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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 205 (Mai-August 2009)

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„Mein Herz ist aufgebrochen,
und erschienen ist seine Blüte.
Die Gnade hat darin gekeimt
Und Frucht getragen für den Herrn“.
(Aus den Oden Salomons XI)
Botschaft Mariens vom 25. März 2009
„Liebe Kinder, in dieser Frühlingszeit,
wenn alles aus dem Winterschlaf erwacht,
weckt auch ihr eure Seelen mit Gebet,
damit sie bereit sind, das Licht des aufer-
standenen Jesus zu empfangen. Er möge
euch, meine lieben Kinder, Seinem
Herzen näher bringen, so dass ihr für das
ewige Leben offen werdet. Ich bete für
euch und halte Fürsprache vor dem
Allmächtigen für eure aufrichtige
Umkehr. Danke, dass ihr meinem Ruf
gefolgt seid!“
Weckt eure Seelen!
Wie oft in Vergangenheit widmet Maria
auch heute einen Hinweis auf den Beginn
des Frühlings. So sehr die ‘schöne
Jahreszeit’ auch erwartet wird, birgt sie
immer etwas Unerwartetes mit sich, beinahe
eine neue Hoffnung, ein neues Leben. Das
Wiedererwachen der Natur zeigt auch auf
ein Wiedererwachen unseres Körpers, und
es mag uns nicht überraschen, denn auch wir
sind Teil der Natur, da in dieser
Frühlingszeit alles aus dem Winterschlaf
erwacht.
Alles erblüht, alles beginnt neu.
Maria spricht oft in ihren Botschaften
von “dieser Zeit der Gnade”; heute sagt sie
“in dieser Frühlingszeit”; beide Ausdrücke
sind gleichbedeutend, denn Maria fixiert
sich nicht auf den physischen Aspekt des
Erwachens des Frühlings, was zwar Frucht
göttlicher Gnade ist, sondern bezieht sich
gleich auf das wahre Erwachen, das
Erwachen der Seele. Weckt auch ihr eure
Seelen.
Dies ist das wahre Erwachen des
menschlichen Geschöpfes; ohne dieses
Erwachen ist alles physische Wohlbefinden
flüchtig, jeder “Keim” ist vom Absterben
bestimmt, vergänglich alles Warten, bar
jeder Hoffnung. Weckt auch ihr eure
Seelen mit Gebet.
Der Einladung folgt
sogleich: Gebet, als Mittel und Werkzeug
für das Erwachen des Seele. Alleine schaf-
fen wir es nicht. Wir können die Seele nicht
mit Formeln, Übungen oder irgend welchen
Hilfen der Wissenschaft, Technik oder
Philosophie wecken; sicher, es gibt
Verhalten und Bedingungen, die das Gebet
begünstigen, die zu suchen sind und die ein
geeignetes Klima schaffen, aber sie können
es nicht ‘erzeugen’.
Das Gebet ist Geschenk Gottes an alle,
die es wirklich suchen. Das Gebet ist
demütiges Hören auf Ihn, sich an Ihn wen-
den, um mit Ihm zusammen zu sein und
somit Gemeinsamkeit mit Ihm zu haben.
Das Gebet ist eine Begegnung in Liebe zwi-
schen Geschöpf und Schöpfer und als solche
ist es zu leben, unabhängig von der ausge-
drückten Form. Das Gebet ist Hingabe zu
Seiner Gnadenhandlung, demütige aber ent-
schiedene Hoffnung auf Liebe. Weckt auch
ihr eure Seelen mit Gebet, damit sie bereit
sind, das Licht des auferstandenen Jesus
zu empfangen.
Das Gebet muss die Seele
vorbereiten, um das Licht es Auferstandenen
aufzunehmen. Denn in deinem Licht schau-
en wir das Licht
(vgl. Ps 36,10) und es ist
das wahre Licht, das jeden Menschen
erleuchtet
(vgl. Joh 1,9). Jenes Licht, das
uns nicht nur erlaubt, zu erblicken, sondern
zu sehen, nicht nur zu erkennen, sondern zu
verstehen. Jenes Licht, das Offenbarung,
Weisheit, Lebensführung, wie der die
Dreikönige führende Stern ist. Jenes Licht,
um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
und im Schatten des Todes, und unsere
Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens
(vgl. Lk 1,79). Jenes Licht, das möglich
macht über den Tod hinaus zu schauen, das
Leben nach dem Leben zu erwarten, den
Allmächtigen im Gekreuzigten zu erblicken.
Jenes Licht, das Erscheinung des Herrn
immer und überall ist. Jenes Licht, das der
Wächter erwartet, um das Ende der Nacht
anzukündigen (vgl. Jes 21,11). Wir wissen,
dass die Nacht zu Ende ist und dass der neue
Tag schon im auferstandenen Christus
erwacht ist. Er ist es - sagt Maria - der uns
Seinem Herzen näher bringt, so dass wir
für das ewige Leben offen werden.
Danke, Mutter, für diese Worte der
Hoffnung, danke für deine Fürsprache vor
dem Allmächtigen
, um für eine aufrichtige
Umkehr
zu bitten. Aus dem Zeugnis von
großen Heiligen wissen wir, dass niemand,
der um deine Hilfe bittet, enttäuscht wird,
und mit dieser Sicherheit überlassen wir uns
ganz dir.
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. April 2009
“Liebe Kinder, heute rufe ich euch alle
auf, für den Frieden zu beten und ihn in
euren Familien zu bezeugen, so dass der
Friede der größte Schatz auf dieser fried-
losen Erde werde. Ich bin eure Königin
des Friedens und eure Mutter. Ich möch-
te euch auf den Weg des Friedens, der nur
von Gott kommt, führen. Deshalb betet,
betet, betet. Danke, dass ihr meinem Ruf
gefolgt seid!”
Betet alle für den Frieden!
Wir sind gewohnt von Frieden zu reden,
wenn nicht Krieg herrscht, und unter Krieg
meinen wir vorwiegend eine bewaffnete
Auseinandersetzung zwischen Nationen,
was aber eine ungenaue Erklärung ist, die
sich auf die Folgen beschränken, ohne nach
den primären Gründen zu forschen, deren
Ursprung in der Beziehung zu Gott zu fin-
den ist. Oder, jeder Christ müsste wissen,
dass Frieden Gemeinschaft mit Gott in
Christus
bedeutet, Geschenk des Heiligen
Geistes, als auch unsere freiwillige
Annahme des selben. Jesus Christus ist
unserer Friede (vgl. Eph 2,14a) und in Ihm
finden wir diesen, in Ihm können wir ihn
suchen, ohne Ihn werden nichts anderes als
Trennung und Krieg haben. Allein die völli-
ge Annahme Jesu in unserer Seele, in unse-
rem Leben, wird in uns, in jenem, dem wir
begegnen, in allem, was wir tun und
berühren, Frieden stiften.
Maria sagt: heute rufe ich euch alle auf,
für den Frieden zu beten und ihn in euren
Familien zu bezeugen, so dass der Friede
der größte Schatz auf dieser friedlosen
Erde werde.
Ein dringlicher Aufruf, drän-
gend und unaufschiebbar: Alle müssen wir
für den Frieden beten.
Alle müssen wir
von Gott um Frieden flehen, Seinen Frieden:
er möge zu einem jeden von uns herab kom-
men in seiner Fülle, auf dass wir in Christus
Jesus leben, in Christus Jesus wohnen, denn,
lebt Er nicht in uns, können wir zwar von
Ihm sprechen, aber niemals Seine wahren
Zeugen sein. Wir können zwar von Frieden
sprechen, aber nie lebendiger Ausdruck sein,
Zeugen des Friedens in unseren Familien,
und diese Erde wird weiterhin ohne Frieden
sein, denn es wird ihr der größte Schatz
fehlen.
Nur das Leben Jesu in uns wird zur
Gemeinschaft mit dem Vater führen und
daher zum wahren Frieden (vgl. Joh 14,23-
27). »Als er (Jesus) näher kam und die Stadt
(Jerusalem) sah, weinte er über sie und sag-
te: Wenn doch auch du an diesem Tag
erkannt hättest, was dir Frieden bringt. Jetzt
aber bleibt es vor deinen Augen verborgen.
Es wird eine Zeit für dich kommen, in der
deine Feinde rings um dich einen Wall auf-
werfen, dich einschließen und von allen
Seiten bedrängen. Sie werden dich und dei-
Mai - August 2009 - Herausgeber; Eco di Maria,Via Cremona, 28 - 46100 Mantova (Italia)
J. 25, Nr. 5 - 8 Sped. a. p. art. 2, com. 20/c, leg. 662/96 filiale di MN, Autor. Trib. MN n. 13: 8.11.86
205
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ne Kinder zerschmettern und keinen Stein
auf dem andern lassen; denn du hast die Zeit
der Gnade nicht erkannt.«
(Lk 19,41-44).
Und Maria gibt nicht auf und möchte uns
auf den Weg des Friedens, der nur von
Gott kommt, führen.
Ist der Friede
Gemeinschaft mit Gott in Jesus Christus, so
ist der Weg des Friedens jener Weg, der zu
dieser Gemeinschaft führt und man mit
Paulus sagen kann: nicht mehr ich lebe, son-
dern Christus lebt in mir
(Gal 2,20a). Maria,
Königin des Friedens und unsere Mutter,
wird den Frieden für uns erreichen, wenn
wir uns von ihr führen lassen. Deshalb
betet, betet, betet.
Das Gebet ist unsere
positive Antwort zu ihrem Wunsch, uns auf
den Weg des Friedens zu führen, bleiben wir
beharrlich auf diesem Weg, werden wir Gott
in unserem Herzen begegnen und all unser
Leben sowie das unserer Nächsten wird sich
wandeln. Es wird neues Leben schaffen.
Am 25. März 2008: »Noch seid ihr fern
von der Begegnung mit Gott in eurem
Herzen. Deshalb verbringt so viel Zeit wie
möglich im Gebet und in der Anbetung Jesu
im Allerheiligsten Sakrament des Altares,
damit Er euch verändere und in eure Herzen
den lebendigen Glauben und den Wunsch
nach dem ewigen Leben hineinlege.« So viel
Zeit wie möglich im Gebet verbringen,
bedeutet, beten, beten, beten; immer beten,
ohne zu ermatten (vgl. Lk 18,1), ohne
Unterlass zu beten (vgl. 1 Thess 5,17), so
wie wir unaufhörlich atmen, wie unaufhör-
lich unser Herz klopft.
