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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 198 (März-April 2008)

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Botschaft Mariens vom 25. Januar 2008
„Liebe Kinder, mit der Fastenzeit
nähert ihr euch der Zeit der Gnade. Euer
Herz ist wie gepflügte Erde und ist bereit,
die Frucht anzunehmen, die ins Gute her-
anwachsen wird. Ihr, meine lieben Kinder,
seid frei das Gute oder das Böse zu
wählen. Deshalb rufe ich euch auf: Betet
und fastet. Pflanzt Freude und die Frucht
der Freude wird in euren Herzen zu
eurem Wohl wachsen und die anderen
werden es sehen und über euer Leben
annehmen. Entsagt der Sünde und wählt
das ewige Leben. Ich bin bei euch und hal-
te für euch Fürsprache vor meinem Sohn.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Pflanzt Freude
Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr
in meiner Liebe bleiben, so wie ich die
Gebote meines Vaters gehalten habe und in
seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch
gesagt, damit meine Freude in euch ist und
damit eure Freude vollkommen wird
(Joh
15,10-11). Seit Jesus diese Worte gesprochen
hat sind beinahe zweitausend Jahre vergan-
gen und vieles hat sich auf Erden geändert,
das Wesentliche im Leben ist aber unverän-
dert geblieben. Trotz der Erfolge der
Wissenschaft und Technik, trotz des Traums
der Allmacht, verbleibt der Mensch ein
Geschöpf, das Gott bedarf und das unfähig ist
Freude zu empfangen oder zu geben, wenn
sie nicht von Ihm kommt und in Ihm ist. In
der Liebe Jesu bleiben ist Bedingung, von der
man nicht absehen kann, denn Seine Freude
sei in uns und unsere Freude sei vollkommen.
Es gibt noch andere Freuden, sie mögen
auch einleuchtend und gut sein, aber sie sind
zerbrechlich und flüchtig; es sind Teil-
Freuden, die nicht zur vollkommenen Freude
gelangen. Die Fülle derselben erfährt man nur
in dem Maß, wie wir uns Seiner Liebe hinge-
ben. Dann wird die Freude nicht vorüberge-
hend, sondern wesentlich sein und wird nicht
von unserem Gesundheitszustand oder
Wohlstand abhängen, und sie wird nicht etwas
sein, was man besitzt, sondern lebt; nicht
etwas, das man hat, sondern was man ist;
nicht ein Gefühl, sondern der Ausdruck eines
Lebens, das im Leben eingebunden ist. Wer
diese Erfahrung gemacht hat, kann bezeugen,
dass uns absolut nichts von der Liebe Christi
scheiden kann
(vgl. Röm 8,35-39) und dass
Frucht dieser Liebe die vollkommene Freude
ist. Dies ist allen angeboten, erfordert jedoch,
die Gebote Gottes zu befolgen; es geht nicht
um einen zu bezahlenden Preis: die Liebe
Gottes ist nicht käuflich; sie ist Geschenk, das
nur ein zärtliches, offenes Herz erwartet, das
fähig ist, dieses zu empfangen.
Die Fastenzeit ist darum besonders gün-
stig; sie ist Zeit der Gnade, die dazu angetan
ist, unser Herz in aufnahmefähige und frucht-
bare Humuserde zu verwandeln. Euer Herz
ist wie gepflügte Erde und ist bereit, die
Frucht anzunehmen, die ins Gute heran-
wachsen wird.
Diese Frucht ist Jesus
Christus; Er ist es, der erwartet, von uns auf-
genommen zu werden, der erwartet, in uns zu
wachsen. Jesus bietet sich uns an, Er drängt
sich nicht auf, sondern schenkt sich; genau
wie vor 2000 Jahren. Es liegt an uns jetzt, wie
damals, die Wahl zu treffen. Ihr, meine lie-
ben Kinder, seid frei das Gute oder das
Böse zu wählen.
Hiermit lege ich dir heute
das Leben und das Glück, den Tod und das
Unglück vor... Wähle also das Leben, damit
du lebst, du und deine Nachkommen
(vgl. Dt
30,15-20). Entsagt der Sünde und wählt
das ewige Leben.
Er ist die Länge deines
Lebens
(ibidem), eben das ewige Leben.
Deshalb rufe ich euch auf: Betet und
fastet. Gebet und Fasten machen uns fähig das
Gute zu wählen und es ist nicht eine demüti-
gende, sondern freudige Wahl. Pflanzt
Freude und die Frucht der Freude wird in
euren Herzen zu eurem Wohl wachsen und
die anderen werden es sehen und über euer
Leben annehmen.
Das ist eine Einladung
zum Apostolat der Liebe; nicht Worte, nicht
Belehrung, sondern Lebensbeispiele: Jesus ist
keine Idee oder Konzept; Er ist der Lebendige,
die Person, der zu begegnen, die kennen zu ler-
nen ist, mit der man Umgang haben soll und
die man lebt. Nicht unsere Lippen, sondern
unser Leben muss von Ihm sprechen. Seid
fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der
Bedrängnis, beharrlich im Gebet! Helft den
Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jeder-
zeit Gastfreundschaft! Segnet eure Verfolger;
segnet sie, verflucht sie nicht! Freut euch mit
den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!
(Röm 12,12-15). So sät und bebaut man
Freude; so gibt man Zeugnis und überbringt
Jesus
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. Februar 2008
„Liebe Kinder, in dieser Zeit der
Gnade rufe ich euch von neuem zum
Gebet und zur Entsagung auf. Möge euer
Tag von kleinen glühenden Gebeten
durchwoben sein für all jene, die die Liebe
Gottes nicht kennen gelernt haben.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Für jene,
die die Liebe Gottes
nicht kennen
Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest,
worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist,
der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hät-
test du ihn gebeten, und er hätte dir lebendi-
ges Wasser gegeben
(Joh 4,10). Diese quälen-
den Worte Jesu dringen in die Seele ein, ent-
blößen dich aller Verteidigung und zeigen
deine nackte Verantwortung auf. Gleichzeitig
sind sie ein betrüblicher Aufruf und eine
Mahnung, die, werden sie nicht gehört, eine
Verurteilung ankündigen können. Wer meine
Worte nur hört und sie nicht befolgt, den rich-
te nicht ich, denn ich bin nicht gekommen, um
die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.
Wer mich verachtet und meine Worte nicht
annimmt, der hat schon seinen Richter: Das
Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn rich-
ten am Letzten Tag
(Joh 12,47-48). Würden
wir das Geschenk Gottes wirklich erkennen,
würde unser Leben anders aussehen, die Welt
würde radikal anders sein. Denn Gott hat die
Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen
Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt,
nicht zugrunde geht, sondern das ewige
Leben hat
(Joh 3,16). Wer an ihn glaubt, wird
nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon
gerichtet, weil er an den Namen des einzigen
Sohnes Gottes nicht geglaubt hat
(Joh 3,18).
Jesus ist das Geschenk Gottes, und Jesus ist
menschliches Fleisch gewordene Liebe. Die
Rettung besteht darin, zu glauben, dass Gott
Liebe ist, und dass diese Wahrheit nicht intel-
lektuell, sondern existentiell angenommen
wird, bis das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm
zur sprudelnden Quelle werden, deren
Wasser ewiges Leben schenkt
(vgl. Joh 4,14).
Maria ladet uns seit jeher zum Weg der
Heiligkeit ein, ganz besonders in den letzten
Zeiten. Es ist ein anspruchsvoller Weg, sicher
nicht leicht zu bewältigen, jedenfalls möglich
zu begehen. Es genügt sich für Gott ernsthaft
zu entscheiden;
es genügt, sich von Seiner
Liebe einholen zu lassen, das Herz ohne
Vortäuschungen zu öffnen, in vertrauensvoller
und bedingungsloser Hingabe, gemäß den
dauernd wiederholten Empfehlungen und
Einladungen Mariens; Gebet und Fasten in ein
immer bewussteres, sakramentales Leben ein-
gefügt. In dieser Zeit der Gnade rufe ich euch
von neuem zum Gebet und zur Entsagung auf.
Maria hat stets besonders den Rosenkranz, vor
allem in der Familie, empfohlen. Es handelt
sich um eine mächtige Waffe, die Satan nicht
März - April 2008 - Herausgeber; Eco di Maria, C.P. 47 - 31037 LORIA (TV) (Italia) - J. 24, Nr. 1 - 2
Sped. a. p. art. 2, com. 20/c, leg. 662/96 filiale di MN, Autor. Trib. MN n. 13: 8.11.86, - Tel/fax 0423.470331
198
Seht her, nun mache ich etwas Neues.
Schon kommt es zum Vorschein,
merkt ihr es nicht?
(Jes 43,19)
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aushält, vielleicht, weil dieses Gebet den Duft
der Jungfrau Maria verbreitet, den Geschmack
ihrer Demut hat, den Glanz ihrer
Jungfräulichkeit. Maria gefällt besonders der
Rosenkranz, den die Kleinen viel eher schät-
zen lernen als die Großen, aber der nach eini-
ger Zeit allen gefällt: er ist ein universales
Gebet. Maria ladet uns heute zur Entsagung
ein, und diese beinhaltet und erweitert den
Bereich des Fastens. Es ist Verzicht auf Satan,
auf alle seine Werke, allen seinen
Verführungen, der Sünde, jeglichen Egoismus
und allem Bösen. Es ist Verzicht auf Überflüs-
siges, Gewaltanwendung, Beleidigung,
Pflichtverletzung. Es ist Mäßigkeit im Leben,
es ist Stille.
Gebet und Entsagung sind die
Laufschienen im Geleise, die Maria uns zur
Verfügung stellt, leicht zugängliche Straße,
schnell und sicher zu befahren, um zum
Herzen Jesu zu gelangen. Es gibt noch eine
weitere besondere Mahnung: Möge euer Tag
von kleinen glühenden Gebeten durchwoben
sein für all jene, die die Liebe Gottes nicht
kennen gelernt haben; unsicheres
Entscheiden mögen uns nicht dazu führen,
die Einladung Mariens zu unterschätzen.
Beten wir, dass alle, wirklich alle, die Liebe
Gottes kennen lernen mögen und erhalten
wir für den ganzen Tag im Geist und Herzen
diese Einladung lebendig, auf dass unser Tag
von kleinen glühenden Gebeten durchwoben
sei, die dem Wunsch Mariens entspringen,
und aus ihr die nötige Reinheit schöpfen, um
zu lebendigem Wasser zu werden, das
Gedanken, Worte und Werke hervor spru-
delt, die Gott gefallen und jenen den Durst
löschen, denen wir während des Tages
begegnen.
