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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 203 (Januar-Februar 2009)

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Botschaft Mariens vom 25. November 2008
“Liebe Kinder, auch heute rufe ich
euch auf, dass ihr in dieser Zeit der Gnade
betet, damit der kleine Jesus in eurem
Herzen geboren wird. Er, der selbst der
Friede ist, schenke durch euch der ganzen
Welt den Frieden. Deshalb, meine lieben
Kinder, betet ohne Unterlass für diese auf-
gewühlte Welt ohne Hoffnung, so dass ihr
für alle zu Zeugen des Friedens werdet.
Möge die Hoffnung in euren Herzen
fließen wie ein Fluss der Gnade. Danke,
dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Denn es wird
Hoffnung geboren
An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin
in meinem Vater, ihr seid in mir, und ich bin in
euch
(Joh 14,20). So spricht Jesus zu den
Seinen und jener Tag ist die Zeit des Geistes
der Wahrheit, den Jesus denen versprochen
hat, die Seine Gebote befolgen (vgl. Joh
14,15-17). Und Paulus: Ich bin mit Christus
gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, son-
dern Christus lebt in mir
(vgl. Gal 2,20). Und
Maria: Liebe Kinder, auch heute rufe ich
euch auf, dass ihr in dieser Zeit der Gnade
betet, damit der kleine Jesus in eurem
Herzen geboren wird.
Das ist jenes
Geheimnis, das seit ewigen Zeiten und
Generationen verborgen war... Christus unter
euch, er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit
(vgl.
Kol 2,26-27). Die Menschwerdung Jesu,
Seine Geburt als Mensch, offenbart, dass der
Mensch Gott in sich aufnehmen kann.
Also ist der Mensch von Gott nicht mehr
getrennt: Das Geschöpf ist wieder mit seinem
Schöpfer versöhnt. Es besteht keine
Trennung mehr zwischen dem Menschen und
Gott: Gott ist im Menschen. Nun ist die
Offenbarung vollständig und endgültig. Es
liegt nun an uns, diese in Fülle und aller
Tragweite anzunehmen, ohne sie an uns
anzupassen, im Gegenteil, dem Heiligen
Geist zu ermöglichen, dass sie uns forme und
präge. Es genügt nicht zu sagen, wir sind
Kinder:
wir müssen Kinder sein, wir müssen
als Kinder leben.
Es reicht auch nicht, Jesus
nachzuahmen: es ist nötig, Jesus in uns leben
zu lassen, Kinder zu sein im Sohn.
Es reichen
unsere menschlichen Fähigkeiten auch nicht:
es braucht ein sakramentales Leben. Die
Sakramente sind eine unsersetzbare Hilfe,
müssen aber gelebt sein: es genügt nicht, sie
zu empfangen. Sie sind Frucht des erlösen-
den Opfers Jesu am Kreuz,
es ist notwendig,
sich von dieser Frucht ‘nähren’ zu lassen,
dessen Herzstück in der Seele und den Samen
zu bewahren, bis zum Erblühen, Wachsen
und Reifen im Hinblick auf das ewige Leben.
Ja, dann wird Jesus in uns lebendig sein
und wir werden Ihn überall dorthin bringen,
wo wir uns befinden, ohne Anstrengung,
ohne Kunstgriffe, auf ganz natürliche und
einfache Weise, wie die Luft, die wir atmen,
wie das Herzklopfen, das wir nicht wahrneh-
men, das uns aber am Leben hält. Beten wir
mit Maria, laden wir sie ein, mit uns zu beten,
auf dass wirklich und konkret Jesus in unse-
ren Herzen geboren wird.
Sind wir
beschmutzt? Es macht nichts: die Mutter
wird uns reinigen, sie wird uns wieder in
Ordnung bringen, sie wird uns tauglich
machen, das zu vollbringen, was sie von uns
wünscht; es genügt, dass wir das wirklich
wollen, dass wir es inbrünstig wünschen. Wie
können wir das nicht wünschen? Denn die
ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das
Offenbarwerden der Söhne Gottes
(Röm
8,19) und Maria ermahnt uns, weil Jesus, der
selbst der Friede ist, schenke durch euch
der ganzen Welt den Frieden.
Ist das nicht
eine großartige Aufgabe? Im Gegenteil, mehr
noch: es ist eine göttliche Aufagbe und wir
können sie nur erfüllen, wenn Jesus in uns
lebt. Das ist der Wunsch Mariens, Jesu und
selbst des Vaters: der Heilige Geist möchte
dies in uns vollbringen; Er wird es göttlich
vollbringen, so bald wir unsere Zustimmung
geben. Worauf warten wir noch?
Beten wir ohne Unterlass für diese auf-
gewühlte Welt ohne Hoffnung. Das stetige
Gebet, das beharrliche Gebet rührt Gott, es
zwingt Ihn beinahe zur Gewährung der erbe-
tenen Gnade. Dehnen wir unser Gebet von
unserem engeren Freundeskreis auf die
ganze Welt aus, werden wir für alle zu
Zeugen des Friedens. Die Welt ist aufge-
wühlt und ohne Hoffnung.
Sie erwartet von
uns den Frieden, jenen Frieden, den nur Er
uns schenken kann, jenen Frieden, der außer-
halb Ihm nicht existiert. Jener Frieden, der
Ende aller Turbulenzen ist, weil er in Gott
ruht und in Ihm lebt. Möge die Hoffnung in
euren Herzen fließen wie ein Fluss der
Gnade,
die alles heilt und regeneriert, was
sie berührt (vgl. Ez 47,1-12).
N. Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. Dezember 2008
„Liebe Kinder, ihr rennt, arbeitet,
sammelt, aber ohne Segen. Ihr betet nicht!
Heute rufe ich euch auf, vor der Krippe
inne zu halten und über Jesus zu meditie-
ren, den ich euch auch heute gebe, damit
Er euch segne und helfe, auf dass ihr
begreift, dass ihr ohne Ihn keine Zukunft
habt. Deshalb, meine lieben Kinder, über-
gebt eure Leben in die Hände Jesu, damit
Er euch führe und vor jedem Bösen
beschütze. Danke, dass ihr meinem Ruf
gefolgt seid!“
Ohne Jesus
habt ihr keine Zukunft
Segnen ist eine göttliche Handlung, die
Leben schenkt und im Vater ihren Ursprung
hat... Vom Anfang bis zum Ende der Zeiten ist
das ganze Werk Gottes Segen.
(Katechismus
der Katholischen Kirche vgl. Thesen 1078 u.
1079). Den Segen Gottes auf jemanden oder
etwas herabrufen, ihn dem Leben auszuset-
zen, bedeutet, ihn auf die Fülle des Lebens
auszurichten, die vom Vater kommt. Liebe
Kinder, ihr rennt, arbeitet, sammelt, aber
ohne Segen.
Diese Worte drücken die
Verbitterung der Mutter aus, wissend, dass
ohne Segen die Frucht nicht der Mühe ent-
spricht, und das Leben ein blindes, hektisches
Beunruhigen ist, das viel mehr aufbraucht, als
es produziert, mehr zerstört, als aufbaut.
Von einer immer hektischer werdenden
Gegenwart verschlungen, verlieren wir den
Sinn für das Transzendentale (AdÜ: das Über-
schreiten der Grenzen der Erfahrung, des
Bewusstseins); wir verflachen auf den gegen-
wärtigen Augenblick, vergessen die
Vergangenheit, und haben an der Zukunft
kein Interesse. Es entgeht uns das tief
Wesentliche was wir sind, die Bedeutung und
Wichtigkeit unseres Handelns, was wir sehen,
was wir berühren, was wir wünschen. Wir
sind dabei, den Sinn der Dinge zu verlieren,
den Sinn unserer Taten selbst und zu erken-
nen, was gut und böse ist. Hiermit lege ich dir
heute das Leben und das Glück, den Tod und
das Unglück vor. Wenn du auf die Gebote des
Herrn, deines Gottes, auf die ich dich heute
verpflichte, hörst, indem du den Herrn, deinen
Gott, liebst, auf seinen Wegen gehst und auf
seine Gebote, Gesetze und Rechtsvorschriften
achtest, dann wirst du leben und zahlreich
werden und der Herr, dein Gott, wird dich in
dem
Land, in das du hineinziehst, um es
in Besitz zu nehmen, segnen... (Dtn 30,15-16).
Man hat keinen Einlass zum Leben ohne
Gottes Segen; die Alternative zur Segnung ist
der Fluch (vgl. Dtn 11,26-28). Wir können
ohne ihm nicht leben, ohne mit ihm
Verbindung zu haben,
d.h. ohne zu beten.
Betet ohne Unterlass, ermahnt uns Paulus
(1Thess 5,17). Jedoch: Ihr betet nicht!, sagt
uns Maria. Und “nicht beten”, bedeutet, Gott
keine Aufmerksamkeit zu schenken, sich
nicht an Ihn zu wenden, mit Ihm nicht in
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AULUS
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AHRES
„Der heilige Paulus hatte verstanden, dass
gerecht sein ganz einfach heisst: mit Christus
und in Christus sein. Das genügt. Es braucht
keine weiteren Vorschriften. .. Glauben heisst,
auf Christus zu schauen, sich Christus anver-
trauen, zu Christus halten, Christus ähnlich
werden in seinem Leben. Und die Form, das
Leben Christi, ist die Liebe.“
Benedikt XVI
.
Januar - febrar 2009 - Herausgeber; Eco di Maria, Via Cremona, 28 - 46100 Mantova (Italia)
J. 25, Nr. 1-2 - Sped. a. p. art. 2, com. 20/c, leg. 662/96 filiale di MN, Autor. Trib. MN n. 13: 8.11.86
203
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Verbindung zu sein; in anderen Worten will
das heißen, Ihn von unserem Leben zu ver-
bannen, oder, was das selbe ist, uns von
Seinem Leben auszuschließen, ohne Zukunft
zu leben, ...wie sprossendes Gras. Am Morgen
grünt es und blüht, am Abend wird es
geschnitten und welkt
(vgl. Ps 90,5-6).
Heute rufe ich euch auf, vor der
Krippe inne zu halten und über Jesus zu
meditieren, den ich euch auch heute gebe,
damit Er euch segne und helfe, auf dass
ihr begreift, dass ihr ohne Ihn keine
Zukunft habt.
Nehmen wir diese Einladung
ernst. Vor allem die Krippe: dieses einfache,
bescheidene, wunderbare Geschenk an Jesus
und Maria, vom hl. Franz von Assisi in
Greccio 1223 angeregt, ist heute noch
Ausdruck des Glaubens und Gebetes der
Katholiken; Maria ladet uns ein, vor der
Krippe inne zu halten.
Es genügt nicht,
schnell an ihr vorbei zu eilen, um den tiefen
Sinn zu erfassen und sie als Werkzeug fürs
Gebet zu erkennen; man muss vor der
Krippe inne halten.
Wir müssen die
Bedeutung erkennen, die Botschaft aufneh-
men und in das Ereignis eintauchen.
