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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 94 (Juli-August 1992)

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94
Anschrift
S.I.A.P. Gr. III/70% A 2 - Nr.6/92
TAXE PERÇUE Bolzano Ferr.
TASSA RISCOSSA
10 Ausgaben im Jahr
IULI 1992
Falls unerwünscht, bitte Kästchen
ankreuzen und in den Briefkasten
werfen. Danke.
RETOUR À L' ENVOYEUR
Botschaft vom 25. Juni
"Liebe Kinder!Heute bin ich glücklich, wenngleich in meinem Herzen noch etwas Traurigkeit ist wegen all jener,
die diesen Weg begonnen und es dann aufgegeben haben, ihn zu gehen.
Der Grund meiner Anwesenheit hier ist euch auf den neuen Weg, den Weg des Heiles, zu führen. Deshalb rufe
ich euch von Tag zu Tag zur Umkehr auf. Aber wenn ihr nicht betet könnt ihr nicht sagen, daß ihr euch schon bekehrt.
Ich bete für euch und halte bei Gott Fürsprache um den Frieden: zuerst um den Frieden in euren Herzen und dann
um den äußeren Frieden, damit Gott euer Friede sei.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
"Niemand, der seine Hand an den Pflug
legt und zurückblickt, ist tauglich für das
Reich Gottes" (Lk 9, 62)
Kommentar von Pater Slavko Barbaric in Radio
Maria direkt aus Medjugorje (25.6.92)
Mit dieser klaren Botschaft beginnen wir das 12. Jahr der Erschei-
nungen. Ich erinnere mich, daß mich in der Botschaft vom vorigen
Jahr, dem 10. Jahrtag, ein Satz besonders traf als die Madonna u.a.
sagte: "Betet, um den wahren Grund meiner Anwesenheit zu verste-
hen." Wir befanden uns in einer schwierigen Lage, denn tags darauf
war der Krieg in Slowenien ausgebrochen. Ich habe oft darüber
nachgedacht und mich gefragt: mußte der Krieg eintreffen um die
Anwesenheit der Madonna zu begreifen?
Heute nach einem Jahr, nach so viel vom Krieg in vielen Ländern
verursachten Leides, nach so vielen Kriegsopfern, nach so viel Haß,
Durst nach Rache, die immer noch in unserem Lande anwesend sind,
nun also beginnt die Madonna dieses 12. Jahr mit einer Botschaft -
würde ich sagen - die eher optimistisch klingt.
Die Madonna sagt: "Ich bin glücklich"; ich glaube nicht allein die
Madonna war glücklich, sondern auch die vielen Menschen, die
gestern und heute hierhergekommen sind, waren glücklich, die Pfarr-
mitglieder inbegriffen. Vor ca. 10 Tagen glaubten wir, daß dies nicht
möglich sei und daß das zu gefährlich gewesen wäre. Gott sei Dank hat
sich die Kriegsfront vorige Woche von diesem Wallfahrtsort und von
uns hier entfernt. Somit können wir sagen, diesen Jahrtag mit großer
Freude feiern zu können. Wenn wir einen Vergleich mit dem Jahrtag
des vorigen Jahres anstellen, waren heuer natürlich weniger Menschen
hier; viele konnten nicht kommen, da von uns isoliert oder nicht
erreichbar, viele sind irgendwohin geflüchtet, trotzdem waren für die
gegebenen Umstände sehr viele Menschen gekommen.
Die Madonna spricht auch von der Traurigkeit ihres Herzens. Wie
können wir im theologischen Sinn die Traurigkeit der Madonna
erklären: das wollen wir gar nicht versuchen. Maria spricht als Mutter
und kann daher auch sagen, traurig zu sein, denn ihre Kinder oder
einige von ihnen haben den eingeschlagenen Weg des Friedens wieder
verlassen. Ich glaube, diese Botschaft müßte uns alle neuerdings tief
berühren und wir müßten den Mut finden, mit der Madonna unseren
Weg zu gehen. Im nachfolgenden Satz wird der Grund ihrer Anwesen-
heit erklärt, als sie sagt "um euch auf einen neuen Weg zu führen, einen
Weg des Heiles." Der "Weg des Heiles" ist der Weg des Friedens;
"Heil" ist auch die Fülle aller göttlichen und menschlichen Werte;
sicherlich das Heil der Seele, Heil des Geistes und auch des physischen
Körpers; auch Heil hinsichtlich des Friedens. Heute Abend glaube ich,
daß wir alle, die wir diese Botschaft gehört haben, ihr unser Herz
schenken, unsere Hand der Madonna reichen werden, da sie uns führen
will und uns Tag für Tag zur Umkehr einlädt.
Gestern abends sprach Erzbischof Franic zu den anwesenden
Italienern und sagte, als er auch über Fatima sprach: "Man muß die
Einladung zur Umkehr ernst nehmen um eventuell noch schlimmere
Ereignisse zu verhindern." Nach Fatima war die Umkehr die Bedin-
gung, entweder in Gott den Frieden zu finden oder den Weg der
Zerstörung zu gehen. Nun also ladet uns die Madonna von Tag zu Tag
zur Umkehr ein; wir können sagen zur Rettung, damit weitere Konflik-
te, damit die Zerstörung der Erde, verhindert werden.
Wenn wir erkennen wollen ob wir die Umkehr erfahren, hilft uns
die Madonna und spricht: "Wenn ihr nicht betet, könnt ihr nicht sagen
Internationaler Friedensmarsch in Medjugorje
IM AUGUST KEINE AUSGABE
Unterschrift
.........................
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- 2 -
umzukehren." Bekehrung bedeutet Gott su-
chen: man kann Gott nicht ohne das Gebet
finden und das Gebet ist ein besonderer Aus-
druck für das - sagen wir - was der Gott
Suchende tut. Die Madonna ist mit uns und
ladet uns Tag für Tag ein. Was kann man da
noch hinzufügen: öffnen wir doch die Ohren
und Herzen, seien wir beharrlich im Gebet um
den Weg der Umkehr weiterzugehen.
Die Madonna betet für uns (natürlich
danken wir ihr dafür), vor allem legt sie Für-
sprache für den Frieden in unseren Herzen
und in unserer Umgebung ein. Gott muß unser
Friede sein. Natürlich denken wir aber in der
Gefahr des Krieges zuerst an den Frieden in
unserer Umgebung. Für diese armen Völker,
die sich mit so viel Haß selbst zerstören, möge
die Aussöhnung kommen. Besonders in die-
sen Tagen werden Muselmanen von Serben
abgeschlachtet. Die Muttergottes weiß jedoch
welcher Weg zum Frieden führt: vor allem-
zum Frieden in unseren Herzen. Also lade ich
euch ein für diese Meinung zu beten und dann
wird auch der Friede in unserer Umgebung
einkehren.
Mit diesen Worten lade ich euch ein, wieder
damit zu beginnen, die Familien und die
Gebetsgruppen zum Gebet zu öffnen, die
Anbetung des Allerheiligsten wieder zu prak-
tizieren und für den Frieden auf der Erde zu
beten. Es tritt immer klarer zutage, daß dieses
Symbol, d.h. dieses Zeichen Medjugorje, eine
auf die ganze Welt ausgedehnte Einladung
ist, sich für den Weg des Friedens zu öffnen.
P. Slavko übergibt den Telefonhörer Marija
Pavlovic.
Marija: «Ich überbringe euch den beson-
deren Segen der Madonna!»
Alberto Bonifacio übernimmt nun das
Telefon.
Alberto: «Nach den Ausführungen von P.
Slavko, möchte ich noch ein paar Worte zum
"Marsch für den Frieden" hinzufügen. Es war
ein Marsch des Gebetes und der Gesänge, den
Hunderte von Pilgern aus aller Welt von
Humac bis Medjugorje mitgestalteten. Es war
in der Tat eine Zeit des starken Gebetes und
auch eine Zeit der Ermutigung für unsere
Brüder, die hier unter so viel Leid leben. Wir
können sagen, daß sich der Krieg zwar
etwas entfernt hat aber doch weitergeht. Wir
wollen keine Familie ängstigen, die Mitglie-
der als Pilger hier hat, denn es geschieht
soweit nichts, aber hier und da hört man in der
Ferne den Donner, außer den des Gewitters.
