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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 142 (November-Dezember 1998)

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Eco di Maria
Regina della Pace

Deutsch 142

November - Dezember 1998 - Info


Botschaft Mariens vom 25. September 1998

"Liebe Kinder, heute rufe ich euch auf, meine Zeugen zu werden, indem ihr im Glauben eurer Väter lebt. Meine lieben Kinder, ihr sucht Zeichen und Botschaften und seht nicht, daß euch Gott mit jedem morgendlichen Sonnenaufgang zur Umkehr und zum Weg der Wahrheit und des Heiles aufruft. Ihr redet viel, meine lieben Kinder, aber ihr arbeitet wenig an eurer Umkehr. Deshalb kehrt um und beginnt meine Botschaften nicht mit euren Worten, sondern mit eurem Leben zu leben.
So, meine lieben Kinder, werdet ihr die Kraft haben, euch für die aufrichtige Umkehr des Herzens zu entscheiden. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Seid meine Zeugen und arbeitet für die Bekehrung der Herzen

Die Madonna kehrt zu den Botschaften des Glaubenslebens und der Bekehrung der Herzen zurück. Wie andere Male ist Ihr Aufruf die Botschaften zu leben gemischt, also auch ein Tadel an uns, viel zu reden und wenig zu leben. Die vorliegende Botschaft hat den ungewöhnlichen Aufruf, Ihre Zeugen im Glauben zu werden.
Wie wünscht Maria, daß wir Ihre Zeugen werden? Indem ihr im Glauben eurer Väter lebt. Der Glaube besteht darin, mit ganzem Herzen und mit dem Leben den Verheißungen des unsichtbaren Gottes zuzustimmen, der sich in Jesus offenbart hat. Sie hat den Glauben der Väter gelebt und ihn völlig in sich aufgenommen. Schauen wir auf den Glauben Abrahams, der den einzigen Sohn dahingab, er, der die Verheißungen empfangen hatte... und verließ sich darauf, daß Gott sogar die Macht hat, Tote zum Leben zu erwecken (vgl. Heb 11,17-19). Fügen wir jenen aller beschriebenen Väter aus Kap. 11 des Hebräer-Briefes hinzu, worin gesagt wird: Voll Glauben sind diese alle gestorben, ohne das Verheißene erlangt zu haben, nur von fern haben sie es geschaut und gegrüßt... (vgl. Heb 11,13).
Und so hat Maria aus dem Glauben eine unbekannte Zeit in Nazaret gelebt und sah kein Zeichen am Kind, ganz besonders im Dunkel der Passion, indem Sie nur zu jenem Gott aufschaute, der treu ist, und der Ihn von den Toten auferweckt hätte. Sie möchte, daß auch unser Glaube genauso stark sei, Sie, die Selige, weil sie geglaubt hat (vgl. Lk 1,45).
Auch wir müssen in dunklen Zeiten des Lebens im Glauben beharren, wenn es den Anschein hat, daß Gott abwesend ist und die gegnerischen Kräfte die Oberhand zu haben scheinen. Glauben im biblischen Sinn ist nicht nur theoretische Zustimmung dem Wort Gottes gegenüber oder Bekenntnis des Glaubens zu den offenbarten Wahrheiten (d.h. ein vom Leben getrennter Glaube), sondern Gehorsam zu Gott, der spricht: Hören und gehorchen drücken sich im Neuen Testament mit demselben Wort "upakouein" aus. An Gott, der spricht, glaubt man ohne Zweifel, ohne Diskussion, im Gehorsam wie Sie, als Sie antwortete: Ich bin die Magd des Herrn, mit geschehe wie du gesagt hast (Lk 1,38). Das Wort Gottes ist wahrhaftig und mächtig, auch wenn die Natur ihm widerspricht: gerade darin besteht der Glaubenskampf.
Der Glaube unserer Väter ist der Glaube der Märtyrer, der Heiligen, als auch unserer Ahnen: jener einfache Glaube der vielen Familien, wo Gottesfurcht und Gehorsam gegenüber Seinen Geboten herrschte, ein im Leben verwurzelter Glaube. Heute ist der Glaube von einer Kultur des Materiellen bedroht, die uns eine Vision als Selbstzweck vorgibt: so zu leben, als gäbe es Gott nicht; eine subjektive Moral leben, die keinen Bezug auf das Jenseits hat, oder an das glaubt, was einem angenehm und gefällig ist.
Ihr aber sucht Zeichen und neue Botschaften und eigene Wünsche und neue Lehrer, die den Ohren schmeicheln, würde Paulus sagen (vgl. 2 Tim 4,3). Ihr betrachtet nicht die Zeichen und Botschaften, die Gott tagtäglich vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang (vgl. Ps 113) mit wunderbarer Vorsehung gibt. Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, vom Werk seiner Hände kündet das Firmament (Ps 19,2). Und darüber sollen wir nicht mehr staunen?
Es ist schrecklich blind zu sein und nicht die großen Zeichen zu sehen, die uns Gott schickt, aber andere wie die Juden zu suchen, die Jesus deswegen als "böse und treulose Generation" bezeichnet (Mt 12,39). "Auch Ochs und Esel erkennen ihren Herrn, und in ihnen wächst spontan die Liebe zu dem, der sie nährt... Die Zerstreuung und Vergessenheit über die Wohltaten Gottes befindet sich am Ursprung des Sünderlebens." (Hl. Basilius)
Jeden Morgen sind wir aufgerufen, uns zu bekehren, denn, wie allmorgendlich die Natur neu erwacht, müssen auch wir die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anlegen (vgl. Röm 13,12). Ihr redet viel, aber arbeitet wenig an eurer Umkehr. Engagiert euch entschieden, indem ihr euch prüft, daß keine bittere Wurzel wächst (vgl. Heb 13,12). An anderer Stelle sagt er, seht den Bauern, der peinlich genau sein Feld bearbeitet, um das Unkraut zu entfernen, es vor dem Säen pflügt und eggt, damit es fruchtbar wird.
Umkehr bedeutet Ihre Botschaften wieder befolgen: das Gebet des Herzens; das Fasten von der Welt; das Beichten der Sünden (das eine fortlaufende Reinigung des Seele ist und uns hilft, die Fehler zu beheben); die Eucharistie und Gottes Wort, die uns nähren; Gott und die Brüder lieben, nicht mit Worten, sondern mit dem Leben.
Dann - sagt gerade Sie - werden wir die Kraft haben uns für die wahre Umkehr des Herzens zu entscheiden, d.h. für eine dauerhafte Umkehr, deren Zeichen eine aufrichtige Bruderliebe (vgl. 1 Petr 1,22), tief und nicht heuchlerisch, ist.
D.A.

 

Botschaft Mariens vom 25. Oktober 1998

"Liebe Kinder, heute lade ich euch ein, euch meinem Unbefleckten Herzen zu nähern. Ich lade euch ein, in euren Familien die Begeisterung der ersten Tage zu erneuern, als ich euch zum Fasten, zum Gebet und zur Umkehr aufgerufen habe. Meine lieben Kinder, ihr habt meine Botschaften mit offenem Herzen angenommen, obwohl ihr nicht wußtet was das Gebet ist.
Heute lade ich euch ein, euch mir vollkommen zu öffnen, damit ich euch verändern und zum Herzen meines Sohnes Jesu führen kann, sodaß Er euch mit Seiner Liebe erfülle. Nur so, meine lieben Kinder, werdet ihr den wahren Frieden finden, den Frieden, den euch Gott gibt. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Nähert euch meinem Herzen
um die Begeisterung der ersten Tage zu erneuern

Die Madonna ladet ein, die Begeisterung der ersten Tage zu erneuern, als die Menschen von Ihren Botschaften aufgerüttelt wurden und anfingen zu beten, zu fasten, sich zu bekehren, d.h. zu verzeihen, sich zu versöhnen, die eigenen Sünden zu beichten.
Es war eine wahrhaftige Explosion von Gnaden, "daß - so P. Slavko - sogar die Kommunisten glaubten, es handle sich um eine Gegenrevolution: sie entdeckten eine Kraft, die ihnen unerklärlich war." Es war wie das Wunder, das um der ersten christlichen Gemeinschaft entstand (vgl. Apg 2). Auch Paulus ruft die Seinen zur anfänglichen Begeisterung auf, indem er sagt: Erinnert euch an die früheren Tage, als ihr nach eurer Erleuchtung machen harten Lebenskampf bestanden habt... (Heb 10,32).
Es wird nicht nur auf die Pfarre Medjugorje Bezug genommen, aus der Sie ein Modell für die ganze Kirche formen wollte, sondern auf uns alle, die wir aus derselben Quelle geschöpft haben. Wieso hat nun nach dem so feurigen Anfang die Begeisterung abgenommen, eine Abkühlung bis hin zur Aufgabe des eingeschlagenen Weges? Für viele war es leider nur ein Strohfeuer; wie der auf Fels gefallene Samen, der vertrocknet ist, haben sie nach den ersten Schwierigkeiten aufgegeben. Viele haben sich von den ersten Schwierigkeiten überrumpeln lassen, von den Sorgen der Welt, dem trügerischen Reichtum... (vgl. Mk 4,19).
Warum? Das beständige Gebet ist ausgeblieben, das die Gnade Gottes erwirkt und hilft, sich von den überflüssigen Dingen der Welt zu lösen. Das ist das wesentliche Fasten, dessen Zeichen fasten bei Brot und Wasser ist. Somit hat Satan leichtes Spiel mit uns gehabt. Wir wissen, daß er besonders die Kinder seiner Feindin aufs Korn nimmt (vgl. Montfort Nr. 54). Wie oft hat Sie gesagt: Satan ist stark und will meine Pläne zerstören!
Gerade deshalb hat uns Gott eine sichere Zuflucht bereitet. Nähert euch meinem Unbefleckten Herzen; es ist ein geschlossener Garten. eine versiegelte Quelle, für Satan unzugänglich, wo man allein Gott atmet. Die Wasser seines Stromes erquicken die Gottesstadt; Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken (vgl. Ps 46,5-6). Sich Ihrem Unbefleckten Herzen nähern, heißt, Ihr zuhören, daher Ihre Botschaften hören, mit denen Sie uns einen Weg in einer konfusen Welt aufmacht und uns gegen die Fallen Satans schützt.
Maria fährt fort, ihr habt mit offenem Herzen meine Botschaften angenommen, d.h. mit der Einfachheit von Kindern, die sogleich annehmen, was gut ist, ohne Berechnung, noch Bewußtsein. Auch damals haben die Menschen die Botschaften angenommen, obwohl sie nicht wußten, was das Gebet ist. Somit konnte die Gnade ungehindert in den Familien und Pfarren eindringen. Tut dasselbe wie damals.
Auch heute lade ich euch ein, euch mir vollkommen zu öffnen: das heißt, ohne Vorbehalt, ohne Bedingungen. Damit ich euch verändern und zum Herzen Jesu führen kann und ihr somit fähig seid, die Fülle der Liebe aufzunehmen. Wenn wir sicher sein wollen, unser Herz Ihr ganz geöffnet zu haben, so gibt es ein sicheres Zeichen: der wahre Friede des Herzens, jenen Frieden, den nur Gott geben kann. Jener Friede, der jedem Sturm widersteht und zu jedem Opfer bereit ist.
Don Angelo