N.Q.
Benedikt XVI.,
Mann der Hoffnung
(über die Enzyklika Spe salvi)
Benedikt XVI., ein Papst „Meister des
Glaubens“, der stets auf das Wesentliche
zielt und der uns hilft, unsere christliche
Identität zu verstehen. Durch die Taufe zu
Kindern Gottes geworden, empfangen wir
das Geschenk des Glaubens, sind in
Hoffung gerettet und leben in Liebe.
Glaube, Hoffnung und Liebe (göttliche
Liebe) sind Begriffe des „neuen Lebens“ der
Getauften, denen der Papst seine ersten
Enzykliken gewidmet hat: Fides et ratio;
Deus caritas est, Spe salvi.
Unserer „Wegwerf-Welt“ ist vielleicht
die Bedeutung der Worte des Heiligen Vaters
über die christliche Hoffnung der letzten
Enzyklika Spe salvi entgangen (<Denn wir
sind gerettet, doch in der Hoffung> vgl. Röm
8,24). In der Tat handelt es sich um eine ganz
einfache Belehrung, die oft Beispiele
anführt, mit der heiligen, afrikanischen
Sklavin Bakhita, dem heiligen, vietnamesi-
schen Kardinal Van Thuan, dem heiligen
Augustinus und seine reiche menschliche
und religiöse Erfahrung sowie der heiligen
Jungfrau Maria selbst. Oftmals schwebt der
„Meister“ ein bisschen hoch, mit seinen
Analysen griechischer Worte, oder seinen
lehrreichen Zitaten antiker Philosophen, wie
Platon oder neuere wie Marx.
Man braucht nicht zu erschrecken, es
genügt den Überlegungen ein wenig zu fol-
gen. In der Tat durchläuft ein Leitfaden vom
Anfang des Schriftstückes bis zum Ende,
und diesen betrifft die Frage: Was ist die
christliche Hoffnung?
Was können wir uns
heute erhoffen? Welche Hoffnung hat der
Mensch seit eh und je?
Im ersten Teil wird erklärt, was die
Hoffung ist, indem vor allem auf Texte der
Heiligen Schrift und dem Lehramt der
Urkirche Bezug genommen wird. Die „christ-
liche“ Hoffnung wird im Glauben an Gott
geboren, der den Menschen liebt, ihn von der
Sünde und dem Tod durch die Auferstehung
seines Sohnes Jesus Christus erlöst, ihn als
Seinen Sohn in Christus erhebt und ihm das
ewige Leben verheißt. Daher ist die Hoffnung
Sicherheit, die auf dem Versprechen Gottes
der Rettung aufbaut, d.h. eines ewigen Lebens
mit Gott und der Gemeinschaft der
Glaubenden. Daher ist jener „in der Hoffnung
gerettet“, der an Gott Vater und Seinen Sohn
Jesus glaubt und in Liebe lebt (in der Gnade
Gottes, in der Liebe Gottes), absolut sichere
Hoffnung, da sie auf die Treue Gottes, dem
Versprechen und der Möglichkeit ewig mit
Ihm zu leben baut. Die Hoffnung ist daher
Grund eines in Gott gegründeten Lebens
und der Unterschied zur Welt besteht darin,
dass die Welt „ohne Hoffnung und ohne Gott“
lebt (Brief an die Epheser).
Nach Erklärungen über die Hoffung,
setzt sich der Papst mit anderen Fragen aus-
einander: Wollen wir wirklich das ewige
Leben?
Was ist dieses ewige Leben? Warum
hat man heute kein Interesse mehr daran?
Und weiter: Warum ist unserer Welt die
Hoffnung verloren gegangen? Auf welche
Sicherheiten baut die heutige Welt? Was
muss man tun, um der Welt wieder Hoffnung
zu geben? Woraus die Hoffnung schöpfen?
Papst Benedikt verfolgt den Verlauf der
Philosophie beginnend bei der modernen
Zeit: Von Bacon, Befürworter der
Wissenschaft und Technik, bis zur französi-
schen Aufklärung, die die Vernunft preist;
Kant, der die Gefahr eines Ausuferns der
Moral in der Welt sieht, wenn sie die
Verbindung mit Gott verliert, da sie den
Glauben mit der Wirklichkeit und Vernunft
nicht zu vereinigen vermag, bis hin zum
Vertrauen auf den Fortschritt, der dem
sozialen Loskauf der Massen anvertraut ist,
wie Marx ihn vorschlagt, der jedoch nicht
die erhofften Resultate erbringt; schlussend-
lich kann man sagen, dass der Mensch mit
seinen eigenen Fähigkeiten nicht in der
Lage ist, sich eine Zukunft und Hoffung zu
geben, obwohl diese Zukunft und diese
Hoffnung vorhanden sind: „Die wirklich
große Hoffung des Menschen, die nach wie
vor lebt, trotz aller seiner Enttäuschungen,
kann nur Gott sein, der Gott, der uns geliebt
hat und uns weiterhin liebt „bis ans Ende“,
„bis zur vollkommenen Vollendung“ (vgl.
Joh 13,1 und 19,30 (Nr. 27).
„Wer von der Liebe berührt wird,
beginnt zu ahnen, was das Wort „ewiges
Leben“ bedeutet, das wahre Leben, das voll-
ständig und ohne Drohungen, in all seiner
Fülle einfach Leben ist (Nr. 27). „Und Jesus,
der von sich gesagt hat, gekommen zu sein,
um uns das Leben zu geben, und es in Fülle
zu geben, sagt uns auch, was dieses Leben
bedeutet: Das ist das ewige Leben: dich, den
einzigen wahren Gott, zu kennen und Jesus
Christus, den du gesandt hast“ (Joh 17,3).
Die Enzyklika führt weiter aus, um uns
„die Orte“ zu zeigen, wo man die christli-
che Hoffnung finden und ausüben kann:
im Gebet, in der Mühe und dem Leiden des
täglichen Lebens, im Ausblick auf das
Endgericht. Die Aufmerksamkeit zu diesem
Schriftstück war mangelhaft, wie gesagt;
auch das Echo in den medialen Mitteln war
schwach, weil vielleicht der Skeptikerindex
und die Verschlossenheit der Menschen in
sich sehr hoch ist. Die Begriffsbestimmung
des hl. Paulus der Heiden, als „Menschen
ohne Hoffnung“ (vgl. Eph 2,12) passt sehr
genau auf das neue Heidentum unserer
Tage. Lesen wir mit Einfühlungsvermögen
dieses Dokument, das die Herzen durch die
Königin des Friedens in Medjugorje berührt
hat, so ist es höchst interessant; ein
Taschenbuch, ein Leitfaden, eine Anleitung
für die Zukunft der Christen und
Nichtgläubigen. Im übrigen: Wozu ist die
Madonna gekommen, um uns nicht etwa bei
der Hand zu nehmen, um den Gefahren des
totalen Untergangs zu entrinnen und uns
wieder auf den Weg zu Gott zu geleiten, von
dem wir abgekommen waren?
Es wäre interessant, eine
Gegenüberstellung der Botschaften der
Madonna von Medjugorje und den
Worten des Papstes zu machen.
Leider
fehlt uns dazu der Platz: wenn jedoch
jemand in diesen vielen Jahren der Gnade
gelernt hat, was die Heilige Jungfrau sagt
und wiederholt, findet sich im vollkomme-
nen Einklang mit der Enzyklika Spe salvi.
Die erste Botschaft der Madonna war: „Gott
existiert“, um zu sagen: der Mensch allein
reicht nicht, trotz allen Fortschrittes, den er
erreichen kann, denn der menschliche
Fortschritt ist zweideutig; er kann dem
Guten als dem Bösen dienlich sein.
Deswegen wünscht die Madonna Gott zu
wählen und Ihn auf den ersten Platz zu set-
zen, und sie warnt vor dem Wirken Satans.
Die Welt der Kultur hat diese Enzyklika
ignoriert, vielleicht, sagt man die Wahrheit
(z.B. auf die Grenzen von Wissenschaft und
Fortschritt hinweist), verliert man die
Freunde; das selbe betrifft auch jene, die
sich von den Botschaften der Madonna belä-
stigt fühlen, sei es außerhalb als innerhalb
der Kirche selbst.
Und weiter: „Betet, betet, betet!“
spricht die Madonna. Warum? Nicht weil
jeder, der betet brav und genau die Pflichten
erfüllt, denn ohne Dialog mit Gott weiß man
nicht, welche Richtung das Leben einnehmen
muss und welche Bedeutung die Gegenwart
hat. Außerdem die Einladungen Mariens zur
Hingabe an Gott und in Seine Hände, auch
bei Prüfungen und Leiden, die Öffnung des
Herzens zur Freude und Hoffnung, als
hauptsächliches, christliches Zeugnis. Denn,
so bekräftigt der Papst: „Das Maß der
Menschlichkeit wird vom Verhältnis zum
Leid und dem Leidenden bestimmt“ (Nr. 38).
„Mit dem Anderen und für die Anderen lei-
den, um der Liebe zur Wahrheit und
Gerechtigkeit willen leiden, leiden, um zu
einer Person zu werden, die wirklich liebt,
dies sind die grundlegenden Elemente der
Menschlichkeit, ohne derselben man den
Menschen selbst zerstört“ (Nr. 39).
Wir erinnern auch an die vielen Male,
wo die Madonna uns vom ewigen Leben
und dem Wirken Satans spricht, um den
Menschen zum ewigen Verderben zu brin-
gen: sind das nicht die selben Mahnungen
des Papstes, besonders gegen Ende der
Enzyklika? Der Abschluss der Enzyklika
selbst erlaubt uns eine fruchtbare
Annäherung zu den Ereignissen von
Medjugorje.
In den letzten beiden
Nummern (Nr. 49-50) wird die Madonna als
„Stella maris“ (Meerstern) bezeichnet, die
der Menschheit, wie die Sterne den
Seeleuten, die einzuschlagende Richtung
auf der Reise im dunkeln und stürmischen
Meer der Geschichte angibt.
