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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 206 (September-Oktober 2009)

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„Wir glauben, dass die heilige Mutter Gottes,
die neue Eva, als Mutter der Kirche im
Himmel ihre mütterliche Aufgabe an Christi
Gliedern weiterführt, indem sie bei Geburt
und Entwicklung des göttlichen Lebens in den
Seelen der Erlösten mithilft“.
Paul VI. – Glaube des Gottesvolkes
Botschaft Mariens vom 25. Mai 2009
„Liebe Kinder, in dieser Zeit rufe ich
euch alle auf, um das Kommen des
Heiligen Geistes auf jedes getaufte
Geschöpf zu beten, so dass der Heilige
Geist euch alle erneuere und auf dem Weg
der Bezeugung eures Glaubens führe -
euch und all jene, die fern von Gott und
Seiner Liebe sind. Ich bin bei euch und
halte Fürsprache für euch vor dem
Allerhöchsten. Danke, dass ihr meinem
Ruf gefolgt seid!“
Botschaft Mariens vom 25. Juni 2009
„Liebe Kinder, freut euch mit mir,
bekehrt euch in der Freude und dankt
Gott für das Geschenk meiner
Anwesenheit unter euch. Betet, dass Gott
in euren Herzen im Mittelpunkt eures
Lebens sei, und gebt Zeugnis mit eurem
Leben, meine lieben Kinder, so dass jedes
Geschöpf Gottes Liebe fühlen möge. Seid
für jedes Geschöpf meine ausgestreckten
Hände, so dass es dem Gott der Liebe
näher komme. Ich segne euch mit meinem
mütterlichen Segen. Danke, dass ihr mei-
nem Ruf gefolgt seid!“
Der Heilige Geist
und die
ausgestreckten Hände Mariens
Die Liturgie ist die Feier des Geheimnisses
Christi und im besonderen seines österlichen
Geheimnisses
(Katechismus der Katholischen
Kirche). An der liturgischen Feier teilnehmen
bedeutet nicht, an ihr anwesend sein: wir müs-
sen daran teil haben. Wir müssen in das öster-
liche Geheimnis Christi eintreten, um Teil
davon zu sein, von Ihm die Lynphe zu schöp-
fen, die es ermöglicht, Sein Leben zu leben
(vgl. Joh 15,4-5). Wenige Tage vor Pfingsten,
ladet uns Maria alle ein, um für das Kommen
des Heiligen Geistes auf jedes getaufte
Geschöpf zu beten.
Pfingsten, wie Ostern,
wie Weihnachten, wie jede hl. Messe usw. sind
nicht einfache festliche Momente, aber
Ereignisse - wenn wir es wirklich wollen -, in
denen wir in das Leben eintreten und
Gemeinschaft mit Jesus Christus haben.
Ereignisse, die nicht einfach auf die Zeit der
Feier beschränkt werden können, sondern sich
auf den Alltag ausbreiten und somit Sinn unse-
ren Werken verleihen, indem Schatten
beleuchtet werden und die Hoffnung neue
Orientierung erfährt. Ereignisse, die das Leben
radikal verändern können, ja müssen, das
Leben aller, um es immer mehr nach jenem
Jesu Christi zu gestalten.
Der Heilige Geist erneuere euch alle und
führe euch auf dem Weg der Bezeugung
eures Glaubens - euch und all jene, die fern
von Gott und Seiner Liebe sind.
Das ist die
Frucht des Kommens des Heiligen Geistes -
sagt uns Maria. Alle benötigen wir Sein
Kommen, wirklich alle, sei jene, die sich Gott
und Seiner Liebe nahe sind, wie jene, die sich
fern von Gott betrachten. Ohne das Wirken des
Heiligen Geistes können wir keinen Glauben
besitzen und Ihn daher auch nicht bezeugen;
die Werke reichen nicht aus; es genügt nicht,
das Leben Mariens und alle ihre Botschaften
kennen, um jenen Glauben zu haben, der unser
Leben und das Leben der anderen verändern
kann. Wir könnten - wenn schon - eine Reihe
von Normen weitergeben, aber nicht die
»Seele« derselben. Als Maria Elisabet besucht,
durchdringt schon der Geist Gottes ihren Gruß
(vgl. Lk 1,40-42). Findet der Geist in uns den
nötigen Raum, um sich frei bewegen zu kön-
nen, braucht es weder Worte noch Formeln,
um die Personen zu erreichen, denen wir
begegnen.