 

Der Papst in Brescia:
Nach dem Plan Gottes zur Familie zurückkehren

Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien... Verrostetes und nach oben gewelltes Blech antworten auf Psalm 40, Symbol einer schmerzerfüllten und abgesackten Gesellschaft, gleichzeitig keuchend auf das Kreuz schauend, auf einer Anhöhe von 36 m barmherzig sich beugend. Das war der eindrucksvolle Altar, der die 50.000 um den Papst versammelten Menschen nicht unbeteiligt ließ, der gebeugt zu Füßen des mächtigen Kreuzes im Stadion von Brescia bei der Seligsprechung des Giuseppe Tovini auf dem Stuhl saß.
Ein Papst mit einem lachenden und leidvollen Gesicht, der sich bei den Jugendlichen Gehör verschafft: ein patriarchalischer Lehrer, wahrer Zeuge des Glaubens der Väter, der einen mit anderen geteilten Schmerz verkörpert, und der mit Zähigkeit, sowie außerordentlicher Würde gelebt ist. "Wandelt mit Mut auf den Straßen der Wahrheit und Gerechtigkeit. Seid stets zuversichtlich und kühn das Gute zu suchen und zu erbauen. Christus, der Erlöser des Menschen sei eure Hoffnung!" Worte, die der Papst bedächtig und nachdrücklich ausspricht.
Bei der Gelegenheit geht es auch um den Abschluß der Feierlichkeiten anläßlich des Geburtstages des Dieners Gottes Paul VI., den der hl. Vater als "die Figur eines Riesen" beschrieb, "Lehrer und Diener der Wahrheit", "mein großer Vorgänger und auch wahrer Vater". An ihm fügt sich die Figur des neuen Seligen an, der einen bedeutenden Einfluß beim Heranwachsen des zukünftigen Brescianer-Papstes ausübte.
"Unsere Kinder werden ohne Glauben nie reich sein, mit dem Glauben nie arm." Der Papst zitiert die Worte Tovinis, macht einen eingehenden Aufruf hinsichtlich der Bedeutung der Familie, die als "grundlegend und entscheidend" bezeichnet wird. Im überfüllten Dom von Brescia, ermahnt er die Gläubigen "gegen den Strom zu gehen" und für ihr Familien- und Schulmodell zu kämpfen; mit eindrucksvollen Worten fuhr er weiter: "Dieses Bewußtsein erfüllt uns mit Verantwortung, besonders wenn man berücksichtigt, daß die Familie heute in Anbetracht einer rapiden Veränderung der Sitten und der verbreiteten, ethischen Gleichgültigkeit, zum Objekt umstürzlerischer Schübe geworden ist, die die Grundfeste unterminieren."
"In dieser Situation fühlt sich die Kirche verpflichtet die Grundzüge der ehelichen und familiären Ethik hervorzuheben, und sie tut es nicht - präzisiert der Papst - mit dem Anspruch eine Disziplin aufzuerlegen, sondern in der Überzeugung den Gewissen eine Wahrheit neu vorzubringen, die alle im Inneren selbst annehmen können." Der hl. Vater beharrt auf die Dringlichkeit "den Sinn der Ehe wieder zu entdecken, als Liebespakt, mit dem sich ein Mann und eine Frau öffentlich und für immer binden."
Ausgehend von den anspruchsvollen Worten Jesu, stellt der Papst in bewegtem Ton die "Schönheit der nach dem Plane Gottes gelebten Ehe" vor, als Angelpunkt eines gemeinschaftlich in Fülle gelebten Lebens; nun also der von der Menschenmenge so geschätzte Aufruf zur Heiligkeit, die die Laien in der alltäglichen Wirklichkeit erleuchten kann und muß. Die Verlesung des Briefes von Tovini an die Verlobte und die Begegnung mit dem Papst eines jungen Brautpaares während dem Opfergebet, waren Anhaltspunkt, um zu unterstreichen, daß das Zeugnis allen zusteht, abgesehen von der Eigenart einer jeden Berufung. Mit mächtiger und leidvoller Stimme fährt der Nachfolger Petri weiter: "Es ist daher wichtig, die jungen Generationen zu lehren, die Liebe auf echte, menschliche Art zu leben. Auch in seiner sexuellen Dimension wird sie dann für die Gläubigen ein Element jenes geistlichen Denkens (vgl. Röm 12,1), worauf sich der hl. Paulus bezieht. Wir müssen uns dafür einsetzen, damit die Werte dieser Institution, die grundlegend und unverzichtbar für das menschliche Zusammenleben ist, sich in den Gewissen, der Kultur, selbst in der Gesetzgebung wieder behaupte."
Wie immer hat der Papst allen Zuneigung und Aufmerksamkeit geschenkt: Er grüßt, liebkost, umarmt, küßt, ermutigt, und zögert nicht, das Opfer auf sich zu nehmen, auch den Stock abzulegen, um so viele Hände wie möglich zu drücken; indem er Hoffnung verteilt, segnet er, aber auf besondere Weise hält er sich lange mit den Kranken und den Personen mit Schwierigkeiten auf, die er in der ersten Reihe wollte, unter dem Podium...
Mit starker Betonung hat er an die Dringlichkeit der Zusammenarbeit zwischen Schule und Familie erinnert und hat ersucht, daß den Familien konkret - auch mit der nötigen Unterstützung - die Möglichkeit der Wahl der erzieherischen Richtung und der Art der Schule zugestanden wird, die auf beste Weise das Wachstum der eigenen Kinder fördert."
Mit der entschlossenen Führung eines alten, biblischen Propheten, der zu seinem Volke spricht, ladet Johannes Paul II. zum Abschluß seines Besuches alle ein, sich an die Madonna der Gnaden, sowie an den neuen Seligen und den päpstlichen Vorgänger, Diener Gottes, zu wenden; indem er neuen Mut einflößt, sagt er zu den Zuständigen für Familie und Schule: "Euer Einsatz ist heute schwieriger denn je, er bleibt aber nach wie vor aufregend und vordringlich. Ihr seid gerufen, einen Beitrag für das Entstehen von gesunden, motivierten Persönlichkeiten zu leisten, die reich an Innerlichkeit und fähig für das Gemeinschaftsleben sind."
Am Ende seiner Visite hinterläßt der Papst den Familien ein weiteres Zeugnis vom Primat Gottes, indem er sich wieder in der Kathedrale vorne auf dem Betpult, bevor er nach Rom zurückkehrt, in Anbetung niederläßt.
Alessandro

N.B. Warum spricht Maria von "Ihrem Herzen", wie vom Herzen Jesu? Die Menschheit ist Gott gegenüber unempfindlich geworden, deshalb besagt der Begriff "Herz" besser, was in Jesus und Maria uns gegenüber Göttliches und Menschliches, sowie unendlich Großes ist. Somit können unsere Herzen in ihren intimsten Fasern berührt werden, angesichts eines durchbohrten Herzens eines Gottes und Leibes einer Mutter, dem eine Lanze die Seele durchbohrt hat. Hier die beiden Herzen in vollkommenem Einklang, um nicht zu sagen gegenseitiger Verschmelzung.
Eine grosse Schar von Heiligen angesichts derum sich
greifenden Bosheit (Mt 24,11)

Für uns ist die ständig wachsende Zahl der Heiligen, die uns die Kirche vor Augen stellt, eine freudige Überraschung. In den zwanzig Jahren des Pontifikats Johannes Paul II., die im Oktober dieses Jahres gefeiert wurden, sind 805 Seligsprechungen von insgesamt 1611 in den letzten vier Jahrhunderten ausgesprochen worden und 280 Heiligsprechungen von insgesamt 570, also mehr als die Hälfte, unter unserem jetzigen Heiligen Vater, nicht inbegriffen die rund zweitausend noch hängigen Prozesse.
Wir wissen wohl, dass dies nur eine kleine Zahl sicherer Zeugen und Vorbilder ist, die die Kirche uns vorzeigt, um uns auf dem Weg beizustehen. Aber an Heiligen gibt es eine grosse Schar...,niemand konnte sie zählen (Ap 7, 9 ). Das sind alle Brüder und Schwestern, die uns voran gegangen sind und die schon die Seligkeit Gottes geniessen. Aber Paulus nennt "Heilige" auch alle auf Erden lebenden Christen, denn sie nehmen teil an der Heiligkeit Jesu, wenn sie in der Gnade Gottes stehen.
Aber jetzt sind auch wir in die Pflicht genommen, das Leben der letzten helleuchtenden Perlen zu betrachten, die aus der Schatzkammer der Kirche geholt wurden.

Der selige Stepinac beugte sich nicht, aber er hat verziehen

In einer Traumlandschaft auf einem Berghang vor dem Heiligtum Maria Bistrica, 4o km von Zagreb entfernt, hatte sich am 3. Oktober eine halbe Million Kroaten versammelt um die Seligsprechung ihres unerschrockenen Erzbischofs zu feiern. "Er hat seinem Volk einen Kompass zur Orientierung angeboten: den Glauben, den Respekt, und das Verzeihen.
Er wusste, dass man keine Abstriche an der Wahrheit machen kann, denn die Wahrheit ist keine Ware, die man kaufen oder verkaufen kann &endash;sagte der Papst- ... In Stepinac ist die ganze Tragödie zusammengefasst, die Europa im Lauf dieses Jahrhunderts traf, die drei grossen Übel: Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus." Der Heilige Vater stellte Stepinac den mutigen Zeugen gleich, die um die Einheit der Kirche und um die Freiheit zu verteidigen, einen hohen Blutzoll bezahlt haben.
Zum Schluss appellierte er an das Vergeben und das Versöhnen, d.h. "unser Gedächtnis von Hass, Groll und Rachegelüsten zu reinigen. Das heisst, auch denjenigen als Bruder und Schwester anzunehmen, der uns Böses angetan hat". Gleichzeitig wollte der Papst das kroatische Volk, das in einem neuen Status lebt, wo Katholiken, Orthodoxe und Muslime Seite an Seite wohnen, warnen vor Rassendiskriminierung und erbittertem autoritärem Nationalismus, um ein friedliches Zusammenleben und Zusammenarbeiten zu gewährleisten.

