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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 192 (März-April 2007)

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Botschaft Mariens vom 25. Januar 2007
„Liebe Kinder, legt die Heilige Schrift
auf einen sichtbaren Platz in eurer Familie
und lest sie.So werdet ihr das Gebet mit
dem Herzen erfahren und eure Gedanken
werden in Gott sein. Vergesst nicht, dass
ihr vergänglich seid wie die Blume im
Feld, die man von der Ferne sieht, die
jedoch in einem Augenblick verschwindet.
Meine lieben Kinder, hinterlasst, wo auch
immer ihr vorbeikommt, ein Zeichen der
Güte und Liebe, und Gott wird euch mit
der Fülle Seines Segens segnen. Danke,
dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Hinterlasst ein Zeichen
Denn all unsere Tage gehen hin unter
deinem Zorn, wir beenden unsere Jahre wie
einen Seufzer,
erinnert uns Psalm 90. Und
Maria: Vergesst nicht, dass ihr vergänglich
seid wie die Blume im Feld, die man von
der Ferne sieht, die jedoch in einem
Augenblick verschwindet.
Die Zerbrechlichkeit des menschlichen
Geschöpfes ist unter aller Augen, sie ist
gemeinsame Erfahrung, und gegen den Verfall
und den Tod kämpft der Mensch unermüdlich.
Der Schutz des Lebens – bei allen Geschöpfen
des Tierreichs anzutreffen – ist an sich inner-
halb bestimmter Grenzen gut. Der Mensch ist
nun aber kein Tier und jede Erniedrigung auf
ein einfaches Geschöpf aus dem Tierreich, sei
sie theoretisiert oder auch nur praktisch, hebt
die göttliche Ordnung der Schöpfung aus den
Angeln und fügt dieser schweren Schaden zu.
Der Mensch ist als Abbild und Gott ähnlich
geschaffen und er ist dazu gerufen, dieses
Abbild zu verwirklichen, bis er Sein Kind
wird: Das ist für die ganze Schöpfung von ent-
scheidender Bedeutung, denn die ganze
Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das
Offenbarwerden der Söhne Gottes
(vgl. Röm
8,19), da die gesamte Schöpfung bis zum heu-
tigen Tag in Geburtswehen liegt
(vgl. Röm
8,22). In Bezug auf das eigene Leben, das
Leben der anderen, der Natur, bei jedem seiner
Werke kann sich der Mensch nicht wie ein Tier
benehmen, sondern er muss in allem Abbild
des lebendigen Gottes sein. Er muss unermüd-
lich das in ihm pulsierende Leben verteidigen,
vor allem aber das wahre Leben, Christus
Jesus, demnach nicht nur das biologische
Leben, das seinen Körper kleidet. Fürchtet
euch nicht vor denen, die den Leib, die Seele
aber nicht töten können, sondern fürchtet euch
vor dem, der Seele und Leib in die Hölle stür-
zen kann
(Mt 10,28). Die richtige Medizin
gegen die menschliche Zerbrechlichkeit, die
Unsicherheit des Lebens, besteht in der
Einordnung unseres Lebens in Gott durch
Jesus Christus. Sie ist ein Hüten und Pflegen
des Abbildes Gottes, das wir in der Seele tra-
gen, bis wir Seine Kinder werden, bis wir in
Jesus Christus aufgehen, Seinen einzigen
Sohn. In Ihn verschwindet jede Zwietracht
und Trennung, jeder tödliche Samen.
Damit das alles möglich sei, so dass das
Wort Gottes in uns lebe, muss man sich dem
Wort Gottes öffnen. Legt die Heilige
Schrift auf einen sichtbaren Platz in eurer
Familie und lest sie. So werdet ihr das
Gebet mit dem Herzen erfahren und eure
Gedanken werden in Gott sein.
Nähern wir
uns dem Wort Gottes, erinnern wir Maria an
ihr Versprechen, sowie mit ihrer Hilfe und
kraft der Macht des Heiligen Geistes, ver-
senkt sich das Wort Gottes in uns und wird
all das erfüllen, was es aussagt, d.h. es wird
in uns wohnen. Dann wird unser
Vorübergang in dieser Welt, sei es auch ver-
gänglich wie das Leben einer Blume, ein
Zeichen hinterlassen; ein unauslöschliches
Zeichen, wenn auch zart, denn es ist Zeichen
des Vorübergangs Jesu in unserem kleinen,
unbedeutenden aber wahren Zeichen der
Güte und Liebe.
Vielleicht ist es ein für uns
aber nicht für Jesus unbedeutendes Zeichen,
das Er anwenden wird, um die von Gott
Gesegneten von den Anderen am Jüngsten
Tag zu trennen (vgl. Mt 25,31-46). Sorgen
wir uns nicht, große Dinge zu tun, die außer
unserer Reichweite sind; machen wir die
kleinen Dinge des Alltags gut. Es sind die
kleinen Taten an Güte und Liebe, die von
Gott gesegnet, die Welt verändern werden.
Er ist es, der das Werk vollbringt, zu dem Er
uns zur Mitarbeit aufruft, nicht wir sind es
durch unsere Fähigkeit als Manager oder
Organisatoren, wohl aber unser Fiat. In dem
Maße als unser Ja jenem Jesu und Mariens
ähnlich sein wird, in dem Maße wird Gott
große Dinge in uns vollbringen und wir wer-
den Seinen Namen heiligen.
Es gibt kein ech-
teres Zeichen der Güte und Liebe, das
nicht aus unserer Hingabe in die Güte und
Liebe des Vaters hervor geht, als unser Ja,
Vater, Dein Wille geschehe in mir.
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. Februar 2007
„Liebe Kinder, öffnet euer Herz in die-
ser Fastenzeit der Barmherzigkeit Gottes.
Der himmlische Vater möchte jeden von
euch aus der Sklaverei der Sünde befrei-
en. Deshalb, meine lieben Kinder, nutzt
diese Zeit und gebt eure Sünde ab durch
die Begegnung mit Gott in der Beichte
und entscheidet euch für die Heiligkeit.
Tut dies aus Liebe zu Jesus, der euch alle
durch Sein Blut erlöst hat, damit ihr
glücklich und in Frieden sein werdet.
Vergesst nicht, meine lieben Kinder, eure
Freiheit ist eure Schwäche, deshalb folgt
meinen Botschaften mit Ernsthaftigkeit.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Aus Liebe zu Jesus
<Jahwe ist ein barmherziger und gnädi-
ger Gott, langmütig, reich an Huld und
Treue> so spricht Gott zu Mose (vgl. Ex
34,6) als Er sich anschickt, den Bund mit
Seinem Volk zu erneuern. Heute ladet uns
Maria ein: Öffnet euer Herz in dieser
Fastenzeit der Barmherzigkeit Gottes.
Wir
aber, die wir schnell mit Mose dieses Volk
als hartherzig apostrophieren, die wir nach
2000 Jahren nach dem Erscheinen Christi
auf Erden leben und uns Christen nennen,
glauben wir an die Barmherzigkeit Gottes?
Es ist leicht und einfach zu behaupten, dass
Gott Liebe ist, wenn die Dinge nach unseren
Wünschen und Erwartungen laufen, wenn
aber alles vor uns zusammen bricht, glauben
wir noch an Seine Liebe?
Diese Frage ist für unseren Glaubensweg
grundlegend. Von der Sicherheit der Liebe
Gottes zum Menschen absehen, bedeutet,
mit einer falschen Voraussetzung zu starten,
bedeutet, sich nicht auf die Wellenlänge ein-
zustellen, auf der uns Gott begegnen will.
Maria empfiehlt uns den rechten Beginn:
Öffnet euer Herz in dieser Fastenzeit der
Barmherzigkeit Gottes.
Es geht nicht dar-
um, Pläne zu schmieden oder Strategien aus-
zuarbeiten; es ist nötig, das Herz der
Barmherzigkeit Gottes zu öffnen.
Dies ist
das rechte Verhalten, um Gott zu erlauben,
das zu verwirklichen, was Er wünscht:
Jeden von uns aus der Sklaverei der
Sünde befreien.
Gott ist die Liebe und Er
wünscht über uns Seine Liebe auszuschüt-
ten; allein wir können verhindern, dass Er
diesen Wunsch verwirkliche. Seine Liebe
wurde uns schon ausgeschüttet und am
Kreuz erhöht, Sie hat sich zum Brot für uns
gemacht, verbindet Erde und Himmel, Sie ist
Jesus Christus, Mensch und Gott.
Die Fastenzeit ist eine besonders günstige
Zeit Ihm zu begegnen. Deshalb, meine lieben
Kinder, nutzt diese Zeit und gebt eure
Sünde ab durch die Begegnung mit Gott in
der Beichte und entscheidet euch für die
Heiligkeit.
Wir haben zwei Wege vor uns: <...
das Leben und das Glück, den Tod und das
Unglück>
(vgl. Dtn 30,15), den Weg der
Heiligkeit und den Weg der Sünde: Wir
We r m e i n J ü n g e r s e i n w i l l ,
d e r v e r l e u g n e s i c h s e l b s t ,
n e h m e s e i n K re u z a u f s i c h
u n d f o l g e m i r n a c h
(Mk 8,34)
M
ä
rz - April 2007
-
Herausgeber; Eco di Maria,
C.P.
47 - 31037 LORIA (TV)
(Italia)
- J. 23, Nr. 3-4
Sped. a.p. art. 2, com. 20/c, leg.662/96 filiale di MN, Autor.Trib. MN n. 13 : 8.11.86, Tel/fax 0423.470331
192
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haben die Wahl, wir entscheiden uns für das
Eine oder das Andere. Maria ladet uns ein, uns
für die Heiligkeit zu entscheiden, und das
nicht aus Angst, sondern aus Liebe zu Jesus,
der uns alle durch Sein Blut erlöst hat.
Deine Liebe, Jesus, rettet die Welt, und nur
was Platz in dieser Liebe findet, was auf diese
Liebe zurück zu führen ist, was Frucht dieser
Liebe ist, hat Wert fürs ewige Leben. <Und
wenn ich prophetisch reden könnte und alle
Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte;
wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge
damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe
nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine
ganze Habe verschenkte, und wenn ich mei-
nen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die
Liebe nicht, nützte es mir nichts> (1Kor 13,2-
3). Man muss nicht große und spektakuläre
Dinge vollbringen. Es sind die kleinen Gesten
der Liebe im Alltag, unbedeutend in unseren
Augen, die Dich, o Herr, erreichen und in Dir
zur Rettung werden (vgl. Mt 25,40). Dein
Blut, Jesus, hat uns erlöst;
unsere größte
Sünde, die Lästerung gegen den Heiligen
Geist, (vgl. Mk 3,29), besteht nicht darin, Dich
ans Kreuz genagelt zu haben, sondern in der
Abweisung Deiner Liebe, im nicht-Glauben
an Sie. Vergesst nicht, meine lieben Kinder,
eure Freiheit ist eure Schwäche, deshalb
folgt meinen Botschaften mit
Ernsthaftigkeit.
