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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 156 (März-April 2001)

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Eco di Maria
Regina della Pace

Deutsch 156

März - April 2000


Botschaft Mariens vom 25. Januar 2001

"Liebe Kinder, heute lade ich euch ein, das Gebet und Fasten mit noch größerer Begeisterung zu erneuern, bis euch das Gebet zur Freude wird. Kleine Kinder, wer betet, fürchtet die Zukunft nicht, und wer fastet, fürchtet das Böse nicht. Ich wiederhole euch noch einmal: Nur mit Gebet und Fasten können sogar Kriege aufgehalten werden - Kriege eures Unglaubens und eurer Angst vor der Zukunft. Ich bin mit euch und lehre euch, kleine Kinder: In Gott ist euer Friede und eure Hoffnung. Deshalb nähert euch Gott und setzt Ihn auf den ersten Platz in eurem Leben. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid."

 

 

In Gott Friede und Hoffnung

 

Das Bewusstsein der Liebe Gottes uns gegenüber ist die Grundlage unseres Glaubens. Gott liebt jeden von uns; Seine Liebe ist nach menschlichem Ermessen unbegreiflich, die durch die Passion und den Tod Jesu Christi hindurch geht. An die Liebe Gottes glauben ist die unabdingbare Voraussetzung unserer Antwort der Liebe. Es ist nötig zu glauben, dass unser Friede in Gott ist, es ist notwendig, all unsere Hoffnung auf Ihn zu setzen; es ist nötig, sich Gott zu nähern und Ihn an die erste Stelle in unserem Leben zu setzen. Darin besteht die Lehre Mariens und es ist der Inhalt aller Ihrer Botschaften. Unseren Glauben leben heißt, die Herrschaft der Liebe Gottes anerkennen und dieser Liebe zu antworten, mit einer Liebesbezeugung, die all unser Sein mit einbezieht und die all unsere Trennung von unseren Brüdern aufhebt (vgl. Mk 12,29-31). Wie aber ist zu verwirklichen, Gott lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all unseren Gedanken und all unserer Kraft, unseren Nächsten lieben wie uns selbst?

Maria wiederholt uns weiterhin, dass der Weg Gebet und Fasten ist. Beten bedeutet anzuerkennen, dass uns Gott nahe ist, Seine Anwesenheit erkennen, Ihm zu vertrauen, sich Seiner Liebe zu öffnen, in Seiner Gemeinschaft zu leben. Nichts anderes ist erforderlich, als die ehrliche Bereitschaft; es ist nicht nötig, viele Dinge über Ihn zu wissen, es genügt zu wissen, dass Er uns liebt und dass Er bereit ist, uns in Seine Arme aufzunehmen, es reicht, mit demütigem und ehrlichem Herzen diese göttliche Umarmung zu wünschen.

Fasten bedeutet in Mäßigkeit leben, jeglichen Missbrauch zu vermeiden, sei es in der Ernährung als auch in den Beziehungen zu den anderen; es ist kein Fasten sich mit Wasser und Brot zu ernähren und dann Zwietracht zu säen, Trennungen zu verursachen, die Rechte anderer verletzten. Fasten ist Vergeudung ausmerzen, alle Logik der Macht verbannen, unterscheiden was nötig und überflüssig ist, die Schönheit des Lebens und der Schöpfung erkennen, abseits allen Konsumrausches. Fasten ist unsere Bedürfnisse zu Gott bringen. Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen... seht euch die Vögel des Himmels an... Seid ihr nicht viel mehr als sie? (vgl. Mt 6,25-30).

Maria ladet uns ein, Gebet und Fasten mit noch größerem Eifer zu erneuern; in der Tat sind Gebet und Fasten mächtige Mittel den Geist zu erheben, mit Flügeln zu Gott aufsteigen; daher müssen beide mit Eifer gelebt werden.

Das Gebet werde Freude, sagt neuerdings Maria und versichert uns, dass, wer betet, von der Zukunft, und wer fastet, vom Bösen, keine Angst hat. Die Zahl der Personen, welche in ihrem Leben die Wahrheit dieser Worte erfahren, wird immer größer, und wir alle sind dazu aufgerufen, dieselbe Erfahrung zu machen und davon Zeugnis abzulegen. Die wahre Freude ist Frucht der Gemeinschaft mit Gott, wie die Angst Folge der Trennung von Ihm ist. Menschliches Umfeld kann diese Freude weder geben noch kann es diese zerstören, wie auch nicht die Angst vor der Zukunft und dem Bösen ausschalten. Maria bekräftigt noch einmal, dass nur Gebet und Fasten auch Kriege verhindern können, die Kriege unserer Ungläubigkeit und der Angst vor der Zukunft. Der engere Sinn dieser Behauptung ist nicht klar, aber im weiteren Sinn, kommt uns vor, sagen zu können, dass Gebet und Fasten die großen Schäden verhindern können, auch die blutigen, die der Mangel an Glauben in der Welt auslösen kann.

Diese Warnungen Mariens ernstlich aufzunehmen bedeutet, alle Ihre Ratschläge annehmen, ohne einige vorzuziehen oder andere auszuschließen: Daher Gebet und Fasten erneuern und jegliche Angst und Ungläubigkeit ausmerzen. Ich bin mit euch und lehre euch, kleine Kinder: In Gott ist euer Friede und eure Hoffnung. Welch größeren Wunsch wollen wir noch haben?

Nuccio Quattrocchi

 

 

 

Vereint im Eingeborenen

"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,6). Diese Worte des Evangeliums von Johannes haben wie ein Lichtstrahl die Gebetswoche für die Einheit der Christen erleuchtet, die heute beendet wurde; sie glänzen wie eine Art Programm für das neue Jahrtausend, das wir begonnen haben. So beginnt der Heilige Vater die Schlusshomelie der Gebetswoche zur Einheit der Christen (18.-25. Januar). Es ist dies ein wichtiges jährliches Treffen, bei dem sich die gesamte Kirche zum Gebet vereint, indem sie unzählige Initiativen ergreift, um von Gott das Geschenk der Einheit der Kirchen zu erflehen, die Jesus Christus als einzigen Retter der Welt bekennen.

Viele, besonders Jugendliche, stellen sich die Frage über den einzuschlagenden Weg. Angesichts der auf sie hereinfallenden Worte im Alltag, fragen sie sich über die Wahrheit, welche die rechte Orientierung ist, wie man mit dem Leben den Tod besiegen kann - fährt der Papst weiter. Es handelt sich um Grundfragen, die in vielen die Nostalgie der geistlichen Dimension des Daseins wecken. Auf diese Fragen hat Jesus schon eine Antwort gegeben, als er erklärte: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben". Es ist heute Aufgabe der Christen kraftvoll diese entscheidende Verkündigung zu bezeugen.

Nur so werden die Zeitgenossen fähig sein zu verstehen, dass Jesus die Macht und Weisheit Gottes (vgl. 1 Kor 1,24), dass nur Er die Fülle allen menschlichen Bestrebens ist (vgl. Gaudium et spes, 45).

Die ökumenische Bewegung des XX. Jahrhunderts hat sich dafür eingesetzt, dass sich dieses Zeugnis deutlich und vordringlich neu bestätige. Nach Jahrhunderten der Trennung, Missverständnisse, Gleichgültigkeit, und leider, der Gegensätze, ist in den Christen das Bewusstsein neu geboren, dass der Glaube in Christus sie vereint, und dass diese eine Kraft ist, fähig, das zu überwinden, was sie trennt (vgl. Enzyklika Ut unum sint, 20). Aus Gnade des Heiligen Geistes, hat sich die katholische Kirche mit dem II. Vatikanischen Konzil unumkehrbar verpflichtet, die Straße der Ökumene zu beschreiten (vgl. ib., 3).

Es handelt sich um äußerst wichtige Behauptungen am Ende eines Jubiläumsjahres, das sich den ökumenischen Dialog zu einem der wichtigsten Ziele gesetzt hat, der leider wie immer von Missverständnissen bedroht ist (um einen Ausdruck des Papstes zu nehmen), die eine reelle Möglichkeit der Vereinigung verlangsamen. Der wahre Einsatz für die Ökumene sucht keine Kompromisse und macht keine Konzessionen, was die Wahrheit betrifft, stellt er entschieden klar. Er weiß, dass sich die Trennungen unter den Christen gegen den Willen Christi stellen; er weiß, dass sie ein Ärgernis sind, das die Stimme des Evangeliums schwächt. Der Kraftakt besteht nicht in deren Ignorierung, sondern Überwindung.

Gleichzeitig wissen wir, dass das, was uns verbindet viel größer ist, als das, was uns trennt: es ist Jesus selbst, durch welchen wir ein Leib werden durch das Sakrament der Taufe, in einer noch nicht völligen, jedoch wirklichen Gemeinschaft. Der Schmerz wegen der Missverständnisse muss durch das Gebet und die Buße mittels Gesten der Liebe überwunden werden - ermahnt Johannes Paul II. Der Dialog der Liebe wäre jedenfalls ohne Dialog der Wahrheit nicht ehrlich: Die Überwindung unserer Unterschiede führen zu einer aufrichtigen, theologischen Forschung.

Schließlich erinnert uns der Nachfolger Petri daran, dass wir nichts tun können, wenn es nicht von Gott gegeben ist: es ist nicht uns gegeben, die "Einheit zu schaffen". Sie ist Geschenk Gottes. Daher ist es gut mit dem Gebet, das in jeder hl. Messe erklingt, zu schließen: "O Herr, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben Deiner Kirche und schenkt ihr Einheit und Frieden, nach Deinem Willen":

S.C.

 

 

 

Botschaft Mariens vom 25. Februar 2001

"Liebe Kinder, dies ist eine Zeit der Gnade. Deshalb, betet, betet, betet, bis ihr die Liebe Gottes für jeden von euch begreift. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Das Gebet offenbart die Liebe

 

Die Botschaft dieses Monats überrascht vor allem wegen der Kürze; sie ist sicher eine der treffendsten, auch wenn nicht gerade die kürzeste überhaupt. Am 25.10.1991 lautete die Botschaft: Liebe Kinder, betet, betet, betet und es fehlt auch der übliche Dank, dass wir Ihrem Ruf gefolgt sind. Am 25.10.1999 hat Maria uns gesagt: Liebe Kinder, vergesst nicht: das ist eine Zeit der Gnade; daher betet, betet, betet! Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid. Diese beiden Botschaften, zusammen mit jener dieses Monats, sind die kürzesten unter den so genannten Botschaften vom 25. des Monats, und in jedem von ihnen, trotz äußerster Kürze, wiederholt Maria ganze drei Mal betet, betet, betet! In diesem Aufruf, der eher einem Flehen als einer Anweisung gleicht, ist Ihre ganze Liebe als Mutter zusammen gefasst, und findet sich auch der Grund Ihrer Anwesenheit in Medjugorje selbst. Sie kommt, um Ihre Kinder wieder zu Gott zurück zu führen, um die Reihen einer Beziehung wieder zu schließen, die sich verdorben hat, wenn nicht gar

