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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 183 (September-Oktober 2005)

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Botschaft Mariens vom 25. Juli 2005:
„Liebe Kinder, auch heute rufe ich
euch auf, euren Tag mit kurzen und
inbrünstigen Gebeten zu erfüllen. Wenn
ihr betet, ist euer Herz offen und Gott
liebt euch mit besonderer Liebe und gibt
euch besondere Gnaden. Deshalb nützt
diese Gnadenzeit und widmet sie Gott
mehr denn je. Macht Fastennovenen und
Novenen der Entsagung, damit Satan
fern von euch und die Gnade um euch sei.
Ich bin euch nahe und halte Fürsprache
vor Gott für jeden von euch. Danke, dass
ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Wie nie zuvor
Unter den Trümmern einer einstürzen-
den Welt, wie unversehrte Schatten, die
Szenen des Todes beinahe täglich durch-
streifen, wissen wir nichts Besseres zu tun,
als die Gründe unseres Modus vivendi (Art
zu leben AdR) auch unter der Bedingung zu
unterstreichen, noch mehr Menschenleben
in einer ansteigenden Spirale von Hass und
Gewalt zu opfern. Dennoch, während die
Mächtigen dieser Welt unsere Tage mit
Verlautbarungen und Todesdrohungen aus-
füllen, die wir passiv als Worte des Lebens
hinnehmen, weist EINE STIMME auf den
einzigen Weg der Rettung hin: erfüllt euren
Tag mit kurzen uns inbrünstigen
Gebeten.
Gebete und nicht Drohungen.
Gebete, d.h. Gespräch mit Gott, in denen
man die Liebe zu Ihm und dem Nächsten
lernt, in denen man den Grund für Frieden
und gegenseitigen Respekt erlernt, die
Wurzeln unserer Menschheit.
Im Gebet steht man mit offenem Herzen
vor Gott und atmet Seine Liebe. Wenn ihr
betet, ist euer Herz offen und Gott liebt
euch mit besonderer Liebe und gibt euch
besondere Gnaden.
Das Gebet ist der nor-
male Kanal, durch den man zu Seiner Liebe
gelangt, und Seine Gnaden ergießen sich
über uns. Ohne Gebet ist Verzeihung
unmöglich und noch viel mehr die Feinde,
die eigenen Gegner, die Krankheiten,
Leiden, Missgeschicke, alles, was uns
bedrängt und stört, zu lieben. Auch unsere
Freunde und uns selbst kann man nicht lie-
ben. Ist das Gebet echt und wahr, Gebet des
Herzens,
fallen alle Gründe unserer
Trennungen und die Barmherzigkeit tritt an
ihre Stelle. Der Bruder wird nicht mehr nach
Werten und Mängeln aufgeteilt, sondern in
der Ganzheit als Ebenbild Gottes angenom-
men und so geliebt, wie es Jesus getan hat
und weiterhin tut. Das gilt auch für uns
selbst. Ich Sünder muss aufhören, mich hin-
ter meinen Sündern zu verbergen, um eine
bequeme Ausrede für meine Weigerung zu
haben, Gott nicht zu begegnen! Ich,
Kranker, muss aufhören mich zu beweinen
und so die Augen vom Gekreuzigten abwen-
den! Ich, Jugendlicher, muss aufhören in
Vergeudung zu leben und so die Begegnung
mit dem Lebenden verhindern! Ich, Mann
oder Frau, muss aufhören im Erfolg oder
Missgeschick die Gründe zu sehen, die mich
hindern, Ihm zu begegnen!
Wenn wir Gott nicht begegnen, haben wir
unser Leben vergeudet. Diese Begegnung kann
dein Leben verändern, wie im Falle des
Zachäus (vgl. Lk 19,1-10) und der Maria
Magdalena, ist aber nicht immer endgültig
(vgl. Mt 19,22). Auch wer Jesus gefolgt ist, wer
Sein Jünger war, kann sich zurück ziehen (vgl.
Joh 6,66). Trotzdem ist die Begegnung mit Ihm
ausschlaggebend. Wir Eltern, Lehrer,
Verantwortlichen für die Weitergabe des
Glaubens müssen durch unser Beispiel die
innige Begegnung des Geschöpfes mit dem
Schöpfer fördern. Nützt diese Gnadenzeit
und widmet sie Gott mehr denn je.
Diese
Gnadenzeit Ihm widmen, bedeutet, Zeit für die
Bekehrung aufwenden. Mehr denn je
ermahnt
uns Maria und aus ihren Worten hört
man die Ungeduld der Mutter heraus, da die
Zeit schwindet und Reue tut dringend not. Es
werden aber Tage kommen , da wird ihnen der
Bräutigam genommen sein, dann werden sie
fasten
(Mt 9,15b). Maria hat uns von Anfang an
in ihren Erscheinungen in Medjugorje zu Gebet
und Fasten eingeladen. Heute spricht sie von
Fastennovenen und Novenen der
Entsagung.
Das ist ein ernst zu nehmender
Aufruf, der nicht geschmälert werden darf;
man muss sich mehr denn je einsetzen; ein-
zelne Personen, Familien, Gruppen und
Gemeinschaften sollen mobil machen, um die-
ser Einladung gerecht zu werden. So wird
Satan, für den jedes Opfer der Liebe abstoßend
ist, fern von uns und die Gnade um uns sein,
d.h. sie wird mit uns und allen jenen sein, die
wir im Herzen tragen.
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. August 2005:
„Liebe Kinder, auch heute rufe ich
euch auf, meine Botschaften zu leben.
Diese Zeit hat euch Gott als Gnadenzeit
geschenkt. Deshalb, meine lieben Kinder,
nutzt jeden Augenblick und betet, betet,
betet. Ich segne euch alle und halte
Fürsprache vor dem Allerhöchsten für
jeden von euch. Danke, dass ihr meinem
Ruf gefolgt seid!“
Lebt meine Botschaften
Schon in der Botschaft vom vorigen
Monat hat uns Maria eingeladen, den Tag mit
kurzen und inbrünstigen Gebeten zu erfüllen.
Das sind Gebete, die aus offenem Herzen zu
Gott gelangen. Es sind Funken aus einer
brennenden Liebe, Wasserstrahlen, die aus
einer Quelle lebendigen Wassers hervor spru-
deln. Nicht lange Reden, nicht raffinierte und
subtile Überlegungen, sondern Erregungen
der Seele, die die Liebe anbetet. Daher ist
Gebet Melodie, die Gemeinschaft zwischen
Schöpfer und Geschöpf ausdrückt. Nicht eine
Gemeinschaft, die sich auf wenige
beschränkt, sondern die sich für viele auf tut
(vgl. Mt 26,28). Wie daran teil nehmen?
Maria ist gerade deshalb bei uns: Um uns zu
helfen, den Weg zu finden, um uns zu stützen,
ermutigen, um für uns Fürsprache zu halten.
Seit ihrer Jugend, als sie das Fiat Gott aus-
sprach (vgl. Lk 1,38), seit sie Johannes als
Sohn annimmt (vgl. Joh 19,26), ist Maria
Kanal der Anwesenheit des Heiligen Geistes
im menschlichen Geschöpf. Nun ist es allen
Menschen ein Leichtes von oben neu geboren
zu werden (vgl. Joh 3,3). Dort ist die Rettung,
sie ist uns nahe, sie ist griffbereit.
Diese Zeit hat Gott als Gnadenzeit
geschenkt. Deshalb, meine lieben Kinder,
nutzt jeden Augenblick und betet, betet,
betet.
Maria besucht uns in dieser Zeit, sie
ladet uns ein, sie ermahnt uns. Eine außeror-
dentlich lange Zeit, in der für die Menschheit
entscheidende Ereignisse geschehen werden.
Vielleicht werden einige von uns im Schlaf in
dieser Wartezeit überrascht werden, was an
sich nicht so wichtig ist; was aber zählt, ist
das Öl für die Lampe bei uns zu haben, denn
nach dem Erwachen wird keine Zeit mehr für
die Beschaffung sein (vgl. Mt 25.1-13). Diese
Zeit darf nicht vergeudet werden, im
Gegenteil, wir müssen jeden Augenblick
nutzen.
Es bleibt nicht mehr viel Zeit: wid-
met sie Gott mehr denn je
(vgl. vorige
Botschaft). Es genügt nicht die Zeit zum
Beten verlängern, man muss das Gebet leben.
Zu nichts nützt nach außen den Menschen
gerecht zu erscheinen, innen sind wir aber
voll Heuchelei und Ungehorsam gegen
Gottes Gesetz
(vgl. Mt 23,28). Die
Botschaften Mariens müssen gelebt, d.h. ins
Leben umgesetzt werden. Im Gegenteil, wir
müssen zulassen, dass unser Leben durch sie
verwandelt wird. Das ist möglich und auch
nicht so schwer, wenn wir uns Gott überlas-
sen, wie sie es uns so oft angetragen hat.
September- Oktober 2005
-
Herausgeber; Eco di Maria,
C.P.
27 31030 Bessica (TV)
(Italia)
- J. 21, Nr. 9-10
Sped.a.p. art.2,com.20/c,leg.662/96 filiale di MN, Autor.Trib. MN n. 13 : 8.11.86, Tel/fax 04 23 .4 7 0 331
183
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Sich Gott überlassen bedeutet, sich Ihm über-
lassen. Und das bewusst, froh und mit vollem
Vertrauen. Ist es wirklich so schwer sich dem
Vater voll Güte hinzugeben, unserem Gott
der Barmherzigkeit? Jesus, Sohn Gottes – Er
selbst Gott – hat sich den Menschen aus
Liebe übergeben und wir fürchten uns, Gott
der Liebe hinzugeben? Wir leben die
Botschaften Mariens und wir werden das
lebendige Wort Gottes in uns entdecken und
weder Gewalten der Höhe oder der Tiefe
noch irgendeine andere Kreatur können uns
scheiden von der Liebe Gottes, die in
Christus Jesus ist, unserem Herrn
(vgl. Röm
8,38-39), denn Christus wird in uns leben.
