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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 188 (Juli-August 2006)

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Botschaft Mariens vom 25. Mai 2006
“Liebe Kinder, auch heute rufe ich
euch auf, die Botschaften, die ich euch
gebe, in die Praxis umzusetzen und zu
leben. Meine lieben Kinder, entscheidet
euch für die Heiligkeit und denkt an das
Paradies. Nur so werdet ihr Frieden in
eurem Herzen haben, den niemand zer-
stören kann. Der Friede ist ein Geschenk,
das Gott euch im Gebet gibt. Meine lieben
Kinder, sucht und arbeitet mit allen
Kräften, dass der Friede in euren Herzen
und in der Welt siegt. Danke, dass ihr
meinem Ruf gefolgt seid!“
Dass der Friede siege
Herr, mache mich zum Werkzeug Deines
Friedens: Dass ich Liebe bringe, wo man sich
hasst, dass ich Versöhnung bringe, wo man
sich kränkt, dass ich Einigkeit bringe, wo
Zwietracht ist.
So beginnt das Gebet, das man
dem hl. Franziskus zuschreibt. Der Friede ist
ein wertvolles und seltenes Gut; man findet
ihn nicht so leicht auf Erden, und wenn man
glaubt, ihn gefunden zu haben, zerbröckelt er
in den Händen der Empfänger. So ist es in den
Beziehungen zwischen den Völkern, der
Nationen und Kulturen. Nicht anders steht es
im Inneren der Staaten, der eigenen Stadt, der
eigenen Familie. Gleichermaßen ist das
Spiegelbild im Inneren der Person, die oft in
sich gespalten ist. Wenn ein Reich in sich
gespalten ist, kann es keinen Bestand haben.
Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann
sie keinen Bestand haben
(Mk 3,24-25).
Trennung verursacht Trümmer. Der
‚Trenner’ kann nicht mit menschlichen
Kräften allein besiegt werden. So ist der
Friede, der wahre Friede, außer Reichweite
der menschlichen Möglichkeiten. Frieden
hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich
euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn
gibt, gebe ich euch
( vgl. Joh 14,27), spricht
Jesus. Sein Friede, jenen, den Er uns gibt, hat
nichts mit unserem Frieden gemeinsam, der
Ergebnis unserer Verhandlungen ist, jenen
Frieden, den wir von der Welt erreichen.
Wie kann man also diesen Frieden erreichen,
der Sein Geschenk ist? Hier die einfache und
klare Antwort Mariens: Entscheidet euch für
die Heiligkeit und denkt an das Paradies.
Nur so werdet ihr Frieden in eurem Herzen
haben, den niemand zerstören kann.
Es
gibt keinen anderen Weg. Sich für die
Heiligkeit entscheiden, bedeutet sich völlig
Gott zur Verfügung zu stellen, nur Ihm zu
gehören; inbrünstig Seine Anwesenheit zu
leben, das Paradies. Auf Ihn alle unsere
Fähigkeiten ausrichten, nicht mehr der
Zerstreuung der Gedanken unseres Herzens
ausgeliefert, aber bereits auf das Paradies aus-
gerichtet, alle in Einem, Jesus Christus, damit
Gott über alles und in allem herrsche
(vgl.
1Kor 15,28); der Friede wird dann der emp-
findsame Bestandteil jener Einheit der Liebe
sein, und er wird gleichsam unzerstörbar sein.
Der Friede ist ein Geschenk, das Gott
euch im Gebet gibt. Schon in Vergangenheit
hat uns Maria gesagt: Ihr seht Gott nicht, liebe
Kinder, wenn ihr aber betet spürt ihr Seine
Nähe.
Es ist gerade diese Nähe, diese Seine
Anwesenheit, die den Frieden entzündet. Das
Gebet ist notwendig, weil es die Beziehung zu
Gott pflegt, Raum der Gemeinschaft mit Ihm
schafft, Aufgehen in Seinem Sohn ist. Das
Gebet ist unabdingbar, weil es der Raum des
Tätigkeitsfeldes des Hl. Geistes ist, der Geist
selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das
wir nicht mit Worte fassen können
(vgl. Röm
8,26). Das Gebet ist Hinhören auf das Wort; das
Gebet ist Stille, die Seine Anwesenheit aus-
strahlt; das Gebet ist Hingabe, die es ermöglicht
auf den Wassern zu gehen (vgl. Mt 14,29).
Der Friede ist Geschenk Gottes, er muss
jedoch, wie jedes Geschenk, gepflegt werden.
Meine lieben Kinder, sucht und arbeitet mit
allen Kräften, dass der Friede in euren
Herzen und in der Welt siegt.
Eine
Einladung, die mit allem Ernst und großem
Verantwortungsbewusstsein angenommen
werden soll. Jeder mache seine Gewissenser-
forschung und prüfe, an welchen Frieden er
glaubt, auf welchen Frieden er hofft, welchen
Frieden er im Herzen trägt und welchen er der
Welt schenkt. Ein jeder frage sich nach der
wiederholten Einladung Mariens, ob er die
Botschaften, die sie uns gibt, in die Praxis
umsetzt und lebt.
Dies ist der Schlüssel, der
uns ermöglicht, unser Herz der auf das Kreuz
erhöhten Liebe aufzuschließen, man meide
jedoch jegliches Verhalten, das zu Trennung
und Missklang führt, alle leichtfertigen Äuße-
rungen und Urteile, jegliche Handlung, die die
Anwesenheit des Hl. Geistes im Bruder
demütigt, Behauptungen und Verhalten, die
Trennung und Tod verursachen. Angesichts
des großen Banners der gekreuzigten Liebe,
müssen wir fähig sein, jede Fahne einzuzie-
hen, unser Menschsein beerdigen, um in der
Göttlichkeit zu erstehen.
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. Juni 2006
“Liebe Kinder, mit großer Freude in
meinem Herzen danke ich euch für alle
Gebete, die ihr in diesen Tagen für meine
Anliegen dargebracht habt. Wisst, meine
lieben Kinder, ihr werdet es nicht bereu-
en, weder ihr noch eure Kinder. Gott wird
euch mit großen Gnaden belohnen und
ihr werdet das ewige Leben gewinnen. Ich
bin euch nahe und danke all jenen, die im
Laufe dieser Jahre meine Botschaften
angenommen haben, sie in ihr Leben ein-
fließen haben lassen und sich für die
Heiligkeit und den Frieden entschieden
haben. Danke, dass ihr meinem Ruf
gefolgt seid!“
Danke!
Hier nun eine Botschaft des Dankes und
großer Hoffnung zum 25. Jahrestag der
Erscheinungen von Medjugorje, für all jene,
die ihre Botschaften angenommen haben.
Ist es etwa der Abschied Mariens? Die
Botschaft beinhaltet keine Hinweise in diese
Richtung und scheint nur ein Resümee zu
sein, unter anderem ein positives, dieser so
langen Zeit, in der der Himmel über
Medjugorje und die ganze Welt offen geblie-
ben ist. Vor allem dankt Maria mit großer
Freude im Herzen für alle Gebete, die in
diesen Tagen für ihre Anliegen dargebracht
wurden.
Dieser erste Dank Mariens umfasst
alle, ohne zwischen Beter der ersten oder letz-
ten Stunde zu unterscheiden (vgl. Mt 20,8-
10). Ein Danke für die gebeteten Rosenkränze
für ihre Anliegen, die ihr zu diesem Jahrestag
geschenkt worden sind. Für ihre Anliegen zu
beten sei für niemandem anstößig: sie ent-
sprechen alle dem Willen Gottes. Unter dem
Kreuz, an dem ihr Sohn im Sterben lwar, hat
Maria nie an der Liebe des Vaters gezweifelt,
obwohl sie die Kälte des Todes das Innerste
durchströmen spürte, nie hat sie den Mund
geöffnet, um den göttlichen Willen zu durch-
brechen. Diese wunderbare und unerreichbare
Frau ist die ideale Führerin zur Hingabe dem
Willen Gottes. Das müssen wir von ihr in
unseren Gebeten erbitten; das sind die Gebete,
die wir ihr anbieten und die wir unsere
Kindern lehren sollen.
Wisst, meine lieben Kinder, ihr werdet
es nicht bereuen, weder ihr noch eure
Kinder.
Doch wer dem Herrn vertraut, den
wird er mit seiner Huld umgeben
. Und weiter:
Wer auf den Herrn vertraut, wird nicht
zuschanden
, ist gesichert, findet Glück. Gott
wird euch mit großen Gnaden belohnen
und ihr werdet das ewige Leben gewinnen.
Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen
wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus,
den du gesandt hast
(Joh 17,3). Hier bedeutet
erkennen nicht wissen; es genügt nicht zu wis-
sen, dass es Gott gibt, dass Gott existiert; auch
zu wissen, dass unser Gott der Gott
Abrahams, Isaaks und Jakobs
ist, reicht nicht
aus, obwohl es schon viel bedeutet; auch kann
das Wissen nicht reichen, dass sich unser Gott
Juli- August 2006 - Herausgeber; Eco di Maria, C.P. 47 31037 Loria (TV) (Italia) - J. 22, Nr. 1-2
Sped. a.p. art. 2, com. 20/c, leg. 662/96 filiale di MN, Autor. Trib. MN n. 13: 8.11.86, Tel/fax 0423.470331
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in Jesus offenbart hat. Um Gott zu erkennen,
muss man Jesus erkennen und Jesus erkennt
man durch seine Begleitung, indem man mit
Ihm lebt: Schon so lange bin ich bei euch, und
du hast mich nicht erkannt, Philippus?
(Joh
14,9a). Und wir, die wir seit langem in Seiner
Gemeinschaft sind, können wir sagen, Ihn zu
kennen? Was machen wir aus seinem Leib
und Blut? Lassen wir uns von Ihm regenerie-
ren und von Ihm aufnehmen, oder machen wir
frevelhaften Konsum damit?
