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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 152 (Juli-August 2000)

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Eco di Maria
Regina della Pace

Deutsch 152

Mai - Juni 2000 - Info


Botschaft Mariens vom 25. Mai 2000

"Liebe Kinder, ich freue mich mit euch und in dieser Zeit der Gnade lade ich euch zur geistigen Erneuerung ein. Betet, meine lieben Kinder, dass der Heilige Geist in Fülle in euch wohnen möge, damit ihr in Freude all jenen Zeugnis geben könnt, die weit vom Glauben entfernt sind. Besonders, meine lieben Kinder, betet für die Gaben des Heiligen Geistes, damit ihr jeden Tag und in jeder Situation eurem Mitmenschen im Geiste der Liebe näher seid und in Weisheit und Liebe jede Schwierigkeit überwinden könnt. Ich bin mit euch und ich halte Fürsprache für jeden von euch vor Jesus. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid."

 

Der Heilige Geist wohne in Fülle in euch

Mit der Botschaft vom vergangenen April (siehe Echo 151), hat uns Maria getadelt, dass wir uns zu sehr um materielle und wenig um geistliche Dinge sorgen; im Monat Mai sagt Sie: ich freue mich mit euch. Diese Aussage erfüllt unsere Herzen, als Ihre Kinder, mit Trost und Hoffnung. Ihr zarter und freudiger Blick umfängt uns alle, nicht wegen unserer Verdienste, sondern wegen Ihrer mütterlichen Liebe.

Diese mütterliche Liebe wird durch Ihren Ausspruch bekräftigt: In dieser Zeit der Gnade lade ich euch zur geistigen Erneuerung ein. Mit dieser Einladung kommt Sie wieder auf den Aufruf des vergangenen Monats zurück, auf die geistlichen Dinge; Sie, die wirkliche Mutter, weiß was wir brauchen und wird nicht müde es zu wiederholen. Im Hinblick auf das Pfingstfest, empfiehlt Sie uns zu beten, dass der Heilige Geist in Fülle in uns wohne, denn das Wohnen Gottes in uns, das Leben Jesu in uns, ist Werk des Heiligen Geistes und nur möglich, wenn wir es zulassen, dass dieser uns in Fülle durchflute.

Maria, die Voll-der-Gnaden, ist das einzige menschliche Geschöpf, das fähig ist, völlig vom Geist Gottes durchflutet zu sein, und durch Sie nimmt Gott menschliche Gestalt an und wird Fleisch. Es ist nicht leicht vorstellbar, den Heiligen Geist anzurufen, ohne Ihm in uns Raum zu geben; unsere Seele kann Gott nicht auf der Ebene eines Gefühls oder nach menschlichem Maß beherbergen, sei es auch noch so gut und großmütig; noch kann man Gott in unsere Idole einreihen, auch wenn wir sie als Ideale bezeichnen; unser Gott ist ein eifersüchtiger Gott (vgl. Ex 20,5; Dtn 5,9), der uns mit einer "exklusiven" Liebe liebt.

Die Liebe Gottes für den Menschen nennt sich Jesus und Jesus ist mit nichts und keiner Person auf Erden einzuhandeln! Deswegen also müssen wir uns mehr um die geistlichen Dinge sorgen, als die materiellen, deshalb müssen wir also die Fülle des Heiligen Geistes auf uns herab rufen. Wenn Jesus in uns wohnt, können wir Ihn anderen weitergeben; wir werden fähig sein, in Freude all jenen Zeugnis geben zu können, die weit vom Glauben entfernt sind, und wir werden die freudige Erfahrung der Begegnung mit Ihm möglich machen. Wenn Er nicht in uns wohnt, werden wir höchstens etwas von uns geben können, das, so sehr es auch nützlich sein mag, nicht den wirklichen Bedürfnissen des Menschen nachkommt.

Maria ladet uns außerdem ein, für die Gaben des Heiligen Geistes zu bitten, damit wir jeden Tag und in jeder Situation unserem Mitmenschen näher sind. Es handelt sich nicht um einen einfachen Aufruf zu Verständnis und Solidarität, sondern um etwas unendlich Wichtigeres. Es ist wieder nötig, Spender der Gaben Gottes zu sein, die Transportmittel Seiner Liebe sind; dem Bruder die durch das Opfer Christi ermöglichte Rettung überbringen, erleichtert auf die Fürsprache Mariens; es geht darum, durch das eigene Leben das Zeugnis zu erbringen, dass es möglich ist, schon auf dieses Welt Erfahrung mit Gott zu machen, und zwar konkret durch unser irdisches Leben; in Weisheit und Liebe, die Gaben des Heiligen Geistes sind, wird es möglich sein, jede Schwierigkeit zu überwinden, jeden Zweifel zu zerstreuen, den Frieden aufnehmen und auskosten, den Seine Anwesenheit ausströmt, und in Seinem Trost geborgen, die wechselnden Ereignisse des Daseins durchleben. Nehmen wir diese Einladung Mariens ernsthaft an, arbeiten wir unermüdlich in Ihrer Schule.

In seiner Homelie in Fatima hat der Papst während der hl. Messe anlässlich der Seligsprechung am 13. Mai d.J. die zahlreich erschienenen Kinder ermahnt, für die Bekehrung der Sünder zu beten und Opfer zu bringen und sich in die Schule der Madonna einzuschreiben, damit gesichert ist, dass man in kürzerer Zeit der Unterwerfung an Maria wachse, als durch jahrelange persönliche Initiativen, die auf einen selbst gestützt sind (hl. Louis M. Grignon de Montfort, Abhandlung über die wahre Verehrung Mariens Nr. 155).

Seit vielen Jahren ermahnt uns Maria, ladet uns ein, lehrt uns in Medjugorje, mit unendlicher Geduld; nehmen wir Ihre Botschaften ernst, nehmen wir Ihre Empfehlungen an und erinnern uns, dass uns diese Zeit der Gnade weggenommen werden könnte, weshalb wir die Einladung Mariens annehmen, uns im Geiste zu erneuern; Sie ist mit uns und haltet Fürsprache für jeden von uns vor Jesus. Worauf warten wir noch? **

 


 

Botschaft Mariens vom 25. Juni 2000

"Liebe Kinder, heute lade ich euch zum Gebet ein. Wer betet, fürchtet sich nicht vor der Zukunft. Meine lieben Kinder, vergesst nicht: Ich bin mit euch und liebe euch alle. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid."

 

Das Gebet befreit von der Angst auf die Zukunft

Die Unsicherheit der Zukunft, sei es auf individueller, als auch sozialer Ebene, hat gar kosmische Ausmaße erreicht, und der Versuch diese nach Gutdünken zu steuern und kontrollieren, belastet oft schwer unser Leben. Die Ursache von so viel Gier, Gewalttätigkeit und Ungerechtigkeit einzelner Personen, wie ganzer Nationen, hat ihren Ursprung im Versuch ein Problem nur auf menschliche Weise zu lösen, obwohl es dafür keine endgültige Lösung nach ausschließlich menschlichem Ermessen und durch die Fähigkeiten des Menschen gibt.

Der Anspruch die Probleme des Lebens und des Daseins ausschließlich mit menschlichen Kräften zu lösen, hat uralte Wurzeln, der aus der ersten Sünde des Menschen hervorgeht und unweigerlich zu einem katastrophalen Zusammenbruch führt. Keine Form der Vorsehung, keine Programmierung, kann die Unsicherheit der Zukunft und die daraus folgende, begleitende Angst, auslöschen.
Wer betet, fürchtet sich nicht vor der Zukunft, sagt uns Maria in dieser kurzen, aber gefassten Botschaft. Allein mit menschlichen Kräften können wir keine Lösung für Probleme herbeiführen, die über den menschlichen Fähigkeiten stehen; es ist nötig auf Gott, dem Schöpfer, hinzuweisen und durch Ihn den Anfang zum Öffnen des Knäuels finden; von Gott abwenden kommt Selbstzerstörung gleich. Das Gebet ermöglicht die Angst vor der Zukunft zu überwinden, nicht weil es die Sorgen zerstreut, sondern weil es radikal das Problem unseres Daseins löst, indem es uns ins Leben eintaucht.

Beten ist nicht Formeln wiederholen, sondern die Anwesenheit Gottes leben, lernen, Seinem Plan zu folgen, und in der Folge in uns Sein Leben zu spüren, Seine Ewigkeit zu atmen; so tritt man in eine neue Dimension ein, die der Welt und jenem unbekannt ist, der von dieser Welt bleiben will, obwohl die Kleinen und Einfachen diese erfahren haben, die Seelen, die sich Gott und Seiner Liebe hinzugeben wissen und hingeben wollen.

Heute lade ich euch zum Gebet ein, wiederholt uns Maria aufs neue und versichert uns, dass, wer betet, fürchtet sich nicht vor der Zukunft. Jeder von uns, bestimmt einige Male im Leben, hat die Wahrheit dieser Worte erfahren können. Maria jedoch spricht nicht irgendeine Tröstung aus, Sie tut viel mehr; es ist eine Einladung, im Gegenteil, ein Aufruf, täglich diesen Stand der Gnade zu leben; das Heute Mariens sind alle unsere Tage, denn jeder Tag, jeder Augenblick unseres Lebens, seien nicht in der Angst vor dem Morgen erlebt, sondern begleiten uns durch Hoffnung, Licht und Freude, durch die Anwesenheit Jesu in uns, sei es bei freudigen als traurigen Umständen.

Meine lieben Kinder, vergesst nicht: Ich bin mit euch und liebe euch alle. Vor einer solchen Erklärung muss jegliche Angst weichen; nur wenn wir die Liebe Mariens für uns und Ihre Anwesenheit vergessen, können wir Angst haben; um nicht zu vergessen, ist es nötig zu beten, sich im Gebet und Hören zu öffnen; wir müssen immer gegenwärtig haben, dass das Gebet nicht Hören von uns selbst ist, sondern das Hören Gottes; wir müssen im Gebet den Geist Gottes in uns frei machen, dass Er für uns bete, für uns Fürsprache halte, für uns den Willen des Vaters aufnehme (vgl. Röm 8,26-27).

Maria ist für uns Mutter und in Ihrer Schule können wir sicher sein, vortrefflich zu wachsen! Setzen wir Ihre Lehren in die Praxis um; befolgen wir wortgetreu Ihre Einladungen und wir werden immer mehr in uns die Anwesenheit Jesu entdecken; Sie ist dazu berufen, Mutter für die Ewigkeit zu sein, und der aus Ihr geborene Sohn ist Jesus. Nuccio

 

 

 

Der Glaube rettet die Gerechten

Mons. Augustin Misago, Bischof von Gikongoro in Ruanda, seit 14. April 1999 in Kigali eingekerkert, für den die Todesstrafe gefordert wurde, ist am 15. Juni von allen Anklagen freigesprochen worden; diese wurden 1994 gegen ihn erhoben, als im Land die Kämpfe zwischen Tutsis und Hutus wüteten.

