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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 120 (Juni 1995)

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Juni 1995, Monat der heiligsten Herzen Jesu und Mariens- Orig. A.: Eco di Maria - Anschrift: Echo
Mariens, C. P. 149 - I-46100 Mantova - Aut. Trib. MN 8.11.86, n. 13, J.11-Nr. 6; Fax 0376-245075
120
Botschaft vom 25.5.1995
“Liebe Kinder,Ich rufe euch auf, mei-
ne lieben Kinder, mir mit euren Gebeten
zu helfen, möglichst viele Herzen meinem
Unbefleckten Herzen näherzubringen.
Satan ist stark und will mit allen Kräften
immer mehr Personen sich selber und der
Sünde näherbringen. Deshalb lauert er
unentwegt, um in jedem Augenblick im-
mer mehr zu ergreifen. Ich bitte euch,
meine lieben Kinder, betet und helft mir,
euch zu helfen. Ich bin eure Mutter, ich
liebe euch und deshalb möchte ich euch
helfen.Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt
seid.”
Ohne die Liebe kann man weder
mit Gott noch mit den Brüdern
leben
Vor einem Monat hatte Maria an Mirjana
eine Botschaft gegeben, in der sie sich über
unsere Undankbarkeit gegenüber Gott und
unsere Herzenshärte angesichts der Leiden
unseres Nächsten beschwerte, und jezt bezieht
sich die Muttergottes auf diese Botschaft, in-
dem sie uns von neuem zur Liebe einlädt und
entschieden und unwiderruflich sagt, daß man
ohne die Liebe weder mit Gott, noch mit den
Brüdern leben kann.
Das ist ein klarer Maßstab für uns, um zu
beurteilen, ob wir mit Gott oder mit unserem
“Ich” sind.
1. Viele glauben, aufgrund eines äußeren
Glaubensbekenntnisses und einer gewissen
christlichen Praxis MIT GOTT ZU LEBEN,
weil sie eine Linie verfolgen, die sie als kirchen-
treu ansehen (die aber auch ihrer Bequemlich-
keit entgegenkommt); aber in Wirklichkeit
sind sie wie die törichten Jungfrauen, die die
Flamme des Glaubens nicht mit Werken der
Gottesliebe nähren und mit konkreten Ent-
scheidungen für seinen Willen.
Für sie ist Gott nur ein Wort: Ihr Mund ist
voll von “Herr, Herr”, aber er ist nicht der Herr
ihres Lebens. Wie sehr ist doch der Mensch
betrogen, der mit seinem Gott nur lebt, ihn
aber nicht liebt, den Gott verlangt eifersüchtig
nach dem Geist, den er in den Menschen gelegt
hat! Auch zu denen, die sich sogar rühmen
konnten, in seinem Namen prophetisch gere-
det und Wunder vollbracht zu haben,
wird der
Herr sagen: Ich kenne euch nicht
(vgl. Mt
7,21-23). Man kann nicht bei einem verzeh-
renden Feuer wohnen (vgl Is 33,14) und nicht
vor Liebe brennen.
2. Ohne die Liebe, die von Gott kommt,
kann man ebensowenig MIT DEN BRÜDERN
LEBEN. Wir sehen in der Tat, wie das Leben
unter den Menschen heute unlebbar wird, weil
jeder nur sich selber sucht, was immer mehr
Spaltungen schafft, in denen die einen gegen
die anderen aufgewiegelt werden. Schöne
Reden über die Liebe kann man von vielen
Kanzeln hören, aber oft kommen sie aus trok-
kenen Wüsten, weil sie nicht vom Leben der
wahren Liebe getränkt sind. Es hat den An-
schein, daß wir in den Zeiten des Evangeliums
leben, von denen es heißt, daß wegen des
Ausuferns der Greueltaten die Liebe der vielen
erkalten wird
(Mt 24, 12).
“Ich bin gekommen, um für die Weihe an
mein Unbeflecktes Herz zu bitten”, worin wir
einem jungfräulichen Garten gleich, be-
schützt sind und Jesus finden werden, dessen
Herz mit dem ihren verschmolzen ist.
(Denkschrift vom 24. Juni)
Wenn ihr nicht zuerst Gott liebt, könnt
ihr nicht euren Nächsten lieben, noch den,
den ihr haßt.
Denn die Liebe ist aus Gott, und
wenn der Mensch Gott nicht annimmt, kann er
nicht lieben. Wer die Liebe Gottes nicht hat, ist
im Dunkeln, und kann in den anderen nicht
seine Brüder erkennen. Der Hochmütige hat
die Liebe Gottes nicht in sich und liebt nie-
manden, denn er will nur sich selbst bestäti-
gen. Deshalb verurteilt, haßt und verdammt
der Mensch ohne Gott. Wenn er seinen Sym-
pathien folgt und behauptet, er liebe, liebt er in
Wirklichkeit nur auf egoistische Weise sich
selbst.
Hört, wie die Muttergottes, mit großer
Tiefe und Einfachkeit der Sprache, uns die
Worte des Apostels wiederholt, damit wir uns
nicht täuschen: Die Liebe ist aus Gott, und wer
liebt, ist aus Gott gezeugt... Und darin besteht
die Liebe: nicht wir haben Gott geliebt, son-
dern Gott hat uns geliebt ...Wir lieben uns, weil
er uns zuerst geliebt hat
(1 Joh 4,7.10.19).
Und wenn wir dann mit seinen Augen, aus
dem Innersten Seines Herzens heraus, auf
diejenigen schauen, die wir hassen möchten,
dann werden wir sehen, wie sehr sie Liebe
brauchen, und wir werden fähig werden, sie so
zu lieben, wie Gott sie liebt. Der Christ macht
den anderen Jesus bekannt, wenn er Jesus im
Herzen hat und Seine Liebe lebt. Jesus fragt
Petrus: Liebst du mich mehr als diese ( Joh
21,15) ? Jesus bittet nicht vor allem darum,
seine Schafe zu lieben, sondern ihn zu lieben.
Wenn Petrus im Herzen die Liebe für
seinen Herrn lebt, dann wird er auch seine
Schafe aufnehmen und lieben, so wie er sie
geliebt hat, bis er sein Leben für sie hingibt, bis
er denen verzeiht, die ihn verleugnen, bis er die
liebt, die ihn hassen und denen, uns Menschen
zufolge, mit gleicher Münze heimgezahlt wer-
den müsste.
3. Deshalb öffnet eure Herzen der Liebe
Gottes, die so groß und immer offen ist (das
heißt für jeden von uns angeboten wird). Diese
große Liebe wird uns als unentgeldliches Ge-
schenk angeboten und wir empfangen es in
dem Maß, in dem wir uns Ihm öffnen. Die
Muttergottes offenbart uns dann, daß gerade
aus Liebe zum Menschen Gott sie in unsere
Mitte gesandt hat, um uns den Weg des
Heils zu zeigen, der der Weg der Liebe ist.
4. Wenn es also wahr ist, daß wir, wenn wir
lieben, vom Tod zum Leben übergehen (1Joh
3,14), wie können wir es dann anstellen, zu
lieben? Betet, und durch das Gebet werdet
ihr die Liebe entdecken.
Daß Maria so auf
diesem Punkt besteht, muß uns überzeugen,
daß nur das Gebet das Tor ist, durch welches
in uns das Leben Gottes Eingang findet und
damit auch der ganze Rest. Das Osterfest und
der Monat Mai sind günstige Gelegenheiten,
die Maria uns anbietet, um zur Fülle des Le-
In der Heilsgeschichte findet ein ununter-
brochener Kampf zwischen der Frau und dem
Satan statt, bis daß dieser besiegt sein wird
(Gen 3,5); aber in der “Endzeit”, das heißt in
dieser unserer Zeit, wird der Kampf gegen die
Nachkommenschaft der Frau immer verbissener
werden (vgl. Offb 12,13-17). Die Menschen,
und auch wir Christen, unterschätzen die Macht
der Verführung und die Menge an Mitteln, über
die Satan für seine großen Pläne verfügt, um
die Menschen zu täuschen, “sogar in den aller-
kleinsten Dingen” (25.3.95) und um sie der
Sünde näherzubringen und sie folglich von
Gott und dem Heil wegzulocken.
Aber wir unterschätzen ebenso die Macht
und die Anziehungskraft des Unbefleckten
Herzens Mariens, derjenigen, die “schön ist
wie der Mond”, strahlend wie die Sonne und
furchterregend wie Bannerscharen (Hohel 6,10).
Aus diesem Grunde kommt sie, um uns zu
besuchen, zu uns zu sprechen, um uns zu
erleuchten und um uns ohne Unterlaß zu erklä-
ren, daß sie in diesem Kampf mit uns und für
uns ist. Sie will uns die Wirklichkeit Satans
verstehen lassen, der ohne Unterlaß am Werk
ist, wie ein brüllender Löwe umherschleicht (1
Petr 5,9), der im Versteck auf der Lauer liegt,
um den Armen zu packen und ihn in sein Netz
zu ziehen
(Ps 10, 30): Der Mensch dagegen
Botschaft vom 25.4.1995
“Liebe Kinder, heute lade ich euch zur
Liebe ein. Meine lieben Kinder, ohne Lie-
be könnt ihr weder mit Gott noch mit den
Brüdern leben. Deshalb lade ich euch alle
ein, eure Herzen der Liebe Gottes zu öff-
nen, die übergroß und offen für jeden von
euch ist. Gott hat mich aus Liebe zum
Menschen unter euch gesandt, um euch
den Weg des Heiles, den Weg der Liebe, zu
zeigen. Wenn ihr nicht zuerst Gott liebt,
werdet ihr weder den Nächsten noch den,
den ihr haßt, lieben können. Deshalb, meine
lieben Kinder, betet und durch das Gebet
werdet ihr die Liebe entdecken. Danke,
daß ihr meinem Ruf gefolgt seid.”
Flüchtet euch in mein
Unbeflecktes Herz, um euch vor
Satan zu retten
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- In Italien ist eine
Protestaktion im Gange gegen die in Betracht
gezogene Ausweitung der Öffnungserlaubnis
der Geschäfte auch an Sonn- und Feiertagen
nicht nur in Ferienorten. Gerade eine Laden-
besitzerin appelliert das Gewissen aller, damit
sie sich für eine so heilige Sache einsetzen: “Du
sollst den Sabbat heiligen”.Sonntag soll der
Ruhe dienen, den religiösen Werten, der Fami-
lie, der Gemeinschaft allgemein. Das zu starke
turistische und geschäftliche Interesse zerstört
die Heiligkeit des Sonntags. Maria Cusini, Via
Saroch 93, I-23030 Livigno (Sondrio) bietet
sich an, um Proteste zu sammeln und gemeinsa-
me Aktionen zu organisieren.
Die 75 Jahre des Papstes
- Es scheint,
sein Amt sei noch am Anfang - sagt man -, so
sehr hat sich sein Tätigkeitsfeld ausgeweitet,
das auf das dritte Jahrtausend ausgerichtet ist,
auf dessen Ziel er die Kirche führt. Wir wün-
schen ihm, er möge diese Schwelle überschrei-
ten, weshalb wir einmütig beten, “der Herr
möge ihn erhalten, ihm das Leben in Fülle
geben, ihn auf Erden glücklich machen und ihn
nicht den Feinden überlassen”, wie es im Ge-
bet ‘pro Pontifex’
steht.
Anläßlich seines Geburtstages am 18. Mai,
hat er im Kreise vieler Menschen auf dem
Petersplatz an seine Eltern, seine Taufe in der
Pfarrei von Wadovice, seine Priesterberufung
bis zur Ernennung als Stellvertreter Christi,
erinnert. Nach der Einladung, dem Herrn mit
ihm zu danken, denn “ewig ist Seine Barmher-
zigkeit”, hat er hinzugefügt:
“... Vor allem erneuere ich vor Christus,
daß ich bereit bin, der Kirche so lange zu
dienen, wie Er es wünscht und mich gänzlich
Seinem heiligen Willen hinzugeben. Ich über-
lasse Ihm den Entschluß, wie und wann ich von
diesem Dienst an der Kirche freigestellt werde,
die ich wieder Maria, wie in Vergangenheit, als
auch in Zukunft, anvertraue: Totus tuus ego
sum”!
Bei dieser Gelegenheit hat Bischof Hnilica
einen eingehenden Aufruf an alle marianischen
Gruppen gerichtet, damit sie sich um den hl.
Vater scharen und anerkennen, daß kein Papst
jemals zuvor ihre marianische Berufung so
sehr bestätigt hat; sie darum beten, damit die
Mission Mariens für diese Zeiten zum völligen
Triumph Christi führe, sodaß Johannes Paul II.
in die Geschichte als der Papst Mariens, der
Miterlöserin, Mittlerin aller Gnaden und unse-
re Fürsprecherin,
eingehe.
sieht ihn nicht oder will ihn nicht sehen. >
> Wenn wir uns mit ihrer Hilfe dann
unserer äußersten Gebrechlichkeit und der Kraft
des Bösen bewußt geworden sind, dann sollen
wir jedoch keine Angst haben und auch unsere
Aufmerksamkeit gar nicht darauf richten, son-
dern uns im Gebet und in kindlicher Liebe von
ihrem Unbefleckten Herzen anziehen lassen.