Als unsere Gruppe heute nachmittags um
16,30 Uhr auf dem Krizevac war, hörten wir
auch die Sirene (Fliegeralarm), konnten aber
kein Flugzeug ausmachen. Soweit keine Sor-
ge, doch hier lebt man in andauerndem
Kriegszustand. Heute Vormittag sind wir mit
einer Gruppe von Freunden nach Mostar auf-
gebrochen. Wir konnten die Zerstörung
feststellen: in der Tat ein schreckliches
Schauspiel. Die gesamte Altstadt ist zerstört
und auch ein Großteil der Neustadt. Trotzdem
konnten wir hier unter so viel Leid auch große
Freuden erleben. Einige von uns durften an
der abendlichen Erscheinung Marijas
teilnehmen und dann wohnten wir der
nächtlichen Erscheinung Ivans mit seiner
Gruppe am Erscheinungshügel bei. Heute
war ich auch bei der Erscheinung Ivankas
dabei, die die Madonna nur einmal im Jahr am
25. Juni sieht. Das Hauptthema dieser und der
anderen Erscheinungen betraf wieder und
wieder den Frieden: den Frieden und im
Grunde die Traurigkeit der Muttergottes.»
P. Slavko erhält das Telefon und erteilt den
Segen.
«Auf die Fürsprache der Jungfrau Mutter
Maria, segne euch der Herr; Er schenke euch
den Frieden; Er gebe euch die Gnade den Weg
der Rettung wieder zu beschreiten. Er gebe
denen Mut, die den Weg der Rettung verlas-
sen haben, auf daß sie den Frieden, den Glau-
ben, die Hoffnung, die Liebe wiederfinden.
Der Herr segne euch; Er gebe euch Mut den
Weg der Umkehr weiterzubeschreiten, indem
Er euch von allen materiellen Dingen und
deren Sklaverei befreie, auf daß ihr euch immer
mehr zu Ihm bekehret.
Der Herr segne euch, Er schenke euch
Frieden: vor allem in euren Herzen und, durch
euch, gebe Er den Frieden in euren Familien.
Der Herr segne vor allem die Kranken und die
Leidenden und schenke den Frieden. Vater,
Sohn und Heiliger Geist.»
Gebet bewirkt Umkehr und Frieden
Gerade in dieser leidgeprüften Zeit erwar-
ten wir mit noch größerer Sehnsucht allmo-
natlich die tröstende Botschaft der Gottes-
mutter. Diesmal gab Maria uns den starken
Trost ihrer Anwesenheit durch volle 11 Jahre
hindurch und diese Bestätigung ihres tägli-
chen Erscheinens, Gott sei Dank!
Maria, deine bleibende Anwesenheit in
Medjugorje ist ein Zeichen der Auserwäh-
lung. Du selbst hast diesen Ort und seine
Menschen auserwählt, um den Heilsplan
Gottes durch dich, Mutter Jesu und unsere
Mutter, zu verwirklichen. Du willst uns durch
dieses gefahrvolle Leben begleiten und vor
allem uns unermüdlich auf den Weg des Herrn
weisen. Du ermahnst uns in mütterlicher Sor-
ge, mehr zu beten, damit wir noch mehr dem
Herrn näher kommen in Liebe und Opferbe-
reitschaft.
Es ist wohl verständlich, daß du traurig
bist über unsere Nachlässigkeit und
Schwachheit derer, die den anfänglichen Ei-
fer und den eingeschlagenen Weg aufgege-
ben haben. Wir wollen um die Gnade der
Beharrlichkeit im Guten bitten, für uns selbst
und für alle, die es nötig haben. Trotz Kriegs-
not zeigt uns deine tägliche Erscheinung in
Medjugorje, neben Lourdes, Fatima u. a., die
Bedeutung dieser Gnadenstätte für die Völker
des Ostens und für die Weltkirche. Es liegt an
uns dieses unglaubliche Angebot des Him-
mels, diese Bereitschaft allen zu helfen, alle
zu retten, die in Demut und Liebe ihre Herzen
öffnen, anzunehmen.
Du, himmlische Mutter, lege weiterhin
Fürsprache ein bei Gott, für Frieden und Ge-
rechtigkeit in aller Welt. Reinige uns von Haß
und Sünde durch die Kraft des Kostbaren
Blutes deines Sohnes und die Schmerzen
deines liebenden Mutterherzens. So werden
wir den Frieden mit Gott, auch den wahren
Frieden untereinander finden. Wir danken
allen, die an dem gefahrvollen Friedensmarsch
nach Medjugorje teilgenommen haben; es
war ein leuchtendes Zeugnis für die haßerfüll-
te Welt und für alle Gegner von Medjugorje,
ja es war ein mutiger Durchbruch des Frie-
denswillens von Medjugorje. O Königin des
Friedens, bitte für uns.
P. Florin Kritzinger
LEBT MEINE BOTSCHAFTEN
Sie sind das Wesentliche des
Wortes Gottes
Heute lade ich euch ein jeden Tag die
Bibel in euren Häusern zu lesen: legt sie an
eine gut sichtbare Stelle, damit sie euch zum
Lesen und zum Gebet anspornt. (18.10.84)
Betet und lest die Heilige Schrift, damit ihr
durch mein Erscheinen in der Heiligen Schrift
die für euch zutreffende Botschaft entdecken
könnt. (25.06.91)
In einem Brief hat mich jemand gefragt,
ob die Mutter Gottes auch über die Heilige
Schrift spricht! Es war das Wort, welches
Himmel und Erde erschaffen hat und daher
auch sie selbst! Als dieses Wort in Jesus
Fleisch geworden ist, sagte sie: tut was er euch
sagt. Die Bibel sagt: selig der Mensch, der
über Gottes Gesetz (Gottes Wort) Tag und
Nacht nachsinnt. Daher kann Maria in ihren
Botschaften nur im Wort Gottes eingebunden
sein, so wie wir es immer unterstreichen.
Sie sind nicht etwa eine praktische Zu-
sammenfassung des Wortes Gottes, das wir
vergessen haben: betet und ihr werdet mein
Erscheinen verstehen, d.h. es (das Wort Got-
tes) auf einfachste Art in Erinnerung zu rufen.
In der Tat bietet sie uns in den Botschaften den
Frieden (Shalom) an, die Summe der Ge-
schenke Gottes, die man durch die Umkehr
erreicht.
Diese Umkehr erfährt man tagtäglich durch
das Gebet, das Fasten, die Beichte, die Heilige
Messe, die Meditation der Bibel: die bekann-
ten 5 Steine, mit denen David Goliath besieg-
te... Israels Lehrer und auch ihre Schüler waren
als Männer des Buches bekannt, denn das
Buch des Wortes Gottes wurde für sie ständi-
ger Anlaufpunkt und ihr Lebensführer. Und
dennoch, wenn wir uns umsehen, entdecken
wir heute nicht viele Männer des Buches und
das nicht einmal unter den Vertretern des
Wortes. Sehr oft sind ihre Reden voll huma-
ner Kultur, humanen Überlegungen und
menschlichem Empfinden, aber nicht vom
Wort Gottes, dessen treue Verwalter sie sein
müssen (1 Kor 4). "Wer redet, der rede mit den
Worten, die Gott ihm gibt" (1 Petr 4,11).
Sie hören hingegen auf alles um über alles
am laufenden zu sein und sie haben große
Kompetenz über alles zu sprechen, sie bewe-
gen aber die Herzen nicht um ein nach Gott
ausgerichtetes Verhalten zu erreichen: "Ich
berge deinen Spruch im Herzen, damit ich
gegen dich nicht sündige" (Psalm 119,11).