Lernen wir Gott zu atmen und wir wer-
den nie mehr müde und uns von Ihm nie
mehr trennen, und unser Herz wird das
Klopfen des Herzens Jesu übernehmen, wir
werden in Ihm leben und es wird Frieden
sein.
N. Q.
Die »
LEBENDEN
S
TEINE
«
der Christen im Heiligen Land
Auf das Echo der Medien über die Lage
im Heiligen Land, nach den vielen
Stimmen, die sich nach den militärischen
und politischen Ereignissen des Heiligen
Landes erheben, habe ich den Wunsch
gehegt, selbst jene Erde zu betreten, die die
ersten Christen hervor gebracht und von wo
aus den Glauben an Jesus Christus sich ver-
breitet hat.
Die Reise hat im Haus Petri begonnen,
an den Ufern des Sees Gennesaret, wo sich
die ersten Anhänger Jesu trafen, um sich des
Wortes Gottes zu ernähren. Von dort aus,
indem wir die Route Jesu zwischen
Palästina und Israel wieder nachvollzogen,
war es nicht leicht sich vorzustellen, wie die
Städte, Dörfer und Häuser aussahen..., denn
es hat sich alles im Wandel der Geschichte
verändert. Im Gegenteil, es besteht das
Risiko verwirrt zu werden, und wohl auch
ein wenig enttäuscht, angesichts von Orten
wie das Heilige Grab, die Geburtsgrotte und
viele andere.
Nach zweitausend Jahren sind als ein-
zige noch übrig gebliebene Steine die
»lebenden Steine« der Christen des Heiligen
Landes geblieben. Es ist von ihnen, von
welchen ich die Bedeutsamkeit für die
unmittelbare Gegenwart die christliche
Botschaft entnommen habe, und die in
Vergangenheit verkündet wurde. Es waren
nicht die Orte, die mir es ermöglichten, den
Glauben zu schöpfen, sondern von jenen,
die ihn verkörperten und ihn täglich leben.
Ich habe ihre herzliche Gastfreundschaft
erfahren, die evangelische Logik der
Gewaltfreiheit, die die Christen Tag für Tag
an den mehr als sechshundert Check-points
ausüben, die ihre persönliche und familiäre
Lebensgrundlage zersplittern.
Ist auch die Berufung der Christen seit
den Zeiten Jesu jene der »kleinen Herde»
gewesen, ist die eigentliche Tragödie die
Tatsache, dass die zunehmende
Auswanderung infolge militärischer
Besatzung und wirtschaftlichen Abwürgens,
dass die Christen heute noch einen Anteil
von weniger als 2% der gesamten
Bevölkerung einnehmen.
Die Palästinenser fristen ein Leben, das
von einem System von Genehmigungen und
militärischen Einschränkungen erstickt
wird, von Enteignungen ihrer Heimatserde,
sie sind lebendig von der Mauer der
Apartheid begraben, die illegal und unmora-
lisch auf einer Länge von 700 Km errichtet
wurde: nicht an der sogenannten grünen
Linie von 1967, sondern Großteils auf palä-
stinensischem Gebiet, also offensichtlich
Diebstahl an Territorium, Wasserquellen
und Vorkommen.
Die Priester haben Schwierigkeiten ein
Visum von der israelischen
Militärbehörde zu bekommen.
Gleich wie
Terroristen behandelt, können sie die Pfarren
nicht verlassen, um den Sitz des Patriarchen
in Jerusalem zu erreichen, oder an heiligen
Orten zu beten, und oft können sie jahrelang
ihre Eltern nicht besuchen (und das manch-
mal nicht einmal zu ihrem Begräbnis) mit
dem Risiko, dass ihnen die Rückkehr zur
Wirkungsstätte verweigert wird.
Die Christen erwarten mit Ungeduld den
Besuch des »Saidna« (Heiligen Vater)
anfangs Mai, damit er sich höchstpersönlich
von der Niedergeschlagenheit sowie die
Demütigung und Unterdrückung überzeu-
gen kann, die die Christen (die hauptsäch-
lich auf palästinensischem Gebiet konzen-
triert sind) seit Jahrzehnten in den besetzten
Gebieten durchleben müssen. Vielen
Christen wird die Erlaubnis den Papst zu
treffen, nicht erteilt werden, und sie erhalten
auch keine Ermächtigung um in Betlehem
oder Jerusalem zu beten.
Der Glaube unserer christlichen
Brüder ist durch unbeschreibliche Leiden
geprüft,
von der Verzweiflung eines wür-
delosen Lebens zermürbt, das am Horizont
keinen Frieden erkennen lässt.
An jedem Freitag, seit dem 1. März
2004, beten Ordensfrauen, Priester und
Laien den Rosenkranz an der Mauer, die
Betlehem und Jerusalem trennt, um das
Geschenk des Friedens zu erflehen.
Beteiligen wir uns an diesem Gebet mit
Maria, Königin des Friedens.
Alessandro Macinai
Ohne Opfer gibt es kein Leben
»Zu einem gerechten Leben gehört auch
das Opfer, der Verzicht. Wer ein Leben ohne
dieses immer neue, eigene Geschenk ver-
spricht, täuscht die Menschen. Es gibt kein
erfülltes Leben ohne Opfer. Wenn ich auf
mein persönliches Leben zurück blicke,
muss ich sagen, dass die Augenblicke, in
denen ich “ja” zu einem Verzicht gesagt
habe, jene großen und wichtigen
Augenblicke meines Lebens waren...
Auch wir können uns beim Herrn bekla-
gen, wie Ijob, Ihm alle unsere Fragen stel-
len, die angesichts der Ungerechtigkeit der
Welt und der Schwierigkeit unseres eigenen
Ichs auftauchen. Vor Ihm müssen wir nicht
in fromme Sätze flüchten, auf scheinbare
Art. Beten heißt immer auch mit Gott kämp-
fen, und wie Ijob können wir zu Ihm sagen:
“Ich verlasse dich nicht, wenn du mich nicht
segnest!”«
(Benedikt XVI. zur Segnung des Kreuzes
der GMG, Sonntag, 5. April 2009)
Gott macht uns verschieden
»Ja, meine lieben Freunde! Gott macht
den Unterschied... Mehr noch! Gott macht
uns verschieden, er macht uns neu. Das ist
das Versprechen, das er selbst uns macht:
“Seht, ich mache alles neu” (vgl. Offb 21,5).
Und es ist wahr! Das sagt uns der Apostel hl.
Paulus: “Wenn also jemand in Christus ist,
dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist
vergangen, Neues ist geworden. Aber das
alles kommt von Gott, der uns durch Christus
mit sich versöhnt” (vgl. 2 Kor 17-18).
Da er in den Himmel aufgefahren und in
die Ewigkeit eingetreten ist, ist Jesus
Christus Herr aller Zeiten geworden. Daher
kann er sich zu unserem Begleiter in der
Gegenwart machen, indem er das Buch
unserer Tage in seiner Hand hält: in ihr trägt
er fest entschlossen die Vergangenheit, mit
den Quellen und Fundamenten unseres
Seins; in ihr behütet er bedacht die Zukunft,
indem er uns das schönste Morgenrot unse-
res Lebens durchblicken lässt, das von ihm
ausgeht, d.h. die Auferstehung in Gott. Die
Zukunft der neuen Menschheit ist Gott.«
(Angola, Treffen mit den Jugendlichen im
Stadium dos Coqueiros, 21. März 2009)
WORTE VON
PAPST BENEDIKT
Benedikt,
der Friedenspapst
…In der Grabeskirche, die die orthodoxe
Welt mit Recht als Auferstehungskirche
bezeichnet, enthüllte der Papst den anwe-
senden Christen unterschiedlicher
Konfession den letzten Grund seiner
Hoffnung: Die Auferstehung ist ihm Beweis
für das geschichtsmächtige Handeln Gottes.
Der auferstandene Christus ist ihm unwider-
legbares Zeichen dafür, dass das Böse nicht
das letzte Wort hat, sondern dass die
Zukunft der Menschheit in Gottes Hand
liegt. Darum bestärkte Benedikt XVI. die
Christen, im Heiligen Land zu bleiben –
nicht nur um der historischen Erinnerung
willen, sondern als von Christus berufene
Zeugen der Einheit und des Friedens.
Von Stephan Baier / Die Tagespost
“Mensch, du bist ein Werk
Gottes.Erwarte also die Hand deines
Künstlers, die alles zur rechten Zeit
macht:zur rechten Zeit für dich, der du
gemacht wirst.
Bring ihm ein weiches und williges
Herz entgegen und bewahre die Gestalt,
die dir der Künstler gegeben hat. Halte
dich formbar, damit du nicht verhärtest
und die Spur seiner Finger verlierst.Wenn
du den Abdruck seiner Finger in dir
bewahrst, wirst du zur Vollkommenheit
emporsteigen”
(Irenäus)
2
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„Frauen, der lebendige Gott
ging für Euch eine Wette ein!“
Den Frauen hat Gott die Quellen des
Lebens anvertraut: Lebt und schliesst
Wetten ab für das Leben, denn der lebendi-
ge Gott ist für euch eine Wette eingegan-
gen!“ rief feurig der Heilige Vater, als er
sich an die afrikanischen Frauen wandte.
Auf seiner kürzlichen Reise nach Uganda
und Angola, tauchte Benedikt XVI. in jenen
so pulsierend und lebendigen Teil
Menschheit ein, der fähig ist, die Situation
von Not und Elend in einen Akt des Festes
und der Freude zu wandeln.
Er ermüdet nie, von und zu den Frauen
zu sprechen, denn gross ist ihr Wert! Ebenso
gross jedoch sind ihre Leiden. Zeitweise
grenzenlos, wie das der Mädchen, der
Kinder, der Frauen, die in Ländern mit stark
vermännlichten Kulturen wohnen, von
Afrika bis China,,, quer durch Iran und
Afghanistan, um nur einige Beispiele zu
nennen. Aber die Missbräuche, die
Gewaltanwendungen, die
Ungerechtigkeiten, die Ausbeutung, verbor-
gen oder offen, sind meistens gemeinsames
Erbe von Millionen von Frauen überall auf
unserem Planeten. Die Frau leidet und zahlt
ihren „fraulichen Genius“.