In ihren Armen geborgen wohnen wir in ihrem
Herzen, denn dort sind wir der Wirksamkeit
der Erlösung Christi gewiß und werden über
die Kräfte des Bösen und die Versuchungen
Satans den Sieg davontragen.
Aus dem Inneren ihres Herzens heraus, in
Gemeinschaft mit ihr und ihr geweiht, werden
wir mit ihr mitarbeiten, um soviel Herzen wie
möglich der Macht des Bösen zu entziehen und
zu ihrem Unbefleckten Herzen anzuziehen.
Maria gibt sich nicht mit einer gewöhnlichen
Beziehung zu uns zufrieden, sondern sie
wünscht die Gemeinschaft des Herzens und
des Willens mit ihr und untereinander.
Helft mir, damit ich euch helfen kann: Hier
liegt die ganze Demut Mariens, aber auch ein
ungewohnt betrübter Aufruf einer Mutter, die
mit ihrem Herzen auf der Hand ihre Kinder
zurechtweist, denn die Gefahr für sie wird
immer drohender.
P. Remo
Das Geheimnis von Loreto
Drei Mauern mit einem Dach, und im
Hintergrund eine Höhle anstelle der vierten
Wand: das ist die Wohnung der hl. Jungfrau in
Nazareth, in der sich das Geheimnis der
Menschwerdung vor 2000 Jahren vollzog. Jene
Mauern haben das Ja Mariens gehört, das das
Wort Gottes in ihren Schoß niederkommen
ließ. Die Höhle ist im Innern einer großen
Basilika in Nazareth aufbewahrt. Der beschei-
dene gemauerte Raum, der sich vor der Höhle
erhob, ist dagegen schon seit Jahrhunderten im
Heiligtum von Loreto aufbewahrt.
Eine jahrhundertealte Tradition sagte, daß
jene Mauern 1294 von Engeln in einen Lorbeer-
wald transportiert worden seien, nachdem sie in
Trsat nördlich von Split Zwischenrast gemacht
hatten. Aber die gegnerische Behauptung
ließ nicht lange auf sich warten: Jenes Haus sei
nicht von Engeln transportiert worden, sondern
es handele sich nur um ein mittelalterliches
gemauertes Kirchlein. Diese weithin verbreite-
te Überzeugung verwies den alten Glauben in
den Bereich der puren Legende.
Aber die archäologischen Entdeckungen des
Architekten Nanni Morelli, Präsident des
Ingenieurverbandes in der italienischen Mark,
der sein ganzes Leben dem Studium dieses
kostbaren Hauses gewidmet hat, zusammen mit
der Ergänzung der leidenschaftlichen
jahrzehntelangen Arbeit von P. Giuseppe
Santarelli, haben verschiedene Entdeckungen
zutage gefördert, die endlich Licht in dieses
jahrhundertealte Problem bringen.
Hier sind die wichtigsten:
1. Der Vergleich des Hauses von Loreto mit
den mittelalterlichen Konstruktionen der Ge-
gend einerseits und mit dem Ort der Höhle von
Nazareth andererseits hat gezeigt, daß die Kon-
struktionen in der Mark ganz in Ziegelsteinen
angefertigt wurden, da es in der Gegend keine
Steinbrüche gab, während die Häuser in
Nazareth ausschließlich aus Steinen konstruiert
wurden. 2. Das hl. Haus befindet sich mitten
auf einer Straße des Altertums: es hätte eigent-
lich niedergerissen werden müssen, wurde aber
bewahrt. 3. Das heilige Haus wurde durch
ausgeklügelte Baumaßnehmen durch die Jahr-
hunderte bewahrt: durch Untergrund-
konstruktionen, die zu errichten gefährlich war,
und mit einer Schutzmauer: wenn es sich nicht
um ein äußerst wichtiges Bauwerk, sondern nur
um ein Feldkirchlein gehandelt hätte, wäre es
abgerissen worden.
4. Das hl. Haus hat kein Fundament: das
war nicht nötig, eben weil die drei Mauern des
Häusleins Mariens direkt auf dem Felsen ruh-
ten.
5. Die einzige große, ursprüngliche Tür in
der Mitte der langen Wand an der Westseite und
das kleine Fenster an der Ostseite sind ein
Widersinn für eine mittelalterliche Kirche, aber
für die Häuser von Nazareth bedeuten diese
Öffnungen einen Schutz vor der Mittagshitze.
6. Die Feinarbeit der Steine von Loreto
offenbaren eine Technik, die in der nabatäisch-
galiläischen Kultur typisch, den Kreuzfahrern
und im ganzen italienischen Raum jedoch un-
bekannt war: “Als in Italien verwirklichte Bau-
struktur würde das Haus von Loreto eine An-
häufung von Widersinnigkeiten darstellen, aber
die allzuvielen Übereinstimmungen mit der
galiläischen Wirklichkeit sind so zahlreich und
so günstig, daß sie über jeden Zweifel erhaben
sind”, beschloß der Ingenieur Morelli.
Aber wie und wann soll das Haus nach
Italien gekommen sein? Die Steine des Heili-
gen Landes, aus denen das Haus Mariens ge-
baut worden war, seien von Nazareth als Teil
der Hochzeitsmitgift von Margerita Angeli, der
Braut von Phillip d´Angiò, “durch die Familie
Angeli”
transportiert worden. Das wird bestä-
tigt auf Blatt 181 eines anwältlichen Verzeich-
nisses (Chartularium culisanense) der Güter,
die zur Mitgift von Margarita Angeli, der Toch-
ter von Nikopherus, dem Tyrann von Epir,
gehörten. Jene Hochzeit wurde im Oktober
1294 gefeiert; das heilige Haus kam der Tradi-
tion gemäß am 10. Dezember 1294 an! Jetzt
versteht man, daß im Lauf der Jahrhunderte aus
“durch die Familie Angeli” zu “durch die
Engel”(ital. angeli) gekommen ist. Das wird
auch von zwei Geldstücken aus der Zeit des
Überganges bestätigt, die unter dem Fußboden
des heiligen Hauses gefunden wurden, und
auch Votivkreuze aus Stoff der Kreuzfahrer.
Einige Quellen berichten, daß bis 1289 das
Haus “die Zelle” sich noch in Nazareth befand,
neben der Grotte, während von 1291 an, dem
Jahr, in dem die Meeresreise begann, ausschließ-
lich von der Grotte die Rede ist.
Die Überführung des heiligen Hauses durch
die Familie Angeli fand gerade in dem Moment
statt, in dem die Kreuzfahrer die Kontrolle über
das Heilige Land verloren; und es bestand die
Gefahr, daß die Reliquie, die in Nazareth von
den ersten Jahrhunderten an verehrt worden
war, zerstört wurde. In den vatikanischen Archi-
ven, unter dem Stichwort “Lauretum” (Index
Garampi 644) liest man, daß Dokumente über
die Überführung existieren, aber diese Doku-
mente fehlen heute, wie der Präfekt schriftlich
am 10. Januar 1983 bestätigt - wurden sie viel-
leicht von Gegnern des Wunders entwendet?
Sehr aufschlußreich ist ein Holtzschnitt aus
dem XV. Jahrhundert, der die Überführung auf
zwei Ebenen darstellt: In der Mitte die Überfüh-
rung des Hauses durch die Engel und am Rand
der Transport auf einem mit Steinen beladenen
Schiff, das die heilige Jungfrau, zwischen den
Wolken begleitet.
Als letztes sei erwähnt, daß im Fundament
des hl. Hauses Reste von Straußeneiern gefun-
den wurden, die gewöhnlich in die Kirchen des
Heiligen Landes aufbewahrt wurden. Die Chri-
sten betrachteten nämlich das Straußenei, das
vom Weibchen in den Sand gelegt wurde, als
Symbol des Wortes Gottes, das im Schoß der
Jungfrau von der Sonne des Heiligen Geistes
befruchtet wurde! Ihn wollen wir nun, am 7.
Jahrhundertstag, zusammen mit allen Scharen
von Großen und Kleinen, von Heiligen und
Sündern, als Gott anbeten: Inmitten derselben
Mauern, wo Maria Ihn anbetete, als Er in ihrem
Schoß Fleisch geworden ist und wo sie noch
immer als Mutter spürbar gegenwärtig ist, um
Ihn uns zu schenken.
d.A.
* Der Heilige Vater hat allen, die das
Heilige Haus in Loreto anläßlich des
siebenhundertjährigen Jubiläums, das vom 9.
Dez. ´94 bis zum 10 Dez. ´95 dauert, einen
Vollablaß zu den gewöhnlichen Bedingungen
(Hl. Beichte, Hl. Kommunion, Vater Unser, Ave
Maria und Ehre sei für seine Gebetsanliegen
und das Glaubensbekenntnis) gewährt.
Rom
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‘Evangelium Vitae’
gegen eine Kultur des Todes
“Wie der Hand Kains Einhalt gebieten?
Wie dem Guten, das der Schöpfer in das mensch-
liche Herz gepflanzt hat, Kraft verleihen? Wie
die Welt heilen und retten?” Als Antwort auf
diese Fragen hat der Papst die Enzyklika “Evan-
gelium Vitae” herausgegeben um Sinn und
Unantastbarkeit des menschlichen Lebens ge-
genüber allem, was die heutige Zivilisation
gegen das Leben hervorgebracht hat, neu zu
bestärken: Abtreibung, Empfängnisverhütung,
Sterilisierung, genetische Manipulationen, Eu-
thanasie, Waffenhandel, Rauschgift,
ökologischer Raubbau usw. Johannes Paul II.
hat daran erinnert, daß seine “Botschaft der
Hoffnung” die Gewissen aufrütteln soll, um
eine Antwort auf die dramatische Lage des
menschlichen Lebens auf Erden zu geben. “‘Die
Szenarien des Todes, die leider weiterhin über
wehrlose Völker hinwegziehen, erinnern uns
daran, daß die Sünde fortfährt, das Leben des
Menschen, Meisterwerk Gottes, zu zerstören.”
Die Rede des Papstes ist nicht einfach einer
der vielen Versuche eine Lösung zu bestimm-
ten Problemen, die man im Leben in verschie-
denen Bereichen antrifft, zu geben. Bevor die
Kirche uns aufträgt andere Dinge zu tun als
die Welt, hilft sie uns, die Wurzel zu erken-
nen, die die eigentliche Ursache des Bösen
ist.
Der Grund ist, begeht der Mensch übergro-
ße Fehler, so vollbringt er nicht “etwas Fal-
sches”, vor allem deshalb, weil er selbst vor
Gott “falsch” ist. Das ist auch zum Verständnis
der Botschaften von Medjugorje sehr wichtig:
Durch sie hat Maria nicht eine Lehre erteilt, wie
man große, geistliche oder soziale Werke plant,
um das Böse zu bekämpfen, sondern eine Schu-
lung begonnen, damit die Menschen sich än-
dern, im Herzen frei werden, in Frieden, in der
Gemeinschaft mit Gott und untereinand.
1. Im ersten Teil des Textes (von Nr.19 bis
28) erklärt der Papst, daß die Wurzeln von
vielen großen Gefahren und Verletzungen des
Lebens vor allem ihren Ursprung finden “in
einer Auffassung der Freiheit, die das einzelne
Individuum verherrlicht und nicht auf die Soli-
darität, die völlige Aufnahme, sowie dem Dienst
am Nächsten, ausgerichtet ist.” (vgl. 19). In der
Bibel schon wurde dieser Mißstand des mensch-
lichen Herzens aufgedeckt: “Gerade in diesem
Sinne kann man die Antwort Kains auf die
Frage des Herrn auslegen: Wo ist dein Bruder
Abel? Ich weiß es nicht. Bin ich etwa der Hüter
meines Bruders? (Gen 4,9). Ja, jeder Mensch
ist Hüter seines Bruders, denn Gott vertraut
dem Menschen den Menschen an.
Auch in
Anbetracht dieses Anvertrauens schenkt Gott
jedem Menschen die Freiheit, die eine wesent-
liche, rationelle Dimension besitzt. Sie ist gro-
ßes Geschenk des Schöpfers, in den Dienst der
Person und dessen Verwirklichung gestellt,
durch das Verschenken seiner selbst und der
Annahme des Nächsten; wird die Freiheit aber
im individuellen Sinn als absolut hingestellt, ist
sie ihres ursprünglichen Inhaltes beraubt und
im Widerspruch zu ihrer eigenen Berufung und
Würde.” Es handelt sich daher um eine kranke
Freiheit, die eine solche wird, da sie nicht mehr
auf die Wahrheit und Gott, hört, sondern egoi-
stischen Interessen und Launen folgt.