Maria segnet uns alle und haltet
Fürsprache vor dem Allerhöchsten für
jeden von uns.
Das bedeutet, dass die
Rettung für jeden von uns sicher ist und nur
unsere hartnäckige Abweisung kann sie infra-
ge stellen. Wir können es noch schaffen, viel-
leicht gerade noch. Entscheiden wir uns für
Gott, wie sie uns so oft aufgerufen hat. In
jedem Priester, der uns die Beichte abnimmt,
verzeiht uns und nimmt uns Jesus selbst auf.
In jeder hl. Messe ist es Jesus selbst, der uns
erreicht und uns Sein Leben schenkt, Seinen
Leib und Sein Blut. Doch der Kleinste im
Himmelreich ist größer als er
(vgl. Mt 11,11).
Hinsichtlich der Rettung der Welt ist er der
Kleinste und der Unbedeutendste unter den
Menschen, lässt er sich von Christus ‚leben’,
der unendlich Wichtigere als alle Mächtigen
der Erde. Das ist die Wirklichkeit des Reiches
Gottes. Nimm deinen königlichen Stand ernst,
zu dem du gerufen bist, und das Leben wird in
dir und um dir aufblühen.
N.Q.
Petri Einheit mit seiner Herde, die
Berufung zum Priestertum, die Teilnahme
katholischer Geschiedener an der
Eucharistie, sind brennende und viel
diskutierteFragen, die der Heilige Vater
Benedikt XVI. in einem Sommertreffen mit
Priestern mit notwendiger Behutsamkeit
und tiefer väterlicher Weisheit anzugehen
wusste. „In der Geschichte der Kirche und
unter diversen Formen – so sagte der Papst
– gab es immerFragen, die uns quälten: Was
kann man tun?
Ich möchte antworten, dass der Papst
kein Orakel ist, unfehlbar nur in äusserst
raren Situationen, wie wir wissen. Also teile
ich mit euch die Sorge um diese Fragen.
Alle zusammen wollen wir die Probleme
durch das Leiden angehen, denn das
Leiden ist das Leben jeden Wandels,
ohne
es verändert sich nichts. Dies ist der Sinn
des Gleichnisses vom Weizenkorn, das in
die Erde fällt“.
Bezüglich der Krise der Berufungen
im Westen erklärte der Papst, dass in der
westlichen Welt „die Notwendigkeit Gottes
nicht mehr evident erscheint, noch weniger
die des Christus. Darum wird glauben
schwieriger, und wenn es schwierig ist zu
glauben, so ist es noch schwieriger, das
Leben für den Herrn hinzugeben um sein
Diener zu sein. Dies ist sicher ein Leiden
unsrer geschichtlichen Stunde, wo im allge-
meinen die grossen Kirchen zu sterben
scheinen. Daneben wachsen die Sekten, die
sichmit der Sicherheiteines Minimums an
Glauben darstellen. Wir müssen diesen
Tunnel mit Geduld überwinden, in der
Gewissheit, dass Christus die Antwort ist,
und dass am Ende, Sein Licht von neuem
erscheinen wird“.
Von den wiederverheirateten
Geschiedenen sprechend sagte Benedikt
XVI, dass dieSituation für jene besonders
schmerzvoll ist, die sich in der Kirche ver-
heiratet hatten, die einen traditionellen
Ehevertrag schlossen ohne eigentlich wirk-
lich Glaubende zu sein und die, nach und
nach, in einer neuen ungültigen Ehe dem
Glauben begegnen und sich vom Sakrament
(der Eucharistie) ausgeschlossen fühlen“.
Der Papst erinnerte daran, dass, als er
Präfekt der Glaubenskongregation war, er
die verschiedenen Bschofskonferenzen ein-
geladen hatte, über das Thema „eines gefei-
erten Sakramentes ohne Glauben“ nachzu-
denken; ob„es wirklich möglich ist, darin
auf ein Ungültigkeitsmotiv zustossen, weil
darin eine fundamentale Dimension fehlt?“.
„Es ist ein äusserst schwieriges Problem –
so sagte er – und verlangt nach einer ver-
tieften Analyse“.
(aus:Informationsdienst des Vatikans)
Benedikt XVI.
Wenn das Glauben schwer wird ist es schwierig,
das Leben Christus darzubringen
Zum Tod von Frère Roger
Das geopferte Lamm
Genau hier, in „seinem“ Taizé. Genau
zur Stunde des Abendgebets in der grossen
Kirche der Versöhnung. Gerade er, der
Altemit den Kinderaugen.Gerade auf diesem
reinen Mönchsgewand, Zeuge und
Begleiterso unendlich vieler Friedensmo-
mente, gerade hierauf drückte das Blut den
Stempel des „Martyriums“.Es war der 16.
August, als die junge Rumänin in einem
Anfall von Wut und Wahnsinn Frère Roger
niederstach, denMann des Dialogs,
den alle liebten.
Schock, Schmerz,
Erschütterung überfielen die rund
2500 zum Abendgebet in der
Kirche wie üblich versammelten
Pilger des kleinen Dorfes im
Burgund, wohin junge Menschen
aus allen Gegenden der Erde hin-
strömen um Gott und Brüdern zu
begegnen. Hier war es, wo 1940 (!)
Frère Roger – ein junger protestan-
tischer Pastor aus der Schweiz – „eine klei-
ne Kommunität,zerbrechlich, beladen mitei-
ner verrückten Hoffnung: die Aussöhnung
der Christen und aller Menschen“
gegrün-
det hatte. Mit der Zeit ist sie gewachsen und
jetzt zählt sie um die hundert Brüder aus 25
Nationen und verschiedenen christlichen
Konfessionen,dazu bereit, ein „Bild und
Gleichnis einer Gemeinschaft“
durch ein
einfaches und armes Lebenzu verkörpern,
die nicht einmal Geschenke entgegenneh-
men ausser das Lebensnotwenigste gemäss
dem Evangelium. VomBeginn des Frühlings
bis Ende Herbstkommen jede Woche junge
Menschen aus allen Kontinenten auf den
Hügel von Taizé. Indem sie sich zu den
Quellen des Gott-Vertrauens begeben,
druchlaufen sie eine innere Pilgerreisedie
sie ermutigt, Vertrauen untereinander aufzu-
bauen. Im gegenseitigen Zuhören begegnen
sie andere junge Menschen aus der ganzen
Welt, entdecken Einheitim Umgang mitein-
ander und Wertschätzung der
Verschiedenheiten der Kulturen und der
christlichen Traditionen“, so schreiben die
Mönche.
Taizé ist eine grosse Vorahnung deroe-
kumenischen Verpflichtung, die dieheutige
Kirche begleitet; ohne jede Form von Über-
legenheit oder Macht geht sie geht ihr vor-
aus. Eine Realität, die nieman-
den an sich bindet und keine
neue „Bewegung“ vertritt, son-
dern dazu einlädt, im eigenen
Alltag das zu leben, was man
im Schweigen und in der
Betrachtunggefunden und in
der Begegnung mit andern ent-
deckt hat,die genau so auf der
Suche nach dem Wirklichen
unterwegs sind.
Es waren also die Jungen,
die in Einfachheit Frère Roger umgaben.
Und genau während der abendlichen
Vigil zum Weltjugendtreffen starb er, wie
ein Weizenkorn,
weil daraus die
Fruchtgedeiht. So hatBenedikt XVI. das
Ereignis kommentiert: „diese traurige
Nachricht, die mich umso mehr berührt,
weil ich noch gestern seinen letzten Brief
erhielt voll liebender Anteilnahme: dass er
„mit seinem ganzen Herzen beim Papst und
mit allen ist, die zum Weltjugendtag nach
Köln gekommen sind“, zum Treffen, wo er
zwar nicht körperlich so dochgeistig anwe-
send sei, da es ihm seine Gesundheit nicht
anders erlaube. Im selben Brief drückte
Frère Roger seinen Wunsch aus, nach Rom
zu kommen und fügte bei, dass die ganze
Kommunität von Taizé mit dem neuen Papst
zusammen gehen wolle.
Der Finger Gottes wollte seinen
letztenLiebeswunsch über seinen Sohn
schreiben, der Ihm während so vieler Jahre
mit zartem Lächeln und äusserster
Bestimmtheit gedient hatte. Über ihn, der
schon im Schweigen der
MorgendämmerungStossgebete in den ver-
schiedenen Sprachen aussprühte wie kleine
Funken, um die Herzen zu entflammen.
Über ihn, der in den mehrstimmigen
Gesängen Christus zum Mittelpunkt des
Aufeinandertreffens derBlickealler werden
liess. An ihn schrieb Gott und bediente sich
seines Blutes auf der weissen Weste, jedoch
waren diese Wortean uns alle gerichtet, wie
Diego Garlaschelli schreibt: „“Das
Geheimnis der freien und
ungeschütztenLiebelässt sich verletzten wie
Jesus am Kreuz, und bezieht uns von neuem
mit ein. Was an Frère Roger geschah, lässt
uns von neuen über dieses Geheinmnis
nachsinnen, dem Mysterium der freien Wahl
des Gottes der Liebe, der die schwache
Menschlichkeit , zerbrechlich bis zum Tod,
erwählt als bevorzugten Ortseiner
Offenbarung.Der Gott der Liebe, der sich
im bis zum Tod im zerbrechlichen Gott-
Menschen zeigt.
Frère Roger ist jetzt mit Christus ver-
eint, auch indem er sein persönliches
Schicksal der zu Tode verwundeten freien
Liebe teiltDer Prophet des Friedens und der
Gewaltlosikgeit gewaltsam verwundet. Wir
sind dir vereint, Frère Roger, weil Du
Christus vereint bist. Nur in Gemeinscahft
mit Ihm können du und wir den Frieden fin-
den und uns aussöhnen im Geheimnis der
verwundeten freien Liebe“.