Heute rufe ich euch auf, über Jesus zu
meditieren, den ich euch auch heute gebe,
sagt uns Maria; es geht nicht um die
Erinnerung an ein geschichtliches Ereignis,
sondern um dessen Erneuerung im Heute.
Auch heute schenkt uns Maria Jesus. Sie
schenkt uns nicht ein Erinnerungsstück, sie
schenkt uns Jesus: wir können Ihn abweisen,
oder aufnehmen; nehmen wir Ihn auf, müs-
sen wir Ihn aufnehmen, wie Er ist. Nicht eine
Idee, ein Programm, eine Regel, sondern
Gott-Mensch, Gott, der in Menschengestalt
kommt, Gott, der in dich kommt, in mich,
um in jedem von uns zu leben. Seine
Anwesenheit in uns ist Seine größte, stabilste
und endgültige Segnung; diese Anwesenheit
abweisen, bedeutet, das Leben abweisen;
ohne Ihn haben wir keine Zukunft, ...denn
getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen
(vgl. Joh 15,5b). Allmächtiger Gott, in dieser
heiligen Nacht bringen wir unsere Gaben
dar. Nimm sie an und gib, dass wir durch den
wunderbaren Tausch deinem Sohn gleichge-
staltet werden, in dem unsere menschliche
Natur mit deinem göttlichen Wesen vereint
ist
(Gabengebet zur Weihnacht - Heilige
Nacht). Ich bin mit Christus gekreuzigt wor-
den; nicht mehr ich lebe, sondern Christus
lebt in mir (vgl. Gal 2,19-20). Deshalb, mei-
ne lieben Kinder, übergebt eure Leben in
die Hände Jesu, damit Er euch führe und
vor jedem Bösen beschütze.
N.Q.
Das der Gestalt des hl. Pauls und seinem
Werk gewidmete Jahr, weckt weiterhin
beträchtliches Interesse, Werk, das - wie wir
wissen - eines der biblischen Fundamente dar-
stellt, auf dem die Kirche allgemein den Weg
eines jeden Christen aufbaut. Ein bisschen
überall entstehen vielfältige Initiativen, die
darauf ausgerichtet sind, die Bekanntschaft
des Apostels bei den Menschen zu vertiefen,
wie auch das von ihm hinterlassene Erbe: eine
reiche Hinterlassenschaft, aus der fortwährend
Lehre und Beispiel hervor gehen.
Vor allem wird die römische Basilika des
hl. Paulus, anlässlich des Jubiläums seiner
Bekehrung, am 25. Januar, - Datum, zu dem
die traditionelle Oktav des Gebetes für die
Einheit der Christen - besonders bevölkert
sein. Es werden aus aller Welt die offiziellen
Vertreter der verschiedenen christlichen
Glaubensrichtungen zusammen kommen,
um die festlichen Vespern zu feiern, die
Papst Benedikt XVI. leiten wird.
In seinen Predigten weist der Heilige
Vater stets auf die Texte der paulinischen
Briefe hin, als Zeugnis der Vollständigkeit
der Gedanken des hl. Paulus und der univer-
salen Bedeutung seiner Botschaft. Als Fazit
geben wir einige seiner Überlegungen
bezüglich zweier dem hl. Paulus teuren
Themen wider: die zweite Ankunft Christi
und die Evangelisierung.
“Ängstigt euch nicht vor
dem Kommen des Herrn!”
Angesichts der Parusie, d.h. des letzten
Kommens Jesu, müssen die Christen drei
Verhaltensweisen haben:
keine Angst,
Hoffnung und Vertrauen auf die göttliche
Barmherzigkeit”, erklärt der Heilige Vater.
Vor allem war das Freisein von Angst,
“der Angst vor den Geistern”, vor unheilvol-
len Mächten, die uns bedrohen, eine der
grundlegenden Wirkungen der christlichen
Predigt der antiken Welt, wie es auch heute
in der gegenwärtigen, heidnischen Welt ist.
Christus lebt, Er hat den Tod besiegt und hat
all diese Mächte besiegt. Wir leben in dieser
Sicherheit, dieser Freiheit, in dieser Freude.
Das ist der erste Aspekt unseres Lebens im
Hinblick auf die Zukunft”.
Außerdem hat er hinzugefügt, “in
Christus hat die zukünftige Welt schon
angefangen,
und dies gibt der Hoffnung
Sicherheit. Ohne Christus ist für die Welt die
Zukunft auch heute finster, es herrscht große
Angst auf die Zukunft hin.
Der Christ weiß,
dass das Licht Christi stärker ist und daher
lebt er nicht in einer vagen Hoffnung, wohl in
einer Hoffnung, die Sicherheit und Mut ver-
leiht, die Zukunft zu bewältigen”.
Drittens muss der Christ stets ein verant-
wortungsvolles Verhalten gegenüber der
Welt annehmen: “Obwohl wir arbeiten und
unserer Verantwortung bewusst sind, dass
Gott wahrer Richter ist, sind wir auch sicher,
dass dieser Richter gut ist, dass wir Sein
Antlitz kennen, das Antlitz des auferstande-
nen Christus, des für uns gekreuzigten
Christus. Daher können wir uns Seiner Güte
sicher sein und mit Mut vorangehen”. Nur
wenn wir diese Hoffnung im Herzen tragen,
kann sie “die derzeitigen Leiden erträglich
machen, die keinesfalls mit der zukünftigen
Herrlichkeit vergleichbar sind”.
Die grundlegende Botschaft, die uns der
hl. Paulus im Brief an die Thessalonicher
hinsichtlich der Wiederkunft Christi über-
mittelt, abgesehen von den beschriebenen
Bildern, ist, dass “unsere Zukunft ‘Sein
mit dem Herrn’ sein wird,
denn als
Gläubige sind wir in der Lebenszeit schon
mit dem Herrn; unsere Zukunft, das ewige
Leben, hat schon begonnen”.
Die Kirche hat während der ganzen
Advents-Zeit in der Liturgie wiederholt:
“Maranà, thà!”, was buchstäblich heißt
“Komm, unser Herr!”. “Können auch wir so
beten?”, fragt sich Benedikt XVI.? “Mir
kommt vor, für uns heute, in unserem Leben,
in unserer Welt, ist es ehrlich gesagt, schwie-
rig zu beten, dass diese Welt vergehe, auf
dass das neue Jerusalem komme,
auf dass
das letzte Urteil und der Richter Christus
komme... Trotzdem ist es nötig, darum zu
beten, dass “die Welt von Grund auf geän-
dert werde, dass die Kultur der Liebe begin-
ne, dass eine Welt der Gerechtigkeit, des
Friedens, ohne Gewalt, ohne Hunger, sich
etabliere. All das wollen wir: wie kann dies
ohne die Anwesenheit Christi geschehen?”.
(Aus der General-Audienz vom 12. November 2008)
“Nur wer ihm begegnet ist”
Das Thema der Evangelisierung ist mehr
denn je in unserer Epoche aktuell, tief vom
Begriff gekennzeichet, den der Heilige Vater
als die Plage des “Relativismus” (AdÜ: die
Wahrheit von Aussagen ist stets bedingt)
nennt. Die Fähigkeit des hl. Paulus die
Verkündigung des Gottesreiches allen
Menschen zu überbringen, wird heute zu
einer notwendigen Voraussetzung, um die
Mauern der Gleichgültigkeit und der
Interesselosigkeit zum Einsturz zu bringen,
die das Herz des Menschen umgeben und die
einen stets wachsenden und besorgniserre-
genderen Individualismus verteidigen.
Daher hat uns der Papst daran erinnert, dass
das apostolische Konzept des hl. Paulus
“über die Gruppe der Zwölf hinausgeht”.
Was macht einen Menschen zu einem
wahren Apostel? Der Pontifex erklärt: “Aus
den Schriften Pauls gehen drei Haupt-
Charakteristiken hervor, die einen
Apostel ausmachen.
Die erste ist, den
‘Herrn gesehen zu haben’, d.h. mit ihm eine
entscheidende Begegnung für das eigene
Leben gehabt zu haben”. In der Tat hat
Paulus seine Mission nach dieser Begegnung
begonnen, denn jener, der engagiert die
Kirche verfolgt hatte “konnte nicht mehr wie
vorher leben und spürte sich vom Herrn vom
Auftrag eingenommen, sein Evangelium als
Apostel zu verkündigen”.
Obwohl er sich stets unwürdig erachtete,
ist sich Paulus seines Apostolates sicher, denn
“in ihm offenbart sich die Fruchtbarkeit der
Gnade Gottes, der einen schlecht geraten-
den Menschen zu einen prächtigen Apostel
zu ändern vermag”. “
Schlussendlich ist es
der Herr, der sich im Apostolat darstellt, nicht
die eigene Anmaßung. Der Apostel macht
sich nicht von selbst,
sondern er ist vom
Herrn geschaffen; daher muss der Apostel
laufend mit dem Herrn verbunden sein”,
unterstreicht der Papst.
“Gesandt zu sein”, oder auch “Gesandter
und Überbringer einer Botschaft” sein. Dies
ist die zweite Charakteristik. Paulus bezeich-
net sich als Apostel Jesu gerade deshalb,
weil die Initiative nur von Christus ausging:
“Von ihm hat er die einzuleitende Mission
empfangen, die er in seinem Namen auszu-
führen hatte, indem jedes persönliche
Interesse zweitrangig war”.
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Nur wie ein Schatten geht der Mensch einher
Um ein Nichts macht er Lärm.
Er rafft zusammen und weiss nicht,
wer es einheimst.
Und nun Herr, worauf soll ich hoffen?
Auf dich allein will ich harren.
Entreiss mit allen, die mir Unrecht tun,
und überlass mich nicht
dem Spott der Toren!
Ich bin verstummt, ich tue den Mund nicht
mehr auf.
Denn so hast du es gefügt.
Hör mein Gebet, Herr,
vernimm mein Schreien,
schweige nicht zu meinen Tränen!
Denn ich bin nur ein Gast bei dir,
ein Fremdling wie all meine Väter.
Wende dein strafendes Auge ab von mir
So dass ich heiter blicken kann,
bevor ich dahinfahre und nicht mehr da bin.
Amen.
(Psalm 39, 7-14)
2
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Wie Blumen im Garten
Einfache, unauffällige Gartenblumen vermögen anmutige Beete zu gestalten wie keine ein-
zelne Blume, mag sie noch so schön sein, es alleine kann. Sicher ist es die Kunst des Gärtners,
der sie gekonnt in gute Erde pflanzt, am richtigen Platz des Gartens, sie gut nährt und wässert.
Es können unbedeutende Blumen sein, aber die einen neben andern liebevoll geordnet, wird es
ein harmonisches, fröhliches Bild. Doch nur wenn die Blume „sich führen“ lässt, gelingt es ihr,
frei zu wachsen, ihre besten Fähigkeiten zu entwickeln, weil dort, wo der Gärtner sie hin
gepflanzt hat, kein unrichtiger Boden, keine Dornen, keine anderen irgendwelchen Hindernisse
ihr kräftiges und gesundes Wachsen verunmöglichen. Der Gärtner sorgt sich um seine Blumen.
