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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 191 (Januar-Februar 2007)

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Botschaft vom 25. November 2006
„Liebe Kinder, auch heute rufe ich euch
auf, betet, betet, betet. Meine lieben Kinder,
wenn ihr betet, seid ihr Gott nah und Er
gibt euch den Wunsch nach der Ewigkeit.
Dies ist die Zeit, in der ihr mehr über Gott
sprechen und mehr für Gott tun könnt.
Deshalb, meine lieben Kinder, widersetzt
euch nicht, sondern erlaubt, dass Er euch
führt, verändert und in euer Leben hinein-
kommt. Vergesst nicht, dass ihr Reisende
auf dem Weg zur Ewigkeit seid. Deshalb,
meine lieben Kinder, erlaubt Gott, dass Er
euch wie ein Hirte seine Herde führt.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Reisende auf dem Weg
zur Ewigkeit
In jedem Datenübertragungssystem von
Mitteilungen ist der Schutz gegen Einflüssen
oder Störungen von außen während der
Übertragung eines der größten Probleme.
Wissenschaft und Technik sind heute in der
Lage ausreichenden Schutz zu gewähren, um
im Fall von nicht all zu großen Schäden, den
originalen Text wieder her zu stellen.
Die Verbindung des Menschen mit Gott
erfordert keine technisch-wissenschaftlichen
Hilfen: sie erfolgt sofort und zwar durch
einen privilegierten Kanal: dem Gebet.
Trotzdem ist auch dieser Kanal nicht frei von
mehr oder weniger schweren Störungen. Der
Schutz kann in diesem Fall nicht mittels
mathematischer Formeln oder raffinierten,
physischen Hilfsmitteln erfolgen, sondern
muss in der Tiefe unserer Seele gesucht wer-
den, wo keine Störung Eingang hat, weil der
Ort Gott allein vorbehalten ist. Wenn unser
Gebet aus der Tiefe der Seele fließt, dann ist
Gott neben uns. Meine lieben Kinder, wenn
ihr betet, seid ihr Gott nah und Er gibt
euch den Wunsch nach der Ewigkeit.
Ist
das Gebet zum Lob unser selbst ausgerichtet,
sei es auch durch Gott, wie z.B. das Gebet
des Pharisäers in Lk 18,9-14, kann es uns
nicht zu Gott erheben, während das Gebet
des armen Sünders einen ganz anderen Weg
nimmt. In der Hingabe, die uns Maria lehrt,
im Abstandnehmen von den Geräuschen der
Welt, im Fasten vor Selbstzufriedenheit und
von all dem, das den Bauch zwar füllt, aber
die Seele entleert, wird unser Gebet
störungsfrei verlaufen und wird Gott errei-
chen, wo es Frieden und Liebe schöpft. Da
auch das Klopfen unserer Herzen uns stören
kann, legen wir wie Johannes unser Haupt
auf das Herz Jesu, so dass wir nicht mehr
unser Klopfen, sondern nur mehr das
Klopfen Seines Herzens hören. So verlieren
sich auch meine Gedanken in die Seinen, wie
meine Wünsche und meine Überlegungen,
meine Zuneigungen, alles von mir, dass ich
wie der hl. Paulus sagen kann, nicht mehr ich
lebe, sondern Christus lebt in mir
(Gal 2,20).
Dieser immer stärker werdende Wunsch, der
immer da ist, der immer reiner wird, ist das
nicht der Wunsch nach der Ewigkeit, von
dem Maria spricht? Ist es nicht Geschenk
Gottes und Frucht des Ihm wohlgefälligen
Gebetes? Denn die Ewigkeit ist nichts ande-
res als Leben in Gott, Verschmelzen in Jesus,
und das muss bereits in diesem Leben, auf
dieser Erde beginnen.
Dies ist die Zeit, in der ihr mehr über
Gott sprechen und mehr für Gott tun könnt.
Dies ist die Zeit, in der uns die Kirche aufruft,
die Weihnacht, die Geburt Jesu zu erwarten, das
Kommen Gottes in Menschengestalt. Dies ist
die Zeit, in der uns die Liturgie einlädt, über die
Vergänglichkeit von all dem zu meditieren, das
uns umgibt, als Hilfe, alles Erwarten und alles
Hoffen auf das Ereignis zu konzentrieren, um
uns in aller Einmaligkeit den Weg zur
Ewigkeit zu öffnen
. Dies ist die Zeit, in der wir
unsere „Himmel“ fallen lassen und uns von
allen Idolen befreien müssen. Frei und erleich-
tert können wir über Gott sprechen und
bezeugen, dass Er allein der Herr ist. Somit
können wir mehr für Ihn tun, Ihn im Kind,
das am Rand der Erde geboren wird, auf zu
nehmen, Ihn im von den Herrenmenschen
abgewiesenen Menschen erkennen, Ihm in der
unbeachteten Frau, die Geschichte geschrieben
hat, zu dienen. Das alles können wir jedoch
nicht allein vollbringen. Wir müssen Gott in uns
wirken lassen und uns Seiner Gnade überlassen.
Deshalb, meine lieben Kinder, widersetzt
euch nicht, sondern erlaubt, dass Er euch
führt, verändert und in euer Leben hinein-
kommt,
und es wird Weihnacht sein!
Nuccio Quattrocchi
Botschaft vom 25. Dezember 2006
„Liebe Kinder, auch heute bringe ich
euch den neugeborenen Jesus auf den
Armen; Ihn, den König des Himmels und
der Erde, Ihn der euer Frieden ist. Meine
lieben Kinder, keiner kann euch den Frie-
den geben, außer Ihm, dem Friedenskönig.
Deshalb betet Ihn in euren Herzen an,
erwählt Ihn und ihr werdet die Freude
haben in Ihm. Er wird euch segnen mit sei-
nem Segen des Friedens. Danke, dass ihr
meinem Ruf gefolgt seid!“
Jesus, unser Frieden
Heute, wie damals, schenkt uns Maria
Jesus. Sie ist es, die Gott einen menschlichen
Körper gibt. In ihrem jungfräulichen Schoß
wird Gott zum Menschen. Dies ist nicht nur
Gnade der Versöhnung. Es ist weit mehr,
unendlich weit mehr: Ein Wunder der neuen
Schöpfung. Jetzt kann sich der Mensch an
Gott wenden und Ihn Vater nennen. Jetzt ist
der Mensch nicht mehr ein einfaches
Geschöpf Gottes, obwohl nach Seinem Abbild
(vgl. Gen 1,27), jetzt ist er zum Kind erhoben
(vgl. Joh 1,12). Liebe Kinder, auch heute
bringe ich euch den neugeborenen Jesus auf
den Armen,
spricht Maria, und dieses auch
heute
beschränkt sich nicht auf alle Male, wo
sie sich den Sehern mit dem Kind im Arm
zeigte, sondern es ist ein Heute, das 2000 Jahre
alt ist; seit der Geburt Jesu macht sie nichts
anderes als uns mit Ihm in Verbindung zu brin-
gen. Sie hat uns Ihn damals geschenkt, sie
schenkt uns Ihn wieder, und heute wie damals
können wir Ihn aufnehmen oder abweisen, Ihn
anbeten oder verfluchen; und da ohne dem
Wort nichts wurde, was geworden ist (vgl. Joh
1,3), eine jede unserer Taten, jede Tätigkeit,
jeder Gedanke sind Annahme oder Abweisung
Jesu Christi: Es gibt keine andere Möglich-
keit. Vor Jesus gibt es keine Enthaltung; wer
nicht für mich ist, der ist gegen mich
(vgl. Mt
12,30).
Ihn, den König des Himmels und der
Erde, Ihn der euer Frieden ist. Genau so
ist es. Jesus ist unser Frieden, jedoch nicht
unser Lieferant des Friedens. In Ihm werden
wir den Frieden in Fülle im wahrsten Sinne
des Wortes haben, aber nicht fern von Ihm.
Das Leben in Christus, d.h. das christliche
Leben, ist nicht ein Selbstbedienungsladen,
nicht ein Ort des Warenaustausches, sondern
Gemeinschaft mit Gott und den Gesch-
wistern, selbstloses Geschenk seiner selbst,
der Liebe bedingungsloser Hingabe. Jesus ist
unser Frieden
(vgl. Eph 2,14), und das
bedeutet nicht etwa ein ruhiges Leben, ohne
Schmerz, ohne Leid, ohne Probleme, ohne
Demütigungen; wir können uns nicht ein
angenehmes Leben erwarten, denn auch das
Leben Jesu war alles andere als angenehm.
Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden
gebe ich euch
(vgl. Joh 14,27). Das ist der
Frieden der engen Gemeinschaft des Vaters
mit dem Sohn, und das ist der wahre Frieden,
der einzige, der nicht vom Wechselgefälle
G E S A N G D E R H I RT E N
Vater unser, der du bist im Himmel
schaue auf deine Herde
damit sie ganz und die deine bleibe.
Sie bleibe unversehrt in Sicherheit
Wie im Himmel so auf Erden.
Gib uns heute die Hirten von morgen
Bring zurück was sich verirrt hat
und wir werden es dir opfern
und keinen Hinterhalt dulden.
Rette uns vor den Wölfen, Amen.
Erri de Luca
Januar - Febrar 2007
-
Herausgeber; Eco di Maria,
C.P.
47 - 31037 LORIA (TV)
(Italia)
- J. 23, Nr. 1-2
Sped. a.p. art.2, com.20/c, leg.662/96 filiale di MN, Autor.Trib. MN n. 13: 8.11.86, Tel/fax 0423.470331
191
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der Geschehnisse im Leben abhängt. Der
Mensch kann den Frieden nicht finden, wenn
er sich von seiner göttlichen Abstammung
entfernt, und andererseits kann er nur in Gott
Ruhe finden, d.h. Frieden finden. Meine lie-
ben Kinder, keiner kann euch den Frieden
geben, außer Ihm, dem Friedenskönig.
Hören wir doch auf, den Frieden von dem
einzufordern, der ihn uns nicht geben kann,
hören wir doch auf, ihn dort zu suchen, wo
wir ihn nicht finden können. Komm wieder
zur Ruhe, mein Herz! Denn der Herr hat dir
Gutes getan. Ja, du hast mein Leben dem Tod
entrissen, meine Tränen (getrocknet), meinen
Fuß (bewahrt vor) dem Gleiten
(Ps 116,7-8).
Deshalb betet Ihn in euren Herzen an,
erwählt Ihn und ihr werdet die Freude
haben in Ihm.
Nehmen wir Jesus auf, beten
wir Ihn in unserem Herzen an, nicht durch
Worte, nicht durch Aussendungen, sondern
in uns, dort, wo in uns das Leben durchfließt,
im Herzen. Herzschlag und Herzschlag
möge Sein Herz in der Stille und
Abgeschiedenheit unseres ersetzen, wie
Maria es tat. Ahmen wir die Einfachheit
Mariens nach, treten wir in ihre Fußstapfen.