Durch den Verlust des Glaubens an Gott,
verliert sich der Mensch selbst - Nachdem der
Papst von den unheilvollen Folgen auf das
soziale Leben (20) einer solchen Art der Freiheit-
sauffassung gesprochen hat, berührt er den
Mittelpunkt all dieser Übel: “Auf der Suche der
tiefen Wurzeln im Kampf zwischen der Kultur
des Lebens und der Kultur des Todes, muß man
in das Zentrum des erlebten Dramas des
zeitgenössischen Menschens vorstoßen: das
Schwinden des Sinnes für Gott und den
Menschen
, typische Erscheinungen im sozia-
len und kulturellen Zusammenhang, welche in
diesem Jahrhundert vorherrschen. Dieser
Säkularismus stellt mitunter durch seine alles
umfassenden Fangarme selbst die christliche
Gemeinschaft auf die Probe. Verliert man den
Sinn auf Gott, neigt man dazu, auch den Sinn
für den Menschen und seiner Würde, seines
Lebens, zu verlieren; die systematische Verlet-
zung der moralischen Gesetze erzeugt beson-
ders im schwerwiegenden Bereich des Respek-
tes vor dem Leben des Menschen und seiner
Würde eine Art fortschreitende Verdunkelung
der Fähigkeit, die belebende und rettende An-
wesenheit Gottes wahrzunehmen.”
Da der Mensch nicht mehr fähig ist, ehrlich
vor Gott zu stehen, wird er zum Feind seiner
Brüder und seiner selbst, verliert jegliche Hoff-
nung und erniedrigt sich, sich nur als eines der
lebenden Wesen zu sehen, ein etwas kompli-
zierteres Tier als die anderen zu sein! “Er ist
nicht mehr fähig, sich nach dem wahren Sinn
seines Lebens fragen zu lassen, obwohl er in
sich, in völliger Freiheit, diese entscheidenden
Augenblicke seines Lebens aufnehmen sollte.
Er sorgt sich nur um das Machen; indem er sich
der Technik bedient, müht er sich damit ab,
Geburt und Tod zu programmieren, kontrol-
lieren und beherrschen. Im Ursprung wollen
diese aber gelebt sein, nun aber zu Tatbestän-
den gemacht werden, die man einfach bean-
sprucht zu besitzen oder abzulehnen”
. Ver-
liert man den Bezug auf Gott, wird der Sinn
aller anderen Dinge entstellt. Wie ähnelt doch
diese Enzyklika der Botschaft von Medjugorje,
die eine Lehre anbietet, welche von der Kirche
schon seit Jahrhunderten vorangebracht wird!
Dann also wird der wahre Kampf für das Leben
im Innersten unseres Gewissens eines jeden
von uns geführt. “Im Innersten des moralischen
Gewissens spielt sich die Verfinsterung des
Sinnes Gottes und des Menschen ab, mit all
seinen vielfältigen, unheilvollen Folgen für das
Leben. Vor allem steht das Gewissen einer
jeden Person auf dem Spiel, die in ihrer
Einmaligkeit und Unwiderholbarkeit allein vor
Gott steht.” Daher können wir die Dringlichkeit
der von der Königin des Friedens empfohlenen
Buße und Läuterung verstehen: Vor allem ist
es nötig, mehr als alles andere, die Herzen
und Gewissen zu läutern.
An einer anderen Stelle legt der Papst den
Finger auf einen offenen Nerv dieser Generati-
on: “Das Moralgewissen, sei es in individueller
als auch sozialer Hinsicht, ist heute - auch
wegen der alles überflutenden Gefahr seitens
vieler sozialen Komunikationsmittel - einer
ernsten und tödlichen Gefahr ausgesetzt: jener
der Verwirrung von Gut und Böse, hinsicht-
lich des Rechtes auf Leben. Ein großer Teil der
gegenwärtigen Gesellschaft enthüllt sich als
betrüblich-ähnlich jener Menschen, die Paulus
im Brief an die Römer beschreibt. Sie besteht
aus Menschen, die die Wahrheit durch Unge-
rechtigkeit niederhalten
(vgl. 1,18), denn sie
haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott
geehrt und ihm nicht gedankt
(vgl. 1,21).Sie
verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit, und
ihr unverständiges Herz wurde verfinstert
(vgl.1,22). Wer so handelt, verdient den Tod.
Trotzdem tun sie es nicht nur selber, sondern
stimmen bereitwillig auch denen zu, die so
handeln
(vgl. 1,32). Wenn das Gewissen, leuch-
tendes Auge der Seele (vgl. Mt 6,22-23), das
Gute böse nennt und das Böse gut (vgl. Jes
5,20), befindet es sich schon auf dem Weg einer
besorgniserregenden Entartung und in einer
äußersten Finsternis wandelnden moralischen
Blindheit.”
2. Christus und der Sieg des Lebens - Wie
kann man reagieren und der Herrschaft der
Kultur des Todes antworten? Die Kraft ist
Christus; im Gegenteil, so führt der Papst aus,
sie ist in Seinem Blut, Seinem Opfer. Das von
Christus am Kreuz vergossene Blut “ist der
tiefste Grund, mehr noch, das Fundament der
absoluten Sicherheit, daß nach dem Plane Got-
tes das Leben siegen wird: Der Tod wird nicht
mehr sein
(vgl. Offb 21,4).”
Die Enzyklika fährt fort und stellt den gro-
ßen Reichtum vom Evangelium des Lebens vor
(Nr. 29-51). Was Christus offenbart und ver-
wirklicht hat, ist für das Leben des Menschen
von größtem Wert und größter Bedeutung. Im
Besonderen hat diese Botschaft einen Haupt-
punkt im Gebot Gottes, Du darfst nicht töten,
worüber der Papst einen nachdenklich macht
(Nr. 52-77). Aus der Lehre Christi erwachsen
auch Aufgaben für den Christen, Verantwor-
tung, die jeder von uns hat, um am Aufbau der
Kultur des Lebens und an der Vernichtung des
Bösen teilzunehmen (Nr. 78-101).
3. Maria, Mutter des Lebens - Am Ende
die Schlußfolgerung; wie üblich ist sie der
Gestalt Mariens gewidmet, ihr, die den schwer-
sten Kampf für das Leben gegen den Urheber
des Todes, den Mörder von Anfang an, Satan,
kämpft. Die Geschichte wiederholt sich, daß
der Drache das Kind verschlingen wollte, so-
bald es geboren war
(vgl. Offb 12,4). Der
Kampf aber trägt das Siegeszeichen Gottes, wie
aus dem abschließenden Absatz der Enzyklika
hervorgeht: “Die Verkündigung des Engels an
Maria ist in diesen beruhigenden Worten ein-
gefaßt: Fürchte dich nicht, Maria (vgl. Lk
1,30) und für Gott ist nichts unmöglich (vgl. Lk
1,37). In der Tat ist das ganze Leben der Jung-
frau-Mutter von der Sicherheit durchdrungen,
daß ihr Gott nahe ist und sie mit Seinem
vorsorglichen Wohlwollen begleitet. So ist es
auch mit der Kirche, die in der Wüste Zuflucht
findet
(vgl. Offb 12,6), Ort der Prüfung, aber
auch Ort der sich offenbarenden Liebe Gottes
zu seinem Volk (vgl. Hos 2,16).
Maria ist lebendiges Wort des Trostes
für die Kirche, in ihrem Kampf gegen den
Tod.
Indem sie uns ihr Kind zeigt, versichert
sie, daß durch Ihm die Kräfte des Todes schon
besiegt sind: “Tod und Leben sind sich in einem
wunderbaren Zweikampf gegenübergestanden.
Der Herr des Lebens war tot; jetzt aber, leben-
dig, triumphiert Er.”
Das geopferte Lamm lebt
mit den Wundmalen im Glanze der Auferste-
hung. Er allein beherrscht alles Geschehen der
Geschichte, löst die Siegel (vgl. Offb 5,1-10)
und bestätigt in Zeit und über die Zeit hinaus die
Macht des Lebens über den Tod. Im neuen
Jerusalem, bzw. in der neuen Welt, worauf sich
die Geschichte der Menschheit ausrichtet, wird
der Tod nicht mehr sein, keine Trauer, keine
Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist
vergangen
(vgl. Offb 21,4). Während wir als
pilgerndes Volk, Volk des Lebens für das Le-
ben, vertrauensvoll auf einen neuen Himmel
und eine neue Erde
(vgl. Offb 21,1) zuschreiten,
richten wir unseren Blick auf sie, die für uns
Zeichen sicherer Hoffnung und des Trostes ist.”
Wer sich vom Unbefleckten Herzen Mari-
ens führen läßt und ihre Schule befolgt hat,
kann mit Unterscheidungsgabe die Zeichen der
Zeit und der gegenwärtigen Geschichte lesen;
es scheint so, daß sich der Papst auch in diesem
leuchtenden Dokument von ihr inspirieren hat
lassen.
Wie zu erwarten sind erzürnte Kritiken zu
dieser Enzyklika seitens Laien-Gelehrter ein-
gelangt; selten waren ihre Argumente ernst und
bezugsgebunden. Und es wird immer so sein,
denn in der atheistischen und freidenkerischen
Welt von Presse und Fernsehen, wird man stets
versuchen, die Stimme der Wahrheit zu erstik-
ken. Es betrübt uns jedoch zu wissen, daß diese
Kritiken eine große Verwirrung in vielen See-
len hervorrufen wird! Aus diesem Grunde ist es
wichtig, ja lebensnotwendig, viel zu beten,
dem Papst völlig zu gehorchen, die Botschaf-
ten Mariens zu befolgen,
die auch durch Trä-
nen des Blutes Ausdruck finden, Zeichen uner-
träglichen Schmerzes, durch das Böse in der
Welt verursacht. Das alles benötigen wir, wie
den Sauerstoff, um unsere Seele von der schwe-
ren Verwirrung und Richtungslosigkeit zu be-
wahren, die Satan überall aussät.
Red
background image
Der Papst: “Ein einziger Stall
und ein einziger Hirte!”
Revolutionärer Brief über die eine
Kirche, die mit zwei Lungen atmet
Es ist bekannt, daß der Papst die völlige
Aussöhnung mit der Orthodoxen Kirche als
letzte, große Aufgabe seines Pontifikates be-
trachtet. Er erklärt im apostolischen Schreiben
Orientale Lumen, das am 2. Mai 1995 aus-
nahmslos an alle orientalischen Kirchen ge-
richtet war und sagt mit Freimut und Courage,
daß “die eine Kirche nicht eine westliche ist,
sondern jene vereinte zwischen dem Osten und
Westen!”
Im ersten Teil des Schreibens unterstreicht
er die Notwendigkeit, den Osten kennen zu
lernen, insbesonders das Mönchstum (dem er
17 Seiten von 51 widmet): Es stellt eine echte,
im Umgang mit dem Wort Gottes und der
Eucharistie erlebte Glaubenserfahrung dar,
imstande, Jesus sehr ähnliche Männer hervor-
zubringen. “Einige Aspekte des geoffenbarten
Geheimnisses sind manchmal von dem Einen
besser als dem Anderen wahrgenommen und
ans Licht gebracht.” Deshalb muß man auf “die
orientalischen Kirchen hören und reines Echo
dieser großen, lebendigen Tradition sein... Die
Worte des Westens brauchen die Worte aus
dem Osten, damit sich das Wort Gottes immer
besser offenbare... Die heilige Sehnsucht nach
beinahe zehn Jahrhunderten in Gemeinschaft
erlebten Glauben und Liebe, drängt uns und
wirft uns unsere Verfehlungen, sowie gegen-
seitigen Mißverständnisse vor.”
Indem der hl. Vater alle jene enttäuscht, die
sich um die katholische Ehre sorgen, erklärt er:
“Die Sünde unserer Trennung ist schwer; es
bedarf der Wiedergutmachung und ruft mit
aller Kraft nach dem Verzeihen Christi... Wir
haben der Welt ein gemeinsames Zeugnis
entrissen, das vielleicht viele schlimme Situa-
tionen verhindert hätte, wenn nicht gar die
Richtung der Geschichte verändert... Jetzt
wollen wir, daß Völker auf der Suche, von
neuem durch uns Zerissenheit und Mißver-
ständnisse erfahren, anstatt in uns den Gott der
Liebe finden?”
Kraftvoll und mit Hingabe erklärt sich Jo-
hannes Paul II. überzeugt, daß “der Weg der
Einheit, der beinahe über das gesamte erste
Jahrtausend andauerte..., keine neuen Überle-
gungen zulassen darf, sondern nicht umkehr-
bar ist, wie der Aufruf des Herrn zur Einheit
und bittet die westlichen wie östlichen Kirchen
das Kreuz Christi nicht auszuhöhlen.” Zu-
sammen mit Konstantinopel, Moskau, Genf
usw. erhebt sich sein Ruf. Am Ende ruft er den
Heiligen Geist für eine echte Umkehr an und
bittet den Herrn, damit “Er ihm, dem Nach-
kommen St. Peters, den Bischöfen, den Katho-
liken, eingebe, konkrete Gesten zur Einheit
zu vollbringen, mit dem Beitrag von Feinge-
fühl und schöpferischer Gabe der Liebe, der
über das bereits Bewährte hinausgeht..., wie
das sich-Treffen, das gemeinsame Arbeiten,
das gemeinschaftliche Anerkennen der Heilig-
keit usw.”
