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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 201 (September-Oktober 2008)

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Botschaft Mariens vom 25. Juli 2008
„Liebe Kinder, in dieser Zeit, wo ihr an
die körperliche Erholung denkt, rufe ich
euch zur Bekehrung auf. Betet und arbeitet
so, dass euer Herz sich nach Gott, dem
Schöpfer sehne, der die wahre Erholung
eurer Seele und eures Körpers ist. Er möge
euch Sein Angesicht offenbaren und Er
möge euch Seinen Frieden geben. Ich bin
bei euch und halte Fürsprache vor Gott für
jeden von Euch. Danke, dass ihr meinem
Ruf gefolgt seid!“
Euer Herz sehne sich nach
Gott, dem Schöpfer
»Denn wie der Regen und der Schnee vom
Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt,
sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen
und Sprossen bringt, wie er dem Sämann
Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch
mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es
kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern
bewirkt, was ich will, und erreicht all das,
wozu ich es ausgesandt habe»
(Jes 5,10-11).
So beschreibt Jesaia das Schöpfungs- und
Rettungswerk im Wort Gottes, und was es uns
sagt, beschreibt nicht die offenbarte
Tragweite. Das Wort, das zum Vater zurück-
kehrt, nachdem es voll das erwirkt hat, was Er
wünschte, ist Jesus Christus, das fleischge-
wordene Wort. Gepriesen sei der Gott und
Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat
uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet
durch unsere Gemeinschaft mit Christus im
Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor
der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und
untadelig leben vor Gott; er hat uns aus Liebe
im voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu wer-
den durch Jesus Christus und nach seinem
gnädigen Willen zu ihm zu gelangen
(Eph 1,3-
5).
In Ihm hat Er beschlossen, alles zu verei-
nen, alles, was im Himmel und auf Erden ist
(vgl. Eph 1,10b). Jesus Christus ist nicht nur
der Urheber unserer Versöhnung mit dem
Vater; in Jesus eröffnet sich für den Menschen,
für jeden Menschen, ein neues, auch heute
noch absolut unvorhersehbares Leben. Der
Mensch ist nicht mehr jener, der er vorher war.
Jetzt kann jeder Mensch im Geist zu einer
Wohnung Gottes
(vgl. Eph 2,22) werden, die
Werke, die Jesus vollbracht hat, auch vollbrin-
gen (vgl. Joh 14,12) und in Ihm sein (vgl. Joh
14,20). Dieser Weg des in sich Aufnehmens
heißt Umkehr. In dieser Zeit, wo ihr an die
körperliche Erholung denkt, rufe ich euch
zur Bekehrung auf.
Diese Einladung Mariens
hat nichts Widersprüchliches, da der Weg der
Bekehrung nicht dem Bedürfnis der Erholung
entgegen steht, im Gegenteil, er führt zu die-
sem. Eine wahre Erholung schon in diesem
Leben, denn sie befriedigt den Durst der Seele
und das Schmachten des Leibes (vgl. Ps
62(63),2).
Betet und arbeitet so, dass euer Herz
sich nach Gott dem Schöpfer sehne, der die
wahre Erholung eurer Seele und eures
Körpers ist.
Nur in Gott findet alles Ruhe,
denn nur in Ihm verwirklicht sich das Wunder
des Zusammenlebens, ohne Widersprüche
und Gegner. Die Entwicklung ist nicht
logisch, sondern Ergebnis täglicher
Erfahrung: Es sind die kleinen “Wunder” der
Opferbereitschaft und Liebe, die es noch gibt
und nach wie vor Staunen und Bewunderung
hervor rufen.
Er möge euch Sein Angesicht offenba-
ren und Er möge euch Seinen Frieden
geben.
Lernen wir doch das Antlitz Gottes in
den kleinen Dingen des Alltags zu entdecken,
und früher oder später wird dieses Antlitz euer
Gehirn erleuchten und das Herz erwärmen.
Versuchen wir Friedensstifter in den kleinen
Vorkommnissen, die wir täglich erleben, zu
sein, so wird früher oder später Sein Friede
unsere Seele überfluten. Ich bin bei euch und
halte Fürsprache vor Gott für jeden von
Euch.
Nichts hindert uns, außer unser Wille,
diese Anwesenheit und Fürsprache zu erleben.
Warum es nicht auf einen Versuch ankommen
lassen? <...der dir all deine Schuld vergibt und
all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vor
dem Untergang rettet und dich mit Huld und
Erbarmen krönt, der dich dein Leben lang mit
seinen Gaben sättigt; wie dem Adler wird dir
die Jugend erneuert> (Ps 103,3-5).
Nimm, Herr, und akzeptiere all meine
Freiheit, meine Erinnerung, meinen Geist und
all meinen Willen, alles, was ich habe und
besitze: Du hast es mir gegeben, Dir, Herr,
schenke ich es wieder, alles gehört Dir, verfü-
ge darüber nach Deinem Gutdünken; gib mir
Deine Liebe und Deine Gnade, denn diese
genügen mir
(Hl. Ignaz von Loyola).
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. August 2008
“Liebe Kinder, auch heute rufe ich
euch zur persönlichen Umkehr auf. Seid
ihr diejenigen, die sich bekehren und mit
eurem Leben Zeugnis abgeben, lieben,
vergeben und die Freude des
Auferstandenen in diese Welt bringen, wo
mein Sohn gestorben ist und wo die
Menschen kein Bedürfnis verspüren, Ihn
zu suchen und in ihrem Leben zu entdec-
ken. Betet Ihn an, und möge eure
Hoffnung die Hoffnung für jene Herzen
sein, die Jesus nicht haben. Danke, dass
ihr meinem Ruf gefolgt seid!”
Ihr sollt euch bekehren
Alles ist bereit. Alles ist für uns bereit
gestellt. Nun sind wir an der Reihe, am
Hochzeitsmahl des Sohnes des Königs teil-
zunehmen (vgl. Mt 22,1-14), oder an dem
für uns bereit gestellten Abendmahl (vgl. Lk
14,16-24). Wir alle sind eingeladen, wir alle
werden erwartet. Sich in Bewegung zu set-
zen, bedeutet, den Weg der Umkehr ein-
zuschlagen; da die Einladung an uns persön-
lich erfolgt, entsprechend muss unsere
Antwort sein: die persönliche Umkehr. Ein
jeder von uns ist persönlich angesprochen.
Man kann versuchen, die Ablehnung zur
Einladung zu entschuldigen, jedoch hält kei-
ne Ausrede stand. Der Ruf Gottes ist derart
stark, klar und großartig, dass er mit keiner
unserer Tätigkeit verglichen werden kann,
keiner menschlichen Verpflichtung, nichts
von all dem, was die Welt normalerweise als
wichtig, recht oder nötig betrachtet. Nichts
auf der Welt, oder außerhalb derselben, kann
wichtiger als der Ruf sein, im Geist zu einer
Wohnung Gottes
zu werden (vgl. Eph 2,22).
Liebe Kinder, auch heute rufe ich euch
zur persönlichen Umkehr auf. Wir können
uns nicht bekehren, indem wir unsere
Gewohnheiten, Bestrebungen und Pläne bei-
behalten. Wir müssen uns aus dem
Mittelpunkt verlegen, um uns auf Gott zu
konzentrieren, und alles wird sich verändern;
vieles wird bedeutungslos erscheinen, was
wir als wichtig eingestuft hatten, umgekehrt
wird vieles notwendig sein, was wir vorher
als unwichtig betrachtetet hatten. Doch was
mir damals ein Gewinn war, das habe ich um
Christi willen als Verlust erkannt. Ja noch
mehr: ich sehe alles als Verlust an, weil die
Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles
übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufge-
geben und halte es für Unrat, um Christus zu
gewinnen und in ihm zu sein.
(Phil 3,7-8).
Nur in Ihm wächst alles geordnet, denn alles
wächst nach dem Willen des Vaters, der uns
den Sohn gegeben hat, damit auch wir in Ihm
Kinder sind. Die persönliche Umkehr ist ein
Gnadengeschenk Gottes, das aber unser Ja
erfordert, und zwar unsere Öffnung und
Bereitschaft es aufzunehmen: Seid ihr dieje-
nigen, die sich bekehren.
Wollen wir uns tatsächlich bekehren?
Und wir, die wir behaupten, den Botschaften
Verletzte Statue der Friedenskönigin
auf dem Erscheinugsberg in Medjugorje
„Wir sind diese fehlende Hand, der Mutter
entrissen um alle zu erreichen, die ihr ferne
sind, damit sie ihre Liebkosung spüren ...“
September - Oktober 2008 - Herausgeber; Eco di Maria, C. P. 47 - 31037 LORIA (TV) (Italia)
J. 24, Nr. 9 -10 Sped. a. p. art. 2, com. 20/c, leg. 662/96 filiale di MN, Autor. Trib. MN n. 13: 8.11.86
201
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Mariens zu glauben, und uns wundern, wenn
uns jemand offen oder still zeigt, nicht daran
zu glauben, sind wir wirklich zur persönli-
chen Umkehr bereit? Seid ihr diejenigen,
die sich bekehren und mit eurem Leben
Zeugnis abgeben, lieben, vergeben und die
Freude des Auferstandenen in diese Welt
bringen, wo mein Sohn gestorben ist und
wo die Menschen kein Bedürfnis verspü-
ren, Ihn zu suchen und in ihrem Leben zu
entdecken.
Die Einladung ist deutlich: Nicht
Worte, nicht grundlegende Erklärungen, son-
dern ein Lebenszeugnis ist gefragt. Mit aller
Kraft, mit ganzem Herzen, Geist und Seele
wollen wir vom Geist Gottes durchdrungen
sein, von Ihm in Jesus Christus einverleibt,
auf dass Er in uns lebe. Erflehen wir dies vom
Vater, auf die Fürsprache Mariens, um
Zeugen des Auferstandenen zu sein. Er liegt
nicht in dieser Welt begraben, wie die Welt es
wünschte; Er ist bereit, in jedem Menschen
aufzuerstehen, der Ihn annimmt und Ihn in
seiner Seele aufnimmt. Betet Ihn an, und
möge eure Hoffnung die Hoffnung für jene
Herzen sein, die Jesus nicht haben.