Auch unsere heiligen Lehrer sprechen
gleichsam dieselben Empfehlungen der
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Echo aus Medjugorje 94
Madonna aus, alle Tage das Wort Gottes zu lesen: "Die Meditation
kann nicht gleichauf mit der schweren Sünde bestehen". Hier also die
lebenswichtige Frage: hängst du von diesem Wort ab in deinem
Denken und Handeln? Bist du immer dem offen, was die Welt sagt,
wieviel Zeit widmest du aber täglich dem Wort Gottes? Lies das dritte
Lied vom Gottesknecht (Jes 50,4-9): jeden Morgen weckt er mein Ohr
damit ich wie ein Fachkundiger hinhöre und dem Entmutigten ein
aufmunterndes Wort zuspreche... Wessen öffnen wir aber vom Mor-
gen weg unser Ohr? Was können wir dem Entmutigten sagen, wenn er
von uns eine Antwort auf sein Durcheinand oder seine Verzweiflung
haben möchte?...
Wenn wir Gottes Volk sein wollen, dann muß das Wort jeden
Morgen in uns eindringen um sich in uns zu verwurzeln, unser ganzes
Leben umfassen, sich auf unseren Lippen beständig niederlassen.
Achtet auf die Angabe "am Morgen", denn Gott spricht zu uns in der
Stille des Morgens um uns am Tage zu stützen (vorausgesetzt wir sind
nicht total durch die "Wäsche" des Fernsehens, das uns bis zum Schlaf
begleitet, entleert). Menschen Gottes im Wort verwurzelt: durch
dieses Wort lebt Gott in uns, ohne es verliert man Gott.
Nur so kann uns das Wort der Welt und der Schlendrian in der
Kirche von seiten jener nicht verwirren, die Christus und Welt ver-
schmelzen wollen, aber in Wirklichkeit Christus selbst verleugnen,
denn "Ihr Ehebrecher, wißt ihr nicht, daß Freundschaft mit der Welt
Feindschaft mit Gott ist? (Jak 4,4) ...
Don Angelo
P. Jozo - ein Pilger des Friedens in der Welt
Für die Dauer von 43 Tagen hat P. Jozo den Wallfahrtsort Siroki
Brijeg verlassen um sich für die Sache seines Volkes und den Frieden
auf die Pilgerschaft zu begeben. Er besuchte u.a. Deutschland, Eng-
land, USA, Frankreich.
"Europa, erforsche dein Gewissen!" Am 10. Juni vormittags sagte
P. Jozo in Paris in der Kirche Notre Dame u.a.: "Ich glaube, daß eure
Reaktion, angesichts der Vorfälle in unserem Lande, von einem
unchristlichen Europa herrührt; die Reaktion eines guten Samariters
wäre wohl eine ganz andere. Aber um als guter Samariter zu reagieren,
muß man vom Geist des Evangeliums durchdrungen sein. Das ist der
Grund meiner Reise durch Europa: ich will euch die Botschaft des
Friedens von Medjugorje überbringen, die alle zur Rückkehr zum
Evangelium aufruft. Wenn dieser Krieg in den Herzen der Menschen
beginnt und ausgetragen wird, wundere man sich nicht, wenn sich
Frankreich, Belgien, Deutschland vor einer großen Gewissenserfor-
schung befinden...
Wie der Priester und Levite von Jerusalem nach Jericho abstei-
gend, so haben diese Nationen einen verletzten Mann angetroffen, der
noch nicht gestorben war, jedoch zweifellos kurz vor seinem Tode
stand; er hatte sie um Hilfe angefleht, sie jedoch, die Leviten, sind an
ihm vorbei zum Tempel aufgestiegen! Im Augenblick führt uns die
Jungfrau Maria zu einer Erforschung unseres Gewissens, um unsere
Liebe zu prüfen und ob wir bereit sind, das Kreuz unseres Nächsten zu
tragen, das Kreuz der anderen. Sind wir überhaupt bereit, unser eigens
Kreuz zu tragen?! Nicht allein Bosnien-Herzegowina befindet sich im
Krieg, das gesamte Europa befindet sich im Krieg mit sich selbst, denn
es weiß nicht zu lieben."
Der Papst: "Gehe mit Mut voran". Am 17. Juni hat P. Jozo mit dem
Seher Jakov in Rom an der Generalaudienz im Nervi-Saal mit einem
kleinen Freundeskreis teilgenommen. Er konnte sich dem Hl. Vater
nähern und mit ihm ein paar Worte wechseln. Der Papst hat ihn
angehört und sagte ihm wortwörtlich: "Gehe mit Mut voran, bleibe
nicht stehen!" P. Jozo hat ihn auch auf Jakov aus Medjugorje aufmerk-
sam gemacht. Und der Papst: "Wo ist er?" Als Jakov vorgekommen
war, gab er ihm einen festen Händedruck und sagte mit lauter Stimme
zum Grüppchen gewandt: "Ich segne euch alle."
Besonders Jakov war über diese Begegnung außerordentlich er-
freut. P. Jozo hat an einem Gebetstreffen in Rom teilgenommen und
am 22. Juni fuhr er wieder nach Zagreb zurück.
* Glücklich verlaufene Pilgerreise von 70 "Narren" aus
Kalifornien
Die bedeutendste Wallfahrt der letzten 6 Monate bestehend aus 70
Personen vorwiegend aus New England (USA), hat im Mai Medjugor-
je etwas belebt. Obwohl sie von allen Seiten hören mußten, dies sei
eine Reise für Selbstmörder, waren sie sicher, die Madonna erwarte sie
und haben die Reise von drei Tagen mit Zuversicht per Flug von New
York bis Wien und von dort per Bus über Zagreb, Makarska absolviert.
Alles verlief bestens! Sie wohnten an der Riviera und fuhren tagtäglich
nach Medjugorje und führten Wasser und Brot mit sich, um nicht den
Flüchtlingen von Makarska auch noch Verpflegung wegzunehmen,
für die sie jeweils einen Koffer mit Hilfen mitgebracht hatten.
Die Patres, Vicka und Ivan haben sich gefreut über so viel Glauben
und Mut, denn in dieser Zeit fühlten sie sich "von den Amerikanern
verlassen." Für sie wurde die Kirche wieder geöffnet, die Abendan-
dachten wurden gefeiert und die mit der hl. Messe und dem Heilungs-
gebet endeten.
Sie stiegen auf die Hügel, auch wenn ihnen gesagt wurde, die
Serben hätten auf jeden geschossen, der auf einen Berg gestiegen wäre.
P. Svet, gerade aus London mit geschenkten Fahrzeugen angekom-
men, sagte: "Hier in Bosnien-Herzegowina sehen wir das Beste und
das Schlimmste der Menschheit: das Böse im Menschen durch Haß
und Totschlag, aber auch das Gute durch Großzügigkeit und ehrliche
Zuneigung."
Im Gegensatz zu den Gerüchten, ist Medjugorje nicht leer: viele
Familien mit Frauen und Kindern sind noch anwesend. P. Slavko
sprach vom Schaden, den das Gerede anrichtet, Durcheinand und
Angst verbreitend, die wirksamsten Waffen Satans. (Peter Miller)
* Ein französischer Pilger fragte Vicka am 28. April, ob die
Madonna aus Vorsicht davon abgeraten hätte, in dieser Zeit nach
Medjugorje zu kommen. "Überhaupt nicht", antwortete die Seherin.
"Die Jungfrau Maria freut sich auf eure Anwesenheit hier und segnet
euch." (Regius Clause)
Irländische Priester führten von Irland das Allerheiligste mit sich
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* SOS - Ruf der Krankenhäuser
Ein Konvoi brachte von England nach der
Herzegowina Krankenwagen, Spitalseinrich-
tungen und Medikamente. In den Genuß die-
ser großzügigen Spenden kamen die Spitäler
von Makarska, Split, Citluk und auch Medju-
gorje. Die Fahrer wußten zu berichten, daß
Operationen und Amputationen mit und auch
sogar ohne Lokalanästhesie stattgefunden
haben. Die Verwundeten werden mit PKWs
und LKWs zu den Spitälern gefahren: die
Ärzte "flehen" nach Krankenwagen. Viele
Medikamente waren schon nach einer halben
Stunde aufgebraucht... Viele Spitäler waren
beschädigt worden und man mußte in Keller-
räumen arbeiten. Sie waren mit Schauder
erfüllt von dem, was sie mitansehen mußten
und haben sich verpflichtet wiederzukom-
men mit weiteren Medikamenten und Kran-
kenwagen.