Don Nicolino Mori
2
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Papst Benedikt XVI.
kommentiert:
„Noch immer gibt es vermännlichstes
Denken, das das Neue des Christentums
nicht beachtet, welches die gleiche Würde
und Verantwortung der Frau als auch dem
Mann zuerkennt und verkündet. Es gibt
Orte und Kulturen, wo die Frau diskrimi-
niert und geringgeschätzt ist aus dem ein-
zigen Grund, Frau zu sein, wobei man sich
sogar auf religiöse Argumente stützt sowie
sich familiärem, sozialen und kulturellen
Druck beugt, um die Ungleichheit der
Geschlechter zu untermauern, wo im
Umgang mit Frauen Akte von Gewalt sie
zum Objekt von Misshandlungen und
Ausbeutung in Publizität, Konsum- und
Vergnügungs-Industrie machen. Vor derart
ernsten und andauernden Phänomenen
erscheint die Verpflichtung der Christen
noch dringlicher, überall Vertreter einer
Kultur werden, die der Frau in Recht und
Wirklichkeit die Würde zuerkennt, die ihr
gebührt.“
E
INE UNBESIEGBARE
W
AFFE
Das wahre Gebet ist der Motor der
Welt, denn er hält sie zu Gott hin offen.
Daher gibt es ohne Gebet keine Hoffnung,
sondern nur Täuschung.
Ohne der Dimension des Gebetes, ver-
schließt das menschliche Ich in sich selbst,
und das Gewissen, das das Echo der Stimme
Gottes sein sollte, riskiert ein Spiegel des
Ichs zu werden, sodass das innere Gespräch
ein Monolog wird und tausend
Selbstrechtfertigungen ermöglicht.
Das Gebet ist Garantie zur Öffnung
anderen gegenüber, dessen, der sich für Gott
und Seinen Bedürfnissen frei macht, und sich
gleichzeitig dem anderen öffnet, dem Bruder,
der an die Tür Seines Herzen klopft und
gehört sein möchte, Aufmerksamkeit,
Vergebung, auch Berichtigung, aber stets in
brüderlicher Liebe, empfangen möchte.
Das wahre Gebet ist nie egozentrisch,
sondern immer auf den anderen ausgerichtet.
Je größer die Hoffung ist, die uns bewegt,
umso größer ist auch in uns die Fähigkeit für
die Liebe zur Wahrheit und des Gutes zu lei-
den, indem mit Freude die kleinen und
großen Mühen eines jeden Tages angeboten
werden, indem sie im großen Mitleiden
Christi einfließen.
Benedikt XVI.
Frau-Sein
ist Auftrag,
die Kirche zu gebären
Das ergab sich aus der Arbeit eines breit
geschätzten Kongresses unter dem Titel
Frau und Mann, das Menschsein in sei-
ner Ganzheit“.
Er fand Anfang Februar im
Vatikan statt. In neuerer Vergangenheit wur-
de das Bild der Frau ins Licht gerückt im
wunderschönen apostolischen Schreiben von
Papst Wojtyla „Mulieris dignitatem“, das
nun genau zwanzig Jahre alt ist. Der
Wunsch, die Kenntnis der Frau als unum-
gänglich notwendiger Teil des Menschen in
seiner Ganzheit zu vertiefen, hatte die
Veranstalter des Kongresses motiviert und
lieferte den Vortragenden, zumeist Frauen,
wunderschöne, treffende Stichworte und
Anregungen.
Johannes Paul II. schuf durch seinen
Hinweis auf den Wert der Frau die Basis und
den Ausgangspunkt: der „Genius der Frau“
ist jene Fähigkeit, „ins Weite zu schauen“,
„zu empfinden“ und „mit den Augen des
Herzens zu sehen“, betonte die Pädagogin
Paola Bignardi: sie rief zur Mitverantwort-
ung und Mitgestaltung beim Aufbau in
Kirche und Gesellschaft auf. „Diese
Fähigkeit der Frau macht wahr, dass in ihr
die Berufung durch die Liebe erfolgt und
dass ihr Hauptbeitrag darin besteht, eine
Kirche mit mütterlichem Antlitz aufzurich-
ten, eine Kirche die liebt, die Symphonie und
Lebenssinn gibt.
Leben gebären ist eine der fundamen-
talen Erfahrungen der Frau, nicht nur phy-
sisch sondern auch geistig. Wir sehen es in
vielen Frauen, die ihre Mutterschaft voll
leben durch unsichtbare Kanäle des Geistes,
der durch sie Gott Seelen schenkt und leblo-
se oder gefährdete Situationen erneuert. Die
Rolle der Frau im Innern der Kirche wird
meist in der Optik des Dienstes gesehen: sie
ist fähig, sich unermüdlich und ohne zu rech-
nen hinzugeben. Aber wenn sie sich darauf
beschränkt, riskiert sie, die Kraft der Frau an
sich drastisch zu mindern, nimmt der
Menschheit ihren so gewichtigen Beitrag,
den Gott ihr aufgetragen hat: „die ihr eigene
Identität als Frau zu leben bedeutet, Kirche
zu gebären“ erklärt die Pädagogin. „Die
Kirche, gezeugt vom Heiligen Geist, hat
nötig, menschlich geboren zu werden; ich
glaube, dass die Frau durch ihre
Mütterlichkeit beitragen kann, dass die
Kirche selber wahrhaft Mutter wird“.
Was bedeutet es für die Kirche, Mutter
zu sein? Es bedeutet für den, der sucht, eine
„Kirche zu finden, die aufnimmt, eine
Kirche die die Freiheit des eigenen Lebens
bestätigt, die verzeihen kann, die verkündet,
dass man immer neu anfangen kann“.
Hervor zu heben sind die Ausführungen
der Polin Alicia Kostka, die ihre Doktorthese
über die Würde und Berufung der Frau aus
der Perspektive von Pater Josef Kentenich
(1885-1968) aufbaut: „Pater Kentenich
beschreibt die Frau als ein Bild Gottes,
bejaht Kostka, „wir müssen uns im täglichen
Leben bewusst sein, dass Frau und Mann
Gott darstellen, jedes auf seine Weise. Die
Lehre der Kirche bemüht sich aufzuzeigen,
dass die Frau als Person - die liebt, die denkt,
die handelt – Gott widerspiegelt. Aber der
polnische Priester zeigt in seiner Lehre sehr
konkret die Frau als Bild Gottes, der auch
Mutter ist in Seiner desinteressierten
Opfer Christi,
Geschenk eines gereinigten Herzens
In dieser Zeit des Jahres, wo wir uns auf
Ostern vorbereitet haben, ist der Begriff Opfer
in unseren Kirchen und Überlegungen eines
jeden dauernd mit geklungen. Trotzdem ruft
dieses Wort in uns spontan eine negative
Bedeutung wach, während es im Religiösen
eine sehr positive Bedeutung hat: „Opfern
heißt nicht weg nehmen, sondern heilig
machen, wie vereinfachen, einfach machen
heißt“ hat Kard. Vanhoye, geistlicher Prediger
der spirituellen Exerzitien dem Heiligen Vater
und der römischen Kurie gesagt.
Im Alten Testament war der Grund des
Opfers, den Willen Gottes zu ändern, von Ihm
Vorteile zu erhalten, als Entgelt für die angebo-
tenen Geschenke. Anders verhält es sich beim
christlichen Opfer, das zum Ziel hat, den
Willen des Menschen zu ändern, nicht die
Vorsehung Gottes: „Sein Ziel ist es, Gott ein
gereinigtes und sanftes Herz zu geben“, erläu-
terte der Kardinal.
Um jedoch die Verbindung, die volle
Gemeinschaft mit Gott herzustellen „muss
dem Sünder ein Mittler helfen, der kein Sünder
ist“. Aus diesem Grund hat uns der Vater
Seinen Sohn geschenkt, der „würdiges Opfer
und Hoherpriester war. Würdiges Opfer, weil
Er über eine vollkommene moralische und
religiöse Integrität verfügte, ohne Makel war,
heilig, unschuldig, rein. Hoherpriester war Er,
denn Er war voll der Kraft des Heiligen
Geistes“.
Auch uns steht zu, an diesem Opfer teilzu-
nehmen und die Verbindung mit Gott
genießen, der diese wieder zu einer vollkom-
menen Gemeinschaft herstellt, nach der wir
alle lechzen. Die Eucharistie ist der vorzüg-
lichste Ort, wo das alles geschieht: „Wenn wir
Eucharistie feiern und die Kommunion emp-
fangen, empfangen wir in uns jene kräftige
Dynamik an Liebe, die imstande ist, alle
Ereignisse in eine Gelegenheit für den Sieg der
Liebe zu verwandeln“. Daher ist das Opfer ein
sehr positiver und fruchtbarer Vorgang „das ein
Anerbieten unermesslich verstärkt“.
Hingabe ist: „Das desinteressierte Dienen als
natürliche Fähigkeit der Frau, als Kraft der
Frau, widerspiegelt einen Gott der dient,
weil er stark und weil er Liebe ist. Frau-Sein
ist Auftrag!“
Redaktion
Man kann Maria nicht betrachten
...
...ohne von Christus angezogen zu sein,
und man kann Christus nicht betrachten,
ohne sofort die Gegenwart Marias wahrzu-
nehmen. Zwischen der Mutter und dem
Sohn, der in ihrem Schoß durch das Wirken
des Heiligen Geistes gezeugt wurde, besteht
ein unauflösliches Band, und dieses Band
nehmen wir auf geheimnisvolle Weise im
Sakrament der Eucharistie wahr, wie die
Kirchenväter und die Theologen bereits seit
den ersten Jahrhunderten herausgestellt
haben. »Das aus Maria geborene Fleisch, das
vom Heiligen Geist kommt, ist das Brot, das
vom Himmel herabgekommen ist« sagt der
hl. Hilarius von Poitiers, und im
Sacramentarium Bergomense aus dem 9.
Jahrhundert lesen wir: »Ihr Schoß hat eine
Frucht hervorgebracht, ein Brot, das uns
erfüllt hat mit der Engelsgabe.
Maria hat dem Heil zurückerstattet, was
Eva durch ihre Schuld zerstört hatte.« Später
sagt der hl. Petrus Damiani: »Den Leib, den
die allerseligste Jungfrau hervorgebracht,
den sie mit mütterlicher Fürsorge in ihrem
Schoß genährt hat, also zweifellos diesen
und keinen anderen Leib, empfangen wir
jetzt vom heiligen Altar, und wir trinken sein
Blut als Sakrament unserer Erlösung. Daran
hält der katholische Glaube fest, das lehrt
treu die heilige Kirche.« Das Band zwischen
der allerseligsten Jungfrau und ihrem Sohn,
dem Opferlamm, das die Sünde der Welt hin-
wegnimmt, weitet sich aus auf die Kirche,
den mystischen Leib Christi. Maria - so sagt
der Diener Gottes Johannes Paul II. - ist in
ihrem ganzen Leben eine »›eucharistische‹
Frau«. Daher ist die Kirche, die auf sie wie
auf ihr Urbild blickt, »berufen, sie auch in
ihrer Beziehung zu diesem heiligsten
Mysterium nachzuahmen« (Enzyklika
Ecclesia de Eucharistia, 53).
