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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 124 (November-Dezember 1995)

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Dezember 95 - Januar 1996, Monat der Unbefleckten - Orig.A.: Eco di Maria-Anschrift: Echo
Mariens, c. p.149- I-46100 Mantova - Autor. Tribunale MN 8.11.86, J.12- Nr. 1; Fax 39-376-245075
Echo Mariens
Königin des Friedens
124
Botschaft vom 25. November 1995
“Liebe Kinder! Heute lade ich euch ein,
daß jeder von euch von neuem, Gott, der
jeden von euch gerettet und erlöst hat, zuerst
zu lieben beginnt und dann die Brüder und
Schwestern in eurer Nähe. Meine lieben Kin-
der, ohne Liebe könnt ihr in der Heiligkeit
nicht wachsen und auch keine guten Werke
tun. Deshalb, meine lieben Kinder, betet,
betet ohne Unterlaß, daß Gott euch seine
Liebe offenbart. Ich habe euch alle eingela-
den, euch mit mir zu verbinden und zu lieben.
Auch heute bin ich mit euch und lade euch
ein, die Liebe in euren Herzen und Familien
zu entdecken. Damit Gott in euren Herzen
leben kann, müßt ihr lieben.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid.”
Botschaft vom 25. Oktober 1995
“Liebe Kinder! Heute lade ich euch ein,
hinaus in die Natur zu gehen, denn dort
werdet ihr Gott, dem Schöpfer, begegnen. Ich
lade euch heute ein, meine lieben Kinder,
Gott für alles, was Er euch gibt, zu danken. Im
Danken werdet ihr den Allerhöchsten und all
das Gute, das euch umgibt, entdecken.
Meine lieben Kinder, Gott ist groß und
groß ist Seine Liebe zu jedem Geschöpf.
Deshalb betet, um die Liebe und die Güte
Gottes zu begreifen. Als Geschenk der Güte
und der Liebe Gottes, des Schöpfers, bin auch
ich mit euch. Danke, daß ihr meinem Ruf
gefolgt seid.”
Ein Danke für die Gaben Gottes,
die uns Seine Liebe entdecken lassen
Vor allen Dingen lädt Maria uns ein, in die
Natur zu gehen, die das offene Buch Gottes ist,
in diesem Jahreszeitwechsel, der sich mit den
verschiedendsten wunderbaren Farben beklei-
det. Mehr noch: sie lädt uns ein, in die Natur
einzutreten, um dort die Wundertaten Gottes
zu lesen: Wohin ich den Blick auch wende,
unendlicher Gott, sehe ich dich, in deinen
Werken bewundere ich dich, in mir selbst
erkenne ich dich (Metastasio); und dann lädt
sie uns ein, uns von allem zu reinigen, was
nicht aus den Händen des Schöpfers hervor-
gegangen ist, sondern von uns nach der Sünde
in den Menschen hineingelegt worden ist.
Der Oktober ist auch der Erntemonat, der in
Israel vom Laubhüttenfest oder Erntedankfest
bestimmt wurde (Leviticus 23,39-43). Anläß-
lich dieses Festes lud Gott sein Volk ein, eine
Woche unter freiem Himmel in Hütten aus
Laubzweigen zu verbringen, um seine Gaben
zu kosten und des vierzigjährigen Weges in der
Wüste zu gedenken, Symbol der Wanderschaft
unseres Lebens durch die Zeit, Gott entgegen.
Darüber hinaus hilft uns das ganze Wort Got-
tes, Gott zu loben und Ihm zu danken, der sich
in der Schöpfung offenbart: O Herr, unser Gott,
wie groß ist dein Name auf der Erde! (Psalm 8,
siehe auch die Psalmen 103, 148 und das
Kantikum in Daniel 3).
In den letzten beiden Botschaften, die mit-
einander in Verbindung stehen, will Maria uns
lehren, Gott anzubeten, sei es in der Eucharistie
(Verliebt euch in das Altarssakrament, 25.
September), sei es in der Natur (25. Oktober).
Es fällt uns schwer, Gott in der Natur zu
betrachten, denn unsere Augen sind voll von
dem Götzendienst des Fleisches und von
Menschenwerken, oder von den entfremdenden
Produkten unserer Zivilisation.
Gott zu entdecken ist den reinen und einfa-
chen Herzen zu eigen, die beten können, das
heißt, sich mit Gott vereinen können. Nur Er
kann uns die Augen öffnen, um zu sehen;
andernfalls könnte man auch ein Naturforscher
sein und alle Geheimnisse verstehen, ohne das
“Warum” zu begreifen, nämlich die Liebe, die
dahinter steht, Liebe, mit der Gott zu uns
Blinden, Tauben und Stummen sprechen will.
Ebenso finden auch nur, die ein reines Herz
haben, in der Eucharistie Jesus als ihren Freund
und ihre Freude, um so Zeugen Seiner Liebe zu
werden.
Warum spricht die Muttergottes in solchen
Worten zu uns? Weil sie sieht, daß wir schwie-
rig und kompliziert sind und will, daß wir zur
Einfachkeit der Natur zurückkehren. Und sie
will nicht, daß wir Stunden um Stunden vor
dem Fernseher verbringen oder mit der Zeitung
in der Hand oder im Haus vermuffen bei sitzen-
den Gesellschaftsspielen, sondern daß wir hin-
aus gehen, um die Wunderwerke der Natur zu
betrachten, damit wir wieder wir selbst wer-
den. Aber vor allem will sie uns dahin bringen,
Gott für alles zu danken, was Er uns gibt.
Von einem Berg solcher augenschein-
lichen Gaben umgeben, in uns und außer uns,
müsste aus unserem Herzen ständig ein Danke
ohne Ende ausströmen; statt dessen kommt oft
nur eine Beschwerde heraus, denn “mir fehlt
dies, mir fehlt jenes”, und folglich das unauf-
hörliche “ich will, gib mir”. Ja, das Wort
“Danke” ist das erste Wort, das ein intelligenter
Mensch sagen sollte. Und Jesus kommt auf die
Erde, um für uns in der Eucharistie “Danke” zu
sagen, denn Eucharistie bedeutet “Danksa-
gung”. Außerdem wird das ständige “Danke”
immer mehr die bewußte und liebevolle Be-
wunderung für die Gabe, entfernt folglich das
Herz von der Übertretung und erfüllt es mit
dem Wunsch, am Werk Gottes mitzuwirken
und jeden Egoismus zu überwinden.
Wenn ihr Ihm dankt, werdet ihr den Höch-
sten und alle Gaben, die euch umgeben, ent-
decken. Zuerst das “danke”, dann die Entdek-
kung, wie groß Gott ist und wie groß Seine
Liebe für jedes Geschöpf ist! Müßte es nicht
umgekehrt sein? Erst die Entdeckung und dann
das “Danke”? Nein, nur, wenn wir beten, das
heißt, wenn wir aufhören, wie von Sinnen
hinter den vergänglichen Dingen herzurennen,
werden wir uns des Unendlichen bewußt wer-
den, das uns umgibt, des Gottes, der mich
erforscht und mich kennt...der mich um die
Schultern und von vorn umgibt und Seine
Hand auf mich legt, um mir das Leben zu
schenken (Psalm 138).
Deshalb ist es wahr, liebe Kinder, daß ihr
beten müßt, um die Liebe und die Güte Gottes
zu verstehen. So werdet ihr auch vom >
Allein, Du hast alle Irrlehren
der ganzen Welt zerstört!
> Atheismus geheilt werden, der in euch die
Einsamkeit hervorruft, Verbitterung gegen die
Menschen und alles, was man an Negativem
sieht, und am Ende Verzweiflung. Wenn wir
die Liebe Gottes entdecken und leben, ruft das
in uns Freude und Optimismus hervor. Unter
den Gaben Gottes, die wir im Gebet entdecken,
bin auch ich, ein Geschenk für euch, fügt am
Ende Maria hinzu, indem sie sich vorstellt als
das, was sie ist, damit wir so achtsam leben,
daß diese letzte Probe der Liebe Gottes in uns
Früchte trägt, solange Er sie noch bei uns läßt.
Don Angelo
Diese Botschaft läßt uns schon im voraus
Weihnachten betrachten, um die Früchte zu
pflücken und heilig zu sein wie die Unbefleck-
te Jungfrau. Ich lade jeden ein, von neuem zu
lieben zu beginnen: lieben, als wäre es das erste
Mal, wie eben geborene Kinder, denn diese
Liebe ist uns nicht einfach zur Hand, sondern
wir müssen beten, beten ohne Unterlaß, damit
Gott uns Seine Liebe offenbare, und wir dann
so lieben könen, wie Er liebt.
In der Tat ist die Liebe, von der hier die
Rede ist, nicht die menschliche, sondern die
göttliche, die durch den heiligen Geist in unse-
re Herzen ausgegossen worden ist (Röm 5,5),
jene Liebe, die macht, daß wir bis zur vollen-
deten Gestalt Christi wachsen (Kol 1,28) zum
Abbild dessen, der uns geschaffen hat und der
uns die guten Werke vollbringen läßt, die Gott
dazu vorausbestimmt hat, daß wir sie tun (Eph
2, 10). Die Muttergottes will, daß uns diese
große Liebe offenbart werde, damit wir wie Sie
an ihr Anteil haben.
Folglich erinnert Sie uns an die Gründe,
weshalb wir dieses größte Gebot leben müssen,
nämlich Gott und die Brüder zu lieben, mehr
noch, zu lieben, wie Er uns geliebt hat (Joh
13,14). Wir müssen Gott lieben für das, was Er
für uns getan hat, als unser Erlöser, indem Er
uns Seinen Sohn im Fleisch gesandt hat: Nicht
für alle im Allgemeinen, sondern für jeden
einzelnen von uns - unterstreicht Sie-: Als die
Gnade Gottes, unseres Retters, und Seine Lie-
be für uns Menschen pffenbart worden ist, hat
Er uns aus Seiner Barmherzigkeit gerettet (Tit
3,4); er hat uns der Herrschaft der Finsternis
entrissen, die uns gelähmt hat und ohnmächtig
werden ließ, das Gute zu tun, und hat uns in das
Reich der Liebe überführt (Kol 1,13). So, als
Erlöste, sind wir auch in der Lage, die Brüder
zu lieben.
Danach gibt und die Muttergottes mehr
zärtliche und praktische Hinweise, um uns zu
helfen, das in die Tat umzusetzen, was (>>S. 8)
ECHO 125 ERSCHEINT IM FEBRUAR 1996
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Der Papst vor der UNO: Erbauen
wir gemeinsam die zukünftige
Welt einer Völkerfamilie
Der Papst hat die Vereinigten Staaten das
vierte Mal besucht und stattete der UNO das
zweite Mal nach 16 Jahren einen Besuch ab; in
diesen Jahren ist die Kirche mehrmals frontal
mit den Vereinten Nationen zusammengeprallt:
Die letzten Fälle betreffen bekanntlich die bei-
den Konferenzen von Kairo und Peking, sowie
die Art und Weise, wie der Balkankrieg “be-
handelt” wurde. Indem sich der Papst als “Zeu-
ge der Menschenwürde” vorgestellt hat, wollte
er trotzdem die wichtige Aufgabe dieser Ein-
richtung anerkennen, d.h. “der Mittelpunkt der
Harmonisierung zu sein, das den Frieden ge-
währleiste, die Menschenrechte der Einzelnen
und der Völker schütze, den Menschen helfe
eine Welt zu bauen, in der die verschiedenen
Nationen sich als eine Familie fühlen.”
Dies ist die der UNO vom Papst angebotene
Neuheit. Außer der Charta der Menschenrech-
te, schlägt er nun eine Charta vor, in der “die
Rechte der Völker, nach ihrer Sprache, Kultur
und Überlieferung, im Geiste respektvollen
Zusammenlebens und konkreter Solidarität zu
leben” verankert ist. Das deshalb, weil wir
Zeitgenossen zweier Phänomene sind: Einer-
seits wegen des Wiedererwachens von Beson-
derheiten, die Symptom von Identitätssuche
und Überleben sind, angesichts weit verbreite-
ten Vorgängen der Assimilation seitens der
Stärkeren; andererseits der Zusammenschluß
von ganzen Nationen zu größeren Gemein-
schaften, sodaß man schlußendlich zu einer
großen Familie wird...
Die Verteidigung und Förderung der natio-
nalen Identität darf nicht mit Nationalismus
verwechselt werden, der die anderen Rassen
und Kulturen als minderwertig verachtet, und
soweit geht, diese zu überfallen... Die UNO ist
dazu aufgerufen die vom Papst genannte “ur-
sprüngliche, spirituelle Oberherrschaft einer
jeden Nation” zu verteidigen und zu harmo-
nisieren, sodaß sich “eine wahre Kultur der
Freiheit, in der Wahrheit verankert, behaupte.
