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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 194 (Juli-August 2007)

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Botschaft Mariens vom 25. Mai 2007 :
„Liebe Kinder, betet mit mir zum
Heiligen Geist, dass Er euch bei der Suche
nach dem Willen Gottes auf dem Weg eurer
Heiligkeit führe. Und ihr, die ihr fern vom
Gebet seid, bekehrt euch und sucht in der
Stille eures Herzens das Heil eurer Seele
und nährt sie mit Gebet. Ich segne euch alle
einzeln mit meinem mütterlichen Segen.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Auf der Suche
nach Seinem Willen
Treu dem Auftrag Jesu (vgl. Apg 1,4-5)
entfernen sich die elf Apostel nicht von
Jerusalem und erwarten den Heiligen Geist,
verharren dort einmütig im Gebet, zusam-
men mit den Frauen und mit Maria, der
Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern
(vgl.
Apg 1,14). Heute wie damals, begleitet uns
Maria in Erwartung des Heiligen Geistes,
erwartet mit uns das Pfingstereignis. Sicher,
es ist nicht wie vor zweitausend Jahren, da
die äußerlichen Unterschiede, so auffallend
sie auch sind, nicht den Unterschied zwi-
schen zwei Ereignissen ergibt. Der wahre
Unterschied besteht im Glauben, mit dem
der Heilige Geist erwartet wird und mit der
darauf folgenden Hingabe auf Seine verän-
dernde Kraft eines Feuers. Wir können beten,
Novenen auf sagen und anderes mehr, sind
wir aber nicht im Geringsten bereit vom
Feuer des Heiligen Geistes verändert zu wer-
den, welchen Wert haben sie? Wünschte ich
nicht innig im brennenden Feuer der Liebe
aufzugehen, wäre ich nichts, nützte es mir
nichts
(vgl. 1Kor 13,2-3).
Liebe Kinder, betet mit mir zum
Heiligen Geist, dass Er euch bei der Suche
nach dem Willen Gottes auf dem Weg
eurer Heiligkeit führe.
Das also müssen wir
vom Heiligen Geist erbitten, und damit es ein
wahres Gebet ist, beten wir mit Maria. Sie
selbst ruft uns auf: Betet mit mir. Beten wir
mit ihr; beten wir mit ihren Worten; beten wir
mit ihrem Herzen. Es braucht keine großen
Reden, noch besonders ausgesuchte Sätze; es
genügt ein einsilbiges Wort, es reicht ein Ja,
ihr Ja, ihr Fiat zum Willen des Vaters und der
Heilige Geist wird in uns diesen Willen ver-
wirklichen, wie Er es mit Maria gemacht hat.
Betet zum Heiligen Geist, dass Er euch bei
der Suche nach dem Willen Gottes auf
dem Weg eurer Heiligkeit führe,
bedeutet
zuzulassen, dass der Geist in uns und für uns
wirke. So geht man auf dem Weg der
Heiligkeit,
d.h. auf dem Weg in Gott voran.
Unser wirksamer Beitrag besteht in der
Annahme des Willens Gottes; die Fähigkeit
diesen zu verwirklichen ist uns nicht gege-
ben, noch durch unsere Tugenden, sondern
durch die Gnade, die Gott uns schenkt. Diese
Wahrheit gibt uns Mut, verhindert aber
gleichzeitig jede Entschuldigung, die unser
Ja hinaus zögern könnte.
Der zweite Teil der Botschaft betrifft
jene, die fern vom Gebet sind, jene, die
nicht beten oder nur ein formales Gebet ver-
richten, bedacht, das Herz womöglich nicht
mit einzubeziehen. Und ihr, die ihr fern
vom Gebet seid, bekehrt euch und sucht in
der Stille eures Herzens das Heil eurer
Seele und nährt sie mit Gebet.
Das ist ein
Aufruf Mariens, klar und ausschlaggebend.
Ihre Worte klingen nicht nach Vorwurf, son-
dern zeigen genaue und grundlegende
Etappen auf. Vor allem mit der Einladung zur
Bekehrung, d.h. Geist, Seele und Herz auf
die barmherzige Liebe Gottes auszurichten,
bereit zu sein, Ihn aufzunehmen und Ihn im
eigenen Leben zu leben. Daher sich dem
Heil der Seele zu widmen und sie mit dem
Gebet zu nähren. Die Bekehrung richtet die
Aufmerksamkeit des Menschen auf Gott,
nicht aus dem Wunsch des Ausbrechens,
sondern infolge der Suche nach
Wesentlichem. Das Gebet ist nie Ersatz, son-
dern ein lebensnotwendiges Bedürfnis der
Seele, es ist ihre Nahrung. Alles geschieht
in der Stille des Herzens, in der Stille des
Herzens
, in der Maria so wertvollen und
nötigen Verborgenheit, damit die leisen
Seufzer des Geistes nicht vom Lärm der Welt
übertönt werden. Der mütterliche Segen
Mariens
kommt auf uns alle herab, ohne
Ausnahme, er bekehre uns und mache uns
bereit, in überschäumender Freude den Geist
Gottes aufzunehmen, der nur unser Ja erwar-
tet, um in jedem von uns die ewige Liebe des
Vaters zu verwirklichen.
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. Juni 2007 :
Jahrtag der Erscheinungen
„Liebe Kinder, auch heute rufe ich euch
mit großer Freude in meinem Herzen zur
Bekehrung auf. Meine lieben Kinder, ver-
gesst nicht, dass ihr alle wichtig seid in die-
sem großen Plan,
den Gott durch
Medjugorje führt. Gott möchte die ganze
Welt bekehren und zur Erlösung aufrufen
und zum Weg zu Ihm, dem Anfang und
Ende eines jeden Geschöpfes. Auf besonde-
re Weise, meine lieben Kinder, rufe ich euch
alle aus der Tiefe meines Herzens auf, euch
dieser großen Gnade zu öffnen, die Gott
euch durch meine Anwesenheit hier gibt.
Ich möchte jedem von euch für die Opfer
und Gebete danken. Ich bin bei euch und
segne euch alle. Danke, dass ihr meinem
Ruf gefolgt seid!“
Danke Mutter!
Heute jährt sich die erste Erscheinung
Mariens, unserer Mutter, zum 26. mal und ihre
Botschaft kommt auf uns, ihrem Volk, wie ein
wohltuender Regen herab, der Leben ausgießt
und schenkt. Ihre Worte sind zärtlich, jedoch
kraftvoll; sie vermitteln Freude und gleichzei-
tig Bewusstsein, Hoffnung und Einladung
zur Bekehrung
. Wir begreifen, wie wichtig
Medjugorje und ein jeder von uns im Plan der
Rettung ist: Meine lieben Kinder, vergesst
nicht, dass ihr alle wichtig seid in diesem
großen Plan, den Gott durch Medjugorje
führt.
Der große Plan Gottes läuft über eine
universale Bekehrung. Gott möchte die ganze
Welt bekehren und zur Erlösung aufrufen
und zum Weg zu Ihm, dem Anfang und
Ende eines jeden Geschöpfes.
Bekehrung ist sich von Gott neu machen zu
lassen. <Er, der auf dem Thron saß, sprach:
Seht, ich mache alles neu... Ich bin das Alpha
und Omega, der Anfang und das Ende. Wer
durstig ist, den werde ich umsonst aus der
Quelle trinken lassen>
(vgl. Offb 21,5-6). Die
Bekehrung ist ein andauernder Vorgang, der in
unserem irdischen Leben nie abgeschlossen ist;
es ist der Weg zu Gott. Wir werden durstig auf
unserem Weg sein, Er wird uns umsonst aus
der Quelle trinken lassen.
Das ist das aus der
geöffneten Wunde Jesu sprudelnde Wasser
(vgl. Joh 19,34) und es wird uns allen Durst
außer einem nehmen: den Durst Jesu (vgl. Joh
19,28). Es ist der Durst desjenigen, der nicht
mehr für sich selbst zu leben wünscht, sondern
für den toten und auferstandenen Christus.
Unser Leben hat nur dann Wert, wenn es zu
einer uns von Gott anvertrauten Mission wird,
und diese auch des Weges mit Christus und den
Geschwistern zum Vater hin gelebt wird. Mein
Leben kann nicht mehr von der einen zur ande-
ren Seite hin schwappen, es kann sich nicht
mehr in Selbstmitleid verschließen, es kann
nicht von einer zur anderen, egoistischen
Befriedigung und zu spärlichen Wohltaten hin
und her schwanken. In meinem Leben sollte
ich wie der Apostel Paulus sagen können, nicht
mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.
„In Christi Umarmung wird
der Mensch geboren“
(Pasternak „Doktor Schiwago“)
Juli- August 2007
-
Herausgeber; Eco di Maria,
C.P.
47 - 31037 LORIA (TV)
(Italia)
- J. 23, Nr. 5 - 6
Sped. a.p. art. 2, com.20/c, leg. 662/96 filiale di MN, Autor. Trib. MN n. 13 : 8.11.86, Tel/fax 0423.470331
194
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Bekehrung ist ein Vorgang der
Transsubstantiation
des menschlichen
Geschöpfes in Jesus; in Ihn ist das Geschöpf
dazu aufgerufen, lebende Eucharistie zu wer-
den.
Während dieses Vorgangs benötigen wir
unweigerlich laufend die göttliche Gnade, denn
ohne sie wäre die Gemeinschaft mit Jesus
Christus unmöglich. Gott schüttet diese Gnade
übervoll aus, mit unendlicher Barmherzigkeit.
Die Anwesenheit Mariens in Medjugorje ist
eine zusätzliche Gnade außerordentlicher
Größe. Wir bitten jene, die in der Kirche
Zweifel an der Notwendigkeit dieser
Anwesenheit haben, wie Maria alles im Herzen
zu bewahren, was sie nicht verstand (vgl. Lk
2,51), oder sollte etwa zu viel verlangt sein, den
Rat Gamaliels zu befolgen? (vgl. Apg 5,34-
39).Wer jedoch an die Anwesenheit Mariens in
Medjugorje glaubt, möge die Einladung
Mariens ins Herz schreiben: Ich rufe euch alle
aus der Tiefe meines Herzens auf, euch die-
ser großen Gnade zu öffnen, die Gott euch
durch meine Anwesenheit hier gibt.