Der zweite Dank Mariens betrifft all jene,
die im Laufe dieser Jahre ihre Botschaften
angenommen haben, sie in ihr Leben ein-
fließen haben lassen und sich für die
Heiligkeit und den Frieden entschieden
haben.
Diese sind wie der gute Boden, der
Frucht gebracht hat (vgl. Mt 13,8). Und die
Frucht ist die Heiligkeit, die Frucht ist der
Frieden: der Same befindet sich bei Gott,
aber der Boden ist unser Herz. Ist es ein guter
Boden? Bemühen wir uns mit Hilfe Mariens
ihn so zu erhalten. Ist es kein guter Boden?
Bitten wir Gott mit all unserer Kraft, dass es
guter Boden werde; auf die Fürsprache
Mariens wird es ein leichtes sein, wenn wir es
tatsächlich wünschen. Die Anwesenheit
Mariens in diesen 25 Jahren hat in vielen
Seelen eine tiefgreifende Änderung herbei
geführt, und je mehr der Heilige Geist Maria
in einer Seele vorfindet, desto mehr wird sie
wirksam und mächtig, um Jesus Christus in
dieser Seele und diese Seele selbst in Jesus
Christus zu formen
(hl. Ludwig Maria
Grignon de Montfort, Abhandlung über die
wahre Verehrung Mariens Nr. 20).
Danke, Maria, für deine Anwesenheit in
Medjugorje, danke, weil du noch auf die
Unentschlossenen wartest, danke, weil du
auf uns den Heiligen Geist ausgießt, der uns
zu wahren Kindern im Sohn macht.
N.Q.
Um den Stellvertreter Christi versammelt
Die kirchlichen Bewegungen
und die neuen Gemeinschaften
Am Samstag, dem 3. Juni haben sich ca.
400.000 Gläubige aus aller Welt auf dem
Petersplatz versammelt, um eine Bestätigung
zu erfahren und vom Stellvertreter des Herrn
auf Erden beauftragt zu werden, die Ernte
einzufahren. In dem von Benedikt XVI. ein-
berufenen Treffen wurde das Werk von Papst
Johannes Paul II. weiter geführt, der sie zum
ersten Mal auf dem selben Platz am
Vorabend des Pfingstfestes vor acht Jahren
versammelt hatte.
In der Tat hat der seinerzeitige Kardinal
Ratzinger - seit dem Aufblühen der
Bewegungen und Gemeinschaften als Folge
des Konzils - in ihnen Zeichen des Hl.
Geistes erkannt, der unermüdlich im Inneren
Seiner Kirche wirkt, durch eine lebendige,
reiche und stets junge Seele. Er hat diese neu-
en Formen an Laienbewegungen, die seiner-
zeit für viele nicht „ins Konzept passten“
unterstützt und als „Hoffnung der Kirche“
bezeichnet. Schon als Kardinal hat er ihnen
große Sympathie entgegen gebracht, wie ein
Zeichen der stillen aber wirksamen
Erneuerung, oder Überraschung des Hl.
Geistes, der wieder einmal die menschlichen
Pläne übertrifft und auf wunderbarer Weise
die Versprechungen Gottes verwirklicht.
Kardinal Ratzinger spürte die
Notwendigkeit die Tür zu öffnen und einen
geeigneten Platz für diese Neuheit des Hl.
Geistes zu schaffen, der auf „unerwarteter
Weise an unerwarteten Orten und in unvor-
stellbarer Art“
gewirkt hat.
Das heutige
Treffen hat zu einem neuen Fortschritt
geführt, mit dem Ziel, der vollen „kirchli-
chen Reife“, wie es Johannes Paul II.
gewünscht hatte.
Vor der feierlichen Vesper, hat der derzei-
tige Papst allen seinen herzlichen Gruß über-
mittelt, und er wurde auf seiner halbstündi-
gen Fahrt im Auto auf dem Petersplatz von
der Menge mit großer Begeisterung empfan-
gen. Alle Teilnehmer (unübersehbar war die
Menge,
es war die zahlenstärkste
Versammlung seit Beginn seines
Pontifikates!), stellten ein Zeichen der
Einheit bei allen Unterschieden
dar: jeder
nach seiner persönlichen Eignung tätig beim
Aufbau eines einzigen Leibes, mit der
Sehnsucht, wohl in der Gemeinschaft der
ganzen Kirche eingebettet zu sein, im Dienst
deren Wachstums.
Während der Feier hat der Papst den
Vertretern der stärksten,
kirchlichen
Bewegungen zugehört und begann dann sei-
ne Rede: „Die Welt, in der wir leben, ist
Werk des Schöpfergeistes
und Pfingsten,
außer «der Ursprung der Kirche zu sein, ist
auch eine Feier der Schöpfung»,
hat der
Papst begonnen, indem er sich auf die ersten
Seiten der Bibel bezog, die davon erzählen,
wie seit dem Anfang der Geist Gottes über
die Wasser schwebte. In diesem
Zusammenhang hat er alle zur
Verantwortung gegenüber der Schöpfung
ermahnt, die uns von Gott anvertraut ist und
als solche gehegt und bewahrt werden muss.
In seiner Botschaft hat der Papst drei
Elemente hervor gehoben, die man sei es als
Geschenk, als auch als «Wirkungen» des von
Jesus gesandten Heiligen Geistes betrachten
kann. Diese drei Geschenke, «nach denen
wir uns sehnen und die untereinander unzer-
trennlich sind»
sind: LEBEN, FREIHEIT
UND EINHEIT.
«Das Leben findet man nur, wenn man
es schenkt; man findet es nicht, wenn man
davon Besitz ergreift. Das ist es, was wir von
Christus lernen müssen; das lehrt uns der
Heilige Geist, der reines Geschenk ist, der
ein Sich-Verschenken Gottes ist. Je mehr
jemand sein Leben für die anderen gibt, für
das Gute selbst, desto mehr fließen Wasser
des Lebens. Die Bewegungen sind gerade
aus dem Durst nach wahrem Leben gebo-
ren;
sie sind Bewegungen für das Leben im
wahrsten Sinn des Wortes»
erklärt mit abso-
luter Klarheit der Nachfolger Petri und
widerspricht, o weh, der vorherrschenden
Logik der Welt.
Das selbe gilt auch für die Freiheit. «Die
wahre Freiheit beweist man durch das
Verantwortungsbewusstsein,
durch eine Art
Handeln, das die Mitverantwortung für die
Welt, für sich selbst und die anderen über-
nimmt. Wir tun das Gute nicht wie Sklaven,
die nicht frei sind, anders zu handeln, sondern
wir tun es,
weil wir persönlich die
Verantwortung für die Welt tragen; weil wir
die Wahrheit und das Gute lieben, weil wir
Gott selbst lieben und daher auch seine
Geschöpfe», sagte der Papst, indem er daran
erinnerte, dass die einzige, wahre Freiheit jene
als Kinder Gottes ist. «Die kirchlichen
Bewegungen wollen und müssen Schulen
der Freiheit sein,
jener wahren Freiheit» hat
er unterstrichen, auch um die Christen von
„pauschalen Freiheiten“ fern zu halten, die die
Welt uns anmaßend und laufend vorgaukelt.
Zum Thema Einheit sagte der Heilige
Vater, dass in Gott „Vielfalt und Einheit
zusammen einher schreiten“
und zweimal
„Kümmert Euch nicht zu sehr um eure
Probleme: überlasst es Gott, sie zu lösen
und vertraut ganz Ihm“ (
(Botschaft Marias
vom 04.01.1982).
„Das „sich kümmern“, die Aufregung
und das „an die Folgen einer Tat denken
wollen“ sind gegen das Vertrauen“ (Don
Dolindo Ruotolo, 1882-1970).
Machst du dir das Leben kompliziert?
Regst du dich auf? Fürchtest du dich?
Gut, Maria, unsre Mutter, nimmt uns seit 25
Jahren in ihre Schule um uns zu lehren,
glücklich zu sein. 1982 gab sie uns das
Rezept für das Glück: „Macht euer Leben
einfach und bescheiden. Betet viel“
(4.1.1982). Sie fügte einen Rat bei, der dann
in sehr vielen ihrer Botschaften wiederkehr-
te: „übergebt euch ganz Gott“.
Wir müssen den Mut finden, unsern
Ballast von Sorgen und Problemen los zu
lassen. Ich sage „los lassen“ weil wir viel-
leicht die Tendenz haben, ihn in die Hand zu
drücken, auch wenn wir denken, wir hätten
die Dinge Gott anvertraut – und dagegen
sind wir mehr oder weniger bewusst über-
zeugt, wir müssten uns selber um alles küm-
mern. Hier braucht es einen Akt des
Vertrauens, um die Hand vom Henkel des
Gepäcks zu lösen, es vor den Herrn zu stel-
len und es dort in seiner Gegenwart zu las-
sen, ohne es an uns zurückzunehmen, wis-
send, dass Er sich darum sorgen wird.
Don Dolindo Ruotolo, ein heiligmässi-
ger Priester aus Neapel an der Schwelle des
letzten Jahrhunderts, hatte einen Verehrer in
Padre Pio, der generell die Leute aus
Neapel, die ihn aufsuchten, fragte: „Ihr habt
Dolindo, warum kommt ihr zu mir?“ Wie
Padre Pio hatte auch Don Dolindo sehr
schnell den grossen Wert des Leidens
erkannt und erbat es vom Herrn für die
Rettung der Seelen.
