje - Südtirol u. Schweiz
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Berichtes verwendet.
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SÜDTIROL (Redaktion): Medjugorje Komitee, Postfach 272, I -
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- 39000 Dole * Polnische A.: Czeslawa Mirkiewicz, ul. Krasickiego 21/3 - 30-
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Drive, Kensington MD 20895 Ph 301-5883198 - Kanada: G. Bozzo, 8322
Nicolas Leblanc, Montreal Que HIE 3W5
Pilgern: "Die Seher sind Kinder wie alle anderen, fehlerhaft und
anfällig zur Sünde. Sie kommen vertrauensvoll zu mir und ich versu-
che, sie geistlich zum Guten zu führen."
Es passierte gelegentlich, daß einer der Seher während der Erschei-
nungen weinte und er dann bekannte, daß er von der Gottesmutter
gerügt wurde. Es wäre wirklich kleinlich zu denken, daß die Seher auf
einen Schlag heilig wären. Ebenso abwegig wäre die Annahme, daß
die Seher sich seit 10 Jahren in einer geistlichen Spannung befinden,
wie sie gewisse Pilger in nur wenig Tagen in Medjugorje empfinden.
Es gehört sich, daß auch die Seher Abwechslung und Ruhe haben.
Vielleicht wäre es noch abwegiger von ihnen zu erwarten, daß sie in ein
Kloster eintreten, so wie die hl. Bernadette. Zu allererst kann und muß
man sich überall heiligen, in jedem Lebensstand. Dann kann jeder
seine freie Wahl treffen.
Die fünf Kinder, denen die Muttergottes in Beauraing (Belgien,
1933) erschien, heirateten alle, mit einiger Enttäuschung der Dorfbe-
wohner. Das Leben von Melanie und Maximin, denen Maria in La
Salette (Frankreich, 1846) erschien, entwickelte sich nicht gerade
rühmenswert (Maximin starb als Alkoholker). Wahrhaftig, das Leben
der Seher ist nicht leicht.
3. Wir müssen vorerst sagen, daß die persönliche Heiligung ein
individuelles Problem ist. Gott hat uns alle als freie Wesen erschaffen
und jeder Einzelne ist zur Heiligkeit aufgerufen. Wenn es uns er-
scheint, die Seher von Medjugorje seien nicht genügend heilig, so tun
wir gut, über uns selber etwas mehr nachzudenken. Gewiß, es stimmt:
Wer mehr Gnaden erhält, hat eine größere Verantwortung. Dazu muß
aber gesagt werden, daß die Gnadengaben (Charismen) nicht persön-
liches Gut, sondern Geschenke für andere sind. Sie sind also kein
Zeichen erreichter Heiligkeit.
Die Bibel sagt uns, daß sogar Wundertäter in der Hölle landen
können. "Herr, haben wir nicht etwa in deinem Namen prophezeit?
Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben und viele
Wunder gewirkt?" - "Geht weg von mir, ihr Übeltäter", wird ihnen
Jesus antworten. (Mt. 7.22-23). Es ist also ein persönliches Problem.
4. Uns interessiert ein weiteres Problem: Wenn Seher tatsächlich
auf Abwege kämen, würde diese Tatsache auf das Urteil über Medju-
gorje Einfluß haben? Es sollte klar sein, daß ich das einmal als
hypothetische Annahme stelle, denn zum Glück ist bis anhin noch
keiner der Seher "ausgeflippt", gottlob.
Also durfte auch in einem gegebenen Fall das Urteil sich nicht
ändern. Zukünftiges Verhalten kann nicht vergangene, charismatische
Erfahrungen auswischen. Man hat in Medjugorje die Seher so studiert
und überprüft, wie bei Erscheinungen nie zuvor. Man hat ihnen volle
Ehrlichkeit zugesprochen und anerkannt, daß das, was sie während der
Erscheinungen erfahren und erleben, wissenschaftlich unerklärbar ist.
All das kann man nicht mehr vom Tisch wischen oder ausradieren.
5. Die Erscheinungen gehen nach den 10 Jahren weiter. Haben sie
alle den gleichen Wert? Ich möchte das verneinen. Im Falle einer
positiven Stellungnahme von seiten der kirchlichen Obrigkeit, würde
das Problem im Bezug auf die Beurteilung der Botschaften offen
bleiben, seitens der gleichen Autorität. Es besteht kein Zweifel, daß die
ersten Botschaften von größerer Bedeutung und charakteristischer
waren, als die späteren.