B
OTSCHAFT VON
B
ENEDIKT
XVI.
ANLÄSSLICH DES XVI
.
WELTTAGES DER KRANKEN
3
Echo 198
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Die Titel, die ich zu beschreiben suche
sind der Heiligen Schrift entnommen, genau
gesagt dem Alten Testament.
TURM DAVIDS
Dieser Anruf an eine Person wurde
gebraucht im Buch der Bücher, aber wir fin-
den keinen Bezug zu irgend einem bestimm-
ten Gebäude. Es lässt sich an die Zitadelle
Davids denken, die der höchstgelegene und
am stärksten befestigte Teil Jerusalems war
und den David als seine Wohnung gewählt
hatte, jedoch nicht an einen besondern Turm.
Um diese Anrufung besser zu verstehen
müssen wir uns auf die Wichtigkeit besinnen,
die die Türme hatten, besonders zu
Kriegszeiten. Sie dienten als Bollwerk zur
Verteidigung, Stellungen um den Horizont
auszuspähen und den Feind von weitem zu
erkennen. Der Turm blieb die letzte
Verteidigung, wohin man flüchten konnte.
Die Türme dienten zur Verständigung unter
Verbündeten und den Mitteilungen durch
Feuer oder Rauch zu weit entlegenen Türmen.
Auf Maria bezogen hat der Turm einen
geistlichen Sinn. Maria ist die Verteidigung
des christlichen Volkes gegen die Angriffe
des Bösen. Sie ist das bestmögliche
„Observatorium“ um die Schönheit Gottes
zu betrachten. Die Madonna ist der höchste
und beste Bezugspunkt entlang des schwieri-
gen Lebensweges um das Ziel nicht aus den
Augen zu verlieren. Für viele Christen, die
wegen schwieriger Umstände sich nicht der
Eucharistie nähern noch das Sakrament der
Versöhnung beanspruchen, bleibt Sie die
einzige Rettungplanke, die erlaubt, mit Gott
vereint zu sein. Denn bei Maria bleiben ist
bei Gott sein. Indem Maria dieser Titel gege-
ben wird, wird anerkannt, dass sie die beste
Christin ist und fähig, die bösartigen Pläne
Satans und seine zerstörerische Gegenwart
zu entlarven. In der Geschichte der Kirche in
Zeiten grosser Glaubenskrisen oder in
Momenten des Angriffs durch Feinde, wur-
den die Schwierigkeiten stets durch das
Eingreifen Marias oder von Heiligen über-
wunden, die sich an Sie gewandt hatten.
ELFENBEINERNER TURM
Auch diese Litanei ist dem Hohenlied
entnommen, wo der Bräutigam die Schönheit
seiner Braut bewundert und besingt. Wenn in
der vorausgehenden Anrufung der Turm an
Kriegszeiten erinnert, wird hier der Turm
zum Symbol von Schönheit, Zeichen von
Kraft die anzieht und fasziniert und nicht
unbesehen bleiben kann. Im Mittelalter
gaben die Türme den Städten (z.b. Siena, San
Gimignano, Bologna, Pisa) Ansehen von
Eleganz und Reichtum. Sie dienten als
Zuflucht für Reisende, Pilger und jetzt den
Turisten. Auch unsre Kmirchtürme haben die
Aufgabe, zusammen zu rufen und die
Gegenwart des Hauses Gottes zu signalisie-
ren wie Elfenbein, das schön und kostbar ist.
GOLDENES HAUS
Hier wird die Heilige Jungfrau einem
Goldenen Haus verglichen. Das Haus ist für
jeden Menschen der Ort wo es ihm wohl ist.
Wo, auch wenn draussen der Sturm tobt, man
sich sicher und geborgen fühlt. Im Haus
Verzeihen
Wenn du den Frieden aufrecht erhalten willst in den Prüfungen des Lebens, verzeih!
Wünschest du Freude und nicht Traurigkeit, verzeih! Möchtest du lieben, wirklich lieben, so
verzeih! Aber den Menschen, nachdem sie aus dem Paradies geflüchtet waren, gelang es
nicht mehr, zu verzeihen und den Vater um Verzeihung zu bitten, weil Satan sie als Sklaven
hielt, indem er ihre Herzen zu Stein und voller Sünde machte. Darum dachte der Sohn, als er
sah, dass es den Menschen nicht mehr gelang, um Verzeihung zu bitten, das Aussehen des
Menschen anzunehmen, ER als Sohn Gottes einen Menschenkörper zu übernehmen, gebo-
ren aus einer Frau, aller Menschen Antlitz auf sich zu nehmen, aller Menschen Gefühle auf
sich zu nehmen, und den Vater um Verzeihung zu bitten als Mensch, anstelle aller Menschen.
So tat ER. Also gab der Vater den Menschen ein Herz aus Fleisch anstelle des Herzens aus
Stein. Er öffnete die Tore seines Herzens und liess viele Menschen in den Himmel treten, die
Satan auf Erden gefesselt hielt. Daher lässt sich sagen, dass der Mensch gerettet wurde wie
durch ein verrücktes Spiel von Gottesliebe, der sich Mensch gemacht hatte um die Menschen
das sagen zu lassen, was ihnen nicht gelungen war: „Vater, verzeih!“ (Lk 23,34).
Weiter im Zusammenhang mit dem Verzeihen frägt der Apostel Petrus eines Tages den
Meister, ob es genügt, dem Bruder siebenmal am Tag zu verzeihen. Aber Jesus antwortet,
nicht siebenmal, sondern siebzig mal siebenmal, d.h. immer, womit er zu verstehen gibt, wie
wichtig das Verzeihen ist. An anderer Stelle erklärt Jesus, dass es not-wendig ist, zu verzei-
hen: „Liebt eure Feinde, tut Gutes denen die euch hassen“ (Lk 6,27).
Aus diesen Worten lässt sich schliessen, dass Verzeihen strikte verbunden ist mit Liebe:
ja, man kann nicht lieben ohne zu verzeihen. Sicher ist, dass man nur verzeihen kann, wenn
wir jeden Menschen wie ein Geschenk betrachten, jede Begegnung, die das Leben uns bie-
tet, als Gabe sieht, auch die schwierigsten. Wenn sie dir sagen, dass du des Nachts fliehen
sollst, weil sie dein Kind töten wollen, verurteile diese Situation nicht als Unglück sondern
als eine Gabe. Wenn du Jesus im Tempel verlierst, zürne nicht, nimm das Missgeschick als
eine Gabe. Wenn Jesus den Verwandten antwortet, dass Mutter, Vater und Brüder jene sind,
die des Vaters Willen tun, bleibt Maria nicht gekränkt zurück sondern sieht darin ein
Geschenk. Wenn sie Ihr den Sohn töten und sie Ihn am Kreuz sterben sieht, fährt sie fort zu
lieben und sieht in diesem Tod eine Gnade.
Das Beispiel Mariens ist für uns die grosse Lehre und drängt uns, so zu tun wie sie, die
immer das Geschenk gesehen hat., Also bitten wir sie, sie möge auch uns fähig machen, das
Geschenk unseres Lebens zu sehen. So wird vielleicht unser ganzes Leben ein Dank-Sagen
an den Vater für empfangene Gaben und vor allem für die grosse Gabe: Jesus. Auf diese
Weise kann vielleicht in uns für immer ein grosses Verlangen nach Verzeihen wohnen, das
uns jeden Menschen lieben lässt, alles Geschaffene, mit der Liebe Jesu.
Wie einer der dient
Wie ist es möglich, dass ein Gott auf Erden kommt um zu dienen? Und doch ist der Sohn,
der Gott ist, unter uns gekommen um genau dies zu tun, wie Er selber sagt: Ich bin mitten
unter euch wie einer der dient (Lk 21,27). Aber Jesus hat es vor allem mit seinem Leben
gesagt. Er hat die Worte wahrhaft in die Praxis umgesetzt: „Jener, der bei euch gross sein
will, der soll euer Diener sein (Mt 20,26).
Jesus lädt auch uns sein, zu tun wie Er tat, der den Aposteln die Füsse gewaschen hat;
lädt auch uns ein, den Teil des Dieners zu wählen, den bessern Teil, der niemand uns neh-
men kann. Jesus lädt auch uns ein zum dienen. Aber was heisst dienen? Weshalb bittet Jesus
uns, zu dienen? Vielleicht bedeutet dienen, etwas von uns zu verlieren, zu verlieren um es
andern zu geben, uns von etwas zu trennen, das uns gehört.
Dann ist es, als ob unser Herz sich von einem Teil entleerte um Raum frei zu lassen. Und
dieser Raum, wer weiss warum und wozu wird sofort aufgefüllt von der Liebe Gottes, von
Gott selbst. Also will dienen nicht heissen verlieren, doch viel eher, etwas von uns zu verlie-
ren um die Liebe Gottes aufzunehmen, um etwas zu empfangen, was weit kostbarer ist als
das was wir verlieren. Darum hat Jesus sich zum Diener gemacht: um den ganzen
Herzensraum der Liebe des Vaters zu überlassen.
Satan weiss zu gut, dass der Mensch dazu berufen ist, zu dienen und weiss auch, dass
wenn der Mensch nicht zum Dienen bereit ist, er nur das Schlechte tun kann, weil sein Herz
der Liebe keinen Raum lässt. Aus diesem Motiv stösst er den Menschen ständig, nicht zu die-
nen, so wie er es nicht getan hat. Wählen wir also den Teil des Dieners, wie uns Jesus bittet,
denn nur so können wir die Liebe in uns aufnehmen.
Auch Maria wählte das Dienen, wie sie selber sagt: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir
geschehe nach deinem Wort“. Darum wurde Maria voll des Heiligen Geistes, so dasss alle
Geschlechter sie seligpreisen
Lassen wir uns durch Maria erziehen, um uns ganz in den Dienst
des Planes Gottes zu stellen. Tun wir so, wird in unserm Herzen grosser Platz sein, um die LIE-
BE zu empfangen. So kann unser Herz voll Freude sein, wie das von Maria. Wir verstehen viel-
leicht, dass auch der Vater ein Gott der Liebe ist, denn auch Er ist wie ein Diener. Und vielleicht
werden wir verstehen, dass der Mensch nur existiert, weil sein Gott wie einer ist, der dient.
