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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 180 (März-April 2005)

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Botschaft Mariens vom 25. Januar 2005:
„Liebe Kinder, in dieser Gnadenzeit
rufe ich euch von neuem zum Gebet auf.
Meine lieben Kinder, betet für die Einheit
der Christen, damit alle eines Herzens
sind. Die Einheit wird wirklich in dem
Maß zwischen euch sein, wie ihr betet und
vergeben werdet. Vergesst nicht: die Liebe
wird siegen, nur wenn ihr betet und es
werden sich eure Herzen öffnen. Danke,
dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Betet für die Einheit
der Christen
Heiliger Vater, bewahre sie in deinem
Namen, den du mir gegeben hast, damit sie
eins sind wie wir
(Joh 17,11b). So betet
Jesus, als die Stunde Seiner Aufopferung
naht, und weiter: Aber ich bitte nicht nur für
diese hier, sondern auch für alle, die durch
ihr Wort an mich glauben. Wie du, Vater, in
mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in
uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich
gesandt hast
(Joh 17,20-21). Das Gebet Jesu
kann vom Vater nicht ungehört bleiben;
trotzdem sind die Christen auch heute noch
nicht eins. Nach glücklichem Beginn, in
dem die Gemeinde der Gläubigen ein Herz
und eine Seele war
(vgl. Apg 4,32a),
schleicht sich schnell Zwietracht ein (vgl.
1Kor 1,11-12), und heute noch ist die Kluft
unter den Christen nicht geschlossen. Das
innige Gebet Jesu liegt noch immer zu
Füßen des Vaters und wartet vielleicht
sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der
Söhne Gottes
(vgl. Röm 8,19) und die
Rückkehr des Menschensohnes, bis es voll-
kommen und allumfassend erfüllt ist. In der
Tat, der letzte Feind, der entmachtet wird,
ist der Tod
(vgl. 1Kor 15,26) und da der
Böse Tod sät, wird im letzten Kampf viel-
leicht der Welt die Einheit der Christen
geschenkt. Das darf nicht zu einem passiven
Abwarten führen, sondern alle müssen sich
voll einsetzen, von Gott das große Wunder
zu erflehen, dass wir alle in Seinem Sohn
Jesus eins werden. Das Gebet für die Einheit
der Christen endet nicht mit der
Gebetswoche, weshalb uns Maria auffor-
dert: Betet für die Einheit der Christen,
damit alle eines Herzens sind.
Eines
Herzens im Herzen Jesu, nicht nur in Worten
sondern auch Taten und durch den
Lebenswandel. Es möge die Trennung zwi-
schen dem Geschöpf und dem Schöpfer
überwunden werden, die Trennungen unter
den Menschen in ihren Ländern, in der
Familie, in der Gesellschaft, auf der ganzen
Welt. Jener, der den Keil treibt, sei in die
Hölle verbannt und Jesus Christus möge
herrschen! Die Einheit wird wirklich in
dem Maß zwischen euch sein, wie ihr
betet und vergeben werdet.
Ohne Gebet,
ohne Gemeinschaft mit Gott, sind wir nicht
imstande, wirklich zu vergeben; im Gebet
und in der Vergebung wachsen, auf dass die
Aussöhnung möglich werde und die Einheit
vollkommen und nicht pauschal sei. Dieses
große Ziel kann jeder erreichen und alle
müssen sich dafür verantwortlich fühlen;
beten und verzeihen erfordert nur die Öff-
nung des Herzens, und alle können diese
Gnade von Gott erbitten und empfangen. Es
ist nicht nötig, besondere Gaben an Geist
und Weisheit zu besitzen, im Gegenteil, die-
se sind oftmals Hindernis, denn der Vater
hat all das den Weisen und Klugen verbor-
gen, den Unmündigen aber offenbart
(vgl.
Mt 11,25). Vergesst nicht: die Liebe wird
siegen, nur wenn ihr betet und es werden
sich eure Herzen öffnen.
Einfache Worte,
aber Worte von großer Bedeutung und tiefen
Inhalts. Die von Christus errungene Rettung
wartet auf unsere Annahme, damit sie uni-
versal und in der Welt offenbar wird; Gebet
ist erforderlich und Gott alles aufopfern
(offenes Herz), d.h. in meinem irdischen
Leben das ergänzen, was an den Leiden
Christi noch fehlt
(vgl. Kol 11,24). Das soll
nicht als eine Aufforderung zum Leiden auf-
gefasst werden, sondern als ein weiterer
Beweis der großen Liebe Gottes, der uns zu
Seinem Sohn erheben will. O Vater, Dein
Reich komme, ein Reich des Friedens und
der Liebe, es triumphiere auf Erden die
Liebe; wir glauben an Dich, wir überlassen
uns ganz Dir!
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. Februar 2005:
„Liebe Kinder, heute lade ich euch
ein, meine ausgestreckten Hände in dieser
Welt, die Gott an die letzte Stelle setzt, zu
sein. Ihr aber, meine lieben Kinder, setzt
Gott an die erste Stelle in eurem Leben.
Gott wird euch segnen und euch die Kraft
geben, dass ihr den Gott der Liebe und
des Friedens bezeugt. Ich bin mit euch
und halte Fürsprache für euch alle. Meine
lieben Kinder, vergesst nicht, dass ich
euch mit zärtlicher Liebe liebe. Danke,
dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Gott an die erste Stelle setzen
Heute lade ich euch ein, meine ausge-
streckten Hände in dieser Welt, die Gott
an die letzte Stelle setzt, zu sein.
Schon im
Monat November des letzten Jahres hat
Maria in einem ähnlichen Aufruf, Ihre aus-
gestreckten Hände zu sein
, für ehrliche
Aufregung in den schönen Seelen gesorgt,
die offen die Einladungen und
Empfehlungen der himmlischen Mutter
annahmen. Die Einladung wiederholt sich
heute und damit scheint Dringlichkeit und
ein größerer Aktionsradius enthalten zu sein.
Die heutige Botschaft betrifft die ganze Welt.
Wir sind aufgerufen, Ihre ausgestreckten
Hände
über die ganze Welt zu sein, und der
Aufruf ist von der Tatsache untermauert,
dass diese Welt Gotte an die letzte Stelle
setzt.
Das ist ein klarer Ruf, die Situation zu
kippen, den Primat Gottes in der Welt wieder
herzustellen. Wie? Die ausgestreckten
Hände
Mariens zu sein, d.h. Ihr zu erlauben,
unsere Hände zu gebrauchen, um zu helfen,
stützen, aufrichten, zu nähren, heilen, die-
nen, liebkosen, annehmen, segnen.
Ihre ausgestreckten Hände sein, um
Gott dem Ihm gebührenden Platz zu geben,
und zwar den ersten und nicht den letzten,
durch konkretes Leben und nicht nur durch
Worte. Ihr aber, meine lieben Kinder, setzt
Gott an die erste Stelle in eurem Leben.
Nicht nur reden, man muss handeln. Unser
Gott ist nicht irgend ein zu definierender
Begriff, sondern eine zu erweisende, leben-
dige Gegenwart; nicht eine zu verkündende
Idee, sondern der zu bezeugende Lebendige;
Er ist nicht etwas Unberührbares und
Entfliehendes, sondern der Schöpfer und
Jener, der Leben ist. Denn in ihm leben wir,
bewegen wir uns und sind wir
(vgl. Apg
17,28a). Nach dem Abbild Gottes geschaf-
fen (vgl. Gen 1,27), findet der Mensch nur in
Gott sein wahres Leben: Wenn ich mich ganz
mit Dir vereinige, wird es für mich keinen
Schmerz und kein Leid geben. Das meine
wird wahres Leben sein, voll Deiner selbst
(Hl. Augustinus, Confessiones 10,28,39).
Nicht nach Gott ausgerichtet ist der
Mensch notgedrungen orientierungslos, und
die Verführungen der Welt, die Täuschungen
durch Macht und Reichtum sind außerstan-
„Meine Speise ist es, den Willen dessen
zutun, der mich gesandt hat, und sein Werk
zu Ende zu führen“
(Joh 4,34)
März - April 2004 - Herausgeber; Eco di Maria, c. p. 149, I - 46100 Mantova (Italia) - J. 20, Nr. 3-4
Sped. a. p. art. 2, com. 20/c, leg. 662/96 filiale di MN, Autor. Trib. MN n. 13 : 8.11.86, Tel/fax 04 2 3.4 7 033 1
180
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de, das Bedürfnis Seiner Nähe auszulö-
schen, denn, wie der Hirsch lechzt nach fri-
schem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott,
nach dir: Meine Seele dürstet nach Gott,
nach dem lebendigen Gott
(Ps 42,2-3).
Kompromisse sind nicht möglich: Wenn
Gott nicht die erste Stelle einnimmt, wird er
früher oder später an den letzten Platz abrut-
schen, denn wir können nicht Gott und dem
Mammon dienen
(vgl. Mt 6,24b; Lk 16,13b).
Gott muss an die erste Stelle gesetzt wer-
den, wie es Jesus, Maria und die Heiligen
gemacht haben. So schwer ist es auch wieder
nicht, wie es uns der Versucher glauben machen
möchte; es genügt unser Ja dem Vater auszu-
sprechen, dann aber mit ganzer Seele, mit
ganzem Herzen, mit dem ganzen Körper, mit
Freude, in vollem Glauben, mit Liebe. Ja, Vater,
vollkommen Dein durch Jesus und Maria. Ab
heute geschehe nicht mein Wille, sondern Dein
Wille, o Vater. Mache mich zu Deinem Sohn
durch Deinen vielgeliebten Sohn. Ich wünsche
nichts anderes, als Deinem Sohn Jesus ähnlich
zu sein, damit die Menschheit gerettet werden
kann. Hier bin ich, Vater, in Deiner Gegenwart
lasse mich mit Deinem Sohn eins sein. Dein
Leid diene mir als tägliches Brot, auf dass ich
in allem Ihm ähnlich sei.
Lasst uns dieses Gebet
Tag für Tag umsetzen, ehren wir es bei jeder
Gelegenheit in unserem Leben, damit all unser
Sein Lobpreis des Vaters und Annahme Seines
Willens sei, als Zeugnis, dass unser Gott ein
Gott der Liebe und des Friedens ist. Mit
Seinem Segen wird Er uns die Kraft geben,
Jesus in Freud und Leid zu folgen, sei es auf den
Berg Tabor wie auf Kalvaria. Marias Liebe zu
uns ist zärtlich; nicht allein süß, sondern zärt-
lich wie ein Spross, der aus unseren ausge-
streckten Händen
hervor kommt. Warum noch
zuwarten? N.Q.
