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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 125 (Januar-Februar 1996)

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Februar 1996: Monat des Lehrstuhls Petri - Orig.A.: Eco di Maria - Anschrift: Echo Mariens,
cas. p. 149- I-46100 Mantova - Autor. Tribunale MN 8.11.86, J.12- Nr.2; Fax 39-376-245075
Botschaft vom 25. Dezember 1995
“Liebe Kinder! Ich freue mich auch
heute mit euch und bringe euch den
kleinen Jesus, damit er euch segnet. Ich
lade euch ein, liebe Kinder, daß euer
Leben mit Ihm vereint sei. Jesus ist der
König des Friedens und nur Er kann
euch den Frieden geben, den ihr sucht.
Ich bin mit euch und bringe euch
auf besondere Weise Jesus dar, jetzt, in
dieser neuen Zeit, in der man sich für
Ihn entscheiden soll. Diese Zeit ist die
Zeit der Gnade. Danke, daß ihr meinem
Ruf gefolgt seid.”
Wie sich in dieser “neuen Zeit”
für Jesus entscheiden?
1. Am Weihnachtstag ist die Mutter-
gottes mit dem kleinen Jesus erschienen, und
sie war sehr, sehr freudig - hat Marija gesagt.
Die Königin des Friedens hat uns Jesus, den
König des Friedens, gebracht, damit Er uns
segne, d.h. uns seinen Frieden gebe: Frieden
auf Erden; Frieden, den Er seinen Jüngern auch
in der Stunde des Leidens schenkt, damit nichts
sie betrübe, nichts sie entmutige: Den Frieden
hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich
euch. Das ist der Frieden, der alles Verstehen
übersteigt und der der Schiedsrichter in unse-
ren Herzen sein muß (vgl. Kol 3).
Er ist die Gabe, die alle anderen Gaben in
sich enthält und die in jedem Ereignis in der
Sicherheit Gottes ruhen läßt: Shalom! Es ist die
Gabe, die alle suchen, auch ohne sich dessen
bewußt zu sein, denn nur Er, der Friedens-
könig, kann den Frieden geben, den Ihr sucht.
2. Deshalb lädt Maria uns ein, uns zu
bemühen, daß unser Leben mit Jesus vereint
sei, wie die Rebzweige am Weinstock, denn
Ohne mich könnt ihr nichts tun...Damit wir in
Ihm bleiben können, ist es notwendig, daß
seine Worte in uns bleiben (Joh 15). Wer mich
liebt, befolgt mein Wort, und wir werden zu
ihm kommen und in ihm Wohnung nehmen
(Joh 14). Dies nennt man gewöhnlich “in der
Gnade Gottes leben”. Aber es ist notwendig,
bei den Quellen der Gnade Zuflucht zu neh-
men: dem Gebet und den Sakramenten: der
Eucharistie, um uns mit dem Opfer Jesu zu
vereinigen und es in uns selbst zu leben; damit
Sein Wort Nahrung für unser Leben werde.
Gehen wir zur Anbetung, um Seine Freun-
de und in Ihn verliebt zu werden; flüchten wir
uns zur hl. Beichte, damit Seine Vergebung
uns immer erneuere; verbeugen wir uns tief vor
Seinem Kreuz, damit wir lieben lernen, so wie
Er geliebt hat und unser Kreuz jeden Tag
umarmen können. Vom lebendigen Kontakt
mit Jesus geht man erneuert hervor, man ver-
steht, was Gott von einem will und man emp-
fängt die Kraft, es zu tun, Zeit und Energie für
viele gute Werke werden vervielfältigt, ohne
Gegenstöße einzustecken.
3. Sie versichert uns wie immer, daß sie mit
uns ist und uns Jesus vorstellt, damit wir von
Ihm behütet und gestärkt werden. Aber warum
gerade in dieser neuen Zeit, in der man sich für
Ihn entscheiden muß? Diese neue Zeit ist die
Zeit der großen Prüfung, in der die Frau mit
dem Drachen kämpft, zusammen mit ihren
Kindern (Off 12, 13.17). Der Teufel, da er
weiß, daß ihm nur noch kurze Zeit bleibt, wird
125
Königin des Friedens
Echo Mariens
Echo aus Medjugorje
Botschaft vom 25. Januar 1995
“Liebe Kinder! Heute lade ich euch
ein, euch für den Frieden zu entschei-
den. Bittet Gott, daß Er euch den wah-
ren Frieden schenkt. Lebt den Frieden
in euren Herzen und ihr werdet verste-
hen, liebe Kinder, daß der Friede ein
Geschenk Gottes ist.
Liebe Kinder, ohne Liebe könnt ihr
den Frieden nicht leben. Die Frucht des
Friedens ist die Liebe und die Frucht
der Liebe ist die Versöhnung. Ich bin
mit euch und lade euch alle ein, meine
lieben Kinder, zuerst in der Familie zu
verzeihen und dann werdet ihr auch
anderen verzeihen können.Danke, daß
ihr meinem Ruf gefolgt seid.”
Vor allem Friede
und Versöhnung in der Familie
In einem Telefonat aus Kampala (Uganda),
hat P. Slavko uns in seinem gewohnten einfa-
chen und konkreten Stil die Botschaft erklärt,
die auf die Weihnachtsbotschaft folgt, in wel-
cher Maria uns eingeladen hatte, mit Jesus
vereint zu sein, um den Frieden zu haben.
1. In der ersten Botschaft des neuen Jahres
lädt Maria uns ein, uns für den Frieden zu
entscheiden. Ohne diese Entscheidung kann
der Friede nicht kommen. Nicht einmal Gott
kann uns den Frieden geben, wenn wir uns
nicht für den Frieden entscheiden. Und mit
dem Frieden kommen der Respekt, der Schutz,
die Liebe, der Dienst an jedem Leben, wie der
Papst in der Enzyklika Evangelium Vitae sagt.
2. Aber es gibt noch eine zweite Bedingung
für den Frieden: Gott bitten, daß Er uns den
Frieden gebe, denn Er ist der wahre Friede und
kann ihn auch schenken.
Manchmal erwarten wir den Frieden von
anderen Personen oder von verschiedenen Si-
tuationen; aber der wahre Friede ist ein Ge-
schenk Gottes: Meinen Frieden hinterlasse ich
euch. Geben wir alle Hoffnungen auf, den
Frieden anderswo zu finden und öffnen wir
unser Herz dem, was Maria uns sagt. Aber
wenn wir, trotz des Gebetes, der Messe und des
Fastens den Frieden noch immer nicht empfan-
gen haben? Dann liegt es daran, daß, trotz
alledem, eine tiefe Entscheidung und das immer-
währende Gebet noch fehlen.
3. Nun spricht Maria uns von den Konse-
quenzen des Friedens in uns. Vom Frieden
kommt die Liebe. Wo keine Liebe ist, da ist
auch kein Frieden, und umgekehrt. Und von
der Liebe kommt die Vergebung. Folglich muß
unser Wille zum Frieden alle Personen und
Ereignisse, mit denen wir in Beziehung stehen,
umarmen. Unsere Entscheidung kann nicht in
sich zerteilt sein; sie ist eine Entscheidung für
Gott und für alles, was Er will.
4. Die Muttergottes ist mit uns und als
Mutter geht es ihr um sehr konkrete Dinge. Der
Friede muß zuerst in der Familie beginnen,
indem wir unseren Familienmitgliedern ver-
zeihen. Es ist ein Trug, wenn jemand glaubt,
mit anderen in Frieden und Liebe zu leben, aber
nicht zuerst mit den Mitgliedern seiner Familie
und seiner Lebensgemeinschaft. Gerade hier
ist es am schwierigsten, zu verzeihen und die
Umarmung des Friedens zu schenken, beson-
ders denen, die uns Unrecht getan haben. (In
gewissen Gemeinschaften bemühen sich die
Jugendlichen, den Frieden gerade denen zu >
Zeichen und Lügenwunder vollbringen (das
sehen wir gut!)...um, wenn es möglich wäre,
auch die Auserwählten zu verführen; während
der Menschensohn seine Diener von den vier
Enden der Erde zusammenruft, die mit dem
Zeichen des lebendigen Gottes besiegelt sind
(vgl. Mt 24,24; Offb./,3;20,8-9).
Man muß eine Entscheidung treffen, durch
die man sich an Ihn bindet: Wer nicht für mich
ist, ist gegen mich! (vgl. Mt 12,30). Denn nur
Christus siegt, und so siegen wir mit Ihm.
Wenn wir uns eng an Ihn schmiegen, wird Er
selbst uns auf die Schultern nehmen und unser
Leben auf einem weiten Weg führen, er wird
alles für uns vorbereiten und uns mit Frieden
und Reichtum erfüllen, mit Kraft und Sicher-
heit. Wenn wir uns für Ihn entscheiden, steht
uns jede Straße offen: Kommt und seht, wie gut
der Herr ist (Ps 33)! Wenn wir Jesus in unser
Boot aufnehmen, beruhigt sich jeder Sturm.
Sagen wir also unser “Hier bin ich, Herr! “und
Er wird alles vollbringen. Entscheidet auch ihr
euch für die Liebe (20.11.86).
Diese Entscheidung ist auch die Entschei-
dung, zur Kirche zu stehen, in dieser Zeit der
Verirrung: denn die Tage sind böse (Eph 5,16),
und um von der drohenden Sintflut gerettet zu
werden, muß man entschieden in die Rettung-
sarche steigen, die Jesus uns bereitet hat. Es
handelt sich hier nicht um eine utopische Kir-
che, die sich abspaltet und zur Sekte wird, nach
dem Plan Satans, sondern um die sichtbare
römisch-katholische Kirche, die von den
Kirchenvätern Vorsteherin der Nächstenliebe
genannt wird, in kindlichem Gehorsam gegen-
über dem Papst, Symbol der Einheit aller Glie-
der Christi. Wer dem Papstr treu bleibt, wird in
der generellen Durcheinander, das schon be-
gonnen hat, gerettet werden, denn die Mächte
der Unterwelt werden die Kirche Petri nicht
überwältigen.
4. Dies ist eine Zeit der Gnade. Es ist
wirklich eine Gnade, daß wir jeden Tag die
Gegenwart und die Führung Mariens haben,
die schon seit Jahren andauert und uns auf
einem sicheren Weg führt. Erkennen wir die
Zeit ihrer Heimsuchung, damit wir nicht von
ihrem Frieden ausgeschlossen bleiben (Lk
19,42.44). In dieser Zeit des großen Abfalls ist
der Himmel dank ihres Verdienstes offen, und
die Gnaden regenen herab. Und ihr werdet
noch größere Dinge als diese sehen. Wer ihr
Vertrauen geschenkt und ihren Ruf angenom-
men hat, weiß das aus Erfahrung. d. A.
Für alle eine einzige Eucharistie, wie von Jesus gewollt
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UT UNUM SINT!
Eine offene Wunde im Leib Christi:
Die getrennte Feier der Eucharistie
Nach den Worten Jesu wird das Problem
der Einheit der Kirchen immer mehr zum Prüf-
stein der Glaubwürdigkeit der Christen: Alle
sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und
ich in dir bin, sollen auch sie in uns eins sein,
damit die Welt glaubt, daß du mich gesandt
hast (Joh 17,21).
Vor allen anderen identifiziert sich der
Papst mit diesem brennenden Wunsch Jesu und
scheut weder Anstrengungen noch Worte um
die Einheit zu verwirklichen. Das prägnanteste
Zeichen der Trennung unter den Christen ist
die getrennte Eucharistie, erklärte der Papst zu
Beginn der Woche der Einheit der Christen
(17. Januar 1996). Gemeinsam das Mahl des
Herrn feiern können und in völliger Brüder-
lichkeit wieder versöhnt zu sein: auf dieses Ziel
sind alle Initiativen der ökumenischen Bewe-
gung ausgerichtet.
Ausgehend von den Abschnitten der Of-
fenbarung (3,14-22), die sich das gemischte
Komitee für diese Woche zur Betrachtung
gesetzt hatte, sieht der Papst die Geschichte der
Trennung so: Nach dem anfänglichen Feuer,
leben die Kirchen zur Zeit in einem lauen
Klima und in religiöser Gleichgültigkeit. Sie
haben ein Verhalten der Selbstgefälligkeit und
Eitelkeit angenommen: “Da sagst du dir: ich
bin reich, es fehlt mir nichts.” Noch schlimmer
ist, daß sie sich der traurigen Lage nicht bewußt
sind... Daher ist die Einladung klar an ihre
Adresse gerichtet, sich “weiße Kleider” herzu-
richten, dieselben, mit denen man sich bei der
Taufe kleidet und Reinigung und neues Leben
bedeuten.