unterbrochen wurde, und die von lebenswichtiger Bedeutung ist, um nicht an der Selbstzerstörung teil zu nehmen. Der Mensch ist von Gott erschaffen, nach Seinem Bild und Ihm ähnlich, er ist als Kind in Seinem Sohn Jesus Christus geschaffen und kann davon angesichts dieser Wirklichkeit in seinem Leben nicht abkommen. Es genügt nicht allgemein das Dasein eines Schöpfergottes anzuerkennen, noch zu behaupten, an das Dasein des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs, oder des von Jesus offenbarten Gottes zu glauben: auch Satan erkennt das Dasein Gottes an! Es ist notwendig eine reelle, konkrete, lebendige Beziehung zu unserem Gott aufzubauen; es ist nötig, den Dialog und die Gemeinschaft mit Ihm auf zu nehmen, Seine Anwesenheit zu spüren, kurzum zu beten, beten, beten. Das Gebet ist jener direkter Faden, der uns mit dem Leben verbindet, das uns ermöglicht, den lebendigen Gott zu erfahren, der uns begleitet, uns umgibt, in unserer Zeit ist, unabhängig von unserem sozialen Stand, als auch unserer Stellung in der Welt. Das Gebet ist Mittel aus dem Licht, der Hoffnung, der Weisheit zu schöpfen, um Seine Liebe kennen zu lernen: betet, betet, betet, bis ihr die Liebe Gottes für jeden von euch begreift. Es ist erforderlich, im Gebet und in der Fähigkeit zu beten, zu wachsen; das ist nicht leicht und kann auch nicht improvisiert werden. Maria weiß das wohl und ermahnt uns mit mütterlicher Geduld zu dieser Notwendigkeit und spricht uns Mut zu: dies ist eine Zeit der Gnade, d.h. günstige Zeit, Zeit, in der sich Gott finden lässt, Zeit, in der man die aufgebrochenen Reihen wieder schließen kann. Man kann wieder zum Haus des Vaters zurück kehren, mit der Sicherheit, dass man erwartet und mit unendlich zarter Liebe aufgenommen wird. Im Gebet werden wir - Maria versichert uns das - die Liebe Gottes für jeden von uns begreifen; nicht Liebe für alle ohne Unterschied, sondern für jeden von uns, persönlich und einzeln. Deine Sünde entmutige dich nicht, dein Elend bremse dich nicht ab, noch dein Reichtum, deine Wissenschaft sei dir nicht Hindernis, noch deine Torheit; Gott liebt dich wie du bist; noch bevor die Welt war, hat Er dich mit einer einzigartigen, ungeteilten, ewigen Liebe geliebt. Glaube an Seine Liebe und du wirst Ihn erfahren, kennen lernen, auskosten und dann Zeugschaft ablegen und Ihn in der Welt verbreiten: unentgeltlich hast du empfangen, unentgeltlich gibst du. Beten ist nicht nur eine Beschäftigung, sondern ein Seinszustand; es ist sich Gott überlassen: wie oft hat uns Maria das wiederholt! Es ist in die Gemeinschaft mit Jesus und dem Vater treten und diese erfahren. Es ist alle Entfernung überwinden, die unser Hochmut, Stolz, Egoismus, in einem Wort, unsere Sünde zwischen uns selbst und Gott erzeugt haben. Beten bedeutet, in uns das vom Geist schon in unsere Taufe gelegtes Bild Jesu wachsen zu lassen und daher Kanäle der Gnaden Gottes zu sein, echte Zeugen Seiner Liebe, Träger des Friedens und der Auferstehung in jeglicher, gegensätzlichen Situation, als auch des Todes. Dies ist eine Zeit der Gnade; wir glauben dieser Behauptung, die von Maria oft wiederholt wurde und nehmen wir die Tragweite mit allen für uns und der Welt positiven Folgen an; treten wir in das Gebet ein, nach der von Maria empfohlenen Art, überlassen wir uns demütig, jedoch mit großen Glauben, der Liebe Gottes, nehmen wir, ein jeder von uns, teil, und die Kirche wird die Segel zu einer neuen Ära auslegen, wie es der Heilige Vater wünscht.

Nuccio Quattrocchi

 

 

Der Friede wird im Dialog geboren

 

"Der Herr möge uns Seinen Frieden schenken, den Frieden nicht als Frucht menschlicher Kompromisse, sondern überraschende Wirkung Seines wohlwollenden Blickes über uns". Das ist der Friede, den wir heute erflehen, anlässlich der Feier des 34. Weltjahrestages des Friedens." Mit diesen Worten begrüßt der Papst die Menschheit am ersten Tag des neuen Jahrtausends, den 1. Januar, Feiertag Mariens, der Mutter Gottes. Es ist ein erflehter Friede, der heute für seine Aufnahme ein schwieriges Terrain findet; Gelände, die durch den herrschenden Atheismus ausgetrocknet sind, vom Gestein unserer Vernunft und der menschlichen Gerechtigkeit verlegt, von Hecken hedonistischer und egoistischer Gewohnheiten erstickt. Trotzdem ist es Pflicht, diesen Samen neu zu pflanzen, damit ein neuer Schössling gedeihe, der Frieden, Harmonie und Versöhnung allen Herzen, die es wünschen, bringt.

Um dieser Dringlichkeit Gewicht zu verleihen, hat Johannes Paul II. das Jahr 2001 zum <Internationalen Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen> erklärt: Angesichts dieses beeindruckenden, liturgischen Rahmens erneuere ich heute die Einladung an jede Person guten Willens, vertrauensvoll und beharrlich den Weg des Dialogs zu beschreiten. Nur so wird sich nicht der besondere Reichtum, der die Geschichte und das Leben der Menschen und Völker charakterisiert, auflösen, sondern im Gegenteil dazu beitragen, ein neues Zeitalter brüderlicher Solidarität zu erbauen.

Der Papst zeigt absolut klar und deutlich in der Botschaft zu diesem Tag (mit der Aufschrift: "Dialog unter den Kulturen für eine Zivilisation der Liebe und des Friedens") die zu beschreitenden Wege auf, auf dass die Beziehungen unter den Menschen immer mehr von einem brüderlichen und wirklich universalen Ideal inspiriert seien. Der Friede kann ohne dieses gemeinsame Ideal nicht fest verankert sein, behauptet er am Beginn seiner Schrift, wohl wissend, dass die Menschheit diesen ihren Geschichtsabschnitt mit offenen Wunden beginnt, in vielen Ländern von harten und blutigen Kämpfen heimgesucht, Frucht der schwierigen Beziehungen unter Menschen mit verschiedenen Kulturen, die auf ein und demselben Landstrich wohnen. Jede Person ist von der Kultur gezeichnet, die sie in der Familie, den Bildungswegen und den verschiedensten Einflüssen der Umgebung ihres Territoriums atmet... Die Annahme der eigenen Kultur als bezeichnendes Element der Persönlichkeit ist grundlegend... Die Liebe zur Heimat ist deshalb ein Wert, der gefördert werden soll, aber ohne Einschränkungen des Geistes, indem alle die gesamte menschliche Familie lieben und jene pathologischen Willenskundgebungen vermeiden, die sich einstellen, wenn der Zugehörigkeitssinn Töne der Selbsterhebung annimmt und Unterschiede ausschließt ,als auch nationalistische, rassistische sowie fremdenfeindliche Formen entstehen.

Einschneidende Worte für uns alle, die wir immer mehr auf Personen aus anderen Ländern treffen. Die klare Einladung besteht darin, sich nicht in ein Gefühl der kulturellen Zugehörigkeit zu verschließen; zu diesem Zweck ist es erforderlich, gelassen das Wissen vertiefen, das nicht negativen Voruteilen über andere Kulturen unterworfen sein darf. Das trägt dazu bei die verschiedenartig geformte Menschheit in ein einziges, kulturelles Modell zu zwängen, das die anderen Modelle überragt: Die kulturellen Modelle des Westens erscheinen anziehend, entpuppen aber leider eine progressive menschliche, geistliche und moralische Verarmung. Die Kultur, die sie erzeugen, ist vom dramatischen Anspruch gezeichnet, das Wohl des Menschen ohne Gott , das höchste Gut, verwirklichen zu wollen. Eine Kultur aber, die den Bezug zu Gott verweigert, verliert ihre Seele und wird orientierungslos, indem sie zu einer Kultur des Todes wird! Daher ist es nötig, als Modell Gott den Einen und Dreifaltigen zu nehmen (vgl. Joh 17,11-21), der niemals in Gleichheit abflacht oder mit Gewalt assimiliert; es ist hingegen eher Ausdruck einer vielgestaltigen Verschiedenheit, was ein bereicherndes Zeichen ist.

Daher ist der Dialog nötig, der: dazu führt, den Reichtum der Verschiedenheit anzunehmen und die Seelen zu gegenseitigen Annahme geleitet. Es bei dieser Gelegenheit an den Grundsatz zu erinnern, nach dem man den Einwanderern stets mit Respekt und Würde einer Person begegne.

Nehmen wir verantwortungsvoll diese Einladung zum Dialog an, der vom Haupt der Kirche angeregt wurde, wohl bewußt, dass der Dialog schwer ist, denn auf ihm lastet die Hypothek des tragischen Erbes von Kriegen, Konflikten, Gewalt und Hass, die die Erinnerung wach halten. Um die Hindernisse der Kontaktarmut zu überwinden, ist der einzige Weg jener des Vergebens und der Versöhnung: ...nach christlicher Sicht ist das der einzige Weg, um das Ziel des Friedens zu erreichen! In dieser Fastenzeit halten wir den Blick auf den Gekreuzigten gerichtet, der uns an das Gebet Jesu zum Vater erinnert, kurz bevor er starb: <Vater verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun> (Lk 23,34). Er wird uns zeigen, wie man verzeiht.

Stefania Consoli

 

 

 

"Dein Wille geschehe..."

 

Beinahe jeden Monat ladet uns die Madonna zum Gebet ein. Das bedeutet, dass das Gebet im Heilsplan äußerst wertvoll ist. Welches Gebet empfiehlt aber die Jungfrau? Wie müssen wir beten, damit das Gebet wirkungsvoll ist und Gott gefällt?

Don Gabriele Amorth, anlässlich einer Versammlung in Rom, als er die Botschaften der Königin des Friedens kommentierte, hilft uns, eine Antwort auf unsere Fragen zu geben.

"Viele verstehen unter Gebet: "Gib mir, gib mir, gib mir...", und wenn sie nicht das erhalten, worum sie bitten, sagen sie: "Gott hat mir meinen Wunsch nicht erfüllt!" Die Bibel sagt, dass der Heilige Geist für uns mit unaussprechlichen Seufzern betet, um die nötigen Gnaden zu erhalten. Das Gebet ist nicht Mittel um den Willen Gottes zu unserem hin zu beugen. Es steht uns zu, für die Dinge zu beten, die uns nötig scheinen, die wir als notwendig erachten, erinnern wir uns jedoch immer daran, dass unser Gebet immer dem Willen Gottes untergeordnet sein muss.

Das vorbildliche Modell des Gebetes bleibt stets das Gebet Jesu am Ölberg: "Vater, wenn möglich, lass diesen Kelch an mir vorüber gehen, jedoch nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe". Viele Male führt das Gebet nicht zu dem, wofür wir beten: es gibt uns viel mehr, denn oft ist das, wofür wir beten, nicht das Beste für uns. Daher wird das Gebet zum großen Mittel, das unseren Willen dem Willen Gottes fügt und dazu führt , dass wir uns diesem anpassen. Oft scheint es beinahe, dass wir sagen: "Herr, ich bitte Dich um diese Gnade und hoffe, dass sie Deinem Willen entspricht, aber gib sie mir". Mehr oder weniger stillschweigend ist das die Überlegung, so als ob wir wüssten, was für uns besser ist. Wenn wir zum Beispiel des Gebetes Jesu am Ölberg zurückkehren, kommt uns vor, dass dieses Gebet nicht erhört wurde, denn der Vater hat den Kelch nicht vorüber gehen lassen: Jesus hat ihn bis zur Neige getrunken; trotzdem lesen wir im Hebräerbrief: "Dieses Gebet wurde erhört". Das bedeutet, dass Gott oftmals auf Seine Art erfüllt; in der Tat, Er hat den ersten Teil nicht erfüllt: "Wenn möglich, lass diesen Kelch an mir vorüber gehen", Er hat aber den zweiten Teil erfüllt: "... es geschehe wie du willst und nicht wie ich will", und, nachdem der Vater wusste, dass es für Jesus besser war, wegen Seines Menschseins, und für uns, dass er leide, hat Er Ihm die Kraft zum Leiden verliehen.

Jesus wird den Emmaus-Jüngern klar sagen: "Törichte, war es nicht nötig, dass Christus leide und somit in seine Herrlichkeit eingehe?", beinahe um zu sagen: "Das Menschsein Christi hätte nicht jene Herrlichkeit erreicht, wenn es nicht die Passion angenommen und ertragen hätte", und es war gut für uns, denn von der Auferstehung Jesu leitet sich unsere Auferstehung ab, die Auferstehung des Fleisches.

Die Madonna ermahnt uns auch in Gemeinschaft, in der Familie, zu beten... Auf diese Weise wird das Gebet Quelle der Einheit, der Gemeinschaft. Auch in diesem Fall müssen wir beten um die Kraft zu haben, unseren Willen dem Willen Gottes gleich zu setzen; denn, sind wir in Gemeinschaft mit Gott, haben wir auch Gemeinschaft mit den anderen; wenn aber keine Gemeinschaft mit Gott ist, fehlt sie auch unter uns".

(Don Gabriele Amorth - aus einer Bandaufnahme)

 

 

 

"Novo millenio ineunte": Gehen wir voll Hoffnung voran!

