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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 139 (Mai-Juni 1998)

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Eco di Maria
Regina della Pace

Deutsch 139

Mai - Juni 1998


Botschaft Mariens vom 25. März 1998

"Liebe Kinder, auch heute lade ich euch zum Fasten und zur Entsagung ein. Meine lieben Kinder, entsagt dem, was euch hindert, Jesus näher zu sein. Auf besondere Weise lade ich euch ein: Betet, denn nur durch das Gebet werdet ihr euren Willen überwinden und den Willen Gottes auch in kleinsten Dingen entdecken können. Durch euer tägliches Leben, meine lieben Kinder, werdet ihr zum Beispiel werden und ihr werdet bezeugen, daß ihr für Jesus oder gegen ihn und seinen Willen lebt. Meine lieben Kinder, ich wünsche, daß ihr zu Aposteln der Liebe werdet. Indem ihr liebt, meine lieben Kinder, werdet ihr als die Meinen erkannt werden. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Betet und fastet, um den Willen Gottes zu erkennen

Am Tag Mariä Verkündigung, indem Sie an die vorherige Botschaft anknüpft, ladet Sie uns ein, auf alles zu verzichten, was uns aus der Nähe Jesus verdrängt: all die eigenen Gelüste befriedigen wollen; der nicht zu löschende Durst alles besitzen zu wollen und uns über die anderen zu stellen, in einem Wort: alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen mit dem Besitz... (vgl. 1 Joh 2,16).
Wenn aber in Jesus das Leben ist und wenn wir auskosten konnten, wie gut der Herr ist, werden wir sehr darauf bedacht sein, auch den kleinsten Dingen aus dem Weg zu gehen, die verhindern, uns mit Ihm zu vereinen. "Es ist kein Seil nötig - sagte der hl. Johannes vom Kreuz - um das Vöglein anzubinden und den Flug gen Himmel zu verhindern, es genügt ein Faden." Diese Fäden sind allesamt jene Dinge, die unsere Natur in der Unordnung liebt, und, seien sie auch keine Sünden, fesseln und beschäftigen sie das Herz, bis es sich von Jesus trennt. Wir werden somit lernen den Vorrang nicht dem zu geben, was uns gefällt, sondern was Gott gefällt, sowie all dem, was Pflicht und für die Brüder nützlich ist; alsdann wird uns Gott über viele Dinge erleuchten, die Ihm gefallen und die wir vergessen haben, und Er wird uns neue Horizonte und Dringlichkeiten eröffnen.
Was hindert uns daran, Jesus näher zu sein? Wenn mein Wille nicht Wille Gottes ist und ich mich nach meinem Willen richte, dann erfülle ich meinen, nicht Seinen Willen. Wie da herauskommen? Der Weg ist klar und deutlich: Betet! Und es ist der einzige Weg: "Denn nur durch das Gebet werdet ihr euren Willen überwinden und den Willen Gottes auch in kleinsten Dingen entdecken können." Es genügt nicht, den Willen Gottes in großen Zügen zu kennen, und auch nicht, sich diesem bei großen Entscheidungen zu fügen; es ist nötig, den Willen Gottes auch in den kleinsten Dingen zu entdecken und auch in ihnen unseren Willen durch den Willen Gottes zu ersetzen. Das ist aber nur durch das Gebet möglich, wobei aber das Ergebnis unermeßliche Ausmaße erreicht: die Gemeinschaft mit Gott im Alltag des Lebens. Der ganze Tag muß in Seinem Namen gelebt werden: dazu muß uns das Gebet führen; man muß Ihm den nur irgendwie möglichen Spielraum überlassen, damit Er uns mit Seinem Geist fülle, sodaß Jesus in uns lebt, durch unsere Gesten, Entschlüsse, sowie Art und Weise im Umgang mit den anderen; dieses pers. Fürwort uns muß immer mehr mein und Jesu bedeuten, sodaß es allmählich nur mehr Sein, d.h. von Jesus wird, um in aller Wahrheit sagen zu können: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir (Gal 2,20). Dieses Einssein mit Christus in uns ist möglich, weil Werk des Heiligen Geistes, setzt aber von unserer Seite Bereitschaft und Einsatz voraus. Also deshalb der dauernde Aufruf Mariens zu Gebet und Fasten; wie oft hat Sie das schon ausgesprochen! Wie wichtig müssen diese Aufrufe doch sein, da Sie sie immer wieder erneuert!
Fasten und Mäßigkeit beim Essen bedeuten Beschränkung auf das Nötige: Wasser und Brot. Das von uns geforderte Fasten geht weit über das Mahl hinaus und umfaßt all unser Benehmen: es bedeutet Stille, wenn das Wort verletzen kann, es bedeutet Demut angesichts ausschweifenden Hochmuts, es bedeutet eher Unterwerfung als Herrschen, geben anstatt besitzen. Man muß daher beten und beten, damit uns der Herr zu diesem Fasten fähig macht, das Verzicht auf alles ist, was dem Wachsen Jesu in uns hinderlich ist. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder man lebt für Jesus oder gegen Jesus und also gegen Seinen Willen. Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich (vgl. Lk 11,23). Jede unsere Handlung, jede unsere Geste ist für oder gegen Jesus; es gibt auch nicht die kleinste und unbedeutendste Handlung, die scheinbar > neutral sein könnte; nicht nur, auch unsere Haltung und Gebärden, alle unsere Gedanken, stellen sich als Annahme oder Ablehnung Gottes heraus. Der hl. Paulus macht die Aussage: Alles, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde (vgl. Röm 14,23). Das Gebet, und nur allein das Gebet, schenkt uns die Kraft unseren Willen zu besiegen, um ihn auf Gott auszurichten und dem Willen Gottes zu unterstellen, den wir - dank des Gebetes - auch in den kleinsten Dingen erkennen werden. Somit strahlen jede Liebesgeste, jedes Opfer, auch wenn es noch so klein ist, eine unendliche Kraft an Erlösung und Auferstehung für uns und die anderen aus, denn Jesus vervielfacht die Wirkung; es ist wie mit den 5 Broten und den 2 Fischen (Mk 6,38-44), die durch die Hände Jesu 5.000 Personen sättigen konnten. Mit Zurückhaltung und Bescheidenheit des Sauerteigs im Mehl, ohne laut zu sein und nichts aufzudrängen, werden wir zum Ferment der Liebe in der Welt, damit auch weiter das Brot des Lebens der Menschheit gesichert ist.
Die Madonna wünscht, daß Ihre Kinder Ihr Licht überallhin ausstrahlen und daß die Menschen von der Liebe erobert werden, auf daß die Flamme der Liebe sich auf alle Menschen ergieße. Ihr Wunsch ist es, daß wir Apostel der Liebe werden. Jesus hat gesagt: Sie werden euch als die Meinen erkennen, wenn ihr euch gegenseitig liebt, wie ich euch geliebt habe. Jetzt wiederholt uns die Madonna: Indem ihr liebt, werdet ihr als die Meinen erkannt werden.
Don Angelo

 

Botschaft Mariens vom 25. April 1998

"Liebe Kinder, heute lade ich euch ein, euch durch das Gebet Gott zu öffnen, wie sich die Blume den Morgenstrahlen der Sonne öffnet. Meine lieben Kinder, habt keine Angst. Ich bin mit euch und halte bei Gott Fürsprache für jeden von euch, damit euer Herz die Gabe der Umkehr annehme. Nur so, meine lieben Kinder, werdet ihr die Wichtigkeit der Gnade in diesen Zeiten begreifen und Gott wird euch nahe sein. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Sich dem Gebet öffnen um zur Umkehr zu gelangen

Die Madonna wird nicht müde, uns zum Gebet einzuladen, denn alles geht von diesem aus, ohne ihm bewegt sich nichts. Sie wählt das Bild des Frühlings, um uns zu verdeutlichen, was geschieht, wenn wir uns Gott im Gebet öffnen: öffnet euch, wie sich die Blume den Morgenstrahlen der Sonne öffnet. Das Leben bekommt neuen Auftrieb, wir verstehen wieder was Er von uns will, und wir gelangen in eine neue Beziehung der Liebe zu Ihm und den Brüdern. Ein Gebet, das uns nicht zur Umkehr führt, ist kein wahres Gebet, ist keine Begegnung mit Gott, vor dessen Angesicht das Böse keinen Bestand hat. Warum ermuntert uns Maria gleich anschließend keine Angst zu haben? Weil wir von so vielen Ängsten die Zukunft, Sorgen, Gesundheit, den Erfolg und unsere Lieben betreffend, bedrängt sind. Das hindert eine echte Öffnung gegenüber Gott und macht das Gebet ermüdend und nicht fruchtbringend. Also: das Gebet, wovon Maria spricht führt zur Umkehr, d.h. von der Angst zum Vertrauen auf Gott. Angst bedeutet, die Augen auf sich selbst gerichtet zu haben und stets in Unruhe und Täuschung zu leben.
Umkehr bedeutet ein sich öffnendes Herz zu haben, das sich auf Gott ausrichtet, das einem allmächtigen Vater vertraut und daher sich in guten Händen fühlt. Dann wird die Sünde zur Schande, eine undenkbare Angelegenheit, die uns ängstigt, denn mit Gott ist das Leben so schön, und groß ist die Liebe, die wir geschmäht und ignoriert haben. Wir weinen aus Reue, auch aus Freude, wenn wir auf die offenen Arme Jesus schauen, der nichts anderes erwartet, als unsere Umkehr.
Umkehren bedeutet aus einem Schema der pharisäischen Gerechtigkeit, unserer eigenen Ideen, unserem materiellen und geistlichen Reichtum, ausbrechen. Eine vertrauensvolle Hingabe zu Ihm ist nötig, die die Madonna so oft von uns erbat. Ja, wir fürchten uns davor, unser Dasein in Gottes Hände zu legen. Vielleicht haben wir auf uns selbst so großes Vertrauen, um nicht auf die Kontrolle (echte oder angenommene) unseres Lebens zu verzichten; die völlige Hingabe zu Ihm macht uns Angst.
Diese Umkehr, die unser Leben umwälzt, ist der Zielpunkt der Botschaften, die die Madonna uns bisher gab, und das Gebet ist das dafür einzusetzende Mittel. Das sich Gott öffnende Gebet ist jenes, wo wir uns Zeit nehmen, wo wir ausharren, an Seine Tür zu klopfen, um uns von Ihm beschauen und durchdringen zu lassen. Ein hastiges Gebet, oberflächlich oder routiniert, kann uns nicht öffnen; wie eine Blume, die nicht im Boden fest verwurzelt ist und weder Luft noch Wasser hat. Es erübrigt sich zu sagen, daß diese Umkehr Gabe Gottes ist, die Gabe, welche Heilige geschaffen hat; Maria sichert uns zu, uns zu helfen diese anzunehmen.
Ich bin mit euch und halte bei Gott Fürsprache für jeden von euch. Die Tatsache, daß Sie einen jeden persönlich kennt, wie eine Mutter ihre Kinder, und für jeden von uns Fürsprache einlegt, muß uns mit Freude und Hoffnung erfüllen und uns von der Angst nicht ans Ziel zu gelangen, befreien. Somit setzt Sie sich dafür ein, daß wir zur großen Gnade der Umkehr gelangen.
Nur so werdet ihr die Gnade meiner Anwesenheit unter euch verstehen. Glaubt ihr, es sei wenig, daß Ich wegen eurer Umkehr beinahe 17 Jahre unter euch bin? In dieser Zeit bin ich hier, um euch Gott näher zu bringen, damit ihr in Ihm und Er in euch lebe. Da Er jedoch unendlich ist, wird sich unsere Blume immerzu öffnen, ohne die ganze Sonne und das Leben in Gott je aufnehmen zu können. Deswegen darf das Gebet nie aufhören, das uns Ihm gegenüber öffnet, und wir dürfen nie darin nachlassen.
Don Angelo