Der Bischof wurde in der Tat angeklagt, am Gemetzel von 150.000 Tutsis in seiner Diözese beteiligt gewesen zu sein und sich geweigert zu haben, die Flüchtlinge aufzunehmen, Anklage, die u.a. von einem jungen Zeugen entkräftet wurde; lt. Staatsanwaltschaft hätte dieser mit anderen neun Jugendlichen tot sein müssen, als Folge der Kämpfe von 1994, er erzählte den Richtern jedoch, dass er gerade von Mons. Misago mit den anderen Jungen gerettet wurde. Der Grund für eine eventuelle Verurteilung ist eher darin zu finden, dass er all die Jahre nicht aufgehört hat, die Gewalt zu verurteilen und für die Opfer, seien es Tutsi als auch Hutus, Gerechtigkeit zu fordern, und als in seiner Diözese 1995 die Gemetzel an Hutus statt fanden, zögerte er nicht, eine offizielle Untersuchung zu fordern. Angesichts der Forderung der Todesstrafe hat der Papst am 10. Mai dem Bischof ein Telegramm gesandt, in dem er ihm seine Nähe zusicherte und jene der ganzen Kirche, mit dem Wunsch, er möge bald wieder an die Leitung der diözesanen Gemeinde zurückkehren.

Am 17. Mai hat Bischof Misago dem hl. Vater geantwortet: "Heiliger Vater, wer die Ehre hat, sich schriftlich an Sie zu wenden, ist einer eurer Kinder, Bischof von Gikongoro, im Gefängnis von Kigali seit dem 14.04.1999 eingesperrt. Ihre rührende Botschaft hat mich erreicht, eine väterliche Botschaft des Trostes und der Unterstützung. Sie hat mich zur rechten Zeit erreicht, d.h. am Kreuzpunkt, an dem der Staatsanwalt für mich die Todesstrafe beantragt hat: eine Strafe, die jeglicher Grundlage entbehrt und ungerecht ist. Heiliger Vater, ich möchte Ihnen aus der Tiefe meines Herzens für Ihre Gesten der Solidarität und Anteilnahme danken..."

Der Fall Bischof Misago steht in Verbindung mit inner- und außenpolitischen Angelegenheiten und ist emblematisch für eine delikate Situation, die Afrika in den letzten Jahren durchlebt. Kard. Tomko, Präfekt der Kongregation für die Verbreitung des Glaubens, kommentiert diesen Fall und erinnert daran, dass in vielen Ländern Afrikas die Kirche verfolgt wird und es wurde nicht allein Mons. Misago aufs Korn genommen. In Zentralafrika und den Regionen der Großen Seen, versucht man die Kirche zu schwächen, mit unzähligen Vorwänden, wobei viele Christen getötet wurden, Opfer falscher Anschuldigungen, Begleichung alter Rechnungen usw. Es scheint, dass man in Afrika dieselbe Strategie wie in Lateinamerika in den siebziger Jahren anwendet, als man auf die Bischöfe los ging um die Zeugschaft der Kirche zu schwächen und die Verbreitung von Sekten und Ideologien zu fördern.

 

 

"Kehrt zum anfänglichen Feuer zurück"
Der Ruf zur Heiligkeit: Hauptgrund der Anwesenheit Mariens in Medjugorje

(Folge aus Echo 151)

Die Königin des Friedens führt uns mittels eines ausschließlich positiven, geistlichen Weges zur Heiligkeit, der völlig ohne piätistische Nuancen und missverständliche, pseudo-Opfer-Haltungen ist, nur vom Licht des Lebens in Gott durchflutet, von den Lasten unseres alten Menschseins befreit, das von der Sünde verwundet, uns immer mehr als Ganzes in die neue Schöpfung und die Freiheit der Kinder Gottes einführt: "Liebe Kinder, ...ich lade euch zur großen Freude des Lebens ein (vgl. Botsch. 25.03.1989) ...ich wünsche euch fortwährend in die Freude des Lebens einzuführen. Ich wünsche, dass ein jeder von euch die Freude und Liebe, die man nur in Gott findet und die nur Gott geben kann, entdecke" (vgl. Botsch. 25.05.2989).

Indem Sie auf die strenge, evangelische Aussage "wie schmal der Weg und eng die Tür zum Leben ist", Bezug nimmt (vgl. Lk 13,24), erinnert Sie uns daran, dass der Weg der Heiligkeit großen Einsatz und wachsame Ausdauer erfordert: "Schon seit Jahren seid ihr zur Heiligkeit eingeladen, aber ihr seid noch weit weg. Ich segne euch." (vgl. Botsch. 25.03.1989). In jüngeren Botschaften scheint sich die Madonna besonders an jene zu wenden, die beschlossen haben, einen Weg der Umkehr zu beschreiten, und ermahnt sie, neue, reifere und entschlossenere Schritte auf dem Weg der Heiligkeit zu unternehmen, um wirkliche "Werkzeuge in ihren Händen für die Rettung der Welt" zu werden (vgl. Botsch. 25.03.1994), die fähig sind, das Geschenk der Heiligkeit auf viele Geschwister auszuschütten. Auf jene, die das so empfindliche Herz Mariens sieht, allem Anschein zum Trotz, und die hungern und dürsten nach der Wahrheit der göttlichen Liebe: "Ich wünsche, liebe Kinder, dass ihr alle, die ihr den Duft der Heiligkeit durch die Botschaften, die ich euch gebe, verspürt habt, diese in diese so nach Gott und Seiner Liebe hungernde Welt bringt" (vgl. Botsch. 25.03.1994).

Sich ernsthaft für die Heiligkeit entscheiden, ist in der Tat die einzige Möglichkeit, Maria entschlossen unsere Liebe zu Ihrem Unbefleckten Herzen zu beweisen (vgl. Botsch. 25.04.1994). Das gleicht dem Echo des anspruchsvollen, evangelischen Urteil: "Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt" (Joh 14,21). Maria wünscht, dass der bewusste Zweck unseres Weges der Heiligkeit, der Werk des Heiligen Geistes ist (vgl. Botsch. 25.07.1994), vor allem der Herrlichkeit Gottvaters und Seines heiligen Namens diene, was das oberste Ziel darstellt, zu dem das gesamte Werk der Rettung Christi hinausläuft: "Liebe Kinder, ich wünsche, dass ihr ein schöner Blumenstrauß seid, der Gott am Allerheiligentag dargebracht wird. Ich lade euch zur Öffnung ein und dazu, die Heiligen als eure Modelle zu nehmen" (vgl. Botsch. 25.10.1994)... "Liebe Kinder, heute lade ich euch ein, Gott zu verherrlichen. Der Name des Herrn sei heilig in euren Herzen und eurem Leben.
Liebe Kinder, wenn ihr in der Heiligkeit Gottes seid, ist Gott mit euch und Er schenkt euch den Frieden und die Freude, die nur allein von Ihm kommen..." (vgl. Botsch. 25.05.1997).

Sie erinnert uns daran, dass der geistliche Ort, in dem sich auf privilegierte Weise die Heiligkeit der Glaubenden verwirklicht, die eucharistische Feier ist, "Quelle und Höhepunkt allen christlichen Lebens" (II. Vatikanisches Konzil, Lum. Gent.), wo "derselbe Christus, unser Ostern, enthalten ist (II. Vatikanisches Konzil, Presb. Ord.), indem wir immer mehr zu einer bedingungslosen Beteiligung unseres ganzen Daseins in Sein österliches Geheimnis eingeladen werden: "Die Heilige Messe sei für euch nicht eine Gewohnheit, sondern Leben; wenn ihr alle Tage die Heilige Messe lebt, werdet ihr das Bedürfnis zur Heiligkeit spüren und in der Heiligkeit wachsen" (vgl. Botsch. 25.01.1998).
Beten wir ohne Unterlass und bieten wir großmütig unser ganzes Leben Gott durch die Hände Mariens an, auf dass sich in aller Fülle der Wunsch verwirkliche, der mehr als alles andere das Herz der Königin des Friedens entbrennt, und zwar: dass alle, die nach Medjugorje gerufen wurden, "dieser Quelle an Gnaden", ins Paradies gelangen, mit dem besonderen Geschenk, das Sie empfangen hat", d.h. der entflammten Heiligkeit der Liebe Ihres Unbefleckten Herzens" (vgl. Bosch. 13.11.1986). Giuseppe Ferraro

 

 

Unser Leben: Eine Wallfahrt mit Maria, Ikone Jesu

Der Plan der Pilgermadonnen, von dem wir in den vergangenen Ausgaben des Echo sprachen, geht von Rom aus, dem Kard. Medina Estévez, Präfekt der Kongregation des Göttlichen Kultes und der Disziplin der Sakramente. Er selbst hat die Präfation zum Buch "Nostra Signora di Francia illustrata - Vol. II" (Übers.: "Unsere Frau aus Frankreich, in Bildern") (jetzt auch in Englisch, Spanisch und Französisch erhältlich). Dieses Buch stellt die Geschichte der pilgernden Jungfrauen in der Welt dar, von vielen Zeugnissen seitens Patriarchen, Kardinäle, Erzbischöfen und Bischöfen der fünf Kontinente begleitet. Wir haben aus der Präfation einige Punkte herausgenommen, wo der Kardinal, mit seiner unbestrittenen Kompetenz, die doktrinären, kirchlichen und geistlichen Grundlagen dieser Besuche (A.d.R. der Madonnen-Bildnisse) analysiert. Sein Beitrag stellt die Position der Kirche hinsichtlich dieser Initiative dar und hilft, die Tragweite und den Reichtum aufzuzeigen.

Was ist die geistliche Grundlage dieser Besuche? Die Pilgerreise dieser gesegneten Bildnisse der Gottesmutter stellt für jene, die sie mit reinem und einfachem Herzen empfangen, einen Augenblick der Gnade und eine Einladung dar, sich mit Rührung und Dankbarkeit des tiefen Sinnes der eigenen, christlichen Berufung und des Rufes zur Heiligkeit zu erinnern sowie eingeladen zu sein, das Wort Gottes zu hören und in die Tat umzusetzen. Die Jungfrau mit Ihrem Kind im Arm, den Herrn Jesus, will uns damit sagen: "Seht und erkennt in Ihm das einzige Pfand der Rettung! Er, Er allein, ist unsere Freude; Er, Er allein, ist unser Lehrer; Er, Er allein, ist die Wahrheit".

 

Die Sicherheit der kirchlichen Grundlage...

Die wandernden Darstellungen der Jungfrau Maria stellen einen legitimen Ausdruck der Volksfrömmigkeit dar, und viele Bischöfe haben mündlich, aber auch schriftlich die geistlichen Früchte bezeugt, die sich aus diesen Visitationen ergeben haben, erfüllt von kindlicher Liebe, Verehrung, Vertrauen, innigem Gebet und schließlich Freude, denn der Herr hat in Maria große Dinge vollbracht, Er, der mächtig ist und dessen Namen voll Herrlichkeit ist.

Und doktrinären Grundlage... Die Visitation der Darstellungen Mariens beruht auf dem Lehramt der katholischen Kirche, die seit mehr als tausend Jahren die Stichhaltigkeit des Kultes der heiligen Bildnisse verficht, durch welche der Gläubige die Aufmerksamkeit seines Herzens auf das legt, was das Bild darstellt: den Herrn, die Madonna, die Engel, die Heiligen, das Kreuz. Der Katechismus der katholischen Kirche erklärt sorgfältig den wahren Sinn des Kultes der Gläubigen gegenüber Abbildungen (CCC, Nr. 1159-1162). Während unserer irdischen Wanderung, provisorische Etappe unseres Daseins, helfen uns die heiligen Bilder uns an die Wirklichkeiten der kommenden Welt zu erinnern, als auch an die Ereignisse, durch welche uns die Barmherzigkeit Gottes gerettet hat.