Alles in Aufbruch zu einem effektiven
Bewusstwerden, welches die Gründe für die
ungünstigen Bedingungen, denen viele
Frauen unterworfen waren und immer noch
sind. Es gilt zu prüfen, in welchem Mass das
Benehmen und die Gewohnheiten der
Männer dazu Grund und Anlass geben.
Mangelnde Sensibilität oder fehlendes
Verantwortungsbewusstsein können
Ursache dafür sein. Die Pläne Gottes sind
anders!“, fährt der Papst in seiner Rede fort.
Bei Gott war Frau-Sein nicht geplant
zu lauter Mühsal. Die Schrift sagt, das
Werk des Schöpfers wäre nicht vollendet
gewesen, wenn der Mann allein geblieben
wäre. Weshalb, wie könnte das sein, der
Mensch nach Bild und Gleichnis des drei-
einen Gottes geplant, des Gottes der
Gemeinschaft? Darum schuf der Herr die
Frau und gab ihr als Privileg den Orden der
Liebe, die er in der Schöpfung ungenügend
vertreten fand.“
Es ist wichtig, die gleiche Würde des
Mannes und der Frau anzuerkennen, zu
bejahen und zu verteidigen: beide sind sie
Personen! Beide sind gerufen, in tiefer
Gemeinschaft zu leben, in einer gegenseiti-
gen Hingabe seiner selbst, zusammenarbei-
tend für das gemeinsame Wohl mit den
ergänzenden Karakteristiken von dem was
männlich und was weiblich ist.
Wer ist sich heute nicht bewusst, dass
die „Vernunft des Herzens“ mehr Platz
bräuchte? In einer Welt wie der heutigen,
dominiert von Technik, spürt man das
Bedürfnis dieser Ergänzung durch die Frau,
damit das männliche Sein leben kann ohne
ganz zu entmenschlichen.
„Sie haben keinen Wein mehr“ – sagt
Maria zu Jesus. „So kennen wir sie aus
jener Hochzeit in Kana: als holde, gütige
Frau, voll mütterlicher Hilfsbereitschaft und
Mut, die Frau, die aufmerkt, wenn um sie
herum etwas fehlt, und um zu helfen die
Sorge vor den Herrn trägt. Bei ihr können
alle, Frauen wie Männer, Heiterkeit und
inniges Vertrauen holen, das uns in Gott
glücklich sein lässt und unermüdlich im
Kampf des Lebens“, so schliesst der Heilige
Vater seine Rede.
Redaktion
Die Schöpfung ist Werk des Heiligen
Geistes. Der hl. Paulus hat von einer
Schöpfung gesprochen, die in
“Geburtswehen” liegt. Mit diesen Tränen
der Geburt, vermischen sich heute Tränen
des Todeskampfes und Sterbens. Die Natur
ist wieder “ohne ihr Zutun” einer
Vergänglichkeit und Zersetzung unterwor-
fen, anders geartet als die vom hl. Paulus
gemeint ist, aber mit demselben Ursprung
von Sünde und Egoismus des Menschen.
Wir, die wir die Erstlingsfrüchte des
Heiligen Geistes empfangen haben,
beschleunigen “die völlige Befreiung des
Kosmos und dessen Teilhabe an der
Herrlichkeit der Kinder Gottes”, oder verzö-
gern wir sie, wie alle anderen?
Nehmen wir aufs Persönliche Bezug.
Sagen wir, der Mensch ist ein
Mikrokosmos; als Individuum widmet sich
ihm alles, was generell den Kosmos betrifft.
Der Heilige Geist lässt jeden von uns das
Chaos des Kosmos durchschreiten: aus der
Unordung, das Durcheinander und der
Zerstreuung, zur Ordnung, Einheit und
Schönheit. Jener Schönheit, die dem Willen
Gottes und Ebenbild Christi entspricht, vom
Übergang des alten zum neuen Menschen.
Die Entwicklung des Geistes erfolgt
nicht parallel im Menschen mit dem Körper,
sondern umgekehrt. Wir werden als “alte
Menschen” geboren und müssen “neue
Menschen” werden. Das ganze Leben, nicht
nur die Jugendzeit ist “Zeit der Evolution”!
Nach dem Evangelium wird man nicht
als Kind geboren, sondern man wird es! Ein
Kirchenvater, der hl. Massimo von Turin,
bezeichnet Ostern als ein Übergang “von
den Sünden zur Heiligkeit, von den Lastern
zu den Tugenden, vom Alter zur Jugend:
eine Jugend, nicht nach Alter gemessen,
sondern nach Einfachheit. Wir waren in der
Tat durch das Alter der Sünden gebrechlich
geworden, aber durch die Auferstehung
Christi sind wir in der Unschuld der Kinder
erneuert worden”.
Der Heilige Geist ist die Seele dieser
Erneuerung und Verjüngung. Beginnen wir
unsere Tage mit den Worten aus dem Vers
der Hymne zu Seiner Ehre: “Veni, creator
Spiritus”: Komm Schöpfergeust, erneuere in
meinem Leben das Wunder der ersten
Schöpfung, schwebe durchs Leere, durch
die Finsternis und das Chaos meines
Herzens und führe mich zur vollen
Verwirklichung des “intelligenten Plans”
Gottes für mein Leben.
P. Raniero Cantalamessa (liber. aus Homilie)
Vom Chaos des Kosmos...
Der Geist, der uns jugendlich mach
t
Fähig, die Geister
zu unterscheiden
Die Führung des Heiligen Geistes auf
dem spirituellen Weg eines jeden Gläubigen
erfolgt unter der Bezeichnung der
Unterscheidung des Geister. Die erste und
grundlegende Unterscheidung der Geister
ist jene, die ermöglicht, den »Geist Gottes«
vom »Geist der Welt« zu unterscheiden (vgl.
1 Kor 2,12). Der hl. Paulus gibt ein unter-
scheidendes, objektives Merkmal, das sel-
be, das Jesus gegeben hat: jenes der Früchte.
Die »Werke des Fleisches« offenbaren, dass
ein bestimmtes Wünschen vom alten
Menschen kommt, »die Früchte des
Geistes« offenbaren, dass es vom Geist
kommt (vgl. Gal 5,19-22). »Denn das
Begehren des Fleisches richtet sich gegen
den Geist, das Begehren des Geistes aber
gegen das Fleisch« (vgl. Gal 5,17).
Oft genügt aber dieses objektive
Kriterium nicht, weil die Wahl nicht zwi-
schen Gut und Böse ist, sondern zwischen
etwas Gutem und einem anderen Guten, und
es geht darum festzustellen, was Gott bei
bestimmten Gegebenheiten will. Der hl.
Ignatius von Loyola hat seine Lehre über die
Unterscheidung aufgebaut, um gerade die-
sem Bedürfnis gerecht zu werden. Er ladet
ein, etwas Bestimmtes zu betrachten: seine
innere Verfügbarkeit, die Absichten (die
“Geister”), die hinter einer Wahl stehen.
Der hl. Ignatius hat praktische Hinweise
gegeben, um diese Kriterien anzuwenden.
Eines ist folgendes. Befindet man sich vor
zwei Möglichkeiten, ist es hilfreich sich
zuerst bei einer inne zu halten, so, als ob
man nur dieser folge, und in diesem Zustand
verbleibe man einen oder mehrere Tage;
danach beobachte man die Reaktionen des
Herzens angesichts dieser Wahl: ob sie
Frieden schenkt und mit den restlichen
Entscheidungen harmoniert; ob du in dieser
Richtung ermutigt bist, oder im Gegenteil,
du einen Schleier der Unruhe verspürst...
Den Vorgang mit der zweiten Möglichkeit
wiederholen. Alles geschehe in einer
Atmosphäre des Gebetes, der Hingabe dem
Willen Gottes und der Öffnung zum
Heiligen Geist.
Die Gefahr bei einigen modernen
Vorgängen, die Unterscheidung zu verste-
hen und anzuwenden, besteht darin, die psy-
chologischen Aspekte so sehr zu betonen,
dass die erste Kraft einer jeden
Unterscheidung, der Heilige Geist, verges-
sen wird.
Die konkrete Frucht dieser Überlegung
könnte eine erneuerte Entscheidung sein, uns
in allem und für alles der inneren Führung
des Heiligen Geistes zu überlassen, wie eine
Art “geistliche Führung”. Wir dürfen nichts
unternehmen, wenn es nicht vom Heiligen
Geist kommt. Wir haben ein leuchtendes
Beispiel im Leben Jesu. Er hat nie etwas
ohne dem Heiligen Geist unternommen. Wir
müssen uns Ihm hingeben. Wie gute
Schauspieler, das Ohr auf die Stimme des
verborgenen Souffleurs ausgerichtet, um treu
unseren Part der Szene des Lebens vorzutra-
gen. Es ist leichter als man denkt, denn unser
Souffleur spricht in uns, lehrt uns alle Dinge,
belehrt uns in allem. Es genügt oft nur ein
flüchtiger Blick nach Innen, eine Bewegung
des Herzens, ein Gebet.
P. Raniero Cantalamessa (aus Homilie)
"Die Eucharistie ist wirklich ein Riss im
Himmel, der sich zur Erde hin öffnet. Sie
ist ein Strahl der Herrlichkeit des himm-
lischen Jerusalems, der in die Wolken
unserer Zeit eindringt und Licht auf unse-
ren Weg wirft".
JOHANNES PAUL II.
(Ecclesia de Eucharistia, 19)
3
Echo 205
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Von oben neu geboren,
vom Anderen geboren
von Stefania Consoli
Sehen wir uns um. Das Leben scheint zu
explodieren. Was gestern noch als tot und in
sich geschlossen erschien, ist nun ein Jubel
der Farben: grüne Bäume, Blumen auf den
Wiesen und Früchte, die so langsam reifen.
Vom winterlichen Schlaf zum erwachten
Leben des Frühlings. Es ist ein Wunder, an
das wir uns nie gewöhnen werden, denn
Schönheit ist nicht banal, sie ist immer neu.
So wie das Leben.