Durch diese Zeilen möchten wir den
Wert der vollen Übergabe an Gott besser
verständlich machen; darum nehmen wir,
von Don Dolindo inspiriert, einige Texte zu
Hilfe, die uns zeigen, dass sich - Ihm -
übergeben bedeutet, Aufregungen durch
„Jesus,
Denk Du daran!“
Beverley K. Drabsch
hat er betont, dass „der Heilige Geist bläst
wohin er will. Sein Wille ist jedoch die
Einheit. Die Einheit in einem Leib, die
Einheit, die der Welt begegnet und sie
umwandelt“.
«Nehmt teil an der Erbauung des einzigen
Leibes!»
hat er schließlich eingeladen,
indem er die Bewegungen und
Gemeinschaften ermutigte,
nicht auf-
zuhören,
ihre Gaben der ganzen
Gemeinschaft zu bringen. «Liebe Freunde,
ich bitte euch, noch mehr, weit mehr,
Mitarbeiter des apostolischen, universalen
Lehramtes des Papstes zu sein, indem ihr die
Tore zu Christus öffnet»,
hat Benedikt XVI.
vor der großen Versammlung seine Rede
beendet, und so die großen Gaben des
Heiligen Geistes als auch den Einsatz eines
jeden dieser neuen Glieder des Leibes
Christi hervor gehoben.
Ana Simic
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Gebet zu ersetzen:
„Jesus zur Seele: Vertrauen, sich mir
übergeben, bedeutet nicht, sich abmühen,
erschüttert sein, verzweifeln, und sich
danach in einem Gebet an mich wenden,
damit Ich euch folge. Mir vertrauen bedeu-
tet, die Augen der Seele ruhig schliessen,
den Gedanken von der Bedrängnis abkehren
und sich mir übergeben, damit ich allein
wirke, und sagen: denk Du daran... Wie
viele Dinge erwirke ich, wenn die Seele sich
sowohl in geistlichen wie materiellen
Bedürfnissen an mich wendet und sagt:
Denk Du daran“.
In Medjugorje wissen wir, dass die
Gospa der Lautsprecher ihres Sohnes ist:
„Ihr wollt Menschen und Situationen verän-
dern um schnell zu euern Zielen zu gelan-
gen. Ängstigt euch nicht, lasst euch von mir
führen und ihr werdet sehen, alles wird gut“
(4. Juli 1983). Wenn wir dagegen, koste es
was es wolle, uns selber um das kümmern
wollen, was uns bedrängt, mit unsern Über-
legungen, tun wir nur uns selbst weh: „Ihr
wollt alles werten, alles erwägen, zählen, an
alles denken und euch auf die menschlichen
Kräfte verlassen. Das ist, was meine Worte
und meine Ansichten hindert ...
macht es
nicht so, sondern betet wie ich es euch
gelehrt habe im Vaterunser, und wenn ihr
mir wirklich sagt: dein Wille geschehe ist es
als ob ihr sagtet Denk Du daran. Dann grei-
fe ich mit meiner Allmacht ein und löse die
verstocktesten Situationen“ (Don Dolindo).
Dies braucht von unsrer Seite andauern-
den Glauben und grosses Vertrauen. Im
Evangelium lernen wir, dass es Jesus nicht
möglich ist, Wunder zu wirken, wo der
Glaube fehlt. Und wir, glauben wir?
Glauben wir, dass Er wirklich Gott ist, dass
Er allmächtig ist? Glauben wir, dass Er uns
liebt bis zum Tod, dass Er Wunder wirkt
auch für uns, eigens für uns? Johannes sagt
uns, dass die Welt nicht genügte, die Bücher
zu fassen, wenn man all Seine Wunder auf-
schreiben wollte. Gut, Jesus wirkt immer
noch, aber er braucht unser Vertrauen,
unsern Glauben an Ihn.
In den Schriften von Don Dolindo sagt
Jesus dir gerade jetzt: „Wie wünschte ich
von dir dieses Vertrauen um dir Gutes zu tun
und wie schmerzt es mich zu sehen, wie du
dich erregst. Satan will genau das: dass du
dich erregst um dich meinem Wirken zu
entziehen.
Er will dich als Beute in die
menschlichen Unterfangen werfen. Vertraue
mir allein, ruhe dich aus in mir, gib dich in
allem ganz mir hin. Ich tue Wunder im
Verhältnis zu deinem vollen Vertrauen in
mich.“
Auch in Medjugorje macht uns die
Gottesmutter auf die Gefahr des Bösen auf-
merksam: „Seid wachsam, denn Satan ver-
sucht ganz besonders jene, die den Wunsch
haben, sich ganz Gott zu überlassen“
(24.
Juni 1983), aber dein Gott sagt dir: bemerkst
du, dass das Böse zunimmt statt zerfällt?
Ängstige dich nicht, schliess die Augen und
sag mir im Vertrauen: Jesus, denk du dar-
an!
Ich sage dir, dass ich daran denke und
wie ein Arzt eingreife, wenn nötig auch ein
Wunder tue (Don Dolindo).
Don Dolindo: bitte für uns, damit wir in
diesem Jubeljahr der 25 Jahre
Erscheinungen von Medjugorje die Gnade
des Glaubens und der Bekehrung erhalten,
so dass wir uns wirklich ganz IHM anver-
trauen können!
NACHRICHTEN VOM GESEGNETEN LAND
25. Juni ... 25 Jahre
Festtagsglanz. Wohin du schaust freudi-
ge Gesichter: sie spiegeln Dankbarkeit wie-
der dafür, in diesem so wichtigen und lang
erwarteten Moment hier sein
zu dürfen: der 25. Jahrestag
der Erscheinungen Marias in
Medjugorje.
Ein gemeinschaftliches
Empfinden blüht auf in aller
Augen: man fühlt sich persön-
lich eingeladen, vielleicht auch
ein wenig bevorzugt im
Vergleich zu andern. Sicher
geliebt. Es scheint,
die
„Gospa“ habe die Dinge im
Leben eines jeden so arran-
giert, damit er heute hier dabei
sein darf. Sicher keine geheim-
nisvolle Vorauswahl, sicher
aber eine Wahl: ein besonderer
Ruf, der dazu einlädt, Apostel
zu werden, Vermittler einer zu
grossen Gnade, um sie für sich
zu behalten. Ein Gratisappell
von seiten Gottes, nicht gegeben um uns
besser vorzukommen als andere, sondern
nur als verantwortliche Verwalter seines
Segens eingesetzt, der allen zugedacht ist.
So spannt sich an diesem Feiertag jeder
vor das Gefährt jener, derer er sich im Gebet
er-innert. 100.000 Menschen sind am
Wallfahrtsort gegenwärtig, aber noch viel
zahlreicher ist das ganze Volk Mariens, das
nur sie zu zählen weiss und wozu sie so vie-
le diskrete Mittel und Wege kennt, um ihre
Kinder zu erreichen.
Sie war da, in Erwartung. Auch sie
betroffen und bange beim Kommen jener,
denen sie ihre eigene Umarmung schenken
und sie zurückerhalten wollte. Die Seelen
jener, die gekommen waren, ihr persönli-
ches „Ja“ zu erneuern und um Kraft zu bit-
ten, darin treu zu bleiben. Sie liess sich fin-
den wie immer, voraussehend, empfangend.
Für alle von uns hatte sie eine persönliche
Liebkosung bereit, ein Wort, einen Rat, eine
Stärkung oder eine notwendige Korrektur
für die zukünftigen Schritte. Schweigende
und zugleich beredte Gegenwart Mariens,
die versteht, jedem Winkel dieses geweihten
Bodens ihren Stempel aufzudrücken.
Schon ab Mitte Woche kamen ganze
Gruppen von allen Enden des Planeten um
mit Begeisterung dieses Gnadenereignis zu
erleben. In den verschiedensten Sprachen
tönten die Gebete durch die Strassen, aus
den Häusern, rund um die Statuetten und an
den Kreuzwegstationen.
Ab den ersten Morgenstunden in jenen
Tagen triefte der Erscheinungshügel förm-
lich von Menschen, die herauf und herum
gingen, zum Gebet inne hielten, meditierend
sich auf die durch die Pilger aus 25 Jahren
zertrampelten Wege und blankgeschliffenen
Steine setzten. Maria hat diesen unwegsa-
men Ort weit weg von jeder Bequemlichkeit
und Attraktivität gewählt, wo man sich so
geheimnisvoll gut fühlt, in tiefer Harmonie
mit sich selbst und der Welt. Eine Art Tabor,
da möchte man das Zelt aufbauen, da möch-
te man bleiben.
Aber der Abstieg ist notwendig, damit
der empfangene Same zur Bekehrung kon-
kret werde in einer bewussten Antwort die
zur Missio wird. Unten in der Kirche ist der
rechte Ort um die eigene Verpflichtung
wahrzunehmen angesichts der Eucharistie,
in der der Bund Gottes sich erneuert und uns
unaufhörlich ruft. Jeden Morgen ereignen
sich die Messen in den verschiedenen
Sprachen; doch am Abend, vor der grossen
ausgestellten Hostie auf dem Aussenaltar,
strömt ein gemeinschaftliches Wort in die
Menge tausender bewegter Herzen: das der
Liebe.
Trotz beissender, ermüdender Hitze
wimmelt die Pfarrei von Menschen. Lange
Schlangen vor den Beichthäuschen erzählen
vom Wunsch nach Versöhnung, die dazu
dient, in den Seelen Raum zu schaffen für
den Frieden. Jenen Frieden, den die Königin
uns aus dem Himmel bringt. Sie bittet uns,
ihr jede unsrer Sünden anzuvertrauen, unsre
Sorgen und das Gewicht, das der Alltag uns
aufdrückt. Nur so gibt es Platz für Jesus.
Eine gewisse Leichtigkeit lässt sich in
der Luft spüren, alles scheint einfach, wenn
auch die Pilgerführer ab und zu zu wahren
„Tours de force“ drängen, indem sie den
Tag mit tausend Verpflichtungen belegen,
die nicht immer notwendig sind. Ja, die ein-
zige Sache die zählt, die Hauptsache, ist die
Begegnung mit Ihr, und dafür braucht es
Zeit und Ruhe.