Lektion von Freiheit im Lande der Freihei-
ten! - “Die Freiheit ist das Maß der Würde des
Menschen und seiner Größe. Im Grunde ist es
der verantwortungsvolle Gebrauch der Frei-
heit. Vom menschlichen Geschöpf getrennt,
verfällt sie, wie in einem individuellen, in
Schwebe gehaltenen Leben; im politischen
Leben hingegen ist sie der Willkür der Stärke-
ren und der Anmaßung der Macht ausgeliefert.
Weit davon entfernt eine Beschränkung oder
Bedrohung der Freiheit zu sein, ist daher der
Bezug zur Wahrheit, durch das moralische,
universell erkennbare und in jedes Herz ge-
schriebene Gesetz, in Wirklichkeit die Garantie
der Zukunft der Freiheit.” Zum Schluß wünscht
er sich, daß eine Welt sich bilde, in der jeder als
Tischgenosse beim Mahl des Lebens willkom-
men sei. “Die christliche Hoffnung, auf die
Welt bezogen, stützt sich auf der Liebe Gottes
und seiner Sorge für die Schöpfung, die sich im
Tode und in der Auferstehung Christi offenba-
ren... Bemühen wir uns gemeinsam, aus der
Fähigkeit an Weisheit und Tugend, die einem
jeden als Abbild Gottes und Gott ähnlich ge-
schaffenen Menschen, eigen sind, mit der Gna-
de Christi..., im anbrechenden Jahrhundert und
folgenden Jahrtausend, eine Kultur, die dem
Menschen würdig ist...”, d.h. eine Kultur der
Liebe zu schaffen.
Ist in den Ballungszentren Platz
für das Geheimnis der Liebe Gottes?
Am 6. Oktober 1995 feiert Johannes Paul II.
in Brooklyn die Hl. Messe und fragt die
Menschenmenge: “Haben die in diesen enor-
men Ballungszentren lebenden Personen etwa
die Seligkeiten, die den Armen im Geiste gehö-
ren, vergessen? Ist in der prächtigen, wissen-
schaftlichen und technologischen Welt, dessen
sich Amerika rühmt, Platz für das Geheimnis
Gottes? Dieses Mysterium, das den Kleinen
offenbart wurde, das Mysterium des Vaters und
des Sohnes, in der Einheit des Heiligen Geistes,
das Mysterium der göttlichen Liebe und Quelle
des Seins ist? Ist Platz für die Enthüllung des
Lebens, jenes transzedentalen Lebens, das uns
Christus kraft seines Kreuzes und seines Sieges
durch seine Auferstehung, anbietet?” Der Papst
wünscht, die Amerikaner mögen gut über den
wirklichen Einfluß des Glaubens an Christus in
ihrem täglichen Leben nachdenken, damit ein
Leben nach dem Evangelium möglich sei.
Am darauffolgenden Tag gibt er selbst im
Central Park von New York vor 500.000 Zuhö-
rern, vorwiegend Jugendlichen, die Antwort:
“Der Geist Gottes, ein in jedes Geschöpf ein-
gehauchter Geist, unterscheidet uns von aller
Kreatur. Unsere Körper sind nur ein Körnchen
im weiten Universum, wir übersteigen aber
kraft unserer Seelen die gesamte materielle
Welt. Ich lade euch ein darüber nachzudenken,
was jeden von uns wundervoll und einzigartig
macht... Nur die menschlichen Lebewesen sind
zur Liebe fähig. Die Liebe läßt uns das Gute
suchen, die Liebe macht aus uns bessere Men-
schen, drängt Männer und Frauen dazu, zu
heiraten, eine Familie zu gründen, Kinder zu
bekommen, drängt andere dazu, das religiöse
Leben zu umarmen.” Dieses große Potential
und die Fähigkeit zu lieben, wird aus der Tat-
sache abgeleitet, daß Gott den Geist seines
Sohnes in unser Herz sandte, der ruft: Abba,
Vater. (Gal 4,6)
Mit diesem Geist gestärkt, können die Chri-
sten dann gegen die Angriffe auf ihre Identität
kämpfen. “Maria gleich, ängstigt euch nicht,
dem Heiligen Geist zu erlauben euch zu helfen,
intime Freunde Christi zu werden und jegliche
Angst abzulegen, um Christus in allem, was ihr
unternehmt, auf die Welt zu bringen.” An dieser
Stelle hat der Papst einen entschiedenen Hin-
weis gegeben, die eigene christliche Identität
und das eigene geistliche Leben zu verteidigen,
ausgehend von der antichristlichen, heutigen
Haltung, und für die Reinheit gegen die Kultur
des Todes (Euthanasie, beigewohnter Selbst-
mord, Abtreibung), sowie jegliche Art der Ge-
walt, zu kämpfen.
das seine Fülle in der Auferstehung erreicht.
Dies ist unser Glaube.”
Es ist grundlegend, diesen Glauben mit
beständiger Treue als Antwort auf die erhalte-
nen Gaben, beizubehalten; daher hat der Papst
an die Etappen bei der Verbreitung des Katho-
lizismus in den Vereinigten Staaten hingewie-
sen und ermunterte dazu, sich wieder in diese
große Tradition einzureihen, vor allem das
vorhandene, große Erbe zu bewahren, ange-
sichts der Herausforderungen der materialisti-
schen Welt und oberflächlichen Denkart, die
die Freiheit nach Bedarf einschränken.
Die Früchte des Besuches - Nicht nur die
Worte und Gesten des Papstes waren von gro-
ßem Wert, sondern auch die Früchte seiner
Pilgerreise. Die vier beteiligten Bischöfe haben
einen Hauch der Begeisterung und neues Feuer
in ihren Gläubigen festgestellt. “Nicht einmal
der ausgetüftelte Central Park im Herzen New
Yorks konnte einem Papst widerstehen, der
eine polnische Weihnachtshymne inmitten ei-
ner Homelie sang!” Kard. J. O´Connor von
New York kommentiert so: “Ich erhalte noch
Briefe von Juden, Protestanten, Katholiken,
Muselmanen, die davon sprechen, wie sehr sie
die Anwesenheit des Papstes bewegt hat.”
Vor allem aber die katholischen Gemein-
schaften haben eine neue geistliche Kraft wieder-
gefunden: “Die Hirten der 413 Pfarren spre-
chen von einer wundersamen Zunahme der
sonntäglichen Messebesucher. Vor den lange
Zeit leer gebliebenen Beichtstühlen bilden sich
lange Schlangen von Bußfertigen. Was ist pas-
siert? Einfach: Millionen von Personen, die
nach Wahrheit hungern, sind genährt worden.”
Das ging klar aus den begeisterten Antworten
der Jugendlichen hervor, die weit mehr den
Überdruß der Falschheit der Welt verspüren.
“Dieselbe Wiedergeburt konnte man auch
bei der UNO feststellen. O´Connor fügt noch
hinzu: “Ich habe oft das Privileg Delegierte der
Vereinten Nationen aus aller Welt zu treffen.
Noch nie sah ich sie für jemand anderen eine so
große Begeisterung zeigen, wie für den hl.
Vater.” Der Grund? “Vor ihnen stand ein Mann
ohne irgendwelche Interessen oder persönli-
chen Ziele: Ein Mann, der sich wirklich für sie
und für die Bewohner der Welt sorgte.”
Marco
Eine vertrauliche Rede des Papstes:
“Das Heilige Messopfer ist im
Mittelpunkt meines Lebens.”
Am 27. September 1995 wurde der 30.
Jahrtag des konziliären Dekretes Presbyterorum
Ordinis über das Priestertum gefeiert. In der
dem Ereignis gewidmeten Eurovision-
sübertragung wurde auch eine vertrauliche Rede
des Papstes eingefügt, der uns damit vielleicht
das intimste Stück seiner Lebensbeschreibung
gab. Hier die herausragenden Punkte: “Am
kommenden 1. November beginnt das 50. Jahr
meines Priesteramtes. Wenn ich an die Ge-
schichte meiner Berufung denke, muß ich zuge-
ben, daß es sich um die Berufung eines “Er-
wachsenen” handelt, obwohl sie sich, in einem
gewissen Sinne, in meiner Kindheit angemel-
det hat. Nach dem Abitur am Gymnasium-
Lyzeum von Wadowice im Jahr 1938, begann
ich das Studium der polnischen Sprache an der
Universität Iagellonica in Krakau, was meinen
seinerzeitigen Interessen und meiner Vorliebe
entsprach. Diese Studien wurden jedoch im
September 1939 vom 2. Weltkrieg unterbro-
chen. Ab September 1940 begann ich zu arbei-
ten, zuerst in einem Steinbruch und dann im
Werk Solvay. Die priesterliche Berufung reifte
in mir gerade in jener schwierigen Situation.
Sie reifte unter den Leiden meiner Nation,
in der körperlichen Arbeit, unter den Arbeitern,
sie reifte auch angesichts der geistlichen Füh-
rung verschiedener Priester, besonders meines
Beichtvaters.
Worin besteht die katholische Identität?
Während seines Besuches in Baltimore im
Maryland, hat der Papst klar erklärt, wo die
katholische Kirche in den Vereinigten Staaten
geboren wurde, und die ihren Vater den im Jahr
1790 ernannten Erzbischof John Carrol hat.
“Der Glaube ist immer anspruchsvoll, denn er
trägt uns über uns selbst hinaus, direkt zu Gott
hin. Der Glaube verleiht außerdem dem Leben
einen Sinn und drängt uns zur Tat. Das Evan-
gelium Christi ist nicht eine private Meinung,
ein weit zurückliegendes, geistliches Ideal, oder
ein einfaches Programm für das persönliche
Wachstum. Das Evangelium ist Kraft, die die
Welt verändern kann. Christus hat uns aufgetra-
gen, das Licht des Evangeliums bei unserem
Dienst an der Gesellschaft aufleuchten zu las-
sen. Wie können wir den Glauben an das Wort
Gottes bekennen, wenn wir ihn daran hindern,
unser Denken, unsere Tat, unsere Entscheidun-
gen, sowie unsere gegenseitige Verantwortung,
zu inspirieren und zu orientieren?”
Das Programm des Evangeliums findet aber
eine taube und feindselige Welt vor, weshalb
“heute einige Katholiken von der Entmutigung
und Enttäuschung befallen sind, sie sind ver-
sucht zum Herrn zu rufen: Warum läßt uns Gott
dem Ruin und Elend beiwohnen? Warum läßt
Gott das Böse zu? Es gibt ja kein Übel zu
überwinden, das Christus nicht mit uns über-
windet. Es gibt keinen Feind, den Christus nicht
schon besiegt hat, oder zu tragendes Kreuz, das
Christus nicht schon für uns getragen hat, oder
mit uns trägt. Am Ende eines jeden Kreuzes
finden wir die Neuheit des Lebens im Geiste,
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Im Oktober 1942 ging ich zum Höheren
Seminar von Krakau und wurde zugelassen.
Obwohl ich weiterhin als Arbeiter bei Solvay
tätig war, studierte ich im geheimen an der
Theologischen Fakultät Iagellonica und wurde
unter den Schülern des Höheren Seminars von
Krakau aufgenommen. Am 1. November 1946
empfing ich aus den Händen des Kard. Adam
Stefan Sapieha, in dessen Privatkapelle, die
Priesterweihe.
Der Priester ist der Mann der Eucharistie.
In den fast 50 Jahren meiner Priesterschaft
ist die Feier der Eucharistie nach wie vor der
wichtigsten und heiligsten Augenblick. In mir
herrscht das Bewußtsein vor, am Altar in der
Person Christi zu zelebrieren. Im Laufe der
Jahre habe ich nie die Feier des hl. Opfermahls
vernachlässigt und wenn, dann nur aus Grün-
den, die nicht von meinem Willen abhingen.
Die Hl. Messe ist absolut der Mittelpunkt
meines Lebens und aller meiner Tage...”
Aufruf an die Priester: Mehr Zeit
für Gott damit sie der übermäßige
Aktivismus nicht innerlich aushöhle
Indem Kard. Ratzinger die Figur des Prie-
sters nach dem II. Vatikanischen Konzil auf-
zeichnete, weist er darauf hin, daß heute “die
Priesterschaft von vielfacher Tätigkeit angetrie-
ben ist, mit dem Risiko der inneren Aushöhlung,
die die Freude an der Berufung abhanden kom-
men läßt, und zwar so sehr, daß diese zu einer
untragbaren Last wird.” Um dieses Problem zu
überwinden “ist bei jeder priesterlichen Tätig-
keit vor allem die intime Gemeinschaft mit
Christus wichtig; dann die priesterliche Askese,
die wesentlicher Bestandteil des pastoralen
Wirkens ist, denn durch sie lernt man das eigene
Leben verlieren und verschenken. Schließlich
sind eigene Zeiten des Gebetes und spirituellen
Atmens wichtig.
Gar einige Priester, die ihre Sendung mit
großem Eifer begonnen hatten, scheitern
letztendlich am Mangel an Spiritualität. Für
Gott Zeit haben, um persönlich vor Ihm zu
stehen, stellt pastoralen Vorrang gegenüber al-
len anderen Prioritäten dar.”