Streifen wir den Staub unseres Menschseins
ab, geben wir ihn der Erde zurück und wir
werden frei sein, frei im Geist, wie Gott uns
die Freude gegeben hat zu sein.
Er wird
euch segnen mit seinem Segen des
Friedens.
Wir werden dann die Rauheit
unseres Lebens in ein Kalvaria der
Herrlichkeit und Auferstehung verwandeln,
für uns und für jene, die uns umgeben. Wir
bauen nicht am Reich Gottes, wenn wir
unsere Ideen verteidigen, sondern wenn wir
annehmen, diese demütig in Christus zu
kreuzigen: wenn sie von Gott sind, werden
sie nicht dem Tod geweiht sein, sondern
durch sie ewige Herrlichkeit erreichen.
Frieden und Freude in Jesus und Maria.
N. Q.
vollen und verzweifelten Menschheit den
herzzerreißenden Ruf nach Hilfe hören?
Unser Retter ist in der Welt geboren, weil Er
weiß, dass wir Ihn nötig haben. In der gegen-
wärtigen post-modernen Epoche hat sie (die
Menschheit AdR) vielleicht noch mehr einen
Retter nötig... Wer kann sie verteidigen,
wenn nicht Der, der Sie so sehr liebt, dass Er
Seinen eingeborenen Sohn auf dem Kreuz
als Retter opfert? Christus rettet uns nicht
vor unserer Menschheit, sondern durch sie;
Er rettet uns nicht von der Welt, sondern Er
ist in die Welt gekommen, auf dass die Welt
durch Ihn gerettet wird“.
Wir müssen „neu geboren“ werden!
„Wäre Jesus nicht auf Erden geboren, hät-
ten die Menschen nicht für den Himmel gebo-
ren werden können. Weil aber Christus gebo-
ren wurde, können wir ‚neu geboren’ werden!
Maria, die in Betlehem den Erlöser in den
Armen hielt, litt auch an einem inneren
Martyrium. Sie teilte mit Ihm die Passion und
musste Ihn noch ein Mal in die Arme nehmen,
als Er von den Nägeln vom Kreuz genommen
wurde. Dieser Mutter, die die Freude der
Geburt gekannt hat und die Pein des Todes
ihres göttlichen Sohnes, vertrauen wir alle
jene an, die verfolgt werden und leiden, auf
verschiedenste Art, um für das Evangelium
Zeugnis abzulegen und diesem zu dienen“.
Benedikt XVI.:
„Haben wir noch
einen Retter nötig?“
Die von der Kirche in diesem
Zeitabschnitt vorgesehene „liturgische Zeit“
lässt uns mit Jesus die Wege von Seinem
Palästina in jenem „öffentlichen Leben“
beschreiten,
die auf Kalvaria ihren
Höhepunkt erreicht, „Stunde“, in der das
Lamm konkret auf sich die Sünden der Welt
lädt, um sie auf dem Kreuz zu vernichten.
Dieser Verlauf zur Rettung hat einen
bestimmten Anfang – die Weihnacht – ein
Ereignis, das man nicht in einigen wenigen
Tagen des späteren Dezember umschreiben
kann, wenn uns die festlichen Beleuchtungen
und die Krippen darauf aufmerksam machen,
sondern es muss ein täglicher Startpunkt
unserer Überlegung über das Geheimnis
Christi sein. Wir greifen einige Gedanken
von Papst Benedikt XVI. auf, die genau an
diesen weihnachtlichen Tagen richtiges Licht
über die tiefe Bedeutung des Kommens Jesu,
dem kleinen Immanuel, werfen.
Gott lehrt uns die Kleinen zu lieben!
„Gott hat sich klein gemacht, damit wir
Ihn verstehen, aufnehmen, lieben können;
das ewige Wort hat sich so klein gemacht,
dass Es in eine Krippe passte. Es ist Kind
geworden, damit das Wort uns verständlich
werde. So lehrt uns Gott die Kleinen,
Schwachen zu lieben. Das Kind von
Betlehem lenkt unseren Blick auf alle
Kinder, besonders auf die leidenden und
missbrauchten Kinder der Welt, sei es die
geborenen wie die nichtgeborenen. Er richte
sich auf die Kinder, die als Soldaten in eine
Welt der Gewalt gedrängt werden; auf
Kinder, die betteln müssen; Kinder, die
Elend und Hunger leiden; Kinder, die bar
aller Liebe sind. In all diesen ist das Kind
von Betlehem anwesend, das aufrüttelt; es
rüttelt uns Gott auf, der Kind geworden ist“.
Das Geschenk unter Geschenken
„Gott ist für uns Geschenk geworden. Er
hat sich selbst geschenkt. Er nimmt sich Zeit
für uns. Er, der Ewige, der über die Zeit
steht, hat Zeit angenommen und unsere Zeit
in die Höhe zu sich genommen. Weihnachten
ist das Fest der Geschenke geworden, um
Gott nachzuahmen, der sich selbst uns
geschenkt hat. Unter den vielen gekauften
Geschenken vergessen wir nicht das wahre
Geschenk: uns gegenseitig etwas von uns
selbst zu schenken! Uns gegenseitig unsere
Zeit zu schenken. Unsere Zeit Gott zu öff-
nen. So löst sich alle Aufregung. So wird
Freude geboren, so entsteht Feststimmung.
Der Mensch braucht Brot, die Frucht der
Erde und seiner Arbeit zum Leben. Er lebt
aber nicht nur von Brot allein. Er braucht
auch Nahrung für seine Seele: Er braucht
einen Sinn fürs Leben. Die Futterkrippe der
Tiere im Stall ist Symbol des Altars gewor-
den, auf dem das Brot, das Christus selbst ist,
liegt: die wahre Nahrung unserer Herzen.
Nochmals betrachten wir wie Er sich klein
gemacht hat:
in der bescheidenen
Erscheinung der Hostie, einem kleinen Stück
Brot schenkt Er sich selbst“.
Ist ein ‚Retter’ für den Menschen noch
notwendig?
Hat der Begriff ‚Retter’ für den
Menschen des Dritten Jahrtausends noch
einen Wert? Für den Menschen, der Mond
und Mars erreicht hat und sich anschickt, das
Universum zu erobern; für den Menschen,
der die Natur ohne Grenzen zu erforschen
vermag? Braucht der Mensch, der im virtuel-
len Ozean von Internet surft noch einen
Retter, und der dank moderner und fort-
schrittlicher Techniken der Massenmedien
die Erde – dieses große gemeinsame Haus –
zu einem kleinen globalisierten Dorf
gemacht hat? Er stellt sich als sicherer und
selbstgenügsamer Urheber des eigenen
Schicksals dar, dieser Mensch des einund-
zwanzigsten Jahrhunderts!“
Es scheint so zu sein, ist es aber nicht...
„Man stirbt noch an Hunger und Durst, an
Krankheit und Armut, in dieser Zeit des Über-
flusses und der ungebremsten Verbrauchswut.
Noch gibt es den Sklaven, Ausgebeuteten und
an der Würde Verletzten; es fehlt nicht an
Opfern von religiösem Hass und Rassenhass.
Es gibt jene, deren Körper wie der Körper der
Angehörigen, besonders der Kinder, vom
Einsatz der Waffen, vom Terrorismus und
jeder Art von Gewalt entstellt sind, in einer
Zeitepoche, wo alle den Fortschritt, die
Solidarität und den Frieden für alle ersehnen
und ausrufen... Was sagen von jenen, die ohne
jede Hoffnung gezwungen sind, das eigene
Haus und die eigene Heimat zu verlassen, um
anderswo für einen Menschen würdige
Lebensverhältnisse zu suchen? Was tun um
jenen zu helfen, die von „leichten“ Propheten
getäuscht werden, sich in einem Tunnel der
Einsamkeit befinden und oft Sklaven von
Alkohol und Drogen werden? Was denken
von dem, der den Tod vorzieht und glaubt, das
Leben zu verherrlichen?“
Ein herzzerreißender Ruf nach Hilfe
„Wie nicht aus der Tiefe dieser wonne-
Der Mensch,
Herz des Friedens
Wieder und wieder kommt sie, die
Königin, vom Frieden zu sprechen. Sie ermü-
det nicht, sie lässt nicht nach, denn sie kennt
den Wert dieses grundlegenden Gutes für das
menschliche Dasein, wo er doch so sehr fehlt,
abwesend und zerbrechlich ist, ihn zu bewah-
ren. Der Frieden ist ein Geschenk von oben.
Er ist Jesus selbst, aber wir tragen die
Verantwortung über die Erhaltung desselben,
er ist Frucht unseres Einsatzes, des entschlos-
senen Willens ihn zu leben und weiter zu
geben. In jener Nacht in Betlehem sangen ihn
die Engel <allen Menschen guten Willens>;
daher ist der Frieden eng mit der Geburt des
Retters verbunden, den wir alle suchen und
den wir laufend verlieren. Er ist es, der ihn
uns gibt, aber wieso verlieren wir ihn?
„Ich bin tief überzeugt, wenn man die
Person respektiert, fördert man den Frieden“,
erklärt der Heilige Vater in der Botschaft
zum Welttag des Friedens 2007
zum
Thema: Die menschliche Person, Herz des
Friedens.
„Das ist eine Verpflichtung, die
dem Christen zusteht, der als unermüdlicher
Akteur des Friedens und mutiger Verteidiger
der Würde der menschlichen Person und sei-
ner unveräußerlichen Rechte aufgerufen ist“.
Daher ist die Person nicht nur Empfänger
sondern Mittelpunkt des Friedens, d.h. der
„Ort“ in dem der Frieden entsteht und zu
wohnen wünscht. Verteidigt man den
Menschen, so verteidigt man auch den
Frieden selbst,
nicht ein äußeres Gut, son-
dern das menschliche Geschöpf in seiner
Integrität und Würde: „Da er nach dem
Abbild Gottes geschaffen ist, hat das
menschliche Geschöpf, ohne Unterschied an
Rasse, Kultur oder Religion, die Würde einer
Person; das menschliche Geschöpf ist nicht
irgend etwas, sondern jemand, der fähig ist,
sich zu kennen, besitzen, sich frei zu ver-
schenken und Gemeinschaft mit anderen
Personen zu pflegen. Deswegen muss es
geachtet werden, kein Grund kann dazu
berechtigen, darüber nach Gutdünken zu ver-
2
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Ein durch Maria
entflammtes Herz
Bernhard von Chiaravalle, 1091-1153
Er trug ihn in der Brust und es gelang
ihm, jenen zu entflammen, der sich an seine
Werke lehnte. Wir reden von Bernhard von
Chiaravalle. Er war einer der ersten
Zisterziensermönche, dritter mittelalterli-
cher Kirchenvater und in chronologischer
Folge der letzte der Kirche: er war ein
Leuchtturm von geistlichem Licht, erleuch-
tete den ganzen Westen Europas de XII.
Jahrhunderts. Bernhard war es gegönnt, auf
originelle und geniale Art den ganzen vor
seiner Zeit geprägten christlichen Gedanken
zusammenzufassen.