Nach 400 Jahren startet die Katholisch-
Ukrainische Kirche wieder von “der wun-
derbaren Quelle” Mariens -
Im kommenden
Jahr feiert die Griechisch-Katholisch-
Ukrainische Kirche den 400. Jahrestag, nach-
dem auf der Synode von Brest (1596) die
kirchliche Gemeinschaft zwischen den Kir-
chen von Kiev und Rom wiederhergestellt
wurde, während die Ruthenische Kirche der
350 Jahre seit ihrer Vereinigung mit der
Apostolischen Kirche, gedenkt.
Diese Anlässe dürfen nicht Ausgang neuer
Unstimmigkeiten (mit den Orthodoxen) sein,
sondern Versöhnung mit den anderen Kirchen
aus dem Inneren der Katholischen Kirche her-
aus, Gelegenheit zu Vergebung und Buße,
sowie Dankbarkeit für die gehaltene Treue,
trotz der vielen Verfolgungen. Das schreibt der
hl. Vater dem Metropoliten von Kiev, Kard.
Lubachivsky und an den Bischof Semedi aus
Uzhorod in zwei Briefen, die den apostolischen
Brief Orientale Lumen vervollständigen, trotz-
dem bekannt ist, daß demnächst eine vollstän-
dige Enzyklika über die Ökumene herausgege-
ben wird.
Das Miteinand der beiden Kirchen mit der
Orthodoxen Kirche, von der sie den orientali-
schen Ritus bewahrt haben, ist nach wie vor
schwierig, sei es was den Streit der von Stalin
an die Orthodoxen überlassenen Gebäude, als
auch die Anschuldigungen der Proselytenma-
cherei an die Adresse der Katholiken betrifft.
Der Papst empfiehlt den Hirten der Ukraini-
schen Kirche wärmstens “keinen Einsatz zu
scheuen, damit diese Kirchen ihrer Berufung
als Zeugen und Urheber der Einheit unter allen
Christen der slavischen Kirchen, gerecht wer-
den.”
Der Start erfolgt wieder durch Maria
“Wunderbare Quelle” - Die Feiern werden
am 20. Mai 1995 durch eine Wallfahrt zum
Pilgerort Zarvanitzya eröffnet. Die ersten Er-
scheinungen in jenem Ort gehen auf das XIII.
Jahrhundert zurück. Unter der kommunisti-
schen Gewaltherrschaft wurde dieses geistli-
che Zentrum zerstört, die Kapelle zu den Gna-
den wurde gesprengt und die Pilgerkirche in
ein Lager verwandelt. Die Gläubigen jedoch
haben ihren heiligen Ort mit dem Heilwasser
nicht vergessen. Während der Marienmonate
zelebrierten sie im Geheimen hl. Messen und
empfingen die Sakramente in den Wäldern,
nahe dem altehrwürdigen, heiligen Ort, wäh-
rend ein “eiserner Vorhang” bestehend aus
Polizeibeamten und Geheimpolizisten mit
scharfen Hunden, verhinderten, damit niemand
sich der wunderbaren Quelle nähern konnte.
Zarvanitzya blieb jedoch der geistliche
Mittelpunkt der Gläubigen und 1988, während
der Tausendjahrfeiern des Glaubens in Ruß-
land, strömten Menschen aus allen Richtungen
herbei. Das war der erste sichtbare Beweis, daß
die Kirche 40 Jahre der Verfolgung im Unter-
grund überlebt hatte. Jetzt wurde das Heilig-
tum restauriert und die Kapelle zu den Gnaden
mit der Hilfe der leidenden Kirche wiederauf-
gebaut.
liken für alles Unrecht um Verzeihung, das den
Nichtkatholiken im Laufe der turbulenten Ge-
schichte dieser Menschen zugefügt wurde;
gleichzeitig verzeiht die Katholische Kirche
das Böse, das ihre Kinder erleiden mußten.” Er
bezog sich dabei auf die Religionskriege, die
mehr als 200 Jahre lang wüteten, von der
Verbrennung am Scheiterhaufen des Jan Hus
(1415), bis in die Mitte des 600. Jahrhunderts.
Er sprach den Priester Jan Sarkander heilig,
den die Protestanten zu Tode marterten: “Die-
ser Geste liegt es fern, alte, schmerzliche
Wunden aufzureißen, die in Vergangenheit
den Körper Christi gezeichnet haben, jedoch
sie will einem glorreichen Zeugen die Causa
der Einheit der Christen anvertrauen.” Man
sieht also die Ehrlichkeit und den Mut, die der
Papst für die Ökumene einsetzt.
* P. Werenfried hat vier Monate nach dem
Herzinfarkt seine Arbeit in Königstein wieder
aufgenommen. Er schreibt im Echo der Liebe
(April 1995): “Ich glaube, Gott hat mich vom
Tod zurückgerufen, weil mein Vorhaben für
die Versöhnung zwischen der Katholischen
und Orthodoxen Kirche noch nicht zu Ende
gebracht worden ist. Ich will weiterhin für
dieses Ziel leben, ohne den Rest zu vernachläs-
sigen...”
Anläßlich der Feierlichkeiten zum 450
Jahrestag des Konzils von Trient das jene
Bezeichnung trägt, hat der Papst die reformier-
ten Kirchen aufgerufen, gemeinsam auf die
Einheit zuzugehen. “Die dogmatischen Fest-
stellungen des Konzils von Trient..., als die
Kirche schmerzvoll das lutherische Schisma
zur Kenntnis nehmen mußte..., bleiben selbst-
verständlich weiterhin unangetastet. Eine aus-
geglichene Vertiefung der offenbarten Wahr-
heiten - dem Geiste Gottes gehorsam und auf
gegenseitiges Zuhören bedacht - wird uns im-
mer näher bringen, indem die Mißverständnis-
se der Vergangenheit, Gelegenheiten für das
Wachstum von Glaube und Liebe werden.”
Der Papst zu den Tschechen: “Ich bitte
um Vergebung” -Ein Übermaß an Freude”
ist der erste Gedanke des hl. Vaters in Prag vor
vielen, reserviert zuhörenden Menschen. An-
schließend spricht er in Olomouc den Text der
Vergebungsformel am 21. Mai 1995 vor 120
Tausend Personen, was aus dem Munde eines
Papstes beispiellos ist: “Heute bitte ich, Papst
der Römischen Kirche, im Namen aller Katho-
Medjugorje - das letzte
Gnadenangebot
“Gott wartet, um uns seine Gnade zu geben”
Jes 30,18
Hier löst sich die Herzenshärte - Wenn
man einmal alles beiseite läßt, was am Anfang
interessieren konnte: die Zeichen, die Seher,
die sensationellen Ereignisse, so stellt sich
Medjugorje heute als eine große, lebendige
Gnade für alle heraus. Es reicht schon aus, daß
jemand dort ankommt und sich öffnet, seinen
Geist von Vorurteilen befreit und alles, was er
ist, übergibt, besonders die Sünden (deshalb
ist die Heilige Beichte so wichtig, wenn man
wirklich mit ernsthaften Absichten nach Med-
jugorje kommt): dann bleibt man vom Fluß der
Gnade ergriffen. Ohne wer weiß was zu tun,
sondern einfach nur, indem man an diesem Ort
am Gebet teilnimmt, an der Heiligen Messe,
auf die Heiligen Berge geht, um zuzuhören
und sich von der Gnade durchdringen zu las-
sen. Dort herrscht eine große Gebetsmacht, die
wir nicht sehen, die das Herz wie in keinem
anderen Ort ändern kann.
Kann man heute einen Ort finden, wo es
für die Jugendlichen so leicht ist wie hier, Gott
und seine Gnade zu finden, die die Herzen
gesund macht? Und die Gnade von Medjugo-
rje besteht besonders darin, die Herzenshärte
aufzuweichen,
die vom Gesichtspunkt des
Glaubens her am meisten Angst bereitet. Hier
stürzen die Barrikaden ein, die wir errichtet
haben, um uns vor Gott zu verteidigen. Für
diese Härte sind jene spitzen Steine, von denen
die Hügel bedeckt sind, ein gutes Bild.
Sie zeigen die Rebellion auf, die im Herzen
der Menschen ist, die sich gegen Gott gewandt
haben und ihr Herz ihm verschließen, die ihre
Sünden nicht mehr als solche anerkennen, da
sie ihnen wie die Luft zum Atmen geworden
sind. Deshalb können diese Menschen auch
die Gabe Gottes, die Liebe, nicht mehr sehen.
Wenn jemand sich von dieser Gnade er-
greifen läßt, sieht er, wie diese Steine aufwei-
chen, was anderswo unmöglich erscheint.
Wenn dieses allerdings nicht geschieht, kann
man einen Augenblick der bloßen Emotion
erleben, ansonsten aber der gleiche von vorher
bleiben. Das ist Medjugorje im Plan Gottes,
wegen der Vollmacht, die Gott Maria in diesen
Zeiten gegeben hat: Die Herzenshärte aufzu-
weichen, damit alle Herzen Jesus aufnehmen
können, seine Gnade, seine barmherzige Lie-
be, damit sie dann zu einer wahren
Brüderlichkeit gelangen.
Hier entdeckt man das Geschenk der
barmherzigen Liebe Gottes für eine in der
Zerstörung begriffenen Welt -
Aber die
Gnade von Medjugorje ist ein Geschenk für
die ganze Menschheit, ein Aufruf an alle
Menschen, angefangen bei diesen Völkern,
die eine unerhörte Verrohung in Grausamkeit
und Haß leben. Gott verläßt die Menschheit
nicht, auch wenn die Situation hoffnungslos
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ausschaut, und zwar nicht nur vom soziologi-
schen oder politischen Gesichtspunkt her, son-
dern auch nach dem Urteil, das Johannes
Paulus II in seinen letzten Enzykliken fällt:
Wir sind Zeugen dafür, wie die Herzen
sich vor Gott verschließen und wie weit die
Abweisung Gottes gegangen ist: Die Mensch-
heit war niemals so brudermörderisch wie
heute und hat es abgelehnt, Abbild Gottes zu
sein. So ist Medjugorje ein Zeichen des Über-
maßes an Gnade, die Gott in seiner Barmher-
zigkeit durch Maria dieser Menschheit, die
sich selbst zerstört, anbietet. Wo sich aber die
Sünde gehäuft hatte, ist die Gnade noch über-
schwenglicher geworden”
(Röm 5,20). Das
ist eine große Hoffnung, die einzige in diesem
Moment, und deshalb dauert sie so lange, um
der Menschheit Zeit zu geben, damit sie sich
besinnen und ein Heilmittel finden kann.
Man findet den Frieden und die Freude
derjenigen, die Gott gefunden haben: das ist
die neue Kirche - die menschlichen Mittel
können dem Bösen nicht den geringsten Wi-
derstand leisten, so sehr ist es ausgewuchert;
und auch pastorale Pläne helfen in dieser tra-
gischen Situation nicht. Was nottut ist dage-
gen, wie Maria uns lehrt, Gebet, Sammlung,
Demut, das innere Lauschen auf Gott, um die
Gabe Gottes zu erkennen und in der Freude
und dem Frieden zu leben, die nicht von dieser
Welt sind. Diesen Früchten begegnet man
hier, z. B. in vielen Jugendlichen, die die
Königin des Friedens nach einem zerstreuten
Leben angenommen haben und die jetzt das
Leben der Gnade leben, ein unglaubliches
Wunder für die heutige Zeit, in der man sich
allgemein an die Sünde gewöhnt hat.
Das ist der Weg, den die Königin des
Friedens uns angibt, auch ohne daß wir nach
Medjugorje fahren: nicht mehr mit unseren
Programmen und mit menschlichen Mitteln
wirken, sondern uns einzig und allein der
göttlichen Barmherzigkeit und seiner Gnade
anvertrauen, im Schweigen, in der Hingabe;
zum reinen Evangelium zurückkehren (die
Neue Evangelisierung), indem wir die Froh-
botschaft Jesu, der unser einziger Meister und
der einzige Urheber des Heil ist, zu den Men-
schen bringen.
Sich in den Dienst der Barmherzigkeit
stellen - Auch die gottgeweihten Seelen haben
Anteil am Heilsplan: es sind die neuen Ordens-
berufe, die auch die neue Kirche darstellen
werden: arm, demütig, einfach und ganz offen
für die Brüder; vielleicht sind sie wie wir alle
voller Fehler, aber sie lassen sich von der
Gnade berühren, um zu verstehen, daß das
Herz des Evangeliums das Herz Mariens ist,
das Herz Jesu: in einem Wort: die Liebe. Diese
Seelen stellen sich in den Dienst der Barmher-
zigkeit des Herrn, um die Herzen zur Liebe zu
bringen, zu einer radikalen, tiefen Bekehrung,
um Gott zu lieben und Jesus, der die Liebe ist,
kennenzulernen; nicht nur, um mehr äußere
religiöse Übungen zu verrichten.