Sr. Lucia von Fatima
ging in den Himmel
Ihr Wunsch war es, seit die „weisse
Frau“ sich ihr gezeigt hatte in der ‚Cova di
Iria‘ in der Nähe von Fatima in Portugal im
längst vergangenen 1917: Lucia, nur zehn
Jahre alt durfte der Madonna begegnen
zusammen mit Cousin Francisco und
Cousine Jacintha, die noch kleiner als sie
waren. Es ist müssig, das Ereignis von
Fatima hier erneut zu beschreiben, doch ist
es an dieser Stelle angebracht, ein bedeuten-
des Zeichen zu sehen: In einer ihrer
Begegnungen hatte die „Die Dame“ gesagt,
dass sie Francesco und Jazintha bald in den
Himmel holen werde, Lucia aber länger auf
Erden verbleibe, denn „Jesus will sich dei-
ner bedienen um mich bekannt zu machen
und geliebt werden zu lassen. Er will in der
Welt die Verehrung meines Unbefleckten
Herzens festigen“.
Diese Idee gefiel dem Mädchen nicht
sogleich, es hätte gewünscht, dasselbe
Schicksal mit Jacintha und Francisco zu tei-
len. Genau hier erkennen wir die Grösse
ihrer Antwort: Lucia blieb auf dieser Erde
und weihte sich Gott mit ihrem ganzen Sein,
im Verborgenen und im Gebet – durch die
Einfachheit des Lebens und ohne Drang,
berühmt zu werden: durch ihr eigenes
Opferleben wollte sie die Verehrung des
Unbefleckten Herzens Mariä fördern, die
der Muttergottes so lieb ist.
Sr. Lucia steckte an durch den Frieden,
den sie lebte“, bekräftigt Mons. Joao Alves,
der Bischof von Coimbra, „eines Friedens,
der im Vertrauen und in der ständigen
Vereinigung mit Gott wohnte“. Diesen
Frieden trug sie zu allen, die sie umgaben
oder mit ihr brieflich im Kontakt kamen.
(Sie liebte zu schreiben, und noch im hohen
Alter lernte sie, sich des Computers zu
bedienen); sie teilte Frieden aus an
„Einfache“ und an „Grosse“, wie an die bei-
den Päpste, die sie die Gnade hatte, zu
begegnen und die von ihr „ein Stück
Himmel“ schöpften. Besonders war es
Johannes Paul II., der einen Teil der
Geheimnisse von Fatima bekannt machte,
die von Lucia, der treuen Zeugin, hinterlegt
worden waren.
Ihre Zuneigung zu ihm dauerte bis zum
Ende. Wenige Stunden vor dem Tod erhielt
die alte Karmelitin eine persönliche
Botschaft von Johannes Paul II., dass er
„Kenntnis erhalten hat von einer Zeit der
Schmerzen und des Leidens und sie beglei-
tet durch Gebet und Segen und Gott bittet,
dass unsere liebe Schwester diesen
Moment im Geiste österlicher Hingabe zu
leben vermöge.
Schwester Lucia, die bis
wenige Augenblicke vor dem Tod klar und
bewusst blieb, nahm den Brief des Papstes
noch in die Hand und strengte sich an, ihn
zu lesen, dann horchte sie der Botschaft mit
grosser Ergriffenheit“, berichtet der Bischof
von Coimbra, Mons. Albino Cleto. Sie
machte sich ihrerseits Sorgen um die
Gesundheit des Papstes und durchlebte ihre
letzten Tage im Gebet für ihn.
Sie starb am 13. des Monats, so wie sie
in ihren Memoiren festgehalten hatte, dass
die Madonna ihr jeweils am 13. Tag erschie-
nen war. Sie stand kurz vor ihrem 98.
Geburtstag. Ein langes Leben für die, die es
vorgezogen hätte, es gleich am Anfang den
Händen Marias zu übergeben.
Red.
Der Papst:
Ikone des
leidenden Dieners
Es ist schwer in dieser Zeit vom
Papst zu sprechen, wo doch sei-
ne Gesundheit so sehr ange-
schlagen ist. Schreibt man von ihm, so
denkt man: wie lange wird er noch unter uns
sein? Wird er es schaffen, auch dieses Mal
die Schwierigkeiten seines kranken Körpers
zu überwinden?
Die ganze Welt hält den Atem an, auch
dank der aufdringlichen Massenmedien, die
jede seiner anstrengenden Bewegungen
festhaltet und stellt ohne Rücksicht die
erniedrigenden Zeichen seiner Krankheit
zur Schau. Wenn einerseits diese
Nahaufnahmen der Leiden des Papstes den
Geruch eines feinen Zynismus haben, die
unsere Sensationsgier stillen, andererseits
auch einen großen Dienst für jenen edlen
und wertvollen Teil seines langjährigen
Pontifikats erweist: Die Verkündigung im
Leiden.
Schon 1994 sagte er: „Auch der
Papst muss leiden, damit die Welt sehe, dass
es ein Evangelium gibt, ich möchte sagen,
höheres: das Evangelium vom Leiden“.
In unseren Tagen ist ein solcher
Gedanke widersinnig, wo doch die Suche
nach immer mehr Wohlstand und die
Illusion einer ewigen Jugend charakteri-
stisch ist, die auf irgend einer Weise den
Gedanken vom Tod ausgrenzt. In der Tat
zieht man es vor, so zu tun, als ob es ihn
nicht gebe und alle Mühen sind darauf aus,
jeden Augenblick des Lebens für den eige-
nen Genuss auszunützen.
Nun aber hat Gott einen Menschen für
diese Zeit ausgesucht, die Kirche zu
führen, der sich nicht schämt, seine
Schwachheit offen zu bekunden
und der
im Gegenteil daraus ein Zeichen der Stärke
und des Vorbildes für die ihm anvertraute
Herde macht: „Auch hier im Spital, inmitten
der anderen Kranken, fahre ich fort, der
Kirche und der ganzen Menschheit zu die-
nen“,
hat der Heilige Vater von seinem
Krankenlager aus erklärt.
Dies ist ein beständiger Gedanke, der
ihn letzthin begleitet, beinahe, als würde
sich seine Predigt allein darauf konzentrie-
ren. Eine Abwandlung? Nein, sehr wohl
aber der Kern der christlichen Botschaft. Es
ist das Wesentliche, wie er selbst sagt: „Mit
den unvermeidlichen Einschränkungen kön-
nen Alterung wie Krankheit - vorausgesetzt,
sie werden im Lichte des Glaubens ange-
nommen - zur wertvollen Gelegenheit wer-
den, das Geheimnis des Kreuzes besser zu
verstehen, das dem menschlichen Dasein
einen tiefen Sinn verleiht...“
Sein Zeugnis ist offensichtlich, aber
deutlich ist auch die in uns allen ausgelöste
Wirkung. So wie es wahr ist, dass die Welt
ihn liebte, als er am Beginn seines
Pontifikates flink von einem Land zum
anderen eilte, wie ein echter „Athlet Gottes“
(indem er die Gewissen mit festen und
tönenden Worten aufrüttelte), umso deutli-
cher ist die Bewunderung, die der Papst heu-
te auf der ganzen Welt erweckt, wo er mit
seiner Behinderung gefahren werden muss,
sanftmütig gestreichelt wird und unbewaff-
net für den Frieden kämpft. Natürlich, dieser
quälende und von menschlicher Sicht „min-
derwertige“ Zustand, beraubt ihn nicht im
geringsten jener Widerstandskraft und
Entschlossenheit, mit welchen er stets sein
Apostolat voran brachte. Im Gegenteil. Er
erwartet es nicht, wieder seine Arbeit aufzu-
nehmen, so bald ihn seine Krankheit aus
irgend einem Grund festhält.
Sein Verhalten ist nicht eine
Zurschaustellung, noch weniger heroische
Theaterspielerei. Es ist lediglich Ausdruck
eines tiefen Sinns Verantwortungsbewusst-
sein dessen, der die Obhut über eine nach
einem Vater dürstenden Menschheit erhal-
ten hat: „Ich spüre stets das Bedürfnis eurer
Hilfe vor dem Herrn, um die Mission zu
erfüllen, die mir Jesus übertragen hat“,
ruft
er demütig im Angelusgebet am 13. Februar
aus. Auf das erste „Blatt“, nach der
Tracheotomie, der er sich am 24. Februar
unterzogen hatte, schrieb der Papst: „...Aber
ich bin immer Totus Tuus“,
womit er neu-
erdings – zärtlich und markant – sich selbst
und seine Mission als Nachfolger Petri in
die Hände der Mutter anvertraute.
Er kommt stets seinen Verpflichtungen
nach, auch wenn er mühevoll die Hand hebt,
oder mit gebrochener Stimme ein Wort aus-
sprechen muss. Er wird es bis zum Schluss
machen. Trotz kluger Versuche von „jeman-
dem“, der ihm eine vorzeitige Abdankung
nahe legt, denn: „Die Kirche braucht ein
Haupt in guter Gesundheit“. Diesen entgeg-
net der Papst, ohne mit der Wimper zu
zucken: „Ist Jesus etwa vom Kreuz herab
gestiegen?“
Somit macht er seine Reise auf Erden
2
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Ein eigenartiges Spiel
der Lichtstrahlen
„Seht das Lamm Gottes...“, sagte der
Priester als er die gebrochene Hostie erhob,
nachdem er das Opfer Christi in den Händen
hielt. Durch ein eigenartiges Lichtspiel
haben sich Strahlen, die von irgendwo her
kamen, von der goldenen Patene auf der
Hostie wider gespiegelt und ließen sie strah-
lend hell leuchten. Es schien als scheine das
Licht von innen heraus: es war stark und hell.
Also machte ich die Erfahrung von etwas,
wovon ich hörte, aber was ich erst in dem
Augenblick in Wirklichkeit in ganzer
Wahrheit erfahren durfte: „Jesus ist Licht,
reinstes Licht, lebendiges Licht, und dieses
Licht wird in mir eingehen, wenn ich meine
Lippen öffne, wenn ich die Eucharistie emp-
fange...“. Das dachte ich, während eine sanf-
te Begeisterung meinen Geist und mein Herz
beim Gedanken durchdrang, dass die Tiefen
meines Seins – innerlich dunkel, erloschen,
vom Schatten der Sünde verdunkelt, mein
Sein und jenes der Welt – bald anders ausse-
hen würden. „Wenn ich in dieses mein
Dunkel das Licht eindringen lasse, wird alles
anders werden“, sagte ich mir. „Je mehr ich
mich öffne, desto mehr wird es mich durch-
fluten. Je mehr ich leer meiner selbst bin,
desto mehr werde ich von diesem erfüllt sei.“
Eine neue Art Gewissen hat sich in mei-
nem Kopf aufgetan und hat sich in die Tiefe
meiner Seele niedergelassen, als ich wieder
meinen Platz einnahm: Jenes dünne Stück
Brot, das sich allmählich in mir auflöste,
enthielt dasselbe Licht, das seinerzeit end-
gültig die Finsternis besiegte.