Stefania Consoli
2
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Die jungen Gäste
des Papstes
Er ist diesen Jugendlichen, die von einem
‚anderen’ Papst eingeladen wurden, ängstlich
und mit Liebe gerade in seinem Geburtsland
begegnet; ein Land -Deutschland -, das er
heute zum ersten Mal als Benedikt XVI.
besucht.
Er ist ihnen mit einem Lächeln und
mit offenen Armen begegnet, so als
wollte er alle zusammen umarmen.
Jugendliche, die aus 190 Ländern
kamen, um mit ihm die Weltjugendtage
zu erleben, die ihnen gewidmet waren,
um so ein Echo der Freude in alle Ecken
und Enden der Erde erschallen zu lassen.
Ein Vergleich mit Woytila war unver-
meidlich, jedoch hat Papst Ratzinger alle
Verlegenheit mit einer entwaffnenden
Demut, die die Herzen erobert, und einer
tiefen Weisheit ausgeglichen, die er nicht
zur Schau trägt, sondern ausgeglichen
und väterlich vorbringt, um der Wahrheit
Recht zu geben und die Nebel der Lüge zu
zerstreuen, die die Welt umhüllen. „Heute
trifft es mich, dieses außerordentliche geistli-
che Erbe zu übernehmen, das uns Papst
Johannes Paul II. hinterlassen hat. Er hat euch
geliebt, ihr habt es verstanden und habt mit
dem Elan eurer Jugend geantwortet. Wir alle
haben nun die Aufgabe, die Lehren in die
Praxis umzusetzen.
Ich richte einen besonderen Gruß an all
jene, die aus dem „Orient“, wie die Heiligen
Drei Könige, kommen... Ich grüße herzlich
auch die Nicht-Getauften unter euch, alle,
die Christus noch nicht kennen oder die nicht
zur Kirche gehören. Gerade an euch hat
Papst Johannes Paul II. eine besondere
Einladung zu diesem Treffen gerichtet!“
D
IE
J
UGENDLICHEN
,
WIE
C
HRISTUS
Es ist wirklich wahr, Benedikt XVI. hat
die Richtung nicht geändert: Sein Blick ist
auf alle gerichtet, wie bei seinem Vorgänger,
um die ganze Menschheit in jenem Christus
„zu erfassen“, den er deutlich vertritt. Er
nimmt jede Gelegenheit wahr, unsere
Aufmerksamkeit auf Ihn zu lenken,
Aufmerksamkeit, die durch vergänglichem,
mondänen Glanz oftmals zerstreut ist:
„Liebe Jugendliche, das Glück, das ihr sucht,
das Glück, das ihr das Recht habt auszuko-
sten, hat einen Namen, ein Gesicht: jenes
von Jesus von Nazaret, der in der Eucharistie
verborgen ist. Er allein schenkt den
Menschen Fülle des Lebens! Mit Maria
sprecht euer „Ja“ jenem Gott, der sich euch
schenken will. Ich wiederhole heute, was ich
am Beginn meines Pontifikats gesagt habe:
„Wer Christus (im eigenen Leben) eintreten
lässt, verliert nichts, nichts – absolut nichts
von dem, was das Leben befreit, schön und
groß erfahren lässt...“
Was der Heilige Vater den Jugendlichen
aufträgt, ist durch eine momentane
Zustimmung angefacht, die nicht vom
Enthusiasmus des Ereignisses herrührt, son-
dern von einem festen und mutigen
Entschluss, der einen heil durch alle
Lebenssituationen trägt: „An diesen Tagen
lade ich euch ein, euch zu bemühen, Christus
ohne Vorbehalte zu dienen, koste es was es
will. Die Begegnung mit Jesus Christus wird
euch ermöglichen, innerlich Seine lebendige
und lebendig-machende Anwesenheit auszu-
kosten, und um Zeugschaft in eurer
Umgebung abzulegen“.
D
IE
J
UGENDLICHEN WIE
H
EILIGE
Worte eines Vaters, Worte eines Lehrers, der
für die kommenden Generationen einen ‚sau-
beren’ und tatsächlich erfolgreichen Weg
wünscht, im Namen einer wahren Freiheit:
„Die Heiligen sind die echten Erneuerer. Nur
von den Heiligen, nur von Gott kommt die
wahre Revolution, die entscheidende
Veränderung der Welt!“
Und er fügt entschieden
hinzu: „Die
Verabsolutierung dessen,
was nicht absolut ist son-
dern relativ, nennt sich
Totalitarismus. Er befreit
den Menschen nicht,
sondern er nimmt ihm
seine Würde und ver-
sklavt ihn. Die echte
Revolution besteht allein
in der vorbehaltlosen
Zuwendung an Gott, der
das Maß von all dem ist,
was Recht und gleichzei-
tig ewige Liebe ist. Und was kann uns außer
Liebe retten?“
D
IE
J
UGENDLICHEN WIE DIE
H
EILIGEN
D
REI
K
ÖNIGE
Anspruchsvolle und auch mühevolle
Tage, die von Veranstaltungen in 20 Zentren
um Köln, der gastgebenden Stadt des
Weltjugendtreffens, umrahmt sind. Es hat
sich ausgezahlt, denn die Jugendlichen
haben Worte der Wahrheit gehört, um sie vor
den Illusionen und falschen Mächten zu war-
nen, die die Welt beherrschen möchten. Sie
seien wie die Drei Heiligen Könige: „Sie
gingen in das Haus und sahen das Kind und
Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und
huldigten ihm“ (vgl. Mt 2,11).
„Liebe Freunde, schließt der Papst, das ist
nicht eine alte Geschichte. Sie ist Gegenwart.
Hier in der heiligen Hostie ist Er vor und mit-
ten unter uns. Wie einst verschleiert Er sich
geheimnisvoll in heiliger Stille, wie einst,
verschleiert sich das wahre Antlitz Gottes. Er
hat sich für uns zum Weizenkorn gemacht,
das auf die Erde fällt und stirbt und bringt
Frucht bis zum Ende der Welt (vgl. Joh
12,24). Er ladet uns zu jener inneren
Pilgerreise ein, die sich Anbetung nennt.
Begeben wir uns auf diese Pilgerreise und
bitten wir Ihn, uns zu führen“.
D
IE
J
UGENDLICHEN WIE LEBENDIGES
B
ROT
Im Jahr, das der Eucharistie gewidmet
ist, ist es unsere Pflicht auf rechte Art den
tiefen Sinn dieses Geschenkes zu erläutern,
das uns der Herr hinterlassen hat. Der Papst
tat dies in der sonntägliche Homelie: „Der
Leib und das Blut Christi sind uns gegeben,
damit wir selbst unsererseits verwandelt
werden. Wir selbst müssen Leib Christi wer-
den, in Blutsverwandtschaft.
Die Anbetung wird somit
Verschmelzung. Gott ist nicht mehr vor uns,
wie der gänzlich Andere. Er ist in uns und wir
sind ihn Ihm. Seine Dynamik dringt in uns
ein und von uns aus will sie andere erreichen
und sich auf die ganze Welt ausbreiten, damit
Seine Liebe wirklich das vorherrschende
Maß der Welt werde... Freiheit heißt nicht das
Leben auskosten, sich absolut unabhängig zu
betrachten, sondern sich nach dem Maß der
Wahrheit und des Guten zu orientieren, um
somit selbst wahr und gut zu werden.
Schreiten wir mit Christus voran und leben
wir unser Leben als wahre Anbeter Gottes!“
Redaktion
Jene Worte über die Kirche
werden mich begleiten
Agostino, ein junger Italiener, hat in sei-
nem Gepäck einige Worte mit gebracht, die
sich sicher zu einem wichtigen, nachzuah-
menden Programm für viele Jugendliche
entwickeln werden, die wie er den Hügel
Mariens
bevölkerten.
<Der Hügel von Marienfeld, zu Ehren
Mariens genannt „Feld Mariens“, ist eine
Struktur, die für die Nachtwache und die hl.
Messe in der Lage war, mehr als achthun-
derttausend Personen Platz zu bieten.
Der Pontifex sprach von der Kirche, die,
wie er sagte „auch kritisiert“ werden kann
und er beschrieb sie als Netz, das gute und
böse Fische enthält, und sie ist wie ein Feld
mit Weizen und Unkraut. Er hat daran erin-
nert, dass Johannes Paul II. um Verzeihung
für alle negativen Geschehnisse in der
Geschichte bat, die aus Taten und Worten von
Kirchenmännern entstanden waren.
Jedenfalls, so fügt Benedikt XVI. hinzu,
beruhigt die Tatsache, dass in der Kirche
Unkraut vorhanden sei, da wir mit unseren
Fehlern hoffen können, noch im Gefolge Jesu
zu sein, dessen Ruf den Sündern gegolten hat.
Die Kirche – so sagte er weiter – ist eine
Familie aus Menschen, sie ist aber gleich-
zeitig die große Familie Gottes, durch die Er
einen Bereich der Gemeinschaft und Einheit
schafft, die die ganze Welt umarmt; gerade
bei Gelegenheiten wie in Köln erfährt man,
wie schön es ist, zu dieser weltweiten
Familie zu gehören, die Himmel und Erde
erfasst und die Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft umfasst.
Die Hauptsäule der Worte des Papstes an
die Jugendlichen bestand in der
Notwendigkeit, den von den Heiligen Drei
Königen aufgezeigten Weg einzuschlagen,
die dem wahren und wirklichen Gott folgten,
den sie in Betlehem, wohin sie kamen, vor-
fanden, um einen König anzubeten, den sie
als Kind entdeckten, das sie in einer armen
Futterkrippe vorgefunden haben. Die Drei
Könige waren im Orient aufgebrochen, um
einem König zu begegnen, der die Welt neu
ordnen sollte, weshalb sie erwarteten, eine
Person vorzufinden, die „Macht“ hatte. Sie
entdeckten, dass die Macht Gottes nicht jene
der Menschen und so ganz anders ist und
dass Gott die Macht durch die Liebe ausübt.