Marianischer Kirchenlehrer
Unter den Doktoren der Kirche ist er
bekannt als „doctor marianus“, aber nicht
weil er so viel über Maria geschrieben oder
neue theologische Aspekte über die Jungfrau
von Nazareth eröffnet hätte. Bernhards
Schriften über Maria sind wenig zahlreich
und ebenso karg sind die Hinweise auf die
Mutter Christi in seinem ganzen reichen
Werk. Und doch sind all seine Werke und
sein Leben von ihr geprägt: auch wenn
Bernard nicht von ihr spricht, ist Maria doch
immer gegenwärtig, z.B. in der Schriften,
wo er die Brüder zum Schweigen mahnt, zur
Demut, zur Herzensreinheit, dem kindlichen
Gehorsam: alles Tugenden, die nicht nur in
Maria aufscheinen sondern die sie austeilt.
Was ihm den Titel „doctor marianus“
einträgt war jedoch sein für Maria ent-
flammtes Herz, seine überaus zärtliche
Verehrung der Mutter des Retters. Von den
ihr geweihten Predigten hat die Kirche nicht
wenige Seiten himmlischer, brennender
Frömmigkeit in die heilige Liturgie aufge-
nommen. Die Tradition, den Tag mit dem
Salve Regina oder einer andern mariani-
schen Antiphon zu beschliessen, entstammt
seiner Idee. Er hatte so starkes Vertrauen in
ihre mächtige Fürsprache, dass er sagen
konnte: „Gott wollte, dass wir nichts erhal-
ten sollten, das nicht durch die Hände
Marias gegangen wäre“.
In seinem
Gedanken „ist sie unsere Mittlerin“ und wir
erhalten den Geist, der „aus ihr quillt“.
Er zeigt die Quelle
Sein „Marienlob“ gehört zu den bekann-
testen Mariengebeten, nicht weil es etwas
Neues über die Muttergottes sagt, aber weil
es das Herz für sie entflammt, sie lebendig
erscheinen lässt, gegenwärtig, ertastbar für
jene, die die Homilien lesen. Er bewundert
den Glauben der heiligen Jungfrau, ist begei-
stert von ihrer Demut, lässt sich blenden von
ihrer strahlenden Reinheit. Aber alles auf ein
einziges Ziel hin: die Herzen dazu zu brin-
gen, an dieser „Quelle, die die Gärten
begiesst“
ihren Durst zu stillen.
Der lebendige, blühende, so bildreiche
Stil ist so zart, dass er die Seele des Lesers
anzieht, erfreut und zum Herzen der Mutter
erhebt. Es ist süss, die Frömmigkeit zu
nähren und zu ihr hin zu leiten, die Seele zu
begeistern, ihr zu folgen. Weil die Mutter der
Stern ist, der zu Jesus führt, der Aquädukt,
der die Gnaden verteilt, die aus der Quelle
sprudeln. Es ist sie, die Gottes Segen aus
giesst und das Universum erneuert. In einer
seiner Homilien der Reife schreibt
Bernardo: „In dir und für dich und durch
dich macht die Hand des Allmächtigen alles
neu, was er geschaffen hat“.
Das Geheimnis des “Fiat“
Genau das ist Bernards Motiv, Maria zu
betrachten, um zu lernen, sich von Gott
erneuern zu lassen. Im Betrachten dessen,
was Gott an ihr getan hat durch die
Menschwerdung,
genau diese Neu-
Schöpfung kommt zur Aussage: “Jede
Seele, auch die voller Sünden, in Laster ver-
strickt,
Sklave der Leidenschaften,
Gefangene des Exils ... verurteilt und ohne
Hoffnung ... kann trotzdem so viel in sich
erblicken, nicht nur die Seele zur Hoffnung,
zur Vergebung und zur Barmherzigkeit aus-
zuweiten
, sondern es sogar zu wagen, die
Hochzeit des Wortes anzustreben, es nicht zu
fürchten, den Rettungspakt mit Gott zu
ergreifen, nicht zu zweifeln, das süsse Joch
der Liebe des Königs der Engel zu ergrei-
fen“,
wie Maria es tat.
Im „Marienlob“ und durch Maria
beschreibt Bernard das Geheimnis Gottes
und jenes des Menschen, das Geheimnis des
„Fiat“, für den die Beziehung von Gott zu
Mensch ihren Anfang nimmt und die Seele
des Christen überschwemmen kann, in dem
sie in Gott fruchtbar wird. Es wetteifern
zwei Figuren die besonders dazu bestimmt
sind, uns zu helfen, zu Gott unser „Fiat“ zu
sagen: das Bild der Jungfrau als Stern und
als göttlich Liebende.
Der Meerstern
Maria ist der Meerstern, Leitbild jedes
Menschen, Führerin der Geschichte, weil
fehlerlose Menschheit: sie ist der sprudelnde
Quell der Menschheit, erfüllt in sich die
menschliche Geschichte. Der Mensch ist
nicht mehr allein in seiner Suche nach Gott,
nicht mehr der Unsicherheit des Meeres und
der Dunkelheit der Nacht überlassen: ein
Fixpunkt ist am Himmel erschienen: die
Mutter. „O, wer immer du bist, du der in den
Wechselfällen dieses Lebens wogst mehr als
auf der Erde schreitest, den Eindruck hast,
hin- und her geworfen zu sein zwischen
Brechern und Stürmen, lass dein Auge nicht
vom Glanz dieses Sternes weichen. Wenn
sich die Winde der Versuchungen erheben,
schau auf den Stern, rufe Maria an ... in
Gefahr, in Ängsten, in Unsicherheit, denke
an Maria, flehe Maria an. Sie verstumme nie
auf deinen Lippen, aus deinem Herzen. Und
weil du die Hilfe ihres Gebetes brauchst,
verlasse nie das Bild ihres in Gott gesam-
melten Lebens.“
Die Fallen exzessiver Betriebsamkeit
Zu diesem Punkt sagt Bernard: der kann
wie Maria leben und lieben, der wie Maria
betet, der ständig in Gott gesammelt lebt.
Darum müssen uns in acht nehmen, sagt der
Heilige, vor den Gefahren einer übermässi-
gen Aktivität, was immer die Umstände und
das Geschäft seien, die sie erfordern, - und
sei es im Leiten der Kirche! – denn „die vie-
len Beschäftigungen führen oft zu
Herzenshärte, sind nichts anderes als Leiden
des Geistes, Verirrungen der Intelligenz,
Vergeudung der Gnade“.
Es ist eine sehr aktuelle Botschaft, die
Papst Benedikt am 20. August letzten Jahres
– dem Fest des Heiligen Bernard – gegenü-
ber Priestern und Geweihten ausgesprochen
hat: „Wie wichtig ist auch für uns diese
Forderung zum Primat des Gebetes! Sie hilft
uns, Sankt Bernard in unserm Leben konkret
werden zu lassen. Er verstand, den Hang zum
Alleinsein und zur Stille mit der
Notwendigkeit wichtiger Aufgaben im
Dienst der Kirche zu harmonisieren.
Vertrauen wir der Muttergottes diesen
schwierigen Wunsch an, den Ausgleich zu
finden zwischen Verinnerlichung und not-
wendiger Arbeit. Bernard liebte sie von
Kindheit an mit zärtlicher, kindlicher
Verehrung, so dass er den Titel „doctor mari-
anus“
verdient.
Cristina Palici
fügen, so als ob es ein Gegenstand wäre“,
unterstreicht der Papst. „Wer größere politi-
sche. technologische oder ökonomische
Macht besitzt, darf sich nicht übervorteilen,
um die Rechte der weniger Glücklichen zu
verletzen. In der Tat baut der Frieden auf den
Respekt gegenüber allen auf. Dessen bewus-
st, macht sich die Kirche zum Verteidiger der
Grundrechte einer jeden Person“.
Welche sind nun diese Rechte, die in sich
den Samen des Friedens tragen? Vor allem
das Leben selbst, heute mehr denn je in allen
Abschnitten gefährdet,
vom geraubten
embryonalen Zustand im Mutterschoß, durch
kalte Werkzeuge manipuliert, bis zum Tod,
den man nach Gutdünken beherrschen will;
man beschafft es sich manchmal, andere
Male ruft man es herbei mittels künstlicher
Jugendlichkeit. „Was das Recht auf Leben
anbelangt – schreibt Benedikt XVI. – ist es
eine Pflicht auf die Gemetzel hinzuweisen,
wie sie von unserer Gesellschaft praktiziert
werden: neben den Opfern von bewaffneten
Auseinandersetzungen, des Terrorismus und
den verschiedensten Formen der Gewalt, gibt
es die stillen Toten infolge Hungers,
Abtreibung, Experimente an Embryonen und
Euthanasie. Wie kann man in all dem nicht
einen Angriff auf den Frieden sehen?“
Ein weiteres Element, das laufend das
sensible Gleichgewicht des Friedens bricht,
ist die Unduldsamkeit gegenüber anderen
Religionen, Ursache der meisten Konflikte
in dieser Zeit. Die Kirche macht das Recht
auf Religionsfreiheit eines jeden geltend:
„Es gibt Regime, die eine einzige Religion
allen vorschreibt, während gleichgültige
Regime zwar keine gewalttätige Verfolgung
nähren, wohl aber eine kulturelle Verachtung
gegenüber religiösen Gemeinschaften. Auf
jeden Fall wird ein Grundrecht des
Menschen nicht beachtet, mit schwerwie-
genden Auswirkungen auf das friedliche
Zusammenleben“.
Wir haben zwei wichtige Komponenten
im Menschen angeführt, die beschützt wer-
den müssen, um den Frieden selbst zu schüt-
zen. In seiner Botschaft führt der Papst noch
viele andere an, u.a. die „ungerechten
Unterschiede, die noch in der Welt vorhan-
den sind, wie der Zutritt zu lebenswichtigen
Gütern, wie Nahrung, Wasser, Wohnung,
Gesundheit; oder die anhaltenden
Unterschiede zwischen Mann und Frau in der
Ausübung der menschlichen Grundrechte“.
Die Liste ist lang. Wir halten hier ein und
überlassen es dem Gewissen eines jeden die
Bereiche zu entdecken, wo der Frieden in
Gefahr ist, damit er selbst ein leidenschaftli-
cher Verteidiger desselben werde, verant-
wortlich für das Gut, das Maria, Königin des
Friedens, für uns andauernd erbittet, was
aber der Mensch mit sehr viel
Oberflächlichkeit zerstört. Und wie unser
Pontifex sagt: „Der Frieden Geschenk und
Aufgabe zugleich“ – Geschenk, mit Gebet
zu erflehen, Aufgabe zu verwirklichen, ohne
niemals zu ermüden.
S.C.
3
Echo 191
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Der Jahreswechsel
in Medjugorje
Feststimmung,
Sammlung,
innere
Freude. Athmosphäre von Gnade und Gebet,
wie eigentlich immer in Medjugorje, in die-
ser von Maria erwählten und geformten
Erde, um ihren Plan der Erneuerung der
Kirche und der Menschheit zu verwirkli-
chen. Jede Jahreszeit ist in Medjugorje ver-
bunden mit besondern und ausserordentli-
chen Gnaden. Es sind Gaben, denen immer
neuer und einzigartiger Duft entströmt.