Was nun vom ehemaligen Jugoslawien
verbleibt, ist eine abgrundtiefe Trennung und
ein nicht zu überwindender Haß. Die Antwort
auf diese Trennung ist die Einheit der Men-
schen aus anderen Ländern, mit anderen
Kulturen und Religionen, eins und gemein-
sam, um den Opfern dieses tragischen Krieges
zu helfen. Der Mut jener, die die Hilfen brin-
gen, ist eine Waffe, die die Angst in denen
zerstört, die leiden; die Liebe jener, die schen-
ken, wird den Haß abbauen, den dieser Krieg
verursacht hat." (Bernard Ellis)
* Die Flüchtlinge kehren nach Mostar,
Hauptstadt der Herzegowina, die befreit
wurde, zurück. Die angerichteten Zerstörun-
gen sind enorm. Insbesonders die Kathedrale
von Mostar, die erst vor 10 Jahren erbaut
wurde, ist abgedeckt worden. Von der erzbi-
schöflichen Kurie, ein imposanter Bau der
Habsburger, der sich der Kathedrale gegenü-
ber befindet, stehen nur mehr die Außenmau-
ern: im Inneren ist alles in der Nacht des 6.
Mai während eines Angriffes zerstört wor-
den. Die Wohnung des Bischofs ist verbrannt,
verbrannt auch das Archiv der Diözese und
eine Bibliothek mit mehr als 50.000 Büchern.
* P. Jozo spricht zu den Römern über seine
Reise des Friedens
...Wie bei den Anfängen der Erscheinun-
gen als mir meine kummervollen und fragen-
den Freunde gegenüberstanden, spürte ich in
der Kirche von der Tiefe meines Inneren
heraus eine Antwort: "Komm heraus und
beschütze die Kinder". So spürte ich jetzt
angesichts der Tragödie meines Volkes:
"Komm heraus und verteidigedein Volk". Aus
diesem Grunde bin ich hier...
Ich sprach mit Lord Carrington über die
Unterlassungssünden...über das Kreuz, das
wir nun tragen...vom Plan Großserbiens, der
die Führer Serbiens zur Aggression drängt.
"Ich bin nicht Gott und kann Kriege nicht
aufhalten, wie auch Europa nicht", gab er zur
Antwort. Danach habe ich in London an ver-
schiedenen Orten viele Pilger getroffen, sowie
Anglikaner, und wir haben zusammen gebe-
tet. Der anglikanische Bischof war auch in
Medjugorje und sagte: "Ich glaube daran" und
war mir eine große Hilfe bei allen Treffen.
Auch in New York, wohin mich Lord
Carrington entsandte, wurde mir Hilfe seitens
Katholiken und Protestanten zuteil. Sie berei-
teten viele Treffen an vielen Orten vor, sogar
im Sicherheitsrat. Ich bat um eine Gewissen-
serforschung: in meinem Land haben nicht 1
Million sondern 2 Millionen und 200.000
Menschen kein Heim mehr. Ich sprach von
der Barbarei der Eindringlinge, die alles zer-
stört und verwüstet haben: 700 Kirchen,
Klöster und Friedhöfe. Trotzdem haben wir
das Gleichgewicht nicht verloren und die
Stimme Mariens wurde uns zur großen Kraft
der Tröstung.
Im Palast der Vereinten Nationen haben
die Muselmanen mir Beifall gezollt als ich
sagte: "Hier ist die Madonna erschienen". Sie
sind es, die Toleranz unserer Religion gegen-
über zeigen, während die Serben in Bosnien
Moscheen und Kirchen zerstören. Am Sams-
tag sagte ich im Sicherheitsrat: "Es ist mög-
lich den Krieg zu stoppen!" Und sie antworte-
ten, nicht zu wissen, wie. "Beten und fasten
wir. Seht ihr nicht, daß Europa sich schon im
Krieg befindet?"... Ich bin hierher nach Rom
gekommen um euch zum Gebet anzuhalten.
Wenn wir schon als Kirche Gott verloren
haben, so müssen wir Ihn wieder an den ersten
Platz stellen. Wenn Rom, das Zentrum des
Glaubens sich vom Gebet abgewandt hat, wer
soll dann noch gläubig werden? Die Madonna
weint, wenn sie über uns Priester spricht: wir
sind hart geworden und es ist angenehmer vor
dem Fernseher zu sitzen, als am Tabernakel
zu stehen... Betet für die Priester. Betet für
uns, daß wir die Treue bewahren und den
einzigen Weg verkünden, der Christus allein
ist... Christus erwartet euch. Weiht eure
Familien Seinem Herzen... Ich sage zu allen:
danke euch, die ihr den Frieden wollt; damit
ihr ihn erreicht, setzt die Botschaften Mariä in
die Tat um. Danke, daß ihr ihrem Ruf gefolgt
seid.
* Dankesrede von Mons. Franic´
"An die Brüder und Schwestern, Organi-
satoren, Spender und Überbringer der Hilfen
für eure Brüder und Schwestern in Bosnien-
Herzegowina: Ihr gebt ein großartiges Bei-
spiel der evangelischen Liebe, das uns tröstet.
Diese Barmherzigkeit der Königin des Frie-
dens ist grenzenlos, so wie ihre Liebe die
Grenzen von Diözesen, Religions-Provinzen,
Nationen, von alten und neuen Staaten, über-
schreitet. In der Tat erreichen eure Hilfen alle
Bedürftigen: Katholiken, Muselmanen, Ju-
den und auch Serben, die wie wir hungern.
Diese eure tätige Liebe ist mit dem Gebet
gleichbedeutend, denn - so sagt das II. Vatika-
nische Konzil - die Liebe ist die Seele aller
Tugenden. Daher ist dieses euer Tun Bestand-
teil des Werkes der Königin des Friedens zur
Bekehrung der Seelen, das den Krieg aufhal-
ten kann, so wie sie es selbst sagt. Danke
meinerseits für alles, was ihr in diesen Tagen,
in den vergangenen 6 Monaten, getan habt,
und was ihr noch in Zukunft tun werdet. Seien
wir im Gebet vereint. Mit meinem väterlichen
Segen, grüße ich euch alle von Herzen".
+ Frane Franic´
* Ununterbrochenes Gebet,
eine von unseren französischen Freunden
aufgegriffene Initiative. Schon mehr als 1500
Personen aus frankophonen Gebieten haben
sich schriftlich zu einer Stunde wöchentli-
chen Gebetes verpflichtet und ihre Liste wurde
am 25. Juni von Ivanka der Madonna vorge-
stellt: die Anzahl der Teilnehmer steigt lau-
fend. Von diesen Freunden geht der Vor-
schlag der Einheit der Welt durch eine Ge-
betskette aus. Zuschriften an:Evrat, 18 Allee
Thevenot F - 39100 Dole
* P. Ivan Landeka, Pfarrer von Medjugorje,
ließ wissen, daß 80% der nach der Herzego-
wina gelangten Hilfen Spenden von Medju-
gorje-Anhängern sind.