Nehmen wir diese
Aufforderung Mariens wahr, schöpfen wir die
Verzeihung aus der heiligen Beichte und
schreiten wir auf dem Weg der Heiligkeit vor-
an. Dann wird unsere Freiheit nicht mehr
Schwäche sein, sondern Kraft, die es uns mög-
lich macht, in das Herz Christi einzudringen,
wo alles Leid Trost findet, alle Verletzungen
sich der Vergebung öffnen, alle Kreuze am
Baum des Lebens Sprossen treiben.
N.Q.
40 Tage um den ‚Wahnsinn’
der Liebe Gottes zu leben
Diese Aussage machte Benedikt XVI. in
der Botschaft, die er anlässlich der diesjähri-
gen Fastenzeit verfasst hat. Nach dieser
Botschaft erreicht dieser Liebeswahnsinn im
gekreuzigten Christus, Sohn Gottes, den
Höhepunkt. Deswegen wurde als Thema
ausgewählt „sie werden auf den blicken,
den sie durchbohrt haben“
(vgl. Joh
19,37).
„Im Geheimnis des Kreuzes offenbart
sich vollständig die unbegrenzte Kraft der
Barmherzigkeit des himmlischen Vaters. Um
die Liebe Seines Geschöpfes wieder zu
gewinnen, hat er einen sehr hohen Preis auf
sich genommen: Das Blut Seines einzigen
Sohnes. Im Kreuz offenbart sich der Eros
Gottes zu uns“, erklärt der Pontifex, indem
er ein zentrales Thema seiner ersten
Enzyklika „Deus caritas est“ aufgreift. In
der Tat, erklärt der Papst und zitiert den
mystischen, byzantinischen Theologen
Pseudo Dionis: Es ist jene Kraft, „die dem
Liebenden nicht erlaubt, sich auf sich selbst
zu beschränken, sondern ihn drängt, sich mit
dem Geliebten zu vereinen“.
„Welch ‚wahnsinnigerer Eros’ als jener des
Sohnes Gottes, sich mit uns so eng zu verei-
nen und die Folgen unserer Missetaten als
die Seinen zu erleiden?“, fragte sich
Benedikt XVI. „Schauen wir auf den durch-
bohrten Christus am Kreuz!“, ladet uns der
Papst zu dieser Fastenzeit ein. „Auf dem
Kreuz ist es Gott selbst, der um die Liebe
Seiner Geschöpfe bettelt: Er dürstet nach der
Liebe eines jeden von uns“.
(Quelle: ZENIT)
Die Frau ist der
Prophezeiung würdig
Wieder widmet der Papst den Frauen
Worte der Anerkennung wegen ihres „weib-
lichen Genius“, wie er von Johannes Paul II.
in der Enzyklika Mulieris dignitatem defi-
niert wurde. Benedikt XVI. fährt weiter aus
diesem berühmten Text am 14. Februar vor
einer großen Menschenmenge zu zitieren
und dankte <für alle Frauen, für eine jede...
für alle Ausdrucksformen des weiblichen
„Genius“ in der Menschheitsgeschichte,
inmitten aller Völker und Nationen; für alle
Charismen, die der Heilige Geist den Frauen
in der Geschichte des Gottesvolkes ausschüt-
tet, für alle Siege, die ihrem Glauben zuzu-
schreiben sind, Hoffnung und Liebe, für alle
Früchte der weiblichen Heiligkeit>.
Der Dank des Heiligen Vaters hat die
Wurzeln in ferner Zeit, der ersten Kirche,
geschlagen, in der viele weibliche Gestalten
eine entscheidende Rolle gespielt haben,
„Frauen, denen eine tatkräftige und wertvolle
Rolle bei der Verbreitung des Evangeliums
anvertraut war. Eine alles andere als
zweitrangige Rolle.“ Abgesehen von der ein-
zigartigen und unersetzlichen Rolle Marias
„gibt es einige Frauen, die bei verschiedenen
Anlässen Jesus mit verantwortungsvollen
Aufgaben begleiteten“, erklärt der Papst, und
viele Frauen, die Jesus begleiteten, um Ihn zu
versorgen, sind beredtes Beispiel, und, im
Unterschied der Zwölf, Jesus nicht in der
Stunde der Passion verließen!
Unter ihnen sticht besonders Magdalena
hervor, die auch die erste Zeugin und
Verkünderin des Auferstandenen war. Der hl.
Thomas von Aquin bezeichnet gerade Maria
von Magdala mit dem Titel als <Apostelin
der Apostel> und widmet ihr diesen schönen
Kommentar; <Wie eine Frau dem ersten
Mann Worte des Todes verkündete, so hat
eine Frau als erste den Aposteln Worte des
Lebens kund gemacht>.
Die Kirche bildete sich nach Pfingsten
heran, wie uns der Heilige Vater erinnert „und
daher verdanken wir dem hl. Paulus eine
umfangreiche Dokumentation über die Würde
und kirchliche Rolle der Frau. Er startet vom
Grundprinzip, nach dem <es weder Jude,
noch Grieche, noch Sklave, noch Freien
gibt>, aber auch weder <Mann, noch Frau>,
denn <alle sind wir eins in Jesus Christus>,
d.h. alle vereint in derselben Grundwürde,
obwohl jeder in seiner eigenen Funktion> -
hat der Papst erklärt. Er fügt hinzu: <Es ist ein
Normalzustand, dass in der christlichen
Gemeinschaft die Frau ‚prophezeien’ kann,
d.h. sich offen unter dem Einfluss des
Heiligen Geistes äußert, vorausgesetzt, es
trägt für den Aufbau der Gemeinschaft bei
und erfolgt auf würdige Weise. Daher ist die
folgende, wohl bekannte Ermahnung, ‚die
Frauen mögen in den Versammlungen
schweigen’ als relativ zu betrachten“.
Am 8. März hat die ganze Welt unter ver-
schiedenen Formen und Tönen den Frauen
Ehre erwiesen. Das ihnen gewidmete Fest
hat sich nunmehr immer mehr verbreitet.
Wie viele Frauen haben sich aber wirklich
gefeiert gefühlt? Wie viele von ihnen werden
auch „im Namen Gottes“ gequält,
gedemütigt, oder sogar verneint? Es mögen
sich jene fragen, die, treu einer in sich ver-
schlossenen Religion, den Mut hatten zu
erklären: „Die Frau hat keine Seele und
daher darf sie bis aufs Blut misshandelt wer-
den“. Diesen Männern würde vielleicht gut
tun, den abschließenden Satz Benedikt XVI.
Welcher Heilige sündigt nie?
„Das ist ein Heiliger“ bekräftigt man
gemeinhin um einen Menschen zu beschrei-
ben, der reich an Tugend und ohne Laster ist.
Das ist auch wahr, das ist die Lebensführung,
um die Heiligkeit zu erreichen. Jedoch „sind
die Heiligen nicht Menschen, die nie weder
einen Irrtum noch Sünde erfahren hätten,
sondern solche, die fähig sind, solche einzu-
sehen und zu bereuen“, bejaht Benedikt
XVI. in einer seiner Mittwochs-Audienzen.
Fahren wir fort und entzaubern wir eine
andere alltägliche Fabel: die Heiligen, um
heilig zu sein, müssen stets mit allen im
Einvernehmen leben. Aber auch hier wider-
spricht die Stimme des Papstes: „Auch unter
den Heiligen gibt es Kontraste, Gegensätze,
Uneinigkeiten, Widerspruch. Das erscheint
mir sehr tröstend, weil wir sehen, dass die
Heiligen nicht vom Himmel fallen“. Sie sind
Menschen wie wir, sogar auch mit schwieri-
gen Problemen“.
Welches sind also die Linien, die es zu
befolgen gilt, um so zu sein wie es Gott
gefällt? „Die Heiligkeit wächst in der
Fähigkeit zur Bekehrung, zur Reue, zur
Verfügbarkeit, neu anzufangen, und vor
allem in der Fähigkeit, zu verzeihen und sich
auszusöhnen“, so hat es der Heilige Vater
erklärt, „und alle können diesen Weg der
Heiligkeit erlernen!“
Ein Mehr an Liebe
Wir lassen diese Worte des Heiligen
Vaters so stehen, ohne sie zu kommentieren,
da sie so aussagekräftig sind, dass sie tief in
ein jedes Herz eindringen, so dass sich jeder
fragt: Bin ich fähig wirklich zu lieben?
„Liebt eure Feinde“ (Lk 6,27).
„Welchen Sinn haben diese Worte?
Warum will Jesus, dass man die eigenen
Feinde liebt, d.h. eine Liebe, die die mensch-
liche Fähigkeit übersteigt? In Wirklichkeit ist
die Aussage Christi realistisch, weil in der
Welt zu sehr Gewalt, zu viel Ungerechtigkeit
herrschen, und daher kann man dieser
Situation nur Herr werden, indem man ihr
mehr Liebe und Güte gegenüber setzt. Dieses
„Mehr“ kommt von Gott:
Es ist Seine
Barmherzigkeit, die in Jesus Fleisch ange-
nommen hat, und sie allein kann die Welt
vom Bösen zum Guten ‚balancieren’, ange-
fangen von der kleinen und entscheidenden
‚Welt’, die das Herz des Menschen ist.
Richtiger Weise wird diese Seite des
Evangeliums als die Magna charta der christ-
lichen Gewaltlosigkeit betrachtet, die nicht
darin besteht, sich dem Bösen zu ergeben –
nach einer falschen Auslegung, ‚die andere
Wange hinzuhalten’ (vgl. Lk 6,29) –, sondern
das Böse mit Gutem zu beantworten (vgl.
Röm 12,17-21), und dadurch die Kette der
Ungerechtigkeit zu zerreißen.
Die
Feindesliebe stellt den Zentralpunkt der
„christlichen Revolution“ dar, eine
Revolution, die nicht auf Strategien der wirt-
schaftlichen, politischen oder medialen Macht
aufgebaut ist. Demnach also die Neuheit des
Evangeliums, das die Welt ohne Lärm verän-
dert. Hier also das Heldentum der ‚Kleinen’,
die an die Liebe Gottes glauben und sie auch
durch Einsatz des Lebens verbreiten.
Die Fastenzeit ist eine günstige Zeit, in
der alle Christen eingeladen sind, sich immer
tiefer in die Liebe Christi zu bekehren. Bitten
wir die Jungfrau Maria, dass sie uns helfe,
auf dass wir uns von jener Liebe erobern las-
sen und lieben lernen, wie Er uns geliebt hat.
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„Unter dem Kreuz
stand seine Mutter“
(Joh 19,25)
Es war die Gegenwart einer Frau die
stand hielt, als sie ihren Sohn verlieren mus-
ste. Alle Fasern ihres Seins waren erschüttert,
von dem was sie gesehen hatte in den Tagen,
als die Passion ihren Gipfel erreichte, den sie,
neben dem Schaffott stehend, miterlebte und
miterlitt. Wie könnte man ihr verbieten zu
leiden und zu weinen? Es ging zweifellos
nicht nur um einen noblen, sondern um einen
sehr menschlichen Schmerz.