Es geschah an jenem Tag im Grab. Der
dritte nach Ostern, um genau zu sein. Der
leblose Leib Christi ruhte auf dem Stein. In
jenem Grab war es dunkel. Wie übrigens in
allen anderen, denn das Dunkel ist stets die
Verzierung, die der Tod mit sich bringt. Es ist
eine Art Merkmal, die ihn charakterisiert und
das er uns für ewig auferlegen möchte.
„Beim letzten Abendmahle,
die Nacht vor seinem Tod,
nahm Jesus in dem Saale
Gott dankend Wein und Brot“
Brot für Körper und Seele
Essen nährt unsern Körper, aber
auch die Gemeinschaft nährt jene, die am
selben Tisch essen. Gemeinsam Nahrung zu
sich nehmen drückt Wertschätzung aus,
Bereitschaft zum Gespräch, Angenommen-
sein, Ermunterung, Verzeihen, Fest. Darum
werden die wichtigen Ereignisse im Leben
mit einem gemeinsamen Mahl gefeiert.
Jesus lehrt uns zu sagen: „unser“ täg-
liches Brot: nicht allein für mich, für alle.
So macht er uns bereit, den Hunger eines
jeden Menschen wahrzunehmen, der
unzählbaren Zahl der Hungernden der
ganzen Welt zu gedenken. Indem wir um
das tägliche Brot beten, bitten wir Gott auch
darum, angesichts des Hungers der
Menschen nicht in unserm eigenen
Egoismus gefangen zu bleiben oder in steri-
ler Übersättigung zu verharren, sondern das
Teilen unsres Brotes zu lernen, um Diener
und Zeugen Seiner Liebe und der Würde
aller Menschen zu werden..
Doch der Mensch lebt nicht vom Brot
allein: er hat Hunger nach Wert, nach
Klarheit, nach Hoffnung, nach Glauben,
Freiheit, Frieden, nach dem Unendlichen,
danach, den Tod zu überwinden. Der
Mensch hat nötig, von einem Gott ernährt
zu werden, der in sein Innerstes tritt, seinen
Tagen Sinn gibt, die Tränen versteht, garan-
tiert, dass Liebe möglich ist, der hilft, dass
wir nicht durch unsere eigenen Lasten erd-
rückt werden, fremde zu tragen fähig sind.
Zu diesem Gott hin drängt uns ein lebendi-
ger Wunsch so stark wie Hunger und Durst.
Gott Vater sättigt diesen unsern geistigen
Hunger durch das Brot seines Wortes.
In der Bibel wird das Brot auch zum
Zeichen des freudevollen Ziels der
Geschichte: ein Festmahl,
worin jeder
ganz beim Herrn sein darf, der jeden
Hunger stillen wird. Nach dem täglichen
Brot zu bitten heisst, danach zu verlangen,
nicht im Nichts zu enden, sondern von Gott
Vater aufgenommen zu werden in seinem
Haus und für immer zu seiner Familie zu
gehören. Unser tägliches Brot erinnert uns
auch an das Brot, das Jesus uns gelassen hat
beim letzten Mahl: die Eucharistie.
Vom Vater erbitten wir, dass unser
Familientisch uns vorbereitet, uns mit
der Kirche zum eucharistischen Mahl zu
versammeln
oder er wird zur Ausdehnung
der eucharistischen Speise, die wir gefeiert
haben. Indem Christus uns dieses Brot gibt,
legt Er in uns die Kraft des Geistes, der das
göttliche Leben austeilt, das volle und end-
gültige Leben. Erinnern wir uns: die
Eucharistie ist die Nahrung, die uns erlaubt,
als Kinder Gottes und unter uns als Brüder
und Schwestern zu leben, die uns hinträgt
zu einem Leben, das seine Fülle in unsrer
Auferstehung findet.
An jenem Tag jedoch änderte etwas
Endgültiges unser Schicksal. An jenem Tag
war es die Finsternis, die auf den eigenen
Tod gestoßen war.
Es gab für sie keinen Ausweg. Sie wurde
besiegt, zerrissen, von einem mächtigen
Licht, das dieser tote Leib ausstrahlte, der
am Kreuz gestorben ist, es durchstrahlte alle
Fasern und hauchte Ihm neues Leben ein.
Ein unerhörtes Ereignis! Ein unglaubliches
Ereignis! Ein Ereignis der Rettung! Ja, denn
an diesem Tag wurde das Verderben aus dem
menschlichen Dasein entwurzelt. Ein für
allemal. Es wurde gezwungen, die Stelle
einer neuen Entwicklung zu überlassen: die
Auferstehung.„Dies ist die Nacht, von der
geschrieben steht: Die Nacht wird hell wie
der Tag, wie strahlendes Licht wird die
Nacht mich umgeben“,
wird im Exsultet
(Osterlob) gesungen. „Dies ist die Nacht, in
der die leuchtende Säule das Dunkel der
Sünde vertrieben hat“.
Das ist das Licht, mit dem jede Hostie
verschmilzt, wenn sie zur Eucharistie ver-
wandelt wird.
Das ist das Licht, das wir auf-
nehmen, wenn wir die Kommunion empfan-
gen. Ein Licht, das im Grab unserer täglichen
„Tode“ einbricht – jene kleinen und jene
großen – um uns das Leben wieder zu geben:
Das auferstandene und erlöste Leben.
Es geht vom Vater aus und, durch den
Heiligen Geist, wird es zu einem Körper mit
dem Sohne, damit wir zu dessen Wohnung
werden: „Ihr seid das Licht der Welt“ versi-
chert uns der Meister.
Er fügt dann hinzu: Eine Stadt, die auf
dem Berg liegt, kann nicht verborgen blei-
ben. Man zündet auch nicht ein Licht an und
stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt
es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen
im Haus. So soll euer Licht vor den
Menschen leuchten...“ (vgl. Mt 5,14;15;16).
Die Einladung ist vielsagend. Wir kön-
nen sie nicht ungehört lassen und uns im
Halbschatten unseres Egoismus verkriechen
– oder in eine Individual-Andachtelei – um
das Geschenk nur für uns zu beanspruchen.
Wir müssen eher mutige Verkünder jenes
Geheimnisses sein, das die Riegel des Todes
aus den Angeln gehoben und uns unsterblich
gemacht hat. Wir dürfen uns nicht ängstigen
uns bloßzustellen und müssen der Welt das
zeigen, was wir sein sollten: „Salz“, oder
besser Christen, die „von Christus wissen“.
Außerdem sollen wir Männer uns Frauen
sein, die jenes einzigartige Licht in sich tra-
gen, das alles ins Dasein ruft.
Auf der Bank in der Kirche sitzend, in
meinen Überlegungen vertieft, konnte ich
wahrnehmen, dass das Eindringen dieses
Lichtes mich so langsam veränderte. Im
Gegenteil, verklärte, denn alles, das vorher
im Schatten eingetaucht war, strahlte nun
plötzlich. Ich hatte das klare Gefühl, dass
tatsächlich ich jene Lampe war, die auf dem
Berg hingestellt war, ohne übergestülptes
Gefäß, damit die leuchtende Quelle, die nun
in mir war, ferne Horizonte erreichen konnte.
Etwas hätte ich jedoch tun müssen,
während ich Licht ausstrahlte, das nicht von
mir war: Ich hätte es beschützen müssen,
damit es nicht auslöschte: Von Winden,
Unwettern, von allen jenen Geistern, die
sozusagen das Licht hassen. Beschützer
werden, wie ein Tabernakel für das Heiligste
Sakrament. Das hätte meine Antwort für so
viel Gnade sein müssen. Einfach und ent-
schlossen. Eine Antwort, die, alle Tage wie-
derholt, in Bewusstsein, Verantwortung und
daher Mission einmündet.
Stefania Consoli
DAS JAHR DER EUCHARISTIE
weiter, hartnäckig und treu, und beseitigt
durch sein Verhalten die Idee als
„Mächtigen“. Es ist an der Zeit zu verstehen,
dass die Kraft der Kirche den Kleinen ent-
springt, den Letzten, von jenen, die es ver-
stehen, im Verborgenen mutig die eigenen
Leiden für das Wohl aller aufzuopfern.
Und gerade an diese wendet sich der
Heilige Vater: „Liebe Kranken, wenn ihr die
Leiden Christi mit euren Schmerzen vereint,
könnt ihr besondere Mitarbeiter bei der
Rettung der Seelen sein.
Das ist eure
Aufgabe in der Kirche... Euer Leiden ist nie-
mals umsonst, im Gegenteil, es ist wertvoll,
da es geheimnisvolle und wirkliche
Teilnahme an der Rettungsmission des
Gottessohnes ist“.
So klingt sein Predigen. So
gibt er Beispiel. Das ist sein Leben, bis zum
Tod... Eine wahre Ikone des leidenden
Dieners,
wie im Propheten Jesaja (vgl. Jes
53,1..) gesagt und heute durch den
Nachfolger Petri dargestellt. Ein großer Papst,
weil er imstande ist, sich klein und zum
Bettler zu machen: „...Ich rechne sehr mit der
Wirkung eurer Gebete und Leiden: Opfert sie
für die Kirche und die Welt auf,
opfert sie
auch für mich und meine Mission als univer-
saler Hirte des christlichen Volkes auf“. S.C.
3
Echo 180
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Mons. Grillo: „Ich war gezwungen, mich
diesem Geheimnis zu stellen. Aber meine
Überzeugung wuchs immer mehr, als ich die
Folgen des Ereignisses sah. Das Evangelium
gibt uns ein Kriterium: an seinen Früchten
werdet ihr den guten Baum erkennen.
Hier sind die Früchte absolut aussergewöhn-
lich ... Die Menschen werden getrieben von
einem grossen Bedürfnis nach Umkehr.
Etwa eine Million zertrennte Familien, sei‘s
wegen Scheidung oder Trennung, haben
sich wiedervereinigt... So viele Frauen
gelangten zur ersehnten Mutterschaft, viele
verlangten nach der Taufe ...“
Die Experten, die mit der Erforschung
des Falls betraut waren, - meist aus glaub-
würdiger professioneller
Verantwortung heraus – haben
sich eloquent und bejahend
geäussert: Alles, so sagten sie
übereinstimmend, lässt anneh-
men, dass in diesem Winkel der
Erde vor den Toren Roms ein
Ereignis Tatsache wurde, wofür
es keine menschliche Erklärung
gibt und das dem Geheimnis des
Übernatürlichen angehört.