Den Krieg kann man nur mit der Liebe
besiegen, ohne andere Waffen zu gebrauchen.
Lieben, lieben, lieben, bei der Familie und der
Kirche angefangen. Der Papst sagt, man müs-
se den kirchlichen Gemeinschaften ein neues
Gewand geben, damit das Gewand einer christ-
lichen Gesellschaft neu gewoben werden kann.
Das Gewand neu weben bedeutet, die Gesell-
schaft nach der Liebe auszurichten, nicht nach
dem Gesetz, sie in der Liebe neu aufzubauen:
daran werden alle erkennen, daß ihr meine
Jünger seid.
..und nur so kann die Gesellschaft
sich erneuern.
d.A.
* Das ECO aus Medjugorje kann man in
allen gängigen Sprachen in Medj. erhalten in
dem Souvenirgeschäft links von der Kirche
neben dem Pfarrhaus und die Gemeinschaft Ce-
nacolo
, und auch im Informationszentrum MIR
sofort nach der Brücke links in Richtung Kirche.
Fest der Opferseelen
Dreihundert Mitglieder der verschiede-
nen Bruderschaften und mehrere Priester sind
für drei Tage nach Medjugorje gekommen,
wo ihre Hingebe für die Kirche und für die Welt
entstanden ist, durch den Ruf Mariens. 150
Mitglieder der kroatischen Bruderschaften ha-
ben sich ihnen angeschlossen. Es war ein Fest
der vereinten Herzen, die das Unbefleckte Herz
Mariens am Jahrestag ihrer Erscheinung in
Fatima, am 13. Mai, gefeiert haben, und die
behutsam vom Charisma des Pater Tomislav
geführt und von ca. 20 Mitgliedern seiner
Gemeinschaft bedient wurden: diese haben in
ihrer Hingabe an die Gäste die Liebe, die Freu-
de und den Frieden Mariens durchscheinen
lassen, welche in ihren Kindern, die “ganz ihr
Eigentum” sind, leben.
Im großen grünen Zelt fand das Tages-
programm statt; von der stillen Meditation zur
Laudes, von der Katechese zur außergewöhn-
lich innigen Eucharistiefeier, aus der die wahre
Kraft für die brüderliche Liebe entsprang. Sehr
intensiv war das Gebet während der Besuche an
den heiligen Stätten: am Podbrdo wurden zwei
Rosenkränze meditiert und am Kreuzberg pras-
selte nach dem Kreuzweg ein solcher Regen
vom Himmel nieder, daß er geradezu ein Zei-
chen für den Gnadenregen, der in diesen Tagen
auf alle herabströmte, darstellte. Pater Tomislav
hat in der Abschlußmesse den Geist, der die
Selbsthingabe beseelt, sehr lichtvoll herausge-
stellt. Unter anderem hat er folgendes gesagt:
P. Tomislav: Die eigentliche Neuigkeit
ist die Liebe Gottes, die einen neuen
Himmel und eine neue Erde schafft
“Was können wir am Ende der Tagung
sagen? Singt dem Hern ein neues Lied. So lautet
der Kehrvers der heutigen Liturgie: von einem
neuen Lied zur neuen Erde und zum neuen
Himmel
der Geheimen Offenbarung und zum
neuen Gebot des Evangeliums. Aber warum
neu, wenn es schon im Alten Testament ge-
schrieben steht? Weil die Liebe die einzige
Neuheit ist, und aus der Liebe wird alles neu
geboren. Wenn eine Seele für die Liebe Gottes
geöffnet ist, dann kann sie sich entwickeln.
Wenn wir nämlich einen Glauben hätten, daß
wir Berge versetzen könnten und alle Gebote
befolgten, aber nicht die Liebe Gottes basäßen,
hätten wir noch nichts getan.
Für uns besteht heute diese Neuigkeit in
unserer Beziehung zur Liebe Gottes, in unserer
Gewissenserforschung über diesen Punkt. Ge-
wöhnlich stellen wir sie über die Gebote, über
viele Dinge, die wir zu tun haben. Die Liebe
Gottes hungert nach der Seele. Wieviele Perso-
nen fragen sich: “Wie ist meine Liebe zu Gott?
Habe ich ihn heute geliebt? Ist in mir diese
Neuigkeit? Ist mein Herz weit genug offen für
die Liebe Gottes? Wie viele fragen sich das?
Und doch ist das wesentlich.
Auch die Pharisäer befolgten alle Gebote,
sie fasteten sogar zweimal in der Woche, genau,
wie die Muttergottes es heute von uns wünscht,
und sie beteten fünfmal am Tag: Und doch
sagte Jesus: “Die Liebe Gottes ist nicht in
euch”. Die Neuigkeit ist die Öffnung für das
einzig Wesentliche, und deshalb muß jeder von
uns jeden Tag Fortschritte machen, um für
diese Neuigkeit offen zu sein.
Es ist leicht, die Gebote auf oberflächliche
Weise zu befolgen, aber so bewegt man nichts,
und die Neuigkeit der Liebe kommt weder in
uns noch in der Welt hinein. Satan hat Angst vor
dieser Neuigkeit, denn er ist der Fürst des
Todes, der Fürst der Dunkelheit. Der Tod ist das
Gegenteil der Neuigkeit. Die Neuigkeit Gottes
besteht nicht in der neurotischen Sucht, etwas
Persönliches ins Leben zu rufen, nicht in der
Vervielfältigung der Gemeinschaften oder der
Ausdrucksformen, sondern sie ist eine
Lbenshaltung, ein Sauerteig, der alle schon
bestehenden Formen durchdringt.
Die Geheime Offenbarung spricht von ei-
nem neuen Himmel und einer neuen Erde. “Das
Alte ist vergangen”, heißt es, und ich füge
hinzu. “Es ist der Beginn der Unendlichkeit.
Wenn man in Gott eintritt, beginnt die Unend-
lichkeit der Liebe. Alle Prophezeiungen, die
diese Liebe Gottes in Schemen oder
Voraussagungen zwängen, welche seiner Liebe
eine Grenze setzen, sind wirklich armselig.
Wenn wir also für diese Neuigkeit in uns
offen sind, dann sind wir auch für die Kreativität
Gottes offen. Und Gott ist nicht nur in uns,
sondern auch durch uns kreativ. Die alte Welt
vergeht, indem Gott aus uns eine neue Schöp-
fung macht, in der alles sauber, wohlgeordnet
und lichtvoll ist: Es wird weder den Tempel
noch das Sonnenlicht mehr geben, denn Gott
und das Lamm sind das Licht und der Tempel
(vgl. Offb. 21,22ff). Darum ist es wichtig, sich
jeden Tag der Liebe Gottes zu öffnen: von
dieser Liebe beginnt die neue Schöpfung. Ma-
ria hat gesagt: “Ihr könnt eure Sendung für die
ganze Menschheit an jedem Ort leben. Und was
für eine große Sendung!
Wie viele falsche Formen haben wir dage-
gen in all unseren pastoralen Tatigkeiten und
sogar im Gebet: wir gleiten immer in einen
menschlichen Aktivismus ab. Die wahre Akti-
vität beginnt, wenn wir in der Liebe Gottes
versunken sind. Wir erwarten die Wiederkunft
Jesu, so wie die Kirche es jeden Tag in der
Messe verkündet.
Ihr erwartet einen neuen Himmel und deine
neue Erde, aber ich sage euch: Wartet nicht
bloß darauf, sondern versenkt euch in jene
Wirklichkeit, die in euch ist, und dann werdet
ihr den neuen Himmel und die neue Erde selbst
offenbaren, indem ihr es Gott gestattet, sie in
euch und durch euch zu schaffen. Achtet nicht
auf die Prophezeiungen, die euch auf die Wol-
ken führen: alle Prophezeiungen und Botschaf-
ten müssen in uns entwickelt werden: sie müs-
sen uns zur Reinigung des Kreuzes und zur
Eucharistie führen und schließlich in die Macht
des Heiligen Geistes münden, wie es bei den
Aposteln geschehen ist. Täuscht euch nicht, um
nicht auf die Wolken der Interpretationen ge-
führt zu werden. Alles ist schon in uns, alles ist
uns schon nah. Wir müssen uns der Sonne, die
uns erwärmt, öffnen.
Und verlaßt diesen Ort mit dieser Öffnung
für die Liebe Gottes: Es ist die einzige Aktivi-
tät, die man von euch verlangt. Alles andere
macht Gott. Das ist der neue Himmel und die
neue Erde und das neue Gebot: “Liebt einander,
wie ich euch geliebt habe...”
Der erste Stein für ein großes Haus - Am
Ende wurde der Weg, den die Gemeinschaft
Kraljica Mira und die Bruderschaften in diesen
Jahren zurückgelegt haben, durch eine würdige
Geste abgeschlossen: Es wurde der erste Grund-
stein für ein großes Kloster gelegt, welches an
einem ruhigen Ort links vom Podbrdo entste-
hen soll, neben einem großen Wald: Es soll
nicht nur für die Gemeinschaft dienen, sondern
auch ein Ort für gastfreundliche Aufnahme und
Begegnungen sein. Deshalb gehört neben der
Kirche und einem Gebäude in Form eines Tau
noch eine Art natürliches Amphitheater für die
großen Treffen. Pater Tomislav hat dann er-
klärt, daß das Fundament des Hauses Jesus ist,
hat den Ort Maria anvertraut und ihn der Hei-
ligsten Dreifaltigkeit geweiht “zum Zweck ei-
nes glasklaren Weges der Seelen zu Gott.
Wir legen in die Fundamente unsere
Aufopferung, die lebendige Kirche in der Zeit
und die verherrlichte in der Ewigkeit, mit den
Reliquien des Schleiers Mariens, die aus Ephesus
kommen, mit Erde aus dem Heiligen Land und
vom Berg Gargano, wo der Erzengel Michael
erschienen ist, von den Heiligen Franziskus und
Klara, den Schutzpatronen unserer Familie, vom
Heiligen Thomas, vom Heiligen Antonius aus
Padua, vom Heiligen Benedikt, von der Heili-
gen Gemma, von Pater Pio usw. Wir haben Gott
gebeten, daß hier nichts Schmutziges und keine
Irrlehre und nichts satanisches
> S. 8
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der Obhut Vickas anvertraut, Vicka ersetzt ihn,
damit die Pilger am Gebet von Dienstag- und
Freitagnacht auf dem Berg teilnehmen können.
Groß war die Freude der Pilger, die Ostern
zu Tausenden gekommen waren, daß sie mit
Vicka beten konnten. So erneuert sich in Medj.
die Eifer der 80er Jahre, die so sehr das Wohl-
gefallen der Heiligen Jungfrau findet, sie wollte
nicht auf diese Begegnungen verzichten, auch
zögerte sie nicht, uns um 22:00 auf den Krize-
vac zu rufen, wie in den Anfängen. Sie erschien
für 10-15 Minuten und ließ wissen, noch andere
Botschaften für uns zu haben, daß wir aber noch
fern von Ihr sind und unsere Herzen verschlos-
sen sind: “Betet viel mehr und bietet Opfer an”
sagte Sie. Am Abend des 28. vertraute Vicka
uns an, daß die Gottesmutter lange über uns
gebetet hat, daß Vicka aber nichts verstehen
konnte von dem, was die Heilige Jungfrau
sagte. Es war keine Sprache von dieser Welt.
“Sicherlich muss das Ihre Muttersprache sein”.
(Aus dem Tagebuch von Schwester Emmanuel)
* Die Zahl der Pilger wächst ständig.
Vom Fest der Verkündigung zum Osterfest, für
den Monat Mai, vor allem Pilger aus Kroatien,
aber auch aus anderen slawischen Ländern wie
Ungarn Polen Slowenien usw. Aus dem Westen
kommen die meisten aus Frankreich, dann die
Nordamerikaner, Italiener, Deutsche , Österrei-
cher, Holländer, Belgier, Kanadier usw. Die
Arbeiten an der Pfarrkirche sind gut voran
gekommen..
* Missionsreisen von Pater Jozo Zovko -
Er traf Pilger und Freunde von Medj. in ver-
schiedenen deutschen Städten, von München
bis Köln, eine Vielzahl von Gläubigen nahm an
den Andachten teil. Dann besuchte er Italien
vom 18. bis 27. April, Padua (anwesend sind
3500 Gläubige), Bologna, Ferrara und Reggio
Emilia, überall bewirkte er Begeisterung und
inbrünstige Gebete.In Ferrara hatte er ein ein-
stündiges Gespräch mit dem Bischof, der ihm
mit grossem Interesse bewegt zuhörte. Dersel-
be hatte alle Geistlichen der Diözese zur An-
dacht in die Kathedrale eingeladen, wo Taus-
ende von Gläubigen zusammen kamen, er konnte
aber nicht persönlich anwesend sein aufgrund
seiner schwachen Gesundheit.