Stepinac: "Ich werde meine Pflicht bis zum Ende tun ohne Furcht und ohne Hass" 

Ludwig Viktor Stepinac wurde am 18. Mai l898 in Krasic, Kroatien, als fünftes von acht Kindern geboren. Dazu kamen noch drei aus der ersten Ehe des Vaters. Er wuchs in einer tiefgläubigen Familie auf, besuchte das Gymnasium in Zagreb und schloss es 1916 mit der Matura ab. Von ernstem und entschlossenem Charakter, zog er lieber in den Militärdienst als wie viele andere ohne Berufung ins Seminar, nur um der Einberufung zu den Waffen zu entgehen. Er wurde Offizier im österreichischen Heer an der italienischen Front und war fünf Monate in Gefangenschaft.
Nach Kriegsende schrieb er sich an der landwirtschaftlichen Fakultät ein, war aber unzufrieden mit dem moralischen Klima der Universität und zog es vor, sechs Jahre lang mit seinem Vater in der Landwirtschaft zu arbeiten. Nach langer schwieriger Zeit reifte in ihm der Entschluss, Priester zu werden.
Später erfuhr er, dass seine Mutter viel gebetet und zwanzig Jahre lang an drei Tagen in der Woche gefastet hatte, damit er Priester werde. Der Erzbischof von Zagreb sandte ihn zum Studium nach Rom, wo er 32jährig am Christkönigsfest zum Priester geweiht wurde und wegen seiner Marienfrömmigkeit seine Primizmesse in Sta Maria Maggiore feierte.
Heimgekehrt wurde er Zeremoniar von Erzbischof Bauer, der ihm Ämter mit grosser Verantwortung anvertraute, um Zerstrittene in den Pfarreien wieder zusammenzuführen und Werke der Caritas zu wirken, bis er 1934 zum Koadjutor ernannt wurde: mit 36 Jahren war er der jüngste Bischof der Welt.
Er war es, der die jährlichen Wallfahrten nach Maria Bistrica ins Leben rief, bis sie 1946 von der kommunistischen Regierung verboten wurden. Als 1937 Erzbischof Bauer starb, wurde Stepinac Erzbischof von Zagreb und entwickelte eine unermessliche Aktivität nach allen Richtungen, vor allem in der Bildung von Laien und Priestern. Seine Predigten waren wirkungsvoll. Ohne sich Ruhe zu gönnen besuchte er die Pfarreien und schuf ein neues Klima in der Diözese.
Im Jahre l939 begann der Zweite Weltkrieg, in den auch Kroatien in tragischer Weise verwickelt wurde. 1941 wurde der unabhängige Staat Kroatien gegründet, verbündet mit Faschisten und Nazis. Der Erzbischof akzeptierte die leichtfertigen Konversionen zum Katholizismus nicht, die vielen Juden, Orthodoxen und Muselmanen angeraten wurden, die als Staatsfeinde galten. Vielmehr rief er in ständigen Appellen Priester und Laien auf, Menschenleben zu retten. Berühmt waren die Homelien Stepinacs in jener turbulenten Zeit, in denen er die Rechte und die Würde eines jedes Menschen einforderte: "Die katholische Kirche anerkennt keine Rassen die herrschen und Rassen die beherrscht werden, sondern nur von Gott geschaffene Völker...
Wenn diese Zeiten der Torheit einmal vorbei sein werden, wird jeder ruhig zu seiner Religion zurückkehren können." Die falschen Anklagen eines stillen Einvernehmens mit der nationalsozialistischen Ustascha-Regierung, die vom Wiesenthal-Zentrum in Paris lanciert worden sind, wurden von der hebräischen Gemeinde in Zagreb dementiert. Diese bezeugte Stepinac gegenüber ewige Dankbarkeit für die Rettung tausender von Menschen.
Am 8. Mai l945 kamen die Kommunisten Titos nach Zagreb und versuchten sofort eine Nationalkirche zu gründen, losgelöst vom Papst und daher durch die Partei kontrollierbar (wie heute in China). Stepinac bleibt fest, schlägt das Ansinnen aus, und seine Gläubigen teilen einstimmig seine Haltung. Im September l946 wird ein Scheinprozess gegen den Erzbischof inszeniert und Anklage erhoben wegen Kollaboration mit der nationalsozialistischen Ustascha. Auf alle Anklagen antwortete er stets, "ein reines Gewissen zu haben und bereit zu sein, sein Leben hinzugeben".
Er wurde zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Eingekerkert am 19. Oktober l946 verwandelte er seine Zelle in einen Raum des Gebets, der Arbeit und der Busse. Und als er 1951 auf internationalen Druck hin in Hausarrest in seinem Geburtsort verlegt wurde, fuhr er mit Ungestüm fort, seinen bischöflichen Dienst zu tun, obwohl er von der kommunistischen Polizei überwacht wurde. Er betete, feierte die Hl. Messe, hörte Beichten, predigte und schrieb Briefe über Briefe, damit Priester und Gläubige den Versuchen der Kommunisten, sich von der Kirche zu trennen, nicht nachgaben. Ein solches Zeugnis von Treue wollte Pius XII. ehren und verlieh ihm 1953 den Kardinalspurpur. Aber Stepinac wollte nicht nach Rom fahren, aus Furcht, er könnte nicht mehr in seine Heimat zurückkehren.
Aus dem gleichen Grunde weigerte er sich auch, als er schwer krank war, zu einer Behandlung ins Ausland zu reisen. Er wollte bei seinem Volk bleiben. In einem Brief berichtete er von einer langen Serie Misshandlungen, die er erleiden musste, aber am Schluss erklärte er: "Ich weiss, was meine Pflicht ist. Mit der Gnade Gottes werde ich sie erfüllen bis zum Ende, ohne jemanden zu hassen und jemanden zu fürchten." Am 1o. Februar l96o übergab er seine Seele Gott. Der ununterbrochene Pilgerstrom des Volkes an sein Grab war eine würdige Vorausnahme der offiziellen Anerkennung seiner Heiligkeit.

Edith Stein Die grosse Tochter Israels, die im "gemeinen Holocaust" endete, war durch die Geisteswissenschaft und den Karmel zu Christus gelangt, vor allem durch die Schriften der Hl. Theresa von Avila. Sie wurde auf dem Petersplatz unter dem Namen Sr. Theresa Benedicta vom Kreuz heilig gesprochen. Wir werden darüber, so es Gott gefällt, in unsrer nächsten Nummer sprechen, wie auch über die mächtige Enzyklika "Glaube und Vernunft".

 

Nach 20 Jahren fragt sich der Papst demütig:

"Habe ich alles getan, damit Jesus
bei seiner Rückkehr noch Glauben vorfindet?" Diese Tränen jedoch...

Johannes Paul feiert auf dem Petersplatz die 20 Jahre seines Pontifikates und fragt sich viermal ob "er alles getan hat, damit der Menschensohn, bei seinem Kommen, auf der Erde noch Glauben vorfindet" (vgl. Lk 18,8).
Eine Frage, die einen erzittern läßt, und in der Tat zittert der alte Papst, während er sich öffentlich diese Frage mit äußerster Demut stellt. Das Fest wurde von der Diözese Rom 2 Tage nach dem Fest am Freitag 16. Oktober organisiert, zu dem mehr als 30 tausend Pilger aus Polen gekommen waren. Der Papst liest eine lange Homelie mit fester Stimme, leidenschaftlich, ganz die Seine.
Er erinnert an die Wärme, mit der er von den Römern und Italienern nach seiner Wahl aufgenommen wurde: Nach zwanzig Jahren staunt er immer noch darüber. Er konzelebriert die hl. Messe mit 1500 in Rom anwesenden Kardinälen, Bischöfen und Priestern. Auf dem Platz haben sich 80.000 Römer mit den höchsten Behördenvertretern eingefunden.
Ein bewegender Augenblick trat ein, als 37 Kinder einer Volksschule des hl. Johannes Bosco von Cinecittà tanzend große Blumenkörbe überbringen. Der Papst gibt allen einen Kuß und die TV-Kamera haltet Tränen auf seinen Wangen und auf den Wangen der Kinder fest. In der Homelie erinnert Johannes Paul, daß die Aufgabe des Papstes im "Lehren" besteht, "fest" im Glauben verankert; an dieser Stelle beginnt er sein Pontifikat zu überprüfen: "Der Bischof, mehr noch der Papst, muß laufend an die Quellen der Weisheit zurückkehren, die zur Rettung führen. Er muß das Wort Gottes lieben. Nach zwanzig Jahren Dienst auf dem Stuhl Petri, kann ich nicht umhin, als mir einige Fragen stellen: hast du das alles eingehalten? Warst du ein fleißiger und aufmerksamer Lehrer des Glaubens in der Kirche?" Und weiter: "Hast du versucht den Menschen von heute das große Werk des II. Vatikanischen Konzils näher zu bringen?
Hast du versucht, die Erwartungen der Gläubigen in der Kirche und auch den Hunger nach Wahrheit zu erfüllen, die sich in der Welt und außerhalb der Kirche Gehör verschafft? In meinem Geist hallt die Einladung des hl. Paulus wider: Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, dem kommenden Richter der Lebenden und der Toten, bei seinem Erscheinen und bei seinem Reich: Verkünde das Wort (2Tim 4,1-2)".
"Alles hängt in einem gewissen Sinne von den von Mose nach oben gerichteten Händen ab, weil das Gebet des Hirten die Herde stützt", aber auch "das Gebet des Volkes stützt den, der die Aufgabe hat es zu führen." Dem Mose, Aaron und Chur stützten sie die Hände: der Papst bittet uns heute, ihm die zitternden Arme zu stützen, "damit er seine Mission bis zum Ende führen kann". An dieser Stelle erinnert er an den Anschlag.
Er vergleicht sich mit Petrus im Gefängnis, der durch das Gebet der "gesamten Kirche" "wundervoll" vom Kerker befreit wird, und er schließt: "So war es unzählige Male im Laufe der Jahrhunderte. Ich selbst bin Zeuge, da ich es selbst mit meiner Person erfahren habe. Das Gebet der Kirche hat eine große Macht! ...Ich habe in meiner Nähe das Herz der Kirche schlagen gehört." Die Redaktion


Prophetische Schrift
zur Rettung von Natur und Heiligkeit der ehelichen Beziehung