In uns
und den anderen wird vorkommen, dass
Augen, Geist und Herz auf Jesus in feuriger
Anbetung gerichtet sein werden, um uns nach
Seinem Vorbild formen zu lassen, trotz unse-
rer Vergehen und Sünden, dem Willen des
Vaters entsprechend; wir müssen es nur mit
feurigem Herzen glauben und uns vom
Wirbel der dreieinigen Liebe und vom Feuer
des Heiligen Geistes mitreißen lassen. Das ist
unsere Hoffnung, die Hoffnung aber lässt
nicht zugrunde gehen; denn die Liebe ist
ausgegossen in unsere Herzen durch den
Heiligen Geist, der uns gegeben ist
(Röm
5,5).
N.Q.
Das andere Gesicht
der Olympiade
Mit mehreren Milliarden von Personen
haben wir mit Interesse den olympischen
Spielen beigewohnt, die im vergangen August
in China statt gefunden haben. Wir waren von
der Faszination der sportlichen Wettbewerbe
auf hohem Niveau gefesselt, vor allem, wenn
die Hauptdarsteller, die sich gegenseitig mes-
sen, keine überbezahlte Profis sind, sondern
engagierte Athleten, die ein immer besseres
Ergebnis durch große Opfer und großen
Einsatz bei den Trainings anstreben.
Die Nicht-Sportbegeisterten haben viel-
leicht das Eröffnungsspektakel und den
Prunk bewundert, die Peking zu diesem
Anlass geschaffen hat. Jedoch <ist nicht
alles Gold, was glänzt...>, sagt ein
Sprichwort. So ist das chinesische Volk seit
mehreren Jahren einer sorgfältigen make up-
Aktion unterzogen worden, die darauf
ausgerichtet war, der Welt ein scheinbar
äußerliches, tadelloses Bild des Fortschritts
zu vermitteln, gleichzusetzen mit den
großen westlichen Mächten, die in
Wirklichkeit das <chinesische Phänomen>
zu minderwertigen, politischen, finanziellen
und sozialen Interessen nützen, was einem
Sorge bereitet. Die Rechnung haben, wie
immer, die Kleinen zu begleichen, mit
jenen, die diesen unter die Arme greifen,
wie die Vertreter der christlichen Kirchen.
Im Wesentlichen haben die elementarsten
Menschenrechte und die religiöse Freiheit
darunter zu leiden.
Bereits vor Monaten hat die gewaltsame
Unterdrückung der tibetanischen Opposition
das Verhalten der Autorität Pekings gegenü-
ber jedweder Meinungsverschiedenheit und
die Maßnahmen erahnen lassen. Ende Juni
wurde ein offizielles Verbot gegen Priester
und Bischöfe erlassen, die nicht der offiziel-
len, katholischen Kirche angehörten,
Sakramente zu spenden oder pastorale
Tätigkeit auszuüben. Das
<Kontrollverfahren> ist im Stillen, oftmals
brutal erfolgt. Nach Informationen von
Aktivisten der Untergrundkirche, wurde der
größte Teil der Priester, die in der Hauptstadt
wirkten, gezwungen, diese bis zum Ende der
Olympiade zu verlassen. Nach Schätzung
der Agentur Zenit befinden sich z.Z. 35
Bischöfe der Untergrundkirche im Kerker,
oder unter Hausarrest, oder sind flüchtig,
Hunderte Missionare sind aus China ausge-
wiesen worden.
Diese <vordergründige> Aktion ist so
geplant, damit alles frei und rechtlich
erscheine. In der Tat hatten die Athleten im
olympischen Dorf konfessionelle
Einrichtungen mit Priestern, aber all das war
außerhalb der Tore des Dorfes vorenthalten.
Wie gesagt, sind die Menschenrechte weit-
gehend durch Unterdrückungsmaßnahmen
mit Füßen getreten worden. Die Agentur
Zenit sagt weiter aus, dass die Spiele zur
Enteignung von mehr als einer Million
Wohnungen geführt haben, um die neuen
Dienste zu gewährleisten. U.a. haben die
Behörden aus Peking die eingewanderten
Arbeiter vor der Eröffnung der Olympiade
entfernt, wie Bettler und andere “uner-
wünschte” Personen. Die Behörden haben
alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen,
um jeglichen Protest während der Spiele zu
verhindern.
Der Sport müsste an sich von Prinzipien
gesunden Wachstums geprägt sein, die eige-
nen Grenzen zu überwinden, zur
Verbesserung seiner selbst, freundschaftliche
Begegnungen zu pflegen mit jenen, die die
selben Freuden teilen, als gesunden
Wettbewerb, der keine Rivalitäten voraus-
setzt, sondern eine normale
Gegenüberstellung der Verschiedenheiten
anstrebt. Heute stellen wir eine
Instrumentierung von all dem fest, um die
eigene Macht zu bestätigen und eine arrogan-
te Übermacht über andere, ohne jegliche
Rücksicht auszuüben. Der Fall <Phänomen
China> ist in allem ein Extrem, aber fragen
wir uns: Wer hat es peinlich ausgeklügelt, um
das Gleichgewicht der Welt zu destabilisie-
ren? Wer stärkt es? Mit welchem Ziel? Die
Antworten führen mit Sicherheit nicht an
einen evangelischen Geist der Gerechtigkeit,
Gleichheit, Wahrheit und Freiheit. Die
Christen mögen sich daran setzen jenen zu
helfen, die im Orient einen sehr hohen Preis
bezahlen, nur deshalb, weil sie zu Christus
gehören.
Redaktion
Die Statue Mariens
auf dem Podbrdo entweiht
An jenem Juni-Nachmittag des Jahres
1981, erschien die Jungfrau Maria zum
ersten Mal eben dort, in einem Winkel des-
sen, was heute in Medjugorje bekannt ist als
“Erscheinungsberg”, der Podbrdo. Für län-
gere Zeit vermerkte ein einfaches Kreuz die-
sen genauen Ort, um welchen sich die Pilger
in stiller Besinnung zum Beten versammel-
ten, um so geistig Maria zu begegnen und
sich von ihr das Herz “berühren “ zu lassen.
Vor einigen Jahren wurde an Stelle des
Kreuzes eine Marmorstatue der Königin des
Friedens angebracht, sehr geliebt von allen,
die mit Glaube und kindlicher Liebe den
Hügel ersteigen. Und doch hat jemand,
Komplize der Nacht, zwischen dem 28. und
29. August dieses Jahres, die Statue mit
Hammerschlägen angefallen, das Gesicht
verunstaltet und eine Hand abgeschlagen.
Eine wahre und wirkliche Entweihung.
Die Motivation für diese Handlung bleibt
ein Geheimnis im sicherlich unruhigen
Herzen dessen, der sie vollbracht hat. Einer
Sache jedoch kann man sicher sein: Die zar-
te und fürsorgliche Liebe, die die
Muttergottes weiterhin ihren Kindern
schenkt, hatte auf diese Person keine
Wirkung; oder eher, diese Person hat nicht
gestattet, eben von dieser Hand ergriffen zu
sein, die ihren Überfall hatte verhindern wol-
len.
Es macht Eindruck, die Statue schwer
beschädigt zu sehen, ohne diese Hand, mit
der sie den Vater auf die Not der Kinder hin-
zuweisen schien; sie, die unsere
Fürsprecherin ist. Aber wenn wir wollen,
können wir im Lichte dieser unverständliche
Tatsache die Verwirklichung einer geistigen
Wirklichkeit sehen, die die Muttergottes
bereits vorangekündigt hat: “Ihr, die ihr
meine Botschaften lebt, seid Licht und aus-
gestreckte Hände gegen diese ungläubige
Welt, auf dass alle den Gott der Liebe ken-
nen lernen mögen”
(Botschaft 25.11.2001)
Wir sind diese von der Muttergottes
abgebrochene, fehlende Hand, um all die
Weitentfernten zu erreichen und ihnen ihre
Liebkosung zu geben, Stärkung, Trost,
Ermahnung, aber auch die Anweisung eines
Weges von wirklicher Heiligkeit:
Bekehrung, Gebet, Opfer, Hingabe…Wir
müssen diese von Maria ausgestreckte Hand
sein, die von Medjugorje aus allen
Menschen viele Gnadengaben bringt. Oder
besser, wir werden die Finger sein können,
die sich auf die ihnen eigene Weise artikulie-
ren aber nur funktionieren, wenn sie sich in
Harmonie und Gemeinschaft mit den ande-
ren bewegen. Es wird dies die Art unserer
“Wiedergutmachung” der entweihenden
Schmähung sein; nicht die einer einfachen
Statue, sondern die der lebendigen
Gegenwart Mariens, Königin und Mutter
des ganzen Universums.
S.C.
Benedikt XVI.
»Wenn der Sohn Gottes zu unserer
Rettung hat leiden und am Kreuz sterben
müssen, so sicher nicht wegen einer grau-
samen Vorsehung des himmlischen Vaters.
In der Tat hat Jesus durch seinen Tod und
seine Auferstehung die Sünde und den Tod
besiegt und die Herrschaft Gottes wieder
hergestellt. Der Kampf ist jedoch nicht
beendet: das Böse existiert und leistet in
jeder Generation Widerstand, so auch in
unseren Tagen (...). Um das Werk der
Rettung vollkommen zu erfüllen, schart
der Erlöser weiterhin Männer und Frauen
um sich und seiner Mission, die bereit sind,
das Kreuz auf sich zu nehmen und ihm zu
folgen. Wie Christus, so tragen auch die
Christen das Kreuz nicht freigestellt, son-
dern es ist eine Mission, die mit Liebe
umarmt werden muss. In unserer derzeiti-
gen Welt, wo die trennenden und zerstö-
renden Kräfte zu dominieren scheinen,
fährt Christus weiter, allen seine deutliche
Einladung vorzubringen: Wer mein Jünger
sein will, verleugne den eigenen Egoismus
und trage mit mir das Kreuz. Erflehen wir
die Hilfe der Heiligen Ju».
2
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E
INFACHE
G
EDANKEN
von Pietro Squassabia
Immer voller Freud
e
Ganz gewiss ist der Heilige Geist eine Person voller Licht und Frohsinn, jung und voll-
er Freude. Darum, wenn ER in eine Seele tritt, bringt er Freude, die der Empfangende sofort
verspürt. Man hat den Eindruck, dass nur dann, wenn der Mensch Freude empfindet, er
Gutes zu wirken vermag; dass nur, wer Freude besitzt, fähig ist, glückliche und traurige
Situationen des Lebens hinzunehmen; dass nur, wer Freude in sich birgt, das Leben in Fülle
leben kann. Der Geist spricht und handelt immer mit Freude, weil er Liebe ist, und Liebe
ist Freude. Es scheint, dass nur so Gemeinschaft mit dem Menschen gelingt, wenn er immer
auf der Suche nach Freude ist. Es ist so seit dem Tag, an dem er sie durch die Sünde verlo-
ren hat und ihr seither ständig nachtrauert.