* Polen: es ist eine besonders große Hilfe
nötig um die Stimme Mariens zu retten
"Die großen polnischen Medien kämpfen
gegen die Kirche: Radio Maria ist die vom
Volk gestützte Stimme. Es sendet erst seit 6
Monaten. 100 Personen arbeiten unentgelt-
lich mit, unter ihnen ständig 4 Priester, aber
noch viele beteiligen sich gelegentlich. Man
muß wachsam sein, daß alles in die richtige
Richtung verläuft: von Anfang an sind Be-
strebungen vorhanden die Eigenart Radio
Marias zu ändern, das nur im Dienste der
Evangelisation steht. Maria wache über ihr
Pater Jozo spricht mit dem Papst anläßlich
der Audienz vom 17. Juni 92
Sarajevo wird immer noch bombardiert
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- 5 -
Radio, sodaß es immer so sei, wie sie es will: ununterbrochenes Gebet,
Katechese in lebendigem Verbund mit den Menschen. Wir konnten
schon in dieser kurzen Zeit feststellen, wieviele Seelen sich bekehrten,
wieviele Menschen nicht mehr dem Fernsehen anhängen und sich von
anderen Sendern abwenden.
Einige haben auch ihr Leben für die Meinungen von Radio Maria
angeboten... Es ist Frucht von Medjugorje und sendet die Botschaften
der Madonna. Ein großes Problem stellt das Geld dar, weshalb wir
keine anderen Diözesen zufriedenstellen können: es wären 100 Um-
setzer nötig und das sofort. Ein Masten kostet wenigstens 10.000 DM:
ohne einer wirklich großen Hilfe schaffen wir es nicht! Wir wollen
auch nach Rußland hineinreichen um den Glauben dieses Volkes zu
retten, außer jenen des polnischen Volkes. Da wir das Monopol der
Massen-Medien gebrochen haben, das in Händen der dem Kommunis-
mus und Atheismus anhängenden Gelehrten war und dessen Hilfe
nicht in Frage kommt, wird Radio Maria von dort und auch vom
Westen angegriffen und verfolgt. Sie haben die Absicht Radio Maria
auszulöschen, mich inklusive. Alles ist in Händen Gottes und der
Unbefleckten. Wenn jemand unsere Nöte kennt, vielleicht wird er uns
helfen. In Radio Maria, der betenden Kirche, beten wir immer für alle
Brüder und Schwestern, die uns helfen: wir werden uns im Himmel
treffen und zusammen Gott preisen..." P. Tadeusz
(Bitte Spenden richten an: P. Tadeusz Rydzyk, Konto-Nr. 764795
Sparkasse BLZ 752553352230, D-8974 Oberstaufen oder: O. Tadeusz
Rydzyk, Bank PKO SA, Nr. A/1795-4-264473, Torun, Polen)
* Festival der Jugend 2000 in England in Aylesford Priory,
Kent, vom 27. bis 31. August 1992. Anwesend werden sein: P. Slavko,
P. Ken Roberts, P. Liam Lawton usw. Es können Jugendliche
zwischen 16 und 30 Jahren teilnehmen, auch von anderen europäi-
schen Staaten und aus den USA. Kosten: 45 Pfund Sterling
Mahlzeiten inbegriffen. Wer kann, bringe ein Zelt mit. Informa-
tionen können eingeholt werden bei: Youth 2000, P.O.Box 119,
London SW 75 RH.
Tagebuch aus Medjugorje
Und es wurde zur Oase des... Krieges!
19.5.1992 Es war eine große Freude alle Männer von Medjugorje
gesund und heil zurückkommen zu sehen, nach 7 Tagen Kämpfe an der
Front von Mostar, wo die Gefahren noch größer waren. Es ist dies
wirklich ein Wunder, so sagen sie selbst bei der Anzahl Bomben, die
über ihren Köpfen explodiert sind: "Du kannst dir die vielen tausend
Ave Maria gar nicht vorstellen, die wir während des Kampfes gebetet
haben. Alle haben wir gebetet und die Gottesmutter hat uns beschützt."
Mit Hilfe der Blauhelme wurden 5.000 Kinder aus Mostar evakuiert,
kurz bevor ein serbischer Major allen das Verlassen der Stadt untersag-
te! Leider riskieren viele zurückgebliebene Kinder ihr junges Leben.
Das Inferno von Mostar. Am Sonntag konnten wir die Luftangriffe
auf Mostar beobachten: welch ein grausiges Schauspiel! Maschinen
überfliegen dich und werfen Bomben wie Trauben ab, die explodieren:
wir sehen eine dunkle Rauchsäule aus der Stadt aufsteigen. Vicka ist
für alle beispielhaft; immer ist sie entspannt und frohen Mutes (auch
ihr Bruder befindet sich an der Front). "Warum sich beunruhigen und
am Radio kleben? Nein, das ist doch sinnlos... Ich setze meine Arbeiten
fort, so wie alle Tage, ja ich wende dazu alle meine Aufmerksamkeit
auf und mache sie frohen Herzens." Sie stützt mit der ihr eigenen
Lebhaftigkeit die Moral der Soldaten und steht ca. 10 Omas und
Jugendlichen bei, die bei den so zahlreichen Luftangriffwarnungen in
ihrem Keller Zuflucht gefunden haben... Sie fuhr für 3 Tage mit Pater
Orec´ nach Italien um für die Hilfsgüter zu danken. Ivan, der am
27.5.92 von einer kurzen Mission zurückkehrte, erinnert uns daran wie
wichtig es ist, die letzte Botschaft der Jungfrau Maria zu leben, in der
sie bittet: durch Gebet und Fasten kann man den Krieg aufhalten; auch
sollte die Weihe an das Herz Jesu und Mariens erneuert werden. Um
das Herz zu stärken, erarbeiten wir gemeinsam mit Vicka ein Flugblatt
für die kroatischen Flüchtlinge, die die ersten Botschaften und den
Plan Mariens betreffen.
Verzweiflung unter den Serben, die sich von ihren Führern verra-
ten fühlen
23.5.1992 Leichen liegen herum. Aufruhr in den Herzen der
Serben. In Sarajevo und Mostar herrscht dauernder Schrecken. Von
den Hügeln herab regnet es Bomben und überall schießen aus dem
Hinterhalt die Freischärler. Das Volk, das nicht mehr fliehen konnte,
verkriecht sich in den Kellern... Typhus ist unter den serbischen
Truppen ausgebrochen: 65 Fälle scheinen im Krankenhaus von Mostar
auf. Das Schlimmste ist, daß in der Armee der Respekt vor den Toten
fehlt. Leichen werden einfach liegengelassen oder in die Neretva
geworfen, sodaß dieser Fluß schon vergiftet ist. Die Toten werden gar
nicht registriert, sodaß die armen serbischen Familien, auch nach
Monaten, keine Nachricht über ihre Lieben haben und sie werden sie
auch nie mehr erhalten. Viele Serben sind im Herzen gegen die Führer
aufgebracht: es ist ihnen klar, daß sie in den Ruin gejagt werden...
Medjugorje: kein Soldat ist getroffen worden. Augenscheinlich
genießt Medjugorje einen übernatürlichen Schutz; ich glaube, es ist
das einzige Dorf, das weder Tote noch Verwundete zu beklagen hat!
Die Soldaten sind wegen dieses Tatbestandes so sprachlos, daß sie
Hilfskonvoi aus Südtirol
P. Leonhard
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jeden Dienstag einer Dankesmesse (übliche Abendmesse) beiwoh-
nen... Das Presbyterium scheint der Ort ihrer Zusammenkünfte ge-
worden zu sein. Gewiß, Straßen und Berge sind verlassen, doch die
Gottesmutter verfolgt mit Nachdruck ihren Plan. P. Jozo sagt: hier
wird sich die Prophezeiung von Fatima verwirklichen: der Sieg des
Glaubens, der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariä, die Nieder-
lage der Lüge und die Umkehr des menschlichen Herzens. Hier
entsteht eine ganz neue Gesinnung, hier entsteht eine neue Welt, hier
auf diesem so kleinen Grund.
1.6.92. Medjugorje ist noch fast ruhig, auch wenn man aus der
Ferne immer Explosionen und Schüsse hören kann: dies ist der Kampf
der Kroaten um die Serben zurückzuschlagen. Wir beten für alle!