Der Papst und das Kommen Christi

Anläßlich der Audienz vom 22. April hat der Heilige Vater vom Kommen Christi gesprochen, gemeinsam, gegenwärtig und zukünftig. Gegenwärtig, nach seinen Worten: Von nun an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen (vgl. Mt 26,64), wie ein geschichtlicher Vorgang, der nunmehr begonnen hat und sich auf dem Weg der Fülle befindet; zukünftig: Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen (vgl. Mk 13,26-27)..."
Diese Worte weisen darauf hin, daß das zweite Kommen des Menschensohnes sich nicht in der Schwäche des Fleisches erfüllen wird, sondern in der göttlichen Macht... Die Geschichte schreitet auf ihr Ziel zu, Christus hat jedoch keinen chronologischen Stichtag genannt. Illusorisch und irreführend sind daher die Versuche von Vorhersagen über das Ende der Welt... Er hat uns versichert, daß das Ende erst kommt, wenn das Evangelium vom Reich auf der ganzen Welt verkündet werden wird, damit alle Völker es hören (vgl. Mt 24,14)... Die Evangelisierung der Welt führt zu einer Verwandlung der Menschen, unter dem Einfluß der Gnade..."

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Beim Fest der Jugend
spricht der Papst vom Kreuz

Am 22. April, auf der Piazza S. Giovanni, bevorzugter Ort für Veranstaltungen der Linken, weht ein anderer Wind. Es herrscht viel Fröhlichkeit, und das mag bei dem Thema "Nimm das Kreuz" eigenartig klingen. Davon spricht der Papst bei dem Treffen mit fünfzigtausend jungen Römern, in Vorbereitung auf den XIII. Weltjugendtag, der in Rom zum Jubiläum 2000 abgehalten wird. Johannes Paul II. spricht ganz offen über die Wahrheit, die von Illusionen freimacht und von Enttäuschungen bewahrt. Das Kreuz ist im Leben keines Menschen fremd. Es ist im Gegenteil der erste Buchstabe im Alphabet Gottes. Es ist im Leben des Menschen eingeprägt; es vom eigenen Dasein ausschließen zu wollen, kommt einem Ignorieren der Wirklichkeit der menschlichen Lage gleich.
Alle machen die Erfahrung des Kreuzes: Wir sind für das Leben geschaffen, jedoch können wir von der persönlichen Geschichte Leid und Prüfungen nicht ausschließen. Eine Tatsache, die auch die Jugendlichen tagtäglich erfahren, wenn es in der Familie an Harmonie mangelt, wenn die Schwierigkeiten im Studium einen hart bedrängen, wenn Gefühle nicht erwidert werden, wenn der Eintritt in die Arbeitswelt beinahe unmöglich wird, wenn man aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen ist, den Plan zur Gründung einer Familie fallen zu lassen, wenn man mit der Krankheit und Einsamkeit kämpfen muß, und wenn man riskiert Opfer einer gefährlichen Leere an Werten zu werden. Gegenüber all dem muß man auf der Hut sein, sagt der Papst, und auch gegenüber jener verbreiteten Kultur der Gegenwart, die all dem Werte verleiht, was schön erscheint und euch glauben machen möchte, daß das Kreuz beseitigt werden müßte.
Angesichts der trügerischen Mythen der Welt: Erfolg, steiler Karriere und Bestätigung seiner selbst um jeden Preis, verantwortungslos gelebte Sexualität, einem Dasein ohne Pläne und Respekt vor den anderen, ermahnt der Papst: Öffnet gut eure Augen, liebe Jugendlichen: dies ist nicht der Weg, der zur Freude und zum Leben führt, sondern der Steig, der in Sünde und Tod versinkt. Jesus - so fuhr Johannes Paul II. weiter fort - täuscht uns nicht. Mit der Wahrheit seiner Worte, die hart klingen, jedoch das Herz mit Friede füllen, enthüllt er uns das Geheimnis echten Lebens.
Er ist Gott mit uns, gekommen, all unser Dasein zu teilen. Er läßt uns nicht allein am Kreuz... Wenn es angenommen wird, schafft er Rettung und Ausgeglichenheit, das von vielen, gläubigen Jugendlichen bezeugt wird.
Ein paar Tage später, am Palmsonntag, auf dem Petersplatz, erfolgte eine weitere, nunmehr charakteristische Etappe zur Vorbereitung auf den Weltjugendtag. Die vom Kard. Lustiger aus Paris angeführten jungen Franzosen, übergaben das große Holzkreuz, das als Symbol des Weltjugendtages gilt, den Jugendlichen aus Rom, die vom Vikar-Kard. Roms Ruini angeführt wurden.
Der letzte Weltjugendtag wurde in Paris abgehalten, der nächste findet in Rom statt: die Jugendlichen übergeben das "Zeugnis" - als ideale Stafette unter den verschiedenen Ländern -, das für die Dauer von zwei Jahren alle Diözesen Italiens erreichen wird. Während der Homelie hat Johannes Paul II. selbst die Bedeutung des Festaktes zusammengefaßt: Eure Wahl, junge Christen, ist klar: entdeckt im Kreuz Christi den Sinn eures Daseins und den Quell eurer missionarischen Begeisterung. Mirco

Der Papst in Nigeria, Stimme der Armen und Unterdrückten

Nach Kuba war Nigeria das nächste Reiseziel und dort wurde er zur Stimme der Tragödien und Hoffnungen des gesamten Afrika. In einem Land, wo das Militärregime seit vier Jahren einen frei gewählten Präsidenten gefangen hält, und wo die Korruption und internen Kämpfe die soziale Entwicklung beeinträchtigen, hat der zweite Besuch des Papstes unwillkürlich den Ton der Ankündigung einer Auferstehung angenommen.
Vom Mann eines mühevollen Ganges und von der Hitze und vom Schmerz bedrängt ist, geht eine mächtige Stimme aus, die Gerechtigkeit fordert und die sich nicht vor den Mächtigen zurückhält: "Alle Nigerianer müssen darauf hinwirken, um die Gesellschaft von all dem zu befreien, das die Würde des Menschen beleidigt und die Menschenrechte verletzt. Das bedeutet die Verschiedenheiten zu versöhnen, die ethnischen Rivalitäten überwinden und Ehrlichkeit einzubringen, sowie Leistung und Kompetenz in der Regierungskunst. Deshalb sind Männer und Frauen nötig, die das eigene Volk von Grund auf lieben und vom Wunsch getragen sind, eher zu dienen als bedient zu werden..."
Anläßlich der hl. Messe am 22. März im katholischen Zentrum von Honitsha, zur Seligsprechung von Pater Tansi, bei 42° C im Schatten und einer Menschenmenge von zwei Millionen Personen, die den Papst stundenlang erwartet hatten, konnten wir eine Idee vom afrikanischen Volk bekommen, das sich spontan der Botschaft Jesu öffnet. Die hl. Messe zieht sich bis zwei Uhr nachmittags hin. Als die Reliquien des Seligen und dessen Bildnis enthüllt werden, bricht ein wahrer Jubel aus, der sich in Wellen fortbewegt. Und die Festlichkeit endet nicht hier. Der Selige war ein "Mann Gottes und des Volkes und hat die Freude der Versöhnung und Gemeinschaft mit Gott verbreitet - so sagte der Papst - und zeigt allen nochmals den Weg der Heiligkeit auf." Es folgt die Einladung des Papstes die Familie zu verteidigen, mit Aufmerksamkeit und Sorge dem entstehenden und auslaufenden Leben zu begegnen, die Zuhälterei zu bekämpfen und an den Pranger zu stellen. Zuletzt findet das Treffen nach 16 Jahren Verweigerung mit den muselmanischen Führern statt: "Christen und Muselmanen mögen bei der Verteidigung des Lebens und bei der Vorantreibung der Anerkennung der Menschenrechte eines jeden zusammenarbeiten: Man wende im Namen der Religion keine Gewalt mehr an."
Der Papst macht weder einen politischen noch sozialen Vorschlag, sondern es stellt das Projekt Gottes in der Welt vor: das ist seine Kraft und das ist die Hoffnung für alle Menschen guten Willens.

In Kuba ändert sich so einiges, nicht allein hinsichtlich einer größeren, religiösen Freiheit, sondern wegen einer Wende der Politik seitens der USA. Die größte Anerkennung kommt von Seiten der Außenministerin Madeleine Albright, die bei ihrem Besuch in Italien den Papst zweimal besucht hat. Sie hat anerkannt, daß "die von den USA beschlossene humanitäre Öffnung gegenüber Kuba der vergangen Tage Folge des Papstbesuches in Havanna war". (Den Zeitungen vom 24. März 1998 entnommen)
Das Kreuz des Papstes. Ein von einem enormen Arbeitspensum zermürbter Mann, unter der Last des Alters, die sich bemerkbar macht, von den chirurgischen Eingriffen belastet, von täglichen, moralischen und physischen Leiden bedrängt, bringt er eine beinahe übermenschliche Kraft auf, um der Kirche und dem Menschen zu dienen, nimmt massakrierende Reisen auf sich, damit er Menschenmassen und eifrige Zuhörer erreicht. Nach 15° C anläßlich der Abfahrt in Rom setzt er sich 50° C in Nigeria aus; sieht man ihn schweißgebadet unter den Paramenten die lange hl. Messe feiern, Reden lesen und Worte, ohne der Müdigkeit nachzugeben, aussprechen, sich der unmenschlichen Anstrengung nicht entziehen, so ist es wie das Angesicht des leidenden Jesus, der auf der via Dolorosa zum Kalvarienberg voranschreitet, mit dem einzigen Ziel und Wunsch, den Willen Gottes bis zum Ende zu erfüllen. Und so schreitet der Papst voran im Leiden und in der Einsatzbereitschaft eines jeden Tages, ohne mit der Wimper zu zucken, immer bereit zu allen Begegnungen mit Menschenmassen und einzelne, zu langgezogene, liturgische Feiern. Vergleichen wir sein Kreuz mit den kleinen Schmerzen, die wir nicht überwinden können; wir werden verstehen, was es heißt, sich total für das Evangelium zu verschenken.
Der Herr jedoch beschert ihm einen äußerst klaren Kopf, eine geistliche Stärke und eine moralische Kraft, weshalb ihm nichts fehlt, um das ungeheure, tägliche Arbeitspensum zu bewältigen. Es nähern sich allmählich die 20 Jahre seines Pontifikates (16. Oktober). Möge nicht unser Gebet für ihm fehlen.