Die Öff-
nung des Herzens, worum Maria uns stets bit-
tet, ist zum Leben und zur Übertragung der
Liebe, die Gott durch Jesus offenbart, aus-
schlaggebend. Gott schätzt den Gerechten und
liebt den Sünder, für dessen Rückkehr Er den
Sohn opfert. Wir müssen diese Liebe leben und
bezeugen, mit dem Leben und nicht mit
Worten, und bei jeder Gelegenheit.
N.Q.
D
ER
P
APST ALS
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SSISI
-P
ILGER
Petrus geht zu Franz
Ein Jungendlicher wie die andern war
„Francesco“, als er sich mit seinen Kollegen
durch die Gassen und über die Plätze des
mittelalterlichen Assisi der Balladen, der
Fröhlichkeiten und übermütigen Feste troll-
te, auch dort schon genial in seiner
Fähigkeit, alle durch seine Unbefangenheit
zu faszinieren. Religiöse und soziale
Probleme kümmerten ihn wenig oder nicht,
er gab aus und spendete, für sich selber das
Beste, mit eingeschlossen der Ehre, als er
berufen wurde, in die Schlacht zu ziehen.
Aber er ging nicht weit. In der nahen Stadt
Perugia landete er im Gefängnis für ein
ganzes Jahr. Menschlich gesprochen ein
Unglück, eine Schande, geistig die Heilung,
denn als er in das Haus seines Vaters, des rei-
chen Stkoffhändlers, zurück kehrte, spürte
Francesco in seinem Herzen einen sehr spe-
ziellen Ruf, der fähig war, ihn den Maschen
einer lukrativen Mondanität zu entziehen
und ihn in den Abgrund einer Liebe zu
führen, „die die höchsten Berge überragt“.
Eine Liebe, die fähig war, von seinem
Herzen Besitz zu ergreifen und es nicht mehr
zu verlassen: so war diese neue Liebe, die
den jungen Mann zwang, alles los zu lassen
um sich allein um IHN zu kümmern ...
Es ist die Geschichte einer tiefen
Bekehrung, radikal, wie viele übrigens.
Aber diese, genau vor 800 Jahren geschehen
in einem kleinen Städtchen Mittelitaliens,
war nicht nur für diesen Francesco der ele-
ganten Bewegungen entscheidend, sondern
für eine grosse Menge von Leuten, die in
diesen acht Jahrhunderten die Regeln dessen
befolgten, den man „den Armen von Assisi“
nannte.
Die Erinnerung an diese so wichtige
Begebenheit wird unter dem Bogen eines
ganzen Jahres gefeiert vom Oktober 2006 bis
zum Oktober 2007: Erinnerung an eine per-
sönliche Bekehrung, die zu einem gemeinsa-
men Erbe wurde, weil sie nicht aufhört, stän-
dig neue Früchte hervor zu bringen:
Bekehrungen junger Menschen, religiöse
Weihen, unerschrockene Nachfolger...
Ehrengast zu diesen Feiern ist der
Heilige Vater, Benedikt XVI., Pilger
während eines ganzen Tages in Assisi am
vergangenen 17. Juni. Zahlreich sind die
Augenblicke, wo der Papst sich mit
Gläubigen einfand, aufhielt, mit Clarissen,
Mönchen, Politikern, etc. Aber der bewe-
gendste Moment, den er selbst als Gipfel des
Besuchs bezeichnete, war die Begegnung
mit 10.000 Jugendlichen, die sich auf der
Piazza vor dem berühmten Porziuncula-
Kirchlein eingefunden hatten, der Wiege des
Ordens: „Franziskus spricht zu uns allen,
aber ich weiss, dass er vor allem für euch
Junge eine besondere Anziehungskraft hat“,
rief der Heilige Vater voller Überzeugung
aus: er war glücklich inmitten von heitern
jungen Menschen zu sein, gesättigt von
Wahrheit, Trost und Wohlfühlen.
Tausende von Fragen haben wir, aber es
macht uns müde, überzeugende Antworten
zu finden, und wir sind versucht, zu denken,
dass es die Wahrheit gar nicht gibt, dass jeder
seine eigene Wahrheit habe“, sagte ein
Junger, Markus, im Namen aller auf dem
Platz Versammelten. „Natürlich gefällt uns
fröhlich sein, aber auch wir fühlen wie der
Papst, dass das reine Vergnügen uns nicht
glücklich macht. Hilf uns, Heiliger Vater, zu
verstehen und unsere eigene „Erfahrung des
Franziskus“ zu machen“.
Jesus geht vorüber
Einmal im Jahr geht Jesus an den Häusern
vorbei, was nur die äußerliche Bezeugung von
dem darstellt, was wirklich geschieht, unsicht-
bar, jeden Tag: Jesus lebt und ist im Leben der
Menschen anwesend, schreitet mit ihnen vor-
an, schreitet unter ihnen voran. Allein wir kön-
nen Ihn nicht sehen. Daher ist das
Fronleichnamsfest wichtig, die Prozession,
die das eucharistische Brot durch den Ort
trägt; ein Brot, in dem der Herr voll und ganz
anwesend ist. Die Kirche will „den Herrn
Jesus ideell durch die Straßen und Stadtteile
Roms tragen“, sagte Papst Benedikt den
Zuhörern an diesem Tag.
Wie wichtig ist es, Jesus an seiner Seite zu
spüren, während jenen langen Tagen, an denen
wir so oft gehetzt, voll Sorge und von
Müdigkeit bedrückt sind. Machen wir es ohne
Ihn, fühlen wir uns am Abend matt und leer:
Der Heilige Vater erklärte, „für jede christliche
Generation ist die Eucharistie eine notwendige
Nahrung, die sie während der Reise durch die
Wüste dieser Welt stützt, die durch ideologi-
sche und wirtschaftliche Systeme ausgedörrt
ist und die nicht das Leben fördern, sondern
eher abtöten. Eine Welt – fügte er hinzu – wo
die Logik der Macht und des Besitzens vor-
herrscht und nicht des Dienens und der
Liebe“.
Wollen wir also nicht diesen kostbaren
Schatz weg lassen, der für unseren irdischen
Weg nötig ist: „Das eucharistische Geheimnis“,
schließt der Papst, „ist das Geschenk, das Jesus
Christus von sich selbst macht, indem Er uns
die unendliche Liebe Gottes für jeden
Menschen offenbart. Die Apostel haben es vom
Herrn in der Vertrautheit des Letzten
Abendmahls empfangen, war aber an alle
gerichtet, an die ganze Welt. Daher muss es
offen verkündet und ausgesetzt werden, damit
ein jeder Jesus, der vorüber geht, begegnen
kann, wie es auf den Straßen in Galiläa,
Samaria und Judäa geschah, auf dass ein jeder,
der Ihn aufnimmt, von der Kraft Seiner Liebe
geheilt und erneuert werde“.
Red.
Der Heilige Vater liess sich nicht lange
bitten und zeichnete mit seiner stets so
pünktlichen und scharfen Eloquenz die Züge
des jungen Mannes, der nicht zögerte, sich
ganz von jedem Ding zu trennen, um sich
mit dem einzig notwendigen GUT zu beklei-
den. „Seine Bekehrung geschah inmitten der
Fülle seiner Lebenskraft, seiner
Erfahrungen, seiner Träume – erörtert der
Papst. Fünfundzwanzig Jahre hatte er durch-
laufen, ohne Ziel und Ende des Lebenssinns
zu finden ... Nach dieser Art zu leben war der
Wunsch nach Glück verborgen, der in jedem
menschlichen Herzen wohnt. Aber konnte
dieses Leben wahre Freude geben?
Francesco sicher fand sie nicht. Und ihr, lie-
be junge Menschen, könnt dieselbe Wahrheit
finden aufgrund eurer Erfahrungen. Die
Wahrheit ist, dass die Dinge einen Schimmer
von Freude geben, aber nur der UNENDLI-
CHE das Herz erfüllen kann... Wie es
Franziskus geschah, so spricht Christus auch
zu unserm Herzen. Wir riskieren, ein ganzes
Leben wie betäubt vor schallenden aber lee-
ren Stimmen zu verbringen, riskieren Seiner
Stimme zu entfliehen, der einzigen die zählt,
weil sie die einzige ist, die rettet“.
Die Jungen lauschten aufmerksam den
väterlichen Worten Papst Benedikts, der,
bemüht, sie an einen bestimmten Punkt zu
bringen, ausrief: „Ihr, junge Menschen, seid
meine Freude, wie ihr es für Papst Johannes
Paul II. gewesen seid“. Natürlich antworteten
die skandierten Applause und die Herzen sei-
nen Namen schon im voraus auf seinen
Wunsch nach Liebe und Mit-Teilen, die der
alte Pontifex dieser neuen Generation
zuwarf: „Es ist die Zeit einer Jugend, die, wie
Franziskus, ernst machen und in persönli-
chen Kontakt mit
Christus zu treten ver-
steht. Es ist Zeit, auf die
Geschichte dieses dritten
eben begonnenen
Jahrtausends zu schauen
als einer Geschichte, die
es mehr denn je braucht,
vom Evangelium her neu
belebt zu werden.“
Redaktion
Christus, mein Herr,
vor achthundert Jahren batest du Francesco
dein Haus zu reparieren
und in diesem Jahr der Bekehrung
rufst du uns, deiner Spur zu folgen
Schenk uns, uns Dir zuzuwenden,
mit ganzem Herzen.
Giess aus in uns deinen Geist
und gibt uns aufrichtigen Glauben
sichere Hoffnung, wahre Liebe.
Mach, dass wir dich beschauen
Wie Franziskus in San Damiano,
in deinem lebendigen Blick
als erstandener Gekreuzigter.
Mach, dass wir dir begegnen,
wie Franziskus dir im Aussätzigen begegnete,
und in den vielen Leiden
von Armut in unsern Brüdern.
Lass uns lebendige Kirche werden
glühend im Leben
und im Verkünden des Evangeliums
Lehre den Jungen den Weg der wahren Liebe
und rufe viele in deinen Dienst des
Priestertums und des geweihten Lebens.
Maria möge uns begleiten,
deine und unsere Mutter,
Jungfrau, die zur Kirche ward.
Dir sei Ehre und Preis, der du lebst und
regierst mit dem Vater und dem Geist
von Jahrhundert zu Jahrundert. Amen.