Ja, Gott hat den Wunsch nach Freude in den Menschen gelegt, um ihn verstehen zu las-
sen, wo er IHN finden kann. Aber der Mensch neigt dazu, die Freude in den Geschöpfen zu
suchen und er findet sie nicht, weil er sie dort sucht, wo sie nicht ist. Seit der Sünde ist der
Mensch nicht mehr fähig, die wahre Freude von der scheinbaren zu unterscheiden, jene die
vom GUTEN kommt, von jener, die nicht das GUTE ist. Nur der Geist zeigt uns die Strasse,
um dies zu erreichen. So wird dem Menschen die Fähigkeit zu leben geschenkt. Es ist so:
der Mensch hat das Leben in dem Masse als er – mit Hilfe des Geistes - das Samenkorn
wachsen lässt, das Gott in sein Herz gesenkt hat. So scheint es fast als sei die Freude der
Wegweiser der „Gesundheit“ des Menschen: wenn in ihm die Freude wohnt, wird sein gei-
stiges Leben genährt und gestärkt, ansonst wird es schwach, kann sogar sterben.
Auch die Lehren Jesu führen uns immer hin zur Freude, sie erlauben es nie, uns von ihm
zu entfernen, nicht einmal, wenn das Leben schwierig wird. Nicht zufällig lädt uns Maria
so häufig zur Freude ein in ihren Botschaften: “Seid freudige Träger des Friedens und der
Liebe ...“. Alle unsre Handlungen, Taten, auch die kleinsten, wenn mit Freude getan, wer-
den sie Gott wohlgefallen, weil er in ihnen „Sein Angesicht“ sieht. Erbitten wir bei Maria,
der Mutter der Freude, uns in die Freude zu geleiten, welche uns vom Höchsten gegeben
wurde, damit wir zu Trägern der Freude werden, wie sie es uns immer wieder nahelegt. So
– vielleicht - können wir zu andern die Liebe tragen, deren Ausdruck die Freude ist.
Klein, doch von Ehre gekrönt
Wenn du eine klare Sternennacht betrachtest, hast du den Eindruck, dass der Mensch ein
winziges Etwas sei. Da, kann sein, verstehst du besser, was Psalm 8 sagen will: „Wenn ich
deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Hände, den Mond und die Sterne, die du festge-
nagelt hast, was ist der Mensch, dass du dich seiner erinnerst?“ Der Mensch ist also ein
Fast-Nichts,, unbedeutend. Doch trotzdem hat Gott ihn gross gemacht: „Und doch hast du
ihn nur wenig unter die Engel gestellt, mit Ruhm und Ehre hast du ihn gekrönt“, fährt der
Psalm fort. Also hat Gott den Menschen nicht nur wenig unter die Engel gestellt sondern
ihn geradezu gekrönt mit Ruhm und Ehre.
Wir wissen, dass der wahre Ruhm Gott allein gehört, wie auch die wahre Ehre. Darum
hat Gott, indem er den Menschen seinen Ruhm und seine Ehre übergab, ihn Sich ähnlich
gemacht, fast als ob die Menschen Götter wären: „So sagte ich: Götter seid ihr“ (Ps 81), und
deshalb nicht mehr unbedeutend, sondern „Götter“, d.h Personen, würdig, die Ehre Gottes
aufzunehmen und zu bewahren..
Es scheint, dass es Gott gefällt, seine Grösse an die Menschen zu verschenken und wie-
der zu verschenken, ohne Rückbehalt, vor allem an jene, die ihn aufnehmen, wie die
Heiligen. Wenn wir also Maria betrachten, dasjenige unter den Geschöpfen, das Gott mit
Gnade überhäuft bis dass sie Seine Mutter ward, wie ist es möglich, nicht staunend zu
erschrecken vor einem derart freigebigen Gott! Aber was er an ihr getan hat, das will er
auch in uns vollbringen: auch über uns will er seinen Ruhm und seine Ehre rückhaltlos aus-
giessen, um uns alle kostbar und schön in seinen Augen werden zu lassen. Verscheuchen wir
aus uns alle Angst und Vorsicht ! Und wenn wir bemerken, dass Kummer und Nöte uns
bedrängen, werfen wir sie alle in den Feuerofen seiner Liebe, dort wird all unsre Unreinheit
rein, hier finden wir pures Gold, jenes, das uns von Jesus gegeben wird. Erbitten wir es von
der Frau, die auf wunderbare Weise die Gottesehre widergibt, dass sie uns zu helfe, ihr stets
ähnlicher zu werden, vor allem jetzt in dieser Zeit, wo ihr eine ganz besondere Mission auf-
getragen ist. So, vielleicht, könnten wir der Glorie Gottes entsprechen, dass sie über uns
aufscheine, auch wenn wir klein sind, so wie sie über Maria überstrahlt, so dass zur Freude
der Vielen es alle sehen können So verstehen wir vielleicht die unendliche Liebesgabe
Gottes ein wenig besser, die ER uns gemacht hat und die Er uns fortwährend verleiht.
Warum sind wir
vom Orient so fasziniert?
Es ist interessant die Schönheit und
Faszination zu betrachten, die der Orient in
sich hat, in der Übertragung auf verschiede-
ne Stufen des Westens die antike, meditative
und vom Geheimnis verschleierte
Anwesenheit archaischen Wissens des
Innenlebens des Menschen zu übertragen.
Ich möchte gerade auf diese Faszination das
Augenmerk legen, um zu verstehen, wieso
sich der nach Europa gelangte Einfluss nicht
darauf beschränkt, die Charakteristik der
Tradition und Kultur zu vermitteln, die ihn
kennzeichnen, sondern den spirituell-religö-
sen Aspekt in stiller Weise überträgt.
Es ist zu berücksichtigen, dass unter die-
sen “orientalischen Winden” der Ruf der
buddhistischen Spiritualität durch Ideale des
Friedens, Gewaltlosigkeit, Wohlbefinden,
Meditation, Harmonie, Berührung mit dem
“Geistlichen”, einer Abstraktion (gedachter
Begriff) gegenüber dem so genannten
Zustand der “Erleuchtung” sich vorstellt.
Alles an sich anziehende Ideale, und in
einem gewissen Sinn prompte Vorschläge
für das Bedürfnis von Spiritualität und
Flucht, die der westliche Mensch heute
durchlebt. Warum finden diese auch bei
Christen Anhang? Um auf diese Frage eine
Antwort zu finden, muss man den Menschen
außer acht lassen, der ein existenzielles
Grundbedürfnis mit einer “Neigung zu
Anderem” und sich speziell dem
Christlichen zuwendet, zu Jenem, dem alles
über die völlige Kenntnis Gottes offenbart
wurde, der vollen und lebendigen Zugang zu
Gott hat, als einzigen “Mittler zwischen Gott
und den Menschen”, Jesus Christus. Aus die-
ser Erkenntnis heraus, die Lebenserfahrung
ist, müsste sich der Christ umsehen, mit
einem Blick der Unterscheidung im Heiligen
Geist, der in ihm atmet, indem er eine
Einheit mit dem Vater und dem Sohn schafft.
Um noch mehr objektives Licht in diese
Wirklichkeit zu werfen, greife ich auf einige
Stellen des Lehramtes zurück, wo mit aller
Klarheit die Stellungnahme der Kirche hin-
sichtlich des Buddhismus in Europa auf-
scheint. Im Dokument “Domus Aurea”,
erklärt eine Gruppe von Bischöfen und
Theologen, die speziell für den interreligiö-
sen Dialog zuständig ist in Punkt zwei, dass
die <Hauptsorge in der Zunahme von euro-
päischen Christen besteht, die vom
Gedanken und den Praktiken des
Buddhismus angezogen sind (...). Für viele
Personen in Europa stellt der Buddhismus
eine antike Tradition der geistlichen
Weisheit dar, die eine Alternative zu ihrer
ursprünglichen, religiösen Erziehung und
ihrem kulturellen Hinterland darstellt>.
Das Vorhaben, als Vorschlag des
Eingreifens der Kirche, startet mit einer
erneuerten, evangelisch verantwortlichen
Annahme all jener, die aus irgend einem
Grund auf der Suche nach einem spirituel-
lem Licht außerhalb der sichtbaren Grenzen
der Kirche sind. Hier die Ausführung im
Punkt sechs des Dokumentes: <Sie behaup-
ten auf der Suche nach einer Alternative zu
dem zu sein, was sie als sterile Dogmatik
erfahren. Oft fassen sie die Kirche als zu
sehr “institutionalisiert” auf und dass sie
sich sprachlich veraltet und unverständlich
ausdrückt. Viele bemängeln das Fehlen einer
geeigneten Einführung zum persönlichen
Gebet, der Meditation, der Erfahrung einer
ganzheitlichen Rettung>.
Um das Phänomen der Verbreitung des
Buddhismus in Europa zu untersuchen, und
um jenen Christen entgegen zu kommen , die
einen tieferen Glauben leben möchten, hat
man auf zwei Symposien, die man vor ein
paar Jahren abgehalten hatte, den Akzent
besonders auf die Identität und Natur des
Christen gelegt: <Die Bearbeitung dieser
Themen setzt voraus, dass die im Dialog mit
den Buddhisten stehenden Christen den
eigenen Glauben vertiefen, ihn klar äußern
und sich in einer für die Gesprächspartner
verständlichen Sprache ausdrücken. Dieser
Vorgang kann andererseits den Christen hel-
fen, einige Aspekte ihres Glaubens zu ent-
decken, die verborgen bleiben würden, wenn
sie nicht in einer solchen Erfahrung des
Dialogs an den Tag gebracht würden> (7).
An uns geht deshalb die Einladung in
uns selbst die tiefen Beweggründe des eige-
nen Christseins zu suchen, durch eine stän-
dige Gemeinschaft mit der Quelle, die
Christus, Licht des Lebens ist, um in Ihm
alle Situationen des Dialogs und des
Gegenüberstellung zu leben, auch wenn wir
uns direkt nicht provoziert fühlen. Ich erach-
te in der Tat, dass die Einheit zu Christus
sich auf ein universales Verhalten bezieht,
denn auf Ihn hin sind alle Dinge geschaffen
und in Ihm sind sie “zusammen gefasst”;
daher geht es darum, in dieser Einheit zu
verharren, wovon der Apostel Paulus spricht
(vgl. Eph 1,3-14), um Glieder, im aktiven
Dienst, Seines Leibes nach dem Plan des
Vaters zu sein.