Nun also ist Gott so ganz anders, wie
wir Ihn uns ausmalen; auf dieser Erde
stellt sich Gott nicht in eine
Konkurrenzhaltung zur irdischen Macht, Er
setzt nicht Trennungen gegeneinander, „Er
stellt der lauten und überheblichen Macht
dieser Welt die Macht der Liebe entgegen,
die am Kreuz unterliegt, jedoch eine neue
Wirklichkeit schafft,
göttlich, die sich der
Ungerechtigkeit entgegen stellt und das
Reich Gottes errichtet“. An dieser Stelle, als
die Drei Könige das alles verstehen, beginnt
ihr innerer Weg, wenn sie also verstehen,
dass sie ihre Meinung über Gott, den
Menschen und der Macht ändern müssen
und dass auch sie sich selbst zu ändern
haben; Gott handelt anders, als wir es uns
vorstellen und wie wir es gern hätten. In sol-
chem Verständnis anders werden, bedeutet,
den Stil Gottes zu erlernen, mit dem Ziel
zu Gott zu gehören,
Gott der Liebe, der
Wahrheit, der Gerechtigkeit, der
Barmherzigkeit, der Vergebung. Man muss
dem Vorsatz folgen Werkzeug der
Anwesenheit Gottes auf Erden zu sein, und
um das auszuführen, ist es nötig imstande zu
3
Echo 183
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Jugendfestival in Zahlen!
„Wir sind gekommen um anzubeten“
(Mt 2,2) war der Titel dieses 16. Internatio-
nalen Gebetstreffens der Jugend - Mladifest
-
das in Medjugorje vom 1. zum 6. August statt-
fand. Das Treffen ging um dasselbe Thema wie
der WJT und war eine Art Vorbereitung zum
Treffen mit dem Papst.
Das Mladifest
begann mit dem
Willkomm in 20 Sprachen am Montag, den 1.
August vor der Abendmesse, gefeiert von
Pfarrer Branco Rados (seit kurzem in der
Schweiz tätig und seither abgelöstdurch Pater
Ivan Sesar, der vor ein paar Jahren schon ein-
mal Pfarrer in Medjugorja war). Das Treffen
wurde simultanübersetzt in 15 Sprachen mit
Hilfe von 26 Übersetzern.
Das Tagesprogramm begann um 9 Uhr
mit dem Morgengebet, gefolgt von
Vorträgen, Zeugnissen, Vorstellungen von
Gebetsgemeinschaften und Bewegungen
innerhalb der Kirche. 500 Priester haben
teilgenommen, die sich auch den ganzen Tag
für die Beichten zur Verfügung stellten. Ein
Chor und ein Orchester mit 90 Musikern
und Sängern aus 20 Ländern der Welt bel-
geiteten das Programm des Treffens.
Rosenkranz und Gebet der Gläubigen ver-
einten 24 Sprachen und circa 90.000 hl.
Kommunionen wurden ausgeteilt.
Generalminister der Ordens der
Mindern Brüder, Bruder José Rodriguez
Carballo, der in diesen Tagen zum offiziellen
Besuch bei den Franziskanern in Medjugorje
weilte, wandte sich am 5. August an die jun-
gen Menschen mit Gedanken über den Sinn
des Lebens mit Jesus Christus innerhalb der
Kirche. In Konzelebration mit 325 Priestern,
worunter Dr. Sime Samac-Mitglied des
Generalkapitels-präsidierte der Generalobere
die eucharistische Feier.
Mittwochabend, fand die Prozession
mit dem Kreuz durch die Pfarrei statt, wo die
Jungen ihre brennenden Kerzen durch den
strömendenRegen trugen, nebstFlaggen und
allerhand Schildern mit den Namen ihrer
Länder. Der Umgang war ungefähr 3 km lang
und die Prozession schloss mit einer halbst-
ündigen Anbetung auf dem Aussenaltar. –
Donnerstagabend präsentiertedie
Kommunität „Cenacolo“ die Musikscene
„Pane die Vita“ (Lebensbrot), während am
Freitag, dem letzten Abend des Mladifest,
nach Messe und Anbetungsstunde der
Abschied mit Musik und Gesang gefeiert
wurde. Den Rosenkranz betend erstiegen die
jungen Menschen den Kreuzberg, erwarteten
dort die Morgenröte,um mit der hl Messe um
5 Uhr morgensdas Fest der Verklärung zu fei-
ern (gehalten von Pater Ljubo Kurtovic).
(aus Press Bulletin)
sein „sich selbst zu entäußern“, denn, es
erscheint widersinnig, verliert man sich
selbst, findet man sich wieder“.
Der Pontifex ermahnt ferner, sich nicht
einen privaten Gott nach Maß zu „konstru-
ieren“; man muss hingegen Gott, den uns
die Heilige Schrift anbietet folgen und anbe-
ten, jene Schrift, die die Tradition der Kirche
stets versucht hat zu überliefern, auch wenn
mit Fehlern behaftet, die die
Kirchenvertreter selbst im Laufe der
Geschichte begangen haben mögen.>
Agostino Sollecchia
NACHRICHTEN VOM
GESEGNETEN LAND
Aus allen Gegenden der Erde sind wir
hierher gekommen, haben viele Länder
durchreist, uns hier versammelt und auf alle
Bequemlichkeiten der Welt verzichtet ... wir
sind gekommen, um Ihn anzubeten!
Als Maskeraden kamen wir hierher
zum Jugendfest, bekleidet mit Masken,die
uns makellos scheinen lassen, ohne Fehl,
o.k. zu jeder Gelegenheit. Unser äusserer
Weg war gemacht, wir hatten die Mitte
gefunden, aber jetzt musste der innere
Pilgerpfadbeschritten werden: so, vor der
Eucharistie, haben wir all dies fallen gelas-
sen, was uns nicht frei werden liess und uns
am Fliegen hinderte. Die Freiheit, uns selbst
zu sein, die Freude, zu entdecken, dass Gott
uns liebt so wie wir sind, die Schönheit,
Verzeihung zu erfahren, sich geliebt und auf-
gehoben zu fühlen in Seinen Armen ... das
waren die unvergleichlichen Freuden, die
Gott und in diesen Tagen geschenkt hat und
deren Früchte wir jetzt zu spüren beginnen.
Auf de weiten ebenen Gelände
hionter der Kirche in Medjugorie wider-
hallten die Worte Jesu: „Ich bin mit euch
alle Tage!“ Dieser Ruf drang überall hin, in
jeden Winkel der Herzen und des Geistes,
als ob erunserm Elend begegnen wollte, das
darauf aus ist, uns inschwierigen Momenten
der Prüfung nicht mehr hoffen zu lassen.
Die Jungen brauchen sich nicht zu fürchten!
Jesus ist kein Phantom, er ist lebendig. Wir
wissen, dass die Jünger glaubten, ihn zu
kennen wenn er Wunder wirkte, aber sie
waren nicht fähig, ihn zu erkennen im
Sturm. In jenem Moment ging ihnen alles
wider den Strich: der Wind, der Regen, der
See, sie glaubten Jesus sei ihnen fern,viel-
leicht über sie verärgert, habe sich von
ihnen losgesagt, keinem von ihnen, die in
der Barke waren, gelang es, den andern Mut
zu machen. Doch Jesus litt, sie so leiden zu
sehen und kam gerade in dem Augenblick,
als ihr Glaube an seine Grenzen gekommen
war. Viele unter uns haben dieselbe
Geschichte erlebt, viele von uns waren in
diesem Schifflein und haben versucht, Gott
vergessend sich mit eigenen Kräften zu ret-
ten. Endlich, hier in Medjugorje, haben wir
seine Stimme vernommen die uns einlud
„habt keine Angst“, nicht vor dem Leben
nicht vor Ihm. Der Seher Ivan sagte in sei-
nem Zeugnis: “Ihr seid die Kraft von
Medjugorje! Ihr, die ihr zu beten gelernt
habt, müsst zu Hause beten, müsst andern
Vorbild sein, sonst bleibt kein Unterschied
zwischen einem Christen und einem
Atheisten!“
Jeder Tag des Jugendfests diente
uns alsNahrung für unsern Glauben. So
wurde die kleinste Geste wie das Klatschen
der Hände zum Instrument in den Händen
Gottes um zu verkünden: Du bist auferstan-
den, Du bist der Christus!“ Alles lag hier
bereit, wie eine zum Essen bereite, reife
Frucht, damit wir wachsen möchten im
Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung.
Maria, mit der ganzen Kirche, machte mög-
lich, dass zehntausende junger Menschen
niederknieten vor ihrem Sohn ummit eige-
nen Augen seine Gegenwart zu sehen und
sich darüber zu freuen.
Dieselben jungen Menschen, herge-
kommen aus allen Teilen der Erde, die diese
Tage in Anbetung, Gebeten und Gesängen
verbracht haben, versammelten sich am
letzten Tag des Festivals zu Füssen des
weissen Kreuzes auf dem Kreuzberg
rund um das eucharistische Opfer,
als ob
die ganze Menschheit sich im Apostel
Johannes wiedererkannt hätte und sich zu
ein und demselben Ziel versammelt fände:
dasHeil bis zu den Grenzen der Erde zu tra-
gen. Von der Nacht des Aufstiegs zum
Kreuzesgipfel, entlang den Windungen des
Wegs über Stolpersteine, Ausrutschern,
Dorngebüschen und im spärlichen Licht der
kleinen Fackeln erstiegen sie die Höhe und
gelangten zur Morgenröte des neuen Tages:
zur Feier der Eucharistie. In dieser
Atmosphäre umarmten zwei Jugendliche
eine Ikone und stellten damit die
Umarmung von Petrus (Westkirche) und
Andreas (Ostkirche)dar: als hätten sie bis
jetzt im nächtlichen Nebelden Aufstieg zum
gleichen Kalvarienberg begangen und sich
erst unter dem Kreuz im Licht des aufer-
standen Christusals Brüder wiedergefunden
und umarmt. Maria, ich danke dir, dass du
uns an diesen Ort der Gnade und
Barmherzigkeit gerufen hast. Hilf uns, im
Glauben auszuharren und lehre uns, vor den
Prüfungen des Lebens wie Franziskus aus-
zurufen: „Du bist mein Herr, mein Gott und
mein Alles“.