2
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Wer ist die Mutter vom Guten Rat
„...Von allen Blumen des
Frühlings, heilige Mutter,
bist Du die Schönste der
Blumen...,“
Dies ist der
Beginn des Hymnus zur
Mutter des Guten Rates, den
das Volk von Genazzano –
einem kleinen Zentrum des
Latium, nahe bei Rom -
„seiner Madonna“ aus
ganzem Herzen und mit viel
Liebe singt.
In der menschlichen
Sprache gibt es gewichtige
Worte, deren Klang das
Herz pochen macht: so
schon der Titel „Mutter des Guten Rates,
womit die Muttergottes im Orden des hl.
Augustinus und im ganzen christlichen Volk
geehrt wird. Welch Menschenantlitz erhellt
sich nicht am Wort „Mutter“ beim
Empfinden von Dankbarkeit, Liebe, Opfer,
Grosszügigkeit, Hingabe, Fürsorge?
Mutter-Sein bedeutet vor allem andern:
Leben geben.
So erfüllt der Anruf “vom Guten Rat“
dieses Muttersein in Freundschaft und
Vertrauen zwischen zwei Herzen die sich
suchen und auf natürliche Weise lieben, aber
aus der Erfahrung Mariens auf das
Menschliche ein christliches Licht werfen,
denn Christus ist der „Rat“ des Vaters für
eine Menschheit, die im Begriff steht, sich in
den Fluten der Sünde zu verleugnen und zu
verlieren.
Der Ursprung dieses Titels liegt im
Augustiner-Heiligtum von Genazzano
(Rom), wo seit dem Jahr 1467, auf einem
wertvollen Fresko die Madonna, die sich
zärtlich an den Hals des Sohnes schmiegt,
sehr verehrt wird. Die Anfänge gehen auf
eine Art Wunder zurück, so wenigstens
sahen es die Menschen jener Epoche: ein
verehrungswürdiges Bild der Muttergottes,
das die Aufmerksamkeit aller verlangte.
Pater Ambrosius von Corì bekräftigt, dass
am 25. April 1467 zur Vesperstunde „qua-
edam imago Beatae Virginis in pariete dictae
acclesiae mirabilia apparuit“
(das Bild, das
an der Wand dieser Kirche verehrt wird ist
wunderbar erschienen“.
Aus dieser
Inschrift entwickelte sich eine aufsehenerre-
gende durch das Volk bekräftigte Tradition,
wertvoll auch als Zeugnis eines Volkes, das
seit jeher in diesem Bild seine Schutzherrin
erkannt hat: das Volk Albaniens.
Eigentlich gehörte dieser Titel schon der
kleinen Augustiner-Kirche im Zentrum von
Genazzano. Es war die sel. Petruccia, eine
Augustiner-Terziarin, die die Mühe auf sich
nahm, durch Hingabe ihrer Mittel die baufäl-
lige Kirche aufzufrischen im unerschütterli-
chen Vertrauen darauf, dass die Heiligste
Jungfrau und St. Augustinus intervenierten,
damit der Bau zu Ende geführt werden konn-
te. Die Gebete wurden
erhört und die Erwartung
belohnt.
Am Fest des hl. Markus,
dem 25. April 1467, gesch-
ah etwas zur Vesperstunde,
das alle erfasste und an ein
Wunder glauben liess:
Zuerst wurde das „erschie-
nene Bild“ wegen seiner
zärtlichen Schönheit
„Madonna del Paradiso“
genannt; „Madonna della
Piazza“ aufgrund des
Ortes, wo die Kirche stand,
oder auch „Madonna di
Genazzano“, aber von allen blieb der altehr-
würdige Titel „Mutter vom Guten Rat“.-
Man sagte auch, dass das Fresko aus Scutari
stammte und dass die Engel selber es trans-
portiert hätten, um es vor der Profanierung
zu schützen. Noch heute hört man das von
Albanern häufig gesungene Lied “Kehr
zurück, du treue Mutter, kehr nach Albanien
zurück“.
Unter den vielen Heiligen und
Seligen, die den Pilgerort besucht haben, ist
die sel. Mutter Teresa von Kalkutta zu nen-
nen, die selber aus Albanien stammte.
Der Hauptakzent des Bildes ist die
intensive Umarmung der Mutter durch
den Sohn:
sehr klar wird deutlich, dass die
Energiequelle dem Mensch gewordenen
Gott entspringt, von dem die Mutter Kraft
und das Licht empfängt, das sie „göttlich
schön“ macht.
Die Verehrung der „Mutter vom guten
Rat“, verbreitet durch die Augustiner-Mönche
und von den Päpsten gefördert, fand im
Herzen der Gläubigen grosse Beachtung und
Befolgung, es vervielfältigten sich die
Kirchen, die Altäre, die Bilder zu ihren Ehren.
Leo XIII. verfügte 1903, dass die Mutter des
guten Rates
in die Lauretanische Litanei ein-
gefügt wurde. Das liturgische Fest der
„Ankunft“ wird heute am 26. April gefeiert.
Wenden wir uns als wahre Gläubige an
die zärtlichste der Mütter:
Freu dich Maria, Bild der Kirche und
zärtliche Mutter des Guten Rates, Du bist
unser Vorbild, das Zeichen sicherer
Hoffnung auf unserm Pilgerweg. Darum
schauen wir auf Dich auf unserm Weg durchs
Leben, der durch die zersetzenden Kräfte der
Gewalt und der Macht verhärtet und
schmerzhaft geworden ist: lass uns lernen,
Christus wachsen zu lassen in den Herzen
der Menschen, lehre uns, allem Bösen zu
trotz, das Gute, das Wahre und das Schöne zu
säen; damit wir in der Kraft des
Evangeliums, die einzige, die uns Dir ähn-
lich macht o Maria, das Bild der Kirche
sehen, in Dir, unsere zärtliche Mutter des
Guten Rates. – Amen.
P. Ludovico Maria Centra
Es ist ein Lied für IHN
(einfache Gedanken)
von Pietro Squassabia
Im Lesen der Bibel, nicht nur der
Evangelien, begegnest Du Jesus viele Male.
Du siehst IHN in vielen Ereignissen, die in
diesem Heiligen Buch erzählt werden. So
scheint es dir, dass du IHM überall begegnest.
Die ganze Bibel scheint uns von der
Liebe Gottes zu den Menschen zu sprechen,
erfahrbar gemacht durch Jesus. Alles scheint
uns das Geheimnis Gottes zu entschleiern,
der den eigenen Sohn opfert um ihn uns zu
schenken, trotz unsrer Sünde. Alles scheint
den verborgenen Schatz zu entdecken, alles
scheint, uns von Jesus zu sprechen.
So siehst du im Bild des Moses Jesus, der
jeden Menschen aus der Sklaverei der Sünde
befreit. Du kannst IHN sehen im Manna, das
jedem Menschen den Hunger nach Wahrheit
stillt, in der bronzenen Schlange, die von
den giftigen Bissen der Sünde heilt, im
Weizenkorn das stirbt, um uns die Frucht der
Heilung zu schenken, in den Kleinen, weil er
sich klein gemacht hat, um in uns und um uns
nahe zu sein. So kann man es aus jeder Seite
der Bibel lesen: sie alle sprechen von Jesus.
Die ganze Bibel scheint für IHN geschrieben,
alles scheint ein Lied für Jesus zu sein, „dem
schönsten unter den Menschensöhnen“,
der
aus der Liebe des Vaters und des Menschen
sich so demütig gemacht hat „wie einer, vor
dem man das Gesicht verbirgt“
(Is 53,3).
Die Bibel erscheint als das Lied des
Vaters an den Sohn, an dem Er seit
Ewigkeit sein Wohlgefallen hat; Das Lied
der Mutter an den Sohn, vor dem sie immer
in Beschauung verharrt und von dem sie die
ganze Liebe erhält; das Lied des Menschen
an Jesus, dem Lamm geopfert zum Heile
aller. Die Bibel erscheint als das Lied des
Himmels und der Erde an den Freund, der
dem ganzen Universum zu Jubel gereicht.
Darum lädt uns Maria zum Lesen der
Bibel ein und dazu, sie in unsern Häusern
sichtbar zu halten: sie will uns zu Jesus brin-
gen. Ja doch, Maria, indem sie uns einlädt,
die Heilige Schrift zu lesen, begleitet uns
unvermeidlich auf Jesus zu, lässt uns die
Person Jesu entdecken. Das wünscht die
Muttergottes: uns alle zu IHM zu tragen.
Bewahren wir also die Worte dieses
Buches, behalten wir sie im Herzen und
beschauen sie ununterbrochen. Tun wir wie
Maria, die all das begleitete und bewahrte, was
sie Jesus tun sah und tun spürte: so können wir
IHM sicher begegnen. Maria will uns darin
helfen: bitten wir sie darum mit Vertrauen.
Vielleicht können wir so die Freude
erfahren, mit Jesus zusammen unterwegs zu
sein. Auf dem Weg, der unvermeidlich durch
die enge Pforte führt, die für Jesus seine
Passion war, als Beispiel auch für uns.
Danke Maria, dass du uns dieses
Werkzeug der Heils zeigst. Danke, Jesus,
weil du unser Heil bist.
„Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist.“ (Joh 16,24).
Die von Jesus verheissene Freude ist die Freude dessen, der die Fülle in der andauernden Leere des nie beendeten Weges und einer stän-
dig weiterführenden Reise zu finden versteht, dem die Einzigartigkeit dieses Dynamismus der Beziehung innewohnt,
zu dem der gestorbene und auferstandene Herr uns führen will:
Das innergöttliche Leben, das ganz Bewegung und nie statisch ist, sich selbst genügt
aber ganz Wunsch bleibt.
Fratel Michael Davide
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Echo 194
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F
ERIEN
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EIT FÜR
G
OTT
An einem Gebetstreffen, woran ich vor ein paar Tagen teilgenommen habe, wurden die
Jugendlichen eingeladen, das Thema Ferien, Zeit für Gott, zu betrachten. Eine günstige
Zeit, Ihn zu suchen und sich Ihm zu widmen. In diesem Kontext hat ein junger Mann von 24
Jahren erzählt, dass er den ganzen Monat August in einer Salesianer-Mission in Kenya zu
verbringen gedenkt zusammen mit zwanzig andern jungen Menschen unsrer Diözese von
Macerata (I). Sein Zeugnis hat mich sehr betroffen gemacht. Es ist schön und stärkend, jun-
ge Menschen zu erfahren, die unter vielen Stimmen die Seine erkennen, die unter tausend
Werten zu wählen wissen, welcher am meisten zählt.