Dann unterstreicht der Papst, daß Gott selbst
die Initiative zur Einheit ergreift: “Siehe, ich
stehe an der Tür und klopfe an.” Er klopft an:
beim Hausherrn, der in seinem Haus einge-
schlossenen ist! Er möchte Gemeinschaft hal-
ten. “Wenn er auf meine Stimme hört und mir
aufmacht, werde ich zu ihm kommen, mit ihm
Mahl halten und er mit mir.” So drückt er die
Bitterkeit aus, nicht gemeinsam wieder ver-
söhnt die Eucharistie begehen zu können...
Wie wichtig ist es also im Gebet zu verharren!
Es ist die wahre Quelle bei der Suche der
vollständigen Einheit.
Der Papst sprach von den bereits auf dem
ökumenischen Weg unternommenen Schrit-
ten, vor allem vom Bewußtsein der Dringlich-
keit zur Einheit, vom Dialog mit den orthodo-
xen Kirchen, der gemeinsamen Glaubenser-
klärung mit den Kirchen des Orients und der
Assyrer-Kirche, als auch vom “festen Eifer,
der fruchtbar und reich an Verheißungen ist”
im Dialog mit den christlichen Gemeinschaf-
ten der Reformation “mit Aussicht auf
unerhoffte Lösungen”.
Der ökumenische Dialog wird in Ruß-
land auf die Probe gestellt
- Aber das ist ein
Zeichen von Vitalität. In der Tat wurde ein Teil
der 600 Popen aus Moskau und Umgebung , die
vom Patriarchen Alexius II am 21 Dezember in
das Kloster des heiligen Danilos eingeladen
waren, davon angereizt. Bei dieser Begegnung
gab es eine sehr heftige Reaktion gegen diese
ökumenische Linie, die als "Propaganda der
Uniaten (so werden die dem Papst getreuen
Mitglieder der Ostkirche genannt) gebrand-
markt wurde, welche in den Reihen der Ortho-
doxen Kirche von “Kryptokatholiken”, die vom
Westen manipuliert seien, durchgeführt wür-
de".
Unter Anklage die Gemeinschaft, die von
Pater Men gegründet wurde, dem Priester, der
bekanntlich 1990 in Moskau getötet wurde,
aber vor allem Radio Blagoviest (Gute Nach-
richt) Moskau, Katholiken und Orthodoxe ar-
beiten hier zusammen und es findet immer
mehr Hörer. Es wird zum größten Teil von der
von Pater Werenfried van Straaten gegründe-
ten Vereinigung “Kirche in Not” finanziert.
“Radio Blagoviest hat das Ziel, das Evan-
gelium in einer Gesellschaft zu verbreiten, die
jeglichen Sinn für das Religiöse verloren hat,”
sagt sein Direktor Pater Ivan Sviridov, “es ist
kein diözesanes oder kirchliches Radio, es ist
einzig und allein christlich und will alle Proble-
me in offener Weise angehen, während es hier
für einige wichtiger ist, sich als Orthodoxer
und Russe zu bezeichnen, als ein Christ zu sein.
Und es gibt offensichtlich Leute, die uns zum
Schweigen bringen wollen”
Bei dem Treffen gebrauchte Alexius II sehr
harte Worte gegen die katholikenfreundlichen
Popen, er sagte, niemand würde sie aufhalten,
wenn sie die orthodoxe Kirche verlassen woll-
ten. Es ist bekannt, daß der Patriarch dem
Druck der konservativen Rechten ausgesetzt
ist und dem der Kommunisten, die sich jetzt
wieder zusammen rafften und immer neue
Gründe finden, ihn anzugreifen, damit er ab-
danke.
Die Zeiten sind noch nicht reif für das
historische Treffen zwischen dem Papst und
Alexius II, welches für Juni 1996 vom Abt von
Pannonalma in Ungarn geplant war : “Es wird
an einem noch zu bestimmenden Datum und
Ort stattfinden” sagte der Sprecher des Vati-
kans, Navarro Vals. Ermutigend war es , daß
nach 5jährigem eisigen Schweigen, am 12.-13.
Januar ein Treffen zwischen einer vom
Metropoliten in Moskau Kirill geleiteten Dele-
gation der russischen Kirche und dem Rat für
die Einheit der Christen unter der Leitung von
Kard. Cassidy stattfand. Hauptthema war, den
Dialog zu verstärken, aber jeglichen katholi-
schen Proselytismus auf russischem Boden zu
vermeiden. Der Metropolit hatte auch ein herz-
liches Gespräch mit dem Papst.
“Die Narren Gottes” Heimsuchungen für
die Katholiken der Ukraine
- Das gleiche
Mißtrauen bleibt auch den Katholiken der
Ukraine nicht erspart, wo sehr viele ausländi-
sche Priester ihr Amt ausüben, vor allem Polen
(in der Diözese Minsk sind es 150 von 210 für
300 Gemeinden) Sie werden als Abgesandte
des Vatikans oder fremdländischer Mächte an-
gesehen und die Regierung führte sehr strenge
Einschränkungen ein ; sie müssen die Erlaub-
nis der Zivilbehörden haben, welche nur für ein
Jahr gültig ist und sie können sich nicht außer-
halb der ihnen zugeteilten Pfarre bewegen.
“Dies beweist das wenig brüderliche Ver-
halten der orthodoxen Kirchenältesten gegen-
über den Katholiken, getreu der bekannten
These des “historisch-kanonisch den Orthodo-
xen zugeteilten Territoriums” erläuterte in Rom
der 80jährige Kardinal Swiatek aus Minsk, der
zweimal vom KGB zum Tode verurteilt wurde,
die Strafe wurde dann in zehn Jahre Zwangs-
arbeit in Sibirien umgewandelt.-...
“Es geht soweit, daß verboten wird, katho-
lischen Priestern die Hand zu reichen. Sie
werden wie Eindringlinge behandelt, ungeach-
tet all unserer Anstrengungen, nicht nur einen
ökumenischen Dialog zu beginnen, sondern
auch eine konstruktive Zusammenarbeit...
Unsere Aufgabe ist die Verkündung des Evan-
geliums, dafür müssen wir in zwei Sprachen
sprechen, russisch für den Hauptteil und pol-
nisch für die Diözese Grodno, die zu Polen
gehörte. Aber dieses Werk läßt sich nur ver-
wirklichen, wenn sich alle Geistlichen mit gan-
zem Herzen und ununterbrochen dieser Aufga-
be widmen...Beim Besuch einer weit von mei-
nem Sitz entfernte Pfarre fragte ich einen frisch
aus Polen eingetroffenen jungen Priester, was
ihn dazu verleitet hätte, hierher zu kommen, an
einen so einsamen Ort.
Die Antwort war “Ich gehöre zu den Narren
Gottes” Ich umarmte ihn mit den Worten :
“Nur weiter mit dieser Narretei” ; glücklicher-
weise gibt es bei uns viele Narren dieser Art.”
Dann sagte der Kardinal, daß er wünschen
würde, den Papst zum 600jährigen Bestehen
der Kathedrale in Minsk begrüßen zu können.
Wenn wir alle diese Schwierigkeiten unserer
Brüder im Osten sehen, erkennen wir, wie
notwendig es ist, zu beten und Opfer zu
bringen für die von Jesus gewollte Einheit.
(Aus “Avvenire” 3.1.96)
Taizé : Wunderbare Anziehungskraft der
einfachen und armen Kirche
- “Uns gefällt es
nicht., wenn die Kirche unnachsichtig ist, wir
dürfen deshalb auch nicht unnachsichtig mit
ihr sein. wir wollen uns deshalb, mit all unserer
Liebe, der Kirche annehmen, die in ein neues
Zeitalter eintritt, in der ihr vieles genommen
wird ; und so wird sie, auf das Wesentliche
reduziert, überzeugender und vertrauenswür-
diger. Wenn die Kirche, in der absoluten Ein-
fachheit der frohen Botschaft, unseren ver-
wundbaren Herzen nahe ist, übermittelt sie so
mit wenigen Worten, in strahlendem Glanz,
den Glauben an Christus.”
Dies sind die Worte von Frère Roger in
Polen, zum Abschluß von 5 Tagen des Gebets,
des Zusammenseins und der innerlichen
Befragung, welche in Wrokaw beim 18. Tref-
fen von 70tausend jungen Europäern der
ökumenischen Gemeinschaft von Taizé abge-
halten wurden. - Während der Messe, die am
31.12. in der Kathedrale gefeiert wurde, saß
Kardinal Gulbinowisz bezeichnenderweise
inmitten der Gläubigen. Nach der Fernsehü-
bertragung telefonierte eine Gruppe junger
Polen, die sich vom Glauben entfernt hatten,
mit Frère Marek und teilte ihre Entscheidung
mit, zum Glauben zurück zu kehren..
Was trieb Tausende von jungen Leuten
dazu, bei klirrender Kälte in den drei großen
Zelten auszuharren, Schlange zu stehen für ein
bescheidenes Essen oder eine Tasse heißen
Tee, für mehr als eine Stunde betend auf Holz-
brettern zu hocken ? Die freie Entscheidung
zugunsten der Liebe, die ohne Zwang, aber aus
einem inneren Bedürfnis heraus getroffen wird,
das wächst durch die Erkenntnis, wie sehr Gott
uns liebt. “
Ich gehe durch die Welt wie der Straßenfe-
ger durch die Straßen, und versuche das Kom-
men des Herrn vorzubereiten, wenn auch mein
Bemühen mir oft vergeblich erscheint” sagte
der Papst einem Journalisten beim Flug nach
Brasilien.
Der Papst tat den ersten Schritt, um Mons.
Gaillot
, dem Bischof von Evreux entgegen zu
kommen, der im Januar letzten Jahres
suspendiert wurde wegen seiner Opposition
gegen die Kirche, indem er ihn am 21.12. zu
einem halbstündigen Gespräch empfing. Bei
dem Treffen, welches “herzlich und ohne Vor-
würfe verlief” drückte der Papst die Hoffnung
aus, zu sehen, daß er sich immer mehr dem
Dienst für die kirchliche Verbundenheit wid-
me. “Mein Wunsch ist,” sagte der Bischof”
meine Arbeit mit den Vereinigungen der Aus-
geschlossenen fortzusetzen.
Der Papst bemerkte jedoch : “Sie sind Bi-
schof und es muß eine Verbindung mit den
anderen Bischöfen gefunden werden.” Den
Journalisten sagte der Bischof dann, daß er
bemerkt habe, daß der Papst gewillt ist, ein
neues Kapitel zu beginnen und den Wunsch >
>geben, die ein Anlaß zu Unfrieden oder Streit
gewesen sind). Man muß den Sprung mit den
Personen, mit denen wir leben und arbeiten,
wagen, dann wird der Rest viel einfacher sein.
Daß Gott uns den Frieden geben will, ist
sicher, aber unsere Mitarbeit ist nötig, wie der
hl. Augustinus sagte: “Wer dich ohne dich
geschaffen hat, kann dich nicht ohne dich
retten”. Diese Botschaft wird auch unser Pro-
gramm für die Fastenzeit sein und als ein
Anreiz für die Heilung von vielen Beziehungen
in der Familie und in der Kirche dienen, und
um neue Kontakte mit den Brüdern zu schlie-
ßen.
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“Geben wir den Kindern eine
Zukunft des Friedens!”
Nach so viel Gewalt
Auf dem Brief vom vorigen Jahr an die
Kinder, hier nun die Botschaft, die der Papst
unter diesem Titel am Tag des Friedens 1996
überreichte, der den Kindern gewidmet war. Er
wendet sich “an die Männer und Frauen guten
Willens und ladet sie ein, ihnen zu helfen, in
einem Klima echten Friedens aufzuwachsen:
Das ist ihr Recht und unsere Pflicht.” Mit
Trauer erwähnt er dann, wie die Rechte des
unschuldigen Lebens in den vergangenen Jah-
ren verletzt wurden.
(In den letzten zehn Jahren wurden 1,5
Millionen Kinder bei bewaffneten Konflikten
getötet, aus 4 Millionen wurden Invaliden und
Blinde, oder trugen Kopfverletzungen davon;
5 Millionen mußten flüchten, 12 Millionen
sind von ihrer Heimat entwurzelt; viele gefol-
tert oder gezwungen, allen möglichen Gewalt-
taten beizuwohnen; viele wurden von den Gro-
ßen angestiftet, Gewalttaten zu verüben... In
Ruanda waren sie sogar Henker von Gleichal-
trigen durch Machetehiebe. Nicht zu reden von
der Unterernährung, den Krankheiten, den in
Stich Gelassenen, alles gemeinsame Wunden
armer Völker). Wie viele andere Formen der
Gewalt, die nicht so auffallend sind, deshalb
aber nicht noch weniger schrecklich...!
“Hilft man ihnen angemessen und liebt
man sie, machen sich die Kinder selbst zu den
Hauptdarstellern des Friedens, Erbauer einer
brüderlichen und silidarischen Welt... Wenn
die Familie den ersten Ort der Öffnung zur
Welt darstellt, muß eben diese Familie ihre
erste Schule des Friedens sein...