Um durch die Mutter den Sohn zu begegnen: Die Liebe zur Muttergottes drängt den katholischen Gläubigen sich in Christus einzufügen, Quelle des Lebens, und in die Kirche, die Sein Leib ist. Da Christus Menschengestalt im Schoße Mariens angenommen hat, und da Sie Ihrem Sohn bis ans Kreuz gefolgt ist, ist die Liebe zur Mutter im sakramentalen Leben unzertrennlich, wo der Gläubige durch die eucharistische Kommunion den Leib Desjenigen empfängt, der im Schoße der Jungfrau Mensch geworden ist, um sich als Opfer des Lobes und der Wiedergutmachung auf dem Altar des Kreuzes anzubieten. Der Herr Jesus und Seine Heilige Mutter mögen alle jene segnen, die den Blick auf die ihnen vorgesetzten heiligen Bilder werfen, damit sie im Glauben die jenseits der sichtbaren Dinge befindlichen Wirklichkeiten entdecken, die das Wesentliche unserer Hoffnung und Freude sind.
Jorge A. Kard. Medina Estévez

 

Wie an dieser marianischen Initiative teilnehmen? Damit es möglich ist, dass Maria alle Ihre Kinder besuchen kann, wären wenigstens eine Statue oder Ikone pro 10.000 Personen nötig, d.h. ca. 500.000 Stück davon, die somit das Evangelium und das "Totus tuus" des heiligen Vaters in die ganze Welt bringen würden, um eine Lawine an Gebeten auszulösen.
Man kann auf verschiedene Art und Weise mitarbeiten: Praktisch könnt ihr euch mit einer Statue oder Ikone, die ihr vorzieht, oder die ihr schon in eurer Diözese verehrt, so organisieren, dass sie von Pfarre zu Pfarre wandert, zu allen Orten, wo Maria zu ihren Kindern sprechen kann. Sollte es aber nicht möglich sein, dass ihr sie auf Wanderschaft bringt, wäre es am Besten, ihr bietet eine solche an und überlasst dem Verein die Aufgabe, diese in einen der 500.000 zugewiesenen Orte zu entsenden, wo sie ihre Visitation mit der Segnung des lokalen Bischofs durchführen wird. Ihr könnt somit eine "Wandermuttergottes" bestellen bei: NDF, 48 avenue de Paris 91410 Dourdan (Preis inkl. Fracht $ 180.-). Wir nehmen mit Christus, gestern, heute und allezeit teil an diesem Geschenk für Seine Mutter!
Edmond Fricoteaux

 

Verein der Wandermadonna

Winfried Burkhard, Amselweg 16, D-65321 Heidenrod. Tel.: int.+49/6775/444 - Fax: int.+49/6775/1026 - E-mail: www.Burkard@aol.com
Brigitte Beckmann, Xantener-Straße 42, D - 47441 Moers. Tel. int.+49/2841/33677

 

 

Maria im ökumenischen Dialog der Kirchen

Der ökumenische Dialog mit den andern Kirchen ist eine der wichtigsten Aufgaben, die die katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil weiter zu verfolgen hat:
Auf diesem Weg zur vollen Einheit müssen sich die christlichen Kirchen mit vielen in Geschichte und Lehre vorhandenen Fragen auseinandersetzen, unter anderem auch mit der marianischen Frage, d.h. mit der Rolle der Jungfrau Maria in der Heilsökonomie.
Es gilt zu präzisieren, dass Maria nie Ursache der Trennung zwischen den Kirchen war, im Gegenteil, sie wurde ihr Opfer, auf das im Laufe der Jahrhunderte die schwersten Differenzen in den Lehrmeinungen zurückschlugen. Gerade ihre Ausgrenzung in den Streitigkeiten unter den getrennten Kirchen, ist in der ökumenischen Auseinandersetzung ein relativ neues Argument. Das bedeutendste Dokument wurde 1992 am Schluss der Konfrontation zwischen Katholiken und Lutheranern in den USA veröffentlicht.

Die ökumenische Gruppe von Dombes in Frankreich gab 1998 ein interessantes Papier über "Maria im Heilsplan Gottes und in der Gemeinschaft der Heiligen" heraus. Diese Texte ergeben für zukünftige Auseinandersetzungen einen ausgewogenenen Bezugspunkt. Wir verwenden sie und wollen sie näher analysieren. Gegenwärtig verwahrt die katholische Kirche im depositum fidei (im Glaubensschatz) vier Mariendogmen: Maria als Gottesmutter, als Immerwährende Jungfrau, als Unbefleckt Empfangene, als Leiblich Aufgenommene in den Himmel.

Bei der Verkündigung dieser Dogmen griff die Kirche auf zwei Quellen zurück, die unsern Glauben leiten: die Heilige Schrift und die Tradition. Der Zweck eines Dogmas liegt nicht in sich selbst, sondern steht im Dienst der Christologie, d.h., es hilft, das Geheimnis Christi tiefer zu verstehen. Das muss auch für die marianischen Dogmen gelten. Das erste Dogma ist das älteste und geht auf das Konzil von Ephesus (431) zurück, das feierlich Maria Theotokos, Gottesgebärerin, nannte und das in einer Zeit, in der eine Polemik geführt wurde, welche die Gottheit Jesu Christi in Diskussion zog und ihn nur als Mensch gelten lassen wollte. Das Konzil von Ephesus erkannte Maria den Titel Mutter Gottes und schärfte die Gottheit Jesu erneut ein.

Über diese Glaubenswahrheit sind sich alle christlichen Kirchen einig, die katholische, die orthodoxe, die bis ins 11. Jh. uniert war, die anglikanische und die reformierten (protestantischen). Das zweite Dogma über die immerwährende Jungfräulichkeit Marias ist eine Glaubensüberzeugung der alten Kirche, ausgedrückt in all ihren Liturgien, und eine weitgehend von der Tradition angenommene Glaubenswahrheit der unierten Kirchen und auch der ersten protestantischen Reformatoren Luther, Calvin und Zwingli (16. Jh). Aber einige Jahrhunderte später haben die protestantischen Theologen diese Glaubenswahrheit neu überdacht und überprüft, weshalb es heute keinen einhelligen Konsens mehr in den reformierten Kirchen gibt. Die orthodoxen und anglikanischen Kirchen hingegen anerkennen diese Glaubenswahrheit.

Die beiden letzten Dogmen, Unbefleckte Empfängnis und die Aufnahme in den Himmel, schaffen am meisten Schwierigkeiten auf der ökomenischen Ebene. Sie sind jüngern Datums. Jenes der Unbefleckten Empfängnis geht auf Papst Pius IX. 1854 zurück, der erklärte, dass die seligste Jugfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch die einzigartige Gnade und Bevorzugung des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechtes, von jeglichem Makel der Urschuld unversehrt bewahrt wurde (Bulle Ineffabilis Deus). Andererseits wurde die Aufnahme Marias in den Himmel von Papst Pius XII. am 1. November 1950 als Glaubenswahrheit proklamiert, nämlich, dass die unbefleckte Gottesgebärerin und immerwährende Jungfrau Maria nach Vollendung des irdischen Lebenslaufs mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde (Apostolische Konstitution: Munificentissimus Deus).

Die Orthodoxe Kirche, die eine ausgeprägte Marienverehrung sowohl in der Liturgie als auch in der Volksfrömmigkeit bewahrt hat, beharrt darauf, dass diese zwei letzten Dogmen unrechtmässig vom Papst definiert und erklärt worden sind, ohne den Konzilsweg zu beschreiten, in dem er die Unfehlbarkeit benutzte, die von seinem Lehramt abgeleitet wird (die sie übrigens nicht anerkennen), und ausserdem ohne dass irgend ein äusserer Umstand ihn dazu gezwungen hätte, wie es z.B. beim Dogma der Gottesmutterschaft der Fall war. Jedoch jenseits dieser allerdings nicht ausser Acht zu lassenden formalen Aspekte könnten die Orthodoxen den Inhalt doch annehmen. In der Tat, unter den hervorragenden marianischen Titeln der christlichen Ostkirche ist einer der meist gebrauchten jener der Panhagia, der "Ganz Reinen" : eine Fülle von Reinheit und Makellosigkeit der Muttergottes.

Was die Aufnahme in den Himmel betrifft, so wird der gleiche Ausdruck mitunter von der ostkirchlichen Tradition verwendet, häufiger aber wird von Dormitio (Entschlafung) gesprochen, um das endgültige Schicksal Mariens auf dieser Welt anzudeuten. Die Lehre von der Aufnahme Mariens in den Himmel führt ausserdem direkt auf die Lehre des hl. Johannes Damaszenus, des letzten grossen Kirchenvaters der Ostkirche, zurück.
Die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen hingegen erhoben viel grundsätzlichere Einwände gegen die Aufnahme Mariens in den Himmel und die Unbefleckte Empfängnis. Deshalb und auch aus andern Gründen der Lehre anerkennen die Protestanten &emdash; nicht ohne übermässige Strenge &emdash; Glaubenswahrheiten nur so weit als sie in der Heiligen Schrift oder in den Glaubensbekenntnissen der unierten Kirchen enthalten sind. Von daher können aber keine Elemente für die letzten zwei marianischen Dogmen abgeleitet werden.

In der katholischen Kirche hat man im Verlaufe der Zeit durch theologische Reflexion Wahrheiten erkannt, die nur im Keim in der Heiligen Schrift und in der ältesten Überlieferung enthalten sind. Dieses gleiche Prinzip der theologischen Entwicklung eines Dogmas hat die katholische Kirche auch für andere wichtige Lehren angenommen, die nicht immer offenkundig in der Bibel formuliert sind, wie z.B. die Definition der sieben Sakramente und die Unfehlbarkeit des Papstes.
Kurz zusammengefasst: Die protestantische Kritik erklärt, die beiden letzten marianischen Dogmen würden abgesehen vom mangelnden Rückhalt in der Heiligen Schrift riskieren, Maria von der Gemeinschaft der Sterblichen zu trennen und sie vom Status der Geschöpfe in den Stand Jesu Christi erheben, in dem sie wie dieser ohne Sünde geboren und in den Himmel aufgenommen worden sei. Ausserdem heben sie hervor, dass sie so spät am Ende eines säkularen Streites beigezogen wurden &emdash; besonders was die Unbefleckte Empfängnis angeht &emdash; wo zwei gleich autoritative Kampfordnungen sich einander gegenüberstehen sahen.

Dieser Kritik gegenüber antwortet die katholische Kirche mit Klarstellungen und einer korrekten Auslegung der Lehre, die jede Zweideutigkeit fernhält, welche nicht nur den Weg zur Einheit beeinträchtigt, sondern auch den rechten Glauben missbildet. Auch Maria wurde wie jedes Geschöpf von Christus erlöst. Sie wurde eher bewahrt als befreit von der Erbsünde, d.h. sie genoss zum vornherein die von Christus erwirkte Erlösung, sie wurde vorerlöst.
Etwas banal könnte man sagen, es geschah, was heutzutage oft geschieht, wenn man auf Kredit kauft. Man kann sofort das Gekaufte geniessen, zahlt aber im nachhinein. So genoss Maria sofort die Fülle der Früchte der Erlösung, welche die andern Gläubigen erst später geniessen können. Es ist gewiss ein Privileg, aber Maria hat es andern Menschen nicht weggenommen, es wurde ihr nur vorweg geschenkt (Fortsetzung folgt).