„Die Gegenwart Marias unter dem
Kreuz“ – so bekräftigt Johannes Paul II. in
einer seiner Mittwoch-Katechesen –
„zeigt
ihre Verpflichtung der totalen Teilnahme an
der Erlösungstat ihres Sohnes. Maria wollte
bis zum äussersten Grund die Leiden Jesu tei-
len, denn sie hat den geheimnisvollen Plan
des Vaters, das ihr von Simeon vorausgesag-
te Schwert, nicht von sich gestossen sondern
es mit Christus angenommen. Sie war die
erste Teilhaberin an diesem Opfer und sollte
für immer das vollkommene Vorbild für all
jene werden, die ohne Vorbehalt sich dem
Erlösungsopfer vereinigten“.
Über das mütterliche Mitleiden hinaus,
das sich in dieser Gegenwart ausdrückt, trug
sie bei, das Drama dieses Todes am Kreuz zu
vertiefen und zu verdichten, so nahe dem
Drama so vieler Familien, so vieler Mütter
und so vieler Söhne unserer Zeit. Wieviel
Leid in unsrer Zeit! Wieviele Mütter weinen
über ihre Kinder, auch wenn sie nicht
gestorben sind,
aber so leben, als wären sie
tot; aber auch, erlaubt es mir zu sagen, wie-
viel Trostlosigkeit müssen so viele Kinder
heute erfahren, die vernachlässigt, von ihren
Eltern enttäuscht sich verlassen fühlen,
wenn ihre Erziehung dem Zufall überlassen
oder an jemand anderen abgegeben wird.
Eltern, beginnt wieder unter dem
Kreuz eurer Kinder auszuharren! Dem
Kreuz des Aufwachsens, der Einflüsse der
Gesellschaft, dem Entdecken der eigenen
Grenzen. Ja, denn auch das Leben eines
Jungen im Entwicklungsalter ist ein schönes
Geschenk, ist aber auch immer Erfahrung
von Kreuz und die Eltern können sich dem
nicht entziehen ... sie sind gerufen, wie Maria
standhaft unter dem Kreuz zu bleiben.
Jesus, der seine Mutter neben dem Kreuz
stehen sieht, denkt zurück an die Erinnerungen
aus Nazareth, Kana, Jerusalem; vielleicht
durchlebt er die Augenblicke seines Lossagens,
als seine öffentliche Aufgabe begann, seiner
Einsamkeit, die er in den letzten Jahren erfuhr,
eine Einsamkeit, die jetzt sich noch zuspitzt.
Maria, auf ihre Art, betrachtet alle Dinge, die
sie durch die Jahre hindurch „in ihrem Herzen
bewahrt hatte“ (vgl. Lk 2, 19.51). Jetzt, mehr
denn je, versteht sie die Ordnung des Kreuzes.
Schmerz und Glauben vermischen sich in ihrer
Seele. Jetzt ist es, dass unvermittelt Jesus vom
Kreuz herab auf sie blickt und zu ihr spricht.
„Frau, siehe deinen Sohn“ (Joh 19,26)
Ein Akt von Zärtlichkeit und kindlichem
Erbarmen. Jesus wollte nicht, dass seine
Mutter allein blieb. An seiner Stelle überlässt
er ihr einen andern. Als Frucht dieser
Erlösungenstat bittet Jesus Maria, endgültig,
das Sühneopfer anzunehmen, die
Wiedergutmachung, in der sie sich selbst ein-
bringt, indem sie Johannes als ihren Sohn
annimmt. So erhält Maria unter dem Kreuz
das Geschenk ihrer neuen Mutterschaft.
Marias letzte
Wohnstatt
Wir kennen sie als Maria von Nazareth
und stellen sie uns immer dort vor, in den
Mauern, die ihr „fiat“ gehört und dessen
Echo zurückgeschickt haben. Aber eine
andere Wohnung war Zeuge der letzten Jahre
der Madonna, die sie zusammen mit dem
„Sohn“ den sie vom Erstgeborenen unter
dem Kreuz ererbt hatte, verbracht hat. Das
Evangelium sagt uns, „Johannes nahm sich
bei sich auf“ (Joh 19,27). Aber wohin?
Viele christliche Autoren seit den ersten
Jahrhunderten nennen als Aufenthalt von
Johannes und Maria die Gegend von Ephesus,
in der Türkei. Aber wenn wir heute einen
genauen Ort verehren können, dessen Mauern
von dieser ganz besondern Gnade durchtränkt
sind, ist es das Verdienst zweier französischer
Priester am Ende des XIX Jh. die auszogen
mit dem einzigen Hinweis der deutschen
Mystikerin Anna Katharina Emmerich.
Die beiden, nach einer langen Reise, fan-
den das Ziel, aber wo suchen? Die
Vorsehung hatte schon dafür gesorgt ... Hitze
und die Trockenheit hatten sie gezwungen,
nach Wasser zu fragen um ihren Durst zu
stillen. Sie befanden sich auf einem Hügel,
„Nachtigallenberg“ genannt, der die Ebene
von Ephesus überragt. Da wurde ihnen eine
Quelle angegeben genau neben der Ruine
eines Gebäudes, das der Beschreibung durch
Katharina Emmerich vollkommen entsprach.
Die Christen des Ortes nannten ihn „das
„Kloster der drei Pforten der Ganzheiligen“
wegen der drei Bogen auf der Fassade.
Dorthin begaben sie sich auf Wallfahrt an
jedem 15. August, dem Fest der Himmelfahrt
der Gottesmutter.
Die beiden Pilger wandten nun ihre
Schritte und Aufmerksamkeit dorthin. Nach
minutiöser Nachforschung fanden sie eine
jahrhundertealte lokale Erinnerung bestätigt,
die in den Ruinen der Kapelle den Ort der
letzten irdischen Wohnstatt der „Meryem
Anas“, der Mutter Maria, erkannten. Sofort
wurden Ausgrabungen organisiert, die Reste
einer Feuerstelle aus dem ersten Jahrhundert
ans Licht brachten.
Seit damals wird der Ortvon
Kapuzinermönchen liebevoll und aufmerk-
sam betreut. Von den letzten Päpsten aufge-
sucht, empfängt das Haus Mariens heute die
Verehrung einer Schar von Pilgern, die sich
mehr aus Muslims denn aus Christen zusam-
mensetzt. Das kleine „Marienzimmerchen“
ist effektiv von Suren aus dem Koran
geschmückt, wo Maria als „die einzige vom
Teufel nicht berührte Frau“ verehrt wird.
S.C.
Aber diese Kindesannahme geht weit
über die Person des bevorzugten Jüngers hin-
aus. Jesus will Maria eine unendlich zahlrei-
chere Sohnschaft geben, will über Maria eine
Mutterschaft errichten, durch die sie ihre
Jünger aller Zeiten zu umarmen fähig ist.
„Sieh deine Mutter!“ (Joh 19,27)
Sich an den Jünger wendend, trägt ihm
Jesus ausdrücklich auf, sich gegenüber
Maria so zu verhalten wie ein Sohn zu seiner
Mutter. Der mütterlichen Liebe Marias wird
die Liebe des Sohnes antworten müssen. Es
ist als ob Jesus sagte: Liebe sie wie ich sie
geliebt habe.
Und wie Jesus es auch zu uns
sagt: Liebt sie wie ich sie geliebt habe.
Die Wichtigkeit des Marienkults war
immer von der Kirche gewollt. Sie leitet sich
aus den Worten ab, die er in seiner
Todesstunde gesprochen hat. Jesus will, dass
wir Maria lieben, dass wir sie immer bei uns
behalten, in unsern Häusern. Anstatt häufig
Tand in unsre Wohnungen zu schleppen,
nehmen wir sie in unser Haus auf, nehmen
wir diese Mutter, die Ratgeberin, die uns nie
täuscht, uns keine Zeit verlieren lässt, uns
keine Illusionen macht ... Geben wir ihr den
Platz in unserem Leben, wie es die Heiligen
taten, lange vor uns.
P. Gabriele Pedicino OSA
IN EILE
Stefania Consoli
Halten wir einen Moment inne um auf
den Rhythmus des Lebens in uns zu hören,
der den Pulsschlag des Herzens verrät, so
bemerken wir, wie langsam, ruhig, harmo-
nisch er ist. Ausser, wir sind es selber, die ihn
zur Beschleunigung zwingen, indem wir
unsern Alltag hastig und manchmal sogar
wütend bestreiten.
Unser Blatt – das ECHO – gelangt in vie-
le Teile der Welt, und vermutlich haben die
Menschen in Afrika oder anderen weit ent-
fernten Ländern nicht dieselben Sorgen wie
die Menschen des Westens, die gnadenlos
überschwemmt werden durch einen
Mechanismus zur Produktion, der sie pau-
senlos bedroht.: „Wer stillsteht ist verloren!“
Aber wer sagt das? Unsre afrikanischen
Freunde mögen mir erlauben von jenen zu
sprechen, die des morgens erwachen mit
dem Kopf voller Dinge die es zu erledigen
gibt, uum des Abends einzuschlafen, und
sich zu kümmern, hab ich wohl alles getan
was zu tun war? Anstatt sich zu fragen: Das
was wichtig ist, habe ich es auch richtig
gesehen? Habe ich es so erfüllt, dass es mich
zum Frieden führt?“
Wir jagen nach Heiterkeit, oft errichten
wir sie künstlich und merken nicht, dass sie
uns entflieht, bis dass wir die Lust daran ver-
lieren. Wir führen unsere Aufgaben mecha-
nisch aus und es kommt uns vor, als hätten
wir nichts erreicht. Vielleicht wäre es der
Mühe wert, inne zu halten um zu überlegen,
was wir ändern müssten.
Um zu entdecken würde uns nützen, wie-
der einmal Maria zu belauschen. Zugegeben,
ihre Zeit war nicht unsre Zeit, unablässig
drängend und immer mehr fordernd: die Zeit
des „alles und sofort“, des „verbrauchens-
und-wegwerfens, des „kratzen-und-sie-
gens“..... Das Palestina von vor zweitausend
Jahren wurde nicht an den
Stundenkilometern der Autos gemessen;
vielleicht war das Klappern der Zoccoli auf
den Pflastersteinen der einzige Lärm der
zu hören: „In der Substanz hätte die
Geschichte des Christentums eine ganz
andere Entwicklung gehabt, wenn nicht der
großmütige Beitrag vieler Frauen statt
gefunden hätte“.
S.C.
M
EDJUGORJE
:
Das zwölfte internationale
Seminar für Priester
Das zwölfte internationale Seminar für
Priester findet vom 2. bis 7. Juli 2007 in
Medjugorje statt. Thema des Seminars ist:
„Mit Maria - in Erwartung des Heiligen
Geistes“.