Es mag nicht für alle stimmen, diese Wahl zu treffen, um ihre freie Zeit „zu verwalten“,
und doch gibt es welche, die bereit sind, diese Wette einzugehen, etwas zu riskieren. Sicher,
nicht alle können dasselbe tun, nicht alle haben dieselben Möglichkeiten und nicht an alle
richtet der Herr denselben Ruf. Aber sicher ruft Er uns alle auf, dass wir unsere Zeit als Seine
Zeit zu leben verstehen,
„die Zeit, in die Er gekommen ist, zu wohnen und zu heilen. So ver-
kündet uns der heilige Lukas: „die Zeit ist erfüllt ...“. Diese Zeit, in der wir leben ist die Zeit
Gottes, ist eine volle Zeit, eine erfüllte Zeit ... Schon heute ist es uns gegeben, diese Fülle und
Vollendung, die das Wort Gottes ist, wahr zu nehmen: das Wort Gottes ist Fleisch geworden.
Ich möchte, dass alle Leser inne halten um die Tage, die sie zur Verfügung haben um sich
auszuruhen und zu entspannen auch als eine Zeit erleben, die die Vorsehung ihnen anbietet
um Gott zu begegnen. Denn es ist allein in der Begegnung mit Ihm, dass wir die wahre
Ruhe finden, den wahren Frieden.
Wir alle kennen den schönen Ausdruck Jesu bei Matthäus im Kapitel 18,22: „Kommt alle
zu mir, die ihr müde und beladen seid, ich will euch erquicken“. Dann fährt er fort „und lehrt
von mir ...“. Das Ausruhen in Gott ist immer aufbauend. Mit dem Herrn zu sein heisst
immer lernen. Das Mit-Ihm-Sein in jeder Situation unseres Lebens kann nichts anderes als
uns wachsen lassen, uns bessern und eintreten lassen in das „wahre Leben“, wie es der Papst
so gerne immer wiederholt.
Ja, die Christen gehören zu jenen, die lernen müssten, jeden Moment des Lebens schät-
zen zu lernen, so auch die Zeit der Ferien, als den Ort, dessen Gott sich bedient um sich zu
zeigen, zu rufen, zu heilen, seinen Geist in uns zu giessen, der alle Dinge neu werden lässt.
Wer die Möglichkeit hat, Ferien zu geniessen, möge es in der Schule Jesu tun, die auch
die Schule des Vaters ist, die Schule der Liebe, und daran denken, dass Gott nie in Urlaub
geht und wir nicht fern von Ihm unsre Ferien verbringen können.
P. Gabriele Pedicino
Ist dir frisches Wasser
gegenwärtig?
Welche Freude, wenn wir es von Hitze
geplagt vortreffen, oder unser Körper von
der Sonne verbrannt ist! Die Frische erfreut,
wie die Klarheit, Zeichen, dass es durch
nichts verschmutzt ist. Wir fühlen uns sicher,
wenn das Wasser durch seine Klarheit „den
Grund“ der Dinge erkennen lässt und uns zur
Erforschung anstiftet. Berührt man es, taucht
man darin ein, oder trinkt man es, ist es, als
ob diese Eigenschaften in
uns eindringen und uns
ebenso machen. Und warum
auch nicht, wo doch der
größte Bestandteil von uns
selbst aus Wasser besteht!
Ist dir frisches Wasser
gegenwärtig? Also gut, so ist Maria:
Frisches, reines Wasser, stets bereit in uns zu
fließen, um uns die Schlacke der Sünde abzu-
waschen. Sind wir in sie ‚eingetaucht’, spüren
wir die Leichtheit des Seins, das sich frei,
dank des Fehlens der Anziehungskraft, über-
lassen kann. So wie im Meer, wenn wir auf der
Wasseroberfläche „schweben“. Allein, ich
beziehe mich nicht auf die Anziehungskraft
der Erde, sondern auf die Schwere der Schuld,
unsere oder jene anderer, der Last der Erde,
die uns wegen der materiellen, dringenden und
aufdringlichen Bedürfnissen drückt.
Indem es aus dem Herzen des Vaters,
Quelle ewig offener Gnade, quillt, erreicht
uns Maria wie ein quirliges Bächlein, das
jedes Hindernis und die Steine unserer
Hartnäckigkeit überwindet, in die Spalten
unserer Seele eindringt und sie erfrischt als
auch tränkt. Jede ihrer Berührungen ist
Wohltat, jeder Tropfen Erleichterung. Sie
schreitet sicher und ruhig voran, wie ein
Bach, der aus der Ewigkeit fließt und in diese
Zeit gelangt, die Kanäle ausgetrockneter
Leben auffüllt, indem sie die Felder der von
der Habsucht der Reichen ausgetrockneten
Armen begießt, die Leere der plötzlich
Verstorbenen und unvorstellbaren Trauerfälle
auffüllt. Ganze Völker leiden unter der
Trockenheit des Glaubens, und sie sendet
segensreichen Regen, taucht ruhig und
gleichmäßig ein, erweicht die Herzen, die wie
Wüstensandklumpen verhärtet da lagen, weil
niemand ihnen die Wahrheit verkündete.
Es endet nicht hier. Schweigst du, wird
das Wasser Musik und beruhigt den beküm-
merten Geist; wie die Welle an der Küste
bricht, oder wie am Brunnen das Wasser
gleichmäßig herab fließt.
Hinhören bringt Frieden und
beruhigt die Seele. Wenn du
während des Gebetes
schweigst, hörst du die Stimme
Mariens, hörst du ihren
Gesang, die Melodie aus
Noten, die unaufhörlich ihrem Herzen ent-
springen, um mit uns zu reden, uns zu beru-
higen und trösten, eben wie es Kinder erfah-
ren, die die Stimme der Mutter vernehmen.
In den Bergen einer steinigen Gegend,
hat sich eine reine Quelle vor 26 Jahren auf-
getan und fährt weiter, uns Wasser zu schen-
ken, jeden Tag, um den Durst nach Gott zu
lindern, den jeder von uns in der Brust ver-
spürt. In Medjugorje ist Maria frisches
Wasser,
und es ist für alle dort. Millionen
von Pilgern aller Rassen haben daraus
geschöpft, um mit vollen Feldflaschen nach
Hause zu kommen: an Bekehrung, erneuer-
tem Gebet, gelebten Sakramenten. Es befin-
det sich dort seit langem, und es stagniert
nicht, ist stets in Bewegung, denn die
Wasserader ist dynamisch, aus der selbst die
Dreieinigkeit entspringt.
Man kann dieses Wasser leicht bekom-
men, es genügt – möglichst leere - Hände
hinzuhalten. Besser noch das Herz, denn
dann verlässt sie uns nicht mehr.
Stefania Consoli
Der Dienst
des Zeugnisses
Noch immer sind die Pilger unzählbar,
die auf diese geweihte Erde strömen, viele
unter ihnen zum ersten Mal. Alle haben
Durst, etwas mehr zu erfahren, Gott zu
erkennen, eine neue Stimme zu hören, die
ihnen raten könnte, wie man beten muss, wie
man sich Gott nähern kann.
Es ist eine Freude, diesen Wunsch in den
Seelen zu sehen, und ich denke, dass die
Muttergottes für jeden Pilger wünscht, dass
er seinen wahren ihm eigenen, persönlichen
Weg der Umkehr beginne.
Es ist allein der Heilige Geist, der die
Liebe Gottes mitteilen kann, und nur Maria
kennt die Art und Weise, um das Herz eines
jeden zu rühren. Beim entwickeln meines
Zeugendienstes
werde ich mit immer grös-
serer Klarheit gewahr, dass jenseits meiner
Worte die Menschen eine schon vorhandene
Gnade erkennen und aufnehmen, eine von
Maria geschenkte und geschützte Gnade,
weiter gegeben durch Opfer und Gebet mei-
ner ganzen Gemeinschaft. Es gibt so viele
Dinge zu lesen oder zu erzählen aus
Medjugorje, aber die Pilger suchen vor
allem das direkte Zeugnis eines gelebten
Lebens.
Oft, beim Vorbereiten der Pilgerbesuche,
spüre ich, dass es nicht wichtig ist, was ich
sagen werde, jedoch allein mein Wunsch,
Gott mitzuteilen, und ihr Wunsch, innerlich
teil zu nehmen an diesem tiefen Austausch.
Ich stelle fest, dass der Moment des
Zeugnisses nicht getrennt bleibt von dem,
was das Leben im Alltag aussagt.
Nach jeder Begegnung spüre ich die
Notwendigkeit und die Verantwortung, mich
ins Gebet zurückzuziehen, um Gott alle
Anliegen zu übergeben, die mir anvertraut
wurden; ebenso alle Seelengründe, mit
denen die Menschen in Kontakt gekommen
sind, damit das Licht, das sie vom Herrn
erhalten haben, sich nicht verliere beim
ersten Windhauch, sondern wirklich die
Kraft hat, ihr Leben aus der Tiefe umzufor-
men.
Es gibt viele hier in Medjugorje, die
diesen Dienst erfüllen, der nicht immer
leicht ist, weil er die Hingabe seiner selbst
fordert. Wer wirklich dazu berufen ist, sein
Leben der Botschaft Mariens zur Verfügung
zu stellen, hat etwas Einzigartiges an die
andern zu verschenken.
So gibt es sehr verschiedene
Gemeinschaften und Charismen, aber die
Botschaft, die wir zu vermitteln gerufen
sind, bleibt die eine, denn nur eine einzige ist
die Botschaft Mariens: das Zeugnis der
Seher ist einfach und sozusagen „immer
gleich“ in der Substanz.
Und doch, wie viele Herzen werden
berührt und erreicht durch ihre Worte, wie
viele Menschen bleiben überzeugt gerade
durch diese einfache, verständliche Sprache
zu jedem einzelnen, da es ganz einfach die
Person ist, die Hoffnung und Freude über-
bringt, um den Seelen das Leben Gottes wei-
ter zu geben.
Francesco Cavagna
4
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E s G e s c h a h i n M e d j u g o r j e . . .