Ich beleuchte das mit einem Beispiel: Die Kirche hat die 6 Erschei-
nungen in Fatima (1917) als autentisch erklärt. Als dann später die
Gottesmutter Lucia in Pontevedra (1925, als sie die Verehrung ihres
Unbefleckten Herzens und die Einhaltung der 5 Samstage erbat)
erschien und noch später in Tuy (1929, als sie die Weihe Rußlands
verlangte), hat dieselbe kirchliche Autorität zwar die Inhalte der
Erscheinungen anerkannt, sich aber nie darüber öffentlich ausgespro-
chen. In gleicher Weise tat sie das auch nicht in Bezug auf viele andere
Erscheinungen, die Lucia noch hatte, die aber wohl weniger bedeu-
tungsvoll waren, wie jene von 1917.
6. Abschließend müssen wir das Risiko erkennen, mit dem die
Seher von Medjugorje konfrontiert werden. Beten wir für sie, damit sie
die Schwierigkeiten meistern und immer unter geistlicher Leitung sein
können. Wenn ihnen das nicht gewährt würde, kämen sie wohl in
Verwirrung. Wir dürfen von ihnen nicht Unmögliches erwarten. Wir
nehmen an und hoffen, daß sie heilig werden, aber nicht nach unseren
eigenen Gedankengängen. Beachten wir vor allem, daß wir Heiligkeit
immer und zuerst in uns selber anstreben sollen.
D. Gabriele Amorth
*** Jesus spricht: (...) es ist die Vigil von Pfingsten. Die Weisheit
ist nicht nur einmal mit ihrem Feuer herabgestiegen. Sie steigt bestän-
dig herab, um euch ihre Erleuchtungen zu geben. Es genügt, daß ihr
sie liebt und sie wie den kostbarsten Schatz sucht. Die Welt geht
zugrunde, weil sie die Weisheit verhöhnt und zurückgewiesen hat,
indem sie außerhalb ihrer Wege wandelt. Viel Wissen hat sich der
Mensch heute in seinem Hirn angeeignet, ist jedoch unwissender als
er in alten Zeiten war. Damals suchte er den Weg des Herrn und sehnte
sich danach, seine Worte aufzunehmen. Nun sucht er alles, nur das
nicht, was er suchen sollte, und stopft sich voll mit lauter unnützen und
gefährlichen Worten, aber nicht mit denen, die für ihn Leben wären.
“Der Herr”, sagt Baruch, “wählte nicht die Riesen, um ihnen das
Wort der Weisheit mitzuteilen.” Nein, der Herr wählt nicht die Riesen.
Er wählt nicht sie, ihr Menschen, Laien oder Gesalbte, die ihr euch viel
einbildet, nur weil ihr voll Stolz seid, während ihr in meinen Augen
weniger als zirpende Grillen geltet. Der Herr schaut weder auf eure
Titel noch auf eure Ehrenämter, weder auf euer Gewand, noch auf den
Namen, den ihr habt. Das sind nur Deckmäntel, die das verbergen, was
Gott anschaut, um den Wert abzuwägen: Herz und Seele. Und wenn
euer Herz nicht von Liebe entzündet, großmütig im Opfer, demütig und
keusch ist, dann wählt Gott, der Herr, euch nicht als seine Bevorzugten
aus, als Hüter seiner Reichtümer der Weisheit.
Es ist nicht an euch, zu mir zu sagen: “Ich möchte derjenige sein,
der weiß.” Ich bin es, der sagen kann: “Ich will, daß dieser weiß.” Ich
kann Mitleid mit euch haben, das schon, da ihr Unglückliche, an
häßlichstem Aussatz Erkrankte seid. Aber ich habe für euch keine
bevorzugte Berufung. Nein, diese verdient ihr nicht. Wißt sie euch
durch einen rechtschaffenen Lebenswandel zu verdienen. Rechtschaf-
fen in allem. Wenn ihr in euren höchsten Verpflichtungen die Treue
bewahrt, jedoch in unscheinbaren, aber tiefgründigeren Dingen fehlt,
dann seid ihr nicht mehr rechtschaffen. Nein, dann seid ihr es nicht,
und diese eure Mißgunst hat nur ein lügenhafter Schleier des Eifers
bedeckt. Eure Absicht ist nicht ehrlich, und daher wertlos."
(Aus dem "Gottmensch" , Parvis Verlag - 1631 Hauteville - Schweiz)
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