Dreissig Jahre sind vergangen seit der Enzyklika Humanae vitae. Wenige päpstliche Dokumente haben so viele gegenteilige Reaktionen ausgelöst wie dieses. Johannes Paul II. selbst hat in Brescia gesagt, dass "die leuchtende Lehre Pauls VI. über die verantwortungsvolle Elternschaft, so delikat und umstritten, nicht von allen Katholiken angenommen wurde, auch nicht einmal von allen Bischöfen"! Aber wenige Dokumente &endash; müssen wir sagen &endash; tragen so offenkundig das Zeichen des Widerspruchs, der Christus eigen ist. Wie könnte es auch anders sein? Reaktion einer verweltlichten Geisteshaltung, die auch imstande ist zu sagen "Christus ja" aber "Kreuz, nein".
Seit langem war es fällig, dass die Kirche ein klares Wort über die ehelichen Beziehungen sagte angesichts der neuen Fragestellungen und zahlreichen Abwege. Humanae vitae will in positiver Weise "die eheliche Sittenlehre als Ordnung, Sendung der Liebe und Fruchtbarkeit vorstellen, sei es in ganzheitlicher irdischer, sei es in übernatürlicher ewiger Sicht" "Paul VI. zielte nicht in erster Linie darauf ab &endash; so sagte der Papst in Brescia &endash; etwas zu verbieten, sondern die erhabene Sendung hervorzuheben, welche die Eheleute zu Mitarbeitern Gottes macht, indem sie neuen Geschöpfen das Leben schenken können."
Was sagt die Enzyklika über die ehelichen Beziehungen? - Hier die wichtigsten Texte. Vor allem wird "die untrennbare Verknüpfung des ehelichen Aktes in seiner doppelten Bedeutung eingeschärft, die von Gott gewollt ist und die der Mensch nicht eigenmächtig aufheben kann: die Vereinigung und die Fortpflanzung" (n. 12)... "Wird der Gebrauch dieses göttlichen Geschenks (der ehelichen Liebe), sein Sinngehalt und seine Zielsetzung ganz oder auch nur teilweise zerstört, so setzt man sich in Widerspruch zum Wesen des Mannes und der Frau sowie ihrer innigsten Beziehungen und damit auch in Widerspruch zum göttlichen Schöpfungsplan und zum göttlichen Willen" (n. 13).
Dann lässt sich die Enzyklika über die unerlaubten Wege der Geburtenregelung aus, zuerst über den gewollten Abortus in allen denkbaren Fällen, dann über die direkte Sterilisierung sowohl auf Dauer wie auf Zeit. Schliesslich ist jede Handlung zu verwerfen, die als Zweck oder Mittel darauf abzielt, die Zeugung zu verhindern , sei es wenn der eheliche Verkehr ins Auge gefasst, sei es wenn er vollzogen wird, oder sei es wenn er zu seinen natürlichen Folgen führt" (n. 14).
"Wenn es also triftige Gründe gibt, für Abstände zwischen den aufeinanderfolgenden Zeugungen zu sorgen &endash; die sich aus der körperlichen oder seelischen Verfassung oder aus äussern Umständen ergeben &endash; so lehrt die Kirche, dass es dann den Gatten erlaubt ist, den natürlichen Zyklus, der den Anlagen zur Zeugung innewohnt, zu folgen, indem sie lediglich zu den Zeiten ehelichen Verkehr haben, die von der Empfängnis frei sind, und damit die Geburt der Nachkommenschaft so zu planen, dass die Sittenlehre keineswegs verletzt wird" (n. 16). Die Kirche verurteilt darum alle antikonzeptionellen Mittel, d.h. gegen die Fortpflanzung gerichtete, es sei denn als therapeutische Massnahmen (n. 15).
Schliesslich handelt das Dokument von den pastoralen Richtlinien, welche die Erziehung zur Selbstbeherrschung und die Praxis der Beichtväter betreffen, die in besonderer Weise einsichtig sein sollen.

Ein schmerzlicher Entscheid &endash; Wie kam es zu dieser Schrift? Eine von Papst Johannes XXIII. einberufene Kommission, die von Paul VI. erweitert wurde, studierte das Problem von Grund auf während vier Jahren. Die Mehrheit der 6o Mitglieder drückte im Schlussbericht eine andere Meinung aus als der Papst. Der Papst selbst gestand vertraulich in der ersten Audienz nach der Veröffentlichung der Enzyklika (31.07.68), "geistlich sehr gelitten und noch nie so wie jetzt die Last seiner Verantwortung gespürt zu haben sowie seine Unzulänglichkeit, sich angesichts der furchtbaren apostolischen Verpflichtung äussern zu müssen".
Er verfolgte die von der Kommission angefachten Diskussionen, spürte "die lauten Stimmen der öffentlichen Meinung und auch jene geringern aber eindringlichen so vieler Menschen aus Familien, die von diesen Fragen beengt waren. Wie oft haben wir gezittert vor dem Dilemma zwischen einer leichtfertigen Nachgiebigkeit gegenüber der Tagesmeinung und einem Entscheid, der von der heutigen Gesellschaft schlecht ertragen oder zu schwer lasten würde auf dem ehelichen Leben!" Aber nachdem er so viel studiert, angehört, nachgedacht und gebetet hatte, - fuhr er fort- "haben wir unser Gewissen in die volle und freie Verfügbarkeit der Stimme der Wahrheit gestellt und versucht, die göttliche Norm unter der authentischen menschlichen Liebe auszulegen..."Und es war zweifellos unsere Pflicht, den Entscheid, so wie wir ihn in der Enzyklika formuliert hatten, zu verkünden".

"Die Wahrheit kann nicht durch die Mehrheit entschieden werden" &endash; sagt Kardinal Ratzinger. "Vor der Frage der Wahrheit hat das Prinzip der Demokratie ein Ende ... In der Kirche kann es keine Mehrheit gegen die Heiligen geben, gegen die grossen Zeugen des Glaubens, welche die ganze Geschichte prägen. Diese gehören immer der Gegenwart an, und ihre Stimme kann nicht in Minderheit versetzt werden. Papst Paul VI. liegt die Verteidigung der Menschenwürde und der menschlichen und ehelichen Liebe am Herzen. Der Papst hält die menschliche Person für grosse Dinge fähig: für die Treue und den Verzicht. Deshalb will er nicht, dass das Problem der verantwortungsvollen Fruchtbarkeit mechanisch geregelt wird sondern auf menschliche Weise, d.h. im Geist der Liebe und seiner Freiheit."

Der Glaube des Petrus überwiegt die Kriterien menschlicher Weisheit

Die Wichtigkeit einer solchen Enzyklika erscheint heute schon offenkundiger im Hinblick auf die gewalttätigen und hinterlistigen Angriffe der überaus einflussreichen Gruppen westlichen Denkens. Diese richten sich vor allem gegen die Institution der Familie und den absoluten Wert menschlichen Lebens. Denken wir nur an die Manipulationen mit Embryonen, an die Hypothesen, Menschen klonen zu können, und an die Stellungsnahmen der grossen, repräsentativen westlichen Mächte an den Weltkonferenzen von Kairo und Peking.
In Wirklichkeit stellte der Entscheid Pauls VI. eine grundlegende Wende dar nach der Phase der Unsicherheit unmittelbar anschliessend an das Konzil, indem oft die lichten wissenschaftlichen Schlussfolgerungen, die unter der Eingebung des Heiligen Geistes hervorgesprudelt waren, verdreht wurden.
In der Tat, ausser dem Schutz der menschlichen Würde verwirklichte die Enzyklika eine kräftige Wiederbestätigung des prophetischen Dienstes, der die Kirche der Welt schuldet, und wies jede Art von Unterordnung unter die herrschenden Meinungen und Kulturen zurück. Sie verkündete hoch und fest in voller Freiheit die Wahrheit über den Menschen im Licht der Erlösung, erwirkt durch Jesus Christus, der derselbe bleibt gestern, heute und in Ewigkeit.
Es war ein grosser Glaubensakt in der Herrschaft Christi über die Kirche und die Geschichte, jenseits von Einflüssen, die die falsche Weisheit der Welt erweckt, die Torheit in den Augen Gottes ist. Und das ist wahr, auch wenn diese Weisheit umkleidet wäre von lobenswertem wenn auch trügerischem Streben und pastoralem Eifer oder einer lohnenden Öffnung zu den grossen Strömungen laizistischen Denkens, ohne sich Gedanken zu machen um den "Splendor veritatis", der vom authentischen Geist des Evangeliums ausströmt.
Ausserdem bekleiden diese Themen selbst die Natur und die Bedeutung der Weltkirche. Sie bestätigen unzweideutig das geistliche und transzendente Mass der christlichen Ehe als eine Gnade, die von oben kommt und die im gegenseitigen sich Schenken der Ehegatten sich dem Leben völlig öffnend, offen ist für das Geschenk des dreieinigen Gottes, und so die Fähigkeit zu unausschöpfbarer geistiger Fruchtbarkeit und stetem Schaffen eines neuen Himmels und einer neuen Erde in der Kirche wie in der Welt erlangt. - Könnte man auf den transzendenten Sinn der Kirche verzichten und alles auf ein rein soziales Verständnis der Ehe einebnen, eine nur menschliche Entwicklung der Ehegatten fördern und somit den allgemeinen Forderungen der Gesellschaft, die sich mit der Zeit verändern, anpassen?
Nun, in diesen Rahmen von Hinterlist und schwersten Gefahren für die Zukunft der Kirche bricht in überraschender Weise der heilige Geist ein und stellt in volles Licht den Wert der Verheissung Christi an Petrus, die gnadenhaft errichtet ist als Fundament und Garantie der sichtbaren Kirche. So auch Paul VI., der zwischen Verwirrung und Ungläubigkeit vieler einen Entscheid fällte, der nicht diktiert von Fleisch und Blut sondern eingeflösst war vom Geist des Vaters.
Auf diese Weise öffnete er den Weg für das Werk seines Nachfolgers, der viele irrige Ideologien und manch hinfälligen Trug zunichte machte. Dieser erweist sich als einziger Angelpunkt jeden ethischen Bezugs für Gläubige und Nichtgläubige: ein wahres Werkzeug in der Hand Mariens, um den Triumph ihres Unbefleckten Herzens Wirklichkeit werden zu lassen.
(Beppe Ferraro, reduziert)

 

Notizen aus dem gesegneten Land

In Split lädt der Papst
zum Glauben der Väter ein

Der Heilige Vater feierte die 1700 Jahre der Stadt, welche als Wiege des Christentums auf diesem Boden betrachtet wird. Etwa dreitausend Personen aus Medjugorje fanden sich ein, die Hälfte davon waren Pilger aus allen Teilen der Erde. Die grosse Eucharistiefeier am Ufer des Meeres vereinigte 500tausend Menschen. Immer wieder lud Johannes Paul das Volk dazu ein, zum Glauben der Väter zurückzukehren, ein Glauben, der sich im Leben bezeugt. Es schien, als seien seine Worte ein Echo der letzten Botschaft, die die Madonna nicht weit entfernt gegeben hatte.
Von der Höhe des Altares konnte er hunderte von Schiffen bestaunen, die ihm ein kräftiges Huup-Konzert boten. Auch fehlte er nicht, am Nachmittag der Madonna im Heiligtum auf der Insel Solin seinen Besuch zu machen, wo auf der Piazza die Begegnung mit den Katechisten und den Kirchlichen Bewegungen stattfand. So traf er während seiner Anwesenheit in Kroatien mit mehr als einer Million Menschen (auf 4,5 Millionen Einwohner!) zusammen.

