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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 138 (März-April 1998)

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Königin des Friedens
Echo Mariens
138
Januar-Februar 1997 - Epiphanie des Herrn - Orig. A.: Eco di Maria - Anschrift: Echo Mariens,
cas. post.149 - I-46100 Mantova - Aut. Trib. MN n.13 - 8.11.86, J.13 Nr.1-2; Fax 0039 (0)376 245 075
Botschaft Mariens vom 25.2.1998
„Liebe Kinder, auch heute bin ich mit
euch und lade euch erneut ein, mir durch
eure Gebete näher zu kommen. Auf
besondere Weise lade ich euch in dieser
Zeit der Gnade zur Entsagung ein. Meine
lieben Kinder, betrachtet und lebt durch
eure kleinen Opfer die Passion und den
Tod Jesu für jeden von euch. Nur wenn
ihr Jesus näher kommt, werdet ihr seine
unermeßliche Liebe begreifen, die Er für
jeden von euch hat. Durch das Gebet und
eure Entsagung werdet ihr offener werden
für die Gabe des Glaubens und der Liebe
zur Kirche und zu den Menschen, die euch
umgeben. Ich liebe euch und segne euch.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid.“
Lebt die Passion Jesu
durch eure Opfer
Kommt mir näher: Kommt, Kinder und
hört!... Wenn ihr im Heiligen Geist mich
betrachtet - nicht zerstreut und aus Interesse
- bin Ich bei euch und spreche zu euch. Ich
werde euch heute lehren, diese Gnadenzeit
zu leben, denn sie ist eine günstige Zeit für
eure Bekehrung. Indem Sie uns einladet,
mittels unserer kleinen Opfer die Passion
und den Tod Jesu zu leben und zu überdenken,
stellt Sie uns das Kreuz vor; das ist das
wesentliche Geheimnis, das uns den wahren
Sinn des Lebens verstehen läßt. Uns Jesus
nähern, um die grenzenlose Liebe zu
verstehen, die Er einem jeden von uns
entgegenbringt. Gott hat uns erschaffen, nicht
weil es nötig war, sondern weil Er uns an
Seiner ewigen Freude teilhaben lassen wollte;
der Mensch jedoch hat sich einen anderen
Lebenszweck geschaffen und zwar sein
eigenes, irdisches Wohlergehen, von Gott
losgelöst, und daher zum Nichts verurteilt. In
Seiner Barmherzigkeit hat sich Jesus
erniedrigt und für uns alle den Preis bezahlt,
um uns von der breiten Straße abzubringen
und Seine grenzenlose Liebe zu kosten, mit
dem Ziel der ewigen Freude, zu der wir
geschaffen wurden und auf die wir durch die
Sünde verzichtet hatten.
Das Kreuz ist das Buch, aus dem die
Heiligen die volle Wahrheit, die Weisheit
und Liebe Gottes, abgelesen haben: eine
Liebe, die uns umfängt und rettet. Deshalb
ruft uns die Madonna auf, die Passion und
den Tod Jesu zu meditieren - das heißt „in
die Mitte setzen“ -, die unserem Leben einen
Sinn verleihen. Sie ladet uns ein, diese zu
leben, d.h. uns nach dem Leben Jesu
auszurichten, was einem Verzicht nach allem
gleichkommt, das uns von Gott wegführt.
Lassen wir unser Leben von Seiner Liebe
beeinflussen und beschreiten wir den
schmalen Weg, indem wir bei kleinen
Opfern
beginnen: bei Rechthaberei, Dis-
kussionen, Klagen, Eitelkeit, Neugierde,
unüberlegte Ausgaben (das Überflüssige den
Armen geben!),
Eifersüchteleien, und viele
andere kleine, egoistische Befriedigungen,
zu denen wir einen Hang haben. Sie verlangt
nicht mehr, als die kleinen Verzichte und
guten Taten wieder zu entdecken. Wir werden
sodann auch fähig sein, der Sünde aus dem
Weg zu gehen, wie Sie uns am Anfang
ermahnte: Fastet der Sünde und vor
Gelegenheiten, die euch zur Sünde verführen,
vor Dingen, an denen ihr hängt, fastet bei
Brot und Wasser, schaltet das Fernsehen ab,
lest keine Zeitungen
(an die Gebetsgruppe
Jelenas). Wenn uns die Madonna zusichert,
daß Sie uns liebt und segnet, dann deswegen,
weil Sie uns auf die Straße der Rettung
führen will, die das Kreuz Jesu ist; weil wir
Ihn aus ganzem Herzen lieben lernen mögen
und Seine Liebe ohne Grenzen immer mehr
annehmen. Dann werden wir Spiegel Jesu
und Seiner Liebe sein, und somit für die
Menschen Verkünder der Lebenswahrheit
und der Rettung.
Jene Opfer, die der Meditation über das
Kreuz gefolgt sind, werden uns aus unserem
Ich herausführen und uns gegenüber allem
Übrigen offen halten: zu einem tieferen
Glauben, zur Liebe zu unserer Kirche,
die
so oft schlecht behandelt wird, zu Personen
aus unserer Umgebung,
und besonders zu
„jenen, die noch nicht die Liebe Gottes
kennen“, für die Sie bittet ,unaufhörlich zu
beten. Das Herz wird dann weit und groß wie
Jesu Herz. Don Angelo
Botschaft Mariens vom 25.1.1998
„Liebe Kinder, heute lade ich euch alle
von neuem zum Gebet ein. Nur durch das
Gebet, liebe Kinder, wird sich euer Herz
verändern und besser und feinfühliger für
das Wort Gottes werden. Meine lieben
Kinder, erlaubt dem Teufel nicht, daß er
euch hin und her zerrt und mit euch macht,
was er will. Ich lade euch ein, ver-
antwortlich und entschieden zu sein und
euch Gott im Gebet jeden Tag zu weihen.
Die Heilige Messe, meine lieben Kinder,
soll nicht nur Gewohnheit, sondern das
Leben für euch sein. Indem ihr jeden Tag
die Heilige Messe lebt, werdet ihr das
Bedürfnis nach Heiligkeit spüren und in
der Heiligkeit wachsen. Ich bin euch nahe
und trete für jeden von euch vor Gott ein,
damit Er euch Kraft gibt, euer Herz zu
verändern. Danke, daß ihr meinem Ruf
gefolgt seid.“
Betet, um das Herz zu ändern
und Satan abzuweisen
Mit dieser Botschaft warnt uns die
Madonna vor Satan, der uns vom Gebet
abbringen will, um mit uns zu machen, was
er will; Sie ladet uns ein, ihn mit Ver-
antwortung und Entschiedenheit abzuweisen,
indem wir jeden Tag Gott weihen, um in der
Heiligkeit zu wachsen. Ich lade euch alle
von neuem zum Gebet ein.
Wer nicht betet,
Das Fernsehgerät abschalten und
das Herz einschalten
Der eben begonnene Weg auf Ostern hin,
stellt eine Zeit der Gnade dar, die nicht
vergeudet werden darf; keine liturgische Zeit
ist Wiederholung einer anderen; kein Advent,
keine Fastenzeit sind jenen des vergangenen
Ich weine, weil die LIEBE nicht geliebt wird!
Jahres gleich. Eine jede ist eine neue
Gelegenheit, einmalig und unwiederholbar,
um in der Liebe zu wachsen, um Jesus Raum
in uns zu geben. Die Fastenzeit ist eine
bevorzugte Zeit, die uns aufruft, über Passion,
Tod und Auferstehung unseres Herrn Jesus
Christus nachzudenken, und alle sind wir
eingeladen, Erkenntnisse darüber zu sammeln.
Um aber die Reichweite, die für jeden
von uns lebenswichtig ist, auch nur im kleinen
Umfang zu erfassen, ist Abstand nötig und
Verzichte sind gefragt; man gehe in die Stille,
schalte das Fernsehgerät bei den üblich
gesehenen Sendungen ab, und schalte das
Herz in Jesus und Maria ein. Man stimme
sich auf ihre Wellenlänge der Liebe ab, die
wir nur hören, wenn wir ein demütiges und
aufmerksames Hören aufbringen, denn Ihre
Liebe ist unendlich taktvoll und unauf-
dringlich; sie ist unermeßlich und ewig, jedoch
nicht anmaßend; sie wartet mit unendlich
langer Geduld aufgenommen zu werden,
drängt sich aber nicht auf. Schalten wir also
die Hörkanäle unserer Ängste, unserer
Unruhe, Geschäftigkeit, Sorgen, unserer
weltlichen Interessen, unseres Egoismus, ab,
nähern wir uns Jesus und Maria, um Ihre
Liebe zu spüren, auf daß ein jeder von uns das
Geheimnis der Auf-erstehung, welcher
Passion und Tod vorausgegangen sind, schon
in diesem Leben aufnehme. Nuccio
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hat seine Verbindung mit Gott unterbrochen
und ist nicht mehr von Ihm abhängig; er baut
auf eigene Selbst-gefälligkeit und Kraft und
schreitet auf dem Weg der Lüge einher.
Wer
hingegen betet, hört auf den Willen Gottes
und bittet um Gnade, um ihn auch zu erfüllen:
so ändert das Gebet das Herz und ersetzt
unsere fleisch-lichen Gefühle mit jenen
Gottes. „Während ihr betet, kann ich in eurem
Herzen wirken“, sagte uns einmal Maria;
beten wir nicht, so ändert sich auch nichts
und die Lage verschlechtert sich.
Das Gebet ist das Band, das uns mit dem
Himmel verbindet, von dem die Gnade Gottes
herabströmt, als auch Sein Heiliger Geist, der
uns ein neues Herz verleiht, um Gott und die
Brüder zu lieben. Bewegen wir uns auf das
Herz Gottes zu, das zu uns spricht, uns liebt,
das barmherzig ist, kann unser Herz nicht
anders, als sich ändern, um Seinem Herzen
ähnlich zu werden. Wir werden dann die
Zuversicht der Kinder finden, die alles aus
der göttlichen Güte Gottes empfangen
können: Alles ist möglich, wer glaubt, wirklich
alles.
Euer Herz wird dann dem Wort
Gottes empfänglicher werden.
Gott spricht
stets zu uns, besonders durch das in der
Kirche verkündete Wort. Was hindert uns
daran, dieses zu hören, aufzunehmen und
aus-zukosten, und somit auszuführen, was es
uns sagt? Ohne Zweifel kann eines von allem
Möglichen übervolles Herz Gott keine
Aufmerksamkeit schenken! Der irdisch
gesinnte Mensch aber läßt sich nicht auf das
ein, was vom Geist Gottes kommt
(1 Kor
2,14). Das Gebet ist fruchtbarer Boden, auf
dem das Wort Wurzeln schlagen und Früchte
bringen kann, weil darin der Heilige Geist
wirken kann. Maria spricht hier wieder von
Satan. Erlaubt nicht, daß er euch hin und
her zerrt und mit euch macht, was er will.
Wir dürfen nicht vergessen, daß das Leben
des Menschen auf der Erde Kriegsdienst ist
(vgl. Ijob 7,1), ein immer klarer zutage
tretender Kampf für den, der für Gott leben
will. Satan, der vom Stärkeren vertrieben
wurde,
will sich wieder in der Zitadelle der
Seele einnisten. Daher seid wachsam und
betet,
sagt Jesus; betet immerzu, ohne zu
ermüden.
Im christlichen Leben ist die
Naivität und der vorgegebene Optimismus
desjenigen sinnlos, der das Wirken Satans
ignoriert, oder sogar verneint, und daher,
ohne es wahrzunehmen, sein Opfer wird.