D
IE
L
ITANEIEN
...
P. Ludovico Maria Centra
E
INFACHE
G
EDANKEN
von Pietro Squassabia
bewahrt man die Dinge, die einem lieb und
teuer sind, erlebt man die intimsten
Momente persönlich und die für die Familie
wichtigsten. Wie ist es doch schön, sich im
mütterlichen Herzen Marias daheim zu
fühlen. Wo man ihrem Sohn begegnet und
dem wahren Antlitz des Vaters.
Die Kostbarkeit am Haus: das Gold. Es
besingt die Schönheit der Tugend Marias,
und es ist vielleicht auch darum, dass die
Christen aller Jahrhunderte die der
Gottesmutter geweihten Kirchen mit golde-
nen Objekten schmückten , während die
Spender häufig zu den Ärmsten gehörten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass
„das Haus“ eine gute Anrufung für Maria ist,
denn sie ist immer bereit, ihre Kinder aufzu-
nehmen und sie an ihr Herz zu drücken.
4
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Das Kreuz
ist keine
Endstation!
von Stefania Consoli
Wie viele Überlegungen über das Kreuz
haben wir schon gemacht währen der
Fastenzeit, wie viel Gebete und fromme
Andachten hinter Jesus hergesagt beim
Aufstieg auf den Kalvarienberg ..... Aber wie
oft haben wir wirklich daran gedacht, dass
das Todesinstrument, das er auf den
Schultern trug, nur ein Vehikel und nicht das
Ende der Reise war? Ein Fahrzeug, das Ihn
über die Schranken des Todes trug, wo ihn
das Erwachen zum Ewigen Leben erwartete.
Jeden Tag begegnen wir Situationen, wo
wir uns gekreuzigt fühlen, gezwungen, etwas
zu erleben, das uns nicht gut scheint oder uns
schmerzt. Wo wir Unvermögen, Frustration,
Niederlage empfinden.
Wie stellen wir uns zu diesen Kreuzen?
Erleiden wir sie passiv, zerdrückt, erschlagen
unter ihrem Gewicht? Kämpfen wir wütend
dagegen oder versuchen, ihnen auszuwei-
chen? Verlangen wir unser Recht auf gutes
Leben und suchen nach Fluchtwegen, die uns
zerstreuen in Erwartung, dass das Problem
wie magisch verschwindet? Und wenn all dies
in uns geschieht, dann ist es erlaubt sich zu
fragen, welchen Sinn das Kreuz hat, weshalb
Jesus es uns zu tragen vorschlägt?
Den Sinn habe ich in einem Satz gefun-
den, der von einem Kranken stammt: total-
gelähmt zwang die Krankheit seinen Körper
wie in einen Kokon eingesperrt zu leben.
Sein Inneres mutierte langsam aber sicher
zum Schmetterling, flugbereit wann immer
die Farben seiner Seele zur vollkommenen
Harmonie für den Himmel bereit wären! Ein
aufs Bett genagelter, der mutig seinen Mund
brauchte um Worte der Hoffnung zu schen-
ken einem jeden, der in seinem Innern
gelähmt, sich scheinbar flink und frei bewe-
gen konnte. Hin zu Gott? ... Luigi Rocchi,
jetzt Diener Gottes, schrieb: „Wir müssen
nicht das Kreuz lieben, aber wir müssen
auf Kosten des Kreuzes lieben!“
Da liegt das Geheimnis auf diesem Holz,
das Jesus „zu umarmen“ vorschlägt. Hier
sein wahrer Sinn. Die Liebe ist das Endziel.
Eine Liebe, fähig jeden Biss der Schmerzen
zu überwinden. Eine Liebe fähig, die engen
Maschen zu durchströmen wie an ein Sieb,
das zurückhält was noch grob und unrein ist
um das durch zu seihen, was bleiben soll.
Darüber werden wir am Ende verantworten!
Lieben auf Kosten des Kreuzes bedeutet
die „Liebe wagen“ bis zum äussersten, auch
dort, wo alles nein sagt: Antipathien,
Wunden, erlittene Verletzungen, Groll,
menschliche Ungerechtigkeit; einerseits
könnte dies uns überzeugen recht zu haben,
würde uns darob aber Bitternis, Unruhe und
Missmut bescheren.
Unter solchen Umständen zu lieben
kostet uns wirklich viel, lässt unser Herz blu-
ten, schafft Unmut denn es verlangt Verzicht
auf unsre eigenen Ideen, auf unser Denken,
unsre Neigungen. Wir sind gezwungen aus
uns selbst herauszutreten, verzichten darauf,
eine auf Eigenliebe und Stolz gebaute
falsche Würde zu verteidigen.
IMMER NEU ANFANGEN
Ergib dich nie:
auch nicht,
wenn Müdigkeit dich überfällt.
Nicht, wenn dein Fuss strauchelt,
dein Auge brennt.
Nicht, wenn deine Kräfte
übersehen werden,
Nicht, wenn Enttäuschung dich erniedrigt
oder Irrtum dich entmutigt.
Auch nicht, wenn Verrat dich verletzt,
der Erfolg dich verlässt.
Nicht wenn Undankbarkeit dich erschüttert
und Unverständnis dich umgibt.
Nicht einmal wenn alles nichts
zu sein scheint
Nicht, wenn das Gewicht der Sünden
dich erschreckt.
Rufe „Deinen Gott“ an
Drück die Faust
Lächle ...
Und fange neu an!
P. MB
Vater, verzeih’ ihnen!
Der Christ ist ein solcher nur wenn er
diese Bedingung seines Meisters annimmt,
seinem Bruder verzeihen, wie auch dir ver-
ziehen worden ist.
Wenn heute der Christ
nicht zum Geschenk des Vergebens fähig ist,
manchmal auch in der eigenen Familie oder
Gemeinschaft, ist das darauf zurückzu-
führen, dass er noch nicht voll der
Vergebung Gottes gegenüber offen ist, eine
Vergebung, die wie eine Medizin wirkt, die
heilt, die fähig ist, jede Wunde zu heilen.
Sich von Gott verziehen zu fühlen ist eine
innere Explosion, eine Explosion, die dich
„das Leben verschenken“ wie ein Bedürfnis
verspüren macht. Und nun sagt Jesus auf
dem Kreuz zum Vater: verzeih’ ihnen. Das
heißt: Lasse sie diese unermessliche Liebe
verspüren, die Du für sie hast, gieße ihnen
dieses heilende und befreiende Öl ein, das
eine neue Schöpfung vollbringen kann.
Ja,
Jesus offenbart uns mit Gesten und Worten
im Letzten Abendmahl, und auch schon vor-
her, den Sinn Seiner Passion und Seines
Todes am Kreuz: Vater, verzeih’ ihnen...
Vater, erschaffe sie neu... mache sie neu...
nach unserem Abbild, wie Du es vom Beginn
der Schöpfung wolltest.
Dort, wo Leid und Tod ist, dort, wo das
Kreuz ist, spricht alles von einem Ende, in
Wirklichkeit stehen wir am Beginn.
Seht her, nun mache ich etwas Neues.
Schon kommt es zum Vorschein,
merkt ihr es nicht?
(Jes 43,19)
Ja, für dich vollbringt der Herr Neues,
für deine Familie, für diese unsere verwirrte
und orientierungslose Gesellschaft. Von die-
sem Kreuz herab erblüht das Leben.
Schließe nicht die Augen, meide nicht die-
sen Schmerz, verschließe nicht das Ohr der
Bitte Jesu, Er richtet diese für dich an den
Vater und wiederholt: Vater, vergib ihnen,
denn sie wissen nicht was sie tun.
Ja, auch heute noch erhebt sich von die-
sem Kreuz ein Ruf zum Himmel, es ist der
betrübte Ruf des Gebetes des Herrn: Vater,
vergib ihnen.
Es gibt so vieles, was uns ver-
ziehen werden muss, allen! Niemand ist aus-
genommen, dem einen mehr, dem anderen
weniger, wir alle haben es nötig „durch die
Vergebung Gottes befreit zu werden“. Seine
Vergebung hat diese befreiende Macht, sie
verleiht uns jene Freiheit, nach wir uns seh-
nen, auch oft auf verschlungenen Wegen.
Heute noch beleidigen wir Ihn.
Ungerechte Gesetze der Staaten lachen wei-
terhin Jesus aus, erbarmungslose Kriege
nageln weiterhin Seine Hände und Füße an
und Beleidigungen schlagen weiterhin
Seinen unschuldigen Leib, aber das Gebet
Jesu, das sanfte Gebet Jesu ist stets dasselbe:
Vater, verzeih’ ihnen, denn sie wissen nicht,
was sie tun.
P. Gabriele Pedicino
Den Feind lieben, den Gegner lieben, gar
den Freund, der uns enttäuscht und verraten
hat, lieben, rein aus Liebe zur LIEBE.
„Vater, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht
was sie tun!
Worte des Gekreuzigten. Worte
des Verzeihens und der Barmherzigkeit.
Worte der Ewigen Liebe, wenn das Kreuz
nur noch Erinnerung sein wird.
„Ich bin gekommen um Feuer auf die
Erde zu werfen, wie möchte ich, dass es
schon brenne“
(...) In dieser Stunde auf
Kalvaria, Jesus zerschlagen als Feuerstein
um Funken zu sprühen damit es brenne! Ein
Holz, sein Kreuz, dazu bestimmt, aufgezehrt
zu werden um lebhaft zu leuchten.
Hier der Sinn unsrer Kreuze: Holz im
Feuerofen unseres Lebens zu sein um die
Liebe brennen zu lassen, die der Geist uns
bei der Taufe eingegossen hat.
