Aktualisierungen  | Medjugorje  | Botschaften  | Artikel  | Videos[EN]  | Galerie[EN] | Seitenkarte  | Über[EN]  | Gästebuch  | Links  | Screensaver  | Wallpaper | Web Feed

www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 136 (November-Dezember 1997)

Other languages: English, Deutsch, Español, Français, Italiano
Download (71.4 KB )

Eco di Maria
Regina della Pace

Deutsch 136

November - Dezember 1997


Botschaft Mariens vom 25. September 1997

Liebe Kinder, heute lade ich euch ein zu verstehen, ohne Liebe nicht begreifen zu können, daß Gott den ersten Platz in eurem Leben haben soll. Daher lade ich euch alle ein, meine lieben Kinder, nicht mit menschlicher, sondern mit der Liebe Gottes zu lieben. So wird euer Leben schöner und ohne Interesse werden. Ihr werdet begreifen, daß Gott sich aus Liebe auf einfachste Weise gibt.
Meine lieben Kinder, betet, betet, betet, um meine Worte begreifen zu können, die ich euch aus Liebe gebe, und ihr werdet mit Liebe die anderen annehmen können und all denen verzeihen, die euch Böses angetan haben. Antwortet mit Gebet, denn das Gebet ist Frucht der Liebe zu Gott, dem Schöpfer. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid.

Nicht mit menschlicher, sondern mit der Liebe Gottes lieben.

Folgen wir dem logischen Sinn dieser so tiefen Botschaft, mit dem uns Maria das Wesentliche im Leben der Jünger vorstellt: Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt (Joh 13).
1. Um unserem christlichen Leben jeden Zweifel zu nehmen, wünscht die Madonna, daß wir von einer wahren Erkenntnis Gottes ausgehen, denn es ist leicht, einen Gott nach Maß zu modellieren und somit zu glauben, religiös zu sein. Gott erkennen heißt, Ihm den ersten Platz im Leben zu geben und sich Ihm gänzlich unterzuordnen. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in ihm (1 Joh 2,4). Das begreift aber nur der, der liebt: ...und jeder, der liebt. stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe (vgl. Joh 4,7-8).
Man betet und führt viele religiöse Liebesakte vergeblich aus, wenn man nicht auch liebt: Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke (1 Kor 13). Wer meint, er diene Gott, aber seine Zunge nicht im Zaum hält, der betrügt sich selbst, und sein Gottesdienst ist wertlos (Jak 1,26). Vergeblich ist auch sich einzubilden, ohne Gebet lieben zu können, das heißt, Gott nicht den ersten Platz einzuräumen; allein im Gebet begreifen wir die Liebe Gottes, und wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben (vgl. 1 Joh 4,11).
2. Die Madonna weist sogleich darauf hin, um welche Liebe es sich handelt: Gott nicht mit menschlicher, sondern mit der Liebe Gottes zu lieben. Das bedeutet, die anderen wie Gott zu lieben und wie Gott uns die Kraft dazu gibt (vgl. Botschaft 20.11.'86). Also ruft uns die Madonna ohne Umschweife zur Liebe auf, wie aus dem Testament Jesus hervorgeht: ...Liebt einander, ,,so wie ich euch geliebt habe" (Joh 15,12). Und Sie beschreibt uns auch die Wirkung: Euer Leben wird schöner und ohne Interesse werden. Die Liebe findet ihre Freude im Lieben, das heißt, für andere das wahre Gute zu suchen und sie glücklich zu machen: amor sibi ipsi praemium (die Liebe ist an sich schon Prämie).
3. Wenn ihr wie Gott liebt, werdet ihr erfahren, wie Er sich auf einfache Weise schenkt, ohne Verdienst unsererseits. Die Liebe Gottes ist uneigennützig, zum Gegensatz der meschlichen Liebe, die eine Gegenleistung erwartet; sie ist grenzenlos und unveränderlich, während unsere den unterschiedlichsten Instinkten wie Besitzsucht, Eifersucht, Konkurrenzneid, Müdigkeit und Launen, ausgeliefert ist. Nun also, wenn wir lieben, schauen wir nicht auf Sympathie oder Verdienste anderer, weil auch Gott sich nicht so verhält und wir haben nicht das Recht, uns anders zu verhalten.
Er liebt jeden von uns, wie die Pupille der Augen, auch wenn wir so häßlich sind. Das Liebhaben, Eigenschaft Gottes, das in der Bibel als agape bezeichnet wird, ist Geschenk seiner selbst an das geliebte Objekt, mit ausdauernder Treue, die die Unbeständigkeit der Gefühle ausschließt. So liebt Gott, ohne irgendwelche Personen vorzuziehen- eigene Interessen sind ausgeschlossen - nur um sich auszugießen, zu verschenken, die eigenen Geschöpfe zum Wachstum zu führen, in einem Wort: um ihr wahres Wohl zu wollen.
4. Wir können die Worte Mariens nicht verstehen, wenn wir nicht beten, wenn wir Gott nicht erlauben, die Tiefe dieses unseres Lebens der Liebe zu erleuchten. Wir werden dann auch die direkten Folgen dieses uneigennützigen Liebes-geschenkes verstehen: Denen verzeihen, die uns Böses angetan haben und die anderen so annehmen, wie Jesus sie angenommen hat; Vater, verzeih ihnen. Wir werden sie mit unserem Gebet entgelten.
5. Eine grundlegende Neuheit: Das Gebet ist nicht nur eine Hilfe, die Liebe Gottes zu verstehen, sondern auch Frucht unserer Liebe Gott gegenüber, die sich in der Zustimmung zu Seinem Willen verwirklicht. Wenn wir tatsächlich Gott, den Schöpfer, lieben und Seinen Willen tun, entsteht ein intimes Verhältnis, des Lobpreises, der Freundschaft, der Bereitschaft zur Mitarbeit mit dem Schöpfer.
Das Herzensgebet entspringt spontan aus diesem Verhältnis, belohnt uns, und ist Ausdruck eigener Zufriedenheit, im Gegensatz zum pharisäischen Gebet, das nur Erfüllung einer Pflicht darstellt. Erneuern wir also unseren Vorsatz für Gebet und Liebe, wenn er etwas in den Hintergrund geraten ist.
Don Angelo

 

Botschaft Mariens vom 25. Okober 1997

Liebe Kinder, auch heute bin ich mit euch und lade euch alle ein, euch zu erneuern, indem ihr meine Botschaften lebt. Meine lieben Kinder, das Gebet möge euer Leben werden und ihr möget ein Beispiel für die anderen sein. Meine lieben Kinder, ich wünsche, daß ihr Träger des Friedens und der Freude Gottes in der heutigen, friedlosen Welt werdet.
Daher, meine lieben Kinder, betet, betet, betet. Ich bin mit euch und segne euch mit meinem mütterlichen Frieden. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid.

Beten, sowie Überbringer den Friedens und die Freude Gottes sein

Auch heute bin ich mit euch, wie am ersten Tag. Die Anwesenheit Mariens unter uns, bringt uns den Himmel nahe und ist Ansporn und Aufruf, nicht in Lethargie zu verfallen, oder uns abzustumpfen. Diese Botschaft richtet sich gegen Mittelmäßigkeit, spirituelle Müdigkeit, uns einfach ohne Elan und Freude dahintreiben zu lassen. Erneuern bedeutet, sich jeden Tag neu zu bekehren; der Maßstab unserer Bekehrung, ist, wie wir die Botschaften leben.
Du kannst nicht von Bekehrung reden, wenn Du das Gebet des Herzens, den Rosenkranz, vernachlässigst, wenn Du nicht verzeihst, wenn Du nicht Zeit für das Wort Gottes findest, für die heilige Messe, für die Beichte.
Beten - so lautet die wichtigste Botschaft Mariens - sei für uns Leben. Leben heißt in Anwesenheit Gottes wandeln (vgl. Gen 17,1) und daher auf jede nur mögliche Weise versuchen, Ihm zu gefallen, vor allem mit Entschiedenheit jeglichen Schatten von Sünde zu entfernen. Das zur Gewohnheit gewordene Gebet, oder das Pflichtgebet, bleibt außerhalb des Lebens haften und ist nicht imstande, das Leben zu ändern.
Das Herzensgebet jedoch ist Ausdruck der Liebe, das dazu drängt, ein Gott gefälliges Leben zu führen und den Brüdern zu dienen. Was man somit ausführt, entspringt nicht mehr dem eigenen Ich, oder fleischlichen Gefühlen, vom Drang aufzufallen, oder der Genußsucht, sondern vom Wunsch den Willen des Vaters zu tun und sein Werk zu Ende zu führen (vgl. Joh 4,34).
Nicht nur. Mit dem Herzen beten, bedeutet auch, Gott über uns die Initiative überlassen, damit Er in uns den neuen Menschen schaffe und Er sich unser für Sein Werk bediene, indem wir Ihn stets loben und preisen, und auch all das hinnehmen, was uns hart und schmerzlich vorkommt; in einem Wort, alles von Gott erwarten und annehmen, uns gänzlich Ihm wie Kinder hingeben.
Seid Beispiel für die anderen. Wenn wir so leben, fällt den anderen auf, daß in uns etwas Neues geschehen ist. Maria ist gekommen, um uns den sicheren, leichten, kurzen, vollkommenen Weg aufzuzeigen, um zu Gott zu gelangen (Montfort 152), damit im heutigen Kaos alle Gott finden. Sie bittet darum, daß wir diesen (Weg AdR) verwirklichen, damit die anderen ihn durch uns entdecken und lieben lernen: Ich kann ohne euch nichts tun! So werden wir Träger des Friedens und der Freude Gottes. In der vergangenen Botschaft sprach Sie von der Liebe Gottes und nicht der menschlichen Liebe; jetzt vom Frieden und der Freude Gottes (und nicht nur der menschlichen).
Es handelt sich daher nicht um menschliche Befriedigung, angenehme Dinge, die wir uns beschaffen möchten, und auch nicht um festlicher, äußerlicher Atmosphäre, wie wir sie auch in unseren Kirchen kennen, denn die Menschen bleiben weiterhin so wie vorher; wohl aber geht es um den Frieden und die Freude, die vom Inneren kommen, von der Geminschaft mit Gott, ,,von der Freundschaft mit Ihm, die kein Gewitter zerstören kann" (25.6.1997). Auch nicht die Anweisungen, Fortbildungen, Initiativen, der bedenkliche Aktivismus, der die Welt veräfft, sind in der Lage Freude und Friede zu verleihen. Wird nicht gebetet, ist die Freude Gottes, die die Herzen ansteckt, nicht erreichbar, und man erkennt Gott nicht. ... denn das Reich Gottes ... ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist (vgl. Röm 14,17).
Deswegen, betet, betet, betet (Sie wiederholt schon das zweite Mal hintereinand diese dreifache Einladung!), das heißt, betet allezeit und laßt darin nicht nach (vgl. Lk 18,1), bis nicht euer Atem zum Gebet wird. Lerne vom Blinden, der ruft: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!, die Menge jedoch befahl ihm zu schweigen (Mk 10,47). Es ist Täuschung zu glauben, ohne Gebet leben zu können, während man in Wirklichkeit tot ist, zwar reich, jedoch elend, sehen kann und doch blind ist. Wer nicht betet, dem ist diese Sprache unverständlich: beten ist verlorene Zeit, nur das Tun ist wertvoll...
Dieser Kritik war auch Mutter Teresa ausgesetzt. Zwar hatte man ihr allseits begeistert Zustimmung gezollt, jedoch wurde starke Kritik geäußert und man will sie sogar in einem Buch ,auseinandnehmen'. Warum? ,,Mit dem vielen Gebet verlieren die Schwestern viel Zeit, während die Kranken ihrer bedürfen...; sie hätte mehr tun müssen, um die Ursachen der Armut der Erde zu bekämpfen." In Wirklichkeit aber verlieh das Gebet ihnen die Kraft, den Kranken einen Frieden zu vermitteln, der mehr als Medikamente je bewirken kann. Und sie erwiderte: ,,Während man weiterfährt, über die Ursachen der Armut zu debattieren, werde ich vor den Ärmsten unter den Armen knien, die keine Debatten und Theorien bedürfen, sondern Liebe allein ..." Die Madonna scheut sich nicht das Wichtigste zu wiederholen: betet! Sie ist mit uns und segnet uns mit Ihrem Frieden, das heißt, mit der ewigen Frucht Ihres Gebetes.
don Angelo