Der Sekretär der Kongregation des Klerus,
Bischof Sepe, hat daran erinnert, daß ab kom-
menden Januar eine Kommission für eine aus-
geglichene Verteilung des Klerus zum Einsatz
kommt, um dem Ungleichgewicht zwischen
berufungsarmen Ländern, wie es im Westen
und Nordamerika der Fall ist, und den an
Berufungen reichen Ländern der Dritten Welt
und Ost-Europa, zu begegnen. Trotz Zunahme
der Berufungen, die in 6-7 Jahren die Todesfälle
wohl ausgleichen werden und daher die Abnah-
me zu Ende sein dürfte, ist nach wie vor das
Gleichgewicht noch weit entfernt.
>
> In den letzten Jahren haben “einige hun-
dert Priester, die das Priesteramt zum Zwecke
der Heirat aufgegeben hatten, um Wiederauf-
nahme gebeten”. Die Prozedur ist nicht so ein-
fach: Im Falle einer Zivilehe muß diese aufge-
löst werden; liegt eine kirchliche Ehe vor, oder
bei minderjährigen Kindern, ist eine Wiederauf-
nahme unmöglich; außerdem muß die Begrün-
dung beim Wiedereintritt überzeugend sein.
Die 1900 Jahre der Geheimen
Offenbarung: Was sagt der Geist
den Kirchen heute?
Die Insel Patmos ist durch die Gefangen-
schaft des Apostels Johannes berühmt gewor-
den, der dort im Jaht 95 angekommen ist, unter
der Christenverfolgung von Domitian. Und unter
jenem strahlenden Himmel hatte der alte und
verwahrloste Jünger die Vision des entgültigen
Sieges Jesu Christi, und mit Ihm Seiner Jünger,
über den Haß der Welt (Offb 1,9). Diese Gehei-
me Offenbarung (Apocalypse), die dann sofort
niedergeschrieben und den 7 Kirchen in Klein-
asien übersandt wurde, ist dann das letzte Buch
des Neuen Testamentes geworden.
Auf jener Insel, die 150 kleine Kirchen und
drei Klöster beherbergt ( in einem von ihnen
befindet sich die Höhle, in der der nunmehr
hundertjährige Johannes seine Visionen hatte
und sie dem jungen Prokor diktierte) hat der
Ökumenische Patriarch von Konstantinopel alle
orthodoxen Primas vom 23. bis zum 26. Sep-
tember eingeladen, um die 1900 Jahre der Ge-
heimen Offenbarung zu feiern: die einzige
schmerzliche Abwesenheit war die des
Patriarchen von Moskau.
Bartholomäus der Erste hat diese Tage aus-
genutzt, um den Worten des Apostels auf den
Grund zu gehen und uns einzuladen, “auf das zu
hören, was der Geist den Kirchen sagt” (Offb
2,11) und zwar heute, damit wir die große
Gefahr verstehen, in der wir uns befinden, wenn
wir nicht kalt und nicht warm, sondern lau sind
(Offb 3,15) und damit wir uns bewußt werden,
mit welchem Kummer Gott uns heimsucht, um
uns zu korrigieren, denn wir haben unsere erste
Liebe verlassen (Offb 2,4),und damit wir die
zeitgenössischen Erkennungszeichen des Tie-
res ausmachen...”
Der Patriarch hat in seiner ersten Predigt die
Dramatik des Glaubens an Jesus und des Glau-
bens der Welt hervorgehoben und einen Schrei
der Dankbarkeit an Gott losgelassen, “weil Er
und im orthodoxen Glauben bewahrt hat...indem
Er uns die Väter und Lehrer der Kirche als
Führer gegeben hat, die uns einen treuen Weg
inmitten der Sirenen der Welt ermöglicht ha-
ben” Während der Arbeit der orthodoxen
Synassi, der Vereinigung der Patriarchen und
aller Vertreter der orthodoxen Kirchen , hat
Bartholomäus I das Werk der Kirche in der
Welt so umzeichnet: “Die Sendung der Kirche
in der Welt besteht nicht vor allem darin, daß
die Häupter der Kirchen sich bewegen.... 4 von
7 Bischöfen der Kirchen, an die Jesus sich
wendet, gibt er den Befehl: “Bekehre dich!”;
normalerweise sind wir es, die wir unsere Her-
de ermahnen, sich zu bekehren, der Herr des
Lebens dagegen richtet an uns die Ermahnung”.
Zweitens: Die Sendung, zu evangelisieren,
erfüllt sich nicht durch wirkungsvolle Strategi-
en, die vom Gipfel aus geplant werden; als
Hirten haben wir in unseren Kirchen einen
großen Schatz: die Seelen der einfachen Men-
schen. Diese, die täglich unerkannt der Kirche
ihr Martyrium schenken, sind der unermeßliche
Schatz, den wir gut nutzen müssen, um unsere
Kirchen zu reformieren.”
Am 26. September, dem Tag, an dem die
orthodoxe Kirche des Übergangs des Apostels
gedenkt, ist die feierliche Liturgie unter freiem
Himmel in der Nähe der Höhle der Offenbarung
zelebriert worden. Dann folgte das offizielle
Gastmahl, ein Anlaß für den Patriarchen, um an
das letzte Abendmahl zu erinnern, bei dem
Johannes gewöhnlich als der Jünger dargestellt
wird, der mit dem Kopf auf der Brust Jesu ruht.
Der Herr, der den Hunger und den Durst von
jedem von uns kennt, lädt uns alle zu Seinem
mystischen Gastmahl ein.
Und da er nicht nur der Freund des Lieblings-
jüngers, sondern von jedem von uns, ist Er uns
immer nah und klopft an unsere Tür: Siehe, ich
stehe an der Tür und klopfe. Wenn jemand
meine Stimme hört und mir öffnet, werde ich
bei ihm Einkehr halten und mit ihm zu Tische
sitzen und er mit mir (Offb 3,20). Doch Er
zwingt die Tür unserer Freiheit nicht. Wenn wir
unseren Kontakt mit Ihm nicht verlieren uns so
vor den Türen des Abendmahlssaals bleiben
wollen, müssen wir unserenGeist und unsere
Sinne wachsam halten, um den Hauch Seiner
Gegenwart und das Wort Seines Geistes auf-
nehmen zu können.”
* *
Bartholomäus I in Lourdes für die Ein-
heit der Christen
- Die französischen Bischöfe,
die in Lourdes zu ihrer Bischofskonferenz ver-
sammelt waren, haben am 6. November den
Patriarchen von Konstantinopel willkommen
geheißen. “Wir verspüren eine lebendige
Nostalgie der alten Einheit zwischen Ost und
West, als der heilige Irenäus, der von Asien
kam, der erste Bischof von Lyon wurde”, hat der
junge, fünfundfünfzigjährige Patriarch bekannt,
der alle Bischöfe in brüderlicher Umarmung
begrüßt hat”.
Als er eins von den vielen Kindern, die
gekommen waren, um ihn zu begrüßen, auf
seine Arme hochnahm, hatte man den Eindruck,
er wolle vom Evangelium der Einfachheit spre-
chen, wie wenig später Mons. Duval betonte:
“Wie sind berufen, unseren Kirchen neues Le-
ben zu schenken, indem wir Zeugen sind für ein
Leben, das dem Leben Christi ähnlicher ist”.
und dann hat er hinzugefügt: “Im 13. Jahrhun-
dert hat der Heilige Franziskus mehr für die
Erneuerung der Kirche getan als alle Konzilien
seiner Zeit zusammen.”
Bartholomäus I hat seinen festen Willen
bekanntgemacht, vor dem Ende des Jahrhun-
derts das pan-orthodoxe Konzil zusammenzu-
rufen, das seit ca. 30 Jahren erwartet wird, und
hat den Wunsch geäußert, daß das Primat Petri
von neuem in Erwägung gezogen werden sollte,
um so die ungeteilte Einheit der ersten Jahrhun-
derte wiederzufinden”, wie es zwischen dem
Papst und ihm in einer Privatunterredung be-
sprochen worden war. Am Ende der Gespräche
haben die französischen Bischöfe dem
Patriarchen eine Statue der heiligsten Jungfrau
geschenkt, und er hat dieses Geschenk mit einer
Öllampe erwidert, die in der Anbetungskapelle
des Heiligtums brennen wird, um über die Ein-
heit der Christen zu wachen.
Der polnische Primas zählt Medjugorje
zu den großen marianischen Heiligtümern
-
In seiner Predigt, die er anläßlich der Feierlich-
keiten des 13. Oktobers in Fatima gehalten hat,
hat Kardinal Glemp unter anderem gesagt:
“Durch die Mutter Gottes und die Mutter der
Kirche nähern sich die Menschen einander. Die
Menschen begegnen einander im Gebet in
Lourdes in Frankreich, in Fatima in Portugall, in
Altötting in Deutschland, in Einsiedeln in der
Schweiz, in Medjugorje auf dem Balkan, im
Haus Mariens in Loreto, in Jasna Gora in Polen
und an vielen anderen Gebetsstätten: diese Men-
schen erneuern nicht nur ihre geistigen Energi-
en, sondern verstärken das Leben des Glaubens
in ihren Familien und bekräftigen die Freundes-
bande untereinander, denn ohne sie kann die
Gesellschaft nicht wachsen.”
Von Afrika lernen: 7 Tage mit Jesus wie
in Palästina -
Es geschieht in einer sehr ausge-
dehnten Missionspfarre in Abidjan an der Elfen-
beinküste, die von jungen Missionaren aus
Villaregia (Italien) geleitet wird. Eine einwöchige
Einkehr für alle fand in einem Schulhof nicht
weit von der Mission statt. Ganze
>>
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Notizen aus dem gesegneten Land
Missionsreise P.Slavkos
in Amerika und Irland
Nach dem letztjährigen Kongreß in Costarica
nahmen 100 Vertreter 17 lateinamerikanischer
Länder an dem Treffen, daß diesmal in Quito in
Ecuador stattfand, teil. Das Thema lautete: “Mit
Maria, Lehrmeister für den Glauben” mit
P.Slavko. An einem 40 km von Quito entfern-
ten Ort, der als das Zentrum unseres Planeten
definiert wird, erneuerten die Teilnehmer ihre
Weihe an das unbefleckte Herz der Gottes-
mutter im Namen der ganzen Welt.
Die abendliche Heilige Messe wurde vom
Erzbischof José Maria Riuz Navas geleitet, der
Präsident der Bischofskonferenz von Ecuador
ist. Am zweiten Tage zelebrierte Kardinal
Echeverria R., OFM, der Verantwortlicher der
Bischofskonferenz für die marianischen Bewe-
gungen ist, das Hochamt und sagte in seiner
Ansprache vor zahlreichen Gläubigen: “.. mit
meiner Anwesenheit hier möchte ich meiner
Überzeugung Ausdruck verleihen, daß die nach
Medjugorje gegründeten Gruppen, in Ecuador
und der ganzen Welt, Anstoß geben für die
Erneuerung der Kirche.”.. Am dritten Tage
leitete der Erzbischof von Quito Mons. Antonio
Gonzales, die Eucharistiefeier. Es wurde auch
ein Brief an den Heiligen Vater gesandt.
Nach dem Besuch in Ecuador bereiste
P.Slavko Deutschland und Österreich mit An-
dachten in München, Innsbruck und Passau, an
denen zahlreiche Gläubige teilnahmen. Beson-
ders ergreifend war es in München, wo nahe
dem ältesten Teil der Stadtbefestigung die Ge-
bete widerhallten und die von den Gläubigen
erlernten Gesänge in kroatischer Sprache.
Irland: Maria bringt Berufungen und
Kirchentreue - Genau 10 Jahre nach dem ersten
großen Medj. Treffen in Bannislasloe nahm
P.Slavko auf Einladung der irischen Freunde
im Oktober in derselben Stadt an einem großen
Treffen teil. Die Iren waren die ersten, die auf
die Botschaften von Medj. reagierten und als
Pilger kamen, auch dieses Jahr landete in Spalato
jeden Sonntag eine Maschine mit irischen Pil-
gern, die jeweils eine Woche in Medj. verblie-
ben. P.Slavko sagte, daß er diese Entwicklung
vor 10 Jahren nicht erwarten konnte.
Es sprachen auch die gleichen Geistlichen,
die von Anfang an dabei waren: Pater Paddy
Devine, Professor des Black College in Dublin
stellte fest, daß in Medj. nicht nur individuelle
Bekehrungen zu Gott, sondern auch zur Kirche,
zur Einigkeit mit den Seelenhirten geschehen.
Viele Personen bezeugten ihre körperliche und
seelische Heilung, Priester bezeugten, daß sie
in Medj. den Sinn ihrer Berufung wieder gefun-
den hätten. Am ersten Abend zelebrierte Bi-
schof Kirby aus Clonfert das heilige Abend-
mahl gemeinsam mit 30 Priestern, in der Pre-
digt unterstrich er, daß der Marienkult offen ist
für die Bedürfnisse des Menschen und Christus
in seinem Mittelpunkt steht. Eine Überraschung
gab es auch: 2 junge Priester, Martin Calez und
Oliver Divine, kamen als Jungen nach Medj.
und begannen danach ihren Weg zum Priester-
beruf, jetzt arbeiten beide als Kaplan; sie dank-
ten Maria öffentlich für ihre Berufung.