Vortragender im Seminar ist P.
Raniero Cantalamessa, OFMCap.
3
Echo 192
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In der Stille
hört man den Himmel
Wir befinden uns in einer Zeitspanne, in
der uns die Kirche einlädt, einen besonderen
Ort zu bewohnen, die Wüste der Fastenzeit.
In dieser Zeit sind wir eingeladen, Ostern in
der rechten, inneren Einstellung zu leben:
Vom Überflüssigen entleert und der
Anwesenheit Gottes offen, das nach dem
Abenteuer des Kreuzes im Osterfest, voll-
kommenes Licht, Auferstehung, Herrlich-
keit, gipfelt. Die Fastenzeit ladet uns ein, das
Ziel zu erreichen. Um diesen Weg zu bege-
hen, muss man jene Werkzeuge verwenden,
die unsere Vorbereitung angesichts der
Belohnung wirksamer gestaltet. Eines der am
meisten empfohlenen Mittel ist das Fasten,
d.h. der Verzicht auf das, was uns lieb, gut,
aber das im Grunde genommen für unser
Leben nicht nötig ist.
Die Madonna hat uns in Medjugorje mit
Nachdruck an den Wert des Fastens an
Nahrung erinnert, dem die Macht verliehen
ist „auch Kriege zu verhindern“, wie Maria
in ihren Botschaften erklärt. Es gibt jedoch
viele Formen des Fastens, die wir nicht
immer als wichtig einstufen und so die
Wirkung vereiteln. Wir schlagen euch daher
kurze Überlegungen aus den Texten des
Mönchs Divo Barsotti vor, über eine Art
von grundlegendem Fasten, für jenen, der in
sich die Stimme des Himmels hören möchte:
DIE STILLE.
Die Stille: Theologischer
Ort der
Begegnung mit Gott
„Sie ist die Eintrittspforte zu Gott. Übt
man nicht die Stille, die innere Wüste, ist es
schwer, oftmals unmöglich Gott zu hören:
Gott ruft in dieser Wüste, in dieser
Einsamkeit die Seele, die Ihm folgen will:
<Ich werde dich in der Einsamkeit führen
und dort an dein Herz sprechen>. Wenn der
Mensch das Wort Gottes hören will, muss er
sich in die Stille zurück ziehen und ins
Dunkel eintauchen. Er muss sich von der
Welt entfernen. Viel zu fein ist das Säuseln
Gottes!“
Von der äußeren zur inneren Stille
„In einer Welt, in der der rasende
Rhythmus, die ungebremste Betriebsamkeit,
die Vielfalt der Bilder im Fernsehen und
Internet unser Hirn bestürmen, wird die
Suche nach regelmäßigen, täglichen Räumen
der Stille wesentlich. Es ist nötig, alles mit
Einfachheit, Ruhe, ohne Angst zu tun und vor
allem das sich Sammeln pflegen. Gott voll-
bringt die größten Werke in Stille: In der ewi-
gen Stille erschafft der Vater Himmel und
Erde; in der Nacht, abseits der Stadt, wird
Jesus geboren; im Verborgenen und in der
Stille des Hauses von Nazaret bereitet Jesus
seine Mission vor; in der Einsamkeit der
Nacht entfernt sich Jesus von allen um zu
beten; in der finsteren Stille des Grabes
Christi keimt die Freude der Auferstehung!“
Die vereinende Stille
„Die Vielfalt ist nicht außerhalb, sondern
innerhalb von uns: Vielfalt der Gedanken, der
Zuneigung, der Gefühle, der
Beschäftigungen und Interessen. All das ist
für die Seele Zerstreuung und macht es ihr
unmöglich zu Gott zu gelangen. Ist der
Gedanke des Menschen nicht nach Gott aus-
gerichtet, bleibt der Mensch zerstreut. Unsere
Gedanken sind zerstreut infolge der verschie-
denen Nachrichten, die wir hören. Wir wol-
len über die Zeitung, das Radio, dem
Fernsehen erfahren... Man denkt an eine
Sache, an eine andere, es entsteht in unserem
inneren Leben kein Mittelpunkt und unsere
intellektuelle Tätigkeit hat kein Ziel. Was
wäre nötig? Sicher das Gebet; durch das
Gebet kann man sich sammeln. Wer die
Anbetung gewohnt ist, sieht nichts anderes
als alles im Licht Gottes, während viele
(auch Männer der Kirche) die Dinge im Licht
des Erfolgs und Leistungsfähigkeit sehen“.
Drei Arten von Stille
„Die geistlichen Väter sprechen von drei
Arten von Stille als Voraussetzung der
Gemeinschaft mit Gott: Um sich, von sich, in
sich. Stille um sich: Stille vor übertriebener
und unnützer Geschäftigkeit; die Stille von
nutzlosen Gesprächen und mondänen
Besuchen, die nicht auf eine Pflicht der Liebe
aufgebaut sind. Die äußere Stille gibt dem
Leib und der Seele jene Ruhe zurück, die nötig
ist, um die innere Stille wieder zu gewinnen.
Stille von sich: Stille, die uns den Augen
anderer verbirgt und lässt uns unbemerkt im
täglichen Leben vorüber gehen; es ist die
Stille, die unsere Schmerzen, unsere Sorgen,
unsere Hoffnung geheimnisvoll verhüllt, bis
man es lieb hat, dass kein Blick sich auf uns
richtet, dass kein Wort des Lobes oder
Mitleids uns tröste.
Stille in sich: Stille des kritischen Geistes
und der Reizbarkeit des Herzens, der Nöte des
leidenden Körpers. Es geht um die Stilllegung
des inneren Lärms: Das Durcheinander der
Gedanken, das Wirrwarr der Wünsche,
Unruhe und Ängste des Geistes“.
Wort und Stille
„Sprechen ist ein großes Ding. Im allge-
meinen verbergen unsere Worte uns den
anderen, anstatt uns selbst mitzuteilen; statt
uns in Anspruch zu nehmen, bringen sie uns
auf eine Ebene der Oberflächlichkeit, der
inneren Zerstreuung! Unser Wort muss wirk-
lich Wort sein, es muss uns ausdrücken, es
sei Offenlegung des innersten Geheimnisses
unseres Seins. In jedem Wort müssen wir
uns völlig schenken. Deswegen müssen
unsere Worte wenige sein, um effektiv wir-
kungsvoll zu sein.
Man muss noch weiter gehen: Das Wort
darf nicht nur uns selbst ausdrücken, sondern
Christus. Wir beanspruchen nicht, Gott wei-
ter zu geben, wenn wir ins Blaue hinein von
unserem Herrn plaudern: Wenn wir uns nicht
wirklich und gründlich einsetzen, schenken
wir weder Gott noch uns selbst. Das Wort,
das Gott schenkt, muss von einem so tiefen
Abgrund aufsteigen, der tiefer ist, als das
Wort, das dein Sein schenkt. Gott reicht tie-
fer in unser Inneres, als wir selbst. Bitten wir
den Herrn für diese Gnade: Dass wir spre-
chen lernen! Es geht nicht darum, Reden zu
halten: Es gibt schon so viele davon, sondern
die einfachste, wesentliche Ausdrucksweise
zu wählen, und mittels jeden Wortes an die
Seelen Gott überbringen“.
Stille und Mäßigkeit
„Stille soll schließlich Fasten heißen,
eine Vernichtung des Überflüssigen. Nicht zu
viele Dinge vollbringen: Alles richte sich
nach Mäßigkeit, Einfachheit der Gesten, des
Lebens aus. In der Tat, die äußere Stille
betrifft nicht nur das Wort, sondern auch die
Geste, denn man kann mit den Augen spre-
chen, mit einem Lächeln, mit den Händen,
mit Bewegungen. Dieses Fasten der Seele,
auch hinsichtlich menschlicher Beziehungen,
dieses Eintauchen in die Stille, verarmt die
Seele nicht, im Gegenteil lässt sie reicher
erscheinen, da sie sich mit Gott vereint“.
Redaktion
Strasse. Wir behaupten nicht, sich dem
gegenüberzustellen, was Maria tat, sondern
wie sie es tat.
Auch Maria „eilte“
zum Hause
Elisabeths (vgl. Lk 1,39). Aber ihre Eile war
von Natur aus eine andere, bedeutete in
Wahrheit: eifrige Erwartung, dem Willen
Gottes zu folgen; bereit sein, alle eigenen
Dinge zu lassen um andere Menschen zu
besuchen; verfügbar-sein um auf die Freuden
über die eigene Schwangerschaft zu verzich-
ten, um sie mit der entfernten Verwandten zu
teilen. Maria erreichte in Eile die Stadt
Judas:
aber angekommen lebte sie sicher die
kleinsten Dinge des dortigen Alltags einge-
taucht in das Leben des Gottes, der in ihrem
Schoss wohnte. Einfache Gesten verströmten
königlichen Duft weil sorgfältig, aufmerk-
sam und voller Hingabe getan. Ohne die uns
innewohnende Zerstreutheit.
Würden wir jeder Sache, auch der
scheinbar banalsten (wie z.B. dem
Treppensteigen)!) unser Bestes geben im
Denken daran, was wir tun, entdeckten wir
eine Welt, die uns sonst entflieht: das
Wunder vollkommen getanen Wirkens und
harmonisch gefügter Kenntnis, z.B. auch
unseres Körpers, der fähig ist, Wunderbares
zu vollbringen. Wir würden staunen, zu was
das menschliche Genie fähig ist, wie es eli-
mentarste Dinge in Nützliches und Schönes
zu verwandeln vermag. Wir bemerkten, dass
alles uns zum Geschenk gegeben ist, ange-
fangen beim Wasser, das uns am Morgen das
Gesicht erfrischt, den Decken, die wir
„hochziehen“, um damit den Traum der
Nacht zu bergen. In uns würde dauerndes
Dankesgefühl wachsen, das unsern Atem
weiten und ruhig werden liesse. Im ganzen
Sein breitete sich Friede aus.
Aber wie, wenn es uns nicht gelingt, alles
zu tun, was wir müssten, weil die Welt uns
überwindet und uns zu trotz ihren Weg auf-
zwingt? Dieser Trick bleibt. Aber es genügt,
Gott, dem Prinzip eines jeden neuen Tages,
unsere Vorhaben und unsre Taten anzuvertrau-
en. Er wird uns helfen einzusehen, was das
Wichtigste ist. Sein Heiliger Geist wird uns
unterscheide lassen, was not-wendig und was
unnütz ist. Er wird uns die Weisheit geben, das
Wichtige anzupacken und die Kraft, es zu voll-
bringen. Die durch die Hast erzeugte
Nervosität wird verschwinden, Freude wird in
uns aufquellen und uns – ohne die Kostbarkeit
des Lebens zu vergeuden - jeden Augenblick
in seiner Fülle geniessen lassen.