 

Die russichen Katholiken und ihr Kreuz

Der neue Text über die Religlionsfreiheit in Rußland wurde angenommen. In der Preambel wurde das Christentum (nicht die katholische Religion) mit dem Islam, Judentum und Buddhismus als ,,nicht ausschließbaren Teil des geschichtlichen Erbes des russischen Volkes" anerkannt, wobei aber für Rußland als traditionelle Religionen nur die Orthodoxie, der Buddhismus, das Judentum und der Islam verbleiben, während alle anderen (die katholische Religion inbegriffen) als religiöse Gruppen eingeschränkt sind und keine juridische Person darstellen, weshalb ihre Tätigkeit der Erlaubnis lokaler Verwalter bedarf.
Jene politischen Kräfte haben gesiegt, um sich die Gunst der Orthodoxie und der einflußreichsten Religionen zu sichern. Gott ist jedoch weit mächtiger als Politiker und Seine Macht erweist sich in aller Fülle in der Schwachheit (2 Kor 12,9): helfen auch wir diesen Brüdern, daran zu glauben.

 

Der Papst in Rio: Eine Kehrtwendung für die Familie, Erbe der Menschheit!

Johannes Paul II. gab noch einmal, anläßlich des 2. Welttreffens über die Familie in Rio de Janeiro vom 3. bis 5. Oktober, harte und klare Worte von sich, um die Übel anzuprangern, welche die Familie angreifen. Sein Besuch wurde von einer unübersehbaren Menschenmenge begleitet (zwei Millionen allein bei der Schlußmesse im schönsten Park am Meer von Rio). Er hat sich an alle Familien der Erde gewandt. Im übrigen ist Brasilien wie ein Spiegel der Menschheit hinsichtlich ihrer Widersprüche, seien sie religiös, wirtschaftlich oder sozial.
Vor 2.500 Delegierten des Theologischen, Pastoralen Kongresses, der das größte Welttreffen der Familien einführte, hat der Papst nicht nur allgemeine Einladungen ausgerufen, sondern eine Ermahnung ausgesprochen, eine Kehrtwendung zu vollziehen, indem er bekräftigte, daß sich im Kreise der Familie und im Leben ,,heute der grundlegende Kampf der Würde des Menschen abwickelt...
Heute ziehen es die Feinde Gottes vor, nicht so sehr den Urheber der Schöpfung direkt anzugreifen, sondern ihn in seinen Werken zu bekämpfen. Person und Familie schreiten parallel in Wertschätzung und Anerkennung der eigenen Würde voran, wie auch bei den Angriffen der Auflösung. Wer die Familie angreift, greift den Menschen an. Wer die Familie fördert, fördert den Menschen."
Modelle des Verfalls und erlöstes Paar - In seinen Reden hat der hl. Vater die natürliche Struktur der Familie verteidigt, die im Sakrament der Ehe wurzelt, wie es die Kirche auf der Grundlage der göttlichen Offenbarung bewahrt: ...Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau (nicht ,,eine Frau") binden, und die zwei werden ein Fleisch sein... Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen (vgl. Mt 19,4-6). Das Versprechen ehelicher Treue stimmt ,,immer mit der Freude überein, denn die eine kann ohne der anderen nicht existieren". Es ist nicht wahr, daß die Treue unmöglich ist, es ist nicht wahr, daß die einzige Freude jene ohne Wahrheit ist. Hingegen muß man für die Festigung der Freude und die Zukunft der menschlichen Familie kämpfen.
Der Papst sparte nicht mit Schelten für die rückschrittlichen Modelle, wie sie von der modernen Mentalität vorgestellt werden, bei der ,,die eheliche Gemeinschaft in den Grundzügen der Gleichheit der Würde der Brautleute weder anerkannt, noch eingehalten wird, wie die notwendige Verschiedenheit und sexuelle Ergänzung derselben. Dieselbe eheliche Treue und der Respekt für die Wahrheit sind von einer Kultur umschlungen, die das Übersinnliche des geschaffenen Menschen, als Ebenbild Gottes und Gott ähnlich, nicht erlaubt."
Die Ehe, von Christus in die übernatürliche Ebene eingestuft, ist ,,eine Art am Leben Gottes teilzunehmen. Der Mann und die Frau, welche an Christus glauben, und sich als Ehepartner vereinen, können ihrerseits gestehen: Unsere Körper sind auferstanden, die eheliche Vereinigung ist auferstanden. Erlöst sind Elternsein, Mutterschaft, Vaterschaft, und all das, was in sich den Abdruck der Heiligkeit trägt."
Die Staaten erkennen die Familie als Grundlage der Gesellschaft an - Der Papst hat sich nicht nur an die Gläubigen gewandt, sondern auch an die Institutionen und politischen Organisationen, von denen zu einem großen Teil das Schicksal der Familie abhängt, auf daß die Familie als Erbe der Menschheit anerkannt werde.
,,Verteidigt eure Familien wie ein wertvolles und unersetzliches Geschenk, beschützt sie mit rechten Gesetzen, die das Elend und die Plage der Arbeitslosigkeit bekämpfen, um den Eltern demzufolge zu erlauben, die eigene Mission zu Ende zu bringen. Wie können die Jugendlichen eine Familie gründen, wenn sie nicht über die Mittel verfügen, diese zu erhalten? Das Elend zerstört die Familie, verhindert den Zutritt zu Kultur und Grundausbildung, verdirbt Sitten und unterminiert am Ursprung die Gesundheit der Jugendlichen und Erwachsenen."
Bei den päpstlichen Beiträgen gab es nicht nur Verteidigungsreden über das, was von der Familie noch übrig bleibt, sondern auch einen Plan des Wandels, um der Gesellschaft jene natürliche Harmonie zurückzugeben, die ihr eine ausgewogene Entwicklung ermöglicht. Die Familien müssen Hauptdarsteller der sie direkt betreffenden Politik werden, und der Staat darf sich nicht an ihre Stelle setzen, sondern ihnen mit steuerlichen und wirtschaftlichen Maßnahmen - weit über allgemein politische und soziale - helfen, damit sie ihrer Aufgabe gerecht werden.
Im wesentlichen ist die moderne Gesellschaft von einem kulturellen Problem befallen: man glaubt nicht, daß die Familie in der Tat die Basis der Gesellschaft ist. Hierher nach Rio ist der Papst gekommen, um genau das Gegenteil zu bekräftigen: Die Familie, als Grundlage der Gesellschaft!
Das brasilianische Volk bildete den Rahmen bei allen Begegnungen, bis zu einem Volksbad des Papstes am Samstag im größten Stadion der Welt, Maracanà, in dem der Pontifex vor einer Menschenmenge scherzhaft sagte: ,,Der Papst ist Brasileiro" und spielte mit dem Stock à la Charlot. ,,Von diesem Stadion aus, das beinahe zu einer ungeheueren Kathedrale geworden ist - so faßte der Papst bei der Audienz am 8. Oktober zusammen - ist in alle Welt eine Botschaft der Hoffnung hinausgerufen worden, die im wesentlichen eine gelebte Erfahrung ist: die treue Liebe ist möglich und freudbringend, obwohl anspruchsvoll und dem Leben gegenüber offen; es ist möglich an der Mission der Kirche und an der Erbauung der Gesellschaft mitzuarbeiten." Mirko

Maria, einzigste Hoffnung - Der hl. Vater schreitet unbeirrt auf dem Weg Mariens voran und wiederholt bei öffentlichen Audienzen seit Monaten in zunehmendem Maß Titel und Funktionen Mariens hinsichtlich der Stellung der Jungfrau in der Kirche, sowie der von Gott Ihr in dieser Zeit anvertrauten Rolle. Hat er nicht an sich selbst erfahren, daß sein Leben ,ein lebendes Wunder' Mariens ist?
So stellt er Sie uns vor: 1. Maria, von Anfang an kraft Ihrer Mutterschaft ein höchst erhabenes Glied der Kirche (30. Juli); 2. Maria, Vorbild und Modell der Kirche, weil sichtbare Gestalt Ihrer geistlichen Wirklichkeit (6. August); Modell der Jungfräulichkeit der Kirche (20. August); 4. Modell der Heiligkeit der Kirche (3. September); 5. Modell der Kirche, die betet (10. September); 6. Mutter der Kirche, der das Gottesvolk anvertraut ist (17. September); 7. Maria an unserer Seite, als Fürsprecherin, Helferin, Stütze (24. September); 8. Maria, Vermittlerin bei Christus (1. Oktober); 9. Die marianische Verehrung durch das Gottesvolk (15. Oktober); 10. Die Maria erwiesene Ehre führt immer zur Anbetung Gottes (22. Oktober).
Eine solche Wahl beabsichtigt, den Weg der Kirche ins Dritte Jahrtausend zu begleiten, da der Vater einer Frau - wie vorher schon in der Gestalt von Ester - die Rettung Seines Volkes vor einem Feind anvertraut hat, der es vernichten möchte.

 

Weihnachten: Die Erwartung des Lebens...