Es ist nötig, daß sie die Geschichte des
Friedens erlernen, und nicht nur jene der ge-
wonnenen oder verlorenen Kriege. Sie mögen
sich daher als Beispiele für den Frieden und
nicht der Gewalt anbieten! Der Friede ist ein
Geschenk Gottes; es hängt von den Menschen
ab, diesen aufzunehmen, um eine friedliche
Welt zu erbauen.
Sie werden dazu nur fähig sein, wenn sie
die Einfachheit des Kinderherzens besitzen.
Dies ist eines der tiefsten und paradoxen Aspek-
te der christlichen Botschaft: sich klein ma-
chen; noch vor einer moralischen Notwendig-
keit ist dies eine Dimension des Geheimnisses
der Menschwerdung...”
“Die Kinder der Erde - so hat der Papst am
1. Tag des Jahres 1996 ausgerufen - sind die
Sprößlinge des dritten Jahrtausends: Sie er-
flehen für ihr Morgen Fermente des Friedens,
Erbe einer vereinten und solidarischen Welt.
Die so sehr an Frieden bedürftige Welt, lausche
auf ihr Flehen! Die Kleinen verkörpern die
Hoffnungen, die Erwartungen, die Leistungs-
fähigkeit der menschlichen Gesellschaft; sie
sind Zeugen und Meister der Hoffnung, Ge-
fühl, das sie mit freudigem Elan leben. Lö-
schen wir nicht die Hoffnung in ihren Herzen
aus, ersticken wir nicht ihre Erwartungen auf
den Frieden...!”
hat, noch vor seinem Frankreichbesuch im
September 96 eine Lösung zu finden.
Stimmungsänderung in Griechenland ? -
Unsere griechische Übersetzerin schreibt uns :
“Nach einer Periode der Feindseligkeit gegen-
über dem Papst scheint das Klima jetzt verän-
dert zu sein. Der Patriarch Parthenos aus
Alexandria, der hier zu Besuch war, sprach im
griechischen Fernsehen mit großer Bewunde-
rung vom heiligen Vater und seinen beiden
Enzykliken über die Einheit, “eine schöner als
die andere.” Ich traute kaum meinen Ohren.
Aber es geht noch weiter. Auch das Treffen des
Patriarchen Bartolomeo in Lourdes mit 150
französischen Bischöfen war der Anlaß für
viele Sendungen zugunsten der Einheit, die das
griechische Radio an die orthodoxen Christen
richtete. (Soeur Despoina).
Wie kann man
die Herzen berühren?
Das Geheimnis Mariens
Ohne Liebe könnt ihr nichts tun”. - “Wenn
ihr meine Botschaften lebt, werden es alle
merken, und ihr werdet keine Worte mehr
brauchen”.
“Wenn ihr mit dem Herzen betet und fa-
stet, wird das Eis in den verhärtetsten Herzen
schmelzen und die Bekehrung wird leicht sein
für alle, die sie annehmen wollen.” - “Mit dem
Gebet und dem Fasten könnt ihr auch Kriege
und Naturkatastrophen aufhalten”. - “Jede
Unruhe kommt von Satan”. - “Besiegt ihn mit
dem Rosenkranz in der Hand”. - “Ihr werdet in
den anderen den Trug Satans aufdecken”. -
Die Liebe sei euer einziges Mittel”. (aus den
Botschaften von Medjugorje)
Arbeite und bete - verweile im Schweigen
und bete - liebe und bete - höre zu und bete
Nicht diskutieren, nicht recht haben wol-
len: schweig. Nicht urteilen, nicht verurteilen:
liebe. Nicht schauen, versuch nicht, wissen zu
wollen: gib dich hin.
Nicht nachgrübeln, tauche nicht in die
Tiefe der Probleme hinab: glaube.
Reg dich nicht auf, streng dich nicht an:
bete. Müh dich nicht ab, sorge dich nicht: habe
Glauben.
Wenn du sprichst, schweigt Gott, und du
sagst das Falsche. Wenn du diskutierst, vergißt
du Gott, und du sündigst.
Wenn du recht haben willst, wird Gott
gedemütigt, und du denkst eitle Gedanken.
Wenn du Eile hast, entfernst du Gott, du
stolperst und stürzt.
Wenn du dich aufregst, vertreibst du Gott,
und du bist im Dunkeln.
Wenn du über
deinen Bruder urteilst, ist Gott gekreuzigt, und
du urteilst du über dich selbst.
Wenn du deinen Bruder verurteilst, ist Gott
tot, und du verurteilst dich selbst. Wenn du
ungehorsam bist, ist Gott weit entfernt, und du
stirbst.
Ich erkläre dir das Geheimnis Mariens:
-Niemand kann jemand anderen zu Gott
bekehren, außer Gott selbst; du kannst nichts
tun.
- Es wird von dir nicht verlangt, etwas zu
tun, sondern zu lieben. Es sind schon zu viele,
die sich, auch in gutem Glauben, im Tun von
Dingen verlieren, die nicht von Gott sind; du
bete und opfere dich für die Bekehrung der
Sünder auf.
- Du hast einen Bruder, der weit von Gott
entfernt ist: beginne, für ihn zu beten, opfere
einen Fasttag oder eine Buße für ihn auf,
ertrage, wenn du kannst, etwas von ihm selbst.
-Wenn du ihm begegnest: liebe ihn, liebe
Jesus in ihm, sieh Jesus, der in ihm einge-
schlossen ist, der versucht, hinauszukommen,
um ihn innen zu heilen. Er ist krank, denn er
hat Gott nicht, er ist allein, denn er spürt ihn
nicht in seinem Herzen, er hat das Grab des
toten Jesus in seinem Herzen. Du kannst ihn
mit deiner Liebe auferstehen lassen!
-Sprich nicht, widersetze dich ihm nicht,
diskutiere nicht, betrachte Jesus in ihm,
schweig, bete innerlich für ihn und laß ihn
reden.
Höre auf deinen Bruder, laß ihn seinen
Schmerz und seine Angst loswerden, laß ihn
ruhig seine Ideen ausdrücken, auch wenn sie
dir falsch vorkommen! Du liebe ihn so, wie er
ist, urteile nicht über ihn, verurteile ihn nicht,
schneide ihm nicht das Wort ab: liebe Jesus in
ihm, betrachte seine guten Seiten, gewiß hat er
viele davon! Rechtfertige ihn vor Gott, bete für
seine Heilung, opfere dich Gott für ihn auf,
habe Geduld, schenke ihm deine Zeit, deine
Freundschaft, deine Hilfe; auch wenn du nur
einige wenige Augenblicke Zeit hast, liebe ihn
intensiv in diesen, und es wird genügen.
Während du schweigst, spricht Gott zu
ihm, während du betest, heilt Gott ihn, wäh-
rend du ihn liebst, offenbart Gott ihm seine
Liebe in seinem Herzen.
Jede Barriere wird schnell einstürzen, um
Platz für das Nachdenken zu lassen, für das
befreiende Weinen, für die Bekehrung, für die
Freude, die er nie erfahren hat, für das Vertrau-
en, das ihm fremd war, für das Licht, das
vorher nicht eintreten konnte: du hast nichts
getan, aber dein Bruder war tot und ist wieder
lebendig geworden, war verloren und ist
wiedergefunden worden.
* *
Die Kühnheit der Zeugen
in einem Klima der Kapitulation
Wir bringen einen umfangreichen Aus-
schnitt eines Interviews von P. Daniel-Ange,
ein derzeit echter Zeuge der Evangelisations-
Schule “Gioventù-Luce” (Jugend-Licht), die
in aller Welt zu einer besseren Glaubensunter-
weisung der Jugend wirkt, nachdem er 13 Jahre
in der afrikanischen Wüste und 8 Jahre als
Einsiedler in der Alpen der Provence verbracht
hatte.
Anfangs spricht er über Kongreß von Manila
als “Dreikönigsfest des dritten Jahrtausends”,
das leider von den französischen Medien im
Schatten gelassen wurde (unter den “fortge-
schrittenen” Ländern, nicht nur dieses Land
allein), was ein totales Ungleichgewicht in der
Berichterstattung darstellt. “Jedoch - so unter-
streicht der Befragte - dieses Verhalten zeugt
auch vom Humor des Herrn, wo sich doch 4
Millionen Personen um den Papst geschart
haben, den ein Großteil der französischen
Medien als Verfolger vorgestellt hatte...!”
Der Papst, oder der Mut der Propheten
F. Was erwarten Sie sich vom Papstbesuch
in Frankreich anläßlich des internationalen
Treffens der Jugend?
A. Ich hoffe auf ein phantastisches Wieder-
erwachen des Glaubens seitens der Kirche in
Frankreich. Alles hängt von der Vorbereitung
seitens der Bischöfe ab. Es stellt eine unglaub-
liche Gnade dar: wollen wir nicht die Gelgenheit
wahrnehmen? Ich habe belgische Ahnen und
war von der kalten Aufnahme des Papstes in
Belgien schmerzlich betroffen: man kann hier
den Verfall der Kirche in Europa sehen.
Die letzten Texte von Johannes Paul II. - 7
Dokumente in 18 Monaten - stellen einen
außerordentlichen Hauch dar: In dieser jugend-
lichen Begeisterung des Papstes entdecken wir
den Hauch der Kirchenväter. Es sind Texte mit
schönen Inhalten, die den Ton zum dritten
Jahrtausend angeben. In einer vollen Kirche
habe ich jedoch nur zwei Personen vorgefun-
den, die Evangelium vitae (Echo 120), diese
wundervolle Hymne auf das Leben gegen eine
Kultur des Todes, gelesen hatten. Dasselbe
trifft auf die zwei anderen Meisterwerke Ut
unum sint und Orientale lumen zu (Echo 120
und 122).
F. Was ist für die Kirche gefährlicher: Der
Totalitarismus der klassischen Art, wie der
Kommunismus, oder der heute vom Westen
praktizierte Materialismus?
A. Es ist der Totalitarismus dieser Ideolo-
gie des Todes, die Johannes Paul II. in Denver
und in der Enzyklika Evangelium vitae
diagnostiziert hat. Es handelt sich um ein dem
Nazismus vergleichbares Phänomen, mit einer
beinahe identischen Herkunft. Man kann hier
das Fehlen von Mut seitens der Kirche feststel-
len. Im Zusammenhang mit dieser Feigheit ist
Johannes Paul II. im klaren Widerspruch, denn
er besitzt die Kühnheit der Propheten.
F. Die Enzyklika “Evangelium vitae” for-
dert zum zivilen Ungehorsam gegenüber Phä-
nomene wie Abtreibung und Euthanasie auf...
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A. Wir müssen das Martyrium ins Auge
fassen (in seiner Bedeutung als Zeugnis bis hin
zur Hingabe des Lebens, vgl. Offb 12,11):
allein als Christen sind wir im Herzen der
Gesellschaft an den Rand gedrängt. Johannes
Paul II. ruft uns auf, die Märtyrer der Ost-
staaten nachzuahmen, dessen Mut als Glaubens-
zeugen, eine Bresche in der Mauer des Kom-
munismus geschlagen hat. Die heutige Genera-
tion ist zum Martyrium aufgerufen, indem sie
sich weigert, mit der Todesideologie des Mi-
lieus zu liebäugeln. In den Schulen werden die
jungen Christen verachtet, verspottet, als Gläu-
bige gebrandmarkt und teilweise sogar bei
Prüfungen benachteiligt.
F. Gibt es heute nicht eine Art unblutiges
Martyrium durch eine moralische Lynchjustiz,
oder die Medien?
A. In der Tat erinnert Johannes Paul II. in
allen seinen Schriften an das Martyrium. Als er
im Jahre 1989 nach Santiago de Compostela
kam, sagte er, die Märtyrer ehren zu wollen. In
der Enzyklika Orientale lumen hatte er kürz-
lich die Kühnheit, den Orthodoxen vorzuschla-
gen, die Märtyrer des Kommunismus gemein-
sam heilig zu sprechen. Wir sind mit neuen
Modellen an Mut zu den Anfangszeiten der
Christen zurückgekehrt. Die Aufstockung der
Heiligsprechungsprozesse ist wichtig: Die
Heiligsprechung einer Person läßt die Sterne in
unserer Nacht aufleuchten.
Die Keuschheit, Wunder der Gnade -
Johannes Paul II. bemüht sich sehr, den lokalen
Kirchen einen Heiligen zuzusprechen, und zwar
in jedem Lebensstand. Jede Heiligsprechung,
die er ausspricht, hat einen spezifischen Sinn.
Die Heiligsprechung der Märtyrer des Kom-
munismus und Nazitums, stellt den Mut in den
Vordergrund.
Ein kleines Ereignis, wie die Angelegen-
heit des Bischofs Guillot, läßt die Kirche des
Himmels vergessen. In der westlichen Welt hat
sich eine Verschwörung des absoluten Schwei-
gens über Gott breitgemacht. Und doch hängt
unsere wahre Freude von der Nähe zu Gott ab.
Wie aber Solschenizyn sagt, hat die Welt Gott
vergessen.