 

Der Heilige Geist, der grosse Unbekannte

Als Paulus die Jünger in Ephesus fragte, ob sie den Heiligen Geist schon empfangen hätten, als sie damals zum Glauben kamen, antworteten sie: "Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt" (Apg 19,2). Das wird auch für uns ein Grund sein, weshalb in unsrer Zeit der heilige Geist, der "grosse Unbekannte" genannt wurde, während Er der wahre Führer unsres geistlichen Lebens ist. Deshalb versuchen wir in diesem Jahr des Heiligen Geistes sein Werk in kurzen aber dichten Unterweisungen von P. Rainerio Cantalamessa kennen zu lernen.

1 - Spricht man vom Heiligen Geist in der alten Offenbarung?
Schon wenn man die Bibel öffnet, beginnt sie mit einem kleinen Vers, der Gottes Gegenwart voraussagt: Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist schwebte über den Wassern (Gen 1,1ff.). Die Welt war erschaffen, aber hatte noch keine Form. Sie war Chaos, Dunkelheit und Abgrund, bis der Geist des Herrn begann, über den Wassern zu schweben. jetzt kam die Schöpfung hervor. Und es ward der Kosmos.
Wir befunden uns einem herrlichen Symbol gegenüber. Der Hl. Ambrosius hat es so interpretiert: Der Heilige Geist ist Jener, der die Welt vom Chaos zum Kosmos, d.h. von der Verwirrung und der Dunkelheit zur Harmonie führt. Im Alten Testament sind die Züge über die Erscheinung des Heiligen Geistes noch nicht klar festgelegt. Aber es wird Seine Art zu wirken beschrieben, was sich hauptsächlich in zwei Richtungen kund tut, als ob man zwei verschiedene Wellenlängen benützte.
Die charismatische Aktion. - Der Geist Gottes kommt, vielmehr bricht über einige Menschen herein. Er verleiht ihnen ausserordentliche Kräfte, aber nur für begrenzte Zeit, um ganz bestimmte Werke für Israel, das alte Volk Gottes, zur Vollendung zu bringen. Er kommt über diejenigen, welche die Dinge des Kults planen und verwirklichen müssen. Er bricht über die Könige Israels ein und befähigt sie, das Volk Gottes zu regieren: Samuel nahm das Horn mit dem Öl und salbte David mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des Herrn war über David von diesem Tag an (1 Sam 16, 13).
Der gleiche Geist kommt über die Propheten Gottes, damit sie Gottes Willen dem Volk offenbaren: das ist der Geist der Prophetie, der die Propheten des Alten Testaments bis zu Johannes dem Täufer, dem Vorläufer Jesu Christi, animierte. Ich aber, ich bin voller Kraft, ich bin erfüllt vom Geist des Herrn, voll Eifer für das Recht und voll Mut, Jakob seine Vergehen vorzuhalten und Israel seine Sünden (Mi 3,8).
Das ist das charismatische Handeln des Geistes Gottes, ein Handeln, das hauptsächlich bestimmt ist zum Wohl der Gemeinschaft durch die Personen hindurch, die Ihn empfangen haben.
Aber es gibt auch eine andere Form, in der sich das Handeln des Geistes Gottes kundtut. Das ist sein heiligmachendes Handeln, darauf gerichtet, die Menschen vom Innern her umzuwandeln, ihnen ein neues Herz zu schenken, neues Empfinden. Der Empfänger des Handelns ist in diesem Fall nicht mehr die Gemeinde sondern die einzelne Person.
Dieses zweite Handeln beginnt sich im Alten Testament relativ spät kundzutun. Die ersten Zeugnisse sind im Buch Ezechiel, in welchem Gott bestätigt: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt (Ez 36, 26-27). Ein anderer Hinweis ist im berühmten Psalm "Miserere", wo der Psalmist fleht: Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir (Ps 51, 13).
Der Geist des Herrn beginnt Gestalt anzunehmen wie eine verwandelnde innere Kraft, die den Menschen ändert und ihn über seine natürliche
Boshaftigkeit emporhebt.
Eine geheimnisvolle Kraft. - Aber im Alten Testament sind die persönlichen Züge des Heiligen Geistes noch nicht bestimmt. Der heilige Gregor von Nazianz gab folgende originelle Deutung über die Art, wie der Heilige Geist sich offenbarte: "Im Alten Testament - sagte er - haben wir ganz klar den Vater kennengelernt, Gott, den Schöpfer, und haben begonnen, den Sohn kennenzulernen, denn man spricht schon in einigen messianischen Texten von Ihm, wenn auch in verschleierter Form.
Im Neuen Testament haben wir nun ganz klar den Sohn kennengelernt, weil er Fleisch geworden ist und in unsere Mitte kam. Aber man beginnt auch vom Heiligen Geist zu sprechen. Jesus verkündet seinen Jüngern, dass nach ihm der "Paraclitus", der Tröster, kommen wird. Endlich - so sagt immer noch der hl. Gregor - ist in der Kirchenzeit, nach der Auferstehung, der hl. Geist in unserer Mitte, und wir können ihn kennen lernen. Das ist die Pädagogik Gottes, Seine Art zu handeln: mit diesem stufenweisen Rhythmus, sozusagen von Licht zu Licht schreitend, sind wir ins volle Licht der Dreifaltigkeit gekommen".
Das Alte Testament ist ganz durchdrungen vom Hauch des Hl. Geistes. Andererseits dürfen wir nicht vergessen, dass die Bücher des Alten Testaments selbst das grösste Zeichen des Geistes sind., weil sie nach der christlichen Lehre von Ihm inspiriert wurden.
Sein erstes Handeln ist, dass er uns die Bibel gab, in der man von Ihm spricht und von Seinem Werke im Herzen der Menschen. Wenn wir gläubig die Bibel öffnen, nicht nur als Studierende oder gar als einfach Neugierige, treffen wir auf den geheimnisvollen Hauch des Geistes. Das ist keine schwindende, abstrakte Erfahrung. Sehr viele Christen, wenn sie die Bibel lesen, gewahren den Duft des Geistes und überzeugen sich zu tiefst: "Dieses Wort ist für mich. Es ist das Licht meines Lebens".

Ist der westliche Rationalismus ein christlicher Wert?

"Die äusserste Grenze der westlichen Kultur scheint mir der Rationalismus zu sein, der jedes geschichtliche oder menschliche Ereignis auf Kriterien reduzieren will, die sich sozusagen mit der Hand anfassen lassen. Der Gott des Westens hat sein Mysterium, sein Geheimnis verloren; er wurde einer theologischen Therapie unterzogen. Die westliche Welt ist darauf erpicht, Gott gemäss menschlichen Schemen und Massstäben zu denken, so dass die Gottesfurcht völlig besiegt scheint. "Sie haben ihn so klein gemacht, als ob man ihn in der Handtasche verstauen könnte", sagte mir ein Mitbruder. Aber das Gegenteil ist wahr: ist doch Gott das Höchste Sein, der wahre Herr des Universums. - Diese westliche Geisteshaltung, von welcher Afrika in seiner Vielfalt noch weit entfernt ist, hat unvermeidbar Spannungen in den Beziehungen zwischen unsern Kulturen und Völkern geschaffen und schafft sie ständig fort" . (Mons. Emanuel Milingo)

Die rationalistischen Theologen

"Als ich damit anfing, mich ein wenig der Erkenntnis der Glaubensinhalte zu nähern, war meine erste Überraschung die Theologen. Ich war überzeugt gewesen, dass alle Theologen gottesfürchtige Männer seien, damit beauftragt, Klarheiten zu schaffen und zu helfen, dass gute Frucht auf dem Acker des Glaubens wächst. Welche Überraschung, das Umgekehrte sehen zu müssen, das genaue Gegenteil, wenigstens bei einigen, deren Meinungen in den Massenmedien ausgebreitet werden. Harte Konfrontation, Streit ..., nicht ruhige, konstruktive Kritik, sondern Streit bis zur Mißgunst weit entfernt von allem, was man <Liebe> nennen könnte, bewirkten, dass ich an der Religion, welcher sie angehören wollen, ernsthaft zu zweifeln begann. Dies ist Frucht des alles beherrschenden Rationalismus, bei dem alles, was <irrational>, <ausser-natürlich>, <übernatürlich> ist, den allgemeinen Kriterien der Rationalität entsprechen muss sowie den uns bekannten Gesetzen der Physik, die die Materie regieren."

 

Die fünf Steine Davids

Auf die Bemerkung, daß man ein bißchen überall das Übermaß an Organisation und Aufwand gegenüber Einsatz und Frische beanstandet, die die christlichen Gemeinschaften charakterisieren sollten, antwortete Kard. Biffi aus Bologna: "Wir haben vom Kampf zwischen dem Riesen Goliath und David gelesen. Am Anfang läßt Saul David seine Rüstung anziehen, aber mit dieser kann sich David nicht mehr bewegen. Daher legt er sie ab und sucht sich fünf Steine aus dem Bach.
Nun, ich glaube, daß sich die gegenwärtige Christenheit ein wenig in der Lage des kleinen David mit der großen Rüstung befindet: Versammlungen, Komitees, Beratungen, Kongresse, eine unglaubliches Sprießen, beinahe wie eine Metastase. Es werden Kommissionen gebildet, Verbindungen mit anderen Kommissionen auf regionaler Basis hergestellt, dann auf nationaler und internationaler: eine immer schwerere Rüstung, die ein immer kleinerer David tragen muß. Das Christentum wird kleiner und die Organisation immer größer.
Ich habe errechnet, daß ich in einem Jahr 58 Tage dazu verwendet habe, um an klerikale Veranstaltungen teilzunehmen. Zwei Monate, die nicht für die pastorale Tätigkeit und die Verkündigung Jesu Christi zur Verfügung standen, sondern um zu besprechen, wie eine Pastoral abgehalten werden soll.
Das ist zu viel. Auch wir müssen die Rüstung ablegen und versuchen, die fünf Steine des Baches zu suchen, d.h. den tiefen Sinn Jesu Christi, den tiefen Sinn der Identität, kurz und gut die tiefen, christlichen Wahrheiten, und sie zum Grundsatz unseres Lebens und unserer Pastoral machen." ("Avvenire" 12.4.98)

Wir kennen sehr wohl jene fünf Steine, die uns die Königin des Friedens gezeigt hat, um den Feind zu besiegen: Gebet, Fasten, Hl. Messe, Wort Gottes, Beichte. Diese genügen.