Wozu den Jahreswechsel in Medjugorje
verbringen?
Ich möchte vorausschicken, dass es
immer dieselben Menschen sind, die mir
begegneten, ihr Gesicht drücken so sehr die
Einzigartigkeit des Geschenkes des Himmels
aus, das man hier erhält in diesen heiligen
Tagen: Gesichter voller Dankbarkeit und
Enthusiasmus, auch voller Hoffnung und
Erwartung.
Du fühlst dich zu Hause, „en famille“.
Dies ist der Wunsch, der in den Herzen
neu geboren wird zu dieser Zeit. Hier emp-
fängt die Mutter alle in ihren Armen, lässt
die Seelen diese spezielle Wärme empfin-
den, die allein als Frucht aus ihrer
Gegenwart erwächst. Darum bleibt man auf
dem gesegneten Boden von Medjugorje an
Erinnerungen und Gefühle gebunden, die die
tiefsten Sphären unseres Seins berühren. .
Daraus wächst der Wunsch, hierher zurück
zu kehren, genau und vor allem in diesen
Tagen,
um zuzulassen,
dass die
Schöpferkraft Gottes und die Grosszügigkeit
der Madonna uns erneuern.
Unter dem Mantel Marias finden sich
viele Jugendliche ein, aber nicht nur:
Familien, alte Leute, auch Kinder, auch der
Nationen sind es viele ... Alles in der
Nachtwache entrollt sich sehr gesammelt,
wie nur die himmlische Gnade es zu erklären
vermag. Um 22 Uhr beginnt eine lange
Anbetung, um die letzten Stunden des alten
Jahres zu heiligen. Das gemeinsame Gebet
führt jedes Herz dazu, sich ganz Gott anzu-
vertrauen mit allem erlebten Guten und
Unguten des vergangenen Jahres: alles kann
zusammengefasst werden in Christus, um
mit dieser Freiheit ins Neue Jahr hinein zu
treten, geistig verbunden mit der ganzen
himmlischen Kirche, integer in der persönli-
chen Entscheidung, Christus auf dem engen
Weg zu folgen, in Verbundenheit aller unter-
einander, vereint in Gott und zu Gott.
Um 24 Uhr gibt es nicht die mondänen
„Schläge“ um den „neuen Tag“ zu begrüs-
sen, sondern der festliche Schlag der
Glocken der beiden nun in der ganzen Welt
bekannten Türme. Sofort beginnt die heilige
Messe mit Pfarrer Ivan und konzelebriert
von –zig Priestern. Lang nach dem
Gottesdienst festliche Gesänge rund um die
Kirche, wovon unsre Mutter die Königin ist,
in der Kälte des Winters und dem nächtli-
chen Nebel, ist jeder glücklich, möglichst
vielen den Frieden und die Wärme zu wün-
schen, die Gott in unsre Herzen legt.
Umarmungen, Händedrücken, ein paar
Worte, manchmal auch nur ein Blick, der
zwei Seelen sich begegnen lässt und die sich
die Nähe Gottes wünschen. Je mehr die
Wozu seid ihr gekommen?
Fabio, 24 Jahre
Hier gewinnt man neu
den Wert, Mensch zu sein in
seiner ganzen Würde. Diese
Gnaden bei der Kommunion
mit Gott und mit den
Brüdern. Was man hier
erfährt, ist wahre Einheit.
In den Discos sind alle bei-
sammen und doch ist jeder allein. Hier kann
man die wahre Freude kosten.
Claudia, 33 Jahre
Sicher werde ich im Gedächtnis behalten,
dass dies der beste Ort ist um ein Jahr abzu-
schliessen und Rückschau zu halten, ein
wenig Stille zu finden, im Frieden zu verwei-
len und einen Punkt in meinem Leben zu
machen. Das Jahr mit der Muttergottes zu
beginnen ist eine gute Garantie.
Anja, 19 Jahre
Auch ich bin gekommen um Frieden zu
finden, für mich ist es etwas ganz Neues
gewesen, den Jahreswechsel in der Kirche zu
feiern, in Gesellschaft anderer etwas zu tei-
len, das mit Gott zu tun hat.
Isabella, 54 Jahre
Warum ich gekommen bin? Um diesen Stoss
zu erhalten und das Jahr mit der Madonna
zu beginnen, um mit Jesus zu sein und mit
Maria!
Virglio
Ich bin hier, weil ich es als eine sehr posi-
tive Sache sehe, mit Maria das neue Jahr zu
beginnen, für mich und vor allem für meine
Kinder. Ich glaube, dass was wir auch immer
als Eltern den Kindern sage, am Ende es
immer Gott ist, der zu ihren Herzen spricht.
.... ich bin dankbar, dass man an diesen Orten
diese Öffnung des Herzens erfahren kann.
Mario, 28 Jahre
Ich wollte Sylvester und Neujahr im
Frieden erleben, in Einfachheit mit Gott. Ich
wollte nicht allein sein,
aber die
Freundschaften, die man in der Welt findet ...
hier habe ich Menschen gefunden, mit denen
ich wirklich das teilen konnte, was ich bin,
weil auch sie Gott suchen.
Loris, 36 Jahre
Ich war eher geneigt, nicht zu kommen
als zu kommen, aber schlussendlich bin ich
zufrieden, dass ich hier bin. Maria hat mich
gerufen, dessen bin ich sicher.
Christina,22 Jahre
Ich habe mich dazu entschieden, weil ich
einen andern Jahreswechsel erleben wollte
und nicht wie gewöhnlich einen Pub voller
Durcheinander inmitten vieler oberflächli-
cher Leute. Ich war nicht darauf gefasst, dass
diese Erfahrung mein Leben verändern wür-
de. Ich spüre, dass es sich verändert hat: in
meiner Art zu denken, in meiner Art zu sein.
Luca, 29 Jahre
Ich bin hierher gekommen um Gott und die
Gottesmutter kennen zu lernen und um zu
suchen, wie ich vertiefter beten kann.
IM NEUGEBORNEN JAHR
Geschenkte Zeit
„Klagen und brummen wir nicht über
unsere Zeiten, o meine Brüder“ (St.
Augustinus, Reden – Caillau-Saint-Yves
2,92) So ermuntert der heilige Augustinus
seine Zuhörer, nicht zurück zu blicken und zu
denken, dass früher alles besser gewesen sei.
Er fährt fort: „Was von dem Neuen ist so
ungewöhnlich, schadet unsrer Zeit und dem
Menschengeschlecht, das nicht auch unsern
Vätern geschadet hätte? Also können wir
behaupten, wir müssten so viel und so man-
nigfach leiden wie sie gelitten hätten? Und
doch gibt es Menschen, die sich über ihre Zeit
beklagen, überzeugt davon, dass die vergan-
genen Zeiten schön gewesen seien. Aber man
kann sicher sein, würden sie in die Zeit der
Alten zurück versetzt, sie würden sich auf die-
selbe Weise beklagen. Wenn du die vergange-
nen Zeiten gut findest ist es genau darum,
weil es nicht mehr deine Zeiten sind ...“
Ich denke, wir finden uns alle ein wenig
in dieser Art zu räsonnieren, und ich frage
mich wirklich, ob es eine Zeit gegeben hat,
wo die Menschen sich nicht über die gegen-
wärtige Zeit beklagten. Wenn wir uns
anschicken, ein neues Jahr zu erleben ist das
Erste, das zu tun ist, auf das eben durchlau-
fene Jahr zu schauen und
dem Herrn für alle Gaben,
die er uns geschenkt hat, zu
danken. Wenn wir das nicht
erfüllen, werden wir die
Tage, die der Herr uns in
seiner Güte öffnet, nicht
gut zu leben verstehen.
Es ist notwendig, dass wir
unsere Zeit lesen lernen,
jeden gelebten Tag als Geschenk Gottes.
Ansonst sehnen wir uns als Nostalgiker nach
einer Zeit, die nicht mehr ist und die viel-
leicht gar nie war ausser in unsrer
Einbildung. Ich wage zu sagen, damit wären
wir zerfallene Christen. Sich zu erinnern war
für Israel notwendig, ist notwendig auch für
uns. Wo sahen wir Gott? Wo sind wir ihm
begegnet wenn nicht im Alltag unsrer Tage?
Und dort, im Gewöhnlichen, entdecken wir
seine aussergewöhnliche Art zu wirken. Wir
brauchen dazu Augen des Glaubens, den auf-
merksamen Blick Marias, um unsere Tage
als Gottes-Tage zu lesen, in denen Gott
schafft.
Also Mut, nehmen wir unsern Weg wie-
der auf zum ersehnten Hafen, nehmen wir
unsern Weg auf, um jeden Tag unsere Ruhe
in Jesus zu finden der uns einlädt: „Kommt
alle zu mir, die ihr mühselig und beladen
seid, ich will euch erquicken“ (
Mt 11,28).
Liebe Freunde, der Herr tut dies, er ist
bereit, es jeden Tag zu tun, wenn wir auf ihn
bauen, uns ihm anvertrauen. Durch welche
Strassen wirst du gehen, in welch unbekann-
ten Gewässern dich herumtreiben?
Kehre zu Ihm zurück! In diesem Jahr, das
Er dir gibt, verpasse nicht die Gelegenheit,
verliere nicht deine Zeit, kehre zu Ihm
zurück! Gib ihm dein Leben! Er ist die Mitte,
er ist der Hafen. Er ist das Alles, ohne das
wir nichts haben.
Guten Weg durchs Neue Jahr wünscht
P. Gabriele Pedicino OSA
NACHRICHTEN VOM
GESEGNETEN LAND
Freude sich mitteilt, desto mehr wächst sie. ..
In der nächtlichen Dunkelheit glänzt dieses
ganz innerliche Licht um so stärker auf, und
die winterliche Kälte macht der
Herzenswärme aller Anwesenden Platz. Ein
Vorgeschmack schon heute auf das, was die
himmlische Freude sein wird.
Francesco Cavagna
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Ein heftiges Verlangen
zurückzukehren
Wozu Medjugorje? hat man mich ver-
wundert gefragt. Bist du denn nicht schon
dort einmal gewesen?
Ich hab dir irgend eine Antwort gegeben,
aber jetzt will ich dir sagen warum, nach
meiner Meinung, hunderte und tausende von
Pilgern nach Medjugorje gehen und mehr-
mals wieder hingehen, als würden sie einem
geheimnisvollen Ruf folgen.
Es ist eine Gnade, die Gott seinen
Kindern schenkt, um sie auf dem Weg zur
Vervollkommnung zu führen. Aber es ist
auch eine Gnade, die diesen bevorzugten
Orten eigen ist, wo so wundervolle Dinge
wahr geworden sind oder wo Heilige gelebt
und gewirkt haben. Jene Gnade, die sich
schenkt beim Besuch von heiligen Orten wie
Lourdes, Fatima, oder auch Einsiedeleien,
Abteien, wie z.B. Camaldoli, La Verna, etc.