Wir sind wieder im Advent. Die Propheten haben sich erhoben und halten unermüdlich ihre Arme gegen den Himmel. Wie Honigtropfen wird die Süße aus den Wolken träufeln. Der Tau wird auf den Feldern glitzern und der Erlöser wird mitten unter uns herabkommen mit Engelsgesang. Dann, in der kurzen Zeit zwischen Weihnachten und Ostern, werden wir der größten Umwälzung aller Zeiten gedenken: das Heranwachsen des süßen Kindes von Betlehem bis es das 33jährige Zeichen des Widerspruchs wird, das wir teilen sollen.
Keine Angst! Im Advent hören wir auch das Wort von Paulus: Freut euch im Herrn, zu jeder Zeit. Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts ... der Friede Gottes, der alles Versehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Jesus Christus bewahren. (Phil. 4, 4-7).
Wie oft tun wir das Gegenteil und sitzen mutlos in der Finsternis der Sünde, der Krankheit oder der bevorstehenden Katastrophe. Wie oft vergessen wir, daß dies alles nur kurze Zeit dauert, einen Augenblick, und daß der Herr bald zurückkommen wird und mit ihm sein Friede.
Schließen wir also die Augen vor den Dingen, die zwar groß scheinen, aber klein und unbedeutend sind und die wie Spreu im Wind weggefegt werden. Verneigen wir uns in der Erwartung des Heils: der Sohn Gottes selbst, der unendlich Gütige, der vor uns geht, in der Armut und im Verzicht, immer zum Himmel blickend, mit einem Lächeln. Weihnachten ist das Fest des großen Heimwehs nach dem besten Teil unseres Ichs, das ehrliche und reine Kind, das in uns ist, nach dem Himmel, den wir vergebens auf der Erde suchen und nach dem Frieden, der nur im Himmel sein kann...

...und der Massenmord der Unschuldigen

Aber wie viele Männer und Frauen müssen den Kopf neigen, wenn sie vom schrecklichen Schauspiel der hl. Unschuldigen hören. Den Müttern von Betlehem wurden die Kinder den Armen entrissen.
Manche starben, weil das Schwert zuerst sie durchbohrte. Andere starben, weil das Herz einer Mutter leicht bricht, wenn sie ihr Kind sterben sieht. Aber was machen heute sehr viele Ehepaare? Sie wollen nicht einmal das Weinen ihres Kindes vernehmen. Sie kaufen Erzeugnisse um sich gegen ,,die Bürde der Kinder" zu sichern und auf den Packungen steht nicht ehrlich und klar geschrieben. ,,Der Genuß ja, die Folgen nein"! Und Millionen anderer treten den Weg des versteckten Mordes an und töten bzw. lassen das töten, was schon im Mutterschoß begonnen hat zu wachsen.
Tun sie es für ihre Figur? Weil sie es nicht mehr wagen, so wie ein stolzes Schiff mit seiner wertvollen Fracht sich unter den Menschen in ihrem gesegneten Umstand sehen zu lassen? Tun sie es, weil sie die Beherrscherinnen ihrer Gebärmutter bleiben wollen und deshalb ihr wehrloses Kind töten, das Gott ihnen anvertraut hat?
Tun sie es, weil ihre Gatten Taugenichtse sind, die sie nur als Geliebte begehren, aber nichts von ihrer Mutterschaft wissen wollen? Tun sie es, weil sie nicht auf den Luxus der Bevorzugten verzichten wollen, obwohl 90% der Menschheit auf weit mehr als jenen Luxus verzichten muß? Tun sie es aus Angst vor den Schmerzen, den Sorgen, der Verantwortung? Oder tun sie es, weil sie nicht mehr an die Vorsehung Gottes glauben?
Nun sehe man sie jetzt: sie sind unfruchtbare Bäume, von denen geschrieben steht, daß sie gefällt werden sollen. Blumen ohne Früchte, Menschen ohne Zweck, Seelen voller Schmach, und wenn die Zeit kommt, daß sie wenigstens eine Kinderhand noch trösten könnte, daß Kinderaugen noch alles wieder zurechtrichten könnten, dann werden sie nichts anderes tun können, als für die Kleinen weinen, denen sie das Leben verweigert oder genommen haben... Das klingt hart. Zu hart für jene, die aus Armut, Verzweiflung, Panik gegen das Gesetz Gottes verstoßen.
Deshalb ist jede Mühe, jede Geste, jedes gute Werk, das vollbracht wird, um die Geburt dieser Kinder zu ermöglichen, durch persönliche Forderung oder mit Hilfe dazu bestimmter Anstalten, ein hochheiliges Werk der Lebenshilfe. Alle können an diesen Bemühungen teilnehmen, um die christliche Familie zu einem Hort der Liebe zu machen, die von hier aus die ganze Welt bestrahlen kann. Jemand hat mich gefragt, ob diese Millionen von Lebewesen, die ungesühnt getötet werden, zur Schar der unschuldigen, ungetauften Kinder von Betlehem gehören, die aber, nach der Lehre der Kirche, durch die Bluttaufe geheiligt worden sind.
Ich weiß es nicht. Aber wenn sie im Himmel sind, so bitte ich Maria im Paradies am 28. Dezember, Tag der unschuldigen Kinder, ein Fest zu veranstalten, mit ihrem göttlichen Sohn und allen Engelschören, zusammen mit den getöteten Kindern von Betlehem und den Millionen abgetriebener Kinder aller Zeiten.
Der Höhepunkt müßte ein ohrenbetäubender Hilferuf sein, auf daß Gott dem Erzengel Michael, dem Fürsten der himmlischen Heerscharen befehle, mit der göttlichen Macht den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umhergehen, um die Seelen zu verderben, in die Hölle hinabzustoßen.
P. Werenfried

 

Das, was die Gottesmutter wünscht

So sprach Mirjana mit großer Einfachkeit bei ihrem Zeugnis vor den Jugendlichen des Festivals (3.08.1997).
Mein bevorzugter Tag ist der zweite des Monats seit 1987. Am zweiten jeden Monats bete ich mit der Gottesmutter für die Nicht-Gläubigen, aber Sie sagt nie ,,Nicht-Gläubigen"; sie sagt immer ,,jene, die die Liebe Gottes nicht kennen". Sie bittet um unsere Hilfe und das sagt sie nicht nur zu uns 6 Sehern, sondern auch zu allen, die Maria als ihre Mutter fühlen. Die Gottesmutter sagt, daß wir die Ungläubigen nur durch unser Gebet und unser Beispiel retten können.
Sie bittet uns, das Gebet für die Nicht-Gläubigen an die erste Stelle zu setzen, weil die schlechtesten Dinge, die Kriege, Ehescheidungen, Abtreibungen, wie sie sagt, von den Menschen kommen, die nicht glauben: ,,Wenn ihr für sie betet, betet ihr für euch selbst, für eure Familien und für das Wohl der ganzen Welt".
Sie will nicht, daß wir nach rechts und links predigen, sondern durch unser Leben sprechen. Sie will, daß die Nicht-Gläubigen durch uns Gott und die Liebe Gottes sehen können. Sie bittet uns, das ernstzunehmen. ,,Wenn ihr nur einmal die Tränen wegen der Nicht-Gläubigen auf dem Antlitz der Gottesmutter sehen könntet, so bin ich sicher, daß ihr alle Mühe und Liebe für sie aufbringen würdet." Die Gottesmutter sagt, daß diese Zeit entscheidend ist und daß wir, die wir uns für Kinder Gottes halten, eine große Verantwortung tragen.
Jeder von uns 6 Sehern hat einen besonderen Auftrag. Meiner ist der für die Nicht-Gläubigen zu beten, für jene, die noch nicht die Liebe Gottes kennen; Vicka und Jakov beten für die Kranken; Ivan für die Jugendlichen und die Priester; Marija für die Armen Seelen des Fegfeuers, Ivanka betet für die Familien. Die wichtigste Botschaft der Gottesmutter ist die Hl. Messe: ,,Die Messe nicht nur am Sonntag", hat sie uns gesagt, ,,Wenn ihr aus mehreren Gebetsformen wählen könnt, so sollt ihr immer die Hl. Messe wählen, weil sie die vollständigste ist und in der Messe mein Sohn selbst mit euch ist.
Die Gottesmutter bittet uns am Mittwoch und Freitag bei Brot und Wasser zu fasten. Sie sagt uns, den Rosenkranz in der Familie zu beten, denn nichts auf dieser Welt kann die Familie mehr vereinigen als das gemeinsame Gebet. Sie bittet uns wenigstens einmal im Monat zu beichten. Sie sagt, daß jeder Mensch auf der Welt die Monatsbeichte braucht. Sie bittet uns, die Bibel im Kreise der Familie zu lesen. Sie spricht nicht davon, wieviel man lesen soll, sondern nur, daß man das Wort Gottes in der Familie anhören soll.
Ich möchte euch bitten, für die Ungläubigen zu beten, weil dieses Gebet die Tränen im Antlitz der Gottesmutter trocknet. Sie ist unsere Mutter und liebt wie jede Mutter in der Welt ihre Kinder. Sie ist traurig, wenn sich auch nur eines ihrer Kinder verirrt. Sie sagt, daß wir vor allem die Nicht-Gläubigen lieben sollen, noch bevor wir für sie beten, und daß wir sie als unsere Brüder und Schwestern betrachten, die nicht unser gleiches Glück gehabt haben, Gott und seine Liebe zu erfahren. Sobald wir diese Liebe für sie empfinden, dann können wir anfangen, für sie zu beten, aberwir dürfen nie über sie urteilen: Nur Gott richtet: so spricht die Gottesmutter.


Mediugorje eine Gabe Gottes,
die sich sonst nirgendwo findet

Antwort von Prof. Dr. Adalbert Rebic', Dozent an der katholischen theologischen Fakultät der Universität Zagreb, eine der beachtetsten Persönlichkeiten der kroatischen Kirche, befragt während der kroatischen Woche ,,Globus" (5.9.97) zu den schwierigen Beziehungen, die das Verhältnis zwischen Bischof und Franziskanern negativ beeinflussen:
,,Ich werde meine persönliche Überzeugung zum Ausdruck bringen: In diesem Konflikt sind es die einen wie die anderen, die ein Mehr an göttlichem Geist nötig haben. Den Franziskanern ist zuzuerkennen, daß sie im Lauf der Geschichte sehr viel für dieses Volk getan haben. Sie haben den katholischen Glauben in diesem Land beschützt und behütet und sind stets an der Seite des Volkes gestanden: noch heute nennt man sie zärtlich ,,Onkel". Sie sind Teil der herzegowinischen Familie. Was soll es, dies alles zu zerstören, dazu mit Dekreten, Verurteilungen, Drohungen? Glaubt mir, dies geschieht nicht im Geiste Christi und seines Evangeliums.
Wenn Ihr mich über Medjugorje befragt, werde ich euch sagen: Medjugorje ist eine Gabe Gottes für unser Volk. Ich möchte mich weder über die Echtheit, noch über die Erscheinungen äußern: ich habe meine theologische Ansicht, auch in Bezug auf Lourdes, Fatima und andere Wallfahrtsorte. Aber Medjugorje ist eine Sache Gottes. Ich bin mehrfach während des Kriegs im Auftrag der Regierung hier gewesen und auch während der Spannungen in Mostar. Medjugorje ist eine geistliche Oase, wo der Mensch die Nähe Gottes erfährt, wie auf dem Sinai. Es ist das Besondere, das sich nicht beweisen läßt, weder in Lourdes noch in Fatima. Daher strömen die Pilger aus allen Orten der Welt hieher.
Weshalb schauen einige unserer Bischöfe und Priester so scheel auf all dies? Weil das Phänomen Medjugorje in die Sphäre der Franziskaner fällt? Das ist traurig. Ich habe den Geist Gottes dort am Werk gesehen: Messen, Beichten, Gebete, Versöhnungen Tag für Tag, von morgens bis abends. Wie könnte es schlecht sein, wenn die Leute beten, beichten, singen, glücklich sind und geistig gesunden?
Ich denke, daß einige Bischöfe ,,Macht" im kirchlichen Sinn nicht verstehen. Bedeutet regieren nicht ebensosehr dienen, lieben, helfen? Dies ist der Sinn der Macht in der Kirche und auch der Sinn des Episkopats: ein Bischof muß ordnen, lieben, dienen, die Würde jedes einzelnen Menschen und Priesters achten, sei er nun Franziskaner oder einfacher Diözesanpriester. Ich glaube, daß man nicht taub bleiben darf vor diesen prophetischen Worten.
Entscheiden wir uns für das Gebet um die Einheit in der Ortskirche, zu der Medjugorje gehört, damit sie vermehrt bereit ist, zusammen mit der ganzen kroatischen Kirche, der Einladung der Gottesmutter zu folgen: so wird ein großes Hindernis für das Werk der ,,Gospa" beseitigt."