„E
IN
V
OLK AUS EINEM FERNEN
L
AND
Anfang Mai, dem Maria geweihten
Monat, bemerkte man eine ganze Welle von
Pilgern
, sehr verschieden wie gewohnt.
Besonders aufgefallen ist mir die Anwesenheit
eines Volkes sehr treuer Marienverehrer, eines
Volkes, dem ich im Herzen sehr verbunden
bin, „ein Volk aus einem fernen Land, fern
aber so nahe durch die Kommunion des
Glaubens und der christlichen Tradition“.
Ja,
ich spreche von den Polen, sie machen den
Hauptanteil dieser zahlreichen Pilger aus in
dieser ersten Maiwoche. Sie sind gekommen,
Gott zu danken für das Geschenk der Jungfrau
Maria, und um ihren Lobgesang zum Herrn
aufsteigen zu lassen.
Durch die Geschichte der Jahrhunderte
haben sie zu wiederholten Malen die beson-
dere Hilfe der Muttergottes erfahren. Die
Kraft und der Glanz dieser „mütterlichen
Hand über ihrer Erde“
haben sich bei ver-
schiedenen Gelegenheiten gezeigt, unter
denen die bekannteste der wundersame
Schutz der Muttergottes während der schwe-
dischen Besetzung war. Während
Jahrhunderten hat das ganze polnische Volk
als besonderen Schutz den Mantel der
Jungfrau Maria berührt und verschiedene
Könige des Landes haben sie die „Königin
Polens“ genannt. Pius XI. führte das Fest der
Jungfrau Maria, Königin Polens, am 3. Mai
ein und Papst Johannes XXIII. proklamierte
Maria als hauptsächlichste Beschützerin
Polens nach St. Stanislaus und St. Wojciech.
Daher also diese Invasion von Polen in
Medjugorje! Daher die polnischen Hymnen
die man überall auf den Hügeln hört, Die
diese geweihte Erde umgeben, zum Lob und
Dank! Daher diese Welle von Pilgern,
gekommen aus einem fernen Land ...
Aber ich glaube, dass wer auch immer in
Medjugorje gewesen sein mag, bemerkt hat,
dass zu jeder Zeit gewisse Pilger-Wellen aus
verschiedenen Ländern hier sind, seien sie
aus der Nähe oder der Ferne. Wenn man hier
lebt, beginnt man nach und nach die Pilger
der verschiedenen Länder an ihren
Charakteristiken zu erkennen (so sehr, dass
es gelingt, die Nationalitäten der
Pilgergruppen bereits an ihrem Benehmen,
ihrer Kleidung oder ihrem Blick zu erken-
nen) Ja, Medjugorje ist wahrlich immer in
Bewegung und die Verschiedenheit unter
den Menschen lässt es noch lebendiger
erscheinen.
D
ER
M
AI BEREITET UNS VOR
Die Tradition der Marienverehrung im
Monat Mai hat ihre Wurzeln im 5.
Jahrhundert. Sie gehört zum Aufblühen des
Frühlings, und die Generationen von
Gläubigen, die uns vorausgegangen sind,
waren gewohnt, zu Füssen der Marienbilder
und in Kirchen und Kapellen, aber auch bei
verschiedenen Kapitellen entlang der
Pilgerwege ihre Sorgen niederzulegen. Ich
überlege mir aber auch folgendes: die
Jungfrau Maria bereitet uns in diesem
Monat noch für etwas wichtigeres vor. Sie
führt uns immer hin zum Einzigen Gut, das
Gott ist ... Nach dem Mai kommt der Juni,
der Monat, der dem Göttlichen Herzen
geweiht ist, aus dem zu unserm Heil Blut
und Wasser flossen. Sie, die „demütige
Magd“, will für uns ein „Leucht-Signal“
sein, das nur ein Ziel hat, unsere Schritte
dorthin zu leiten, wo unser Vater ist.
D
IE
S
CHÖNHEIT DER
K
INDER
Es ist eine Freude, die Kinder in den
schönsten Kleidern zu erleben, wie sie sich
zum ersten Mal um den Tisch ihres Herrn im
Sakrament der Eucharistie versammeln, so
festlich wie nur möglich. Trotz ihrer
Einfachheit liegt auch ein gewisser Ernst
und eine sympathische Unruhe auf ihnen.
Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, wer-
det ihr nicht in das Himmelreich eintreten“.
Diese kleinen Herzen bleiben oft wie ver-
zaubert vor diesem Geheimnis, in dem „ein so
grosser Gott , den die ganze Welt nicht fassen
kann, sich so klein und bescheiden macht, um
in unsere armen Herzen zu treten ...“
Dieses Bild der Kinder, die die heilige
Kommunion zum ersten Mal erhalten haben,
vermöchte uns sehr stark zu berühren und
anzuspornen, damit wir uns mir ehrlicherem
Glauben und Liebe diesem Sakrament zu
nähern, diesem Bronn des Lebens und Quell
aller Gnaden ...
M
ARIA BESUCHT UNS JEDEN
T
AG
Ich frage mich, sind wir uns dieser
Wahrheit bewusst: dass die Mutter Gottes,
die „Voll der Gnade“, uns jeden Tag besucht
wie sie die heilige Elisabeth besucht hat?
Pater Ljubo wiederholt den Pilgern oft:
„Seit sieben Jahren bin ich schon hier in
Medjugorje, aber ich scheue mich zu sagen,
dass ich Medjugorje kenne. Medjugorje
kann man nur knieend und im Gebet erken-
nen“.
Ich habe mich dieser Worte erinnert,
als ich am späten Abend des Festes der
Heimsuchung Elisabeths auf eine Gruppe
Jugendlicher auf dem Podbrdo zu Füssen der
Muttergottes gestossen bin. Mein Herz
erfreute sich beim Anblick der „parkierten“
jungen Menschen und beim Zuhören, wie sie
beteten, philosophierten und theologisierten;
sehr konkret waren ihre Gebete, aufrichtig
und ausdrucksstark in der typischen Sprache
der Jugend. Sie waren so wie sie sind ... das
ist wichtig! Begleitet vom Licht des
Vollmonds sind sie gekommen, um den
Besuch der Gottesmutter zu erwarten (wie
waren sie den vielen jungen Menschen in
nächtlichen Stadtleben ähnlich und gleich-
zeitig wie verschieden waren sie, nur schon
darum, weil sie auf die Einladung der himm-
lischen Mutter geantwortet hatten).
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AS
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EST
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EINES
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EIBES
ER ist es, der durch die Strassen von
Medjugorje zieht. Der eucharistische Leib,
der wirkliche, königliche Leib. Sein Segen
möchte jeden Winkel erreichen, wo wir sind,
und jedes Ding, das sich im menschlichen
Herzen verbirgt ...Ich empfinde neben der
Freude, IHN zu begleiten, auch eine gewisse
Traurigkeit, sehe nicht wenige die den
Corpus Domini wie einen gewöhnlichen
Spaziergang begehen, und das hier, an die-
sem Ort, wo die Muttergottes uns schon seit
26 Jahren zur Umkehr ruft!
Mir missfällt diese unnötige Kritik, aber
sie ist unvermeidlich. Ja, denn unser Gott ist
so gut, so geduldig und barmherzig, und wir
Menschen sehen IHN oft nicht, beachten IHN
nicht, auch nicht, wenn er uns ganz nahe ist!
Aber es waren auch einige Menschen da,
die mit aufrichtigem Herzen den
„Herrenleib“ durch die Strassen begleitet
haben, mit Würde und wahrer Liebe zum
zahmen Lamm, „so gut wie ein Stück Brot“
... worin Er gegenwärtig bleibt, ganz für uns,
für immer.
Die Liebe schickt mich zu Euch
Die Botschaften der Königin des
Friedens, die sie der Seherin Mirjana anver-
traut am 2. eines jeden Monats, sind immer
sehr dicht, wenn sie sich mit ihr zu Gebet
und Gespräch unterhält. Es geht dabei um
die Bekehrung der Nicht-Glaubenden. Bei
der Begegnung im Juni trug uns Maria auf
zu sagen: „Geliebte Kinder, auch in dieser
schwierigen Zeit schickt Gott mich zu Euch.
Meine Kinder, habt nicht Angst, ich bin mit
euch. Mit ganzem Vertrauen gebt mir euer
Herz, damit ich euch helfen kann, die
Zeichen dieser Zeit zu erkennen, die ihr
durchlebt. Ich werde euch helfen, die Liebe
meines Sohnes zu erkennen. Ich, durch euch,
werde triumphieren. Ich danke euch!“.
Wie gewohnt, hat die Madonna auch die-
ses Mal eingeladen, für die Priester zu beten.
Sie unterstrich die Wichtigkeit der priesterli-
chen Segnung.. Sie sagte: “wenn die Priester
euch segnen, so segnet euch mein Sohn!”
Der Jahrestag!
Auch dieses Jahr kam der Jahrestag der
ersten Erscheinungen mit seiner Ladung
voller Gnaden. Am 25. Juni war Medjugorje
ganz voller Pilger, gekommen von all überall
um Maria zu danken, die seit sechsundzwan-
zig Jahren uns jeden Tag besucht und uns zu
ihrem Sohn Jesus führt.
Lust zur Feier, Lust auf Freude in den
Herzen aller, in der Sicherheit, neue geistli-
che Gaben nach Hause zu tragen, um noch
eifriger, noch entschlossener den Weg der
Königin des Friedens zu gehen. Gott trägt
durch Medjugorje ein grosses Instrument
daher, und wer dorthin kommt, kann nicht
anders als spüren, dass er wichtig ist.
5
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UM
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BSCHLUSS DES
J
UBILÄUMS
:
Das Geheimnis einer noch
zu entdeckenden Gnade
von Giuseppe Ferraro
Es gibt eine Botschaft ohne Worte, die
uns Maria in Medjugorje mit außerordentli-
cher Wirksamkeit übermittelt, die sicher die
wertvollste, überaus bedeutungsvoll und
fruchtbar ist: Ein Strahl an Gnaden, der durch
ihre Anwesenheit mit der unbeschreiblichen
Kraft der Liebe sich den Seelen vermittelt.