Wer nur den lieben Gott lässt walten
Und hoffet auf ihn allezeit
Den wird er wun derbar erhalten
In aller Not und Traurigkeit
Wer Gott dem Allerhöchsten traut,
der hat auf keinen Sand gebaut
Was helfen uns die schweren Sorgen
Was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
Beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
Nur grösser durch die Traurigkeit.
Sing bet und geh auf Gottes Wegen
Verricht das Deine nur getreu
Und trau des Himmels
reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht
Auf Gott setzt den verlässt er nicht.
Georg Neumark, 1641
4
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Diese erste Begegnung
(einfache Gedanken)
von Pietro Squassabia
Am Kreuz hat sich Jesus von allen ver-
lassen gefühlt, auch vom Vater, dass Er aus-
rief: <Mein Gott, mein Gott, warum hast du
mich verlassen> (Mk 15,34).
Ich frage mich: Wie ist es möglich, dass
der Vater, unendliche Liebe, den so sehr
geliebten Sohn verlassen hat? Ich stelle mir
vor, dass der Vater Jesus in Seinem
Erdenleben stets nahe war, wie während
Seiner Passion und der Kreuzigung. Es liegt
nahe zu glauben, dass auch der Vater die
Kreuzigung erfahren hat. Ich stelle mir vor,
dass der Sohn den Vater während der
Passion nicht sah - infolge eines göttlichen
Geheimnisses – und Gott hat Satan diese
Möglichkeit gegeben: Dem Sohn den Blick
auf den Vater zu verbergen.
Somit war Jesus völlig allein, von allen
und allem beraubt, auch des Vaters. In die-
sem Zustand hat Jesus die Passion erlebt; Er
stieg den Kalvarienberg empor und während
er voran ging lud er Er sich zunehmend unse-
re Sünden auf, weil Er ohne Unterlass den
Menschen und seine Rettung am Herzen hat-
te. In Seinem Voranschreiten machte Er sich
immer kleiner, ganz klein, bis Er mit dem
Ihm ähnlichen Menschen „eins“ war, der der
Sünde zufolge Würmchen und Larve gewor-
den war, wie Jesaia sagt: <Fürchte dich nicht,
du armer Wurm Jakob, du Würmlein Israel!>
(vgl. Jes 41,14).
Indem sich Jesus wie der Mensch
machte, d.h. Würmchen, ging Er auf die
Suche nach dem Menschen und fand ihn an
einem desolaten Ort, steinig und leer, und
sagt ihm, dass Er gekommen ist, seine Sünde
auszulöschen und seine Bösartigkeit zu ver-
gessen, um ihm ein neues Herz zu verleihen,
ein Herz aus Fleisch anstelle des Herzens aus
Stein, dass er fähig werde, die Liebe aufzu-
nehmen, um seinerseits Liebe zu schenken.
Seit dieser neuen Begegnung hat sich Jesus
in der Wüste nieder gelassen, um dem
Menschen nahe zu sein, um zu seinem
Herzen zu reden, um eine Beziehung der
Liebe zum Menschen herzustellen. Jesus
weiß, dass der Mensch in der Wüste seiner
und der Dinge entleert ist und so Seine Liebe
annehmen kann.
Dieser Zustand der Wüste, in dem der
Mensch von Satan nach dem Sündenfall ver-
setzt worden ist, wurde somit der ideale
Zustand, um Jesus zu begegnen,
denn
gerade hierher hat Er sich niedergelassen.
Nachdem der Teufel erkannt hatte, dass der
Zustand der Sünde und Wüste von Jesus in
einen Vorgang der Rettung verwandelt
wurde,
wünscht er, dass der Mensch nicht
mehr diesen so demütigenden Ort der Gnade
bewohne und will ihn überzeugen, seinen
Ort zu besetzen. Daher hat er für den
Menschen einen anderen Ort vorbereitet, der
dem Seinen entspricht. Man erkennt ihn,
denn es ist ein Ort des Stolzes, der
Selbstherrlichkeit und der Kraft, auch des
Egoismus und Hasses, Ort, der vieler Dinge
voll ist, die Jesus keinen Raum geben: Ort,
der nur Verderben ist. Lassen wir uns daher
nicht von diesem
Ort irreführen.
Daher rufen
wir aus: Danke,
Jesus, dass Du
gekommen bist
uns in unserer
Lage des Ruins
und der Wüste zu
begegnen, die
durch Dich Mittel der Rettung und Gnade
geworden ist. Danke, dass Du den antiken
Wegelagerer und Ankläger besiegt hast, der
uns an einen Ort des Todes verbannt hatte.
Danke, dass Du einen Ort geschaffen hast,
wo man mit Dir sein kann, in Dir ruhen und
sich freuen kann. Danke, denn hier können
wir stets auch Maria begegnen. Ja, denn die
Mutter weiß, dass an diesem Ort der Sohn die
Wohnung unter den Menschen aufgeschla-
gen hat und auch weiß, dass sie hier mit dem
Sohn und die Kinder sein kann, die sie liebt.
Bitten wir Maria, dass wir uns niemals
von diesem Ort entfernen müssen, wo Jesus
gekommen ist, uns zu besuchen, auf dass wir
Ihn lieben, denn es ist der Ort der Liebe,
auch wenn wir manchmal versucht sind, ihn
zu verlassen.
Sie lasse uns stets den Ort Satans erken-
nen und gebe uns die Kraft vor ihm zurück
zu schrecken. Bitten wir sie um die Weisheit,
alle Situationen, die die Vorsehung uns
anbietet, anzunehmen: Mit Sicherheit führen
sie uns zur Begegnung mit Jesus,
Begegnung, die jenem ersten Tag in der
Wüste und Passion, aber auch der Rettung
und vollkommenen Freude gleicht.
Maria, Ewiges Licht
von Giuseppe Ferraro
In einer der letzten Botschaften spricht
Maria zu uns von der Ewigkeit: „Geliebte
Kinder, wenn ihr betet, seid ihr Gott nahe
und Er wird euch den Wunsch nach der
Ewigkeit geben ... vergesst nicht, dass ihr
Pilger auf Erden auf dem Weg zur Ewigkeit
seid“
(Botsch. vom 25.11.2006).
Auch sonst schon hat Maria uns aufgeru-
fen, das Geschenk des Ewigen Lebens anzu-
nehmen, das sie zu dieser Zeit anbietet: „Ich
führe euch zum ewigen Leben ... Das Ewige
Leben ist mein Sohn: nehmt ihn auf und ihr
nehmt die Liebe auf“
(Botsch an Mirjana
18.03.1995).Ihre Worte geben die Worte der
Schrift vollkommen wieder: „Und wir sind
in diesem Wahren, in Seinem Sohn Jesus
Christus. Er ist der wahre Gott und das
Ewige Leben“
(1 Joh 5,20).
Wie oft haben wir es im
Glaubensbekenntnis wiederholt: „Ich glaube
an das Ewige Leben“! Aber wie widerhallt
dieser Ausdruck im Herzen des Christen
unsrer Tage, sogar im Herzen des
Praktizierenden, des Pflichtbewussten?
Möglicherweise ruft es unerreichbare theo-
logische Kategorien hervor, die man
„annimmt“ aus Glauben, wie man sagt,
obwohl dieser Ausdruck eine geistige
Passivität verhüllt vor dem Geheimnis
Gottes, das sich enthüllt.
Die Madonna jedoch fährt fort, auf die
Welt zu kommen, die Welt der Indifferenz
der meisten und der feindlichen Kälte der
vielen „mit Arbeit Beschäftigten“, um uner-
müdlich ihre Kinder zu rufen, hier und jetzt,
einzutreten in das Leben ohne Untergang,
das sie uns unermüdlich zu schenken
wünscht: „Liebe Kinder, ich komme zu euch
in dieser Zeit um an euch den Ruf zur
Ewigkeit zu richten“
(Botsch. vom
02.10.2006).
Vielleicht ist die Zeit gekommen, wo
Gott, durch die ganz besondere Anwesenheit
Mariens seine Kirche leiten will in eine
Epoche, die sie endgültig von jeder Form
des ruinösen theologischen Rationalismus
befreien will, aus der religiösen Sterilität,
der Frucht eines Geflechts menschlicher
Vermittlungen, die sich durch Jahrhunderte
festgesetzt haben; ihr Ziel ist, die Kirche
zurückzuführen zu den ersten apostolischen
Gemeinschaften, fähig, noch jung und frisch
im Heiligen Geiste das Geheimnis Gottes zu
leben.
Das ist der Weg zum Himmel, den Jesus
geöffnet hat durch seinen Heimgang zum
Vater: „Dies ist das ewige Leben: dass sie
Dich erkennen, den einzigen wahren Gott,
und den, den Du gesandt hast, Jesus
Christus“ (Joh 17,3).
Hier wird die lebende Kirche geboren, die
einzige, die fähig ist, die erschreckenden
Dämonen unsrer Zeit zu besiegen und in
Wahrheit die Fülle des grossen Auftrags zu
verwirklichen, der uns als den Getauften
vom Auferstandenen auferlegt wurde: näm-
lich das drei-eine Leben dem ganzen
Universum zu überbringen, einer Vielzahl
von Seelen, die nach reiner Liebe dürsten,
die heute noch schmerzlich darauf warten
wegen unserer unzähligen Kompromisse mit
der Lüge der Welt.
Die Königin des Friedens zeigt uns einen
konkreten, einfachen Weg, strahlend von
evangelischer Wahrheit, um uns in dieses
„Bewusstsein“ des lebendigen und wahren
Gottes hinein zu tauchen, der uns der
Ewigkeit öffnet und uns zu authentischen
Kanälen der Liebe des Vaters macht für die
ganze Schöpfung:
„Dies ist der Ruf der Liebe Gottes, denn
nur durch Liebe werdet ihr die Gottesliebe
erkennen ... nur durch die Gottesliebe wer-
det ihr zur Ewigkeit gelangen“
(Botsch. an
Mirjana vom 02.10.2006).
Der königliche Weg zur Ewigkeit ist also
die Liebe. Nicht jedoch irgend eine Quasi-
Form menschlicher Liebe, sondern jene
besondere Qualität von Liebe, die im Herzen
des Geopferten Lammes brennt: jene, „die
unsern Herzen vorbehalten ist durch den
Heiligen Geist, der uns geschenkt wurde“
(Röm 5,5): sie vermag, unser Leben voll-
kommen mit der österlichen Hingabe Christi
zur Rettung der Welt zu vereinen. Diese sel-
be ewige Liebe, die Maria wünscht, dass sie
in uns Fleisch und Blut ihres Sohnes werde,
um lebendige Eucharistie zu sein, worin real
und wirklich das Leben Gottes pulsiert, um
sich an die Brüder und Schwestern zu ver-
schenken.