In Terni fand ein Treffen statt mit Taus-
enden von Pilgern und in Anwesenheit des
Präsidenten der italienischen Caritas wurde
vereinbart, eine Schule in Sarajewo zu bauen.
In Lugano in der Schweiz nahmen Tausende
von Gläubigen an der Andacht im Kongresshaus
teil; es war besonders bewegend, weil die Gläu-
bigen die Aufzeichnung der Ansprache des
kürzlich verstorbenen Bischofs anhörten mit
angezündeten Kerzen als Zeichen der Zunei-
gung. Alle Geistlichen der Diözese nahmen am
Rosenkranz und an der Messe teil
Der Pater besuchte auch 13 Städte in USA
vom 30.April bis zum 26.Mai. Vom 8. bis
10.Juni wird er in Italien Gast des Heiligtums
zum heiligen Antonius von Padua in Gemona
(Friaul)
sein für ein dreitägiges Gebet: Aus-
künfte gibt Sergio Sbuelz (Udine) Tel. 0432/
857205. Sonntag den 11.6. wird er wird er eine
Messe und um 16:00 Uhr den Katechismus
halten in der Kathedrale San Marco in
Pordenone. Anschließend wird er in Turin
sein.
* Pater Leonard Orec’ hat am 7.-9.April
in Fulda (Deutschland) eine dreitägige Einkehr
geleitet, die von den Gebetsgruppen veranstal-
tet wurde: Es waren 115 Personen anwesend.
Pater Ivan Landeka, Pfarrer von Medj., be-
suchte bei seiner 5tägigen Österreichreise Inns-
bruck und andere Städte, er traf eine große
Anzahl Gläubiger, mit der er betete und über
die Friedensbotschaft von Medj. sprach.
* Einladung der kroatischen Bischöfe an
Schwester Elvira - Schwester Elvira Petrozzi,
die Gründerin der Gemeinschaft Cenacolo,
wurde zum 16.3. von der kroatischen Bischofs-
konferenz (CEC) eingeladen, um über die Pro-
bleme der Drogenabhängigen zu sprechen.
Während eineinhalb Stunden legte sie ein stich-
haltiges Zeugnis ab über das Leben ihrer Ge-
meinschaft. Unter anderem sagte sie den Anwe-
senden:” Das Heil der jungen Drogenabhängi-
gen ist in euren Händen. Ihr müßt euch ihnen
voll widmen, aber ihr werdet es nicht fertigbrin-
gen, sondern Christus wird durch euch wirken.
Ihr müßt euch vom Heiligen Geist leiten lassen
und alles nur mögliche tun, um die Jugend zu
retten, ohne persönlichen Ehrgeiz oder Interes-
se, und niemals Dankbarkeit von irgendwem
erwarten, weil ihr sonst auch nicht das geringste
erreichen werdet.” Es muss unterstrichen wer-
den, daß diese Gemeinschaft die höchste Er-
folgsquote hat; 85% der jungen Leute verlassen
sie geheilt, dank dieser Lebensweise.
* Jugendfestival - Auch in diesem Jahr
findet es in Medj. statt, vom 31.Juli bis 6.Au-
gust. Das Thema ist: “Die Jugend mit Maria für
das Leben und für den Frieden.” Alle sind
aufgefordert, die Bibel mitzubringenn und für
den Abend des 5. ein Marienlied in der eigenen
Sprache mit der Gruppe vorzubereiten, wer
Musikinstrumente beherrscht, benachrichtige
bitte Agostino: Fax 387 88 642339: an die
gleiche Nummer sind eventuelle Vorschläge
für das Festival zu richten: Die Geistlichen sind
eingeladen, sich der Jugend für Gespräche und
Beichten zur Verfügung zu stellen. Es wird
alles simultan übersetzt, es genügt ein einfaches
Radio mit Kopfhörer. (Frequenzbereich 88-108
Mhz)
* Der amerikanische Physiker Jim Doyle
erklärte bei seinem letzten Besuch in Kroatien:
”Ich war 6 mal in Medj. Als ich mich in die
Madonna von Medj. verliebte, habe ich mich
auch in das kroatische Volk verliebt und ich
fühlte mich verpflichtet, auf der Welle der
Liebe Mariens für dieses Volk, etwas für es zu
tun. Ich bin jetzt hier, um Kroatien meine
neueste Erfindung zu schenken, das technische
Ohr, dank dessen die Taubstummen die Mög-
lichkeit haben werden, zu hören.” In der Beglei-
tung Pater Jozos stellte er seine Erfindung
Ärzten und Wissenschaftlern in Zagreb vor,
dann überreichte er das Patent des technischen
Ohrs den Wissenschaftlern der Akademie der
Wissenschaft und Kunst. Der Vizepräsident der
Akademie sagte: ”Ich danke Ihnen und Pater
Jozo, weil all dies nicht geschehen wäre ohne
Medj.”
* Das Gebets- und Schulungsseminar
vom 2. bis 6.April in Baska Voda, an dem 70
Verantwortliche von Gebetsgruppen und
Friedenszentren aus 15 verschiedenen Ländern,
4 der Seher sowie die Priester von Medj. teil-
nahmen, wurde mit einer gemeinschaftlichen
Erklärung abgeschlossen. In dieser, nachdem
unter anderem bemerkt wurde, daß die Erschei-
nungen in Medj., aufgrund der Früchte, die sie
der ganzen Welt gebracht haben, ein Geschenk
Gottes für die heutige Kirche sind...ein Leitfaden
für neue Wege der Evangelisierung eine Hilfe
für das Verständnis der Offenbarung und eine
konkrete Antwort auf die jüngsten Schriften
des Papstes., es ist ein Aufruf an alle Gebets-
gruppen:
1. die Botschaften der Gottesmutter wie
einen Vorschlag und einen Wegweiser zu ver-
stehen, der zum einzigen Retter Jesus Christus
führt
2. immer das Wohl der Kirche, welches
der Zweck der Besuche Mariens ist, am Herzen
liegen zu haben, und deren Mutter, Vorbild und
Leitstern Sie ist.
3. alles nur mögliche tun, damit die lokale
Kirche der Gruppe durch sie die Früchte der
Bekehrung und des Friedens genießen kann
4. aufgeschlossen sein für die Zeichen der
heutigen Zeit um so, dank der Botschaften der
Gottesmutter, Mittler von Hoffnung und Ge-
wißheit für alle Menschen sein zu können, die
in Angst und Unsicherheit leben.
5. alles zu tun, um bestehende Gegensätze
mit Liebe und Verständnis zu überwinden, um
gemeinsam der Sache des Friedens dienen zu
können.
(Aus dem Pressbulletin von Medj.)
IN MEDJIUGORJE GESEHEN
* Der Papst wünscht, sich nach Medj. zu
begeben - Der kroatische Präsident Tudjman
besuchte den Papst am 6. April, mit dem Vize-
präsidenten Radic’ und dem Kardinal Kuharic’
aus Zagreb, um ihn nach Spalato einzuladen zur
1700 Jahresfeier der Gründung der Diözese, die
im September gefeiert wird. Im Gespräch im
Anschluß an die offizielle Ansprache drückte
der Papst den Wunsch aus, nicht nur Spalato zu
besuchen, sondern auch Maria Bistrica
(Nationalheiligtum) und Medjugorje.
Diese Nachricht erschien am 8.April in der
Slobodan Dalmacija aus Spalato und wurde
von Mons. Franic’ bestätigt der, von Schwester
Emmanuel befragt, sie ermutigte, diese Nach-
richt zu verbreiten. Die in der Pfarrkirche gege-
bene Meldung wurde mit starkem Applaus be-
grüßt und die Nachricht verursachte unter den
Freunden von Medj. eine Welle der Freude und
Dankbarkeit. “Wenn die Heilige Jungfrau per-
sönlich nach Medj. kommt, warum sollte dann
nicht auch der Papst kommen?” war der Kom-
mentar Pater Slavkos “Aber die Herzen werden
nicht durch die Anerkennung von Medj. be-
kehrt, sondern nur durch Gebet und Fasten.”
Wir wollen beten, daß die Hindernisse nicht
größer seien als die Wünsche und daß der Papst
das verwirklichen kann, was Gottes Wille ist.
* Eine originelle Antwort des Papstes -
Einige kroatische Bischöfe hatten im Februar
ein Treffen mit dem Heiligen Vater in Rom.
Mons. Zanic’, Bischof von Mostar, fragte im
Laufe der Unterredung: “ Wann , Heiliger Va-
ter; werden Sie nach Sarajewo kommen?” Der
Papst schaut ihn an mit der gewohnten Intensität
und antwortet: “Ah! Ich dachte, daß Sie mich
fragen würden: “Wann; Heiliger Vater; werden
Sie nach Medjugorje kommen?” Der Sinn die-
ser Bemerkung kann von jedem verstanden
werden.; das Problem von Medju-gorje ist alles
andere als abwesend in seinem Herzen. Dieses
Gespräch wurde Schwester Emmanuel von
Mons. Franic’ erzählt, der sie auch aufforderte,
davon zu schreiben.
* Vicka bei einer Audienz -350 Verwun-
dete und Kriegsinvaliden wurden am 22 März
von Vicka nach Rom begleitet, wo der Papst
ihnen eine besondere Audienz reservierte. Sie
übersetzte die Worte des Papstes aus dem Ita-
lienischen ins Kroatische. Er erkannte sie sofort
und fragte: “Bist Du nicht Vicka aus Medjugo-
rje? Vicka hat ihm einen Rosenkranz überreicht
mit den Worten: “Sie, Heiliger Vater, haben
viele Rosenkränze, aber dieser ist etwas beson-
deres, weil ihn die Gospa während einer Er-
scheinung gesegnet hat.” Und der Papst: ”Du
bete zur Madonna für mich und ich werde für
Dich beten” und dann segnete er sie.
* Der afrikanische Kardinal Wamala aus
Uganda erfreute uns mit seinem Besuch. Der
französische Bischof Mons.Lagrange freute
sich, von Pilgern aus seiner Stadt hierhin einge-
laden zu sein. “Mal ist es das Volk, was dem
Bischof folgt, und mal sind es die Bischöfe, die
dem Volk folgen” sagte der Heilige Vater zum
Bischof Flores aus Texas. (ECO 68 Seite5)
* 4 junge Menschen an Ostern wieder-
geboren - Bewegende Osternacht in Medj. In
der überfüllten Kirche wurden 4 junge Men-
schen der Gemeinschaft Cenacolo, die von der
Drogensucht befreit wurden, getauft. Diese jun-
gen Leute wissen, was Auferstehung bedeutet:
“Wir waren tot und jetzt haben wir das Leben
gefunden.” Aber solche Wunder kann man in
Medj. nicht mehr zählen...(Am Ostermontag
wurde die Kirche der Gemeinschaft Cenacolo
nach Fertigstellung von Pater Slavko geweiht:
so befindet sich dort jetzt auch die Heilige
Eucharistie)
* Vicka ersetzt Ivan bei dem nächtlichen
Gebet auf dem Berg - Ende April fuhr Marija
für 10 Tage nach Mexiko. Ivan fährt nach
Amerika und hat deshalb seine Gebetsgruppe
background image
Auf die blutigen Tränen eingehen
Die kleine Marienfigur aus Medj. in
Civitavecchia macht weiter von sich reden.. Am
15.März sind nochmals blutige Tränen aus ihren
Augen gequollen, während sie Bischof Mons.
Gerolamo Grillo
nach der Messe in die Hand
nahm, es waren 5 Personen anwesend, die es
bezeugen. Was seitens der gerichtlichen Obrig-
keit folgte, war eine Anzeige wegen Mißbrauch
der Leichtgläubigkeit des Volkes und Beschlag-
nahme der Figur, mit anschließender Rücker-
stattung und am Ende eine reguläre Untersu-
chung der bischöflichen Kommission.
Um den Mahnruf dieser Tränen zu beherzi-
gen, wurde währenddessen sehr viel gebetet. Im
Dom der Stadt wurden besondere Andachten
abgehalten, wie die, die von Casa di Maria in
Rom geleitet wurde, im Beisein und mit einer
Ansprache des Bischofs und des Kardinals
Andrea Deskur. Maria ruft uns auf, zu begreifen
und auf die blutigen Tränen einzugehen, nicht
nur davon zu reden, zu diskutieren und zu
belächeln. Auch die schlichten und menschli-
chen Worte dessen, der sich dem Ereignis nä-
herte mit für den Heiligen Geist offenem Her-
zen, helfen uns, zu verstehen.
Pater Jozo sagt zum Bischof von Civita-
vecchia
- P.Jozo kam her, um dem Bischof zur
Seite zu sein und Trost zu sprechen in seiner
Bedrängnis. Hier ein Auszug aus dem Gespräch,
das sie führten und das vieles klar macht.