Daniele Benatelli
3
Echo 201
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...Jugendliche erzählen!
Aus sechzig verschiedenen Nationen
kamen in diesem Jahr die Jugendlichen zum
Festival; 310 Priester konzelebrierten bei der
ersten und 440 bei der letzten Messe.
Dazuzuzählen sind noch all jene, die sich zu
dieser Zeit in Medjugorje aufgehalten haben.
Einige Stimmen sprechen von 20 000, bei
jeder Messe verteilten Kommunionen.
Teilgenommen haben jedoch sicherlich viel
mehr. Letzten Endes sagen diese Nummern
jedoch nichts aus. Das, was zählt, sind die
Wunder, die in den Herzen der Einzelnen
geschehen sind, die Berufungen die erblüht
sind und jedes kleine aber entscheidende
“Ja”, gereift in der Intimität der Jugendlichen
in den Momenten der Stille, besonders wenn
die Menge um einen herum verschwindet
und man sich mit seinem jungen Leben allein
vor dem Göttlichen wieder findet, das end-
lich ganz in den eigenen Händen gesammelt
ist; und vor einem die Liebe, der wahre Gott,
dein Gott, der Vater der sich ganz hingibt und
alles von einem verlangt.
In diesem Jahr lassen wir also die
Jugendlichen selbst zu Wort kommen. Wir
haben Mädchen und Jungen verschiedener
Altersstufen, Erfahrungen und Herkunft
interviewt, um ein getreues Bild dessen wie-
dergeben zu können, was ungesehen in die-
sen wunderbaren fünf Tagen, die manche als
große Konfusion oder leere Euphorie
bezeichnen, in Wirklichkeit aber Tage
außergewöhnlicher Gnade sind und bleiben,
geschehen ist.
Aus Rumänien
Felician, 28 Jahre
Es ist schwierig, die richtigen Worte zu
finden, um das Jugendfestival hier in
Medjugorje zu beschreiben. Ich komme aus
einem sehr einfachen Grund hierher: weil es
mir hilft, auf der geistigen Ebene zu wach-
sen. Dieser Ort hat mich gelehrt was die
Liebe, die Güte ist und er hilft mir, sie zu
Hause zu leben. Jedes mal wenn ich hierher
komme ist es, als würde mir jemand eine
Mission anvertrauen, die ich dann während
des Jahres erfüllen möchte. Es wird mir
auch die Kraft geschenkt, sie zu erfüllen. Es
gibt Dinge, die tun zu können ich mir nie zu
träumen gewagt hätte: zu verzeihen, mit
Frieden im Herzen die Arglist anderer anzu-
nehmen… Kurz und gut, dieser Ort hat mein
Leben verändert. Ich bin wie zu einem
Schwamm geworden, der in Medjugorje
viele gute Dinge in sich aufnimmt.
Aus dem Libanon
Lama, 21 Jahre
ch bin zum dreißigsten Mal in
Medjugorje. Ich komme hierher weil dieser
Ort wie Benzin ist, den man in das Auto des
Glaubens gibt…nur wenn dieses Auto
Benzin hat und fährt können wir glücklich
sein! Wir alle brauchen die Freude, um
leben zu können und ich habe erfahren, dass
wir, wenn wir das Wort Christi verkünden,
immer in der Freude sind. Das Festival ist
ein wunderbares Ereignis und ich wünschte
mir, dass es länger dauern würde; es ist
etwas großartiges, Tausende von Menschen
zu sehen, die Gott suchen und wenn sie Ihn
finden, nicht aufhören, Ihn zu suchen und
Ihn immer mehr zu ergründen.
Aus der Tschechischen Republik
Ludmila, 25 Jahre
Ich bin hierher gekommen, um Maria für
alle empfangenen Gaben zu danken und
auch, um um die Kraft zu bitten, den
Glauben weiterhin leben zu können. Ich bete
für meine Familienangehörigen, damit auch
sie, die jetzt nicht gläubig sind, Gott in ihrem
Leben aufnehmen können. In diesen Tagen
habe ich den Eindruck, Gott und Maria
näher zu sein; hier habe ich die Möglichkeit,
mich in die Stille zurückziehen zu können
und meine Zeit dem Herrn weihen zu kön-
nen. Nur in Medjugorje habe ich verstanden,
was das Gebet ist und wie wichtig es in mei-
nem Leben ist. Das Jugendfestival ist ein
besonderer Augenblick, weil wir uns in
unserem Innersten freuen können, wir kön-
nen sozusagen „ganz Freude werden“. Wenn
ich so viele Jugendliche sehe fühle ich mich
im Glauben gestärkt weil ich begreife, dass
ich nicht allein bin.
…und Venceslav, 19 Jahre
Medjugorje ist für mich ein besonderer
Ort, weil hier Maria gegenwärtig ist. Jedes
Jahr sage ich nicht zurückkehren zu wollen,
aber dann ruft mich die Mutter und jedes
Mal bereitet sie für mich etwas Besonderes
vor. In ein paar Wochen werde ich in ein
Kloster der Prämonstratenser eintreten und
es war gerade in Medjugorje, wo diese mei-
ne Berufung herangereift ist: es ist etwas
Besonderes geschehen, das mich zur
Eucharistie hingezogen und meinen
Glauben in dieses Sakrament gestärkt hat.
Aus Polen
Krystyna, 15 Jahre
Ich bin zum ersten Mal in Medjugorje,
weil ich die Erfahrung Gottes machen woll-
te und neu werden möchte. Ich möchte auch
nächstes Jahr wieder zurückkehren, weil ich
hier Gott im Herzen gespürt habe und mein
Herz sich gefüllt hat! Ich habe noch nie in
meinem Leben Personen so singen, tanzen
und lachen sehen…Wenn ich nach Polen
zurückkehren werde, möchte ich meinen
Freunden von Medjugorje erzählen. Ich war
auch auf dem Kreuzberg um fünf Uhr früh
und als ich zu den Füßen des Kreuzes
ankam, begann ich zu weinen weil ich mich
so glücklich fühlte, so voll, so dankbar Gott
gegenüber…Ich kann es nicht beschreiben
aber ich denke, dass dies der stärkste
Augenblick dieser Erfahrung war.
Aus Belgien
Jean Bruno, 17 Jahre
Hier habe ich verstanden wie wichtig es
ist, sich bewusst für die Freude zu entschei-
den…Ich habe beschlossen, dass ich von
heute an mehr Zeit dem Gebet widmen wer-
de. Die Personen, denen man hier begegnet
sind schöner, weil sie immer strahlen.
Aus Spanien
Jose Maria, 37 Jahre
Hier atmet man Frieden, man spürt ein
Ambiente, das voller Spiritualität ist. Das
Festival dauert nur wenige Tage, aber die
Jungfrau verändert einen innerlich auf eine
Art und Weise, die man nicht erklären kann.
Hier geschehen so viele “Zufälle” mit vielen
Personen: es ist die Jungfrau Maria die dies
alles führt, es gibt keine anderen Erklärungen!
Aus Ungarn
Klaudia, 30 Jahre
Für mich ist der Glaube etwas
Wichtiges. Hier in Medjugorje spüre ich,
das Gott und die Muttergottes mich lieben,
gegenwärtig sind. Jetzt verstehe ich noch
nicht ganz, was für mich dieses Treffen
bedeutet aber, wie so oft, denke ich, dass ich
später besser verstehen werde, was ich hier
in diesen Tagen gelebt habe.
Aus Osterreich
Conny, 28 Jahre
Ich bin schon das vierte Mal hier, das
erste Mal kam ich mit acht Jahren. Das
Jugendfestival gefällt mir wirklich sehr,
trotz der Hitze; besonders schätze ich die
Zeugnisse, weil sie vom konkreten Leben
sprechen und weil sie für jeden von uns eine
Hilfe sind, wenn wir nach dieser Erfahrung
wieder in den Alltag zurückkehren.
Ich bin mit einer besonderen Frage im
Herzen, die mein Leben betrifft, hierher
gekommen und ich hoffe, eine Antwort zu
erhalten…deshalb ziehe ich mich manchmal
zum Nachdenken und Beten zurück. Bei
meiner Rückkehr nach Hause möchte ich
dem Gebet mehr Zeit widmen und auch zu
fasten beginnen, denn bis jetzt war das
Fasten für mich nicht einfach.
Aus Brasilien
Jonas, 23 Jahre
Es ist ein wunderschönes Erlebnis, denn
hier ist der Glaube lebendig und die
Gegenwart Mariens spürt man! Und das,
was in diesen Tagen geschehen ist, ist wirk-
lich ein Wunder: viele Jugendliche aus ver-
schiedenen Ländern, die die Schönheit des
Glaubens erleben, der uns alle zu Brüdern
macht, zu Kindern eines einzigen Vaters und
einer Mutter, Maria! Die Zeugnisse helfen
uns zu sehen, wie Jesus im Leben des
Einzelnen wirkt, aber besonders die Hl.
Messe habe ich wie nie zuvor erlebt, weil
man eine lebendige Kirche sieht und spürt,
dass sie liebt und Jesus nachfolgt.
Was ich von Medjugorje mitnehme ist
diese Gegenwart Mariens, die mich beglei-
tet und mir hilft, meinen Glauben wachsen
zu lassen und ihn den anderen mitzuteilen.
Aus der Slovakei
Michaela, 28 Jahre
Ich bin schon zum vierten Mal hier in
Medjugorje. Immer wenn ich von hier auf-
breche habe ich ein starkes Gefühl des
Friedens. Ich hoffe, dass dieser Frieden in
mir bleibt, denn so werde ich meine
Probleme, die ich hatte und haben werde, in
einem anderen Licht betrachten können…
Aus Irland
Francis, 20 Jahre
Es ist wunderbar, so viele Jugendliche
aus mehreren Teilen der Welt gemeinsam zu
sehen! Auch zwischen den zahlreich gegen-
wärtigen Priestern sind viele jung. Hier hat
jeder die Möglichkeit, über die eigene
Berufung nachzudenken. Es ist schön, dass
man jedem frei zulächeln kann. Von heute
an werde ich mich bemühen, mein Leben
wirklich zu verbessern, ich werde versu-
chen, für alle Personen mehr Respekt aufzu-
bringen, in meiner Familie mehr gegenwär-
tig zu sein und auch weniger Alkohol zu
konsumieren. Zu den schönsten Dingen, an
die ich mich erinnern werde, gehören die
Anbetung und die Hl. Messe, aber auch die
Familie, in der ich beherbergt wurde: sie
Was in Medjugorje geschieht...