 

 

Am Ende des Jubiläumjahres gab Johannes Paul II. das Apostolische Schreiben "Novo millenio ineunte (zu Beginn des Neuen Jahrtausends) heraus, in welchem er Bilanz aus dem Grossen Jubiläum zieht und der Kirche konkrete Linien anbietet, um die Herausforderungen des dritten Milleniums, besonders jene der Neuevangelisierung, in Angriff zu nehmen. Der Papst erkennt in der Entdeckung und erneuerten Begegnung mit Christus das wahre Erbe des Jubiläums und lädt die Kirche zur Wiedererlangung eines neuen Aufschwungs ihrer geistigen und pastoralen Verpflichtungen ein, um die diesem Jubliäumsjahr erhaltenen Gnaden konkret und wirksam werden zu lassen. Es handelt sich um ein ermutigendes, schönes Dokument, das es verdient, ganz gelesen zu werden (es ist nicht lang). Ein Text, der nicht umhin die Zustimmung und Dankbarkeit aller hervorrufen wird wegen der Breite und Konkretheit, mit welcher er die zukünftigen Richtlinien umschreibt. Mit Genugtuung stellen wir fest, dass viele der vom Papst berührten Themen solche sind, die wir seit einiger Zeit auch im ECHO bringen, und die uns in Zukunft noch beschäftigen werden.

Wir veröffentlichen einige Teile des Dokuments, das sich in vier Hauptpunkte gliedern lässt.

I. Die Begegnung mit Christus, das Erbe des Grossen Jubiläums

Dieses Jubiläumsjahr ist stark von der Bitte um Vergebung geprägt. Diese "Reinigung des Gedächtnisses" hat unsere Schritte auf dem Weg in die Zukunft gestärkt und hat uns zugleich demütiger und wachsamer in unserem Festhalten am Evangelium gemacht. Viel wartet auf uns, und deshalb müssen wir Hand an eine wirksame pastorale Programmierung nach dem Jubiläum legen. Es ist ausserdem wichtig, dass wir das, was wir uns mit der Hilfe Gottes vornehmen, tief in der Betrachtung und im Gebet verwurzelt ist. Unsere Zeit ist in ständiger Bewegung, die oft den Zustand der Ruhelosigkeit erreicht, mit der Gefahr des "Machens um des Machens willen". Dieser Versuchung müssen wir dadurch widerstehen, dass wir versuchen zu "sein", bevor wir uns um das Machen mühen.

II. Das Antlitz, das es zu betrachten gilt

Die Menschen unserer Zeit, , bitten die heutigen Gläubigen, wenn auch nicht immer bewusst, nicht nur von Christus "zu reden", sondern ihnen Christus zu zeigen, ihn gleichsam "sehen zu lassen". Unser Zeugnis wäre jedoch unerträglich armselig, wenn wir nicht zuerst Betrachter seines Angesichts wären. Die Betrachtung des Angesichts Christi muss sich an dem inspirieren, was uns die Heilige Schrift über ihn sagt, so dass der hl. Hieronymus mit Entschiedenheit urteilt: "die Schrift nicht kennen heisst Christus nicht kennen".

III. Neuanfangen bei Christus

Im Hinblick auf die grossen Herausforderungen unserer Zeit stellen wir uns mit zuversichtlichem Optimismus ganz bewusst die Frage, ob es nicht eine Zauberformel gäbe. Nein, keine Formel wird uns retten, sondern eine Person und die Gewissheit, die sie uns ins Herz spricht: "Ich bin bei euch!" Es geht also nicht darum, ein neues Programm zu finden. Das Programm liegt schon vor: Seit jeher besteht es, zusammengestellt vom Evangelium und von der lebendigen Tradition. Es findet letztlich in Christus selbst seine Mitte. Ihn gilt es, kennen zu lernen, zu lieben und nachzuahmen, um in ihm das Lebendes Dreifaltigen Gottes zu leben und mit ihm der Geschichte eine neue Gestalt zu geben, bis sie sich im Himmlischen Jerusalem erfüllt. Dies ist das Programm für das dritte Jahrtausend. Dennoch muss man das Programm in pastorale Weisungen übersetzen, die den Bedingungen jeder Gemeinschaft angemessen sind. Und in den Ortskirchen kann man jene konkreten programmatischen Züge festschreiben, die es der Verkündigung Jesu Christ erlauben, die Personen zu erreichen, die Gemeinschaften zu formen und durch das Zeugnis in die Kultur tief einzuwirken. Vor uns liegt also ein Werk, das begeistert und uns alle einbezieht. Ich möchte jedoch auf einige pastorale Prioritäten hinweisen:

a) Die Heiligkeit. Wenn die Taufe durch die Einverleibung in Christus und die Einwohnung des Heiligen Geistes ein wahrer Eintritt in die Heiligkeit Gottes ist, wäre es widersinnig, sich mit einem mittelmässigen Leben zufrieden zu geben. Die Wege der Heiligkeit sind vielfältig und der Berufung eines jeden angepasst.

b) Das Gebet. Das Gebet kann nicht "automatisch" vorausgesetzt werden. Beten muss man lernen. Ist es nicht vielleicht ein " Zeichen der Zeit", dass man heute in der Welt trotz der weitreichenden Säkularisierungsprozesse ein verbreitetes Bedürfnis nach Spiritualität verzeichnet, das grösstenteils eben in einem erneuerten Gebetsbedürfnis zum Ausdruck kommen? Deshalb muss die Gebetserziehung auf irgend eine Weise zu einem bedeutsamen Punkt jeder Pastoralplanung werden.

c) Die sonntägliche Eucharistiefeier. Im zwanzigsten Jahrhundert, aber besonders seit dem Konzil, ist die christliche Gemeinde in der Feier der Sakramente, vor allem der Eucharistie, gewachsen. Man muss diese Richtung weiterverfolgen durch besondere Hervorhebung der sonntäglichen Eucharistiefeier und des Sonntags selbst, der als Tag des Herrn wahrgenommen wird. Deshalb möchte ich auf der Linie von Dies Domini bekräftigen, dass die Teilnahme an der Eucharistie für jeden Getauften wirklich das Herz des Sonntags sei. Dies ist ein unverzichtbarer Anspruch, den man nicht nur erfüllt, um einer Pflicht nachzukommen, sondern weil er für ein wahrhaft bewusstes und stimmiges christliches Leben notwendig ist.

d) Das Sakrament der Versöhnung. Die Hirten müssen mehr Vertrauen, mehr Phantasie und einen längern Atem haben, um das Busssakrament in der Verkündigung vorzulegen und seine Wertschätzung zu fördern. Die Gaben des Herrn ñ und die Sakramente gehören zu den wertvollsten ñ kommen von Demjenigen, der das Herz des Menschen gut kennt und der der Herr der Geschichte ist.

e) Der Vorrang der Gnade. Es gibt eine Versuchung, die seit jeher jeden geistlichen Weg und selbst das pastorale Wirken gefährdet: zu glauben, dass die Ergebnisse von unserem Machen und Planen abhängen. Gewiss bittet uns Gott um eine reale Mitwirkung an seiner Gnade und fordert uns daher auf, alle unseren intellektuellen und praktischen Fähigkeiten in unsern Dienst für die Sache des Reiches Gottes zu investieren. Aber wehe, wenn wir vergessen, dass wir "ohne Christus nichts vollbringen können" (Joh 15,5).

f) Auf das Wort hören. Es besteht kein Zweifel, dass man diesen Primat des Gebets und der Heiligkeit nur von einem erneuerten Hören des Wortes Gottes her annehmen kann.

g) Das Wort verkünden. Uns vom Wort nähren, um im Bemühen um die Evangelisierung "Diener des Wortes zu sein": Das ist mit Sicherheit eine Priorität für die Kirche am Beginn des neuen Jahrtausends. Wir müssen uns die glühende Leidenschaft des Paulus zu eigen machen, der ausrief: "Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!" (1 Kor 9,16). Diese Leidenschaft wird es nicht versäumen, ein neues missionarisches Engagement in der Kirche zu wecken, das nicht einer kleinen Schar von "Spezialisten" übertragen werden kann, sondern die Verantwortung aller Glieder des Gottesvolkes einbeziehen muss.

 

IV. Eine Zukunft der Liebe

Die Kirche zum Haus und zur Schule der Gemeinschaft zu machen, darin liegt die grosse Herausforderung, die im beginnenden Jahrtausend vor uns steht, wenn wir dem Plan Gottes treu sein und auch den tiefgreifenden Erwartungen der Welt entsprechen wollen.

Vor der Planung konkreter Initiativen gilt es, eine Spiritualität der Gemeinschaft zu fördern. Machen wir uns keine Illusionen: Ohne diesen geistlichen Weg würden die äussern Mittel der Gemeinschaft recht wenig nützen. Sie würden zu seelenlosen Apparaten werden, eher Masken der Gemeinschaft als Möglichkeiten, dass diese sich ausdrücken und wachsen kann.

Die Einheit der Kirche bedeutet nicht Einförmigkeit, sondern organische Integration der legitimen Verschiedenheiten. Mit besonderer Sorgfalt muss man sich der Familienpastoral widmen, die um so nötiger ist in diesem Augenblick der Geschichte, da eine verbreitete und tiefgreifende Krise dieser fundamentalen Institution zu verzeichnen ist. Was soll man sagen über die Dringlichkeit einer Förderung einer Gemeinschaft in dem heiklen Bereich des ökumenischen Bemühens? Jesus hat im Abendmahlssaal gebetet: "Alle sollen eins sein. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein" (Joh 17,21). Diese Bitte ist Offenbarung und Anrufung zugleich. Das Gebet Jesu Christi erinnert uns, dass das Geschenk immer mehr angenommen und noch tiefer erfasst werden muss. Die Anrufung "ut unum sint" ist zugleich Imperativ, der verpflichtet, Kraft, die trägt, und heilsamer Tadel für unsere Trägheit und Enge des Herzens. Nicht auf unseren Fähigkeiten sondern auf dem Gebet Jesu fusst das Vertrauen, dass wir auch in der Geschichte zur vollen und sichtbaren Gemeinschaft mit allen Christen gelangen können. Daher muss es uns gelingen, dass sich die Armen in jeder christlichen Gemeinde wie "zu Hause" fühlen. Es ist Zeit für eine neuen Phantasie der Liebe.

Und wie könnten wir uns abseits halten angesichts eines möglichen ökologischen Zusammenbruchs, der weite Gebiete des Planeten unwirtlich und menschenfeindlich macht? Es gibt so viele Dringlichkeiten, die den Christen nicht kalt lassen dürfen. Gehen wir voll Hoffnung voran!

Mirco Trabuio

 

 

 

 

JUBILÄUMSCHRONIK

"Die Heilige Pforte schliesst sich ...

aber geöffnet bleibt das Herz Christi"

 

Am Ende dieses Grossen Jubiläums, das mit der Schliessung der Pforte Petri am vergangenen 6. Januar abschloss, wurde spontan der Wunsch wach, die bedeutendsten Ereignisse in der Erinnerung nochmals zu durchlaufen, die für immer in unserm Geist und unserm Herzen eingestanzt sind und als einmalige und einzigartige Prägung haften bleiben. Die Versuchung hat auch den Heiligen Vater nicht geschont, der kurz vor Weihnachten bei einem Zusammentreffen mit der Römischen Kurie die verschiedenen Momente des grosses Ereignisses, wie in einem Album blätternd, die wichtigsten Passagen nochmals nachzeichnete.

In der Tat können wir sagen, dass dieses eben zu Ende gegangene Jubiläumsjahr sicher reich an Ereignissen war, doch reicher noch an Sinn denn nur im Auge eines aufmerksamen Beobachters sicher nicht verblassen kann; Es ist der Verdienst der Gnade, die uns begleitete, aber Verdienst auch von Johannes Paul II, der es durch jede einfache Geste verstanden hat, eine tiefe Intensität der Empfindungen und des Glaubens weiterzugeben. Erinnern wir uns, nur um einige Beispiele zu nennen, der Umarmung des Kreuzes im Petersdom am 12. März 2000; mit dieser Gebärde wollte der Heilige Vater nicht nur den Busscharakter des Jubiläums hervorheben, sondern erfüllte ein konkretes Demutszeichen indem er für alle durch die vergangenen Jahrhunderte von den Menschen der Kirche begangenen Sünden um Vergebung bat. ñ Dann auch der Durchgang der Heiligen Pforte in St. Paul vor den Mauern zusammen mit den Vertretern der andern Konfessionen, um den ökumenischen Charakter des Jubiläums zu unterstreichen und die unternommene Anstrengung, ihn zum Ziel zu führen. ñ Die Pilgerfahrt ins Heilige Land, wo er als Pilger unter Pilgern die Strassen des Heils gehen und über die Orte der Erlösung zurückkehren wollte, indem er für sich und für die Kirche um die Gnade der Umkehr betete ...