 

Warum die Oase des Friedens so sehr 'bombardieren'?

P. Daniel Ange, Apostel und Anziehungspunkt Jugendlicher, den wir sehr gut kennen (Echo 125), antwortet auf die vom katholischen Wochenblatt ,,Famille Chrétienne" gegen Medjugorje und im Buch des Mons. Peric' geführte Hetzkampagne, Kampagne, die unter französischen Pilgern Unruhe gestiftet hat:
Die Früchte verneinen ist Sünde gegen den Heiligen Geist - Ich spreche hier im Namen einer Vielzahl von Jugendlichen, die über euren Artikel schmerzlich verwundet und verletzt, wenn nicht gar empört, sind, oder Gefahr laufen es zu sein. Ich lege dafür Zeugnis ab. In ca. dreißig Ländern, in denen ich seit 20 Jahren mein Priesteramt ausübe, gibt es unzählige Jugendliche, die in Medjugorje Gott und seine Kirche gefunden oder wiedergefunden haben: Ort ihrer Geburt zum göttlichen Leben, oder ganz einfach: Wiedergeburt zum Leben.
Unzählig sind: Bekehrungen, geistliche und körperliche Heilungen, Wiederversöhnungen getrennter Familien, buchstäblich vom Tod gerettete Jugendliche (die Drogen, Sex und Selbstmordgedanken abgesagt haben). Nicht zu reden von den Tausenden von Priestern, die die Freude und den Eifer an ihrer Berufung wiedergefunden haben, oftmals nach Jahren der Untreue oder Ferne vom Priesteramt. Und das in allen Ländern, die ich bereise: Ist das etwa nichts in einer Zeit, wie der heutigen? Beständige Früchte, die bleiben. Wie viele haben dort ihre religiöse und priesterliche Berufung entdeckt und sind jetzt Priester oder Ordensleute!
Ein Erzbischof einer großen europäischen Metropole (es handelt sich um Mons. Schönborn aus Wien) hat mir anvertraut: die Hälfte seiner Seminaristen und jungen Priester haben dort ihren Ruf empfangen. Wie viele Bischöfe und Ordensobere können darüber Zeugnis geben! In unseren Evangelisationsschulen bietet eine große Anzahl Jugendlicher ein Jahr ihres Lebens der Kirche an, um in ihr im Anschluß an der Pilgerreise Wurzeln zu fassen.
Langt man nicht hart an der Sünde gegen den Heiligen Geist, wenn man die allgemein anerkannten Früchte nicht anerkennt? Wenn das alles nicht von Gott kommt, für wen ,,dreht" sich Medjugorje? Man macht es sich viel zu leicht, die Früchte anzuerkennen, aber die Ereignisse zu verneinen. Mit anderen Worten: die Früchte sind gut, die Wurzeln schlecht. So widerspricht sich aber nicht der Meister: An den Früchten werdet ihr sie erkennen?
Dieses Urteil bringt mit sich, daß auch die jungen Seher Schwindler sind, die schlimmsten Betrüger. (Gestehen wir, in diesem Fall die genialsten Betrüger der Geschichte, die imstande waren Millionen von Menschen 16 Jahre lang an der Nase herumzuführen! Ein anzuerkennendes Wunder erstes Ranges).
Und somit werden die Franziskaner und viele andere Priester als Helfershelfer eines kolossalen Schwindels verurteilt. Nun aber hat ihre evangelische Demut, die Echtheit ihrer Haltung, die Klarheit ihres Blickes alle Welt in Erstaunen versetzt und dazu geführt, die Angriffslustigen (ausgenommen jene, denen sie persönlich nie begegnet sind) zu entwaffnen. Die ihnen begegneten Jugendlichen sind von ihrer Leuchtkraft beeindruckt: Sie entdecken in ihnen Jugendliche ihrer Generation. Sicher, wenn bewiesen wäre, daß die Ereignisse nicht echt seien, wäre es eine Pflicht, die Gläubigen zu informieren. Aber dem ist nicht so. Um diese Erscheinungen ohne Berufung zu verurteilen, wären derart offensichtliche Beweise nötig, um alles Dazugehörige und Zusammenhängende nahezulegen, aber ganz besonders den Jugendlichen, die in punkto Gerechtigkeit und Wahrheit anspruchsvoll sind.
Bevor urbi et orbi die persönliche Haltung von Mons. Ratko Peric bekannt gemacht wird, wäre es nötig, über die schwerwiegenden, pastoralen Folgen hinsichtlich der Menschenmassen nachzudenken, im besonderen der Jugendlichen. War es nötig, daß die Jugendlichen auch in der Kirche mit neuen Verdachtsmikroben angesteckt würden, wo sie doch sowieso von einer Psychose freudischen Verdachtes befallen sind? Ist nicht schon zerstörend genug, darüber zu argwöhnen, was sie in aller Einfachheit lieben, denken und glauben? Mit welchem Recht riskieren, ihren Elan zu zerbrechen und ihre Begeisterung einzueisen, ihren Eifer zu löschen?

"Ich flehe euch auf den Knien an" - Ich werfe den Sachverhalt auf: Gibt es in der Kirche heute ähnliche Orte, wo die Jugendlichen wirklich dem Herrn begegnen, den Lebensstil ändern und nach dem Evangelium leben? Wäre nicht im Gegenteil klare pastorale Pflicht, diese mit Selbstverständlichkeit zu unterstützen, zu ermutigen, zu erleuchten, Wurzeln schlagen zu lassen, wie es uns laufend Johannes Paul II. vormacht? Sich dem Risiko aussetzen, sie zu enttäuschen, umzukrempeln, ekeln, streift das nicht etwa das Ärgernis der Kleinen und Armen, wie vom Herrn selbst angeprangert und vom Hl. Paulus getadelt (Mt 18,5; 1 Kor 8)?
Und wenn dies gemacht werden muß, weil so von der Wahrheit gefordert, dann flehe ich auf Knien unsere Hierarchie: der Gnade wegen, macht es nicht über die leichte Schulter, sondern mit offensichtlichen Beweisen, unumstößlichen, unzweifelhaften! In Anbetracht dessen glaube ich, daß die Leichtfertigkeit und Zweideutigkeit eurer Veröffentlichung ein pastoraler Fehler mit ungeahnten Folgen ist.

Einige unhaltbare Einwände - Des weiteren setzt sich Daniel Ange mit den üblichen Einwänden, die gegen Medjugorje vorgebracht werden, auseinander, zu denen er klare Antworten zu geben versucht.

1. Eine zweifelhafte Suche nach Sensationellem? Hier also das Sensationelle von Medj.: die hl. Messe, die Beichten, der Kreuzweg, der Rosenkranz. Was sehen die Pilger? Die Hostie. Was hören sie? ,,Deine Sünden sind dir vergeben!" Was tun sie? Sie fallen vor dem Kreuz auf die Knie. Das alles in einem weit einfacherem Rahmen als in Lourdes. Hier ist alles einfach, arm, entblößt: Nazaret! Und sollte Sensationelles vorhanden sein, gehört dies zur Erziehungslehre des Herrn, der die Menschen so nimmt, wie sie sind.
2. Auswirkungen durch Verbreitung der Medien? Über Fatima und Lourdes gibt es hier und da im Fernsehen - ,,Lehrstuhl unserer Zeiten" (Paul VI.) Sendungen, jedoch für diesen Ort, der Millionen von Pilgern aufnimmt ist nicht ein Zehntel der Mittel verfügbar, über die die Kirchen verfügen, um die Botschaften bekannt zu machen: nur lächerlich geringe Mittel.
3. Die Seher sind unterwegs, anstelle sich zurückzuziehen. (An dieser Stelle hat der Verfasser wohl recht, von der äußersten Zurückhaltung einiger zu reden - Ivanka immer zu Hause, Marija muß sich mit drei Kindern befassen, Jakov ein Außenseiter, sowie die aufzubringenden Opfer anderer, wegen der vielen Einladungen der Pilger und Auslandsreisen. Am meisten verfügbar ist Vicka, und sie tut es aus Liebe zu Maria und den Seelen. Wir wissen auch mit welchen Früchten! ,,Anläßlich ihres Aufenthaltes in Paris, welche Lawine von Bekehrungen." Dasselbe trifft auf Ivan und Mirjana zu). Warum den Evangeliums-Schub seitens dieser Jugendlichen unterschätzen? Ist etwa Sünde Zeugnis ablegen, um Menschen zu retten?
4. Diese Erscheinungen hören nie auf. Maria zeigt sich frei und schöpferisch: Sie kopiert nie. Klar und intelligent setzt sie sich ein. Was hätten heute nur ein paar Erscheinungen beim täglichen Sturm von tausenden von Ereignissen, Bildern, vorbeizischenden Bildern, die sich vor uns in Nichts auflösen, zustande gebracht? In Medjugorje hat Maria eine gefestigte Schule der Lehre des Evangeliums erbaut, die Zeit braucht. Gibt es etwa Erlasse, die ein tägliches oder wöchentliches Einschreiten des Himmels verbieten? Hier ist nur die monatliche Botschaft für die Welt bestimmt, andere betreffen die Seher persönlich, oder die Gebetsgruppen. Kurzum Maria will eine Generation von jungen Aposteln heranbilden.
5. Ihre Botschaften haben wiederholenden Charakter und klingen abgedroschen. In der Tat ist Maria Psychologin und Pädagogin auf allen Ebenen, und als gute Mutter wiederholt sie laufend die Argumente, um den Kindern die grundlegenden Wahrheiten einzuprägen. Abgedroschene Botschaften? Nein, eher einfache. Das unterstreicht die Echtheit und daß sie niemand angerührt hat, um sie zu verschönern, oder interessanter und origineller zu machen. Der Inhalt? Sie atmen die reine Luft des Evangeliums: sie sind sein treues Echo und führen nur zu Jesus.
6. Maria setzt sich an die Stelle der Hirten. Im Gegenteil, sie führt zu ihnen hin und will ihnen bei ihren pastoralen Verpflichtungen helfen. Wie viele Jugendliche haben von ihren Priestern von Beichte, Anbetung, Fasten, Ringen gegen das Böse, gehört? Welcher Bischof, und wäre es der Papst, hätte Millionen von Getauften den evangelischen Wert des Fastens, der monatlichen Beichte, des Lesens des Wortes Gottes, der Liebe zur Eucharistie, wiederfinden können; in einem Wort, eine solche Welle des Lebens nach dem Evangelium erzeugen?
7. Überall wird eine arme, eifrige, brüderliche, schöne, lachende Kirche gefordert: genauso finden die Jugendlichen diese in Medjugorje vor, als Geschenk Gottes. Warum darüber klagen
8. Letztendlich soll nicht nur der geistliche, sondern auch der ökumenische Charakter unterstrichen werden: Ich kenne Orthodoxe, Anglikaner, Protestanten, die tief von dem beeindruckt waren, was sie dort gesehen haben und wo sich Maria in der Einheit offenbart. Kommt das sonst auch oft vor? Darf man das übersehen?
Ich könnte noch unzählige Gründe anführen, aber ich glaube, daß das für jene ausreicht, die große Verantwortung in dieser Angelegenheit tragen. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich jemanden verletzt habe, aber ich konnte aus Gründen des Gewissens nicht schweigen. Ich habe das im Namen aller Jugendlichen getan, unter denen ich die Freude habe mein Amt zu verrichten. Zerstört nicht Medjugorje, diese Schule göttlichen > > Lebens und göttlicher Gnade, ich bitte euch inständig darum.
Daniel Ange