In Medjugorje begegnet man dieser
Gnade auf Weg und Steg. Nicht nur in der
Kirche, an den Orten, wo die Muttergottes
erscheint, überall. Es scheint dir, du atmest
sie ein mit der Luft, spürst sie, wenn du zum
Himmel blickst, die Landschaft betrachtest,
alles was sich dir in der Natur zeigt, die una-
blässig durch die Gegenwart der Königin des
Friedens gesegnet ist.
Und es kommt über dich ein sehr heftiges
Verlangen zurückzukehren, um die Freude
am Beten intensiv zu empfinden, dich mit
Gott und den Brüdern und Schwestern aus-
zusöhnen und vielleicht deinem Leben eine
Wende zu geben.... Sicher, viele gehen, um
irgendwelche Heilung zu erfahren,
Gesundheit, Überwindung von allerhand
Schwierigkeiten. Aber auch wenn man nicht
das erhält, was man sich erhofft hatte, zeigen
sich trotzdem unerwartete Gnaden: man
lernt, Personen und Dingen den richtigen
Wert zu geben, versteht besser was wirklich
zählt und was unnötig ist, wenn nicht gar
schädlich. Dort lernst du auch, dich ganz den
Händen Gottes anzuvertrauen, seinen Willen
anzunehmen,
auch in schmerzhaften
Ereignissen. Im Herzen wirst du des
Friedens und der Freude gewahr, dass du
vom Vater geliebt bist. Das ist das aller-
schönste Geschenk, das er dir machen kann.
Bei der Rückkehr (dies ist die Erfahrung
vieler) kannst du dich kaum zurückhalten: du
möchtest erzählen, bezeugen, und doch bist
du dir bewusst, dass kein einziges Wort, kein
Bericht das wiedergeben kann, was du in
Medjugorje erlebt hast: dieses starke Gespür,
immer unter dem wachen und aufmerksamen
Auge der Mutter zu sein, eingetaucht in reli-
giöse Feiern voll Verinnerlichung und
Sammlung, im Kontakt mit Tausenden von
Pilgern, die in allen Sprachen beten, singen,
an der Liturgie teilnehmen und dich vom
Paradies auf Erden träumen lassen!
Alles in Medjugorje lädt zum Frieden ein,
zu innerem Schweigen, zum Hören auf das
Wort. ...nicht einmal die Händler von
Rosenkränzen und andern Dingen stören, weil
sie ja auf das Bedürfnis der Pilger antworten
um auch jene, die nicht hingehen können oder
nicht wollen, teilhaben zu lassen an der geisti-
gen Erfahrung,
wenigstens durch ein
Bildchen, einen Rosenkranz, ein Souvenir.
Ich hoffe, dass auch Dir eines Tages das
widerfährt, was so viele erfahren haben, d.h.,
vor einem Vorschlag, nach Medjugorje zu
pilgern ohne zu wissen wozu und warum, du
das Wort findest: Ja, ich komme!
Nilde Totti
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AT U R S C H Ü T Z E R
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E D J U G O R J E
:
„Der Garten der aus
dem Felsen wächst“
Kürzlich habe ich zusammen mit meiner
Ehefrau Laura eine Pilgerfahrt nach
Medjugorie unternommen. Durch den Filter
meine Sensibilität als Geograph und
Naturalist, aufmerksam für die Welt, die uns
umgibt, möchte ich eine der zahlreichen
Überlegungen mit euch teilen, die dieser
Weg in meinem Herzen erweckt hat.
In den drei wichtigsten Erscheinungen
der letzten 150 Jahre, hat die heilige Maria
als Szenarium Karstlandschaften gewählt.
Karstig sind immer die Erhöhungen,
deren Gestein leicht löslich ist (die am leich-
testen löslichen sind die Kalkfelsen, zusam-
mengefügt aus Kalziumkarbonat) und worin
das Wasser die Möglichkeit hat, die Risse im
Gestein zu erweitern und dadurch ins Innere
einzudringen, so dass eine Art unterirdische
Zirkulation entsteht. In solchen Karsthöhen,
gibt es unter einer sonnbeleuchteten
Oberfläche eine Unterwelt reich an Grotten
und Wassern.
Wenn der Mensch, analog einer solchen
Karstlandschaft, sich dem Worte Gottes öff-
net und es in sein Inneres dringen lässt, lässt
er sich von der Sünde „entkrusten“ und wan-
delt sich in eine neue Schöpfung um.
1958 in Lourdes: hier ist Maria ein einer
kleinen Grotte mit einer Quelle erschienen, um
uns die wahre Quelle der Gnaden zu zeigen,
die ihr Sohn ist, unser Herr und Retter Jesus
Christus, und um uns zu ihm zu bringen. Sie,
als die Unbefleckte, die Fehlerlose, kann uns
auf direktem Weg in die Tiefen des Herzens
des Fleisch gewordenen Gottes führen.
1917 in Fatima ist Maria in einer gros-
sen Doline erschienen, die eine geschlossene
Mulde ist, die das Wasser sammelt und es zur
Mitte hin fliessen lässt, wie um uns zu sagen,
dass sie uns um sich sammeln will wie „eine
Henne ihre Kücken“. Sie lädt uns ein, uns
mit Wasser aus der Höhe durchnässen und
uns mitreissen zu lassen zur Mitte hin,
unserm Herrn und Retter Jesus Christus.
1981 in Medjugorje jedoch erschien
Maria in einem Karstfeld, einer Steinwüste.
Karren sind vom Wasser korrodierte Steine,
unten bekleidet mit einer karstigen Sohle
und danach, dort wo die Sohle abgetragen
ist, der Karst direkt aussen sichtbar wird.
Die Muttergottes sagt uns: mit eurer
Sünde macht ihr die Welt zur Wüste, eine
unwirtliche Steinwelt, die nicht mehr fähig
ist, euch zu erhalten; trotzdem, wenn ihr
euch mir nähert und durch mich meinem
Sohn, habt ihr nichts zu fürchten: die Wüste
wird sich für euch in einen Garten wandeln,
in den Garten des Friedens unter euch und
mit dem Allerhöchsten, in den Garten, worin
ich und mein Sohn euch an der Hand nimmt,
bis zu sicheren Rettung.
In Medjugorje, wenn man sich mit dem
Herzen an Maria lehnt, bemerkt man, wie
diese unwirtliche,
einst vertrocknete
Landschaft wirklich zum Garten wird, der
Freude und Friede schenkt. Obwohl ich
instinktiv vor der Masse der Pilger in
Medjugorje flüchtete, habe ich erfahren dür-
fen, wie das sich unter die Menge der Pilger
mischen, in die engsten Plätzchen der über-
füllten Kirche, nicht Unbehagen schaffte
sondern Gemeinschaft und Freude.
Ugo Sauro
Die „Gebetsgruppe des 2.“
Sie entstand – einfach so – aber verwirk-
licht das was Maria selber tut an jedem 2. des
Monats in der Erscheinung an die Seherin
Mirijana, indem sie sich mit ihr zum Gebet
trifft und sich mit ihr unterhält für die, „die
die Liebe Gottes noch nicht erkannt haben“,
und darum Nicht-Glaubende sind. Maria hat
immer darum gebeten, ihr für dieses
Anliegen beten zu helfen. Im Zeugnis von
Pina (Salerno – I) sehen wir, wie der Wunsch
Marias extrem einfach und natürlich sich
verwirklicht:
„Ich war in Medjugorje am 2. August und
hatte das Glück, bei der Erscheinung an
Mirijana anwesend zu sein. Wir waren mor-
gens um 6 Uhr auf der Stelle und der
Schuppen war schon voll. Wir haben uns
draussen zusammen eingefunden, am Boden,
auf den Steinen, und begannen zu beten.
Unterdessen füllte sich der Ort immer mehr.
Ein leichter Wind liess die Blätter der Bäume
tänzeln. Wir waren alle im Gebet gesammelt
und es verging etwa eine oder anderthalb
Stunden, als, unvorhergesehen, ein Windstoss
uns überraschte... darauf sogleich ... SILEN-
ZIO! Der Wind hörte auf. Man verstand
sofort, dass die Mutter unter uns war. Ich
empfand eine immense Freude, die Madonna
war hier, mir ganz nahe, während mein Herz
die Einladung Marias zum Gebet in sich auf-
nahm. Es war, als würde in meinem Herzen
der „Gebetsgeist“ eingeprägt: er liess mich
verstehen, wie wichtig dieses Gebet ist, und
vor allem die wie not-wendig und dringlich es
ist, für die zu beten, die die Liebe Jesu noch
nicht kennen. Ich fühlte in mir eine so starke
Liebe zur Madonna und der Wunsch, mit ihr
zusammen arbeiten zu dürfen.
Zurück zu Hause informierte mich der
Priester, der mich auf meinem Glaubensweg
begleitet, zu meinem grossen Staunen, er tra-
ge sich mit dem Gedanken,
eine
„Gebetsgruppe des 2.“ zu gründen. Das
Wunder kam daher, weil er noch nie in
Medjugorje gewesen war, nur davon reden
gehört hatte. .. Jetzt ist die Gruppe geboren
und wir ermutigen alle, sich uns geistig
anzuschliessen, um die Liebe Gottes zu all
jenen zu tragen, die ihn noch nicht kennen.
Wie es Maria wünscht!“.
Sie haben mit dem Leben bezahlt
Während sie ihrer Arbeit als Missionare
im Jahr 2006 nachgingen, sind 24 Priester,
Ordensleute und Laien ermordet worden. Das
berichtet die Agentur „Fides“ in Bezug auf
insgesamt gewaltsam umgebrachte kirchliche
Personen, und die ihr Leben bewusst geopfert
haben, ohne sich der eigenen Verantwortung
und dem Apostolat zu entziehen. In Afrika
wurde in diesem Jahr die höchste Zahl an
Opfer gezählt, es folgt Amerika, Ozeanien
und Asien sind nicht ausgeschlossen.
Der Heilige Vater hat über diese
Glaubenszeugen gesagt:
„Männer und
Frauen, die an jeder Ecke des Planeten leiden
und auch mit dem Leben ihren Glauben an
Christus bezahlen... Jene Katholiken, die
ihre Treue zum Stuhl Petri ohne
Nachgiebigkeit und Kompromisse bewah-
ren, oftmals auch zum Preis schwerer
Leiden. (...) Die ganze Kirche bewundert das
Beispiel und betet, damit sie die Kraft zum
Durchhalten bekommen, wohl wissend, dass
ihre Qual Quelle des Sieges sind, auch wenn
sie im Moment als Versager scheinen dazu-
stehen“.
5
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IHM gleichen
(einfache Gedanken)
Pietro Squassabia
Wir haben das Kind gesehen, neugebo-
ren. Es ist wunderbar. Es ist anders als die
andern: es hat das Königtum des wahren
Königs und die Sanftmut des Lammes. Die
Mutter gleicht ihm in allem. Auch später
gleicht Maria Jesus: im Tun, im Denken, in
der Art zu leben, in ihrem eigentlichen Sein.