Die letzte Antwort obliegt der
Kirche. Stefano De Fiores, einer der bekann-
testen lebenden Spezialisten in marianischer
Forschung, bekräftigt: „In Civitavecchia
gibt es keine andere logische Erklärung aus-
ser der Annahme, dass es sich um ein göttli-
ches Ereignis handelt“ und fügt hinzu: „Das
hier ist der Finger Gottes“.
Was wollte Maria uns
vor zehn Jahren sagen
Was bedeuteten die Tränen aus Blut,
die aus ihrem Antlitz flossen? Zehn
Jahre sind es her, seit in Civitavecchia
eine kleine Statuette aus Medjugorje
Blut zu weinen
begann, zuerst vor den
Augen eines fünfjährigen Mädchens.
Es ist nicht das erste Mal, das sich ein ähnli-
ches Geschehen ereignet, doch ist dieses
eher aussergewöhnlich, da es in der Folge
durch die Hände des Bischofs überprüft
wurde, der zuerst sehr skeptisch und ableh-
nender Ansicht war.
In seinem Erinnerungsschreiben sagt
So war die Frau nicht
im Gedanken Gottes
Gott schuf sie nach seinem Bilde, wie er
den Mann gemacht hatte. Ein einziges Bild,
das jedoch eine klare Unterscheidung in
sich trug: „Als Mann und als Frau schuf er
sie“ erzählt die Bibel im Schöpfungsbericht.
In sie legte er die Teile von sich, die direkt
in die tiefsten Schichten seines göttlichen
Seins zurückgreifen: Empfindsamkeit,
Intuitivität, Zartheit, Fähigkeit, sich gren-
zenlos und ohne Umschweife hinzugeben;
die Seelenstärke gepaart von reiner
Schönheit des Körpers, der sanfte
Aufnahme und Hingabe des Lebens gibt.
Und doch erleidet die Frau seit jeher die
Hiebe, die aus einer andern Mentalität stam-
men und Tendenz hat, sie auf die Ebene
einer althergebrachten, atavistischen
Minderwertigkeit, Unterwürfigkeit und
Ausgrenzung zu erniedrigen. All dies war
nicht im Plane Gottes sondern vielmehr
menschliches Produkt.
Wir sagen nichts Neues. Seit
Jahrzehnten wird darüber gesprochen. Aber
heute fragen wir uns: was hat sich wirklich
geändert? Wieviel des Geschriebenen,
Gesagten und Erkämpften diente wirklich,
um das Schicksal von Millionen von Frauen
zu verbessern, die heute in Sklaverei,
Ausnutzung oder Unwissenheit leben?
Die Antwort überlassen wir dem
Gewissen eines jeden von uns, aber auch
den Gegebenheiten, welche die sozialen
Organisationen mutig verbreiten, um die
verschiedenen Wunden anzuprangern, die
die frauliche Welt bedrängen. Angefangen
mit dem schamlos legalisierten Handel der
Prostitution, der die Taschen bösartiger
Menschen stopft die gutgläubige arme und
ungebildete Frauen zu solchem Dienst „ein-
berufen“, denen Zukunft und frauliche
Würde gewaltsam entrissen wird und denen
kein besseres Schicksal verdienstvoll
erscheint. Viele Minderjährige. Viele
Verzweifelte. Alles Betrogene. Häufig ent-
führt um verkauft zu werden und unersättli-
chen männlichen Egoismen zu dienen.
Dazu: die schlimmen Verstümmelungen,
unter denen Millionen afrikanischer Frauen
seit dem Kindesalter leiden: sie verbieten
ihnen die freudige Teilhabe an der Liebe in
all ihren Ausdrücken – physisch und emo-
tional - und garantieren dem Manne deren
ausschliesslichen Besitz.
Weiter: das gelebte Patriarchat in vielen
Ländern und Religionen als ungeschriebe-
nes Gesetz, das die Frau als minderwertige
Kategorie einstuft, unfähig zu öffentlichen
oder ähnlichen Verantwortungen. Darunter
die vielen, zu vielen, die nicht einmal ihr
eigenes Gesicht zeigen dürfen ...
Halten wir ein. Die Aufzählung würde
zu lange und zu schmerzlich. Der 8. März –
Tag der Frau –
zündete wie jedes Jahr
Lichter auf ein Szenario, das die Welt zum
Leuchten bringen könnte durch seine
Schönheit, das in Wirklichkeit aber Schatten
auf unsre Menschheit wirft. An diesem Tag
waren die Mimosen auf dem Eis Bild dieser
solidarischen Interessen. Sehr schnell aber
zerfielen sie in den Schatten des totalen
Stillehaltens.
Es liegt nicht an uns zu urteilen. Wir wol-
len uns beschränken zu erklären: nein, so
hat Gott die Frau nicht erdacht...
Es
genügt zu sehen, wie Jesus, der Gott-mit-uns
die Frau zum integren Teil seines eigenen
Lebens und seiner persönlichen Sendung
erhob. Angefangen bei Maria – dem
Mädchen aus Nazareth – bis zu Magdalena –
die Frau, die ihm bis zu den Schrecken des
Kreuzestodes folgte aber auch den Vorzug
hatte, die erste Verkünderin der
Auferstehung zu sein. Und die vielen
andern, Randfiguren oder auf erster Ebene,
die ihm gefolgt sind und das öffentliche
Wirken des Messias befruchtet haben.
Dieser Blick auf das Evangelium führt
uns zur Annahme, dass die Kirche, geliebte
Braut Christi, sich auf dieselbe Weise
benimmt in Bezug auf die Frauen, die die
feinern Netze ihres Kleides weben, seien sie
Geweihte oder Laien. Es ist nicht immer so,
obwohl ihr Hirte, unser geliebter und guter
Vater, wiederholt und mit Herzenswärme das
weibliche Genie gepriesen hat als unersetzli-
ches Element im Leben der Welt und der
Kirche. Tatsache ist, dass eine immer noch
stark klerikale und vermännlichte Vision die
Frau oft noch in servile und zweitrangige
Rollen eingrenzt, das Herz Gottes schlecht
verstehend, das im Gegenteil mit verliebten
und bewundernden Augen auf die Frau
blickt, dankbar für ihre Fähigkeit zu lieben
auch wo sie nicht zurückgeliebt wird, und
fruchtbar zu sein, auch dort wo andere sie
steril halten möchten
Wer weiss woher diese Einschüchter-
ungen kommen? Vielleicht weil sie unfähig
ist, zu schweigen vor der Lüge? Vielleicht
wegen ihrer angeborenen Freizügigkeit, der
diffusen Suche nach Macht zu widerspre-
chen? Nicht immer ist es so. Viel hat sich in
diesen letzten Jahren getan und zahlreich
sind die Stimmen, die in der Kirche mit
Autorität und Wertschätzung von der Frau
sprechen. Und doch bleibt noch viel zu tun,
um der Frau das, was ihr in vergangenen
Jahrunderten und über zu viele
Generationen hinweg genommen wurde,
wieder gutzumachen.
Es dürfte nicht schwer sein. Es genügt,
Gott nach zu ahmen, der seit vielen Jahren
durch seine besondere Gegenwart in
Medjugorje beweist, dass er auf seine
Mutter baut und ihrer Fähigkeit vertraut,
immer und überall Königin des Friedens zu
sein.
Stefania Consoli
Frauenbefreiungsbewegung
hat zwei Seiten
Zu ernsten Bedenken Anlass gibt die
Tatsache, dass in den sogenannt kulturell
„ent-wickelten“ Ländern der Feminismus
neben guten auch äusserst fragwürdige
Blüten treibt und giftige Früchte hervor-
bringt. Obwohl hier die Frauen nicht von
ihren Männern versklavt sind und zu allen
Ämtern, Bildungs - und Wirtschaftsange-
boten Zutritt haben, nimmt die Bedrohung
des Lebens keineswegs ab, sondern zu.
Die Familien zerfallen wie nie zuvor,
Kinderlosigkeit und Kinderablehnung,
Gewaltakte, Gefühlsarmut, Hass zwischen
den Geschlechtern und Generationen,
Bedrohung durch Wissenschaft, Forschungs
- Wohlstands - und Machtgier, Verein-
samung, erschreckende Zunahme von
Prostitution und Homosexualität, Legalität
von Abtreibung und Euthanasie als
Sebstverständlichkeit und Menschenrecht,
fragwürdige Rechtsnormen wie z.B.
„Antidiskriminierungsgesetz“ in der EU,
Hunger, Krieg und Terror sind nur
Stichworte.
Sie zeigen aber, dass seit der
Emanzipation der Frau die Probleme sich
höchstens verlagern, meist gefährlicher,
jedenfalls nicht kleiner werden oder sich gar
lösen lassen. Was haben Frauen und Männer
der Moderne aus der Chancengleichheit
zwischen den Geschlechtern gemacht? –
Nein, auch so hat Gott weder die Frau noch
den Mann gedacht.
Maria wird weiter weinen müssen, bis
ihre Kinder ihr Vorbild als Frau und Mutter
endlich nachahmen und Männer und Frauen
gemeinsam und sich ergänzend auf die ern-
sten Mahnungen , Ratschläge und sogar
Bitten der Königin des Friedens hören, um
durch die Kraft der Liebe zu Gott und unter
den Menschen das Böse in der Welt zu
besiegen. Dazu will sie uns helfen.
Vergleiche dazu die wunderbare
Enzyklika zur Würde der Frau „Mulieres
Dignitatis
“ von Johannes Paul II.
Rita Gervais
4
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Philomena und Pauline
Heiligkeit in fraulichem Alltag
Die heilige Philomena, Märtyrerin ver-
mutlich aus der Zeit der Diokletianischen
Verfogung, blieb unbekannt bis zu Beginn
des XIX. Jh., als ihr Grab in der antiken
Katakombe der hl. Priscilla entdeckt wurde.
Doch das Entdecken brachte wenig Neues
über ihr Leben ausser ihrem jugendlichen
Alter (circa 12-13 Jahre), dem Namen
(Philomena) und dem Beweis, dass sie den
Märtyrertod gestorben ist.
Es gab keine Dokumente über eine junge
Märtyrerin dieses Namens, aber vielleicht
wollte Jesus den guten Wein bis jetzt zurück-
behalten
(vgl. Joh 2,10) – wollte sie verbor-
gen halten bis in unsre Tage, um, einmal ent-
deckt, unverzüglich damit zu beginnen , auf
ihre Fürsprache hin Wunder zu wirken. Sehr
schnell wurde sie bekannt, geliebt und ange-
rufen. Es war aufgrund ihrer „mächtigen
Fürsprache“ und ausnahmsweise, dass sie
die offizielle Anerkennung der Kirche schon
nach 35 Jahren und bevorzugterweise durch
ein Messoffizium erlangte.