Bischof: Es ist unglaublich, wieviel ich leide
und gelitten habe.. Es ist nicht schön, ein Lügner
genannt zu werden. Ich wiederhole laut, was ich
allen sagte, und wenn man mich auch nach
Papuasien versetzt: ich kann einfach nicht leug-
nen, was in meinen Händen geschah....Daß es
menschliches Blut sei, wußte ich von den Ana-
lysen; aber wenn dieses Blut der Tränen, die vor
meinen Augen flossen, von einer anderen Per-
son gewesen wäre, wie hätte ich dann da gestan-
den? Aber nach der Kontrolle haben sie mir
gesagt: “Es ist dasselbe Blut.” Herr, ich danke
Dir! Hier haben sich die gleichen Dinge wieder-
holt wie in Lourdes oder Fatima. Hier kam die
Madonna ins Gefängnis, sie wurde eingesperrt,
beschlagnahmt! Mit einigen Winkelzügen ver-
suchten sie es, mit der Ausrede, daß sie eine
Probe nehmen müßten für weitere Untersuchun-
gen, wo doch schon alles getan war! Sie wollten
die Figur mitnehmen, ich habe es aber nicht
erlaubt. Also wurde sie beschlagnahmt! So blieb
ich allein im Haus eingesperrt.”
P. Jozo: “Ihr dachtet, wir hätten keine Pro-
bleme gehabt.”. Pater Jozo erzählt dem Bischof,
welcher Verfolgung er und die Seher durch die
Obrigkeit und später auch durch den Bischof
von Mostar ausgesetzt waren und sagt abschlie-
ßend: “Nach meiner Meinung bringt jeder Schritt
der Gottesmutter, jedes ihrer Zeichen, immer
große Bedrängnis mit sich. Und dann sind viel
Gebet und freundschaftlicher Beistand vonnöten.
Bischof:...Heutzutage wäre die Heilige Jung-
frau der Tränen von Sirakus nicht anerkannt
worden, weil Tränen wissenschaftlich schwer
zu beweisen sind: Wasser und Salz, dasselbe für
alle. Blut ist dagegen etwas anderes; vielleicht
weint die Madonna deshalb Blut, damit klar sei,
um was es geht.
P. Jozo:...Wenn Maria weint, laßt uns Sie
trösten! Und suchen wir nicht angestrengt nach
tausend Gründen, um sagen zu können, daß sie
nicht weint, daß es nicht wahr ist. Wir müssen
aufnahmebereit sein und nichts anderes.
Bischof: “Ich war ziemlich skeptisch und
befangen in dieser Frage, aber Maria hat mir ein
“Zeichen” gegeben. Meine Verwandten und die
Nonnen, die mich gesehen haben, sagten, daß
ich in diesem Moment weiß wie die Wand
geworden wäre. Wahres Blut kann man nicht
erfinden! Entweder da ist Blut oder da ist keines.
Meine Schwester befleckte ihren Finger, aber
das Blut verschwand sofort; so geschah es auch
bei der Familie Gregori, sie trockneten die Figur
mit dem Taschentuch, aber es blieb keine Spur:
Sobald es von der Figur entfernt wird, ver-
schwindet es.
P. Jozo: “Wir müssen ausführlich über die
Botschaft dieser Tränen nachsinnen. Warum
glaubt die Kirche einem Bischof nicht? In Kibeho
in Ruanda hat der Bischof geglaubt, aber sie
hörten nicht auf ihn, sie bekehrten sich nicht und
welche Katastrophe entstand 10 Jahre später
daraus? So auch in Medj., Maria hat die Tragö-
die vorausgesehen...Gleichzeitig standen viele
falsche Propheten auf, um Verwirrung über die
Botschaften und Erscheinungen zu schaffen...”
Bischof: Auch in Lourdes wurden außer der
wahren Erscheinung andere 50 gemeldet. Ich
denke, daß Satan eingreift, um Verwirrung zu
stiften. Auch in Italien wird gesagt, daß es jetzt
überall weinende Madonnenfiguren zu geben
scheint. Während aber anderwärts nach einem
Tag schon alles vergessen ist, spricht hiervon
die ganze Welt, die Fernsehgesellschaften er-
scheinen und es ist noch nicht zu Ende.
P. Jozo: Bald sind es 14 Jahre, daß Maria in
Medj. erscheint. Der Grund ist klar, wir müssen
die Kirche auf das dritte Jahrtausend vorberei-
ten. Der Papst hat es erkannt und behält Medj.
im Auge, er äußerte sich immer in sehr schöner
Weise über Medj., kürzlich drückte er den
Wunsch aus, nach Medj. zu kommen.
Bischof: Ohne ihren Zuspruch hätte ich mich
wirklich einsam gefühlt. Heute, im Zeichen des
Ökumenismus, kann man nicht von der Madonna
sprechen. “Diese Dinge braucht Sie nicht” wird
gesagt.
P. Jozo: Maria nicht, aber der Mensch schon!
Zeichen sind notwendig...
Bischof: Es wurden Röntgenaufnahmen ge-
macht, eine Axiale-Computer-Tomographie, das
43 cm hohe Figürchen wurde in 43 Zonen
unterteilt; alle mit der modernen Technologie
nur möglichen Examen wurden durchgeführt.
Und die Antwort der Wissenschaft war: “Es ist
menschliches Blut.” Die erste Antwort lautete:
“Es ist weiblich” und dann “Es ist männlich.”.
P. Jozo : Das Blut ist ein Mahnruf, eine
gewaltige Stimme, auf die wir alle nicht überhö-
ren dürfen. Die ganze Welt kennt das Zeichen
von Civitavecchia. Die Wissenschaft sagt, daß
dieser Gips keine Tränen vergießen kann und
daß es sich um menschliches Blut handelt. Also,
auf was warten wir? Laßt uns niederknien und
beten. Das ist unser Problem: Wir haben keinen
Mut, den entscheidenden Schritt zu tun.
Bischof: Haben die Seher von Medj. von
diesem Zeichen erfahren? Ist das das “Zeichen”,
auf das wir warten?
P. Jozo : Die Seher haben wohl von dem
Zeichen erfahren, aber nichts gesagt. Weil das
vorhergesagte Zeichen größer sein wird. Aber
auch dieses ist groß. Was soll ein billiges Gips-
figürchen bedeuten, das Blut weint? Es war
richtig, daß sie den Vertretern der Obrigkeit
sagten: “Ich kann euch die Figur nicht geben!”
Wie ich tat, als sie verlangten, daß ich die Kirche
von Medj. schließen sollte und ich sagte: “Ich
lasse es nicht zu!” Die Angelegenheit ist ähnlich
und einfach, aber es ist noch nicht zu Ende! Jetzt
wird die Bischofskonferenz sagen: “Wir wollen
nichts davon wissen!” Und Sie werden allein
dastehen! Deshalb werden Sie noch mehr Trost
und Hilfe brauchen.
Bischof: In einem Moment der Niederge-
schlagenheit habe ich mich auch an hoher Stelle
beklagt und gesagt: “Ihr habt mich allein gelas-
sen!”
P. Jozo : Auch ich war allein. Es wurde
gesagt: ”Das hat er gewollt” Einer von der
Polizei sagte mir: ” Für das Berühmtwerden
muss man zahlen! Was heißt das, berühmt wer-
den? Ich muss nur verteidigen, was ich gesehen
habe. Jedoch, Exzellenz; erinnern Sie sich, wenn
die Schwierigkeiten auftreten, daß für Sie gebe-
tet wird und Sie nichts befürchten dürfen. Maria
ist an Ihrer Seite und beschützt Sie. Maria hat
Sie als Bischof gewählt; dieses Bewußtsein ist
von großer Bedeutung.
An diesem Punkte holt Mons. Grillo das
Madonnenfigürchen, wir knien nieder und be-
ten, wobei wir von einem wunderschönen Ruf-
gebet Pater Jozos geleitet werden. (27.4.95)
Don Amorth! Ist eine offizielle Aner-
kennung notwendig?
- Don Amorth wurde
gefragt, was die Kirche von diesen tränenden
Statuen denkt und ob ihm die Zurückhaltung der
Kirchenobrigkeit nicht übertrieben vorkommt.
D.Amorth: “Ich halte ein Eingreifen der
Kirche nicht für notwendig. Kardinal Ratzinger
hat recht, wenn er sagt, dass diese Vorgänge
dem Glauben nichts neues hinzufügen, weil
unser Glauben nicht auf weinenden
Madonnenfiguren fusst, sondern auf Gottes
Wort. Das ist die Wahrheit. Aber es ist auch
wahr, dass es Wunder gibt. Immer hat Jesus im
Laufe der Kirchengeschichte solche gewirkt,
zur Bestätigung des Göttlichen Wortes. Auch
heute noch werden Menschen heiliggesprochen,
weil durch sie Wunder geschahen.
Ich halte die Art und Weise für richtig, wie
die Kirche sich in den ersten Jahrhunderten
verhielt, als Marienerscheinungen und Wunder
keinerlei offizielle Anerkennung erhielten. Sei-
nen Wert erhielt das Geschehen durch den Kult,
der beim Volk dadurch entstand. Zum Beispiel
in Italien: Die Erscheinungen des Monte Berico
bei Vicenza wurden nie anerkannt, jedoch geht
seit Jahrhunderten das Volk dorthin, um zu
Maria zu beten. Das gleiche wird von Caravaggio
gesagt, aber auch dorthin geht das ganze Volk,
um zu beten. Auch für die Madonnenerscheinung
von 1947 bei Tre Fontane in Rom wurde vom
Vikariat in Rom keine Kommission gebildet,
um festzustellen, was geschehen war.
Sie haben sich nie darüber Gedanken ge-
macht, obwohl sie sahen, dass die Leute dorthin
gingen, um zu beten und haben Priester damit
beauftragt, diese Gebeten Anleitung zu geben.
Viele Bischöfe und Kardinäle sind dort gewe-
sen, um dort Messe zu lesen, so kam die Aner-
kennung von alleine. Meiner Meinung nach ist
das die richtige Methode, wir suchen allzusehr
die offizielle Anerkennung. Ich denke ein sol-
che Anerkennung ist nicht erforderlich...
Bei “Divino Amore” war es ähnlich. Ein
Mann, der kraft der Fürbitte Mariens vor
tollwütigen Hunden gerettet wurde, veranlasste
an diesem Ort das ununterbrochene Gebet. Auf
diese Weise entstand hier das berühmteste
Marienheiligtum in der Nähe Roms. Man sieht,
daß die Einfühlungsgabe des Gottesvolkes ihr
Gewicht hat! Und die weinenden Madonnen?
Besteht Grund zur Furcht? Nein, die Mutter
mahnt immer zur Bekehrung. Ist es eine Ankün-
digung schmerzvoller Ereignisse? Nein, es ist
eine Mahnung, um diese zu vermeiden...”
Der Glauben des Gottesvolkes ist ein
Beweis der Unfehlbarkeit. Heute sind wir
nur zu sehr der Vernunft ergeben.
- Noch
eine Frage: “Warum denken unsere
Kirchenfüsten nicht auch so?”
D.Amorth : “Auch hier dürfen wir nicht
verallgemeinern. Wie ihr seht, hat Mons. Grillo
die blutigen Tränen praktisch anerkannt, indem
er die Madonnenfigur öffentlich und geschützt
ausstellen liess (was dann nicht erfolgte wegen
der Beschlagnahmung)...Ich glaube, dass es rich-
tig ist, der Initiative des Gottesvolkes Wichtig-
keit beizumessen, weil auch das ein Weg der
Unfehlbarkeit ist, wie auch das Konzil erinnert.
Natürlich verstehe ich mit dem Ausdruck
“Gottesvolk” alle, auch die Priester und Bischö-
fe. Seht, das ist ein Weg, durch den der Heilige
Geist zu uns spricht.
Man sagt, dass der Rationalismus zu sehr in
die oberen Sphären der Kirche eingedrungen ist.
Leider ist es wahr! Wir müssen diesen
Rationalismus von uns abschütteln und wieder
zur Einfachheit des Evangeliums und der ersten
Christen zurückkehren, die so beteten: Herr,
streck Deine Hand aus, damit Heilungen und
Zeichen und Wunder geschehen im Namen
Jesus, damit sie glauben (vgl. Apg. 29-30) In
dieser Art beteten die ersten Christen. Ohne
Angst vor Wundern oder Erscheinungen -die
jetzt hingegen fast unangenehm zu sein schei-
nen! Von der Urkirche wurden sie jedoch >
background image
Verantwortl.: A. Lanzani, Tip. DIPRO, I- Roncade TV
> zur Bestätigung des Gotteswortes erfleht.
Heute ist die Kirche übertrieben vorsichtig, weil
sie fürchtet, dass sensationslüsterne Menschen
ohne den Geist der Bekehrung und Frömmigkeit
nur aus Neugierde auf das Geschehen schauen,.
(Aus einem Gespräch mit der Gruppe “Regina
della pace”
Rom 25.3.95)
Zugänglichkeit, nicht Skepsis - Ich gehe
einig mit der Frömmigkeit des Volkes. Das
Volk ist nimmt Anstoss an der weit verbreiteten
Skepsis auch einiger Theologen. Wenn Gott uns
seine Mutter sendet und wir ihr den Rücken
zukehren, ist das Missachtung der liebevollen
Aufmerksamkeit, die Gott der Menschheit zollt.