„Die Liebe, die dich zieht, sollst du nicht
fragen, wohin“, schrieb Luigi, „so frage ich
Gott nie, wohin mein Kreuz mich trägt. Ich
weiss, dass er mich liebt und das genügt.“
„Von wo komme ich? Von der Liebe. Was
ich tu? Ich liebe. Wohin ich gehe? Zur
Liebe. Wozu so viel Schmerz? Was hab ich
Böses getan? Warum, Jesus?“
Ich spürte danach den Blick des
Nazaräers, des Gottessohns, der mich
gestört und gesagt hat: “Keine einzige
Träne geht verloren. Das Leben geht
durch den Tod, die Freude durch den
Schmerz.“
„Seither war mein Leben nicht blosser
Schmerz, der Schmerz wurde zum Vehikel
der Freude, der Liebe, des Lebens. Ich
bin sicher, auch Ihr habt euch solche
Fragen gestellt, glaube, dass auch ihr die
Freude sucht: sie hängt an euerm Willen
zur Liebe gegenüber dem, der leidet,
damit das Reich Gottes in die Herzen der
Menschen komme, zu den Unschuldigen
die, durch ihre Leiden das neue Kommen
Christi vorbereiten. Ermüdet euch nicht,
das Kreuz ein wenig mitrzutragen, ihre
Tränen zu trocknen, die Hoffnung bren-
nend zu erhalten auf die Auferstehung
zum „neuen Himmel und der neuen
Erde“ für alle. Gott segne euch“.
Luigi Rocchi
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Sie starb im selben Jahr, als die
Erscheinungen der Königin des Friedens in
Medjugorje begannen. Sie liebte die
Muttergottes sehr und, wie sie, unterstellte sie
sich radikal dem Willen Gottes, auch wenn
das, was Gott für sie im Sinn hatte,
Aufopferung bis zur Grenze jedes menschlich
Erträglichen ging. Mit Christus am Kreuz
gekreuzigt liess sie sich verbrauchen für die
Rettung der Seelen. Das war ihre Aufgabe,
der Weg, der sie zur Heiligkeit führte.
Mehr nachahmbar
denn wunderbar
Die ganze Vollkommenheit
ist in der Liebe,
die ganze Heiligkeit
in der Demut.“
Das ist, was MARTHE ROBIN bekräf-
tigt, die französische Mystikerin aus dem
letzten Jahrhundert. Vielen ist sie bekannt
wegen ihres schmerzvollen Lebens und
ihrer Verborgenheit: eine ausserordentliche
Frau, die Zeugnis gab
davon, wie man mit Hilfe
der Gnade aus lauter
Liebe und Hingabe
leben kann.
Geboren 1902 in
einem kleinen französi-
chen Dorf, als letztes von
sechs Kindern. Von klein
auf fällt ihre natürliche-
starke Neigung zu dienen
auf. Von fröhlicher Natur
hilft sie den Eltern in
Haus und Hof. Durch die-
ses einfache Leben, das
sie die Gegenwart Gottes
entdecken lässt, fühlt sie sich stark zu Ihm
hingezogen. Schon ihr kindlicher Glaube ist
echt persönlich geprägt: „Meine Schwestern
wollten nicht, dass ich so viel betete, aber
ich betete ja vor allem im Bett. Ich betete zur
Muttergottes, meist sprach ich einfach zu Ihr.
Immer hatte ich meinen Rosenkranz in der
Tasche und betete ihn, wenn ich die die
Strasse ging ... Ich betete viel eher denkend
als sprechend.“
Marthe ist sich vor allem
bewusst, dass sie einzigartig geliebt ist durch
wahre, starke und zugleich zärtliche Liebe.
„Mein Herr, ich danke Dir
für die Prüfung...“
Mit sechzehn Jahren beginnt für das jun-
ge Mädchen ein Leidensweg, der erst bei
ihrem Tode enden sollte: sie bleibt zweiein-
halb Jahre lang gelähmt, ohne zu essen und
zu sehen, weil ihre Augen kein Licht ertra-
gen. Zu dieser Zeit erscheint ihr die
Muttergottes zum ersten Mal. Diese erste
Krankheit wird zur verborgenen
Vorbereitung auf einen langen Weg der
Einsamkeit in ihrem Zimmerchen. Es ist der
Moment, um den Wert des Schweigens zu
entdecken... „wo man Gott spürt“. 1921
gesundet Marthe ein wenig, kann wieder
aufstehen und gehen obwohl mit Hilfe eines
Stockes. Es ist die Zeit, wo sie der Madonna
ihren eigenen Wunsch anvertraut: sie möch-
te in den Karmel treten denn sie spürt sich
der hl. Therese vom Kinde Jesu sehr nahe.
Wie sie, will „sie alles Gott geben“.
Dem Leiden Jesu vereint
Bald kehrt die Krankheit zurück. Viele
Ärzte versuchen, sie zu heilen, mit wenig
Erfolg. All dies drängt sie, sich ganz Gott
anzubieten
in einem Akt der Aufopferung
und Hingabe an die Liebe und den Willen
Gottes“.
Es war der 25. März 1925. –
„Ewiger Gott, unendliche Liebe, o mein
Vater!“ ... Heute gebe und weihe ich mich
Dir, ganz und unwiderruflich...“
Sie ver-
steht, auch wenn sie Laie bleibt, ist sie geru-
fen, ihre Hingabe an den gekreuzigten Jesus
für die Kirche und die Welt zu leben
Drei Jahre später erlahmten die Beine in
im Lauf weniger Monate auch die Arme. Sie
isst nicht, trinkt nicht, schläft nicht mehr,
lebt allein von der Eucharistie. Im Jahr
1930 frägt Jesus sie: Willst du sein wie
ich?“.
Marthe antwortet: „Ich möchte ster-
ben, damit sie das Leben haben“ ...
Ab jetzt
beginnt sie, die Passion Christi zu erleben.
Jede Woche, bis zu ihrem Tod, erleidet sie
die Stationen der Passion Christi: „Ich erfah-
re, wie süss Liebe bis zum Leiden ist, ja, ich
möchte sagen, gerade noch im Leiden, denn
leiden ist die unvergleichliche Schule wahrer
Liebe ...“
Eine besondere Liebe zu Maria
Vor allem liebt sie den
Rosenskranz. Ein Buch von
Grignion de Montfort – „Das
Geheimnis Mariens“ – hilft ihr,
mit der Gottesmutter in grosse
Vertrautheit zu treten. . Der
Autor schreibt: „Wenn der
Heilige Geist, ihr Bräutigam,
Maria in einer Seele gefunden
hat, fliegt er in sie, tritt er voll
in sie ein und vereint sich ihr in
Überfülle ...“
Die „junge Heilige“, wie
man sie im Dorf nennt, wird
durch jahrelange Gebete,
Verzichte und Leiden vorbereitet für einen
Auftrag, der bald in ihrer Pfarrei zu keimen
beginnt. Durch sie bittet Jesus den Pfarrer
darum, eine katholische Mädchenschule zu
gründen, aber der Mann hatte nicht die
Mittel dazu. Marthe insistiert: „Um was Gott
bittet, das gibt er auch“
1934 öffnet die erste
katholische Schule in Châteauneuf-de-
Galaure ihre Pforte.
Der Liebesherd
Jesus hatte zudem der jungen Frau anver-
traut, in der Pfarrei einen „ Liebesherd“
(Foyer de Charité) zu gründen, wo er
Wunder wirken könne: „Diese Liebesherde
werden sich auf der ganzen Erde bis zu
deren entferntesten Winkeln entzünden“.
Mehr denn je empfindet Marthe sich als
Kind der Kirche, will mit ihrem Pfarrer
zusammenarbeiten, überzeugt, dass ihr
Laienapostolat sich nur durch diese Pfarrei
verwirklichen lasse. Aber der Pfarrer fühlt
sich nicht fähig dazu. Also verspricht Gott,
dass er ihr einen erwählten Priester schicken
wird, wie auch sie für diese besondere
Aufgabe erwählt ist.
An einem 10. Februar, dem Vorabend des
Festes der Muttergottes von Lourdes, erhält
Marthe den Besuch des Abbé Georges Finet,
eines Priesters, der die marianische
Spiritualität gemäss Grignion de Monfort ver-
strömt. Am Schluss der Begegnung teilt die
Mystikerin dem Abbé mit, dass er ihr „geist-
licher Vater“
sowie der Vater des ersten
Feuerherdes werden solle. Ein solches
Vorhaben birgt etwas derart Grosses, das den
nichtsahnenden Priester einschüchtert. Aber
wie könnte er nicht das Wirken des Heiligen
Geistes in so bescheidener Verbundenheit mit
dem Herrn und derart nahe bei Maria sehen,
der auch er wie ein Kind sich anvertraute?
Und der Priester stellt sich zur Verfügung!
In Christi Liebe verbunden
Ein „Foyer“, ein Herd, besteht aus einer
Gemeinschaft von Getauften, Männern und
Frauen, die ihre materiellen, intellektuellen
und geistigen Güter zusammenlegen. Sie
leben, arbeiten und beten in familiärem Stil
gemäss dem, was der Dienst verlangt. „Der
Herr hat uns zu grossen Dingen gerufen, zu
allererst dazu, von sich selbst los zu lassen“,
wird Marthe ihnen sagen. Sie sind durch kei-
ne Gelübde gebunden, es ist allein die Liebe
Christi, die sie untereinander verbindet, und
durch diese Liebe empfangen sie alle
Menschen, die zu ihnen kommen, um sich zu
erholen.
Marthe, unbeweglich auf ihrem Bette,
erblindet, trägt in ihrem Gebet die Priester, die
Mitglieder des Foyers und jener, die es besu-
chen, weil geheimnisvoll von ihr angezogen:
„Mein anbetungswürdiger Jesus, der Du in
mir lebst, Du der mich führt, lehrst, machst,
dass alle Menschen, die sich mir nähern, mich
getröstet verlassen wenn sie weinen, erleich-
tert, wenn sie beladen gekommen sind, heiter
während vieler Tage nur wegen der
Erinnerung eines Wortes, eines Blicks oder
eines Lächelns“.
Hoffnung spenden
Die Kleinen, die von Herzen Armen, die
Sünder und die nach Wahrheit und Licht
suchenden Seelen: sie nähern sich und las-
sen sich bereichern von Angenommensein
und Angehört werden, so einfach und so
wahr. Marthe gibt keine Lösungen. Sie hört
zu und schweigt, betet und lädt zum Gebet
ein. Sie gibt als schönsten Schatz ein
Christuswort, das aus ihrem Herzen auf-
steigt. Vor allem versteht sie, leidet mit in
einem Schweigen, worin der Andere, der
sich geliebt, geachtet, sicher fühlt
Verzeihung zu erlangen und heilig zu wer-
den, wie Gott es von ihm erwartet,
Hoffnung findet. Sie beschränkt sich dar-
auf, dem Sünder den Weg zum Priester zu
zeigen, der ihnen in der Beichte die Fülle der
Zärtlichkeit Gottes zurückgibt.