Notizen aus dem gesegneten Land

Ein brasilianischer Erzbischof: "Medjugorje ist Geschenk und Gnade"

Der brasilianische Erzbischof Mons. Murillo Krieger, vor Jahren schon in Medjugorje, war mit einer Gruppe von rund 3o Priestern aus seiner ersten Diözese vom 25.-28 Februar für Exerzitien hier. In seiner Homilie während der Abendmesse vom 27. erinnerte er an seine früheren Besuche (den ersten im Mai l985 unmittelbar nach seiner Bischofsweihe) und unterstrich, wie Medjugorje stets in seinem Herzen lebt. "Ich sehe Medjugorje" - sagt er - "als ein Geschenk und eine Verantwortung . Medjugorje ist Geschenk und Gnade. Die Jungfrau Maria gibt allen, die hierher kommen, die Möglichkeit, dieselbe Liebe, dieselbe Zärtlichkeit zu finden, die sie in Kana in Galilea erwiesen hat. Sie wendet sich an uns mit dem Wort: <Tut alles was er euch sagt>. Wären unsere Herzen bereit und offen, Christi Weg zu folgen, würde sich alles, was der Herr durch Medjugorje erfüllen will, sicher erfüllen. Ist es etwa so schwierig, unser Herz Jesus Christus zu schenken?
Medjugorje ist eine grosse Verantwortung: Dies habe ich so verstanden vom ersten Augenblick an, als ich meinen Fuss auf diesen Boden setzte. Angesichts der Seher und auf sie hörend kam ich zum Schluss, dass diese dringend unserer Gebete bedürfen, um ihrer Sendung treu zu bleiben. Da habe ich mich entschlossen, ihnen den ersten Rosenkranz meines Tages zu weihen. Das ist meine bescheidene Gabe. Auf diese Weise gewähre ich den Sehern meine Unterstützung und Hilfe."

Ein australischer Bischof: "In Medjugorje findet man
den Frieden"

Ende Februar kam Mons. Patrick Power, Auxiliarbischof von Canberra, Australien, zu Besuch nach Medjugorje. Er erklärt:
"Ich bin Priester seit 33 und Bischof seit 12 Jahren. Meine Mutter war eine grossartige Frau und der Jungfrau Maria sehr zugetan. Mein Vater verehrte U.L. Frau von Lourdes auf besondere Weise, und ich bin geboren am 11. Februar ...Im Januar l993 nahm ich an einem Gebetsprogramm teil, das P. Slavko und der Seher Ivan in Canberra leiteten. Ich war tief berührt von dem was ich sah und hörte. Die Botschaft Ivans und die Art und Weise, wie er sie vortrug, machten mich tief betroffen. Er sprach von Frieden, Gebet, Bekehrung, Busse und Fasten, und dies aus einem tiefen Glauben heraus. Es sind die Botschaften, die ich schon so häufig gehört und von denen ich selber gesprochen hatte; aber die Einfachheit, mit der dies alles gesagt wurde, war ausserordentlich. Ich erinnerte mich, wie wenn meine Mutter dies alles gesehen hätte. Für sie ein einzigartiges Erlebnis.
Im Mai l993 profitierte ich bei einem Besuch bei meinem Freund Puljic, Bischof in Dubrovnik, um nach Medjugorje zu kommen. Ich war bereits Bischof, kam aber inkognito. Es war Krieg, wenig Pilger. Ich feierte die Messe, viele Dinge drückten mich. Heute bin ich zum zweiten Mal in Medjugorje, diesmal mit einer Pilgergruppe aus Australien, mit meiner Schwester und ihren Kindern. Ich kam nicht mit besondern Erwartungen. Aber wenn ich jetzt mit meiner Familie hier sein darf, muss ich anerkennen, dass die Gospa auch mir grosse Gnaden erwiesen hat. Ich habe hier tiefen Frieden gefunden, besonders nachdem ich das Zeugnis von Vicka gehört habe. Ich nahm denselben Frieden wahr, den ich l993 empfunden hatte, als ich das erste Mal von den Botschaften hörte. All dies hilft mir, mich in meiner Sendung als Priester und in meinem Dienst als Bischof zu stärken. Medjugorje ist Friede. Ich habe einen innern Frieden gefunden, von dem ich allen gegenüber Zeugnis ablegte, die mit von der Gruppe waren. Wenn ich sehe, was in unsrer Gruppe geschieht, wie die Menschen zum Glauben zurückfinden, zum Gebet, zur Beichte, da muss ich allen anraten, hierher zu kommen. Speziell betroffen machten mich die Beichten, die Gebetsabende und die Treffen mit den Sehern. Nicht nur ich, auch Mons. Kennedy, der schon des öftern hier war, wir beide empfehlen den Gläubigen, nach Medjugorje zu pilgern. Ich will danken, danken auch den Gläubigen und den Priestern, die hier arbeiten."

Der Bischof von Neuseeland, Mons. John Dew, kam kurz vor Ostern und sagte: "Ich bin hergekommen wegen des Beispiels meiner Gläubigen, die stets mit reichen Früchten aus Medjugorje heimkehren: Gebet um den Geist, Fasten, sakramentales Leben. Sie sind aktive Glieder der Gemeinschaft geworden und haben viele Gebetsgruppen gegründet. für mich persönlich waren die Erfahrungen des Fastens und des Gebets sehr hilfreich: jetzt finde ich auch Zeit, vor der hl. Messe zu beten und was ich bekommen habe, den Pfarreien meiner Diözese weiterzugeben ..."

Auch ein Bischof aus den USA, Mons. Donald Montrose, kam auf Einladung einer Pilgergruppe und legte Zeugnis ab von den Früchten Medjugorjes: "Hier erfahre ich eine ganz besondere Gegenwart der heiligen Jungfrau. Was hier geschieht ist grandios! Ich bin mir bewusst, welche Verantwortung und Leiden die Franziskaner tragen ..."

 

Erscheinung für Mirjana: "Werdet mein Licht!"

Abgemacht war die Erscheinung mit Mirjana für den 18. März 14.00 Uhr. Als Ort der Spielplatz bei der Kommunität Cenacolo von Sr. Elvira. Es war ein klarer, sonnenlichter Tag. Als P. Slavko Barbaric mit dem Gebet begann, war der Platz schon voller Pilger, wohl einige tausend. Dann kam Mirjana mit ihrem Ehemann Marko und andern Verwandten und Freunden. Sie kniete nieder am Fusse einer erhöhten kleinen Bühne, auf der ein kleiner Altar mit einem Kreuz und einer Marienstatue geschmückt mit ein paar Pflanzen errichtet worden war. Auf der Plattform begleiteten Jugendliche aus der Kommunität die Gebete mit Gitarre und Liedern. Mirjana und Marko führten das Rosenkranzgebet mit einigen Gesätzchen an.
Um 15.3o Uhr trat Mirjana, während sie mit uns allen betete, in die Ekstase ein. Zuerst war sie ganz strahlend, dann wurde sie ernst, manchmal richtig traurig. Bald drückte sie die Augenlider wie um besser zu sehen oder sich zu konzentrieren. Doch hatte sie auch frohe Augenblicke. Am Schluss der gewohnte Abschiedsschmerz. Die Erscheinung dauerte 4 oder 5 Minuten. Bald darauf ging Mirjana weg und die Menschen zerstreuten sich. Abends nach der Hl. Messe las P. Slavko die Botschaft in den wichtigsten Sprachen vor. Er fügte bei, Mirjana habe erklärt, dass die Muttergottes mit ihr auch über die Geheimnisse gesprochen habe. Darüber hat Mirjana nichts anderes gesagt. Hier die Botschaft:
"Liebe Kinder, ich lade euch ein, mein Licht zu werden, um alle zu erleuchten, die in der Dunkelheit leben und ihre Herzen mit Frieden, meinem Sohn, zu erfüllen. Danke, dass ihr auf meinen Ruf geantwortet habt".
(Zeugnis von Alberto Bonifacio)

 

15 Jahre: "der Herr heisst mich gehen" und ich gehe
zum ersten Mal

Am Abend des 18. März kehrte ein Teil meiner Gruppe aus Nordbosnien mit Hilfsgütern zurück und wurde Zeuge eines ausserordentlichen Ereignisses, das uns alle tief berührt hat.
Schon am Vorabend während der Messe bemerkten wir einen Knaben im Rollstuhl, der plötzlich anfing, Unverständliches zu schreien und deshalb aus der Kirche gebracht wurde. Wir sahen ihn wieder am folgenden Tag in der Kommunität Cenacolo anlässlich Mirjanas Erscheinung. Einige wechselten ein paar Worte mit ihm. So wussten wir, dass er Italiener war, Andrea hiess und 15 Jahre zählte.
Er war da mit den Eltern und einigen Freunden. Wir sahen, dass er ein schwerer Spastiker war mit unkontrollierten Bewegungen am ganzen Körper, verkrampften Händen, zerquältem Gesicht, so dass auch seine Worte unverständlich herauskamen. Jedoch suchte er nach einer Möglichkeit, in Kontakt zu treten.
Er fragte nach den Namen der Umstehenden. Es war nicht zu übersehen: an jenem Tag war er allein in einem Rollstuhl in Medjugorje. Um 18 Uhr des 18. März, als der Abendgottesdienst unter der Leitung von Svetozar Kraljevic eben begonnen hatte, fing Andrea an zu schreien. Sein Vater nimmt ihn aus dem Rollstuhl in seine Arme und beruhigt ihn auf einer Bank rechts.
Auch von hier aus schreit er wiederholt einen unverständlichen Satz und versucht wie ein Kleinkind seine ersten Schritte. Er bewegt sich in Richtung des Altars, während der Vater erstaunt und geschäftig hinter ihm her geht, stets bereit, ihn aufzufangen, falls er stürzen sollte. P. Svetozar gibt ihm ein Zeichen, hinauszugehen, denn er stört wirklich. Da dreht sich Andrea um, durchläuft ständig weiterschreiend den ganzen Mittelgang dem hintern Ausgang zu. Aber was schreit er denn? Erst später vernahmen wir, es waren stets die selben Worte: "Der Herr heisst mich gehen!"
Noch vor 19 Uhr, die Messe ging ihrem Ende zu, kamen einige andern Freunde aus unsrer Gruppe zur Kirche und bemerkten Andrea immer noch im Rollstuhl, umgeben von den Eltern und einem Grüppchen Leute auf dem Platz rechts des Gotteshauses. Es war Bewegung in der Gruppe.
Jemand ermuntert Andrea, aufzustehen und zu gehen. Erneut macht er sich auf den Weg und wiederholt, jetzt ganz klar: "Der Herr heisst mich gehen". Gesicht und Hände sind normal, seine unsichern Schritte kontrolliert, sie gleichen denjenigen eines Einjährigen. Er durchläuft den ganzen Vorplatz, von rechts nach links, gegen die Beichtstühle, auch einige Treppenstufen überwindend. Der Vater weint krampfartig am Herzen eines andern Mannes; auch die Mutter kann vor Erregung nur weinen.
Unsre Nora frägt sie, ob Andrea je habe gehen können. "Nein, ausser ein paar Schritte vorher in der Kirche; er störte, und wir verstanden nicht, was er schrie. Darum gingen wir mit ihm hinaus..." Wir weinten alle! Alle zu tiefst ergriffen.
Auch Andrea weint und ist erregt: beginnt er zu merken, dass sein Leben durch etwas sehr Aussergewöhnliches berührt, sich gewendet hat, erreicht durch eine übergrosse Liebe? - Und sie machen sich auf den Weg zur Pension, während unsere Gruppe, die an einer so starken Erfahrung direkt Anteil hatte, erschüttert zurückbleibt und nichts anderes kann, als eine Dankeshymne anzustimmen: "Lob und Ruhm sei Dir, Herr Jesus! Und Dank ohne Ende Dir Maria, Mittlerin jeder Gnade, und darum auch Mittlerin dieser grossen Gnade". (Alberto Bonifacio)