Alesssandro Macinai
Junge Menschen, fliegt Christus entgegen!
MEIN GOTT UND ICH
Die Wahrheit über seinen Gott zu haben,
ist sehr wichtig. Mein und dein Gott ist nicht
etwas, sondern Jemand. Gott ist eine kon-
krete Person und nicht etwas weit Entferntes
und Unwirkliches. Er ist nicht in den
Wolken. Er ist in deinem Herzen. Er offen-
barte sich vollkommen durch den Gott-
Menschen Jesus Christus. Wie sind unsere
Bilder und das Verständnis von Gott?
Die erste Stufe des Lebens mit und in
Gott besteht darin, den eigenen Willen in
Gottes Hand zu legen. Die Muttergottes
dient uns hier als Vorbild und Mitreisende.
Sie tut das, was Gott will und nicht, was sie
will. Deshalb konnte die Muttergottes auch
ihr „Fiat“ sagen. Der christliche Philosoph
Dietrich Bonhoeffer hebt in seinen letzten
Schriften den Zustand des Gläubigen her-
vor, der sich durch „Widerstand und
Ergebung“ manifestiert. Wir widersetzen
uns Gott, verlangen aber gleichzeitig seine
Intervention. Man könnte sagen, dass wir
Gott Grenzen setzen und den
Wirkungsbereich einengen. So machen wir
gewissermaßen aus Gott eine Gottheit oder
ein Idol, ähnlich den heidnischen Gotzen.
Die Muttergottes in Medjugorje
wünscht in ihren Botschaften, dass wir
Jesus folgen. Das heißt, dass wir ihm in
allem folgen. Da gibt es kein Wählen. Das
Nachfolgen ist nicht deklarativ, sondern ein
Lebensakt und ein Entschluss. Auf Gottes
Pfaden gehen bedeutet, alles Göttliche
anzunehmen, aber nicht nach den eigenen
Plänen. Deshalb ist es vor allem wichtig,
sich selbst klar zu machen, an welchen Gott
wir glauben. Was erwarten wir überhaupt
von Gott? Und, letztendlich, ist mein Gott
der "Gott von Jesus Christus", wie der Titel
eines Buches lautet?
Pater Mario Knezovic
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eine Lösung, wandelt sich in Freude. Jetzt, da
dir bewusst wird, dass dudir deine Ängste sel-
ber machst und dass es genügt, zuvertrauen
und dich von Maria und Jesus an die Hand
nehmen zu lassen, bekommt dein Leben ein
anderes Licht, ein wahres Strahlen. „Jemand“
hat dich persönlich angesprochen und dir
gesagt: “Ich habe dich lieb, bin immer mit dir.
Hab keine Angst“.
Dies ist mit mir geschehn an diesem
Jugendfest. Es ist schön, das Leben zu
ändern, das Herz zu ändern und sich geliebt
zu fühlen. Es ist schön, dass dieser Wandel
zusammen mit andern Menschen deines
Alters geschieht, diese jungen Menschen
von denen ich glaubte, es gäbe sie nicht.!
Das ist, was das Fest mir gegeben hat: Liebe
ohne Grenzen, endlos. Gott existiert, und
wenn du dich dessen nicht bewusst wirst, so
wirst du eben nie verstanden haben, um
welch grosse Liebe es geht.
Lydia
Ich wollte sehen
Zuerst, vielleicht aus Müdigkeit, war
ich ein wenig enttäuscht von der
Atmosphäre die ich vorgefunden habe; viel-
leicht weil ich „sensationelle Dinge“, aus-
sergewöhnliche Zeichen erwartete. Jetzt
begreife ich, dass Sensazionellesreichlich da
war! Die „Gospa“ in ihrer lieblichen und
zarten Stille hat mein Herz mit Liebe erfüllt
und überfluten lassen. Ich wollte sehen,
wollte berühren; aber Liebe undFreude las-
sen sich nicht betasten: sie werden gefühlt.
Jeden Tag spürte ich in mir den starken
Wunsch wachsen, Jesus im geweihten Brote
anzubeten. Dies nicht allein. Auch im
Lächeln des andern; im Sternenhimmel, in
den frohen Gesängen der jungen Menschen
die sich zusammen fanden und Gott anbete-
ten. Das ist das eigentliche Wunder, die
wahre Erscheinung. Wäre die Madonna
nicht hier, wirklichgegenwärtig, wie wäreall
dies möglich? Wie könnte man all diese
Liebe spüren, diedurch die Luft weht ?
Das Wunder von Medjugorje ist auch,
dass hier tausende von Menschen aus so vie-
len Nationen das eine Herz schlagen spüren,
und jeden Tag scheint es schneller zu schla-
gen, bis dass es vor Freude birst .
Loredana
Was zählt ist der Glaube
Ich habe immer in einer Welt gelebt, wo
man immer damit beschäftigt war, auf Äus-
serlichkeiten zu achten, wie und was ‚man‘ tut
... Hier habe ich gelernt, dass das was am mei-
sten zählt der Glaube ist, denn daraus nimmst
du die Kraft, den Lebenssaft um voran zu
kommen;alles was dich „etwas kostet“dich
glücklich macht. Ich habe gelernt, der Welt,
die mich umgibt,das Herz zu öffnen, Gefühle
und Empfinden zu teilen ohne dabeiauszu-
trocknen und der Routine eines sinnlosen
Lebens zu verfallen: indem sich alles nur um
Arbeit und oberflächliche Dingedreht, schafft
man eine grossse Wüste in sich.
In diesen Tagen habe ich viele schöne
Reden über die Liebe gehört, die
Freundschaft, dassIdolen nachlaufen nicht
leben ist, weil sie uns vom Glauben wegzie-
hen. Vorträge über Echtheit, Güte; und ich
werde alles in mir tragen, während ich so viel
wie möglich davonin meinem Alltag umset-
zen möchte, um auf der Strasse, die ich hof-
fe nie zu verlieren, weiter gehen kann.
Natalia
Ich habe gelernt!
Als ich eingeladen wurde, am XVI.
Jugendfestival teilzunehmen, wusste ich-
nichts über Medjugorje. Ich kannte kaum die
Geschichte der Seher, der Erscheinungen,
der Botschaften vom 25. des Monats ... Ich
stellte mir einelangwierige und ermüdende
Pilgerfahrt voll nie endender Gebetsformeln
und ohne echte Frömmigkeit vor.
Nie war ich so glücklich, mich
getäuscht zu haben! Jetzt, da ich hier bin,
gelingt es in jedem Moment die Heiterkeit
und den Frieden wahrzunehmen, die ich so
lange gesucht hatte. Ich liess die Angst und
die Furcht vor dem Morgen zurück und ver-
suchte ganz das Geschenk Gottes zu leben:
den Glauben.
Ich lernte nieder zu knien, das Haupt zu
senken; habe die Freude an GottesVerzeihen
wiederentdeckt und die unerhörte Kraft, die
vom Gebet kommt. Die spürbare Gegenwart
Gottes und der „Gospa“ ist Energiequell für
mich und, so glaube ich, für alle hier ver-
sammelten jungen Menschen.
Ich lernte, Gott zu loben, nicht mit lee-
ren Worten sondern mit Freudenschall. Es
ist der Beginn eines Weges, einer Strasse
aus vielen kleinen Schritten. Ich werfe alle
Erwartungen hinter mich, Ambitionen,
Ansprüchean mein Leben, weil ich weiss,
dass der Vaterfür michein viel schöneres
Leben bereit hält, als ich es je fordern könn-
te.Es ist wahr... es ist Maria, die in
Medjugorje ruft; sie ruft uns, um ihrem
Sohn zu begegnen: „Gute Reise!“
Elisa
Mein „Ja“
möchte ich sagen
Der Aufbruch zu dieser speziellen
Woche kam in einem Augenblick des
Wechsels in meinem Leben; es war eine
Gelegenheit, loszulassen von etwas, das
mich gefangenhielt, das nicht mehr zu mir
passte: ich hatte nicht mehr die Kraft, mei-
nen Alltag zu leben. So kam ich, Hilfe
suchend und mein „Ja“ zu sagen - dieses so
schwierige „Ja“ zum Leben“- mit dem star-
ken Wunsch, einen neuen Weg lebendigen
Glaubens beginnen zu können, der mein
Herz der Liebe Gottes öffnen würde und sei-
nem Plan für mein Leben.
Nicht im geringsten war ich darauf
gefasst, dass hier in Medjugorjesich alles
umdiese Fragen drehte: sogar Wind, Sonne,
Regen, die mich liebkosten in diesen Tagen
und mir von der tiefen Liebe sprachen, von
diesem Leben, das mich so sehr liebt. „Bitte
und du wirst empfangen“ sagt das
Evangelium. Das ist was ichvon Maria erbit-
te: dasses ihr gelinge, Freude und Wandel zu
vollbringen, wie es alle erleben können, und
gleichzeitig mich nicht mit der Zeit vergessen
zu lassen, was ich hier erlebt habe.
Anna
Den Sturm brauche
ich nicht zu fürchten
Medjugorje hat mein Herz erwärmt
durch die Sonne, durch den Wind meine
Tränen getrocknet, im Regen meine Seele
rein gewaschen. In Marias Nähewird klein,
was du als gross betrachtet hattest, und was
gering war ist nun das, was zählt.
Der Wind meiner Unruhe hat sich
noch nicht gelegt, aber jetzt weiss ich, dass
in der Barke des Herrn ich keinen Sturm zu
fürchten habe.
Stefano
Hier ist Christus
auferstanden!