Mirco

 

 

JUBILÄUMSCHRONIK

 

Das Blut der Märtyrer ist die Saat für neue Christen

 "Danach sah ich eine grosse Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weissen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen. ... Es sind die, die aus der grossen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiss gemacht" ... (Offb 7,9-14).
Diese grosse Schar von Brüdern und Schwestern im Glauben ehrte der heilige Vater am 7. Mai in einer Gedenkfeier im Kolosseum in Rom, das noch einmal die Vertreter der verschiedenen christlichen Kirchen im Gebet vereint sah.

Es gibt keine bessere Weise, den Weg der Versöhnung und des Dialogs voran zu gehen, als gemeinsam die Erinnerung derjenigen zu feiern, die geprägt vom Glauben an die Zusammengehörigkeit es verstanden hatten, im Vergiessen ihres Blutes von ihrer Treue zu Christus Zeugnis zu geben. Zeichen der Liebe Christi für seine Kirche sowie des ständigen und belebenden Handelns des Heiligen Geistes ist die Tatsache, dass es zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte Menschen gibt, die bereit sind, ihr eigenes Leben für die Brüder Gott anzubieten nach dem Beispiel ihres Hirten, der sein Leben hingibt für seine Schafe.

Das zwanzigste Jahrhundert macht da keine Ausnahme, wie uns der heilige Vater in Erinnerung ruft: alles in allem gibt es seit 1900 vielleicht noch mehr als in der ersten Zeit des Christentums diejenigen, die sich lieber umbringen liessen, als ihrer eigenen Sendung untreu zu werden. Das Kreuz Christi, Symbol des Heiles für alle Völker, und die für die gesamte Welt offenen auf dem Kreuzesholz ausgestreckten Arme erinnern uns, dass Er sein Leben hingegeben hat, um aus den vielen ein einzig Volk zu machen. Auf dieselbe Weise lädt uns das Martyrium der vielen Schwestern und Brüder aus allen Sprachen, Völkern und Nationen ein, zu bedenken, dass die Kirche nur dann zur Einheit zurück zu finden vermag, wenn der Einzelne bereit ist, sein eigenes Leben Gott anzubieten seinem eigenen Denken und sich selbstg völlig abzusterben.

Dieses ökumenische Verhalten der Märtyrer und der Glaubenszeugen ist der überzeugendste; er weist die Christen des einundzwanzigsten Jahrhunderts auf den Weg zur Einheit. Er ist die Erbschaft des Kreuzes gelebt im Osterlicht: das Erbe, das die Christen reich macht und aufrichtet, während sie sich auf den Weg ins neue Jahrtausend begeben.
Die vatikanische Kommission, die beauftragt ist, die Liste dieser Zeugen zu erarbeiten, wird etwa auf eine Zahl von zwölftausend kommen, aberanlässlich der Erinnerungsfeier werden nur siebzehn genannt werden, die für alle andern stehen. Wir erinnern uns der Märtyrer des sowjetischen Totalitarismus, der Opfer des Kommunismus in andern Teilen Europas, der Märtyrer der ethnischen Intoleranz (Nazismus und Faschismus), und all der treuen Missionare und Einheimischen, die ihr Leben in Missionsländern verloren haben: Asien, Afrika, Lateinamerika, Papua Neu-Guinea. In einem Gebet wird auch des in San Salvador ermordeten Bischofs Romero gedacht, auf dessen zehnten Jahrestag seit der Ermordung unsere Zeitschrift kürzlich hingewiesen hat.

"Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es hingegen stirbt, trägt es reiche Frucht". Es sind diese Worte Jesu, die in sich den so tiefen Reichtum bergen, um die Schritte jedes Christen, jedes Getauften zu leiten, um zutiefst seine eigene Taufberufung zu leben und Gott sein Leben anzubieten als Opfer des Lobes für die Rettung der Welt.

 

 

 

Heutige Einladung der Muttergottes von Fatima: "Umkehr und Busse"

Am 13. Mai begab sich der heilige Vater nach Fatima um die beiden Hirtenkinder, Francisco und Jacinta Marto selig zu sprechen. In diesem dichten Klima von Emotionen und so vielen Gnaden gelang es ihm erneut, die ganze Welt staunen zu machen.
Entgegen allen Erwartungen jener, die schon seit langem wünschen, dass er zurücktrete, weil er unfähig sei, die Kirche zu leiten, zeigte der Papst, dass er sehr wohl weiss, was er will, und dass seine Taten und seine Entschlüsse mehr denn je von grosser göttlicher Weisheit zeugen in den Augen der Kleinen des Evangeliums.
Seine Pilgerfahrt nach Fatima, die dritte während seines Pontifikats, war - so sagte er in der Generalaudienz vom 17. Mai &emdash; eine Danksagung an Maria für das, was sie durch die Seher der Kirche mitgeteilt hat, und für den Schutz, den sie ihm während seines Pontifikats gewährte. Seine Dankbarkeit drückte er in konkreter Weise aus, in dem er Maria seinen Bischofsring übergab, ein Geschenk Kardinals Wyszynski wenige Tage nach seiner Wahl, und indem er den dritten Teil des Geheimnisses veröffentlichte. Er machte offenkundig, wie viele Gnaden die Göttliche Barmherzigkeit ins zwanzigste Jahrhundert fliessen liess durch das mütterliche Wirken Marias.

Es ist das erste Mal, dass die Kirche Kinder, die nicht Märtyrer waren, als Selige erklärt. Dies, weil sie trotz ihres zarten Alters heldenhaft die christlichen Tugenden vorlebten; nicht allein der Erscheinungen wegen, sondern weil sie heilig lebten durch die Treue, mit der sie auf das Geschenk Gottes und Marias geantwortet haben. Wir überlassen es einem der das Glück hatte, an diesem Ort der Gnade und des Gebetes anwesend zu sein, die Erfahrungen dieser Tage mitzuteilen: Eine Riesenschar von etwa 60.000 Gläubigen aus 24 Nationen hatte sich in Fatima in den Tagen des 12. und 13. Mai dieses Jubiläumsjahres um den Heiligen Vater versammelt.

Eine Schar jubelnd vor Freude und gleichzeitig fähig, Augenblicke absoluter Stille und intensivster Sammlung zu schaffen, sagte der Papst in der Audienz vom 17. Mai. Schon am Nachmittag des 12., als der Papst, eben angekommen sich im Gebet vor der Gottesmutter in der Erscheinungskappelle sammelte, überflutete eine übernatürliche Stille den riesigen Platz; kein Geräusch, nicht eine Stimme, keine einzige Ablenkung. Tief erbaut in religiösem Schweigen trat die Menge ein in das stumme Gebet des Heiligen Vaters, vertieft und fortgerissen in langen Minuten intensiver Sammlung, ein Herz und eine Seele mit dem Hirten zu Füssen Marias. Es war tiefe communio, Erfahrung göttlicher Gegenwart, die universale Kirche versammelt und empor gehoben im Gebet.
Ähnlich und noch stärker war die Erfahrung am Tag der Seligsprechung der kleinen Francisco und Jacinta. Etwas Aussergewöhnliches lag in der Luft, das in eine echte, spürbare Brüderlichkeit mit den Menschen aller Sprachen, Stämme, Völker und Nationen mündete, etwas Neues, das jeden Einzelnen aufrief und von jedem einzelnen eine Antwort zu erwarten schien, so als ob gleichzeitig ein anderer schon für dich geantwortet hätte. Dieses Empfinden verscheuchte jede Angst, überflutete das Herz mit Frieden, erweckte Hoffnung, schuf Lob und Dank.
In dieser Atmosphäre verflüchtigten sich die Alltagssorgen, legitimste Bedürfnisse und Wünsche verloren ihre Wichtigkeit, und das Leben erschien viel einfacher und unendlich viel freier.

Ihr seid zu sehr mit den materiellen Dingen und zu wenig mit den spirituellen beschäftigt, mahnte uns die Madonna in der Botschaft vom 25. April. Klar: in den Fatimatagen vom 12.-14. Mai 2000 war die Beschäftigung mit den materiellen Dingen wundersam verschwunden, und die geistlichen Dinge, die die unendliche Güte und Weisheit Gottes den Kleinen und Einfältigen schenkt, erfüllten jede Leere, genügten jeder Erwartung. Wie eine sanftmütige Herde, geführt von ihren Hirten Francisco und Jacinta, fand die Menge der Gläubigen Erquickung in einem Schluck Wasser, Schutz unter den Blättern eines Baumes, Ruhe auf den grosszügig miteinander geteilten Bänkchen, Schlaf mit dem Rücken an einer Mauer, unter einem Dach oder irgendeiner Decke, Männer, Frauen, Kinder, Alte, nicht achtend der nächtlichen Kälte, eingeschlafen unter dem liebenden Blick Mariens.
Und am Abend, jeden Abend, Tausende von Fackeln, die die Nacht erleuchten und auf einfachste und gerade darum wirksamste Weise bezeugen, dass es keine Dunkelheit gibt, wenn jeder bereit ist, in seinem Herzen die Fackel des Glaubens zu entzünden, jeder fähig ist, den Bruder auf dem Weg zu begleiten, wenn er fortschreiten will zusammen mit den Kleinen auf dem Weg hinter der schönen Frau".

Redaktion

 

 

 

Fatima, der Weg, der ins dritte Jahrtausend führt

Die Zeit war reif, das dritte Geheimnis zu enthüllen, so sagte der Papst am vergangenen 13. Mai in Fatima, am Tag der Seligsprechung der beiden Hirtenkinder Jacinta und Francisco.

Die Zeit war reif: wir sind im Jubiläumsjahr und zeigen uns wie an einem Fenster dem dritten Jahrtausend, das sich vor uns öffnet. Aber es ist auch Standort, um unsern Blick dem kaum vergangenen Jahrhundert zuzuwenden. Gern lädt uns der heilige Vater ein, die Augen zu diesem Fenster zu erheben. Gern bringt er unserm Herzen die Botschaft von Fatima nahe und zeigt uns die Heiligkeit der zwei Hirtenkinder und das dritte Geheimnis. Warum? fragen wir uns. Weil Fatima das Zeichen der Zeit ist, der Schlüssel zum Lesen und Verstehen des zwanzigsten Jahrhunderts, weil Fatima die angemessene Spiritualität für diese Zeiten ist, von der Medjugorje die Verlängerung und die Erfüllung ist, weil Fatima der geistliche Weg ist, der uns ins dritte Jahrtausend führt. Versuchen wir, Licht auf diesen geistlichen Weg zu bringen, den Maria vorgespurt hat. Schauen wir von diesem Fenster aus auf die Geschichte und ihre Wendepunkte, schauen wir auf die Gegenwart mit dem lebendigen Zeichen von Medjugorje und auf das offene Feld des Jahres 2000, das wir zu bebauen haben, wenn wir auf die Mutter des Heilands hören und ihr zu folgen verstehen.
Sich fragen, was letztlich der Kern dieses geistlichen Weges ist, ist gleichbedeutend mit dem Leben, das die Hirtenkinder lebten, die uns heute von der Kirche als Selige vorgestellt werden.
Nun gut, es sind im Wesentlichen drei Hauptpunkte der erwähnten Spiritualität unsrer Lieben Frau von Fatima: der Rosenkranz, das Sich-der-Welt-als-Opfer-darbieten und das Unbefleckte Herz. Es sind ‚einfältige' Dinge, aber auf dem Hintergrund der Seligsprechung der Hirtenkinder entdecken wir den Fingerzeig, dass dies der neue Weg für die Kleinen ist. Zwei sichere Zeichen also: das dritte Jahrtausend wird Maria und den Kleinen, den Einfältigen und Demütigen gehören, im evangelischen Sinn natürlich.