Diese Gnade begann sich am Beginn eines
Ereignisses zu offenbaren, auch nur raum- und
zeitbegrenzt, und entspringt dem Geheimnis
des Herzens Gottes: Zur Zweiten Vesper, vor
sechsundzwanzig Jahren, am Festtag Johannes
des Täufers, erschien die Mutter Gottes sechs
Jugendlichen auf einer Anhöhe eines Dorfes in
der Herzegowina und hat sich der Welt so vor-
gestellt: „Ich bin die Heilige Jungfrau Maria,
Königin des Friedens“ (Botsch. 26.06.1981).
Ausgehend von diesem Eindringen in ein
armes Bauerndorf, ein entfernter, christlicher
Landstrich Europas, über den sich plötzlich
der Himmel öffnet, angesichts absoluter
Gleichgültigkeit der Großen der Erde und
mächtigen Medienapparate unserer überzivili-
sierten Erde, beginnt sich mit der Macht und
Zartheit des evangelischen Sauerteigs eine
geheimnisvolle, spirituelle Entwicklung abzu-
zeichnen, die die Herzen einer Vielzahl von
Kindern verwandelt.
Es ist der Beginn eines immer größer wer-
denden Zustroms, vorerst von den angrenzen-
den Gebieten und nach und nach von allen
Kontinenten, Millionen von Männern und
Frauen, die Maria zu der von ihr bezeichneten
„Quelle der Gnade“ ruft. „Liebe Kinder, ihr
seit für die Botschaften verantwortlich. Hier
befindet sich die Quelle der Gnade, und ihr,
liebe Kinder, seid die Gefäße, in denen diese
Geschenke vermittelt werden. Daher, liebe
Kinder, lade ich euch ein, diesen Dienst ver-
antwortungsvoll zu vollbringen. Jeder ant-
worte nach eigener Fähigkeit. Ich lade euch
ein, die Geschenke den anderen mit Liebe zu
verteilen und sie nicht für euch selbst zu
behalten. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt
seid!“
(Botsch. 08.05.1986).
Das ist überaus bekannte Chronik für
alle, die sich auch nur oberflächlich mit
Medjugorje befasst haben. Natürlich ist klar,
wenn sich alles nur darauf begrenzt hätte,
handelte es sich um ein faszinierendes
Ereignis, jedoch ohne grundlegende
Elemente echter spiritueller Gnade: Die
Miteinbeziehung der Seelen im großen
Dienst Christi für die Rettung der Welt.
Trotzdem sind an diesem Punkt viele, auch
vornehme Beauftragte, unverständlicher
Weise gestolpert, und verwickelten sich in
eine edle, einschränkende Logik des
„Marianischen Wallfahrtsortes“ und verehr-
ten Ikone einer „Madonnina“, die vor allem
deshalb erschienen sein mag, um die ver-
schiedensten Wünsche der Pilger zu erfüllen,
um das Leben in diesem „Tal der Tränen“
verträglicher zu machen. In Wahrheit sind in
Medjugorje auch die besonderen und außer-
ordentlichen Gnaden in Vielzahl, und es wird
immer klarer, dass das alles im Rahmen eines
schwindelerregenden Plans kosmischen
Atems erfolgt, der weit über die engherzigen,
spirituellen Schemen hinaus geht, in denen
man glaubte, ihn eingrenzen zu können.
Bei genauerer Betrachtung der
Besonderheit der drei großen geistlichen
Feuer, die Maria am Anfang in Medjugorje
ausgesucht hatte: Podbordo, Krizevac und
Pfarrkirche, so kann man in der Tiefe die
Kennzeichen der besonderen Gnade erken-
nen, die Gott der Welt durch die Anwesenheit
der Königin des Friedens anbietet. Eine
dynamische Gnade, die das Siegel des
Geheimnisses der Dreieinigkeit in sich trägt
und sich den Seelen vermittelt, sie zu schritt-
weiser Entwicklung führt, die Gnaden unter-
schiedlicher Färbungen vermittelt, und trotz-
dem wie Blüten einer einzigen Blume unter
sich eine unzertrennliche Einheit bilden.
Im Besonderen lässt Maria am Podbordo
ihre Anwesenheit spürbar machen, um uns
ins Geheimnis ihrer Jungfräulichkeit einzu-
binden und uns in Gemeinschaft mit ihr zu
führen. Auf dem Krizevac übermittelt sie uns
ihre völlige Hingabe, die vollkommen in die
königliche Hingabe des Lamms im Zeichen
des glorreichen Kreuzes verschmolzen ist. In
der Tat entspringt nur dem durchbohrten
Herzen des Sohnes das Geheimnis der
Kirche, die ewige Quelle jener Liebe, die die
Seelen mit dem eucharistischen Leib Christi
verschmelzt, Sakrament der neuen
Schöpfung für das ganze Universum, symbo-
lisch in Medjugorje von der Pfarrgemeinde
dargestellt. Nicht aus Zufall ist Maria lange
Zeit und auf besondere Weise an diesen drei
Orten der Gnade erschienen, beinahe um uns
auf einen spirituellen Wegverlauf zu führen,
der uns fortschreitend an ihrer eigenen
Mission als Miterlöserin teilhaben lässt.
Der neue Aspekt, der zunehmend kon-
kret durchschimmert, ist, dass Medjugorje
das „Samenkorn“ zu sein scheint, eines weit
aus größeren Plans an Gnaden, in dem alle
Seelen der ganzen Schöpfung mit einge-
schlossen sind. Infolge vieler übereinstim-
mender Zeichen und nach der klaren prophe-
tischen Verkündigung der Königin des
Friedens, scheint er den Himmel mit der
endgültigen Erfüllung jenes <Geheimnisses
Seines Willens> (vgl. Eph 1,9) zu beleuch-
ten, wie von der hl. Schrift verkündet, „die
Fülle der Zeiten heraufzuführen, in Christus
alles zu vereinen, alles, was im Himmel und
auf Erden ist“ (Eph 1,10).
Dieser Strahl an Gnaden, der den Seelen
an den von Maria in Medjugorje erwählten
Orten ausgegossen wird, erweist sich an neu-
en, geistlichen Orten mit gleicher, wenn nicht
stärkerer Intensität, Räume lebendiger
Gemeinschaft mit ihrem jungfräulichen
Herzen, die (Gemeinschaft AdR) sie selbst
erweckt hat und die sie persönlich führt, auch
mittels Gaben und besonderen Charismen. Sie
sind dazu bestimmt, sich zu verbreiten und auf
der Welt zu vervielfachen infolge eines uner-
gründlichen Gnadenplans, der im Herzen
Gottes geschrieben ist, um die Glieder des
mystischen Leibes des Sohns wieder aufleben
zu lassen, im Lichte des Brautgeheimnisses
des Geopferten Lamms (vgl. Offb 19,7), und
damit <will er die Kirche herrlich vor sich
erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder
andere Fehler; heilig soll sie sein und makel-
los> (vgl. Eph 5,27).
Auf der Grundlage der Gnade von
Medjugorje, die den Samen schon durch die
erste Gebetsgruppe von Jelena keimen ließ,
lässt Maria heute neue, geistliche Familien
entstehen. Durch sie vervielfacht sie ihre
besondere Anwesenheit auf Erden, wohl auf
verschiedene Weise, mit derselben Intensität,
Wirklichkeit und Sachlichkeit, mit der sie
den Sehern anfangs erschienen war. Diese
neuen Gemeinschaften, die zuweilen unpas-
send „Früchte“ der Gnaden Medjugorjes
genannt werden, stellen hingegen eine weit
fortschrittlichere und dynamische
Entwicklung dar. Im gleichen geistlichen
Siegel vereint, das sich in Medjugorje in
große Feuer an ursprünglichen Gnaden aus-
drückt; in Gemeinschaft ausgesuchter
Seelen, die in enger Einheit mit Maria das
Geheimnis ihrer eigenen Jungfräulichkeit
und einer totalen Hingabe dem Geopferten
Lamm zu leben mit dem Feuer der dreieini-
gen Liebe gerufen sind. Durch das bedin-
gungslose Ja der Seelen, die sie selbst ausge-
sucht und gerufen hat, will sie jetzt diese
Einladung der ganzen Schöpfung überbrin-
gen. „Liebe Kinder, heute freue ich mich mit
euch und lade euch ein, euch mir zu öffnen
und in meinen Händen Werkzeuge für die
Rettung der Welt zu werden... ich wünsche,
dass ihr die Heiligkeit dieser Welt bringt, die
nach Gott und der Liebe Gottes hungert“
(Botsch. 25.03.1994). Nur so wird der Tod in
all seinen Ausdrucksformen von der Liebe
endgültig ‚verzehrt’ werden und das ganze
Universum wird vollkommen in Christus
aufgehen, als Gabe für den Vater: „Denn er
muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde
unter die Füße gelegt hat. Der letzte Feind,
der entmachtet wird, ist der Tod... damit Gott
herrscht über alles und in allem. (vgl. 1Kor
15,25-28).
Die Kraft der Veränderung
des Gebetes
Sie ergreift dich, wenn du es erlaubst, sie
entreißt dich auf unsichtbare Weise, wenn du
dich völlig in den Zustand eintauchst, wo das
Menschliche dem Göttlichen Platz macht,
wenn du betest. Du spürst die Berührung, die
in deine Seele eindringt und breitet sich in
dein ganzes Sein aus, so wie das Gebet voran
schreitet. Es ist der Hl. Geist, der in uns betet,
Er ruft „Abba, Vater“ mit „unaussprechli-
chem Seufzen“. Man weiß es, versuche es, es
ist etwas ganz anderes. Beim Gebet ist
Ehrlichkeit Voraussetzung, man muss alles
los lassen und sich nur dem Gebet widmen;
es ist ein Werkzeug, das das Geschick ganzer
Völker verändern kann, auch in weiter Ferne,
dank der in ihm einverleibten Allmacht, wenn
es von Herzen kommt. Es ist nötig, Ihn wal-
ten zu lassen, um Ihm zu erlauben, unsere
Seele zur Formulierung von Anrufungen,
Fürbittgebeten und Segnungen nach den
wirklichen Bedürfnissen der Menschen und
nicht nach unseren Vorhersehungen zu
führen. Dazu muss man sich klein machen,
um immer kleiner zu werden, während Gott
dich durchflutet und zum Kanal werden lässt.
Lässt du dich wirklich tragen, wie ein
Boot in der Strömung, wirst du sehen, wie all-
mählich dein Sein eine Veränderung erfährt.