Man kann zufällig nach Medjugorje
kommen. Es war kein Vorhaben, nicht die
Krönungeines seit langer Zeit begangenen
Weges, ganz einfach der Wunsch, einer lie-
ben FreundinFreude zu machen. Und hier
habe ich ein eher fremdes Klima vorgefun-
den in all der Stille, die man bei uns in
Milano längst vergessen hat, dachte, ich kön-
ne wohl nichts besseres tun, als ein wenig
mit Ihm zu sprechen ungeachtet der Zweifel
und der tausend Dinge, die mich in den
Diskussionen der andern „nichts angingen“.
Es war ein Fest, ein grosses Fest, die
Leute mochten sich, waren sich gut. Ich such-
te nach einem wahren, echten Gefühl und
habe es versucht.-Nie zuvorhatte ich einer
solchen Messe beigewohnt ... - Ich sah die
vielen Menschen herumgehen, auf die Berge
steigen,und all die verschiedenen Gesichter
fingen an, sich in etwas zu gleichen, alle
schienen zu leuchten. Hier ist Gott auferstan-
den. Er ist nicht tot wie bei uns in den von
Egoismen und Intoleranz befrachteten
Diskussionen, nicht gestorben an
Erschöpfung, Nervosität und
Unzufriedenheit. Ich glaube an die Liebe, die
am Grund all dessen steht. Ich hoffe, dieser
Friede gehe nie verloren, hier in Medjugorje
... und hoffe, exportiert zu werden.
Francesca
Nicht Angst haben
Mach dich auf nach Medjugorje wenn
du unruhig bis; dich nicht gut fühlst, traurig
bist und auf die Reise verzichten möchtest.
Aber schon wenn der Bus in die Nähe dieser
gesegneten Stadt kommt, beginnt dein Herz
zu beben,Friede und Freude überfallen dich.
Aber die Besonderheit des Ortes versteht sich
erst in den folgenden Tagen ... Je mehr du mit
der Madonna sprichst, um so mehr spricht sie
zu dir. Alles was dich vor der Abreise geäng-
stigt hat, verschwindet nach und nach, findet
Erleben - Erfahren - Bezeugen
Medjugorje, 5. August 2005
5
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Strecken wir unsere
Hände nach Maria aus
Ich möchte gern das Empfinden von
„Stütze“ und Freude teilen, die in mir beim
Lesen vom „Echo“ aufkommt und mich
jedes Mal im Herzen nach Medjugorje pil-
gern lässt...
Maria ist durchaus nicht weit weg und
auch nicht das Bildchen am Nachtkästchen,
denn ihre Worte gewinnen an Aktualität und
sind für mich tagtäglich lebendige
Anwesenheit. An sie und ihren Botschaften
geklammert, wird der Weg zum Bräutigam
zu einem wunderschönen Abenteuer; wie
ein Tanz, stöhnender Übergang jeglichen
Leides – auch das Unbedeutendste und
Kleinste – im Rhythmus der Feier. Die im
Lichte ihrer Worte zu erlebenden
Schwierigkeiten, erscheinen mir im Herzen
nicht mehr als „dunkle Kammer“, der
durchzuschreitende Vorhof, durch welchen
man gelangt, um das Gepäck abzulegen: in
der Tat tanzt man nicht mit der Garderobe in
der Hand!
Mit Hilfe der Botschaften will mich
Maria achtsamer beim Vorbeigehen Gottes
in meinem leben machen, Geheimnis des
Hörens und Überlassen des Schoßes dem
Wort; Geheimnis der vollkommenen, bedin-
gungslosen Aufnahme Seiner
Liebesgeschenke, eines jeglichen
Geschenkes. Es stimmt, alles muss stets in
die Hände Gottes gelegt werden, denn Er
weiß dich recht zu verstehen und nimmt
dich an wie du bist, und es ist wunderschön
das durch die Hände Mariens tun zu können.
Maria spricht von der „täglichen Umkehr“,
die voraussetzt, in meine nach ihr ausge-
streckten Hände auch alle „Fantasien“ der
Vergangenheit zu legen: alte Bindungen
und seelische, verwickelte Erschütterungen,
Wunden und Zwangsvorstellungen, die uns
unsere Geschichte hinterlassen hat und
unsere Gegenwart beeinflusst. Vielleicht ist
diese Übergabe an Schlamm und Schmutz
eine Art „Übung“ der Aufnahme ihrerseits,
denn es wird eine Abgabe in Freude und
Mühe eines Teils des unantastbaren Terrains
sein, intim und dunkel, des eigenen, inneren
Lebens. Der Herr bekommt so eine bestän-
dige Wohnung in den geheimsten Räumen
der Seele, um sie zu heilen, ohne
Hausfriedensbruch zu erleiden.
Maria, die seit Jahren ununterbrochen
zu uns spricht, zeigt sich uns, erwartet uns,
hilft uns in der Übung der Geduld. Sie, die
seit Anfang Jungfrau in Erwartung war und
Mutter in Erwartung des Endes: Neun
unendliche Monate der Erwartung;
Erwartung des Tages, an dem ihr Sohn das
Haus für immer verlassen hat; die
Erwartung der „Stunde“, die einzige, bei
der sie die Ungeduld nicht bremsen konnte
und vor der Zeit in Kana den Überfluss an
Gnaden im Hochzeitsmahl ausgießen sah.
Der Erwartung Seines letzten Röchelns, auf
das Kreuz genagelt; die Erwartung des drit-
ten Tages, in einsamer Wache, vor dem
Felsengrab. Warten ist unendlich lieben,
Stimme des Wortes sterben... Es bedeutet
die Mitte verlassen, in den eigenen
Gedanken Platz für die Gedanken Gottes zu
machen, gern dem Keim des Wortes nicht
nur den Geist anbieten, sondern oft auch
den Leib, ohne sich entblößt vorzukommen.
Maria sagt uns, dass sie uns begleitet und
stützt und führt uns in das Geheimnis des
Verliebens zwischen Schöpfer uns
Pater Jozo:
„Leben wir
die Botschaften
in Demut!“
Die Botschaften der Königin des
Friedens in Demut leben ist eine
grundlegende Bedingung Früchte
zu bringen.
Die Botschaften sind
wie Samen: der Same muss gesät
werden. Vor dem Säen muss vorher
das Erdreich vorbereitet werden, und dieses
wiederum muss gedüngt und bearbeitet wer-
den. Der nicht ausgestreute Samen kann
nicht sprießen, noch wächst er, noch bringt
er Früchte...
Die Botschaften der Königin des
Friedens drücken nicht eine neue Theorie
über die Kirche aus,
oder über den
Glauben an Gott; sie sind ein Aufruf, dem
man folgen muss. Die Botschaften haben
Ziel und Bedeutung nur fürs Leben des
Gläubigen und Pilgers. Wenn diese sich wei-
gern, diese zu leben, sind es nur unnütze
Gedanken und ein Ruf ohne Antwort. Wir
würden unsere Schuld gegenüber der
Königin des Friedens nicht begleichen,
wenn wir sie nur verbreiten würden: Das
wäre nur Reklame und könnte mit der vielen
Werbung in der Welt des Konsums und
Politik verglichen und sogar Manipulation
anderer betrachtet werden. Sie setzt ihre
Botschaften in unsere Herzen, damit sie
demütig von uns gelebt werden.
Die Demut ist Bedingung und
„Klima“ für Wachstum und reicher
Ernte.
Die Demut ist eine Tugend, die die
Jungfrau von Nazaret ziert. Ihr demütiger
Dienst am Herrn und am Nächsten ist eine
Einladung an jede Person, an jeden Christen.
Die Pläne der Madonna zerschellen an unse-
rer Anmaßung, wie die Wellen an
Felsenklippen. Die Demut ist der einzige
und sichere Weg, den uns Jesus durch Sein
Leben vorgelebt hat. Die Heiligen haben sie
praktiziert als höchstes Ziel.
Viele haben den leichten und breiten
Weg eingeschlagen und haben die
Botschaften angenommen, um darüber zu
debattieren und sogar um über andere zu
urteilen oder diese als unfolgsame Christen
zu kritisieren. Die Madonna erlaubt uns
nicht Reden zu halten, oder über andere zu
polemisieren. Sie ruft uns auf, sie (die
Botschaften AdR) demütig zu leben und tag-
täglich Zeugnis darüber zu geben.
Die Früchte der Botschaften richten
sich nach der „Güte“ des Baums... Durch
unsere Lebenshaltung werden wir „Zeichen“
für jene, die weit von Gott und Seiner Liebe
sind! Befindet sich auf dem Weg kein
Signal, fängt der Mensch an, über seinen
Lebensweg zu zweifeln. Ein Zeichen auf
dem Weg, von Heiligkeit erleuchtet und
Demut umrahmt, ist wichtig. Dieses Zeichen
gibt immer Sicherheit.
Den kürzesten Weg zu Gott findet
man im demütigen Dienst. Alle brauchen
uns. Hören wir auf Maria, ist unsere Haltung
wie jene von Jesus von Nazaret, der Seiner
Mutter gehorchte und ihr untertan war; des-
halb ist Er in Weisheit, Gelehrsamkeit und
Gnade vor Gott und den Menschen aufge-
wachsen! Hören wir auf die Mutter und ent-
scheiden wir uns, alle ihre Botschaften
demütig zu leben. So antworten wir auf
großartige Weise dem Ruf, den wir in
Medjugorje gehört haben.
(P. Jozo Zovko – aus einer Bandaufnahme)
Geschöpf ein, menschliche Liebe, die gött-
lich wird und göttliche Liebe menschlich.
Für uns entpuppt sich dieser Zustand oft als
kompliziertes Unterfangen, mit ungewis-
sem Ausgang, mit unzähligen Stürzen, gera-
de wie das Wasser einer Zisterne: zwar klar,
aber mit vielen Ablagerungen am Boden, so
dass es eine Kleinigkeit braucht, dass sich
der Grund aufwühlt und das Wasser wieder
trüb werden lässt. Mit ihr hingegen wird
diese göttlich-menschliche Verschmelzung
ein natürlicher Vorgang.