Auch wir sollen Jesus gleichen. Wenn wir
in Freude sind und die Dinge gut laufen, sind
wir gerufen, Jesus zu gleichen; sind wir in der
Prüfung und im Schmerz, wir sind gerufen,
Jesus zu gleichen. Immer müssen wir Jesus
als Modell und Beispiel nehmen. Und wenn
wir ihm nicht gleichen, oder besser, wenn es
uns nicht gelingt, ihm zu gleichen, bitten wir
Maria, sie möge uns dazu fähig machen.
Dann wird auch uns die Königswürde des
wahren Königs gegeben um alle Dinge zu
besitzen und niemandes Sklave zu sein.
Auch uns wird die Zahmheit des Lammes
geschenkt werden, um Gott und den andern
alles hin zu geben, was wir haben, unser
ganzes Selbst. So können wir schon hier auf
Erden den Himmel erfahren, sei‘s wenn das
Leben uns Freuden schenkt, sei‘s wenn es
uns Leid bringt. So lebend werden wir nie
andere anklagen, wie es „der Ankläger“, der
Teufel, tut, aber wir werden dem Bruder zu
Hilfe kommen, denn wir werden dasselbe tun
wie Jesus, unser Freund und Retter.
Als Jesus zum Himmel aufstieg, blieb die
Mutter bei den Aposteln. Ich denke an die
Gnade dieser Gegenwart. Ich denke, dass die
Apostel, wenn sie Maria sahen, dieselben
Gefühle empfanden, wie damals, als sie
Jesus sahen. Ich denke, dass Maria zu den
Aposteln von Jesus redete mehr durch ihr
Beispiel als mit Worten. Sicher hat Maria
von Jesus vieles verstanden, was die Apostel
nicht verstanden hatten. Dies ist ein spätes
Geschenk, das Jesus den Aposteln gemacht
hat (und auch uns) durch seinen Tod und sei-
nen Aufstieg zum Himmel.
Bei mir denke ich: welch grosse Gnade
haben doch die Apostel gehabt durch die
physische Anwesenheit Marias,
welch
„Glück“ hatten sie! Während ich so denke,
scheint mir, ich hörte eine Stimme, die sagt:
das „Glück“, das die Apostel hatten, das hast
auch du. Ja, es ist wahr., ich habe es erfahren.
Maria ist auch im Ereignis Medjugorje
anwesend, man kann ihr quasi die Hand
geben, sie berühren. Es ist eine Zeit ganz
besonderer Gnade, das was wir erleben. Ich
erkenne wahrhaft, dass das „Glück“ der
Apostel auch das unsre ist.
Danke Maria, dass du „wunderbar“ bist
wie dein Kind. Danke, weil du dein „wun-
derbares“ Sein so vermittelst, dass auch wir
ein wenig „wunderbar“ werden können.
Danke, weil du uns so nahe bist, so sehr, dass
wir dich erspähen können mitten unter uns,
in unsern Brüdern und Schwestern.
Was werde ich sein?
Stefania Consoli
Tun wir so als ob die Geschöpfe der
Pflanzenwelt denken könnten. Es kommt
vor, dass in den Kindermärchen sich
Pflanzen, Tiere und oftmals auch Mineralien
wie Menschen benehmen, mit Vernunft,
Sprache und Gefühle ausgestattet. Schrecken
wir nicht vor Phantasie zurück und stellen
wir uns eine dieser Geschöpfe vor. Um
genau zu sein: einen Samen, klein, als ob er
unbedeutend wäre.
Er ist irgendwo in Palästina vor mehr als
2000 Jahren geboren, wer weiß von welcher
Pflanze, oder besser von welchem Baum...
Einer von vielen, der von einer trächtigen
Pflanzenwelt sich löst,
um sich der
Umarmung der Winde zu überlassen, die ihn
dorthin tragen „wohin sie wollen“, um ihn
dem Erdboden zu überlassen, der ihn auf-
nimmt. An dieser Stelle entsteht eine einma-
lige Geschichte, die aus diesem Samen ein
„einzigartiges Stück“ macht, in dem – auf
irgend eine Weise – schon seine Zukunft
geschrieben steht. Welcher Familie gehörte er
an? Den Pappeln? Den Kiefern? Den Eichen?
Die Antwort ist schwierig, denn von die-
sem Baum sind nie Früchte zu sehen, wenn
er einmal gewachsen ist. Außer einem. Dem
Einzigen. Eine Frucht, die dazu bestimmt ist,
ewig zu sein.
Der Same wuchs und wie es sich alle vor-
stellten, ist er geworden: Ein großer Baum,
um den Garten eines Hauses zu schmücken?
Oder Schutz für Bauern vor einer erbar-
mungslosen Sonne auf den Wiesen? Oder
dient er ganz einfach als Zwischenaufenthalt
für Zugvögel, oder Nest für die Brut auf den
Ästen? Vielleicht nichts von all dem, sondern
nur zu anderem umgewandelt: abgeschnitten,
in Scheiben geschnitten, gehobelt, um ein
Stuhl, Fass, ein Boot zu werden...
So phantasierte der kleine Same, während
er so langsam seine Merkmale änderte, indem
er jetzt ein Trieb wurde, dann ein Schössling,
bis zu einem schmächtigen aber anmutigen
Strauch. Die Form war nun endgültig, aber nur
über die Zeit hätte er Festigkeit und Höhe
angenommen mit starken Ästen in allen
Richtungen. Normaler Weise trat volles Leben
im Frühling ein, wenn eine geheimnisvolle,
versteckte Kraft nach den Wintermonaten die
Blätterpracht entfaltete, frisch und üppig, die
beim ersten Säuseln zu tanzen begannen.
Es vergingen einige Jahreszyklen und es
nahte die Zeit, in der der nunmehr erstarkte
und gereifte Baum sein Schicksal entdeckte.
Niemals hätte er geglaubt, welch Geschick
ihn treffen würde. Gerade ihm, der einzigste
unter allen.
Die Antwort ließ nicht auf sich warten.
Ein Beil begann sie zu enthüllen, als ein star-
ker Hieb die Klinge in die noch jungfräuli-
che Rinde versenkte. Genau dort, an der
Basis. Ein Hieb nach dem anderen öffnete
tiefe Wunden in seinem Holz, aus dem Pech
schwoll. Wie Tränen, blutrot. Einmal umge-
hauen, transportierten sie ihn ab und entfern-
ten alle üppigen Äste...
Wie viele Jahre waren nötig, dass sie her-
vorsprießten. Wie viele Pflege zum Schutz vor
den Launen des Wetters! Und nun zack, in
einem Augenblick fallen sie in einem dump-
fen Aufschlag abgeschnitten zu Boden, der
keinen Raum frei gibt für Zweifel. Schnell
fand er sich nackt und gänzlich wehrlos vor.
Für einige Zeit blieb er zwischen Mauern
eines Lagers liegen, in einer dunkeln Ecke.
Überall verstreut lagen still andere
Baumstämme. Sie sprachen nicht zueinan-
der. Der Gedanke einer ungewissen Zukunft
ließ sie stumm und ängstlich verharren.
Und es wurde wieder Frühling. Die
Juden nannten ihn den Monat Nissan. Unser
Baum jedoch hatte in der feuchten
Dunkelheit des Lagers den Sinn der Zeit ver-
loren. Starke und noppige Hände suchten ihn
mit etwas Nervosität unter vielen aus, staub-
ten ihn ab, schnitten ein Stück ab, um es um
die Spitze zu binden.
Das Schicksal nahm seinen Lauf und,
ängstlich, fassungslos und leicht aufgeregt,
weil „seine Stunde geschlagen hatte“, ließ er
sich gefügig nach außen zu einer krei-
schenden und aufgeregten Menschenmenge
führen. Einige Gesichter zeigten sich
erzürnt, andere erstaunt. Nur eines blieb
friedlich, ruhig, trotzdem eine Dornenkrone
sein Haupt umgab.
Gerade diesem wurde er übergeben. Für
einen Augenblick traf er seinen Blick.
Sanftmütig, wie ein Lamm. Ein Blick, der
Liebe weinte und der sich erhellte, als er die
dunkle Rinde sah, von dem, das sein Thron
werden sollte.
Ein Satz und der Baumstamm befand
sich auf dem zerschundenen Rücken. Er ver-
suchte sich leicht zu machen, um jene aufge-
rissenen Wunden nicht tiefer zu machen. Er
war dazu aber nicht imstande. Er war
gezwungen, auf jenen Mann all sein Gewicht
zu legen, um weiter getragen zu werden.
Er begegnete keinen Widerwillen. Im
Gegenteil. Die Hände hielten ihn fest, als ob
sie streicheln wollten, zärtlich und dankbar.
Der Baumstamm zitterte und hatte ein eigen-
artiges Gefühl. Nie hatte ihn jemand so
berührt. „Dieser Mensch hat einen zerfetzten
Körper - dachte der Baumstamm – aber eine
geheimnisvolle Kraft strömt aus ihm! Ganze
drei Mal fällt er unter meiner Last, aber da ist
etwas Unsichtbares,
das mich mit
Leichtigkeit empor hebt...“.
Wer weiß wie lange der Weg zu einer
kleinen Erhebung außerhalb der
Stadtmauern dauerte. Je näher sie zu dem Ort
genannt „Schädelhöhe“ gelangten, desto
stärker konnte man ein Gefühl des Todes,
eiskalter Gewalt wahrnehmen. Und gerade
dazu schickte sich das Holz ahnungslos an:
zu einem Todesschauspiel. Gegen seinen
Willen war er bestimmt,
einer der
Hauptbeteiligten zu werden.
Jetzt befindet er sich auf der Erde. Ein
dumpfer Laut begleitet ihn. Das
Durcheinander nimmt zu und das Geschrei
umgibt das, was von diesem Mann noch ver-
blieben ist. Jetzt ist er an der Reihe: schnell
ist er der wenigen Kleiderfetzen beraubt, die
ihn noch bedeckten.
Noch einige Gesten,
laute
Hammerschläge und plötzlich sind beide
Körper angeschmiegt – jener des zum Baum
gewordenen Samens und jener eines Mensch
gewordenen Gottes. Dieselben spitzen Nägel
verwunden sie (die Körper AdR), dringen
zuvor in das Fleisch und dann in das Holz
ein. Blut und Harz sind nunmehr eins.
Das Ganze erhebt sich vertikal, nach dem
Himmel ausgerichtet und viele, viel zu viele
Blicke treffen aufeinander, wie vom gekreu-
zigten Mann „angezogen“. Einige herausfor-
dernd, andere neugierig, wenige nur mit
unaussprechlichem Schmerz erfüllt.
Ist deswegen der kleine Samen geboren,
der später zum Baum heranwuchs? Für jene
qualvolle Stunde bar allen Rechtes am
Golgota? Ja. Er war nicht allein. Auch jener,
der sterbend auf ihn aufgespießt war, kam
gerade deshalb auf die Welt, um wie ein
„Übeltäter“ zu sterben.