Der Herr hat das große Ereignis Osterns
gerade in diese Jahreszeit eingefügt, um uns
zu helfen, das Erwachen des Gott-Menschen
vom Tod, jenem »ersten Tag nach dem
Sabbat« zu verstehen. Haben wir tatsächlich
der Auferstehung erlaubt in unseren Tiefen
zu wirken - um wegzuschaffen, was unter
der winterlichen Decke unserer inneren
Trägheit begraben war - würden wir ent-
decken, dass die Sprossen der Blumen sich
in uns befinden. In der Tat sind wir alle,
Schöpfung inbegriffen, in einem sehr kräfti-
gen Lebensstrom eingebunden, der uns
erlaubt “von oben neu geboren” zu werden
(vgl. Joh 3,3), durch den Heiligen Geist, der
von Gott am Höhepunkt der österlichen
Ereignisse über uns ausgegossen wird.
Was bedeutet, von oben neu geboren zu
werden? Auf diese Frage hat Jesus geant-
wortet: »Was aus dem Fleisch geboren ist,
das ist Fleisch; was aber aus dem Geist
geboren ist, das ist Geist (Joh 3,6)... Der
Wind weht, wo er will; du hörst sein
Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt
und wohin er geht. So ist es mit jedem, der
aus dem Geist geboren ist (Joh 3,8)«. Wir,
Volk von Getauften, haben den Heiligen
Geist schon empfangen, aber es braucht
jedes Jahr ein neues Pfingsten, um die
Geschenke neu zu erwecken, denn mit dem
Alltag riskiert man, sie einzuschläfern und
zunichte zu machen.
Wenn das Fleisch, das von Fleisch gebo-
ren wird, und Tag für Tag ernährt werden
muss, um am Leben zu bleiben, so muss
auch der Geist, der vom Geist geboren ist,
mit der Nahrung für die Seele versehen wer-
den: Gebet, Anbetung, Hl. Schrift lesen,
Sakramente empfangen... Wir merken es
sofort, wenn das Fleisch mit seinen
Ansprüchen Oberhand gewinnt: wir sind
zerstreut, abwesend, nie satt, und im Grunde
nie zufrieden.
Gott sucht einen Ort, um auf dieser Erde
zu sein. Auf die Frage der Jünger antwortet
Jesu: »Meister, wo wohnst du?«, würden
wir heute die Antwort hören: »In dir! In dir
selbst!«. Wir sind die lebendigen Tempel,
wo Gott wohnt.
Von oben neu geboren werden, auf dass
in uns Frühling werde, bedeutet also, das
Herz dem göttlichen Gast zu öffnen, dem
Anderen und Ihn frei in uns wohnen lassen.
In der Wüste einer nach Wahrheit und Liebe
dürstenden Menschheit werden wir blühen-
de Oasen sein, Oasen, die Gelassenheit und
Leben versprechen.
H
AND IN
H
AND MIT DEM
K
ÖNIG UNTERWEGS
„Es war einmal ein König, der war reich, weise und sehr gütig. Seine Wohnung war ein Garten voller Köstlichkeiten, wunderbar zu
schauen und zu geniessen. Farben, Melodien, Düfte ergänzten sich in perfekter Harmonie. Jedes Ding war an seinem Ort. Darum wohn-
te darin der Friede, die Freude und im Herzen aller die Sorglosigkeit ... Ja, wirklich, denn um jedes Geschöpf kümmerte er sich, Er, der
König Er nährte sie, begleitete sie, bildete sie, sicherte ihnen Heiterkeit und gutes Gelingen. Sie hatten nur zu leben, sich lieben zu las-
sen und dem liebenswerten und grosszügigen Herrscher liebevoll seinen Gruss zu erwidern.
Unter diesen Geschöpfen war jedoch war jedoch eines von den andern unterschieden, denn nur ihm waren die Züge eigen, die es dem
Schöpfer ähnlich machten. Es nannte sich „der Mensch“, unterschieden als Mann und als Frau, und vom König hatte er die Gabe der
Intelligenz und der Kreativität, der Empfindung und der Liebesfähigkeit erhalten; aber vor allem die Freiheit, die ihn auf eine sehr hohe
Ebene stellte, auf eine fast göttliche.
Aber, o weh!, dies genügte dem Menschen nicht. Er wollte selber entscheiden, selber tun und lassen! In seinem tiefsten Innern ver-
langte er danach, sein Leben selber in die Hand zu nehmen wie es ihm gefiel, und so versuchte er, die Geheimnisse des Königs zu ver-
stehen, der sie erdacht hatte...
Und was geschah? Es ist eine traurige Geschichte, denn was reine Seligkeit gewesen war verformte sich in Verwünschung:
„Verwünscht sei der Boden deinetwegen! In Schmerzen sollst du dein Brot verdienen alle Tage deines Lebens ... Staub bist du und zu
Staub sollst du zurückkehren!“ Die Harmonie, der Einklang, zerbrach und dieser enorme Ungehorsam bahnte sich seien Weg, der den
Mann und die Frau weit vom Herzen ihres guten Herrschers entfernten, und, natürlich auch von seinem schönen Garten.
Viele Jahre gingen dahin, aber der König konnte sein so sehr geliebtes Geschöpf nicht vergessen, dem er so viel von seinem ihm eige-
nen Lebenshauch verliehen hatte. Er sehnte sich nach ihm. Er konnte nicht hinnehmen, dass der Mensch wie ein Vagabund in den ver-
trockneten Steppen seines Egoismus herumirrte und Gefahr lief, sich in den Schluchten seiner eigenen Anmassung zu verlieren; dass es
ihm nicht gelang, sich mit seinem Schicksal abzufinden; dass er, weil er nach Glück hungerte, sich im Götzenkult seine Wurzeln vergif-
tete. Das Geschöpf, das ihm am meisten geglichen hatte, war daran, endgültig alle Schönheit in sich zu zerstören..
Der König rührte sich von neuem. Er begann, dem von ihm entfernten Menschen Boten zu senden, damit sie ihn aufweckten, ver-
traute ihnen ein Wort an, das sich während Jahrhunderten wandelte und zu Rat, Mahnung, Gesetz, bis zum Vorwurf wurde ... Aber alles
vergebens. Der Mensch schien für die göttlichen Warnungen taub zu sein. Es brauchte mehr. So geschah es, dass sich das WORT selber
zum Geschöpf machte um gehört zu werden, sogar zu einem kleinen Kind.
Aber wie und wo sollte es zur Welt kommen? Es brauchte einen geeigneten Ort, einen schönen Ort wie den alten Garten, wie der
König es gewohnt war, sich darin zu ergehen. Ein würdiger Ort für den neuen Adam, der, indem er sich eines Tags opferte, den katastro-
phalen Ungehorsam des ersten Menschen gutmachte.
Der König war es gewohnt, voraus zu schauen. So dachte er einen perfekten Ort aus wie den alten Garten, worin nichts ausserhalb
der Ordnung stand. Ein allen zugänglicher Raum, und doch umgeben wie ein „versiegelter Quell“. In diesem Garten würde sein Same
den richtigen Platz finden um zu keimen und zu gedeihen und in „Heiligkeit und Gnade“ heran zu wachsen .
Der Garten? Ahh! - Es war Maria, das Eden Gottes....“. Noch heute ist er offen, und es handelt sich nicht um ein Märchen. Seit vie-
len Jahren bietet die Jungfrau Maria ihr unbeflecktes Herz dar. In diesem Garten weht die Brise des Geistes immer licht und frisch, und
ruht in der Wiege eines ewigen „Fiat“. Dorthin ist es, wohin die Mutter uns einlädt, einzutreten und zu bleiben. Ganz selbstverständlich
geht an unsrer Seite auch er, unser König.
S.C.
Überblick der Botschaften
von Medjugorje
FRIEDE
-
Die Gottesmutter von
Medjugorje heißt „Königin des Friedens“,
weil dies ihre wichtigste Botschaft ist.
„Friede muss herrschen zwischen Gott und
den Menschen und unter den Menschen“,
sagte sie am dritten Tag der Erscheinungen.
GLAUBE - Die zweite Botschaft der
Gottesmutter ist Glaube, denn ohne Glauben
kann man keinen Frieden finden. Sie fordert
die Seher immer wieder auf, das Licht des
Glaubens den anderen mitzuteilen. Denn der
Glaube gibt die Antwort auf alles, wonach
Menschen verlangen.
UMKEHR - Wahre Umkehr bedeutet die
Reinigung oder Säuberung des Herzens. Denn
ein desorientiertes Herz bedeutet immer auch
schlechte Beziehungen und damit Unfrieden.
Aus diesem Grund fordert die Gottesmutter
auch die häufige Beichte. Diese Forderung ist
an alle gerichtet, denn „nicht einer von uns ist
gerecht“ (Röm. 3.11-12).
GEBET – Die Gottesmutter fordert in
fast jeder Botschaft auf, „ohne Unterlass zu
beten“, wie Christus selbst es uns gelehrt hat
(Mk. 9,29; Mt. 9,38; Lk.11,5-13). Das Gebet
fördert und stärkt den Glauben und erinnert
uns daran, wie nahe Gott uns ist.
FASTEN - Ebenfalls den Glauben stärkt
das Fasten. Es verbessert unsere
Selbstkontrolle und damit unsere Freiheit.
Nur wer sich selbst unter Kontrolle hat, ist
fähig, auch für Gott und den Nächsten
zuverlässig zu wirken. So befreit er sich von
der Abhängigkeit zur Sünde.
4
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Alle sind aufgerufen zu bleiben
Manchmal fragen wir uns vielleicht: warum bringt denn mein Tun, mein Gehen, mein
Engagement, all meine Mühen keine Frucht? Vielleicht ist das so, weil wir nicht an der
Stelle bleiben, die uns zugewiesen ist, nicht in Jesus bleiben. Der Apostel Petrus blieb bei
Jesus, Judas blieb nicht, floh und blieb allein.
Am Tag als Jesus in Bethanien im Haus der beiden Schwestern weilte, die er kannte, blieb
Maria zu seinen Füssen sitzen und hörte ihm zu. Martha jedoch kümmerte sich um viele Dinge.