Dies ist die „Liebe“, die nie endet (Kor
13,8), wovon der heilige Paulus spricht. Dies
ist auch für uns die tiefe Wahrheit des Rufes
der Königin des Friedens in Medjugorje:
„Bezeugt durch euer Leben, opfert euer
Leben auf zum Heil der Welt“ (Botsch. vom
25.02.1988); „vergesst nicht, dass euer
Leben nicht euch gehört sondern ein
Geschenk ist, durch das ihr die andern
erfreuen und sie zum ewigen Leben geleiten
sollt“
(Botsch. 25.12.1992).
5
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Gott allein genügt!
Sieben Monate mit der Gospa
20. O
KTOBER
2005, 0500 U
HR
.
Begleitet von zwei Freunden und
Weggefährten im geistlichen Leben, beginne
ich meine Medjugorje-Reise: es ist der Tag,
an dem ich meinen Eintritt in die
Gemeinschaft „Königin des Friedens“
mache. Die langen Stunden der Reise lassen
Gedanken und Empfindungen wach werden:
welche Etappen haben mich zu dieser
Entscheidung geführt?
Ich kehre zurück zur Sommerzeit 1998,
dem Jahr, wo Maria mich vorbereitet hat
durch zwei besondere Begegnungen mit ihr
und ihrem Sohn. Die erste war eine
Pilgerfahrt in Spanien zum Grab der heiligen
Teresa von Avila und des heiligen Johannes
vom Kreuz, und nach Garabandal, dem Ort
von Marienerscheinungen zwischen 1960
und 64. Wenige Wochen später kam es zur
zweiten Reise, nach Medjugorje diesmal, die
erste für mich auf diesen Boden. Am Schluss,
im Car, gab ich den andern Pilgern ein einfa-
ches Zeugnis. Voller Emotionen, Mein Herz
wiederholte voller Emotionen immer diesen
Satz, der nach diesen wichtigen
Begegnungen in mir widerhallte, und ich
sagte: „... jetzt verstehe ich, dass es wahr ist,
was die heilige Teresa von Avila sagt:
Allein Gott genügt“ –
Gott allein genügt“.
Ich kehrte nach Medjugorje zurück, ein
zweites, ein drittes Mal. Da entdeckte ich
Maria,
die Frau, zu der ich seit meiner
Kindheit gebetet habe. Die Königin des
Himmels stieg von ihrem Thron und erreich-
te mich, um mich in die Arme zu nehmen wie
die bescheidenste und einfachste Mutter der
Welt. Ich entdeckte, Maria ist Mutter, ist mei-
ne Mutter! Und seit dieser zärtlichen
Umarmung wünschte ich, mich nie mehr
von ihr zu trennen.
20. O
KTOBER
2005, 19.30 U
HR
.
Unser Auto hält vor der Pfarrei St. Jakob; wir
betreten die Kirche zu einem Kurzbesuch:
eben ist die Eucharsitische Anbetung im
Gang. Bei unserm Eintritt singen Chor und
Gläubige: „Nada te turbe, ... solo Dios
basta“.
Das ist Marias Feingefühl, eine letz-
te mütterliche Ermutigung, ein dünner
Goldfaden knüpft die Vergangenheit an die
Gegenwart, und mit Furcht und Zittern ant-
worte ich: “Hier bin ich!“
So begann meine Kandidatur-Zeit in der
Gemeinschaft, die mir erlaubte, in
Medjugorje zu bleiben. Während rund sieben
Monaten. Die Erfahrung, eine längere Zeit
dort zu bleiben
war ganz anders als die vor-
ausgegangenen Wallfahrten. Es war keine
Welle von Segnungen, wie man sie normaler-
weise konzentriert erhält in 4 oder 5 Tagen
des Hierseins. Es war eher ein sich öffnen
der alltäglichen Gnade
, ein sie empfangen
in kleinen Tropfen, sie geniessen, ein sich-
durchdringen-lassen, sich ganz dem ausseror-
dentlichen Handeln des Herrn anheimstellen.
Medjugore wechselte das Gesicht wie die
Natur im Wandel der Jahreszeiten. Der
Herbst war noch voller Pilger und
Bewegung, fast wie im Sommer, und man
erholte sich, als wäre es kurz nach Ostern. Es
kamen aber die Wintermonate, die mich
hauptsächlich mit einbezogen, eine Zeit,
während der auf Pfarrei und Land eine
segensreiche taube Trägheit fällt.
Zwischen allgemeinem und besonderem
möchte ich vor allem drei Momente foto-
grafieren, die dem Rhythmus meiner
Wochen in jener Zeit den Takt schlugen.
Das erste davon was die Abendmesse.
Die Feier versammelte die wenigen, kon-
stanten Pilgergruppen. Eine kleine
Vertretung von Christen, gekommen aus den
verschiedenen Orten der Welt, rückt zusam-
men um zu verkünden: „Ich glaube an die
Kirche, der EINEN ...“
um dabei zu ent-
decken, aus wie weiter Entfernung man
Glied am einen Leib Christi ist, versammelt
unter dem Mantel Marias, der Mutter der
Kirche. Ich spüre, dass die heilige Jungfrau
anwesend ist, empfinde die Universalität
ihrer Fürsprache: geeint in Jesu Opfer gibt
man sich dem Vater hin für die Welt, für die
ganze Herde seines Sohnes.
Dann die Morgenmesse: fast ohne
Pilger. Der hl. Jakob beherbergt seine
Pfarrkinder, die schwarzen Schleier der
Frauen, die strengen Linien der Gesichter
und die Herzen reich an echtem Glauben der
heimischen Menschen. Auch in diesem Fall
reiht sich die Madonna mit ihnen in ihr
Gebet, bittet, gibt sich hin für das Volk von
Bosnien-Herzegowina. Der Rahmen wird
enger, ihre Liebe wird eine besondere¨, sie
führt mich zur Überlegung, wie jeden Tag
und in jedem Land der Erde sie sich vor Gott
stellt auf besondere Weise für jeden Kern der
grossen menschlichen Familie.
Drittes Fotogramm: ein Samstag
Nachmittag, als ich auf den Priester warte
vor den Beichtstühlen. Heute bin ich total
allein, kein anderer Pilger weit und breit.
Auch die Pinienallee hinter der Pfarrkirche
ist leer. Im Geiste versuche ich, diese Räume
mit Jungen zu bevölkern, mit Gläubigen
jeden Alters, durch Gesänge ... wie an den
Sommerabenden, wo man sich um den
eucharistischen Christus schart. Es ist fast
ein herbeizwingen der Sensation der
Verlassenheit, dessen ich mir bewusst werde.
Aber wie in einem Spiel mit konzentrischen
Kreisen verstehe ich diesen Kernpunkt,
wohin Maria mich führt, dort, wo ihre
Mutterschaft ganz exklusiv wird, hier, in der
Intimität und dem Schweigen des Herzens,
in der Einsamkeit und in die düstern Winkel
der Seele, wo es für mich schwierig ist, mei-
nem Herrn ins Angesicht zu schauen.
Ohne diese Erfahrung, ohne in Wahrheit
erkannt zu haben, dass ich persönlich geliebt
bin, hätte mein Gebet keine Kraft, und die
Hingabe meiner Person für meine Familie,
mein Volk, für die Kirche und die Welt wäre
eine blosse „klingende Schelle“. Ich kann
darum ohne Scheu und dankbar bekräftigen,
dass heute Medjugorje mein Alles ist, die
Königin und Mutter des Friedens, die durch
ihre Anwesenheit, den Augen des Herzens
nicht unsichtbar, einen zärtlichen Blick
allein für mich hat.
Und für all jene, die auf verschiedene
Weisen die Einladungen der Gospa erkannt
und darauf geantwortet haben, für wer in
Medjugorje gewesen ist oder in seinem eige-
nen Haus lebt, in seiner Seele, wünschte ich,
dass er diesen Blick erfahre, mit dem die
Mutter ihn anspricht als wie ihren einzigen
Sohn,
als ob sie sagen möchte: „All das ist für
dich: die Güte Gottes, die mir diesen Auftrag
übergibt, meine Gesten, die Botschaften, die
25 Jahre Erscheinungen ... alles ist für dich,
damit der Herr dir sagen kann, wie der ganze
Himmel dich liebt. Und du, Kind, verstehst du
meinem Jesus zu antworten auf deine Art,
genau so einzigartig und persönlich?
Verstehst du mutig und bescheiden deinen
Auftrag anzunehmen, den er dir anvertraut, in
dem Stand wozu du berufen bist? Wirst du
dein ganzes Sein als Geschenk bringen kön-
Schule des Fastens
in Medjugorje
Im vergangenen Dezember fanden in
Medjugorje Einkehrtage für italienische
Pilger mit Pater Ljubo Kurtovic statt mit
besonderem Akzent auf Fasten, Gebet,
Schweigen und gezielte Katechese, persön-
lich geprägt vom Charisma des jungen
Paters, welcher es versteht, das Gebet ins
Herz der Pilger eindringen zu lassen. Seine
Feinfühligkeit und gleichzeitig die grosse
Strenge im Auslegen der Wahrheit führt zu
einer bewussten Wahl im Einvernehmen mit
Jesus Christus. Aus den Zeugnissen der
Teilnehmer und der Freude, die aus ihren
Antlitzen leuchtete, liess sich klar erkennen,
dass es zu einer Begegnung mit dem Herrn
gekommen war.
Diese Seminare hatten unter Pater Slavko
begonnen und haben zum Ziel, die
Botschaften der Muttergottes zu leben: „Die
Botschaften Marias zu leben ist das Mittel,
das heilt und uns mit Gott vereint“, sagt P.
Ljubo. Das Seminar will Gott in uns Raum
geben. Das Fasten öffnet uns dem Herrn und
schenkt Reinheit des Herzens. Es dient uns
selbst, um uns zu reinigen und um in der
Liebe zu wachsen: „wer nicht liebt, fühlt sich
auch nicht geliebt!“
Fasten ist ein starkes Mittel um unsern
innern Feind zu entdecken, um den
Schleier ab unsern Gedanken zu heben, von
unsern Wünschen; so lassen sich unsere
Verwundungen erkennen und heilen. Für
den, der glaubt, ist alles möglich, und alles
ist möglich für den, der dem innern Frieden
eine Tür aufmacht, denn sein wahrer Sinn ist,
den eigenen Willen dem Willen Gottes zu
unterstellen.
In den Einkehrtagen erfährt man etwas,
das dich sagen lässt: „Ich habe mich selbst
erkannt, jetzt möchte ich mich befreien von
dieser Schale, die meine Menschlichkeit
umgibt“. Es ist ein wirkliches in-sich-gehen
um den verlorenen Schatz zu finden, sich
inwendig anzuschaun und zu verstehen, dass
nen, du Junger, du Alter, du Kranker, du
Studierender, Arbeiter, Vater, Mutter, du
Gerufener zum geweihten Leben?