Dieser Gärtner erinnert uns an einen andern „Gärtner“, den himmlischen, Gott, der auf
Erden einen wundersamen Garten geschaffen ha, erstaunliche Beete aus bescheidenen, einfa-
chen „Blumen“, den menschlichen Wesen. Hier wird jeder „Blume“ ein bestimmter Platz vom
„himmlischen Gärtner“ zugewiesen, ein Ort, der zu ihr passt, wo Feuchtigkeit und Düngung
stimmt, die sie braucht. Hier blüht die eine neben der andern, harmonisch zusammen gereiht,
keine allein gelassen. Hier gedeihen die „Blumen“ frei und prächtig: weder von Steinen noch
Dornen noch Unkraut behindert, die der Gärtner von ihnen fern hält. Ja, hier ist die „Blume“
richtig frei, kann aus Gottesliebe heraus lieben, mit den Gedanken Gottes denken, nach den
Wünschen Gottes wollen. Hier, in Gottes Garten, kann der Mensch erfahren, was wahr, was
wirklich ist.. Darum ist er frei, alle zu lieben, ganz und gar alle, und dies mit der Liebe Gottes.
Maria lädt uns ein, im prächtigen, blühenden Garten ihres Sohnes zu wachsen. Wir brauchen
nur verfügbar zu sein. Maria – wenn wir sie wirken lassen - macht aus uns prachtvolle Blumen.
Jenseits der Erscheinung
Neugeboren, ein zerbrechlicher Körper, völlig ungeschützt, das sind die Merkmale
Gottes, der in diese Welt kommt. Dies ist die Form, die er wählte, um uns seine Liebe zu zei-
gen. Ganz sicher hat Jesus, der verborgene Schatz, dies als beste Weise gewählt, um mitten
unter uns zu kommen. Er ist der verborgene Schatz, ungeborgen, nicht in einem stabilen, teu-
ren Gefäss, sondern in dem armseligen, zerbrechlichen, das der menschliche Körper ist. Er
hätte ein stabiles, kostbares Gefäss wählen können. Und doch hat er ein bescheidenes, zer-
brechliches gewählt. Vielleicht um uns verstehen zu lassen, dass was stark scheint, vergäng-
lich ist, manchmal verbirgt es den Schatz, macht ihn unauffindbar.
Wie oft in vergangenen Zeiten sagte Gott, auch durch die Propheten, dass Er nicht auf
die Erscheinung achtet sondern auf das Herz (1 Sam 16,7). Aber dem Menschen gelingt es
nicht, zu verstehen und zu tun, was ihm gesagt worden ist: hinter die Erscheinung zu schau-
en. Also sandte der Vater den Sohn, um den Menschen zu eben diesem fähig zu machen:
wirklich über die Erscheinung hinaus zu schauen, um Gott in allem Geschaffenen zu finden,
in den Menschen aller Zeiten und Tage. So kann jede unserer Begegnungen mit dem
Nächsten zur Begegnung mit Gott werden. Er erwartet von uns, jetzt diese Möglichkeit zu
ergreifen, die uns gegeben ist, dieses Geschenk. Nur so können wir Gottes Schönheit in den
Geschöpfen betrachten, nur so jeden Menschen wahrnehmen, unabhängig davon, wie er sich
zeigt, wird er wahrgenommen werden als Ausdruck der Liebe Gottes. Nur so werden wir
unserm Gott für all seine Wunder danken können. Welch grosses Geschenk! Würden wir es
geniessen, vielleicht könnten wir dann Jesu Liebe verstehen wie sie durch unsern Bruder
fliesst, ohne die Bevorzugungen, die wir machen. Wir könnten so den verborgenen Schatz
entdecken, auch dort, wo wir ihn am wenigsten zu finden glaubten. Wir wären fähig, mit
demütigem Herzen die unzähligen Gelegenheiten wahrzunehmen, um dem Herrn zu begeg-
nen. Vielleicht würden wir entdecken, dass Maria genau darum nach Medjugorje gekommen
ist, um uns den Schatz zu zeigen jenseits jeder Erscheinung. Danke Jesus, denn durch dein
Kommen gestattest Du uns, Dir zu begegnen, der Du Gott bist, und auch Deiner und unsrer
Mutter, jenseits jeder Erscheinung. Danke Jesus, dass Du uns verstehen lernst, dass allein die
Liebe, die in Dir ihre Quelle hat, uns über alles Erscheinen hinaus sehen lässt.
E
I N FA C H E
G
E D A N K E N
von Pietro Squassabia
Die dritte Charakteristik ist schließlich
die Widmung des eigenen Lebens für diese
Mission. “In der Tat ist und kann die
Bezeichnung ‘Apostel’ nicht ein Ehrentitel
sein. Er ist eine konkrete Verpflichtung, auch
dramatisch und zwar für das ganze Leben des
Betreffenden”, erinnert der Papst. Daher, will
jemand ein glaubhafter Apostel Jesu Christi
sein, kann er nicht anders, als persönlich den
hohen Preis der Verkündigung zu bezah-
len:
“Niemand hat so wie Paulus die
Verkündigung hervorgehoben, dass das
Kreuz Christi als ‘Ärgernis und Torheit’
erscheint, zu dem viele mit Unverständnis
und Abweisung reagieren. Dies trat seinerzeit
ein und es darf nicht wundern, wenn Gleiches
auch heute geschieht”. Diese Leiden können
nicht “erdrücken”, denn sie sind stets von der
“Freude begleitet, Träger des Segens Gottes
und der Gnade des Evangeliums” zu sein.
Das ist die Sicherheit, die tiefe Freude, die
den Apostel Paulus in all seinen
Vorkommnissen leitet: nichts kann uns von
der Liebe Gottes trennen. Und diese Liebe ist
der wahre Reichtum des menschlichen
Lebens”, hat der Pontifex geschlossen.
Red.
Eine neue Blühte
der Astronomie
Dank des Teleskops feiert man im Jahr
2009 das vierte Jahrhundert der ersten
Beobachtungen des Galileo Galilei. Dieser
Anlass hat die UNESCO angeregt, das
Weltjahr der Astronomie auszurufen. Auch
Papst Benedikt XVI. hat bei mehreren
Gelegenheiten an diese Initiative erinnert
und unterstrichen, dass man derzeit “einer
neuen Blühte” auf diesem Gebiet beiwohnt,
“dank der Leidenschaft und dem Glauben
nicht weniger Wissenschaftler, die - in den
Fußstapfen Galileos - weder auf die
Vernunft, noch auf den Glauben verzichten,
im Gegenteil, beide gründlich in der gemein-
samen Fruchtbarkeit aufwerten”.
Vielleicht wissen nicht alle, dass Galileo
im fernen 1600 gerade von der Kirche wegen
seiner Überzeugungen über die Theorie
der Rotation der Erde um die Sonne
verur-
teilt wurde, was nicht der Kirchenmeinung
aus den biblischen Schriften entsprach, die
vom Heiligen Geist diktiert war, d.h. dass sich
die Erde unbeweglich in der Mitte des
Universums befand. Es war nur Johannes Paul
II., der den Ruf des florentinischen
Mathematikers nach gut 300 Jahren wissen-
schaftlichen Forschungen rehabilitiert hat.
Vor ein paar Monaten hat der neue Papst
das Thema wieder aufgegriffen: “Der christ-
liche Gedanke vergleicht den Kosmos mit
einem ‘Buch’ - so sagte einst auch Galileo -,
und betrachtete es als ein Werk eines Autors”;
nach diesem Buch, so stellte er fest, “ist die
göttliche Liebe, in Christus Fleisch gewor-
den, grundlegendes und universales Gesetz
der Schöpfung. Das darf nicht im poeti-
schem, sondern im wirklichen Sinn verstan-
den werden. Das bedeutet, dass die Sterne,
Planeten, das ganze Universum, nicht von
einer blinden Kraft geleitet sind und nicht der
Tatkraft der Materie allein gehorchen”.
Die Astronomie ist daher bei vielen im
Mittelpunkt, auch in der Kirche: “Unter mei-
nen Vorgängern in ehrendem Gedenken - hat
der Papst erinnert - befinden sich auch
Liebhaber dieser Wissenschaft”. Es ist her-
vorzuheben, dass die Specola Vaticana, von
Gregor XIII. 1578 gegründet, zu den ältesten
astronomischen Observatorien zählt. Aus
welchem Grund zieht die Astronomie die
Aufmerksamkeit der Kirche auf sich? Vor
allem sehen wir, wie der Rhythmus der reli-
giösen Feste sich in die Mond- und
Sonnenzyklen einklinkt. Ostern verbindet
sich mit der Tagundnachtgleiche sowie
Vollmond und “selbst die Positionierung des
Weihnachtsfestes ist an die Wintersonnen-
wende angelehnt, wenn die Tage in der nörd-
lichen Halbkugel sich wieder verlängern”,
hat der Papst anlässlich einer seiner
Weihnachtshomilien erinnert. Auch auf dem
Gebiet der religiösen Architektur, hat die
Astronomie stets ihren Beitrag geleistet:
“Die alten Kathedralen waren regelrechte
kosmische Darstellungen. Ihre Orientierung
richtete sich auf die Kardinalpunkte, die
Sonnenuhr gab die Tagesstunden an... Das
erinnert uns an die Bedeutung der
Astronomie bei der Bestimmung der
Gebetszeiten”, fährt Benedikt XVI. fort.
Es gibt noch einen weiteren, wichtigen
Umstand. Der Blick zum Himmel hilft dem
Menschen sich in die rechte Perspektive
gegenüber Gott zu versetzen, d.h. die eigene
Kleinheit einzugestehen und dem Staunen
Raum zu geben, die zu einer richtigen
Anbetung führen, wie es den Heiligen Drei
Königen geschah. Aus diesem Grund ist die
Beobachtung des Universums von der
Kirche als ein regelrechter Lobensdienst
zum Schöpfer empfunden:
“Wenn die
Himmel die ‘Herrlichkeit Gottes erzählen’,
wie es im Psalm heißt, sind auch die Gesetze
der Natur ein großer Ansporn, die Werke des
Herrn mit Dank zu preisen”.
Es ist eine außerordentliche
Gelegenheit für uns alle, Volk Gottes auf
dem Weg,
sich von dem anziehen zu lassen,
was die Kirche in diesem “Jahr der
Astronomie” vertiefen wird, im Bewusstsein,
dass die Geburt des Schöpfers des Universums
auf Erden in der Tat eine wahrlich kosmische
Tragweite hat. In der Tat entspricht das
Geheimnis Gottes, das Mensch geworden ist,
den Erwartungen eines jeden Menschen und
der ganzen Schöpfung, wie der Papst aus-
führen konnte: “Dieses Geheimnis der
Rettung, hat außer der geschichtlichen, eine
kosmische Dimension: Christus ist die
Sonne der Gnade,
die mit ihrem Licht das in
Erwartung harrende Universum verklärt und
entzündet... Es sind daher nicht die kosmi-
schen Elemente, die vergöttlicht werden sol-
len, sondern im Gegenteil, in allem und über
alles steht ein personaler Wille, der Geist
Gottes, der sich in Christus als Liebe offenbart
hat”.