Jesus, als er das sieht, stellt fest: „Maria hat den bessern Teil erwählt, der wird ihr nicht
genommen werden“. Beim Tod des Bruders Lazarus bleibt Maria im Haus und wartet auf den
Meister, bis er sie rufen lässt. Da steht sie sofort auf und geht zu Ihm. Maria hat verstanden,
wie wichtig es ist, bei Jesus zu bleiben, an seiner Seite. Ihr Herz bleibt in ihm, ruht sich in Ihm
aus. Auch ihr Gehen geschieht nicht auf eigenen Antrieb, sondern antwortet auf den Ruf ihres
Herrn. Sie weiss, dass sie nur mit ihm von ihren Verletzungen heil werden kann, denn sie hat
verstanden, dass die Liebe Heilmittel und berauschender Balsam ist. Sie weiss, dass ihr Leben
nur mit Ihm Frucht bringen kann, ganz im Gegensatz zu ihrer Vergangenheit.
Maria hat die Worte des Meisters gut verstanden: „Wer in mir bleibt und auf mein Wort
hört, bringt reiche Frucht. .. wer nicht in mir bleibt wird weggeworfen (Joh 15, 5-6). Sie
weiss, dass nur mit Jesus die Frucht nicht ausbleibt, dass Jesus die Frucht ist, die wirklich
sättigt. Maria hat verstanden, dass der verborgene Schatz sich finden lässt im Bleiben bei
Jesus, indem man dies tut, worum er bittet und nicht das, was wir selber tun wollen. Sie hat
verstanden, dass Er der Schatz ist, den man nicht verlieren darf. Sicher hat Maria das von
der Mutter Jesu gelernt. Durch ihr Vorbild wird sie die Wichtigkeit erfasst haben, bei Jesus
zu bleiben, und wie bei ihm zu bleiben. Die Mutter lehrt auch uns, beim Sohn zu bleiben
und wie bei ihm zu bleiben. Sie weiss, dass mit ihm der Friede immer in unseren Herzen
wohnt trotz aller Mühsal, die uns das Leben bringt; dass in Ihm wir nie jemanden aus
unserm Herzen schliessen werden, nicht einmal wer uns verwundet; dass in Ihm nie uns
etwas fehlt, denn es wird uns auch noch im Schlaf gegeben; dass wir in ihm Gott besitzen.
Also ist das christliche Leben eher ein „bleiben“ denn ein „gehen“, mehr ein „anneh-
men“ des Platzes, der uns zugewiesen wurde, als eine Position, die wir erkämpft haben,
mehr ein „ihn handeln lassen“ als ein
„selber tun“, denn: „Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der dar-
an baut ...“ (Ps 127). Dies ist wahr. Der Christ kann nur geben nachdem er angenommen
hat, nur nachdem er erhalten hat. Hören wir also auf die Stimme der Mutter. Sicher werden
wir von ihr lernen, in Jesu zu bleiben, so wie sie es getan hat und noch immer tut, um vie-
le Frucht zu tragen, um die schönste aller Früchte, Jesus, den andern zu bringen.
Die neue Schöpfung
Nach dem ersten Ungehorsam waren die Menschen wie „Sterbende“, leblos, denn sie
hatten das Leben verachtet, wie Kain. Ihre Taten waren nicht gut. Dies hat Gott gar nicht
gefallen, denn er hatte den Menschen für das Leben geschaffen, nicht für den Tod. Er
wünschte brennend, einer solchen Situation zu ändern. Darum erwartete er voll Bangen die
richtige Zeit, wo zumindest ein Geschöpf das Leben annähme ohne es zu verachten, wie die
Menschen in der Vergangenheit es bedenkenlos taten. Ja, das Heilswerk des Vaters war wie
„bedingt“ durch ein Geschöpf, so sehr, bis dass er seinen eignen Sohn auf Erden sandte als
„Ja“ zum Leben eben dieses Geschöpfes. Wir wissen, das war Maria.
Maria war wirklich geschaffen als „das Ja zum Leben“, die neue Schöpfung, die Gott
die Möglichkeit gegeben hat, neues Leben zu zeugen, eine neue Schöpfung, viele neue
Schöpfungen, auch sie sollten dem Leben entsprechen. Von diesem Tag an konnte sich die
Erde neu bevölkern mit einer neuen Menschheit, neuen Geschöpfen, nicht mehr wie die
alten, neu wie Maria, die neue Eva, die Mutter Gottes und unsere Mutter wurde. Aber auch
uns ist die Möglichkeit gegeben, wie Maria zu werden, wenn wir nur das LEBEN anneh-
men.
Danke dir, Maria, denn mit dir ist das Leben nicht mehr erloschen wie seinerzeit.
Danke dir, weil mit dir hat der Vater den Menschen Jesus gegeben, das Leben.
Danke dir, denn mit dir hat der Vater den Menschen ein Vorbild der neuen Schöpfung
gezeigt zur Freude Gottes und alles Geschaffenen.
Danke dir, Maria, weil du unsere Mutter geworden bist, auch unsere Schwester, auch Du ein
Geschöpf wie wir.
Mach aus uns Neue Schöpfung, nach dem Modell Jesu.
Nimm uns an der Hand, lass uns mit dir gehen, ein jeder von uns werde wie du, Mutter Gottes.
E
INFACHE
G
EDANKEN
Von Pietro Squassabia
EIN ZEICHEN
AM HIMMEL
Von Hans Urs von Balthasar
Gross und einsam “am Himmel”
erscheint die Frau, mit nichts anderem in der
Apokalypse vergleichbar. Bekleidet mit der
Sonne, stehend auf dem Mond, umkränzt
von zwölf Sternen steht sie da wie ein
Inbegriff und Sinnziel der Schöpfung. “Sie
war schwanger und schrie vor Schmerz in
ihren Geburtswehen”
(Offb 12,1-2). Dass
diese Geburt etwas Endgültiges sein wird,
erweist sich auch daran, dass die absolute
Gegenmacht, der “feuerrote Drache” ihr
gegenüber steht, bereit, das Neugeborene zu
verschlingen.
Man kann die Frage nicht umgehen, wer
die Frau ist. Ihr Schreien in Geburtswehen
gibt uns eine erste Antwort: Sie ist Israel, die
Braut und Gattin Jahwes, insoweit Israel in
Glaube und Schmerz den Messias
“erwartet”, dieses Wort in dem Sinn genom-
men, wie eine Frau in Erwartung ist, am
meisten dann, wenn ihre Wehen schon
eingesetzt haben. Israel als das glaubende
Volk Gottes hat das ganz bestimmte
Bewusstsein, dass der Messias aus ihm selb-
st hervorgehen wird und dass seiner Ankunft
die “Messiaswehen” vorausgehen müssen.
Wie sollte die Erde nicht stöhnen, wenn von
ihr verlangt wird, eine göttliche Frucht her-
vorzubringen?
Aber der Messias wird ein Einzelner
sein, und einen Einzelnen bringt nicht ein
Volk hervor, sondern eine Einzelne, in der
sich das ganze Volk seit Anfang, in seiner
ganzen Geschichte, mit seiner ganzen
Anstrengung des Hervorbringens zusam-
menfasst. Die Einzelne, Maria, in der Israel
seine erfüllende Spitze findet, in die auch
alles, was hoffender und liebender Glaube
durch die Geschichte hindurch vorbereitet
hat, sich verleiblicht, überschreitet zuletzt
im wirklichen Gebären das ganze Zeitalter
der Erwartung, sie ghört als die Mutter des
Messias mit in die neue Ordnung ihres
Kindes, der über alle Völker mit eisernem
Zepter herrschen wird
(Offb 12,5).
In diesem Überschritt in die Erfüllung
erhalten auch die Wehen einen neuen Sinn,
den die Apokalypse kaum andeutet. Denn es
werden fortan nicht die Wehen auf den
Messias hin sein, sondern die Wehen des
Messias selbst, an denen seine Mutter, die
Frau, wird teilnehmen müssen. Wie die
Menschwerdung Jesu sich am Kreuz vollen-
det, so vollendet sich am Kreuz auch das
schmerzliche Gebären.
Das Kreuz ist für den Messias der Sieg,
er wird zu Gott und zu seinem Thron
entrückt
(12,5), während die Frau auf Erden
bleibt und in die Wüste flieht, wo ihr bis zum
Ende von Gott eine Stätte bereitet ist. Das zu
Gott entrückte Kind hat den Drachen besiegt,
er stürzt bei dessen Thronbesteigung aus der
Zeitlosigkeit herhaus; aber indem er auf die
Welt und damit in die endliche Zeit fällt,
steigt seine Wut, weil er weiss, dass jetzt
seine Frist kurz ist (Offb 12,12). So entsteht
nun die endzeitliche Situation: Die Frau, von
Gott in der Wüste ernährt, ihr gegenüber der
grosse Drachen, die alte Schlange, genannt
der Teufel und Satan, der den ganzen
Erdkreis verführt
(Offb 12,9); beide
voneinander getrennt, so dass der vom
Teufel ausgespiene Strom die Frau nicht
erreicht, was aber den Drachen noch mehr
ergrimmt, so dass er hingeht, Krieg zu führen
mit den übrigen ihrer Nachkommenschaft,
denen , die Gottes Gebote befolgen und das
Zeugnis Jesus halten
(Offb 12,17). Das sind
die Christen, hervorgebracht durch die
Kirche, zu der nunmehr Maria,von ihren
Kreuzeswehen her geworden ist.
Das alte Gottesvolk, die Mutter Gottes
und die Kirche bilden zusammen eine
einzige Realität, nicht in einer
Gleichzeitigkeit, sondern in einem Prozess,
worin die Fruchbarkeit Israels sich in Maria
sammelt und zugleich übersteigt, und die
neue Fruchtbarkeit Marias sich in die
Mütterlichkeit der Kirche hinein entfaltet.
Mehr sagt die Apokalypse uns nicht zum
Geheimnis der gebärenden Frau, aber dies
sagt sie mit Gewissheit.
Aus “Das Buch des Lammes”
5
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In mir lebt noch immer die Erinnerung
der intensiven Freude der ersten Tage, als es
mir vergönnt war, mich in dem einzigartigen
Ort der Erde aufhalten zu dürfen und ich
wiederholte ungläubig: „Hier werde ich
jetzt leben!“
Jetzt gibt es viele Dinge, deren Nicht-
Vorhanden-Sein ich spüre und die mich
begleitet und genährt hatten während den
drei Jahren: zu allererst das Schweigen von
Medjugorje,
ein überaus spezielles
Geschenk, eine innere Dimension; dann
auch die immer neue Begeisterung der
Pilger, die „communio“,
die Gemeinschaft
mit all den Menschen, die wie ich auch, auf
ganz verschiedene Arten, sich in den Dienst
des Planes der Muttergottes gestellt haben;
dann auch die immer spürbare stets leben-
dig vorhandene Gnade,
die einige der sehr
besonderen Orte vermittelten.