Für sieben Monate, für andere eine
Pilgerfahrt, oder zwei ... ein einziger
Moment in Medjugorje um sich berühren zu
lassen von der Liebe des Vatergottes und von
Maria; für jeden die eigene Existenz hinge-
ben aus Dankbarkeit für so viel Güte. Die
Königin des Friedens lässt den Ring des
Heiligen Geistes, der uns bittet, uns ganz
dem Willen Gottes zu ergeben, um ein leben-
des Wunder seiner Liebe zu werden, in uns
nicht unfruchtbar bleiben.
Davide Cavanna
6
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Bietet euer Leben an !
Konkrete Schritte auf dem
Weg des angebotenen Lebens
Schreiten wir weiter auf dem Weg des
angebotenen Lebens, verbunden mit dem
Opfer Christi, der sich auf jeden Altar der
Welt weiterhin dem Vater für die Rettung der
Menschheit anbietet. Wir wissen sehr wohl,
dass sich Jesus auf dem Kreuz völlig
geschenkt hat. Sein Opfer war daher voll-
kommen. Was wird von uns verlangt, etwa
das Leben zu verlieren? Nein, überhaupt
nicht! Wir sind eher eingeladen, Liebe, die
sich als Opfer schenkt, zu sein, d.h. Liebe,
die sich deswegen heilig erweist, weil sie
sich Gott überlässt, ohne Bedingungen, ohne
Maß. Dies verherrlicht das Herz Gottes, das
so sehr unter der Gleichgültigkeit Seiner
Kinder leidet. Dies macht den Undank der
egoistischen Welt wieder gut, die die
Geschenke für sich selbst ausbeutet, indem
sie den Schenkenden ignoriert, im Gegenteil
oftmals verneint.
Der Kampf gegen die Finsternis ist in
dieser Zeit sehr stark. „Geopferte Liebe“ zu
sein, macht uns imstande, das Böse mit der
Kraft des Guten – Gott - zu besiegen, der
sich uns direkt mitteilt. Unser Herz muss wie
der Mühlstein einer Mühle sein, der alles
Böse, das von der Welt kommt, zermalmt,
ein Feuer, das alles Negative verbrennt! Wir
sind uns tatsächlich nicht bewusst, dass wir
durch unser Anbieten, der Segnung und
Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes
die Seelen vom Wirken Satans befreien und
konkret die Situation in der Welt verändern
können. Hier die nötigen Waffen.
„Die in Frieden geopferte Liebe“
von P. Tomislav Vlasic
DIE ANBETUNG
Durch die Anbetung „ernähren“ wir
Jesus mit unserer Liebe und Er seinerseits
füllt die notleidenden Seelen mit Seiner
Liebe. Mittels der Anbetung laden wir die
Last des Kreuzes auf uns und helfen Jesus
erleichtert in die Seelen einzugehen, beson-
ders in die geweihten Seelen. Durch die
Anbetung, besonders der nächtlichen, führen
wir einen wahrhaftigen Exorzismus aus und
zwingen Satan die Seelen und Orte zu ver-
lassen, die er durch seine Anwesenheit plagt.
DIE LIEBE
Den Nächsten lieben, heißt, auch jene zu
lieben, die uns Böses angetan haben: Man
kann die Verletzungen nicht heilen, wenn
wir nicht dem verzeihen, der uns verletzt hat,
wenn wir nicht für ihn „geopferte Liebe“
werden. Nur so haben wir die Möglichkeit
zu erstehen und uns mit der Welt zu versöh-
nen! Unsere Liebe muss fähig sein, alles
Böse zu besiegen, aber das ist nur möglich,
wenn wir in jenem Raum in uns verweilen,
den Gott für Sein Reich vorbehalten hat; die
Geschenke des Heiligen Geistes in uns müs-
sen frei sein.
DER KAMPF
Im Kampf gegen das Böse reinigen auch
wir uns, erstehen wir und übertragen den
anderen die Kraft, obwohl es vorkommen
kann, dass einige Personen beginnen in sich
das Böse zu bemerken. Das kommt vor,
wenn eine Seele sich Gott öffnet, öffnet sie
sich in Wirklichkeit der Welt der Geister: In
diesem Fall erlaubt Gott, dass die Seele das
Böse begegnet, denn Er will, dass sie Satan
vertreibe und diesen besiege. Es ist wichtig,
sich verteidigen zu wissen und mit Freude
das in uns anwesende Reich Gottes zu
bewohnen und dort selbst gelassen, freudig,
friedlich, demütig zu bleiben, fähig, mit
einem Lächeln das Böse zu vertreiben, das
uns zur Reaktion provoziert.
HIER DIE WERKZEUGE...
Unter den mächtigsten Werkzeugen zum
Schutz gegen den Bösen finden wir
Weihwasser, Fasten, Weihegebete zum
Unbefleckten Herzen und dem Heiligsten
Herzen Jesu. Die beste Art dem Bösen ent-
gegen zu treten und ihn zu besiegen, ohne
Angst, da Gott in uns ist, der ihn besiegt, ist,
ohne Unterlass im Atem des Heiligen
Geistes, im Geist der Liebe, im „Haus
Gottes“, der in unseren Tiefen ist, zu leben.
DIE INNERE ORDNUNG
Der hl. Paulus schreibt an die
Thessalonicher: <Im Namen Jesu Christi, des
Herrn, gebieten wir euch, Brüder: Haltet euch
von jedem Bruder fern, der ein unordentliches
Leben führt...> (2 Thess 3,6). Die Unordnung
in uns entsteht, wenn wir über spirituelle
Dinge phantasieren und nicht danach leben,
wie die Pharisäer zur Zeit Jesu. Die
Unordnung entsteht, wenn wir die Bücher der
Heiligen, die Botschaften der Madonna lesen
und sie nicht im Alltag umsetzen. Jegliches
Phantasieren, Theoretisieren, nach eigenem
Gutdünken Göttliches erklären, ist ein pha-
risäischer Weg und verhindert, dass wir zur
Eingebung gelangen, denn in solchen Fällen
ist Eingebung Frucht unserer Phantasie,
Oberflächlichkeit und falscher Interpretation.
Daher ist es sehr wichtig ganz einfach zu
einer inneren Öffnung zu gelangen.
DAS KREUZ
Das durchbohrte Herz Jesu ist Beweis,
dass in Ihm nur Liebe wohnt und durch Sein
Anerbieten sich die Reinheit dieser Liebe
offenbart. Gerade am Kreuz drückt sich alle
Tiefe und Höhe der Liebe aus, denn am
Kreuz kann nichts verbleiben, das schmutzig
oder egoistisch ist. Am Kreuz reinigt sich
unsere ganze Person bis zur Wurzel. Am
Kreuz wird das Innerste unserer Seelen
berührt und ein jeder muss sich fragen, ob
aus der eigenen „geöffneten Seite“ nur reine
Liebe oder etwas anderes fließt...
DAS GEBET
Wenn wir lieben, wird in uns das Gebet
eingegeben, ein in Liebe eingetauchtes
Gebet. Gebet und Liebe dürfen nicht auffäl-
lig sein: Es ist nicht nötig Visionen oder
großartige Ideen zu haben, um gut zu beten,
denn das Gebet übertrifft die Grenzen der
Logik. Wenn wir mit Liebe beten, können
wir sogar die entferntesten Grenzen der Erde
erreichen: Der Heilige Geist wir unser Gebet
dorthin bringen, wo es nötig ist. Uns steht
durch das Gebet nur zu in dem Ort einzutre-
ten, wo der Heilige Geist in uns wohnt, um
Seine Eingebung anzunehmen. Von hier aus
müssen wir Jesus anbeten, um im Glauben
und der Hoffnung zu wachsen. Dann werden
wir beginnen Liebe zu werden, die einzige
Kraft, die fähig ist, Rettung zu schenken.
(3. Fortsetzung folgt)
ER dort wohnt, der dich erwartet mit offenen
Armen, denn er möchte sein Herz dem uns-
rigen vereinen; möchte mit endloser Liebe
uns erwärmen, so sehr, dass man nicht
anders kann, als dem Nächsten davon weiter
zu geben. Das Leben mit Brot, wie P. Ljubo
uns erinnert, wird zur Notwendigkeit des
Teilens und des Essens zusammen mit
andern, nicht nur materiell, sondern um sich
hinzugeben und sich auszuteilen an andere.
Fasten ist eine grosse Gabe, die Gott
uns schenkt, indem er auch die Kraft dazu
verleiht. Es ist ein Gebet, das den ganzen
Menschen angeht in seiner psycho-physi-
schen und geistigen Einheit: er bringt sich
seinem Gott dar als Liebeslob und wird ganz
eins mit Ihm. Es ist viel mehr, als einzelne
Gnaden zu erhalten, man erhält das Ganze,
das sich masslos hingibt und endlos Liebe
und Friede ist.
Fasten fordert eine geistige
Vorbereitung, damit wir nicht wie die
törichten Jungfrauen ohne Öl dastehen und
eine weitere Gelegenheit zu geistigem
Wachstum verpassen. Es ist nicht schwierig,
wenn wir in uns Stille schaffen, wenn wir
unsern Eigenwillen zu Füssen des Altars nie-
derlegen und uns führen lassen von unsrer
Seele. Sie weiss vollkommen, nach wem sie
sich sehnt.
Wir müssen unserm Leben einen ent-
schiedenen Ruck geben innerhalb der
geschuldeten Zeit, es ist notwendig, nach
den Botschaften der Muttergottes zu leben
und damit Adlerflüge zu wagen. Maria hat
uns einen klaren und sicheren Weg gezeich-
net. Die Strasse führt zu Jesus, zur
Heiligkeit, sie hat sie mit den „Fünf Steinen“
beschriftet, die sichere Wegmarken sind. Es
genügt, aus den eigenen menschlichen
Sicherheiten auszusteigen und das stupende
Abenteuer des neuen Lebens zu starten.
Um glaubwürdige Zeugen zu sein
braucht es die Erfahrung und das Verkünden
dessen, was man erlebt hat, denn man muss
das Fasten leben, um in das Geheimnis
der Eucharistie einzutreten
. Es ist wichtig,
dies zur Zeit der besondern Gnade zu tun.
„Mein Reich ist nicht eine Frage von essen
und trinken“, sagt Jesus. Wie müssten all die
Pilger, die die besten Pensionen aufsuchen,
diese Worte zu den ihren machen, jene Orte
wo es warm ist und man gut isst, während
man in Frömmigkeit übt und den Grund ver-
gisst, weshalb die Muttergottes immer noch
bei uns weilt. Sie zieht uns nach Medjugorje
um ihre Botschaften zu leben und zu bezeu-
gen. Maria sagt uns: „hilf mir, ich brauche
dich, um immer mehr Seelen an mein Herz
und an das Herz Jesu zu ziehen aus Liebe zu
euch allen!“
Fasten ist Hingabe seiner selbst, ist ein
sich schenken. Und wie, wenn du vor dem
Gekreuzigten stehst, der dich an sich zieht
und dir sagt: “Hilf mir doch immerhin du,
ich bin die unverstandene Liebe“. Da verei-
nigst du jedes deiner Opfer mit dem Seinen.