Der Rosenkranz

Ich möchte, dass ihr alle Tage den Rosenkranz betet, um den Frieden in der Welt und das Ende des Krieges zu erlangen. Schwester Lucia schrieb vom Aufruf der Muttergottes von Fatima an die Welt: "Diese Einladung will die Menschen nicht mit Angst erfüllen, nur ist der Ruf dringend, denn seit die heilige Jungfrau dem Rosenkranz so grosse Wirksamkeit verliehen hat, gibt es kein Problem, weder materiell noch spirituell, weder national noch international, das nicht mit dem Rosenkranz und unsern Opfern zu lösen wäre. Mit Liebe und Andacht gebetet, wird er Maria trösten, und viele Tränen werden von ihrem Unbefleckten Herzen abgewischt."

Sich der Welt als Opfer darbieten

Wollt ihr euch Gott darbieten, bereitwillig alle Leiden, die er euch senden möchte, ertragen zur Widergutmachung der Sünden, mit denen er beleidigt wird, und um die Umkehr der Sünder zu erreichen? Die Kinder antworteten mit "Ja". Nehmen wir ein konkretes Beispiel, um den Wert des Rosenkranzes und die Hingabe für die Welt besser zu verstehen, sagt der Papst. Das dritte Geheimnis wurde am 26. Juni veröffentlicht mit einem Kommentar von Kardinal Ratzinger. Aber Kardinal Sodano hat schon am 13. Mai in Fatima einige grundsätzliche Erklärungen vorweggenommen. Eine dieser Aussagen war, dass die Kinder einen in weiss gekleideten Bischof unter den Schüssen einer Feuerwaffe fallen sahen. Alle Päpste vermieden, das zu veröffentlichen.
Genau das ereignete sich am 13. Mai 1991 auf dem Petersplatz. Und jetzt kann man erfassen, was es heisst, sich als Opfer für die Welt darzubieten. Der Papst bestätigte: Unsere Gesellschaft hat das Zeichen eines leidenden Papstes nötig. Nun, da ein Teil des dritten Geheimnisses enthüllt wurde, wird alles viel durchsichtiger: Johannes Paul II. auf dem Kreuzweg des zwanzigsten Jahrhunderts ist ein Zeichen für die Welt und sein Leiden ist ein wenig wie jenes der beiden Hirtenkinder. Leiden und Gebet ist ein Doppelname, der für ihn mit den Jahren immer eindringlicher wird.
Und die Zeit, die er dem Gebet widmet, wird immer länger. P. Tadeusz Styczen, der Vertrauenmann des Papstes, erzählt: Für ihn ist beten wie atmen, er macht es mit Natürlichkeit, jeden Augenblick ..., ist immer sehr ansprechbar für die Leute. Er unterhält sich gern, aber an einem bestimmten Punkt ergreift er den Rosenkranz, drückt ihn lächelnd, um seinem Gesprächspartner zu verstehen zu geben, dass er sich jetzt zurückziehen muss, um zu beten. Das soll genügen, um die zwei Hauptpunkte der Spiritualität Fatimas zu erläutern. Der dritte Punkt ist jedoch der wahre Kern.

 

Das Unbefleckte Herz

Sei nicht mutlos, sagte die Muttergottes zu Lucia, mein Unbeflecktes Herz wird deine Zuflucht sein und dein Weg zu Gott. Das ist der von Maria vorgeschlagene Weg! Und Maria hat auch ein Ziel angegeben: Gott will in der Welt die Verehrung meines Unbefleckten Herzens festigen.
Wie wurde den Erwartungen Gottes entsprochen? Was können wir heute tun? Es ist Zeit, sich dem für die Geschichte geöffneten Fenster zuzuwenden. Das Unbefleckte Herz als Zuflucht und Weg zu Gott ist nicht eine Spiritualität für den Einzelnen wie eine Privatandacht, sondern Fingerzeig für die universale Kirche, denn die Jungfrau selbst bat den Papst, die ganze Welt und schliesslich Russland ihrem Unbefleckten Herzen zu weihen.

Pius XI. tat es nicht. Pius XII. versuchte es anfänglich, aber erst als er die Greuel des Zweiten Weltkrieges sah, führte er unerwartet am 31. Oktober 1942 in einer Radiobotschaft in Portugiesich die Bitte mit den Worten aus: Ihrem Unbefleckten Herzen anvertrauen wir, übergeben wir, weihen wir in dieser tragischen Stunde der Menschheitsgeschichte nicht nur die heilige Kirche ... sondern auch die ganze von trauriger Zwietracht verwundete Welt. Nicht einmal ein Monat später wurden die Deutschen im historischen Kampf bei El-Alamein in Nord-Afrika, das die Pforten Europas den Amerikanern öffnete, besiegt. Einige Monate nach der deutschen Niederlage in Stalingrad sagte Churchill: das Rad des Schicksals hat sich gewendet. Er hatte recht, denn der Zweite Weltkrieg wurde in kurzer Zeit beendet.

Welcher Gnadenreichtum verbirgt sich hinter diesem Geheimnis der Weihe an das Unbefleckte Herz? Die Fakten sprechen für sich. Pius XII. war derart beeindruckt, dass er in der Folge am 1. November 1950 auf seine Unfehlbarkeit zurückkam und das Dogma von der Aufnahme Mariens in den Himmel verkündete, zahlreiche Feste einsetzte und Marianische Jahre, und schliesslich noch auf dem Totenbett als Gelöbnis hinterliess, jede Nation, jede Diözese, jede Pfarrei und jede Familie solle sich dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen. Papst Pius XII. hatte mit seiner Hand die Macht des Unbefleckten Herzens der Gottesmutter über das Herz ihres Sohnes berührt. Dies ist ein Zeichen der Zeit, notwendig für die schwierige Zeit, in der wir leben, ein Fingerzeig Gottes selbst durch Maria.

Auch Johannes Paul II. hat diese Notwendigkeit erkannt. Deshalb wird er am kommenden 8. Oktober in Gegenwart des Weltepiskopats, der die Bischöfe zum Jubiläum in Rom vereinigt, die Menschheit und das dritte Jahrtausend dem Unbefleckten Herzen weihen. Und es ist der Wunsch des Papstes, dass diese Weihe zuerst in den Herzen, in den Familien, in den Pfarreien und dann in den Diözesen vorbereitet werde, wie es eigens Pius XII. wollte. Wie können wir jetzt, in der gegenwärtigen Zeit, diese Hinweise in Einfalt verwirklichen? Die Antwort kommt aus der Geschichte, sogar einem einfachen Papst, nämlich Johannes XXIII., der wollte, dass Italien sich als Nation zur feierlichen Weihe an das Unbefleckte Herz mit einer Initiative vorbereite, die er selbst segnen wollte: Il Pellegrinaggio delle Meraviglie, die Wallfahrt der Wunder, wie diese Pilgerreise der Muttergottes 1959 von Fatima aus durch ganz Italien genannt wurde. Zum Abschluss dieser Wallfahrt weihte der Papst selbst am 13. September 1959 ganz Italien dem Unbefleckten Herzen.
Wir haben also mit dieser vom gegenwärtigen Heiligen Vater versprochenen Initiative von unserm Fenster aus einen Blick geworfen auf die "Steuermänner" der Kirche von gestern, von heute und von morgen.

 

In welchem Sinn ist Medjugorje die Erfüllung von Fatima?

Ich glaube, Medjugorje ist schon klar von der Muttergottes in Fatima angekündigt worden. Hören wir Sr. Lucias Worte in einem Brief an P. Agostino Fuentes vom Jahre 1958. Die Muttergottes hat mir wiederholt, dass die letzten Heilmittel, die der Welt gegeben wurden, sind: der heilige Rosenkranz und die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens. Dann sagte sie mir, sie anerbiete, da die andern von den Menschen verschmähten Mittel ausgeschöpft seien, mit Zittern noch den letzten Rettungsanker: sich als heiligste Jungfrau persönlich, ihre zahlreichen Erscheinungen, ihre Tränen, die Botschaften der Seher, ausgestreut in allen Teilen der Welt.

Das scheint mir die Grundcharakteristik Medjugorjes zu sein. Dort hat die heiligste Jungfrau sich als Person verschenkt. In diesem Sinn ist sie der letzte Rettungsanker. Seit 19 Jahren spricht die Gottesmutter jeden Tag auf der Erde, und die Neuheit liegt nicht so sehr in ihren Worten als vielmehr in der Wirkung ihrer Gegenwart: jeden Tag ist ihr Mutterherz offen, und alle können aus ihm die Gnaden wie aus einem bodenlosen Brunnen schöpfen, sozusagen "stehlen". Was wollen wir noch mehr? Wenn wir das verstanden haben, dann haben wir das Wesentliche des dritten Geheimnisses von Fatima erfasst. Dies ist zugleich der tiefste Sinn der Erscheinungen von Medjugorje und damit auch der Herzenswunsch unsrer Mutter, der auch der Wunsch Gottes ist. Also säumen wir nicht, eilen wir zu dieser Quelle, weihen wir uns der Muttergottes, bringen wir die Verdurstenden zu diesem cor immaculatum, "Gefäss und Aufnahmeort aller Geheimnisse" (Gregor der Taumaturg). Das letzte Wort hat Maria: Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.

Nicola

 

 

*Wie schon angedeutet hat die Kongregation für die Glaubenslehre am 26. Juni den dritten Teil des Geheimnisses von Fatima enthüllt, begleitet von einem theologischen Kommentar Kardinal Ratzingers und einer geschichtlichen Einführung Mons. Bertones. Wir veröffentlichen den vollständigen Text und behalten uns vor, unsere Gedanken vertieft in der nächsten Nummer des Echo fortzusetzen.

Der dritte Teil des Geheimnisses, das am 13. Juli 1917 in der Cova da Iria, Fatima, offenbart und von Lucia am 3. Januar 1944 aufgeschrieben wurde:

Ich schreibe aus Gehorsam gegenüber Euch, meinem Gott, der es mir aufträgt, durch seine Exzellenz, den Hochwürdigsten Herrn Bischof von Leira, und durch Eure und meine allerheiligste Mutter. Nach den zwei Teilen, die ich schon dargestellt habe, haben wir links von Unsrer Lieben Frau etwas oberhalb einen Engel gesehen, der ein Feuerschwert in der linken Hand hielt; es sprühte Funken, und Flammen gingen von ihm aus, als sollten sie die Welt anzünden; doch die Flammen verlöschten, als sie mit dem Glanz in Berührung kamen, den Unsere Liebe Frau von ihrer rechten Hand auf ihn ausströmte:
Den Engel, der mit der rechten Hand auf die Erde zeigte und mit lauter Stimme rief:
Busse, Busse, Busse!
Und wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist: etwas, das aussieht wie Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorüber gehen, einen in weiss gekleideten Bischof, wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater war. Verschiedene andere Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen einen steilen Weg hinausfsteigen, auf dessen Gipfel sich ein grosses Kreuz befand aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde. Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch eine grosse Stadt, die halb zerstört war und halb zitternd mit wankenem Schritt, von Schmerz und sorge gedrückt, betete er für die Seelen der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete. Am Berg angekommen, kniete er zu Füssen des grosses Kreuzes nieder. Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet, die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen. Genau so starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen. Unter den beiden Armen des Kreuzes waren zwei Engel, ein jeder hatte eine Giesskanne aus Kristall in der Hand. Darin sammelten sie das Blut der Märtyrer, und tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten.