Mons. E. O. Brian, verantwortlicher Erzbischof für die USA-Truppen, kam am 1. März dieses Jahres zu Besuch und drückte den Wunsch aus, im Sommer wieder zu kommen ( aus Press-Bulletin).

Im Herzen Gottes ist für alle eine Antwort - Ein französisches Paar hatte den Entscheid gefällt, sich zu trennen; einer der Söhne betete zur Madonna in einer Novene (verlängert über die 9 Tage hinaus), - und die Liebe kehrte ins Haus zurück.
Dieselben Eltern bestätigen, dass in ihrer Familie heute grosse Freude wohnt; das Wort "Opfer" macht nicht mehr angst; Friede ist bei ihnen eingekehrt und die Liebe hat von ihren Herzen Besitz ergriffen. Heute beten die Eltern mit den Kindern zusammen jeden Tag den Rosenkranz und werden, so bald es ihnen möglich ist, nach Medjugorje kommen, um der Muttergottes zu danken, denn "wir haben erfahren" - sagen sie - "dass es im Herzen Gottes eine Antwort auf jedes Problem gibt".

Mitteilung an die Pilger - Zur Sommerzeit wickelt sich das Abendprogramm wie folgt ab: um 18.00 zwei Rosenkränze; 19.00 Uhr Hl. Messe, anschliessend Segnungen und dritter Rosenkranz. Anbetung des Altarssakramentes am Mittwoch und am Samstag von 22-23 Uhr und nach der Abendmesse vom Donnerstag. Anbetung vor dem Kreuz unmittelbar nach der Abendmesse am Donnerstag. Jeden Sonntag um 15 (16) Uhr Rosenkranz für den Frieden auf dem Erscheinungsberg und am Freitag zur selben Stunde Kreuzweg zum Krizevac. Die hl. Messen für die verschiedenen Sprachgruppen im Laufe des Vormittags, ausgenommen nach besonderer Absprache.
Für alle Informationen und Fragen wende man sich an das Informationsbüro Tel. 0038-788-65.19.88 alle Tage zwischen 0800 und 2000 Uhr.

Der Zivilflugplatz von Mostar wird Mitte Mai wieder eröffnet zu Vorteil und Ersparnis für die Pilger: 45 Min. um nach Medjugorje zu gelangen statt der 3 Stunden ab Split oder Dubrovnik. Wenn man jedoch von weit her kommt, wird es nötig sein, in Zagreb umzusteigen.
Die Osterfeierlichkeiten brachten grosse Pilgerscharen nach Medjugorje: Wieviele haben den Kreuzweg zum Krizevac durchschritten, bevor sie ihre Freude in die Osternacht hinaussangen!

Nach langer Abwesenheit kehrte Ivan mit seiner Familie aus den USA zurück. Mit ihm werden auch die beiden wöchentlichen Treffpunkte auf dem Berg wieder aufgenommen. Marija konnte an Ostern nicht mit den andern Sehern anwesend sein. Ganz normal: drei Kleine können Unvorhergesehenes bringen.
(Aus dem Tagebuch von Sr. Emmanuel)

Vicka wird die Madonna während 45 Tagen nicht sehen - das hat sie selbst einer französichen Pilgergruppe am 21. April - sehr bewegt - mitgeteilt. Die Erscheinungen an sie werden somit am 6. Juni wieder beginnen. Es ist schon das vierte Mal, dass die Madonna Vicka dieses Opfer abverlangt. Das erste Mal 1994, als sie sehr krank war, hatte sie die Erscheinungen nicht mehr während 50 Tagen. Aber die Seherin ist bereit für das Opfer: - Was die Muttergottes verlangt, ich nehme es an. Die andern fünf Seher hatten nie solche Unterbrechungen.

Neum: Medjugorje im Prüfstand

Vom 9.-13. März fand in Neum an der Adriaküste das 5. Internationale Seminar statt unter dem Themat: "Die spirituelle Bewegung von Medjugorje". Anwesend waren mehr als 15o Personen aus 17 Ländern. Von Interesse waren die drei Bezugspunkte
Neue spirituelle Bewegungen und ihre Charakteristika (Dr. Marianne Tigges) - Ist Medjugorje eine Bewegung ausserhalb der Kirche? (P. Dirk Grotheus) - Medjugorje und die Neu-Evangelisierung .(P. Ivan Dugandzic, der mit Mut die bestehende schmerzliche Trennung in der herzegowinischen Kirche angegangen ist, die allein durch Opfer und Liebe zur Kirche überwunden werden kann.)
Fruchtbringend die Begegnung mit den Franziskanern von Medjugorje.
Antwort an einen englischsprachigen Pater, der die Übersetzungen der Botschaften ins Englische kritisierte, durch Pater Slavko, der zugab, dass auch für kroatisch Sprechende die Botschaften keineswegs immer leicht zu verstehen seien, weil die Madonna einen sehr einfachen Stil und eine archaische Sprache benützt, die heute nicht mehr gebräuchlich ist. Jedoch hat er gebeten, die Botschaften nicht zu kor-rigieren (ich denke, dass hier Pater Slavko sich nicht auf eine linguistisch richtige Formulierung dieser Über-setzung ein-lassen wol-lte).Eher sollten, falls Schwierigkeiten aufträten, klärende Noten ange-fügt werden. Tiefgründig und klar waren die Erläuterungen von Pater Rupcic und die Staunen erregende Schlusshomilie von Pater Slavko. Von den Sehern kam an einem Abend Ivanka mit ihrer Familie. Schliessen wir mit der Grundfrage: "Was ist also mit Medjugorje? Wir können mit den Worten von Frau Ivan Dugandzic antworten: "Die Spiritualität Medjugorjes ist nicht eine spirituelle Bewegung innerhalb der Kirche, vielmehr Kirche in Bewegung. Darin können alle ihren Platz finden: Kleine und Grosse, die einfachsten Gläubigen wie die gebildetsten Theologen, Priester und Bischöfe".
Von vielen Seiten wurde die Wichtigkeit Medjugorjes unterstrichen. Die zu allen Zeiten geleistete Hilfe an die vom Krieg stark gebeutelte Bevölkerung erfolgte ohne Rücksicht auf die ethnische Zugehörigkeit der Menschen, jedoch mit einer speziellen Aufmerksamkeit gegenüber der katholischen Kirche, die in Bosnien riskiert ausgelöscht zu werden.
Empfohlen wurde auch, dass alle, welche die Spiritualität Medjugorjes suchen, täglich ein Vaterunser, ein Ave Maria und ein Ehre sei dem Vater für die Pfarrei und die Ortskirche beten, bis die Kirche die Erscheinungen der Königin des Friedens anerkennt.
Seit Anbeginn der Erscheinungen sagt die Madonna immer wieder, dass sie die Pfarrei Medjugorje als Quelle gewählt hat, aus der der Fluss ihrer Werke hervorströmen soll

 

Jelena: "Suchet
das Angesicht des Herrn"

So sprach Jelena Vasilj zu italienischen Pilgern am 2. Januar l998:
"Meine Erfahrung ist anders als jene der andern Seher. Ich habe keine Visionen wie sie, aber bei meiner Erfahrung kann man von einer gewissen Form von Visionen sprechen. Mehr als alles andere ist es eine starke Gegenwart Mariens im Gebet. Wir sagen, dass es eine Erfahrung des Herzens ist, weil es nicht nur eine Idee, ein Gedanke ist, der in unserm Geist gegenwärtig ist, sondern wirklich eine Person. Es ist wie bei einer Begegnung, da muss auch immer das Herz dabei sein, sonst bleibt alles oberflächlich. Das Herz wird wirklich mit einbezogen, und darum reden wir von einer Sprache des Herzens. Diese Erfahrung machte ich anderthalb Jahre nach Beginn der Erscheinungen, zuerst mit der Erscheinung des Engels, dann mit Maria. Heute sehe ich das wirklich als eine Vorbereitung für das, was nachher geschah, auch deshalb, weil mir die ersten Worte des Engels sehr bedeutungsvoll vorkamen. Er fragte zuerst nach der Beichte, also um die Reinheit des Herzens, um sehen zu können.
Ich denke, der erste Schritt zu einem christlichen Leben muss die Versöhnung, die Bitte um Vergebung sein. Dann wird uns Maria auch beten lehren, wenn wir vor Gott um Vergebung und Erbarmen gebittet haben. Das ist der erste Schritt zu unserer Umkehr. Nach etwa 14 Tagen spürte ich Maria und auch manchmal Jesus. Ein anderes Mädchen hat sich mir im Gebet angeschlossen. Es war im März l983. Sie heisst Marjana. Zu Beginn sagte sie, sie kenne nur die Gegenwart Mariens. Aber im Oktober desselben Jahres begann auch sie die Botschaften zu empfangen. Mehr oder weniger war es unsere Aufgabe, Erleuchtungen im Gebet zu erhalten und weiter zu geben, vor allem an die Gebetsgruppe, die wir hier in der Pfarrei auf Wunsch der Gottesmutter zu versammeln hatten.
Wir waren ungefähr 6o junge Leute und versuchten zusammen die Botschaften, die Maria natürlich den Sehern gab, zu vertiefen und zu leben. Es war ein Weg des Gebets. Maria setzt immer das Gebet an die erste Stelle, weil unser christliches Leben seine Kraft aus dieser Begegnung schöpft. Daher ist es sehr schwierig, von geistlichem Leben zu sprechen, wenn keine Begegnung mit Gott stattfindet, ... denn ohne ihn können wir kaum etwas tun, nur mit der Gnade vermögen wir zu wirken.