Redaktion
3
Echo 203
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MARIA, STERN
DER HOFFNUNG
Von Giuseppe Ferraro
Viele glaubwürdige, massgebliche
Stimmen gibt es in der Kirche, jedoch auch
unter Laien, die heute übereinstimmend das
Dunkle, das Böse, das die Welt befallen hat, in
einer generellen Hoffnungsfinsternis sehen.
Wir befinden uns immer stärker befallen von
einer Masse von Ängsten aller Art, und dies
unter vielen Gesichtern: Terrorismus, zersstö-
rerische Weltwirtschaftskrise, rapider Zerfall
an Grundwerten: sie scheinen die Zukunft der
Welt unwiderruflich zu bedrohen, ganz kon-
kret unser Leben und das unsrer Nächsten.
Auch die falschen Hoffnungen der grossen
ideologischen Utopien des vergangenen
Jahrhunderts zerbröckeln und zerfallen, und
lassen hinter sich die Scherben eines angster-
füllten Nichts.
Heftigste geistige Agression scheint heu-
te bestrebt, jede Hoffnung in den Herzen der
Menschen sterben zu lassen. Die HOFF-
NUNG, ihrer innersten Natur nach unlöslich
dem GLAUBEN und der LIEBE verbunden,
bedeutet menschgewordener Ausdruck der
Gegenwart göttlichen Lebens in den Seelen
der Gotteskinder. „Betet auf besondere Art,
geliebte Kinder, denn Satan ist stark und will
die Hoffnung in euren Herzen zerstören“
(Botsch 25.08.1994).
Die christliche Hoffnung, wohltuend alle
Dimensionen menschlichen Lebens und
Handelns beleuchtend, gehört dagegen einer
essentiell andern Ordnung an .als jene, die
den Bedingungen der sozio-ökonomischen
Vorkommnissen der Welt unterworfen ist. Ihr
Name und Ziel ist das „Ewige Leben“, diese
stabile, volle Gemeinschaft mit dem Leben
und dem Herzen Gottes, wozu die Königin
des Friedens ihre Kinder unermüdlich aufruft
seit mehr als siebenundzwanzig Jahren: „Für
den Christen gibt es nur ein einziges
Verhalten im Zusammenhang mit der Zukunft:
die Hoffnung auf die Rettung“
(Botsch
10.06.1982). Ich möchte euch den Weg zum
Ewigen Leben zeigen“
(Botsch 02.02.1990).
Maria ist zweifelsohne die wahre
Mutter und Lehrerin der Hoffnung. Wenn
Abraham in der Tat „Glauben wider alle
Hoffnung“ hatte und so zum Vater vieler
Völker wurde (Röm 4,18), um wieviel mehr
ist Maria auf ihrem „Pilgerweg im
Glauben“, der zu Füssen des Kreuzes gipfel-
te, Mutter der Erlösten geworden, indem sie
allen Generationen bezeugt, welches das
höchste Mass allen christlichen Hoffens ist.
Das prophetische Wort des II. Vatikanischen
Konzils (Lumen Gentium Nr. 68) sagt: „Die
Mutter Jesu ... glänzt jetzt vor dem pilgern-
den Volk Gottes als Zeichen der sichern
Hoffnung und des Trostes, bis dass der Tag
des Herrn kommt (vgl.2 Petr 3,10).“
Die Gnade, die Gott heute der Welt durch
die Königin des Friedens gibt, geht weit über
jede exakte doktrinale Erwähnung hinaus,
bekleidet Leib und Seele ihrer Kinder, indem
sie sie zu lebendiger Hoffnung auf unvor-
stellbare vom Himmel geschenkte Liebe auf-
ruft: „wenn ihr wüsstet, wie sehr ich euch lie-
be, ihr würdet weinen vor Freude!“ (Botsch
01.03.1982). Allein dieses intime „Kennen“
des Geheimnisses der masslosen Gottesliebe,
die aus den Herzen Jesu und Marias fliesst,
kann zu wahrem Aufbaue der Hoffnung wer-
den. Geistig das Herz Gottes „berühren kön-
nen“, das, was die ganze himmlische Kirche
bedeutet, ist die wahrste und köstlichste
Gabe der Gnade von Medjugorje.
Die Königin des Friedens öffnet einen
Horizont von Licht, der sozusagen über
die Hoffnung hinaus geht
und aus deren
ganzen Fülle sie uns kosten lässt. Sie lässt
uns schon in der Gegenwart dieses
Geheimnis erfahren und in unserm Herzen
sichtbar werden, was die Gemeinschaft am
Trinitarischen Leben, dem Inhalt aller christ-
lichen Hoffnung, ist. „Denn wir sind geret-
tet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die
man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung.
Wie kann man auf etwas hoffen, das man
sieht?“
(Röm 8,24).
So sind wir also zu tiefst überzeugt, dass
nur im bedingungslosen Annehmen dieser
ausserordentlilchen Gabe, die Gott uns in
dieser Zeit durch die Königin des Friedens
schenkt, es konkret möglich wird, die
„Strasse der Hoffnung“ der heutigen Welt zu
öffnen und die universelle Aufgabe der
Kirche zu verwirklichen.
Wenn wir uns dazu entscheiden, ohne
Rückhalt und in der Wahrheit auf die
Einladung Marias zu antworten,
echte
Erbauer und Werkzeuge der Hoffnung für die
Menschen dieser Zeit zu sein, indem wir
durch Sie diese selbe Liebe des himmlischen
Lammes, das das Neue Jerusalem erleuchtet,
annehmen und an unsre Brüder und
Schwestern weitergeben, dann wird das
Unbefleckte Herz Mariens im ganzen
Universum triumphieren; es wird den völli-
gen Sieg Christi über alle Macht und
Dunkelheit erstrahlen lassen und über alle
Schatten des Todes, die die Welt peinigen:
„Betet, damit aus euren Herzen ein Quell von
Liebe auf jeden Menschen fliesse, und auch
auf jene, die euch hassen und euch verachten;
mit der Liebe Gottes seid ihr fähig alles Elend
zu besiegen in dieser Welt der Schmerze, die
für jene ohne Hoffnung ist, die Jesus nicht
kennen“
(vgl. Botsch 25.11.1991).
„Die christliche Hoffnung geht über die legitime Erwartung sozialer und politischer
Befreiung hinaus. Denn was Jesus begonnen hat ist eine neue Menschheit, die „von Gott
kommt“, aber zugleich auf dieser unsrer Erde aufgeht in dem Masse, als sie sich von
Gottes Geist befruchten lässt. Es geht jedoch darum, sich in die Logik des Glaubens voll
einzuordnen: an Gott glauben, an seinen Heilsplan, und zugleich sich verpflichten, am
Aufbau seines Reichs mitzuarbeiten. Gerechtigkeit und Frieden sind Gaben Gottes, ver-
langen aber nach Männern und Frauen, die „gutes Erdreich“ sind, dazu bereit, den gut-
en Samen seines Wortes aufzunehmen.
Der Anfang dieser neuen Menschheit ist Jesus, Sohn Gottes und Sohn Marias. Sie,
die Jungfrau-Mutter, ist der Weg, den Gott selber sich bereitet hat um in die Welt zu
kommen. In all ihrer Bescheidenheit geht Maria am Kopf des neuen Israel von Exil zu
Exil, heraus aus aller Unterdrückung, allem moralischen oder materiellen Sklaventum,
hin zum „neuen Himmel und zur neuen Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt“ (Petr
3,13). Ihrer mütterlichen Fürsprache anvertrauen wir die Erwartung von Frieden und
Rettung der Menschen unsrer Zeit“.
(Benedikt XVI. im Angelus am 7. Dezember 2008)
Die Kunst,
Zeit zu bewohnen
von Stefania Consoli
Unser Gott ist in die Zeit gekommen, um
sie zu heiligen. Wird jeder Augenblick im
Licht der Gnade gelebt, enthält er Krümel
der Ewigkeit, denn in Gott dehnt sich alles
aus, verliert seine Umrisse und nimmt
unendliche Horizonte an, fern aller Logik
und allem Ermessen. Jeder hat wenigstens
einmal im Leben erfahren, wie mit einem
Lächeln, einem Blick, oder Wort die Liebe
fähig ist, unser Innerstes zu berühren und
unserem Herzen wahre Freude zu geben,
eine Art Zufriedenheit, die weder Anfang
noch Ende hat. Plötzlich spüren wir Frieden
und Harmonie mit allem und allen, alle
Dinge erscheinen günstig und selbst die
Widrigkeiten scheinen sich zu legen. Es ist,
als ob die Zeit stehen bleiben würde, und wir
möchten so verharren, um diesen Lichtstrahl
der Ruhe zu genießen.
Gott, die Liebe, hat das gemacht, als Er
in unsere Geschichte eintrat: Er hat sie mit
sich selbst ausgefüllt, übermittelte ihr
Unsterblichkeit, indem Er als ewig verwan-
delte, was die Sünde vergänglich und endlich
gemacht hatte. Im Wesentlichen ist die Liebe
die einzige Kraft, die die starren Gesetze der
Zeit und des Raums aus den Angeln hebt und
so das anfängliche Gleichgewicht wieder
herstellen kann. Der Mensch plagt sich ab,
Sklave der Uhr, bedrängt von Pflichten,
Beschäftigungen, Mühen, und hastet dahin,
oder besser gesagt, er läuft der Zeit hinterher,
die ihm zu entgleiten droht und nie ausreicht.
Er möchte sie anhalten, um “es doch zu
schaffen und alles machen zu können...”.
Jedoch er kann es nicht! Daher, erschöpft,
bricht er im Geist in idealisierte Paradiese,
oder unrealistische Zustände aus, um zu
Atem zu kommen, indem er einen Frieden
träumt, der jedoch nur Phantasie ist.
Wir entfliehen der Gegenwart, die uns zu
eng ist und die wir oft nicht ausstehen kön-
nen, aber wie leicht vergessen wir, dass der
Ewige gekommen ist, das Heute zu bewoh-
nen, um unsere kleinliche Optik zu verviel-
fältigen und unser Herz in das Jenseits zu
verlagern, das uns erwartet. Der Herr hat sich
sehr klein gemacht, um in die Menschheit
einzutreten, die aus Erde geschaffen ist; Er
möchte jedoch in uns und mit uns wachsen,
in der Zeit, um uns zu himmlischen
Geschöpfen zu verwandeln.