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men Sein zu sein, habe ich in meinem
Herzen wie nie zuvor seine unendliche
Liebe gekostet und mein Herz hat sich mit
einer Freude gefüllt, die ich nie zuvor emp-
funden habe.
Beim
Morgengrauen
des sechsten
August wird
jedes Jahr die
Messe auf dem
Gipfel des
Kreuzberges
gefeiert, was so
viel bedeutet.
waren so freundlich…in ihrer Einfachheit
haben sie mir viel gegeben!
Aus Kroatien
Natalia, 22 Jahre
Ich bin deshalb hierher gekommen, weil es
mich jedes Mal zutiefst beeindruckt, die
Jugendlichen gemeinsam zu sehen und die-
se Gemeinschaft zu spüren. Das schönste
hier ist gerade die Begegnung mit anderen
Personen. Zurzeit studiere ich Theologie
und arbeite für eine katholische Zeitschrift,
und in Zukunft würde es mir gefallen,
Journalistin zu werden.
Aus Deutschland
Anne, 21 Jahre
Das Festival ist einfach fantastisch, hier
ist eine unbeschreibliche Atmosphäre! Man
erlebt viele bewegende Augenblicke, und
viele Dinge, die einen zum Nachdenken anre-
gen. Es herrscht ein unglaublicher Friede,
den man nicht in Worten fassen kann! Ich bin
sicher, dass ich von hier viele Dinge mitneh-
me und ich möchte sie meinen Freunden mit-
teilen, besonders diese Atmosphäre, diese
Liebe, diese Geborgenheit.
Aus Litauen
Hochw. Zydrunas, 33 Jahre
Ich bin gekommen, um meine
Pilgergruppe zu begleiten und ich fühle
mich sehr gut hier. Dieser Ort ist ein wun-
derbarer Ort, dies ist ein heiliger Ort! Ich
spüre, dass ich von heute an Maria viel mehr
lieben werde als in der Vergangenheit!
Aus den Maskarenen (Afrika)
Severine, 21 Jahre
In Wirklichkeit wollte ich nicht hierher
kommen, meine Freunde haben aber dann
darauf bestanden… Maria ist groß! Die
Muttergottes hat viel Dinge für mich und
meine Freunde getan. All diese
Jugendlichen zu sehen ist etwas
Außergewöhnliches und Spannendes, es hat
mein Leben verwandelt. Ich glaube, dass
jeder einzelne von uns in der Beziehung mit
Gott verschiedene, besonders dunkle
Perioden im Glauben durchlebt…
Indem ich hierher komme, habe ich den
Eindruck, im Glauben zu wachsen. In
Medjugorje habe ich versucht, den
Rosenkranz zu beten und habe seinen
unendlichen Wert entdeckt…Ja, von jetzt an
werde ich ihn täglich beten, ich bin glück-
lich ihn entdeckt zu haben!
Aus Italien
Andrea, 22 Jahre
Ich habe Medjugorje durch eine Freund ken-
nen gelernt, ich wusste schon, was gesche-
hen war und fühlte, dass alle, die hierher
gekommen sind, verändert zurückgekehrt
sind und sagten, dass man nur dann verste-
hen kann, was Medjugorje ist, wenn man
persönlich nach Medjugorje kommt. Alles
was ich über diesen Ort gehört habe, finde
ich völlig bestätigt und auch übertroffen;
hier ist nichts schwer, auch vier Stunden im
Gebet zu verbringen ist nicht schwer, man
atmet die Freude ein. Wir Jugendliche, die
wir uns oft über die Oberflächlichkeit unse-
rer Altersgenossen beklagen, finden hier alle
Antworten und man findet eine Ermutigung,
die jede Erwartung übersteigt. Man erhofft,
dass diese Art von Kirche sich auch bei uns
verwirklicht, mit starken Gottgeweihten, die
authentisch für Gott leben.
Und fra. Francesco, 25 Jahre
Ich habe hier, vor vielen Jahren während
eines Jugendfestivals, meine Berufung zum
gottgeweihten Leben erhalten. Dieses
Ereignis war für mich ein Moment einer
großen Gnade. Während ich mich zwischen
vielen meiner Altersgenossen befand, fühlte
ich in mir eine unbeschreiblich große
Dankbarkeit Gott gegenüber, gemeinsam
mit dem Wunsch, mein ganzes Leben Gott
aufzuopfern, damit Gott mit vielen anderen
Jugendlichen das tun kann, was er mit mir
tat. In dem Augenblick, in dem ich in mei-
nem Herzen mein Ja zu Gott ausgesprochen
hatte, um für mein ganzes Leben vollkom-
Der Weg der Freude
Wenn wir uns achten, sind die Jugendlichen auf deren ständiger Suche, aber im
Allgemeinen irren sie sich stark, und verwechseln die Fröhlichkeit, die Euphorie und
leider sehr oft das fälschlich Aufgetischte mit dem was hingegen als Frucht des Heiligen
Geistes wächst, das heißt eine tiefe, heitere Freude, fähig die Schläge des Lebens zu lin-
dern und die unvermeidbaren, bitteren Bissen, die unser Alltag bietet, in süße zu ver-
wandeln.
Romano Guardini, einer der bedeutendsten Vertreter der Philosophie und katholi-
schen Theologie des 20. Jahrhunderts, insbesondere was die Pädagogik betrifft, hob in
seinen Briefen an die Jugendlichen die Notwendigkeit der Selbstkontrolle hervor und
des Gleichgewichts zwischen Autorität und Freiheit, in einem kreativen Gehorsam des
Gewissens. Seine Schriften haben als gemeinsame Bestimmung die Betrachtung des
Geheimnisses Gottes und der Figur Jesu Christi als wahre und einzige Wesen des
Christentums. In einem seiner Bücher, ”Briefe zur Selbstbildung”, spricht er direkt zu
den Jugendlichen um ihnen zu helfen, die Freude als ein Lebensgefühl für den
Menschen vom Durcheinander unzählbarer anderer Eindrücke zu unterscheiden, die aus
vergänglichen Vergnügen geschaffen sind. Geben wir ihm das Wort:
“Liebe Jugendliche, ja wir wollen zulassen, dass unser Herz froh werde. Nicht lustig,
was etwas ganz anderes ist. Lustig sein, ist eine äußere Tatsache, lärmig und löst sich
schnell auf. Die Freude hingegen lebt im Innern, schweigend und tief verwurzelt. Sie ist
die Schwester des Ernstes; wo die eine ist, ist auch die andere. Ich spreche euch von die-
ser frohen Freude, zu welcher es möglich ist, sich eine Straße zu öffnen. Diese muss auch
unabhängig sein von guten und schlechten Stunden, von kraftvollen oder trägen Tagen.
Diese Freude kommt nicht vom Geld, von einem bequemen Leben oder aus der
Tatsache, von den Menschen verehrt zu werden, wenn sie auch von all dem beeinflusst
sein kann. Sie kommt eher von noblen Dingen: von einer intensiven Arbeit; von einem
lieben Wort, das man gehört oder ausgesprochen hat; aus der Tatsache, dass man sich
mutig gegen den Fehler von jemandem entgegengesetzt hat, oder dass man eine klare
Sicht in einer wichtigen Frage erreicht hat.
Und auch das ist noch nicht die wahre Quelle der Freude, die noch tiefer verwurzelt
ist, das heißt im Herzen selber, in seiner abgelegensten Intimität. Hier wohnt Gott und
Gott selber ist die Quelle der wahren Freude. Diese macht uns durchwegs offen und
klar. Sie macht uns reich, stark, unabhängig von äußeren Ereignissen. Das was uns von
außen geschieht, kann uns nicht mehr berühren, wenn wir innerlich froh sind. Wer froh
ist, stellt jede Sache an seinen richtigen Platz.
Was schön ist, das sieht er nur in seinem wahren Glanz. Die Schwierigkeiten, die
Hindernisse erkennt er nur als Prüfung seiner Kraft, er geht sie tapfer an und bewältigt
sie. Er kann den anderen Menschen großzügig geben und wird deshalb nicht arm. Aber
er hat auch die Offenherzigkeit, um in gebührendem Maß zu empfangen.
Also, wenn die Freude von Gott kommt und Gott in unserem Herzen wohnt, weshalb
spüren wir ihn nicht? Weshalb sind wir so oft traurig, entmutigt, schlecht gelaunt?
Weshalb ist die Quelle nicht im Licht von welcher sie hervorsprudelt?
Wie öffnet sich die Straße zur Freude? Jedes Mal wenn wir dem Herrn ernsthaft
sagen:“Herr ich will, was du willst”, öffnet sich der Weg hin zur Freude Gottes. Und
wenn wir einmal dazu geneigt sind, immer so zu denken, wenn unser innerstes Wollen
aufrichtig und ununterbrochen auf Gott gewendet ist, werden wir froh sein, möge in der
äußeren Welt geschehen was wolle. Sicher, dieses sich Gott widmen, muss schon etwas
in sich haben das mit der Freude verbunden ist: es kann nicht erzwungen, angstvoll oder
misstrauisch sein. Es muss frei und mutig sein. Voll frohem Vertrauen müssen wir
sagen: “Mächtiger Gott, was du willst, will auch ich”.
Es handelt sich also darum zu kämpfen, sich ganz dem Willen Gottes zu assimi-
lieren. Aber wir haben auch einen Körper. Wir können ihn nicht vergessen. Wenn der
Mensch geschlagen ist, was macht der Körper? Er bricht zusammen. Aber wenn der
Mensch froh ist, richtet sich der Körper auf. Das ist die Freude des Körpers: ein kraft-
volles Verhalten. Dass muss die Übung sein; sich aufrecht erhalten. Den Kopf hoch, die
Stirn frei im vollen Licht, die Schulter zurück. Gelöst im Gehen, und wenn wir sitzen,
nicht unnötig angelehnt. Aber wir müssen von innen her aufrecht sein, nicht nur äußer-
lich. Der Körper will sich immer gehen lassen; er lastet dann auf sich selber und alles
wird stumpfsinnig und schwer. Deshalb, auch im Innersten aufrichtig stehen. Und eben
wenn wir geschlagen sind, gilt es, uns aufrecht zu halten. Kraftvoll aufrecht innen und
außen: rein, deshalb, in der Seele.”