Stufenweise entfernt sich die Wirklichkeit mit
ihrem Flittergold und jene himmlische kommt
näher, mit ihren Bewohnern und ihrem
Schimmer. Gedanken beruhigen sich und die
Glieder überlassen sich der Ruhe. Im Herzen
stürzen die Mauern ein, hinter denen man sich
normaler Weise zur Verteidigung verschanzt.
Die Gnade hüllt es ein, erweicht und formt es;
sie öffnet es, um darin Platz für ein anderes
Leben zu schaffen, jenes für Gott, und um die
Gedanken herauszuführen, die darin einge-
sperrt sind.
Der innere Blick erweitert sich, erkennt
Halbschatten und Aufmerksamkeit, um sicht-
bare Bilder einzufangen, die den Himmel ver-
mitteln. Daher schließen sich die Augen spon-
tan. Die Stimme, Werkzeug des Gebetes, wird
leiser und verläuft ruhig im vorgegebenen
Rhythmus, während die Stille in Abgründen
mündet. Alles verändert sich in dir, wenn du
dich im Gebet selbst verwandelst.
S.C.
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Bietet euer Leben an !
Der Sieg
über den Egoismus
Schon seit mehreren Ausgaben beschrei-
ten wir mit den Lesern einen Weg, um den
Sinn des Rufes zur Hingabe des eigenen
Lebens als Opfer für Gott für die Rettung der
Welt zu verstehen. Wir haben ihn auch als
„in Frieden geopferte Liebe“ bezeichnet,
denn dieser Weg hilft uns mit Freigebigkeit
die Liebe zu schenken, die Gott in uns einge-
pflanzt hat, wobei wir stets in Frieden ver-
harren, vor allem, wenn uns die unausweich-
lichen Prüfungen erreichen. Dann, ja dann
wird sich in der Tat die Echtheit der eigenen
Antwort ergeben: Wenn die Umstände
widerlich werden, entgegen unseren
Erwartungen; allein, wenn wir nicht die
Früchte unseres Opfers sehen, sondern alles
zusammen zu stürzen droht. Oftmals folgen
Prüfungen aufeinander und wir können das
Ende nicht erspähen und unser Ich wird
widerspenstig, verlangt von Gott
Rechenschaft und Erklärung für die uner-
wünschten Schwierigkeiten. Diese
Erfahrung haben viele vor uns gemacht,
wovon die Bibel zeugt, wie z.B. Ijob, der
vom Reichtum zu ärmsten Verhältnissen
kommt und Qual erleidet, und trotzdem,
nicht aufhört, Gott zu loben.
Viele haben danach gefragt, einige
Grundgedanken zu erklären, die, obwohl
einfach, vertieft werden müssen, um mit
größerem Bewusstsein gelebt zu werden. In
der Folge versuchen wir auf diese Fragen
eine Antwort zu geben, mit dem Wunsch
einige grundlegende Elemente unseres
Weges zu vertiefen.
Was muss geopfert werden?
Um auf diesen Ruf eine Antwort zu
geben, ist grundlegend ein inneres Opfer
notwendig: jenes des eigenen Ichs und aller
seiner Masken, d.h. jenes menschlichen
Reichtums, der der Schutz des Egoismus ist
und ihm erlaubt uneingeschränkt zu handeln.
Zum besseren Verständnis. Obwohl eini-
ge Personen einen Weg der Hingabe ein-
schlagen wollen, finden sie Zuflucht in den
eigenen Fähigkeiten und leben einen unge-
bremsten Tätigkeitsdrang, denn sie glauben
durch ihre Tätigkeit jedes Problem lösen zu
können. Im allgemeinen sind sie überzeugt,
alles zu wissen, handeln nach der eigenen
Logik und werden des Lobes stolz, den sie
empfangen, vernachlässigen aber das
Wichtigste: Das eigene „Ichzu opfern und
zu erlauben, dass Gott durch sie wirke.
Wie muss man in diesen Fall die eigenen
Talente verwenden?
Mit Einfachheit und vor allem im
Bewusstsein, dass wir alle Fehler machen
können. Ertragen wir geduldig unsere
Grenzen, ohne sie zu tarnen, um in den
Augen anderer als brav zu erscheinen, wird
sich Gott ihrer bedienen und wir empfangen
die Tugend der Demut, die ein weit besseres
Gut ist als jeglicher, äußerer Erfolg.
Das übertriebene Streben nach
Vervollkommnung, sei es menschlich wie
spirituell, ist ein schädliches ‚Produkt’ unse-
res Ichs. Der Wille in allem vollkommen zu
sein, führt uns dazu, dass alles unseren
Erwartungen entsprechen muss, weshalb wir
uns anstrengen, ja nicht den kleinsten Fehler
zu machen. Da dies aber unmöglich ist,
bemühen wir uns, diesen zu verstecken, um
keine schlechte Figur abzugeben. Wer so
handelt, lebt in Angst und Sklaverei, denn er
versucht alle zufrieden zu stellen, damit alles
in Ordnung ist, wird aber folglich Opfer sei-
ner selbst und macht den anderen das Leben
unmöglich. Wir verstehen daher, dass das
Vollkommensein uns viele Masken anlegen
lässt, hinter denen wir unglücklich sind,
unwirklich und lügenhaft.
Welche anderen Verkleidungen müssen
wir befürchten?
Im spirituellen Leben existiert eine ande-
re sehr subtile Maske: Die Vergöttlichung
des eigenen Ichs. Es handelt sich um einen
äußerst starken Stolz, der sich in der Seele
eingenistet hat, besonders in empfindlichen
Seelen, die den geistlichen Geschenken
offen sind. Diese Art von Stolz drängt die
Seele sich mit Gott gleich zu stellen.
Jegliche geistliche Erfahrung, auch die
vollkommenste, ist niemals göttlich: Sie ist
lediglich ein Strahl, ein kleiner Strahl der
Gottheit. Wenn wir behaupten, dass das, was
wir erleben göttlich ist, verfallen wir sofort
dem Stolz. Uns steht es nur zu klein zu sein,
geopfert, so dass sich Gott in uns als Herr
offenbare und uns mit Seiner Gottheit anzie-
he. Wir dürfen nie unser Ich selbst-vergöttli-
chen.
Warum ist die Prüfung als Gnade zu
betrachten?
Normaler Weise bekämpft der Mensch
die Schwierigkeiten des Lebens, oder er
stellt ihnen aus. Wollen wir aber, dass unser
Ich gereinigt werde, müssen wir notgedrun-
gen annehmen, dass es geprüft wird. Gott
lässt die Prüfung zu. Niemand kann sie wil-
lentlich aussuchen, denn unser Überleben-
sinstinkt schützt uns. Uns steht es jedoch zu,
sie in Gelegenheit der Gnade umzuwandeln,
wenn wir es zulassen, dass Gott selbst uns
beschütze.
Wenn wir im Schmerz erkennen, dass
Gott unser Herr ist, wenn wir mit
Gelassenheit und Glauben zulassen, dass die
Verletzungen unser Herz durchdringen, in
demselben Augenblick treten wir in die
Wunden Jesu ein, in welchen wir völligen
Schutz erfahren. Dann werden unsere
Wunden zu Wunden Christi selbst und aus
der Wunde des Herzens fließt barmherzige
Liebe.
Warum ist es so schwer in uns selbst ein-
zudringen?
Weil unser Ich sehr stark ist, es ist der
Ort, wo wir viele Interessen, Rechte, Ideen...
aufbewahren. Daher ist es vorteilhaft, zu
einer inneren Armut zu gelangen, wo wir
zulassen, uns selbst zu sterben. Die Kirche
erklärt, dass die Eucharistie Quelle und
Gipfel der Verehrung Gottes ist. Dies muss
in uns Leben und Wirklichkeit werden. Im
sich-Schenken beginnen wir wahr zu sein.
Der Mensch lebt seine Vollkommenheit in
der Liebe und des sich-Schenkens, abgese-
hen von allen spirituellen Geschenken. Es ist
wichtig, dass dieses Schenken verantwor-
tungsvoll, lebhaft und voll Begeisterung ist.
Wir müssen Ausdruck der lebendigen und
zarten Liebe Gottes ein, nicht um andere
zufrieden zu stellen – denn in solchem Fall
wäre es Sklaverei – sondern um der Liebe
Gottes selbst willen, die in den Brüdern
wohnt.
Wie kann man die Geschenke Gottes, die
Er uns anvertraut, verwalten?
Jedes in einer Seele anwesende
Geschenk kommt von Gott und hat die
Aufgabe, die in anderen anwesenden
Geschenke lebendig zu halten, wie in einem
Organismus, wo jedes Organ eine Funktion
für andere Organe hat. Auch die spirituellen
Geschenke sind nie Selbstzweck und für
einen persönlichen Bedarf bestimmt, für
jenen, der sie besitzt (das wäre bereits
Egoismus). Unser Geschenk, als Opfer unse-
rer Interessen, schenkt den Geschwistern
Leben.
Wir gehören uns nicht mehr selbst, son-
dern leben für die anderen. Hier stirbt end-
gültig unser Egoismus. Viele wollen sich
nicht in Frage stellen und noch viel weniger
sich selbst sterben, aber somit können sie
auch nicht auferstehen!
Welcher Unterschied besteht zwischen
Begeisterung und Erhebung?
Begeisterung bedeutet Erhebung seiner
selbst. Wir können auf Erden viele begeister-
te Seelen vorfinden, aber wenige davon
„erhoben“. Die einzigste wirkliche „erhobe-
ne“ ist Maria, erhoben in Seele und Leib.
Die begeisterten Personen leben in den
Wolken; die Personen, die Gott erhebt, sind
demütig, klein, einfach, und in jeder Lage
zeugen sie von Gott. Deshalb verherrlicht
Jesus den Vater in den Kleinen, denn Er
selbst macht sich in ihnen anwesend. Wer
zum Vater erhoben werden will, muss zu den
Letzten zählen, wie Jesus, wie Maria, denn
es ist Gott, der die Seele anzieht, Er ist es,
der sie erhöht, wir geben Ihm nur die
Möglichkeit dazu.
Niemand kann erhoben werden, wenn er
nicht vorher alles geopfert und sich völlig
dem Wirken Gottes überlassen hat. Er wird
ihn zu sich hinziehen, und nicht allein ihn,
denn durch seine Seele wird Er viele andere
auf sich ziehen. Daher werden die Worte
Jesu Wirklichkeit: <Wenn ich erhöht sein
werde, ziehe ich alle an mich>. Leben wir
diese mit ganzem Herzen, treten auch wir in
das königliche Priestertum Christi für die
Rettung der Seelen ein.