Wer zu beten versteht, weiß was gemeint
ist. Das wahre Gebet taucht uns in eine
Dimension ein, in der alles möglich
erscheint, “besuchbar”, wenn wir uns wirk-
lich vom Heiligen Geist erfassen lassen. Wir
können uns frei bewegen, von einem Ort
zum anderem, von einer Zeit zur anderen,
und bleiben trotzdem fest verankert. Es ist
die Seele, die wandert... Während wir den
Geschmack der völligen Freiheit genießen,
hilft uns das Gebet anzuhalten und über die
Prioritäten des Alltags nachzudenken, um zu
erkennen, was unnütz ist, um dann nur das
Nötige zu suchen.
Die eigene Zeit verwalten zu können ist
eine Kunst, die uns Gott überlassen hat, indem
Er uns eine Geschichte übergab, die überall
Spuren der Fleischwerdung Seines Sohnes
trägt, der sie besucht hat, um Leib und
Vollendung jeder unserer Tat zu verleihen.
Jesus, Anfang und Ende, Alpha und Omega...
Er ist das Maß, mit dem die Wirklichkeit
gemessen wird, um sie weise zu leben, um
4
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Wissenschaften und menschlichen Kulturen.
Beim Eingang der evangelischen Schule
fand sich in kubistischen Lettern eingraviert:
Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder
werdet ihr nicht ins Himmelreich eintre-
ten“.
Wie Kinder werden ... ein ziemlich
fremder Vorschlag. Trotzdem der einzige der
erlaubt, in die Stapfen Gottes zu treten, sie
zu entdecken und sich unterwegs zu bege-
ben. Diese Schule lehrt, die Dreieinigkeit
Gottes anzunehmen wie sie ist, in ihrem
undurchdringlichen Anderssein, in ihrer
unerhörten und unbegreiflichen Fähigkeit zu
überraschen.
So wird spontan das Gebet der
Anbetung und des Lobes geboren, der
Klang des Amen, des Alleluia, des Hosanna.
Im selben Moment, da ich das trinitarische
Dunkel an- und aufnehme, lasse ich mich
von ihr umgeben und antworte in der
Umarmung meiner liebenden Aufnahme, die
jeden Schatten von Ressentiment, Ungeduld,
Nervosität und Protest zerstört. Also:
AMEN ist Konsens, Annahme, lichte
Aufnahme. Das Glück zu Gott zu sagen: ich
bin zufrieden, „nichts“ zu sein , und nur DU
bist alles. Geheimnisvoll ist dieses biblische
Amen. Aramäisches Wort, hebräisch, grie-
chisch, lateinisch. Unübersetzbar. Drückt
sowohl Anbetung wie bedingungslos zur
Dreieinigkeit gehörig aus: als Geist und
Glauben, Wille und Hoffnung, Herz und
Liebe. AMEN! Köstlicher Gesang der in der
Zeit beginnt, darauf wartet aufzubrechen,
heilig und unveränderlich, in Ewigkeit.
HALLELUIA! Es allein ist heiliges
Wort, von den Engeln auf die Erde getra-
gen,
unübersetzbar. Aus der Bibel fand es den
Weg in die Liturgie des Lobes und der
Eucharistie der Kirche, bildete
dadurch eine unüberhörbare Säule.
Bezeigt Lob, Gutheissung, Wert-
schätzung, Applaus, Bewunderung,
Erhebung, Verehrung, Verherrlich-ung
Gottes weil er Gott ist.
HOSANNA ist parallel zu
Amen und Alleluia: bezeugt
Erhebung, Freude, Enthusiasmus,
offene Zustimmung, aufwallender
Lob-gesang, der die Zeit erhellt und sich aus-
dehnt, unermüdlich, hin zur Ewigkeit. Der
Heilige Geist unterstützt die Jünger
Christi, sich zu identifizieren, sich in sein
Amen umzuwandeln, in Halleluia, in
Hosanna.
Er gibt einem unermüdlichen
Anbetungsgebet Leben, das Gebet „par
excellence“ auf Erden, das sich auch im
Himmel gleich bleibt.
Es kann überall gebetet werden: vor dem
ausgestellten oder im Tabernakel verschlos-
senen Allerheiligsten Altarssakrament, vor
einem Bild des Gekreuzigten, im eigenen
Haus. Eingetaucht in einer erhebenden
Landschaft sei`s bei Tag, des nachts, sitzend,
spazierend. Für wenige Minuten oder längere
Zeit. Mit dem Mund, mit dem Herzen. Man
ruft den Allerhöchsten an, glücklich darüber,
dass er allüberall gegenwärtig ist in der Welt,
in der Kirche, in den Seelen, im Herzen.
Die Bibel kommt den Betern entgegen
durch die Säulen der 150 Psalmen. Sie
sind poetische Gebete inspiriert vom
Heiligen Geist. Sie sind bevorzugtes Terrain
für eine authentische Gotteserfahrung.
Im Beten der Psalmen vereinigt sich die
irdische Kirche der himmlischen um einen
einzigen Logesang zu Gott zu erheben,
Danksagung, Frolocken und Bitten, in
Erwartung des Jubeltages, der keinen
Sonnenuntergang kennt.
Aus: „Unermüdlich im Gebet“ von Lorenzo Netto
(2. Folge)
Anbetung und Lob
Das ist die Gebetsform, die die
Heiligste Dreifaltigkeit am mei-
sten ehrt.
Wir können das erst ver-
stehen , wenn wir unsere absolute
Unfähigkeit erfahren haben, was es
ist, sich zu erheben und in die
geheimnisvolle Welt Gottes einzu-
treten., wenn nicht Gott selber die
Initiative ergreift.
Heilige (Männer und Frauen, die
Experten der trinitarischen Geheimnisse
waren oder sind) lehren, dass die
Wirklichkeit Gottes von einer derart intensen,
blendenden Helligkeit ist, so provokant, dass
um sie absolute Dunkelheit herrscht. Dies
weil, auch wenn Gott sich offenbart und
redet: er bleibt immer DER DER IST, unaus-
sprechbar, transzendent, erhaben, geheimnis-
voll, ANDERS. Effektiv: durch die ganze
Bibel hindurch (Altes und Neues Testament)
entschleiert sich Gott in Worten, Ausdrücken,
Begriffen, Bildern, die Gegensätze zu sein
scheinen. Symbole und Bilder geben das
Gefühl, dass sie sich gegenseitig widerspre-
chen. So z.B.: Gott ist barmherzig, geduldig,
angenehm süss, delikat, bereit zu verzeihen
...aber andrerseits ist er gerecht, fordernd,
mitreissend, zornig. Lamm und Löwe.
Freund und Dieb.Liebender und Richter. Das
überrascht. Es lässt sich phantasiern, etwas
von dem, ein wenig mehr vom andern.
Worte, Ausdrücke, trinitarische Bilder
und Symbole sind alle wahr in sich selbst.
Jedes manifestiert eine wirkliche Qualität. Es
sind enorme aufgerissene Fenster zu unvor-
stellbaren, aussergewöhnlichen Panoramen.
Und trotzdem, sie bleiben absolut unfähig,
impotent um (jede einzeln) die trinitarische
Wirklichkeit, die die menschliche Vernunft
durchdringt, auszudrücken. Die biblische
Sprache ist willentlich verdunkelt und scheint
widersprüchlich. Sie verwirrt vermessene
Weisheit, arrogante Ambitionen jedwelcher
B
ETEN LERNEN
BENEDIKT XVI
Der Rosenkranz
ist Meditation
„Es gilt, persönlich die Erfahrung zu
machen von der Schönheit und der Tiefe
dieses Gebetes, einfach und allen zugäng-
lich” erklärt der Heilige Vater am Schluss
des Rosenkranzgebetes in der Basilika von
Pompeiy, die der Jungfrau vom Rosenkranz
geweiht ist. „Es ist vor allem wichtig, sich an
der Hand der Muttergottes führen zu lassen
und dabei das Antlitz Christi zu betrachten:
freudiges Antlitz, leuchtend, schmerzhaft
und glorreich. Wer wie Maria und mit ihr
zusammen ernsthaft die Geheimnisse Jesu
betrachtet, nimmt immer mehr seine
Empfindungen auf und gleicht sich Ihm an.
Der Rosenkranz ist Schule für
Betrachtung und Schweigen. Flüchtig
gesehen könnte er als eine Häufung von
Worten erscheinen, schwierig zu vereinen
mit Schweigsamkeit, die gerade für die
Betrachtung empfohlen ist. In Wirklichkeit
stört diese Wiederholung des AVE MARIA
nicht das innere Schweigen, im Gegenteil
verlangt und nährt es. .Ähnlich ist es bei den
Psalmen im Stundengebet. Das Schweigen
erblüht in den Worten und Sätzen, nicht als
Leere, sondern als eine Gegenwart von letz-
tem Sinn, der aus den Worten selber fliesst
und zusammen mit ihnen zum Herzen
spricht. So, im Hersagen der Ave Maria
braucht es die Aufmerksamkeit, damit unse-
re Stimmen nicht die Stimme Gottes „über-
decken“, der immer im Schweigen spricht,
wie im „leisen Säuseln“ (1 Kö 19,12). Wie
sehr ist es wichtig, dieses Schweigen voller
Gottheit zu pflegen, sei es im persönlichen
oder im gemeinschaftlichen Gebet! Auch in
grossen Zusammenkünften ist es notwendig,
dass der Rosenkranz als betrachtendes Gebet
verstanden wird, und dies kann nicht gesche-
hen, wenn ein Klima innerer Stille fehlt.
Der Rosenkranz ist betrachtendes
Gebet und allen zugänglich: Grossen und
Kkeinen, Laien und Klerikern, Gebildeten
und wenig Geschulten. Er ist geistiger
Winkel mit Maria um mit Christus vereint zu
sein,, um sich nach Ihm zu bilden, die
Empfindungen im anzugleichen und sich so
zu benehmen, wie Er es getan hat.
Der Rosenkranz ist „geistliche Waffe“
im Kampf gegen das Böse, gegen jede
Gewalt, für den Frieden in den Herzen, in
den Familien, in der Gesellschaft und in der
Welt“.
(Pompei, 19. Oktober 2008)
allen geschaffenen Dingen Wert zu verleihen,
jedem Ereignis, jeder unserer Stunde, und sie
zu lieben, wie Er sie liebt.
Wenn die “Herrlichkeit Gottes der leben-
dige Mensch ist”, so bedeutet das, unsere Zeit
leidenschaftlich und intensiv, verantwortungs-
voll und der geschenkten Gelegenheit bewus-
st, zu leben, sowie dem Urheber der Zeit und
Ewigkeit gebührende Ehre zu erweisen.
“Ich möchte die gewöhnlichen Dinge
außergewöhnlich machen”, schrieb die hl.
Theresia. Das ist aber nur möglich, wenn wir
in der Brust das Herz des Geliebten selbst tra-
gen, Sein Antlitz in allen Dingen suchen, mit
Seinen Augen sehen, Entscheidungen nach
Seinen Kriterien treffen. Ohne zu laufen, um
nicht die Lust am Leben entfliehen zu lassen.
Wenn wir lernen, stets das Wesentliche zu
wählen, können wir auch das wahrnehmen,
was die Hast uns oft verbirgt: vielleicht
unwichtige Details, jedoch einmalig, und des-
halb schön.