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Wenn ich auf der
Hauptstrasse an immer zahlrei-
cheren Gebäuden vorbei nach
Medjugorje komme, spüre ich
entlang der Hauptstrasse die
Gefahr, dass die vielen neuen
Gebilde diese Kirche zu
ersticken drohen, die, seitdem sie
die „Pfarrei der Gospa“ gewor-
den ist, in der ganzen Welt so
geliebt wird. Es sind die Zement-
Agglomerateder Umgebung, die
mit schillernden Farben die warme
Atmosphäre der felsigen Herzegowina
beleidigen. Der Blick wird wie magnetisiert
vom Bergf angelockt, der auf seinem Gipfel
das grosse Kreuz trägt, ganz in weiss:
leuchtend in der Sonne, aber im Licht des
Glaubens geradezu blitzend im Glanze. Es
ist das Banner, das dort oben von IHM zu
uns spricht, vom Gekreuzigten, der einzigen
wahren Quelle des Heils.
Unnötig, nach etwas anderem zu suchen.
Darum hört unsere Segens-Mutter nicht
auf, darauf hinzuweisen. Maria weiss, dass
dies die Hauptstrasse auf unserm Weg zu
Gott ist. In vollständiger Verwirklichung
ihrer Versprechen ist es nur die gekreuzigte
und dem Vater aufgeopferte Liebe, die unser
Leben erhöht, nicht allein schon unser Blick
auf IHN.
Angelockt durch die Höhe, die
Medjugorje überragt, bemerken wir bald,
dass man die bequemen Strassen vergessen
und den Berg mühselig erklimmen muss,
bewegt vor allem durch den Wunsch, hinauf
zu kommen. Der Kricevac, der dem Kreuz
seinen Namen verdankt, lädt uns jedesmal
zu diesem mühsamen Gang ein um uns zu
sagen, dass zusammen mit den Füssen auch
unsere Seele für den Aufstieg vorbereitet
und das Opfer des struppigen, unwegsamen
Ganges akzeptieren soll, während das flache
und bekannte Gelände in der Ebene zurück-
gelassen wird.
Wer bergsteigen gewohnt ist, weiss, dass
man das Ziel nicht immer klar vor sich sieht;
oft ist es verdeckt von Felsbrocken, die
überraschend vor uns stehen. Da gilt es, in
blindem Vertrauen weiter zu gehen, wis-
send, dass früher oder später die klare Sicht
sich öffnen wird. Und während der Körper
sich auf das Vertrauen stützt, kann es vor-
kommen, dass man sich wie in der Schwebe
vorkommt, aufgehängt über der Leere, die
dich von unten bedroht: weder spürst du den
Boden noch siehst du den Gipfel, bist weder
im Himmel noch auf Erden. Schwindel ver-
unsichert dich und nur der feste Griff ans
gespannte Seil verhindert Panik bei
Menschen, die Berge nur aus Bilderbuch
und Fernsehen kennen!
Dasselbe geschieht der Seele, die sich auf
den Berg der göttlichen Güte wagt, auf des-
sen Gipfel ein leeres Kreuz steht, weil der
Herr auferstanden ist und mit dir geht, .Dich
lenkt auf deinem Weg. Aber nicht nur. Er ist
auch das Seil, das dich hält und
den Schritt sicher macht, wenn
die Leere des Glaubens dich
bedroht, wo wir spüren, dass wir
das Sichere für die Unsicherheit
verloren haben, wenn die
Prüfungen wie Stürme uns zurück
werfen möchten und wir versucht
sind, unser Vorhaben fallen zu las-
sen. Da ist ER das Ziel, das sich
manchmal verbirgt; aber nicht der
standhaften starken Seele, die
IHN in und unter den kleinsten Ereignissen
des Lebens entdeckt, jenseits des Schleiers
der Widerwärtigkeiten.
Höhen werden zu Altären
Eines Tages zeigte ein Berg in Galilea,
den er als „Trampolin zum Himmel“ erwählt
hatte, den Jüngern seinen Aufstieg zum Vater
an. Ein Berg wie ein Altar erhöhte das ver-
heissene Geheimnis; damals im Körper, heu-
te in der Eucharistie. Auf einem Berg spricht
er jene selig, die nach dem Evangelium
leben; Tausende lauschen seinen Worten als
er auf diesem natürlichen Ambo das Wort
Gottes erklärt. Auf einen Berg steigt Jesus
ganz allein, um zu beten, auf dem Tabor zeigt
er sich verklärt den erstaunten und erschreck-
ten Augen der Apostel: ER wird zur
Monstranz die dazu einlädt, IHN anzubeten.
Auf einem Berg vollendet ER seinen äusser-
sten Liebesakt: auf Calvaria, der Patene und
dem Kelch seines Liebesopfers.
Anhöhen wie Altäre, Erdbrocken, die
sich aus der Ebene erheben, wie angezogen
von einer geheimnisvollen Kraft die zum
Himmel zieht. Erweiterte Lungen im ruhi-
gen Atem der Erde. Dies sind die Höhen,
wohin der Herr uns ruft, sie zu erklimmen
um „frohe Botschaft und Rettung zu brin-
gen“ (Is 52, 7-10); er lädt uns ein, auf
Gazellenfüssen Spalten zu überspringen,
Höhen zu erklettern ... um auf dem Gipfel
die Sicht über die ganze Wirklichkeit des
Alltags zu erhaschen: nur so verschwinden
die Details, die aus der Nähe gigantisch
erschienen und uns schreckten.
Jesus zieht uns auf den hohen Felsen sei-
nes Herzens. ER selbst ist der Stein des
Anstosses für die Lügner und baut seine
eigene Kirche auf Simon, der zum Petrus,
dem Felsen, geworden ist.
Schaut auf IHN und ihr werdet leuchten,
nicht länger bedrückt ist euer Antlitz (Ps 33)
o singt der Psalm und Maria wiederholt ihn
in Medjugorje. Jede ihrer Einladungen,
jedes ihrer Worte, zeigen diesen Weg: den
Weg nach Ostern, zum Osterlamm, zur
bedingungslosen Hingabe Jesu, den siche-
ren Führer hin zum Vater, der durch die
Wege des Opfers und der Abtötung uns die
wunderbare Trunkenheit der Höhe genies-
sen lässt, jene der Auferstehung. Wir aber
sollen uns nicht fürchten aufzusteigen
„Mein Auge schaut den Berg hinan –
wo kommt mir Hilfe her?“
von Stefania Consoli
D
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G
NADE
,
ein ständiges Werden…
Wenn es uns gelingt, versuchen wir, den
Wind in einen Käfig einzusperren. Wenn wir
fähig sind, stoppen wir den Lauf des Flusses
entlang der Dämme oder hindern wir das
Meer, Wellen zu bilden…
Das ist unmöglich! Warum also versucht
der Mensch oft, der Gnade Gottes Grenzen
zu setzen, da diese aufgrund ihres Wesens
Schöpfungskraft immer neuer Dinge ist?
Die Gnade entspringt unaufhörlich aus
dem Schoß Gottes, indem sie alle Dinge, auf
die sie trifft, in ein ständiges Werden mitein-
bezieht. Auch Medjugorje ist schon seit sie-
benundzwanzig Jahren auf einem Weg des
geistigen Wachstums miteinbezogen, der von
unserer Seite eine beständige Fähigkeit erfor-
dert, uns in Staunen versetzen zu lassen. Wer
also versucht, die Gnade, die an jenem Ort aus
dem unbefleckten Herzen Mariens entspringt,
zu behindern, auch wenn es nur durch eine
Definition, ein Handeln auf eine bestimmte
Art und Weise, ein “so war es immer” oder
“so müsste es sein” ist,…begeht einen Fehler,
denn er wird nur vom Bedürfnis angetrieben,
die Gnade für sein eigenes Interesse zu besit-
zen, sie für einen eigenen Vorteil auszunützen
und nicht, um sie zu respektieren.
Es besteht immer die Gefahr, die “Dinge
Gottes” dem Kopf nach zu verstehen und sie
im Geiste in eine Glasvitrine zu stellen, wo
sie lediglich betrachtet werden aufgrund
ihrer Schönheit. So läuft man Gefahr, was
lebendig ist in Gegenstände zu verwandeln,
wie jene, die in den unzähligen
Souvenirgeschäften zu finden sind: “Sie
haben einen Mund und reden nicht,…sie
haben Ohren und hören nicht, eine Nase und
riechen nicht;…”(Psalm115).
Papst Benedikt sagte vor einiger Zeit:
“Der Mensch weiß, dass er für eine unendli-
che Bestimmung geschaffen ist, deshalb
bemerkt er eine Sehnsucht ständiger Suche,
die immer weiter geht, immer über das
bereits Erreichte hinaus”. Lassen wir also zu,
dass die Jungfrau ohne Einschränkungen das
Vorhaben verwirklichen kann, das Gott für
Medjugorje entworfen hat und das bei wei-
tem unsere Kenntnisse oder Erwartungen
übertrifft. Sie wird es jedoch nur tun können,
wenn wir uns dem Neuen öffnen ohne Angst
zu haben, alte Straßen loszulassen die uns
dahin gebracht haben, bis zu einem gewissen
Punkt zu verstehen.
Öffnen wir uns um weiterzugehen; nur
im Maß unseres vertrauensvollen Offenseins
und unserer Verfügbarkeit wird uns Gott
neue Schritte zeigen können, um uns so die
Größe des Planes zu offenbaren, den seine
Mutter voranbringt.
Stefania Consoli
Botschaft an Mirjana
Vom 2. August 2008:
Geliebte Kinder! In meinem Kommen zu
Euch, hier, in eure Mitte, widerspiegelt sich
die Grösse Gottes und der Weg mit Gott zu
ewigem Glücklich-Sein öffnet sich. Fühlt
euch nicht schwach, einsam und verlassen.
Mit Glauben, Gebet und Liebe steigt auf
zum Berge des Heils. Die heilige Messe, der
sublimste, verfeinert ste Akt eures Gebetes,
sie möge der Mittellpunkt eures geistlichen
Lebens sein. Glaubt und liebt, meine Kinder.
Darin helft ihr auch jenen, die mein Sohn
ausgewählt und berufen hat. Euch und auf
besondere Weise auf sie lege ich meinen
mütterlichen Segen. Ich danke euch.“
Vom 2. September 2008:
„Geliebte Kinder, heute lade ich euch,
die ihr um mich versammelt seid, mit mütter-
lichem Herzen zur Liebe des Nächsten ein.