Die Konzilsväter erinnern uns, „der
Mensch ist selbst unfähig, die Angriffe des
Bösen zu überwinden, sodaß sich ein jeder
wie in Ketten fühlt. Der Herr ist jedoch selbst
gekommen, ihn zu befreien und ihm Kraft zu
verleihen, indem er ihn in seiner Seele erneuert
und den Fürsten dieser Welt herausgejagt
hat“ (Gaudium et Spes, Nr. 13).
Daher „wer betet, rettet sich, wer nicht
betet, verdammt sich“. Deswegen versucht
Satan uns mit aller Kraft Verführungen und
oft auch unter scheinbar guten Vorwänden
vom Gebet abzuhalten; er hat leichtes Spiel,
wenn er die Seele ohne Gottes Schutz
vorfindet, weil sie nicht betet. Die heilige
Messe leben -
Maria ermahnt uns verant-
wortungsvoll zu sein. Verant-wortungsvoll
worüber? Über unser Leben, das nur Sinn
hat, weil es Gott gehört; über unsere christliche
Berufung, um all jene, die unser Zeugnis
erwarten, auf das Gute einzustimmen; über
die gesamte Kirche, die wir nicht verraten
und für die wir keine ‚tote Last‘ sein dürfen.
Es ist Entschlossenheit vonnöten, denn wir
halten den Schlüssel des Lebens in der Hand:
alles hängt nur von unserem Wollen ab. Um
unser Leben nicht Satan auszuliefern, lehrt
uns Maria sich jeden Tag Gott im Gebet zu
weihen,
damit der Feind in uns keinen Raum
für seine Machenschaften findet. Weihen wir
den Tag (z.B. durch die Weihe des hl. L.M.
Montfort) im Morgengebet Gott und bitten
wir um Seinen Segen (und jenen Mariens).
Dann begegnen wir Gott am Abend, an dem
wir unseren Tagesablauf durchgehen und
bitten Ihn um Vergebung, danken Ihm und
bieten uns Ihm aufs neue an.
Maria spricht an dieser Stelle wieder vom
wichtigsten Gebet: von der hl. Messe, als
Lebenssaft, nicht als Gewohnheit. Die
Gewohnheit stellt eine Gefahr dar, denn sie
kann das größte Geheimnis auf Erden, den
die Welt bewegenden Kipphebel, unwirksam
machen. Die hl. Messe wird in Leben
verwandelt, wenn wir das Werk Jesu ins
Leben hinaustragen, das sich durch sie (der
hl. Messe) erneuert und unser eigen wird:
durch Seine totale Hingabe zum Vater und
Verschenken an uns Menschen. Somit
erneuert uns die hl. Messe und macht uns
zum Spiegel Jesu in der Welt. Wir sind zwar
schwach, aber Jesus empfängt uns stets in der
hl. Messe mit Seinem Verzeihen. Am hl.
Meßopfer teilnehmen und von ihr ohne gute
Vorsätze, Änderungen, immer mit denselben
Spaltungen, denselben Egoismen, kommen,
ist Ärgernis, das den Wert der hl. Messe bis
hin zur gänzlichen Abkehr seitens der ‚Fernen‘
absinken läßt.
Lebt ihr jeden Tag die hl. Messe verspürt
man das Bedürfnis zur Heiligkeit und in ihr
werdet durch sie wachsen. Wenn die Madonna
nun von der täglichen hl. Messe spricht, dann
ist Sie zuversichtlich, daß das ihr verbliebene
kleine Heer der Kinder mittels der Gnade in
größerer Treue weiter nach oben strebt. Es ist
wahr, was die Jungfrau einmal zu den Sehern
gesagt hat: „Solltet ihr zwischen meiner
Erscheinung und der hl. Messe wählen, wählt
die hl. Messe, denn in ihr begegnet ihr meinem
Sohn.“ Maria versichert uns, daß Sie uns
nahe ist und Fürsprache bei Gott für jeden
von uns einlegt.
Sie sagt ausdrücklich „für
jeden von uns“, damit sich keiner weniger
geliebt oder gerufen fühlt. Und Sie sagt auch
warum: „Weil Gott uns die Kraft gibt,
unser Herz zu ändern.“
Don Angelo
Gott und Satan
Die Sünde hat ihren Ursprung im Wunsch
des Menschen, sich an die Stelle Gottes zu
setzen; jeglicher Versuch in diese Richtung
führt zu einer Erschütterung des göttlichen
Planes und folglich der von Gott gewollten
Ordnung; notgedrungen stürzt man unter die
Herrschaft Satans, Fürst und Grundbegriff
der Ablehnung Gottes. Als nächstes folgt die
Täuschung: die Farce der Blendung der
Unabhängigkeit von Gott löst sich in Sklaverei
gegenüber Satan auf; man erreicht nicht etwa,
sondern man verliert die Freiheit; Satan zerrt
und mißbraucht den Menschen nach
Gutdünken. Wir haben die Möglichkeit
zwischen dem Geist der Wahrheit und dem
Geist der Lüge zu wählen, und eben in dieser
Möglichkeit besteht unsere Freiheit, sowie
unsere Verantwortung. Es ist dies eine Wahl,
die wir aufgerufen sind nicht ein für allemal
zu treffen, sondern Tag für Tag, jeden
Augenblick unseres Lebens; es ist dies nicht
eine intellektuelle Wahl, sondern eine lebens-
entscheidende. Das Gebet ‚leben‘, vor allem
die hl. Messe ‚leben‘, bedeutet eine wirkliche
Verbindung mit Gott aufnehmen, in der
Heiligkeit voranschreiten, und folglich dem
Heiligen Geist ermöglichen, daß Jesus, der
Eingeborene Sohn Gottes, mit uns eins wird.
Dieser Weg der Gleichstellung mit Gott ist
kein Blendwerk mehr, denn er baut nicht auf
das trügerische Versprechen des Geistes der
Lüge, das uns zum Hochmut verführt, sondern
er ist Frucht jenes Samens, der vom Geist der
Wahrheit in unser Herz gepflanzt wurde.
Dadurch wird das demütige Fiat Mariens
auch unser Fiat und durch Gebet und täglicher
Weihe zur Reife gebracht. Nuccio
Die ganze Kirche
bete für den Papst
"Herr, lass ihn nicht in die Hände seiner
Feinde fallen" so endete das frühere Gebet
Pro Pontifice). Möge ein unaufhörliches Gebet
für den Hl. Vater zu Gott aufsteigen, wie es
geschah in der ersten Kirche zu Jerusalem für
Petrus in der Gefangenschaft. Wir wissen,
was dieser Papst heute für die Kirche und für
die Welt bedeutet. Er ist ein wahres Bollwerk
zur Verteidigung der Wahrheit. Es ist offen-
sichtlich, dass Maria ihn verteidigt und ihn
weiterhin wunderbar verteidigen wird gegen
alle Komplizen de Teufels, die seiner Person
nachstellen. Aber die Muttergottes will sich
auch unserer Hilfe bedienen, um die Feinde
fernzuhalten, die in einer listigen, hinter-
hältigen Weise nach seinem Leben trachten.
Es gibt auch heute viele Herodes, Juden,
Kaiphasse, Pilatusse - möge über dem Bösen
die unendliche, sieghafte Kraft der Barm-
herzigkeit des Vaters aufleuchten.
So ermuntert uns Bischof Paul M. Hnilica,
täglich gemeinsam für den Papst zu beten mit
dem Gebet, das Papst Leo XIII. "gegn den
Teufel und die aufrührerischen Engel" zusam-
mengestellt hat. So lautet es: "Heiliger
Erzengel Michael, steh uns bei im Kampfe.
Sei du unser Schutz gegen die Bosheit und
die Nachstellungen des Teufels. Gott gebiete
ihm mit Macht, wir bitten demütig darum.
Und du, Führer der himmlischen Heerscharen,
stürze den Satan und die andern bösen Geister,
die zum Verderben der Seelen in der Welt
umher-gehen, in die Hölle hinunter." Lehren
wir die Kleinen beten
- Der gleiche Bischof
wendet sich auch an die "marianischen
Familien": "im Geiste der Botschaften von
Fatima und im Hinblick auf die ungeheuren
Verpflichtungen, die Johannes Paul II. für
das grosse Jubiläum 2000 erwarten, wollen
wir von jetzt an, dem Jahr des Heiligen
Geistes, für ihn beten. Ich lade euch ein, mit
euern Kleinsten (5-10 Jahre) am Abend vor
dem Schlafengehen an den ersten neun Tagen
jedes Monats den Rosenkranz für den Hl.
Vater und für die Intentionen der Muttergottes
ein ganzes Jahr lang zu beten.
Diese ganz besondere Gebetsnovene für
den Papst könnte für Gott ein Geschenk eurer
Familile sein. Wenn ihr so eure Kinder von
5 bis 10 Jahren beten lehrt, verspricht euch
Gott wie damals den drei Hirtenkindern von
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Fatima, dass ER durch das Gebet den Frieden
bringen und das Leben des Hl. Vaters
beschützen wird. ER wird aber auch eure
Familien behüten, die durch das Fernsehen
so bedroht sind, so dass dieses bersonders am
Abend die Königin unsrer Wohnungen
wurde." (P.M. Hnilica)
Der Wind des Geistes weht
über Kuba
Die unübersehbaren Menschen-massen,
die Begeisterung der Menschen, der Respekt
und die Aufmerksamkeit Fidel Castros, haben
den Papst auf seiner in der Geschichte
einmaligen Pa-storalvisite auf Kuba (21.-26.
Januar 1998) begleitet, in der offensichtlich
der Heilige Geist zartfühlend und voll des
Triumphes gewirkt hat. Der vom hl. Vater
gesäte Samen wird Frucht bringen und „nichts
mehr wird in Kuba wie vorher sein.“ Anläßlich
der Homelie in Havanna vom Sonntag, dem
25. Januar 1998,
in Anwesenheit von einer
Million Kubanern, hat der Papst eine
zusammenfassende Erklärung seines
Besuches gegeben: „Ich bin hier unter euch
als Botschafter der Wahrheit und der
Hoffnung.“ Vor allem wandte er sich zu den
Katholiken: „Wir alle sind auf einen einzigen
Geist getauft, um einen einzigen Leib zu
bilden (vgl. 1 Kor 12,13), den mystischen
Leib Christi, der die Kirche ist.
Die Kirche Kubas ist daher weder allein,
noch isoliert, im Gegenteil, sie ist Teil der
universalen, auf der ganzen Welt verstreuten
Kirche. Da ich mich unter euch befinde, will
ich euch die gute Nachricht der Hoffnung in
Gott überbringen. Als Diener des Evan-
geliums, überbringe ich euch diese Botschaft
der Liebe und Solidarität, die Jesus Christus
durch Sein Kommen den Menschen aller
Zeiten angeboten hat. Es handelt sich weder
um eine Idee, noch um ein wirtschaftliches,
oder neues, politisches System, sondern um
einen Weg des Friedens, der Gerechtigkeit
und echten Freiheit.“ In Kuba bestehen noch
keine Ga-rantien für die Freiheit und
besonderen autonomen Rechte eines
demokratischen Landes, jedoch hat schon
vor Jahren das Eis zwischen Kirche und
Regime zu schmelzen begonnen, wobei den
Katho-liken eine größere Bewegungs-freiheit
eingeräumt wurde.