* In Nigeria entstand dieses Jahr eine neue
Gemeinschaft von Ordensfrauen, die beabsich-
tigen, die Botschaft von Medj. zu leben und
weiter zu geben. Der Gründer, Monsignore John
Bosco Akam, ist Rektor des Memorial Seminary
von Enug. Als Kaplan des Gouver-neurs brach-
te er denselben sowie die Regie-rungsmitglieder
nach Medj. gemeinsam mit Bischof Gonsum
Ganaka (Siehe Echo 118) Dieser außergewöhn-
lich intelligente Mann schrieb: “Ich bin Priester
und bilde die Semi-naristen in Nigeria aus. Wir
sind eine junge Kirche von knapp 100 Jahren.
Mein Volk hungert und dürstet nach Gott. Mei-
ne Pilgerfahrt nach Medj. war eine unfaßliche
>> Familien verbrachten den Tag unter Sonne
und Regen auf der Erde sitzend, um das Wort
Gottes zu hören, zu tanzen und Ihn zu lob-
preisen. Zum Abschluß fand eine die ganze
Nacht dauernde Gebetswache statt, es nahmen
etwa 7000 Personen teil.
Wir stellten uns vor, was Jesus empfinden
mußte vor dieser Menschenmenge, die zu Sei-
nen Füßen saß, um Ihm zu begegnen, Sein Wort
zu hören, um Heilung zu bitten. Auch hier hat
der Herr nicht versäumt, zu kommen und es gab
konkrete Zeichen Seiner Gegenwart und Seiner
Macht. Zum Beispiel fühlte eine seit 6 Jahren
blinde Frau im Moment der Prozession mit dem
Allerheiligsten eine starke Wärme an den Au-
gen und jetzt kann sie sehen. Vor Freude wei-
nend bezeugten ihre Tochter und sie was Gott
für sie bewirkte. (P.Mario Maniero)
Französische Laien tragen
die Pilgermadonna
durch ganz Frankreich
Von Le Puy, das noch vor Lourdes das
marianische Herz Frankreichs ist, und seine
Wurzeln in der Verkündigung Mariens als
“Mutter Gottes” im Konzil von Ephesus von
431 rühmen kann, ist am 8. September ein
einzigartiger Pilgerzug ausgegangen, die “Tour
de France der Heiligsten Jungfrau.
Ein ganzes Jahr lang wird er in 36.000
französische Städte und Gemeinden 108 der
berühmtesten Statuen und Ikonen der Jungfrau
tragen, welche von einer Gruppe von 90 Künst-
lern originalgetreu nachgebildet wurden: unter
ihnen wird sich auch das Bild des hl. Grabtuchs
von Turin befinden. Die Iniziative ist von der
Bruderschaft Unserer Lieben Frau von Frank-
reich (Notre Dame de France) ausgegangen, die
von Edmond Fricoteaux gegründet wurde und
22.000 Mitglieder zählt, welche 12 Monate
lang das immerwährende Gebet in zwei Pariser
Heiligtümern zugesichert haben.
Wozu diese Pilgerreise? Es ist ganz einfach
eine Antwort auf die Einladung des Papstes, die
letzten Jahre dieses 20. Jahrhunderts als neuen
Advent zu leben, in Vorbereitung auf das Zwei-
tausendste Geburtsfest Jesu Christi. Von daher
rührt diese überdimensionale Gebetsinitiative
für die Einheit und den Frieden des ganzen
Gottesvolkes: es ist eine Initiative von Laien,
ein populäres Projekt, das für alle zugänglich
ist, besonders für die Armen und Kleinen.
So werden die Bilder und Statuen der Mutter-
gottes auf blumen- und lichtergeschmückten
Wagen auf den Wegen der Dörfer und Stadte
ziehen, und es werden Medaillen und Rosen-
kränze verteilt werden (über 2 Tonnen stehen
bereits zur Verfügung). Der festliche Zug wird
von Anbetungsnächten in den Kirchen und von
Gebetstreffen in den Krankenhäusern, in den
Gefängnissen und in den öffentlichen Veranstal-
tungsräumen begleitet werden, die dann Maria
aufnehmen; aber auch in einfachen Familien
wird man sich zum Gebet treffen.
Das ganze Land ist beteiligt: sogar die
Peugeot hat schon 108 Fahrzeuge zur Verfü-
gung gestellt, um die Statuen auf einer Strecke
von mehr als 2 Millionen Kilometern kreuz und
quer durch Frankreich zu transportieren.
Das Ziel dieser Volksinitiative ist es,
die 60 Millionen Franzosen, Kinder Mariens,
ihr näher zu bringen, der Mutter, die ihre Her-
zen vorbereiten möchte, um Jesus wieder zu
begegnen. Und vielleicht wird sie dann für
weitere drei Jahre ihre Wanderschaft jenseits
der Grenze fortsetzen, einschießlich Italiens...um
dann in der Weihnacht des Jahres 2000 bis zur
Grotte von Bethlehem zu gelangen. (Nicola)
Einige Anmerkungen - Diese Pilgerzüge
tragen den Charakter eines demütigen und auf-
richtigen Zeugnisses, und sind nicht als trium-
phierende Herausforderung anzusehen, welche
leicht negative Rekionen hervorrufen könnte.
Außerdem sind die Organisatoren die ersten,
die zwischen echter und unechter Frömmigkeit
zu unterscheiden wissen: Maria muß uns zu
Jesus bringen, zu Seinem Wort, zur wahren
Bekehrung des Herzens, zur Gnade: Ihr Besuch
soll eine Gelegenheit zur völligen Rückkehr zur
Kirche darstellen. “Deshalb bemühen die Lei-
ter sich diese Initiative mit einer Wiederaufnah-
me der Bibel zu verbinden und mit einem
Versuch der tieferen Evangelisierung”(La
Croix). Ein wahrer und aufrichtiger Ökumeni-
smus dürfte auch nicht darunter leiden, wie
einige befürchten,denn er besteht darin, die
gemeinsamen Schätze miteinander zu teilen,
wie z.B. die Rolle Mariens im Geheimnis Chri-
sti, und sich nicht gegenseitig zu verarmen.
Die Rolle Mariens in der Kirche ist schon
immer vom Volk erspürt worden, und es ist
kein Zufall, daß auch dieses Mal Laien die
Urheber dieser Veranstaltung sind; das sollte
uns angesichts des herrschenden Laizismus und
einer Pastoralplanung, die nicht mehr zum
Herzen spricht, zu denken geben. Maria kommt,
um die vertrockneten Brunnen wieder zu füllen,
damit das Volk Gottes von neuem an der Fülle
des Lebens trinken kann.
Aber weil Maria, genau wie Jesus, ein Zei-
chen ist, dem widersprochen wird, und weil der
Teufel ihre Macht fürchtet, kann man leicht
verstehen, wie sich um diese Ereignisse herum
ein großer Kampf zwischen denen, die sie
befürworten und denen, die sie ablehnen, ent-
facht hat. Aber angesichts der Mobilisierung
von so vielen aufrichtigen Herzen reagieren
neue vernünftelnde Laien, und auch Katholi-
ken: Diesen Jüngern muß man ihr Tun versa-
gen! Aber die Antwort läßt nicht auf sich war-
ten: wenn diese schweigen, werden die Steine
schreien! Aber wehe denen, die die Zeit der
Heimsuchung nicht erkannt haben! (vgl. Lk 19,
39-44). Wir sind sicher, daß die demütige Ma-
ria, mit der Hilfe ihrere kleinen KInder, große
Siege über ihren Feind davontragen und viele
Kinder Frankreichs zu ihrem Jesus zurück-
kehren lassen wird.
Diese Tränen zu Herzen nehmen...
-
Am
Sonntag den 19.11. waren wir im bedeckten
Stadion Palatrussardi in Mailand zu 10.000.
Nach dem ersten Rosenkranz am Morgen und
kurzen Reden von P.Leonard und Jelena, wur-
den wir sehr ergriffen von den Betrachtungen
Don Pablos, des Pfarrers von St.Augustin in
Civitavecchia, über die Geheimnisse des
schmerzhaften Rosenkranzes.. Schmerz, der auch
von Maria veranschaulicht wurde, die sich hier
mit der einen Hand auf dem Herzen zeigte, um
die Liebe auszudrücken und die andere war um
Gebet und Bekehrung bittend geöffnet. Und
noch etwas, der Papst konnte nicht nach Medj.
gehen und so kam Maria ihm entgegen bis in die
Nähe des Vatikans. Aber nur wenige ihrer Kin-
der wollen das anerkennen; es überwiegen die
Vorurteile, wissenschaftliche Untersuchungen,
viel Gerede in Zeitungen und Fernsehen.
Wir haben nicht verstanden, daß Maria Hilfe
von uns will. Diese Tränen, verspottet und
nunmehr ausgelöscht, bedeuten Bitte um Hilfe;
sie sind ein Zeichen der unsagbar großen Liebe,
die erwidert werden muss...
P.Jozo sprach über die Eucharistie, die nicht
Symbol, sondern wahrer Leib ist. Er sagte auch
unter anderem, daß die Bekehrung von 20.000
Anglikanern zum katholischen Glauben auf
Medj. zurück zu führen ist, sie glaubten an die
Eucharistie und nicht an leere Riten, beneiden
uns Katholiken um Priester, die echte Statthalter
Gottes sind. Der unsagbar große Wert des
Priestertums gegen trübsinnige Statistiken.
In Civitavecchia wird von Wunderheilungen
gesprochen 4 oder 5 derselben werden von
Fachleuten des Vatikans geprüft, während die
Theologenkommission ihre Arbeit fortsetzt.
Währenddessen fließt der Pilgerstrom wei-
ter. “Jeden Sonntag” erklärt Mons. Grillo “kom-
men etwa 40 Busse und während jeder Woche
4-6000 Personen. Ich mache mir Sorgen für die
Pilger, die jetzt im Winter kommen und dem
Wetter ungeschützt ausgesetzt sind...
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Gnade. Es war die schönste Erfahrung, die ich
in Europa machte. Ich muß sagen, daß ich tief
bewegt wurde von der Frömmigkeit, mit der
dort gebetet wird. Der Krieg in Nigeria endete
ohne jegliche logische Erklärung vom diploma-
tischen oder politischen Gesichtspunkt aus. Nur
das Gebet des Rosenkranzes brachte den Frie-
den in Nigeria. Wie kann man nicht an die Kraft
dieses schlichten Gebetes glauben?”
* Zahlreiche Verwandte der Kriegsopfer
und Vermißten pilgerten am 14.10. zum Heilig-
tum der Friedenskönigin, seit 4 Jahren suchen
sie nach ihren Angehörigen, von denen sie bis
heute nichts mehr gehört haben. Sie kamen in
der Kirche zusammen und gingen dann in Pro-
zession auf den Erscheinungshügel, wobei sie
ein Kreuz trugen, brennende Kerzen und ein
Schild mit der Inschrift: Wo sind unsere Lie-
ben? In die Kirche zurück gekehrt nahmen sie
mit 1500 ausländischen Pilgern an der Messe
teil, P.Jozo sprach Worte des Trostes und der
Ermutigung.
* Die ersten Kinder konnten in das teilweise
bereits fertiggestellte Kriegswaisenkinderdorf
eintreten. Die Scholastica Schwestern des
Franziskanerordens der Provinz Mostar werden
sich ihrer annehmen. Viele Pilger aus der gan-
zen Welt tragen zu diesem großartigen Werk
bei.
* Wir bitten die Gruppenleiter der Pilgerfahr-
ten, das Informationszentrum von Medj. vorab
per Fax (387-88642339) zu informieren über
Herkunft, Aufenthaltsdatum, Anzahl der Pilger,
damit eine geeignete geistliche Betreuung organi-
siert werden kann. (Heilige Messen, Andachten
usw.)
Für Informationen über die religiösen Pro-
gramme oder ähnliches bitten wir, sich an das
Informationsbüro gegenüber dem Pfarrhaus und
nicht an das Büro der Pfarre zu wenden (Montag
bis Samstag 10-14 Uhr Tel. 387-88650400)
In Tucepi nahe dem Hotel Alga, 3 km von
Markaska entfernt, findet vom 17. bis 21 März ein
Seminar des Gebets und der Unterweisung statt
für die Führer der Gebetsgruppen und der Caritas,
die mit Medj. in Zusammenhang stehen.
(aus dem Press Bulletin, Medjugorje)
* Familiennachrichten - Vicka sorgt mit
mütterlicher Fürsorge für ihre Mutter. Sie sagte
alle ihre Verpflichtungen ab, um sie in Frank-
reich behandeln zu lassen, wohin sie sie
unerkannt begleitete. Am 20 Oktober wurde das
erste Kind von Ivan und Laureen geboren,
Christina Maria. Marija sie erwartet einen Jun-
gen. Hoch lebe das Leben!