Die deutliche Antwort: am 27.Oktober kamen 1200 franzosische Pilger nach Medjugorje. ,,Die Nachfrage nach den Botschaften nimmt in Frankreich zu: allein im letzten Monat waren es 300! Dank sei Gott und der Madonna", schreibt uns unsre Uebersetzerin aus Lyon.
An Fest der Kreuzerhöhung, am 14. September, ja schon zu Beginn des Vorabends, ergoß sich wie jedes Jahr ein Pilgerstrom, zum Großteil Kroaten, nach Medjugorje. Viele kamen dutzende von Kilometern zu Fuß, einige sogar barfuß. In Anwesenheit Tausender Personen, die den Gipfel des Krizevac bedeckten, feierte P. Zoran Senjak von Zagreb die Messe zusammen mit 95 Priestern. Auf diesem Berg, den das große Kreuz des Jubiläums von 1933 überragt, sind in diesem Jahr viele Zeichen gesehen worden. Diese weisen darauf hin, daß der Weg zum Frieden über das Kreuz geht.

 

Ein indischer Bischof: "Hier berührt man die Macht Gottes mit der Hand"
Der indische Bischof, Msgr Arokiaswamy, blieb eine Woche in Medj. Am Sonntag, den lo. August, feierte er die Abendmesse. Er sprach über die letzten marianischen Veranstaltungen an den Orten, die er auch besuchte. Kurz: die Jungfrau Maria zeigt sich uns, die Jungfrau zeigt sich in einer materialistischen Welt, die sich mit ihren Eroberungen abfindet und das übernatürliche ablehnt.
Aber hier, wie anderswo, läßt uns Maria mit der Hand die Macht eines lebendigen Gottes berühren, der im Vertrauen der Gläubigen, körperliche und vor allem geistliche Werke und Wunder vollbringt. Hier findet man Glück und Seelenfrieden durch die Heilung der Herzen. Darum kommen die Massen von überall her. Wir brauchen nicht auf das amtliche Urteil der Kirche zu warten, das nach langen Jahren einmal kommen kann. Was mich betrübt, ist die Haltung des Ortsbischofs.
Der hl. Vater seinerseits ermuntert privat Medjugorje zu besuchen, was einer Anerkennung gleichkommt: für den Augenblick genügt uns dies. Laßt uns die Botschaften Marias empfangen. Sie formen uns nach dem Bild ihres Sohnes um in dieser Welt seine Zeugen zu sein. Abschließend wies er auf den Großmut und das Martyrium des hl. Laurentius hin, der lebendig verbrannt worden ist. Er deutet mit einem alten Gebet zu Ehren des Heiligen an, daß auch wir durch seine Fürbitte vom Feuer der Leidenschaften befreit werden können.

Der Erzbischof von Libreville (Gabun), Msgr. André Fernand Anguilé, von vielen in Medjugorje Bekehrten ermuntert, wünschte schon lange Medjugorje zu besuchen. Aber es gab andere, die ihm davon abrieten: ,,Der Besuch eines Bischofs hat den Anschein einer offiziellen Anerkennung!"
Jetzt hatte er sich dazu entschlossen, kam als ,,privater Pilger" und ist nicht nur die drei vorgesehenen Tage geblieben, sondern verlängerte seinen Aufenthalt, weil es ihm so gut erging! Was ihn am meisten erbaute - so sagte er - war der mit großer Inbrunst gebetete Rosenkranz, wie von einer Stimme, von so vielen Völkern, von inner- und außerhalb der Kirche. Die Gottesmutter - nach Aussage von Ivan - hat mein Land und dessen Bischof gesegnet.,Ich war sehr zufrieden, weil mein Land Gebet und Segen so sehr nötig hat, insbesondere das Gebet um heilige Priester. Ich wäre sehr zufrieden, wenn die Priester des Gabun hierher kämen.

Der Vorsitzende der japanischen Bischöfe, Msgr. Stephen Fumio Hamao, besuchte er am 16. August Medjugorje.
Missionsreisen - Auf Einladung der Freunde von Medj. besuchten P.Slavko und die Seherin Mirjana Ende August Kalifornien. Sie nahmen an einem Gebetstreffen in Modesto teil unter dem Titel: ,,Was er euch sagt, das tut!" An diesem Ort versammeln sich jedes Wochenende die Medj.-Pilger (2000) zum Gebet, wie in Bakersfield und anderswo.

P. Ivan Landeka besuchte in Holland General Blaskic', der seit 15 Monaten in Haft ist und auf seinen Prozeß vor dem Int. Gerichtshof wartet. Der hohe Offizier hat nach dem Besuch von P. Slavko den Wunsch ausgesprochen, ein Priester möge ihm im Gefängnis die hl. Messe lesen. Nun konnte er während des Besuchs des Pfarrers von Medjugorje beichten, an der Messe teilnehmen und kommunizieren.
,,Sein körperlicher und geistiger Zustand", so P. Ivan, ist gut. ,,Interessant ist die Tatsache, daß er niemanden anklagt und niemandem Vorwürfe macht. Er gibt seiner tiefen Überzeugung Ausdruck, daß er unschuldig ist. Im Gefángnis hat er sich eingerichtet so gut es geht, ein Leben zwischen Arbeit, Lesen, Gymnastik, Gebet und Ruhe. Unter anderem betet er jeden Tag den Rosenkranz."

P. Petar Liubicic, jetzt Kaplan der Kroatenmission in der Schweiz, den Pilgern bekannt für seinen 10jährigen Dienst in Medjugorje und weil er betraut ist mit der Wahrung der Geheimnisse Mirjanas, hat am 3. August in Prisoje, seiner Herkunftspfarrei, sein 25jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Er war umgeben von vielen Pilgern und Freunden, die ihm für sein Werk dankten.

Für Mutter Teresa von Kalkutta wurde eine Gedächtnismesse gefeiert. Sie wurde am Vorabend der Beerdigung, am 12. September, von P. Liudevit Rupcic zelebriert. Er erinnerte an den von der Toten mehrfach geäußerten Wunsch, Medj. zu besuchen.

* ACHTUNG! Ein Fortbildungsseminar für Leiter von Gebetsgruppen, Hilfsdienste und Pilgerreisen, wird im Hotel Sunce in Neum vom 9. bis 13. März 1998 abgehalten. Thema: Die geistliche Bewegung von Medj.. Bitte die Teilnahme innerhalb Ende Dezember über Fax: int.+387 88651444 bekanntgeben. Kosten: DM 280 in Zweibettzimmer (plus DM 40 für Einbettzimmer). Es besteht die Möglichkeit der Zubringung vom Flughafen Split. Bitte über Fax: int.+385 21361354 bekanntgeben. Für die Simultanübersetzung sind Kopfhörer und Radioempfänger nötig, die auch vororts erstanden werden können.
Gebets- und Fastenseminare zur Vorbereitung auf Weihnachten werden auch dieses Jahr unter der Leitung von P. Slavko in der Domus Pacis abgehalten. Es gibt zwei Möglichkeiten: vom 7.-12. und vom 15.-21. Dezember. Für Informationen wenden Sie sich an Tel. int.+387/88651333.
Betreffs der Pilgerreisen bitten wir die Reiseveranstalter Ankunft, Sprache, Pilgerzahl frühzeitig bekanntzugeben, um eine angemessene Begleitung zu gewährleisten. Fax: int.+387 88651444.
Neue Anschriften www: Internet http://www.medjugorje.hr; E-mail medjugorje-mir@medjugorje.hr. (Aus dem Press Bulletin)


"Herr, zu wem sollen wir gehen?"