Johannes Paul II. hat von dem schwierigen
Verhältnis zwischen Staat und Kirche
gesprochen. Er hat in Liebe die Wahrheit
verkündet, ohne jemanden zu demütigen und
an den Pranger zu stellen. Er spricht von
„jenen Staats-formen“, die sich vorbehielten,
die Religion auf das rein Persönliche zu
begrenzen, und haben diese aller bedeutenden,
sozialen Einflüsse beraubt. Der Staat sollte
Fanatismus und extremen Säkularismus
ablehnen und ein soziales, ausgeglichenes
Klima, sowie eine angebrachte Gesetzgebung
fördern, die jeder Person und jeder Religion
die Freiheit gewährleiste, den eigenen
Glauben zu leben und ihn im öffentlichen
Leben zum Ausdruck zu bringen, sowie Mittel
und Freiräume zu schaffen, um im Leben des
Volkes den eigenen, geist-lichen, moralischen
und zivilen Reichtum einzubringen.“ Die
von der Kirche vorgestellte Gerechtigkeit.
Als erstes hat der Papst die sozialen Themen
berührt, indem er die Kirche als „Lehrerin an
Men-schlichkeit, die eine Kultur der Liebe
und des Lebens
ansteuert. Daher ist es nötig
weiter darüber zu sprechen, solange
Ungerechtigkeiten bestehen, und seien sie
auch noch so geringfügig. Immer und immer
wieder bedürfen Menschen der Stimme der
Kirche, sodaß ihre Küm-mernisse, Schmerzen
und ihr Elend erkannt werden: die Kirche ist
mit ihnen und der Papst umarmt alle jene, die
das Joch der Ungerechtigkeit tragen müssen.“
Er hat aber auch an die geistliche Wirklichkeit
der Kirche erinnert, die sich nicht nur auf die
Mission der sozialen Seite des Menschen
beschränkt. „Indem die Kirche ihre Mission
zu Ende bringt, stellt sie der Welt eine neue
Gerechtigkeit vor, die Gerechtigkeit des
Reiches Gottes
(vgl. Mt 6,33). Das ist die
umwälzende Veränderung, die die
Gesellschaft erwartet und deren sie bedarf;
man kann diese jedoch nur erringen, wenn
vorher die Bekehrung der Herzen aller
erfolgt, als Vor-aussetzung, um die nötigen
Änderungen in der Gesellschaft zu erwirken.
Die Wahrheit Jesu bezieht sich nicht allein
auf eine intellektuelle Erkenntnis der
Wirklichkeit, sondern auf die Wahrheit über
den Menschen und seiner transzedentalen
Dimension, seiner Rechte und Pflichten,
seiner Größe und seiner Grenzen. Die
Befreiung beschränkt sich nicht nur auf die
sozialen und politischen Aspekte, sondern
sie erreicht ihre Fülle in der Ausübung der
Gewissensfreiheit, die Grundlage und
Fundament der anderen Menschenrechte ist.“
Um Freiheit, soziale Gerechtigkeit,
Entwicklung und Solidarität zu verbinden,
hat der Papst daran erinnert, wie die „soziale
Lehre der Kirche“
zum Überlegen anregt
und vorschlägt, die Beziehungen unter den
unantastbaren Rechten eines jeden Menschen,
sowie die sozialen Erfordernisse, zu
beleuchten und zu versöhnen versuchen.
“ Hier sieht man wie wichtig es ist, daß
das katholische Laientum die Lehre kennt,
das seinerseits dazu aufgerufen ist, diese in
die verschiedenen Bereiche hinauszutragen.
Indem der Papst die Überwindung des
„unrechten Konfliktes zwischen Glaube an
Gott und Liebe im Dienst des Vaterlandes“
herbeiwünscht, hat er an das Vorbild des
kubanischen Patrioten und Glaubensmann
vom vergangenen Jahrhundert, Josè Martì,
hingewiesen: „Ein unreligiöses Volk ist dem
Untergang geweiht, denn es nährt keine
Tugend.“ Die kubanischen Zuhörer haben
die Rede des Papstes wiederholt durch Beifall
so sehr unterbrochen, daß der Papst mehrmals
scherzte: „Ihr seid eine sehr aktive
Zuhörerschaft;“ dem Papst gefällt der Beifall,
weil er dann ausruhen kann;“ „vielen Dank,
aber es reicht, ich muß noch eine Seite lesen.“
Am Ende hat er auf den Wind hingedeutet:
„Dieser Wind ist Zeichen des Heiligen
Geistes, der heute über Kuba weht.“ Er schloß
die Homelie mit einem Aufruf „sich von
Jesus Christus erleuchten zu lassen und ohne
Einschränkung den Glanz Seiner Wahrheit
anzunehmen“, sowie mit einer Anrufung der
„Virgen de la Caridad del Cobre“, der Königin
Kubas. Auch Fidel Castro hat die Zeremonie
aufmerksam verfolgt und am Ende freundlich
die Hand des Papstes ge-schüttelt. Männer,
Frauen, Priester, kamen zu ihm während der
hl. Messe um ihm den „Frieden des Herrn“ zu
wünschen. Als der Besuch zu Ende ging, hat
der „Leader Maximo“ aus Kuba gesagt, der
schon vorab Worte der Achtung für den Papst
hatte und ihn als „außerordentlichen Mann,
voll Cha-rismen mit einer Kämpfernatur“ be-
zeichnete, daß er „auch jene Worte mit tiefem
Respekt angenommen hat, worüber er nicht
einverstanden sein konnte.“ Vielleicht war er
überrascht, als er die Worte des Papstes an
die Jugendlichen hörte: „Ihr seit nicht
Kinder der Revolution, sondern der
Auferstehung“, und weiter: „Seid nicht
ängstlich, öffnet die Familien und Schulen
den Werten des Evangeliums, die keinen
sozialen Plan in Gefahr bringen.“
Vielleicht hat er verstanden, daß die
Kirche kein Feind ist, der zu bekämpfen ist.
Sie war es ja nie! Mirko
Am Ende zahlt sich der Mut zur
Wahrheit aus. Der Papst steht auf Seiten der
Wahrheit und deswegen hat er nie über die
Unterdrückung der unfreien Staatsformen des
Ostens geschwiegen, auch als man schönes
Gesicht zum bösen Spiel machte. Und zum
Schluß sind sie in sich zusammengebrochen.
So hat er auch gestern nicht über die traurige
Lage auf Kuba geschwiegen.
Schon auf der Hinfahrt im Flugzeug hat
er auf die Frage eines Journalisten „was
würde er gern von Castro auf dieser
geschichtlichen Reise hören“ geantwortet:
„Ich möchte immer und überall die Wahrheit
hören. Ich will, daß er mir die Wahrheit sagt,
als Mann, als Präsident... Ich will auch die
Wahrheit über das Land erfahren, über die
Beziehungen zwischen Kirche und Staat, über
alles, was wichtig ist. Der kubanische
Präsident weiß sehr wohl, wer der Papst ist
und wenn er ihn einladet, will das bedeuten,
daß er vorher wohl vor der Einladung überlegt
hat, was dieser wohl sagen wollte...“ Etwas
ist auf Kuba schon in Bewegung gekommen.
Hundert politische Gefangene sind frei-
gelassen worden und wir warten auf die
weitere Entwicklung. Man atmet eine andere
Luft.
Civitavecchia: Positive Schluß-
folgerungen, Ermutigungen Ratzin-
gers, das letzte Wort hat der Papst
Am 19. Januar 1998 hat der Bischof,
Mons. Girolamo Grillo, die Gläubigen,
Priester, Ordensleute und Laien einberufen,
um einen Pastoralbrief hinsichtlich der Tränen
der „kleinen Madonna“ vorzulesen. In diesem
Brief drückt er ein positives Bild über die
Lage aus, und das nach Abschluß der Arbeiten
seitens des theologischen Ausschusses und
den Untersuchungen der Kongregation für
die Glaubenslehre. Er fügt hinzu, daß die
Untersuchung der Vorkommnisse auf höherer
Ebene weitergeführt werden müssen, weil
die Angelegenheit internationale Verbreitung
gefunden hat und außerdem alles um die
Tränen kreist, die in den Händen des Bischofs
erfolgte, der kein Urteil in eigener Causa
abgeben kann. Im Brief spricht man davon,
„daß nunmehr die letzte Analyse vom Papst
abhängt, durch Mithilfe seiner engsten
Mitarbeiter.“ Gleichzeitig hat Kard.
Ratzinger
den Bischof angehalten, „den
Gläubigen, die aus Glaubensgründen nach
Civitavecchia kommen, jene Aufmerksamkeit
und pastorale Hilfe zuteil werden zu lassen,
um eine gesunde Verehrung der Jungfrau
Maria gemäß der Lehre der Kirche zu
gewährleisten.“ Es handelt sich daher um
eine ausdrückliche Anerkennung, daß in
Civitavecchia eine außerordentliche,
marianische Bewegung vorliegt und daß man
die vielen Wallfahrten mit ihren geistlichen
Früchten nicht verkennen darf.
Der Bischof hat auch einige pastorale
Richtlinien vorgegeben, um die Pilger besser
aufnehmen und geistlich orientieren zu
können. Diese beziehen sich auf das
Sakrament der Buße, das sehr gefragt ist, die
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Anbetung und die eucharistische Feier, die
Verfügbarkeit von Priestern, die Verbreitung
einer echten, marianischen Verehrung..., die
Errichtung von geeigneten Strukturen, da
sich ein zukünftiger, der Muttergottes
würdiger Pilgerort abzeichnet. Dritter
Jahrtag.
Das Echo auf den Brief seitens der
Massenmedien war sehr stark. Zu den
Feierlichkeiten am 2. Februar 1998, anläßlich
des dritten Jahrtages der ersten Tränen, sind
mehrere Tausend Gläubige aus ganz Italien
herbeigeströmt. Am Abend des 1. Februar
1998, zum Abschluß der großen Fußwallfahrt
vom Zentrum der Stadt Civitavecchia (eine
Strecke von acht Kilometern, die ca.
Dreitausend Gläubige bei Gebet und Gesang
begangen haben), hat der Bischof beim
großen, beleuchteten Kreuz eine große Statue
der Madonna gesegnet, die der verehrten
Statue von Tihalina nachgemacht ist.
Am 11. Februar 1998 wurde der Tag der
Kranken im Beisein des Unitalsi der Diözese
und Tausenden von Pilgern begangen. Der
marianische Fackelzug war beeindruckend
und wurde mit dem eucharistischen Segen
für jeden einzelnen Kranken abgeschlossen.
An jedem Samstag und Sonntag ist der
Pilgerandrang sehr groß und es wurde
notwendig, weitere Beichtväter aus Rom
herbeizurufen, außer den bereits anwesenden
fünf Priestern. Don A. Baldini, Pfarrer
Kibeho: Akt der
Wiedergutmachung durch den
Bischof nach der Verheerung, die
Maria vorhergesagt hatte
Bischof Misago kehrte zum Fest der
Schmerzhaften Muttergottes am 15. Septem-
ber l996 nach Kibeho zurück, diesem heiligen
Ort der Gnade wegen der übernatürlichen
Phänome der Achtzigerjahre: jetzt ein neues
Golgotha wegen des Blutvergiessens im
Bruderkampf zwischen Hutus und Tutzis.
Bei jener Gelegenheit brachte Maria ihrem
Volk diese Botschaft der Hoffnung auf das
Kreuz: "Die grossen Uebel, die in dieser
letzten Zeit über Ruanda gekommen sisnd,
wurden - wie es scheint - in Kibeho während
der Erscheinungen vorhergesagt, genau wie
die Dramen, welche die Kirche in den letzten
Jahren getroffen haben. Wir wurden gewarnt,
aber wir wollten nicht hören. Wir wurden
gebeten zu bereuen und uns aufrichtig zu
bekehren, als wir noch Zeit gehabt hätten.