F. Welche Antikörper kann man gegen die
heutigen Viren des Todes finden?
A. Das Fehlen des Heiligen Geistes hat die
derzeitige Welt dermaßen verhärtet, daß sie
nicht mehr weiter kann. Inmitten der Hölle von
Ruanda gab es Wunder an Heiligkeit: Personen
wurden umgebracht, während sie das Magni-
ficat sangen, und viele Monate danach, wurden
ihre Körper unversehrt aufgefunden. Man muß
wieder an die Geschenke und Charismen des
Heiligen Geistes zurückkehren, besonders was
die Keuschheit anbelangt, um ein christliches
Leben wieder neu zu schaffen.
In dieser Zeit wurde ein gemeinsamen
Schwur der totalen Keuschheit vor der Ehe
seitens Hundertausenden von Jugendlichen in
den USA, Kanada, Brasilien, Polen, Italien,
abgelegt. Dieses Phänomen ist von absolutem
Stillschweigen eines Großteils der Medien
bedacht worden. Heutzutage kann sich die
Keuschheit ohne ein Gnadenwunder nicht mehr
erhalten, d.h. ohne den persönlichen Einsatz
Gottes. Man kann nicht menschlich, sondern
muß göttlich Christ sein. Nur so kann man den
Konformismus (Übereinstimmung mit der herr-
schenden Meinung) der heidnischen Umwelt
besiegen.
Gegen theologische Lauheit kehren
wir zur Tradition zurück
F. Gegenüber den derzeitigen, ideologi-
schen, atheistischen Strömungen ist eine be-
sondere Ausbildung nötig...
A. Ja, das Drama der heutigen Kirche ist
gerade die Theologie des Verdachtes, die alles
verdächtigt und ganze christliche Massen ins
New Age überlaufen läßt. Es gibt Bücher über
Jesus, die zur Irrlehre zählen. Hier muß man
eine wichtige Anmerkung machen: Es ist die
theologische Lauheit in den westlichen Kir-
chen und nicht Petri Lehramt, das die Vereini-
gung mit den Orthodoxen behindert! Wenn die
Orthodoxen mit Trauer mitansehen müssen,
daß katholischen Bischöfe nicht auf die Fehler
der modernen Welt reagieren, entdecken sie
einen, der reagiert: der Bischof Roms. Beim
Lesen seiner Enzykliken ist ihre Aussage, daß
aus ihnen Petrus spricht.
Die Orthodoxen sind empört mitanzusehen,
wie die sogenannten Katholiken den Papst
kritisieren. Der Katechismus der katholischen
Kirche, der unzählige Hinweise zur orientali-
schen, christlichen Tradition aufweist, wurde
von vielen orthodoxen Priestern mit Erleichte-
rung aufgenommen. Der Patriarch Bartolomäus
I. hat darüber eine gute Rezension herausgege-
ben und der Patriarch von Moskau, Alexis II,
hat ihn in die russische Sprache übersetzen
lassen.
Die Orthodoxen haben einen ausgeprägten
Sinn für die Tradition, was sie vor unseren
Mikroben geschützt hat. Es besteht das Risiko,
daß sich die orthodoxe Kirche als Reaktion
verhärtet, lieber als sich von der westlichen
Lauheit anstecken zu lassen.
Es ist vordringlich, daß sie die vor-
kommunistische, missionarische Vene wieder
finde. Ich denke da an die dramatische Situati-
on im Osten, der von unseren tödlichen Viren
und den Sekten heimgesucht wird. Die Chri-
sten aus West und Ost müssen angesichts der
Invasion der Sekten und des New Age ihre
Kräfte vereinen. (Von D. Lensel)
Nachrichten aus dem gesegneten Land
Das Kinderdorf in Medjugorje
Der Besuch im Dorf der Waisenkinder, daß
weiträumig, etwa 2 km von den Schulen von
Medj. entfernt, entsteht, war eine freudige Über-
raschung. Die ersten gut gebauten 4 Häuser
sind funktionell, haben jeweils Platz für 9
Betten und eigene Serviceräume. In einem
derselben zelebrierte Pater Slavko die Heilige
Messe mit den ersten Ankömmlingen und ih-
ren Betreuern, insgesamt etwa 20 Personen, in
einer sehr familiären Atmosphäre.
Dann bringt die fröhliche Gesellschaft in
jedes Haus eine gesegnete Statue der Friedens-
königin und auch die Häuser werden gesegnet.
Die Kleinsten, die liebevoll an der Hand ge-
führt wurden, waren in einem erbärmlichen
Zustand, als sie herkamen - sagt man uns - jetzt
sind sie wieder aufgeblüht, sie haben sich gut
eingewöhnt und sind glücklich.
“Wir begannen die Arbeiten im Januar 95
- erzählt Pater Slavko Barbaric’, der dieses
Unternehmen in die Wege leitete - auf einem
41.000 qm großen Gelände, daß wir von der
Gemeinde Citluk kauften, um ein Kinderdorf
für Waisen und verstoßene Kinder zu bauen.
Wir werden es “Dorf der Mutter” nennen aus
einem sehr einfachen Grunde ; zuerst ist heut-
zutage die Mutter in einer Krisis, was sich dann
auf das Kind auswirkt. Es gibt zu viele im Stich
gelassene Kinder, sei es wegen des Krieges, sei
es wegen familiärer Konflikte. Jetzt sind 4
Häuser schon fertig und 2 bereits bewohnt ; die
anderen Kinder kommen bald. Drei Schwe-
stern und die Mutter eines Franziskanerpaters
kümmern sich um sie.
Wir sind dabei, auch einen großen Kinder-
garten zu bauen, welchen die Kinder der Pfarre
zusammen mit den Waisenkindern besuchen
werden, damit keine Gettoatmosphäre entste-
hen kann. Dann wird es auch ein Haus für die
Schwestern geben, die Kapelle und ein
Direktionsgebäude. Sobald wir damit fertig
sind, werden wir weitere Häuser für die Wai-
senkinder bauen, eins für ledige Mütter und
vielleicht eins für die Alten.
Die bis jetzt gebauten Häuser haben alle
einen Namen, der ihnen von den Spendern
gegeben wurde : Betlehem (Belgische Pilger) ;
Knospen (Vacallo Schweiz, Kinderstiftung) ;
Blütenblätter (Liechtenstein) ; Licht Mariens
(Österreich). Der Kindergarten wird der heili-
gen Therese vom Jesuskind gewidmet sein, ein
Geschenk von Freunden der Kleinen , die nicht
genannt werden wollen. Auf dem großen Ge-
lände werden auch Sportanlagen entstehen,
Gärten und all das, was ein Dorf braucht...
Die Botschaft des Friedens ist ein Aufruf,
bessere Lebensbedingungen zu schaffen : “wo
das Leben geachtet wird, wo es geliebt, vertei-
digt wird und ihm gedient wird, dort beginnt
der Frieden” (Johannes Paulus II in der
Enzyklika Evangelium vitae) Wie und wann
wir alles fertig haben werden, hängt von unse-
ren Wohltätern ab. Bis jetzt sind wir gut voran
gekommen. (Spenden an :Pater Slavko
Barberic’, Zupni Ured, 88266 Medjugorje, BiH,
Kroatienstraße)
* *
Einkehrtage im Haus Regina Pacis
- Eine
der schönsten Antworten auf die Aufforderun-
gen der Gottesmutter. Auf Veranlassung Pater
Slavkos finden bereits seit 2 Jahren diese
fünftägigen “Seminare” statt, bei denen man
sich in die Schule der Heiligen Jungfrau zu-
rückzieht, in Gebet und Fasten bei Wasser und
Brot. Diese neue Erfahrung ist unglaublich
fruchtbar nach Aussage der jungen Leute, die
daran teilnahmen. Ab und zu taucht auch einer
der Seher auf und die Gottesmutter drückt bei
den Erscheinungen Ihre Freude darüber aus,
wie sich diese jungen Leute für die Verwirkli-
chung Ihrer Pläne einsetzen.
250 Personen, hauptsächlich junge Men-
* Das ECHO aus Medjugorje kann man in
allen gängigen Sprachen in Medj. erhalten in dem
Souvenirgeschäft bei der Kirche neben dem Pfarr-
haus; das Depot ist beim Informationszentrum
MIR sofort nach der Brücke links in Richtung
Kirche.
Medjugorje ist leichter zu erreichen - Durch
die Krajina ist die Reise viel leichter und flüssiger,
als über die Küste: In Senj (70 Km nach Rijeka)
fährt man ins dalmatinische Landinnere nach
Otocac, Gospic, Gracac, Knin, Urlika, Sinj,
Imotski, Grude, Ljubuski. Benzin gibt es nur in
diesen Orten. Der tägliche Bus von Triest (Bahn-
hof) fährt nach wie vor um 18 nach Medjugorje ab;
über das Meer mit Fähre von Ancona. Montag,
Mittwoch, Freitag, Tel. 071/55218, Fax 202618,
oder Tel. 071/204915.
Schwester Lucia aus Fatima,
Karmelitin
in Coimbra, nunmehr gealtert (89 Jahre) und
taub, hat über ihre Beerdigung ein Testament
abgefaßt. Zum größten Mißfallen der Mit-
schwestern, hat sie den Wunsch geäußert, neben
Jacinta und Francisco, in Fatima, begraben zu
werden. Da sie sich sehr stark mit Jacinta ver-
bunden fühlte, ist für sie der Platz an deren Grab
vorgesehen. Wenn also der Herr sie zu sich
rufen wird, so können wir in Fatima an ihrem
Grab und jenen ihrer zwei Geschwister beten.
Danke.
Königin der Familie !
- Die lauretanische
Litanei, eine feierliche Folge von Lobsprüchen
und Ehrenbezeichnungen, mit denen sich das
Volk Gottes Maria anvertraut und immer wie-
der “Bitte für uns” fleht, wurde mit einer
weiteren Anrufung, der 50. bereichert : Köni-
gin der Familie! auf Veranlassung von Papst
Johannes Paul II, da er für das Heil der Familie
besonders besorgt ist. Die letzte Anrufung, die
49. “Königin, in den Himmel aufgenommen”
wurde von Papst Pius XII 1950 hinzugefügt,
als das Dogma verkündet wurde.
"Euer Ja sei ein Ja , euer Nein ein Nein"
(Mt. 5,37) Der heilige Vater ist uns darin
Vorbild. Wo eigensinnige, heuchlerische und
beflissene Diplomatie die Vorrangstellung hat,
verurteilte er offen die Atomversuche, Aus-
drücke der Kultur des Todes, kurz bevor er den
Präsidenten eines Staates treffen mußte, der
diese veranlaßt hatte. So war der Händedruck
mit ihm kein Kompromiß mit der Wahrheit.
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schen, bereiteten so das Weihnachtsfest vor in
5 aufeinander folgenden Gruppen und weitere.
3 Gruppen sind für die Fastenzeit geplant, vom
26.2-2.3. ;10.-14.3. ;31.3.-6.4. Beginn 1.Tag um
16 Uhr Ende letzter Tag 12 Uhr mittags, es gibt
Übersetzer für die verschiedenen Sprachen.
Für die Teilnahme wende man sich bitte an
Zupni Ured, 88266 Medjugorje, BiH, Kroatien-
straße Fax (387) 88642339
Einige Fragen an Jelena...
Jelena Vasilj verbrachte die Weihnachts-
ferien in Medj. und kehrte jetzt nach Rom
zurück zu Ihrem Theologiestudium an der
Universität Angelicum der Domenikaner. Ich
befragte sie in Anwesenheit der Schwester
und einer Kusine. Sie beeindruckte ihre Zuhö-
rer mit ihrer Urteilskraft und Gedankentiefe.
Auf meine Frage : “Was lehrt dich jetzt die
Gospa mit Ihren Botschaften ?” antwortete
sie : “”Gott ist anwesend in jedem Moment
unseres Lebens, auch bei den geringsten Hand-
lungen unseres Tagesablaufs, auch bei mate-
riellen und scheinbar unwichtigen Dingen.
In jeder Sekunde gibt er sich uns ganz und
wir begehen den Fehler, unsere Aufmerksam-
keit und Aufnahmebereitschaft für Ihn auf nur
auf bestimmte Zeitpunkte des Tages zu be-
schränken. Sicher muß es auch Momente ge-
ben, in denen man für Ihn innehält, aber wir
sollen nicht aufhören in jeder Sekunde für Ihn
zugänglich zu sein.. Dadurch werden wir be-
reichert sein, da Er uns beständig sich selbst
schenkt und auch der geringste Augenblick
wird höchsten Wert erlangen. So lebte Maria
auf der Erde, in ständigem Einvernehmen mit
Gott.”
Jelena ist jetzt 23 Jahre alt und hat noch
keine Entscheidung für die Zukunft getroffen.