Sie ladet uns ein, auf Gott zu vertrauen,
indem sie uns Gnadenschübe schenkt, die
unsere Ausschweifungen und
Stellungnahmen bremsen und uns verstehen
lässt, dass Gott, wirft Er unsere Pläne über
den Haufen, uns die Feier nicht verdirbt;
stört Er unseren Schlaf, nimmt Er uns nicht
den Frieden. Haben wir Ihn einmal in unse-
rem Herzen – wie Maria – aufgenommen,
wird unser ganzes Sein im Licht erstrahlen.
Dann werden wir verstehen, dass im
Grunde unser ganzes Leben – schwebend
zwischen dem Grau des Freitags und den
Erwartungen vom Sonntag der
Auferstehung – so sehr dem Karsamstag
ähnelt, an dem die mit Tränen und Blut
getränkten Leinen gewaschen werden und
sie in der Frühlingssonne trocknet, um sie
zu Tüchern für den Altar zu machen.
Strecken wir die Hände nach Maria aus,
in der Gewissheit, dass alles was wir in die
Ihren legen, für sie wie ein anderer kleiner
Jesus ist, weil alles in ihren Händen sich in
Jesus verwandelt.
Ein Letztes bitten wir zusammen Maria:
bitten wir sie etwas vorzeitig dem Herzen
Gottes abzuringen. Denn, wenn wir an die
Himmelstür klopfen und vor dem Ewigen
treten, sie uns bei der Hand nimmt, mit
ihrem Mantel umhüllt und mit einem Blitz
an Barmherzigkeit in den Augen, dem
Gnaden-Urteilsspruch zuvor kommt. So
können wir der Vergebung sicher sein.
Denn die größte Freude Gottes besteht dar-
in, das in die Tat umzusetzen, was Maria
beschlossen hat!
Sr. M. Luisa, Dominikanerin
ZUM JAHR
DER EUCHARISTIE
Die Welt braucht
Sühne-Seelen
Unsern Kranken und
Leidenden empfehle ich
wärmstens, dass sie der
Heiligen Messe aufmerksam
und voll Inbrunst beiwohnen
und häufig die Heilige
Kommunion empfangen ...
Die Welt hat Sühne-Seelen
notwendig und keine
Anbetung kann schöner und
wertvollersein als jene der
Leidenden, wenn sie mit
Liebe und Freude ihr schwe-
res Kreuz umarmen ...
Aus dem Osservatore Romano
2. September 2005
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Der heilige
Nikolaus von Tolentino
Ein Fixstern
Am 10. September wird in der Liturgie
das Fest des hl. Nikolaus von Tolentino
gefeiert, ein Heiliger, der vor allem im
Augustinerorden verehrt wird.Siebenhun-
dert Jahre sind seit seinem Tod 1305 ver-
flossen.
Viele Festivitätenhaben die Etappen die-
ses Lebens markiert, vor allem in der
Basilika wo sein Körper ruht (in
Macerata/Italien).
Der hl. Nikolaus wird speziell angeru-
fen als Beschützer
der
Seelen im
Fegfeuer. Die Kirche hat auch den
Gebrauch von speziell gesegneten Brötchen
gutgeheissen, die an die Gläubigen verteilt
werden zum Heilder Seeleund Gesundung
des Leibes. Aber dies sind nur einige
Aspekte, die den hl. Nikolaus auszeichnen.
Sie sind Teil eines breiten Panoramas von
Heiligkeit, worin die von der Gnade berühr-
te Seele auf die Liebe des Vatergottes ant-
wortet und sich dazu entschliesst, in die
Fusstapfen des Gekreuzigten, aus Liebe
Geopferten, zu treten.
A
LS
K
IND HAT ER
J
ESUS
IN DER
H
OSTIE GESEHEN
Seine Geburt verdanktNikolaus dem hl.
Nikolaus von Bari. Seine Eltern vorerst kin-
derlos, hatten sich an diesen Beter gewandt.
Von einem Engel wurden sie nach Bari
geführt zur Basilika des Heiligen. Bald dar-
auf erschien ihnen im Traum der hl.
Nikolaus von Bari und versprach ihnen
einen Sohn, dem sie den Namen Nikolaus
geben sollten, er werde ein heiliger Priester
werden.
Das Kind kam auf die Welt, wurde von
den Eltern in seinerPfarrei christlich erzo-
gen. Mit grosser Freude folgte er den reli-
giösen Feiern, lauschte mit brennendem-
Herzen dem Worte Gottes. Als er eines
Tages bei der Messe diente und der Priester
die Händemit dem Leib des Herrn in die
Höhe hielt, sah er in der Hostie ganz klar ein
wunderschönes Kind voller Licht, Antlitz
und Blick strahlend vorFreude.
P
RIESTER IM
D
IENST
DER
B
ARMHERZIGKEIT
Sein Wunsch trieb ihn, die Weltund alle
vergänglichen Dinge zu verlassen, um sich
ganz in den Dienst Gottes und der Kirche
zu stellen. Sehr jung trat er den Augustiner-
Eremiten bei. Zum Priester geweiht mach-
ten ihn seine einfachen und transparenten
Predigten, seine menschlichen und
christlichenTugenden bald zum Bezugs-
punkt in der Stadt Tolentino, wo er dreissig
Jahre lang blieb. Als bescheidenes
Werkzeug der Barmherzigkeit Gottes ver-
brachte er viele Stunden im Beichtstuhl
und forderte zu Reue und gegenseitigem
Verzeihen auf..
A
UF DEM
A
LTAR VERKLÄRT
Mit grosser Hinhgabe feierte er jeden
Tag die hl. Messe nachdem er vorher
gebeichtet hatte um würdig den Herrn in
seinen Händen und im Herzenaufzunehm-
en und sich mit Ihm in der Passion für das
Heil der Menschen aufzuopfern. Die Leute
sahen ihn sich wandeln, eineSache werden
mit Kelch undHostie. Er spürte den leben-
den Christus in seinen Händen. Und wenn
er durch die Strassen Tolentinos ging
umKranke und Arme zu besuchen, war
Christi Gegenwart in ihm und bekehrte die
Herzen.
D
IE
E
UCHARISTIE
,
Q
UELLE VON
R
EINHEIT UND
F
REIHEIT
Die Eucharistie hatte ihn gelehrt, ein
von Herzen demütiger und milder Jünger
zu sein, um gegen den Stolz und die
Ansprüche der Welt zu kämpfen und sich
ganz den Brüdern hinzugeben. Daher wur-
de aus Nikolaus ein Asket zusätzlich zum
Apostel. In seinem Opfer- und Büsserleben
befolgte er dieOrdensregelradikal, züchtig-
te Sinne und Körper um ein
gefügigesWerkzeug der dürstenden Seele
zu werden, höchste Gipfel zu ersteigen. Er
wollte alles loslassen um frei von allen
Dingensich ganz Gott hinzugeben.
S
CHUTZ UND
S
CHIRM
FÜR
S GANZE
F
EGFEUER
Nikolaus empfand sehr stark die
Einheit mit dem ganzen mystischen Leib
Christi: die Kirche unterwegs auf Erden,
die glorreiche Kirche im Himmel und die
sich reinigende des Fegfeuers. Vor allem an
diese bindet sich der Name Nikolaus aus
Anlass einer Vision, die er vor seiner Zeit
in Tolentino gehabt hatte . Im Traum
erschien im die Seele seines Mitbruders
Pellegrino, der ihm von seiner Pein im
Fegfeuer erzählte. Er sagte, dass er von den
Leiden befreit worden sei mit vielen andern
Seelen, die Hilfe gesucht hatten,als
Nikolaus für sie die Totenmessefeierte. Er
tat um was ihn dieser bat: er begann
sogleich in tiefem Glauben den Heilandfür
all diese Leute zu bitten. Nach einer Woche
erschien San Pellegrino erneut im Traum
um zu danken. Seither betete unser
Heiliger immer sehr viel für die
Verstorbenen. Diese Episode inspirierte-
bald den frommen Brauch, das Nikolaus-
Septar
zu feiern, d.h. während sieben
Tagen Messen und Gebete für die
Verstorbenen zu halten. In Tolentino wurde
auch der Sonntag nach seinem Festtag als
Versöhnungstag mit vollkommenem
Ablass gefeiert.
Unser Heiliger war stets bestrebt,
Einheit der Kirche aufzubauen, die in der
Gemeinschaft der Heiligen Wirklichkeit
wird. Wie die Sünde die Harmonie des
Universums stört, so bringt jedes gute
Werk das Leben Gottes den Seelen, sowohl
auf Erden wie im Fegfeuer.
H
EILENDES
B
ROT
Anlass zur Verehrung der geweihten
Brotewurde eine andere Geschichte.
Während einer schweren Krankheit, worin
er Teufelswerk fürchtete,rief Nikolaus wie
immer die Hilfe der Gottesmutter und des
Mönchsvaters Augustinus an. Sie erschie-
nen ihm im Traum und die Madonna lud
ihn ein, ein in Wasser getunktes Stück
geweihten Brotes zu verspeisen. Er tat es
und wurde gesund. Dasselbe wurde als-
dann von ihm und seinen Mitbrüdernbei
den Kranken angewandt.Durch dieses
Mittel von Gottesverehrung wurden im
Verlauf der Jahrunderte viele Gnaden
gewährt.
Diese und andere Wunderheilungen
sind nur Bestätigung seiner Heiligkeit. Die
Liebe zu den Menschen, die in seinem
Herzen brannte, drängte ihn, diese Gabe
grosszügiganzuwenden. Dabei unterstrich
er immer, dass das Wunder ein Akt des
Glaubens und des totalen Vertrauens zum
Herrn ist, Ihm allein gebühre die Ehre
dafür.