Wir waren nicht bereit, diese Art Botschaften
anzunehmen. Ich rief das Marienheiligtum
von Kibeho an, das Heiligtum U.L. Frau der
Schmerzen, weil die in Kibeho gesagten
Worte von vielen Menschen gehört und die
Fakten beobachtet wurden. Während der
Erscheinungen, vor allem seit l982, betrach-
teten alle das Thema des Leidens und dessen
Rolle im Leben der Christen. Eine der
Botschaften lud zum Rosenkranz der sieben
Schmerzen der Jungfrau Maria ein. Alle
wurden wir ermahnt, Busse zu tun und die
Prüfungen im Geiste der Sühne für die Sünden
der Welt zu tragen, und die Passion Jesu zu
teilen zur Erlösung der Menschen." Der
Bischof erinnert an die Erscheinung, in
welcher die Seher entsetzt ein Meer von Blut
sahen, das durch die Strassen von Kigali und
ganz Ruanda floss und die Vernichtung
Kibehos in den Monaten April und Mai l994
ins Gedächtnis rief. Ein Jahr da-nach kamen
noch die vielen hingerafften Opfer dazu nach
der erzwungenen Schliessung der Lager für
Evakuierte. Wieviele Personen haben
Unsägliches gelitten, bis sie in einen Zustand
der totalen Erschöpfung verfielen. Deshalb
hat Mons. Misago vorgeschlagen, dass Kibeho
für uns alle ein heiliger Ort werde, der immer
an die Rolle des Kreuzes Jesu und den Wert
des Leidens im christlichen Leben auf dieser
Erde erinnere. Er schloss mit folgenden
Worten: "Der Jünger Jesu trenne sich nie
vom Kreuz, der Sohn Mariens ist nie geschützt
vor Prüfungen. Das sind die Worte der
Botschaft, die ich von den Sehern von Kibeho
erhielt." Im Heiligtum ist Ewige Anbetung
vor dem heiligsten Sakrament, das in der
provisorischen Kapelle ausgesetzt ist, denn
die Pfarrkirche hat schwere Schäden erlitten.
Einige Pilgergruppen baten um den Bau einer
Basilika, aber Mons. Misago erinnert daran,
dass Maria nicht von einer Basilika
gesprochen hat, sondern nur von einer Kapelle
oder bessser gesagt von zwei Kapellen, eine
kleine und eine grössere. (aus "Il Segno" -
Okt. l997)
Notizen aus dem gesegneten Land
* Die Vereinigung „Medjugorje für
Kinder“ gegründet vom Schweizer Pianisten
Mauro Harsch imJahre 1987, ein Jahr nach
seiner physischen und geistigen Heilung,
feierte im vergangenen Oktober den zehnten
Jahrestag ihrer eigentlichen Aktivitäten. Es
handelt sich um die erste Stiftung, die aus
Ereignissen in Medjugorje hervorging. Jetzt
ist sie in verschiedenen Ländern der Erde
tätig mit dem Ziel, konkrete Hilfe zu leisten
an Kinder in Not, vor allem an die
allerärmsten, an Waisenkinder, an verlassene
Kinder. Im besondern hat die Stiftung
geholfen, das „Dorf der Mutter“ zu realisieren,
das aus ca. 20 Bungalows besteht, jedes für
sieben Kinder und die entsprechenden
Erzieher eingerichtet. Um sie kümmert sich
P. Slavko (z.Zt.werden auch Mädchen in
Erwartung aufgenommen, die sonst abge-
trieben hätten).
* Gebetswache zum Jahresanfang -
Wie schon seit enigen Jahren wurde in Medj.
der 31. Dezember mit einer Mitternachtsmesse
beschlossen. Einige tausend Gläubige haben
daran teilgenommen: zahlreich die Jungen
aus fast allen europäischen Ländern und den
USA. Von Jahr zu Jahr wächst die Teil-
nehmerzahl und belegt damit die hohe
Wertschätzung dieser Initiative.
* Ein mexikanischer Bischof, der sich
nicht scheut, seine Ehre aufs Spiel zu setzen:
„Hier erneuert sich die Kirche“ - Anfang
November kam Don Lazaro Perez von der
Diözese De Autlan Jalisco mit einer
Pilgergruppe zu Besuch nach Medjugorje.
Hier einige seiner Eindrücke: „Medjugorje
ist in Mexiko gut bekannt, ich selber kenne es
seit 15 Jahren. Um ehrlich zu sein muss ich
zugeben, dass wir Bischöfe, wenn uns
Nachrichten über Erscheinungen und
ähnlichen Phänomenen erreichen, eher
zurückhaltend sind mit Erklärungen. Wir
fürchten, entsprechende Nachrichten zu
bestätigen, haben Angst, dass die Behauptung
brüchig seien oder sich zu Fanatismus
entwickeln könnten. Das war auch meine
Haltung am Anfang. Mein grosses Interesse
geht zurück auf den Tag,als mich per Zufall
das Buch des Theologen P. Laurentin
betroffen machte, in welchem er die
Erscheinungen beschreibt und der ganzen
Welt mitteilt. Ich habe das Buch mit grossem
Interesse gelesen und bin darin auf folgenden
aufrüttelnden Satz gestossen: "Wir durch-
schreiten eine Epoche, in der die Gärten der
Kirche keine Früchte mehr tragen: jetzt ist
der Moment, da die Jungfrau Maria kommt,
sie zu erneuern und ihnen neue Frische zu
verleihen". Daraus zog ich den Schluss, dass
die bestehenden Probleme in der Kirche
ungelöst und vielleicht ihre Hirten dafür
verantwortlich seien. Ich wusste mich einer
von ihnen.
Wir brauchen heilige Priester und Hirten,
die sich bemühen, in der Nachfolge Christi
und nach dem Herzen Jesu zu leben.
Die verpasste Lösung von Problemen in
der Kirche hat dem Atheismus, dem
Säkularismus und einer konsumistischen
Gesellschaft Tür und Tor geöffnet; diese
haben eine Kultur von Werten geschaffen,
die der Lehre des Evangeliums entgegensteht.
Ein Freund, Theologe, hatte mir geraten,
nicht nach Medjugorje zu gehen: er würde
nicht seine Theologenwürde riskieren. Prof.
Laurentin jedoch sagt, dass solche Theologen
sich zwar der marianischen Doktrin für ihre
Lehr-tätigkeit bedienen, aber keinen
spürbaren Bezug in ihrer Begegnung zu Maria
haben. All dies hat mir geholfen, in mir ein
grosses Interesse an der Begegnung mit der
Jungfrau zu entdecken. Festhalten möchte
ich vor allem, dass die Früchte von Medjugorje
besondere Beachtung verdienen, und ich kann
sagen, dass ich viele gute Früchte festgestellt
habe. Ich werde meine Gläubigen einladen,
nachuMedjugorje zu gehen ... schade ist nur,
dass es so weit von Mexiko entfernt liegt.“
Mons. Perez berichtete über die Be-gegnung
mit Vicka, welche die Wichtigkeit der
Botschaften der Muttergottes über die
Bekehrung, das Fasten, das Gebet, das
Verzeihen, das Sakrament der Beichte
bekräftigt. „Persönlich blieb mir das folgende:
Wenn die Gottesmutter sucht, durch Christus
diese Werte wiederzubeleben, so muss dies
die fundamentale Aufgabe eines jeden
Priesters und auf besondere Weise von uns
Bischöfen sein. Wir müssen unsern Gläubigen
zeigen, dass es einen Weg des Heiles in
dieser Welt gibt, da Christus unser Weg und
unser Retter ist. Hier sehen wir, dass die
Mutter Christi uns einlädt, das zu leben, was
uns zum Heile dient.“
* Missionsreise von Pater Ivan - Auf
Einladung der Kroatenmission des Kanada
und der USA verbrachte der Pfarrer von
Medjugorje, P. Ivan Landeka, die Weih-
nachts- und Neujahrszeit in verschiedenen
kroatischen Gebetszentren. In Den Haag
besuchte er die kroatischen Gefangenen beim
Internationalen Ge-richtshof. Er erhielt die
Erlaubnis, mit ihnen Weihnachten zu feiern.
"Das Personal war sehr höflich" sagte P.
Ivan. "Die Gefangenen, festlich gekleidet,
waen in guter Verfassung. Ich konnte mit
jedem von ihnen sprechen, diejenigen, die es
wünschten, beichteten. In der Messe sangen
sie Weihnachtslieder und teilten sich in die
Lesungen und das Gebet der Gläubigen. Zum
Schluss: viel Fröhlichkeit um eine festliche
Tafel, mit sehr viel Freude!"
background image
* 5 Fasten- und Gebetsseminare,
organisiert und geleitet von P. Slavko
Barbaric, werden in der DOMUS PACIS als
Vorbereitung auf Ostern durchgeführt, wie
dies bereits seit einigen Jahren Brauch ist.
Das erste beginnt am 2. März, das letzte wird
unmittelbar vor Ostern enden.
* Zeugnis von P. Michel O'Caroll - Der
irische Pater O‚Caroll, beachteter Experte in
Mariologie, hat neben berühmten Werken
über Maria auch ein Buch über Medjugorje
geschrieben. Erneut ist er mit vielen irischen
Pilgern nach Medjugorje gekommen und
erklärt: "Medj. ist ein grosses Geschenk für
die heutige Kirche. Es wächst und verbreitet
sich unablässig. Wunderbar zu erfahren ist
die Inbrunst des Gebetes, der starke Glaube
des Volkes und die Vielzahl der Beichten und
Beichtväter. Hier ist die Fürsprache und die
Macht der Gottesmutter evident. Auch der
Papst anerkennt dies.
Als der südkoreanische Bischof Kim zu
ihm seine Dankbarkeit über die Befreiung
Osteuropas vom Kom-munismus ausdrückte,
antwortete der Papst: "Die Dankbarkeit gehört
nicht mir, sie gehört U.L. Frau von Fatima
und von Medjugorje." - "Ich, fährt der Pater
fort, erlebe hier stets eine Erneuerung meines
Glaubens und des Gebets.." Auf die Frage,
weshalb in der Kirche eine derartige
Opposition gegenüber diesen Ereignissen sei,
antwortete er: In der Kirche verdichtet sich
eine Apostasie. Ich persönlich, wie andere
marianische Experten, sehe in Medjugorje
die Fortsetzung von Fatima... Dank
Medjugorje haben in Irland viele Menschen
zum echten Glauben zurück-gefunden, zum
Gebet, den Sakramenten, vor allem der
Beichte. Die Madonna führt uns zu Jesus und
öffnet uns dem Heiligen Geist. Angesichts
all dieser so offensichtlichen Fakten ist es für
mich ein echtes Geheimnis, weshalb die
offizielle Kirche all dies nicht akzeptiert.
Aber dies soll kein Problem für uns sein. Wir
wollen auf die Einladungen von Maria
antworten, der ganze Rest wird dann kommen,
wenn die Vorsehung es will. Behütet
Medjugorje ... es ist eine Hoffnung für uns
alle!" (aus Press Bulletin)
* Sr. Emmanuel verbrachte die ersten
Februartage in Malesien, Singapur und
Australien, um über das Herz Mariens gemäss
den Lehren von Medjugorje zu sprechen. In
Malesien hatte sie die Freude, Bischöfe zu
treffen, die ihre Priester ermutigten, die
Kirchen für die Konferenzabende nach dem
Geiste Medjugorjes zu öffnen. "Das Beispiel
eines Bischofs hat mich besonders berührt.
Nach seiner Rückkehr aus Medjugorje lebt er
die fünf Bausteine, beobachtet die beiden
Fastentage und fördert grosse Gebetswachen
in seiner Kathedrale. Er verbringt die ganze
Nacht vor dem Herzjesufreitag mit seinem
Volk im Gebet vor dem Allerheiligsten mit
Gesängen und Lehren: eine Inbrunst die
aufrüttelt. Resultat: in seiner Kathedrale zählt
man die Taufen zu hunderten im Jahr.