Sicher, es kostet dich etwas, aber Er zieht
dich an und erhöht dich bis zu sich. Das ist
wirkliche Freude, wahrer Friede, Liebe in
deinem Herzen und demjenigen des Bruders,
der mit dir diese Erfahrung geteilt hat. Du
liest es in seinen Augen, die vor Licht strah-
len. Wunderbar sind die nächtlichen
Anbetungen, wo im tiefsten Schweigen das
Herz sich viel leichter Gott öffnet um auf Ihn
zu hören und ihn anzubeten.
Anna Fasano
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Das ECHO
braucht immer auch dich
Denken wir, das ECHO sei wie ein Kind,
ein Kind Mariens, das ständig wächst, wie
die Menschen. Wie ein Kind, das heran-
wächst, erwachsen wird, hat es viel
Aufmerksamkeit nötig und die Bedürfnisse
werden grösser: so ist es auch beim ECHO.
Das ECHO MARIENS ist daran, viel-
leicht, eine reife „Person“ zu werden und
braucht deshalb grössere Hilfe. Wie Eltern
und grosse Geschwister den Kleinen helfen,
so ist es beim ECHO.
Das ECHO braucht dich, ohne dich kann
es weder wachsen noch leben. Es hat dein
Gebet nötig, deine Mitarbeit, auch deine
materielle Hilfe. Sicher ist es in den Plänen
Gottes, dass diese kleine Blatt Ausdruck
einer gemeinsamen Aktivität ist, einer
gemeinsamen Verpflichtung der Kinder
untereinander, im Einklang mit der Mutter.
Diese Worte sagt das ECHO gerade auch zu
dir, die oder der du imstande bist, zu helfen,
durch das Mitmachen Marias. Die Mutter,
die uns beisteht und uns schützt will von dir
vielleicht genau dies: dein Gebet, deine
Heiligkeit, deine Hilfe. Von dieser Familie
lebt das ECHO. Bleiben wir vereint im
Gebet. Wir beten immer für dich. Und Maria
segnet uns alle.
Pietro Squassabia
Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
SpendenKonto in Deutschland
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Konto Assoc. Eco di Maria
Villanova M.,
8. März
2007
Auf die Fürsprache von Don Angelo, dessen
7. Jahrestag seines Hinscheidens wir am 3.
März begehen, segne euch und eure
Familien Gott aller Barmherzigkeit.
Neuabonnenten oder Adressänderungen an
das Sekretariat des ECHO senden:
SEKRETARIAT des ECHO MARIENS
CP 27 - I-31030 BESSICA (TV)
Jugendfest in Medjugorje
Das 18. Internationale Jugendfest in
Medjugorje findet vom 1. – 6. August 2007
statt.
Thema des Treffens: „Wie ich euch
geliebt habe, so sollt auch ihr einander lie-
ben“ (Joh 13,34). In einer Botschaft sagte
die Muttergottes: „Liebe Kinder, heute lade
ich euch zur Liebe ein. Geliebte Kinder, liebt
euch mit der Liebe Gottes. Der auferstande-
ne Jesus wird mit euch sein und ihr werdet
seine Zeugen sein“
(25. März 2005).
Interview: Alfons Sarrach
“Da ist Medjugorje
eine große Hoffnung
Alfons Sarrach kam 1927 im damaligen
Freistaat Danzig zur Welt. Er wuchs in einer
deutsch-polnischen Kultur auf. Am 1.
September 1939 erlebte er dort den
Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Zehn
Mitglieder der Familie wurden als Gegner
des NS-Regimes sofort in ein
Konzentrationslager eingeliefert. Die
Familie folgte einige Monate später. Das hat
sein Denken für immer geprägt.
In den 90er Jahren erschien „Der prophe-
tische Aufbruch von Medjugorje“, von
renommierter ausländischer Presse als einer
der bedeutendsten Titel des auslaufenden
Jahrhunderts bezeichnet. Im nachfolgenden
Band „Medjugorjes Botschaft vom dienen-
den Gott“ wurden die Grundzüge einer
neuen Kultur dargelegt. Er ist zum Anstoß
für ein Umdenken in Politik und Theologie
geworden und hat einem neuen Gottesbild
den Weg geebnet. (http://www.sarrach.com)
Wie haben Sie Medjugorje kennen gelernt?
Ich bin im Jahre 1987 als Skeptiker nach
Medjugorje gekommen. Immer wieder wur-
de ich von Menschen angesprochen und
gefragt, was ich von Medjugorje halte. Die
Leute haben aber immer wieder gesagt, dass
es eigentlich eine Schande ist, dass ich mich
als katholischer Journalist dafür nicht inte-
ressiere. Meine Frau meinte, es bleibt mir
nicht anders übrig als selber hinzufahren.
Ich beschäftigte mich immer sehr viel mit
der Zukunft. Ein paar Mal im Leben habe ich
eine Intuition für kommende Dinge gehabt.
Dieses Gespür ließ mich in Medjugorje nicht
los: dass Medjugorje die Weichenstellung für
das dritte Jahrtausend ist. Mich haben nicht so
sehr die Seher interessiert, obwohl ich ein
sehr tiefes Gespräch mit Marija Pavlovic
gehabt habe. Ich habe andere Gespräche
geführt, zum Beispiel mit den Mitgliedern des
Gebetskreises, um herauszuspüren, wie ist
das Denken, dass die Gottesmutter herausge-
löst hat. Was mir wichtig war, ist die Reaktion
in den Seelen der Menschen, die das alles mit-
verfolgt haben.
Die Welt, so wie sie heute ist und wie sie
über Jahrtausende war, wurde in den
Kategorien der Macht regiert. Die einen waren
die, die Macht ausgeübt haben, und die ande-
ren die, die Opfer der Macht wurden. Dieses
Denkschema ist bis jetzt immer noch ganz tief
in der menschlichen Natur verankert. Nicht
nur in der Politik, auch in der Familie. Die
Väter haben das Sagen, sie sind die
Patriarchen. Das wurde hier, meiner Meinung
nach, durchbrochen und durch ein Denken in
den Kategorien des Dienens ersetzt. Als
Marija Pavlovic mir sagte, die Gottesmutter
erschiene im grauen Kleid, wurde mir alles
klar. Grau ist die Farbe des Dienens.
Das war eine Erkenntnis. Eine zweite
war: Die ganze westliche Zivilisation ist
gesteuert von der Aussage des berühmten
französischen Philosoph Descartes: Cogito
ergo sum. Ich denke, also bin ich.
Und hier,
in Medjugorje, als ich während einer
Erscheinung vor der Kirche gekniet bin, war
mir klar, dass die Gottesmutter diesen philo-
sophischen Denkansatz durchbricht. Es gilt
nicht mehr: Cogito ergo sum, sondern Amo
ergo sum
. Ich liebe, also bin ich. Der
Verstand ist ein Gefangener von Raum und
Zeit geworden. Die Liebe durchbricht Raum
und Zeit.
Ich war mit meiner Gruppe auf dem
Podbrdo. Wir waren lange vor dem grauen
Kreuz des dritten Tages der Erscheinungen.
Da wird, meiner Meinung nach, der Kern der
Botschaften symbolisch zum Ausdruck
gebracht. Maria im grauen Kleid vor einem
grauen Kreuz und einem grauen Hintergrund.
Frieden mit Gott und untereinander. Dieser
Frieden ist nur möglich, wenn ihr den Geist
des Dienens lebt. Wer dient, vor dem braucht
sich keiner zu fürchten. Wer dient, verbreitet
um sich nicht die Panik der Macht.
Vorgestern habe ich hier die Anbetung
erlebt. Diese betenden Menschen vor dem
ausgesetzten Allerheiligsten, das war für mich
die Vorwegname der ewigen Anbetung. Ein
Stück Himmel auf Erden. Menschen aus allen
Kulturen, aus allen Himmelsrichtungen, anbe-
tend vor dem heiligen Gott… das erleben wir
nirgends sonst in der Welt. Auch in Rom nicht.
Tief ergriffene Menschen, die vollkommen
abschalten und beten.
Diese Erscheinungen sind anders als jene
in Lourdes, Fatima, La Salette oder ander-
swo. Wieso, ihrer Meinung nach?
Wir stehen vor dem Zusammenbruch der
westlichen Zivilisation. Ein total säkulari-
siertes Europa ohne Gottesbezug und ohne
Bezug zur christlichen Botschaft.
Ungeheuerlich. Ein christlicher Kontinent
will seine eigenen Wurzeln verneinen, und
das wird den Zusammenbruch bedeuten. Er
ist schon da.
Da ist Medjugorje eine große Hoffnung.
In Deutschland liegen – wo immer es zu
einer Erneuerung kommt - die Wurzeln
immer in Medjugorje! Deswegen kann man
wirklich vom Einbruch des Himmels spre-
chen, weil Medjugorje im Grunde auch zur
Beschleunigung des Zusammenbruchs bei-
trägt, indem es das Neue verkündet. Ein
berühmter marianischer Prophet aus
Deutschland, Pater Kentenich, hat einmal
gesagt: „Wenn Gott etwas zusammenbre-
chen lässt, dann nur deshalb, um was Neues
zu bauen“. Wir erleben den Zusammenbruch
der westlichen Zivilisation, und wir erleben
das, was Gott neu machen will, etwas, das
die Menschen glücklich macht.
Warum wartet die Kirche mit der
Anerkennung?
Das sollte man positiv sehen. Meiner
Meinung nach werden die Leute, die durch
Medjugorje zum Glauben gekommen sind,
dadurch geprüft und im Glauben gestärkt.
Das gehört zum Reifeprozess von
Medjugorje. Eine zu schnelle Anerkennung
könnte auch negative Folgen haben. Man
muss sich durchringen. Ich hatte mit
Kardinal Ratzinger einen Briefwechsel über
Medjugorje. Er weiß ganz genau, wie ich
darüber denke. Er hat auch meine Bücher
gelesen. Mons. Peric hat eine falsche
Meldung verbreitet, der Papst hätte über
Medjugorje gelacht. Er hat nicht gelacht,
sondern gelächelt! Das kann man auch posi-
tiv deuten. Hätte er gewollt, hätte er etwas
sagen können, aber er hat nichts gesagt. Er
hat gelächelt. Benedikt XVI. wird, was
Medjugorje betrifft, die gleiche Linie wie
Johannes Paul II. verfolgen.
© Informativni centar “Mir” Me_ugorje www.medjugorje.hr.
A
US GANZEM
H
ERZEN DANKEN WIR
JENEN
,
DIE SICH MIT EINER
S
PENDE ZU
W
ERKZEUGEN FÜRS
E
CHO GEMACHT
HABEN
. M
ÖGE
G
OTT EURE
G
ROßHERZIGKEIT HUNDERTFACH AN
G
NADEN UND
S
EGNUNGEN VERGELTEN
.
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