Jakov: das zehnte Geheimnis
und die letzte tägliche Erscheinung

Während seiner Amerikareise, aus Miami, sandte Jakov folgenden Bericht an Pater Slavko: "Freitag, den 11. September, sagte mir die Madonna während der täglichen Erscheinung, mich in besonderer Weise im Gebet auf die Erscheinung des kommenden Tages vorzubereiten, da sie mir das 10. Geheimnis mitzuteilen habe. Samstag, den 12. September, kam die Gottesmutter um 11.15 Uhr (Lokalzeit). Sie grüsste mich wie gewohnt mit ihrem "Gelobt sei Jesus Christus". Während sie mir das zehnte Geheimnis anvertraute, war sie traurig.
Danach, mit liebevollem Lächeln, sagte sie: Lieber Sohn, ich bin deine Mutter und habe dich bedingungslos lieb. Ab heute werde ich dir nicht mehr täglich sondern nur noch am Weihnachtstag erscheinen, dem Geburtstag meines Sohnes. Sei nicht traurig, denn ich werde als Mutter immer mit dir sein und wie jede wahre Mutter dich nie verlassen. Fahre du fort, dem Weg meines Sohnes zu folgen, dem Weg des Friedens und der Liebe, und suche auszuharren im Auftrag, den ich dir anvertraut habe. Sei Vorbild eines Mannes, der Gott gekannt hat, die Liebe Gottes.
Sie mögen in dir stets ein Beispiel sehen, wie Gott in den Menschen und durch sie hindurch wirkt. Ich segne dich mit meinem mütterlichen Segen und danke dir, dass du auf meinen Ruf geantwortet hast.
Die Erscheinung endete um 11.45 Uhr." In einem kurzen Telefon an P. Slavko sagte Jakov, dass er lange geweint hatte und sehr traurig war.
All das &endash; so schreibt Sr. Emanuelle (frei wiedergegeben) &endash; geschah in einem Privathaus in Miami, wo der Seher sich auf Einladung von Pilgern aufgehalten hatte. Jakov weinte wie ein kleines Kind. Glücklicherweise war Mirjana bei ihm, die zu ihrer Zeit so sehr gelitten hatte, als für sie die täglichen Erscheinungen zu Ende gegangen waren. Das war an Weihnachten l982. - Viele blieben erstaunt zurück, hatten sie sich doch an die täglichen Erscheinungen gewöhnt und betrachteten sie als dauerhaft.
Nun bleiben drei Seher, die das zehnte Geheimnis noch nicht erfahren haben und ihre tägliche Erscheinung bekommen: Vicka, Ivan und Marija. Niemand kennt den Inhalt der Geheimnisse. Die Gottesmutter sprach von einen "grossen Zeichen" (drittes Geheimnis), das auf dem Erscheinungsberg allen sichtbar sein werde, unzerstörbar und dauerhaft. Wir wissen, dass wir uns vor dem Erscheinen des Zeichens bekehren müssen, weil es nachher zu spät sein wird. "Die Muttergottes zeigte mir und auch Vicka das grosse Zeichen: es ist sehr schön!"
Es gibt Leute, die nicht aus Medjugorje sind, die das zehnte Zeichen in Zusammenhang bringen mit kathastrophalen Ereignissen ums Jahr 2000. Nichts von all dem, ausser dass die Madonna Jakov versprochen hat, an künftigen Weihnachten zu erscheinen. Also wird die Welt weitere Weihnachten kennen. Auch der Papst bat Gott im Gebet für das grosse Jubiläum, "er möge die Kirche führen, damit sie mit Mut die Schwelle des neuen Jahrtausends überschreite und das Licht der Welt den kommenden Generationen überbringe. Stets sagte die Gottesmutter, wie durch das Gebet und das Fasten Ereignisse verändert werden können, so auch: Die Familien, die Gott zum Vater wählen, die Kirche zu ihrem Haus und mich zu ihrer Mutter, haben nichts zu fürchten für die Zukunft. Es ist ein Vaterherz, das die Welt leitet, das Herz Gottes. **
P.Slavko in England Die war der achte Besuch des Paters in England: eine Gebetswoche im Rahmen der Organisation von Bernard Ellis und "Network-Medjugorje". Während sie in andern Jahren in Aaylsford bei den Karmelitinnen stattfand, war es dieses Jahr an verschiedenen Orten. Auch Jelena Vasilj nahm teil und sprach über ihre Erfahrungen. Am 30. August das Treffen mit dreitausend Jugendlichen bei der Benediktinerabtei Worth; tags darauf mit zweitausend Gläubigen in Wintershire, Bekehrungsort von P. Hutley.
"Am 1. September haben wir 800 Gläubige im Seminar St. Joseph bei Manchester getroffen und am 2. rund zwanzig Priester in Sunderland, nahe Newcastle. Sie nahmen teil an den Erklärungen der Botschaften und an den Kolloquien, wo auch drei anglikanische Pastoren anwesend waren. In der überfüllten Kirche folgte das Gebetsprogramm wie in Medjugorje. Am 3. September in Leicester trafen wir die Zisterzienser-Kommunität und zusammen haben wir gebetet und gesprochen. Dasselbe Programm auch in der Kirche des Hl. Kreuzes mit grosser Teilnahme von Gläubigen. Am 4. September reisten wir weiter nach Holland, besuchten die kroatischen Kriegsgefangenen im Haag, die mit Ergriffenheit an der hl. Messe teilnahmen. Am 5. September folgte ein eintägiges Gebetstreffen im Marienheiligtum von Beauraing (Belgien), das wir früher schon dreimal besucht hatten. Etwa 2500 Gläubige nahmen daran teil.
Wir danken Gott für diese Gebetserfahrungen, die erneut beweisen, wie die Madonna es versteht, die Menschen zur Begegnung mit Christus heranzuziehen.
(Press Bulletin)

Medjugorje: eine Schmiede für Berufungen &endash; Der Amerikaner P. Bernardo erzählt: "Mein Bischof riet mir oft, mich nicht um die Erscheinungen von Medjugorje zu interessieren und hatte nie irgendwelches Vertrauen darin gezeigt. Aber eines Tages, als er erfahren hatte, dass ich nach Medjugorje gehen würde, empfahl er mir, an diesem Ort um Berufungen zu beten. Ich wusste meinerseits, dass ich damit auf Nummer sicher ging, denn jedes Mal, wenn ein Priester der Diözese sich dorthin begeben hatte, schaute mindestens eine Berufung heraus.
Ich bin während vier "Sabbat-Monaten" in Medjugorje geblieben, habe mich den Pilgern gewidmet und bei meiner Rückkehr, Ende l997, waren die ersten Worte meines Bischofs: "Ich muss dich gleich zurück schicken.!" Wirklich hatten sich in dieser Zeit in unsrer Diözese zehn Priesteramtskandidaten gemeldet! P. Bernardo erinnert sich, dass er nach der ersten Medjugorje Pilgerfahrt zu seinem Bischof gesagt hatte: "In Medjugorje bin ich zum ersten Mal stolz darauf gewesen, Priester zu sein". Die Gottesmutter hatte einmal gesagt: Es ist heute schwierig, ein treuer Priester zu bleiben. Die Priester haben nicht eure Urteile nötig, aber eure Gebete und eure Liebe. Helft ihnen!

"Wärt ihr mit Jesus vereint,
Medjugorje wäre nicht nötig"

So sagte vor ein paar Tagen die Seherin Marija zu italienischen Pilgern: ""Für die Madonna ist die wichtigste Sache und ihr einziges Ziel, uns auf den Weg zur Heiligkeit zu stellen und zu einer tiefen Vertrautheit mit ihrem Sohn zu führen. Diese Verbindung unseres Herzens mit Christus muss den ersten Platz in unserm Leben einnehmen. Wenn ihr das erreicht habt, werdet ihr Medjugorje nicht mehr nötig haben und noch weniger, hinter den Sehern herzulaufen.
Wie die andern Seher betrachtet Marija den Fanatismus als schädlich. Wenn es eine Person in Medjugorje gibt, die nicht fanatisch ist, so ist es die Madonna: ihr ganzes Leben ist Jesus und die Beziehung ihrer Kinder zu Ihm. Medjugorje ist ein vorzüglicher Kanal für diese Gnade, aber der Kanal darf nicht verwechselt werden mit seinem Inhalt.
Zu viele sind blockiert im geistlichen Wachsen, weil sie mehr an einen Erscheinungsort oder an gewisse Andachtsübungen gebunden sind als an Jesus und an seine Mutter. Wenn der Herr kommen wird, wird er uns nicht fragen, wie viele Pilgerfahrten wir unternommen haben, ob diese oder jene wichtige Person uns gesegnet hat oder wie viele Fotos von Sehern oder gesegnete Bildchen wir gesammelt haben (wenn auch solches uns hilfreich sein kann). Was wird wahrhaft gültig bleiben, ihm mitzubringen? Zählen wird nur, reich zu sein an Liebe, Liebe die man findet indem man das Evangelium und die Botschaften lebt.

Positive Tests an den Sehern &endash; Jakov, der im April nicht untersucht hatte werden können durch die Spezialisten-Equipe in der Nähe von Como, hat sich Ende August in Mendjugorie denselben Tests unterworfen wie die andern Seher. Die Resultate der Tests vom April sind noch nicht bekannt, aber einige Spezialisten verbergen nicht, dass sie ausgezeichnet sind.
(aus dem Tagebuch von Sr. Emanuelle)

Am Fest des Hl. Franziskus hat eine frohe Überraschung die Kirche in Medjugorje erfreut. In der Abendmesse wurden zehn junge Menschen in die franziskanische Gemeinschaft aufgenommen, während zwanzig andere Junge, die schon zur Gemeinschaft gehörten, ihre ersten Gelübde ablegten.
Gruppen von Indianern aus kanadischen Reservaten, und australische Eingeborene -Aborigines - sind für zwei Wochen in ihren traditionellen Kostümen nach Medjugorje gekommen, und haben mit ihren Gesängen und Tänzen vor der Kirche Pilger und vor allem Kinder erfreut und unterhalten, die sie nun mit eigenen Augen und nicht nur wie gewohnt im Film sehen konnten.
Pilger aus Kasakistan haben nach ihrem Medjugorje-Besuch in ihrer Heimat in Ozernoj ein gleiches Kreuz wie dasjenige des Krizevac nachgebildent Es wurde gesegnet durch Kardinal Glemp und vom Bischof Kazakistans, Mons. Lenge.
Auch in Panama hat Medjugorje eine deutliche Spur hinterlassen: eine Kirche identisch mit der in Medjugorje wurde gebaut, wo sich jeden Abend dasselbe Gebetsprogramm ereignet zusätzlich zur Anbetung des Allerheilgsten. Die Kirche ist der Gottesmutter geweiht und wurde im Mai 1997 eingesegnet.
Ein Seminar für innere Heilung fand in der Domus Pacis statt, geleitet von P. John Cheriaveliyl und Sr. Margaritha Valappila. Es berührte im besondern Schwierigkeiten des Familienlebens. Die Wirkung auf die 70 Teilnehmer war bemerkenswert.