Meine Kinder, haltet inne. Schaut in die
Augen eures Bruders Jesus, meines Sohns.
Wenn ihr die Freude seht, freut euch mit ihm.
Wenn es Schmerz im Auge deines Bruders
gibt, entfernt ihn durch eure Milde und Güte,
denn ohne Liebe seid ihr verloren. Die Liebe
ist das einzig Wirkende, sie tut Wunder. Die
Liebe wird euch Einheit in meinem Sohn
schenken und den Triumph meines Herzens.
Darum, geliebte Kinder, liebt“.
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INGABE
ALS
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ISSION
Alles was das christliche Leben uns
gibt und von uns verlangt ist zuzustim-
men, dort den Platz einzunehmen, wo uns
Gott hinstellt,
damit unser Leben ein
Geschenk ist. Daher ist das Abwenden zu
einem anderen, von uns ausgesuchten Platz
- zwar mit guter und nobler Begründung -
nicht so sehr ein Mangel an Disziplin: es ist
ein Mangel am Geschenk des Lebens, ein
Fehlen an Liebe, ein Mangel an »größerer
Liebe« (vgl. Joh 15,13). Wie oft ziehen wir
unsere eigene Großherzigkeit der demütigen
Stellung der größeren Liebe vor!
Diese Gewissenserfahrung drückt Claudel
in der Verkündigung an Maria aus:
<Heiligkeit ist nicht sich auf heidnischer Erde
steinigen lassen, oder einen Leprakranken auf
dem Mund zu küssen, sondern den Willen
Gottes zu tun, und zwar sofort, was bedeutet,
am eigenen Platz zu verweilen, oder nach
oben zu steigen> (Prolog).
Ein wirklich Gott angebotenes Leben,
wird stets von Gott angenommen, auch
wenn es am Platz verweilt, an einem wenig
leuchtenden Platz. Ein völlig angebotenes
Leben, ist immer an dem Platz, den Gott für
dieses ausgesucht hat, auch wenn es sich
nicht “bewegt”. In der Tat verwirklichen
sich Leben und Heiligkeit, wenn uns Gott
“ergreift”, und es kommt nicht darauf an
wie. Belässt uns Gott in einer Situation, der
wir entfliehen möchten, so bedeutet das,
dass Er uns in diese Lage versetzt und sie ist
der Platz, die Gott für uns vorsieht. Bleibt
das Herz zum sich-selbst-Anbieten offen,
sind alle Umstände des täglichen Lebens
Ort, wohin wir entsandt sind, sie werden Ort
unserer Mission, auch wenn - vor allem -
wir diesem entfliehen möchten.
Die Jungfrau Maria ist stets dort
geblieben, wo Gott sie entsandt hat, ohne
jemals ihre Wünsche zu äußern. Ich bin
sicher, dass Maria es vorgezogen hätte,
Jesus nahe in Seinem öffentlichen Leben zu
folgen. Jesus hat sie aber nicht mit sich
geführt. Allein auf Kalvaria hat Maria ihren
Platz nahe Jesus gefunden. Danach hatte sie
einen Platz im Abendmahlsaal mit den
Aposteln, um auf Pfingsten zu warten und
dieses zu erleben. Das hat aber nicht sie ent-
schieden. Ihre stete Entscheidung, ihre freie
Wahl war das Angebot ihres Lebens. Sie
stellte ihr Leben Gott zur Verfügung, als ste-
tes, freies Geschenk ihres Lebens an Gott.
Ich denke an den hl. Paulus, als er
ausruft: <Allen bin ich alles geworden, um
auf jeden Fall einige zu retten> (1Kor
9,22b): das ist eine Formel des angebotenen
Lebens. Gott gibt uns die Freiheit des
Geschenkes unseres Lebens, den Entschluss,
all unser Leben für die Rettung der anderen
zur Verfügung zu stellen. Dieses Opfer
erfüllt den Sinn unseres Lebens, in aller
Fülle. Christus hat uns gezeigt, dass Gott
nicht anders ist, dass Gott so ist, und wir
können uns nicht vorstellen, eine solche
Fülle des Lebens zu finden, als dass das
angebotene Leben als Geschenk erreichen
kann, das Opfer unseres Lebens für alle. Es
ist ein Widersinn: was mein Leben voll-
bringt, was mein Leben wirklich lebendig
gestaltet, ist das Opfer des Lebens, der
Verlust meines Lebens für das Alles, für alle.
Das Gesetz der Fülle des Lebens ist die
angebotene Liebe, das Leben anbietend
schenken. Das ist unsere Fülle, denn Gott ist
so, denn Christus hat immer und dauernd so
gelebt, in Betlehem, in Nazaret, in Jerusalem,
im Futtertrog, zu Hause, auf den Straßen und
den öffentlichen Plätzen, am Kreuz. Das ist
das Geheimnis Seiner Schönheit, Seiner
Anziehungskraft auf alle, Sein <herrlicher
Duft>: das Geschenk Seines Lebens, durch
das Anerbieten dem Vater seiner selbst, für
uns. Das ist die Schönheit Christi, die uns
anzieht, nicht wie eine ästhetische
Anziehungskraft, denn in Ihm empfangen
wir die völlige Verwirklichung unseres
Menschseins, das lebendige Modell der Fülle
unseres menschlichen Lebens.
Wenn Jesus sagt: <Und ich, wenn ich
über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir
ziehen> (Joh 12,32), spricht Er von der
Schönheit des Geschenkes Seines Lebens.
Was alle Menschen zu Christus hinzieht, ist
das Kreuz, Sein vollkommen geschenktes
Leben, höchste Verwirklichung unseres
Menschseins. Sich diesem Geschenk Christi
überlassen, dieser vollkommenen Schönheit
Christi, ist unsere Mission auf Erden.
Die Schönheit, die uns bei Christus
anzieht, ist grundgenommen die
Eucharistie,
denn dort ist Jesus, der uns
unaufhörlich liebt und sich selbst für uns
hingibt, indem Er sich Gott in <herrlichem
Duft> anbietet. Welchen Platz nehmen wir
in dieser eucharistischen Schönheit Christi
ein? Es ist das Angebot unser selbst mit
Ihm, das “Offertorium” des Brotes und
Weines, die wir sind, der Erde und der
Arbeit, die wir sind, also unserer reellen,
menschlichen Existenz, wie sie ist. Durch
das Anerbieten unseres Lebens erinnern wir
an diese Schönheit, die wir verewigen, mit
unserem Leben und die wir in unserem
Leben ausstrahlen.
<Tut dies zu meinem Gedächtnis>: an den
für uns hingegebenen Christus sich erinnern,
bedeutet, sich anbieten; es heißt, in unserem
täglichen Leben die Anwesenheit Christi bei-
behalten, der die ganze Menschheit zu sich
hinzieht, der das ganze Universum rettet. Man
wird zum Werkzeug Christi, der alle
Menschen zu sich hinzieht, um sie zu retten,
um ihnen die Fülle des Lebens zu geben.
Wir dürfen nicht die Verfolgung der
Welt fürchten, denn es ist nicht die
Verfolgung, die das Christentum ausrottet.
Wir müssen uns eher ängstigen, das
Gedächtnis zu verlieren, wir müssen fürch-
ten, zu vergessen, unser Leben anzubieten.
Vergessen wir nicht das Anerbieten Christi,
das uns anspornen sollte, Seiner anziehen-
den Schönheit, nicht die Verfolgung, nicht
die Tatsache eine kleine Herde zu sein oder
zu werden. Vergessen das Leben anzubieten,
wie Christus es gemacht hat, ist weit ernster,
weit gefährlicher. Das würde bedeuten, dass
unsere Freiheit nicht mehr von der wahren
Schönheit des Herrn angezogen ist und
ermöglicht nicht mehr, das Werk der
Freiheit Gottes auf Erden, das das Werk der
Rettung ist. Es gibt im Lukas-Evangelium
einen Ausspruch, wo Jesus die Jünger in die
Welt entsendet, dass wir als unsere Mission
unseres Menschseins spüren sollten, ange-
sichts der Welt, die die Kirche nicht liebt:
<Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten
unter die Wölfe> (Lk 10,3).
Schafe unter den Wölfen zu sein, bedeu-
tet nicht so sehr schwach zu sein, naiv, ein-
fältig, gefügig. Schafe sein heißt, angeboten
sein, ein Angebot Gottes in der Welt zu sein.
Und das will heißen, komme was komme,
auch wenn uns der Wolf verletzt und auf-
frisst, dass unsere Freiheit immer der
Freiheit Gottes erlaubt, Seinen Plan durch
unser Leben und unseren Tod zu verwirkli-
chen, wie durch das Leben und den Tod
Christi. Dann ist stets Ostern; Auferstehung
und Rettung haben immer das letzte Wort
auf Erden und in der Geschichte.
Es besteht eine Gefahr, wenn man von
Anerbieten spricht: Jener Gefahr, das
Angebot unseres Lebens als Erbarmen auf-
zufassen. Das Angebot des Lebens ist nicht
nur ein Erbarmen. Es ist ein Geschenk all
unseres Seins, ein “dort sein für” unserer
ganzen Person. In dem Maß wie sie uns voll
erfasst, ist das Anerbieten nicht nur ein
Erbarmen, sondern ein ganzes Leben, ein
Weg, eine Geschichte. Um das Angebot des
Lebens wie Christus zu leben, muss ich
mein ganzes Leben mit einbeziehen und
nicht nur bestimmte Zeiten oder “religiöse”
und “geistliche” Aspekte meines Lebens.
Es besteht eine objektive Bestimmung in
Bezug auf ein totales Anerbieten des
Lebens, ein objektives Maß der Ganzheit,
mit dem wir uns Christus anbieten, wie Er
selbst es tat und uns so sehr anzieht: Es ist
die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft, der
Kirche, den anderen. Die Zugehörigkeit ist
das Feuer, das das Angebot unseres Lebens
verzehrt, um das Geschenk unseres Lebens
fruchtbar zu machen. Wenn der hl. Paulus
sagt, er habe sich <alles in allen> gemacht,
spricht er von dieser Zugehörigkeit, die
sagt: “gehört gänzlich” allen anderen.