Um 18 Uhr ist der grosse Platz hinter der
Kirche randvoll. Man beginnt zu beten: den
Rosenkranz, die freudvollen und die glorrei-
chen Geheimnisse. Die Avemaria lösen sich
ab, aber im Moment der Erscheinung hält
sich unaufgefordert jede Stimme zurück,
während die Herzen sich öffnen um die
Mutter aufzunehmen. Augenblicke von
Ewigkeit, die die Seele weiten und Gott ein-
treten lassen.
Am Altar sind hunderte von Priestern
anwesend, gekommen von allen Seiten,
zusammen mit den Brüdern, die in diesen
Jahren die Pfarrei durch ihren Dienst belebt
und bewegt haben. Vom ersten Pfarrer, der
den Beginn der Erscheinungen schmerzlich
und freudig erlebte– Pater Jozo Zovko – bis
zum jetzigen, Pater Ivan Sesar – der von
Herzen jeden willkommen heisst, beein-
druckt diese grosse Zahl an Priestern rund
um den Altar. Es ist die eucharistische Feier,
3
Echo 188
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E
INER DER
Ä
RZTE
,
DIE DIE
S
EHER
UNTERSUCHT HABEN
:
Dr. Giancarlo C.
„Zwanzig Jahre danach ... Ich habe nach
dem Sinn von Medjugorje gefragt wie ver-
mutlich alle sich fragen, und das, was dich
umgibt, steht im Text des Apostels Paulus,
den die Liturgie uns heute vorstellt: „Ihr müs-
st neue Geschöpfe werden“ scheint mir die
Antwort auf diese Frage zu sein. Hinter all
den Botschaften der Muttergottes sehen wir
wie eine neue Generation, für den heutigen
Mensch wahrnehmbar, sich verwirklichen
kann in dem Moment, wo wir fähig sind, dem
lebendigen Christus in der Geschichte
Antwort zu geben. Heute ist unser Bedarf
nach Gott so, dass er auf exakte Art uns Jesus
Christus als konkreten Gott erkennen lässt.
Eigentlich hat die Muttergottes in einer der
ersten Erscheinungen hier in Medjugorje den
Sinn ihres Kommens erklärt, als sie sagte:
„Ich bin gekommen um der Welt zu sagen,
dass Gott hier ist, existiert, und dass, wer
Gott begegnet, dem Leben begegnet und der
Freude.“
E
IN
A
USTRAGER DES
E
CHOS
:
Romano Z.
„Heute zum Fest nach Medjugorje
zurück zu kehren, wo sich die 25 Jahre der
Erscheinungen erfüllen, bringt mich zurück
an den Tag, als ich zum ersten Mal mit mei-
ner Frau und unseren sieben Kindern
gekommen bin. Es war 1984, und ich erin-
nere mich,
es war eine ermüdende
Erfahrung. Wir hatten kaum zu essen: wir
hatten nichts mitgebracht, denn wir dachten,
dass wir alles hier kaufen könnten, geprägt
von der Mentalität, dass alles käuflich ist. ...
und die Madonna liess uns ohne Essen!
Jedoch wurde es zu einer grossartigen
Erfahrung, weil am Abend des 4. August
während der Messe meine Frau sich schlecht
fühlte und wir sie aus der Kirche tragen mus-
sten. Aber trotz der Bemühungen dreier
Aerzte kam sie nicht wieder zu sich. Ich hat-
te alle sieben Kinder in einem Zelt auf der
Piazza ... Dann kam der Moment, wo die
Muttergottes auch zu meinem Herzen
sprach. Es geschah nicht durch mein
Dazutun, sondern um den Wunsch von Dada
zu erfüllen, die mit uns nach dem ersten Mal
wieder dorthin zurückkehren wollte. Wir
machten uns lustig über alle ihre Gebete,
ihre Fastenübungen, aber am Schluss
erreichte sie es, uns alle hinzubringen. Da ist
der Zeitpunkt auch für mich gekommen.
Wann für die Kinder, weiss ich nicht. Sie
waren respektvoll, schauten zu. In mir
jedoch entstand der Wunsch zu verstehen,
warum die Madonna mich in diese Welt
rufen wollte, was sie mir zu sagen hätte.
Ich wollte später die Botschaft vertiefen, die
mir übergeben war und die sie uns weiterhin
gab in all diesen Jahren. Ich habe sie
befolgt, versuchte, sie nach meinem Mass in
die Praxis umzusetzen. Dann erhielt ich eine
andere Begegnung auf geheimnisvolle
Weise, wo man nur zuzuhören brauchte: die
Begegnung mit Pater Tomislav. Schon 1984
hatte ich seine Worte gehört und zu meiner
Frau gesagt: „voilà, ich glaube, dieser Pater
kann meinem Herzen sagen, was die
Madonna hineingelegt hat. „ Ab dann ging
ich auf die Suche und fand stets alle
Publikationen und Notizen dieses Paters.
Ich habe sie als Reichtum schätzen gelernt
und betrachtet; als er mit seinen öffentlichen
Begegnungen begann, erspürte ich durch
ihn den Vorschlag, den ich schon erahnt hat-
te: das Leben hinzugeben als Opfer zur
Rettung der Welt. Seit dann hat mein
Inneres zu blühen begonnen. Ich bin stets
müde, immer in Gefahr weil die Sünde mich
verfolgt wie mein Schatten, jedoch liegt die
Grösse und Schönheit dieser Spiritualität
unerklärlich tief in mir ....“.
D
IE
F
AMILIE
:
Davide R.
„Ich spüre, heute ist ein Moment des
Neuanfangs. Vor zehn Jahren habe ich
Medjugorje entdeckt und ohne einen
Schatten von Zweifel schien es mir eine
Sache von Verrückten. Ich glaubte, es bleibe
das erste und einzige Mal meines
Kommens. Seither bin ich schon zum 5. Mal
zurückgekehrt. Und ich habe entdeckt, dass
Maria und der Herr uns vor allem eine
Botschaft überbringen wollen, jene der
Liebe. Und dass mit der Liebe man jedes
Ding auf der Welt voran bringen kann, sich
alle Türen öffnen und dass sie das ist, was
ich in meinem Leben zu verwirklichen
suche. Auch wenn es nicht immer einfach ist
in der Familie, mit den Kindern ...Es ist not-
wendig, immer ein Wort der Liebe zu fin-
den, aber nicht immer gelingt es. Ich kann
sagen, dass ich jedesmal mit bekehrtem
Herzen, mit geklärtem Gesicht, freudig,
glücklich von hier weg reise, und trotzdem
geschieht es, dass der Alltag diese Gefühle
etwas abtötet, die wir in Medjugorje erfah-
ren. Darum – so glaube ich, ist jede
Rückkehr wichtig.
Hier scheint es mir, Maria stets an der
Seite zu haben, was ich anderswo nicht so
empfinde. Aber ich spüre sie nahe, als wäre
ich unter ihrem Mantel. Ich glaube, dass in
diesen 25 Jahren die Muttergottes uns
gezeigt hat, dass sie fest entschlossen ist,
uns zu retten, weil in unsrer Zeit die
menschlichen Werte entschieden verarmen:
wir tun nichts anderes, als immer nach
Materiellem auszuschauen, uns wichtig zu
nehmen, zu persönlichem Ehrgeiz und zu
Stolz zu neigen, etc. All dies gibt uns die
Illusion, uns glücklich zu machen, aber
gerade das Gegenteil ist wahr. Und nach
diesen 25 Jahren, zumindest was den
Respekt der vorausgegangen Erscheinungen
anbetrifft, bin ich glücklich, dass Marias
Besuche weitergehen, auch wenn dieses
der Danksagung par excellence, die den
grossen Tag der Festlichkeiten krönt. Hier
wird alles klar und gibt jedem Antwort, der
noch immer fragt: „Aber wozu kommt denn
die Madonna?“. Um uns zu Jesus zu tragen,
natürlich ... in keinem andern ist Heil!
Zuletzt die Seher, alle zusammen, sie
führen des Gebet der Sieben Vaterunser, Ave
und Gloria – wie wir es hier in Medjugorje
seit dem ersten Tag gewohnt sind; dann
folgt der dritte Teil des Rosenkranzes. Die
Seherin Ivanka hatte exakt heute ihre jährli-
che Erscheinung. Im Jahr 1985 wurde ihr
das zehnte Geheimnis anvertraut und
dadurch wurden bei ihr die täglichen
Erscheinungen unterbrochen. Ihre Stimme
verriet das grosse seelische Beben, das sie
eine Stunde zuvor bei der Begegnung mit
Maria erfahren hatte, um uns zu sagen:
„Beten beten, beten“.
Was wir heute erlebt haben, werden wir
mit der Zeit entdecken. Die Gnade war so
überaus dicht und durchbohrte uns im
Innersten. Die Frucht, die sie tragen wird,
hängt vom Ausmass unserer Antwort ab.
Die Sensation ist, dass sich eine Phase
geschlossen hat, jene der Vorbereitung. Jetzt
beginnt die Zeit der Tat, die sicher nicht
Aktivismus ist, sondern die volle Teilnahme
an den Bewegungen des Geistes, der den
Triumph des Unbefleckten Herzens vorbe-
reitet. Eine stille Teilhabe ist überzeugt,
mutig und radikal. Es ist die Zeit der
Synthesen und Bilanzen: was hat Maria uns
bisher gesagt und was haben wir daraus
gemacht? Tiefes Schweigen bleibt in der
Seele nach all dem, eine Absenz von Worten
die uns „drängt“ in das Geheimnis einzutau-
chen und es zu betrachten, ohne Absicht, es
nach unsern eigenen Erwartungen zurecht
zu biegen. Sicher ist eine Strasse offen: jene
die zu Gott führt, zum Vater, zur Einheit mit
Ihm, zu jener Fülle trinitarischen Lebens,
wo jede Sache einfach und klar verständlich
wird. Die Strasse begehend werden wir ver-
stehen, dass wir nicht nichts tun müssen,
sondern einfach in Gott sein und Ihm erlau-
ben sollen
, dass Er in uns ist. Wir müssten
über jedwelche Vision, jeden Wunsch oder
jedes Programm hinaus wachsen, sogar über
die Botschaften hinaus, denn nur so können
sie in uns leben und lebendig werden.