ANZEIGEN &endash; Fasten- und Gebetsseminare, geleitet von P. Slavko, finden wie schon seit Jahren in der Domus Pacis als Vorbereitung auf Weihnachten statt. Hier die Daten: 29. November &endash; 4. Dezember; 5.-10. Dezember; 14.-20. Dezember. Falls jemend, der sich eingeschrieben hat, nicht teilnehmen kann, ist er oder sie gebeten, sich eine Woche vorher abzumelden. Anmeldungen : Tel. (38)-788-651.988; Fax (38)-788-651.444.
Ein Seminar für Wallfahrtsleiter fand vom 17.-2o. August 98 statt. Alle die bis zum Schluss solche Seminare besuchen, können dem Verein für Leiter beitreten und so vor Ort mitarbeiten, nachdem sie die nötigen Informationen erhalten haben. Die behandelten Materien sind die heilige Schrift, der christliche Auftrag, die Botschaften Mariens und die Pilgerfahrt im Blick auf die Ereignisse von Medjugorje. Das Informationszentrum rät Gruppen, die in Medjugorje ankommen, sich an diese professionellen Leiter zu wenden um gewünschte Auskünfte und Erklärungen zu erhalten.
Das abendliche Gebetsprogramm mit Rosenkranz und Hl. Messe kann nun nicht nur im Radio mitgefeiert werden sondern ebenso durch Internet und audio off-line. Für die Zukunft ist auch ein Video-Dienst vorgesehen. Für diese Techniken hat sich die Vereinigung der Unterstützer des Info-Zentrums Mir Medjugorje zur Verfügung gestellt. Wer Nachrichten darüber wünscht, wende sich per e-mail an medjugorje-mir@ medjugorje.hr; oder per fax (38)-788-651.444, betr. Info-Zentrum. (aus Press-Bulletin)
Wir gratulieren zur 100. Ausgabe des Press Bulletins, immer erreichbar via robofax: 0038-788-651.555.

 

Die Wagemutien der Nächstenliebe
an den Grenzen zum Kosovo

Alberto Bonifacio schickt uns im letzten Moment eine lange, interessante Kronik über das erste Abenteuer der Hilfsgütertransporte an Kosovo-Flüchtlinge in Montenegro.
Wir berichten kurz: Endlose Schwierigkeiten als die 10 Lastwagen (aus Lecco, Finale Emillia, Ghedi, Crema und Novara) im Hafen von Bar (das lateinische Antibari) in Montenegro ankommen. Nach langen Umständen, müssen sie sich zum Konsulat begeben, dann zu Caritas und schliesslich zum emeritierten Bischof, um gegen teuren Zoll an die Beamten sich von der Ladung zu befreien. Einen Lastwagen mit Gütern lassen sie auf dem Posten, am 1. Oktober gelingt es ihnen, nach Ulcinj zu kommen, wo es 20000 Flüchtlinge geworden sind: massiv mehr als das kleine Hafenstädtchen Einwohner zählt.
In kurzer Zeit versammeln sich Menschen in extremster Armut. Mit Hilfe des Flüchtlingskommissärs der Gemeinde kann eine eingermassen geordnete Verteilung an viele Familien erfolgen. Mit den verbleibenden Lastewagen geht die Fahrt nach Tuzi an der albanischen Grenze. Dies ist die grösste Pfarrei von Montenegro mit 4.500 Katholiken. Die fünf Franziskanerpatres empfangen uns überaus herzlich und kümmern sich um eine prompte Verteilung der Hilfsgüter an die dortigen Flüchtlinge.
Wie gross die Leidenschaft sein muss, die die Gottesmutter in die Herzen ihrer Botschafter der Nächstenliebe gelegt hat, zeigt sich beim Unfall eines der Lastwagen an der slowenischen Grenze. "Einer der Fahrer, ausgestreckt und blutend auf der Strasse liegend mit gebrochenem Arm, weit entfernt sich zu beklagen, ängstigt sich nur, ob er noch weiter Hilfsgüter transportieren dürfe. Dem anderen, der mit gebrochenem Brustbein sich sehr elend fühlt, ist sein grösster Schmerz &endash; so sagt er &endash; dass der Lastwagen für den Dienst an den Armen, wenn auch ohne seine Schuld, völlig zerstört ist. (Die beiden, notfallmässig wieder hergestellt im Spital von Rijeka, konnten anderntags nach Italien zurückkehren).

 

"Ich werde in dein
Haus kommen ..."

Nie werden die Erwartungen der Teilnehmer am jährlichen Treffen mit P. Tomislav Vlasic in Colledonbosco (At), Zentrum der Spiritualität und Wiege der salesianischen Familie, enttäuscht. Die Vereinigung "Regina Pacis" von Turin organisiert regelmässig diese Treffen, um in Sammlung und Gebet den eigenen innern Weg in der Schule Mariens zu vertiefen. So war es wieder am vergangenen 10. Oktober. Etwa 2000 Personen drängten sich in den Räumen des Wallfahrtsortes. Sie liessen sich unter der kundigen Anleitung von Pater Tomislav führen.
"Ich werde in dein Haus kommen ..." ist die Ankündigung, die Jesus Zachäus macht (Lk 19), Thema, über das nachgedacht wurde. "Wenn wir die Anwesenheit Christi im Grunde unseres Herzens wahrnehmen, tun sich zwei verschiedene Gefühle kund: Freude, weil Gott gross und unendlich und voller Geschenke ist, und gleichzeitig Angst, weil Jesus reines Licht ist, das offenbart, was in uns, in unserm Haus noch im Schatten steht, verstaubt in den Ecken liegt. Das ruft sofort nach Widerstand, denn in der Tiefe fühlen wir uns als Sünder und fürchten, dass Jesus uns mit seiner Enthüllung überrascht, während wir lieber versteckt blieben.
Im allgemeinen suchen wir Gott, um unsere Interessen zu befriedigen. Aber auf diese Weise bleibt die Tür zu unserem Herzen verschlossen und Jesus kann nicht eintreten. Das göttliche Licht bringt unsere Logik durcheinander. So wie er Abraham, den heiligen Paulus und die Jungfrau Maria besuchte, will Gott auch den Menschen, den Kosmos und das Universum aufsuchen und umformen. Wenn er eine Seele besucht, lädt er sie ein, aus sich selbst herauszutreten, aus ihrem innern Zustand der Sünde. Abraham musste aus seinem Hang zum Besitz, wie rechtmässig und tief dieser auch in seiner Vaterseele verwurzelt war, heraus. In dem Augenblick, in dem er aus diesem Besitzenshang heraustrat, wurde er der Vater vieler Völker.
Wenn wir beten und spüren, dass Gott in unser Leben dringt, müssen wir sofort aus uns heraustreten, damit wir von der Anwesenheit Christi in uns durchformt werden. Die grösste Gefahr für die Seele ist die Selbstsucht, weil sie die Macht hat, das Handeln Gottes zu blockieren. Das Eintreten Gottes in uns setzt wirklich voraus, dass wir unsere Seele in Bereitstellung versetzen, uns verwandeln zu lassen. Als Jesus in das Haus Petri trat, um seine Schwiegermutter zu heilen, heilte er auch andere Anwesende, nur weil sich diese seiner Gegenwart öffneten. Bei einer andern Gelegenheit änderte Jesus Zachäus derart, dass er sich bereit erklärte, ihm zu folgen ... Auch als der Meister Matthäus besuchte, lud er ihn ein, alles zu verlassen um aus seiner eigenen Welt heraus zu treten und Jünger zu werden. Jesus besucht uns, weil er uns zum Vater führen möchte. Jetzt kommen wir zum zentralen Punkt unserer Überlegungen: es genügt nicht, zu bitten, zu beten, unsere Andachten zu halten ... In all dem muss uns ein fester Entschluss zu ständiger Umkehr leiten, die totale Verfügbarkeit, uns umformen zu lassen, aus unserer eigenen Welt heraus&endash; und in die Welt Gottes einzutreten.
Der Wunsch, dass Jesus uns besuche, muss gleichbedeutend sein mit der Verfügbarkeit, sich verändern zu lassen. Es gibt zwei grundlegende Elemente, die uns dazu helfen: die Demut und die Heiterkeit des Geistes. Diese erlauben uns, den Block des Stolzes und der menschlichen Logik zu brechen; sie helfen uns, ein bedingungsloses Vertrauen auf Gott zu haben. Maria war im Moment der Verkündigung demütig und heiter. Genau deshalb wollte Gott in Herz und Leib der Jungfrau eintreten. Wenn wir uns bemühen, die innere Heiterkeit zu bewahren, begünstigen wir auch das Wachsen eines bedingungslosen Gottvertrauens. Wer dieses Vertrauen entwickelt öffnet sein Wesen und erkennt, dass Gott die Liebe ist, die Blüten treibt wie eine Pflanze im Frühling. Die Tragödie des Menschen ist seine Unfähigkeit, sich der Liebe und Güte Gottes zu öffnen. Satan wird daher alles tun, um diese Öffnung zu verhindern.
Wenn wir offen sind für Gott, beginnen unsere Seelen Leben zu zeugen. Deshalb schlage ich vor, zwei Schritte zu tun. Der heilige Paulus schreibt, dass die Liebe und der Friede Gottes jedes menschliche Denken übersteigt. Dazu müsste man jeden Gedanken ausblenden und der Liebe Gottes erlauben über uns hinaus zu handeln. Zweitens müssen wir mit Festigkeit glauben, dass Gott uns verzeiht, auch wenn uns unser Herz anklagt, getrieben von Gewissensbissen, Skrupeln, Schuldgefühlen, Wunden...
Wir können nicht aus uns selbst heraustreten und geheilt werden, es sei denn, wir öffnen uns auf ein Vertrauen hin, das alles übersteigt in der Sicherheit, dass Gott gut ist und alles tut, um uns zu retten. Die Seele muss die Tür zur Rettung, die Tür durch die wir gewandelt werden, offen finden.
Aber wer wird uns helfen, all das zu tun? ...Die allerheiligste Mutter Maria. Wir müssen ihre Freunde werden! Begrenzen wir unsere Verehrung nicht auf äusseres Gebet. Öffnen wir uns nach innen, um ihre mütterliche Anwesenheit zu spüren. Werden wir Freunde der Engel und Erzengel: Sie geben uns Anteil am Leben ihres Geistes. Diese reinen Wesen schauen ständig Gott und übermitteln uns ihre dauernde Offenheit. Auf diese Weise werden unsere Herzen weich, Verschlossenes tut sich auf und wir werden neu geboren.
Gott hat im Laufe der Geschichte viele Zeichen seiner Gegenwart gesetzt. Aber das zählt wenig, wenn uns die innere Aufmerksamkeit fehlt, der Wunsch, den Herrn zu schauen, ihm zu folgen und ihn zu verstehen. Gott will die heikelsten Saiten unsrer Seele anrühren. So lasst uns im Gebet nicht nur Worte aussprechen, sondern lasst Gott uns auch in der Tiefe berühren. Wir wollen ihn bitten, uns zu ändern, uns sein Licht zu schenken, und uns einzuführen in die volle Wahrheit. Und wenn wir so weit sind und in uns die Regungen des Heiligen Geistes spüren, wollen wir Gott frei handeln lassen mit seiner starken Dynamik: der Dynamik der Auferstehung. So besiegen wir unsern innern Tod, die Unfähigkeit, die Kraft Gottes weiter zu geben, die Unfähigkeit, mit den andern in Eintracht zu leben.
Wir müssen Gott gestatten, uns in sich hineinzuziehen, uns zu wandeln, uns zu fördern, und wir werden erfahren, wie sehr das Leben des Christen ein Leben der Qualität ist. Noch ist die Zeit dieser besonderen Gnaden, die Gott den Menschen schenkt, um sie zur Auferstehung zu führen, um die Seelen zum Aufblühen zu bringen. Öffnen wir also Jesus, er wünscht, uns zu besuchen, um uns in eine neue Schöpfung zu wandeln."
(Sr. Stefania)