Auch heute besucht uns Maria, wie sie
seinerzeit ihre Kusine besuchte, sind wir
aber offen, wie es Elisabet war, um uns vom
Geist, der in Maria ist, durchdringen zu las-
sen? Freut euch mit mir - sagt sie uns -
bekehrt euch in der Freude und dankt
Gott für das Geschenk meiner
Anwesenheit unter euch.
Die wahre
Freude, jene Freude, die von der Tiefe
kommt, die nicht vergängliches Gefühl, aber
Zustand der Glückseligkeit des Seele ist,
kann nicht von der Bekehrung zu Gott
getrennt sein, kann nicht sein, als nur in Ihm
und in der Gemeinschaft mit Ihm. Die
Freuden der Welt, seien sie auch gut und
rechtens, sind weniger als ein Schatten geg-
nüber der Freude, die in Wohngemeinschaft
mit dem Heiligen Geist entsteht. Mit Maria
sich freuen, sich an ihrer Freude erfreuen, ist
bereits Bekehrung zur Liebe Gottes, ist das
Fortsetzung auf Seite 8
Botschaft Mariens vom 25. Juli 2009
„Liebe Kinder, möge euch diese Zeit
eine Zeit des Gebetes sein. Danke, dass ihr
meinem Ruf gefolgt seid!“
Botschaft Mariens vom 25. August 2009
„Liebe Kinder, heute rufe ich euch von
neuem zur Umkehr auf. Ihr seid nicht hei-
lig genug, meine lieben Kinder, und ihr
strahlt die Heiligkeit den Anderen gegenü-
ber nicht aus, deshalb betet, betet, betet
und arbeitet an der persönlichen Umkehr,
damit ihr zum Zeichen der Liebe Gottes
für die Anderen werdet. Ich bin mit euch
und führe euch zur Ewigkeit nach der sich
jedes Herz sehnen soll. Danke, dass ihr
meinem Ruf gefolgt seid!“
Gebet und Umkehr,
um Zeichen der Liebe Gottes zu sein
Sei es wegen der Kürze, sei es wegen des
Inhaltes, erinnert uns die Botschaft vom 25.
Juli an die Botschaft vom 25. Oktober 1999.
In der ersten sagt sie uns: möge euch diese
Zeit eine Zeit des Gebetes sein,
in der zwei-
ten vergesst nicht, dies ist eine Zeit der
Gnade: daher betet, betet, betet!
Die Gnade
ist die Hilfe Gottes, um uns an Seinem Leben
teilhaben zu lassen. Das Gebet ist Erhebung
der Seele zu Gott, und für den Christen per-
sönliche Verbindung mit dem Vater, durch
Seinen Sohn Jesus Christus, in der Kraft des
Heiligen Geistes. Gnade und Gebet sind die
»Lungen« des christlichen Lebens; sie erlau-
ben uns, das Leben zu empfangen und aus
diesem zu leben.
Diese Zeit ist die Lebenszeit eines jeden
von uns, aber auch die Zeit der Geschichte der
Menschheit, unserer Epoche. Diese von so viel
Reichtum und Elend durchtränkte Epoche, so
offen, aber gleichzeitig der Liebe so verschlos-
sen, so fruchtbar durch Heilige und Märtyrer,
aber auch von Dämonen des Hasses und Todes
übersät... Diese Zeit ist trotzdem und vor allem
eine Zeit der Gnade, Zeit der Anwesenheit
Mariens, Zeit der Erwartung der Wiederkunft
Christi! Bereiten wir uns ernst- und vertrau-
ensvoll nach den Belehrungen und
Einladungen Mariens vor, mit Gebet und
Fasten. Beten wir mit dem Herzen und nicht
nur mit den Lippen. Das Gebet möge für euch
wie die Luft zum Atmen und keine Last sein
(Botschaft vom 25. Juli 2007). Nicht ein Gebet
zu einer Zeit des Tages, sondern als Kern des
Tages, in all unserem Tun, unseren Plänen,
Gedanken, Wünschen, Beziehungen, in der
Arbeit und in der Ruhe. Das Gebet als steten
Atem der Seele, still, Inhalt des Lebens. “Gib
acht! Wenn du nicht betest, verdammst du dir
die Seele”,
sagte mir P. Pio im September des
Jahres 1965.