Ende September hat P. Tomislav Vlasic mehrere Treffen mit Gläubigen abgehalten. Das dieses Jahr von der Kirche aufgetragene Thema war: Eine Begegnung in der Nähe Jesu erleben, Ewiges Wort des Lebendigen Gottes. In Colle Don Bosco kam am 27. September 1997 der Anstoß aus dem Evangelium nach Johannes, in dem Petrus seine Treue dem Meister gegenüber erneuert: Herr, zu wem sollen wir gehen. Du hast Worte des ewigen Lebens. (Joh 6,68).
,,Auch wir könnten das mit Überzeugung behaupten - kommentiert P., Tomislav -, jedoch müssen wir in der Lage sein, Jesus bis zum Ende zu folgen, wie die Apostel, die nicht nur Zeugen Seines Todes, sondern auch Seiner Auferstehung und Himmelfahrt waren. Uns steht die Wahl frei für den inneren Weg, der uns den lebendigen Gott begegnen läßt und uns das Wort der Ewigkeit verstehen läßt; ist die Wahl getroffen, so müssen wir losgehen, weiterschreiten und das Ziel erreichen. Unter den vielen, persönlichen und besonderen Wegen, kann man zwei umfassende ausmachen, die alle einschließen.
Der erste ist jener, der uns einen ,,nebelhaften Gott" suchen läßt, einen Gott, den wir nicht sehen, einen Gott, der nicht antwortet, einen Gott, der uns in dunklen Stunden keine Klarheit gibt... Überall, wo egozentrische und selbstsüchtige Haltung vorherrscht, sucht der Mensch einen ,,nebelhaften Gott", und da er seine eigenen Interessen verteidigen will, wünscht er in Wirklichkeit nicht, durch die Begegnung mit dem lebendigen Gott verwandelt zu werden.
Die Suche nach dem ,,nebelhaften Gott" kann innerhalb unseres Hauses, der Kirche, oder außerhalb, erfolgen. Wir suchen einen ,,nebelhaften Gott" im Hause, wenn wir z.B. fortlaufend von einem zum anderen Pilgerort wechseln, selbst aber nichts unternehmen, um uns zu ändern. Diese Verhaltensweise verhindert der Gnade Gottes in unser Herz zu dringen und es zu erleuchten und folglich zu bekehren. Auch evangelische Worte und die Aufrufe der Madonna bleiben in diesem Fall nur äußere Theorie, die keine Wurzeln fassen und Früchte bringen können, genau wie in der Parabel vom Sämann, wo Satan die Saat entfernt, da sie auf den Weg gefallen war und keine Wurzeln geschlagen hatte.
Das ,selbstsüchtige' Gebet, jenes Gebet, das zu Gott zum Zweck der eigenen Interessen empordringt, stellt auch ein Hindernis bei der Begegnung mit dem großen ,,Du" dar, mit dem Wort, das in uns wirken und durch uns die anderen verändern kann. Dieselbe Wirkung hat auch das ,,hergesagte" Gebet, die mechanische Wiederholung von Worte, die uns weder Gott spüren noch sehen lassen, und somit die lebenswichtige Verschmelzung zwischen Geschöpf und Schöpfer verhindert. Ein weiterer Aspekt, der nicht zu einer wahren Begegnung führt, hat volkstümlichen Charakter, wenn man die heiligen Schutzherren feiert und sich alles nur auf einen oberflächlichen ,,religiösen Ausflug" beschränkt. In solchen Fällen kann Gott keinesfalls in unser Inneres dringen und uns nach unserem Wunsch erneuern. Der schönste Ausflug ist in das Herz Gottes eintreten!
Wie wir vorher sagten, kann die Suche nach einem ,,nebelhaften Gott" auch außerhalb des Hauses, das heißt, außerhalb der Kirche, erfolgen. Die Zahl jener nimmt zu, die behaupten an Gott zu glauben, nicht jedoch an jenen, der von der Kirche vorgestellt wird und den die Kirche lehrt. Dieser Weg führt sie dazu, in orientalischen Religionen oder Meditationstechniken und Askesen Zuflucht zu suchen, die sie mit irgend etwas Höherem in Verbindung bringen, das sie als Gott bezeichnen.
In Wirklichkeit haben sie einen ,,nebelhaften Gott" gefunden, der verworren, nicht offenbart, einen Gott, der nicht im Besitz des Wortes fürs ewige Leben ist. Die Methoden, die transzedentalen Lehren, stellen sich als schön und faszinierend in psychologischer Hinsicht dar und führen zu einer wirklichen Entspannung; versucht man jedoch den verschiedenen Phänomenen Auslegungen zu geben, erleben die Seelen nicht die Freiheit und Freude der Begegnung mit dem rettenden Gott. Im Gegenteil, die Menschen empfinden das Bedürfnis der Suche nach dem Tod und sind überzeugt, in eine höhere und schönere Wirklichkeit zu gelangen.
Nun also wird uns eine zweite Wahl vorgestellt: Die Begegnung mit dem lebendigen Gott, dem Gott, der sich offenbart. Wir können mit unserer Kraft Gott nicht erreichen, es ist jedoch die Liebe, die sich mitteilt und jedem Geschöpf als Geschenk anbietet, wenn sie es nur wünscht.
Es muß überhaupt nichts ausgelegt werden, denn Gott offenbart sich in aller Fülle jedem von uns: In unserem Haus, der Kirche, offenbart sich Gott Vater im Heiligen Geist, durch Jesus Christus. Der Dreifaltige Gott ist ein Gott, den man berühren kann, der sichtbar und Licht ist, das alle Winkel unseres Seins beleuchtet. Gott teilt uns das Leben mit, das uns in die Ewigkeit geleitet, wir erfahren die Ewigkeit in uns schon in dem Augenblick, wenn wir das Wort Gottes so aufnehmen, wie es ist. Der Mensch, der Gott begegnen will, muß sich nur demütig öffnen und vor Ihm fügsam verweilen, die Schranken aus dem Herzen, aus den Gedanken, entfernen, um Ihm nachzufolgen.
An dieser Stelle müssen wir die Wahl treffen: Wollen wir einem ,,nebelhaftem Gott" begegnen, der unklar ist, wo wir uns im Rauch des Durcheinand unserer Gedanken verstecken können, oder wollen wir losgehen und fortschreiten, bis wir dem auferstandenen Jesus, Wort des Lebens, Lebendigen Gott, begegnen?... Gebt acht, denn in diesem Fall wird Er sich als ,,Jener offenbaren, der Er ist", und nicht als jener, wie Ihn irgend jemand auslegt oder gern haben möchte...
Auf Seinem irdischen Weg hat Jesus alle geliebt, ist jedoch dem Egoismus von niemandem nachgekommen, oder hat ihn umschwärmt! Er ist das vollkommene Licht und wer in dieses Licht eintreten will, um davon durchdrungen zu werden, wird mit Sicherheit dem Wort des ewigen Lebens begegnen.
Er kann also nicht mehr verwirrt sein, denn aus dieser Begegnung erglüht, wächst, wandelt sich der Mensch, bringt Früchte und wird ein leuchtender Träger der Rettung. Wie uns das Leben Gottes durchdringt, erheben auch wir uns und treten in das Leben Gottes ein: Wir gelangen somit zu einer Gemeinschaft und nicht zum Wirrwarr.
Dieser Weg der Suche nach dem lebendigen Gott wird uns auf eine königliche Straße bringen, eine Straße des Lichtes, des Friedens, Verständnisses, der Gemeinschaft mit allen. Eine klare Antwort wird aus der Tiefe unseres Inneren kommen: ,,Herr, du hast Worte des ewigen Lebens... Ich folge dir nach, ich gehe hinter dir; ich folge dir alle Tage und versuche die Schranken und Masken meines Egoismus zu entfernen, denn es ist ihre Schuld, daß ich schaue und nicht sehe, zuhöre und nicht höre, höre und nicht verstehe. Ich entferne all das, weil ich zu jenem Leben gelangen will, das ewig ist und niemand trüben kann, zum Leben, das immer ist..." Erlauben wir Jesus auf der Welt durch uns zu leben: schenken wir Ihm unseren Leib, unser Hirn, unseren Geist, unseren Willen, unsere Seelen. Lassen wir uns von Jesus bewohnen, Er wird sich selbst offenbaren und die richtige Auslegung geben. Er, das Wort des Lebens, Gott, und nicht unser Ich."

Schw. Stefania


Apokalyptische Katastrophen oder Triumph Mariens?

Wir bemühen uns alle, das große Jubiläum des Jahres 2000 vorzubereiten, wie es das Programm des Papstes vorsieht. Das sollte unsere größte Aufgabe sein. Viele scheinen jedoch in Alarmbereitschaft zu sein und Unglücksgeheul zu hören. Es fehlen nämlich keineswegs sogennante Seher und Charismatiker, die Botschaften vom Himmel bekommen, mit der Ankündigung von ungeheuren Katastrophen oder sogar von einer Zwischenankunft Christi. Davon spricht die Bibel jedoch nicht und die Belehrungen des II. Vatikanischen Konzils halten das auch indirekt für unmöglich (man lese ,,Dei Verbum" Nr.4).
Man scheint zu den Zeiten des hl. Paulus zurückgekehrt zu sein, als die Thessaloniker, so überzeugt von der baldigen Verwirklichung der Niederkunft Christi, sich so erregten, daß sie nicht mehr Gutes zustande brachten; der Apostel griff überzeugt ein: ,,Wann es sein wird, weiß Gott allein, ihr arbeitet inzwischen ruhig und, wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen".
Oder man meint wieder in den Fünfziger-Jahren zu leben, als die erregten Menschen sich an P. Pio wandten mit der Frage: ,,Schw. Lucia von Fatima hat gesagt, man solle das 3. Geheimnis 1960 öffnen! Was geschiet dann?" P. Pio wurde ernst und antwortete: ,,Wißt ihr, was nach 1960 kommen wird? Wollt ihr es wirklich wissen? Die Menschen drängten sich aufmerksam an ihn heran. Und P. Pio, sehr ernst: ,,Nach 1960 wird 1961 kommen".
Das bedeutet nicht, daß nichts passieren kann. Wer Augen hat, sieht was schon geschehen ist und was zur Zeit geschieht. Aber nichts von dem geschieht, was die Unglückspropheten vorhersagen. Sie hatten Pech, als die bakanntesten und beliebtesten unter ihnen ein falsches Datum gewagt hatten: 1982, 1985, innerhalb 1990.
Es ist nichts von alldem eingetreten, was sie vorhergesagt haben, aber die Leute haben trotzdem Vertrauen zu ihnen: ,,Wann? Sicher innerhalb des Jahres 2000. Innerhalb 2000 ist ihr neues Siegespferd. Ich erinnere mich an die Worte, die mir eine Vertrauensperson von Papst Johannes XXIII gesagt hatte. Als er himmlische Botschaften empfing, von denen viele direkt an ihn gerichtet waren, sagte er: ,,Seltsam, der Herr spricht zu allen, aber zu mir, der ich doch sein Stellvertreter auf Erden bin, zu mir sagt er nichts!"
Was ich unseren Lesern ans Herz legen möchte, ist folgendes: ,,Gebraucht euren Hausverstand!" Es tut mir leid, daß 5 von den 6 Jugendlichen von Medjugorje geheiratet und Kinder haben: sie scheinen wirklich nicht die Apokalypse zu erwarten.
Wenn wir dann 3 vertrauenserweckende, bekannte Vorhersagungen betrachten, so kann ich folgende erwähnen:
Don Bosco sah in seinem berühmten ,,Traum der 2 Säulen" einen größeren Triumph Marias als den von Lepanto.
Der hl. Maximilian Kolbe sagte: ,,Ihr werdet die Statue Mariens auf der Spitze des Kremls sehen". In Fatima hat die Gottesmutter versichert: ,,Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz siegen!"
In diesen 3 Prophezeiungen finde ich nichts Apokalyptisches, sondern nur Gründe zur Hoffnung auf die Hilfe des Himmels, die uns aus dem Chaos rettet, in dem wir schon bis zum Halse stecken: in unserem Glaubensleben, im bürgerlichen und politischen Leben, in den Horrornachrichten, die in allen Zeitungen stehen, im Verlust aller Werte.
Vergessen wir nicht, daß Unglücksprophezeiungen sicher falsch sind. Ich ersuche deshalb unsere Leser nach oben zu schauen, im Vertrauen in die Zukunft zu sehen, daß die Himmlische Mutter uns beisteht. Wir wollen ihr schon jetzt danken und uns mit vollem Einsatz auf die Feier des Jubiläums vorbereiten, indem wie voll Zuversicht den Anweisungen des Papstes folgen, der immer von einem neuen Pfingstfest der Kirche spricht.don Gabriele Amorth