Von mehreren Päpsten und Heiligen ver-
ehrt
Papst Gregor XVI autorisierte die öffentli-
che Verehrung der Heiligen und proklamierte
sie zur „Patronin des Lebendigen
Rosenkranzes“,
einem von der seligen
Pauline Jaricot gegründeten Werk. Pius IX.
gab ihr den Titel „Patronin der Kinder
Mariens“,
während unter den zahlreichen
Heiligen der Name des hl. Pfarrers von Ars
hervorsticht (hl. Johannes Vianney). Er pfleg-
te für sie eine fast zärtliche Verehrung schrieb
ihr die zahlreichen Wunder gut, die in Ars
geschehen sind, eingeschlossen seine eigene
wunderartige Heilung. Er empfahl allen, sie
um ihre Fürsprache zu bitten und verbreitete
die Verehrung Philomenas besonders als Hilfe
für die Missionspriester.
Ihre Reliquien werden im Heiligtum Sta.
Filomena in Mugnano del Cardinale aufbe-
wahrt (Prov. Avellino/Italien, unweit von
Neapel). Ihr Fest ist der 11. August, das in
diesem Jahr besonders gefeiert werden dürf-
te, da es der zweihundertste Jahrestag der
Übertragung der Reliquien von Rom nach
Mugnano ist. Ein besonderes Jahr, sicher
reich an besonderen Gnaden der sympathi-
schen Heiligen. „Sehr geliebt von der
Königin der Märtyrer, bleibt ihre Fürsprache
mächtig bei Gott“, versichert der Rektor des
Heiligtums, Msgr. Braschi.
Heilung der Gründerin des „Lebendigen
Rosenkranzes“
Eine andere aussergewöhliche junge
Frau gehört zu ihren Verehrerinnen: die sel.
Pauline Marie Jaricot, Tertiarin des Hl.
Dominikus, aus Lyon (F),
deren
Seelenführer der hl Pfarrer von Ars war.
An Herzkrankheit leidend pilgerte sie
unter grössten Schwierigkeiten und mit viel
Mut nach Rom, um den Papst zu sehen.
Aber ihr Gesundheitszustand erlaubte ihr
nicht, Bett und Zimmer zu verlassen, wo
sie beherbergt war, so ging der Heilige Vater
zu ihr. Ein paar Tage später machte sie sich
erneut auf den Weg und ging zum Heiligtum
der hl. Philomena, wo sie augenblicklich auf
wunderbare Art geheilt wurde. Sie suchte
den Papst auf, um ihm das Wunder zu zei-
Die Nahrung kommt von ihr
Jede Mutter, die ein Kind in ihrem
Schoss aufnimmt, ist während der
Schwangerschaft ganz mit ihm. Damit
beginnt das Abenteuer ihrer intimen
Bekanntschaft. Nach der Geburt nährt sie ihr
Kleines mit ihrer eigenen Milch, um die
sechs Monate mit halbflüssigen Päppchen
und nach den ersten Zähnen mit soliderer
Kost. Sie begleitet es im Wachsen, hält sich
allmählich zurück weil das Kleine grösser
wird, damit es selbständig werde und seiner-
seits später Leben zeugen oder gebären
kann. Sie zieht sich zurück um ihm Raum zu
lassen, ohne je es vor Gott zu vergessen und
an seiner Seite bereit zu sein in den grundle-
genden Augenblicken des Lebens, aufmerk-
sam auf den Geist horchend, was er ihr zei-
gen wird für das Geschöpf Gottes, das er ihr
anvertraut hatte.
Genau so tut es Maria, unsere Muter,
in Medjugorje. Tausende Kinder nimmt sie
an, die nie etwas von der Liebe Gottes
gehört haben, weckt andere auf, die ihn ver-
gessen haben und gebiert sie zu göttlichem
Leben. Zu Beginn kümmert sie sich, sie von
der Sünde zu reinigen, dann setzt sie sich für
sie ein und erreicht überschäumende
Begeisterung und Freude, Früchte des
Tröstenden Geistes.
Zuerst nährt sie sie mit süsser Milch um
danach etwas solidere Kost zu bereiten,
immer aber begleitet sie sie persönlich auf
ihrem Weg, macht sie aufmerksam auf das
Wirken des Widersachers und auf mögliche
Irrtümer, verweist auf gemachte Fehler und
eventuelle Gefahren, damit sie konkret
durch jedes Böse der Welt hindurchgehen
können, um es mit Christus zu besiegen.
So geschah es in den nahezu 24 Jahren
der Erscheinungen: Maria fährt fort, den
Neugebornen ihre Milch zu reichen und
festere Kost jenen die im Wachsen sind.
Darum rief sie verschiedene Realitäten ins
Leben, die die Aufgabe haben, die nötige
Nahrung für die verschiedensten
Bedürfnisse ihrer Kinder zu verteilen,
genau wie es die Mutter in einer grossen
Familie tut: aufmerksam für die Bedürfnisse
der Kleinsten, für jene die im Lernen stehen
wie für die, die bereits arbeiten oder jene,
die krank sind.
In Medjugorje finden wir viele davon,
solche die in der Pfarrei tätigen sind bis zu
den verschiedenen Kommunitäten von
Geweihten oder in karitativen Werken
Engagierten rund um das Heiligtum der
Königin des Friedens herum.
Persönlich fühle ich mich angezogen von
jenem Kreis, der aus der Gebetsgruppe von
Jelena und Marijana Vasilj entstanden ist.
Hier möchte ich die Vorschläge, die die
Gottesmutter der Gebetsgruppe mitteilt, auf-
nehmen und vertiefen. Es ist ein Weg, wo
Maria uns führt, unser Leben Jesus hinzuge-
ben durch ihr Unbeflecktes Herz, sei‘s als
Einzelperson aber auch zusammen in einer
kleinen Gruppe, die wir Bruderschaft nennen.
In einer Botschaft vom 25.02.1988 erkennt
man in klaren Zügen diesen Ruf:“Bezeugt
durch euer Leben und opfert euer Leben für
die Rettung der Welt ...“, sagte sie.
Gemeinsam strengen wir uns an, dies zu
tun. Wir sind Menschen ganz verschiedener
NACHRICHTEN VOM
GESEGNETEN LAND
gen, was zur frühen Kanonisation der
jugendlichen Heiligen beitrug.
Mit vielen Talenten begabt wünschte
Pauline von klein auf, den Armen beizuste-
hen und die Liebe Gottes zu verbreiten. Sie
war noch jung, als sie ein Werk gründete, das
nicht aufgehört hat zu wachsen in allen Teilen
der Welt. Als sie betroffen war von den
Lebensumständen der Armen und dem Elend
jener, die Gott nicht kennen, machte Pauline
eine Kollekte für missionarische Aktivitäten
in der Kirche. Sie hatte die Idee, zehn
Freundinnen um eine kleines Opfer zu bit-
ten, jede von ihnen hatte die Aufgabe, zehn
weitere zu finden.
Auf diese Art – so sagte
sie – können wir denen helfen, die es nötig
haben und dazu beitragen, uns in Gott zusam-
men zu schliessen. Dies war der Beginn des
Werkes „ Propaganda Fede“.
Einige Jahre zuvor hatte sie den
Lebenden Rosenkranz“ gegründet – mit
dem ihr eigenen System, Freundinnen zu
bitten, andere Freundinnen zu ermutigen,
die bereit waren zu beten, wenn nicht den
ganzen Rosenkranz so doch zu mindesten
einen Zehner, fünf Zehner .... Das
Rosenkranzgebet wurde von Papst Gregor
XVI. der heiligen Philomena als Patronin
anvertraut, der Pauline ermuntert hatte:
Betet zur heiligen Philomena, um was
immer man sie bittet erhält man“.
Pauline Jaricot organisierte auch ein
soziales Projekt auf christlicher Basis
zugunsten der Arbeiter. „Ihr Vorhaben schei-
terte gleich zu Beginn, bereitete aber
geheimnisvoll den Weg für eine Erneuerung
der sozialen Aufgaben in der Kirche vor, der
in der Enzyklika Rerum novarum“ Leo XIII.
entwickelt wurde“, schreibt Johannes Paul
II. in seinem Brief an den Erzbischof von
Lyon aus Anlass der zweihundertsten
Jahrestags der Geburt von Pauline. Im sel-
ben Schreiben lobt der Heilige Vater ihren
starken Willen und Unternehmensgeist, der
in der Liebe zur Eucharistie wurzelte: „Ihr
Alltag wurde erleuchtet von der
Eucharistie und der Anbetung des
Allerheiligsten.
Sehr früh zeigte sich ihr
Wunsch, „lebendige Eucharistie“ zu wer-
den,
erfüllt zu werden vom Leben Christi
und sich zu tiefst seinem Opfer zu vereinen,
um auf diese Art die beiden unzertrennli-
chen Dimensionen des eucharistischen
Geheimnisses zu leben: Danksagung und
Wiedergutmachung.
Das liess den heiligen
Pfarrer von Ars ausrufen: „Ich kenne
jemand, der hat viele und schwere Kreuze
und trägt sie mit grosser Liebe: es ist
Mademoiselle Jaricot. Ihre Spiritualität ist
geprägt von ihrem Wunsch, in allen Dingen
Christus nachzuahmen“.
Pauline wurde eine wahre Jüngerin
Christi, schrieb Papst Leon XIII: „... dank
ihres Glaubens, ihres Vertrauens, ihrer
Seelenstärke, ihrer Zartheit und der heitern
Annahme aller Kreuze“. Geboren am 22.
Juli 1799, erlebte sie in ihren letzten
Lebensjahren selber Armut und starb am 9.
Januar 1862.
Ihr Selig - und Heiligsprechungsprozess
ist angehoben. Bevor dessen Ziel erreicht
sein wird, wartet die Kirche auf eine göttli-
che Bestätigung in der Form von Wundern.
Rufen wir sie in grossem Vertrauen an, um
wahr zu machen, dass diese Wunder vom
Himmel regnen zur Ehre Gottes und zum
Wohl der Kirche, deren Glieder wir sind.
Lasst uns – wie sie zu sagen liebte –
Streichhözer werden, die das Feuer entfa-
chen“.
Beverley K. Drabsch
5
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So lud mich Maria
in Ihr Haus ein...