Heute sagt uns Maria in der Botschaft
vom 25. August rufe ich euch von neuem
zur Umkehr auf.
Die Umkehr ist nicht ein
una tantum-Akt (AdÜ: einmaliger Akt), son-
dern ein Weg ohne Ende, der das ganze
Leben dauert. Jede gute Beichte ist ein Akt
der Umkehr, und in der Tat wird das
September - Oktober 2009
-
Herausgeber; Eco di Maria,
Via Cremona, 28 - 46100 Mantova (Italia)
J. 25, Nr. 9 -10 -
Sped. a. p. art. 2, com. 20/c, leg. 662/96 filiale di MN, Autor. Trib. MN n. 13: 8.11.86,
206
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Sakrament der Beichte u.a. auch so bezeich-
net. Die Bekehrung ist Weg der Heiligkeit,
fortschreitende Dezentralisierung unser
selbst, um uns auf Gott zu konzentrieren. Für
uns Christen handelt es sich um einen vorge-
zeichneten Weg; wir müssen das Leben
Christi leben, oder besser gesagt, zulassen,
dass der Geist Gottes unser Leben in das
Leben Jesu »assimiliert« (AdÜ: aufnimmt).
Unsere Aufgabe besteht vorwiegend darin,
innigst zu wünschen, dass dies geschehe,
indem wir uns völlig dem Willen des Vaters
hingeben, der in uns das Lieblingskind sehen
möchte. Es ist nicht leicht, und Maria sagt es
uns: ihr strahlt die Heiligkeit den Anderen
gegenüber nicht aus.
Lösen wir uns von
allem menschlichen Hochmut, rufen wir mit
ehrlichem Herzen nach Vergebung und
Umkehr, erkennen unsere Fehler und verzei-
hen die Fehler der anderen, streben ohne
Unterlass danach, unser Ich mit Gott zu
ersetzen, beten, beten, beten wir, und wir
werden es schaffen, denn die überreiche
Gnade der Liebe Gottes wird fruchtbar wer-
den. Der Weg, den uns Maria für die persön-
liche Umkehr
zeigt, Zeichen der Liebe
Gottes für die Anderen
zu werden, ist nicht
Frucht von Begabung, noch menschlicher
Werke, denn nichts von uns selbst kann uns
dem Ziel näher bringen, denn was für
Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich
(vgl. Lk 18,27). Auf dieses Wort Jesu bauen
wir unsere Hoffnung, es ist eine gut einge-
brachte Hoffnung, denn Er ist unsere per-
sönliche Umkehr,
Er ist das Zeichen der
Liebe Gottes für die Anderen,
und in Ihm
werden es auch wir sein!
N.Q.
Der Kosmos werde
eine lebende Hostie!
»Mache, dass sich deine Kirche dir als
lebendes und heiliges Opfer anbiete«. “Diese
an Gott gerichtete Frage, ist auch an uns
gerichtet; es handelt sich um einen Hinweis
auf zwei Texte des Briefes an die Römer: wir
selbst, mit all unserem Sein, müssen
Anbetung, Opfer sein, unsere Erde Gott
zurück geben und somit die Welt verändern!”.
Als Gast zu den Sommerferien im Aosta-
Tal, hat der Heilige Vater ein sehr wichtiges
Thema für uns alle angesprochen, vor allem
aber für jene, die als betroffene Personen den
priesterlichen Dienst ausüben: “Die
Ausübung des Priesteramtes besteht darin,
die Welt zu weihen, damit sie lebende
Hostie werde,
auf dass die Welt Liturgie wer-
de: die Liturgie sei nicht der Wirklichkeit der
Welt angeschlossen, sondern dass die Welt
selbst lebende Hostie werde, Liturgie werde.