Ein anderer gebührender Akzent geht in Richtung Weltjugendtag, der dem Heiligen Vater so sehr ans Herz gerührt hat, dass er sich selber als Jugendlicher unter Jungen vorkam!

Es ist derselbe Pontifex , der verkündet: Wenn es ein Bild des Jubiläumsjahres 2000 gibt, das mehr als als alle andern im Gedächtnis bleibt, ist es sicher jenes der Woge der Jungen, mit denen ich eine Art bevorzugten Zwiegesprächs errichten durfte mit dem Leitfaden einer gegenseitigen Sympathie und eines tiefen Sich-Verstehens... Das Jubiläum der Jungen hat uns wie verbündet im Geben der Botschaft eines Verlobungsrings mit den echten Werten, die in Christus ihre Fülle haben.

Das Jubiläum, das während seines ganzen Ablaufs den Gläubigen weite Welten und verschiedene anspruchsvolle Themen sei es geistlicher oder sozialer Natur unterbreitete, auch wenn es am 6. Januar zu Ende ging, ist in seiner Substanz nicht abgeschlossen; eher könnten wir sagen dass es an seinem Anfang steht, denn mehr denn je ist jetzt die Zeit, die reiche Ernte einzubringen, die während dieses ganzen Jahres ausgesät wurde.

Mit dem apostolischen Schreiben Novo millennio ineunte, muntert uns der Papst starke Aufmunterung die Zukunft in die Hand zu nehmen und zeichnet verschiedene Ebenen zum Überdenken, die der ganzen christlichen Gemeinschaft helfen möchten, mit neuem Schwung gemäss dem Auftrag des Jubiläums aufzubrechen.; auszufahren zu einem reichen Fischfang wie zu Zeiten Simons, verankert im festen Vertrauen darauf, dass Jesus Christus derselbe ist, gestern heute und in Ewigkeit! Darum gilt es aus Christus neu anzufangen, aus Ihm neu anzufangen vor allem im täglichen Auftrag zur Heiligkeit, indem wir uns dem Gebet und dem Hören auf sein Wort anheimstellen.

Zu Beginn meines Pontifikates und später noch viele male habe ich den Kindern der Kirche und der Welt zugerufen: "Öffnet weit die Pforten für Christus". Ich wünsche ihn weiter auszurufen am Ende dieses Jubiläums, am Anfang des neuen Jahrtausends.

Diese Botschaft, die am Beginn seines Pontifikates laut auf dem ganzen Petersplatz widerhallte, fand heute noch ihre Wirkung; die Stimme ist nicht mehr kräftig und bestimmt wie seinerzeit, aber die Botschaft ist klar: Es ist Jesus Christus, der das letzte Ziel eines jeden Christen ist, und es gibt keine Hoffnung, Heil zu finden ausser in Ihm. Agnese Rubino

 

 

 

Jerusalem Stadt der Zwietracht

"Die Gewalt in Jerusalem steht in vollem Widerspruch zu Natur und Berufung der Stadt. So sehr sie Gott als Stadt der Versöhnung gewollt, so sehr ist sie heute eine Stadt der Nicht-Versöhnung." Dies sagte Mons. Michel Sabbah, lateinischer Patriarch von Jerusalem. "Nach der politischen Lösung, so fährt er fort, gibt es die religiöse: die politischen und religiösen Führer müssen die Heiligkeit der Stadt, Erbgut der Menschheit, in Betracht ziehen. Die politischen Häupter müssen eine spezielle Strasse errichten, um die Heiligkeit der Stadt, den Respekt und das Gelten der zivilen und religiösen Rechte, die Freiheit des Kultes und den freien Zugang zu Zeiten des Friedens und zu Zeiten des Kriegs zu sichern. Es ist notwendend, ein Sonderstatut zu unterzeichnen, anerkannt von der internationalen Gemeinschaft, um die Stabilität zu garantieren. Der einzige Schutz für alle, Juden, Moslems und Christen, werden gerechte und nicht diskriminierende Gesetze sein, denn die Natur von Jerusalem und seine göttliche Berufung erlaubt keine Diskrimination und keine Ausgrenzung".

1922 machten die Christen 51% der Bevölkerung der Stadt aus; 1947 schwanden sie auf einen Drittel; heute sind es 2% der lokalen Bevölkerung. Mons. Sabbah schliesst mit einem Botschaft der Hoffnung: "eines Tages wird der Konflikt enden. Echtes christliches Leben fordert einen Kampf für die Liebe und an einem unablässigen ökumenischen Geist zu bauen, einer interreligiösen Zwiesprache der Gerechtigkeit und des Friedens." (Fides)

 

*UKRAINE ñ Die Möglichkeit, dass der Papst im nächsten Sommer die Ukraine besucht (23.-26. Juni), wird immer wahrscheinlicher. Nach Georgien und Rumänien wäre dies das dritte Land mit mehrheitlich orthodoxer Bevölkerung, das Johannes Paul II. besuchte. Die zivilen Autoritäten wünschen diesen Besuch heiss, aber es wird nicht leicht sein, die Differenzen der Orthodoxen Kirche, die in ihrem Innern in drei Blöcke geteilt ist (einer dem Patriarchat in Moskau zugehörig und zwei autonome), zu überwinden.

In einem Schreiben, das der orthodoxen Synode in Kiew entstammt, bat der Metropolit Vladimir den Pontifex zu Rom, seine Reise zu vertagen, die, nach seinen Worten, "der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche nicht offiziell angekündigt worden ist". Diesem Grund gesellt sich das Problem "eines Fehlens der Regelung der Beziehungen zwischen Griechisch-katholischen und Orthodoxen in der Westukraine hinzu, sowie das Vorhandensein kirchlicher Schismen in der Ukraine". So wird im Schreiben unterstrichen, dass eventuelle Begegnungen zwischen dem Papst und den schismatischen Führern als "schwere Einmischung in die innern Angelegenheiten" verstanden werden könnten, "die ernste Konsequenzen für die Beziehungen zwischen der römisch-katholischen Kirche und den Orthodoxen brächten". Darunter das Risiko eines "Abbruchs aller Beziehungen zwischen unsern Kirchen, und in diesem Sinn das Ende der Epoche des zweiten Vatikanischen Konzils in den katholisch-orthodoxen Beziehungen. Wir bitten den Herrn, dass dies nicht geschehe," heisst es im Brief, der von 42 Bischöfen der Ukrainschen Orthodoxen Kirche unterzeichnet ist. Unsererseits ist es wichtig, den Papst mit unsern Gebeten zu begleiten, damit er, inspiriert vom Heiligen Geist, auf die Stimme Gottes höre und nicht auf die der Menschen.

*VIETNAM ñ Appell für die religiöse Freiheit. Die Antwort des Regimes: das ist Subversion. Vier religiöse Führer im Vietnam lancierten einen Appell an die Regierung für die Anerkennung der von der UNO sanktionierten Menschenrechte: die absolute religiöse Freiheit, die Zurückerstattung beschlagnahmten Vermögens, das Ende der Einmischung der Partei in interne Angelegenheiten der Religionen.

Darauf wurden sie vom Generalsekretär der kommunistischen Partei angeklagt, feindliche Kräfte zu sein, die versuchten, die etablierte Ordnung umzustürzen und das sozialistische Regime zu knacken. Die Wahrheit ist, dass nach der Eroberung von Südvietnam, am 30. April 1975 ñ so schreiben die Führer ñ die Kommunistische Partei ein unmenschliches Regime den Religionen auferlegt hat. Ungeachtet dieser grausamen Politik, fährt die Erklärung fort, "haben die Religionen nicht aufgehört auf friedliche und gewaltlose Art Widerstand zu leisten, um das Recht auf freie Religionsausübung zu fordern und sie sind entschlossen zu kämpfen, bis dass sie eine echte religiöse Freiheit erlangen, so wie diese die meisten zivilisierten Länder der Erde geniessen". Unterdessen geht die religiöse Unterdrückung weiter.

*CUBA - Religiöse Gegenstände in der Schule zu tragen ist verboten ñ berichtet Fides. Die Primarschulen der kubanischen Hauptstadt haben den Schülern verboten, in die Schule zu kommen, wenn sie religiöse Gegenstände tragen: Kreuze, Helgen, Medaillen, Skapuliere... Die Eltern der Kinder protestierten beim Erziehungsministerium und fochten diese Verordnung an. Dem Entscheid gemäss wurde diese Massnahme getroffen, damit die religiösen Ausdrucksformen die politisch-ideologische Arbeit mit den Schülern "nicht behinderten".

*KOREA - Das grosse Jubiläum der Kirche von Korea stand im Zeichen der Versöhnung. Tatsächlich fanden während des Jahres 2000 Begegnungen zwischen den Präsidenten von Nord und Süd statt, sodann ein Besuch einer vatikanischen Delegation und ein Treffen zur Wiederzusammenführung von Familien. Das, was die ganze Welt als Zeichen des Friedens applaudiert, kann man sagen, waren Früchte des Jubiläums.

Während man sich in Seoul gegen die Attacken und Drohungen, auch atomare, aus dem Norden verteidigte, war es die Kirche, die als erste den Mut hatte, von "Versöhnung und Einheit" zu sprechen. Die Kraft dazu kam aus dem Jahre 1984, als man im Süden ñ anlässlich des Papstbesuchs ñ die 200 Jahre der Evangelisation feierte. Seit damals wandelte sich die Kirche von Korea: von der Kirche, die von aussen Hilfen empfing wurde sie zur Kirche die hilft. Diese Hilfen, materielle und geistige, gingen vor allem zu den Schwestern und Brüdern im Norden.

Im März 2000 übernahm jede Diözese des Südens die Aufgabe, eine spezielle Beziehung zu einer Provinz oder Stadt im Norden zu pflegen, indem sie sich auf das Gebet konzentrierte und auf die Suche und das Verteilen von Hilfsgütern. Aber der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Darum haben die Diözesen auch Gebetskampagnen zur Unterstützung der Evangelisation des Nordens lanciert. Vor einigen Jahren wurde in Seoul eine Schule zur Versöhnung eröffnet. Im Jubiläumsjahr 2000 zählte man 1200 Einschreibungen. Die erste Lektion, die in dieser Schule gelernt wird, lautet: Um sich auszusöhnen, muss man vergeben und um Vergebung bitten.

 

 

"Der sicherste Beweis der Liebe besteht im Leiden für den Geliebten, und nachdem der Gottessohn aus lauter Liebe so viele Schmerzen erlitt, bleibt kein Zweifel übrig, dass das für Ihn getragene Kreuz so liebenswert wird wie die Liebe"

(Padre Pio)

 

 

 

Lasset die Kinder zu mir kommen!

 

In der Befehlsform wandte sich Jesus an seine Jünger, als sie ihn vor dem Kontakt mit Kindern schützen wollten aus Sorge, sie könnten ihn stören (Lk 18,16). Eine Einladung, die klar die Vorliebe Jesu für die kleinen Menschenkinder unterstreicht. In ihnen sah er die Frische einer noch ursprünglichen Unschuld, bewahrt von der Mentalität der "Grossen", die von der Sünde angegriffen und folglich zersetzt ist.

Die Spontaneität, die die Kinder charakterisiert, treibt sie an, offen und ehrlich zu sein unter ihresgleichen. Hier drücken sie reine Liebe aus, uninteressiert, frei von Egoismus: sie leben die Liebe. Zutiefst im Innern ihrer Schwächen und Gebrechlichkeit bewusst, suchen sie nicht grössere Werke zu vollbringen, als ihre Kräfte hergeben, und so vertrauen sie sich den Erwachsenen an, um das Ziel zu erreichen. Sie leben den Glauben. Und nie hören die Kinder auf zu träumen. Die Phantasie, das Spiel treibt sie an, immer etwas voraus zu haben, um sich vergnügt zu unterhalten. Nicht immer sind sie zufrieden, aber sie geben die Hoffnung nie auf.