War es wie eine lange Pilgerfahrt? Es
kommt drauf an, wie dieser Ausdruck ver-
standen wird ...es ging nicht um eine unun-
terbrochene Ekstase, wie es für viele Pilger
sein kann, denen die Madonna die
Erfahrung von vier Tagen „im Paradies“
schenkt, in denen sie sich wie innerlich neu-
geboren fühlen.
Trotzdem, ja, es war eine lange
Pilgerfahrt, verstanden als innerlicher
Durchgang, wo die Seele, indem sie alles
loslässt das sie in Fängen hält, nach und
nach ihren Höhenflug begann ...Ich habe
verstanden, dass, um diesen Weg erfüllt zu
gehen, die Gnade Gottes allein nicht genügt:
unsere tägliche Antwort dort, wo wir dem
Kreuz begegnen, ist notwendig.
In meiner Jugend hatte ich über
Medjugorje gehört als neues Heiliges Land.
Der Krizevac war der neue Sinai, der Berg,
wo der Herr sich offenbart; der Podbrdo der
Berg der Seligpreisungen, und das Tal
dazwischen ... das Schlachtfeld, der
Dornenhügel des täglichen Kampfes, dem
jedes Kind des Lichtes ausgesetzt ist, um
dem Bösen zu widerstehen und in sich
selbst die Entscheidung für den Sieg Christi
zu treffen. Dieser Christus, der sich in
Demut verraten, geisseln und ans Kreuz
schlagen lässt, immer in der Liebe bleibend,
der aufgeopferten Liebe, und so über alle
Dunkelheit des Hasses triumphiert.
Drei Jahre in Medjugorje waren ein
innerlicher Kampf, um wirklich in der
demütigen Haltung Christi zu bleiben, um
keinen Raum für irgend eine Rebellion
gegenüber dem Opfer zuzulassen, und um
den göttlichen Willen in allem anzunehmen
und zu lieben; ein innerer Kampf begleitet
von Erfolgen und Niederlagen, der mir
unerbittlich eine innere Umwandlung
gebracht haben.
In den Armen Marias wird beten
leicht, viel leichter auch das kämpfen;
man weiss, dass wenn die Prüfung zu for-
dernd wird, es immer möglich ist, umzukeh-
ren und sich auf die gesegneten Hügel zu
flüchten. Von dort aus scheint alles viel klei-
ner und entfernter, und auch unsere
Probleme finden ihr richtiges Mass und
Gewicht.
Jetzt bin ich seit mehrere Monaten
zurück in Italien, spüre häufig ein starkes
Heimweh, das meine Gedanken zu jenen
Orten und Augenblicken zurückführt, die
sich umwenden um in mir lebendig und
gegenwärtig zu werden.
Ich verstehe jetzt, wie Medjugorje
nicht allein ein physischer Ort, sondern
ein innerer Ort ist,
ein Raum, der sich mei-
ner Seele geöffnet hat und wohin ich stets
die Möglichkeit habe zurück zu kehren. Die
schwierigen Momente zeigen konstant
jeden einzelnen Zeitabschnitt meines und
unseres Lebens. Das wird unvermeidlich so
bleiben, aber aus jedem Ort und jedem
Augenblick ist es immer möglich, in
Gedanken und mit der Seele zum Podbrdo
zu flüchten oder zu Füssen des Kreuzes, die-
se Orte der intimen Begegnung mit dem
Herrn in uns wieder zu finden, diese Orte
der Gnade, die den Frieden in jede
Entscheidung und in jede Tat unsres Lebens
bringen.
In Medjugorje ist der Himmel nahe,
das Leben erscheint als Pilgerfahrt auf
einem gut vorgezeichneten Fussweg der
Göttlichen Vorsehung,
das Herz füllt sich
an mit Dankbarkeit, die Seele erhebt sich in
wahrem Gebet, jeder Blick verwandelt sich
in Segen, jeder Atemzug wird Lobgesang,
unser Leben ein Zeugnis seiner
Auferstehung.
Francesco Cavagna
P
ILGER ODER
EINFACH
T
OURISTEN
Die „schöne Jahreszeit“ ist da und mit
diesem Anfang auch das Reisen: es möchte
den Körper durch die Natur erfrischen oder
uns Völker und Kulturen kennen lernen las-
sen, die uns fremd sind. Es gibt es jedoch,
dass Menschen aus einem andern Impuls
auf Reisen gehen: um sich die Seele „hei-
len“ zu lassen. Darum werden sie Pilger.
Der eine geht allein, andere mit den
Familien; die meisten jedoch schliessen sich
organisierten Gruppen an. Manchmal wer-
den sie gar zu Pilger-Massen die sich auf
Kultorte zu bewegen oder zu mehr oder
weniger bekannten Wallfahrtsorten, wo man
sich Bekehrungsgnaden erhofft, Heilung
oder Rettung mit nach Hause tragen möchte.
Zu frühern Zeiten hatte eine Pilgerfahrt zwei
Bedeutungen: man ging aus Frömmigkeit
oder zur Sühne. Im besondern der erste
Beweggrund geht zurück in die paleochrist-
liche Epoche und war Teil des
Bekehrungsprozesses: um sich aus den Äng-
sten und Spannungen der Welt zu befreien
ging man nach Jerusalem, lebte dort als
„Fremder“, als „Exilierter“ (das ist die zwei-
te etymologische Bedeutung von „Pilger“).
Und heute? Die Motive, die uns zur
Reise anspornen, sind ganz verschieden, es
zählen sehr intime und persönliche Gründe.
Aber es gibt gewisse allen gemeinsame
Regeln, so dass, wenn es immer gute Gründe
gibt um zu verreisen, das Ergebnis noch lan-
ge nicht immer das gewünschte war.
Ist es die Schuld Gottes, die unsere
Erwartungen täuscht? Nein, sicher nicht.
Wie also müsste man eine Pilgerreise leben,
damit sie wirklich fruchtbringend, tief und
vor allem echt ist.? Dies sind wichtige
Fragen, weil oft, zu oft, vereitelt sich eine
Reise, wenn man sie oberflächlich angeht,
als ginge man auf irgend einen Ausflug;
oder man überfüllt sich mit äusserlichen
Aktivitäten, Begegnungen, Geschwätz,
Souvenir-Käufen, man hält sich in greller,
lärmiger Umgebung auf, die uns von der
unverzichtbaren Ruhe wegreisst , die unent-
behrlich ist, um dem Herrn zu begegnen.
Medjugorje ist ein bevorzugtes Ziel für
viele. An diesem Ort ist die Gnade lebendig
und wirkend, deren Mittlerin Maria selber ist,
auf lebendige Art zugegen, sichtbar, spürbar
durch die Sinne der Seele. Darum program-
mieren viele Menschen in der schönen
Jahreszeit ihren Besuch zur „Schönen Frau“.
Es gilt jeden Moment zu werten als wäre es
der einzige, weil in Gott alles wertvoll ist,
und auch so angegangen werden muss.
Die Pilgerführer wissen es aus
Erfahrung. Oft haben sie echte Wunder im
Herzen der Pilger gesehen und miterlebt, in
den meisten Fällen eine Umkehr um 360
Grad, unvorhergesehen, überraschend, auf
undenkbare Art und Weise. Sie sind also die
Erstgeladenen um über dieses Argument
nach zu sinnen, weil ihre Art und Weise, die
Tage zu planen und das Gebet einzubauen
bedeutungsvoll ist für den Erfolg der
Pilgerreise und als Folge daraus für die
innere „Verklärung“ der Pilger, das wahre
Ziel der Wallfahrt.
Eine Pilgerfahrt ist von Natur aus ein
WEG. Sie ist Bewegung „par excellence“.
Aber meist wird dieser Weg rein äusserlich
begangen. Man hält sich auf, geht von
einem Ort zum andern, fast getrieben,
gejagt, und so verliert man die Gelegenheit
für das unverzichtbare Anhalten, um das
Gewicht der Gnade aufzufangen, die jeder
dieser Orte vermittelt..
Eigentlich müsste die wahre Bewegung
einer jeden Pilgerfahrt ein innerer Weg sein,
ein Verschieben meines „Ich“ zu Gott hin,
meiner Welt zu seiner Welt, gewachsen aus
Schweigen und Beten, Einsamkeit und
Gemeinschaft; gemacht aus Begegnung mit
seinem Antlitz, durch die Instrumente, die
Gott uns vorgibt: das Wort, die Sakramente,
seine Minister, und vor allem die seiner
Mutter: Ja, denn zu Jesus gelangt man
durch Maria
, sie ist der kürzeste und der
sicherste Weg: „Geliebte Kinder, ich möch-
te euch erneuern und mit meinem Herzen
zum Herzen Jesu geleiten, das noch heute
leidet für euch und euch zur Umkehr und
Erneuerung einlädt. Durch euch wünsche
ich innigst, die Welt zu erneuern ...“, sagt
die Königin des Friedens in der Botschaft
vom 25. Oktober 1996.
Das ist der Weg, das ist die Bewegung,
das ist die wahre Pilgerschaft: eintauchen
in das Herz Mariens und dort hindurch
gehend sich auf direktem Weg tragen zu
lassen zum Herzen ihres Sohnes.
Wir wer-
den uns wiedersehen, wie per Zufall, wie
zugefallen, in den Armen des Vaters. Gute
Reise!
Stefania Consoli
In Medjugorje leben? .... eine lange Pilgerfahrt
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Maria, unsre „Hirtin“
seit 28 Jahren
Tausende von Priestern füllen jedes
Jahr die Räumlichkeiten der Pfarrei in
Medjugorje, um direkt die Gnade zu
erlangen, die im Überfluss aus diesem
gesegneten Ort fliesst. Viele bezeugen, wie
ihr Priestertum aus dort zurückkehrt,
erneuert von der Begegnung mit der
Gospa, Mutter der Kirche und
Vermittlerin aller Gnaden.
Im Vorfeld des 28. Jahrestages der
Erscheinungen haben wir einen Priester
aus den Marche (Italien) interviewt, Don
M.M:, eifriger Besucher der Heiligtums.