Neuer Raum wird sich uns öffnen, in
und ausser uns, wo Maria lebend und für
unsern innern Blick sichtbar sein und in
unserm Herzen wohnen wird. Dann wird ihr
Antlitz auf dem unsrigen aufblühen und die
Welt wird sie schauen können.
Fragen wir uns nicht mehr, bis wann all
dies noch andauern wird ... wie lange die
Muttergottes noch erscheinen wird ... Wir
wollen das Ende der Erscheinungen nicht
fürchten,
denn wir selber werden
Medjugorje sein: von der Mutter bewohnte
Kinder, die, im Sich-Hingeben, SIE der
Welt schenken werden.
Stefania Consoli
ICH WAR BEI IHR, AUCH ICH!
Unter den Tausenden, die in Medjugorie anwesend waren, pflücken wir ein paar kurze Zeugnisse heraus,
in Vertretung vieler anderer, um direkt aus ihrem Herzen die Eindrücke zu erfahren, ihre Gefühle, ihre Blicke
auf das, was sie in diesen Tagen erlebt haben und auf das, was uns erwartet. Sie alle fragen wir:
WAS BEDEUTET FÜR DICH DIESER TAG, MEDJUGORJE 25 JAHRE DANACH?
4
background image
Andauern bedeutet, dass wir nicht gut
zugehört haben. Es wäre schön, nicht dass
sie aufhörten, aber wenn von der Madonna
zu vernehmen wäre, dass wir auf sie gehört
haben, dass die ganze Menschheit auf sie
gehört habe, und dass Ihre Präsenz nicht
mehr gleich notwendig sei!“
Dedi C.
„Zum Abschluss dieses 25. Jubiläums ist
das einzige Wort, das mir einfällt: Danke,
danke, danke!
Ich bin so viel gelaufen,
gegangen ... all das, was in zehn Jahren
geschah, hat mich vorbereitet auf eine sehr
grosse Prüfung. Die Muttergottes war mir
nahe und hat mir geholfen, sie zu bestehen.
Wenn man dann in dieselbe Wellenlänge ein-
tritt wird alles klar und durchsichtig, der Herr
lässt dich die richtigen Menschen begegnen,
die dir im richtigen Moment die Hand rei-
chen, Schritt für Schritt erhebst du dich wie-
der, gehst auf wie die Sonne am Morgen.
Hier spüre ich die Aufmunterung
Marias, so weiter zu fahren und vor allem
eine gute Mutter zu sein. In diesen Jahren –
unterdessen habe ich vier Kinder „zusam-
mengebracht“ – im Unterschied zu früher,
während des Krieges,
als ich mich
hauptsächlich in Hilfswerken betätigte,
möchte ich heute eine gute Mama und mei-
nen Kindern ein Vorbild sein, denn Maria
braucht sie. Bei ihrer Geburt habe ich sie Ihr
geweiht, jetzt muss ich sie
durch Sie wachsen lassen ...“
M. Chiara
Ich bin 14 und bin das
zweite der Kinder. Hier in
Medjugorje bin ich zum drit-
ten Mal, aber jetzt ein wenig
grösser geworden kann ich
die Wichtigkeit dieses Ortes
und was hier geschieht bes-
ser wahrnehmen. In diesen
Tagen beeindrucken mich
die vielen anwesenden
Menschen. Wenn sie gekom-
men sind bedeutet das, dass
alle einen grossen Glauben
haben!“
Marco
Ich bin 9 Jahre alt und was mir am
besten gefallen hat, war Sr. Elvira, weil sie
so sympathisch ist. Aber man fühlt sich übe-
rall wohl, weil hier die Muttergottes
erscheint, es ist Ruhe da, während in andern
Teilen der Welt Unruhe ist und Hast!“
O
RGANISATOREN
, A
UFBAUER
, W
OHLTÄTER
Giancarlo R
„Als wir zu Beginn hierher kamen, war
da noch nichts, wir lebten als Gäste bei den
Familien, begnügten uns mit wenig. Mir
gefällt nicht, wenn heute die Pilger nach
Bequemlichkeit suchen, so verlieren sie die
Hauptsache ...“
Luigina B.
„Hier in Medjugorje gibt es nichts
Schönes und Anziehendes, das Menschen
bewegen könnte, an diesen Ort zu kommen,
für den einen vielleicht herb und unbequem,
während ihm eine Gegenwart das Herz
erfüllt, die ihn in Exstase versetzt im
Anblick „eines Etwas“, das man nicht sieht.
Jeder Pilger der hier ankommt fühlt sich gut
und geht ungern wieder fort. Und wenn er es
tun muss, denkt er an die Stunde, wo er wie-
derkommen wird. Ich fühle mich hier tief
glücklich!“
Michela C.
„Das erste Mal bin ich 1988 gekommen;
ich habe mit geholfen beim Aufbau eines
Werkes hier in Medjugorje und habe darum
eine gewisse Zeit hier verbracht. Jedes Mal
war es ein weiterer Schritt auf dem Weg.
Heute finde ich es müssig, nach dem zu
suchen, was mir in der ersten Zeit hier gege-
ben wurde: Begegnungen mit den Sehern,
Zeugnisse der Patres und Brüder, die starken
Gefühle der Anfangszeit. Und doch sage ich
mir, wer weiss wie viele heute in den
Reisecars zum ersten Mal ankommen und
dieselben Eindrücke, dasselbe verletzte
Herz, mit dem man Hause kommt und das
dich drängt, allen von den erlebten Wundern
zu erzählen, in sich tragen. Dieselben Dinge
die ich heute nicht mehr tun würde sind für
sie Leben. Das lässt mich denken, dass
Maria hier für alle da ist und fortfährt,
Menschen zu rufen, fortfährt, sich gratis
ihnen hinzugeben und jedem „das Neue“
anzubieten. Es ist, als ob aus Medjugorje
“ein Strom Madonna“ flösse“.
Luisa F.
„Viel lässt uns die Madonna meditieren
heute. Ich spüre, dass wir auf dem Gipfel
sind. Zum ersten Mal bin ich gekommen vor
20 Jahren,
aber die
w a h r e
Dankbarkeit
für die
g a n z e
durchlaufe-
ne Zeit, die
e m p f i n d e
ich heute.
Zuerst kam
ich um zu
sehen, neu-
g i e r i g .
Heute emp-
finde ich die
F r e u d e
Marias, die
mich nähren will. Ich danke ihr, weil sie mir
geholfen hat, mich zu ändern. Ich spüre,
dass ich in diesen Jahren viel weniger
kämpferisch geworden bin, weniger agres-
siv, weniger kritiksüchtig, und viel leichter
Widerwärtigkeiten ertrage, weil ich gesehen
habe, dass was dient das einzig Wichtige ist:
die Liebe.
Ich habe verstanden, dass die Madonna
im Geheimen hier viel im Herzen eines
jeden tut Sie ruft jeden Einzelnen in der
Tiefe, sogar in der Einsamkeit, weil man
nicht alles mit allen teilen kann. Viele blei-
ben leider noch auf der oberflächlicheren
Ebene, vor allem die, die sich innerlich
nicht ändern wollen, wer seine Seele nicht
öffnen will.
Ich durchlaufe diesen Weg gemeinsam
mit meinem Gatten. Und man weiss, ein
Paar zu sein ist nicht leicht. Wenn ich aber
Maria in Zeiten der Prüfung anrufe, kommt
sie zu Hilfe und beeinflusst das Gemüt mei-
nes Gatten, macht ihn sanft und mild. Ich
bin also praktisch ein anderer Mensch
geworden, Gott zugeneigt. Und so auch er.
Ich möchte heute der Madonna vor
allem danken für die erlangte Reife und die
Tiefe von all dem, was sie uns hier gegeben
hat. Ich habe verstanden, dass Sie uns per-
sönlich ruft um stark zu werden, Licht für
die Andern. So wenigstens hoffe ich.“
Z
UM ERSTEN
M
AL HIER
Silvia
„Es war alles so mitreissend, ein
Zeitpunkt der Gnade, den ich hoffe, nach
Haus zu tragen zusammen mit dem Frieden.
Was mich am meisten betroffen gemacht hat
war die Menge, der Glauben, die tiefen
Erlebnisse“.
E
INE
P
ILGERFÜHRERIN
Gigi
„Seit Jahren organisiere ich Pilgerfahrten
nach Medjugorje und kann feststellen, dass
die Jungen von heute, die viele Paradise
gesucht und gefunden haben, die sich danach
als falsch entwickelt hatten, auf der Suche
sind. Viele jungen Menschen wenden sich an
uns und bitten uns, sie zu begleiten. Die
Busse füllen sich zu eienem grossen Teil mit
Jungen. Das ist dann auch unser
Ausgangspunkt. Ich, zusammen mit vielen
andern die sich für diesen Dienst zu
Verfügung stellen, haben der Muttergottes
ein Versprechen abgelegt: „Meine freie Zeit,
gebrauche sie!“ und am Tag, wo ich dir nicht
mehr dienen werde, lass es mich verstehen.
Ich halte mich jetzt verfügbar für die
Menschen, die hierher kommen wollen und
ein wenig verunsichert sind durch negative
Propaganda, die ab und zu die Runde macht.