Warum will Maria uns wieder zum Beten bringen? Weil das Gebet zu einer Quelle der Gnade auf unserem Weg wird, weil es uns wieder zu den Sakramenten hinführt. Nur durch die Gnade werden wir vollkommen. Daher werden dann die Beichte und vor allem die Eucharistie die Mitte unsres christlichen Lebens. Maria hat von den verschiedenen Formen des Gebets gesprochen, besonders viel vom Rosenkranz. Dieses Gebet wird immer wieder von ihr empfohlen, auch nach so vielen Jahren.
Mir scheint, dass die Madonna das tut, weil der Rosenkranz eine grosse Wohltat für unsere Spiritualität ist. Wenn wir berufen sind, Christus nachzuahmen, sind wir auch berufen, zu werden wie er. Dazu gibt es keine bessere Hilfe als der Rosenkranz, der wie eine Mini-Katechese unsres Glaubens ist. Alle Geheimnisse werden neu in Erinnerung gerufen und neu belebt.
Das Beten des Rosenkranzes hilft uns auch, zu werden wie Maria, die - so sagt es der Evangelist - "alles in ihrem Herzen bewahrte und darüber nachdachte" (Lk 2,19 und 2,51). So denke ich, sind auch wir in der gleichen Weise berufen, diese Geheimnisse in unserem Herzen zu bewahren und darüber nachzusinnen. Christus muss immer das Zentrum unseres Betens sein. Maria hat gesagt, dass wir zwei Dinge suchen müssen: vor allem das Antlitz des Herrn. Oftmals suchen wir uns selbst. Wir wollen alles Mögliche, auch gute und gerechte Dinge, denken aber nicht daran, dass neben uns Maria steht und uns bittet, die Augen zu erheben und Christus anzuschauen. So wird unser Beten christozentrisch.

Als zweiten Schritt müssen wir den Willen des Herrn suchen. Dann stellen wir wie selbstverständlich die Frage: Was willst Du von mir, Herr? Ausser dem Rosenkranzgebet beharrt Maria sehr auf dem Stillschweigen, das vor allem ein Hinhören sein soll und sicher nicht Passivität, sondern vielmehr die Fähigkeit, sich dem Nächsten selbst als Geschenk zu geben, das Ohr hinzuhalten und zuzuhören. Es ist zwar eine schwierige Sache mit der menschlichen Erfahrung, weil wir gern selbst im Mittelpunkt stehen. Aber ich glaube, dass das Gebet des Hinhörens uns anbeten lehrt, um verstehen zu können, wer der wirkliche Urheber des Lebens ist. Schliesslich die Busse: sie begleitet uns immer auf diesem Weg des Gebets und wird auf diese Weise auch Gebet des Körpers. Busse kommt in der modernen Terminologie kaum mehr vor. Wir sind nicht mehr gewöhnt, Busse zu tun, weil wir glauben, schon genug zu leiden.
Jedoch wäre gerade bei geistiger Faulheit Busse am Platz, um uns aufzurütteln. Die Madonna hält viel vom Fasten, und zwar bei Brot und Wasser. Ich denke, dass auch dies eine grosse Bedeutung hat. Leben von diesem materiellen Brot wird in gewisser Hinsicht ein Warten auf jenes wahre Brot, das wir in der Eucharistie empfangen. Das scheint mir eine treffende eucharistische Interpretation dieses Fastens.

Fragen und Antworten
F.: Da die Madonna dich für viele Jahre als Werkzeug der Gebetsgruppe gebrauchte, hättest du vielleicht Empfehlungen für unsere Gebetsgruppen?
A.: Ich habe wirklich noch nie von dem, was ich erlebt habe, ein Schema ausgearbeitet. Mir scheint aber, dass die Gebetsgruppe eine fast unentbehrliche Erfahrung ist für geistliches Wachstum. Es ist nicht möglich, einen Weg allein mit Gott zu gehen. Gott ruft uns zu einer Gemeinschaft mit andern Menschen, damit wir untereinander kommunizieren; deswegen sind wir gerufen, in einer Gebetsgruppe mitzutun. Das kann die Familie sein. Überhaupt müsste die Familie die erste Gebetsgruppe sein, wo uns spirituelle Erfahrung geschenkt wird. Dann auf der Pfarreiebene, weil die Pfarrei unsere unmittelbare Kirche ist, und in der Pfarrei auch verschiedene Gruppen sind. Ich spreche nur von der Notwendigkeit, aber die Gestalt hängt von der Spiritualität ab, die ihr habt. Der Rosenkranz ist immer gut, ebenso das freie Beten. Das Lesen der Bibel ist wichtig, denn unser Beten darf nicht willkürlich sein, sondern muss einen bestimmten Inhalt haben, der uns geoffenbart wurde, nicht wie in den östlichen Religionen, wo der Geist immer frei schweifen kann. Wir müssen uns an das Evangelium halten. Wir müssen aber auch Zeit haben, um unsere Erfahrungen auszutauschen und uns zu ermutigen auf dem geistlichen Weg, der eine Kommunion mit Christus ist, aber auch eine wahre Kommunion unter uns.

F.: Hast du auch jetzt diese Visionen des Herzens?
A.: Sie sind nicht mehr so häufig wie am Anfang, aber ich habe sie noch. Gefragt über die Wahl der Studien (zuerst in Steubenville, dann Wien und jetzt in Rom) sagt sie, dass es schön ist, das Verlangen nach Gott auf alle Ebenen auszudehnen. Es hat mir Freude gemacht, diese geistliche Erfahrung auf das konkrete Leben zu übertragen und damit auch eine Suche nach Gott auf die Ebene des Intellekts. Der Intellekt ist integrierender Teil unserer menschlichen Person. Man könnte sogar sagen: wenn ihr einen Weg beginnt, sucht euch ein wenig da für zu interessieren, was das Lehramt der Kirche sagt, weil wir jemanden nötig haben, der uns führt. Wir genügen uns nicht selbst, der Herr wollte uns nicht so haben. Es ist offenkundig, Er wollte eine Kirche, eine Hierarchie, einen Heiligen Vater.

F.: Hast du nie daran gedacht zu heiraten?
A.: Manchmal schon. Auf die Frage wegen ihrer Schwierigkeit mit dem Dialog in der Gruppe, sagte sie, dass auch in Medjugorje Schwierigkeiten vorkamen mit einer grossen Gruppe von 6o Personen. Um zu einem Dialog zu kommen, teilten wir uns in Grüppchen auf. Gemeinsam brachten wir dann die Erfahrungen aller Gruppen ein.

F.: Ist es gut, sie allein gehen zu lassen in einer Gruppe?
A.: Nein. Sie sind Priester, geistliche Führer sind sehr, sehr wertvoll. Die Leute haben es nötig, geführt zu werden, wenn auch in dieser Welt alle "Freiheit und Unabhängigkeit" schreien. Fehlen die Führer, hängen wir uns an viele falsche Dinge. Wir brauchen jemanden, der uns vorwärts ruft, vor allem die Jugend. Es ist sehr wertvoll, eine Person zu haben, der es gelingt, dir ein wenig Licht anzuzünden, wenn du im Dunkeln bist. Ich sage aber nicht, dass er für dich gehen muss, das wäre negativ. Die Madonna in Medjugorje hat immer geistliche Berater für die Gruppen gewünscht.
(von Alberto Bonifacio)


P. Tomislav antwortet...

Geschenktes Leben in der Einfachheit und Vertrautheit
mit Gott.

Während der Begegnung in Colle Don Bosco am 27. September l997 wurde P. Tomislav Vlasic gefragt über seine Erfahrungen. Hier bringen wir die Antwort, die er dem Redaktor von Medjugorje Torino gab (Jan./Feb. 1998, Nr. 79).

R.: Pater Tomislav, du warst in Medjugorje schon fast zu Beginn der Erscheinungen; was kannst du uns über deine Erfahrungen sagen?
T: Meine Grunderfahrung ist diese: vor jedwelchem göttlichen Zeichen müssen wir ernsthaft Gott suchen, jedoch nicht einen verschwommenen Gott, sondern den geoffenbarten, den Vater-Gott, der sich im Heiligen Geist kundtut durch seinen Sohn. Die Verbindung suchen mit allen Geschöpfen in der Begegnung mit Gott, will heissen, diese Kommunion leben wir mit der universalen Kirche, mit den Heiligen, den Engeln, den Seelen im Fegfeuer und mit der pilgernden Kirche hier auf Erden.
In diesem Bild der Gemeinschaft mit Gott können wir alles finden, was Gott den Menschen zur Verfügung stellt als Instrumente der Gnade. In dieser Zeit hat Gott uns seine Mutter geschenkt in einer ganz besondern Weise. Offen auf Gott hin wird jedes Ding klar und durchsichtig. Man kann nicht im Dunkeln bleiben, weil Gott selbst sich offenbart.

R.: Warum nimmst du Bezug auf einen verschwommenen Gott?
T.: Ich nehme das als Schlüsselwort, wenigstens empfinde ich das so. Sehr viele Menschen suchen Gott, aber gleichzeitig wollen sie sich nicht trennen vom lieben Ich. Sie suchen einen Gott, der die Freuden dieser Welt befriedigt, die Launen zufrieden stellt und sie umschmeichelt. Sie wollen Gott nicht sehen, wie ER ist, wie ER sich offenbart, als der EWIGE GOTT. Das Suchen nach diesem verschwommenen Gott öffnet die Wege zu so vielen Häresien und drängt die Menschen, Gott in Bewegungen ausserhalb der Kirche zu suchen, in Methoden und Techniken, in speziellen Meditationen.
Diese Art der Gottsuche endet immer in der Entdeckung eines Idols. Wir alle sind berufen, den Gott der Offenbarung zu suchen und ihm zu erlauben, sich in und durch uns zu offenbaren.

R.: Ausgehend von dieser Erfahrung hast du eine Kommunität von Schwestern und Brüdern gegründet, die zurückgezogen in Klöstern leben, aber auch Gruppen von geweihten Laien in Gemeinschaften. Diese führst du und lehrst sie den Weg gehen, den dir der Herr gezeigt hat.
T.: Diese Frage berührt mich in besonderer Weise, vor allem weil du sagst: "und lehrst sie ..." Mein anfänglicher Versuch war, das Geheimnis Gottes zu leben, Ihm Raum und Zeit in meinem Leben zu geben, um mich mehr in die Gotteserfahrung zu versenken. Das war mein Wunsch. Die andern zu lehren, kam dann als ein Bedürfnis, diese Erfahrung weiter zu geben, mit andern zu teilen. So entstehen und entwickeln sich die Kommunitäten und Laiengemeinschaften.