Was bedeutet Medjugorje für Sie?
Ausgehend von dem was ich gelesen
habe und den gemachten Überlegungen, ist
Medjugorje für mich der Schlusspunkt und
die Ergänzung der Botschaft von Fatima.
Johannes Paul II. kam zum Schluss, dass
Medjugorje heute das geistliche Zentrum
der Welt ist, auch wenn er davon nicht offi-
ziell gesprochen hat um sich nicht zu
gefährden und auch nicht das noch in Aktion
befindliche, nicht abgeschlossene
Phänomen zu gefährden.
Wie kann es sein, dass Medjugorje noch
immer Ablehnung und Opposition ertra-
gen muss?
Das ist, weil viele Bischöfe und viele
Priester sich nicht informiert haben, sich
nicht um das Phänomen interessierten seit
Anbeginn und darum indifferen und apa-
thisch sind, als wäre es einfach eine Sache
der Frömmigkeit oder eine Form von
Andacht.
Was erstaunt am meisten in Medjugorje?
Das Wiederentdecken des Glaubens, die
Umkehr. Wer beichtet, kann dieses
Erwachen mit der Hand fühlen. Man berührt
das Wunder in vielen Augenblicken, unter
verschiedenen Aspekten. Sehr viele
Menschen die beten und sich bekehren,
unzählbare Gebetsgruppen und Hilfe-
Vereinigungen, die dort entstanden sind, das
Ausbreiten der Botschaft überall: ein andau-
erndes Wunder! Die Kirche wird mit diesem
Wunder rechnen müssen. Medjugorje ist die
letzte Etappe der Arbeit, die Maria erfüllt,
um das Kommen Jesu vorzubereiten; denn
der Triumph Marias wird das Ziel sein und
sich durch die Vorbereitung des Reiches
Christi bewahrheiten
Ist es richtig, oft an diesen Ort zurück zu
kehren?
Ja, es ist richtig, denn wir haben es
nötig, uns geistig neu aufzuladen und geist-
lich zu bereichern. Heute sind die
Lebensprobleme sehr zahlreich und wenn es
kein Aufleben der Gnaden, die uns von
Maria zukommen, gibt, ist es schwierig,
erfolgreich die Lebenslast eines jeden Tages
zu meistern.
Man weiss, dass die Kirche heute eine
ernste Krise der Berufungen erleidet.
Hingegen gibt es viele Berufungen, die in
Medjugorje geboren werden durch eine
lebendige Begegnung mit dem Herrrn.
Denken Sie, dass das eines der Zeichen ist?
Aber sicher! Nach der Bekehrung der
Herzen bedeuten die vielen Berufungen eine
der besten Früchte.
Eine der Kritiken, die oft gegen diese
Erscheinungen vorgebracht werden, ist,
dass die Madonna zu viel rede. Wenn im
Evangelium Maria sich begrenzt hat auf
die Kontemplation und nur wenige Worte
sprach, wie erklären sich dann die vielen
Botschaften?
Zu diesem Punkt habe ich meine eigene
Ansicht. Ich hatte auch einen Artikel vorbe-
reitet für die Bischofssynode im letzten
Oktober über Das Wort Gottes. Ich konfron-
tierte das Thema des Wortes Gottes mit dem
Wort Mariens. Warum spricht Maria so viel?
In all den letzten Erscheinungen tat die
Madonna nichts anderes, als uns auf das
Evangelium hinzuweisen. Diese
Beharrlichkeit hat einen präzisen Sinn: Maria
will uns zur Hauptsache zurückführen, sie
will die Kirche von heute neu-evangelisieren,
und ich glaube, dass sie dazu die meist
begabte, die am besten geeignete ist! Rein
darum, weil das Wort Gottes nicht verstanden
und nicht angenommen wird; es ist, als ob die
Leute daraus eine Gewohnheit gemacht hät-
ten: sie glauben, schon alles zu wissen! Ich
bin überzeugt, dass die Madonna, als Mutter,
uns sagen möchte, dass das Wort, so wie es
verkündet wird, monoton, kalt, altbacken ist,
ein Wort das das Herz nicht berührt. Wir
brauchen ein Wort mit Wärme, ein Wort, das
aus Mutterherzen kommt. Die Muttergottes
möchte die Katechetin der heutigen
Christenheit sein.
Vor allem hat sje DAS WORT gehört,
hat es aufgenommen, wie der heilige Lukas
schreibt. Maria hat zugehört, es bedachte
und bewahrte... Dies weil der Moment kom-
men musste, da der Schrein, in dem sie das
Wort Gottes bewahrt hatte, Frucht bringen
sollte. In der Familie hat der Vater eine
Rolle und die Mutter eine andere: sie ist lie-
bevoller, besser geeignet, sich verständlich
zu machen und die Bedürfnisse der Kinder
zu erraten. Die Muttergottes möchte diese
Hilfe der heutigen Kirche geben.
Es gibt einen Titel, den die Muttergottes
in unserer Zeit zugelegt bedkam: als die
Göttliche Hirtin. Ist Christus der Gute Hirte,
so ist Maria diejenige, die das Werk Christi
weiterführt. Die Muttergottes hat viele, fast
unzählige Namen!
Die Monatsbotschaften Marias, wie berei-
chern sie Ihr Leben als Priester?
Es wäre nötig, sie zu lesen, zu betrachten,
sie besser zu werten und daraus eine Exegese
zu machen um den logischen Faden zu ver-
stehen, der sie verbindet. Oberflächlich gele-
sen scheinen sie immer dieselben, nahezu
monoton. Jedoch ist darin etwas viel Tieferes,
was nicht immer gleich gelingt, verstanden
zu werden, wie z.B. das Konzept, dass man
Gott und seinen Willen nur durch das Gebet
erkennen kann. Ich verbiete mir zu sagen,
dass sie reine Wiederholungen sind; höch-
stens insofern, als wir es nicht verstehen, sie
anzunehmen und zu leben!
Ich wünschte mir, dass der Tag kommt,
an dem alle diese Botschaften, die Maria in
Lourdes, Fatima und Medjugorje gegeben
hat, gesammelt und zu vertieftem Studium
bereitgestellt würden. Dass eine internatio-
nale Kommission speziell zum Studium die-
ser Botschaften sich darum kümmerte, denn
die Madonna kann doch nicht ins Leere
sprechen, und bis heute erhielt sie noch
nicht die not-wendige Aufmerksamkeit und
Wertschätzung.
Jesus war „Zeichen des Widerspruchs, weil
die Geheimnisse vieler Herzen enthüllt
worden sind“. Ist es heute so für Maria?
Aber das ist voraussehbar, kein Wunder!
Trotzdem macht es Freude, dass es heute
grossherzige Seelen gibt, die Botschaften
Marias verbreiten und ihre Einladung,
Zeugen zu sein, gehört haben.
Die Pilger von
Medjugorje wissen, dass
„par force majeure“ Pater
Jozo sie nicht mehr emp-
fangen kann, wie er es
gewöhnlich in der Kirche
zu Siroki Brieg getan hat.
Viel hat er gesagt in die-
sen letzten Jahren. Wir
nehmen einige seiner
Betrachtungen auf, um
mit ihm das 28. Jahr der
Erscheinungen der
Königin des Friedens zu feiern.
„Von allen Teilen der Welt kommen
Pilger, die die Stimme gehört haben, die
sagt: „Meine geliebten Kinder“. Wie ist es
möglich, diese Stimme zu hören? Tausend
Male fragten die Experten der
Kommissionen die Seher: „Habt ihr die
Stimme innen oder aussen gehört?“ Habt ihr
„Meine geliebten Kinder“, habt ihr ihre
Stimme so gehört wie jetzt die meinige?“
Diese Madonna ist nicht tot, die
Madonna ist keine Idee, die Madonna ist
Mutter Gottes. Die Madonna versteht zu
sprechen, weil die katholische Familie in
Gefahr ist, zu zerfallen, die Jugend riskiert,
weg zu sterben ...
Millionen von Pilgern sind auf den
Podbrdo gepilgert, wo die Muttergottes
wohnt und wartet ... Ihre Gegenwart ist
sichtbar, spürbar, sie spricht und wir können
sie verstehen, sie lehrt, so dass wir es anneh-
men können. Ihre Heilungen, ihre Wunder
sind grosse Zeichen dafür.
Komm Heiliger Geist, mach, dass auch
wir antworten können. Lasst uns beten, dass
ein jeder erwache, dass er sehen kann, spüren
kann, dass er antworten kann auf den Ruf.
Wir alle sind gerufen, nicht aus Zufall. Bitten
wir den Herrn, dass Er uns verstehen lasse,
was Er von uns will, was Er von uns erwartet.
Medjugorje ist kein Spektakel, ist kein
fremdes Ding, das unsere Aufgabe, unsern
Auftrag, ersetzen will. Nein! Es sind offene
Augen, die sehen, was ein jeder von uns
sucht: die Freude, den Frieden, den
Glauben, die Liebe. Um dieses grosse
Geschenk wollen wir beten, damit unsere
Augen sich öffnen!
P. Jozo, - aus: „Helfen wir ihnen
(„Aiutiamoli“)
Die Stimme die sagt:
„Meine geliebten Kinder“
Die „Mutter“ Jesus
„Wie wahr ist es, dass Gott unser Vater ist
So ist es wahr, dass Gott ist unsre Mutter
....
Unsre über alles geliebte Mutter Jesu.
Unsre Mutter in der Natur
Unsre Mutter in Gnade und Schönheit
Da der Dienst der Mutter
der allernächste ist
Der schnellste und sicherste:
Der nächste, weil der natürlichste
Der schnellste, weil ganz Liebe
Der sicherste, weil ganz Wahrheit“
Juliana von Norwich, engl. Mystikerin
(1342-1416)
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Das ECHO lädt Dich ein
Viele Male bit-
tet uns Maria in
ihren Botschaften,
ihr zu helfen, um
ihren Heilsplan zu
verwirklichen. Es
scheint fast, dass
die Mutter, um
ihre Pläne - besser
gesagt die
Vorhaben Gottes –
wahr zu machen,
ihre Kinder nötig
hätte. Wie machen wir es nur, uns einem sol-
chen Wunsch zu entziehen.? Ja, Maria will,
dass ihr Werk durch Menschen geschieht,
die ihre Botschaft und Einladung annehmen
Viele sind zum Werkzeug geworden, dessen
Maria sich bedient; auch das ECHO, so den-
ken wir, zählt dazu. Aber das ECHO, um ein
lebendiges Instrument in Ihren Händen zu
sein, braucht die „Energie“ von vielen, das
Gebet von vielen, die geistige Gemeinschaft
der vielen, bedarf der Hilfe und der
Unterstützung der vielen: nur so wird ihr
Werk fortleben können, um das so manche
aus allen Seiten bitten. Darum bist Du not-
wendig Es scheint, dass es Maria gefällt, um
die Hilfe der Vielen zu bitten, die unter sich
in Ihrem Namen vereint sind, um den Plan
zu verwirklichen, den der Höchste ihr anver-
traut hat. Auch das ECHO zählt auf dich.