Die Interessierten erreichen oft ausserordent-
liche Resultate, vor allem Jugendliche fragen
danach. Nun hopp, lasst uns vorangehn!“
D
IE
J
UNGEN
Matteo
Es ist ein grosses Geschenk, hier zu sein.
Ein Ruf, und ich fühle mich ein wenig pri-
vilegiert, denn was habe ich mehr als ande-
re gemacht um hierher gerufen zu sein.
Denn was man bekommt ist mehr als was
man gibt, trotz des Opfers für die Reise.
Persönlich ist es ein Akt, den ich und meine
Frau der Madonna verdanken, weil wir uns
in einer Medjugorje-Gebetsgruppe kennen
gelernt haben und es war ein Geschenk dass
wir uns begegneten. Schritt für Schritt formt
sie unsere Verbindung, damit sie sich im
Frieden festige.
In diesen Tagen
bemerke ich, dass die
Leute mit einem
bestimmten Gesicht
ankommen und
während der Tage ein
anderes Gesicht
annehmen, ein Licht
in den Augen, das
nicht aus der
Unordnung dieser
Welt stammt.
Für die Zukunft sehe ich viele Vorsätze
und Ziele, die ich versuchen werde, aufrecht
zu erhalten, habe den Wunsch, dass die
Muttergottes ein Volk schmieden möge um
den Frieden in diese Welt zu bringen zu
jenen, die ihn nicht haben; denn eine
Familie, die nicht betet, hat auch den
Frieden nicht.“
Simone
„Ich habe von einem besondern Frieden
gehört in diesen Tagen, eine neue Kraft, die
mich durchdringt und mich begleitet. Meist
komme ich nach Medjugorje im Auto.
5
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Interview mit Giuseppe Ferraro
Medjugorje für mich!
Normalerweise kennen wir die Schriften
von Giuseppe Ferraro aus der Rubrik:
„Rückkehr zum anfänglichen Eifer“, die uns
helfen, die in den Botschaften der Königin
des Friedens enthaltenen Themen zu vertie-
fen. Aus Anlass zum 25. Jahrestag, haben
wir ihn gebeten, uns im Licht dieses
Gnadenortes zu erzählen, was sein Leben so
gezeichnet hat.
Josef, was bedeutet für dein Leben dieser
Jahrestag?
Ohne Zweifel zeigt er eine Zeitspanne
von außerordentlichen Gnaden auf, die mei-
ne Beziehungen zu den Menschen und Gott
grundlegend verändert haben; sie haben die
Lebenseinstellung in der Tiefe verändert.
Man kann von einer Neugeburt sprechen.
Wann bist du das erste Mal hierher gekom-
men?
Es war der 1. Juni 1986. Medjugorje
befand sich in der Entstehungsphase. Man
fand einen derartigen Gnadenschwall vor,
der dich buchstäblich überdeckte, beinahe
gewaltsam, unmöglich, diesen nicht aufzu-
nehmen. Ich erinnere mich, dass ich zwei
klare Erkenntnisse des Gewissens hatte.
Die erste Erkenntins, dass ich in das Haus
kam, das meine Seele gesucht und das sie
bisher nicht gefunden hatte. Ich hatte innig
beruhigend das Gefühl des Daheimseins.
Die zweite,
dass das endlich eine
Wirklichkeit der Gnade war, die die Welt
und ihre Logik besiegt hätte,
alles
Dämonen, die Unruhe erzeugen, sei es in
unserem Inneren als Äußeren.
Ist deine Antwort daher sofort erfolgt?
Ja, die Verwirklichung dieser Antwort
hat aber Jahre der Reinigung erfordert. Ein
Vorgang, der nach wie vor im Gang ist. Die
Zeit spielt in diesem Vorgang eine wichtige
Rolle.
Wessen hast du dich entleert und was
nimmst du auf?
Es hat eine Beraubung statt gefunden, in
Abschnitten auch mit heftigem
Beigeschmack, von einem Netz falscher
Sicherheiten, falscher Idole. Auch die äuße-
ren Umstände, die in Bewegung geraten
sind, führten zu einer Entäußerung von all
dem, was nicht auf Gott ausgerichtet war,
einzige Sicherheit, einziges Fundament, auf
das das eigene Leben aufgebaut werden soll.
Welches Antlitz Mariens verehrst du hier in
Medjugorje?
Jenes, das dich begleitet, dich manchmal
anspornt, die zu jenem österlichen Übergang
treibt, das zum auferstandenen Leben, neuen
Leben führt. Ein Übergang, der uns in einer
Art Schleier vorkommt, der uns daran hin-
dert, diesen zu erkennen: die Erbsünde und
alle in der Welt verbreiteten Logiken, führen
zur Verdunkelung. Zärtlich, aber entschlos-
sen, mit einem klaren pädagogischen
Hintergrund, führt dich die Madonna dazu,
diesen Schleier zu zerreißen, dir zu zeigen,
dass du nur in der angebotenen Liebe den
Überlauf zur Fülle des Lebens findest, jenes
Lebens, das deine Seele schon immer
gesucht hat und in dem du nur durch diesen
Übergang in Verbindung und zur vollkom-
menen Verwirklichung gelangen kannst.
Was ist Gutes in Medjugorje geschehen,
was wurde nicht gemacht und was wird
man nie machen. Welche sind schlussend-
lich die vergebenen Gelegenheiten?
Nach meiner Meinung ist Medjugorje ein
Ort intensiven, geistlichen Kampfes zwischen
den Mächten der Finsternis und dem Werk der
Gnade, das sich besonders durch die
Anwesenheit Mariens erweist. Es ist ein Ort,
hört man nicht aufmerksam hin, riskiert man,
weg gefegt zu werden. Daher ist es nicht ein
Ort, wo man‚ fromme Befriedigung’ der eige-
nen Ergebenheit findet. Es besteht Gefahr,
dass diese ganze Kraft an Gnaden bei vielen,
zum Teil auch die örtliche Organisation
betreffend, in der Logik eines Pilgerortes ver-
sandet, während der eigentliche Zweck dieser
Gnaden eine Antwort in Seelen aktivieren
soll, die die Madonna ausgesucht hat, dass sie
Sauerteig und Kanal der Liebe Gottes in der
Welt werden. Es besteht die Gefahr, dass alles
in eine Art Andachtelei versumpft, die Altes
kennzeichnet, ohne die Dynamik aufzuneh-
men, die zu echter Fruchtbarkeit führt, also
eine der Anwesenheit der Madonna entspre-
chenden Bedeutung.
Wir feiern 25 Jahre. Ist das ein Ziel, eine
Etappe oder ein Start?
Meines Erachtens ist es ein Moment des
Übergangs. Es ist ein Ziel im Sinn, dass die
Madonna die Wege erleuchtet und Gnaden
gegeben hat... Es ist auch ein Moment, an
dem wir aufgefordert sind, auf neue Weise
eine Mission anzunehmen, die Maria jenen
anvertraut hat, und die sie erwählt hat. In die-
ser Hinsicht ist das ein Moment des Starts zu
einer Mission in der Kirche und in der Welt.
Dies einfach, demütig, aber auf einer neuen,
konkreten Ebene, die auch schlussendlich
von Ereignissen begleitet sein werden, zu
denen unsere Haltung gefragt sein wird.
Beziehst du dich auf das Zeichen, das die
Madonna uns versprochen hat zu hinter-
lassen?
Ja, aber auch auf äußere Ereignisse.
Maria spricht von den Geheimnissen. Sagen
wir, es ist ein „apokalyptisches“ Kapitel der
Botschaft, das zwar etwas dahin gestellt ist,
aber tatsächlich integrierter Teil der
Botschaft der Königin des Friedens ist. Es
wird eine Zeit unmissverständlichen
Zeugnisses sein, wo sich die Räume für
Kompromisse auf null beschränken.
Du arbeitest persönlich am Echo mit. Wie
beurteilst du dieses Werkzeug, welchen
Zweck hat es und welchen Einfluss hat es
in deinem Leben?
Ich bin überzeugt, dass das Echo zu den
Werkzeugen zählt, das Maria für diese Zeit
auserwählt hat, um in dieser Zeit die
Botschaft nicht nur zu deuten, sondern dass
auch Gnade, lebendiges Wasser, das aus
ihrem Unbefleckten Herzen quillt, ausge-
gossen werden. Es sollte in die ganze Welt
getragen werden, auch durch jene Mittel, die
im Medienbereich tätig sind, die aber nach
dem Plan Mariens vor allem Gnaden über-
mitteln sollen, nicht nur Nachrichten.
Welches Wort möchtest du heute hier in
Medugorje an jeden Leser richten?
Die Sinne der Seele zu öffnen, den Ruf
zu lesen, den Maria an jeden von ihnen rich-
tet und aus ganzem Herzen darauf zu ant-
worten. Denn die Ihren sind Pläne des
Lebens, der Freude und des himmlischen
Friedens für ein jedes ihrer Kinder.
Diesmal habe ich es vorgezogen, den Weg
zu Fuss zu gehen, ein echter „Pilgrim“ zu
sein. Die Hitze machte schon müde. Aber
ich habe gespürt, dass Jesus immer an mei-
ner Seite unterwegs war.“
D
IE
P
RIESTER
Don Andrea – Pompej
„Ich habe es nötig, nach Medjugorje zu
kommen, um hier den echten Kontakt mit
Gott neu zu festigen, mich in Wieder-
Einklang mit Ihm zu bringen. Meine Seele
tritt ein in einen Rhythmus, der sie fördert.