Beachte, dass die drei Haupttugenden Glaube, Hoffnung, Liebe, die Angelpunkte unseres geistigen Lebens, bei den Kindern auf natürliche Art vorhanden sind. Jesus wusste dies, deshalb hat er uns ermuntert, es wie sie zu machen, jene Welt wieder zu gewinnen, die wir in der Kindheit verlassen haben, die aber in der Tiefe schlummert. Wenn wir gut in uns hineinschauen, lebt sie vergessen in irgend einem Winkel, wo sie darauf harrt, wiederbelebt zu werden.

Doch heute erleben wir voll Schrecken die Verkehrung dieser Naturgesetze. Die Kinder werden immer mehr Opfer eines mörderischen Giftes, das fähig ist, alles zu zerstören, was rein und zart ist. Es ist das Gift des Egoismus und der Verwöhnung, das man den kleinen Geschöpfen einflösst und ihnen jene Welt raubt, die unwidersprechbar ihnen gehört. So bringen wir unbemerkt oder insgeheim eine Realität hervor (Kinderarbeit, sexuellen Missbrauch, Ausbeutung, Verlassenheit), die einen unauslöschbaren Durst nach Macht erzeugt, der sich einnistet im menschlichen Herzen und diese Kinder als Instrumente des Hasses und des Todes missbraucht, statt dass sie spielen und geliebt werden dürfen.

Das gilt auch für die mehr als 300.000 Kindersoldaten unter 18 Jahren, die Hälfte jedoch zwischen 5 und 15 Jahren, die hineingerissen wurden in Dutzende blutiger Konflikte unsrer Welt. Diese Plage wurzelt tief in unsrer Wirklichkeit. Schon seit Jahrzehnten leben sie inmitten der Gewalt, welche die elementarsten Regeln des zivilen Zusammenlebens zerstört haben: Sierra Leone, Sri Lanka, Afghanistan, Kambodscha, Burma, Uganda, Angola, Sudan, Burundi, Kongo und dann Palästina, Peru, Kolumbien, Tschetschenien, Kurdistan: eine lange Liste von Ländern, wo es keine Rechte für Kinder gibt.

Die Rekrutierungsmethoden sind überall gleich: Waisen von Eltern, die vielleicht von denjenigen erschossen wurde, die jetzt die Kinder zu den Waffen zwingen oder junge Erwachsene, die aus ihren Familien in Militärlager entführt, indoktriniert und mit Drogen gefüllt in den Krieg abgeschoben werden. Angesichts der Ohnmacht der internationalen Organisationen mobilisiert man dann das öffentliche Gewissen. In der Tat entstehen verschiedene Initiativen von Laien und Ordenschristen, die sich einsetzen und diese jungen Opfer der Logik des Krieges zurückzugewinnen versuchen, um diese Kindersoldaten zu einer Umschulung und Wiedereingliederung zu ermuntern.

Wirklich, es ist uns gelungen, die Kinder von Jesus zu entfernen, von IHM, der die Liebe, der Friede, die Versöhnung ist. Aber der Meister verliert nicht den Mut, auch heute fährt er fort, uns zu wiederholen: "Lasset die Kinder zu mir kommen ... denn ihnen gehört das Himmelreich". Hören wir daher auf, die Kinder in hassende Erwachsene zu verwandeln und lernen wir von neuem, Kind zu sein.

Stefania Consoli

 

 

Johannes Paul II.

Die Fastenzeit sei Zeichen der Nächstenliebe

 

 

"Die Liebe trägt das Böse nicht nach" (1 Kor 13,5). Das ist das zentrale Thema der Botschaft, die der heilige Vater seinen Kindern gegeben hat, um sie auf dem Weg durch die Fastenzeit zu begleiten. An die Männer und Frauen von heute richtet Jesus die Einladung nach "Jerusalem hinaufzusteigen", verkündet der Pontifex. Mit besonderer Kraft sagt er es uns während des Fastens, einer Zeit, die für die Bekehrung und für das Wiederfinden der vollen Einheit mit Ihm günstig ist, in dem wir verinnerlicht am Geheimnis seines Todes und der Auferstehung teilnehmen. Diese Einladung erweist sich als besonders schwierig für die Christen, die im Angesicht des Kreuzes eine tauben Widerstand an den Tag legen, manchmal gar eine offene Rebellion. Sie sind es, die ihren eigenen Glauben nicht mit dem Stab des Gebets stützen und die eucharistische Feier am Sonntag nur wie eine Pflichterfüllung leben.

Aber wie die Einladung zur Bekehrung annehmen, die Jesus auch in dieser Fastenzeit an uns richtet? Wie eine ernste Umkehr des Lebens verwirklichen?, so frägt der Papst. Vor allem indem man das Herz den berührenden Botschaften der Liturgie öffnet. Die Zeit, die Ostern vorbereitet, bedeutet ein Geschenk der Vorsehung unseres Herrn und ist eine kostbare Möglichkeit, sich ihm zu nähern, indem wir Einkehr halten und beginnen, auf seine innern Eingebungen zu hören. Aber das genügt nicht ...Es genügt für jene Getauften nicht, die sich nicht der Dringlichkeit hingeben, der Wahrheit des Evangeliums ins Antlitz zu schauen. Sie neigen dazu, Worte wie "Liebet eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen" (Lk 6,27) zu entleeren und zu verwässern, damit sie ihre Lebensgewohnheiten nicht stören. Solche Worte, ernst genommen, verpflichten zu einer radikalen Umkehr. Dagegen, wenn wir beleidigt und verwundet werden, sind wir versucht, den psychischen Mechanismen der Selbstbemitleidung und der Vergeltung nachzugeben und missachten die Aufforderung Jesu, den eigenen Feind zu lieben.

Aber, uns lehrt Johannes Paul II., auf die barmherzige Liebe Gottes zu vertrauen, die im Blick auf die Reue das Böse nicht nachträgt. Wie reich an heilenden Lehren, sind die Worte des Herrn : "Liebet eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit seid ihr Kinder eures himmlischen Vaters, der seine Sonne aufgehen lässt über Gute und Böse und regnen lässt über Gerechte und Ungerechte" (Mt 5, 44-45). Den lieben der uns beleidigt hat, entwaffnet den Gegner und kann gar ein Schlachtfeld in einen Ort solider Zusammenarbeit wandeln. Sich versöhnen kann schon problematisch scheinen, wenn zu Beginn des Konflikts eine eigene Schuld steht. Wenn die Schuld aber gar beim andern liegt, kann Versöhnung geradezu als unvernünftige Demütigung angesehen werden. Um einen solchen Schritt zu tun, ist ein Weg der innern Bekehrung notwendig; es braucht den Mut des demütigen Gehorsams gegenüber dem Gebot Jesu. Sein Wort lässt keinen Zweifel übrig: nicht nur wer Feindschaft provoziert, auch wer sie erleidet muss nach Versöhnung suchen (vgl. Mt 5, 23-24). Der Christ muss Frieden machen, auch wenn er sich als Opfer ungerechter Beleidigungen oder Schlägen fühlt. Der Herr selber hat so gehandelt. Er erwartet, dass der Jünger ihm folgt, und so zum Heil des Bruders beiträgt.

"Die Liebe trägt das Böse nicht nach" (1 Kor 13,5). Der heilige Paulus erinnert, dass das Verzeihen eine der höchsten Formen der Nächstenliebe ist. Die Fastenzeit ist eine günstige Spanne, um die Tragweite dieser Wahrheit besser zu vertiefen. Es ist nicht leicht. Der heilige Johannes Chrysostomus erinnert in der Tat daran, wenn er die Lehren des Herrn auf dem Weg nach Jerusalem kommentiert, dass Christus seine Jünger nicht im Ungewissen liess über die Kämpfe und Opfer, die sie erwarteten. Er unterstreicht, dass auf sein eigenes Ego verzichten schwierig aber nicht unmöglich ist, wenn man auf die Hilfe Gottes in der Person Christi zählen kann.

Die Redaktion

 

 

 

"Kehrt zurück zum ersten Feuer"

Ein ständiger Ruf zur Liebe die heilt

 

Ein ewiges Feuer der Trinitarischen Liebe ergiesst sich heute im Überfluss auf die Welt durch das Unbefleckte Herz der Königin des Friedens.

Der Gott "reich an Erbarmen" offenbarte schon zu Beginn der Heilsgeschichte Moses am Sinai, dass sein Name die Barmherzigkeit als wichtigstes Attribut des göttlichen Geheimnisses umfasse: "YHWH, YHWH, barmherziger und getreuer Gott, langsam im Zürnen und reich an Gnade und Treue." In Jesus Christus offenbarte er sich völlig in seinem innersten Wesen: "Gott ist die Liebe" (1, Joh 4,8); "ewiger Austausch von Liebe: Vater, Sohn und Heiliger Geist (CCC 221).In dieser Zeit, wo Spiralen von Finsternis die Stadt der Menschen zu überschatten scheinen, sendet er die Königin des Friedens einzig aus Liebe zu uns, um der Welt die Herrlichkeit seiner barmherzigen Liebe zu zeigen durch die unaussprechliche Zartheit eines Mutterherzens: "Liebe Kinder, diese Zeiten sind besondere Zeiten, darum bin ich mit euch, um euch zu lieben und zu schützen, um eure Herzen vor Satan zu bewahren und euch alle immer mehr dem Herzen meines Sohnes Jesus zu nähern" (Botsch. vom 25.9.1993); "Gott hat mich aus Liebe zu den Menschen unter euch gesandt, um euch den Weg des Heils, den Weg der Liebe, zu zeigen" (Botsch. vom 25.4.1995), und später wiederholt sie: "Darum bin ich mit euch, um euch zu lehren und euch der Liebe Gottes zu nähern" (Botsch. 15.05.1999).

Die Muttergottes wünscht als tiefe existentielle Entscheidung, die aus der Freiheit der Kinder Gottes geboren wird, ihr freudig unsere armen Herzen zu übergeben, die versteinert und verdüstert sind durch schwere Geschichten unserer Sünden und unzählbaren Verwundungen, um sie an der Flamme der göttlichen Liebe seines Unbefleckten Herzens wieder völlig herzustellen: "Liebe Kinder, ihr such den Frieden und betet auf verschiedene Weisen, aber ihr habet eure Herzen noch nicht Gott gegeben, damit er sich mit seiner Liebe fülle" (Botsch. 25.5.1999). Nur so können die kranken Tiefen unserer Seele an der Wurzel gesunden und wir können wieder zur Fülle des Lebens, des Friedens und der Freude gelangen, die sich unaufhörlich aus dem Herzen Christi ergiessen,. Er ist unser einziger Retter: "Darum lade ich euch alle ein, eure Herzen der Liebe Gottes zu öffnen, die übergross und für jeden von euch offen steht" (Botsch. 25.4.1995). Ihr wisst, dass ich euch liebe und vor Liebe zu euch brenne. Darum, liebe Kinder, entscheidet auch ihr euch für die Liebe, um brennen zu können und jeden Tag die Liebe Gottes zu erkennen. Liebe Kinder, entscheidet euch für die Liebe, damit die Liebe in euch allen die Oberhand gewinnt. Jedoch nicht die menschliche Liebe sondern die göttliche (Botsch. 25.11.l986).

Maria zeigt uns den konkreten Weg, um zur Öffnung des Herzens zu gelangen, um den Strom der Liebe zu empfangen, den der Vater uns in dieser Zeit "ohne Mass" schenken will: sich der Gnade seiner Gegenwart gänzlich zu öffnen, indem wir mit der Einfachheit und der Liebe der Kinder seine Botschaften ins Leben umsetzen, so dass sie lebendig und wirkend in unsern Herzen zum entflammten Wort der göttlichen Wahrheit des Evangeliums werden.

Maria versichert uns, dass dies sich erreichen lässt durch tiefes Gebet des Herzens und die bedingungslose Hingabe an Gott: "Betet, damit im Gebet jedes von euch die vollkommene Liebe erreichen möge" (Botsch. 25.10.1987); "Liebe Kinder, betet, und durch das Gebet werdet ihr die Liebe entdecken" (Botsch. 24.04.1995).; "Gott will nicht, dass ihr lau und unentschlossen seid, aber dass ihr euch vollständig ihm überlässt" (Botsch. 25.11.1986); "Übergebt euch Gott, damit er euch heile und tröste und euch alles vergeben kann, was in euch als Hindernis auf dem Weg der Liebe liegt" (Botsch. 25.06.1988).