R.: Es gibt Leute die sagen, dass viele Jugendliche, die in die Klöster kommen, frustriert sind und das Ordensleben nur als Flucht benützen.
T.: Der Ausdruck "frustriert" ist sehr bezeichnend. In diesem Wort sehe ich etwas sehr Delikates, sei es für den, der frustriert ist und Gott sucht, sei es für den, der einen Frustrierten aufnimmt. Wenn die frustrierte Person nicht versucht, im Gebet das grosse "DU" in Gott zu finden durch die Gemeinschaft mit den Brüdern und Schwestern, dann verschliesst sie sich leicht in der eigenen Frustration und sucht Gott als Mittel gegen seinen eigenen Infantilismus und seine eigene Unreife. Diejenigen, welche einen frustrierten Jugendlichen aufnehmen, haben die Pflicht, ihn vor Gott zu bringen, den grossen Gesprächspartner. Dort hat er die Möglichkeit, Knospen zu treiben, aufzublühen zu vollem Leben, zum ewigen Leben. Jesus hat geliebt und ist unendlich, aber er verwöhnt niemanden. Er führt zum Vater in die Fülle des Seins und gestattet nicht, dass Krankhaftes im Menschen bleibt, der zu dieser Fülle kommen will. Hierin liegt die ganze Verantwortung für die Jugendlichen, die wir aufnehmen.

R.: Für deine Kommunität hast du ein radikales Leben gewählt, das kontemplative Leben.
T.: Die Begriffe "radikal" und "kontemplativ" können, obwohl klar, auch zweideutig sein. Ich würde sagen, wir haben einen stufenweisen Weg gewählt. Wir versuchen, den Grund zu berühren und den Gipfel der Fülle, den Schmerz, den Tod und das Leben zu berühren, denn das ewige Leben beginnt im Schmerz, im Tod. Für uns bedeutet das, dieses Leben zum Wiedererblühen, zum Höhepunkt zu bringen. Die Kirche selbst hat nach dem Konzil die Eucharistie Quelle und Ziel genannt... Bei uns gibt es nichts Rigoroses, Einschneidendes, nur einfach eine Entwicklung, welche die Stufen eines Jeden respektiert, damit jeder Anteil der Sünde in der Seele verbrannt werden kann, um schliesslich zum göttlichen Leben aufblühen zu können.

R.: Die Begriffe, die du gebrauchst, wie "Hingabe des Lebens", "geopferte Liebe" ängstigen diese nicht manchmal die jungen Menschen? Sind diese Worte nicht manchmal ein Hindernis, eine freie Antwort auf Gottes Ruf zu geben?
T.: Ja, das gibt es. Doch das Wort Gottes ist auch nicht immer leicht zu verstehen. Es bedarf einfach der Geduld, Gottes Antwort im eigenen Herzen abzuwarten, verfügbar für diese Antwort zu sein und weiter zu gehen, wie es der Herr anzeigt. Hingabe des Lebens ist nichts anderes als Liebe, die sich verschenkt, sich opfert. Sie ist das Gegenteil von egoistischer Liebe. Die reine Liebe ist verschwenderisch, deshalb drückt sie sich in der höchsten Form - im Schmerz, in den Ungerechtigkeiten, am Kreuz, im Tod - aus, so wie Jesus uns das zeigt in den Seeligpreisungen. Das Leben Gott ganz in Liebe schenken, heisst in Kommunion treten mit dem Leben. Die verschwenderische Liebe Gottes, die sich vollkommen hingibt, und jene des Geschöpfs, die sich ohne wenn und aber verschenkt, das ist geschenkte Liebe, ist göttliche, ewige Liebe. Es kann nicht anders sein.

R.: Kannst du uns noch etwas über die Besonderheit deiner Ausbildungsmethode sagen?
T.: Kehren wir zurück zum Anfang des Gesprächs: die wichtigste Eigenschaft ist die Einfachheit. Das Evangelium leben in Einfachheit, sich der Jungfrau Maria anvertrauen, mit den Heiligen und Engeln, mit der ganzen Kirche und allen Geschöpfen. Vertrauen auf die Liebe Gottes, die vollkommen ist, auch in einem Sünder: es gilt sie zu finden, zu sehen, anzubeten, zu lieben ...Denn diese Liebe wird nicht geliebt. Eine solche Seelenhaltung öffnet Gott die Möglichkeit, dass er in uns wirken kann über die Grenzen unseres Verstehens und Wollens hinaus. Deshalb führt er uns zu Prüfungen.

R.: Wie siehst du die Zukunft der Kirche und der Menschheit, insbesondere in der Feier des Jubiläums? Was denkst du über die verschiedenen Vorhersagen von Katastrophen?
T.: Die Zukunft sehe ich wunderbar! Wir sind berufen, Gott zu betrachten, seine Grösse, das ewige Leben. Gott ist nicht eine Person, die nicht weiss, wie die Probleme der Fabrik, des Büros, der Schule zu lösen sind. Gott ist der gute Vater, der seine Hand über alle Geschöpfe der Menschheit hält. Auch wenn er uns Prüfungen schickt, wissen wir, dass sie zur Reinigung dienen für dieses grosse Werk, das Gott vollbringen will. Alle Prophezeihungen sprechen vom Triumph Gottes am Ende der Zeiten und vom Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens. Wir müssen uns einfach öffnen, um für Gott da zu sein. So können wir der Zukunft vertrauensvoll entgegensehen in Hoffnung, grosser Freude und Liebe.

R.: Hier befinden wir uns am Hügel Don Boscos. Siehst du eine Verbindung zwischen unsrer Zeit und dem Traum Don Boscos, in welchem er zwei Säulen in der Kirche sah, die Eucharistie und Maria?
T.: Sicherlich! Im Augenblick der Empfängnis Jesu wird Maria in hervorragender Weise die Braut des Herrn. Am Fuss des Kreuzes ist Maria die vortreffliche Braut in der Tiefe ihres Mitliebens und Mitleidens für die Menschheit. An dieser eucharistischen, österlichen Liebe am Kreuz nimmt Maria "par excellence" teil. Alle Dokumente, die der Papst während seines Pontifikats herausgegeben hat, sind eine Vorbereitung durch die Jungfrau Maria durch den dreijährigen Advent auf das Jubiläum hin. Das Herz des Jubiläums sind: der Eucharistische Kongress, die Ökumene und die Feier der allerheiligsten Dreifaltigkeit.

R.: Und zum Schluss:
T.: ... Beten, beten, beten wir! "Gott Vater, Du hast jeden von uns geschaffen und kennst uns vollkommen. Mach, dass wir Dich suchen als den wahren Gott, zieh uns an Dich mit Deiner Liebe. O Gott, Heiliger Geist, erleuchte unsern Geist, unser Herz, komm auf uns herab, wie Du auf die Jungfrau Maria herabkamst. Sie hat durch Dich Deinen Sohn empfangen. Mach, dass unsre Herzen Jesus Christus empfangen, Ihm folgen und sich aufopfern durch Jesus in Dir, Vater, in all unsern Prüfungen. Mach, dass wir uns mit Maria im Abendmahlssaal vereinen und offen bleiben für alle Gaben des Heiligen Geistes.
O Heiliger Geist, vereine uns mit allen Geschöpfen, mit Maria, den Engeln und Heiligen, allen Seelen, die noch im Fegfeuer leiden, allen Geschöpfen, die auf Erden leiden, damit wir alle in der Liebe Gottes sein können. O Heiliger Geist, komm herab auf alle Leser dieser Zeitung, damit wir die Offenbarung Gott des Vaters und des Sohnes im Heiligen Geiste spüren können. Amen".

 

Knien Sie nieder
und beichten Sie!

Eines Abends - zwischen dem 27. Und 30. Oktober l886 - erschien der elegante Offizier Charles de Foucauld bei Pater Huvelin in Paris. Er war eben aus Afrika zurückgekehrt. "Herr Pater, ich kann nicht glauben: ich bitte Sie, mich zu unterrichten."Pater Huvelin musterte ihn: "Knien Sie nieder, beichten Sie vor Gott; glauben Sie!" "Dafür bin ich nicht gekom-men". "Beichten Sie!" Er liess sich auf seine Knie und beichtete sein ganzes Leben (So hatte es auch der hl. Pfarrer von Ars gemacht mit denen, die zu ihm kamen, um über ihre Gewissensnöte zu diskutieren). Als der Abt nach der Lossprechung den Büsser sich erheben sah, fuhr er erneut fort: "Sind Sie nüchtern?" - "Ja". - "Gehen Sie kommuni-zieren!" So machte Charles de Foucauld seine zweite Erstkommunion. Gott hatte ihn ergriffen und ihn zu seiner Beute gemacht. Ab diesem Zeitpunkt verzehrte sich das Leben des ehemaligen Offiziers ganz für den Herrn. Später wird er entdecken, dass seine Berufung die Wüste ist. Er wird sich eine Einsiedelei im Zentrum von Algerien erstellen und dort sein Leben in Busse und Gebet verbringen zur Bekehrung der muselmanischen Welt. Ermordet während eines Aufstands wird er sterben.
Während 27 Jahren schlief er keine einzige Nacht im Bett. Auf einer Matte am Boden, auf einer Kiste, auf dem Fussboden der Kirche. Eines Morgens kam einer seiner Freunde, ein Offizier der "Afrikanischen Jäger". Er hatte sich früh aufgemacht, um zur Einsiedelei zu gelangen. Dort fand er den Freund beim Ausbessern einer unfertigen Mauer. "Aber wie, - frug er ihn, - schlafen Sie nicht mehr in der Kapelle?" "Nein". "Aber Sie hatten mir doch gesagt, dass Sie sich dort wohlfühlen". "Eben darum habe ich gewechselt". Kurz darauf entschied er, in der Sakristei zu übernachten. So eng, dass er sich nicht ausstrecken konnte. Wer ihn auf die Unbequemheit dieses Ortes ansprach, erhielt die Antwort: "War Jesus am Kreuz nicht ausgestreckt?" "Entschuldigen Sie, - sagte zu ihm eines Tages ein Pater, der verreisen musste, - wenn ich Sie allein lasse". Und Vater Foucauld: "Oh! Ich bin nie allein". Keines seiner Worte, das nicht die unerhörte geistige Grösse wiedergegeben hätte oder nicht das Mass seiner innern Reinheit verriet. "Zu jeder Minute so leben, als ob ich heute abend gemartert sterben würde".