 

 

Wie Jesu Gegenwart das Leid verklärt

Heute ist ein Tag besonderer Gnade. In meinem Krankenzimmer konnte ich die heilige Eucharistie feiern und erhielt erneut die Krankensalbung durch den Bischof von Nazareth in Anwesenheit meiner Ordensbrüder und Ordensschwestern. Eine Zeit fühlbarer Freude, die auch in den folgenden Tagen Spuren hinterliess durch Zeichen eines gewissen sogar körperlichen Wohlbefindens. Das Gebet meiner Brüder hat mich mit unsagbarer Liebe umgeben, wie eine zarte und innige Umarmung, ausgehend von der grössern Liebe Christi ausgegossen in ihre Herzen. Die Zeichen der Zuneigung nahmen kein Ende. Ich spürte sie Jesus zugewandt, der in kleinem Masse etwas von meinem Zustand durchscheinen liess. Ihr Glaube konnte ihn gut erkennen und verherrlichen und alles von mir aufwerten, um mich sanft geliebt in dieser Erfahrung brüderlicher Zuneigung zu lassen. Jesus, mein Bruder und mein Gott, nach so vielen gespendeten Gnaden bin ich unfähig, mein Eingegliedertsein in die Gemeinschaft der Heiligen im Himmel tief zu betrachten. Ich merke, dass, Dich intensiv zu betrachten, unendlich bewirkt, dass wir uns gegenseitig in Wort und Tat als Brüder erkennen und lieben können. Und dies erzeugt Sehnsucht nach dem Himmel ...
Mein Herr, diese Kostproben, sind sie vielleicht Vorzeichen des grossen Gastmahls? Und folgt das Gastmahl nicht gleich den Kostproben? Beeile Dich also, damit Deine Gaben infolge der langen Wartezeit nicht trügen und die schwache Hoffnung meines Herzens nicht enttäuschen. In der reichen Liturgie von heute spürte ich das Echo der himmlischen Liturgie ...
Es ist noch nicht viel Zeit vergangen, da zwei Angestellte des Spitals, beide verschiedener Religion, sich mir näherten, mich traurig machten und mich fragten: "Warum kommen so viele Menschen dich besuchen? Und sie sprechen lange mit mir und fragen, bist du vielleicht eine wichtige Person? Sie stammen aus verschiedenen Klassen, Sprachen und Rassen: was suchen sie? Wir arbeiten hier und wissen nichts." Ich antwortete: "Sie sind alle voll Leidenschaft für Jesus. Sie erblicken ihn unter dem ärmlichen Schein meines Leidens und Liebens. Es ist ihr Glaube und ihre Weitsicht, die mich bezaubern und meine geliebte und frohe Nichtigkeit, die sie bezaubert. Aber wir alle sind gleich bezaubert von Jesus. Ohne ihn ist es unmöglich zu leben. Juden kommen, um mit mir über die frohe Botschaft Jesu zu sprechen, Drusen, die mich an unsere brüderliche Liebe jenseits von Religion und Rasse erinnern, Muselmanen, die es schätzen, sich dem barmherzigen Gott zu überlassen...; Christen, die Jesus sehen und ihn oft sehen möchten, viel öfter noch ... Jesus ist die wichtige Person!"
Während der Krankenliturgie haben wir für viele solche Beweggründe gebetet. Am Ende des Gebets für die Gläubigen bat der Bischof auch mich, irgendein Gebet zu sprechen. Leider hatte ich nicht einmal die Kraft zum reden, und überdies war das Zimmer so voll von Menschen, dass der Sauerstoff für mein mühseliges Atmen kaum ausreichte. Ich lehnte die Einladung zum Gebet ab und bedauerte, dass ich nicht ausdrücken konnte, was ich auf dem Herzen hatte. Ich hätte für einen alten Mitbruder beten wollen, der in einem andern Spital der Stadt war. Dann hätte ich ein persönliches Gebet gesprochen, etwa so: "Ich bitte Dich,Jesus, dass, wenn ich die Arme am Kreuz fertig ausgestreckt habe, ich sie Dir um den Hals werfen kann, einmal für immer und für alle Zeiten."
Der Bischof hat alles so einfach und würdig gemacht. Er liess mich ganz tragen, was alles im Sakrament auf mich zu kam. Die Krankensalbung trug mich wieder zu Jesus, legte mich in seine segnenden und heilenden Hände ... Mein Innerstes schien zu sagen: "Nimm Dir in mir die Ehre, wie es Dir am besten gefällt! Du weißt alles von mir. Und darum nimm von meinem Taugenichts-Sein Wissen und Nicht-Wissen ..."

Schiffbruch zu erleiden in Dir, ist nunmehr mein sehnliches und unaufhaltbares Verlangen und Ächzen im Heiligen Geist. O Heiliger Geist Gottes, komm. Wie oft ruft Dich mein Herz ..., jetzt vor allem auch aufgrund meiner fortschreitenden Krankheit fühle ich mich von Dir mit neuer Kraft gerufen. Im Kampf zwischen Hitze und Aufgeblasenheit meditiere ich, getrieben von der Gnade, über das lebendige Wasser, das hervorsprudelt aus dem Herzen Christi und der an ihn Glaubenden, als Symbol des heiligen Geistes, dessen beseligende Quelle schon in uns ist. Selige Krankheit meiner Glieder, die in mir immer mehr Gnade erblicken lässt!
Wenn es mir in einem gewissen Augenblick der Krise scheint, ich würde mich Jesus nähern im schmerzenden Erstickungsanfall und in der Verwirrung des Kollaps oder im verwüstenden Eindruck, vor Schmerz den Kopf zu verlieren ... flehe ich Dich an, breite die Hände nach Dir aus und besinge den Willen Gottes, der, wann er will, sich entschliessen wird, mich mit sich fort zu tragen. Manchmal scheint mir, dass der Schleier, der uns trennt, ein Nichts ist, eine etwas grössere Akzentuierung der Krise, eine Verschärfung des Schmerzes, ein Zwick mehr in Richtung Verwirrung, ein kleiner Ruck würde genügen ... Und Du bist da, hinter jener äusserst gebrechlichen Wand, vielleicht noch mehr verängstigt als ich, mehr leidend als ich, sich über alle Massen sehnend in einer Ansspielung von Umarmung, viel stürmischer als meine. Wir wollen, mein Jesus, auch diese Augenblicke des Wartens erleiden.
... Wie würde es mir gefallen, Dich direkt zu betrachten jenseits des Schleiers dieses irdischen Lebens, um sorgend die Schläge Deines Herzens zu messen, das Beben Deines ganzen Seins. Dort möchte ich erkennen und meinen Brüdern verkünden, wer Du wirklich bist, und welch mächtiges Echo unser irdisches Leben in Dir hat. Aber Dich so gut kennen ist schon Paradies, und es ist nötig, zu warten, bis ich nicht mehr gewahre, wo ich wirklich bin ... Vielleicht weil ich schon Deinen Hals umschlungen habe mit meinen abgemagerten, weissen Händen, die zu nichts mehr dienen, ... aber so verliebt sind!

(Zeugnis eines Karmeliter-Priesters, P. Mauritius Vigani, gestorben mit 62 Jahren in Israel)

 

 

 

Eucharistie, Herz des Jubiläums

Als das Zweite Vatikanum von der Eucharistie sprach, konnte es keine besssere Definition finden als "Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens" (LG 11). Der Vater konnte uns nicht mehr geben, als uns seinen Sohn schenken. Jesus konnte uns nicht mehr schenken als sich selbst: "Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung"(Joh 13,1). Beachten wir, wie die Eucharistie den Höhepunkt der Liebe Jesu für uns ausdrückt, indem wir sie in ihren drei grundlegenden Aspekten betrachten:

Sie ist Opfer: "Dies ist mein Leib hingegeben für euch ... Das ist mein Blut, vergossen für euch".
Sie ist Speise des neuen Lebens: "Mein Fleisch ist eine wahre Speise ... Mein Blut ist ein wahrer Trank".
Sie ist immerwährende Gegenwart: "Ich bleibe bei euch bis zum Ende der Zeit".

Das Jubiläumsjahr weist auf die Notwendigkeit des Kommunionempfangs hin als eine Bedingung zum Erlangen jeden Ablasses. Es soll aber auch in der Mitte des Jahres selbst eine besondere Betrachtung über die Eucharistie in Form des Eucharistischen Kongresses vom 18.- 25. Juni stattfinden.
Ich möchten den Lesern eine kurze Besinnung über die Eucharistie vorschlagen, Opfer &emdash; Sakrament &emdash; Gegenwart, damit jeder und jede sich konkret frage: Was ist für mich das Opfer der heiligen Messe? Was ist für mich das Sakrament der Kommunion? Was ist für mich die immerwährende Gegenwart Jesu in allen Tabernakeln der Welt? ...

Das Opfer

Ich nehme teil an der hl. Messe: Jesus opfert sich für mich: so weit geht seine Liebe. Er weiss, dass dies das einzig würdige Opfer für den Vater ist, das einzige Opfer das fähig ist, meine Sünden zu sühnen. "Tut dies zu meinem Gedächtnis" ist keine blosse Erinnerung sondern Aktualisierung. Es veregenwärtigt das einzige Opfer am Kreuz. Es ist der lebende und auferstandene Jesus, der sich unaufhörlich dem Vater hingibt zu unserer Rettung.
Wie nehme ich an der Messe teil, mit welcher Verpflichtung?
Während 26 Jahren bin ich zu Padre Pio gegangen. Es gibt kein Zweifel, in jeder heiligen Messe erlebte Padre Pio die Passion Christi. Dies war evident für alle Anwesenden, die, den Blick auf sein Antllitz geheftet, dem Ritus folgten. Es ist ein Faktum, häufig bestätigt durch seine eigenen Worte, so dass ich zu folgendem Schluss gekommen bin: das Messopfer vergegenwärtigt unblutig das Kreuzesopfer. Aber in den Messen des Padre Pio war die Teilnahme des Zelebranten jedes Mal blutig, und oft mit sichtbarem Vergiessen von Blut, das aus seinen Stigmata floss. Wir sind nicht Padre Pio. Jedoch gibt es verschiedene Arten, an der Messe mit etwas von uns selbst teilzunehmen.
An einer liturgischen Konferenz vor vielen Jahren kam die Frage: was soll man den Gläubigen empfehlen, welche Empfindungen suggerieren, wenn sie zur Messe kommen? Die Antwort kam einhellig: dazu auffordern, sich selbst hinzugeben, die konkrete tägliche Lebenssituation akzeptieren, Gesundheit, Arbeit, Umgebung oder persönliche Schwierigkeiten. Die Liturgen gingen davon aus, dass die Empfindungen Christi während der Passion die unablässige Verwirklichung des Willens des Vaters waren: "Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst."
Ein heiligmässiger Priester betete so, wenn auch ein wenig gezwungen, so doch ohne die Substanz zu gefährden: "Herr, des morgens bin ich Priester, du das Opfer, und ich bringe dich dem Vater dar. Den Rest des Tages bist du der Priester, ich das Opfer, und ich bringe mich dem Vater dar". Auf diese Weise wurde sein Tag eine konstante Hingabe an Gott, sozusagen als Antwort auf die Messe.