Gott ist in unsere Zeit eingetreten. Er ist
durch Maria gekommen. Eine Frau unter
Frauen, jedoch innen reich, so sehr, dass das
Unermessliche in ihr Wohnung genommen
hat: eine Krippe zur Geburt, ein Nest zum
Wachsen, eine Mutter, um Mensch zu werden.
Und im kleinen Nazaret in der Zeit zu woh-
nen, wo die geopferte Liebe in Frieden die
Tage verbrachte.
O Herr Jesus, wir leben in Zeiten
Wo die Erfolge Feste feiern
Die Programmierung,
das berührbare Resultat.
Dies ist nicht die Logik
deines Evangeliums
Und darum sagen wir Dir Dank!
Wir bleiben in unserem Graben,
zertrümmern das Schweigen,
reifen im Versteck
sicher, dass dies die einzige „effiziente“
Strasse ist,
die fortfährt, einen überraschenden
Dynamismus der Liebe zu schaffen.
Br. Michael Davide
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Was in Medjugorje geschieht...
Aus den Treffen von HALINA
Eine sichere Brücke
Anfang Dezember haben viele Italiener
die vier freien Tagen benützt, die man
„Brücke der Unbefleckten“ nennt. Es hand-
let sich um ein verlängertes Wochenende,
das mit den Nikolaustag beginnt und dem
Fest der Unbefleckt Empfangenen endet.
St. Nikolaus ist der Patron der Matrosen,
und in diesen Tagen war sein Schutz tatsäch-
lich vonnöten, während wir über eine sehr
bewegte Adria nach Medjugorje übersiedel-
ten: eine mutige Fahrt um dort die
Jungfrau-Mutter zu feiern, die Tochter dei-
nes Sohnes, bescheiden und höher als jede
Kreatur ...“
(Dante Alighieri).
Diese Pilger bildeten eine sehr schöne
„Brücke“ über das Meer, bauten einen
Bogen himmlischen Segens, der sie auf dem
Weg begleitete:
Segen durch Gebete, Opfer
und Verzicht. Ein wirklich interessantes
Stück Architektur ...
Rorate ... Der Gesang des Morgens
Die Adventsliturgie trägt stark mariani-
schen Charakter. Das mag uns nicht überra-
schen, wenn wir die Rolle Marias im
Geheimnis der Menschwerdung des
Gottessohnes betrachten.
In Medjugorje ist es Brauch die „Rorate-
Messen“ zu feiern, sie sind besonders der
Muttergottes geweiht, man nennt sie hier
auch „Messe zur Morgenröte“. Der lateini-
sche Ausdruck „rorate“ stammt aus dem
Eingangsvers „Rorate coeli de super ...“
d.h. Tauet Himmel den Gerechten, Wolken
regnet ihn herab ...“ Um sechs Uhr früh sind
es vor allem junge Menschen und Kinder,
bevor sie zur Schule gehen, die sich in der
Kirche einfinden um voll Enthusiasmus zum
Klang der Gitarre, der Flöten und anderer
Instrumente, die häufig improvisieren, zu
singen und so die heilige Eucharistie zu
begleiten. Zahlreich kommen die Menschen,
wach und erfüllt sind die Herzen, voll der
Freude und Gnade des Advents. Die
Gegenwart so vieler Glaubender entspringt
nicht allein dem Wunsch, eine schöne
Tradition aufrecht zu erhalten, sondern dem
Bewusstsein, dass wir von Maria lernen kön-
nen, auf Christus zu warten, auf sein Wort zu
horchen und einzutreten in die Erfüllung von
Gottes Willen. Maria wird Christi Mutter
weil sie offen ist für das Wort Gottes, weil
sie mit ganzem Herzen den Willen des
Vaters aufnimmt und sich voll hingibt dem
Werk ihres Sohnes. ... Sie ist die
MORGENRÖTE der SONNE aus der Höhe!
„Was bringt es, dass
du als Frau, als Mann geboren bist
da wir von neuem Kinder Gottes werden;
Söhne und Töchter, Kinder wie Er,
der aus der Jungfrau geboren
zu unserm Heile Mensch geworden ...
Licht vom wahren Lichet
erleuchtet Er die Herzen
und durch sein helles Licht
Vertreibt Er alle Finsternis ...“
Wer sind die wahren Einwohner von
Medjugorje?
Einst ging ich vor der St. Jakobs-Kirche
entlang der Strasse, da fragte ich mich: „Wer
sind eigentlich die wahren Einwohner von
Medjugorje? Hier leben die Leute der
Herzegowina und auch verschiedene
Fremde, die hier arbeiten: auch sie sind
Einwohner dieses Orts, zusammen mit ihren
Familien ...
Aber ganz überraschend kamen mir Jesu
Worte in den Sinn: „Wer ist meine Mutter,
und wer sind meine Brüder... Meine Mutter
und meine Brüder sind die, die das Wort
Gottes hören und es befolgen“
(Lk 8,21). Es
gibt Verwandte durch das Blut, aber der
Meister zeigt uns eine andere
Verwandtschaft: die Verbindung durch den
Heiligen Geist ...
Und erneut stellte ich mir die Frage, jetzt
ein wenig breiter: „Wer sind die wahren
Bewohner von Medjugorje, wer sind die
Erben dieser Gnade, die der ganzen Welt
gegeben ward?“ Sind es nicht vielleicht die,
die hören und sich erschüttern lassen von der
Einladung der Königin des Friedens? Sind
es nicht vielleicht jene, die ihr Herz öffnen
für eine wahre Umkehr, tief und wirksam?
Sind nicht sie es vielleicht, die daraus
Früchte des Friedens zeugen und gebären,
Früchte der Versöhnung, der
Barmherzigkeit, unabhängig vom Ort wo sie
sich befinden oder von was sie tun? Sind es
nicht vielleicht jene hier Neugeborenen aus
Maria und die auf sie hörten als Mutter und
Königin?
Und meine letzte Frage: „Bin auch ich
unter ihnen?“ Und lächelnd antwortete ich:
Vielleicht, aber es gibt so unendlich viel zu
tun ... also: an die Arbeit!“
Jährliche Erscheinung von Jakov Colo
Bei der letzten täglichen Erscheinung am 12. September 1998 sagte die Muttergottes
zu Jakov Colo, dass er einmal im Jahr am 25. Dezember, an Weihnachten eine
Erscheinung haben werde. So war es auch dieses Jahr. Die Muttergottes kam mit dem
Jesuskind im Arm. Die Erscheinung begann um 9.48 Uhr und dauerte 6 Minuten.
Die Muttergottes gab folgende Botschaft:
„Liebe Kinder! Heute rufe ich euch auf besondere Weise auf dass ihr für den
Frieden betet. Ohne Gott könnt ihr keinen Frieden haben und auch nicht in
Frieden leben. Daher meine lieben Kinder, öffnet eure Herzen heute, an diesem
Gnadentag, dem König des Friedens, damit Er in euch geboren werde und euch
seinen Frieden spende, ihr aber seid Träger des Friedens in dieser unruhigen Welt.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid! “
Padre Jozo:
„Nichts ist wichtiger
als ein betend Herz“
„Jede Botschaft der Madonna ist eine
besondere Gabe und ein feierliches Fest in
Herz und Seele. Die Mutter spricht. Ja, die
Mutter meines Gottes beendet das
Schweigen ihres Herzens und spricht zu
ihren Kindern, erzieht und erweckt sie durch
die Gnade. Ich bin immer tief dankbar für
jede Botschaft, für jedes Wort und für jeden
Pilger, der die Königin des Friedens ehrt, für
jeden Apostel ihrer Botschaften. Aber das
Herz der Botschaften Marias ist eines: das
Gebet. Nichts ist wichtiger als ein Herz das
betet. Ich habe einen ganzen Tag lang nichts
getan, wenn ich ihn nicht geweiht und mit
Gebet und guten Werken angefüllt habe.
Mein Tag hat 24 Stunden. Der
Alltagsrhytmus des Lebens treibt uns zu
einem gehetzten und ermüdenden Leben und
gibt uns das Gefühl, immer zu spät zu sein.
Die Zeit trägt mich weg wie ein Strom und
mir scheint, dass ich nie frei bin. Es ist als ob
ich keine Zeit für nichts und niemanden hät-
te. Alles ist voll, und doch ist alles leer; alles
ist ein nie endender Lauf ohne Frucht.
Die Königin des Friedens lädt mich ein,
meinen Tag mit kurzen und innigen Gebeten
zu füllen. So z.B. wenn ich zur Arbeit fahre
und es mir nicht möglich ist, den Rosenkranz
zu beten, kann ich es doch mit kurzen, inni-
gen Stossgebeten tun. Während ich mein
Zimmer aufräume oder in der Küche die
Mittagsmahlzeit zubereite, muss ich lernen
auf das Kreuz oder auf ein Muttergottesbild
zu schauen und mich mit kurzen Gebetchen
und Anrufungen in die totale Abhänigigkeit
Gottes zu begeben. Auch wenn mein Gebet
kurz ist, es ist fähig das Herz zu öffnen damit
ich besondere Gnaden vom Herrn erlange.
Denken wir zurück an die kurzen
Herzensgebete unsrer Heiligen, die sie
brauchten, um in Kontakt mit Gott zu blei-
ben. Der heilige Franziskus von Assisi war
ständig überschwemmt von einem einzigen
Gedanken und Gebet: „Mein Gott und mein
Alles“.
Auf diese Art verbrachte er Tag und
Nacht in der Einheit mit Gott. Das innige
Kurzgebet des Herzens öffnet und erhöht
unsere Herzen zu Gott, der uns die Kraft und
die nötige Gnade für das tägliche Leben gibt.
Wir sind gerufen, die Gegenwart und die
Kraft der Gnade zu bezeugen und auf diese
Weise allen zu helfen, die vom Bösen über-
wältigt sind. Wir können nicht sagen, wir
hätten keine Zeit, denn das heisst, wir kön-
nen nicht lieben. Die Madonna ruft uns dazu
auf um dadurch die Macht des Bösen in uns-
rer Mitte zu entfernen und zu vernichten.
Hören wir auf unsre Mutter, die Sie mit uns
ist und für einen jeden von uns eintritt.
Padre Jozo
“Was kann uns scheiden von
der Liebe Christi?
Bedrängnis oder Not oder
Verfolgung, Hunger oder
Kälte, Gefahr oder Schwert?
All das überwinden wir durch
den, der uns geliebt hat”.
Röm 8, 35-37
6
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Z
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F
USS VON
P
OLEN
NACH
M
EDJUGORJE
um die Versöhnung zu erbitten
Frau Katarina Bednarczyk Sieminska (55
Jahre alt) begab sich zu Fuss aus Polen bis
nach Medjugorje, sie brauchte hiezu 62 Tage.
Sie machte diesen Pilgergang mit leeren
Händen, vertraute allein auf die Vorsehung
Gottes, trug nur ein Kreuz, das Brevier und
eine Geographiekarte mit sich.