Ich erinnere mich, als ich zum ersten
Mal das Echo Mariens in der kleinen,
unterirdischen Kapelle
der griechisch-
orthodoxen Kirche meiner Stadt vorfand. Es
war im Jahr 1997 in einer kleinen Stadt im
mittleren Norden Rumäniens,
und ich war
noch nicht 17 Jahre alt. Für mich, die ich
nach einem Wort des Lebens hungerte und
die Begegnung mit Menschen mit derselben
Sehnsucht nach Ewigem herbei sehnte, war
dieses kleine Blatt ein großes Geschenk. Ich
spürte sofort, dass diese Botschaften der
Madonna mich nährten, mich befreiten,
mich in ein Licht tauchten, das alles in mir
erfüllte. Dazu noch die Artikel, in denen die
Menschen von ihren Erfahrungen mit Gott
sprachen, oder von alltäglichen als auch
besonderen Ereignissen aus dem Leben der
Kirche berichteten, verliehen mir unendli-
che Freude, denn ich war mir bewusst, dass
ich nicht die einzige war, diese große
Sehnsucht nach Gott, nach Heiligkeit,
Lebenshingabe zu spüren, sondern ich hatte
Anteil am Leib Christi, der mit ganzer
Kraft zu Gott hin strebte.
Ich schrieb also der Ordensfrau (Sr.
Anka A.d.R.), die das Echo aus dem
Italienischen übersetzte, mit der Bitte, mir
dieses regelmäßig zu schicken. Später
bekam ich von ihr auch das Buch „Lebt die
Liebe“, das die Botschaften von Medjugorje
enthielt. Mit meiner Schwester begann ich
diese sofort zu lesen, den ganzen
Rosenkranz jeden Tag zu beten, am
Mittwoch und Freitag zu fasten und die hl.
Messe so oft wie möglich zu besuchen. Wir
lernten uns dem Unbefleckten Herzen
“Liebe und gib alles hin,
gib dich ganz hin ...“
Es sind die Worte eines Chansons, das
sich am berühmten „Hohelied der Liebe“
des heiligen Paulus im Korintherbrief inspi-
riert (vgl. 1 Kor 12,31b – 13,13). Es ist mir
schon vorgekommen, sie während der
Eucharistischen Anbetung zu gebrauchen;
und während die Seele Gott lobt im Gesang,
taucht sie ein in das Geheimnis der Liebe
und der Ganzhingabe an Christus, der sein
ganzes Sein hingegeben hat für unsre
Rettung.
Vielleicht fragen wir uns in einem sol-
chen Moment: Wie können wir Ihm nach-
folgen? Können auch wir die Liebe leben
wie Er sie gelebt hat? Müssen auch wir
am Kreuz sterben aus Liebe?
Das
Evangelium sagt es klar. Vor allem in
Johannes 13-17. Jesus lässt den Aposteln
und uns allen sein geistiges Testament,
erfüllt hier auf Erden als vom Vater gesand-
ter Sohn den Sinn seiner Mission und lädt
uns ein, seinem Beispiel zu folgen.
Seit dem Mutterschoss hat Gott Vater
uns geliebt. Jederzeit gibt er uns seinen
Segen und bewahrt uns vor dem Bösen,
indem er uns unter den Schutz der Madonna,
der Engel und Heiligen stellt. Er ist mitten
Herkunft, Kultur, sozialem Stand. Aus ver-
schiedenen Orten wo wir gelebt haben, hat
Maria uns nach Medjugorje gerufen wo
jedes sich verpflichtete, seine kleinen oder
grossen Schwierigkeiten anzupacken. An
diesem Ort der Gnade liess der Heilige Geist
uns durch die Begegnung mit dem lebenden
Gott und der lebenden Madonna die Kraft
der Gemeinschaft erfahren um das Böse zu
bekämpfen das wir in den Bedrängnissen
unsrer Zeit zu durchleben haben.
Wir
opfern unsere ganze
Verfügbarkeit Gott auf, vereint mit
Christus in seinem Kreuz, Tod und
Auferstehung.
Hier erhoffen wir ständig
eine wahre Erhöhung, die uns zum Vater
bringt. Die heilige Messe, die sich in Leben
verwandelt, ist der Ort, wo sich dieser
Durchgang vollzieht.
Auf diesem Weg waren zahlreiche und
schwierige Kämpfe zu bestehen, aber das
Beispiel der andern spornt uns an, voran zu
gehen und den Frieden auf dem Grund unse-
res Herzens in allen Prüfungen des Lebens
aufrecht zu erhalten, vereint im Glauben,
der Hoffnung und der Liebe. Schritt für
Schritt gehen wir voran und die
Widerwärtigkeiten, denen wir im Leben
begegnen, sind immer weniger Gegenstand
von Vorurteilen, Verurteilung oder
Verzweiflung, denn durch das Opfer „für
Christus, mit Christus und in Christus“
wer-
den sie zum Durchgang zu einem „neuen
Leben“, werden Gelegenheit des Heils für
uns und andere. Und in all dem fährt die
Madonna fort, an unsrer Seite mit uns zu
gehen.
Elena Ricc
i
Mariens und Herzen Jesu zu weihen, mit
denselben Worten, die die Madonna selbst
Jelena übermittelt hatte. Anfangs schienen
mir die Gebete wie andere auch, dann aber
merkte ich, dass die Weihe nicht nur ein ein-
faches Gebet war, sondern etwas, das mei-
nen Alltag gänzlich veränderte: Es war ein
völliges Anbieten, eine totale Hingabe an
Gott, durch welche Er mein Leben lenkte
und zur Vollendung brachte, mit Seiner
selbst füllte. Kurz und gut, es war ein ganz
anderes Leben!
Indem wir die Botschaften befolgten,
spürten wir in uns den Wunsch, nach
Medjugorje zu fahren
und eine tiefere
Bekanntschaft mit Jener zu machen, die
unser Leben so veränderte und die uns durch
Ihre Liebe vereinte. Es verging jedoch eini-
ge Zeit, bevor sich unser Wunsch erfüllen
konnte. Unsere Eltern waren nämlich dage-
gen. Aus verschiedenen Gründen:
Medjugorje befand sich in einer Kriegszone,
die Kämpfe waren noch nicht völlig abge-
flaut und der Weg war lang (Reisezeit: einen
und einen halben Tag sowie eine Nacht!)...
Außerdem konnten sie nicht den Grund
unseres Wunsches verstehen, denn sie lebten
nicht im Glauben und besuchten auch nicht
die Kirche. Schließlich war da noch eine
andere Sache, die berücksichtigt werden
musste: Die Reise war nicht billig, vor allem
für eine Familie mit vielen Kindern.
Ich erinnere mich, dass ich nach der wie-
derholten Ablehnung zu meiner Schwester
sagte – sie litt noch mehr als ich darunter,
nicht hinfahren zu können – wir können ja
Medjugorje daheim erleben, dass unser
Medjugorje hier war, auf dem Altar, wenn
wir die hl. Messe besuchten und dass in der
Eucharistie alles war:
Jesus und Maria
sowie der ganze Himmel dazu.
Ich erinnere mich, dass es für mich wirklich
so war: Wenn ich die Worte Mariens lebte,
spürte ich Sie in meinem Herzen immer
lebendiger, und niemand konnte mir diese
Freude nehmen, auch nicht die Tatsache,
dass ich Sie nicht bei Ihr daheim besuchen
konnte. War es nicht etwa das, was uns die
Königin des Friedens lehrte? Jeden Tag mit
Ihr leben, Jesus in den Mittelpunkt unseres
Leben stellen, aus Ihm unsere größte
Freude, unser alles machen...
Ich erreichte Medjugorje das erste Mal
erst im Jahr 2000, zusammen mit einer
Gruppe Jugendlicher zum das Festival im
Jubiläumsjahr. Ich fand mich gleich wie
zuhause: Die Ruhe, die Botschaften, der
vollständige Rosenkranz, die tägliche
Liturgie, die Anbetung
waren schon Teil
meines Leben, ich konnte sie jedoch noch
tiefer erleben. Ich konnte mich diesen so zu
sagen ausschließlich widmen. Viele erwarte-
ten Zeichen und wollten die Madonna
sehen, wanderten von einem Seher/einer
Seherin zum anderen/zur anderen; ich
jedoch gewahr die Madonna auch in der
Luft, die ich einatmete und hatte das
Bedürfnis zu beten, beten, beten, mit Ihr zu
sein, Ihr zuzuhören, Sie nachzuahmen.
Nach meiner Rückkehr nach Hause
schloss ich mich einer Gebetsgruppe an, die
eben in Medjugorje entstanden ist und die
Anbetung und das Gebet in den Mittelpunkt
gesetzt hat. Ich befand mich im dritten
Unistudium, hatte viel zu lernen und es
eröffneten sich für mich viele
Möglichkeiten, ich empfand jedoch, dass
mein Leben dort war: im Gebet, in der
totalen Hingabe meines Lebens,
wie die
Mutter in Medjugorje sagte. Ich spürte, dass
ich „da der Menschheit mehr schenken
konnte“: in der Anbetung, im Gebet, in der
Betrachtung, d.h. in der Begegnung mit dem
lebendigen Gott, der mein Herz reinigt und
ich der Welt die größte Liebe schenken
kann.
Ich spürte, wie mich Maria immer
mehr zu Christus hinzog. Im Herzen hallten
die Worte wider: „Danke, dass du meinem
Ruf gefolgt bist“,
wobei ich noch nicht voll-
kommen auf Ihren Ruf geantwortet hatte.
Ich hatte nicht alles gegeben, wirklich alles.
In den folgenden Jahren kehrte ich sechs
Mal nach Medjugorje zurück, um für
Erleuchtung zu bitten und zu verstehen, wie
ich Ihr alles schenken konnte. Jedes Mal
hat sich Maria für
Reise- und
Aufenthaltskosten gekümmert; einige
Male auch auf unverständliche und total
überraschende Weise. Und alles deswegen,
um mich dorthin zu bringen, zu dem Ort,
wohin Sie Gottvater gesandt hatte, um Ihre
Kinder an den „Weg des Friedens“ zu erin-
nern und ihnen zu helfen, „in Heiligkeit und
Wahrheit“ auf ein erfülltes Leben hin zu
wandeln. Denn Sie wusste, wenn ich die
unendliche Liebe des Lebendigen Gottes
angetroffen und berührt hätte, so hätte ich
nichts anderes mehr auf dieser Erde
gewünscht, mich ganz Ihm zu schenken und
mich in Seinen Diensten zu stellen.
Heute nehme ich als Geweihte teil an
einer kontemplativen Gemeinschaft, die
ich in Medjugorje
kennen gelernt habe,
und in der Stille des Gebetes, durch das
Unbefleckte Herz der „Vollkommen
Heiligen“,
biete ich mein Leben für die
Rettung der Welt an, auf dass sich die Pläne
Gottes für die heutigen Menschen verwirkli-
chen können. Ich bete, damit jeder Mensch
die Einladung der Königin des Friedens zu
Gebet und Bekehrung des Herzens anneh-
me, um somit die unendliche Güte, ergrei-
fende Schönheit Gottes, entdecken zu kön-
nen, und die unermessliche Freude zu haben
- in Begleitung einer Unbefleckten Mutter -
in Ihm, für Ihn, mit Ihm, wie Er zu leben.