* Die Botschaft zur Anbetung des Aller-
heiligsten Sakramentes (25. September) fand in
der Welt ein unglaublich starkes Echo. Viele
Priester bezeugen, daß die Medj. Pilger in ihrer
Pfarre die Anbetung wieder einführten, die seit
einigen Jahrzehnten in Vergessenheit geraten
war. Eines Tages hatte die Gottesmutter die
Gebetsgruppe Jelenas um Beistand bei der An-
betung gebeten, weil Sie einen sehr wichtigen
Plan verwirklichen müßte.
Alle diese 15 bis 20 jährigen jungen Leute
haben beschlossen, dem zu entsprechen, indem
sie die Samstagabende der Anbetung widmeten,
sowie den ersten Samstag des Monats, um ab-
wechselnd die ganze Nacht lang mit Pater
Tomislav Vlasic’ in der kleinen Erscheinungs-
kapelle anzubeten. Auch Vicka und Marija nah-
men teil. So konnte die Gospa ihre Siege errin-
gen, wie Sie selbst der Gruppe sagte, die Sie
“stärker als ein Atomwerk” nannte.
*Sind die Bücher der Maria Valtorta glaub-
würdig?” Diese Frage stellte Marija 1982 im
Franziskanerkloster von Mostar, dort hatte sie
die Erscheinungen, als sie die Berufsschule für
Friseure besuchte. Die Frage hatte ihr Bruder
Franjo vorgeschlagen, da die von ihm betreute
Jugend fragte, ob man diese Bücher lesen kön-
ne. Die Gottesmutter antwortete: “Ihr könnt sie
lesen”, nicht mehr und nicht weniger, ganz
entsprechend der Einfachheit von Maria, die nie
anderes zu dem Thema sagte, auch nicht zu
Vicka; und sie gab diesen Schriften auch keine
“kanonische” Anerkennung, wie einige behaup-
teten.. Ganz im Sinne der Kirche, die den Index
aufgehoben hat, wollte die Heilige Jungfrau der
Jugend einfach versichern, daß diese Lektüre
keine Gefahren birgt.
Erinnern wir uns daran, daß Maria auffor-
dert, vor allen anderen Büchern die Bibel zu
lesen, und ihr einen Ehrenplatz im Haus einzu-
räumen und sie im Familienkreis zu lesen. Nach
der Bibel empfahl die Gottesmutter uns, über
das Leben der Heiligen zu lesen und sie zum
Vorbild zu nehmen.
(Aus dem Tagebuch Schwester Emmanuels)
Christen und ...Moslems empfangen
Pater Jozo in Ozeanien
Strahlend und in Hochform trafen wir in
Siroki Brijeg P.Jozo nach seiner Rundreise durch
Australien und Ozeanien: 46000 km, 67 Flug-
stunden, 25 Treffen, in Australien, Tasmanien,
Indonesien und Malaysia, überall gab es zum
Empfang große Plakate mit dem Text: Will-
kommen, Maria, Mutter und Friedenskönigin.
Mit Begeisterung erzählt er uns von den großen
Massenveranstaltungen, ungefähr die Hälfte
derselben fanden in den Kathedralen dieser
Länder statt, 350 Priester nahmen teil und 7
Bischöfe zelebrierten bei den Messen mit und
brachten ihre Wertschätzung und ihr Wohlwol-
len zum Ausdruck.
Mons. Kennedy, den wir bereits gut kennen,
hatte bei der australischen Bischofskonferenz in
Perth gesagt: “Tretet P.Jozo aufgeschlossen
gegenüber, er tut heute das, was wir schon seit
Jahren hätten tun sollen”. Und dies ungeachtet
der Gegenstimmen, die per Fax aus Mostar
geäußert werden
Dann spricht er über einzelne Treffen, in
Wellington Neuseeland, Auckland, Hobart. In
Melbourne (5 Treffen) legten 2 Semina-risten,
deren Berufung in Medj. aufkeimte und die in 2
Jahren Priester sein werden, Zeugnis ab im
Xavier College vor Ordensleuten und Priestern
und in der St.Mary Kathedrale. Unzählbar sind
die Berichte von Berufungen und Bekehrungen,
die von allen Seiten zu hören waren, auch in
Albury. In Christchurch, inmitten der Maori, die
eifrige Medj. Anhänger sind, legte die Enkelin
des Häuptlings, die in Medj. vom Krebs geheilt
wurde, Zeugnis ab. An der vom Bischof
zelebrierten Messe in der Kathedrale nahm auch
ein serbischer Pilot teil, der desertierte, um nicht
an den Zerstörungsmissionen teilnehmen zu
müssen.
In Sydney (4 Treffen) traf P.Jozo zu seiner
Freude überrascht auf Josip Dabic’, seinen
Zellengenossen aus dem Gefängnis von Foca.
Nach dem Treffen in der unglaublich über-
füllten Kathedrale fragte ihn ein Journalist,
warum so viele Leute auf ihn warten, um ihn zu
treffen. P.Jozo antwortete: “Sicher nicht aus
Neugierde, weil meine Treffen mindestens 5
Stunden dauern und die Leute bis zum Ende
bleiben, es ist, weil ich gemeinsam mit dem
Herrn und mit Maria da bin”. In Adelaide hielt
der Erzbischof in der Kathedrale von St.
Franziskus, nachdem er P.Jozo willkommen
hieß, eine sehr schöne Rede über den Rosen-
kranz, den er bereits als Kind in der Familie
erlernte; er hielt ihn während der ganzen Messe
in der Hand und empfahl ihn wärmstens als
sichere Verteidigungswaffe gegen alle Übel.
Sehr erbaulich war sein Verhalten während des
Treffens, während der ganzen Zeit der Anbe-
tung blieb er auf den Knien.
In Jakarta, welches zu 90 % moslemisch
ist mit einer starken katholischen Minderheit
und wo Propaganda für andere Religionen nicht
erlaubt ist, erhielt P.Jozo von den Behörden
Sprecherlaubnis, nachdem sie aus Sarajewo
positive Informationen erhalten hatten; er wur-
de mit Ehrengeleit zur Kathedrale gebracht, die
zu klein war für die große Masse Menschen.
Eine in Medj. bekehrte Frau war Anführerin des
Treffens, das auf dem Platz stattfand und mit
Reden, Gebet, Messe, Gesang und Volks-
bräuchen 7 Stunden dauerte.
In Singapur, der Gartenstadt, sprach er in
einem großen Stadion vor 35 Priestern und 5000
Personen. (Wie viel Frömmigkeit bei den Män-
nern!). Die Bischöfe und der Klerus, die zuerst
ablehnend waren, ließen sich von der Verände-
rung, die Medj. bei vielen Pilgern bewirkte,
überzeugen und von dem Anwachsen der Beich-
ten.
Wir möchten nebenbei bemerken, daß
Echo” in englischer Sprache in den von P.Jozo
besuchten Städten sehr verbreitet ist, vor allem
bei den Gebetsgruppen, was dazu beitrug, das in
Medj. entfachte Feuer zu erhalten und diese
Atmosphäre zu schaffen.
P.Jozo hält Christenlehre in Ozeanien
Matteo Rossi, der P.Jozo während der gan-
zen Reise begleitete, versucht den Inhalt seiner
Reden zusammenzufassen: ...Die Königin des
Friedens, die allerseligste Jungfrau Maria, die in
Medj. seit 14 Jahren und 3 Monaten erscheint,
sagt: Ich habe euch ausgewählt, ich brauche
euch, ihr seid wichtig. Auf der Landkarte ist zu
sehen, wie weit euer Land von Medj. entfernt
ist, aber ich fühle wie nah eure Herzen und euer
Glaube sind in den Armen der Gottesmutter und
Friedenskönigin. Voll Freude und Dank für den
Herrn komme ich zu euch, um zu bezeugen, was
ich sah und hörte, damit meine Freude auch die
eure wird.
In Australien und Neuseeland konnte ich
enorme Landstriche sehen ohne eine Menschen-
seele, nur Kühe und Schafe, während in Europa
und anderen Teilen der Welt der Mensch nicht
genug Lebensraum hat, weil Millionen Men-
schen auf engem Raum zusammengepfercht
sind. Und der Mensch glaubt, das in Ordnung zu
bringen, indem er die Geburten beschränkt, die
Abtreibung legalisiert und die Euthanasie.
In China ist die Abtreibung nach dem zwei-
ten Kind sogar Pflicht. Ich habe erfahren, daß
falls das Gesetzt genehmigt wird, Australien das
erste Land sein wird, das die Euthanasie in
großem Rahmen durchführen wird. Diese Ein-
stellung sagt, daß wir uns von Gott entfernt
haben, daß unser Egoismus grenzenlos ist, daß
unsere Liebe in Krisis ist.
Die Gottesmutter fordert uns in Medj. seit
über 14 Jahren auf, uns zu bekehren, unsere
Einstellung zu ändern. Und zwar in dieser Wei-
se: nimm die Botschaften demutsvoll an und
befolge sie. Jeden Tag den heiligen Rosenkranz
mit ganzem Herzen beten und täglich die Bibel
lesen, wie Sie uns aufforderte, zu tun, werden
die Änderung möglich machen und dir erlau-
ben, dein Herz für Jesus zu öffnen, der sagt: “Ich
stehe an der Tür und klopfe an”
Der heilige Rosenkranz und Gottes Wort
werden Dir die Gnade erlangen, in das Geheim-
nis der Eucharistie einzudringen, selbst Brot für
die Brüder und Schwestern zu werden. Maria
lädt uns ein, uns in das Allerheiligste Sakrament
zu verlieben. Habe keine Angst, deine Zeit vor
dem Allerheiligsten zu verbringen, denn nur
allein Jesus kann deine das Dasein betreffenden
Fragen beantworten, deine Zweifel klären, dein
Leben von der Sklaverei befreien, dir den Frie-
den und die Liebe schenken..
Maria hat gesagt: Mit Gebet und Fasten
könnt ihr auch den Krieg anhalten. In diesen
Jahren erhielt ich Fax aus allen Teilen der Welt,
von Gruppen die beten und das Allerheiligste
verehren für den Frieden. Ich kam, um all denen
zu danken, die fortfuhren, für den Frieden in
meinem Land zu beten. Ja, weil am letzten 5.
August, dem Geburtstag der Gottesmutter, ein
großes Wunder geschah, Frucht der Gebete von
Millionen Medjugorje Pilgern..
In der Kraijna zogen sich plötzlich hundert-
tausend serbische Soldaten aus den besetzten
Gebieten zurück, sie ließen tonnenweise Waf-
fen, unterirdische Lager mit 10 Stockwerken,
voll mit Waffen und Munition. Warum haben
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sie sich zurück gezogen? Niemand hat eine
Antwort. Eine unmenschliche Angst trieb sie
zur Flucht. So konnte Kroatien in sein Gebiet
zurückkehren! Und nicht Dank der UNO oder
der USA oder der NATO, sondern nur wegen
eures Gebets! Ich danke euch und bitte euch,
noch für Bosnien Herzogowina zu beten. Wenn
wir die Botschaften der Gottesmutter zu Herzen
nehmen und sie leben, machen wir uns nicht
verantwortlich für noch mehr Kriegswaisen.
Die Botschaften von Maria sind der Samen für
ein neues und besseres Leben; für einen andau-
ernden Frieden auf der ganzen Welt.
Ich danke euch für eure Antwort und für alles,
was ihr für die Kriegswaisen getan habt und tun
werdet.
(Matteo Rossi)
Friede im ehemaligen Jugoslawien!
...Hoffen wir, daß er hält. Nach dem Waf-
fenstillstand im Oktober und mit viel Druck,
hat Amerika den Streitparteien “seinen” Frie-
den aufgedrängt. Es war am 21. November,
Gedenktag unserer lieben Frau in Jerusalem;
wie an einem anderen marianischen Datum,
dem 5. August, der Geburt Mariens wegen so
teuer, der Anfang vom Ende der Kämpfe durch
die blitzartige Besetzung der Krajina durch die
Kroaten war, so zeichnete sich der progressive
Rückzug der bosnischen Serben ab und veran-
laßte sie, Friedensverhandlungen aufzunehmen.
Gott sei durch Maria gedankt!
Der Inhalt des Übereinkommens: Politi-
sche Einheit Bosniens, jedoch bestehend aus 2
territorialen Bezirken: Der serbisch-bosnische
(49%) und der muselmanisch-kroatische (51%),
mit einer Zentralregierung in Sarajevo, die
einheitlich bleibt. 60.000 Soldaten, davon
20.000 aus den USA, werden die Umsetzung
des Abkommens absichern.
Sind die Streithähne überzeugt, daß sie auf
gar einige ihrer Ziele verzichten müssen? Wie
sehr ist jener unzufrieden, der die Entwurzelung
aus seiner Heimat auf sich nehmen muß? Für
die Kriegsverbrechen wird ein internationales
Tribunal errichtet. Die Nr. 1 der Aggressoren
jedoch bläst die Friedensposaune! Und die 3
Millionen Flüchtlinge dürfen zurückkehren,
aber wohin? Zwischen welchen Schutthäufen?