<Die Zugehörigkeit zu den anderen
verhindert dem Anerbieten, dem
Geschenk des Lebens, ein Plan unser
selbst zu sein,
d.h. eine Art uns selbst zu ver-
wirklichen, anstatt von Christus, der uns zu
sich hin zieht. Die Gemeinschaft der Kirche,
die Gott uns gibt, wenn Er die Fruchtbarkeit
und Freiheit unseres Lebens liebt, muss uns
helfen, provozieren und uns begleiten, mit
aller Barmherzigkeit, ohne Angst über unsere
Schwächen, Engstirnigkeit und unseren
Sünden, denn all unser Elend ist Teil dieses
<allem>, das uns Christus als Angebot für
alle gibt, des <allem>, das Christus erfüllt
sehen will, <zum Lob seiner herrlichen
Gnade> (vgl. Eph 1,6).
Auszug aus einem Referat
des P. Mauro-G. Lepori
Zisterzienser-Abt von Hautrive
„Wenn du schweigst,
schweige aus Liebe;
Sprichst du, sprich aus Liebe
Übst du Kritik, kritisiere aus Liebe;
Verzeihst du, verzeihe aus Liebe;
Im tiefsten Grunde deines Herzens
wohne die Wurzel der Liebe
Aus dieser Wurzel
kann nichts anderes wachsen
als das Gute“.
Hl. Augustinus
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Die Verantwortlichen des ECHO MARI-
ENS und mehrere der Übersetzer haben sich
Ende August wie gewohnt in Medjugorje
eingefunden um Zusammengehörigkeit und
Rückblick zu erleben, auch mit dem Ziel,
die geistige Linie zur Herausgabe des
ECHO zu überdenken und zu prüfen.
Begegnungen und Gebet, Austausch und
Überlegungen im Lichte der Königin des
Friedens betrafen die folgende Punkte:
Das ECHO ist in erster Linie berufen, vor
allem der tiefen Wahrheit der Gnade von
Medjugore zu dienen. Daraus erfolgt die
Notwendigkeit, sich nicht von Angst,
Unsicherheit und persönlichen Meinungen
beengen zu lassen, die die Identität der
Botschaft zu zerstören drohen.
Das Fundament der Gnade von Medjugorje
zeigt sich in der Hingabe des Lebens durch
das Unbefleckte Herz Mariens: wir sind
gerufen, durch bedingungslose
Verfügbarkeit auf diesen Ruf zu antworten.
Das ECHO MARIENS heraus zu geben
kann nichts anderes bedeuten, als diesem
Geist die Treue zu halten; SEIN Auftrag
kann kein andrer sein, als dieser Gnade zu
dienen durch getreue Übersetzung und
Weitergabe des Geistes von Medjugore
durch eines jeden von uns, auch jenseits
möglicher Behinderungen oder Eingriffe.
Aus diesen Beweggründen und nach die-
sen in Freude und Frieden gemeinsam ver-
brachten Tagen, wo wir uns vom Lichte
Marias getragen fühlten, möchten wir darin
fortfahren diesen freien Dienst an der Kirche
und an den Vorhaben der Muttergottes, wie
sie sie uns in dieser heutigen Zeit mitteilt,
zu erbringen.
Die Verantwortlichen des ECHO MARIENS
BRIEFE AN DIE REDAKTION
GRUSS EUCH¨ Ich bin David, 24 Jahre
alt, wohne in der Provinz Treviso. Ich bin ex-
Drogenabhängiger, der im letzten Jahr wie-
der begonnen hat, drogenabhängig zu sein
... Ich habe in mir einen starken Ruf ver-
spürt, der mich drängte, nach Medjugorje zu
reisen, auch wenn ich nie zuvor jemand zu
mir darüber sprechen gehört hatte! Ich fuhr
zum Jugendfest vom 1.-6. August, kam mit
völlig erlöschtem Vertrauen dorthin. Und
wurdet wie vom Blitz getroffen von dem, was
die Madonna ist: von der Madonna selbst!
Ich kannte kein „ECO DI MARIA“, habe
in einem Augenblick der geistigen
Mutlosigkeit per Zufall – doch möchte ich es
nicht „Zufall“ nennen – die Juli/August-
Ausgabe gefunden, las die erste Seite und
weinte, weinte, denn es schien alles wie für
mich geschrieben, auf meinen Fall zuge-
schnitten und auf das, was ich empfand und
noch jetzt empfinde.
Ich möchte all jenen danken, die für die
Herausgabe des ECO DI MARIA arbeiten
und euch einladen, mein Zeugnis über
Medjugorje zu lesen, auch weil es von mir
geschrieben wurde, der bis vor kurzem
weder mit Christus noch mit der Madonna
etwas zu tun hatte! Eure Aufgabe für die
Verbreitung ist sicher manchmal schwierig,
doch euer Einsatz nicht vergebens !!!!
Danke.
Das Zeugnis von David braucht gute
neun Seiten voll brennendem Enthusiasmus
und entflammter Liebe, es ist nicht möglich,
sie ganz hier wiederzugeben. Wir werden in
der nächsten Nummer darauf zurückkom-
men, doch geben wir hier seinen Überle-
gungen etwas Raum. Sie zeigen und bezeu-
gen wie die heutigen Jungen sehr klar zu
unterscheiden wissen, das was falsch und
illusorisch ist von dem, was ihnen wahres
Glück schenkt, zu trennen
Überraschend
st nicht die Droge
sondern MARIA¨
„Ich möchte dieses mein Zeugnis vielen
christlich geprägten; Menschen bringen,
denn es ist nicht nur mein eigenes, sondern
das Zeugnis der Muttergottes von
Medjugorje, das in mir wirkt! Ich spüre die
Notwendigkeit, dieses Zeugnis zu geben,
damit die Menschen wissen, dass Maria uns
ausnahmslos alle liebt und dass sie in
Wahrheit existiert! Es ist kein Mythos der
Kirche,: sie ist unsere Mutter!
Voraus stelle ich, dass ich weggefahren
bin, ohne dass mich jemand eingeladen oder
mich darauf aufmerksam gemacht hätte, wie
schön dieser Ort ist. Ich wusste nur, dass es
dort Seher gibt, die die Madonna sehen, und
nichts mehr. Man kann klar sagen, dass die
Königin des Friedens mich gerufen hat!
Eigentlich wusste ich nicht, mit wem ich
gehen sollte und kannte kein Programm. Ich
habe mich hineingeworfen, ohne mich viel
zu fragen, weil ich spürte, dass ich hin zu
gehen hatte. Es gibt keine Erklärungen ... es
war ein Ruf!
Ich bin kein „Heiliger“, und in meinem
jugendlichen Leben habe ich alles auspro-
biert, was die Welt zur Verfügung stellt, und
auch einiges an Drogen ... Alles oder fast
alles ausprobieren heisst, all das womit die
heutige Gesellschaft die Leere in uns ausfül-
len will, lächerliche Dinge ohne Sinn! Doch
ECO DI MARIA“
UNTERWEGS
auch wenn das Ausprobieren etwas Freude
gibt, so sind es Freuden des Augenblicks!
Das Glück, das uns von Gott geschenkt wird
ist dauerhafte Freude die sich wiederholt
von Tag zu Tag. Um sie andauern zu lassen
müssen wir den Glauben an Christus pfle-
gen, im Beten nicht ermüden und so leben,
wie ER es gern hat. Wenn wir auch nur ein
wenig weich werden, leicht wird man hinein
genommen, verliert sich, denn es ist nicht
leicht, an Gott zu glauben. Leichter ist es,
nicht zu glauben, so hat man keinerlei
Verantwortung und lebt wie man will, mei-
stens traurig aber ohne Pflichten. Ich sage
das, weil ich es unter meiner Haut erfahren
habe und muss dem Herrn danken, dass er
mehr als einmal mir seine Hand reichte, um
mich aufzustellen!
In der Zeit, in der wir leben, hat der Böse
wie nie zuvor eine derart schwerwiegende,
zerstörerische Macht entfaltet: Scheidungen,
Abtreibungen, Drogen, Kriminalität jeder
Art. Nicht einmal der Nazional-Faschismus
war derart mächtig! Die am schwerst
Betroffenen sind Jugendliche, die mit gol-
denem Herzen geboren werden und auf-
wachsen, dann aber zu oft sich von echten
Werten entfernen ... Heute hört man sehr oft
sagen: Es gibt keinen Gott! Er existiert
nicht. Dies ist das Schlimmste, was ein
Mensch sagen kann Wer denn hat diese
phantastische Welt geschaffen? Wer hat den
Menschen geschaffen? Wer hat uns Liebe
geschenkt, die Kraft zu verzeihen, das
Mitleid, Liebe zum Schwächsten, etc.?
Wenn jemand sich diese Fragen nicht stellt,
sucht er vor der Wirklichkeit zu flüchten.
Aber man kann nicht durch das ganze
Leben vor der Wirklichkeit flüchten. Man
muss sich fragen: warum bin ich? Was habe
ich in dieser Welt zu tun? Wenn wir es noch
nicht gefunden haben, dass es Christus ist,
ist alles unnütz, das Leben verliert seinen
Wert, hat keinen Sinn. Wenn man keine
Beziehung zu Christus hat, endet man im
Irrglauben, im Dienst am Götzen Geld und
der Befriedigung der Laster. Ich habe es an
eigener Haut erfahren, dass es nicht das
grosse Glück bringt, unsere Laster zu befrie-
digen. Im Gegenteil, wir werden immer gie-
riger nach Besitz und danach, unseren
Verrücktheiten zu dienen. Nur mit Gott lässt
sich der innere Friede finden.
Wenn mit zwanzig sich einer wie ein
Siebzigjähriger vorkommt, stimmt etwas
nicht. Man braucht etwas Zeit für sich selbst
um zu meditieren, was man falsch gemacht
hat oder um eine Lösung zu finden; aber die-
se Welt dreht all zu schnell und dadurch läs-
st man die Idee oft fallen. Für mich habe ich
diese Zeit gefunden, indem ich mich an die-
sen ausserordentlichen Ort begeben habe,
der Medjugorje ist, wo allüberall die
Madonna regiert!“.
(wird fortgesetzt)
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SEKRETARIAT des ECHO MARIENS
CP 47 - I-31037 LORIA (TV)
Villanova M.,
29. September
2008
Es segne uns der allmächtige
Gott, der Vater, der Sohn
und der Heilige Geist.
Amen.
G o t t
Ursprung,
in dem alles beginnt
Ziel, in den alles mündet
Gegenwart, die alles trägt
(Paul Claudel)
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