Das war nicht das Ende. Die Geschichte
ging weiter... Es war jedoch nötig, dass ein
Samen, einer unter vielen in Palästina gebo-
renen Samen, sich entwickelte und sein
Leben anbot,
um Kreuz zu werden.
Brautgemach, Mantel eines Königs, der sich
so sehr herab ließ, unser Diener zu werden.
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Bietet euer Lebenan !
Im vorigen Echo haben wir einen Weg zu
gehen begonnen, um den Wert des Anbietens
des Lebens an Gott zu verstehen. Es ist ein
Weg, der im Herzen Marias in Medjugorje
geboren wird und führt ins Herz für jenen,
der immer mehr in die Gemeinschaft mit
Jesus kommen will und sich Seinem Opfer
für die Rettung der Welt anschließt.
Mit Hilfe der Worte von P. TOMISLAV
VLASIC
fahren wir weiter, den Weg aufzu-
zeichnen.
„Ich habe in Vergangenheit einen Priester
behaupten gehört: ‚Es scheint, dass in dieser
Zeit nicht mehr anderes übrig bleibt, als das
Leben anzubieten, um alle Pläne Mariens,
Königin des Friedens zu erfüllen...!
Was ist in Wirklichkeit das angebotene
Leben?
Spricht man von den angebotenen oder
den Opfer-Seelen, kommt ein Gefühl des
Unbehagens im Herzen des Menschen auf:
Einige ängstigen sich, andere lassen sich von
Furcht einnehmen und verschließen sich in
ein pathologisches Leid... Gott will nichts
von all dem. Der Herr wünscht nur in uns
endgültig den Tod, die Hölle zu besiegen; Er
will, dass wir fähig sind, Satan entgegen zu
treten und all seine Werke zu zerstören: Gott
will in uns auferstehen!
Dieser Vorgang ist in der Dynamik des
Kampfes des Lichtes gegen die Finsternis zu
sehen, und wenn uns die Madonna aufruft,
uns anzubieten, meint sie in das Licht einzu-
treten. Es handelt sich nicht um einen Ruf
krank zu werden, sondern eher Gott anzube-
ten und zu verherrlichen, auch im Leid, in
Krankheit, ja sogar wenn wir fühlen „in
einem Grab eingeschlossen zu sein“.
Es handelt sich um einen absolut positiven
Ruf...
Wer sich anbietet, wer sich gänzlich
schenkt, durchlebt in sich den Vorgang der
Auferstehung und fühlt sich gerufen, das
Leben in Fülle zu leben. Wir haben festge-
stellt, dass in den Seelen nach einer
bestimmten Zeit dieses Weges die Ängste
und Sorgen verschwinden und sie ruhig,
freudvoll und einfach in den Beziehungen zu
den anderen werden.
Was ist wichtig?
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, den
eigenen Sohn zu senden...“. Die Liebe des
Vaters war dermaßen groß, den eigenen
Sohn in die Tiefe des menschlichen Elends
zur Rettung der Welt zu senden. Er möchte
Seine eigene Liebe in jedem von uns einprä-
gen, damit wir, wie Jesus, den Grund des
menschlichen Elends erreichen und die
Rettung weiter geben. Weder Schwierigkeit
noch Widerwärtigkeiten können die lebendi-
ge Liebe in uns auslöschen, weil sie wie ein
Feuer unaufhaltsam mittels kleiner
Prüfungen sich ausbreitet, bis sie zu einer
großen, reinen Liebe wie die Eucharistie
wird. Die angebotenen Seelen sind daher die
Personen, die sich gänzlich der Liebe Gottes
öffnen, sie erbitten, sie wünschen.
Welche Aufgabe hat eine Person, die sich
anbietet?
Sie besteht darin, diese Liebe andauernd
wachsen zu lassen, durch den eigenen Alltag
zu reinigen, Gott in jeder Lage anzubeten
und bitten, damit sie in uns genährt wird und
zum Mittelpunkt unserer Taten wird.
Sehr wichtige Werkzeuge, um unsere
Fähigkeit „Liebe zu sein“ zu behüten und
wachsen zu lassen, sind: Die Verehrung des
Unbefleckten Herzens Mariens – Filter von
all dem, das wir in uns an Negativem tragen;
die Anbetung der Allerheiligsten
Sakramentes – reine göttliche auf der Erde
anwesende Liebe, die unsere Seele ernährt;
die Anbetung am Kreuz – von der aus alle
Gnaden entspringen. Man muss jedoch stets
berücksichtigen, dass die lebendige Liebe
reift und sich laufend durch die Prüfungen
und Kreuze reinigt. Sie bieten Gelegenheit,
um festzustellen, ob das Hauptgewicht in
uns in der Liebe zu Gott liegt: bemühen wir
uns die Liebe zu leben, überstehen wir mit
Sicherheit die Prüfungen. Bieten wir Gott
außerdem unseren Sieg an, wird er sich
sicher auf die ganze Erde übertragen.
Welche sind die Mittel?
Der Ruf ist nicht so einfach! Dies will
nicht eine Behauptung zur Entmutigung
oder Verschüchterung sein, sondern möchte
zum Bewusstsein führen, dass dem Ruf voll-
ständig gefolgt werden muss, denn er fordert
alle falschen Eigenschaften in uns und Satan
heraus und nimmt uns im Kampf gegen ihn
in Anspruch. Man muss jedoch nicht mit den
Waffen und Stöcken kämpfen, sondern mit
dem einzigsten Mittel, das geeignet ist, ihn
zu besiegen: der Liebe! Mit Opfern können
wir nicht in die Tiefe der Rettung eindrin-
gen, jedoch mit der Liebe schon... Wieso läs-
st also der Herr die Opfer zu? Damit wir in
die Tiefe der Liebe eindringen können: die
Opfer sind eine kostbare Gelegenheit und
die Kreuze das einzigste ‚Brennmaterial’ in
der Entfaltung dieser Liebe.
Welche Schritte sind zu tun, um den Ruf
zu verwirklichen?
Vor allem ist es notwendig, sich dem
Herzen Mariens zu weihen: Die Madonna
wünscht die Seelen auf dem Weg des
Anbietens zu führen, beschützen und reini-
gen, um in uns den Platz für Jesus vorzube-
reiten. Zweitens ist es erforderlich Gott zu
erlauben, all das für uns zu verwirklichen,
was Er vorgesehen hat, ohne unsere mensch-
liche Logik mit Idealen oder egoistischen
Interessen herauszufordern. Erlauben wir
Ihm unser Leben durch die Schritte zu len-
ken, die Er kennt und die wir oft nicht wahr-
nehmen. Bei jeder Prüfung muss man beten,
dass „Sein Wille geschehe“. Wir müssen mit
einer freudigen Haltung beten, damit in die-
sen Augenblicken in uns die wahre Liebe,
Geduld, Demut und alle jene Tugenden
geboren werden, die in der Seele der
Jungfrau Maria beheimatet sind.
Welcher ist der Verlauf?
Der Verlauf ist jener der Prüfungen, die
die Tugenden reinigen und stärken. Nimmt
man die Prüfungen mit Liebe an, indem die
Rügen, die stufenweise auf uns zukommen,
in Demut, Geduld und Verantwortungs-
bewusstsein verwandelt werden, kommt man
mit einem konstanten und reifen Rhythmus
geistlich voran: Ohne diese Schritte ist es
unmöglich das eigene Leben anzubieten und
„geopferte Liebe“ zu sein, da Satan uns
leicht durch kleine Dinge zerstören kann, die
Durcheinander, Zorn, Unzufriedenheit und
Bitterkeit auslösen.
(2. Fortsetzung folgt)
Das ECHO MARIENS
wohnt auch in Lettland
und Russland!
Am vergangenen 13. Dezember, dem
Luzia-Fest,
haben wir den zweiten
Geburtstag des ECHO MARIENS in letti-
scher Sprache gefeiert. Eine grosser Dank
erfüllt unser Herz für Gott und seine heilig-
ste Mutter, und mit ihr wollen wir ihr
„Magnifikat“ singen.
Das ganze Abenteuer mit dem „kleinen
Marien-Instrument“ begann im November
2004. Eine lettische Pilgergruppe wünschte
nach Medjugorje zu gehen zum Jahrestag
des Todes von Pater Slvako, aber wegen eini-
ger Probleme vor der Abfahrt wurde die
Pilgerreise gestrichen. Die Pilger wollten
aber nicht nach Hause kehren während der
Tage, die sie für Medjugorje eingeplant hat-
ten. Und blieben in Riga, um in den Kirchen
der Stadt im Geiste Medjugorjes zu beten. So
kam Medjugorje nach Lettland! Am Schluss
bezeugten die Menschen, dass sie grosse
Gnaden erhalten haben, als ob sie die
„gesegnete Erde“ berührt hätten.
Es war genau auf dieser „Pilgerreise“,
dass die Idee für das lokale ECHO MARI-
ENS geboren wurde,
vorerst für die Pilger
nach Medjugorje. Die Leute dürsteten
danach, mehr über diesen Ort der Gnade zu
wissen, die neueste Botschaft mit dem
Kommentar zu lesen oder auch nur das
Datum der nächsten Pilgerfahrt nach
Medjugorje zu kennen.
Unter den Pilgern war auch Bruder Janis,
der damals im Kloster von Viljani wohnte.
Einige seiner Mitbrüder erhielten die polni-
sche Ausgabe des ECHO, die Eva Jurasz –
Redaktorin in Krakau – ihnen jeweils zustell-
te. „Warum sollen wir eine zusätzliche
Zeitung machen? Wir können doch einfach
das polnische ECHO übersetzen und einige
Artikel speziell für die lettischen Pilger hin-
zufügen!“ Es war die beste Art, unser
Problem zu lösen.
Um besser den Willen Gottes zu verste-
hen begaben wir uns zu unserm Kardinal
Janis Pujats und baten ihn, unser Vorhaben
zu segnen. Als der Kardinal unsre Zeitung
segnete waren wir sicher, dass all dies von
Gott kam. Wir hatten nur die praktischen
Probleme zu lösen. Gott nahm sich auch
deren an! Eine Druckerei fand sich, kaum
einen halben Kilometer vom Kloster des
Bruder Janis entfernt, der der erste Überset-
zer des ECO DI MARIA in die lettische
Sprache war. Dort arbeiteten schon Emilija
und Silvija, die jetzigen Verantwortlichen
der Ausgabe, aber dies ist schon die nächste
Geschichte. .. So hatte alles begonnen.
Zur Zeit ist das ECHO in lettischer
Sprache die einzige Publikation über
Medjugorje
in unserem Land, die regelmäs-
sig herauskommt. Die Situation ist im
Moment stabil: auf Wunsch unserer Leser
werden 1.500 Kopien für eine monatliche
Ausgabe gedruckt anstelle der zweimonatli-
chen. So können die Botschaften Marias und
der entsprechende Kommentar regelmässig
jeden Monat in kurzer Zeit gelesen (nicht alle,
leider, haben Zugang zum Internet) werden.