Ein Meer von Liebe wird für die Opfer erfor-
derlich sein. Ein großes Werk der Versöhnung
ist erforderlich, ein großer Anlauf der Solida-
rität seitens aller. Maria ruft uns.
Unsere seit Jahren unermüdlich tätigen Brü-
der, Überbringer der Hilfen, bringen weiterhin
unter so viel Teilnahmslosigkeit und so wenig
Mitarbeit, die Geleitzüge bis zu den innersten,
zerstörten Städten, wie Kupres, Jajce, Vitez,
Glamoc (Alberto Bonifacio schreibt von al-
len), wo der Winter vor der Tür steht und sich
niemand darum kümmert. Siehe Liste der Über-
bringer von Hilfslieferungen in Echo 121 S. 7.
Kein Krieg zwischen Religionen, son-
dern zwischen Glaubenslosen -
“Vom Krieg
der Religionen zu sprechen ist Unsinn! Unser
Krieg ist das genaue Gegenteil, es ist das
Ergebnis der Religion-slosigkeit.! versichert der
serbisch-orthodoxe Bischof von Sabac,
Trifunovic’.
F: Wenn aber doch alle Beteiligten sich als
streng katholisch und streng orthodox erklär-
ten!.. A.: Die serbischen Generäle kennen
Christus nicht, sie haben noch nie von ihm
gehört und wissen nichts von christlicher Liebe.
Wie sollten sie das wissen. Sie sind die Söhne
des staatlichen Atheismus, der alle Tore vor
Christus verschloß, abgetan für die Familien,
die Schulen, die Herzen. Jahrelang sagten sie
ihnen, daß Gott nicht existiert, daß das Evange-
lium ein Mythos ist, die Seele ein Phantasie-
produkt. Aber ohne Gott wird der Mensch zu
einem gefährlichen Tier.
F.: Was können die Kirchen für den Frieden
tun?.. A.: Es wird Zeit brauchen, einen Dialog
aufzubauen, oder besser ein Gespräch zu dritt,
mit Gott als Drittem. Wir müssen den Atheisten
beweisen, daß wir wirklich Kinder desselben
Gottes sind....Die den Krieg begannen, haben
sich sicherlich nicht mit den Kirchen-
oberhäuptern beraten. Der Konflikt ist jetzt
eingegrenzt, aber wir werden viel Klugheit und
viel Glauben brauchen, um unsere vergifteten
Beziehungen zu auszuheilen.
Eine Teilung Exjugoslawiens nach Kriteri-
en der Volkszugehörigkeit ist absurd, weil man
in dem Falle auch einen Großteil der Familien
teilen müßte. Vor allem muss man in Jugosla-
wien das tun, was nie getan wurde: die Rechte
des Menschen, des Individuums, achten, wäh-
rend die Kommunisten immer die Bedürfnisse
des Einzelnen denen des Kollektivs unter-
geordnet haben.
Wiederaufbau im gemeinsamen Glau-
ben -
“Der Glaube möge wieder die vereinigen-
de Kraft werden, so wie es für die Bevölkerung
dieser Gebiete die Donau und die Sava waren -
sagte der Papst zu den Kroaten - So wie sich die
zwei Flüsse vereinen, so sind auch die Völker,
die die Flüsse miteinander verbinden, zur Be-
gegnung berufen. Daran müssen beide Formen
des Christentums, die immer in diesen Ländern
zusammen lebten, arbeiten, die östliche und die
westliche. Niemand darf sich dem Weg der
Einheit und des Frieden widersetzen. Bereits
die Sprachen, kroatisch, serbisch, slowenisch
und mazedonisch sind einander so ähnlich, daß
man sich gut miteinander verständigen und
verstehen kann, mehr als dies für die anderen
Völker Europas möglich ist.”.
Besetztes Sarajevo
eine Schule fürs Leben
* Ein Mädchen aus Sarajevo schreibt an
Glas Koncilia (Nr. 42, S.8), das vor 2 Monaten
nach Zagreb zum Wirtschaftsstudium kam: “Es
wird euch eigenartig vorkommen, jedoch bin
ich sehr glücklich, den ganzen Krieg in Sarajevo
miterlebt zu haben. Jenes “Theater des Todes”
oder “Konzentrationslager”, wie die Stadt ge-
nannt wurde, ist wirklich eine große Schule fürs
Leben gewesen. Es wäre gut, wenn viele durch
diese Schule gingen: Das Leben auf Erden
würde viel schöner sein.
Vor allem die Jugendlichen haben die Kraft
des Glaubens entdeckt und gelernt die christli-
che Gemeinschaft zu leben. Ich habe sie jeden
Tag, oft unter dem Kugel- und Granatenhagel,
zur Kathedrale laufen sehen, um der Hl. Messe
beizuwohnen, zu beten und zu singen... Ich
habe gelernt mit Entschiedenheit an Gott zu
glauben und Ihm zu vertrauen. Die kleinen
Kroaten, Muselmanen und Serben, indem sie
dasselbe Schicksal teilten, haben gelernt, ge-
meinsam brüderlich zu leben.”
* Sechs Jungmänner aus Sarajevo sind im
Seminar von Zadar eingetreten um Priester zu
werden. Ivan, einer von ihnen, erzählt mir:
“Vor dem Krieg habe ich nie daran gedacht,
Priester zu werden. Nun bin ich mehr und mehr
davon überzeugt, daß das Priesterleben für mich
die einzige Gewähr für die irdische und himm-
lische Freude ist. “Diese Jugendlichen aus
Sarajevo sind wie die Seele des Seminars”, so
äußerte sich ein Verantwortlicher.
“Als ich nach Zadar abfuhr, fügt Ivan hinzu,
weinten alle unsere Nachbarn, Serben und
Muselmanen, als ob sie meine Familie wären.
In Sarajevo wird in der Tat eine neue, göttliche
Welt geboren.” (Fr. Jerko Penava)
Medjugorje ist leichter zu erreichen - Durch
die Krajina ist die Reise viel leichter und flüssiger,
als über die Küste: In Senj (70 Km nach Rijeka)
fährt man ins dalmatinische Landinnere nach
Otocac, Gospic, Gracac, Knin, Urlika, Sinj,
Imotski, Grude, Ljubuski. Benzin gibt es nur in
diesen Orten. Der tägliche Bus von Triest (Bahn-
hof) fährt nach wie vor um 18 nach Medjugorje ab;
über das Meer mit Fähre von Ancona. Montag,
Mittwoch, Freitag, Tel. 071/55218, Fax 202618,
oder Tel. 071/204915.
7 Ordensschwestern in Geiselhaft,
in der Hilflosigkeit
die wirkungsvollste Mission.
Viel mußten die 7 Schwestern durchmachen,
die im letzten Januar in der Sierra Leone von
einer Guerillagruppe in Geiselhaft genommen
wurden. Sie sahen Ermordungen, Folterungen,
Razzien, Vergewaltigungen, vor dem eigenen
Haus hingemetzelte Mütter, Kinder, die auf das
Schießen abgerichtet wurden. All dem mußten
sie beiwohnen, ohne einen Finger rühren zu
können. “Anfangs versuchten wir, zu reagieren”
erklärt schmerzerfüllt Schwester Teresa “wir
sagten, "tut es nicht, es sind eure Brüder"”. Aber
das bewirkte nur das Gegenteil, sie wurden noch
grausamer. Man konnte nur schweigen.”
Aber sie haben keine Zweifel: “Obwohl wir
hilflos beiwohnen mußten, haben wir voll nach
unserer Berufung gelebt in diesem Militärlager,
wir sahen, wie bei diesen Männern größer als
alles andere das Bedürfnis nach Gott war; auch
der Gewalttäter, auch der Mörder dürstet nach
Gott. Für uns Missionare war das eine
unvergeßliche Erfahrung.!...Wir sahen, daß man
auch Mission machen kann ohne Strukturen
oder ohne unsere Tätigkeit in den Mittelpunkt
zu setzen. Gerade wenn man sich im Unvorher-
gesehenen von Gott leiten läßt, gerade dann
erreicht man das meiste, denn es ist nicht die
Frage unserer Begabung, sondern nur die des
göttlichen Wirkens. Die vollständige Untätigkeit
hinderte uns nicht, Mission auszuüben, im Ge-
genteil, sondern ließ im Gegenteil unsere Wirk-
samkeit wachsen...
Nach und nach änderten die Guerillas ihr
hartes und verächtliches Verhalten in eine mehr
wohlwollende Einstellung, weil unsere Anwe-
senheit anfing, sie vom spirituellem Gesichts-
punkt her zu interessieren. Die bewaffneten
Frauen gaben uns mehr Vertrauen. Eine von
ihnen erzählte uns von ihren Problemen mit
ihrem Ehemann, ihrem Wunsch nach einer ech-
ten Familie, dem Heimweh. “Wenn ich zu euch
komme, fühle ich mich besser”. Im Freien
beteten wir viermal am Tage in englisch und die
vorbeikommenden Guerillas zeigten sich an-
fangs nur neugierig, dann fingen sie an, länger
stehen zu bleiben; sie standen still da und hörten
zu. Am Ende fragte jemand, ihn beten zu lehren,
vor allem ein junger Offizier, Shaolin, 23 oder
24 jährig, er war immer freundlich zu uns.
Am Aschermittwoch befolgten wir das
Ritual, auf den Boden geduckt zeichneten wir
das Aschenkreuz auf die Stirn: “Bekehre Dich
und glaube an das Evangelium” Er fragte uns,
was wir da auf der Stirn hätten und wir erklärten,
daß dies Zeichen den Anfang des Weges der
Vorbereitung auf Ostern bedeutet. “Ihr betet
und Gott hört auf euch, aber kann den Jesus
einen wie mich lieben?”Wir antworteten ihm,
daß der Herr vor allem Freund derer werden
will, die am weitesten von ihm entfernt sind. Bei
diesen Worte wirkte er sehr zufrieden: “Auch
ich will dieses Zeichen”! Und wir: “Shaolin,
dies ist nicht nur ein äußeres Zeichen, es bedeu-
tet, daß du das Leben von Jesus akzeptierst, daß
du an Ihn glaubst und daß du Sein Wort in
deinem Herzen willst” . “Ich will es”, sagte er
und wir zeichneten das Kreuz auf seine Stirn
und beteten zusammen.
Damit war es noch nicht getan, Shaolin
wollte lernen, mit uns zu beten.; er sah die
primitiven Rosenkränze, die wir uns in der
Gefangenschaft gebastelt hatten. “Was ist das?
Wie benutzt man es?” “ Der Rosenkranz ist eine
Zusammenfassung der christlichen Glaubens-
lehre, wie Maria, unsere Mutter, sie uns lehrt”.
Und so lernte Shaolin nach und nach den ganzen
Katechismus mit dem Rosenkranz. Er kam je-
den Tag, setzte sich zu uns und lernte ein kleines
Stück. Am nächsten Tag kam er und sagte:
“Jetzt wiederhole ich euch, was ich gestern
gelernt habe”. Der 25.März, der Tag der
Verkündigung rückte näher und für diesen Tag
wollte er der ganzen Rosenkranz fehlerlos >
background image
Gedanken über die
“Neue Evangelisation”
Don Umberto Neri, aus der Gemeinschaft
von Monteveglio (Bologna), hat in einer Bro-
schüre, in dem ihm eigenen, kurz und auf das
Wesentliche gehaltenen Stil, versucht, Schlüsse
und Eigenheiten der “Neuen Evangelisation”.
Es sind einige grundlegende Feststellungen
erforderlich: a) Die in unserer Kirche bisher -
besonders in der letzten Zeit - betriebene
Evangelisation wird oftmals streng beurteilt.
Das schließt jedoch nicht aus, daß man die
Glorie und Schönheit, das heldenhafte Zeugnis
und die leuchtenden Früchte der Heiligkeit igno-
riert; weniger denn je wird der offenbarte Bei-
stand des Heiligen Geistes in den Werken der
Jünger Jesu angezweifelt. Man versucht jedoch,
den abgeklärten Mut zu einer ehrlichen, kon-
struktiven Selbstkritik aufzubringen und zu
finden, die es ermöglicht - so Gott will - aus
Gutem Besseres zu machen.
b) Man wird laufend ein Auge auf den
Orient und auf die in den Beziehungen zu die-
sem bestehenden Probleme werfen. Ohne sich
anzumaßen Propheten zu sein (obschon klar
erkennbar), wird der ferne Orient in wenigen
Jahren, von Indien und Japan ausgehend, die
schon an die Türen klopfen, das dominierende
Problem der Christenheit sein, weit gefährlicher
und aggressiver, als jemals der Kommunismus
es war.
Ist eine “neue Evangelisation” nötig?