Die Gebetsanliegen dieser Pilgerreise war
der Frieden auf Erden, die Aussöhnung der
ganzen Menschheit, die in Gott eine einzige
Familie bildet. Katarina ist mit einem Maler
verheiratet und das Paar hat Kinder. Hören wir,
was sie uns bezeugt:
„Ich bin zu Fuss nach Medjugorje gekom-
men, weil die Mutter und Königin des
Friedens an diesem Ort erscheint. Es ist klar,
dass sie überall ist, aber hier ist sie auf beson-
dere Weise gegenwärtig. Maria wünscht, uns
auf die Begegnung mit Jesus und Gottvater
vorzubereiten. Wir leben in einem schwierigen
Zeitabschnitt. Ich glaube, dass die Zeit der
Versöhnung der ganzen Menschheit gekom-
men ist. Ich bekam diese Ermunterung im
Herzen während ich betete. Wir alle sind
Kinder Gottes und müssen die einen auf die
andern zugehen. Die Menschheit befindet sich
in Geburtswehen, dessen sollen wir uns
bewusst sein!
Alle Menschen sind unsre Brüder, darum
habe ich weder Brot noch Wasser mit mir
genommen: ich wollte bewusst und willentlich
abhängig sein von ihnen, denen ich begegnen
würde, vertrauend allein auf ihre Güte. Oft
haben sie mir Nahrung für die nächste Stück
Weges mitgeben wollen,, ich habe es nicht
angenommen. Es ist schön zu fragen, nachzu-
fragen, wieder zu fragen ... Die Menschen
freuen sich, wenn sie etwas geben können.
Und in diesem Moment, wo wir uns wie eine
Familie spüren, da wirkt Gott durch sie.
Manchmal wurde ich auch zurückgewie-
Verblüffend ... !
Beschliessen wir die Geschichte des jun-
gen Davide, der den Glauben wiedergefunden
hat in Medjugorje nach langen, langen Jahren
des Frierens im Untergrund der Droge.
Prozession der Freude
„In den Ort gelangte ich am Abend der
Prozession durch die Strassen Medjugorjes..
„Ach, wie langweilig!“, sagte ich mir, hielt
mir die traurigen Prozessionen vor meinen
Augen, wie sie bei mir zu Hause aussehen:
gesenkte Köpfe, Rosenkränze „welche
Monotonie!“. Besser war, sich eine Pizza zu
gönnen! Das Schicksal wollte es aber, dass
genau am Ende des Kuchens die Prozession
auf der Strasse sich zu rühren begann. Vor uns
bewegten sich junge Menschen aus der
ganzen Welt, trugen Fähnchen aus ihren
Ländern: Oesterreicher, Schweizer, Italiener,
Kroaten, Amerikaner Koreaner ... Einige san-
gen, andere spielten, viele tanzten sogar!
„Donnerwetter!“ ... - so sagte ich mir - „das
ist andere Kost, ist keine gewöhnliche
Prozession! Die weinen ja nicht, die freuen
sich!“ Nur einen Moment war ich perplex
bevor ich mich reinwarf, dann entschied ich
alles zu kosten, was Medjugorje mir zu geben
schien, warf mich mitten in die nicht enden-
wollenden Reihen der jungen Menschen ...
freute mich mit ihnen, auch wenn ich sie nicht
kannte und noch weniger ihre Sprachen ver-
stand; es kam mir wirklich vor, als wäre ich
mit Brüdern und Freunden unterwegs. Alle
mit der Einzigen Liebe, Maria. Ich spürte in
dieser enormen Reihe, zusammengesetzt aus
tausenden: wir waren ein einziger Körper.
Mehrere Kilometer legten wir zurück, ich
bemerkte es kaum. Es war unglaublich,
während der Prozession empfand ich densel-
ben Rausch wie ihn dir die Droge gibt, aber
das war nur Illusion! Was ich jetzt empfand,
war Wirklichkeit pur! Ich gewann den
Eindruck, dass die Madonna mir die Hand
gab um mit mir unterwegs zu sein. Es war der
absolute Höhepunkt der ganzen Pilgerfahrt.
Während der ganzen Nacht dachte ich an das
zurück, was ich gespürt und erlebt hatte und
es war äusserst schwierig, einzuschlafen ...
Neue Horizonte ... voll strahlender Sonne!
Tags darauf erwartete mich eine neue
wichtige Begegnung: die Kommunität
„Neue Horizonte“. Sie nimmt junge Leute
auf, die aus den Drogen ausgestiegen sind.
Ich hatte davon schon im TV sprechen
gehört und war betroffen davon.
Kaum angekommen, fiel mir das Gesicht
dieser jungen Burschen auf: sie strahlten wie
die Sonne ... Zwei von ihnen erzählte ich mei-
ne Geschichte, dann habe ich ihrer Geschichte
zugehört. Wie beeindruckend! Diese beiden
Jungen gingen durch entsetzliche Mühen und
Leiden hindurch, schlimmer als ich. Nun
waren sie neue Menschen, dem kroatischen
Drogenmarkt entronnen. Es war unglaublich
zu sehen, wie sie sich für die Schönheit des
Lebens entschieden hatten. Eingetreten waren
sie wie Leichen und jetzt, dank Gebet,
Glauben und Arbeit, hatten sie ein neues
Leben gefunden unter dem göttlichen Schutz
der Muttergottes. Eigentlich war es nicht
allein dank der Gemeinschaft mit einem
gewissen Kasernenduft! Fast wurde ich nei-
disch auf ihre Art, zusammen zu sein, mitein-
ander umzugehen, voll liebender Freudschaft
einer für den andern. ... Sehr schön waren ihre
Gesichter, früher sicher düster, jetzt strahlend
wie Diamanten dank Marias Hilfe. Diese ihre
Zeugnisse habe mich bewegt, angespornt,
noch mehr zu glauben.
„Wirf dich nicht weg!“
Während des Jugendfests ist es Brauch,
verschiedene Zeugnisse junger Menschen
anzuhören, wie Medjugorje ihr Leben verän-
dert hat. Ich erinnere mich besonders an
jenes, das mich in der Tiefe meiner Seele
ganz besonders getroffen hat, vielleicht weil
es meinen Leben in vielem sehr ähnlich war,
nur noch viel stärker.
Es war das Zeugnis eine jungen Mannes,
eines frühern Rock-Star, der enormem Erfolg
hatte. Er wurde Millionär durch den Verkauf
seiner Disketten, besass grossen Besitz und
führte ein sehr bewegtes Leben. Doch war er
zerquält, fühlte sich unglücklich, depressiv.
Trotz seiner Popularität, der Frauen, einflus-
sreicher Freundschaften und dem vielen Geld,
fuhr er fort, sich zu fragen, warum er denn
nicht glücklich sei. Er war so betrübt, dass er
eines nachts sich an das Balkongeländer
stützte um sich vom dritten Stock seiner Villa
herunter zu werfen. Aber genau in diesem
Moment hielt ihn etwas zurück, „es“ zu tun.
... Er begann heftig zu weinen und er-innerte
sich an Maria, der Jungfrau. Eher ausserge-
wöhnlich, denn sein Leben bestand aussch-
liesslich aus Sex-Drogen und Rock&Roll ... er
beschloss zu entdecken, was diese Frau woll-
te, da sie es verhindert hatte, dass er Schluss
machte. So brach er auf nach Medjugorje.
Dort umgab ihn die Muttergottes voller
Zärtlichkeit. Sein Herz und sein Gewissen,
die zuvor nicht existierten, brannten nun aus
Liebe zu Gott ... Aber was die Sache noch
ausserordentlicher macht: aus dem jungen
Menschen wurde ein Priester!
„Donnerwetter“ dachte ich, für Gott ist
nichts unmöglich. Ein junger, gottloser
Mann wird zum Lautsprecher Gottes. Was
für ein Zeugnis! Wieviel erfolgreiche
Menschen in der heutigen Welt fallen in die
totale Depression! Alles haben sie im Über-
fluss ... würden sie sich doch entscheiden,
Christus die Tür zu öffnen, wieviel weniger
Leid ...“.
Meine Schuld, wie Schnee in der Sonne
Ein weiterer grosser Augenblick erwarte-
te mich noch auf meinem Weg zur innern
Heilung. Es geschah am Schluss einer heili-
gen Messe. Viele Priester waren um den
Altar und begannen, eine Reihe von
Segnungen zu sprechen, aber bevor man sie
erhielt, galt es, innerlich um Verzeihung zu
bitten für die Schuld, die man ihnen nannte
... Mir wurde eiskalt durch die Tiefe dieser
Segnungen und wegen der Wahrheit, die sie
aussagten: diese Sünden habe ich wirklich
alle gemacht! Für gewöhnlich sieht niemand
mich weinen, aber der Eindruck war derart
stark und ich weinte ..., weinte ..., weinte!
Ich bat um Verzeihung für all meine
Fehler, Fehler gegenüber Gott, gegenüber
mir selbst und gegenüber dem Nächsten, und
ich spürte, dass der Herr mich Schritt für
Schritt davon lossprach. Ich weinte auch
weil ich mich so klein fühlte vor dem Herrn,
der von dir nur verlangt, zu bereuen, und
dann verzeiht er dir ... Wahre Geistesblitze
aus dem Paradies! Die Rückkehr war für den
nächsten Tag vorgesehen. Ich wurde von
Bitterkeit erfüllt, gemischt mit Unsicherheit,
zurück zu kehren, denn ich wusste um die
vielen Versuchungen, die wieder fände. Ich
wollte bleiben, nur noch ein wenig ...“
Wer stehen bleibt ist verloren!
Zurückzukehren in die eigene
Wirklichkeit und zu suchen, den Weg, der in
Medjugorje gefunden wurde, weiter zu
gehen ist kein leichtes Ding. Der Böse sucht,
dich vergessen zu lassen, was du erlebt hast,
all diese Eindrücke seien nur eine kurze
Klammer in deinem Leben, nun aus und vor-
bei! Hier gilt abeer, sich ständig anzustren-
gen und sich zu er-innern, an das, was du so
tief erlebt hast, all die vielen Zerstreuungen
zu meiden, die den Alltag prägen. Wenn man
in Medjugorje ist, wird das Gebet ganz spon-
tan, aber zu Hause ist es anders! Man muss
sich selbst die Zeit zum Beten schenken,
auch wenn es manchmal nicht leicht fällt,
den Rosenkranz in die Hand nehmen. Ob
man es will oder nicht, dies ist eines der
wichtigsten Mittel, das uns in direkten
Kontakt mit Maria bringt! Wenn wir weich
werden verlieren wir nach und nach den
Glauben. Ich habe es erfahren: wer still steht
ist verloren! Beten wir, auch wenn wir wenig
Lust darauf haben, denn wer bittet, dem wird
gegeben ... Oft haben wir das Gefühl, Maria
und Jesus seien weit von uns entfernt; aber
das ist nicht wahr, sie sind neben uns, wir
sind es, die ihre Gegenwart nicht bemerken,
weil wir uns von der Welt zerstreuen lassen!