Sie wünscht, dass wir mit einem Herzen voller Zärtlichkeit als wahre Kinder des himmlischen Vaters, in welchem der Geist unablässig "Abba" ruft, die Gottesliebe annehmen, damit sie sich auf allen Ebenen unseres Lebens ausdrücke. Auf diese Art verwirklichen wir mit erneuertem Geist das grosse Gebot des alten Bundesvolkes, "Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft" (Dt 6,4), indem wir uns mit allen Sinnen unsrer Seele für die Liebe des Vaters auftun, der sich uns wunderbar schenkt durch das Geheimnis der Schöpfung:

"Liebe Kinder! Heute lade ich euch alle ein, eure Herzen für die Liebe zu erwecken. Geht in die Natur und schaut, wie sie erwacht: dies wird euch helfen, eure Herzen der Liebe des Schöpfergottes aufzutun" (Botsch. 25.04.1993). "Liebe Kinder, freut euch in Gott dem Schöpfer, weil er alles so wunderbar gemacht hat" (Botsch. 25.08.1988). "Damit euer Leben eine freudige Danksagung sei, die aus euerm Herzen wie ein Strom der Freude strömt" (ibid.). Maria lädt uns ein, uns vollständig Gott anzuvertrauen, im Herzen jede Spur von spiritueller Egozentriertheit auszulöschen, die sein Werk in uns unheilbar unfruchtbar macht. Er ermahnt uns, dass der Überfluss der erbarmenden Liebe, die uns in dieser Zeit geschenkt ist, uns in dem Mass gehört, als wir sie unablässig auf die Brüder ausgiessen, um in ihnen das Licht des Lebens und der neuen "communio" zu zeugen:

"Liebe Kinder, heute lade ich euch ein, dass jedes von euch von neuem beginnt, als erstes Gott zu lieben ... und dann die Brüder und Schwestern, die euch nahe sind" (Botsch. 25.11.1995); "Vergesst nicht, dass euer Leben euch nicht gehört sondern ein Geschenk ist, mit dem ihr andere erfreuen und zum ewigen Leben führen sollt" (Botsch. 25.12.1992).

Giuseppe Ferraro (Fortsetzung)

 

 

 

Der heilige Josef nahm seine Frau zu sich

 

Wir sind nach altem Brauch von der Kirche eingeladen, den ganzen Monat März über den heiligen Josef nachzudenken, dessen Fest wir am 19. feiern. Im Vertrauen auf seine grossmütige Freundschaft beten viele Gläubige täglich zu ihm. Die traditionelle Verehrung des heiligen Mantels ist berühmt: man verrichtet bestimmte Gebete an dreissig aufeinanderfolgenden Tagen eingedenk der dreissig Jahre, die der heilige Josef mit Jesus zusammen gelebt hat. Viele Heilige früherer Zeiten haben ihn eigens zu ihrem besondern Schutzpatron erwählt und haben seine Grösse erfahren, weil er der Bräutigam Mariens, der Mutter unseres Herrn, war. Viele gute Eigenschaften musste dieser von Gott erwählte Mann haben, um die heilige Familie behüten zu können, in welcher Christus geboren werden wollte. Johannes Paul II. gab 1989 ein Apostolisches Schreiben heraus mit dem Titel "Der Beschützer des Erlösers" (Redemptoris Custos), in welchem die fundamentale Rolle, die Josef im Geheimnis der Menschwerdung spielte, klar zum Ausdruck kommt. Seine Bedeutung hatte schon Papst Pius IX. bewegt, ihn zum Patron der katholischen Kirche zu ernennen in einer Zeit, in welcher es die Kirche schwer hatte, ihre Sendung zu leben. Die Kirchväter inspirierten sich vom Evangelium und betonten seit den ersten Jahrhunderten, dass der heilige Josef sich liebevoll um Maria annahm und sich mit freudiger Hingabe der Erziehung Jesu widmete und auf diese Weise seinen geheimnisvollen Leib, die Kirche, deren Urbild und Vorbild die heilige Jungfrau ist, bewahrte und beschützte.

Wir bringen hier einige frei gewählte Auszüge des Apostolischen Schreibens, in welchen die Beziehung zwischen Josef und Maria vertieft werden, und um einen Lichtstrahl auf die Wirklichkeit zu werfen, zu der jede christliche Familie gerufen ist.

Man leitet aus den evangelischen Texten ab, dass die Ehe mit Maria die rechtliche Grundlage der Vaterschaft Josefs bildet. Gott erwählte Josef zum Bräutigam Mariens, um den väterlichen Schutz über Jesus zu gewährleisten. Dem entspricht, dass die Vaterschaft Josefs durch die Ehe mit Maria, d.h. durch die Familie hindurch geht. Die Evangelisten bestätigen klar, dass Jesus durch das Wirken des Heiligen Geistes empfangen wurde, und dass in jener Ehe die Jungfräulichkeit bewahrt blieb (Mt. 1,18-24; Lk 1,26-34) Josef wird der Mann Mariens und Maria die Frau Josefs genannt (Mt 1,16. 18-20. 24; Lk 1,27. 2,5) Wenn es auch für die Kirche wichtig ist, die jungfräuliche Empfängnis Jesu zu bekennen, ist es nicht weniger wichtig, die Ehe Mariens mit Josef zu verteidigen, weil davon rechtlich die Vaterschaft Josefs abhängt. Von daher versteht man, dass die Generationen nach dem Stammbaum Josefs angegeben werden. "Warum ñ frägt sich Augustinus ñ dürften sie nicht nach dem Stammbaum Josefs angegeben werden? War Josef nicht der Mann Mariens? Die Heilige Schrift bestätigt durch die Autorität des Engels, dass er der Gemahl war. Fürchte dich nicht, sagt er, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen, denn das Kind, das sie erwartet, kommt vom Heiligen Geist. Es wird ihm aufgetragen, dem Kind den Namen zu geben, obwohl es nicht von ihm stammt."

Der Sohn Mariens ist also auch der Sohn Josefs kraft des Ehebandes, das sie vereint. In einer solchen Ehe fehlte keines der wesentlichen Elemente, das sie begründet: "In den Eltern Christi haben sich alle Güter der Hochzeit verwirklicht: die Nachkommenschaft, die Treue, das Sakrament. Wir kennen den Nachkommen, der derselbe Herr Jesus ist; die Treue, weil es keinen Ehebruch gibt, das Sakrament, weil es keine Scheidung gibt" (Augustinus). Mit dem Höhepunkt der Heilsgeschichte, wenn Gott seine Liebe zur Menschheit mit dem Geschenk des Wortes offenbart, fällt genau die Heirat Mariens mit Josef zusammen, die in voller "Freiheit" das bräutliche Geschenk aus sich selbst verwirklicht im Annehmen und im Ausdrücken dieser Liebe.

"In dieser grossen Erneuerung aller Dinge in Christus wird auch die Ehe gereinigt und erneuert, wird eine neue Wirklichkeit, ein Sakrament des neuen Bundes. Und siehe, an der Schwelle des Neuen wie auch schon zu Beginn des Alten Testaments steht ein Paar. Aber während jenes von Adam und Eva Quelle von Bösem war und die Erde überschwemmte, bildet jenes von Josef und Maria den Gipfel, von dem die Heiligkeit sich über die ganze Erde ausbreitet. Der Heiland hat sein Werk der Erlösung mit dieser jungfräulichen und heiligen Verbindung begonnen, in welcher sich sein allmächtiger Wille kundtut, die Familie zu reinigen und zu heiligen, dieses Heiligtum der Liebe und diese Wiege des Lebens" (Paul VI.).

Wieviele Lehren ergeben sich daraus für die Familien von heute! "Wesen und Aufgaben der Familie lassen sich im letzten durch die Liebe bestimmen und "die Familie erhält den Auftrag, die Liebe zu bewahren, kund zu tun und weiterzugeben als lebendigen Abglanz und wirkliche Teilnahme der Liebe Gottes am Menschen und der Liebe Christi unseres Herrn zur Kirche, seiner Braut" (Familiaris consortio 17). Alle christlichen Familien müssen sich darin widerspiegeln. Der Sohn Gottes hat wirklich lange Jahre "durch einen geheimnisvollen Plan Gottes in der Familie verborgen gelebt. Diese ist also Prototyp und Vorbild aller christlichen Familien". Der heilige Josef ist von Gott gerufen worden, unmittelbar der Person und Sendung Jesu durch die Ausübung seiner Vaterschaft zu dienen. Gerade auf diese Weise wirkt er in der Fülle der Zeit mit am grossen Geheimnis der Erlösung und ist wahrhaftig "Diener am Heil".

Seine Vaterschaft besteht konkret darin, aus seinem Leben einen Dienst, ein Opfer für das Geheimnis der Menschwerdung und der Heilssendung gemacht zu haben. Es wäre unverständlich, wenn einer solch erhabenen Aufgabe nicht die erforderliche Fähigkeit entspräche, um sie angemessen auszuführen. Darum muss man anerkennen, dass Josef gegenüber Jesus "als besondere Gabe des Himmels all jene natürliche Liebe hatte, all jene zärtliche Sorge, die das Herz eines Vaters kennen kann". Mit der väterlichen Gewalt über Jesus liess Gott auch Josef an der entsprechenden Liebe teilhaben, jener Liebe, die ihre Quelle im Vater hat, "von dem jede Vaterschaft im Himmel und auf Erden ihren Namen hat" (Eph 3,15).

Stefania Consoli

 

 

 

"Dein Wille geschehe ..."

Die Muttergottes lädt uns fast jeden Monat zum Gebet ein. Das bedeutet, dass das Gebet im Plan des Heiles allergrössten Wert hat. Aber welches ist das Gebet das Maria empfiehlt? Wie müssen wir beten, damit unser Gebet wirksam sei und Gott gefällt? Don Gabriele Amorth kommentierte die Botschaften der Königin des Friedens in einer Versammlung in Rom. Er hilft uns, die Antwort auf unsere Fragen zu finden.

"Viele verstehen das Gebet also: "gib mir, gib mir, gib mir..." und dann, wenn sie nicht erhalten was sie erbitten, sagen sie: "Gott hat mich nicht erhört!" Die Bibel sagt uns, dass es der Heilige Geist ist, der für uns betet mit unausssprechlichem Seufzen, um uns die Gnade zu erbitten, die wir brauchen. Das Gebet ist nicht das Mittel, um den Willen Gottes nach unserm Willen zu beugen. Es ist legitim, dass wir um die Dinge bitten, die uns notwendig scheinen, aber erinnern wir uns stets, dass unser Gebet dem Willen Gottes untergeordnet sein muss.

Das Vorbild für das Gebet bleibt immer Jesu Gebet im Ölgarten: "Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht mein Wille, sondern der deine geschehe". "Häufig gibt uns das Gebet nicht das, um was wir ersucht haben: es gibt uns viel mehr, weil oft das, um was wir bitten, nicht das beste für uns ist. Dann wird das Gebet zum grossen Hilfsmittel, das unsern Willen dem Willen Gottes beugt und ermöglicht, uns ihm angleichen. Oft scheinen wir zu sagen: "Herr, ich bitte dich um diese Gnade, hoffe, dass sie deinem Willen entspricht, aber gib sie mir". Mehr oder weniger liegt darin die Überlegung, wir wüssten am besten, was gut für uns ist. Zurückblickend auf das Gebet Jesu im Ölgarten, scheint es uns, dass dieses Gebet nicht erhört worden wäre, weil der Vater den Kelch nicht hinweg genommen hat: Jesus hat ihn bis zum Ende getrunken; und doch lesen wir im Hebräerbrief: "Dieses Gebet ist erhört worden". Das will sagen, dass Gott vielfach auf seine Art erhört; in der Tat erhörte er den ersten Teil des Gebetes nicht: "Wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir", wohl aber erhörte er den zweiten Teil: "Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen", und da der Vater wusste, dass es besser war für Jesus, für seine Menschheit und für uns, dass er leide, gab er ihm die Kraft zu leiden.

Die Muttergottes ermuntert uns auch in Gruppen zu beten, in der Familie ... Auf diese Art wird das Gebet Quell der Einheit, der "communio". (Don G. Amorth ñ Bandaufnahme)

 

 

Nachrichten der "Pilger der Nächstenliebe" ñ Nach 9 Jahren seit Kriegsende in Ex-Jugoslavien gibt es noch immer viele Freiwillige, die aus verschiedenen Gegenden Italiens Lastwagen beladen, um bei der Vereinigung A.R.P.A. mitzumachen und Hilfsgüter nicht in die Läden sondern direkt zu den Armen zu bringen. Man versucht, allen zu helfen, unabhängig ihrer Glaubenszugehörigkeit, weil katholisch sein heisst, eine universelle, nicht eine gespaltene Liebe zu leben. Werden wir sensibel für die Bedürfnisse von so vielen Brüdern in Not und lassen unsern Fastenverzicht, jeder nach seinem Herzen, Früchte tragen ...