Hinsichtlich der Bezeichnung “neue”
Evangelisation, die leicht zu einem Mißver-
ständnis führen kann, ist es erforderlich, einige
einfache Bemerkungen anzubringen, auch wenn
sie offensichtlich sind; sie schaden absolut nicht.
1. “Neue Evangelisation” kann keinesfalls
“Neues Evangelium” bedeuten, d.h. ein wesent-
lich neuer Inhalt gegenüber der grundlegenden,
ersten und letzten Botschaft Jesu.
Es gibt nur ein Evangelium. Schon Paulus
schrieb an die Galater (1,6-9): Ich bin erstaunt,
daß ihr euch so schnell von dem abwendet, der
euch durch die Gnade Christi berufen hat, und
daß ihr euch einem anderen Evangelium zuwen-
det. Doch es gibt kein anderes Evangelium, es
gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die
das Evangelium Christi verfälschen wollen. Wer
euch aber ein anderes Evangelium verkündigt,
als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht,
auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel
vom Himmel. Was ich gesagt habe, das sage ich
noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium
verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei
verflucht (d.h. exkommuniziert).
An die Korinther gerichtet (1 Kor 15,1-2):
Ich erinnere euch, Brüder, an das Evangelium,
das ich euch verkündet habe. Ihr habt es ange-
nommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht.
Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet,
wenn ihr an den Wortlaut festhaltet, den ich
euch verkündet habe. Oder habt ihr den Glauben
vielleicht unüberlegt angenommen?
Man muß noch hinzufügen, daß es nicht
wahr ist, das Evangelium “wachse” und ändert
sich im Laufe der Zeit - wie man heute verschie-
dentlich zu sagen pflegt - : Es ist eher die
Geschichte, die verändert wird, wenn sie dem
Evangelium gegenübergestellt wird.
Auch muß das Evangelium nicht geändert
und “angepaßt” werden, um der neuen Lebens-
lage und dem menschlichen Empfinden, sowie
dem neuen Charakter, der sich entwickelnden
Kultur, gerecht zu werden. Auch hier ist der
Verlauf umgekehrt: Es ist die Geschichte in
ihrer Veränderlichkeit und Bedenklichkeit, die
gegenüber dem Evangelium “aktuell” werden
und sich zu diesem laufend infrage stellen muß.
Dieselbe Überlegung ist bei der sogenann-
ten “Missionierung” angebracht; in allen Spra-
chen gepredigt, in allen Völkern und Rassen
eingewachsen, ist das Evangelium keiner Kul-
tur “fremd” (d.h. es kann allen zugeführt und
von allen aufgenommen werden). Im Vergleich
zu allen Kulturen bleibt das Evangelium immer
was es war, und somit ewige Neuheit, als immer-
währendes Angebot zur Rettung.
Bezüglich des Begriffs “Übersetzung” ist
Vorsicht geboten: Die gebührende Übersetzung
des Evangeliums stellt dessen sinngetreue
Übertragung in andere Kulturen dar und nicht
etwa das Feststellen von einer Reihe von frag-
lichen “Übereinstimmungen”. Wenn man diese
gründlicher betrachtet, d.h. beide “Zusammen-
hänge” gegenüberstellt, stoßt man oft auf
“Zweideutigkeiten” oder banale Mißverständ-
nisse.
2. Es kann und muß jedoch eine laufende
Erneuerung der Evangelisation erfolgen. Vor
allem: a) Durch Reinigung von all dem, was ihr
fremd ist und ununterbrochen in das Herz des
Evangeliums selbst einzudringen versucht, durch
eine immer tiefere Kenntnis der Heiligen Schrift
und einer authentischen Überlieferung. Wir alle
sind Kinder unserer Zeit, völlig im guten Glau-
ben, oftmals wenigstens, atmen wir nicht nur
das Klima, sondern saugen die Splittergruppen
ein.
b) Im immer besseren Verständnis dessen,
was eigen ist. Die Heilige Schrift und die Bot-
schaft der Auferstehung erfreuen sich einer
fortdauernden Blüte und setzten voraus, daß sie
nicht in vorgefertigte Sätze gepreßt werden, in
stereotype Formeln, die Gefahr laufen, sich
allmählich zu leeren. Es handelt sich nicht dar-
um, etwas zu verleugnen oder vergessen; man
muß jenes Wort wieder entdecken, so als ob es
“heute” gesprochen wäre.
c) In der liebevollen Aufnahme, wie “etwas
Neues und Unerhörtes”, wie ein “unvorhergese-
henes” Wunder der Weisheit Gottes und dabei
die gewohnheitsmäßige Untätigkeit und Mü-
digkeit des “schon Gehörtem” überwindend.
Wenn Christus verkündet wird, muß immer das
unglaubliche Paradoxon seines Mysteriums ge-
genwärtig sein: Das Paradoxe, wenn es nicht
Staunen hervorruft, kann überhaupt nicht ver-
standen werden. Wer im Grunde genommen das
Evangelium gähnend anhört, ist schlechter dar-
an als jener, der es anhört, lebhaft und mit Eifer
beanstandet.
d) Mit Klarheit, Vollständigkeit und Liebes-
eifer, womit das Geheimnis Gottes und Christi
von echten Zeugen, die dieses auch leben, ver-
kündet werden muß. Der Inhalt des Evangeli-
ums kann in dem Maße von den ‘Evangelium-
sverkündern’ und der gesamten Kirche (die sie
als ihre Abgesandte unterstützen muß) wir-
kungsvoll weitergegeben werden, als sie “Be-
sitz davon ergreifen” und durch ihr Leben bestä-
tigen. Für die Verkünder des Heiligen Wortes
gibt es nichts Wichtigeres und nichts kann die
persönliche und andauernde Arbeit von An-
eignung und Erfahrung (nicht nur Wissen) der
offenbarten Wahrheit unter der Führung der
Heiligen Geistes ersetzen. Das heißt im Worte
“verbleiben”, gemäß der wirkungsvollen und
tief schürfenden Sprache des hl. Johannes. Da-
her braucht es Männer des Heiligen Wortes, die
von diesem erfüllt sind und es bis zur
Verkörperung leben.
e) Man kann nicht mit Ernst und Überzeu-
gung ein Programm “Neuer Evangelisation”
vorantreiben, wenn man sich nicht in aller Ruhe
bewußt ist, daß unser Wirken, oder jenes ande-
rer, oder unserer Vorgänger, unzureichend war.
Die Sitte über alles und allen gut zu sprechen,
wenngleich von Liebe oder wenigstens Freund-
lichkeit und Gutmütigkeit inspiriert, ist nicht
immer für den Fortschritt der Dinge dienlich:
Ohne Anachronismen, ohne Bitternisse, ohne
den Glauben, daß wir die Träger einer “besseren
Welt” sind, muß man mit Barmherzigkeit und
Einfachheit den Dingen begegnen und sie beim
Namen nennen. Wir müssen uns immer davor
hüten, bei den Kleinen Anstoß zu erregen; aber
auch nicht minder müssen wir uns vorsehen, bei
ernsten und gutgläubigen Menschen ebenso
Empörung hervorzurufen.
> beten. Aber am 21. wurden wir entlassen.”...
Schwester Teresa bezeugt, was sie während
der Gefangenschaft Großartiges über die christ-
lichen Berufung entdeckten: “Wir waren wie
Maria unter dem Kreuz; Sie sah, wie Jesus
gefoltert und getötet wurde, Sie liebte ihn sehr
und konnte nichts tun, um Ihm diese Qual zu
ersparen.. Wir entdeckten, daß uns gleiche Pri-
vileg wie Maria zuteil wurde. Durch die Teil-
nahme am Leiden Christi nahm Sie an der
Erlösung der Welt teil; und so war es auch für
uns. Ich bin aus dieser Erfahrung mit der siche-
ren Überzeugung hervorgegangen, daß die Ge-
schichte in Gottes Hand liegt, daß Gottes Wort
auch in Leid und Tod gegenwärtig ist als
Kraftquell für die Auferstehung”.
“Eines Tages fühlte ich mich niedergeschla-
gen von dem ständigen Schauspiel der Gewalt.
Ich sagte zu Gott: “Herr, warum müssen wir all
das sehen? Und wo und wie bist Du gegenwär-
tig?” “Meine Gnade genügt dir”, war die erste
Antwort, die mir in den Sinn kam: als Paulus
sich hilflos und schwach fühlte, ließ ihn der Herr
wissen, daß Er sich gerade durch diese
Zerbrechlichkeit offenbaren wollte”. Zur
Meditation für den Tag der Missionen ist das
keine schlechte Anregung.
Einige Fragen: Wie hat sich bisher die
Evangelisation abgewickelt?
a) Hinsichtlich des erreichten Grades: Wel-
che Anzahl war sie imstande zu erreichen? (auf
unseren Raum bezogen). Es ist bekannt - und ein
offenbartes Geheimnis, im Einklang mit jenem
der unergründlichen Demut Christi - daß die
Kirche immer eine kleine Herde, bleiben wird,
und wird auch immer ein kleines Ding auf Erden
bleiben (ich meine die wahre Kirche): Denn Gott
hat es so gefallen. Sich vom Ehrgeiz der “An-
zahl” befreien, vor allem sich wohlgefällig zu
zählen, von jeder Sehnsucht überfüllter Plätze
(von wem überfüllt?), bedeutet nicht, darauf zu
verzichten, auch nur ein Schaf der verstreuten
Schafe Christi zu suchen und in die Umzäunung
des Schafstalles all jene wieder hineinzuführen,
die sich nicht auf Ablehnung versteifen und
nicht ganz der Gnade einer Einladung, oder
eines Rufes unempfindlich sind, vor allem aber
gegenüber der Gnade der Botschaft der Liebe
Gottes in Christus.
Die “weit Entfernten” sind gewissermaßen
oft sehr nahe: Unser Nachbar im Spitalbett,
unser Nachbar zuhause, unser Tankstellenwärter,
oder unser Drogist. In diesem Bezug sind Vor-
urteile aufgetreten und treten Vorurteile und
instinktive Abweise auf: geschichtliche Fehler -
auch neueren Datums -, die man nicht so leicht
wiedergutmachen wird können, sprechen davon.
Wenn man nicht jetzt alle miteinschließen kann,
dann ist es zumindest nötig, niemanden gänzlich
auszuschließen.
b) In Bezug auf Qualität. Zu viele Dinge sind
als “nicht vorschlagbar”, uninteressant, mühe-
voll, schwierig, betrachtet worden. Auch hier
zeigen unzählige Erfahrungen unwiderlegbar,
daß die Kirche sich nicht damit begnügt, das
Wort Gottes zu hören und daß so wesentliche
Themen (Kerigma) wie die Auferstehung, das
ewige Leben, das neue Leben im Heiligen Geist,
nicht nur sehr interessant sind - die Anzahl der
Zuhörer ist oft höher, als die der Verkünder! -
sondern sind dazu angebracht, die Seelen und
Gewissen aufzurütteln, in einem Wort: die
Umkehr hervorzurufen.
Nichts Neues: Immer wieder bezeugt uns die
Heilige Schrift die Kraft des Wortes Gottes.
Wenn es nicht trifft und aufgenommen wird, so
ist manchmal nicht in einer zeitweiligen, ge-
heimnisvollen “Schwäche” die Ursache zu su-
chen, sondern sie ist in einer ungenügenden
“Offenbarung” oder Verkündigung zu finden,
wo es (das Wort Gottes) doch von menschlichen
Zügen und Sprachen verschüttet ist, die naiv
stärkeren Anklang finden und “aktueller” sind.
(1. Teil - mit Nachfolgen) Don Umberto Neri
* Um die monatliche Botschaft zu erhalten in
deutscher: Faxdienst Medj Botschaft. Fax 49-60-
294448 Nachrichten sind erhältlich bei: Zentrum
MIR Nachrichten aus Medj. Fax 387-88-642709
background image
Verantwortl.: A. Lanzani, Tip. DIPRO, I- Roncade TV
>> (S.1) Sie uns oben gesagt hat. Sie will, daß
wir uns mit ihr vereinen, wie eine Mama es mit
ihrem kleinen Kind tut, damit wir lieben wie
Sie und so, wie Sie fähig ist. Sie will, daß wir
die Fähigkeit zu lieben entdecken, welche a) in
unseren Herzen ist, dank der Taufe, in der wir
den Glauben und die Hoffnung (die vergehen)
empfangen haben, und die Liebe (die niemals
aufhört); und b) in unserer Familie ist, denn sie
wurde durch das Sakrament geheiligt und hat
folglich die Kraft, zu lieben und die Göttliche
Liebe zu entwickeln, die immer lebendig ist
und immer wieder auferstehen kann, während
die rein menschliche Liebe dem Verderbnis
unterliegt.
Ihr müßt lieben; dieses Mal sagt Sie nicht
bloß: Ich wünsche, denn Sie will uns überzeu-
gen, daß wir ohne Liebe nicht leben können
und nichts verwirklichen können: Wer nicht
liebt, der bleibt im Tod (1 Joh 3,14).Aber wenn
wir “müssen”, dann heißt das auch, daß wir
können. Wie? Betet ohne Unterlaß mit Mir.