W
IE DER
S
TERN VON
B
ETHLEHEM
Verschiedene Zeichen zeigten Nikolaus
seinen nahen Tod an, allen voran der Stern,
den er im Traum gesehen hatte, wie erüber
seiner Geburtstadtund über der
Augustinerkirche stille zu standEin
Mitbruder half ihm, den Sinn der Vision zu
verstehen, die sich mehrfach ereignet hatte:
der Stern bedeutete Nikolaus‘ Heiligkeit:
nicht weit vom Ort wo der Stern stille hielt,
werde sein Grab sein, von aller Welt als
Wunderquelle gepriesen dank der vielen
himmlischen Gaben für die ganze
Christenheit. Derselbe Stern begann ihm
voranzugehn und zum Altar zu begleiten,
wo er Messe feierte und sich zum Gebet
zurückzog.
Nach siebenhundert Jahren leuchtet der
Stern noch immer. Nikolaus fährt fort für
uns einzutreten, um uns zur Quelle der
Liebe zu bringen, wo alles beginnt und
endet.
Chiara Piccinotti
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die nächste Ausgabe von Echo bezie-
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Villanova M., 14. September 2005
Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
Es segne uns der allmächtige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
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AS JÄHRLICHE
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REFFEN
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CHO
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ITARBEITER
Eine Gnade, die verwandelt
Eine Gnade, die dich erfasst,
dich verwickelt und so lang-
sam ändert; sie lässt dich aus-
brechen aus einem Zustand an
der Grenze, der dein Leben
einengt und führt dich in einen
weiten Lebensraum, leicht und
gleichzeitig dicht und kraftvoll.
Es scheint die Beschreibung
einer ‚Ekstase’ zu sein für wer
weiß welch ‚Auserwählte’,
hingegen hat es alle
Anwesende des jährlichen
Meetings in Medjugorje der
Übersetzer und Mitarbeiter
von ‚Echo’ betroffen. Alle in
einer Umarmung Mariens!
In der Tat entspringt ihrem Herzen kraft-
voll und rein die Gnade, die dich in wenigen
Tagen deine Denkensweise, dein Handeln,
deine Beziehungen, dein Beurteilen der
Vergangenheit, dein Schauen in die Zukunft
verändert. Eine Art des Seins, das dich von
den einengenden Grenzen der menschlichen
Denkweise zu den vom Heiligen Geist
geschenkten Weiten führt.
Aber nur wenn du sie (Maria AdR) han-
deln lässt... Ja, das ist der Kern. Was hier
gesagt ist, mag als eine Art Magie erscheinen,
eine der vielen, die heute mit Technik und
Tricks vorgegaukelt werden, um nicht die
Last des Menschseins und einer immer mehr
beklemmenden Welt zu spüren. Oder die
Wirkung einer Droge, die dir für einen
Augenblick den Biss des Schmerzes nimmt,
ihn dir aber bitterer und leidvoller nachreicht.
Wir müssen uns bewusst sein, dass nur
das Wirken des Heiligen Geistes die
Echtheit dieser Erfahrungen an Gnaden
schenkt, die nicht Täuschung für einen
Moment ist, jedoch die tiefsten Schichten
unseres Seins berühren und diese verändern,
sie heiligen, sie erheben. Sie erfordern aber
auch unsere freie Zustimmung, denn ange-
botene Gnade lässt sie uns frei annehmen
oder abweißen, um in uns zu wirken. Also
sind wir keine Zuschauer, noch passive
Objekte, sondern Hauptdarsteller einer wir-
kenden und verändernden Gnade:
Mitarbeiter des Heiligen Geistes.
Dieses Mal waren wir hundert Personen.
Wir sind aus 15 Ländern nach Medjugorje
gekommen, stark motiviert, eine Schritt vor-
wärts zu tun, als Einzelne oder Familie; eine
Familie, die Maria auf geheimnisvolle
Weise um dieses kleine Blatt geschart hat,
das jede Ecke der Erde erreicht. Ein Blatt,
das bekanntlich aus Gnade Bestand hat,
denn die Art entspringt der Vorsehung, wie
das ‚Echo’
solch unterschiedliche
Gegebenheiten berührt und sie in einen und
den selben Geist vereint. Die Mittel ent-
stammen der Vorsehung, wie die
Instrumente, die ‚Echo’ verwendet. Unser
jährliches Treffen versetzt uns in Staunen,
wir bewundern das Werk Gottes, das Er wei-
ter führt, sei es materiell, aber noch viel
mehr geistlich, in einem jeden von uns, die
wir gerufen sind, mit wachsendem
Verantwortungsbewusstsein unsere
Zugehörigkeit zum Herzen Mariens zu leben
und am Opfer Christi teil zu nehmen. Das ist
der Motor des Blattes.
Voriges Jahr behandelte man das Thema
geistliche Mutterschaft und Vaterschaft. Und
mit Freude haben wir eine ‚Neugeburt’
bestaunen können: ‚Echo’ auf Lettisch, das
sich zu den anderen 16 Sprachen gesellt. Wie
nicht in diesem die konkrete Frucht einer spi-
rituellen Generation sehen, die der
Gemeinschaft entspringt? Wie nicht verste-
hen, dass die Gemeinschaft in Gott den Seelen
Raum schafft, dass die Gnade Fleisch wird?
Das Thema, das die Tage der Einkehr
dieses Mal begleitete, war: „Das Antlitz des
Vaters beschauen“. Ein Antlitz, das sich
reichlich in allen Aspekten und Facetten
gezeigt hat, um familiär, innig und angebetet
zu werden.
Wie immer sind die Betrachtungen von
P. Tomislav, vom Gebet auf den Bergen und
im Klima des Hörens und der Stille
umrahmt, angeregt durch Gruppenarbeit,
auf dem Altar, als ein dem Vater willkom-
menes Darbieten unserer Leben, während
der eucharistischen Feier, erhoben worden.
Gnadenvolle Tage der Tiefe, die die einfach-
sten Dinge in Teile des Himmels verwan-
deln können. Zu beschauen, zu genießen, zu
verschenken. Besonders aber zwischen den
Zeilen dieses Blattes, damit alle, die es lesen
von den Strahlen der Gnade erfasst werden,
die dem Unbefleckten Herzen Mariens ent-
springen. Eine Gnade, die im Stande ist, aus
uns neue und völlig verwirklichte
Geschöpfe zu machen.
Stefania Consoli
Alle Erwartungen
übertroffen
Hier öffnen sich die Herzen und Ängste
vergehen. Man versteht nicht klar das
Warum, man erntet aber die Früchte: Friede,
Freude, Vertrauen, Hingabe und ein Herz,
das sich anderen öffnet, angefangen beim
Nachbarn, bis zum Entfernten, in einer
großen Umarmung aller Personen, ohne
Unterschied.
Hier scheint Maria die Wunder zu wie-
derholen, die Jesus sichtbar in Palästina
wirkte. Auch das Fischen scheint sich für
Menschen auf unerklärlicher Weise zu wie-
derholen, ist aber wirklich ein Wunder, über
alle Erwartung hinaus.
Die Einladung aus dieser Fülle zu schöpfen
und sie anderen zu überbringen, ist an alle
gerichtet, besonders an uns, die wir diese
Gnade erkannt haben.
Pietro Squassabbia
LESERSCHREIBEN
G. Della Vedova aus Australien:
Danke für das ECHO, das ich regelmässig
erhalte. Es gefällt mir und meinen beiden
Töchtern so sehr ... Bald bin ich 95, ichbin
nicht mehr viel wert, doch bitte, betet für
mich. Vielleicht interessiert euch, dass ich
mein erstes ECHO vor vielen Jahren in
einer Mailänder Kirchefand.
P. Ambrogio Sainaghi aus Cuenca,
Ecuador: Ich sende euch meine herzlich-
sten Grüsse und meine Dankbarkeit für die
treue Zusendung der 30 Exemplare des
ECHO. Ich stelle es all unsern Salesianer-
Missionaren der Region Amazzonica zu.
Dank an die Madonna, die seit so vielen
Jahren uns erzieht und begleitet.
Silvana aus Argentinien: Das ECHO
kommt immer im rechten Moment, seine
Botschaften sind Balsam der Liebe, die
gute Medizin um Seelen zu heilen, treuer
Besuch, der zärtlich im leisen Säuseln sich
einstellt, um in diesem entfernten Lande im
Süden Patagoniens (Argentinien) zuwehen.
Immer aktuell, voll neuen Lebens, freudi-
ger Hoffnung, täglicher Hauch zum Lösen
unsrer Probleme.
Herausstreichen möchte ich, dass in
diesen unsern schwierigen Zeiten die
Ankunft des ECHOs mit seinem kostbaren
Inhalt bei uns Maria verdeutlicht, ihre
Gegenwart mit ihrer Weisheit und ihrem
Frieden inHäuser und Wohnungenträgt.Ich
schicke meine Gebete zum Himmel, damit
er euch mit seinen besten Gaben überschüt-
te, euch alle, die ihr für das ECHO
Verantwortung trägt und über alles, was
diese minutiöse Arbeit mit sich bringt ineu-
rem Alltag voll Ausdauer. Das ECHO möge
in seiner Existenz gesichert sein, da esdie
Tage mit Schönheit füllt und uns seinen
himmlischen Einfluss und die Früchte der
Gnade bringt.
Ich lege eine bescheidene Spende bei
für euer gesegnetes Werk. Gott segne all
eureUnternehmungen und erfülle euch mit
reicher Gnade.
Neuabonnenten oder
Adressänderungen an das Sekretariat
des ECHO senden:
SEKRETARIAT des ECHO MARIENS
CP 27 - I-31030 BESSICA (TV)
E-mail:
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E-mail Redaktion:
ecoredazione@infinito.it
ECHO auf Internet:
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Francoforte sul Meno
Konto nr. 39102.250
CAB: BLZ 512 102 00
IBAN: DE14 5121 0200 0039 1022 50
BIC: PASC DE FF
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