Die Jungen in den Versammlungen sind
sehr betroffen. Nach den Vorträgen verlangen
sie Erklärungen, um die Wünsche der
Gottesmutter besser in die Praxis umzusetzen.
Sicher kamen sie nicht aus "geistigen
Tourismus-Gründen" hieher, vielmehr als
Arme, glücklich, sich Maria nähern zu dürfen.
In Australien hat mich P. Tim Deeter zu den
Zusammenkünften in den Kirchen und
Schulen begleitet: sein Zeugnis wäre ein
Buch wert! Mein Dank geht an alle, die in
ihren Gebeten dieser Völker gedenken und
diese Missionsreise begleitet haben."
* Vorsicht gegenüber falschen Stimmen
hat Vicka kürzlich gemahnt. Die Seher von
Medjugorje bekräftigen, dass die Madonna
nie gesagt hat, dass die täglichen Erschein-
ungen bald aufhören, und auch nicht, dass die
Geheimnisse bald entschleiert würden. Im
Gegenteil wiederholt die Madonna, nach ihrer
Meinung zu beten und wünscht, dass wir treu
das leben, was sie von uns verlangt.
Ebenso wenig hat die Gospa gesagt, es
sollten vier Gebets- und Fastentage gehalten
werden wegen eines bevorstehenden Krieges!
Dies sind unkontrollierte Aeusserungen eines
Pilgers, der die Worte der Madonna
missverstanden haben muss ... und schon
machen sie die Runde um die ganze Welt.
Aber wir wissen, wie man Kriege gewinnt. Je
zahlreicher diejenigen, die Marias Botschaften
leben und den Frieden in ihrem Herzen tragen,
um so eher wird der Urheber aller Kriege zur
Ohnmacht gezwungen.
* Medjugorje betet für den Papst in
der Erwartung des Jubiläums - Brüder und
Pilger schrieben aus Medjugorje an den Papst
am 1. Jan. 98: "Heiligster Vater, von Herzen
möchten wir Sie aus Bosnien-Herzegowina
trösten mit einem Versprechen, das wir der
Königin des Friedens gemacht haben, die seit
16 Jahren an diesem Ort erscheint, der zu
einem internationalen Gebets- und Be-
kehrungszentrum geworden ist, von Millionen
von Pilgern besucht, Hunderten von
Bischöfen, zehntausenden von Priestern.
Ihre Heiligkeit, dies ist unser Versprechen
an Sie: die Pfarrei Medjugorje, im Hinblick
auf die Nähe des grossen Jubiläums, möchte
Ihnen die Unterstützung eines täglichen
Gebetes schenken, im besondern für Ihren
universellen Auftrag mit fol-gender Meinung:
es möge Johannes Paul II vergönnt sein, die
Heilige Pforte an Weihnachten l999 zu öffnen.
Seit Beginn und immer wieder hat die
Madonna in ihren Botschaften von uns allen
gewünscht, ganz besonders für den Papst zu
beten, denn sie hat einen besondern Plan für
Seine heiligkeit. Mehr denn je geben wir uns
Rechenschaft davon, dass der enorme geistige
Kampf - wovon wir in Bosnien-Herzegowina
während des Kriegs kummervollste Erfahr-
ungen gemacht haben - nur mit den Waffen
des Evangeliums gewonnen werden kann.
Hiezu ruft uns die Madonna unablässig auf:
Gebet, Fasten, Bekehrung der Herzen,
sakramentales Leben, rosenkranz und die
Weihe an ihr Unbeflecktes Herz. Im
Bewusstsein unsrer pastoralen Verantwortung
die erweitert wurde durch die Erscheinungen
und die durch sie angezogenen Millionen
von Pilgern, fühlen wir uns verpflichtet, die
Pilger anzuhalten, ganz besonders für Sie,
geliebtester Heiliger Vater, zu beten. Die
Inspiration hiezu glauben wir von der Königin
des Friedens erhalten zu haben, die von uns
wünscht, Medjugorje geistig in den Dienst
Ihrer Heiligkeit zu stellen: möge die Gnade
des stellvertretenden Gebets aus so vielen
Herzen sich über die Welt ergiessen als Stütze
von Medjugorje für Johannes Paul II, dem
Papst Mariens: er möge die Aufgabe, die
Gott ihm anvertraut hat, zum Ziele führen.
(aus Press Bulletin)
Die heilige Jungfrau - Steuerrad unseres
Lebens - So antwortete ein alter Priester
einem jungen Mädchen, das sich ernsthaft
fragte, welches der Plan Gottes mit ihrem
Leben sei: "Wenn du nachts von Avignon
nach Marseille fährst, beleuchten deine
Scheinwerfer nicht die ganzen hundert
Kilometer des Weges. Sie erhellen nur das
Stück Strasse, welches du brauchst. Die Gospa
tut dasselbe, wenn sie dich führt. Sie will dich
ins Paradies bringen, beleuchtet aber nicht
den ganzen Weg, vielmehr nur das nötige
Stück Strasse um voran zu kommen. Willst
du einen Kilometer weit im voraus sehen,
riskierst du, aus der erleuchteten Kurve
herauszufliegen.
Desgleichen, wenn deine Augen wie
angeklebt am Rückspiegel haften, riskierst
du leicht, in einem Baum zu landen. Lebe
lieber Tag für Tag im Vertrauen auf die
Gottesmutter!" Ein Jahr später erklärt die
junge Frau: "Dieser Rat hat mein Leben
verändert: ich übergab meine Zukunft den
Händen der Gospa und Unruhe und Angst
machten einer tiefen Freude Platz, mich bei
ihr sicher zu fühlen. Einige Wochen nach
meiner Begegnung mit diesem Priester hat
Jesus mich zu radikaler Umkehr gerufen.
Glücklicherweise war ich schon vorbereitet,
sonst hätte ich seinen Ruf nicht aufnehmen
können und noch weniger dazu "ja" gesagt.
Ich bete für die Jungen damit sie ihre Zukunft
Maria anvertrauen und aufhören, sich selbst
zu zerquälen, sondern sich ihr übergeben und
Sicherheit finden. Wenn ihr die Scheinwerfer
eurer Wagen anmacht, erneurt euer „Ja“ an
Maria um euer „Heute“ zu leben!"
* Konferenzräume anstelle der Zelte -
Die Arbeiten in der Pfarrei gehen voran.
Eines der grossen grünen Zelte ist bereits
demontiert: an dessen Stelle wird ein
Konferenzraum, unterteilbar in drei Teile,
entstehen, der ca. tausend Personen zu fassen
vermag.
* Ein Kardinal in Medjugorje? - Der
Erzbischof von Wien, Mons. Christoph
Schönborn
, ist vom Papst am 21. Februar
zum Kardinal ernannt wor-den. Vergangenen
26. September hatte er P. Jozo gestattet, in
der übervollen Kathedrale zu sprechen. P.
Jozo berichtete uns etwas aus dem Gespräch
mit dem Erzbischof: "Er verstand sehr gut,was
der Sinn von Medjugorje ist, wie auch der
Bewegung, die daraus erwächst. Ich habe
ihm sehr offen unsre Schwierigkeiten gezeigt,
aber vor allem die Früchte, die von der
Gottesmutter stammen, von ihren Erschein-
ungen und ihren Botschaften, die sie seit
mehr als 16 Jahren gibt. Mons. Schönborn
hat mir von Kardinal Ratzinger gesprochen,
der die Wichtigkeit der Früchte von
Medjugorje anerkenne. Darüber hinaus hat er
untrstrichen, dass fast alle Kandidaten seines
Seminars ihre Priesterberufung in Medjugorje
gefunden haben. Ich habe ihn eingeladen,
nach Medjugorje ztu kommen, und er
antwortete, das könne sehr gut sein, wenn er
eines Tages komme. Unterdessen hat er mich
ermutigt, im Dienste der Madonna weiter zu
arbeiten." (aus dem Tagebuch von Sr.
Emanuel)
Interview mit Marija: Vom Gebet
zur Gabe des Glaubens
Geben wir kurz einige Stellen des
Interviews vom vergangenen 14. Januar in
Monza von Alberto Bonifacio mit Marija
wieder. Auf die Frage, ob Marija Kenntnis
davon hat, wie der Papst über Medjugorje
denkt, ist die Antwort sehr präzise und reich
an Zeugniskraft: sie beweist — wie alle
wissen — ein reales Interesse des Papstes,
der übrigens auch das ECO DI MARIA liest.
Und auf die Frage von Alberto: Aber er ganz
persönlich, glaubt er deiner Meinung nach an
Medjugorje?“ antwortet Marija: „Ja. - Ja,
denn bei verschiedenen Gelegenheiten hat er
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gesagt, dass er daran glaubt.“ Später fragte
Alberto, ob es wahr sei, dass die Madonna
von den Sehern verlangt habe, das
Ordensleben zu wählen. Die Antwort war:
Nein! Die Madonna hat nie eine explizite
Einladung für das religiöse Leben gemacht.
Wir jedoch hatten zu Beginn über Lourdes
und Fatima gelesen und dachten, dass die
Erscheinungen höchstens 18 Male andauern
würden wie in Lourdes, und dass unser Leben
ins Kloster führen müsste wie für Bernadette
und Lucia. Ich war tausend zu tausend
überzeugt, dass ich ins Kloster gehen wollte
und auch Ivan und die andern suchten diesen
Weg.“ Dann erzählte Marija in aller
Einfachheit, wie wechselnde Begebenheiten
sie überzeugt haben, die Ehe zu wählen, und
wie es ihr jetzt gelingt, das Familienleben
(sie hat drei Kinder) mit der Aufgabe der
Seherin zu vereinbaren. Alberto frägt, ob
nach mehr als 16 Jahren Erscheinungen sich
ihre Beziehungen zur Madonna gewandelt
hätten; Marija erwidert, dass sich nichts
geändert habe, dass die Madonna stets als
dieselbe erscheine, eher jünger als in den
ersten Tagen. Nur - so fügt Marija bei - jetzt
sind wir reifer geworden und dank Gott und
der Madonna hält unser Wachstum an.“
Marija unterstreicht, dass auch durch
Zeugnisse von jenen, die direkte Kenntnisse
haben, wie auch durch das Leiden es möglich
sei, Jesus zu begegnen; so sei das Kreuz real
ein Geheimnis des Heils und lade dazu ein,
das Leid für die Brüder und für dieSeelen im
Fegfeuer aufzuopfern. Alberto, angesichts
der Leiden einer Schwester, frägt, ob das
Opfer Christi am Kreuz bis zum letzten
Blutstropfen nicht genüge zu unserm Heil,
warum verlangt der Heilsplan Gottes auch
unser Leiden? Marija antwortet: „Häufig
sagen wir, dass das Leiden ein Geheimnis sei,
aber ich sage stets : durch das Leiden begegnen
wir Jesus am Kreuz. Wieviele sagen mir:
wenn ich dieses Leiden nicht gehabthätte,
wäre ich Jesus nie so nahe gekommen ... Wir
beklagen den Tod unsrer Lieben: sie war
jung, hätte gerettet werden können. Wir
wollen ein langes Leben, aber vergessen die
Ewigkeit. Beten wir für die Menschen, die
den Leidenden beistehen, dass sie ihnen
helfen, ihren Schmerz für andere aufzuopfern.