P. Tomislav Vlasic
(5. Fortsetzung folgt)
Leser schreiben
Sr. Stefania Bassan aus Khartoum –
Sudan: Seit einigen Jahren erhalte ich das
„ECHO“ und danke dem Herrn für das Gute,
das es mir und vielen andern Menschen
gebracht hat, besonders in der Mission Won,
wo ich mich befand. Seit einem Jahr bin ich
nach Khartoum zurück gekehrt. An Arbeit
fehlt es mir nicht, sei es unter den Armen,
aber vor allem im Haus: ich leite die Küche
unsrer Maternité, die im Durchschnitt pro
Tag etwa zwanzig bis dreissig Geburten hat.
Man hilft allen, Christinnen und
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Da ist die Madonna
dahinter!
Heute ist das ECHO bei mir eingetroffen
(das ich angstvoll erwartet habe); stellt euch
die Freude vor, als ich meine eigenen Worte
zitiert fand, mit denen ich euch bat, mit der
Zusendung fortzufahren.
Ich erinnere mich noch heute, wie ich das
ECHO kennen gelernt habe. An jenem
Morgen hatte ich mich zur Piazza San
Lorenzo in Pistoa begeben, um die Analysen
in einem Flügel des alten Spitals abzuholen,
wo eine kleine Kapelle angefügt ist. Beim
hinaustreten entdeckte ich die kleine
Kapelle der Kirche MADONNA DEL LET-
TO, sie stand noch offen.
Obwohl sehr in Eile, trat ich ein und fand
ein kleines Schmuckstück des Barock. Das
Kirchlein war erbaut über dem Bett eines
kleinen Spitalzimmerchens. Dieses Bett –
vermutlich etwa um 1400 erbaut – gehörte
einem Kind von circa 12 Jahren mit dem
Namen Maria, invalid und krank im
Endstadium. Eines nachts wurde es plötzlich
geheilt durch unsre himmlische Mutter, wel-
che ein Zeichen setzen wolle von ihrem lie-
bevollen Durchgang auch durch ihr Bild und
dasjenige ihres Sohnes im obern und untern
Teil des Bettchens. ... Die Brüder wollten
sodann eine Kapelle bauen über diesem
Bettchen mit diesen geheimnisvoll erschie-
nenen Bildern (es sind zwei sehr schöne
Ikonen).
Noch heute sieht wer eintritt eine eigen-
artige Kripta, abgeschlossen durch ein
Gittertor, wie ein Altar, und es ist da, wo ich
an diesem Morgen niedergekniet bin um in
meinem Elend zu beten und wo ich viele
Kopien des ECHO gefunden habe. Ich nahm
eine an mich, habe sie gelesen, und es eröff-
nete sich mir eine unbekannte Dimension:
mir ist ein Satz in den Sinn gekommen – ich
weiss nicht woher und von wem - : „der Sohn
bringt uns immer zur Mutter und die Mutter
zum Sohn“. Sofort habe ich um das
Abonnement gebeten. Es ist, als ob Maria
mich nie mehr verlassen hätte.
Denkt, dass ich eines Morgens die Tür
zur Kapelle verschlossen fand (es war knapp
um halb neun). Ich habe mich mit einigen
Frauen unterhalten, die, wie ich, einzutreten
wünschten: „wir glauben, dass es nicht gut
ist, wenn sie geschlossen bleibt“ sagten sie
zu mir in ihrem Toskaner Akzent, „es ist
doch die Madonna drin!“.
Rosella Castagnini
Musliminnen, man lebt den konkreten
Dialog. Ich bewundere die afrikanische Frau
auf diese Art: sie ist stark, mutig, mit vielen
Kindern; sie wird es sein, die dieses grosse
Volk rettet.
Ich danke euch sehr, dass ihr mir stets das
ECHO gesendet habt, bitte euch, damit fort-
zufahren. Jetzt grüsse ich euch sehr, bete für
euch und bitte um ein Gebet für das sudane-
sische Volk.
Sr.
Maria vom Rosenkranz aus
Spanien:
Liebe Familien all jener
Menschen, die dafür sorgen, dass ich das
ECHO MARIENS erhalte, das mir so viel
Trost bringt. Ich bin eine kranke Schwester,
kann nicht mehr arbeiten wie die andern.
Jeden Tag schaue ich nach der Post, ob das
ECHO angekommen ist ... so gut tut es mir.
Ich lese es aufmerksam, viele Seiten fotoko-
piere ich um sie wieder zu lesen, um es dann
an Menschen weiter zu geben, die es nötig
haben. Die Kopien des ECHO, die ihr mir
sendet, übergebe ich einer Frau, die in
Medjugorje gewesen ist.; sie liest sie und
gibt sie an andere weiter, so ergibt sich eine
Kette. Ich kann kein Geld schicken, opfere
aber mein ständiges Gebet und meine
Schmerzen und Grenzen auf, damit die
Vorsehung euch das nötige gebe, um die
Botschaften der Gospa an alle zu verteilen.
Ja, sicher, ich wünsche, euer „ECO DI
MARIA“ weiter zu erhalten!
Sr. Maria Rosa aus Chile: Mit grosser
Freude erwarten wir euere kleine Zeitschrift
ECHO, reich an geistlichen Überlegungen.
Unser aufrichtiger Dank steigt auf zu Gott in
unserm täglichen Gebet. Gott möge euch
zurück zahlen! Ein jedes Wort möge durch
unsere liebe Mutter umgeformt werden zu
Perlen des Himmels, wo wir in Ewigkeit
zusammen leben werden. Wir vertrauen euch
alle dem Barmherzigen Jesus an.
Frau Kraler aus Österreich: Danke für
euer wunderbares Heft. Es macht mich
glücklich jedes Mal wenn es ankommt!
Maria aus Deutschland: Das ECHO ist
eines der besten religiösen Schriften die ich
kenne! Danke und dass Gott euch segne!
P. Giorgio aus Jerusalem: Inmitten so
vieler Publikationen, die ich in Jerusalem
erhalte, kommt auch immer sehr grosszügig
eure Zeitschrift zu mir. Ich liebe, sie zu lesen
und bitte euch, es mir weiterhin zuzustellen.
Danke, es ist gute Arbeit!
Carla aus Italien: Kompliment an die
ganze Redaktion für die sehr interessanten
Artikel, die uns vieles lehren und uns
Medjugorje nahe fühlen lassen. Gute Arbeit
wünschen wir allen!
Giovanna aus Italien: Dank für alles,
was ihr für uns und für Maria tut. Es ist mehr
als ihr denkt. Der Herr segne euch.
Sergio Grisenti aus Pergine Valsugana
(Italien): Viel zu spät habe ich diese
Zeitschrift kennen gelernt, wirklich bildend
für die marianische Spiritualität. Es war mir
nur möglich, die letzten Nummern des ver-
gangenen Jahres zu erhalten. Unter den spi-
rituellen Texten, zu denen ich für meine inne-
re Bildung gegriffen habe, hilft mir dieses
Heft sehr, um die Wünsche Marias aufzuneh-
men durch die Berichte der Priester und vie-
len Zeugnissen von Pilgern und
Marienverehrern. Sie giessen mir einen Geist
„Die Christen im Irak
sind am sterben“
So tönt der Allarmschrei nach der
Ermordung von Pater Ragheed Aziz Ganni,
chaldäischer Priester, der am Sonntag, den 3.
Juni in Mosul (Irak) zusammen mit drei
Subdiakonen ermordet wurde.
Sie hatten kaum die heilige Messefeier been-
det, als es geschah: der x-ste Mord auf iraki-
schem Boden von Menschen, die ihr Leben
in den Dienst des christlichen Volkes gestellt
hatten.
„Seit langem wird die christliche
Gemeinschaft von Entführungen,
Erpressungen und Einschüchterungen
gequält, sie steht zur Zeit schutzlos da, weder
vonseiten der Regierung noch der
Koalitionsmächte - so berichtet Pater Philipp
Njim, chaldäischer Prokurator beim Heiligen
Stuhl. „Die Kirche ist am Verschwinden
unter den Schlägen der Verfolgung, der
Bedrohungen und der Gewaltakte von Seiten
der Extremisten, die keine Wahl lassen:
Bekehrung oder Flucht. Die Christen sind
die Zielscheibe und als der Sündenbock nur
dazu da, ausgebeutet oder eliminiert zu wer-
den. Sie können ihren Glauben nicht frei
bekennen, den Frauen wird vorgeschrieben,
das Kopftuch zu tragen, und die Kreuze in
den Kirchen verschwinden.
Die Entführungen von Priestern werden
immer häufiger“ stellt der Prokurator fest.
„Möge das Opfer von Padre Ganni, sein
Martyrium, zum Lymphsaft neuen Lebens
für seine Gemeinschaft, für die irakische
Kirche und für die Kirche der ganzen Welt
werden!“
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das Sekretariat des ECHO senden:
SEKRETARIAT des ECHO MARIENS
CP 47 - I-31037 LORIA (TV)
Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
Villanova M., 25. Juni 2007
Es segne uns der allmächtige
Gott, der Vater, der Sohn
und der Heilige Geist.
Amen.
des Glaubens und des Vertrauens ein, den ich
zuvor nicht kannte; und sie ermöglichen ein
inneres Wachstum nach dem Wunsch Gottes
und nicht nach meinen eigenen Parametern.
Vor allem bin ich dankbar für die zahlreichen
Aufmerksamkeiten Marias für die ganze
Menschheit in diesen bedeutungsvollen
Jahren der Gnade, für ihre anhaltende
Gegenwart und ihre Ermunterungen zur
Umkehr.
Ich danke dem Himmel für dieses
Geschenk, für dieses Heft, das wie in einem
Hostienkelch die Botschaften Marias sam-
melt, zu denen wir jeden Augenblick Zutritt
haben, sie wieder lesen, sie aufnehmen und
betrachten können als freie Gabe der
Barmherzigkeit Gottes an die zerquälte
Menschheit. Im Dank für die
Aufmerksamkeit, wünsche ich dieser
Zeitschrift alles Gute und all jenen, die sie so
lebendig und weltoffen gestalten.
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