Jene die leiden und alle erinnert sie an den
Wert der Hingabe, wie sie sie selber lebt:
jede liebende Seele müsste ihrem Leben und
ihren Leiden apostolischen Wert geben, einen
erlösenden Wert, einen ewigen Wert ... Mehr
denn je braucht die Welt heilige und grossher-
zige Seelen, lebende Hostien, die sich ganz
der Hingabe weihen, dem Opfer, der Liebe“.
Die kleine Marthe kannte immer heftige-
re Attacken des Teufels, aber die Gegenwart
Mariens prägte sie von einer Zartheit, die
bereits Zeichen von erlebter Auferstehung
im Herzen der Passion ist.
Wenn das Weizenkorn, das auf die Erde
fällt, nicht stirbt, bleibt es allein. Wenn es
stirbt, bringt es viele Frucht
(Joh 12,24)...
Am Freitag, den 6. Februar 1981, kehrt
Marthe zum Vater heim,
nach einem letz-
ten, extremen Kampf gegen den Teufel.
Heute wird sie glücklich sein: könnten wir
sie sehen so wie sie Maria zu sehen geliebt
hat, „mehr nachahmbar denn wunderbar“!
Ihr Zimmerchen wurde zum Ort des Gebets,
wo bereits mehrere Wunder geschehen sind.
Irma Heller
PORTRÄT HEILIGKEIT
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Fasten
und Beten
in Medjugorje
Maria lädt uns in Medjugorje zur
Mitarbeit am Heilsplan Gottes ein. Von Jesus
am Kreuz war er erfüllt. Nun erstreckt er
sich durch uns bis zu Seiner Wiederkunft.
Maria ruft uns dazu auf, damit unser Leben
dieselbe Frucht bringe wie die ihres Jesu:
„Brot und Wein für die Rettung der Welt“. In
der Stille und in der Einsamkeit, von unserer
täglichen Unruhe entfernt, entdecken wir,
was wirklich wichtig, essentiell für uns ist.
In Marias Armen gehen wir durch unsere
Wüste um an ihren Plan teilzunehmen.
Das Fasten lässt sich nicht mit den
Augen des Fleisches sehen, durch das Leid,
den Verzicht des Körpers, sondern durch die
absolute Sicherheit, in eine Dimension geist-
lichen Lichts zu treten, das einen Teil von
uns erhellt, der nicht vom Körper abhängig
ist. Es genügt, uns von Ihr führen zu lassen,
die „voll des Heiligen Geistes ist.“, um zu
versuchen die Oberhand über unser ganzes
Sein zu erlangen und es mit den andern zu
teilen.
Lieben wir die Mutter, wird dieses Teilen
zur Freude die uns wandelt, uns ein neues
Gesicht gibt. .Es kann uns auch Leid,
Versuchungen bringen, aber es wird gerade
dieses Leid sein, das wir Gott hingeben, das
Er umformt mit seiner Weisheit und
Allmacht. Wer an Ihn glaubt, wird nicht ent-
täuscht zurückbleiben: „Dies ist der
Reichtum der Armen“.
Unsere Zeit mit Gott leben, umarmt von
der Mutter, um nachzudenken, zu betrach-
ten, zu warten, zu entdecken, dass gar nichts
Zufall ist. Vor allem zu entdecken, dass wir
gross sind in den Augen Gottes des Vaters,
weil in unserm Innern, in der Tiefe unsrer
Herzen, das Auge Gottes uns erwartet und
uns sagt: „Mein Kind, ich liebe dich, ich
möchte in deinem Herzen mein Reich auf-
richten, gib es an andere weiter.“
Die Überraschung und die Freude, von
der Gegenwart Gottes gekostet zu haben, läs-
st uns antworten: „Das Brot, das ich gegessen
habe in diesen Tagen, Frucht eines
Weizenkorns und der Arbeit des Menschen,
sättigt mich aus Dir, ô meine Unendliche
Liebe“. Verwandeln wir dieses unser Staunen
in Dankbarkeit. Wandeln wir uns in tanzende
Funken ewigen Lichts: Dank an Dich, Herr
des Himmels und der Erde. Dank an dich
Mutter, die du mit deinem Finger den Weg
gezeichnet hast, den es zu gehen gilt“.
Anna Fasano
In Richtung „Licht“
Aus Liebe geschaffen von Dem, Der die
Liebe ist, sind wir gebildet nach Seinem Bild
und Gleichnis; wir tragen in uns die Fülle
des Lebens, die wir zu Beginn unserer
Existenz erhielten, noch als wir nur ein
Gedanke Gottes waren.
Jedoch, wegen der Sünde, verbarg sich
die anfängliche Fülle in gewissem Masse wie
ein Samenkorn in der Intimität unsrer Seele.
Ja, wie ein Samenkorn, das in sich das
Geheimnis des Lebens birgt. Darin befindet
sich der Kern dessen, was wir sind.
Denn Du hast mein Inneres geschaffen
mich gewoben im Schoss meiner Mutter.
Ich danke Dir,
dass Du mich so wunderbar gestaltet hast
ich weiss: staunenswert sind deine Werke.
Als ich geformt wurde im Dunkeln
kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde,
waren meine Glieder Dir nicht verborgen.
Deine Augen sahen, wie ich entstand
in Deinem Buch war schon
alles verzeichnet.
Meine Tage waren schon gebildet,
als noch keiner von ihnen da war.
Psalm 138, V-13-18
Ein Samenkorn wird auf ein Feld gesät,
unvorhergesehen befindet es sich unter der
Erde, begraben. Das Erdreich lässt es aus-
ruhn, aber zur gleichen Zeit lässt das
Gewicht der Erde über ihm das „alte“ ster-
ben, damit das „neue“ werden kann ...
Auch wir erleben diese Ruhe, im
Glauben und in der Hoffnung, in Gott
unserm Vater, der uns bis auf den Grund
kennt und alles in seiner Hand geleitet; aber
zur gleichen Zeit drücken uns die Prüfungen,
die Versuchungen und unsere täglichen
Kreuze und drängen uns hin zur Liebe, zur
Hingabe und zum Opfer, die unser Ego min-
dern und neues Leben aufwecken.
Es ist ein Bild, das mich erstaunt und
anzieht: das Korn vernichtet sich damit erst
möglich wird, dass das neue Leben zum
Licht aufbrechen kann. Wenn es auf seinem
Weg einen Stein findet, obwohl er viel grös-
ser und schwerer als es selber ist, ist es fähig,
ihn weg zu rücken und zu heben, um sich
vom Licht umfluten zu lassen, sich davon zu
nähren und in sich aufzunehmen.
Ganz präzise findet die Natur die richtige
Richtung, um wieviel mehr müsste der
Mensch (geformt nach dem Bilde Gottes, der
das Leben in Fülle gibt) sie finden! Und
nicht nur die richtige Richtung erkennen,
sondern sie auch liebend durchlaufen, ganz
frei und natürlich. Auch Berge würden ver-
setzt. so ist das Geheimnis des Lebens, das
Geheimnis der Gnade Gottes, die uns nie
weggenommen wird. Das Geheimnis des
Oster-Durchgangs für einen jeden von uns:
der Stein unsres Grabes wird weggewälzt
werden ... auf sicher!
„Nicht mehr ich lebe,
sondern Christus lebt in mir“. (St. Paulus)
Der Herr lässt in uns neues Leben spru-
deln und nimmt durch uns Einfluss auch auf
alles, was uns umgibt, auf all jene, die er auf
die Strasse unsres Alltags schickt. Wie ein
Keimling die Erde bewegt und wie er ausser-
halb als etwas Neues erscheint, lebendig und
schön, so zeigt sich das neue Leben Gottes in
uns als neue Wirklichkeit, lebendig, konkret
und fähig, im Aufleuchten die Herzen der
andern zu berühren.
Halina Wiszezor
Daniele Pasini
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IENST DES
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LAUBENS
!!
Wie viele junge Menschen komme ich aus einer Familie, die
die Kirche besucht. In mir habe ich auf verschiedene Art auch
einen tiefen Bezug zu Jesus gepflegt, kann aber nicht von eigent-
licher Bekehrung reden: nie habe ich an der Gegenwart Gottes
gezweifelt, wovon die katholische Kirche spricht und für sie
habe ich stets eine besondere Zuneigung empfunden Es hat auch
nie an Gelegenheit gefehlt, sie zu besuchen, da mein Vater als
Organist oft in der Kirche musizierte und mich mit sich nahm ,
sei es in Italien, sei es auswärts.
Ich lebte ein scheinbar ruhiges Leben, aber im Innern meines
Herzens erlebte ich viele Schmerzen, es haben mich ernste
Zeiten von Depression umgetrieben, wollte mit dem Leben
Schluss machen. Nie hatte ich den Mut, es wirklich zu tun, doch
habe ich daran gedacht. Das ergab sich daraus, dass ich keine
wahre Beziehung zu Jesus fand.Auch wenn ich glaubte gut zu
beten, ich gebe zu, dass ich schlecht gebetet habe. Stets war ich
hyperkompliziert (leider bin ich es immer noch): Jesus aber
möchte uns einfach und die Muttergottes wünscht es noch mehr,
dass wir uns in Einfachheit ihrer Hand anvertrauen.
Und doch ist es wahr, dass, wenn wir von Problemen überschwemmt sind, wenn die
Depression auf uns fällt, wir von Panik ergriffen werden, von grosser Unsicherheit und vie-
len Empfindungen von Verwirrung, aber ... vergessen wollen wir das Wort Gottes NIE, das
uns sagt, dass die Kreuze, die er erlaubt, immer getragen werden können, so schwer sie auch
sein mögen. Für den, der im Licht von Gottes Wort steht, macht Selbsttötung nie Sinn. Es ist
geistiger Widerspruch.
Trotzdem, durch all die Probleme, die mich überfielen, haben mich der Herr und seine
Mutter von Menschen umgeben, die mich wortwörtlich getragen (nicht dass mir Liebe
gefehlt hätte, ich wurde sogar gehätschelt und verwöhnt) und mir geholfen haben in den ver-
zweifelten Momenten des Lebens. Darunter die enorme Gnade, mich ins Universitäts-
Studium zu werfen (obwohl ich widerspenstig war) und mich viel mehr versteckte
Begabungen entdecken zu lassen, als ich gedacht hätte.