Auf die Frage nach dem Andauern der
Erscheinungen erklärt Marija, dass sie nicht
weiss, wann die Erscheinungen aufhören
werden, und fügt bei: Einmal haben wir die
Madonna danach gefragt“, und sie antwortete:
„Seid ihr meiner müde geworden?“ Ab diesem
Moment sagten wir uns: wir fragen nicht
mehr.“ Alberto: „Mit dem Verharren in einer
so verderbten Welt, d.h. mit Abtreibungen,
Scheidungen, Kriminalität, Ausgrenzungen,
Kriege ... wird die Madonna deiner Meinung
nach weiter Tränen vergiessen oder sind
Strafen für die Menschheit zu erwarten?“
Marija antwortet: „Ich sage immer, dass die
Madonna, als unsre gute Meisterin, uns neu
erziehen will ... Ein Mensch, der Gott nicht
an den ersten Platz in seinem Leben stellt, ist
fähig zu allem, zu stehlen, zu morden, etc. ...
Gott an den ersten Platz stellen, der ganze
Rest wächst dann daraus.“ „Also, ich denke,
dass die Madonna gekommen ist, um uns
zum Glauben umzuerziehen... Ich habe
gesehen, wie sie uns wirklich Christus bringt,
uns zu Christus hinführt, uns den Weg zur
Kirche weist, uns die Gebetsgruppen zeigt,
wo wir lernen können, uns zu begegnen,
zusammen zu beten, einer dem andern zu
helfen, Erfahrungen des täglichen Lebens
auszutauschen. Die Madonna wirft uns quasi
jeden Tag auf die eine oder andere Weise in
diese Glaubens-wirklichkeit. Einst sagte sie:
Der Glaube ist ein Geschenk, durch das Gebet
könnt Ihr das Geschenk des Glaubens haben,
und sie sagte uns: betet um die Gabe des
Glaubens.“
(Für das ganze Interview auf
Videocassette wende man sich an
Videomission (P. Aldo Rottini), Via Piamarta
9, I-25121 Brescia - Tel. 0039-303772780).
Wie der heilige Pfarrer von Ars
die Pfarrei eroberte
Pfarrer von Ars kam in den kleinen Ort
vor Lyon, wo man seit zwanzig Jahren keinen
Priester mehr gesehen hatte. Fast niemand
schien ihn zu bemerken. Die Leute kamen
nicht in die Kirche, nicht einmal jetzt, wo sie
geöffnet war und ein Lämpchen brannte. Sie
arbeiteten auf den Feldern, auch an den
Sonntagen, verdammt zu einer mühevollen
Arbeit ohne Licht und ohne Hoffnung auf
Erlösung. Sie waren in ihren Läden, wo sie
nur mit materiellen Dingen handelten. Die
Leute blieben in ihren Häusern verschlossen,
Gefangene eines familiären Egoismus, typisch
für Provinzler und charakteristisch für Zeiten
religiöser Dürre und des Misstrauens.
Der Pfarrer ging nicht auf den Kirchplatz,
um die Leute zu rufen. Er lief auch nicht die
Strassen entlang, um sie aus ihrer
Gleichgültigkeit aufzurütteln. Er machte ihnen
keine Vorwürfe, klagte sie nicht an. Er
erinnerte sich - oder vielleicht hatte er sie nie
vergessen - einer der schwierigsten Lehren
Jesu: jener vom Beten und vom Fasten. Er
kniete sich vor den Tabernakel und verblieb
dort lange Zeit im Gebet, ohne Essen, ohne
Schlafen oder wenigstens nur das Nötigste,
um sich am Leben zu erhalten - ein paar kalte,
halbnverfaulte Kartoffeln und nur drei
Stunden Schlaf auf dem Fussboden oder auf
Reisig. Waren auch die Menschen zerstreut
und viebeschäftigt in Ars, so, begannen sie
sich doch zu fragen, was wohl ihr Pfarrer
mache und wie er lebe. Ein altes Weiblein,
mehr neugierig als andächtig, trat in die
Kirche. Sie sah ihn unbeweglich vor dem
Tabernakel in der abgefärbten Soutane, die
ihm über die sehr hagern Schultern hing. Den
Kopf konnte er kaum aufrecht halten, sein
Hals war ganz dünn. Eine andere Frau kam
ins Pfarrhaus. Der Herd war kalt, die
Speisekammer leer, das Bett ohne Matratze
und Decken. "Herr Pfarrer, wie lebt ihr?" -
"Seht - entgegnete er - ich lebe". Nach der
ersten Neugierigen kamen andere in die
Kirche. Als sie den Pfarrer knien sahen,
knieten sie sich auch hin. Als sie ihn beten
hörten, beteten sie mit ihm. Und sie beteten,
bis sie weinten, denn die Gebete des Priesters
waren so ergreifend, dass alle bewegt wurden.
Siehe da, andere kamen ins Pfarrhaus mit der
Ausrede, einen Rat zu erbitten. Die Ratschläge
des Pfarrers waren so gut, dass sogar einige
baten, beichten zu dürfen. Die Beichte war so
engelhaft, dass sich die Leute erbaut, gestärkt
und erleichtert fühlten, wie schon lange nicht
mehr. Ars begann sein Gesicht zu verändern.
"Ars war nicht mehr das Ars von früher".
Innert weniger Jahre wurde es das frömmste
Dorf in der Region Lyon.
Fragestunde zum Gebet (1)
1. Wozu beten? - Wenn jemand euch frägt:
Was will die Madonna in Medjugorje? gebt
acht, was ihr antwortet. Sagt ihr: "Die Madonna
will drei Rosenkränze pro Tag, zwei Tage
Fasten (Mittwoch und Freitag), die monatliche
Beichte und den häufigen Besuch der Messe",
werden die Leute euch sagen: "Danke, wir
wissen schon alles". Antwortet ihr aber: "Die
Madonna will uns lehren, im Frieden zu leben,
sie zeigt uns, wie man die Kraft zum Verzeihen
erlangt ... ", wird der eine oder andere euch
fragen: "Wie? Auch ich hätte den Frieden
nötig!" Und du kannst ihm sagen: "Es ist sehr
einfach, Frieden zu haben: bete den ganzen
Rosenkranz jeden Tag, faste, geh beichten,
nimm teil an der Messe, und du wirst den
Frieden haben." Viele Christen sind wie ein
Student, der vergessen hat, was er werden
wollte. Nehmen wir einen Studenten, der wollte
ein guter Arzt werden; im Lauf des Studiums
vergisst er, dass er ein guter Arzt werden
wollte. Was wird aus seinen Studien? Jede
Stunde wird zur verlorenen Zeit. Wozu
studieren, wenn man vergessen hat, was man
werden wollte? So beten viele nicht mehr, weil
sie nicht mehr wissen, wozu sie beten sollen!
Für viele ist Beten Zeitverlust. Für viele bedeutet
Fasten nichts mehr, als zu hungern. Es ist nur
natürlich, wenn sie so denken, dass sie weder
beten noch fasten. Aber wenn einer weiss,
warum er betet und warum er fastet, findet er
leichter zum Frieden.
3. Gleichviel beten wie essen? - Seien wir
ehrlich: unter den Katholiken ist das Gebet in
der Krise. Viele beten nicht, überhaupt nichts!
Viele sagen, dass sie beten, frägt man sie
jedoch: "Wieviel betest du am Tag?", ist die
häufige Antwort: "ein Kreuzzeichen", "das
Gebet zum Schutzengel, ein Ave Maria, das ist
alles". Und sie fügen hinzu: "Doch, ich bete!"
Wer so handelt, kann nicht sagen, dass er betet.
Das Gebet ist eine Begegnung mit Gott. Wenn
wir jemandem begegnen wollen, müssen wir
uns Zeit nehmen. Wir hingegen entschuldigen
uns: ich habe keine Zeit. Wir entwickeln grosse
Fertigkeiten, wir Katholiken, mit dieser
Entschuldigung, keine Zeit zu haben!
Kürzlich sagte ich in einem Gespräch über
das Gebet: Wenn die Katholiken beginnen
würden, soviel zu essen wie sie beten, in zwei
Wochen wären zwei Drittel im Jenseits und ein
Drittel würde bei ihrem Pfarrer verbleiben,
angenommen, der Pfarrer hätte überlebt. Ich
bin sicher, dass viele von uns gestorben wären,
hätten wir gleichviel gegessen, wie wir gebetet
haben; auf unserem Grab müsste stehen: "hier
hat ein ehrlicher, guter Katholik seinen Frieden
gefunden, der soviel gegessen als gebetet hat."
Aber wenn wir beginnen, soviel zu beten wie
wir essen, ändert die Situation! Gott hat unser
Herz und unsre Seele so geschaffen, dass wir
jeden Tag die Begegnung mit ihm nötig haben.
Wer nicht isst, stirbt. Wer keinen Kontakt mit
Gott hat, ist geistig tot. Wer geistig tot ist, kann
nicht lieben, kann nicht verzeihen, kann nicht
Freund sein, und nicht den Frieden haben.
Darum wünscht die Madonna, dass wir auf ihr
Einladung zum Gebet antworten: weil sie
möchte, dass ihre Kinder leben, dass die
Familien leben können und deswegen auch die
Welt im Frieden leben kann, immer. Möge
diese Pilgerfahrt euch ein wenig helfen, auf die
Einladung zum Gebet zu antworten.
4. Habt ihr einen Gebetswinkel? - Die
Madonna lädt uns ein, einen Ort für unser
Gebet zu schaffen. Habt ihr dies schon häufig
gehört? Eine Ecke mit der Bibel, dem Kreuz,
dem Rosenkranz ... Ein kleiner Winkel mit
einer Atmosphäre, die dir beten hilft. Wenn
z.B. die Familie in der Küche isst oder anderswo
und die Mutter oder der Vater sagt: "lasst uns
zum Herrgottswinkel hinüber-gehen." Hier ist
es leichter, sich zu konzentrieren, in das Gebet
einzutreten. Aber schaut, als ihr euer Haus
gebaut habt , hattet ihr euerm Architekten
gesagt, er müsse an alles denken. In reichen
Ländern achtet man darauf, wo der Zweit- oder
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Drittwagen seinen Platz haben soll... aber wer
hat seinem Architekten gesagt, er solle einen
schönen Gebetswinkel schaffen? Oder wenn
ihr ein fertiges Haus gekauft habt, habt ihr dann
zuerst geschaut, wo sich der Ge- betswinkel
einrichten liesse? Wichtig ist, dass in der
Familie gebetet wird und dass es hiezu einen
Herrgottswinkel braucht.
5. Betest du, weil du es willst? - Die
Madonna lädt uns auch zum persönlichen Gebet
ein. Das persönliche Gebet, das du mit Liebe
gibst, für welches du dich aus "Liebe
entschieden hast. Dann wird dein Gebet nicht
mehr davon abhängen, wer betet und wer nicht.
Du betest darum, weil du die Entscheidung
dazu aus Liebe getroffen hast. Es ist heute nicht
leicht, und dies gilt vor allem für die Jugend,
sich persönlich für das Gebet zu entscheiden.
Die Mentalität, die wir hegen, ist für den Geist
des Gebetes nicht günstig., auch nicht für eine
Entscheidung für Gott. Ich kenne z.B.
katholische Länder, wo in der ersten Klasse
dem Kind gesagt wird, es könne wählen, in den
Religions-unterricht zu gehen oder nicht. Ich
könnte mit dieser wunderschönen Freiheit
einverstanden sein, wenn sie auch für alle
andern Fächer gälte. Vermutlich wäre die Klasse
für Mathematik nicht gerade überfüllt! Andere
vertreten folgende Ansicht: wenn meine Kinder
18jährig sind, können sie selber über ihre
Religion bestimmen. Ich will ihnen nichts
aufdrängen. Auch diese Freiheit wäre
annehmbar, wenn die andern Dinge auch nicht
aufgedrängt würden. Z.B. habt ihr die
Muttersprache euern Kindern mitgegeben,
warum habt ihr nicht gewartet, bis sie 18
waren? Alles wird auferlegt! Schaut das
Fernsehen! Die Madonna ist weiss Gott nicht
für Fanatismus und noch weniger will sie etwas
mit Gewalt aufdrängen, aber eine persönliche
Entschei-dung, doch, das möchte sie.