“Es ist wichtig - sagt sie - daß ich voll in der
Gegenwart lebe. Ich sorge mich nicht um
meine Zukunft, weil Gott sie ja kennt. Ob ich
heiraten werde oder nicht, ist für mich nicht
wichtig und ich denke nicht darüber nach, da
Gott mein Herz schon ganz ausfüllt. Jede Frau
ist zur Mutterschaft berufen und das ist für Sie
der Sinn des Lebens ; aber es gibt Tausende
von Arten, die Mutterschaft zu leben, nicht
nur die körperliche. Von Maria lerne ich,
Mutter von Seelen zu sein, auch wenn ich vor
den Büchern hocke. Diese Tatsache wird von
der Menschheit nicht begriffen und so stirbt
sie aus Mangel an Mütterlichkeit... (Sr. Emm.)
Nach der Kommunion geheilt
- Dies ist
einer der vielen Berichte über Heilungen durch
die Macht Gottes in Medj.. Er wurde uns von
Miss Eileen McHugo aus England zugesandt.
“Ich leide seit 21 Jahren an rheumatischer
Arthritis. 1994 verbrachte ich Monate im Kran-
kenhaus ; ich versuchte viele Heilmethoden
ohne jegliche Besserung. 1995 hatte ich eine
schwere Depression, akute Schmerzen und war
außerdem für einige Monate an den Rollstuhl
gefesselt.
Es wurde etwas besser aber ich hatte immer
mehr oder weniger akute Schmerzen, das
Treppensteigen fiel mir schwer, weil ich die
Kniee kaum beugen konnte und nicht in der
Lage war, mehr als 10 Minuten auf den Beinen
zu stehen. Die Arme konnte ich nicht mehr
über die Schultern heben, nicht mal, um mich
zu kämmen. Ich war völlig kraftlos, fühlte
mich als eine überflüssige Last für meine Fa-
milie.
Am 6.Oktober kam ich nach Medj.. Die
Reise erschien mir wie eine nicht enden wol-
lende Folter, Knöchel und Hände waren ge-
schwollen und fast schwarz.. Am folgenden
Morgen ging ich mit großen Schwierigkeiten
zur Messe. Der Schmerz war noch heftiger und
ich fragte mich, ob ich die einstündige Messe
aushalten würde. Aber nach der heiligen Kom-
munion fühlte ich, wie der Schmerz an mir
hinunter glitt, wie ein leiser Regen, vom Kopf
bis zu den Füßen. Ich hatte den Wunsch, zu
stehen und mich zu recken. Als ich aus der
Kirche heraus kam, fühlte ich mich leicht wie
eine Feder. Ich weinte und sagte zu meinem
Vater : “Ich glaube, daß mir in der Kirche
etwas besonderes geschehen ist. Schau nur, ich
kann meine Kniee beugen.”
Ich hob meine Hände über den Kopf, dann
versuchte ich das Treppensteigen, hinauf und
hinunter und dann im Laufschritt ich mit über
den Kopf erhobenen Händen. Ich umarmte
meine Eltern, wir haben geweint und dem
Herrn gedankt für seine barmherzige Liebe.
Am gleichen Abend ging ich bis auf die Spitze
des Krizevac, bis unter das Kreuz, und dankte
dem Herrn.” (Brief an die Redaktion)
* Pater Slavko reiste am 15.1., begleitet
von Mirjana, nach Afrika ; das erste Ziel ist die
Insel Mauritius, wo nach dem Besuch in unse-
rer Wallfahrtskirche des Kardinals Margeot
Medj. sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt
wird ; danach geht es weiter zur Insel Réunion.
Ab dem 22. wird Pater Slavko allein in Uganda
verschiedene Städte besuchen. Auch hier ist
die Saat, die Kardinal Wamala mit seinem
letztjährigen Besuch in Medj. gesät hatte, gut
aufgegangen.
* Vicka konnte aufgrund einer hartnäcki-
gen Nebenhöhlenentzündung im Dezember
nicht für die regelmäßigen Erscheinungen von
Dienstag und Freitag auf den Erscheinungs-
hügel kommen, aber sie wiederholte, was die
Gottesmutter ihr im September sagte : “Ge-
meinsam die freudigen Geheimnisse des Rosen-
kranzes vor dem Kreuz, in der Familie, der
Gemeinschaft zu beten für Ihre Anliegen” .
Sie ist traurig, weil wir es nicht tun. Mitte
Januar begann Vicka ihren Besuch in Brasili-
en, wo sie 2 oder 3 Wochen mit Schwester
Elvira der Gemeinschaft “Cenacolo” zusam-
men bleiben wird, die dort einer neuen Stiftung
für die Aufnahme von Jugendlichen, die in
Schwierigkeiten stecken den Auftakt geben
wird. Dann werden sie sich nach Florida bege-
ben, wo in Miami eine neue Gemeinschaft
“Cenacolo” gegründet wurde, die den Namen
des heiligen Augustinus trägt. An vielen Orten
warten die Leute auf Augenzeugenberichte
von Vicka. Nach ihrer Meinung ist das, was
man für die Gospa tut, immer wenig im Ver-
gleich mit dem, was man tun sollte.
* Pater Jozo kehrte von seiner ermüdenden
Reise Anfang Dezember aus England heim. Er
sprach dort von den Botschaften der Gottes-
mutter und Ihrer Rolle in der heutigen Kirche.
Er fand überall aufmerksame Zuhörer. Bei
einem privaten Treffen mit dem anglikanischen
Bischof Frank Sergeant und dem Verantwort-
lichen für internationale ökumenische Kontak-
te, Dr. Richard March, zeigte ihm dieser seinen
aus Medjugorje stammenden Rosenkranz.
In der berühmten anglikanischen Kirche
St. Martin des Champs, im Herzen Londons,
hielt er eine Ansprache, zum Abschluß sagte
der Priester Fr. Robert Lellowin, daß es in
seiner Pfarre zwei Rosenkranzgruppen gäbe :
“Wir wollen doch nicht, daß immer nur die
Katholiken die besten Dinge haben”. Weitere
Bezeugungen machten das wachsende Interes-
se der Anglikaner für den Rosenkranz deutlich.
Nach diesem Jahr voller langer Reisen hat
Pater Jozo jetzt vor, sich mehr den Pilgern zu
widmen.
* Heilung vom Ausschlag nach der Beich-
te... Erinnern wir uns an die Aufforderung der
Gottesmutter : “ Widmet 3 Tage jedes Monats
der Wiederversöhnung (Beichte), den ersten
Freitag des Monats und den nachfolgenden
Samstag und Sonntag (1985). Wieder-
versöhnung heißt, daß unser Herz auch von
jeglichem Groll befreit sein muß, von Unstim-
migkeiten und Uneinigkeit mit unseren Schwe-
stern und Brüdern : uneingeschränkte Verge-
bung. Und so kann die Beichte Wunder bewir-
ken.
Dies ist die Geschichte von Pascal, einem
42 Jahre alten Franzosen, der Gott und die
Kirche schon nach der ersten heiligen Kommu-
nion verlassen hatte. Eine Konferenz über
Medjugorje, zur deren Teilnahme ihn seine
Frau überredet hatte, beeindruckte ihn sehr.
“Ich ging zur Beichte und der Priester
mußte sich meine Schurkereien von 30 Jahren
anhören. ... Aber wie groß war meine Überra-
schung, als ich feststellte, daß ich auch von
meiner Krankheit geheilt war , einer nässenden
Akne, die Haut entzündete sich, auf der Brust
und im Gesicht entstanden Furunkel und Pickel
mit nachfolgenden Narben, seit 9 Jahren litt ich
darunter ohne daß mir irgend ein Mittel gehol-
fen hat.
Jetzt nach dieser Beichte war alles spurlos
verschwunden außer einigen wenigen Narben.
Ich bete jetzt und gehe jeden Sonntag zur
Messe ; der Haß, den ich gegen alle fühlte, ist
vollkommen verschwunden und ich verspüre
im tiefsten Herzen eine große Freude.”
* Fragen über alle möglichen Themen stel-
len die Pilger an die Seher, um diese an die
Heilige Jungfrau weiterzugeben : Über wieder-
verheiratete Geschiedene, Homosexuelle,
Priesterehe, Priesterweihe der Frauen, Seelen-
wanderung, mohammedanischen und buddhisti-
schen Glauben, bis hin zu Prophezeiungen von
Katastrophen und der Rückkehr Christi ; von
den Erscheinungen bis zur Abtreibung, zum
Ökumenismus usw. ..Maria, die das Leid der
Herzen teilt, erwidert : “Im Evangelium findet
ihr alle Antworten...befolgt die Lehren der
Kirche.
Über all diese Fragen hat sich Kirche be-
reits klar geäußert. Sie erhielt von Jesus dies
Vollmacht dafür. Dem ist nichts mehr hinzu zu
fügen. Der Katechismus der katholischen Kir-
che, eins der großartigsten Werke, die unter
Papst Johannes Paulus II entstanden, sollte in
keiner Familie fehlen. Vom Heiligen Vater
spricht Maria als von dem “liebsten meiner
Söhne, den ich selbst für diese Zeiten auswähl-
te (25.8.94)
(Aus dem Tagebuch von Schwester
Emmanuel)
* Zum Fest der Unbefleckten Empfängnis
kamen zahlreiche Pilger, vor allem aus Kroa-
tien, Italien, Österreich, Tschechei, Slowakei,
Polen, Belgien und Argentinien, zusammen
mit vielen Hilfssendungen. Am Nachmittag
wurde auf dem Hügel der Rosenkranz des
Friedens in 9 Sprachen gebetet.
Das Weihnachtsfest, Fest des Friedens,
wurde gefeiert mit der Teilnahme vieler Gläu-
biger, die aus der ganzen Welt zusammen
geströmt waren. Die meisten kamen aus Itali-
en, Frankreich, Nordamerika, Österreich und
Deutschland. 3000 nahmen Heiligabend erst
am Gebet um 22 Uhr und anschließend an der
Mitternachtsmesse teil. Das kroatische Fernse-
hen, Associated Press und Reutter übertrugen
die Messe und berichteten, verschiedene Mini-
ster der kroatischen Regierung waren anwe-
send.
Zum Jahreswechsel trafen sich 3000 Ju-
gendliche, vor allem aus den USA und Italien
gegen 22 Uhr zu einer Andacht, die in liebens-
werter Weise von der Gemeinschaft Cenacolo
musikalisch begleitet war, anschließend wurde
das neue Jahr in Stillschweigen erwartet, da-
nach fand die Heilige Messe statt. 40 Jugend-
liche bereiteten das neue Jahr vor mit einer
Einkehr im Domus Pacis.
* Das Seminar im Hotel Alga in Tucepi
(Siehe Echo 124) beginnt am Sonntag 17.3.
um 19 Uhr und wird drei Tage dauern. Die
Themen: Gottes Wort in den Botschaften der
Gottesmutter (Kurt Knotzinger) ; Mit Maria
ins dritte Jahrtausend (P.Rupcic’) ; Die Gebets-
gruppen in der marianischen Bewegung
(P.Slavko) ; Zusammenarbeit der einzelnen
Zentren (P.Stoijic’) u.a. Am 21. Besuch in
Medjugorje.
(aus dem Press Bulletin, Medjugorje)
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Eine tiefgreifende Kehrtwendung
in der Evangelisation ist notwendig (2)
c) Wie ist die Evangelisation bei uns aufge-
nommen worden? - Das ist die abschließende
Frage des ersten Teiles unserer Untersuchung.
Auf welcher Stufe befinden sich die unter unse-
rer Kontrolle gelangten Generationen, die in
unseren Oratorien (ital. kath. Freizeitschulen für
Kinder) aufgewachsen sind, in Bezug auf Be-
wußtsein und Klarheit über christliche Ziele,
und die treu die Sonntagsmesse besucht haben,
wo bevorzugt das Heilige Wort verkündet wird?
Es handelt sich doch um Menschen, die wir
gewissermaßen undiskutierbar als “gute Chri-
sten” bezeichnet haben.
Außer ein moralisch annehmbares, oft aber
nicht immer tadelloses Leben, was gibt es Christ-
liches in ihrem tieferen Inneren? Welches Be-
wußtsein haben sie vom grundlegenden Ge-
heimnis des Glaubens? Welche Auffassung ha-
ben sie von jenem Christentum, das sie alle in
gefälliger Solidarität mit vielen anderen gleich-
stellt? Ihr leichter Umgang in Bezug auf Sitte
und Anstand ist manchmal äußerst schwerwie-
gend: “Das hat uns bis jetzt noch niemand
gesagt.” Dazu sind sie noch von jenem Elan der
Freude und Großmütigkeit beraubt, der die
unverwechselbare Charakteristik eines wahren
Christen darstellen muß. Sagen wir es schließ-
lich klar nach unserer Meinung, wie ein “Christ”
sei oder sein soll.
d) Auf der Grundlage dieser Voraussetzun-
gen sei gesagt, die Erneuerung der Evangelisation
muß und darf nicht nur in einem neuen, schwung-
vollen Elan bestehen, denn er würde Gefahr
laufen, sehr schnell wieder in der unausweich-
lichen Müdigkeit und Enttäuschung des wenig
poetisch Täglichen abzusterben; es muß eine
echte Kehrtwendung und tiefe Veränderung statt-
finden. Die Kirche hat immer das Bedürfnis
danach (echte Kehrtwendung und tiefe Verän-
derung AdR) (“semper reformanda”), und aus
der Gnade des Heiligen Geistes, der in ihr
wohnt, ist sie dazu immer fähig.