Für eventuelle Kontakte oder Hilfen wende man sich an Alberto Bonifacio ñ Informationszentrum Medjugorje ñ Via San Alessandro 26 ñ 23855 Pescate (LC) Italien Tel. 0039-0341-36.84.87 ñ Fax 0341-36.85.87; CCP n. 174.73.224; CCB n. 98230/Y Banca popolare di Lecco ñ Div. Deutsche Bank, Sede di Lecco ñ ABI 31ß04 ñ CAB 22901. (Die Konten lauten auf Alberto Bonifacio).

 

Wie all jene, die die Ereignisse von Medjugorje kennen, wissen, ist Jelena Vasilj eines der Werkzeuge gewesen, durch welches die Muttergottes ihre Botschaften übermittelt hat. Auf besondere Art wurde Jelena (zusammen mit ihrer Freundin Marijana) die Aufgabe anvertraut, die speziellen Botschaften für die Gebetsgruppe in Medjugorje zu übermitteln. Geistig geleitet von P. Tomislav Vlasic begann die Gruppe 1983 und führte ihren Weg auf Marias Wunsch während vier Jahren fort.

Schöpfen wir von Fall zu Fall aus diesen Botschaften, um die Überlegungen, die Jelena uns fürs ECHO niederschreibt, einzuführen. Sie sind Frucht des Samens, während dieser Jahre gereift, die Maria ihr ins Herz gelegt hat.

Am 27. Februar 1998 sagte Maria: "Meine lieben Kinder! Erkennt den leidenden Jesus in jeder Person. Er hat eure Liebe nötig. Liebt eure Brüder und Schwestern, aus Liebe, nicht erzwungen. Sucht wirklich Jesus in ihnen ..."

 

 

"Das wirkliche Wesen der Liebe"

 

von Jelena Vasilj

 

Die Liebe ist wie das Licht, das uns jedesmal, wenn wir es in die Hand nehmen wollen, entflieht. Sie ist ein Wort, das häufig an unsern Lippen hängt, und doch macht es uns stumm. Sie scheint so vertraut, auch wenn wir tagtäglich entmutigt ihr Gesicht nicht erkennen.

Wir können beobachten, dass die Zeit, in der wir leben, uns oft eine Art von Liebe zeigt, die zwingend reich an emotioneller Energie und auf zahlreiche starke Erfahrungen konzentriert sein muss,, aber einmal zu Ende uns zu Boden wirft und in uns noch eine tiefere Leere als zuvor zurücklässt. Trotzdem könnte jemand sagen "es ist immer noch besser zu lieben als nicht zu lieben". Solche Erfahrungen, solch besitzergreifende Leidenschaften kennen gewöhnlich den vorzeitlichen Plan Gottes nicht, als der Vater den Sohn in seinem ewigen Liebesplan zeugte, den der Heilige Geist ist. Der Vater hauchte die Liebe zum Sohn und der Sohn zum Vater, und so schufen sie die Welt in ihrem ewigen Liebestanz.

Wenn wir von Liebe sprechen, oder lieben, schöpfen wir aus dem Quell, der das ureigene Abbild der Heiligsten Dreifaltigkeit ist, eingraviert in des Menschen Herz seit seiner Erschaffung. Jegliche andere Liebe, die nicht auf diesem Bild basiert, wird sehr leicht zur Vergötzung anderer oder seiner selbst. Das erste Merkmal der Liebe ist die Fähigkeit, nicht nur sich selber hindurch zu transzendieren sondern auch durch omnia facta (alles Geschaffene) hindurch, und das ist eine reine Gabe des Glaubens.

Das kranke Herz des Menschen ist in ständigem Aufstieg, oft belastet von Eigenliebe, daher in Seufzen und Kampf, um nicht erneut auf sich selbst zurückgeworfen zu werden. Nur die Reinen sehen Gott. Heute scheint die Reinheit gänzlich konträr zur Liebe; man spricht von ihr als einer Folge von "berüchtigten" Verboten, Klötzen, von denen es sich zu befreien gilt. Aber oft wird auch unter Christen die Reinheit interpretiert als Option, als wäre der Leib nicht ein Heiligtum, in dem wir leben, oder besser gesagt ein Haus, das in Ordnung gehalten sein muss.

Den Erstern würde ich sagen, dass der wahre Klotz, den wir herumschleppen, die geschichtliche Schuld ist, die unsere ersten Vorfahren uns übergeben haben, bis Jesus von Nazareth sie auf seine Schultern nahm. Er verzehrte sie im Feuer seiner Liebe, entfacht mit dem Kreuzesholz verbrannte er im Feuer seiner Liebe, die Schuld jener, unter deren Folgen wir leiden. Es liegt an uns, hier in der Zeit unser Fiat zu sprechen, um in der Ewigkeit den Lohn zu geniessen.

Den Zweiten würde ich sagen, dass nur die Tugenden unser Herz reinwaschen, und dass wir Christen nicht einen Dualismus des Glaubens leben können, als ob der Leib zur einen Wirklichkeit gehörte und der Geist zu einer andern. Es ist also klar, dass die Liebe auf eine ewige Wahrheit gegründet ist und lügenhaft und verworren bleibt, wenn sie auf ein dunkles Labyrinth menschlicher Emotionen verkürzt wird.

Die Empfindungen sind in der christlichen Auffassung der Liebe nicht unterbewertet. Es ist Tatsache, dass die grösste Liebesbezeugung, die der Mensch kennt, das Leiden Christi ist. Wir brauchen nur die Intensität unserer Hingabe zu hinterfragen; ob wir fähig sind, unsere Erstlingsfrüchte Gott zu opfern, ob wir sagen, können, dass wir im Glauben echte Kinder Abrahams sind.

Der Wunsch nach Liebe wohnt in jedem Menschen, sei er Christ oder Nichtchrist. . So sagte der hl. Augustinus: "Ich wünschte nur zu lieben und geliebt zu werden". Natürlich ist es ein Wunsch, der sich nicht an irgendwelche Indivuen richtet, sondern an eine Person, die nach unserem Herzen zu lieben weiss. Die Sehnsucht, die wir im Herzen spüren, auch nachdem wir all das erreicht haben, was unserem "Wünschen" zu genügen schien, zeigt, dass das Gewinsel des modernen Menschen nicht das Nicht-Lieben-Wollen, sondern das Nicht-Wissen, wer zu lieben ist, und wo sein Herz "ausruhen" kann. Unter solchen Bedingungen ist der Mensch "ohne Heimat" und verurteilt von einer Erfahrung zur anderen herumzuschweifen.

Möchten doch wir Christen Zeichen der Hoffnung sein für die Welt, die ihre Mitte nicht kennt. Die Muttergottes sagt in Medjugorje, dass die Ungläubigen jene sind, die die Liebe Gottes nicht kennen, die in Wirklichkeit der wahre Gegenstand all ihrer Wünsche ist. An uns liegt es, wie Maria zu sein, rein und durchsichtig für die Liebe Gottes: sie ist der Mond, der all sein Licht von der Sonne, die Jesus ist, bezieht.

 

 

 

NACHRICHTEN VOM GESEGNETEN LAND

Neuheit in Medjugorje: Campo di gioia" (Camp der Freude)

 

Freude und Hoffnung ausstrahlen an viele von der Droge und anderem gezeichneten Mädchen ist das Ziel einer neuen Iniative in Medjugorje. Seit mehr als zwei Jahren im Bau, hat am 1. November 2000 (neben der Kommunität "Kraljice Mira...")das erste Frauenhaus ausserhalb der Kommunität "Cenacolo" die Türen geöffnet. Dieses Projekt von Sr. Elvira beharrlich gewünscht ist sozusagen geboren worden in der Art des gut bekannten "Campo di vita" (Camp des Lebens), des Männerhauses. Geboren im eigentlichen Sinn des Wortes, denn es ist eine wahre Geburt geworden. Hier haben viele Junge gelitten und gebetet, hier erhielten sie ein neues Leben: sie haben ihr bestes von sich gegeben, um die Mauern zu errichten, die Dächer, die Umgebung, und drückten in alles den Stempel ihrer Hoffnung auf Auferstehung, auf neues Leben.

Sr. Elvira sagte den Mädchen, die sich aufmachten das " Camp der Freude" zu eröffnen: "Unsere Sendung ist zu dienen, wo immer wir sind. Nur so verwirklichen wir die Glaubenssubstanz, unser Christ-Sein: wenn wir alle einander dienen. Sendung heisst, mit Freude verkünden, dass du dem auferstandenen Herrn begegnet bist, in deiner Einsamkeit, in deiner Verzweiflung: verkünden, was du selbst von ihm empfangen hast. Gottes Kraft ist lebendige Kraft, es ist nicht die Kraft, die aus deinen Fähigkeiten kommt. Wir wollen lieben und die Liebe ist dein Leben, das sich entwickelt mit einem Blick, einer Geste, im Schmerz. Die Frau im besondern trägt das Feuer der Liebe in sich, ein Feuer, das brennt. Die Frau ist geboren um Braut zu sein und Mutter".

Wir haben einige Mädchen und Jungen interviewt, die an dieser Erfahrung beteiligt waren, um euch ein lebendiges Zeugnis von dem zu vermitteln, was die Muttergottes auf dem "Camp der Freude" getan hat.

Marco und Cinzia, mit ihrem fünf Monate alten Daniel sind eine Familie. Sie durchleben eine einzigartige Erfahrung: sie sind eines der ersten Paare, die das leben der Kommunität mit einander teilen.

F. Kannst du, Marco, der du die Arbeiten koordiniert hast, uns erzählen wie dieses Haus entstanden ist?

A."Vor Jahren konnten wir dank Pater Slavko dieses Stück Land von 5000 m2, das mehr oder weniger in der Ebene liegt, erhalten. Es war ursprünglich vorgesehen für die Erweiterung der Männerkommunität, und wir stellten ein Täfelchen auf: "Kommunität Cenacolo". Neben allen andern Aufgaben ging es fast vergessen, bis an einem schönen Tag Elvira uns fragte, ob wir begonnen hätten ... So wurde an diesem Tag der Bauplatz geboren. Als das Werk Hand in Hand voranschritt, wurden wir uns bewusst, dass es ein Werk der Madonna war, dass es ihr Wunsch war, dass wir hierher kamen. Es war harte und leidvolle Arbeit, aber heute die glücklichen Mädchen zu sehen ist eine Freude".-

F. Welches ist die Aufgabe des Hauses heute?

A."Noch können wir keine Gruppen aufnehmen, nur die Mädchen, die in Not sind. In Medjugorje hielt man schon seit Jahren, Kolloquien und es bestand das Risiko, Menschen zu verlieren, die wirklich eintreten wollten. Daher wurde es dringend, die Arbeiten zu beschleunigen".

F. Wieviele Mädchen leben fest hier um die Aufnahme zu organisieren?

A."Das Haus wird verwaltet von 12 Mädchen plus Cinzia, meiner Frau. Sie kommen aus verschiedenen italienischen Fraternitäten und sind verschiedener Muttersprache: deutsch, kroatisch, italienisch, französisch, so dass sie aufnehmen können wer immer kommt. Kürzlich kamen zu den Kolloquien viele Mädchen aus Kosovo, aus Macedonien, Serbien ... Nach den Begegnungen teilen wir uns unter uns auf und dann betet man für alle die Gegebenheiten, die sich anbieten. Die Muttergottes hilft uns viel bei dieser Aufgabe."

F. Denkt ihr auch daran, Pilgergruppen hier aufzunehmen?

A. "Ja, aber wir wissen noch nicht wann. Sr. Elvira wünscht jedoch, dass die Kappelle, die wir bauen, mindestens 200 Personen beherbergen kann, solche, die kommen, um die Zeugnisse zu hören."

F. Flavio, du hast hier im Camp gearbeitet seit Anfang. Was hast du für Erfahrungen gemacht?

A. "Ich war ich erst kurz vor dem Beginn der Arbeiten in die Gemeinschaft eingetreten, jetzt zähle ich 16 Jahre. Meine neue Geburt ist mit diesem Camp der Freude verbunden. Wenn ich jetzt das fertige Haus sehe, die Mädchen, die angekommen sind, und das Bewusstsein, dass hier das Leben von vielen gerettet wird, so wie es das meinige gerettet wurde, ... dies gibt mir wirklich Freude! Ich bin mit diesem Haus verbunden, denn es ist die Frucht der Leiden vieler von uns. Um 5 Uhr morgens standen wir auf, und oft habe ich mich gefragt, wozu ich eigentlich hier sei.... abends kam ich "völlig fertig" zurück, aber jetzt, diese aus den Leiden erstandene Schönheit zu sehen ..."