Ein anderes Beispiel: ihr begegnet einem
Trunkenbold auf der Strasse mit zwei Flaschen
in der Hand und der dritten, die er gerade leert.
keiner wird sagen, er sei verrückt, höchstens, er
habe Probleme und darum trinke der Aermste.
Aber wenn ihr auf derselben Strasse einen
trefft, der den Rosenkranz betet ... ist er wohl
sehr weise oder sehr verrückt? Die meisten
werden sagen: verrückt. Ihr seht, wie schwierig
es für viele ist, sich für Gott zu entscheiden, für
das Gebet, für die Messe. Es ist nicht leicht,
sich zu entscheiden und anders zu sein als die
andern. Häufig hilft die Familie nicht; darum
empfiehlt die Madonna die Gebetsgruppen, die
helfen können. Also entscheidet euch für Gott
und für das Gebet und ihr werdet erfahren, dass
man es wirklich kann.
Fragestunde zum Gebet (2)
1. Warum wird das Gebet nicht zur
Freude? - In einer Botschaft sagte die Madonna:
"Lebt alle Worte, die ich euch während dieser
Zeit der Gnade gegeben habe, und erneuert das
Gebet, bis dass es euch zur Freude wird". Beten
ist unsere erste Aufgabe! Aber kann denn das
Gebet Freude werden? Wir können sagen ja,
weil die Madonna es sagt, darum ist es möglich.
Aber werfen wir einen Blick auf die Menschen,
die beten.
Wenn ihr an einem Sonntag in eurer Pfarrei
in die Messe geht, habt ihr etwa den Eindruck
von grosser Freude im Herzen der Leute, die
daran teilnehmen? Und wenn wir uns erinnern,
wie in den Familien gbetet wird, habt ihr da
eine tiefe Erfahrung von Freude? Viele beten
nicht mehr, gar nichts. Andere beten wenig,
wenig. Viele kommen zur Messe, beten jedoch
nie, und darum ist für sie die Messe immer
langweilig, ermüdend, der Pfarrer redet stets zu
viel. Diese Leute haben höchstens ein bisschen
Freude, nämlich dann, wenn der Pfarrer sagt:
"Gehet hin im Frieden." So gehen sie mit viel
Freude nach draussen.
Wo ist die Freude im Gebet? Um zu
verstehen, wie das Problem zu lösen ist, denken
wir ein wenig an das, was zwischen uns
geschieht: magst du jemanden, hast du immer
Freude, mit ihm zu sein,und die Zeit ist stets zu
kurz; kannst du nicht mit ihm zusammensein,
bist du traurig. Liebst du aber einen Menschen
nicht, wirst du nie Freude haben, mit ihm
zusammen zu sein. Auch nur zu denken, du
könntest ihn treffen, ist bereits unangenehm.
Hier ist die Antwort, wie Gebet zur Freude
wird: Wenn in unserm Herzen die Liebe zu
Gott Platz hat, werden wir Freude habn, denn
beten bedeutet, bei Gott zu sein. Wo die Liebe
fehlt, ist Freude nicht möglich. Darum beten
viele Menschen nicht und haben auch die Freude
nicht. Und ich bitte euch, nie mehr zu sagen:
"ich habe keine Zeit zum beten", denn das ist
nicht wahr. Wahr ist eine andere Sache: die
Liebe fehlt! Hier verstehen wir, wie wichtig
die Absicht der Gospa ist, wenn sie jeden
zweiten des Monats mit Mirjana betet: sie sagt,
dass sie für die Menschen beten, die die
Erfahrung der Liebe Gottes noch nicht gemacht
haben. Es ist notwendig zu beten, um die
Gnade der Liebe zu erlangen!
2. Das Gebet des Herzens - Auch sagt uns
die Madonna: "Ich wünsche, euch zum Gebet
des Herzens hinzuführen". Das Gebet des
Herzens ist das Gebet, das aus der Liebe
erwächst. Das Gebet des Herzens ist das Gebet,
für das du dich aus Liebe entschieden hast; es
gilt, das Gebet von den Gefühlen zu befreien.
Die einzige Sache, die du tun kannst, ist, dem
Gebet treu zu bleiben. Wie du dich heute fühlst
oder morgen, ist nicht wichtig: treu sein im
Gebet! Wenn wir beginnen, diesen Punkt zu
überdenken, finden wir zu viel Egoismus in
unserem Gebet: "ich brauche es und also geh
ich beten" - "ich fühle nichts mehr, also bete ich
auch nicht". - "Hab ich doch gebetet, Gott hat
nicht gegeben, also bete ich nicht mehr". Unsere
Gebete können atheistisch sein, ohne Gott;
auch wenn wir Vater Unser sagen, kann das
Gebet ohne Gott sein.
Viele beten genau auf diese Art: ich habe es
nötig und gehe darum zum Herrgott, vielleicht
gibt er mir, was ich nötig habe. Ich bete einen
Rosenkranz. Gibt mit Gott das, was ich suche,
ist er ein guter Gott; gibt er es mir nicht, bete
ich nicht mehr. Also suchen wir nicht Gott, wir
suchen unsre Dinge. Es ist nicht falsch, die
Dinge bei Gott zu suchen, aber in erster Linie
müssen wir Gott suchen. Wir müssen allem
voran zufrieden sein damit: ich bin mit Gott
gewesen. Wir jedoch sind wie Kinder, die die
Eltern nur aufsuchen, wenn sie sie brauchen. In
dieser Situation geben die Eltern nur wenig,
denn sie wissen, wenn sie alles geben, kommen
die Kinder nicht mehr. Aber wenn die Eltern
sehen, dass die Kinder aus Liebe zu ihnen
kommen, geben sie alles. Jemand hat einmal
Gott gedankt, weil er ihm nicht gegeben hatte,
was er verlangt hatte. Wir müssen wirklich
unsre Beziehung zu Gott ändern. Häufig gehen
wir nur zu ihm, um etwas Nötiges zu verlangen.
Aber nachher, wenn es gut geht: basta!
Ich habe Gott nicht mehr nötig. Hier ist eine
andere grosse Ungerechtigkeit, die wir häufig
begehen. Wenn alles gut geht, sagt keiner:
"Herrgott, warum gerade ich?" Pocht aber ein
Problem an die Tür unsres Herzens, ist die erste
Frage: "Herr, weshalb gerade ich?" Wir müssen
im Gebet die Gnade erbitten, dieses Benehmen
zu ändern. Ihr werdet sehen, dieses Gebet,
unterstützt durch Fasten, durch die Beichte, das
Gebet, die Teilnahme an der hl. Messe, etc.,
wird das Herz umwandeln und es erfüllen mit
Freude und Friede.
(Aus einem Gespräch mit P. Slavko,
16.08.97)
PATER SLAVKOS REISE NACH
POLEN: SAMENKORN DER GNADE
„Auf Einladung von Medjugorje-Pilgern
bin ich nach Polen gekommen, um mit ihnen
zusammen zu beten und ihnen für die Mühen
ihrer Pilgerfahrt zu danken“, sagte P. Slavko.
Er kam mit zwei Mitgliedern der Gemeinschaft
Cenacolo, zwei ehemals Drogenabhängigen,
Boris und Niksa.
Der Besuch der Zeugen aus Medjugorje hat
unter der Bevölkerung Polens starkes Interesse
geweckt. Alle Kirchen, wo Gebetstreffen
stattfanden, welche drei Stunden oder länger
dauerten, zogen grosse Menschenscharen an.
In den grössten Städten wie Krakau, Pozen,
Warschau, etc. kamen jeweils eine grosse
Anzahl Busse mit Pilgern aus der nahen wie
der weitern Umgebung. Neben den rund 20.000
Pilgern kamen auch solche, die zum ersten Mal
im Leben die Botschaften von Medjugorje
hörten. Einige Millionen Menschen dürften sie
durch das polnische RADIO MARIA gehört
haben. „Es ist das erste Mal, dass ich ein
solches Interesse der Massenmedien: Zeitungen,
Radio und TV erlebt habe, auch der nicht-
katholischen. Die Art, wie die Journalisten
gekommen sind, ihre Fragen gestellt haben,
zeigt, dass für viele von ihnen alles völlig neu
war“. P. Slavko bekräftigte stets, dass er daran
glaubt, dass die Seher die Madonna wirklich
sehen, und dass die von ihr überbrachten
Botschaften prophetische Aussagen sind. Ihre
Argumente sind immer logisch und ohne
emotionale Aspekte. Nie suchte die Madonna
, jemanden gegen seinen Willen zu überzeugen.
„Für uns Christen ist von allem das Wichtigste,
an Jesus zu glauben gemäss dem Evangelium
und den Lehren der Kirche“, sagte er.
„Wir Franziskaner sind nicht ungehorsam
gegenüber unserm Bischof, auch nicht
gegenüber der Kirche. Kommt und überzeugt
euch selbst! Medjugorje wurde nicht von den
Franziskanern erfunden. Die Franziskaner
haben nichts anderes getan, als Medjugorje zu
akzeptieren, indem sie ernsthaft suchen, die
Botschaften zu überbringen, zu predigen und
zu leben. Die Franziskaner haben die Leiden,
die Medjugorje mit sich bringt, auf sich
genommen. Die Kirche nimmt die heute
bestmöglichste Stellung gegenüber diesen
Ereignissen ein: die des Wartens. Medjugorje
ist ein Werk Gottes, denn es gibt keine
menschliche Kraft, die fähig wäre, soviel
geistliche Frucht in der ganzen Welt
hervorzubringen. Wir wissen, dass der heilige
Vater nach Medjugorje zu kommen wünscht
und vertrauen fest auf ihn.
Zwei nicht vorausgesehene, ungeplante
Begegnungen hatten wir mit zwei Bischöfen in
Krakau und Koszalina. Eine Messe feierten wir
in Piotrow Tribunalski mit dem Erzbischof und
in Czentochau mit dem Generalabt des
Paulinerkonvents. Auf dem Berg Wawel haben
wir vor den Reliquien des heiligen Stanislaus
und der heiligen Königin Hedwig gebetet.
Begegnungen mit Drogengefangenen
endeten mit Gebeten. Boris und Niksa
verwandten ihre Zeit, um von ihrer Heilung
und Bekehrung Zeugnis abzulegen, sei es in
den Kirchen während der Gebetstreffen, sei es
in Schulen oder Erziehungsanstalten, vor allem
in den „Monar-Zentren“ (für die Ex-
Drogenabhängigen), in Kerkern und
Gefängnissen. Diese sympathischen und sehr
aufrichtigen Jungen waren glücklich und
unterstrichen an jedem dieser Orte, dass es für
sie Gnade und Ehre sei, die gute Nachricht von
der grossen Liebe und der Huld Gottes mit
Polen teilen zu dürfen. Nach einer dieser
Begegnungen zeigten sie uns sehr stolz eine
Handvoll Ohrgehänge, die die Jungen sich in
Ohren, Nasen und mitten durch ihre Zunge
stossen. „Schau“, sagten sie mir, „hier ein
background image
Verantwortl.: A. Lanzani, Tip. DIPRO, I- Roncade TV
weiterer Erfolg der Gospa“. Diesen Jungen
haben wir von unserer Bekehrung und unserer
Gemeinschaft erzählt. Sie sind von selbst
gekommen und brachten diese Ohrgehänge im
Austausch von Madonnen-Medaillen, wie wir
es ihnen vorgeschlagen hatten“. „Und was
macht ihr jetzt mit diesen Schmuckstücken?“
fragte ich. Wir werden sie der Madonna auf den
Erscheinungsberg bringen“.