Christus wieder in der Kraft des
Heiligen Geistes verkünden
1. Die Zeit ist sehr günstig - Don Umberto
Neri erklärt, daß gegenüber vielen, gemeinsa-
men Orten “heute nicht alles geändert” ist: In
seinem Innersten ist der Mensch in allen Zeiten
und Kulturen derselbe geblieben; auch sein
Handeln, seine Leidenschaften, seine Begierden,
die Torheit, haben sich in der Zeit nicht geän-
dert. Wenn schon, treten als Neuheit und
Enthüllungen unserer Zeit die Phänomene des
Spätreiches in Erscheinung. Da nun aber die
Menschen kulturell meilenweit voneinand ent-
fernt sind und Dreiviertel der Menschheit an
Hunger sterben oder sich in Kriegen zerfleischen
lassen, wäre es ein unverzeihlicher Fehler, die
neue Evangelisation auf eine Art “homo
modernus” zu beschränken (worüber man so
viel im Konzil und danach sprach), der einem
bürgerlichen, mitteleuropäischen oder amerika-
nischen Modell entspricht und im Fernsehen
oder den endlosen, dumme Lebensgeschichten
erzählenden Filmstreifen vorkommt, oder gar
dem Menschen von Morgen entspricht, der von
den Massenmedien mit ein wenig Science-fiction
konstruiert wurde...
All die Suche nach neuer Evangelisation
darf nicht auf einem toten Geleise einer neuen
Art der Verkündigung landen, die einer neuen
angenommenen Art von Leben und Hören ent-
spricht... Die heutigen Tage erfordern eine neu-
artige Auseinandersetzung mit der Wirklich-
keit, die bisher noch nicht am Horizont aufge-
taucht war, wie die Aggression der Religionen
und der Ideologien, welche sich als Alternative
zur angenommenen Untauglichkeit und ge-
schichtlichen Niederlage des Christentums an-
bieten: mehr denn je der Islam, dann der Bud-
dhismus, mit seiner Expansionskraft und sei-
nem Universalgewissen, der ein auf Frieden und
Schicksalsergebenheit aufgebautes Glück ver-
DIE GELEBTEN SAKRAMENTE,
um lebendige Kirche zu werden
Über dieses Thema hat P. Tomislav Vlasic´,
in Begleitung von einigen Mitgliedern der Ge-
meinschaft “Kraljice Mira” in Numana (An-
kona) vom 3. bis zum 6. Januar 1996 eine
Tagung für die Ausbildung der Opferseelen
gehalten. Trotz einiger organisatorischer
Schwierigkeiten haben 700 Personen die
Versammlungsräume gefüllt. In drei Tagen
wurden wie gewöhnlich die drei Stufen des
Ostergeheimnisses durchschritten: (Eucharistie,
Buße und Auferstehungsnachtwache). Auf die-
se Weise waren die Seele in der Lage, sich nach
und nach vom Lärm der Welt zu lösen, um
völlig in Gott einzutauchen. Die Frucht war
eine Atmosphäre reich an Schweigen und an
Sammlung, die durch die nächtliche Anbetung
des Allerheiligsten Sakramentes begünstigt
wurde, sowie überreiche fühlbare Gnaden.
P. Tomislav hat versucht, die Wirklichkeit
der Gnade, die in den Sakramenten gegenwär-
tig ist, lebendig werden zu lassen, und hat den
Weg aufgezeigt, wie der Mensch von heute mit
ihrer Hilfe es lernen kann, in der Kirche zu
wandeln, durch die lebenspendende Kraft, die
die Kirche selbst vom Herrn empfangen hat.
Die Taufe ist nicht etwas Abstraktes, son-
dern eine konkrete Wirklichkeit, lebendig in
uns gegenwärtig, und wir sind berufen, diese
Wirklichkeit zu erleben, damit sie nicht nur
eine Idee in den Wolken bleibe. Die Unbefleck-
te ist das Beispiel par excellence für diese
lebendige Wirklichkeit: Sie antwortet Gott voll
und ganz, aber sie tut dies durch das Dunkel und
ohne zu verstehen. Trotzdem- oder gerade des-
wegen- wird ihre Öffnung der Ort, an dem das
göttliche Leben empfangen wird.
Deshalb ist der Advent und die Weihnacht
ein Bild für die Taufe: Im Advent öffnen sich
die Seelen Gott, um einen Platz für die neue
Geburt Jesu in ihnen vorzubereiten und für eine
neues Reinigungsbad im Wasser der Gnade. In
den Sakramenten, die in den Christen lebendig
sein müßten, ist immer eine Dynamik gegen-
wärtig, wie auch die Liebe Gottes dynamisch
ist: Sie kennt keinen Stillstand und keine Gleich-
gültigkeit. Diese Dynamik bringt uns dazu,
ohne Unterlaß im göttlichen Licht zu wandeln,
auch durch das Sakrament der Firmung, das es
uns erlaubt, die Wahrheit von der Lüge zu
unterscheiden, den Bräutigam vom Verführer.
Die Firmung ist nicht nur das Sakrament der
christlichen Reife, sondern durch die Kraft des
Heiligen Geistes, der in ihm gegenwärtig ist,
nährt es in uns einen ständigen Prozeß des
geistigen Wachstums im Glauben, in der Hoff-
nung und in der Liebe.
Im Folgenden wurde das Sakrament der
Versöhnung behandelt, wobei unterstrichen
wurde, daß der Christ in eine vollkommene
Einheit mit Gott eingehen muß; in Ihm muß er
seinen liebsten Freund finden, dem er all seine
Schwächen, Sünden, und Frustrationen anver-
trauen, seine Angst überwinden und sich vom
Herrn gerettet fühlen kann. Gott will ja jedem
Menschen entgegengehen, all seine Wunden
heilen, indem er mit dem Balsam der Gnade die
tiefen menschlichen Wirklichkeiten salbt. So
fördert er durch das Sakrament der Kranken-
salbung unsere leibliche und geistige Gesun-
dung.
“Die Eucharistie ist das Herz und der Höhe-
punkt des Lebens in der Kirche”, sagt der
Katechismus, und P. Tomislav hat unterstri-
chen, wie wichtig es ist, sich auf das Eucha-
ristische Opfer vorzubereiten, auf rechte Weise
an ihm teilzunehmen und sich zu bemühen, es
zum Höhepunkt des Lebens zu machen: Wir
müssen einfach nur das Herz öffnen, denn in
ihm ist kraft der anderen Sakramente schon
alles enthalten, und alle zusammen finden
ihren höchsten Ausdruck in der Eucharistie.
Dieser Weg durch die Eucharistie hört nicht mit
der Auferstehung auf, sondern führt weiter: bis
zu Gott, durch die Himmelfahrt, wo die Euch-
aristie ihren Höhepunkt erreicht, denn sie findet
ihre Erfüllung in der Heiligsten Dreifaltigkeit.
Darauf wurde das Panorama durch die
“Sakramente des Dienstes”, wie sie von der
Kirche genannt werden, oder die “Sakramente
der Mission”, vervollständigt: Die Priesterweihe
und die Ehe. Schlußendlich hat P. Tomislav
daran erinnert, wie das Leben der Opferseelen,
die durch die gelebten Sakramente getragen
werden, nichts anderes ist als das Leben und die
Mission, die Maria und die Heiligen in der
Kirche gelebt haben: “Lebendiges Zeichen” in
der Kirche Christi zu werden. Viele der Teil-
nehmer haben zum ersten Mal den Wunsch
verspürt, ihr Leben Gott aufzuopfern und zur
Bruderschaft der Opferseelen zu gehören, eine
lebendige und aktive Präsenz in jeder Region
Italiens.
Die Eucharistiefeier am Tag der Epiphanie
hat eine Begegnung abgeschlossen, die den-
noch offen bleibt, denn die Teilnehmer haben
sich verpflichtet, ihre Inhalte durch die
Meditation der biblischen Texte, die zu diesem
Zweck vorgeschlagen wurden, zu vertiefen.
Dadurch werden sie in der Lage sein, auf ihrem
Weg bis zur nächsten Tagung über die lebendi-
ge Kirche fortzuschreiten. fra Kresimir
* “Lebendige Eucharistie”, Hefte bzw. Ton-
bänder mit den Kursen Pater Tomislavs (in franzö-
sischer, deutscher und kroatischer Sprache) können
bei Kraljice Mira, S.Maria Colleromano, I-65017
Penne (Perugia) angefordert werden. Spenden an:
Postgirokonto Eucaristia vivente Italien 18537654
“Ihr sollt das Allerheiligste lieben lernen”
- “Ehre das Allerheiligste Sakrament mit allen
Mitteln, mit der Teilnahme an der Messe, wenn
Es ausgestellt wird oder wenn Segnungen erfol-
gen, verharre davor solange es dir gestattet ist,
denke daran, daß Ich dort wirklich anwesend
bin wie Ich es in Nazareth, Bethanien oder
inmitten meiner Jünger war.
Von meinen Tabernakel weggehen, um an-
derswo zu beten, ist als ob Magdalena von mir
fortgegangen wäre, um in einem anderen Raum
zu beten....Wie kann man, wenn man liebt,
beim Hören meiner Stimme nicht herbeieilen ;
wenn ich einlade, bei mir zu weilen, mich allein
lassen und nicht herbei kommen, oder nicht
sofort kommen, nicht mit Freude , mit leiden-
schaftlichem Begehren alle nur eben mögliche
Zeit bei mir verbringen ? (Jesus zu Père de
Foucauld)
“Betet das Allerheiligste an in euren Kir-
chen”
- Der heilige Curé d’Ars kannte einen
alten Mann, der stundenlang in der Kirche
verweilte. “Guter Mann, was sagen Sie dem
Herrn denn in all dieser Zeit ?” “Ich sage Ihm
gar nichts, ich schaue Ihn an und Er schaut mich
an. Und sonst nichts.” Habt keine Befürchtun-
gen, wenn ihr während der Anbetung Momente
der Langeweile habt. Man erwärmt sich an der
Sonne, auch wenn man an gar nichts denkt !
Die Macht der Eucharistie
- Der Höhe-
punkt der Liebe Christi, wenn Er Brot für uns
wird, ist auch der Höhepunkt Seiner Demüti-
gung, seines Unscheinbarwerdens, Er wird nicht
nur Mensch, Er bietet sich als Brot an, um von
uns gegessen zu werden. Einmal betete der
Papst einen Exorzismus für eine Frau, die ich
gut kenne, aber sie bäumte sich auf und riß sich
los, ohne befreit zu werden. Am Ende sagte er
ihr : “Morgen früh werde ich für dich die Hei-
lige Messe zelebrieren.” Im gleichen Moment
fuhr der Teufel aus ihr aus. Es ist die Demut, die
die Gnade Gottes auf sich zieht. Welch eine
Demütigung nahm Jesus auf sich, als Er sich zu
Brot machte ! (Don Amorth)
In Phoenix in den USA, nach einem langen
und ermüdenden Treffen mit den Gläubigen
betrat der Papst den Bischofssitz und macht ein
Zeichen ; er wird gefragt, ob er trinken will, da
es sehr heiß ist, ins Bad gehen oder ausruhen.
“Wo ist die Kapelle ?” fragt er und bleibt dort
20 Minuten allein.
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spricht. Und dann der Zusammenstoß mit den
neuen Ideologien, nicht mehr die Ideologie des
Marxismus, sondern jene, die sich anmaßt wis-
senschaftlich, soziologisch und psychologisch
zu sein, im allgemeinen mit einer als sicher
hingestellten Wissenschaftlichkeit ausgestattet,
absolut unempfindlich gegenüber jeglichem
religiösen Hauch...
Gerade bei solch neuen Risiken und Angrif-
fen ergeben sich neue Möglichkeiten der
Evangelisation, und zwar dermaßen, daß sich
die Kirche selten auf einer solch hohen Kon-
junktur wie heutzutage mit der Eröffnung von
neuen, unerahnten und bisher nie verwirklich-
ten Horizonten befand: Es besteht tatsächlich
kein Grund zur Nostalgie einer starken, der
goldenen Vergangenheit angehörenden, jedoch
einer mit der Welt verbundenen Kirche. Der
augenscheinliche heutige Mangel an großen
Persönlichkeiten, sei es als Meister des Geistes,
sei es als politische Führer, verursacht eine
Autoritäts-Leere und läßt oft in Richtung auf die
Kirche schauen, um von ihr irgend etwas zu
erwarten, das nicht von woanders kommen kann.