P. Tomislav wird das Jugendtreffen "Begegnung mit dem Vater" leiten, das von DO 7. bis SO 10. Januar in Numana (AN) stattfindet. Auskünfte und Einschreibung - Roberta, Tel. 0332/977.649 oder Agostino, Tel 030/902.733 (Lombardei).

 

Jelena: "wie uns die
Muttergottes beten lehrte"

Darüber hat Jelena Vasili zu italienischen und französischen Pilgern am 12. August l998 gesprochen: "Der kostbarste Weg, den wir mit Maria machten, war jener der Gebetsgruppen. Die Muttergottes hatte alle Jugendlichen unserer Pfarrei eingeladen, und sie selbst hatte sich als Leiterin angeboten. Zu Beginn sprach sie von vier Jahren. Später wussten wir nicht, wie wir uns trennen könnten, und so haben wir vier Jahre weiter gemacht. Ich denke, wer betet, kann erfahren, was Jesus zu Johannes sagen wollte, als er ihm seine Mutter anvertraute. In der Tat, über diesen Weg hat uns Maria wirklich Leben geschenkt und wurde dadurch unsere Mutter im Gebet; deshalb bitten wir sie immer, uns zu begleiten.
Was hat sie uns über das Gebet gesagt? Sehr einfache Dinge, weil wir keinen andern geistlichen Bezug hatten. Nie hatte ich bis jetzt etwas von Johannes vom Kreuz oder von Theresa von Avila gelesen, aber durch das Gebet machte uns Maria aufmerksam auf die Dynamik des inwendigen Gebets. Als ersten Schritt müssen wir uns Gott öffnen, vor allem durch die Umkehr: das Herz frei machen von jedem Hindernis, um Gott begegnen zu können. Dann beginnt die Rolle des Gebets: dauernd in der Umkehr fortfahren und werden wie Christus.
Das erste Mal war es ein Engel, der zu mir sprach und sagte, ich solle die Sünde meiden, um dann durch das Gebet die Hingabe zu suchen und den Frieden des Herzens. Den Herzensfrieden zu finden heisst zuerst, sich von allem befreien, von all jenen Dingen, die ein Hindernis in der Begegnung mit Gott darstellen. Die Muttergottes sagte uns, nur mit diesem Frieden und der Befreiung des Herzens können wir zu beten beginnen. Dieses Gebet, das auch in der monastischen Spiritualität üblich ist, nennt man Sammlung. Es ist wichtig, dies zu verstehen, doch das Ziel ist nicht allein Friede und Stille sondern die Begegnung mit Gott.
Im Gebet kann man nicht von Phasen oder Abschnitten sprechen, denn das trifft man auch anderswo, auch wenn ich irgend etwas analysiere. Ich kann nicht sagen, der Friede und die Begegnung mit Gott ereigne sich in dieser Minute, aber ich möchte euch ermutigen, diesen Frieden zu suchen. Auf unsere Befreiung muss die Fülle treten, denn Gott will uns im Gebet nicht als Waisen zurück lassen, sondern uns mit dem Geist seines Lebens erfüllen. Deshalb lesen wir die heilige Schrift und beten besonders den heiligen Rosenkranz.
Vielen scheint der Rosenkranz in Widerspruch zu einem fruchtbaren Gebet zu stehen. Doch Maria hat uns gelehrt, wie sehr dieser ein kontemplatives Gebet ist. Was anderes ist das Gebet als ein ständiges Eintauchen in das Leben Gottes? Der Rosenkranz erlaubt uns, in das Geheimnis der Menschwerdung, der Passion, des Todes und der Auferstehung Christi einzutauchen. Die Wiederholung ist nutzbringend, denn unsre menschliche Natur braucht dies, um zur Tugend zu gelangen. Habt keine Angst vor der Wiederholung, auch auf die Gefahr hin, dass das Gebet äusserlich wird. Der heilige Augustinus lehrt, je mehr wir wiederholen, umso mehr beten wir, desto mehr weitet sich unser Herz. Auch wenn ihr im Gebet verharrt, seid treu und macht nichts anderes als die Gnade Gottes in euer Leben einzuladen: alles hängt von unserer Freiheit und unserem Ja ab.
Dann hat die Muttergottes auch gelehrt, nicht zu vergessen, dass das Gebet eine Form der Dankbarkeit ist, eine innere Haltung der Anerkennung Gottes für alle wunderbaren Dinge seiner Schöpfung. Diese Dankbarkeit ist auch Zeichen für die Tiefe unseres Glaubens.
Weiter hat uns Maria eingeladen, immer zu segnen. Dabei spreche ich natürlich nicht vom priesterlichen Segen sondern von der Einladung, sich in Gottes Anwesenheit zu versetzen unter allen Umständen unseres Lebens. Segnen bedeutet Leben wie Elisabeth, die die Anwesenheit Gottes in Maria erkannte: so werden unsre Augen gesund durch Erkennen. Ich denke, die grösste Frucht des Gebetes ist, dass alle Dinge voll von Gott sind. Je mehr wir beten, umso mehr genesen unsere Augen durch Erkennen. Dies ist eine Zusammenfassung, wie wir unsere Gebetserfahrung aufgebaut haben."
Frage: Ich hörte sagen, die Muttergottes habe eine Stimme wie eine Mandoline.
Antwort: Das wäre ungerecht gegenüber den andern Instrumenten. Ich kann darüber nichts sagen, denn ich höre keine äussere Stimme.
F.: Ist die Mutlosigkeit etwas Menschliches oder kann sie vom Bösen kommen?
A: Sie kann eine grosse Versuchung sein, wegen unseres Stolzes, wenn wir uns nicht der göttlichen Vorsehung anvertrauen und dem Plan, den Gott mit uns vor hat. Oft verlieren wir die Geduld mit Gott und damit auch unsere Hoffnung. Der heilige Paulus sagt: " die Geduld zeugt die Hoffnung", deshalb betrachtet euer Leben wirklich als Weg. Wir müssen Geduld haben mit uns selbst, aber auch mit den andern. Manchmal ist eine besondere Heilung notwendig und diese bedarf wiederum einer besonderen Hilfe. Ich glaube jedoch, dass wir uns im geistlichen Leben an das Paradoxon gewöhnen müssen: echte Trauer zu leben wegen unserer Sünden und wahre Freude ob unserer Erlösung. Trauer darf nicht Anlass geben zu Verzweiflung. Das wäre ein Zeichen fehlenden Gottvertrauens. Satan weiss, dass dies unsere Schwäche ist. Deshalb versucht er uns so.
Notwendigkeit einer Gruppe und einer geistlichen Führung &endash; F. Was rätst du uns, damit wir auf diesen Weg gelangen?
A. Bevor ihr an einen Gebetstag denkt, denkt an eine Gebetsgruppe, besonders ihr Jungen. Es ist sehr wichtig, unsere Spiritualität zu leben, und das nicht nur in der vertikalen Richtung sondern auch in der horizontalen. Das führt zu einer täglichen persönlichen Treue. In Bezug auf jung und alt empfiehlt die Muttergottes &endash; ich weiss nicht wie oft &endash; das Gebet in der Familie. Manchmal, wenn wir beten, lässt sie uns für die Familien beten, denn sie sieht die Lösung so vieler Probleme im Familiengebet. Die Familie ist die erste Gebetsgruppe und Maria hat uns deshalb empfohlen, den Tag mit dem Gebet in der Familie zu beginnen, denn wer die wahre Einheit in der Familie schafft, ist allein Christus.
Ausserdem empfiehlt sie die tägliche Messe. Wenn aus Dringlichkeit das gemeinsame Gebet einmal ausfällt, soll man wenigstens zur heiligen Messe gehen, denn sie ist das grösste Gebet und gibt Sinn allen andern Gebeten. Alle Gnaden fliessen aus der heiligen Eucharistie und wenn wir allein beten, so werden wir auch dann von den Gnaden genährt, die wir in der heiligen Messe erhalten.
Ausserhalb der hl. Messe hat uns Maria empfohlen, so oft als möglich untertags zu beten. Um überhaupt einen echten Gebetsgeist zu erlangen, sei ein Zeitaufwand von 10-15 Minuten empfohlen. Es wäre schön, wenn es euch gelänge, ein wenig in Stille und in der Anbetung zu verharren. Die Muttergottes sprach von täglich drei Stunden Gebet; darin ist auch die geistliche Lesung inbegriffen. Dies ist besonders wichtig, weil sie nach dem geistlichen Leben der ganzen Kirche ruft.
F. Bevor du die inwendigen Reden (Lokutionen) hattest, wie war dein Gebet?
Ich betete wie andere auch, die hieher kommen, lebte rechtschaffen, ging sonntags zur hl. Messe, betete vor dem Essen, zu besonderen Festen betete ich auch mehr, aber sicher war es nicht wie jetzt dieser familiäre Umgang mit Gott. Dann erhielt ich eine starke Einladung zur Vereinigung mit Gott im Gebet.
Gott lädt uns nicht ein zum beten, nur um uns zurecht zu weisen: ach, ich tue so viele Dinge, ich stelle so viele Menschen zufrieden, und so auch Gott. Er ruft uns, um mit ihm zusammen zu leben und das trifft ein, während des grössern Teil des Gebets.
F. Wie erkanntest du, dass diese inwendigen Reden nicht vom Bösen kommen?
A. Über Pater Tomislav Vlasic, den ihr sicher kennt. Wesentlich für das geistliche Leben ist die Unterscheidung der Geister.
F. Wie ging deine geistliche Verwandlung durch die Lokutionen vor sich?
A. Es ist schwierig für mich, darüber zu sprechen. Ich war erst zehnjährig, als die Lokutionen begannen. Gott verändert uns jeden Tag. Der Mensch ist das einzige noch nicht abschliessend begrenzte Geschöpf,. Wenn wir unsere Freiheit Gott schenken, werden wir ganze Menschen, und dieser Weg dauert das ganze Leben. Auch ich bin nur auf dem Weg.
F. Hattest du anfänglich Angst?
A. Angst nicht, aber vielleicht war ich ein bisschen verwirrt, etwas unsicher.
F. Wenn wir eine geistliche Wahl treffen, können wir erkennen, ob der Entscheid richtig ist?A. Ich denke, wir suchen Gott oft nur, wenn wir eine Entscheidung treffen müssen oder wissen wollen, was wir in unserem Leben tun sollen. Dann erwarten wir eine sofortige Antwort ähnlich wie ein Wunder. Gott handelt nicht so. Um unsere Probleme zu lösen, müssen wir Männer und Frauen des Gebets werden. Wir müssen uns gewöhnen auf seine Stimme zu hören. Das erlaubt uns, ihn zu erkennen. Gott ist kein Spielautomat, wo man Geld einwirft und das herausfällt, was man hören möchte. Auf jeden Fall würde ich mich von einem Priester beraten lassen, einem ständigen geistlichen Führer, wenn es um eine wichtige Wahl geht.
(Fortsetzung in der nächsten Nummer)