Dies war auch die große Vision, die auch
Teilhard de Chardin hatte: am Ende werden
wir eine wahre kosmische Liturgie haben,
wo der Kosmos lebende Hostie wird”.
Unter den vielen Aufrufen, die Papst
Benedikt XVI. an die Christen dieser Zeit
richtet, haben einige eine besonders propheti-
sche Färbung, vor allem weil sie - nicht immer
den Massen bekannte - Eingebungen einiger
wider geben, die aber gestern wie heute den
dominierenden Gedanken der Kirche vorher
sagen und Aufschlüsselungen sowie Blicke
zum spirituellen Horizont vorschlagen, die als
regelrechte “Neuheiten” erklingen.
In diesem Zusammenhang werden sich
vielleicht viele fragen: “Wer ist Teilhard de
Chardin?”. Es zahlt sich aus, ein wenig seine
Gedanken zu durchstöbern.
Wer war Teilhard?
Im Jahr 1881 in Frankreich geboren war
Teilhard de Chardin ein bekannter
Wissenschaftler der Paläontologie und über-
zeugter Jesuit, ein in einer Zeit der
Veränderungen lebender Priester: das wirt-
schaftliche, politische und soziale System
befand sich immer schneller in Umbruch,
und mit ihm daher auch die Kultur und die
allgemeine Denkweise.
Als Kind der Kirche litt er, bot sich für
sie an und zögerte nicht, jene von ihm
bezeichneten “zwei großen Krankheiten”
des Katholizismus seiner Zeit anzuprangern:
das Fehlen eines kosmischen Gewissens
(weshalb man sich ein Bild von Gott machte,
der kleiner als die unendliche Weite des
Kosmos erschien, den man so langsam
erkundete) und die Unfähigkeit positiv den
Fortschritt aufzufassen, mit dem Risiko, sich
in eine murrende Spiritualität einzusch-
ließen, die alles das verachtete, was im
menschlichen Leben Körper, Feinfühligkeit,
Materie und Arbeit war.
“Christus ist alles und alles läuft auf
Christus aus”
Als Paläontologe ist ihm bewusst gewor-
den, dass die Evolution eine unleugbare
Tatsache war, was für ihn nicht im Kontrast
mit dem Christentum stand, da die
Veränderung der Welt auf eine ganz präzise
Weise erfolgt: vom primitiven, rückständi-
gen, kaotischen, zu einem immer intelligen-
teren und entwickelteren Leben... und das
Ziel dieses Prozesses konnte nur die voll-
kommene Gemeinschaft mit Gott sein, die
Vereinigung, das Zusammentreffen von all
Wirtschaftskrise?
D
ER
P
APST HAT
A
NTWORTEN
Liebe und Wahrheit, Geschenk seiner
selbst und Brüderlichkeit. Diese Argumente
lässt die neue, von Papst Benedikt XVI.
unterzeichnete Enzyklika klar anklingen.
Wir sind alle ein bisschen müde von der
Krise sprechen zu hören, vom Absturz der
Finanzmärkte, von der Sorge um die Zukunft
der Welt. Sicher sind jene am meisten betrof-
fen, die bereits von unsicheren
Arbeitsverhältnissen mit der Gefahr von
Kündigung betroffen waren, sich in der
Lohnausgleichkasse befanden, oder der
Arbeitslosigkeit im allgemeinen ausgesetzt
ist, die allesamt Armut erzeugen, wenn nicht
gar Elend im Leben vieler. Worte,
Schriftstücke, Treffen; auch das Treffen der
G8 mit viel Aufwand und schönem Lächeln.
Man muss sich in dieses Labyrinth weiser
Reden begeben, im Glauben, alle Probleme
nur mit menschlicher Kraft zu lösen, oder
gar auf diplomatischem Weg? Auf keinen
Fall. Zumindest für jene, die sich als
Christen bezeichnen und daher einem Gott
treu sind, dem sie “mit leeren Händen” die-
nen, denn Er ist es, der sich um sie kümmert.