 

Der Papst: "Der Beichtvater ist kein Psychotherapeut"

Das Beichtsakrament ist in der Krise, und doch reden alle von Bekenntnis und die Leute haben ein unstillbares Verlangen, sich zu bekennen. Mit Elan sprach der Heilige Vater bei verschiedenen Anlässen von der Beichte. Er selber sass in St. Peter häufig im Beichtstuhl. Nun ist er am 21. März anlässlich eines von der Apostolischen Pönitenziarie gehaltenen Kurses auf das Problem zurückgekommen, um zu sagen:
"Der Beichtstuhl ist nicht und kann nicht eine Alternative zu Psychoanalyse und Psychotherapie sein.... Das Sakrament der Busse wurde von den Vätern die "Zweite Tafel des Heils nach dem Schiffbruch" genannt in Anlehnung an das Rückfallen in die Sünde nach der Taufe... Die Beichte tilgt die persönlichen Sünden, die nach der Taufe begangen wurden, vor allem Todsünden, jedoch auch die lässlichen... Es ist legitim, dass die Gläubigen in der Beichte diesen innern Prozess in Gang bringen wollen, der sie zu jenem höhern Frieden führt, der in der Vereinigung mit dem Willen Gottes besteht.
Aber es ist eine ungerechtfertigte Erwartung, im Beichtvater einen Heiler oder Arzt im technischen Sinn des Wortes finden zu wollen. Wo immer der Zustand des Beichtenden medizinische Hilfe verlangt, soll der Beichtvater nicht selbst diese Rolle übernehmen, sondern den Beichtenden an kompetente und ehrbare Fachleute weisen.
Er hat bekannt, dass sich seit seiner Begegnung mit dem hl. Johannes Maria Vianney in Ars l937 bei ihm die Überzeugung abzeichnete, dass der Priester einen wichtigen Teil seiner Sendung im Beichtstuhl verwirklicht, indem er sich zum "Gefangenen des Beichtstuhls" machen lässt.

Aus Montreal - Die Aktivität der Gruppe Echo Canada (sie druckt 5000 Kopien in Englisch und 6000 in Französisch) hat sich nach dem Tod von Noel, ihrem heiligmässigen Leiter, stark intensiviert. "Es gab auch leidvolle finanzielle Schwierigkeiten, doch konnten wir die Weiterführung der Ausgabe sichern dank unerwarteter Hilfen, die das Wahrzeichen Mariens trugen. Lob gebührt der Gruppe der 3o jungen Leute, die sich für das Jugendtreffen vorbereiten. Für das Gebet haben sie sich in drei Zonen der Stadt aufgeteilt". (Michele Cacchione)

 

Internationales Jugendtreffen

(31. Juli - 6. August) unter dem Thema: Veni Creator Spiritus (Komm Schöpfer Geist).
Täglich
9-10 Morgengebet;
10-11 Vortrag;
11-11.30 Singübungen;
11.30-12 Vortrag;
1200 Mittagsgebet;
16-17 Zeugnisse von Sehern und andern Personen;
18-20 Medjugorje Abendgebete mit Rosenkranz und hl. Messe;
22.30-23.30 Anbetungsstunde (die eucharistische Anbetung wird während der ganzen Zeit gehalten).

Tagesthemen:
Freitag, 31. Juli, 22 h. Vorstellung der Gruppen und Anbetung.
Samstag, l. August: Hl. Geist, Du bist Gott (Hans Buob); 16 h. Hans Buob/Ivan Dragicevic.
Sonntag, 2.: Der Hl Geist und Maria (Andrea Gasparino und Mirjana) 9 h. auf dem Podbrdo, 16 h. (A. Gasparino).
Montag, 3.: Hl. Geist, öffne unsre Herzen (Don Cosimo Cavalluzzo, 16 h. Jakov und Don Cosimo); 20 h. Eucharistische Prozession.
Dienstag, 4.: Geist Gottes und Geist der Welt (Sr. Elvira; 16 h. Vicka und die Jungen der Kommunität Cenacolo); 22-24 h. Spectaculum der Kommunität Cenacolo.
Mittwoch, 5.: Medjugorje, Werk des Hl. Geistes (P. Jozo Zovko; 16 h. Zeugnisse, Marienlieder, Weihe an die Muttergottes).
Donnerstag, 6.: auf dem Krizevac: "Seid meine Zeugen in der Welt"; 3 h Rosenkranz, 5 h. hl Messe.

Anweisung: Mitzubringen Rekorder, Kassetten, Kopfhörer, Bibel, Sonnenschirm, Kerze. Wer ein klassisches Instrument spielt, möge dies Don Agostino mitteilen: Fax 0038-788-651.888 mit eigenen Noten und Instru-menten; Aufenthalt wird in der DOMUS PACIS gewährt.

Die pilgernde Madonna - Der Pilgerzug der dreihundert berühmten Statuen und Ikonen, die vor drei Jahren von Frankreich ausgegangen sind, hat seither 83 Länder in allen Kontinenten erreicht. Maria pilgert weiter durch die Welt, um das Jubiläum 2000 vorzubereiten und allen Menschen die Neu-Evangelisierung zu bringen. Aus den fernsten Ländern erreichen uns beredte Zeugnisse der besuchten Kirchen: Kardinäle, Bischöfe, Gruppenverantwortliche staunen über die unglaublichen Früchte dieser Sendung Mariens zu ihren Kindern. Die letzten Berichte kamen aus Equador, Vietnam,. Pakistan, Dänemark, Chile, Südafrika (aus 7 Staaten), Brasilien, Insel Mauritius, Türkei, Schweden, Ungarn, Burundi, Deutschland, Kongo (ex-Zaire). Sollte in eurem Land die pilgernde Madonna noch nicht angekommen sein, werdet Gastgeber eurer Mutter. Tretet in Kontakt mit der Confrèrie Notre-Dame de France, 48 Avenue de Paris, F-91410 Dourdan/France, Tel.: 0033-164-596556, Fax: 0033-164- 596522: alles nötige Material wird euch zukommen.

Die Häuser der Kommunität Cenacolo wachsen. Das erste, gegründet vor 14 Jahren in Saluzzo/Piemont, war entscheidend von Medjugorje beeinflusst. Nun ist das jüngste als 24. Haus in Österreich entstanden. Eines ist geplant in Boston/USA und eines vielleicht in Zentralamerika. Ein anderes ist in Biograd/Kroatien im Aufbau. In diesen Kommunitäten hat das Gebet den ersten Platz, besonders die Feier der Eucharistie. Der ganze Rest kommt danach, ohne staatliche Hilfen, ohne Bürokratie, denn die Vorsehung ist da zu Hause. Es braucht weder Psychologen noch Ärzte noch Medikamente.
Beharren wir einmütig mit Maria im Gebet, damit das Feuer des Heiligen Geistes das Angesicht der Erde erneuere

Das Echo Mariens findet sich in den wichtigsten Sprachen in Medjugorje im Laden Shalom rechts vor der Kirche oder auch bei Alu Karim, dem letzten Geschäft an der Galerie unter dem Hotel International an der Strasse vor der Kirche.

Dank an Maria, die ihrem kleinen Echo erlaubt, sich überall regelmässig hören zu lassen, auch mit dieser Nummer. Für den ihr geweihten Monat und für die Feste, die ihn begleiten oder auf ihn folgen, bitten wir Maria für alle Mitarbeiter und Leser um ihren besondern Segen. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Frohe Pfingsten!

  • Villanova Mantua, 28. April l998,
    Don Angelo


Verteilung - * Schweiz: Otto Müller, Sonneggstr. 3 - CH 9113 Degersheim - Postkonto: 90 - 4768 - 0 * Österreich: Heindler Margarete, Reindlgutstr. 5, A - 4400 Steyr. Überweisung: Postscheckkonto: 93.001.968
* Deutschland: Medjugorje Comitee, F. Castagnetti, Ostpreussenweg, 4, D- 33104 Paderborn. Überweis.: K/K 85738 Sparkasse Paderborn (BLZ 47250101) Internet: http://space.tin.it/economia/hzagler/md/
ANDERe Ausgaben
* Englisch: Echo of Mary, c.p. 27, I- 31030 Bessica TV; * Französich: Echo de Marie, B. P. 4602, F-45046 Orléans, 1 Cedex; * Katalan: Amics de Medjugorje, c. Carme 11 baixos 08700 Igualada-Catalugna, España;
* Holländisch: Int. Medj. Comité afd. Nederland- België, Misericordeplein 12C - 6211 XK Maastricht, Holland; * Polnisch: Echo Maryi skr. pocz. 17, 31-420 Kraków 73, Polonia, fax (48) 12-4130350; * Portugiesisch: Gilberto Correia, rua de Brito 24, 4915 Vila Praia de Ancora, tel. 911181 (Portugal);
* Rumänisch: Ecou din Medjugorje, C.P. 41-132 Bucuresti (Rumänien)
* Russisch: Dom Marii, Ul Remisova 5, 113186 Moscow, Rußland * Spanisch: Eco de M., c.p.149 I-46100 Mantova;
* Ungarisch: Fraternitas, 1399 Budapest, P.F. 701/85 (Hongrie) fax 36-11329001;
* Albanisch Sander Prendushi, L. Heroj, Rr Skenderbeg, nr98, Shköder, Albania;
* Griechisch: Soeur Despina, 69 rue Epirou, Agia Paraskevi, 15341 Athenes; * Schwedisch: Carlo Frizzo, c/o Josephina Hemmet, 16849 Drach&endash;mannsg. 2, Bromma (Schweden)
* Der übliche Bus fährt täglich um 18:00 in der Nähe des Hauptbahnhofs Triest ab und kommt am folgenden Morgen um 8:00 in Medj. an; Rückfahrt um 18:00 ab Medj., Ankunft in Triest um 8:00 morgens (Tel. 0039 40 425001, Preis hin und zurück LIT. 108.000)
* Das Echo aus Medjugorje, ist in den wichtigsten Sprachen im neuen Geschäft Shalom, rechts vor der Kirche, erhältlich, und nun auch bei Ain Karim, dem letzten Geschäft der Galerie unter dem Hotel Internationale, hinter dem Pfarrhaus, an der Straßenseite.
Echo erhält man gratis. Wir haben den jährl. Posterlagschein für die Spenden beigelegt, die wir jetzt besonders benötigen. Infolge wachsender Nachfrage und damit verbundenen Versand ins Ausland, in den versch. Sprachen, erwarten wir einen Beitrag für die Postversandkosten, die weit höher als jene für den Druck sind.

Orig. Ausgabe.: "Eco di Maria" - Anschrift: Echo Mariens, casella postale 149 -
I - 46100 Mantova - Autorizz. Trib. MN n.14 del 8.11.86, J.14 Nr.5-6; Fax 0039 (0)376 245 075

Verantwortl.: A. Lanzani, Tip. DIPRO, I- Roncade TV