Das Sakrament

Zu diesem Zweck empfehle ich, das 6. Kapitel des Evangeliums nach Johannes wieder zu lesen, woraus ich einige Sätze zitiere: Ich bin das Brot des Lebens. Wer von diesem Brote isst, wird in Ewigkeit leben. Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tag. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Jeder, der mich isst, wird durch mich leben; wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
Welch tiefe Einheit zwischen uns und Jesus! Wir können wirklich mit dem hl. Paulus sagen: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir (Gal 2,20).Aber wir dürfen die Ermahnungen des hl. Paulus in Zusammenhang mit der hl. Kommunion nicht vergbessen. Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken (1 Kor 11,27-28). Wir Priester beobachten zu viele Kommunionen und zu wenig Beichten. Um kommunizieren zu können, muss man in der Gnade Gottes sein; wenn wir es nicht sind, so ist es notwendig, zuvor zu beichten. Ein Reueakt allein genügt nicht, es braucht die sakramentale Beichte.
Die Eucharistie ist die Nahrung des Christen, d.h. dessen, der in Christus lebt. Sie ist Kraft, Trost, Gnade, weil sie uns Zutritt zum Schöpfer aller Gnaden gibt. Kommunizieren wir häufig, wenn möglich jeden Tag oder wenigstens sonntags. Die Eucharistie, in der Messe geweiht, verlangt die Teilnahme an ihr.

Immerwährende Gegenwart

Jesus ist immer unter uns gegenwärtig, lebend mit seiner ganzen Gottheit und Menschheit, in allen Tabernakeln der Welt. Er erwartet uns und lädt uns ein, ihn anzubeten, um uns zu trösten, um uns alles zu geben. Wie viele materielle und geistliche Heilungen haben sich vor Jesus in der Eucharistie ereignet, wie viele Entscheidungen sind getroffen worden. Wegweiser fürs Leben, apostolische Initiativen, Erleuchtungen sind erfolgt! Häufig sucht man rechts oder links Rat; manchmal wendet man sich an einen Kartenleger, an einen Heiler, an einen Charismatiker, nur nicht an Jesus. Und doch hat der Herr alles voraus gesehen und angenommen. Er hat die Verlassenheit und die Einsamkeit gesehen; er hat die Sakrilegien voraus gesehen und die Verachtung. Ich denke an die Profanierung der Eucharistie, an die sakrilegischen Kommunionen, an den Raub von Hostien zur Verwendung in schwarzen Messen oder Satansriten ...
Wieviel gibt es gutzumachen! Es gibt Kongregationen von Schwestern der ewigen Anbetung, wo Tag und Nacht die Eucharistie feierlich ausgestellt wird zur Anbetung durch grosszügige Seelen. In allen Städten gibt es irgend eine Kirche, wo das Allerheilgste Altarssakrament zur Anbetung ausgestellt ist. Für jeden Bedarf, bei jedem fröhlichen oder traurigen Tagesereignis soll unser erster Gedanke sein, uns an Jesus zu wenden, der im Tabernakel gegenwärtig ist. Habe ich verstanden? Was ziehe ich aus dieser staunenswerten Gegenwart?

Don Gabriele Amorth

(aus Medjugorje Turin)

 

 

 

Der Eucharistische Kongress 2000 in Rom

Um die verschiedenen Aspekte der Eucharistie zu unterstreichen, um ihre Wichtigkeit verständlich zu machen, sind die verschiedenen Eucharistischen Kongresse entstanden. So fand auch in diesem Jubiläumsjahr in Rom der XVII. Internationale Eucharistische Kongress statt. Er begann am 18. Juni auf dem Petersplatz und schloss am 25. Juni, dem Fest Corpus Domini, mit der feierlichen vom Heiligen Vater zelebrierten Messe. Das gewählte Thema war: Jesus Christus einziger Retter der Welt, Brot für das neue Leben.
Klar ist der Bezug zum heilenden Opfer, das sich in der hl. Messe erneuert, und zur Nahrung, die das Leben des Christen erhält. Es ist eine Einladung an alle, ein für allemal die Notwendigkeit und den Einfluss der Eucharistie für jeden von uns zu vertiefen. Eine Woche in Anbetung vor der Eucharistie: eine Woche voll Gesang, Hymnen, Gebet, Schweigen. Die ganze Kirche und die ganze Welt wandten ihr Gesicht der Mutter Kirche in Rom zu, die das Grosse Jubiläum des Jahres 2000 feiert. Dieser Internationale Eucharistische Kongress wurde nach Johannes Paul II. als "das Herz des Jubiläums" definiert.

Die Eucharistie, das Herz der Kirche und Herz des Jubiläums, ist das Herz der Welt!

Ob man es will oder nicht, dies ist die verwandelnde und verklärende Wahrheit des Christentums: ohne Eucharistie gibt es keine Kirche und ohne Kirche keine Eucharistie. Jesus das Brot, Jesus das Leben, wird Nahrung und Trank des Heiles. Wer nicht glaubt, sieht die Eucharistie als Frömmigkeitsübung innerhalb des Lebens der katholischen Kirche; umgekehrt obliegt es uns, zu bezeugen, dass es nicht so ist, dass dieses Sakrament die Welt erneuern kann.
Vier Katechesen, betreut durch eben so viele Kardinäle, haben die folgenden Themen behandelt: "Eucharistie Quelle von Kultur"; "Eucharistie Umkehr und Aussöhnung"; "Eucharistie Gegenwart Christi inmitten der Menschen". Zusammen mit dem kirchlichen Missionsauftrag immer wiederkehrende Themen, auch in den Argumenten, &emdash; Wegweiser durch die einzelnen Tage, ohne natürlich die Aspekte von Spiritualität und Gebet zu vergessen. In fast allen römischen Pfarreien war immerwährende eucharistische Anbetung, Tag und Nacht. Und dieses Mal, im Unterschied zu frühern Jubiläen von Rang, war das ganze Volk Gottes geladen, teilzunehmen: Erwachsene, religiöse Gemeinschaften, Kinder, die gerade ihre Erste hl. Kommunion empfangen hatten, Jugendliche, Bischöfe von 90 Bischofskonferenzen aus der ganzen Welt und Ordensleute. Natürlich wurden die Kranken nicht übergangen, für sie waren während der ganzen Woche Hausbesuche durch die Priester vorgesehen und hl. Messen in den Heilanstalten.
Johannes Paul II. hat mindestens viermal im Lauf der Woche teilgenommen: bei der Eröffnung, in der Katechese am Mittwoch, der Messe und der Prozession an Fronleichnam und an der abschliessenden Statio Orbis auf dem Petersplatz am 25. Juni. Dies unterstreicht die Wichtigkeit, die der Pontifex dem Kongress in der Mitte des Jubiläumsjahrs zumisst, denn es ist ein zu tiefst eucharistisches Jahr.

Redaktion

 

 

Mut: werdet heilig!

Sonntags, den 21. Mai hat der Heilige Vater 27 Selige aus Mexiko kanonisiert. Fast alle waren Märtyrer, Opfer der Revolutionszeit zwischen 1915 und 1937, die unter anderem eine grausame Katholikenverfolgung mit sich gebracht hatte.
25 Priester und Laien wurden erschossen oder gehängt, weil sie gläubig waren. Dazu kommen noch ein Priester und eine Schwester, die sich auf dem Gebiet der Nächstenliebe auszeichneten. Mit ihrem Leben gaben sie Zeugnis für ihre Ganzhingabe an Gott durch das Martyrium oder im Dienst an den Armen.
Nach einigen Angaben, die wir von Radio Vatikan erhielten, gab es bis jetzt 297 Heiligsprechungen durch Johannes Paul II., eine mehr als im Zeitraum von 1594 bis zum Ende des Pontifikats Papst Paul VI. Selig gesprochen wurden durch Johannes Paul II. 989, hingegen seit 1609 bis und mit dem Pontifikat Paul VI. nur 808 Personen.

Am kommenden 1. Oktober werden 120 Märtyrer aus China heilig gesprochen (Chinesen und Ausländer).
Auf den 1. Oktober fällt auch der 51. Jahrestag der Machtübernahme der Kommunisten in China. Deswegen wurde die am 10. März dieses Jahres angekündigte Heiligsprechung in Peking nicht mit Freude aufgenommen. Die Regierung liess durch die ANSA wissen, dass sie vom Vatikan erwarte, neuerdings nicht Dinge zu tun, welche die Gefühle der Chinesen verletzen.

 

 

Nur Christus ist die Pforte zur Ewigkeit

Die Bischöfe der Emilia Romagna versammelten sich in Bologna, um ein Heilmittel gegen den Spiritismus zu finden, der sich in letzter Zeit wie ein Ölfleck ausbreitet. Wegen vermehrter gewaltsamer Todesfälle unter Jugendlichen wählen viele Eltern in der Tat den Weg des Spiritismus, um mit den Toten in Verbindung zu kommen.
Das Problem führte auf den Gedanken, in der Kirche eine angemessene Pastoral zu schaffen mit dem Ziel, den Hilfesuchenden, die im Schmerz um eines ihrer Lieben trauern, Familienbesuche und Gebetstreffen anzubieten.
Ein Alternativvorschlag der Bischöfe besteht darin, einen neuen Dienst in den christlichen Gemeinden zu gründen, den "Dienst der Tröstung", der die Frohe Botschaft des christlichen Sterbens, der Auferstehung und der Gemeinschaft der Heiligen verbreiten soll. Es ist wichtig, die Familie im Schmerz nicht allein zu lassen; aber dazu müssen Gruppen aus Leuten gebildet werden, die mit einer besonders humanen und geistlichen Sensibilität ausgerüstet sind, z.B. in der Erfahrung des Schmerzes schon erprobte Menschen, damit sie mit der Aufgabe betraut werden können, jenen zu helfen, diese schwierige Zeit im Lichte des Glaubens zu leben.
Ein anderer Gesichtspunkt (alles andere als zweitrangig) ist jener, diesen Menschen durch das Gebet zu helfen, einen echten Kontakt mit ihren Lieben zu finden.
Das Vatikanische Konzil sagt zu diesem Vorschlag: Die einen von seinen Jüngern pilgern auf Erden, andere, die dieses Leben vollendet haben, werden gereinigt, andere aber werden verherrlicht und schauen deshalb klar den dreifaltigen und einen Gott selbst, so wie er ist; wir alle jedoch haben, wenn auch in verschiedener Abstufung und Art, Gemeinschaft in derselben Liebe Gottes und des Nächsten und singen unserm Gott denselben Lobgesang der Herrlichkeit. Alle nämlich, die zu Christus gehören, wachsen im Besitz seines Geistes zu der einen Kirche zusammen und hängen in ihm zusammen. Die Einheit derer auf der Wanderschaft mit den Brüdern, die im Frieden Christi entschlafen sind, wird also keineswegs unterbrochen, sie wird vielmehr nach dem beständigen Glauben der Kirche durch die Mitteilung geistlicher Güter gestärkt. (LG 49: EV 1/419).
Mehr als mit irgendeinem andern Mittel kann man Menschen, die vom Schmerz geschlagen sind, mit Liebe und Gebet aus ihrer Verzweiflung und Einsamkeit durch Unverstandensein herausholen, weil das Gebet nicht enttäuscht, sondern im Gegenteil uns direkt zu unserer einzigen Hoffnung führt: Jesus Christus.