Damit das Unbefleckte Herz Mariens dieses Volk beschütze vor jenen,
die es in den Abgrund bringen, durch jene Führer, die vom Satan
geführt werden. Marija Pavlovic profitierte durch einen Hilfskonvoi
der Caritas, um sich ein wenig in Medj. aufzuhalten... sie erholt sich
langsam, da sie derzeit eine entsprechende Kur macht.
Das Brot vermehrt sich dort, wo man die Liebe zu den Flüchtlingen
übt - dort erlebe ich ein Ereignis würdig des Evangeliums: Die Familie
des Freundes Josip - sie besteht aus 6 Personen - hat 12 Flüchtlinge
aufgenommen, die alles verloren haben. Vor dem Krieg hatte Josip ein
Kalb geschlachtet und er konnte das Fleisch in einer Eistruhe aufbe-
wahren, die von einem Elektrogenerator gekühlt wurde. Diese Familie
hat den Tisch zu jeder Stunde gedeckt, für all die Armen, die zu ihnen
kommen, also ganze 18 Personen zu Mittag und am Abend, dazu noch
die Armen, die so gelegentlich dazukommen. Das sind die einzigen,
die sich eine solche... Vorsehung leisten können, denn überall fehlt der
elektr. Strom für die Eismaschine. Sie haben alle finanziellen Reserven
total aufgebraucht, um die armen Flüchtlinge zu unterstützen: "Wir
haben noch unser Haus, die Wiesen, die Felder, sie aber haben nichts
mehr." Am letzten Abend sagte ich zu Josip: woher kommen all die
Gaben Gottes? So viele Personen alle Tage schon seit mehr als einen
Monat! Haben sie dir noch eine andere Kuh dazugegeben?" - "Nein,
das ist immer dieselbe, ich verstehe das auch nicht. Ich entnehme
laufend Fleisch aus der Kühltruhe aber es wird nicht weniger. Ja, ich
gebe davon auch anderen Familien!" Die Vorsehung Gottes kann
diesen Herzen nicht widerstehen! Ich sage Gott Dank für solch schöne
Zeichen göttlicher Zärtlichkeit mitten in Medjugorje, gerade jetzt, da
sich dieses Volk in grenzenlosem Unglück befindet.
(aus dem Tagebuch der Sr. Emmanuelle, einer französischen
Schwester, die in Medjugorje blieb)
* Radio Vatikan hat am 9.7.92 mitgeteilt, daß die serbische Miliz
Mons. Franjo Komarica, Bischof von Banja Luka, aufgefordert hat die
Stadt zu verlassen: er hat dem nicht Folge geleistet und man hat seither
keine Nachricht von ihm und ist deshalb sehr besorgt.
* Gebetstreffen mit Vassula Ryden. Am 18. Juli wird in
Deutschland ein Gebetstreffen mit Vassula stattfinden: in 7912
Wallenhausen (bei Marienfried), Nähe Kirche, in den ehemaligen
Bürgerstuben. Beginn: 14 Uhr; anschl. Hl. Messe in Marienfried.
Auskunft: Miriam-Verlag, Tel. 07745 - 7267
Wie du dich in diesem Sommer erholen kannst
Ein Brief von P. Tomislav Vlasic´ an alle, die den Weg der vollkomme-
nen Hingabe gehen. (Übersetzung aus dem Kroatischen)
Liebe Schwester! Lieber Bruder!
Ich setzte Vertrauen in dich und hoffe, daß du den Schritten folgst,
die dir in den letzten Briefen gezeigt worden sind. Ich hoffe auch, daß
du im Herzen der Königin des Friedens weilst, auf die Botschaften
hörst und die Anregungen annimmst, die sie dir gibt. Mit der ganzen
Gemeinschaft bin ich dir nahe. An unserem Gebet und an Gottes Segen
durch uns wird es dir nicht mangeln. Ich biete dir auch einige Anregun-
gen an, die dir helfen können, daß du deine Kraft im Laufe des
Sommers erneuerst.
1. Komm zur Ruhe! Spiele im Herrn, so wie ein Kind am Meeres-
strand spielt oder auf der Wiese... Entspanne dich und freue dich an
dem Leben, das dir Gott schenkt. Im Laufe der Ferien sollen alle
Anspannungen und Sorgen von dir abfallen! Das ist sehr wichtig. So
wirst du zu neuer Schaffenskraft gelangen. Und du weißt: das Gefühl
neuer Schaffenskraft führt dich zum Schöpfer! Darum gehe in Urlaub!
Aber achte darauf, daß du die richtige Art und Weise von Urlaub
auswählst! Ich will dir dabei helfen. Alle Menschen haben den Wunsch,
in die Ferien zu gehen. Die meisten derer, die in Ferien sind, begegnen
nur dem Geschaffenen: sie betrachten das Meer, die Landschaft, das
schöne Aussehen der Menschen; sie tauchen ein in Spiele, Fernsehen,
Programme... Auch du sollst nicht das Geschaffene verneinen, damit
du nicht den Schöpfer verneinst. Aber es ist notwendig, daß du überall
den Schöpfer entdeckst, den Heiland, den, der uns heiligen will!
Bei dieser Überlegung kehre zurück zur Meditation der letzten
Briefe, die ich dir habe zukommen lassen. Ließ von neuem die
liturgischen Texte vom Dreifaltigkeitssonntag (Spr 8,22-31; Psalm 8;
Röm 5,1-5; Joh 16,12-15). Durchlebe diese Texte, lebe in ihnen diesen
Sommer und die Ferienzeit.
a) Gottes Weisheit sagt dir: "Der Herr hat mich geschaffen im
Anfang seiner Wege, vor seinen Werken in der Urzeit; in frühester Zeit
wurde ich gebildet, am Anfang, beim Ursprung der Erde. Als die
Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren, als es die Quellen noch
nicht gab, die wasserreichen. Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor
den Hügeln wurde ich geboren. Noch hatte er die Erde nicht gemacht
und die Fluren und die Schollen des Festlandes. Als er den Himmel
Verteilung von Hilfen der UNO in Sarajevo (Avvenire)
Zerstörungen in Bosnien (Avvenire)
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baute, war ich dabei, als er den Erdkreis
abmaß über den Wassern, als er droben die
Wolken befestigte und Quellen strömen ließ
aus dem Urmeer, als er dem Meer seine Sat-
zung gab und die Wasser nicht seinen Befehl
übertreten durften, als er die Fundamente der
Erde abmaß, da war ich als geliebtes Kind bei
ihm. Ich war seine Freude Tag für Tag und
spielte vor ihm allezeit. Ich spielte auf seinem
Erdenrund, und meine Freude war es, bei den
Menschen zu sein." (Spr 8,22-31) Du bist in
dieser Weisheit geschaffen, in diesem klaren
Licht. In dir ist nichts entstanden, was zufällig
oder nicht vorgesehen ist. Auch heute ist
nichts zufällig. Es wird auch in Zukunft nichts
zufällig sein. Alles in dir betrachte Gottes
Weisheit (entspann dich, o Seele...)
Nur in diesem Licht kannst du dich erken-
nen und die Ordnung und den Einklang aller
Dinge sehen. So kannst du ausruhen, ruhig
werden... Das ist die einzige wahre Erkennt-
nis, welche das wahre Licht auf die mensch-
lichen Entdeckungen wirft. Ohne dieses Licht
sind auch die Erkenntnisse aller menschli-
chen Entdeckungen nur Schatten und Halb-
schatten, die dich täuschen und die dir nicht
erlauben, daß du dich entspannst und aus-
ruhst. Alle Schluchten, alle Berge, das Meer
und die Felder ruhen in der Weisheit.