Und in diesem Sinne: Frohe Weihnachten!
Don Angelo
MITGETEILT
Mit dem ersten Freitag im Monat blühen
die Pfarreien wieder auf
- Von der Oase Zönakel
der Heiligsten Herzen ist uns, eine Seite mit den
Versprechungen Jesu für alle, die sein heiligstes
Herz ehren, besonders durch die fromme Übung
der ersten Monatsfreitage, zugesandt worden.
Danke, daß ihr mich an die Große Verhei-
ßung erinnert habt, die ganze Generationen an
die Quelle der Gnade angezogen hat, nämlich an
die hl. Beichte und die Eucharistie am ersten
Freitag des Monats (möglichst mit dem ersten
Samstag des Monats verknüpft). Was für ein
Schaden ist es, daß diese Übung aufgegeben
wurde, und was für Gnaden erfahren wir, seit wir
sie von neuem dem Volk angeboten haben. Die
Menschen sind empfänglich für die Liebe des
Herzens. Und bei der allgemeinen Gleichgültig-
keit ist auch Jesus besonders empfänglich für
jeden Menschen, der Seine Liebe in diesem
durchbohrten Herzen erkennt, und sich Ihm treu
nähert und sich spontan Ihm verpflichtet, als
Beweis der wahren Liebe (nicht wegen einer
Vorschrift, wegen der viele an den vorgeschrie-
benen Festen gehen).
Er wird viele Seelen zu uns Priestern hin-
ziehen, wenn wir zuerst Seine Bitte erfüllen und
den Gläubigen diese wunderbare Gnadenquelle
öffnen werden. In meiner kleinen Pfarrei habe
ich den ersten Freitag im Monat mit der monat-
lichen Beichte verbunden, um die die Mutter-
gottes in Medjugorje gebeten hat: diese beginnt
etwa eine dreiviertel Stunde vor der hl. Messe;
und ich sehe, wie das Herz Jesu und Mariens (ein
einziges Herz) die Personen rufen und ihnen den
Wunsch eingeben, sich den Sakramenten zu nä-
hern, wie einem Osterfest. Lassen wir den Baum
des Großen Versprechens wieder ergrünen, und
wir werden unsere Pfarreien aufblühen sehen.
Drei Minuten nach der Kommunion die
Kirche verlassen?
- Uns wird von einer trauri-
gen Angewohnheit der Gläubigen, die die Kom-
munion empfangen, berichtet.
In der Kommunion empfangen wir den Leib
und das Blut Jesu und wir wissen, daß diese
dünne Hostie sich im menschlichen Leib ca. 1O
Minuten später auflöst. In diesen Minuten sind
wir ein lebendiger Tabernakel Jesu, der Gott ist,
ein Gast in unserem Haus. Normalerweise liegen
zwischen der hl. Kommunion und dem Abschied-
sgruß 3 Minuten; und sofort danach verlassen die
Gläubigen die Kirche, womöglich gedankenlos
und zerstreut, und sie sprechen auch von banalen
Dingen, ohne sich des Geheimnisses bewußt zu
sein, das in ihnen lebt.
Ist eine solche Profanierung von gläubigen
Personen zu tollerieren, die die eine so große
Oberflächlichkeit hinsichtlich der Gegenwart Jesu
in uns bezeugt? ...die uns eines ganz besonderen
Augenblicks der Gnade beraubt?... die den Un-
gläubigen und Schwachen zum Skandal Anstoß
werden kann? Wir wissen, wie der hl. Philipp
Neri reagiert hat, als er gesehen hat, wie eine
Dame sofort nach der Kommunion die Kirche
verließ: er befahl den Meßdienern, ihr nachzu-
laufen und sie mit brennenden Kerzen zu beglei-
ten, denn sie trug das Allerheiligste Sakrament
fort.
Wir schlagen den Priestern eine wertvol-
le Geste vor, daß sie nämlich die Zeit des Schwei-
gens nach der hl. Kommunion verlängern, um
einem solch großen Seelengast Begleitung zu
leisten, bis zu ca. 10 Minuten. Sie könnten den
Gläubigen vorschlagen, wie sie diese Zeit am
besten nutzen können, indem sie sich das Wort
Gottes, das sie in der Messe gehört haben, in
Erinnerung rufen, indem sie auf die Wünsche des
Herrn lauschen, Ihm die Beschäftigungen des
Tages anvertrauen, oder Personen, oder Ereig-
nisse, oder indem sie ein Gesätzchen vom Rosen-
kranz beten, damit Maria mit uns Ihm danke und
bete. Sie werden eine überraschende Bereitschaft
auf der Seite der Gläubigen vorfinden, die so den
Glauben an den Wert der Eucharistie wiederer-
langen und die wunderbaren Auswirkungen und
die vielen damit verbundenen Gnaden erfahren,
verbunden mit einem unbestreitbaren Wachstum
an christlicher Reife. Wer hat, dem wird gegeben
werden!
“Können wir durch den Glauben an Jesus
auch heute noch Berge versetzen?”
fragt mich
ein junger rumänischer Theologiestudent, Julian
aus Roman, ängstlich um die Sendung besorgt,
die auf ihn wartet, und in der er sich vornimmt,
“die Herzen der Menschen zu ändern”.
Sicher kannst du auch die Berge deiner aller-
größten Schwierigkeiten verstzen,und auch die
am meisten verhärteten Herzen, denn Christus ist
derselbe, gestern, heute und für immer (Hebr.
13,8): Er ist der Herr! Es gibt kein Ding oder
Ereignis, das Ihm nicht unterstellt wäre. Wer in
spem contra spem glaubt, das heißt auch gegen
jede menschliche Hoffnung, wird das immer
sehen können und kann auch in den schmerzhaf-
testen Verlusten und in Ereignissen, die nicht
wieder gut zu machen scheinen, Gottes Hand
sehen und sagen: Dank sei Gott, der uns den Sieg
verleiht durch unseren Herrn Jesus Christus (1
Kor 15, 57). Aber was in uns Gläubigen schlimm
ist, das ist, daß wir uns von den Kriterien der Welt
leiten lassen und unbeweglich an unserem klei-
nen Horizont und unseren begrenzten Fähigkei-
ten stehen bleiben, und uns nicht den Worten des
Ewigen öffnen. Deshalb sind wir oft mutlos und
verzweifelt, anstattin jeder Prüfung vor Freude
überzuquellen.
Angesichts all dessen, was uns unmöglich
ist, erinnern wir uns an die Worte Jesu: Alles ist
dem möglich, der glaubt! Erinnern wir uns an
jenes “Es steht geschrieben”, mit dem Jesus die
Lügen Satans entlarvte, damit auch wir immer
das Wort Gottes bereit halten, das stark ist wie
Dynamit und immer siegt, wenn es von Jesus
selbst ausgesprochen wird, der in uns gegenwär-
tig ist.
Feuer in den Seminarien! Es ist notwen-
dig, daß die Diener Gottes Sein Wort in sich
aufnehmen, es verschlingen wie Ezechiel (Kap.
3) und Johannes (Offb 10,8-10), bis sie von ihm
leben, indem sie sich entschlossen von den Wor-
ten der Welt lösen, das von allen Seiten auf uns
einstürzt. Ich wünsche mir ein Seminar, wo man
jeden Tag die wichtigste Zeit der Lectio Divina
widmet, und nur die restliche Zeit dem Studium.
Dann würde der anfängliche Enthusiasmus nicht
so schnell erlöschen, der die Jugendlichen dazu
gebracht hat, ihrer Berufung zu folgen, sondern
wie die Emmausjünger würden sie sagen: Brann-
te uns nicht das Herz, als der Meister mit uns
sprach und uns (nun im Inneren) die Schrift
erklärte? (vgl. Lk 24,32). Was für ein Feuer
würde dann von den Seminarien ausgehen? Und
wie viele wahre Berufungen würde Jesus heute
noch in sie hineinziehen! Ich hoffe, du bist einer
von diesen. Ciao, und ich segne dich.
Bei den Kindern Gottes weht der Wind
von Medj.
- Don Tognetti aus Bologna erzählte
in Echo Nr.78 (1984), wie er bei der ersten
Pilgerfahrt nach Medj. die Berufung verspürte
und 7 Jahre wurde er Priester in der Gemein-
schaft “Figli di Dio” geleitet von Don Divo
Barsotti. aus Florenz. “Mit ihm kam der Wind
von Medj. und im Gefolge viele junge Männer,
die den männlichen Teil der Gemeinschaft bilden
werden” schreibt eine der Schwestern der Ge-
meinschaft. Aus Altersgründen wurde Don Divo
jetzt von Don Matteo abgelöst. Alle Mitglieder
wurden im August vom Papst empfangen.
Maria heilt auch durch “Echo”
- Seltsam
und bemerkenswert. Am 14.10.95 bezeugte eine
gewisse Marianna di Battisti vor der Messe der
Gemeinschaft Cenacolo in Medj., was die
Gnadenmutter in Teramo bewirkt hatte. “Ich gab
das “Echo” spontan den Kranken im Kranken-
haus und sagte: “Habe volles Vertrauen, dies sind
die Worte der Gottesmutter”. Ich gab es auch
einem Verwandten von mir, Luigi Merletti, der
68 Jahre alt war und in der folgenden Woche an
Krebs operiert werden sollte. “Bete zur Madonna
mit Hilfe dieses Blättchens” sagte ich ihm und er
nahm es zufrieden entgegen. Am darauf folgen-
den Montag wurde er wieder geröntgt und nichts
mehr gefunden.
"So gab ich auch im August das Echo der
Frau Giuseppina Baffoni, die voller Angst war,
weil sie es nicht schaffte, zu entbinden. Ich sagte
ihr: -Nimm dieses Blatt und glaube fest daran,
daß die Madonna die helfen wird. Auch jetzt
sofort könntest du gebären-. Um 13 Uhr gab ich
ihr das Blatt, um 16 Uhr hatte sie schmerzlos
entbunden. Auch ihre Bettnachbarin, Loredana
Merlini wollte das Blatt".
Die Freude dieser schlichten Frau, Verteilerin
des “Echo” wurde geteilt von dem bejahrten aber
noch munteren Pater Alfredo, Salesianer aus
Taranto, der Pilgerfahrten begleitet: “Die
Madonna vergalt mir mit vielen Freuden das, was
ich für ihre Tränen tat, indem ich zweimal Pilger
im Bus nach Civitavecchia begleitete”. Seliger
Glaube der einfachen Herzen, den Gott belohnt.
LESERBRIEFE - Echo bringt mir die
Neuigkeiten aus der Welt Gottes
- “Durch die
Kommunikationsmittel sind wir Minute für Minu-
te über alle häßlichen Dinge informiert, die in der
Welt vorfallen, aber wir wissen nicht, was in der
Welt Gottes geschieht. Deshalb interessiere ich
mich so sehr für Echo , denn es bringt mir all die
transzendenten Gegebenheiten nahe, von denen
ihr in der Zeitung berichtet. Sendet sie mir zu, und
ich werde viele Kopien verteilen”. (Hebe Pauliello
fdi Mendoza, Argentinien)
* ”Es ist ein Wunder der Muttergottes,
daß
man mit diesen Seiten fast die ganze Welt errei-
chen kann, bevor wir alle -sei es auf dieser Erde,
sei es vom Himmel aus- am Triumph ihres Unbe-
fleckten Herzens teilnehmen können!” (P.
Gerolamo, Abtei Einsiedeln, Schweiz)
“Echo” beginnt das 12. Jahr
-
Mit Dank an
Gott und der Bestätigung unserer Verpflich-
tung gegenüber der Friedenskönigin, haben
wir am 21. November den 11.Geburtstag von
“Echo” gefeiert, etwas erschöpft, aber zufrie-
den, da uns die vielen zustimmenden und be-
geisterten Briefe viel Freude machen, wie auch
die Begeisterung, mit der unsere Mitarbeiter
sich um die Verteilung kümmern, für die
Großzügigkeit unserer ständigen Leser (vor
allem die italienischer, französischer und deut-
scher Sprache), die es uns erlaubt, den Auf-
wand von 76.000 DM pro Ausgabe zu bestrei-
ten. So wurde der Druck und die Verteilung der
von uns verlegten 5 Ausgaben ermöglicht (ita-
lienisch, französisch, englisch, deutsch, spa-
nisch) die alle im Steigen sind. 500.000 Kopi-
en, davon 380.000 in italienische, weiterhin die
Finanzierung der 4 östlichen Ausgaben (rus-
sisch, polnisch, rumänisch, albanische). Mit
den 6 anderen autonomen Ausgaben erreicht
das “Echo” eine Auflage von 750.000.
Dank der Friedenskönigin, die unsere Ar-
beit leitet und segnet. Sie möge unser Herz auf
ein Weihnachten der Entscheidung für Chri-
stus vorbereiten. Im Geiste Ihres Unbefleckten
Herzens segnen auch wir euch im Namen des
Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Mantova, 26.11.1995