Wenn es durch dieses mein Zeugnis
gelingt, in einem andern jungen Menschen
den Glauben aufleben zu lassen – vor allem
wenn eine Vergangenheit wie die meine
drückt – wäre ich wirklich stolz, weil mein
Leben nicht vergebens war, sondern Frucht
getragen hat! Frucht, die ich in mir erstorben
glaubte und die Maria auferweckt hat indem
sie mich ihre ganze Liebe spüren liess und mir
zu verstehen gab, dass ich für Sie wichtig bin.
Beten wir! Denn nichts ist für Gott
unmöglich ...
Davide (Ende)
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Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
Trauen wir dem
Allmächtigen oder
trauen wir Ihm nicht?
Wie das Buch Ijob lehrt, sind wir alle von
Gott mehr oder weniger harten und schmerz-
lichen Prüfungen unterworfen, damit unsere
Stufe des Vertrauens in Ihm ans Licht kommt.
Er ist der Allmächtige, aber ohnmächtig
angesichts unseres freien Willens. Gut, wer
an die Allmacht und Liebe Gottes glaubt,
wird vollen Lohn empfangen (hundertfach),
denn er stellt das eigene Ich und den eigenen,
freien Willen Gott zur Verfügung. Das will
bedeuten, Gott wirklich und tatsächlich an
die erste Stelle setzen, und das nicht nur mit
Worten! Dies ist auch der schwierigste
Schritt, aber letztendlich die entscheidende
Prüfung unsererseits. Das ist auch das
Höchste, das wir Gott schenken können: uns
in vollem Vertrauen Ihm hinzugeben in allem
und für alles. Den Heiligen ist es gelungen,
diesen Schritt voll und ganz zu vollziehen.
Geben wir uns Gott nicht hin, vertrauen
wir demnach auf unsere Kraft, vermag Satan
seine Macht auszuüben, denn wir werden
seinen Angriffen verwundbar. Der hl. Paulus
spricht davon, die Rüstung anzuziehen, die
nicht eine menschliche Erfindung ist, son-
dern nur in einer göttlichen Verteidigung
bestehen kann. Wie können wir glauben,
dass jener, der sich Gott hingibt, nicht von
Ihm verteidigt wird?
Wir sind laufend zu einer grundlegenden
Prüfung unseres Glaubens gerufen, der wir
durch Hingabe und Vertrauen antworten soll-
ten: hier also der Schlüssel zu allem. Wir müs-
sen uns einem Etwas überlassen, das wir nicht
sehen und nicht berühren können (unmöglich
für uns kleine Menschen aus Fleisch und
Blut), das wir jedoch im Innersten unseres
Herzens spüren; Es ist und erfüllt uns mit
unbeschreiblicher Süße, wenn unser Verhalten
in Harmonie mit Gott ist: hier also der geistli-
che Teil, der uns an Ihn bindet, denn Gott ist
nur Geist. Der Körper ist materieller Anteil
am Menschen und hat begrenzten Bestand,
der Geist ist der Teil des Menschen, der uns
mit dem Übernatürlichen verbindet. Der freie
Wille des Menschen ist der Kitt zwischen bei-
den, und wird dieser Gott überlassen, vereint
und verschmelzt Er sie selbst; je inniger diese
Verschmelzung ist, desto mehr gehören wir
dem Herrn und können desto stärker den
Angriffen des Bösen widerstehen.
Der Mensch von heute sollte sich nicht in
der Masse verlaufen und darin untergehen...,
sondern er sollte inne halten, überlegen und
als Einzelner selbständig entscheiden. Hier
der kritische Punkt: der Mensch und nicht
die Masse ist wichtig; und je mehr er nach-
denkt und überlegt, desto eher kann er sich
überzeugen, Kind Gottes zu sein. Als Folge
ändert sich das eigene Verhalten und der
geistliche Anteil wird endlich zum Vorschein
kommen und sich entfalten.
Versuchen wir einen sicheren Ausweg aus
dem Dunkel zu finden, das die Welt in Atem
hält. Vor dem ersten Sündenfall war die
Harmonie der Schöpfung vollkommen. Diese
Harmonie sollte das Ziel aller Menschen
sein: schlussendlich sehnen wir uns alle,
ohne Ausnahme, nach ihr, oft leider nur mit
menschlichen Mitteln, während uns nur Gott
sicher leiten und dahin führen kann. Lassen
wir uns von Ihm bei der Hand nehmen. Die
Hingabe ist der schmale Weg..., aber sie ist
der einzige Weg und einziger Ausweg.
Hermann Zagler
(Mitarbeiter des Echo in deutscher Sprache)
LESER SCHREIBEN
Padre Stanislao aus Pula (Kroatien) –
Liebe Brüder, liebe Freunde, ich danke euch
von Herzen für das ECO DI MARIA, das ich
gewöhnlich bekomme und ich schlage es den
italienisch sprechenden Freunde vor. Die
Königin des Friedens möge euch reich seg-
nen. Im ECO finde ich stets erbauende
Informationen und Beispiele. Habt Mut! Mit
herzlichem Gruss.
Francesco Garrubba und Milena
Iaschi aus Noceto (Italien) – Wir bitten höf-
lich, dass ihr uns einige Kopien eurer wun-
derbaren Revue nach Hause sendet, das ECO
DI MARIA, der Königin des Friedens. Wir
möchten anfangen, es zu verteilen, in unsrer
Pfarrei und im Freundeskreis. Wir sind ganz
begeistert von eurer Zeitschrift. Wir werden
nicht fehlen, euch einen Betrag von uns und
den andern zugehen zu lassen, mindestens
für eure Auslagen und den Versand.
Mario aus Italien: Geht voran, der
Heilige Geist wird euch alle zu führen wis-
sen, denn das ECO ist ein nützliches
Instrument für Maria. Danke für was ihr tut,
ich sende das ECO per E-mail nach Afrika
und sie sind dort dafür sehr dankbar.
Ermanno Polla aus Roma (I) –Meine
Frau und ich sind seit 1990 fünfmal in
Medjugorje gewesen in verschiedenen
Intervallen um „wieder aufzuladen“, denn
von dort aus ging unsere „Bekehrung“,
besonders für meine Frau. Ich muss euch
jedoch in grosser Offenheit sage, dass, hätten
wir nicht zu gewissen Zeiten das ECO di
Maria gehabt, das uns wie ein Band mit die-
ser geweihten Erde verbunden hielt, und mit
der Atmosphäre, die man nur dort atmet, hät-
ten wir Schwierigkeiten gehabt, dem von
Maria in ihren Botschaften aufgezeigten
Weg treu zu bleiben.
Eure Artikel gehen tief, sind gespickt mit
Meditationen, stets respektvoll gegenüber
der Leitung der Kirche. ... Alle zwei Monate
lade ich das ECO vom Internet und wenn ich
konnte, sandte ich auch meinen finanziellen
Beitrag.
sen, auch das eine schöne Erfahrung. Wie oft
klopft Gott an die Pforte unsres Herzens und
wir weisen ihn zurück, nehmen ihn nicht auf!
Dann müssen auch wir uns demütigen, wie
ER, und mehrmals anklopfen ...
Wir begegnen Jesus auch in jenen, die kein
Haus haben und den Armen, und wenn wir
IHN nicht entdecken, dann sind wir wahrhaft
blind. Manchmal will uns einer etwas stehlen..
Auch das soll man erlauben ...Wir verschlies-
sen unser Herz: reissen wir es auf! Die
Menschen werden weniger agressiv sein. Wie
häufig wollen wir besser sein als die andern,
aber Gott verlangt nur, dass wir gut sind; gut
sein bedeutet nicht, besser als die andern zu
sein! Bitten wir den Herrn, unser Herz zu öff-
nen, weil wir selber uns nicht ändern können.
Darum müssen die einen für die andern beten.
Zu Hause sind wir nicht arm. Mein Mann ist
Maler und gab mir das Geld für die Reise, aber
ich habe es in Polen gelassen. Wenn wir uns
nur um uns selber kümmern wollen, kann Gott
sich nicht um uns kümmern. Wir müssen
erfahren, dass ER uns in allem versorgt !
Diese Erfahrung hat mich extrem glück-
lich gemacht. Ich bin traurig für alle, die nicht
an Gott glauben: sie denken, dass sie alles sel-
ber tun müssen und deshalb können sie nicht
Frieden finden!
Vor ein paar Jahren bin ich zu Fuss nach
Czestochowa gepilgert mit 25 kg Last auf den
Schultern: es war von allem ... Damals dachte
ich, das nötig zu haben, jetzt habe ich verstan-
den, wie lächerlich das ist. Maria hat mir ganz
klar gesagt: wenn du meinem Sohn folgen
willst, hast du nichts nötig. Er wird sich deiner
annehmen.
Ich habe bei Familien und in Pfarrhäusern
gewohnt. Von Polen kommend durchquerte
ich die Slovakei, Ungarn und Kroatien, dann
Bosnien. Ich kam durch Gebiete, wo die
Muslims wohnen, habe mit ihnen gesprochen.
Sie wissen nicht, dass Gott Vater ist, und dass
ER für alle der gleiche ist. Aber sie waren
zufrieden zu wissen, dass ich nach Medjugorje
ging. Sie sagten mir, sie wünschten nur
Frieden, Frieden, nur Frieden“.
Gerufen die “Propheten”
zu verwirklichen
«Denkt nicht, ich sei gekommen, um das
Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich
bin nicht gekommen, um aufzuheben, son-
dern um zu erfüllen» (Mt 5,17), sagte Jesus.
Nach siebenundzwanzig Jahren
Erscheinungen in Medjugorje, können auch
wir heute sehen, dass Gott sich durch
Werkzeuge offenbart, die Er frei wählt, wie
es bei den Sehern der Fall ist; dennoch kann
die Botschaft, die sie übermitteln nur dann
Erfüllung finden, wenn sie durch uns Gestalt
annimmt. In jeder Botschaft müssen wir
etwas entdecken, das und verpflichtet, vor
dem wir nicht gleichgültig bleiben können.
Während die Menschheit besorgt in die
Zukunft blickte und ungeduldig auf die unsi-
chere Lage der Welt lauschte, hat der
Himmel «Frieden!»verkündet, wie die Seher
an den ersten Tagen der Erscheinungen
bezeugten. Wer fühlt sich nicht von diesem
Wort in die Pflicht genommen? Wer ist der
Gläubige, wenn er tatsächlich ein solcher ist,
der sich nicht gerufen fühlt, in sich die ganze
Dynamik dieser Botschaft aufzunehmen?
Und wer ist sich nicht bewusst, dass der
Friede in der Welt nur durch Gott kommen
kann? Unsere Aufgabe besteht darin, diesem
Wort Folge zu leisten und ihm Leben einzu-
hauchen. Lasst uns nicht zögern!
Tommaso di Francesco
“Du,. Herr, sei unsere Hoffnung, in
Ewigkeit werden wir nicht wanken!“
(aus dem Te Deum)
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