Was dann? So tun als ob nichts passiert wäre,
wie »Spaßvögel«, die den Mund mit Phrasen
voll nehmen, um sich zu trösten und wieder-
holt ausrufen, dass das Leben trotz allem
schön ist? Man riskiert eine oberflächliche
Blindheit, die die Bedürftigen in ihrer dra-
matischen Lage alleine lässt. “Die Liebe in
der Wahrheit setzt den Menschen vor die
erstaunliche Erfahrung des Geschenkes -
sagt der Papst -. Die Unentgeltlichkeit ist auf
vielfache Weise anwesend... Das menschli-
che Geschöpf ist für das Geschenk geschaf-
fen”. Auf diese Art bietet der Hl. Vater seinen
Beitrag mit einem Schriftstück mit dem Titel
“Die Liebe in der Wahrheit” an. Ein Beitrag,
um die Krise zu bewältigen, die einer wirt-
schaftlichen Unordnung entspringt, die sich
aber auf alle anderen Bereiche des Menschen
überträgt. “Die Liebe in der Wahrheit ist die
treibende Kraft für die Entwicklung eines
jeden Menschen und der gesamten
Menschheit. (...) Nur mit Liebe, von
Vernunft und Glaube erleuchtet, ist es mög-
lich, Ziele der Entwicklung mit menschli-
cher und humanisierter Wertigkeit zu errei-
chen... Es sind aufrichtige Menschen nötig!”
“CARITAS IN VERITATE”
Wir werfen einen Blick
in die Enzyklika
Die Veröffentlichung der Enzyklika
Caritas in veritate ist ein wichtiges
Ereignis,
besonders in diesem Augenblick
der “globalen Krise”. In der Tat führt diese
(AdÜ die Enzyklika) das Soziale Lehramt
der Kirche und der Päpste weiter, anderer-
seits stellt sie eine wichtige Neuheit für die
Welt über die Behandlung der Märkte, der
Wirtschaft, der weltweiten Gerechtigkeit und
Entwicklung der Völker dar. Vor allem
drückt die Enzyklika im Anschluss an die
Populorum Progressio von Paul VI. eine
grundlegende Kritik des Kapitalismus aus.
Wenn einerseits Papst Benedikt XVI.
daran erinnert, dass ohne Markt kein gut-
es Leben möglich ist,
verurteilt er, dass der
Markt allein Leben und andere Prinzipien
sowie Mechanismen an den Rand drängt und
schrumpfen lässt, die für das gemeinschaftli-
che Leben grundlegend sind, die nicht auf
einen Vertrag zurückzuführen sind, wie das
Geschenk und die Wechselseitigkeit.
In den ersten Zeilen finden wir den
Schlüssel zum Verständnis der ganzen
Enzyklika:
die Liebe in der Wahrheit, die
Caritas, die das Geschenk und den Vertrag,
die Familie und das Unternehmen, den
Markt und die Politik beeinflussen muss.
Mann kann ein gutes Leben und die
Heiligkeit erreichen, sicherlich durch ein
beschauliches im Gebet geführtes Leben,
obwohl man Unternehmer ist oder arbeitet,
oder sich in der Politik für das eigene Volk
einsetzt.
Die Unentgeltlichkeit ist ein anderes
Schlüsselwort der Enzyklika, was nicht mit
kostenlos und Geschenk zu verwechseln,
sondern als eine Dimension zu sehen ist, die
alle menschlichen Tätigkeiten begleitet, die
wir daher wieder in der gewöhnlichen
Dynamik des Lebens finden sollen und müs-
sen, die Wirtschaft eingeschlossen.
Wenn die Unentgeltlichkeit - wie der
Papst behauptet - die grundlegende
Dimension des Menschseins ist, lässt sich
demnach folgern, dass der Gewinn nicht das
[einzige] Ziel des Unternehmens, keines
Unternehmens, sein kann, nicht allein jener
ohne Gewinnziel, denn, wenn das so ist (wie
in der kürzlichen Finanzkrise), wird alle
wirtschaftliche und unternehmerische
Tätigkeit instrumentalisiert: Person, Natur,
Beziehungen, nichts ist in sich selbst mehr
wertbezogen. Daher der Bezug des Papstes
auf die zivile Wirtschaft und Gemeinschaft,
dessen Bedeutung man nur im Rahmen der
kompletten Enzyklika erkennt.