Das ist, wie Gott uns wertschätzt! Ich hatte keine Achtung vor mir selbst, während Er
nichts anderes von mir verlangte, als mich seiner Hand zu überlassen, um zu verstehen, wie
er mich achtete (werden wir je fähig sein, so etwas zu verstehen?). Gott liebt uns zu sehr. Er
ist ganz verrückt nach uns! Aber wie denn? Könnte jemand fragen, ER, der Schöpfer des
Weltalls, was kümmert ihn ein armer Sünder? Aber er tut es, tut es. In meinem Fall gab er
meinem Leben einen Ruck, liess mich ein besonderes Mädchen kennen lernen, dessen Er
sich bediente, um mich nach Medjugorje zu bringen und mein Herz zu heilen, das ganz
krank war vor lauter Problemen. Trotz allem gab er mir auf dem Kricevac den Einfall, der
meine erste discografijsche Arbeit einleitete.Wie könnte ich Ihn nicht dafür loben, Ihm dan-
ken für sein so grosses Geschenk? Jahrelang hatte ich gewünscht, ein ganz eigenes Projekt
aufzuziehen ... und jetzt hat sich alles ergeben! Gott hat mir geholfen, diesen schönsten der
Träume zu krönen.
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Der letzte Zug
„Ich will nichts für mich selbst, aber
möchte alles für die Rettung eurer Seelen“
(Botschaft vom 25.10.1988). „Liebe Kinder,
ihr seid euch nicht der Botschaften bewusst,
die Gott durch mich schickt. Er spendet euch
große Geschenke und ihr versteht es nicht“
(Botschaft vom 08.11.1984). Maria will nie-
manden zwingen das zu tun, wozu man sich
nicht fühlt und nicht bereit ist. Nur ein kleiner
Teil hat die Botschaften angenommen, und
anfangs waren es viele mehr, für viele scheint
dies leider ein ganz normaler Vorgang zu sein.
Im Jahr 1986 war ich mit meiner Frau zum
ersten Mal in Medjugorje. Ich habe damals an
die Anwesenheit Mariens geglaubt und glaube
noch heute daran. Ich anerkenne dieses
Geschenk, das mir ausgegossen wurde, diesen
unausweichlichen Ansporn zur Veränderung.
Augenblicke, wunderbar und schmerzhaft, um
in der Liebe zu wachsen. Nach zwanzig Jahren
seit dem anfänglichen Feuer, von dem ich
mich nie getrennt habe, hat sich aber eine Art
„Lauheit“ eingeschlichen, zurückzuführen auf
unsere menschliche Natur, jedoch immer
Geschenk, wo der Glaube geprüft wird, da
anscheinend nicht durch so starke Hilfen wie
am Anfang getragen.
Warum diese Überlegungen? Ich kann
nicht umhin, einen Vergleich mit unserem
„Echo Mariens“ anzustellen. Dieses
Geschenk Mariens und der Vorsehung. Der
anfängliche Elan hat zu einer Auflage von
380.000 Exemplaren in italienischer Sprache
geführt. Auch hier eine Art „Lauheit“ hat heu-
te zu einer Auflage von 160.000 Exemplaren
für jede Ausgabe geführt. Auch für „Echo“
durchleben wir eine Zeit der Prüfung. Wenn
wir es nur verstehen würden: Dies ist eine
günstige Zeit für das Wachstum und um
Zeugen zu sein. Maria will uns nicht von der
Möglichkeit ausschließen, ihre Botschaften
zu verbreiten. Am Anfang hat sie uns mit ihrer
‚Milch’ ernährt und uns Kuren zukommen
lassen, um zu wachsen, jetzt will sie uns stark
haben, um im Glauben erwachsen zu sein.
„Ihr könnt nicht begreifen, wie groß eure
Stellung in diesem Plan Gottes ist. Ich bin mit
euch, um in vollkommen zu verwirklichen“.
Nehmen wir diese Einladung an. Maria ist mit
uns! Machen wir uns zu Aposteln der Königin
des Friedens, behalten wir das Geschenk nicht
für uns allein, lassen wir auch unsere Brüder
daran teil haben, die diese Wirklichkeit noch
nicht kennen. Es wurde gesagt, dass diese die
letzten Erscheinungen für die Menschheit
sind, und das ist sicher für jene wahr, die seit
dem Anfang der Erscheinungen (1981) bis
heute ihren Lebenslauf beendet und aus dieser
Gnadenquelle die Kraft für ein gnadenreiches
Leben geschöpft haben. Jene aber, die sie
nicht gekannt haben, sind der süßen und
lebendigen Anwesenheit Mariens in ihren
Herzen beraubt. Versäumen wir nicht den
letzten Zug unserer Rettung und jener unserer
Geschwister. Ich gebe zu, auch ich habe
Furcht und Angst „Echo“ Priestern oder
Freunden vorzuschlagen, es fällt nicht leicht,
missverstanden, abgewiesen oder bemitleidet
zu werden, aber die Worte Jesu geben mir
Mut! Freut euch, wenn sie euch wegen meiner
Sache auslachen.
Also dann, Freunde des „Echo“, Maria
bittet uns ihre Stimme durch dieses kleine,
aber große Werkzeug hören zu lassen.
Unsere Ängste und Scheu dürfen uns nicht
an der Verbreitung in Liebe und Demut hin-
dern, denn, wenn ich schwach bin, bin ich
stark. Maria und Jesus sind mit uns.
Mario Sfriso (Drucker von Echo)
LESER SCHREIBEN
R. Vitt, Deutschland: Mit Freude erwar-
te ich das Echo immer wieder. Es ist ein
Diamant fuer die Seele, man fuehlt sich nach
Medjugorje immer wieder hingezogen. Mit
grosser Freude und Dankbarkeit waren mei-
ne 3 Kinder und ich schon in Medju. Ich bin
Mesner; letztes Jahr war unsere
Seelsorgeeinheits-Wahlfahrt nach Assisi...
Mir gefällt das Bild vom hl. Franziskus mit
Tau und zwei Tauben zu sehen.
Arq. Salcedo, Ecuador: Ich erhalte
regelmässig alle zwei Monate das ECO DE
MARIA (span.). Es ist eine sehr schöne
Veröffentlichung, die mir viel hilft. Hier in
Cuenca haben wir etwas ähnliches. Die
Jungfrau Maria erscheint als Hüterin des
Glaubens
seit dem Monat August 1988, jetzt
also seit zwanzig Jahren. Der jetzige
Erzbischof hat den Ort zum Heiligtum
erklärt. Alle Samstage und Sonntage werden
heilige Messen gefeiert. Am letzten Samstag,
dem ersten des Monats, waren etwa 500
Personen anwesend, die zu Fuss hergepilgert
kamen. Die Pilger haben sich morgens um 6
Uhr auf den Weg gemacht trotz Kälte und
gefrorenen Strassen an diesem Tag – ja, denn
JARDIN liegt auf 3.600 Metern über Meer!
Ich lese das ECO jeweils ganz durch, teile es
mit Freunden und wir ziehen interessante
Schlüsse daraus.
HERR
LEHRE MICH
... danken
Lehre mich, Herr, zu danken, es ist die
erste, die grösste, die fruchtbarste Aufgabe
dessen, der anerkennt, dass er alles erhalten
hat: Dir danken für deine unsagbaren Gaben.
Du hast mich gesucht im Schoss meiner
Mutter und hörtest mit unsäglicher Liebe den
ersten Seufzer meines erwachenden Lebens,
hast dich über mich gebeugt um mich aufzu-
nehmen inmitten deiner Geschöpfe, denn wir
waren zusammen schon im Universum: Ehre
und Herrlichkeit Deines Namens.
Seit dem Mutterschoss hast Du mein
Leben verteidigt, das Du mir gegeben hat-
test: Männer, die Dein Gesetz vergessen hat-
ten, waren entschlossen, es mir zu nehmen
noch bevor ich das Licht gesehen hatte.
Umbringen, sagten sie, um das gefährdete
Leben meiner Mutter zu retten. Du aber,
mein Herr, wachtest väterlich über uns beide,
hast uns beide gerettet dank der Frömmigkeit
meiner Eltern, vor allem meines Vaters, und
der Ehrenhaftigkeit eines Mannes, der sein
Wissen und Können in den Dienst des
Lebens stellte, nicht des Todes!
Danke, mein Gott und mein Herr, Du bist
ganz Barmherzigkeit und Deine Entscheide
sind richtig. Aber wer könnte Dir genug dan-
ken? Deine Güte ist ohne Grenzen, Deine
Weisheit ohne Zahl.
Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
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Villanova M., 15.
M
ä
r
z 2008
Es segne uns der allmächtige
Gott, der Vater, der Sohn
und der Heilige Geist.
Amen.
Fasten...
Bereits am sechsten Tag der
Erscheinungen erinnerte die Gottesmutter
öfters an das Fasten, weil es den Glauben
stärkt. Die Übung des Fasten unterstützt und
stärkt uns für unsere Selbstkontrolle. Nur
diejenige Person ist wirklich frei, die sich
selbst unter Kontrolle hat und nur sie ist
fähig, sich selbst zu verlassen, für Gott und
den Nächsten, wie es der Glaube fordert. Das
Fasten garantiert ihm, daß seine
Selbstverleugnung sicher und ernst ist. Es
hilft ihm frei zu werden von aller
Abhängigkeit, aber besonders von der
Abhängigkeit an die Sünde. Wer sich selbst
nicht wirklich besitzt, der ist in irgend einer
Weise abhängig. Deshalb hilft das Fasten
dem Einzelnen und hindert ihn selbst daran,
eine ungeordnete Freude zu suchen, die ihn
nach und nach zu einer nutzlosen und
unbrauchbaren Existenz machen würde, die
oft verschwenderisch mit den wahren Gütern
umgeht, die von anderen nötig gebraucht
werden, um überleben zu können.
Mit dem Fasten gewinnen wir auch die
Gnade zurück,die in uns eine wirkliche
Liebe zu den Armen und Schwachen leben
läßt und die bis zu einem gewissen Punkt
auch die Differenz zwischen Armen und
Reichen vermindert. Deshalb heilt es die
Wünsche der Armen und ebenso die Exzesse
und den übertriebenen Luxus der anderen.
Ferner bewirkt das Fasten in eigener Weise
eine Dimension des Friedens., welcher heute
ganz besonders durch den unterschiedlichen
Lebensstil der Armen und Reichen bedroht
ist.(Das Nord- Südgefälle).
Zusammenfassend können wir sagen,
daß die Botschaften der Gottesmutter unter-
streichen, daß der Friede das höchste Gut ist
und daß Glaube, Umkehr, Gebet und Fasten
die Mittel sind, mit denen wir ihn erreichen
können.
P. Ljudevit Rupcic
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