Auf deine Antwort vertrauend, teilen wir
dir mit, dass das ECHO erst wieder ab
September dieses Jahr publiziert wird.
Unterdessen wartet es auf deine eventuellen
Vorschläge und Anregungen, um diese klei-
ne Zeitung dem Herzen Marias und ihrer
Kinder näher zu bringen. Vielleicht erwartet
Maria, die uns segnet und schützt, von uns
genau das.
Pietro Squassabia
Leser schreiben
Evelyne Grousset aus Frankreich: „Es
ist immer mit grosser Freude, dass ich das
ECHO erhalte um Nachrichten aus
Medjugorje zu finden; die Grundartikel sind
immer sehr interessant. Es ist ein Mittel zur
Evangelisation.
Wie euer Verteiler begegne auch ich. nicht
gerade Zurückweisung, obwohl mir das schon
geschehen ist durch eine Angestellte in der
Kirche, so doch einer gewissen Resistenz,
manchmal von katholischer Seite oder sogar
Religiosen. Das tut mir weh. Andererseits lie-
ben andere junge Menschen diese Belehrung,
vor allem solche, die nicht die Gelegenheit
hatten, guten Religionsunterricht zu erhalten.
Ich schicke Euch eine kleine Offerte, werde
sie in ein paar Monaten wiederholen. Man
muss, wie ihr es sagt, hoffend leben. Maria
sorgt immer. Vereint in Gebet und im Herzen
bin ich mit euch.
Marie-Andrée Bisch aus Frankreich:
„All meinen Dank für euer wunderbare
geistliche Unterstützung, an der ihr uns seit
so vielen Jahren teilnehmen lasst und die
direkt aus der „reinsten Quelle“ stammt.
Euer „Eco di Maria“ ist eine Perle, nach der
alle, an die ich es regelmässig übergebe,
hungern. Aber eure Diskretion über eure
wirtschaftlichen Bedürfnisse ist zu gross
geworden. Ein leichtes für uns Leser, darü-
ber einzuschlafen über der selbstverständli-
chen Gratiszustellung eurer kleinen
Zeitschrift, die wir doch noch lange zu
erhalten wünschen. Möge die Kette der
Freunde, die Maria euch gibt, nicht abreis-
sen oder verloren gehen!
Nicoletta di Salizzole – VR (Italien):
Ich benütze die Gelegenheit um euch zu
danken für das, was ihr mit dem ECHO tut:
dank euch gelingt es, mit Medjugorje ver-
bunden zu bleiben, wohin ich 3 bis 4 Jahre
hintereinander gepilgert bin. Dann behielt
mich ein schwerer Verkehrsunfall an Ort,
nun, nach zwei Jahren beginne ich langsam
auszugehen ... Eure Zeitschrift „Eco di
Maria“ hielt mich in Verbindung mit dieser
gesegneten Erde, reich gefüllt mit Heiligem
Geist, ein Ort wo man die unbeschreibliche
Atmosphäre einatmet und du dir wie in einer
andern Dimension vorkommst. ..
Eine BRÜDERLICHE UMARMUNG DER
GANZEN WELT-FAMILIE des “Echo
Mariens, Königin des Friedens“.
Tarceo Cinelli aus Kanada: „Das
„Echo Mariens“ ist eine Freude. Es ist, als
bekäme ich „Die Gute Nachricht“ direkt an
mich adressiert. Die Muttergottes ist so nahe
... Euch allen vom ECHO danke ich für eure
grosse Arbeit !!!“
Doober Alejandro Arijaas Tjorres da
Tolima (Kolumbien): „Geliebte Freunde
des ECHO MARIENS, ich wünsche in tie-
fer Demut mein Gebet aufzuopfern für die
ganze Gruppe der Redaktion, der Überset-
zung und der Ratgeber, damit ihr mit diesem
wertvollen Werk weiterfahren könnt, um das
Licht, das uns die heiligste Mutter von
Medjugorie bringt, in die ganze Welt zu tra-
gen: es sind ihre Botschaften der Liebe und
des Friedens.“
Ana Maria de Lourdes Zepeda de
Fragoso da Leòn, Guanajuato (Mexico):
„Geliebte vom Echo, seit zwanzig Jahren
verteilen wir die Botschaften der Königin
des Friedens, wir tragen das Echo zum
Erzbischof dieser Diözese Leòn, im ganzen
verteilen wir tausend Exemplare ... Lasst es
uns nie vermissen!“.
Rosa Hauser aus Österreich: „An die
Mitarbeiter von Echo! Bitte machen sie wei-
ter mit dem Echo, ich verteile die Echo”s
(94 Stueck) gerne, weil sie ueberall mit
Freude angenommen werden. Es waere sehr
schade, sollte es kein Echo Mariens mehr
geben. Wir danken ihnen allen von Herzen
fuer alle ihre Muehen und Beitraege. Mit
lieben Grüssen“.
Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
Villanova M.,
25.
Mai 2009
SpendenKonto in Deutschland
Konto nr. 39102.250
CAB: BLZ 512 102 00
IBAN: DE14 5121 0200 0039 1022 50
BIC: PASC DE FF
Bank: "Monte dei Paschi di Siena"
Frankfurt am Mein
Konto in der Schweiz:
Raiffeisenbank, 4114 Hofstetten
PC 40-4128-6
Konto Eco di Maria
SpendenKonto in Österreich:
Konto nr. 40477 BLZ 36329
Bank: Raiffeisenbank, Wipptal
Konto Assoc. Eco di Maria
Maria ruft uns für den Frieden zu beten
Maria ruft uns in der Botschaft vom 25. April 2009 auf, für den Frieden zu beten und zuerst
in unseren Familien und danach in der ganzen Welt Zeugen von diesem Frieden zu sein. Eine
Tatsache ist, dass der Unfriede in unserer Zeit in verschiedenen Formen gegenwärtig ist. Dem
Gegenüber dürfen wir nicht gleichgültig sein. Wir sollen unsere Kräfte mobilisieren um
Frieden zu stiften. Die Kirche verkündet seit Beginn die frohe Botschaft. Sie ist gerufen
Frieden zu verkünden und dies in jedem Moment zu leben. Der verstorbene Papst Johannes
Paul II. schrieb zum Weltgebetstag des Friedens: „Beteuern wir nicht, dass wir beim Lesen des
Evangeliums schon fertige Formeln finden, um das eine oder andere Hindernis gegen den
Frieden zu überwinden. Auf jeder Seite des Evangeliums und in der Kirchengeschichte finden
wir jedoch den Geist der brüderlichen Nächstenliebe, der machtvoll zum Frieden führt.“ Wir
Christen sind gerufen den Frieden mit dem eigenen Leben zu verkünden und zu bezeugen. Der
Aufbau des Friedens ist eine Verpflichtung. Der Friede wird nicht ein für alle Mal erlangt, son-
dern er muss dauernd gesucht und aufgebaut werden. Der Friede ist der tiefste Durst im
menschlichen Herzen. In seinem Buch “Mit dem Herzen fasten”, schrieb der verstorbenen
Pater Slavko folgendes über den Frieden: „Wie viele Male haben wir den Frieden verloren
weil wir stolz, selbstsüchtig, neidisch, eifersüchtig und abhängig von der eigenen Ehre sind.
Die Erfahrung bestätigt, dass durch Fasten und Gebet das Böse, Stolz und Selbstsucht über-
windet werden können. Das Herz öffnet sich und Liebe, Demut, Grosszügigkeit und Güte
wachsen. So verwirklichen sich die wahren Bedingungen für den Frieden. Und wer den
Frieden hat, weil er liebt und vergibt, der bleibt in der Seele und im Körper gesund und fähig,
sein Leben als die Höchste der Kreaturen würdevoll zu gestalten. Mit Fasten und Gebet wer-
den die menschlichen Bedürfnisse geringer. Dies erschafft Bedingungen für Frieden und eine
gute Beziehung zu den Mitmenschen und zu materiellen Dingen. In allem was wir tun, sei es
gut oder böse, suchen wir Frieden. Wenn der Mensch liebt, dann sucht und erlebt er Frieden.
Wenn er indifferent ist oder gegen Abhängigkeit kämpft, dann sucht er Frieden. Auch wenn
er sich betrinkt sucht er auf eine Art und Weise den Frieden; wenn er betet sucht er Frieden,
wenn er für sein Leben und für das Leben jener, die er liebt kämpft, verwirklicht er Frieden.”
Maria, die Königin des Friedens, möchte uns in den wahren Frieden einführen. Dies ist Ihr
Sohn Jesus Christus, er ist der wahre und echte König des Friedens. Das Gebet ist ein sicherer
Weg zu Jesus und zum Himmel. Maria fordert uns in der Botschaft drei Mal auf, zu beten. Das
Gebet ist ein sicherer und gerader Weg. Antworten wir mit ganzem Herzen und mit ganzer
Seele dem Ruf unser Mutter Maria, der Königin des Friedens. Sie wird uns zum wahren
Frieden und in die Liebe, Nähe und Freude Gottes führen.
Fra Danko Perutina
Neuabonnenten oder Adressänderungen an
das Sekretariat des ECHO senden:
SEKRETARIAT des ECHO MARIENS
Via Cremona, 28 - 46100 Mantova Italien
E-mail: eco-segreteria@ecodimaria.net
http://www.ecodimaria.net
„Du gabst dem Weltall seinen Anfang
um deine Liebe auszugiessen
über alle Geschöpfe
und sie zu erfreuen
mit den Wundern deiner Herrlichkeit“
(Eucharistisches Gebet IV)
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