Andere Fragen - Es werden 2 Fragen vorgelegt, die mir mehrere Leser auf meinen kurzen Artikel (Echo 133) zugeschickt haben. Ich versuche in der nötigen Kürze hier zu antworten.
1) Was heißt: ,,Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz siegen?"
Zweifellos ist hier der Triumph Mariens gemeint, d.h. eine große Gnade, die sie für die Menschheit erhalten hat. Diese Worte werden durch die folgenden Aussagen erklärt: die Bekehrung Rußlands und eine Friedenszeit für die Welt. Ich glaube nicht, daß es möglich ist Weiteres zu sagen, da der Verlauf der Geschehnisse erst zum Schluß verstehen läßt, wie sich jene Worte verwirklichen werden. Vergessen wir nicht, daß der Gottesmutter besonders die Bekehrung, das Gebet und die Tatsache, daß man Gott nicht mehr beleidigt, am Herzen liegen.
2) Erkennt man erst dann, ob ein Prophet echt oder falsch ist, wenn sich seine Prophezeiungen realisiert haben oder nicht? Darf man in der Zwischenzeit keinem Glauben?
Dürfen wir also die vielen Warnungen der Propheten aus der Bibel oder der Geschehnisse, die durch verschiedene Erscheinungen angemeldet wurden nicht beachten, obwohl sie uns zur Bekehrung bzw. zur Abwendung von Katastrophen führen können? Wozu wären diese himmlischen Vorankündigungen nützlich?
Der im Buch Deuteronomium (18,21) geratene Maßstab entspricht auch dem evangelischen Maßstab: an den Früchten erkennt man, ob ein Baum gut oder schlecht ist (vgl. Lk 6,43-45). Aber ist es dann unmöglich etwas vorher zu verstehen? Ich glaube schon, wenn eine Botschaft aus einer Quelle kommt, die man bereits als gut und glaubwürdig erkannt hat, weil sie schon jene guten Früchte erbracht hat, aufgrund derer man sieht, ob ein Baum gut ist. Gerade die Bibel stellt uns Propheten vor, die als solche anerkannt sind (man denke an Mose und Elia), denen man trauen konnte. Vergessen wir nicht, daß die Unterscheidung der Charismen der Kirche zusteht, woran das II. Vatikanische Konzil erinnert hat (Lumen Gentíum N 12). d.G.A.

Schlußfolgerung

Diese apokalyptische Kultur, die sich heute beinahe wie eine Offenbarung der Offenbarung aufdrängt, läßt außer acht, daß man dem Wort Gottes weder etwas wegnehmen, noch hinzusetzen darf (vgl. Deut 4,2; Offb 22,18); sie verbreitet laufend besorgniserregende Zeichen, die sich auf irdische Strafen beschränken, jedoch keine Bekehrungen erwirkt, als auch nicht das Wachstum der Seelen im Rahmen eines geregelten christlichen Lebens fördert.
Sie findet bei jenen Personen fruchtbaren Boden, die keine gute Grundlage der kirchlichen Lehre besitzen, oder nur für einen Wunder-Glauben offen sind und nur außerordentlichen, sowie traumatischen Lösungen der heutigen Übel nachlaufen. Vor einer solchen Kultur hat uns Jesus selbst gewarnt: Wenn dann jemand zu euch sagt: Seht, hier ist der Messias!, oder: Da ist er!, so glaubt es nicht! (Mt 24,23). Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. (Lk 12,40).
Diese Vorhersagen über Katastrophen stehen im Widerspruch zur Sprache der Kirche, mit den realistischen, aber ausgeglichenen Anschauungen des Papstes, und selbst mit den Botschaften von Medjugorje, die immer auf das Positive ausgerichtet sind! Im Gegenteil, anstatt sich über die Milde und Geduld Gottes zu freuen, der auf die Bekehrung wartet, scheinen diese Unglückspropheten Mißfallen daran zu finden, daß das angedrohte Unglück nicht zeitgerecht eintrifft. Wie der verärgerte Jona über die Verzeihung Gottes gegenüber Ninive, bis hin zum ersehnten Tod (vgl. Jona 3).
Am Schlimmsten jedoch, ist, daß diese Pseudo-Offenbarungen zu einer Trübung der absoluten Autorität des Wortes Gottes führen, als seien beinahe nur die ,,Erleuchteten" jene, die an dieses glauben, während jene, die diese (Katastrophen-Vorhersagen AdR) ignorieren oder nicht daran glauben, ,,über alles im Finstern" seien. Das Wort Gottes jedoch hat uns über das alles schon die Augen geöffnet: Ihr aber, Brüder, lebt nicht im Finstern, so daß euch der Tag nicht wie ein Dieb überraschen kann. Ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages... (vgl. 1 Thess 5,4-5) * *


Was sagt dazu der Papst?

Aus Vilnius (Litauen) berichtet Sofia, eine mit dem Papst befreundete Polin: Sofia und ihr Ehemann Marek, namhafter litauischer Dichter, sind mit dem Papst seit 1957 befreundet, als sie in Polen in der katholischen Bewegung zusammen gearbeitet hatten. Marek ist jetzt im Vatikan tätig und hat häufig mit dem Papst zu tun. Sofia erzählt: Nach Medjugorje kamen wir 1984 zum ersten Mal mit einem befreundeten Paar. Am 5. Oktober begannen wir den Kreuzberg zu besteigen. Auf halbem Wege, etwas hinter den anderen zurückgeblieben, wurde ich ganz plötzlich über die Barmherzigkeit unseres himmlischen Vaters erleuchtet, der uns seit Jahren die Mutter seines Sohns sendet, um uns den Frieden zu bringen.
Diese Offenbarung über die Zärtlichkeit des Vaters und sein dringliches Verlangen nach uns war von kurzer Dauer, jedoch eine feurige Erfahrung, die mich von Grund auf veränderte: an diesem Nachmittag, an der vierten Station, ist mein Herz wirklich dem Himmlischen Vater begegnet! Wie oft hatte ich das Vagterunser gebetet, aber jetzt entfloß dieses einfache Gebet meinem Herzen voll Liebe und Dankbarkeit. Und das dauert an bis zum heutigen Tag.
Es ist das größte und unerwartete Geschenk, das ich in Medjugorje erhielt. Es rief in mir den Wunsch wach, den Hl. Geist ebenso als Person zu erkennen und seine lebendige Gegenwart zu erfahren. Neun Monate später erfuhr ich auch diese Gnade. Sofort danach schrieb ich an den Papst und vertraute ihm an, daß ich nie zuvor so glücklich und voller Hoffung gewesen war, wie in Medjugorje. Er antwortete mir mit eigener Hand in unerhörter Güte, dankte mir für meinen Brief indem er dazufügte, daß ich mich stets der Worte erinnern möge: ,,Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren". Diese Worte haben mich gestärkt in den Schwierigkeiten, denen ich damals im kommunistischen Polen begegnete. Später, in den Briefen meines Gatten an den Papst, fügte ich immer einige Worte bei.
Eines Tages wurden die Redaktoren der Zeitung, wo mein Mann arbeitete, (er empfing dort das Echo seit Beginn) mit ihren Familien vom Papst empfangen. Marek war verdrossen, daß ich ihn nicht begleitete. Als der Papst meine Abwesenheit bemerkte, aber erraten hatte, wo ich war, sagte er mit freudigem Lächeln zu Marek, die Gottesmutter mache ihm Konkurrenz, aber er habe nicht die Absicht, sie zu übertreffen. Er fügte hinzu, ich hätte gut gewählt. Marek benutzte die Gelegenheit, um zum Hl. Vater über Medjugorje zu sprechen. Er erhielt folgende Antwort: ,,Es ist ein sehr wichtiges und sehr positives Ereignis!

Der Papst: "Ich glaube daran" - Vor circa einem Jahr sprach Msgr. Cavallero, Erzbischof von Chiavari, mit dem Papst frug ihn: ,,Medjugorje! glauben Sie daran?" Darauf der Bischof: ,,Oh, sicher glaube ich daran!" Seinerseits konterte der Bischof: ,,Und Sie, Heiliger Vater, glauben Sie daran?" - Nach ein paar Augenblicken des Schweigens erklärte der Papst sehr deutlich auf italienisch: ,,Ci credo, ci credo, ci credo", d.h.: ,,ich glaube ganz fest daran".
Dies hat der Bischof von Chiavari dem ex-Nuntius in Bulgarien, Msgr.Rizzi anvertraut, der es anlässlich des Eucharistischen Kongresses in Bologna Marija Pavlovic' mitteilte.
Vicka hat ihre 33 Jahre mit ihren Freunden am 3. September gefeiert. Glühend vor Freude, weil sie - wie alle anderen Seher gelegentlich - die Umarmung der Madonna erfahren konnte, sagte sie: ,,Ich habe keine Worte, das Glück auszudrücken, das ich empfinde. Es ist kein gewöhnlicher Kuß, dein Herz wird umgestülpt, es ist, als könnte es dieses Glück gar nicht fassen. Und gedankt hat sie mir! Umso mehr habe ich ihr gedankt für alle Geschenke, für das Leben, die Familie, für das Haus und die Möglichkeit, all jene in Liebe aufzunehmen, die kommen ... für alles".

 

Notizen aus dem gesegneten Land

Die vier großen Fahnen Kroatiens, die seit zwei Monaten vor dem Pilgerort wehen, scheinen im Kontrast mit der Berufung Medjugorjes zu sein, Oase des Friedens und der Liebe und Ort der Begegnung aller Völker, sollten sie auch Feinde sein. (A.B.).

Ivan hat Medjugorje verlassen, um sich in den USA niederzulassen, dem Land seiner Gattin Laureen (Sonntag, den 5.l0.1997 nahm er Abschied. Er wird für dìe großen Feste zurückkommen). Er sagte uns, daß die Gottesmutter in den letzten Erscheinungen auf dem Berg empfohlen hatte, mit Liebe fiir ihre Anliegen zu beten, besonders für die Familien und die Jugendlichen.

P. Svetozar Kraljevic hat Siroki Brijeg verlassen, wo er Guardian gewesen war, um seinen Dienst in Medjugorje anzutreten. Ein Mann von großer Güte, der schon seit 1982 besonders für die englischen Pilger viel getan und während des Kriegs große humanitäre Hilfe geleistet hatte.