Die Ereignisse hängen alle von der Weis-
heit Gottes ab... (entspann dich; ruhe dich aus
in der Weisheit, die alles lenkt...). Welche
Täuschung zu denken, daß wir unser Leben
kennen und daß wir es lenken! Welch eine
Last für die Menschheit, diese Aufgabe auf
sich zu nehmen und sie zu tragen, wenn sie sie
doch gar nicht tragen kann! Welch eine un-
tragbare Last! Du, ruhe dich aus und entspan-
ne dich, spiele wie ein Kind, denn du weißt,
daß dein Gott diese Aufgabe innehat und sie
niemals veruntreuen wird! Seine Weisheit
durchdringt alles. Laß zu, daß sie dich durch-
dringt und erneuert (meditiere den Psalm 95).
b) Du mußt noch einen Schritt weiter
gehen. Du kannst entspannen und ausruhen
auch am Kreuz! Du, als Seele, die die voll-
kommene Hingabe lebt, mußt das kennen.
Lies erneut Röm 5,1-5. Der Hl. Paulus sagt:
"Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir
Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unse-
ren Herrn" (vgl. Röm 5,1). Er sagt, daß du
gerecht gemacht bist und den Frieden hast!
Darum ruhe aus von deiner Vergangenheit
voller Wunden und Müdigkeit. Laß zu, daß
der Herr deine Wunden mit seinem göttlichen
Verzeihen streichelt, so wie er das wiederge-
fundene Schaf streichelt. Versöhnt mit deiner
Vergangenheit sei offen für die Herrlichkeit
Gottes, die sich in dir kundtut (vgl. Röm 5,2)
Der Hl. Paulus zeigt dir die Stufen, über
die du zur wahren, vollständigen Erneuerung
des Lebens gelangen kannst... "Wir rühmen
uns ebenso unserer Bedrängnis", sagt der Hl.
Paulus. Dieser Ruhm in der Bedrängnis führt
dich zur Geduld in den Prüfungen, die Geduld
bewirkt Bewährung, Bewährung Hoffnung,
und die Hoffnung öffnet alle Türen deines
Herzens für Gottes Liebe, ohne Grenzen,
wunderbar... Die Liebe Gottes täuscht nie! Du
bist dann im Leben ohne Illusionen, in der
Fülle des Lebens (meditiere Psalm 139). Durch
die Ferien wird Gott dich wiederbeleben!
Folge diesen Stufen! Verkünde der Welt
dein Glück! Bring dich dar an den Kreuzen
der anderen, damit auch sie das Heil erkennen
können!... Schau, wie schön es ist, darge-
bracht zu sein, vollkommen durch Maria Je-
sus übergeben!
c) Lebe nicht im Schatten oder Halbschat-
ten! Der Lehrer zeigt dir den Weg hin zum
vollen Licht. "Wenn aber jener kommt, der
Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze
Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich
selbst heraus reden, sondern er wird sagen,
was er hört, und euch verkünden, was kom-
men wird" (vgl. Joh 16,13). Beunruhige dich
nicht wegen der Geheimnisse in deinem Leben,
seien es vergangene, seien es zukünftige; be-
unruhige dich auch nicht wegen der Geheim-
nisse der Menschheit. Bete zum Hl. Geist!
Entspanne dich und gestatte es ihm, daß er
dich in alle Wahrheit einführt. Du ruh dich aus
und laß ihn in dir arbeiten... Geh freudig der
Zukunft entgegen!
2. Nimm an der Liturgie teil! Hier ist für
dich das konkrete Programm für jeden Tag!
(Wenn du nicht jeden Tag in die Kirche gehen
kannst, bediene dich der Hl. Schrift, der Psal-
men, des Rosenkranzes...). Dort wirst du den
Herrn finden. Ich biete dir einige Punkte an,
damit du besser teilnehmen kannst.
a) Laß deine Teilnahme nicht nur einfach
ein Ritual sein: es ist nicht möglich, die
Begegnung mit Gott nur mit Ritualen zu
beginnen und zu beenden. Bereite dich vor
auf die Begegnung mit deinem Gott. Empfan-
ge den lebendigen Gott! Und dann? Du kannst
nicht einfach die Begegnung mit dem Entlas-
sungsgruß des Priesters beenden! Du kannst
nicht fortlaufen von dem, der dein Leben
geworden ist! Verweile in freundschaftlichem
Verhältnis mit ihm...
b) Nimm teil an der himmlischen Liturgie!
In der Liturgie ist der ganze Himmel anwe-
send. Sei in der Gemeinschaft mit der Mutter-
gottes, mit den Heiligen und den Engeln. O, es
ist zu wenig, wenn in der Kirche nur des
Namens des Heiligen gedacht wird, den man
an den Tag verehrt! Das ist nur ein Ritual und
rituelle Gewohnheit! Der Heilige ist lebendig,
genauso gegenwärtig wie er auf Erden gewe-
sen ist. Durch ihn wirkt Gott auch heute noch
Wunder. An seinem Gedenktag feiert der
ganze Himmel.
Und wieviele Gnaden werden der Kirche
angeboten durch ihn! Darum verehre jeden
Tag den Heiligen, dessen Gedenktag ist...
Besuche die Heiligtümer, wo die Heiligen
gewesen sind. So wirst du Kräftigung finden.
Natürlich hängt alles ab von deiner inneren
Teilnahme...
c) Verehre vor allem die Himmlische
Mutter! Wer nicht an der himmlischen Litur-
gie teilnimmt, sondern sich selbst auf die
traditionellen Gottesdienstordungen be-
schränkt, der kann die lebendige Gegenwart
der Muttergottes in der Kirche, in den Er-
scheinungen, in den Erklärungen nicht verste-
hen. Öffne dich der Mutter! Hab mit ihr den
lebendigsten geistlichen Kontakt. Die Kirche
verlangt von dir, daß du in ihr Herz eintrittst.
Genau das! Und das ist nicht zufällig!... Besu-
che die Orte Mariens. Wo ihre Erscheinungen
sind, dort ist ihre Gegenwart besonders deut-
lich. Das ist die Erfahrung der Kirche. Dessen
bin auch ich Zeuge. Sei auch du ihr lebendiger
Zeuge dort, wo sie so kraftvoll wirkt.
3. Jesus ist gegenwärtig! Und er wird
kommen in all seiner Herrlichkeit! Sei offen,
damit er sich in dir vollkommen verherrliche!
Wenn du aufmerksam diesen Schritten folgst,
findest du dich in einem besonderen geistli-
chen Zustand. In dir, in deinem jetzigen
Augenblick, wird alle Vergangenheit und
Zukunft sein. Du wirst in Jesus sein und zur
gleichen Zeit wirst du auf seine glorreiche
Wiederkunft warten. Welche Herrlichkeit: in
seine göttliche Liebe eingetaucht sein und zur
gleichen Zeit seine neue Wiederkunft erwar-
ten, die Vollendung seiner Wirklichkeit auf
Erden! Unendliche Herrlichkeit!... In so ei-
nem Zustand lebend kannst du die Prophe-
zeiungen verstehen. Simon und Anna haben
Gott im Tempel gedient mit ihrem ganzen
Sein und darum haben sie Gott erkennen
können, der in den Tempel getragen wurde
(vgl. Lk 2,25-38). So auch die Heiligen: mit
Jesus im Herzen lebend, machten sie sich für
seine Wiederkunft bereit. Und Jesus ist zu
ihnen immer die unendliche Liebe gewesen.
Die erste Kirche fühlte die Nähe seines zweiten
Kommens, indem sie ganz tief die Gegenwart
Christi lebte.
Du öffne dich mit ganzem Herzen ihm,
dem Gekreuzigten. Aber lebe genauso, mit
ganzem Herzen offen, seine erneute Ankunft,
wenn alles von neuem in Ordnung und Har-
monie wiederhergestellt sein wird und wenn
das ganze Weltall Gott und das Lamm anbe-
ten werden (vgl. Offb 5). Beide Aspekte sei-
ner Gegenwart müssen in dir lebendig sein:
einer begründet und durchwirkt den anderen,
ein Aspekt erklärt den anderen. Indem du Jesu
Gegenwart in dir lebst, bist du fähig, die
Zeichen der Zeit zu begreifen und seine
Wiederkunft mit lebendigen Glauben zu er-
hoffen. Ohne den flammenden Wunsch, daß
Jesus komme und in Fülle sich verherrliche in
dir und in der Welt, können Gauben, Hoff-
nung und Liebe in dir nicht genügend Raum
finden, um sich zu entwickeln und den großen
Wunsch Jesu zu umarmen, daß er den Vater
verherrliche und daß er sich in den Seinen
verherrliche. Ohne diesen großen Wunsch
können wir nicht in Fülle beten: "Dein Reich
komme!"