Wenn wir uns diesen Zeichen verschliessen
würden, wären wir verstockt gegenüber einer
möglichen göttlichen Offenbarung...
Wir müssen davon ausgehen, dass Maria
uns sagen will, dass in der Kirche und in der
Welt Unerträgliches vorsichgeht, sie will damit
das christliche Gewissen aufrütteln. Es ist eine
Art Prophezeiung; die Heilige Jungfrau will die
Kirche auf Schwierigkeiten der Zukunft vorbe-
reiten. (Pater S. De Fiores, Präsident der mario-
logischen Gesellschaft
, in der italienischen Zei-
tung “Avvenire” 28.3.95)
Sicher reisen nach Medj. - Entlang der Adria-
küste: Täglicher Bus ab Triest, Abfahrt neben dem
Hauptbahnhof, 18 Uhr; Ankunft in Medj. 8 Uhr.
Rückfahrt ab Medj. 18 Uhr und Ankunft Triest um
8 Uhr Platzbestellung: 0039 40 425001
Auf dem Meerwege, ab Ancona montags und
mittwochs freitags abends; Ankunft in Spalato 8
Uhr. Von dort sofort Busverbindung nach Medj.
Rückreise von Spalato nach Ancona: sonntags,
dienstags und donnerstags Telefon Ancona 0039
71 202033 55218 Auf dem Luftwege: Mailand-
Zagreb-Spalato
Terror für die Katholiken Bosniens
Nach Ablauf des Waffenstillstands, der der
allseitigen Wiederbewaffnung diente, wird
weiter gekämpft. Die Kroaten haben sich einen
Teil ihres Gebiets in Slawonien zurückerorbert
und haben sicher vor, beide von den Serben
besetzten Teile der Krajne zu befreien.
Die bosnischen Serben haben dafür Vergel-
tung geübt an den Katholiken der Gegend,
haben den Bischof Komarica unter Hausarrest
gesetzt, Priester und Ordensleute gefoltert,
weitere 3 Kirchen und Klöster in die Luft
gesprengt (im ganzen 40); unter den Trümmern
wurden die Leichen von Pater Philip und Schwe-
ster Cecilia gefunden. In der Kathedrale weint
der Bischof zusammen mit dem um Hilfe fle-
henden Volk, das nicht in die Häuser zurück-
kehren will. “Alle haben uns verlassen!” Das
gleiche Schicksal erlitten die Moscheen, alle
zerstört. Der Terror von Bomben und Scharf-
schützen in Sarajewo macht viele Opfer; Hilfe
kommt keine mehr. Die Lufteinheiten der UNO
greifen gegen die bosnischen Serben ein, was
wird die Zukunft bringen?...
Für die freiwilligen Helfer:“Verlasst uns
nicht” ruft Kardinal Puljic’, Erzbischof von
Sarajewo den katholischen Hilfsorganisationen
zu “ Langsam tötet uns die Gleichgültigkeit der
Welt. Vergeblich haben wir geschrien. Wir
haben das Vertrauen in die UNO und in Europa
verloren. Unsere einzige Hoffnung sind die, die
uns einfach und konkret helfen.”
Bewundernswert und unermüdlich ist die
Tätigkeit der Sammelzentren der Freunde von
Medj
., aber leider haben viele mit ihren An-
strengungen nachgelassen. Die von uns ge-
nannten sammeln jedoch weiter. Die Adressen
sind im ECO 115 und 119, Seite 8 zu finden.
Für die Fernadoption
von Kriegswaisen
und ihr Waisenhaus, dessen Bau Pater Jozo be-
ginnen wird, kann man sich an Matteo Rossi, Via
delle Grazie 9, I-54100 Massa wenden. Post-
girokonto Italien 10810578. Er wurde von Pater
Jozo für die Fernadoptionen (es sind bereits 3200)
und die Spendensammlung für das Waisenhaus
Siroki Brijeg bevollmächtigt.
Der Exorzismus von Papst Leo XIII
Darf er von einzelnen Gläubigen gespro-
chen werden? Auch von Gruppen? - Viele
fragen danach und es wäre für mich einfacher,
die historischen Hintergründe zu erklären. Aber
das ist hier nicht möglich und so beschränke ich
mich auf die Schlußfolgerungen.
(Unter Exorzismus versteht man im allge-
meinen den Beschwörungsritus, mit dem dem
Teufel kraft der der Kirche verliehenen Macht
befohlen wird, eine Person zu verlassen. Anm.
d. Red.) 1985 hat die Kongregation für die
Doktrin des Glaubens daran erinnert, das
Exorzismen nur durch vom Bischof bevoll-
mächtigte Priestern durchgeführt werden dür-
fen und demnach auch der Exorzismus von
Papst Leo XIII nicht von den Gläubigen benutzt
werden darf: nicht in der verkürzten Form
(“excerptam”) dieses Exorzismus und noch
weniger in der Vollständigen. (Hingegen ist die
Anrufung des heiligen Erzengels Michael, die
der gleiche Papst als Endgebet der Heiligen
Messe verfaßte, immer erlaubt und wirksam.
Anm. d. Red.)
Das Problem stellt sich für Formeln, die in
Büchern oder auf Zetteln gedruckt werden und
oft mit der kirchlichen Genehmigung versehen
sind (Deren Echtheit nachgeprüft werden soll-
te!), die aber in Wirklichkeit nicht mehr die
Exorzismen Leos XIII sind, oder nur schwache
Nachahmungen. Streng genommen können die-
se Gebete benutzt werden, da es sich nicht mehr
um den Exorzismus von Papst Leo XIII han-
delt, die einschränkenden Vorschriften, juri-
stisch “verhaßt” genannt, müssen in engem
Sinne ausgelegt werden.
Ich bin der Ansicht, daß diese Gebete durch-
aus von Einzelpersonen oder im Familienkreis
benutzt werden dürfen; nicht aber im Gruppen-
gebet, um nicht ungehorsam gegenüber kirch-
lichen Anordnungen zu erscheinen. Nach mei-
ner Meinung handelt es sich überhaupt um
Formeln, die nicht von dem Verbot von 1985
betroffen werden, weil es diese Formeln bereits
vorher gab. Don Gabriele Amorth
(...Folge aus S. 5)
hineingelange, sondern nur
die Göttliche Liebe. Stellen wir uns weiterhin Gott
zur Verfügung, in der Liebe und in der
Aufopferung. Gott wird sein Werk vollbringen.”
* Lebendige Eucharistie, die Heftchen mit
den Kursen von sowie die entsprechenden Audio-
cassetten und das dreimal jährlich erscheinende
Infoblatt für die Opferseelen kann man erfragen
bei : Kraljice Mira, S. Maria Colleromano, I-
65017 Penne PE. Unterstützt die Veröffentlichun-
gen nach Möglichkeit für P. Tomislav Vlasic´,
Convento Francescano, I-66010 Lama Peligni CH.
Eine Spannung, die in der Liebe gelöst
werden muß
: In Mostar ist etwas Bedauerli-
ches geschehen. Einige Tausend Gläubige hat-
ten Bischof Mons. Peric gebeten, sich ihnen zu
stellen, um ihnen eine Erklärung der
Amtsenthebung von vier Franzeskanerpatres
aus vier Pfarreien der Stadt zu geben, welche
durch Diözesanpriester ersetzt worden waren.
Der Bischof ist auch erschienen, aber ange-
sichts der bedrohlichen Menschenmenge ist er
nicht aus seinem Wagen gestiegen, sondern hat
den Franzeskaneroberen gebeten, ihn in seinem
Kloster zu beherbergen. Dort ist er dann 8
Stunden lang geblieben, bis die Menge der
Protestler sich entgültig aufgelöst hatte.
Dieser Vorfall, über den auch der
“Osservatore Romano” Bericht erstattet hat, ist
von Kardinal Kuharic´sowie von all denen be-
dauert worden, denen es nicht darum geht, zu
“siegen”, sondern den Frieden und die Harmo-
nie zu bewahren, in der Unterordnung unter die
rechtmäßige Obrigkeit. Bischof Franic´ hatte
schon mehrmals gesagt, daß eine gewisse Feind-
seligkeit Medjugorje gegenüber sich sehr ver-
mindert hätte, wenn die Franzeskaner bereit
gewesen wären, auf die sieben Pfarreien zu
verzichten, die der damalige Bischof Mons.
Zanic´ vor zehn Jahren erbeten hatte.
Ruanda, drei der sieben Seher
von Kibeho wurden ermordet.
Die italienische Zeitschrift “Welt und Mis-
sion” schreibt: “Nach Angaben von Schwester
Marta Tillient, einer in Ruanda tätigen
Missionarin, ist das Los der Seher wie folgt:
Marie Claire Mukangango und Emmanuel
Segatasha wurden ermordet (Emmanuel in
Kigali). Auch Maria Assunta, die Behinderte,
die seit 15 Jahren allwöchentlich die Passion
Christi nacherlebte, wurde in Butare ermordet.
Die anderen flohen nach Zaire. Alphonsine
Mumureka, die sechzehnjährig als erste die
Erscheinungen hatte, ist an einem unbekannten
Ort verborgen.”
In Anbetracht der letztjährigen Ereignisse
erhält ein dramatisches Erlebnis der sieben jun-
gen Seher eine prophetische Bedeutung: Am 19.
August 1982 weinten und schrien die Seher in
Anwesenheit von 20.000 Personen 8 Stunden
lang und am Ende erklärten sie , daß sie eine
schreckliche Vision gehabt hätten: “Ein Strom
von Blut, Menschen, die sich gegenseitig töte-
ten, Leichen, die verlassen herum lagen, ohne
begraben zu werden, ein brennender Baum, eine
klaffende Schlucht, ein Ungeheuer, ab-
geschlagene Köpfe”. Die Kirche Ruandas hat
1988 erlaubt, daß auf Grund der Geschehnisse
in Kibeho Maria an diesem Ort öffentlich ver-
ehrt werden darf.(Eco 117; Avvenire 4.05.1995)
Ein Trostgebet für unseren unermüdlichen
Mitarbeiter Dott.Pierantonio Gottardi für das
plötzliche Verscheiden seines Vaters Emilio,
der ihm mit seiner Güte und Friedfertigkeit
unvergleichliches Leitbild für ein christliches
Leben war. “Der Herr hat gegeben, der Herr hat
genommen, der Name des Herrn sei gesegnet!”
Wir danken allen für die Mitarbeit, Zu-
stimmung und großzügige Spenden, die den
kostenlosen Verand möglich machen, obwohl
die Unkosten wachsen (Verdopplung des
Papierpreises und Erhöhung der Postgebühren)
Wir entschuldigen uns, dass wir den Druck von
Bezeugungen, Briefen und interessanten Hin-
weisen aus Platzgründen aufschieben müssen.
Das Erscheinen des ECO ist immer pro-
blematisch aus den verschiedensten Gründen,
aber wir vertrauen es den Heiligen Herzen von
Jesus und Maria an, denen alles möglich ist,
gemeinsam mit Euch allen. Mit dem Segen
Gottes, auf daß Ihr alle mit dem Heiligen
Geiste erfüllt seid.
Aufgrund des Rosenkranzes in Hiroshima
überlebt! - Als 1945 die Atombombe über
Hiro-shima ausgelöst wurde, überlebte eine klei-
ne Gemeinschaft von 8 Jesuitenpatern in einem
Pfarrhaus nur 8 Häuserblocks entfernt vom
Explosionszentrum, das Haus blieb unversehrt,
während sonst im Umkreis von eineinhalb Kilo-
metern vom Explosionszentrumkeine Menschen-
seele überlebte.
In 1976, als alle 8 Pater noch quicklebendig
waren, erzählte Pater Schiffer auf dem euchari-
stischen Kongreß in Philadelphia, daß 200 Wis-
senschaftler und Experten mehrere Jahre lang
die wissenschaftliche Begründung suchten,
weshalb dieses Haus und seine Bewohner von
der Zerstörung nicht heimgesucht wurden. Er
sagte ganz einfach, daß sich dieses Haus nur in
einer einzige Sache von den anderen unter-
schied, jeden Tag wurde dort gemeinschaftlich
der Rosenkranz gebetet.(Aus Divine love, 3.4.83)
Verteilung
*Schweiz: Otto Müller, Sonneggstr. 3 - CH 9113
Degersheim - Postkonto: 90 - 4768 - 0 *Österreich:
Heindler Margarete, Reindlgutstr. 5, A - 4400
Steyr. Überweis.: Volkskreditbank Steyr Nr.
75.045.187 oder Postscheckkonto: 93.001.968
*Deutschland: Medjugorje Comitee, F. Castagnet-
ti, Ostpreussenweg, 4, D- 33104 Paderborn.
Überweis.: K/K 85738 Sparkasse Paderborn (BLZ
47250101) - Kostenlos - Allfällige Spenden wer-
den für die Verbreitung des Blattes verwendet.