Das verlangt klare Antworten.
2. Das Christentum ist nicht nur ein religiö-
ses Gefühl oder eine Ethik, sondern Glaube an
eine Offenbarung, die auch die Lebensweise
verändert - Die zu “erneuernde” Botschaft ist
augenscheinlich das Evangelium selbst, ohne
Schlußfolgerungen zu ändern, ohne Abweichun-
gen infolge von Schüchternheit in Kauf zu neh-
men, oder nach anderen, reizvolleren Dingen
Ausschau zu halten. Es geht darum zu verste-
hen, wie und wann das Evangelium in der Lage
ist auf unseren Lippen und in unserer Pastoral -
außer in unserem Leben - für unsere Generation
auf irgendwelche Weise “neu” zu werden: Ein
schwieriges Problem, das wir versuchen zu be-
antworten.
Die erste entscheidende “Erneuerung” müß-
te in einer ganz klaren Vorstellung des Chri-
stentums als Glaube bestehen. In der Tat riskie-
ren auch wir immerfort ein Absacken (Salz, das
fade werden kann), in das uns die Welt hinein-
locken möchte: in “Religion” abzufallen, d.h. in
ein Empfinden jenseits des Geheimnisvollen
des Lebens, was sich außerhalb der unmittelba-
ren Wirklichkeit befindet. Das “religiöse Emp-
finden” ist tatsächlich gut. Auch die Kirche
versucht heute mit einiger Mühe im Menschen
wieder die Wahrnehmung der unsichtbaren
Realitäten zu wecken. Ist das aber ihre Haupt-
aufgabe? Wenn dem so wäre, dann würden die
Herausforderung des Orients oder die Erfahrun-
gen im Zusammenhang mit den zweifelhaften
Welten von Yoga oder Magie, die heute so in
Mode sind, gar oft auf der Verliererseite sein...!
Wir dürften auch nicht so leicht die Interpre-
tation des Christentums als “Ethik” hinnehmen
(Lehre vom sittlichen Verhalten des Menschen);
im Gegenteil eine “ethische Ergänzung”, die
einer Welt angeboten wird, welche zeigt, diese
nicht nur nicht zu besitzen, sondern diese unbe-
dingt für ihre Existenz benötigt und doch weiter-
hin Welt bleibt. Sicher, das Christentum ist eine
Ethik und war es immer, denn die biblische
Offenbarung zeigt, mit absoluter Klarheit, zum
Unterschied anderer religiöser Welten, die
Untrennbarkeit zwischen Gott und “Licht”, Kult
und “Gut”, zwischen Wahrheit und Rechtschaf-
fenheit.
Es ist auch wahr, daß diese Welt wegen des
Verlustes der einfachsten und elementarsten,
ethischen Bezugspunkte dem Verderben zu-
steuert, als auch infolge der leichtsinnigen An-
nahme von Doktrinen, die sich die Überwindung
(ein tragisches “Darüberhinaus”) der Grenze
zwischen Gut und Böse vorgenommen haben.
Das Christentum darf sich nicht darauf beschrän-
ken: Die christliche Ethik ist nichts anderes als
das Dreikönigsfest des Glaubens. Der Christ ist
dazu angehalten gut zu handeln, denn er ist
Untertan und Kind Gottes, denn er liebt Christus
und wird von Christus geliebt, weil er an die
Erlösung und Auferstehung glaubt: darin ist
auch seine Liebe zu den Brüdern bezeichnend.
Die beiden oben angeführten Dimensionen
(die religiöse und ethische) dürfen daher in
keiner Weise vernachlässigt werden, oder noch
schlimmer, ignoriert werden, sind aber nach wie
vor noch nicht das Christentum; alle auf uns
zukommenden Ermahnungen, dieses zu leben
und es in diesem Lichte vorzustellen, haben
etwas Unheilvolles in sich, tragen eine Lüge in
sich, die widerlegt werden muß. Was bedeutet
dann, daß das Christentum als Glaube vorge-
stellt werden muß? Der Glaube muß als
untrennbarer, zusammenhängender und organi-
scher Zusammenhang von Gewißheiten der
Gedanken, der Auslese und der Lebensaus-
richtung, verstanden werden.
Diese Lebensausrichtung leitet sich direkt
von einer offenbarten Wirklichkeit und von
vollendeten Ereignissen ab: das Wort anderer
Herkunft und das objektiv vollendete und nach-
prüfbare Geschehen, d.h. das Ereignis der Ret-
tung (nicht Idee, noch Mythos, weder Symbol
oder Ideal). Das Fehlen dieser Dimension des
Glaubens, bezogen auf das vollendete Gesche-
hen der Offenbarung, der Schöpfung und Auf-
erstehung, erklärt den leicht errungenen Erfolg
der orientalischen Religionen, die diesem
Eckstein ausweichen und sich rühmen, nur auf
Vernunft aufzubauen (Buddah ist der strengste
Kritiker der religiösen Welt, als “abspenstig
machender Mythos”).
Das Christentum wird nur dann verhindern,
in eine immer noch weltliche Anschauung
eingefassen zu werden und der Stadt der Men-
schen Untertan zu sein, indem es die “abbrök-
kelnde Mauer” einer ungerechten und mörde-
rischen Gesellschaft “neu verputzt”, wenn es
sich als das vorstellt, was es durch den Willen
Gottes ist. Nur so wird es seine Freiheit und
prophetische Dimension unversehrt bewahren.
Umberto Neri
Über Vassula...
Viele Leser stellen uns
Fragen.
- Wir können nichts anderes tun, als uns
dem Urteil der Kongregation für die Doktrin des
Glaubens anschließen, die “alle Gläubigen ein-
ladet, die Schriften und Auftritte von Vassula
Ryden als nicht übernatürlich anzusehen...” Als
Mutter stellt die Kirche die Charismen auf die
Probe, ersucht die weniger vorbereiteten Kin-
der, auf der Hut zu sein und läßt sich Zeit, bevor
sie sich endgültig äußert. Wie viele “übernatürli-
che” Feuer sind nach einiger Zeit erloschen!
Die Erklärung vom 6. Oktober 1995 trägt
nicht wie üblich die Unterschrift des Kard.
Ratzinger, noch die eines anderen Verantwort-
lichen der Kongregation, erkennt aber an, daß in
diesen Schriften “bestimmte positive Elemen-
te” enthalten sind; die Erklärung könnte morgen
geändert werden, wie es bei vielen alten und
neuren Propheten auch schon vorgekommen ist,
denen man vorerst ablehnend gegenüber gestan-
den war: vom hl. Johannes vom Kreuz bis hin
zum hl. Alfons; von der seligen Schw. Faustina
Kowalska zu Pater Pio.
Die Stunde des Kreuzes ist auch für die
griechisch-orthodoxe Schwester gekommen, die
Wasser auf die Mühlen für die Einheit der
Kirche und Treue zum Papst brachte, weit mehr
als viele Theologen, die das Gift der Ungläu-
bigkeit in die Adern der Kirche einflößen.
Mehr noch als doktrinäre Gründe, haben auf
das negative Urteil die Gefahr des Fanatismus
bestimmter Befürworter Einfluß genommen, die
Vassula auf einen Thron hoben und sich aus-
schließlich auf ihre Worte, denen menschliche
Grenzen gesetzt sind, und weniger auf das “feste
und ewige” Wort Gottes, stützen, sowie auf die
Kirche, als Hüterin desselben, die in sich das
Feuer des Heiligen Geistes besitzt, damit sich
die Welt daran entzünde (vgl. Echo 101). Es ist
nicht recht in solchen Fällen zu behaupten “alles
ist gut” oder “alles ist schlecht” und die Gefahr
heraufbeschwören, daß das vorhandene Gute
ausgerissen wird, oder andererseits zu übertrei-
ben und daraus beinahe eine göttlich inspirierte
(vgl. 2 Tim 3,16), oder gar eine von Jesus selbst
“diktierte” Schrift zu machen
>
> Obige Anmerkung kann nicht verhindern,
daß ihre Schriften gelesen werden, die so viel
Gutes gebracht haben, denn es liegt kein Verbot
für die Gläubigen vor, sondern man möge Vor-
sicht walten lassen, mit der Einladung an die
Bischöfe, “in ihren Diözesen keinen Raum für
die Verbreitung ihrer Ideen verfügbar zu ma-
chen”, trotzdem man in jenen Schriften “be-
stimmte, positive Aspekte” erkennen kann. Zur
eigenen Haltung können die Gläubigen ein si-
cheres Kriterium aus der Heiligen Schrift ent-
nehmen: Löscht den Geist nicht aus! Verachtet
prophetisches Reden nicht! Prüft alles, und be-
haltet das Gute! (1 Tess 5,19-21).
Erzbischof Franic´, mit seiner Autorität als
Theologe des Konzils, erklärt er in einem Brief:
“Wenn man die Botschaften von Vassula Ryden
ließt und weiß, daß sie ein Kind der orthodoxen
Kirche ist, war ich sehr beeindruckt, da ich die
Schriften allen offenbarten Wahrheiten, wie von
der katholischen Kirche gelehrt, treu, ich würde
sagen absolut treu, wiedergegeben gefunden
habe” und fügt hinzu: “Diese Botschaften ent-
sprechen dem Glauben der alten, orthodoxen,
byzantinischen Kirche und römischen Kirche,
bis zu ihrer schmerzlichen Trennung ...” Bei der
Prüfung weiterer Punkte, erklärt er u.a., daß es
“kein Fehler ist, wenn sie sagt, Christus komme
in diese Welt, um eine Zeit des Friedens zu
schaffen, denn es handelt sich um geschichtli-
che Kommen Christi in diese Welt, mittels
Seiner Kirche, die erneuert werden wird, damit
die Anwesenheit Christi von allen Menschen
besser erkannt werde, wie es auch von der
Madonna, Königin der Propheten, in Fatima
und Medjugorje..., versprochen wurde.” Zum
Schluß schließt er sich den Bischöfen und Theo-
logen an, die die Echtheit und Aufrichtigkeit der
Seherin verteidigen. (Split, 18. Nov. 1995)
Auch Christina gab ihr Leben
für das ihres Kindes
Das Leben ihres dritten Kindes hat auch sie
mit ihrem Leben bezahlt. Maria Cristina Cella
starb mit 26 Jahren an einem Tumor, sie erlaub-
te den Ärzten nicht, ihn zu behandeln, um nicht
das Leben des Kindes zu gefährden, das sie
erwartete. Sie war ein ganz normales Mädchen
aus der Umgebung Mailands, nichts besonde-
res, Studentin, Ehegefährtin, Mutter, nur daß
sie eben ihr Leben hingab. Bereits mit 18 Jahren
hatte sie ein Sarkom, das operiert wurde und
dann, vollständig genesen, heiratete sie am 2.
Februar 92 Carlo aus der Trienter Gegend und
gebar 3 Kinder. Cristina starb am 22. Oktober
95 : “Die Mamma ist weit weg, im Paradies”
sagen ihre Kinder und nicht nur sie.
So erzählt die Mutter selbst ihre Geschichte
einen Monat vor ihrem Tod ihrem einjährigen
Kind : Lieber Riccardo, du mußt wissen, das du
nicht aus Zufall hier bist. Der Herr hat gewollt,
daß du geboren würdest ungeachtet der Proble-
me, die es gab. Papa und Mamma, wie du sicher
verstehen wirst, waren nicht sehr begeistert bei
dem Gedanken, ein weiteres Kind zu erwarten,
weil doch Francesco und Lucia noch so klein
waren. Aber als wir dann die Gewißheit hatten,
daß es dich gab, liebten wir dich und wollten
dich mit all unseren Kräften..
Ich erinnere mich an den Tag, als der Arzt
background image
Verantwortl.: A. Lanzani, Tip. DIPRO, I- Roncade TV
mir sagte, daß ich wieder einen Tumor in der
Leistengegend hätte. Meine Reaktion war, daß
ich immer wieder sagte : “Ich bin schwanger,
ich bin schwanger, aber Herr Doktor, ich bin
schwanger !” Um mit diesem Moment fertig zu
werden, wurde uns ein unermeßlicher Wille
gegeben, dich haben zu wollen. Ich wehrte
mich mit allen Kräften dagegen, auf dich zu
verzichten, so sehr, daß der Arzt verstand und
nichts mehr hinzu fügte.
Jetzt, Riccardo, bist du ein Geschenk für
uns. An dem Abend, auf der Rückfahrt vom
Krankenhaus, als du dich zum ersten Mal be-
wegtest, schien es, daß du sagen wolltest :”
Danke, Mamma, daß du mich lieb hast.”. Und
wie hätten wir etwas anderes fühlen können ?