Wir versenden das ECHO an die
Kirchen, wo die Priester offen sind für die
Botschaften Marias aus Medjugorje. Wie in
den andern Ländern besteht auch in Lettland
eine klare Trennung zwischen wohlmeinen-
den Priestern und solchen,
die den
Erscheinungen der Königin des Friedens
ablehnend gegenüberstehen. Ein Teil der
7
background image
Villanova M., 16. Januar 2006
Das ECHO
zählt auch auf dich!
Die Leser schreiben (und sprechen es
auch unter sich aus wenn sie sich begegnen),
dass das ECHO Nahrung der Seele, Hilfe
zum Glauben und Licht im Alltag des
Lebens ist.
Diese Zeitschrift, von Maria empfohlen,
bringt gute Nachricht zu vielen Menschen in
vielen Teilen der Erde. Wir sind überzeugt,
dass es aus der Höhe genährt wird, denn „alles
Gute kommt von oben“. Gott aber bedient
sich der Menschen, um seine Pläne zu erfül-
len. So auch, um Mensch zu werden, brauch-
te er den Schoss der Jungfrau; um dem
erwählten Volk Ursprung zu verleihen brauch-
te er Abraham, den Weisen, der weit entfernt
vom verheissenen Land gewohnt hatte; um
die gute Nachricht zu verbreiten bediente er
sich der Apostel. Gott hätte es auch ohne den
Menschen tun können, aber er wählte diese
Art, so als hätte er sie notwendig.
Auch das ECHO bedarf des Menschen,
seiner Zeit, seines Glaubens, seines Beitrags.
So hat das ECHO auch dich nötig, dei-
ne Gebete, deine Verfügbarkeit. Ohne dich
kann es nicht weiterleben, und doch ist evi-
dent, dass es den göttlichen Plänen entspricht.
Um das ECHO am Leben zu erhalten
ist die Notwendigkeit aufgetaucht, die
Kosten der Postgebühren anzuhalten durch
eine besondere Organisation neben der bis-
herigen Spedition. Über allfällige
Notwendigkeiten könnt ihr das Sekretariat
kontaktieren. Unter anderem braucht es die
Hilfe deiner Grosszügigkeit, weil die Kosten
spürbar gestiegen sind und den normalen
Ablauf der Weiterführung gefährden.
Wir vertrauen auf dein Gebet und zählen
auf deine Hilfe, auch finanziell, so wie es dir
möglich ist. Maria segne uns alle und helfe
uns.
P.S.
Exemplare wird Freiwilligen anvertraut,
andere werden per Post versandt. Das ganze
Geld dazu stammt aus Spenden.
Zur Zeit liegt die Hauptarbeit auf Emilia.
Sie kümmert sich um die Redaktion, um die
finanziellen Fragen und die Koordination.
Daina und Zinaida übersetzen aus dem eng-
lischen, dem russischen und dem polnischen
ECHO, während Silvija sich um das
Zusammenstellen kümmert. Sehr oft bleiben
sie alle bis spät in der Nacht am Einsatz für
unser ECHO
Seit September hat das lettische
ECHO eine Schwester: die russische
Ausgabe.
Die Idee, es ins Russische zu über-
setzen brütete in uns schon seit einiger Zeit,
doch wir wollten nicht Propaganda machen.
So haben wir gewartet bis der Heilige Geist
uns den Impuls gab, damit zu beginnen.
Immer mehr Menschen wünschten, das
ECHO auf russisch zu lesen. Auch die Über-
setzerin Zinaida war bereit ... Es war der
Moment, zu starten. Wir begannen mit 500
Kopien und Sendungen an die Leser. Auch
Kzenta, Russisch-Lehrerin, hilft uns beim
Übersetzen und das Heft wird in Lettland,
Moskau, St. Petersburg und Sibirien gelesen.
Wir danken unserm jungen Apostel Radion,
der uns hilft, in Russland mit Personen, die
an Medjugorje interessiert sind, in Kontakt
zu kommen. Danke auch an Piero Gottardi,
der auf seiner Internet-Seite die Edition in so
vielen Sprachen besorgt.
Endlich danken wir „allen Menschen
guten Willens“, die dazu helfen, den Plan der
Königin des Friedens zu verwirklichen. Vor
allem auch unsern Lesern, die für uns die
Motivation sind, noch mehr zu arbeiten.
Danke besonders auch für eure Briefe, in
denen ihr mit uns Freuden und Probleme teilt.
Natürlich können wir die Zeitung nicht
drucken ohne finanzielle Stütze: danke also
auch an alle, die uns geistig und materiell hel-
fen. Unsere Grüsse und unsere Liebe geht zu
denen, die unser ECHO verteilen, wie auch an
jene Priester, die es in ihren Kirchen aufneh-
men. Danke an Emilija, Silvija und euch
Übersetzern für eure Opfer in diesen zwei
Jahren. Danke an die Angestellten der
Druckerei, die unermüdlich arbeiten um der
Madonna zu helfen. Gott segne euch. Wir sind
voll Dankbarkeit für unsern Pfarrer, Pater
Joseph, der uns unterstützt mit gutem Rat und
Hand anlegt wenn‘s nötig ist. Nicht vergessen
dürfen wir Maoja, die Pilgerführerin in
Medjugorje, die uns sehr nahe steht seit
Anfang und uns auf jede mögliche Art hilft.
Unsre besten Wünsche an Sr. Stefania,
Berverley und alle in der Redaktion Tätigen
in Italien, danke! In diesen Dank wollen wir
im besondern Ewa einschliessen, die von
Polen aus uns geholfen hat, unsere Arbeit zu
beginnen. Gott segne sie alle!
Bruder Janis durchläuft eine Reifezeit bei
der Kommunität „Kraljice Mira“ in
Medjugorje. Der Herr möge ihm helfen in
dieser wichtigen Phase seines Wegs zur
Weihe. Wir alle spüren eine starke Bindung
zu dieser von Pater Tomislav Vlasic gegrün-
deten Kommunität und wünschen unsern
Lesern von seinen Worten, um tiefer verste-
hen zu helfen, was die Botschaften Marias
bedeuten, um sie in höchster Fülle zu leben.
Wir spüren, dass das ECHO MARIENS
nicht nur eine geistliche Lesung über den
katholischen Glauben sein müsste sondern
wahre Geistesführung auf dem Weg zur
Heiligsten Dreieinigkeit.
Die Equipe des lettischen ECHOs
Sechs Millionen Pilger in Guadalupe
Die Tageszeitung „Zenith“ berichtet: Ein
riesiger Pilgerstrom um die sechs Millionen
Menschen aus allen Winkeln Mexikos und
dem Ausland berechnete man, die zu den
475-Jahr-Feiern zur Madonna von
Guadalupe gekommen sind. Durch die
Basilika,
wo die Erscheinungen der
Muttergottes an San Juan Diego begangen
wurden hat sich ein unaufhörlicher
Menschenfluss zu Füssen der „Morenita del
Tepeyac“,
wie Johannes Paul II. sie nannte,
ergossen.
Am Abend des 11. Dezember fand die
traditionelle Serenata zur Morenita statt und
am Dienstag Morgen, in der Frühe, wurden
die „Las mananitas“ gesungen, das sind tra-
ditionelle mexikanische Lieder, womit man
sich die Wünsche zu Geburtstagen oder
Namenstagen überbringt.
Auf allen möglichen Typen von
Fahrzeugen, zu Fuss, auf den Knien oder in
Gruppen sind die Pilger nach Guadalupe
angereist, dem meist besuchten Wallfahrtsort
der Welt. Lokale Tänze, Vertretungen aller
Volksstämme des Landes, gaben dem gros-
sen Tag Farbe und Glanz und bekräftigten
die Liebe zur Madonna von Guadalupe und
von circa zehn Millionen Einheimischen, die
die mexikanische Erde bevölkern.
(aus Zenith)
Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
SpendenKonto in Deutschland
Konto nr. 39102.250
CAB: BLZ 512 102 00
IBAN: DE14 5121 0200 0039 1022 50
BIC: PASC DE FF
Bank: "Monte dei Paschi di Siena"
Frankfurt am Mein
Konto in der Schweiz:
Raiffeisenbank, 4114 Hofstetten
PC 40-4128-6
Konto Eco di Maria
SpendenKonto in Austria:
Konto nr. 40477
BLZ 36329
Bank: Raiffeisenbank, Wipptal
Konto Assoc. Eco di Maria
Es segne uns der allmächtige Gott,
der Vater, der Sohn und
der Heilige Geist.
Amen
.
Neuabonnenten oder Adressänderungen an
das Sekretariat des ECHO senden:
SEKRETARIAT des ECHO MARIENS
CP 27 - I-31030 BESSICA (TV)
Zum Jahreswechsel
Er wird endgültig erscheinen
Jesus wird endgültig erscheinen, er wird
unser Leben ausfüllen. Wir leben in dieser
Erwartung, in dieser Sendung, die sich dem
ersehnten Zukunftsgut entgegenstreckt, der
Offenbarung der Fülle des göttlichen Lebens
in uns. Tragen wir diese Erwartung, diese
Hoffnung in unserm Herzen? Wenn sie nicht
vorhanden ist, wenn sie kraftlos ist, wird die
Haltung des Vertrauens und des Wohlwollens
fast unmöglich, weil die Gegebenheiten des
Alltags darauf abzielen, sie in uns zu zerstö-
ren. Das Fehlen dieser Erwartung, dieser
Hoffnung, kann eine der grössten Tragödien
unserer Zeit sein: Wenn wir uns nur in den
Augenblick flüchten, gierig darauf bedacht,
ihn restlos auszukosten, oder uns erbittern,
weil uns die Gegebenheiten des Augenblicks
unbefriedigt lassen, wenn wir diese Hoffnung
auf die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes
nicht haben, einer Herrlichkeit, die sich jetzt
in der Liebenswürdigkeit Jesu zeigt und sich
einmal in der Fülle des Reiches zeigen wird -
, dann können wir weder Salz der Erde noch
Sauerteig sein; dann geraten wir unabweislich
ins Schlepptau unserer Alltagserfahrungen,
freuen uns, wenn etwas glückt, sind aber
schmerzlich betrübt, sobald etwas nicht unse-
ren unmittelbaren Erwartungen entspricht.
Jesus erzieht uns dazu, in der Erwartung
der seligen Erfüllung unserer Hoffnung zu
leben. „Wir erwarten deine Wiederkunft, wir
erwarten die Offenbarung deiner
Herrlichkeit“, so verkünden wir es jedesmal,
wenn wir Eucharistie feiern.
Wir wollen frei und offen über diese
Hoffnung reden, über das zukünftige Leben,
die Füll des Lebens in Gott, die Herrlichkeit,
die Gott für jeden von uns bereithält und
deren Unterpfand er uns in der Gegenwart
Christi gewährt. Diese Perspektive der
Hoffnung soll Tag für Tag unseren Weg
erhellen.
Aus: Carlo M. Kardinal. Martini.
„Christus entgegengehen, Meditationen für jeden
Tag (Herderverlag)
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