Nichts Menschlichem kann das gelingen,
nicht die Berichte der Pilger, nichts anderes;
nur die Botschaften genügen. Aber es ist die
Begegnung mit der lebendigen
Gottesmutter, die diese Dimension öffnet,
eine Begegnung mit Ihr, wobei sie fortfährt
mir zu wiederholen, was sie eines Tages in
Kana in Galilea gesagt hat: „“Tut was er
euch sagen wird...“. Es besteht immer die
Gefahr, dass dieser Elan sich abschwächt,
wenn man einmal zu Hause ist. Darum keh-
re ich häufig hierher zurück!“
I
M
N
AMEN ALLER
Anna G.
Ich hörte einen sehr starken Ruf zu kom-
men, um der Madonna meinen Dank zu
bringen, vielleicht auch für all jene, die es
vergessen haben.“
Es war als hätt‘ der Himmel
Die Erde still geküsst
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst
Der Wind zog durch die Felder
die Ären wogten sacht
es rauschten leis die Wälder
so sternklar war die Nacht
Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus
flog durch die stillen Lande
als flöge sie nach Haus
(Eichendorff)
6
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Dem Menschen öffnen sich zwei fun-
damentale Ausblicke auf die Zukunft:
jener der menschlichen Wissenschaft und
jener des Glaubens. Der eine dürfte den
andern nicht ausschliessen, aber dem
Menschen obliegt die Aufgabe, sich zu ori-
entieren, um zur eigenen Verwirklichung
vorzustossen und sich zum Instrument für
die Orientierung der Menschheit zu
machen.
Die Humanwissenschaft hat ihre eige-
ne Perspektive. Von der Zukunft des
menschlichen Körpers berichtet ausführlich
die Revue „Focus Extra“ Nr. 24/2006. Es
wird von der Dauer des Menschenlebens
von 100 vielleicht 200 Jahren gesprochen.
Wie wird dieser Mensch sein? Ich zitiere ab
S. 7 der Revue: „Ein Mensch von sechs
Millionen von ... Händen, Beinen, künstli-
chen Knien. Aber auch Herz, Augen und
Blase würden im Labor erstellt. Die künfti-
gen Generationen werden über
Technologien verfügen, die imstande sind,
„Ersatzstücke“ zu liefern.
Die Perspektive des Glaubens geht
darüber hinaus und öffnet dem Menschen
einen ganz neuen Raum, ohne Lebensende,
das vom Tod gezeichnet ist. Jesus redet und
bezeugt es durch Seine Auferstehung: die
Neugeburt und die Auferstehung des
Menschen (Mt 22, 30-31). Dieselbe Sicht
wird breit entfaltet durch die Apostel Paulus
(1 Kor 15) und Johannes, der eine ganz neue
Wirklichkeit ankündigt: „Siehe, ich mache
alles neu“ (Offb 21,5).
Das hervorragende Beispiel der
Perspektive des von Gott geschaffenen
Menschen ist Maria, aufgefahren in den
Himmel mit Leib und Seele,
ganzheitlich
verwirklicht nach dem Plane Gottes.
Mehrfach ist sie der Menschheit erschienen,
hat sich sehen, berühren, hören lassen, hat
jeden dazu berufen, sich zu bekehren und
einzutreten in die Perspektive auf die Fülle
des Lebens. So ist sie auch in der Pfarrei
Medjugorje erschienen, wie es die Seher
und viele andere bezeugen.
Aber es genügt nicht, dass die
Madonna erschienen ist. Man muss sich
gerufen fühlen, darauf antworten und sich
auf den Weg begeben, um das Ziel zu errei-
chen. Gott gibt dazu die Gnade und lässt den
Menschen frei, zu wählen. Der Mensch
muss dann sich entwickeln, muss reifen, um
so seine Zukunft in die Hand zu nehmen,
wie ihn Gott voraus gesehen hat. So stellt
sich der Mensch in den Dienst der
Umwandlung der Menschheit.
Die Erneuerung der Menschheit geschah
schon immer durch mutige
Persönlichkeiten; durch Einzelne, die es
verstanden, sich vom Geist der Welt zu
lösen, die enge Strasse zu wählen, gegen
den Strom zu schwimmen, und damit den
Weg zur Umwandlung der Menschheit zu
öffnen. Danach erst kamen die Massen.
Der Durchgang geschieht immer im
Glauben. Hier helfen weder menschliche
Kräfte noch Wissen. Die Strasse für die
Seele öffnet sich nicht im Scherzen auf den
Plätzen der Stadt, überflutet vom Geiste der
Welt, sondern im Gebet, wo man aufrichtig
nach dem Plan Gottes sucht und nach der
Gnade, dem Willen Gottes entsprechend zu
leben.
Gott steht über allem und über Allen.
Er ist die Fülle und die Vollkommenheit. In
jedem Schritt hin zur Teilhabe an seiner
Fülle, die auch Ruhm und Ehre ist, begegnet
der Mensch einer einzigen Forderung: den
Willen Gottes erkennen und in die Tat
umsetzen. Aber dies verlangt, dass der
Mensch sich dazu entscheidet, sich seiner
selbst zu entäussern und Gott vor allem und
über Allen den ersten Platz zu geben. Dann
zeigt sich die Wahrheit Gottes klar und deut-
lich: Von der Seele fliehen die Schatten, die
Dunkelheiten, die Angst, die Schwachheit;
Satan findet darin nichts, auf das er sich
stützen könnte und flieht voller Zorn.
In der Seele weitet sich der Raum für
das Licht, die Freude, die Sicherheit und
die Kraft.
Nach dem Entscheid, Gott zu fol-
gen jenseits von allem und Allen gibt es
einen neuen Schritt zu erfüllen. So gingen
jene ihren Weg, durch die Gott diese Strasse
des Heils eröffnete: Abraham, Moses, der
Prophet Elias, Maria, die den Durchgang zu
Gott vom Unmöglichen ins Mögliche erfüll-
te, die in sich die Allmacht Gottes erfahren
hat. Ihr bedingungsloses „Ja“, den Sohn
Gottes aufzunehmen, liess defintiv den
Retter in die Menschheitsgeschichte eintre-
ten. In diesen Durchgang mündet jede Seele
in die Allmacht Gottes und verwirklicht
sich.
Diesen Wandel nicht erfüllen bedeu-
tet, sich einzukapseln in das was mensch-
lich ist, in sich selbst, im Egozentrismus,
der verschiedene Schattierungen
annimmt,
gar in satanischen Egoismus
münden kann. So hat der reiche Jüngling
gefehlt, der gewünscht hatte „das ewige
Leben zu gewinnen“
aber nicht bereit war,
auf die Reichtümer, die er hatte, zu verzich-
ten: und „der junge Mann ging traurig weg“
/Mt 19, 16-22).
Weshalb traurig? Weil die
Gnade seiner Seele die Türe geöffnet hatte
und er sich ihr entgegen stellte. Die Gnade
hat sich zurückgezogen, weil er mit ihr im
Konflikt verblieben ist, leidend, innerlich
geschlagen, traurig. Er kehrte in seinen
Alltag zurück, spürend dass er verloren hat-
te. So schliesst sich jede Seele, wenn sie
nicht bereit ist, auf den Ruf Gottes zu hören
und darauf zu antworten,
in die
Dunkelheiten und in das Leiden ein. Auf
dieselbe Art die Menschheit: nachdem sie
grosse Gnaden zurückgewiesen hat, kehrt
sie zurück auf die früheren Schritte in die
Sklaverei und wird noch schlimmer, bis dass
sie das Gericht Gottes auf sich zieht, das der
Mensch, in seiner Arroganz als „Strafe
Gottes“ definiert.
Wer dem Ruf Mariens folgen will, der
muss bereit sein, einen Sprung nach vorne
in den Glauben zu tun, ein Sprung der sich
immer wieder anbietet. Diese Schritte sind
der Durchgang auf die fortwährende
Erneuerung zu als Eintritt in die
Umformung des Menschen nach dem Bilde
Gottes. In demjenigen,
der diesen
Wegabschnitt erfüllt, manifestiert sich Gott
und Gott legt sich selbst Zeugnis ab, wie Er
es tut in den Erscheinungen der Madonna.
Hast du den Mut, diese Wegstück zu
gehen? Tu den ersten Schritt, dann den
zweiten ... lerne im Glauben zu wandern.
Erhebe dich aus dem Geist der Welt, da ist
immer jemand der dich auf die Seite zieht.
Du kannst Vater sein, Mutter, Tochter,
Freund .... Schreib dich bei denen ein, die
den Weg des Glaubens mit dir teilen, wo es
jemand gibt, der dich begleitet, dich in dei-
nem Gerufensein unterstützt ... Beim
wählen hast du die Gemeinschaft der
Kirche nötig.
Gott alles geben will heissen, das
eigene Gut vervielfältigen, Gott erlauben,
dass er alles umwandle in die volle
Verwirklichung. So wird der Mensch sich
nicht betrogen sondern belohnt fühlen.
Sich selber zu entsagen ist der erste
Schritt auf das „Neue Leben in Gott¨ hin,
das nie verblasst. Die Wahl des Kreuzes ist
der Verzicht auf die Bitternis der Kreuze,
die Teil des zerstörbaren Lebens sind; in
dieser Wahl wird der Tod besiegt. So tritt
man fortschreitend in den Triumph des
Unbefleckten Herzens ein und beschleu-
nigt das Kommen Christi,
der das
Universum erneuern wird.
Maria vereint sich völlig der Hingabe
des Sohnes am Fusse des Kreuzes und
erfüllt so den defintiven Durchgang, um in
Seine Glorie einzutreten mit Seele und
Körper. Sie wird Werkzeug, Mutter der
Kirche und Mutter der neuen Menschheit.
Gott alles geben durch das Unbefleckte
Herz Mariens bedeutet,
Gott die
Möglichkeit zu geben uns vollkommen zu
führen. So werden weder der Schmerz, noch
die Demütigung, noch der Tod Bitternis in
dir zurück lassen, aber sie dienen deiner
Umformung, deiner Umkehr. Satan wird
dich nicht mehr gebrauchen, noch seinen
Hass auf dich werfen können. Gott aber,
durch dich, wird zur Welt sprechen und die
Strasse für die Menschheit öffnen.