Du bist etwas Kostbares, und wenn ich dich
anschaue, so wonnig, so lebhaft und lieben-
swert...denke ich, daß es kein Leiden gibt auf
der Welt, das sich nicht lohnt um eines Kindes
willen. Der Herr wollte uns mit Glückseligkeit
überschütten , wir haben drei wunderbare Kin-
der, die mit Seiner Gnade, so aufwachsen kön-
nen, wie Er es will. Ich kann nichts anderes als
Ihm danken für dieses große Geschenk, unsere
Kinder. Nur Er weiß, wie sehr wir noch weitere
haben möchten, aber das ist jetzt wirklich un-
möglich. (Cristina, Marostica den 24.9.95)
“Harmonie und Frieden sind die Erbschaft,
die sie uns hinterlassen hat” - sagt ihr Mann,
Carlo Mocellin. Dann erzählt er : “Als ich sie
kennen lernte, war sie 16 und ich 19, ich dachte
sofort an sie als die allerbeste Mutter für meine
Kinder. Sie gab immer alles, was sie nur konn-
te, auch bei kleinen Dingen. Und sie war immer
zufrieden. Sie hat sich nie besonders hervorge-
hoben, keine besonderen Aufgaben im Ort oder
als freiwillige Helferin. Aber alles, was ihr
geschah, betrachtete sie als wertvoll, jedes Tref-
fen, jeden Moment. Sie sagte mir immer
wieder :”Nichts vergeuden, jeder Atemzug ist
wichtig” Wir fühlten uns wie die glücklichste
Familie der Welt, wenn es auch nicht an Schwie-
rigkeiten fehlte, aber wir vermißten nichts, weil
unser Familie eins war in der Liebe, die Gott
uns schenkte...
“Ich höre nicht auf, Dir zu danken, mein
Gott, wenn ich leide” - “Das Leid war nur
Gnade, ein guter Lehrmeister, es ist eine Lek-
tion, die ich nur seit kurzem begriffen habe, seit
6 oder 7 Monaten, dank Cristina. Sie hat das
Leid sofort akzeptiert, sie hat sogar darum
ersucht ; sie wußte, daß sie mehr geben konnte
in ihrem Leben und sich nicht mit all dem
Guten, daß sie bis dahin getan hatte, zufrieden
geben konnte. Eine Lektion, die aus einem aus
dem Nachttisch des Krankenhauses liegen ge-
lassenen Notizzettel -Testament hervorgeht.
“Herr, Du bist so gut, daß Du mich mit Freude
erfüllen wolltest ; ich fange an, dieses Leiden
zu lieben, es wird mir zum Freund, weil es mich
zu Dir führt. Ich liebe Dich, Jesus. Ich möchte
diese Liebe vor allen bekunden und fühle, daß
auch Du mich unendlich lieb hast.”
Eine Lektion, die die Lebensanschauung
von Carlo verändert hat, die weltliche Maßstä-
be außer Kraft setzt : “Ich würde nichts ändern
von all dem, was geschehen ist, die Momente
der Freude und die Momente des Leids. Unser
Weg war ein Weg zum Glauben und wir haben
verstanden, das ein unermeßlicher Unterschied
besteht zwischen der Zeit, die uns hier gegeben
wird und der Ewigkeit, die uns erwartet... Wäh-
rend ihres langen Leidens hat sie immer alles
erduldet, sicher hatte sie Lust, zu leben und zu
ihrer Familie zurückzukehren, aber sie hat sich
voll den Händen des Herrn anvertraut. in der
Gewißheit, daß sich nur in Ihm die wahre Liebe
ist und Er alles tun würde zu ihrem Wohl und
dem Wohl ihrer Familie.”.
“Ich vertraue Dir meinen Papa an, - schrieb
sie noch in ihren letzten Lebenstagen- Lasse
sein Herz lernen, daß es süß ist, mit Dir zu
leiden, daß jedes Kreuz leicht ist mit Dir, weil,
wenn wir es Dir schenken, Du es bist, der es
trägt, nicht mehr wir. Lehre ihn, Dich zu lieben,
dann wird auch der größte Schmerz zur Freude
werden für ihn... Schütze und hilf meiner
Mamma, laß sie verstehen, daß mit Dir nichts
vergeudet ist”. Der letzte Wunsch ? Sie bat den
Herrn, daß wir uns alle eines Tages im Paradie-
se wiedersehen. “Du wirst sehen, daß wir es
schaffen werden”
Der Pfarrer ihres Wohnorts, Carpanè, stand
Maria Cristina lange zur Seite, er schlug ihr
mehrmals vor, eine Novene zur selig-
gesprochenen Gianna Beretta zu beten, auch sie
Mutter, die sich opferte. Ihre Antwort war :”
Warum soll ich geheilt werden wollen ? Was
habe ich mehr oder anders als die anderen, die
sterben, wenn sie dieses Übel ereilt ? Was kann
ich noch mehr haben, als ich schon hatte ?”
Und 5 Tage vor ihrem Tod : “Du Herr,
willst mich allein, um zu meinem Herzen zu
sprechen. Ich habe Angst, aber nicht sehr viel,
weil ich Dich spüre. Du bist hier an meiner Seite
und flüsterst mir süße Worte zu, die mich froh
machen. Ich möchte Dich unentbehrlich finden
wie die Luft, die ich atme... Laß meinen Glau-
ben wachsen... Nur Du erfüllst mich, ohne Dich
ist alles leer.” Am 22.Oktober 95, dem Tag
ihres Todes, wiederholte sie immer wieder :
“Deinen Willen zu tun ist mein Friede” Und
sprach in einem Gebet bis zu einer Stunde vor
ihrem Tod die Namen ihrer Kinder aus.
“Sie war zweifellos eine Mystikerin” sagt
ihr Pfarrer. “Herr, ich glaube, daß Du nur mein
Glück willst !” vertraute Cristina bei einem
Einkehrtag in Brescia ihrem spirituell so rei-
chen Tagebuch an. -. Hier bin ich deshalb,
nimm mich ganz, tu mit mir, was Du willst, es
macht nichts, ob Du mich als Mutter oder
Nonne willst, was wirklich zählt ist, daß ich nur
und immer Deinen Willen tue. Was Du für mich
wählst, wird der Weg sein, um zum vollen
Glück zu gelangen. Ich will Dir vertrauen,
wenn ich auch weiss, daß ich leide und oft im
Zweifel bin. ..Lass mich ruhig leiden weil es im
Leid ist, wo ich Dir, dem Heil, begegne.
(30.12.1985) Dies schrieb sie, als sie 16 war
und der Herr hat sie ernst genommen.
Und noch weiter während der Chemothe-
rapie : “Ich bat Dich nicht, das Leid von mir zu
nehmen, aber nur, es so zu leben, wie Du es
willst, weil nur Dein Wille zählt ; unser mensch-
licher Wille ist zu sehr verdorben von Egois-
mus, Angst, Niedergeschlagenheit. Du, der Du
den am meisten Leidenden nahe bist, hilf ihnen
und tröste sie, wie Du es mit mir getan hast,
indem Du ihnen die seelische Heilung schenkst
noch vor der körperlichen. Danke, ich vertraue
Dir.” (16.2.88) Wie viele und wie tiefe Wun-
den, die überall von der Kultur des Todes
geschlagen wurden, werden geheilt und gesühnt
durch solche Siege des Glaubens und des Le-
bens !
* *
Die offenen Wunden Bosniens
Dank sei Gott, daß die Waffen endlich
schweigen. Aber es ist noch kein Frieden ! In
Dayton wurde das Recht des Stärkeren bekräf-
tigt, “Volksbereinigung” und eroberte Gebiete
wurden ihm zugestanden, ganze Volksgruppen,
wie die Kroaten der Posavina (ein Landstrich
zwischen Kroatien und Bosnien), werden den
Feinden von gestern überlassen ; die Serben
Sarajewos weigern sich, eine moslemische
Oberhoheit anzuerkennen.
Die Zahl der Flüchtlinge und Heimatver-
triebenen wächst. Das “unteilbare” Bosnien ist
in zwei Staaten geteilt, ein Staat mit 3 Streit-
mächten, die Hälfte des Gebiets wird einem
Drittel der Bevölkerung (den Serben) zugeteilt.
Und wer löst das Problem der Flüchtlinge und
Vertriebenen ? Im Augenblick wird die Waffen-
ruhe von einem großen Aufwand von Truppen
aufrecht erhalten. Was soll später werden ? Der
Frieden ist noch zu schaffen und wir legen das
vertrauensvoll in die Hände der Königin des
Friedens.
Die Not ist unsäglich groß, kein Obdach,
kein Heizmaterial, nichts zu essen, keine Medi-
zin, der Winter ist hart, die Hilfsaktionen sind
nicht ausreichend und werden oft noch durch
eine herzlose Bürokratie hüben und drüben
erschwert. Wir, die wir in der sogenannten
zivilen Welt leben, dürfen das nicht gleichgül-
tig ertragen, wir müssen helfen, wo es nur
möglich ist. Oft bewirkt die Hilfe kleiner, schwa-
cher Gruppen viel mehr, als die großer Organi-
sationen. Jeder sollte sein Scherflein beitragen,
so gut wie eben möglich. Vergelt’s Gott !
Die Leser schreiben...
... um uns zu sagen, was Maria durch dieses
kleine Blättchen bewirkt, das Ihr Echo ist : In
Montreal (Kanada) gibt die sich immer mehr
ausweitende Gebetsgruppe 5000 Blätter in Eng-
lisch und 6000 in Französisch heraus und be-
gann jetzt auch mit einer Radiosendung. “Maria
vervielfacht ihre Gnaden” schreibt Michele.
Die portugiesische Auflage der “Servos da
Rainha di Brasilia” erreichte 210000 Stück,. die
in ganz Brasilien verteilt werden. In Kolumbien
druckt der Kapuzinerpater Querubin 4000 Blät-
ter in Spanisch. Wir waren überrascht, daß
Pater Jozo auch eine Ausgabe in örtlichen Spra-
che auch in Jakarta fand. Von den unseren
Auflagen ist die französische mit 42000 Blät-
tern die stärkste, 1000 mehr pro Ausgabe. Dank
Otto Müller steigt in der Schweiz die deutsch-
sprachige Auflage in Windeseile. Aber auch die
Mitarbeiter und Verteiler der geringeren Aufla-
gen sind nicht weniger des Dankes der Gottes-
mutter würdig, sie sollen nicht glauben, die
Letzten zu sein im Dienst der Himmelskönigin,
die Liebe kann sie zu den Ersten machen.
Echo ist gut so, wie es ist, trösten uns zwei
Briefe unter vielen. Aus Huarez in Peru : “Dank
für die gute Saat des Echo Mariens, welches
nach und nach die Herzen meiner Pfarrkinder
verändert. Sehr lehrreich der Teil, der Kirche
und dem päpstlichen Lehrstuhl gewidmet ist,
über diese Dinge erfahren wir sonst nichts.”
(Pater Stefano)
Aus Kenia “Ich muß zugeben, daß ich im-
mer wenig Sympathie für derartige Blättchen
hatte , nach einem Blick darauf werfe ich sie ins
Feuer ; aber dieses Mal las ich es aus Neugierde
bis zur letzten Zeile, ohne auf die Uhr zu sehen.
Vielleicht will Maria etwas besonderes von mir,
Schriften dieser Art lassen nicht unberührt. Kurz,
in diesen paar Seiten gibt es Informationen über
das Kirchenleben, die Überlegungen des Pap-
stes, Tatsachen und Beispiele, die man nicht mal
in 10 Wochenschriften finden würde. Dank an
ihre Freunde und sie sollen es weiter so abfas-
sen, von feinem Papier, Fotos und Bildern sind
alle Häuser und Klöster voll...” (Sr Fulgenzia)
Allen Verteilern des Echo widmen wir die-
sen Brief. “Ich bin eine Briefträgerin der
Madonna. In einer netten Gruppe fahren wir seit
3 Jahren mittwochs zu einer Wallfahrtskirche
und auf der 12 km langen Fahrt beten wir den
ganzen Rosenkranz für alle die, an die wir das
Echo verteilen ; dann nehmen wir an der Heili-
gen Messe teil und beten an dem Ort, an dem
Maria im Jahre 1600 einem taubstummen klei-
nen Mädchen erschien und es heilte. In all den
kleinen Orten der Umgebung haben wir mit der
kleinen Fackel des Echo viele Lichter angezün-
det und die Nacht ist jetzt weniger dunkel. Wenn
Sie wegen der Verpflichtungen in Ihrer Pfarre
mal eine Ausgabe Echo überspringen, bin ich
froh, ich gebe es zu, weil wir alle so etwas
ausruhen und frische Kräfte sammeln (Emma
Beltrami)
Dank sei Dir, Maria, daß es noch immer
solch einfache und ehrliche Seelen gibt, wie
diese Verteiler, die Deine Einfachheit nachah-
mend den Himmel und die Menschen erfreuen
mit ihrem demutsvollem Dienst.
Gnade und Frieden Gottes, unseres Vaters
und unseres Herrn Jesus Christus in der Ein-
heit des Heiligen Geistes seien mit euch allen.
Amen.
Villanuova Maiardina, 26.01.96