 

Was Satan fürchtet

Mehrmals hat Don Amorth schon über die Tragik einer besessenen "Giovanna" gesprochen und sie unsern Gebeten empfohlen. Mehrere Leser haben sich nach ihr erkundigt "Giovanna" &endash; schreibt der Missionsbruder, P. Erneste &endash; ist noch nicht befreit und leidet ständig mehr. Auf sie werfen sich ununterbrochen Pfeile des Feindes Gottes. Wir möchten dieser gekreuzigten Schwester helfen. Zahlt sie hauptsächlich für die Priester? ("Sie hat mir manchen entrissen und ist darum meine Verzweiflung" liess Satan sich verlauten). Aber auf welche Weise können wir ihr helfen? Vor allem durch die Hl. Messe und den Rosenkranz, nach Möglichkeit ganz oder in Gemeinschaft ."
Das folgende passierte während eines Exorzismus durch P. Candido, den römischen Exorzisten "Es war während des Rosenkranzgebetes, als, gepackt vom Satan, Giovanna mir die Perlenschnur entriss und in Stücke zerfetzte, zischend: "Ihr und eure Altweiberfrömmelei!" P. Candido legte ihr einen grossen Rosenkranz um den Hals, aber Giovanna konnte ihn nicht ertragen und warf Kopf und Hals in alle Richtungen, wutschnaubend. "Wie kannst du Angst haben vor Altweiberfrömmelei?" forderte P., Candido sie heraus . Satan schreiend: "Sie besiegt mich". Der Pater setzt nach: "Da du es gewagt hast, den Rosenkranz Mariens zu beleidigen, sollst du jetzt die Lorbeeren dafür ernten. Im Namen Gottes, antworte: Ist der Rosenkranz mächtig? " Antwort: Er ist mächtig in dem Mass, als er gut gebetet wird". "Wie macht man es, ihn gut zu beten?" "Man muss betrachten können". "Was betrachten"?
"Betrachten und anbeten". "Aber man kann doch Maria nicht anbeten"!" "Das ist wahr, ja, aber sie ist anbetungswürdig (?!)" Und mit Grazie durch seine Finger eine Perle des Rosenkranzes gleiten lassend, sagte er: "Jede Perle ist ein Licht und man soll ihn so gut hersagen, dass auch nicht ein Träne dieses Lichts verloren geht". Merk-würdiger Prediger, der, gegen seinen Willen und gegen sich selbst die Kraft des Rosenkranzes anerkennen musste!"
Für das Heiligtum "Königin des Friedens" im Kamerun &endash; Schon sind Projekt und Bewilligungen bereit für den Bau. Als Folge unseres Aufrufs kamen die ersten Spenden aus Frankreich. Wer dieses Werk Mariens in Afrika unterstützen möchte, wende sich an die Marianische Kommunität "Oase des Frieden", I-02036 Passo Corese (RI), mit Postkonto 11782026, oder an die Banca di Roma, ccb 5115/36 der Filiale von I-02036 Passo Cerese, mit dem Vermerk "Santuario Regina della Pace, Africa-Camerun".

Für das neue Spital "Padre Pio" in Medjugorje &endash; Im technischen Büro in Citluk wurde das erste Projekt gezeigt. Am 24. Mai haben wir im Palavobis in Milano für das Unternehmen gebetet. Es war der Vorabend des Geburtstages von Padre Pio. Ein Statue von ihm in Naturgrösse von ihm wurde geschenkt und gesegnet, welche P. Slavko und Mitbruder Barnaba aus Rom am 13. August im Medizinischen Zentrum Regina Pacis von Vionica &endash; Medjugorje, dem ersten Kern des Spitals, feierlich aufgerichtet haben. Das medizinische Zentrum wird bis zum Ende des nächsten Jahres funktionstüchtig sein, mit medizinischer Versorgung, Labors für Analysen und Diagnosen, Ambulatorium, motorische Rehabilitation, verbunden mit dem Zentrum "P.Pio" in San Giovanni Rotondo. Wir denken auch an eine kleine Protesenwerkstatt für Kriegsverletzte.
Aber die Kosten? Wir vertrauen der Vorsehung. Auch ihr dürft euern Beitrag leisten in Lit auf Konto ccp 119.58434, Vermerk <Solidarität und Hilfe für das internationale Haus des Friedens>, Via Gen.,Dalla Chiesa, 38/a, I-433015 Noceto (PR).
P. Mannes M. Ghizzardi OP

Es trösten uns viele Briefe, die wir bekommen: einer für alle derjenige von Otto Müller, der an Gilbert und Rita Gervais die Verwaltung der fast 5000 Adressen der Deutschschweiz übergibt. "Das Echo ist stets in wunderbarer Weise redigiert. Auch viele Leser sagen mir das". Das ist ein wenig zu viel. Wenn es so wäre, sicher wäre es nicht unser Verdienst.
Wir entschuldigen uns, dass wegen des umfangreichen Materials wir immer noch Artikel und andere interesssante Aufgaben zurückstellen müssen.
Die Tschechen, die heute zu den zahlreichsten Pilgern in Medjugorje gehören, fragen nachdrücklich nach einer Ausgabe in ihrer Sprache. Wir werfen den Appell aus damit jemand ihn auffange.

Geistliche Exerzitien mit P. Jozo 1999 &endash; Er hält sie in Bijakovici folgende Kurse: für Tschechen und Slovaken vom 10-13. Januar.; für Franzosen vom 31. Januar zum 3. Februar, in spanisch vom 7.-10. Februar; für Kroaten vom 14.-17. Februar; in deutsch vom 21.,-24. Februar, auf englisch vom 28.02.-03.03. Einschreibung beim Sekretariat P. Jozo, Tel. +38-788-700.109; Fax +38705-450.
Reisen nach Medjugorje &endash; täglich Bus ab Triest (neben Bahnhof FFSS) um 1800 Uhr, Ankunft in Medj. 0800 des folgenden Morgens; Rückfahrt ab Medj. 1800 mit Ankunft in Triest um 08 Uhr (Tel. 0039-40-4250.01; 108.000 Lit, mit Voranmeldung)
Das Echo Mariens in den hauptsächlichsten Sprachen findet sich in Medjugorje im neuen Laden Shalom rechts vor der Kirche und ebenso bei Ain Kurim, letztes Geschäft in der Galerie unterhalb Hotel International, an der Strasse vor der Kirche.

Aus der Familie

Am 21. November 98 beginnt unser Echo sein 15. Jahr. Immer scheint es zu sterben wegen der vielen Wehen und der Abwesenheit von jenen die mitarbeiten. Und trotzdem gelingt immer wieder eine nächste Ausgabe durch unvorstellbare Eingriffe Derjenigen, die es bis jetzt gewollt hat. Danken wir Gott und allen Heiligen. Mit den andern Mitarbeitern, die krank sind, empfehlen wir dem Herzen Mariae den jungen Setzer Matteo, wegen Kuraufenthalt abwesend und von der Vorsehung ersetzt durch Alessandro.
Eine kleine Bilanz am Ende des 14. Jahres: Von Mantua gehen circa eine halbe Million Kopien in den fünf Hauptsprachen weg (italienisch, französisch, englisch, deutsch spanisch), während die andern 11 autonomen Editionen gute 300tausend ausmachen. Alles in allem über 800.000 Kopien. Neu senden wir auch 2000 Kopien in albanisch.
Wir danken von Herzen und übergeben Gott alle Grosszügigen, die auch für jene spenden, die nicht geben können. So ermöglichen sie, dass das Echo kostenlos an alle geht. Erwähnen möchten wir die Grosszügigkeit aus Frankreich, der Deutsch- und der italienischen Schweiz, für ihre regelmässigen und reichen Ernten. Wir haben sie wirklich nötig. Darum legen wir wie jedes Jahr einen Einzahlungsschein bei.
Lasst uns zurückkehren zum ersten Feuer der gemeinsamen Freude, das wünschen wir uns und euch, und rufen auf alle den Segen Gottes und den mütterlichen Segen herab über diese ganze Zeit der Vorbereitung auf die Festtage der unbefleckt Empfangenen und der Weihnachtszeit.

Villanova-Mantova, 28.10.l998