Diese Ferien werden wunderschön! Ent-
spanne dich, lausche in dir auf Gott, so wie er
Bunker unter der Pfarrei, mit Sandsäcken
geschützt, während man die Messe feiert
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in sich ist... Beobachte alle Geschöpfe so, wie
sie in Gottes Weisheit sind... Laufe in Freude
der vollkommenen Erfüllung von Gottes Plan
in dir und in der Welt entgegen. Juble vor
Freude und preise ohne Unterlaß den Ewigen
Gott... Und jetzt beginne mit der Aufgabe,
einen konkreten Plan für diesen Sommer
auszuarbeiten. Frohe und erholsame Ferien in
Gott! Mein Segen möge immer auf dir ruhen:
im Namen des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes. Amen.
P. Tomislav Vlasic, Lama dei Peligni,
24.06.1992
Kennt ihr Johanna?
Bischöfe und Exorzisten haben sie als den
umwälzensten Fall von teuflischer Besessen-
heit genannt, den man je erlebt hat. Und doch
handelt es sich dabei um eine Person, die Gott
in besonderer Weise angenehm ist und die
eine ganz eigenartige Aufgabe erfüllt, mit
außergewöhnlichen Gaben ausgestattet, schon
von ihrer ersten Jugend an.
Schon vom Mutterleib an wurde sie ge-
schlagen, daher kannte sie auch nicht einen
einzigen Tag ohne Leiden. Auf welche Weise
wurde sie geschlagen? Geschlagen durch eine
Serie von Boßhaftigkeiten, die eine verdorbe-
ne Frau vollzog. Sie hatte keine rechte Kind-
heit noch Jugendzeit. Im Alter von 13 Jahren,
an einem Gründonnerstag, fühlte sich Johan-
na wie gekreuzigt. Man erfuhr nachher, daß
12 ausgetretene Priester eine schwarze Messe
gegen sie gahalten hatten, indem sie diese
dem Satan darboten und gleichzeitig konse-
krierte Hostien an der Wand befestigten, um
sie zu schänden.
Es folgten dann unbeschreibliche Krank-
heiten, sonderbare Zeichen, ohne je Ruhe zu
finden. Zum Beispiel, sah man Dämonen, die
aussahen wie Schlangen, die ihr durch den
Mund eintraten bis in der Magen, und dort
stärkste Schmerzen verursachten. Durch 15
Jahre hindurch konnte Johanna weder essen
noch trinken: sie erbrach alles. Noch schlim-
mer waren die inneren Übel, so etwas, wenn
die Dämonen ihr die eigene Verzweiflung
übertrungen, oder wenn sie sich in höllische
Flammen eingehüllt glaubte. Oft versuchten
sie auch sie zu töten, doch der Herr verhinder-
te das. Es war 1985, als ein Bischof über sie
den Exorzismus betete, befahl er den Dämo-
nen zu sagen, wer Johanna sei und man hörte
sagen: "Sie ist eine Opferseele für die Priester,
sie ist eine Märtyrerin, sie ist unsere Ver-
zweiflung. Daher kommt unsere Rache an ihr
nicht zu Ende."
Auch ihre Angehörigen, die ihr beistehen,
vor allem ihr geistlicher Bruder, hatten Un-
glaubliches mitzumachen. Wir sprechen dar-
über auf diesen Seiten zu einem ganz be-
stimmten Zweck. Denn schon öfters bat die
Gottesmutter, für die Befreiung von Johanna
zu beten; sie sagte, der Heiland möchte sie
befreien, doch dies muß die Frucht vieler
Gebete sein. Jesus versprach jene in ganz
außergewöhnlicher Weise zu beschützen, die
für dieses Anliegen beten. Dafür wurden
besonders Klöster mit Klausur ersucht, damit
sie den ganzen Rosenkranz vor ausgesetztem
Allerheiligsten beten. Wir Menschen wollen
immer schon gleich den Erfolg sehen, wir
ermüden auch bald und das ist ein Problem,
das auch Klausurschwestern betreffen kann...
wenigstens teilweise.
Es ist nötig neue Hilfen zu finden; ich
dachte gleich an Don Angelo. Warum nicht
die Leser vom "Echo" ansprechen? Ich kann
euch versichern, daß Johanna, in den Augen-
blicken, in denen sie bei sich ist, mit einer
ganz gütigen Stimme spricht und sie sehr
genau die Ereignisse von Medjugorje ver-
folgt, die ganze Welt um Medjugorje, ja sie ist
überhaupt sehr ansprechbar, was die Bitten
der Jungfrau Maria betrifft; und dies ist auch
eine sehr konkrete Bitte.
Daher rufen wir alle auf zur baldigen
Befreiung von Johanna, vor allem durch das
Rosenkranzgebet. Wir werden euch dann
benachrichtigen, sobald diese schon lang
ersehnte Gnade ihr geschenkt wird und jetzt
schon kann ich euch der tiefen Dankbarkeit
von Johanna und ihrer Lieben versichern.
Don Gabriele Amorth
Botschaft Mariens in San Martino
(Schio)
"Meine Kinder, ich bin jeden Tag bei
euch, um euch die Gnade neu zu
schenken, um euch wieder zur Heilig-
keit aufzurufen.
Bleibt mit mir vereint, denn groß ist
die Gefahr.
Des öfteren sehe ich euch inmitten der
Wüste. Jetzt ist mein Aufruf noch
wichtiger, noch aktueller.
Betet mit mir für die ganze Welt.
Ich segne euch alle."
24.6.1992
* Man versucht die Pilgerreise nach Me-
djugorje wieder aufzunehmen.
Bus nach Medjugorje mit Abreise am
29.7.92 von Bozen und Rückkunft am
2.8.92. Organisatorische Details sind noch
festzulegen. Auskünfte und Vormerkun-
gen unter Tel-Nr. 0471-282004 ab 20.7.
Jesus an Vassula
"Ihr sollt euch nicht fürchten, wenn die
Stunde der großen Kümmernis kommt, und
ihr standhaft und im Glauben seid, denn diese
Stunde wird kommen um das Angesicht der
Erde zu verändern. So wird sich alles, wie in
Fatima angekündigt, erfüllen..." (30.8.91)
"...seit den Zeiten von Fatima bis zur
heutigen Epoche, ist keine meiner Warnun-
gen beachtet worden. Die Stunden entfliehen
und eine mächtige Armee, wie sie die Welt
noch nie gesehen hat und auch nie mehr sehen
wird, ist nahe!..." (13.11.91)
"Wenn ihr nur wissen würdet, wie Ich
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(Aut. Trib. BZ Nr. 24 / 28.8.91) Presse-Verantwortung:
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Meran (Südtirol) 0473 211622
bereit bin, die Verbrechen eurer Ära zu ver-
zeihen, wenn ihr nur einen liebevollen Blick
auf Mich werfen würdet... einen Augenblick
des Bedauerns... einen Seufzer der Unschlüs-
sigkeit... ein leichtes Überdenken. Für ein
einziges Lächeln zu Meinem heiligen Ange-
sicht, würde Ich vergeben und vergessen.
Nicht einmal auf Meine Wunden würde Ich
schauen. Vor Meinem Angesicht würde Ich
alle eure Bosheit und Sünden auslöschen.
Hättet ihr nur einen Augenblick des Be-
dauerns, der ganze Himmel würde eure Geste
feiern, denn euer Lächeln und euer liebevoller
Blick würden mir wohlgefallen wie Weih-
rauch und jenen kurzen Augenblick des Be-
dauerns würde Ich wie einen neuen Gesang
verstehen." (29.8.89)