 

 

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NOTIZEN AUS DEM GESEGNETEN LAND

 

Missionsreise von P. Slavko

Anfangs April besuchte P. Slavko die Niederlande, Belgien und Frankreich. Bei seiner Rückkehr kommentierte er seine Eindrücke:
"Die Ereignisse von Medjugorje, die in diesen 18 Jahren und 10 Monaten grosse Scharen aus der ganzen Welt gesammelt haben, verteilen sich wie eine gesegnete Flamme in allen Teilen der Erde. Sie fahren fort alle zu vereinen, die durch das Gebet verbunden bleiben wollen. Das ist es, weshalb die Ordensbrüder aus Medjugorje je länger je mehr die Ortskirchen besuchen, um mit den Gläubigen zu beten. Durch ihre Anwesenheit helfen sie, die in Medjugorje im Feuerofen der Muttergottes entbrannte Glut zu schüren und zu verbreiten.
Aus dieser Sicht sind in Belgien zwei Orte gewählt worden, wo Gläubige, die nach dem Geist der Botschaften leben wollen, sich versammelten: es sind die beiden nationalen Wallfahrtsorte Banneux und Beaurring.
Mit seiner Spiritualität gab Medjugorje dem Gebet, dem Besuch der hl. Messe und vor allem der Anbetung des Allerheiligsten neuen Impuls; im Geist des Gebetes erneuert sich die Kirche. &emdash; Nach diesen Begegnungen, durch die Gnade Gottes für alle ein wunderbares Zusammensein mit denen, die die Botschaften der Königin des Friedens aufgenommen haben und ihr Leben wirklich mit Gott leben wollen, kehrte ich nach Medjugorje zurück."

* Internationales Priestertreffen vom 30.6. &emdash; 6.7. in Medj. mit dem Thema: "Der Priester, der Mann der Allerheilgsten Dreifaltigkeit und der Diener am Leib des Herrn."
Die Familien der Pfarrei bieten den Priestern Gastfreiheit; Vorträge werden gehalten von P. Daniel-Ange, P. James Manjackal, P. Rufus Pereira, P. Martin Ramoser, Sr. Elvira, etc.

 

Fest der Jungen

Wie gewohnt lädt die Pfarrei Medjugorje auch dieses Jahr alle Jugendlichen der Welt ein, am Fest der Jugend vom 31.7. &emdash; 6.8.2000 teilzunehmen.
Das Thema verspricht Anstoss zu verschiedenen Überlegungen zu werden und die Spiritualität zu vertiefen: "Das Wort ist Fleisch geworden und kam mitten unter uns zu wohnen". Die Organisatoren haben alles vorgekehrt, um Tausende junger Menschen aufzunehmen, doch raten wir wie schon in den vergangenen Ausgaben, ein kleines Radio mit Kopfhörer mitzubringen (um die Simultanübersetzungen in der eigenen Sprache mitzuhören), die Bibel, und ... einen kleinen Schirm, um sich vor der Hitze der Augustsonne zu schützen!

 

 

Zusammentreffen ... oder besser: Prophetie!

Wir wissen alle, dass der Papst am 13. Mai dieses Jahres anlässlich der Seligsprechung von Francisco und Jacinta das dritte Geheimnis von Fatima veröffentlicht hat. Exakt am Vorabend dieses grossen Ereignisses hat Maria (durch den Seher Ivan) in Medjugorje die Pilger eingeladen, an der abendlichen Erscheinung auf dem Podbrdo anwesend zu sein. Maria zeigte sich an diesem Abend ganz besonders freudvoll, und sicher ist es kein Zufall, dass sie in dieser Nacht in besonderer Weise für den Frieden in der Welt gebetet hat, war es doch genau dies, was sie von den beiden Hirtenkindern in Fatima verlangt hat, als sie ihnen die Instrumente in die Hände gab, um den Ersten Weltkrieg zu beenden (das tägliche Rosenkranzgebet und das Aufopfern der Leiden an Gott durch ihr Unbeflecktes Herz). Vergessen wir nicht, dass Jacinta kurz vor ihrem Tode Lucia mitteilte, dass Gott der heiligen Jungfrau den Frieden in der Welt anvertraut habe, und wir durch ihr Unberflecktes Herz nach ihm suchen sollten.
Weiter ist zu beachten, dass der Heilige Vater am 13. Mai 1981 Opfer eines Attentats wurde. Nach einer biographischen Notiz bewegten sich auf dem Transport zum Spital unablässig seine Lippen: "Maria, komm! Maria, komm! ... Ein Monat darauf begann Maria in Medjugorje zu erscheinen! Sie hat in Medjugorje über diesen Papst gesagt: "Ich habe ihn für diese Zeit erwählt".Es war derselbe Papst, der 1984 am 25. März die von der Jungfrau in Fatima verlangte Weihe vornahm. Einige Stunden später, in Medjugorje, sagte Maria zu den Kindern: "Freut euch mit mir und mit den Engeln, dass ein Teil meines Vorhabens in Erfüllung ging. Viele haben sich bekehrt, viele aber wollen sich noch nicht bekehren! Betet!"... Es war die 1000. Erscheinung in Medjugorje! An diesem Tag, nach der Weihezeremonie, verbrachte der Heilige Vater vier Stunden allein mit Bischof Paul Hnilica, eben aus Russland zurückgekehrt, wo er im Kreml zu Moskau die hl. Messe gefeiert hatte in Vereinigung mit dem Weiheakt des Heiligen Vaters zu Rom. Überrascht, dass sein Freund auf der Rückreise keinen Halt in Medjugorje eingelegt hatte, bekräftigte der Papst: "Medjugorje ist die Ergänzung und die Weiterführung von Fatima!" Maria bestätigte die Worte des Papstes sieben Jahre später: "Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch zum Gebet auf wie niemals zuvor, seitdem sich mein Plan zu verwirklichen begonnen hat ... Ich rufe euch auf, während neun Tagen diese oder jene Entsagung zu leisten, so dass mit eurer Hilfe all das verwirklicht werde, was ich gemäss den Geheimnissen in Fatima begonnen habe. Ich lade euch ein, liebe Kinder, die Wichtigkeit meines Kommens und den Ernst der Situation zu verstehen." (25.8.91).

Im folgenden Monat, immer in Medjugorje, sagte Maria: "Helft, dass mein Unbeflecktes Herz in der Welt der Sünde triumphiert"(25.9.91). Was anderes könnte die Erfüllung ihres Planes von Fatima sein, wenn nicht der Triumph von Marias Unbeflecktem Herzen? Dies erklärt auch, warum man sagt, dass die Erscheinungen in Medjugorje die letzten Erscheinungen der Muttergottes auf Erden sein werden. In Fatima gab sie "die" Prophezeihung der Zukunft: "Trotz alledem, am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren!"

In seinem Buch "Die Schwelle der Hoffnung überschreiten" schreibt Johannes Paul II.: Wenn der Sieg kommt, wird er durch Maria erbracht werden. Christus wird ihn durch sie erringen, weil ER wünscht, dass seine gegenwärtigen und kommenden Siege mit seiner Mutter verbunden sind! ... Maria erschien den drei Fatimakindern und sagte ihnen die Worte, die jetzt am Ende dieses Jahrhunderts zur Erfüllung zu kommen scheinen. Heute leihen viele Menschen ihr Ohr Zukunftsvorhersagen jeder Sorte, und die "Produzenten der Angst" heimsen dafür Geld ein. Aber wir, Kinder von Medjugorje, gerufen, Marienapostel zu sein, haben die Verantwortung, ihre Freude auszustrahlen und das, was die Zukunft prägen wird: "eine Zeit des Friedens, welche mein Herz mit Ungeduld erwartet!" (25.6.1995).

Sr. Emmanuel

 

Pater Jozo in Verona

Am Nachmittag des 17. Juni 2000 hat die noch gut erhaltene über 2000 Jahre alte Arena von Verona einem Ereignis von einzigartiger religiöser Wichtigkeit Raum gegeben dank dem Wagemut der Organisatoren und der Erlaubnis der Stadtverwaltung.
Die Teilnehmer, circa 10'000 (die erlaubte Limite) aus ganz Italien gekommen, durften eine einmalige Erfahrung erleben: im Zuhören der Katechese, im Gesang und im Schweigen während des persönlichen Gebets, im tieffrommen Miterleben der hl. Messe, im gemeinsam gesungenen "Weiheakt an das Unbefleckte Herz Mariens" und in der anschliessenden Anbetung vor dem feierlich ausgestellten Sakrament des Altares.

Es überrraschte die Anwesenheit des tschechoslowakischen Bischofs Mons. Paul Hnilica, der durch seinen ganz kurzen Beitrag helles Licht auf die Wichtigkeit der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens warf. Bischof P. Flavio Roberto machte in seiner Homelie zur hl. Messe eindrücklich auf die Anwesenheit von den zwei Glaubenszeugen in der Arena &emdash; P. Jozo und Bischof Hnilica &emdash; aufmerksam, haben doch beide, wenn auch unter verschiedenen Umständen, schwere Verfolgung während der marxistischen Periode in ihren Ländern jenseits des Vorhangs erlitten.

Redaktion

 

*Don Alberto Bertozzi ist der neue Präsident des "Vereins Eco di Maria". Zur Zeit ist er Pfarreivikar in Casstiglione delle Stiviere (Mantova), Geburtsort des hl. Luigi Gonzaga. Es war Don Angelo, der ihn auf den Weg zum Priestertum hinwies. Don Alberto verliess im Alter von 33 Jahren seine Werktätigkeit; während 12 Jahren lebte er in der in der Pfarrei mit Don Angelo, sechs dvon als Student der Theologie am Priesterseminar von Mantova. Seit 6 Jahren ist er Priester. Mehr noch als der juristische Referent des Vereins ist Don Alberto derjenige, der jede von der Redaktionsgruppe erarbeitete Nummer des Echo mit seinem priesterlichen Segen begleitet.

 

*Aus Dankbarkeit und mit Furcht trete ich in die Stapfen Don Angelos beim Verein, der sich um das ECHO kümmert.Ich anerkenne, dass ich nicht das Charisma Don Angelos besitze. Die Muttergottes wird, wenn sie will, weiterhin ihre Kinder aufrufen, einen einzigen Leib in Christus zu bilden. Gott segne alle, die mitarbeiten."

 

Villanova M., 29. Juni 2000

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Resp. Ing. A. Lanzani &emdash; Tip. DIPRO (Roncado TV)