Cristina Palici
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“Kehrt zurück zum ersten Feuer”
Licht-Gebärerin
In ihren Botschaften bittet uns die
Königin des Friedens leidenschaftlich insi-
stent und in vollkommener Übereinstim-
mung mit dem Evangelium, „Licht für alle“
(Botsch. vom 05.06.86) und „Zeugen im
Lichte“
(ibid.) zu sein; ebenso: „das Licht
Gottes überall zu verteilen“
(Botsch. vom
02.06.87). Maria bittet uns im besondern,
ihr Licht zu werden“ (Botsch. vom
18.03.88), um „alle zu erleuchten, die im
Dunkeln leben“ (ibid.).
Mit dem typischen Ausdruck des
Johannesevangeliums, genau jenes
Apostels, der die Tradition und die Schriften
als den nennen, der Maria am nächsten
stand, identifiziert sich „Licht“ mit dem
unerschöpflichen Lebens - und Liebesstrom
Gottes, der für immer dem Herzen des geop-
ferten Lammes entspringt, dem einzig wah-
ren Lebensquell für die Seelen und das
ganze Universum: die wahre „Feuersäule“
(Ex 13,21), die das neue Bundesvolk der
Umarmung des Vaters entgegenführt (vgl.
Joh 19,35). Dies ist das Licht, das das Neue
Jerusalem erleuchtet: „Die Stadt braucht
weder Sonne noch Mond ... und ihre Leuchte
ist das Lamm
(Offb 21,23).
Das ist das ungeschaffene und bele-
bende Licht, das Maria uns bittet, zu der
Vielzahl der Brüder zu tragen
die überflu-
tet sind von der tiefen Dunkelheit dieser
Zeit, indem sie uns einlädt Widerschein Jesu
zu sein, der diese ungetreue Welt, die im
Dunkel wandelt, zu erleuchten
(Botsch
05.06.1986). Sie, die das Wort Gottes in die
Zeit hineingeboren hat, das einzige „Licht
der Welt“ (
Joh 8,12), ist heute vom Vater
gesandt, in den Herzen und in der ganzen
Schöpfung das unauslöschliche Leben des
Sohnes wiederzugebären, das wahre „Licht
der Menschen“
(Joh 1,4).
Wir wissen aber, dass die Geburt
Marias durchaus nicht schmerzlos war.
So ist es gerade Sie, angerufen im „grossen
Zeichen“
(Offb 12,1) der „Frau mit der
Sonne bekleidet ... Sie war schwanger und
schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen
(ibid.), die der Vater schickt um die Scharen
der Söhne des Lichts anzuführen im ent-
scheidenden Kampf gegen die Söhne des
„Drachen“ „der die ganze Erde verführt“
(Offb 12,9). „Geliebte Kinder, ich wünsche,
dass Ihr Kinder des Lichts und nicht der
Finsternis seid. Lebt darum das, was ich
euch sage“
(Botsch vom 25.081993); „Ich
lade euch, geliebte Kinder, ein, Friede zu
werden wo kein Friede ist und Licht wo
Dunkelheit herrscht, damit jedes Herz das
Licht annehme und den Weg des Heils“
(Botsch vom 25.02.1995).
Die Anwesenheit der Königin des
Friedens in Medjugorje steht im Zeichen
eines entscheidenden geistigen Kampfes mit
den vielförmigsten Mächten und Fürsten der
Finsternis, die heute mehr denn je die
Herzen der Menschen angekettet halten und
den Plänen der Muttergottes sich entgegen-
stellen. Dies ist auch die prophetische
Verkündigung im Buch der Apokalypse:
Der Drache stand vor der Frau, die
gebären sollte, er wollte ihr Kind verschlin-
gen, sobald es geboren war
(Offb 12,4);
dazu passen Marias Worte: „Ich bin mit
euch ... trotz dem dass Satan meine Pläne
unter uns gegenwärtig mit der belebenden
Kraft des heiligen Geistes, der alles neu
macht; jeden Tag schenkt er uns seinen Sohn
zum Opfer in der Eucharistie, gibt uns die
Möglichkeit, das Opfer unseres Lebens
zusammen mit dem seinigen hinzugeben. Ist
das vielleicht wenig?
Wir können Liebe empfangen und
geben, die von Gott umsonst erhaltenen
Gaben zum Guten für unsere Brüder nutzen.
Wir können im Frieden und im Vertrauen
auf den Willen des Vaters die Leiden ange-
hen , gewiss dass keines verloren geht, weil
Er unser Gutes will und uns bei jedem
Schritt begleitet.
Alles steht in der Antwort der Liebe,
der persönlichen innern Entscheidung
und dem Sich- führen-lassen von Gott,
weil er uns innerlich umwandeln und all das
heilen kann, was noch krank und nicht
erhellt ist durch seine Liebe.
Es ist der Weg eines Lebens, das auf den
kleinen und grossen „Ja“ eines jeden Tages
aufbaut, diese konkreten Entscheidungen,
die uns immer näher zum Herrn führen. Er
will nicht, dass die Schwierigkeiten und
Probleme des Lebens uns erdrücken; er
überträgt uns kein Kreuz, das zu schwer
ist,
das wir nicht tragen könnten, sondern
gibt uns die Freiheit zu wählen: es zurück-
zuweisen und zu flüchten, oder es mutig und
vertrauend zu umarmen, in tiefer Demut
dazu „ja“ zu sagen und uns von Ihm führen
zu lassen, der der Weg, die Wahrheit und das
Leben ist.
Oft sind wir voll von unsern Ideen,
unsern Programmen, Wünschen und
Gedanken und drehen uns um uns selbst,
ohne in uns einzukehren, in die Tiefe, wo
der Herr zur Seele sprechen und sein göttli-
ches Leben mitteilen will.
Sich im Gebet vor Gott stellen, in tiefer
Aufrichtigkeit und Demut, stets offen für
etwas neues. Wir können zum Werkzeug in
seinen Händen werden, bereit „hinaus zu
fahren“
und uns mit unserm ganzen Sein ins
Spiel zu werfen, weil sich in uns und um uns
Gottes Liebesplan erfüllt.
Da fangen wir an, uns zu öffnen wie eine
Blume unter dem Strahl der Sonne, und
unser ganzes Sein jubelt. Egoismus und
Eigeninteressen schmelzen dahin und geben
reiner Liebe Raum, die nur dann so sein
kann, wenn wir sie bedingungslos, ohne
Forderungen, verschenken. Sie muss jedoch,
um sich zu reinigen, durch das Kreuz
lebendiges Opfer werden, gebrochenes
Brot, um andern Seelen Leben zu ermög-
lichen.
Dann werden wir uns gemeinsam
freuen, wenn der Vater uns zu sich ruft, um
die Güter zu geniessen, die denen verspro-
chen sind, die geliebt haben.
Chiara Piccinotti
zerstören will und die Vorhaben, die der
himmlische Vater hier verwirklichen will
(Botsch vom 25.09.1990).
Darum wünscht der Vater des Lichts
innigst, sich dem Auftrag der Mutter zu
vereinen,
damit sie in besonderer Weise
durch die Teilhabe an Seinem Geopferten
Herzen in den Scharen der seit Ewigkeit
erwählten Kindern das Licht Gottes in den
Seelen und im ganzen Universum erzeu-
ge.
So mögen diese zur Verlängerung der
lebendigen Gegenwart Marias unter den
Menschen dieser Zeit beitragen.: Geht und
gebt den Menchen das Licht meines göttli-
chen Sohnes. Gebt es ihnen zusammen mit
mir im Gebet und in der Liebe. Durch euch
wünsche ich alle Seelen zu berühren und
besonders den verhärtetsten das Licht zu
schenken
(Botsch vom 18.06.1987).
Die Gabe dieses höchsten Rufes, um
wirksam zu werden, verlangt nach einer
bedingungslosen Liebesantwort.
Das ist der
wertvolle Schlüssel, der die Sinne der Seele
öffnet um den Strom des himmlischen Lichtes
zu erfahren und anzunehmen, der ununterbro-
chen dem Herzen des Allerhöchsten entquillt.
Es ist auch die entscheidende Bedingung um
daraus echte Träger zu den Brüdern zu wer-
den! „Meine Kinder, wenn ihr dieses Licht
nicht erfährt oder es nicht seht, könnt ihr es
auch nicht an andere weitergeben, während
doch Gott euch einlädt, gerade dies zu tun“
.
Exakt das ist unser bedingungsloses
„Ja“ auf den Ruf der Königin des Friedens,
unser Leben der Hingabe des Geopferten
Lammes zu vereinen, das in uns die
Vaterschaft Gottes neu aufleuchten lässt
indem es uns zum wahren „Licht“ macht,
das „das Neue Jerusalem erleuchtet“ (Offb
21,21), diese „heilige Stadt, die vom
Himmel herniedersteigt und die Glorie
Gottes wiedergibt (Offb 21,10) Bereits
glänzt es im Unbefleckten Herzen der hier
und jetzt gegenwärtigen Mutter, die
wünscht, es durch die demütige Antwort
ihrer „lieben Kinder“ auf das ganze
Universum auszudehnen. Darum ruft sie
uns, „diese Flamme in der Nacht, die den
andern das wahre Licht zeigt“
(Botsch
14.01.1989) zu werden, damit es in allen
Seelen aufleuchte. So wird die ganze
Schöpfung völlig umhüllt vom gloriosen
Licht des Auferstandenen, um in Ihm erhöht
zu werden in die ewige Umarmung des
Vaters: „Macht darum, dass eure Hingabe
vollständig sei um wahrhaft fähig zu wer-
den, das Licht zu den Menschen um euch
hinzutragen“ (
Botsch vom 18.06.1987).
Giuseppe Ferraro
Schwäche des Christentums
Nicht die Stärke des Islams ist das
Problem bezüglich von Bedrohungsängsten
in der Gesellschaft, sondern die Schwäche
des Christentums, sagt Dr. Kurt Koch,
Bischof von Basel.
Fehlt das Glaubensfundament, erodie-
ren die christlichen Werte.
Manchmal habe er den Eindruck „Je
mehr die Menschen das Geheimnis von
Weihnachten vergessen, desto mehr Lichter
zünden sie an“, sagte der Bischof in einem
„Weihnachtsgespäch“. Dabei stehe hinter
dem Lichtermeer die Ursehnsucht des
Menschen nach Licht.