Während einer der Begegnungen mit
Drogenabhängigen, die über ihre Mühen im
Gefängnis berichteten, stellten Boris und Niksa
mit harten Worten die Frage nach der Rückkehr
in die Freiheit: „Welche Wahl habt ihr? Nur die
eine: das Leben oder den Tod! Es ist unmöglich,
sich von selbst aus der Drogenabhängigkeit zu
befreien. Deine besten Vorsätze gelten null
und nichts ohne geistliche Stütze, das Gebet
und die Hilfe von deinesgleichen, die bereits
geheilt sind“, sagte Boris mit harter Stimme zu
einem Jugendlichen, der vollbedeckt von
Tätowierungen war. Auch ich habe früher genau
so wie du gedacht und nichts ist mir gelungen.
Ich weiss gut, was es heisst, Häftling zu sein.
Auch ich war drinnen, nur das meine war ein
Militärgefängnis. Und schau“ - und er streckt
ihm die Hände entgegen - „diese Hände konnten
nichts als stehlen, heute tun sie Gutes. Jetzt, da
Gott mir zum Erfolg geholfen hat: was ich jetzt
tue, kann nichts anderes als Danksagung für
das Leben sein.“ - „Täuscht euch nicht: ihr
selbst könnt das Laster nicht besiegen. Der
grösste Teil meiner Kollegen, die nicht das
Glück hatten, in die Gemeinschaft zu finden,
sind schon gestorben. Die einen haben sich
selbst ausgelöscht, andere wurden umgebracht“
- „Aber was bleibt zu tun, wenn niemand dich
will, niemand dich nötig hat, niemand dich
liebt?“ - fragten die Süchtigen. „Das ist nicht
wahr!. Eure Familien sind durch euer Laster
noch tiefer verwundet als ihr selbst“. „Also was
müssen wir tun?“ „Kehrt zurück zu Gott, betet
und gründet Gemeinschaften!“ - Die Begegnung
endet mit Gebet. Alle zusammen beteten: die
gefangenen Drogenabhängigen, die Geheilten
und das Gefängnispersonal. Alle wiederholten
sie einstimmig: „Und führe uns nicht in
Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Amen!“ „Danken wir dem allmächtigen Gott
und seiner heiligsten Mutter für das Geschenk
dieses Besuchs, für das Gnadengeschenk und
das Samenkorn des Wortes Gottes.
Es wird heute in Polen schwierig sein zu
sagen, man habe von Medjugorje nie gehört.
Die Saat ist ins Erdreich gefallen. Jeder von uns
ist persönlich verantwortlich für die Ernte, die
wird. Möge sie hundertfach sein. Das wünsche
ich euch und mir selbst.“ (Zofia Oczkowska)
P. Slavko, zurückgekehrt, sagte: „ Soviel
ich gesehen habe, antwortet Polen wirklich auf
den Ruf der Madonna. Vor allem hat mich das
polnische RADIO MARIA sehr beeindruckt,
das ganz Polen erreicht, Russland, die Ukraine,
auch Kanada und andere Länder. Es ist
tatsächlich eine grosse Sache. Es nennt sich:
Die Stimme Mariens in deinem Haus. Zwei
Tage bin ich bei RADIO MARIA geblieben,
Stunde für Stunde habe ich gesprochen und
gebetet. Als ich dann viele Menschen traf, sah
ich, dass viele RADIO MARIA hören und mit
ihm beten. Auch das polnische ECHO DI
MARIA, das die Gebetstreffen begleitete,
verbreitet sich zusehends, wohl auch dank des
Segens der grossen Maria Mirckiewicz, deren
Heimgang zum Vater sich am 5. März zum
ersten Mal jährt“.
Durch Maria geheilt - der Missionar
kehrt zu seinem Volk zurück
Am 27. September l997 wurde Bartolomeo
M. Dal Monte durch Johannes Paul II. zur Ehre
der Altäre erhoben. Nach 16jähriger
unermüdlicher Missionstätigkeit unter seinem
Volk, schien ein Sturz auf dem Glatteis in
Wien des Januars l768 für immer zu verhindern,
dass er je seine Aufgabe zurückgewinnen
könnte, sicher jedoch nicht mit derselben
Intensität, wie er es früher gewohnt gewesen
war. Es folgten lange Monate des Leidens in
der fremden Hauptstadt, wo er mit
bewunderswerter Geduld in erzwungener
Unbeweglichkeit , im Ertragen von akuten
Schmerzen und der Hinnahme dieser
Geschehnisse beispielhaft das Evangelium
lebte. Er schrieb: „Gott machte mit mir, was
man mit bösen Buben tut. Man stellt sie still
oder lässt sie niederknien. Das ist für sie die
grösste Strafe.: der totale Jammer ... Dank sei
Gott, dass man mit so wenig zurückzahlen
kann, was unendlich mehr verschuldet war“.
Zurück in Bologna Mitte Mai, geschwächt und
weit davon entfernt, aufrecht gehen zu können
wegen seines gebrochenen linken Fusses. Eine
Frau noblen und eleganten Anblicks hatte ihm
auf der Strasse in Wien unmittelbar nach dem
Unfall Hilfe geleistet, ihn gepflegt, worüber
die Ärzte erstaunt waren, denn ohne diese
prompte und gekonnte Hilfe, wäre die Rettung
des Beines unmöglich gewesen.
Von dieser Dame sah und hörte nachher
niemand mehr etwas. Nach der Hilfe blieb sie
verschwunden. Diese Episode wies vielleicht
auf die Anwesenheit jener anderen Frau hin,
welche im marianischen Hauptheiligtum von
Bologna auf der „Colle della Guardia“ ihn jetzt
erwartete, um ihm mit einem Akt von Vertrauen
und Liebe nun endgültig den begonnenen
Beistand zu gewähren: die selige Jungfrau von
San Luca. Seit er ein Knabe war, hatte er sich
stets bemüht, mindestens einmal im Jahr zum
Bilde Mariens zu pilgern. So entschied er sich
jetzt eines Morgens, ihr heimlich das
Medikament zu bringen, das er für seine Heilung
benötigt hätte, um endlich sein Apostolat wieder
aufnehmen zu können.
Mühevoll stieg er mit seinen Krücken circa
vier Kilometer lang unter übermenschlichem
Einsatz bergan bis zum Heiligtum und warf
sich vor dem Marienbild nieder. Nach der
Messfeier kehrte Bartolomeo dal Monte zu
Fuss, wie er gekommen war, in die Stadt zurück,
- aber leichthin und ohne jegliche Krücke. Das
Geschenk des Lebens, was für ihn dasselbe war
wie das Geschenk des Apostolats , war ihm
durch das geheimnisvolle Eingreifen der
Muttergottes wieder erneuert worden. Dies
ermöglichte ihm weitere zehn Jahre
Missionstätigkeit, d.h. bis zu seinem Tod. Er
aber betete sehr zu Recht: „Ach Herr, ich bin
doch dein Knecht, dein Knecht bin ich, der
Sohn deiner Magd. Du hast meine Fesseln
gelöst“ (Ps 115,16).
Schw. Lucia über das dritte
Geheimnis von Fatima
Sollte die Verlautbarung von Schw. Lucia
von Fatima, die mit 91 Jahren volle geistige
Klarheit besitzt, der Wahrheit entsprechen,
wobei sie dem indischen Kard. Padiyara und
philipp. Kard. Vidal gem. Veröffentlichung
vom 2. März 1998 in der portug. Zeitschrift
„Christus“ mitgeteilt haben soll, „daß es sich
nicht um ein Geheimnis handelt, das enthüllt
werden soll, sei das Geheimnis nur für den
Papst und die unmittelbare Hierarchie des
Klerus bestimmt.“
Was den Inhalt anbelangt, hat sie sich
darauf beschränkt zu verneinen, daß „das
Geheimnis das II. Vatikanische Konzil, die
Heilige Schrift oder apokalyptische
Vorhersagen“ beträfe. Hinsichtlich Rußland
war „Gorbatschow Werkzeug Gottes für die
Bekehrung Rußlands“, nicht im Sinne einer
Anlehnung an den Katholizismus, sondern
einer Rückkehr zur Freiheit. „Die vom Papst
1984 durchgeführte Weihe Rußlands an das
Unbefleckte Herz Mariens hätte einen nahen
Atomkrieg verhindert.“ Der Vatikansprecher
hat dementiert, daß Gorbatschow vor dem
Papst gekniet hätte, um Verzeihung zu bitten,
er hat jedoch auf das Übrige keinen Bezug
genommen.
Schw. Lucia soll gesagt haben: „Ja, in
diesen Tagen, in denen der Teufel so aktiv ist,
sollen wir den Rosenkranz beten.“ Und: „Wer
nicht mit dem Papst ist, ist nicht mit Gott; und
wer mit Gott sein will, der muß mit dem Papst
sein.“ Schw. Lucia gibt folgenden Rat: „Beten,
beten, ständig. Das ist mein Rat für die ganze
Welt.“
Neues Spital „Padre Pio“ in Medj.
Der Verein zur Förderung dieses Werkes
bestätigt, daß vorläufig eine erste Abteilung
errichtet wird, die bis Jahresende fertig sein
soll. Der Rohbau steht schon; darüber wurde
in Echo137 berichtet. Wer einen Beitrag
leisten möchte, bediene sich nachfolgender
Adressen: Postkonto 11958436 „Solidarität
und Hilfe für das Internationale Haus des
Friedens“, via Generale Dalla Chiesa 38/A -
I-43015 Noceto (Parma). Tel.: int.+39/(0)521-
628448, Fax: int.+39/(0)521-628447 od.
628523, Zweigstelle „Solidarität und Hilfe“:
Taramelli Str. 35/19 - I-39100 Bozen, Fax:
0039 (0)471 283 706. Pater Mannes Ghiz-
zardi, Bozen, Tel. 0039 (0) 471 280 694.
Bewegung Consecratio mundi: Vom
23. bis 25. März 1998 findet in Loreto, Palazzo
Illirico, ein internationales Treffen über den
Heiligen Geist in Dreifaltigkeit und
Schöpfung statt. Vortragende sind u.a. Mons.
Comastri, Bischof von Loreto, Mons.
Kondrusievicz, Erzbischof von Moskau usw.
(Tel. int.+39/(0)71/977585.
ZWEI ZUSCHRIFTEN VON VIELEN
Vom Berg der Seligpreisungen (Israel)
schreibt uns Schw. Giampiera: Der Herr möge
Ihnen das Gute vergelten, das Sie durch Echo
verbreiten. Wenn sie nur wüßten, mit welcher
Demut die Pilger aus aller Welt das Echo von
der Ecke nehmen, wo die verschiedenen
Sprachen aufliegen: bis heute ist kein einziges
Blatt übriggeblieben (28.01.1998).
Aus Alaska: Ich bete zu Gott, daß er
Euch heile, damit Ihr das Echo weiter
herausgeben könnt, das ich lese und immer
wieder lese, damit es uns laufend nähre, uns,
die wir in so isolierten Gegenden wohnen
und so nach Wahrheit und Heiligkeit hungern
(Nita Young).
Ich danke allen von Herzen für die
Gebete und Zeugnisse der Zuneigung
gegenüber Echo und mir, infolge meiner
Krankheit. Echo ist noch mehr in Händen
Mariens, die ohne Zweifel Vorsorge durch
die neuen Mitwirkenden treffen wird, um den
Erwartungen Ihrer auf der ganzen Welt
verteilten Kleinen gerecht zu werden. So
Gott will, werde ich als Revisor verbleiben.
Es möge euch alle der Segen Mariens
erreichen für ein Ostern wahrer Auferstehung,
im Namen des Vaters, des Sohnes und des
Heiligen Geistes.
Villanova M., 3. März 1998