Die Botschaften Marias im Kongreß der USA - Denis Nolan, der Präsident der ,,Kinder von Medj." in den USA, schreibt: Es scheint, daß die Gospa einen Plan hat, ihre Botschaften des Friedens in die hohen Sphären der verantwortlichen Politiker der USA strömen zu lassen. Tatsachlich hat ein Mitglied des Kongresses, Tom Lantos, von den Videos über Medj. ergriffen, Sr. Emmanuel nach Washington eingeladen, um am 22. Oktober vor dem Kongreß über Medj. zu sprechen. Die der Öffentlichkeit zugängliche Konferenz wird vom TV gefilmt. Zu erwähnen ist, daß dieser Abgeordnete Jude ist, nicht getauft, aus der Partei von Bill Clinton. (Aus dem Tagebuch Schw. Emmanuels)
Die Königin des Friedens in Pompei Von Mitte September bis Mitte Oktober hat sich P. Jozo zur Missionierung nach Amerika, Österreich und Ägypten begeben, und am 14. Oktober hatte er von 17,30 bis 23,00 Uhr mit 3.000 Gläubigen im Heiligtum von Pompei ein Gebetstreffen abgehalten. Zwei junge Priester, don Andrea und don Salvatore, deren Berufung sie Medjugorje verdanken, konnten erreichen, daß der Tempel der Königin des Friedens geöffnet wurde.
Der Bischof, Mons. Francesco Saverio Toppi, ein in die Madonna verliebter Kapuzinerpater, hat P. Jozo beherbergt, wollte alles über die Erscheinungen erfahren und war davon begeistert. Ein Zufall! Am 14. Oktober 1883 wurde zum ersten Mal die bekannte Anrufung der Madonna von Pompei vorgetragen; an demselben Tag sind in demselben Heiligtum das erste Mal die Botschaften der Königin des Friedens erklungen.
* Unserem Freund Frank aus Maastricht, Übersetzer des Echos ins Holländische, ist anfangs Oktober in Mostar die Mutter verstorben und er hat unerwartete Schwierigkeiten bei der Rückführung in die Heimat. Dieses Opfer wird für die neue Tätigkeit Franks Früchte bringen; es soll ein marianischer TV-Sender in einem der am meisten dem Christentum entfremdeten Ländern Europas entstehen. Für den Verlust der Mutter drücken wir unser tief empfundenes Beileid aus.

Das Geheimnis von Fatima
Kard. Ratzinger hat mit dem ganzen Gerede über das dritte Gehimnis von Fatima anläßlich des 80. Jahrestages der letzten Erscheinung (13. Oktober) kurzen Prozeß gemacht: ,,Alle Phantasien". Über dasselbe Argument sagte er vor einem Jahr: ,,Die Jungfrau erregt nicht Aufsehen, schafft keine Ängste, stellt keine apokalyptischen Visionen vor, sondern führt die Menschen zum Sohn" (siehe Echo 130).
Auch Mons. Capovilla, Sekretär von Papst Johannes XIII., erzählt in La Stampa vom 20.10.1997, wie Papst Johannes1960 beim Lesen auf die vier, kleinen, handgeschriebenen Seiten der Schw. Lucia reagierte, die auch die engsten Mitarbeiter lesen durften; er ließ sie in einen verschlossenen Briefumschlag geben und sagte: ,,Ich gebe kein Urteil." Der Sekretär selbst setzt hinzu, daß das ,,Geheimnis keine zeitliche Termine" enthält und stempelt als ,,Lügen" die seit langem umherschwirrenden Versionen über Trennungen und Entgleisungen in der Kirche nach dem Konzil, als auch Vorhersagen über baldige Katastrophen.
Die wahre Katastrophe, so wissen wir, ist die ewige Verdammnis. Jede Zeit ist zur Bekehrung geeignet, um in das wahre Leben einzutreten. Eintreffendes Unheil und Übel, die sich die Menschen selbst zufügen, dienen zu ihrer Reinigung und Bekehrung, wenn sie sich nur retten. Wer die Ereignisse deuten kann, weiß, daß alles im Dienste der Barmherzigkeit Gottes geschieht.

* Annemarie Hermann Calvi, Übersetzerin des Echo ins Deutsche, in Essen vor 63 Jahren geboren, ist am vergangenen 4. Oktober in den Armen Jesu zum Vater, in einer Klinik in Lecco, heimgekehrt und hinterließ in Trauer, vom Glauben gestärkt, den Gatten, vier Kinder und das Enkelkind Thomas. Frau mit starkem Glauben und ausgeprägter Kultur, immer verfügbar für jeglichen Dienst, ging sie in aller Stille hinüber und streute die Saat von Sanftheit und Liebe aus. Man gedenke ihrer und danke Maria, die sie uns gegeben hatte und die schon dafür Sorge getragen hat, Ersatz für die Arbeit zu finden, die sie mit Herz und Seele erfüllte.
Anmerkungen der hol. Theresia für die Prediger - Mit scharfem, praktischen Sinn ausgestattet, verwirklichte die hol. Theresia ihren marianischen Eifer in der Ausübung der Tugenden, vor allem den passiven, die Maria zur ,,gänzlich Heiligen" machten. Deswegen fühlte sie sich gezwungen, aus ihrem Bett der Leiden, folgende Notiz den Predigern zu übermitteln, sie, die sie eine solche sein wollte, um von der Madonna zu sprechen, indem sie ihr Herz Schw. Mutter Agnes ausschüttete: ,,Daß die Priester uns ausführbare Tugenden vorzeigen! Es ist gut, die Voraussetzungen und Titel zu preisen, aber man muß sie vor allem nachahmen können.
Sie zieht die Nachahmung vor. So sehr auch eine Predigt über die Heilige Jungfrau schön sein kann, wenn man die ganze Zeit hindurch gezwungen ist, ah!... ah!... zu sagen" und man genug davon hat! Wie schön ist es doch zu singen: ,,Du hast den schmalen Weg des Himmels leicht gemacht, indem du stets die Tugenden der Demut ausübtest."

Ihr Gesicht ist von tiefem Frieden der großen, unwiderruflichen Verzichte gezeichnet. Die Züge haben eine Klarheit, eine Kraft, eine Harmonie, die nur großen Seelen eigen sind. Der Blick spricht von furchtbaren Schmerzen, die tief in der Seele ertragen sind. Gleichzeitig läßt er aber ein Feuer erkennen, die Glut heroischen Mutes, der entschlossen ist, weiter zu gehen, koste es was es wolle...

Des Papstes Antwort an Maria - In der Botschaft vom 25. August sagte die Gottesmutter: Ich lade alle Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen ein, den Rosenkranz zu beten und ihn andere beten zu lehren. Der Rosenkranz ist mir, meine lieben Kinder, besonders lieb. Durch den Rosenkranz öffnet ihr mir euer Herz und dann kann ich euch helfen.
Im Schreiben des Hl. Vaters an den Bischof von Fatima zum 80. Jahrestag der Erscheinungen wiederholt der Papst dieselben Worte: "Vielgeliebte Brüder und Schwestern, betet den Rosenkranz alle Tage! Inständig bitte ich die Hirten, den Rosenkranz in ihren christlichen Gemeinschaften zu beten und beten zu lehren. Für den Gläubigen ist es mutige menschliche und christliche Pflichterfüllung, der Situation jedes Einzelnen entsprechend: helft dem Volk Gottes zum täglichen Rosenkranzgebet zurückzukehren, diese zärtliche Zwiesprache zwischen Kinder und Mutter, die sie in ihrem Hause aufgenommen haben" (vgl. Jh. 19,27).

 

Echo besteht am 21. November 1997 seit 13 Jahren und steht am Beginn des 14. Jahres. Wir arbeiten nach wie vor unter bedenklichen Verhältnissen, aber die Madonna steht uns tatkräftig zur Seite und läßt die Verbreitung der Botschaften in den 16 Sprachen, mit weit mehr als 800.000 Exemplaren, weiter anwachsen, ohne die Nachdrucke in Kanada und Lateinamerika einzubeziehen. Ein kräftiges Dankeschön an Maria und den Lesern, die laufend die wohltuende Wirkung bezeugen, die Echo ausströmt, sowie den Mitarbeitern und überall verstreuten Verteilern. Trotz der vielen Opfer, werden wir das Werk weiterführen, solange es Gott gefällt.
Es erreiche alle der mütterliche Segen des Friedens, damit ihr auch mit der Hilfe der Unbefleckten und der Heiligen, immer in der Freude und im Frieden wandelt.

Villanova M., 27.10.1997


* "Lebendige Eucharistie", Hefte bzw. Tonbänder mit den Kursen Pater Tomislavs (deutscher und kroatischer Sprache) können bei Kraljice Mira, S.Maria Colleromano, I-65017 Penne (Perugia) angefordert werden. Spenden an: Postgirokonto Eucaristia vivente Italien 18537654

* Der übliche Bus fährt täglich um 18:00 in der Nähe des Hauptbahnhofs Triest ab und kommt am folgenden Morgen um 8:00 in Medj. an; Rückfahrt um 18:00 ab Medj., Ankunft in Triest um 8:00 morgens (Tel. 0039 40 425001, Preis hin und zurück LIT. 180.000 )
Fremdsprachige Ausgaben

*Englische A.: Echo of Mary, c.p. 27, I- 31030 Bessica TV; *Französiche A.: Echo de Marie, B. P. 4602, F-45046 Orléans, 1 Cedex; *Katalanische A. : Amics de Medjugorje, c. Carme 11 baixos 08700 Igualada-Catalugna, España; * Holländische A.: Int. Medj. Comité afd. Nederland- België, Misericordeplein 12C - 6211 XK Maastricht, Holland; * Polnische A. : Echo Maryi PL- 30-960 Kraków skr.pocz. 188 Polonia, fax (48)12-475528; * Portugiesische A.: Gilberto Correia, rua de Brito 24, 4915 Vila Praia de Ancora, tel. 911181 (Portugal); * Rumänische A.: Ecou din Medjugorje, C.P. 41-132 Bucuresti (Rumänien) * Russische A. : Dom Marii, Ul Remisova 5, 113186 Moscow, Rußland * Spanische A. : Eco de M., c.p.149 I-46100 Mantova; * Ungarische A.: Fraternitas, 1399 Budapest, P.F. 701/85 (Hongrie) fax 36-11329001; * Albanische Sander Prendushi, L. Heroj, Rr Skenderbeg, nr98, Shköder, Albania; * Griechische: Soeur Despina, 69 rue Epirou, Agia Paraskevi, 15341 Athenes; * Schwedisch: Carlo Frizzo, c/o Josephina Hemmet, 16849 Drach&endash;mannsg. 2, Bromma (Schweden)
Verteilung - *Schweiz: Otto Müller, Sonneggstr. 3 - CH 9113 Degersheim - Postkonto: 90 - 4768 - 0 *Österreich: Heindler Margarete, Reindlgutstr. 5, A - 4400 Steyr. Überweisung: Postscheckkonto: 93.001.968 *Deutschland: Medjugorje Comitee, F. Castagnetti, Ostpreussenweg, 4, D- 33104 Paderborn. Überweis.: K/K 85738 Sparkasse Paderborn (BLZ 47250101)
Echo in internet: http://www.eclipse.it/medjugorje/

Bekanntmachung: Ab Mitte September ist das Echo in allen Hauptsprachen in Medj. beim neuen Sitz des Geschäfts MIR-Shalom im neuen Gebäude vor der Kirche, rechts neben der Marienstatue, erhältlich.

Origin.: "Eco di Maria" - Anschrift: Echo Mariens, cas.post. 149, I-46100 Mantova - J.13- Nr.11-12; Fax 39-376-245075
Verantwortl.: A. Lanzani, Tip. DIPRO, I- Roncade TV