Die Menschen spürten nur instinktiv,
dass das christliche Weihnachtsfest mit die-
sem Licht in der Dunkelheit des Lebens und
in der Nacht unserer Welt etwas zu tun habe.
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background image
Villanova M.,
8. März
2004
Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
In der Wüste möge Maria ihren Blick auf uns
werfen und uns geleiten.
Wir stehen fest in der Sicherheit,
dass sie auch von ferne,
durch ihre Fürsprache uns nie verlässt.
So wird der Herr uns seinen Segen geben.
Neuabonnenten oder Adressänderungen
an das Sekretariat des ECHO senden:
SEKRETARIAT des ECHO MARIENS
CP 27 - I-31030 BESSICA (TV)
E-mail:
info@ecodimaria.net
E-mail Redaktion:
ecoredazione@infinito.it
ECHO auf Internet:
http://www.ecodimaria.net
Wie schön Füsse doch sind...
Ein paar Worte an die Verteiler des ECHO
Es ist nicht nur die Wertschätzung desje-
nigen, der eine gute Nachricht erhält und dar-
um den Weg dessen rühmt, der die Mühe auf
sich nimmt, die gute Nachricht auszutragen.
Es ist das Aufbrechen des Frolockens, dem
wir begegnen, wenn ein Wort Gottes bis zu
uns dringt. Es ist die Nachricht, die etwas in
unserem Alltag zu bewegen vermag.
Nicht nur, dass Gott sich unser erinnert
und uns durch seine Aufmerksamkeit
erreicht, sondern er kommt zu uns durch
jemanden, der sein Werkzeug ist.
So sind die Mitarbeiter des ECHO, die es
unter den vielen Brüdern und Schwestern
verteilen, Männer und Frauen jeden Alters
und Standes, die manchmal auch nur für kur-
ze Zeit aber unter zum Teil grossen Opfern
Werkzeug dieser Lebensverbindung werden.
Ich stelle mir vor, dass auch sie diese
Aufgabe nicht ängstlich erfüllen sondern mit
klopfendem Herzen wissen, dass sie etwas
sehr Wertvolles auf sich tragen.
Das Wort Gottes ist wert-voll
Ich bin überzeugt, dass jeder Überbrin-
ger des Evangeliums von dort ausgehen
muss. Ich erinnere mich sehr gut der Zeit,
die unser Don Angelo vor der Heiligen
Schrift zubrachte und wie Jahre der
Vertrautheit mit dem Wort Gottes ihn
schweigend vorbereitet haben mögen, das
ECHO MARIAS zu gebären. Es wird mir
immer mehr bewusst, wie wirkungsvoll es
ist - z.B. in der Predigt - konkrete Beispiele
zu nennen, Menschen, die sich Gott anver-
trauen, seinen Einladungen Gehör schenken
und dann feststellen, wie ihr Leben sich
ändert. Die Absicht Gottes über ihnen wird
Wirklichkeit. Sie werden zum lebendigen,
sichtbaren Wort.
Ein bescheidenes Wort, noch unterwegs,
sicher, aber lebendig, fähig, diese
Gegenwart weiter zu geben.
Wenn wir das ECHO lesen, erhalten wir
nicht nur Mitteilungen oder Überlegungen,
sondern Erfahrung. Wer die Artikel schreibt
weiss, dass es so ist: wer sie druckt: auch.
Auch die Sekretärin während sie mich
anruft, teilt mir von diesem Reichtum aus.
Ich spreche nicht von jenen die in der
Spedition arbeiten und sich mit materiellen
Problemen befassen müssen. Dort ist es, dass
das vermittelnde Wort aus Muttererfahrung
sich heute inkarniert. Und wir, die wir das
ECHO lesen, erhalten all dies.
Auf Entdeckung gehen
Es ist ein Ring in dieser Kette der eine
besondere Aufmersamkeit verdient: die
Verteiler. Der Ausdruck „Verteiler“ unter-
schätzt sicher ihre Rolle, ist aber derart radi-
kal, dass wir ihn so annehmen und gleichzei-
tig wissen, dass sich hinter diesem beschei-
denen Wort etwas Wichtiges verbirgt.
Der Annahme, das ECHO MARIAS aus-
zutragen, ist unverzichtbar ein früherer Weg
der Gnade vorausgegangen, den ich „apo-
stolisch“ nennen möchte.
Der Verteiler versteht es, einen Dienst zu
erfüllen, denn der erste, der dabei gewinnt,
ist er selber. Daraus folgt die Notwendigkeit,
das ECHO im voraus gelesen zu haben,
bevor man es verteilt, um darin „mein Wort
für mich“ zu finden und wenn nötig Gott
und seine Mutter zu bitten, dass sie mich
vorbereiten für dieses Apostolat. Wir brau-
chen keine Engel zu sein, aber, - unsrer
Grenzen wohl bewusst - Werkzeuge. Und
wie jedes Werkzeug gute Dienste zu leisten
hat, wenn es seine Funktion erfüllen will, so
mögen auch wir uns „gut gebrauchen las-
sen“ von Dem, der uns gerufen hat.
Gerechte Weisheit
Beim Verteilen des ECHO MARIAS wer-
den wir uns hüten, es wie eine ungeschickte
Reklame auszustreuen, die wir in der Post
finden. Das bringt eine Verschwendung der
Mittel. Die bedachte Kommunikation, wie
auch die Abwechslung der Nummern oder
der Probleme unseres Zeitschrift verdient
sicher einer bessern Verteilung. Wenn es uns
gelingt, dem Leser unser Gesicht zu zeigen,
können wir uns viel besser verständigen, mit-
einander verbunden sein.
Mir tut es gut zu wissen, dass es Leute
gibt, die an den Dienst glauben, den ich erfül-
le, und ich darauf vertraue, dass diese meine
Gedanken uns helfen können, alle zusammen
eine wirkliche grosse Familie zu bilden!
DANKE, liebe ECHO-Verteiler!
Don Alberto Bertozzi
AUFRUF FÜR‘S ECHO
Auch diese Nummer enthält einen Aufruf an
die Leser guten Willens, sie mögen beitragen
durch ihre Offerte, das ECHO am Leben zu erhal-
ten. Wie schon ausgeführt, riskieren wir, dass die
Verwaltungskosten die Spendenein-gänge über-
steigen, die die Vorsehung uns dank der
Grosszügigkeit vieler zukommen lässt, denen wir
unsere ganze Dankbarkeit aussprechen.
Wir sind sicher, fortfahren zu können dank der
Hilfe Gottes und der Pflichterfüllung aller.
Das ECHO-Team
Widmen wir diese Würdigung
DON ANGELO,
der vom Himmel aus uns beistehen,
uns segnen möge.
Beten wir zu und mit ihm,
und erinnern uns seines Heimgangs
am 3. März 2000.
ECHO MARIENS:
D-33104 Paderborn: Medjugorje Komitee,
Francesco Castagnetti, Konto-Nr. des
Begünstigten: 85738 Bankleitzahl:
47250101 Kreditinstitut des Begünstigten:
Sparkasse Paderborn
P.S.K. A-4400 Steyr Echo aus Medjugorje
Empfängerln: Margarete Heindler,
Kontonummer Empfängerln: 93001968 BLS
Empfängerbank: 60000
CH-4117 Burg: Rita Gervais-Weibel,
Geissberg 7 Konto in der Schweiz:
PC 40-4128-6 Raiffeisenbank, 4114
Hofstetten: Konto ECO DI MARIA
Fasten in der Wüste:
Eine Schule der Vertrautheit
und Liebe
Wenn der Exodus das Symbol des
Menschen auf dem Weg der
Vollkommenheit ist, ist die Wüste dessen
Lebensraum. In der Wüste lernt der
Mensch sich kennen und seine Wahl zu
treffen:
„Hiermit lege ich dir heute das
Leben und das Glück, den Tod und das
Unglück vor“
(Dtn 30,15-19). In der Wüste
reift das ausgedehnte und lebendige Gebet
heran, es gewöhnt sich an das Vorangehen,
man lernt die eigenen Grenzen kennen, den
eigenen Egoismus, die Faulheit,
Gefräßigkeit und vor allem die versteckten
Dinge: „Ich habe dich in die Wüste geführt,
damit du siehst, was in deinem Herzen ist“
(vgl. Exodus). Nun, das ist nicht alles.
Die Wüste ist die Schule göttlicher
Vertrautheit, der ruhige, grenzenlose Raum
der Begegnung mit der Unendlichkeit
Gottes.
In der Wüste wird das Gesetz Liebe
und der Mensch entdeckt, dass Gott
Person ist.
Die Propheten haben dem
Gottesvolk geholfen, eine reife Dimension
der Beziehung zu Jahwe in der Wüste zu fin-
den, und aus der Beziehung ist
Freundschaft, Bündnis, Dialog, Erkenntnis
und Leben geworden.
Besonders Hosea hat es verstanden, die
Geschichte dieser Begegnung zu erzählen,
die zu einer Eheliebe wird und die in der
Ehe die Fülle des Geschenkes Gottes an den
Menschen sieht, im Ehebruch den ureigenen
Kern der Sünde: „Komm, mein Volk. Komm
mit mir dort in die Wüste, Herz zu Herzen
werde ich von Liebe sprechen“.
Die Beziehung Gott-Mensch ist eine
Beziehung in Einsamkeit.Das Gebet, jenes
wahre, jenes gekreuzigte, wird dich dorthin
führen und dort wird es sich wie eine
Liebesflamme verzehren.
Die Wüste ist wirklich der Ort Gottes,
der Ort, wo der Mensch lernt Gott zu
werden.
Sohn Gottes, versteht sich, aber aus der-
selben Natur Gottes.
Die Liebe wird für die Verwandlung sor-
gen, und wenn die Liebe herrscht, wird es
keinen Glauben, noch Hoffnung mehr brau-
chen, denn diese werden ihre Aufgabe
erfüllt haben.
Die Wüste ist deswegen der Weg des
Menschen ins verheißene Land, der Ort,
wo sich die Unendlichkeit Gottes offenbart
und wo der Mensch gelernt hat, bei Ihm zu
sein, mit Ihm zu reden, mit Ihm zu beten, die
Barmherzigkeit und das Herz des Vaters
kennen zu lernen, wie Er wirklich ist, Liebe,
nur Liebe, unendliche Liebe.
Von der Wüste kehrt man mit der
Sicherheit zurück, dass Gott mit dem
Menschen einher geht,
dass Er den
Menschen sucht, dass Er das Alles des
Menschen ist und dass es außer Ihm keinen
anderen Gott gibt.
(aus: Ein Weg ohne Ende – Carlo Carretto)
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