Giorgia ist eines der 12 Mädchen, die sich um die Aufnahme kümmern.

F. Was hat sich in deinem Leben verändert seit du hier in Medjugorje bist?

A."Anfänglich spürte ich in der Kommunität nicht viel von der Gegenwart der Madonna, aber betend fand ich nach und nach mich von Medjugorje angezogen. Als ich wusste, dass ich kommen musste, war ich sehr zufrieden. Am Anfang aber kannten wir einander nicht: es galt verschiedene Kulturen aufeinander abzustimmen, verschiedene Charakteren... Ich litt, aber zugleich hatte ich einen Frieden, den ich vorher nie gekannt hatte. Viele Male ging ich auf den Podbrdo und spürte, dass Maria mit uns war. Dies trieb mich, voran zu gehen.

Ich war immer eine eher skeptische Person gewesen, meine Mutter erzählte mir von Medjugorje und betete auch für mich. Jetzt ist mir bewusst, dass hauptsächlich ihre Gebete es waren, die mich hierher gebracht haben."

F. Kommen schon Mädchen aus vielen Ländern hierher, Verzweifelte? Wie ist es, auf der Seite derer zu stehen, die aufnehmen?

A. "Etwas fremd, verkehrt manchmal, aber es hilft mir auch zu danken; es macht mir das bewusst, was ich jetzt habe und das ist ein Ruf. Vorher, in der Welt, glaubte ich, es seien alle Menschen so wie ich, glaubte, dass es nur Schlechtes gebe, dass es keine schönen Dinge gebe oder Menschen, die wirklich glaubten. Hier jedoch sehe ich so viele junge Leute, es ist ein Reichtum, der sich jeden Tag erneuert. Ich denke, hier ist wirklich ein Ort der Umkehr. In der Kommunität atmet man etwas anderes als in Italien. Ich muss jeden Tag, jede Minute danken, mich erinnern, wer ich vorher war und wer ich jetzt bin, wie ich jetzt lebe".

Nicola Bertani

 

*Kurz vor seinem Tod feierte Pater Slavko die hl. Messe in der Kommunität "Cenacolo". Zu den jungen Ex-Drogenabhängigen, die unter dem Mangel von Familienfrieden gelitten hatten, sagte er an jenem Tag: "Wisst ihr wie man den Frieden verliert? Wenn man anfängt, nur einen einzigen Aspekt einer Person zu sehen, einen Aspekt, der uns nicht gefällt, ohne der Person in ihrem Ganzen Rechnung zu tragen. An diesem Punkt sieht man nur diesen einen Aspekt, und der kritische Geist nimmt Besitz von uns. Wir vergessen alle andern Aspekte. Auf diese Art brennen wir uns ein, was uns nervt, was uns ärgert, wir werden blind, auch wenn dieser Fehler, diese Grenze, oder diese Sünde wirklich existiert... Wir verlieren die ganze Schönheit des Lebens dieser Person aus den Augen; das was sie getan hat, was sie gegeben hat, was sie gelitten hat, etc. Wir treten ein in eine total verfehlte Sicht des Andern und werden Gefangene dieser falschen Vorstellung. Wir verlieren die Dankbarkeit, aber ohne Dankbarkeit können wir nicht Frieden haben, denn es ist die Dankbarkeit, die das Kommen des Friedens vorbereitet".

(aus dem Tagebuch von Sr. Emmanuel)

 

*Sechstes internationales Priestertreffen unter dem Thema "Der Priester ñ der Diener der Göttlichen Barmherzigkeit" wird in Medj. vom 2.-7.Juli stattfinden. Anmeldungen können über Fax Nr. 0038-736-651.888 oder via e-mail: medjugorje-mir@medjugorje.hr oder persönlich beim Informationsbüro oder per Tel. Nr. 0038-736-651.988. Die Pfarreigemeinschaft offeriert den Gratisaufenthalt.

*Pater Jozo in Italien ñ Drei Daten sind vorgesehen für die von P. Jozo geleiteten Gebetstreffen mit dem Thema: "Zwanzig Jahre mit Maria: Siehe, deine Mutter. Am 6. April c/o Pfarrei "Maria Assunta", Via Vedemari in Cernusco sul Naviglio (MI); 7. April c/o Pfarreikirche "Madonna degli Alpini" in Boario Terme (BS); Sonntag, 8. April c/o Pfarrei "S. Giuseppe Operaio", in Cengio (SV).

 

 

 

Don Angelo brachte mich Gott näher ...

 

Was ich berichte, ist das kleine Zeugnis der grossen Bekehrung, die mein Leben verändert hat; ich glaubte nicht, kam aus atheistischer Familie, hatte in der Kirche geheiratet nur um meiner Frau Freude zu machen. Eines Tages war sie es, die mich bat, Don Angelo nach Medjugorje zu begleiten, als Chauffeur. Ich wies ihre beharrliche Bitte eine Woche lang sehr bestimmt ab, dann , ohne nur zu wissen weshalb, entschied ich mich zu gehen; ich verabschiedete mich von meinen atheistischen Eltern, die mich ermahnten, kein unnützes Geld auszugeben um "Madonnen" und "Rosenkränze" heimzutragen.

Ich kannte Don Angelo nicht, hatte ihn nie gesehen. Wir fuhren weg, nach 12 Stunden ruhiger Reise in herzlicher Unterhaltung kamen wir am Ziel an.

Am folgenden Morgen begleitete ich ihn zur hl. Messe in der Kommunität der Jungen Ex-Drogierten von Sr. Elvira. Während der Feier war ich der einzige, der nicht niederkniete unter den 75 Jungen ... Ich fühlte mich so geniert, dass ich aus Respekt vor ihnen niederkniete; es war das zweite Mal in meinem Leben, dass ich diese Haltung einnahm. Don Angelo verliess mich um Beicht zu hören. Ich wurde von einem Seminaristen zum Ort der Erscheinungen begleitet und dort fand ich per Zufall eine kleines "Madönnchen", das ich später meiner Mutter brachte.

Am Nachmittag frug Don Angelo, während ich ihn irgendwohin begleitete, ob ich beichten wolle. Nein, nein, für mich hatte die Beichte gar keinen Sinn; sehr ruhig erklärte mir Don Angelo den Sinn dieses grossen Geschenkes und zum ersten Mal, beichtete ich. Später stieg ich allein zum Kricevac hinauf, und dort hatte ich besondere Erfahrungen, die mich sehr betroffen machten.

Am folgenden Morgen war es wiederum Don Angelo, der mich einlud, zu kommunizieren. Als ich die Eucharistie empfing, spürte ich eine grosse Wärme im Herzen und überrascht begann ich ganz unkontrolliert zu weinen. Ich fing an in mir negative Reaktionen gegen all das Fremde zu haben, das an mir geschah. Einerseits verstand ich es nicht, andererseits wollte ich verstehen um jeden Preis. Wer mir begegnete wiederholte, dass meine Anwesenheit hier nicht zufällig sei, dass die Gospa mich hier haben wollte.

Die Verwirrung in meinem Innern wuchs, auch weil ich zu entscheiden hatte, ob ich, einmal nach Hause zurückgekehrt, niemandem etwas von all dem sagen oder die Veränderung mit allen Konsequenzen akzeptieren sollte. Nach einer schlaflosen Nacht entschied ich auf den Berg zurückzukehren, und dort vertraute ich mich vollständig Maria an; ich versprach, wenn alles, was ich spürte und was ich erfahren hatte, wahr sei, würde ich auf immer ihr Zeuge sein.

Ich begann den Weg der Bekehrung, spürte in mir eine Gegenwart, die mir grosse Kraft und Mut verlieh; aber zu Hause wiesen Kinder und Eltern alles zurück. Zweifel stiegen auf, Verwirrungen, Schwierigkeiten in meinem Dorf zur Messe zu gehen, weil ich mich verurteilt und falsch am Platz fühlte. Es begannen starke Versuchungen, vor allem wenn ich in der Kirche war; nach schwieriger zu überwinden war die starke Neigung zu fluchen.

Es war der Beginn einer Bekehrung, eines Weges, der trotz vieler und starker Versuchungen in Freude weiter geht, in Heiterkeit und im Frieden dessen, der den Herrn gefunden hat und der in ihm bleiben will, weil nur Er "die Sehnsucht meines Lebens" ist.

Luciano Begotti (RE)

 

ECHO im Internet: www.eclipse.it/medjugorje

E-mail Abonnement: ecodimaria@mclink.it

E-mail Redaktion: ecoredazione@infinito.it

 

 

Vor einem Jahr...

 

Schon ein Jahr ist es her seit Don Angelo uns verlassen hat (3. März 2000); wenn wir Bilanz ziehen über die verstrichene Zeit, müssen wir zugeben, dass er jetzt mehr denn je gegenwärtig ist. Seine Aktivität ist nur "verklärt", ist erstanden zu himmlischen Ehren: Don Angelo betet vor dem Throne Gottes für uns alle, weiht uns der Gottesmutter, gibt uns wertvollen Rat, um durch den Hauch des Heiligen Geistes sein geliebtes ECHO zu redigieren ...

Lasst uns mit einem Lächeln und in grosser Dankbarkeit für all das Gute, das er auf Erden getan hat und jetzt mehr noch vom Himmel her tut, seiner gedenken.

Redaktion ECHO MARIENS

 

 

LESER SCHREIBEN

Maria José, Flor de Cruz: "Ich danke unendlich vor allem Jesus und Maria, auch Don Angelo, und schliesslich auch euch, die ihr mir das Echo schickt...Ich möchte euch Dank sagen dafür, dass die Botschaft unserer heiligen Mutter an einen grossen teil von Klerus und Laien verteilt wird und Gebet und Fasten begünstigt. Viele von ihnen beten nicht mehr nach ihrer eigenen Intention sondern nach derjenigen der Gottesmutter .

P.Humberto da Bahia Tortugas (Kalifornien): "Euer Bulletin gelangt bis zu diesem verlorenen Winkel in der Wüste. Ich bin in Medjugorje gewesen und war beeindruckt von der Atmosphäre des Gebetes und des Glaubens von Tausenden von Pilgern aus allen Teilen der Welt ..."

Irene aus Katalonien (Spanien): "Wir sind euch sehr dankbar für das Weiterführen dieses Bulltin voll Demut und für seinen von allen so geschätzten spirituellen Gehalt. Sehr gut gefällt uns die Veröffentlichung der Homelien des Papstes und die Nachrichten über ihn: sie sind uns Licht und Trost..."

Aus Albanien schreiben uns ...

junge Menschen aus Juban: "Wir lesen und verteilen mit Freuden das ECHO, eine Zeitschrift voll spiritueller Werte. Es gibt uns Hoffnung und lehrt uns zu beten und Zeugnis zu geben von der Freude, Gott zu lieben ...

Leser aus Dajç: "Wir beten in unsrer neuen Kirche, wie die "Königin des Friedens uns lehrt. Wir erinnern uns noch dessen, was wir gelitten haben unter dem kommunistischen Regime und beten viel, damit der Friede und die Liebe die Herzen der Menschen leiten mögen. ECHO ist eine unersetzliche Führer für uns ..."

eine Gebetsgruppe aus Zadrime: ECHO ist geistige Nahrung, die uns hilft, die Kraft zu finden, um die Schwierigkeiten des Lebens in diesem Land zu überwinden, das in sich den Frieden nicht lebt ..."

 

 

ECHO MARIENS ist gratis und lebt allein von freien Spenden:

No CCP Italien 14124226

 

"Aus Christus fang neu an,

Du, der du Barmherzigkeit gefunden hast.

Aus Christus fang neu an,

Du, der du vergeben und Verzeihen erlangt hast.

Aus Christus fang neu an,

Du, der du Schmerz und Leiden kennst.

Aus Christus Fang neu an,

Du, von der Lauheit Versuchter:

Das Jahr der Gnade ist Zeit ohne Ende.

Aus Christus fang neu an,

Kirche des Neuen Jahrtausends". (J.P.II.)

 

Gott segne euch alle!

Don Alberto

Villanova-Mantova, 28. Februar 2001