Königin des Friedens - Totus tuus
Ruf und Antwort zur Umformung des Lebens
von
Pater Tomislav Vlasic
7
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Villanova M., 25. Juni 2006
Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
Es segne uns der allmächtige Gott,
der Vater, der Sohn
und der Heilige Geist.
Amen.
Antlitz der Liebe
(einfache Gedanken)
Pietro Squassabia
Jesu Liebe ist barmherzig, durch-
tränkt von Barmherzigkeit, ist gemacht
aus Barmherzigkeit.
Wenn du ihm begegnest, bemerkst du,
dass Er es ist, weil er Barmherzigkeit ver-
sprüht. Ansonst ist es nicht Jesus, ist es eine
andere Person. Jesus liebt mit
Barmherzigkeit alles Geschaffene, jede
Person und auch seinen Vater. Auch der
Vater liebt mit Barmherzigkeit, auch der
Heilige Geist ist barmherzige Liebe.
Wäre es nicht so, könnte die Liebe nicht
bis zu uns hinreichen, wir wären ausserstan-
de, sie zu empfinden, zu erkennen und anzu-
nehmen.
Auch wir, wollen wir mit echter Liebe
leben, müssen barmherzig sein.
Ohne Barmherzigkeit verlangen wir,
dass Gott anders sei als er ist, verlangen,
dass die andern verschieden seien von dem
was sie sind; und wir sind unfähig die Art
und Weise mitzuteilen, wie Gott in uns und
in den andern ist.
Ohne Barmherzigkeit sind wir nicht
fähig Jesus aufzunehmen, der uns besuchen
kommt, wir können ihn nicht annehmen als
den, der Er ist, nie ist es der richtige Moment
für sein Kommen, nie zeigt er sich in der
Form, die uns entspricht.
Oder besser: ohne Barmherzigkeit sind
wir nicht imstande, Jesus zu erkennen, der
kommt, um uns seine Liebe zu schenken, wir
verwechseln Ihn mit einem Fremden, einem
Unerwünschten.
Ohne Barmherzigkeit wären wir nicht
imstande, das Antlitz des Vaters zu erken-
nen, wenn wir Ihn im Himmel begegnen
werden, und auch nicht das Antlitz der
Heiligen, und so könnten wir nicht am Feste
teilhaben, weil wir uns von dem Ort der
Freude gar nicht angezogen fühlten.
Die Barmherzigkeit liebt alles und
alle, ohne Unterschied.
Die Barmherzigkeit, die ganz eins ist mit
der Liebe, hört niemals auf, wie die Liebe (1
Kor 13,8).Die Barmherzigkeit ist der
Wegweiser der Liebe: nur wenn wir barm-
herzig sind, sind wir imstande zu lieben.
Sind wir nicht barmherzig, sind wir sicher
nicht Liebende: unsere Liebe ist fadenschei-
nig, ist Frucht des Stolzes, vermutlich
kommt sie vom Bösen.
Nur wenn wir Barmherzigkeit üben sind
wir imstande, Gott zu lieben und die
Menschen. Nur wenn wir an den Menschen
Barmherzigkeit üben und – so möchte ich
anfügen – an Gott, sind wir wirklich imstan-
de echt zu lieben.
Wie das Antlitz eines Menschen seine
Person durchscheinen lässt, so macht die
Barmherzigkeit die Liebe sichtbar.
Wir können darum sagen, dass das
Antlitz der Liebe die Barmherzigkeit ist.
Wenn wir Barmherzigkeit sehen, steht
die Liebe dahinter. Sehen wir einen barm-
herzigen Menschen, sind wir sicher, dass er
lieben kann. Ein barmherziger Mensch kann
nicht anders als lieben und einer der liebt,
kann nicht anders, als barmherzig sein.
Ich denke, dass im Paradies, dem Ort der
Liebe, wir alle barmherzigen Antlitze finden
werden, während wir die Antlitze in der
Hölle nicht mehr sehen werden.
Würden wir uns wirklich darüber
Rechenschaft geben, dass die Barmherzigkeit
Synonym des Paradieses ist und ihr Fehlen
Synonym der Hölle, wie sehr würden wir sie
suchen, wie schätzten wir ihre Freundschaft,
wie würden wir sie jeder Verachtung und
üblem Urteil über andere vorziehen.
Danke Jesus, denn durch dein Beispiel
hast du uns die Barmherzigkeit gezeigt.
Danke, weil die Barmherzigkeit dich uns
Dir ähnlich macht, uns nahe ist, auch wenn
du Gott bist. Danke dass du uns durch
Barmherzigkeit die Liebe gezeigt hast.
Danke, weil Du in uns den Samen zur
Barmherzigkeit legtest und uns fähig
machst, sie zu üben. Danke, weil Du uns
gelehrt hat, dass die Liebe genährt wird von
Barmherzigkeit mehr als vom Opfer, wie du
sagtest:
„Lernt was es bedeutet:
„Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer“
(Mt. 9,13).
Bitten wir Maria,
Mutter der
Barmherzigkeit, dass sie uns Jesu Worte
verstehen und in die Praxis umsetzen lässt:
„Seid barmherzig wie euer Vater barmherzig
ist“ (Lk 6,36).
Bitten wir sie, dass sie uns die barmher-
zige Liebe ihres Sohnes übergibt. Dann kön-
nen wir verstehen, dass all unser Tun, auch
das gerechteste, wertlos ist, vielleicht schäd-
lich, wenn es nicht genährt wird von der
Barmherzigkeit; wir werden auch begreifen,
dass jeder Mensch, wie negativ oder ärger-
lich er sein mag, es als erstes verdient, dass
wir barmherzig mit ihm umgehen.
Wir werden entdecken, dass mit der
Barmherzigkeit uns ein weites Herz
geschenkt wird, fähig den Frieden anzuneh-
men und zu begleiten, um ihn auch an ande-
re weiter zu geben.
Mir kommt Medjugorje in den Sinn als
der grösste Ausdruck der Barmherzigkeit
Gottes seit dem Kommen Jesu auf die
Erde.
Also sandte der Vater für dreissig Jahre
seinen demütigen Sohn auf die Erde in
bescheidenste Stellung, und Er sendet schon
seit 25 Jahren die Mutter, das demütigste der
Geschöpfe, die „Kleine“. Ich sehe die
Glorie, die der Vater für seinen Sohn bereit
gestellt hat für dieses sein Kommen, stelle
mir auch die Glorie vor, die der Vater für die
Mutter (und ihre Kinder) bereit hat für die-
ses ihr Kommen.
Beeilen wir uns, diese Gnade in Fülle zu
erreichen und beten wir,
dass viele
Menschen, alle, diese Frucht geniessen dür-
fen, auch wenn sie deren Herkunft nicht
erkennen.
Wir feiern das Jubiläum der Königin des
Friedens. In Wirklichkeit hat es niemand
verkündet, aber ich – wie viele andere – spü-
re es in mir sehr stark. Vor fünfundzwanzig
Jahren ist die Madonna sechs Sehern
erschienen, aber dann ist sie – im
Sprachgebrauch des hl. Paulus -: „vielen
erschienen! Auch euch!“ Ich hoffe, dass ein
jeder sie im eigenen Inneren gesehen, sie
erkannt und aufgenommen hat.
Die heutige Feier erinnert nicht nur an die
Vorfälle vor 25 Jahren, denn diese waren nur
der Anfang. Heute sind wir reifer als vor 25
Jahren und in uns dürfte nur ein Wunsch sein:
wünschen, dass die Madonna lebendig unter
uns ist. Dass sie nicht nur in den Visionen sei,
sondern dass sie hier lebt! Wir müssen dies
aber wollen, deshalb ist unser Ja nötig.
Mir ihrer Spiritualität hat Maria eine
radikale Veränderung in der Menschheit
begonnen, weshalb sie auch erschienen ist,
um zu sagen,
dass das die letzten
Erscheinungen sein werden. Das schließt
nicht weitere aus, sondern schließt sie mit
ein. Im Grunde eröffnet Maria eine neue
Etappe der Menschheit.
Worin besteht die offenbarte, mariani-
sche Spiritualität? Äußerst einfach und
grundlegend: in einer lebendigen Beziehung
mit dem lebendigen Gott, ohne Methode
und Philosophie, weshalb die einfache, müt-
terliche Botschaft die Seelen neu erweckt,
die ihr offen sind. Für jene hingegen, die
Burgen in ihren Köpfen erbaut haben, sind
die Botschaften ein Ärgernis. So war es im
Evangelium, so traf es im Leben der
Heiligen zu.
Die Mutter Gottes ist mitten unter uns!
Was bedeutet das? Dass die glorreiche
Kirche vom Himmel herab kommt. Dass
sich uns das erfüllte Leben eines völlig ver-
wirklichten Geschöpfes offenbart. Dass die
Mutter die Menschheit erneuern will.
Die irdische Kirche sieht zur glorreichen
Kirche auf und besonders auf die heiligste
Maria, als das vorbildliche Modell, das zu
erreichen ist. Die Mutter Gottes, die voll-
kommen mit der Heiligsten Dreifaltigkeit
vereint ist, mit Geist und Seele, zeigt sich
uns, will in uns wohnen, wie die Mutter, die
Mutter der Kirche, und wir wünschen durch
sie dorthin zu kommen, wo sie in
Herrlichkeit ist. Wir wollen Werkzeuge ihrer
Liebe sein, um das Reich Gottes, das sich in
ihr befindet, zu verwirklichen.
p. Tomislav Vlasic
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Ein lebendiges Jubiläum
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