Prof. Luigino Bruni
2
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dem, was er als den “Punkt Omega” bezeich-
nete, wenn »Christus alles in allen sein
wird«
(vgl. Kol 3,11).
In diesem Sinn ist die Fleischwerdung
nicht nur erfolgt, um “eine Schuld zu bezah-
len”, mehr noch, um uns den Weg zu diesem
Prozess der Vereinigung und Vergeistlichung
zu zeigen, die die ganze Menschheit erwartet.
Die Eucharistie ist ein kleines Fragment des
verchristlichten Kosmos,
ein kleiner
Vorgeschmack von dem, was sein wird: der
ganze Kosmos wird in der Tat “verchristlicht”,
wir werden alle eine lebende Eucharistie sein
und »Christus wird alles in allen sein«.
Unverstanden und dasnn doch... verstanden!
Er wurde von der kirchlichen Autorität
nicht verstanden, die zwei Mal anordnete,
den Lehrstuhl in Paris zu verlassen. Die
Vorgesetzten seines Ordens brachten ihm
Achtung entgegen und behandelten ihn wie
den Lieblingssohn, aber sie hatten nicht die
Courage sich für ihn an der Front für
Auffassungen einzusetzen, die die
Theologen verworfen hatten. Die beste
Lösung schien für sie ihn nach China zu ver-
setzen, wo er 20 Jahre verbrachte, dann kam
er nach New York, wo er 1955 starb.
Seit einiger Zeit befanden sich seine
Schriften still im Umlauf, dessen
Veröffentlichung der Vatikan ihm verboten
hatte, und in den sechziger Jahren haben sei-
ne Gedanken eine wahre Blühte erreicht: aus
Frankreich verbreitete sich sein Werk “Das
Phänomen Mensch” über die ganze Welt,
aber immer noch glaubte die offizielle
Hierarchie ein monitum aussprechen zu müs-
sen, die von der Verbreitung abriet. Daher
gewinnt die Erwähnung dieses Theologen
seitens des Papstes an Gewicht und
Bedeutung als “unverstandenen Propheten”
dieser schwierigen Zeiten.
“In jeder Person, sei sie auch nichtgläu-
big, zerstöre nichts, aber lasse sie hinaufstei-
gen, wachsen. Alles, was wächst, führt zu
Christus”.
So schrieb Teilhard. Wir können
schließlich nur die Worte hinzufügen, mit
denen Benedikt XVI. seine Homilie in Aosta
beendete: “Bitten wir den Herrn, dass er uns
helfe, Priester in diesem Sinn zu sein, um bei
der Verwandlung der Welt zu helfen, in der
Anbetung Gottes, indem wir bei uns selbst
beginnen”.
Francesco Cavagna
Ein Mann wie viele, einfach, etwas unge-
bildet. Er hat jedoch eine Perle gefunden, die
seinem ganzen Leben glanzvolles Licht ver-
liehen hat. Es war am Anfang des 18.
Jahrhunderts, als JEAN MARIE
VIANNEY,
Jugendlicher aus einfachem
Hause, beschloss, Christus in die Mitte sei-
nes Leben zu stellen und dort zu belassen, in
Ihm verwurzelt. Für immer. Diese
Einstellung erlaubte ihm über alle nachzu-
denken, die sich dem Licht in langen, eucha-
ristischen Anbetungsstunden näherten. Das
Szenario spielte sich in der post-revolu-
tionären Zeit Frankreichs ab, das von einem
praktischen Atheismus und
einer großen, religiösen
Gleichgültigkeit charakterisiert
war; es war die Zeit des
Rationalismus um jeden Preis.
Eine Atmosphäre, die in der Tat
nicht zu Glauben und christli-
chem Leben einlud.
Man begann von diesem
guten und freundlichen Priester
ein bisschen überall zu spre-
chen, denn die Personen, die
ihm begegneten, besonders im
Sakrament der Buße, wurden
verändert: “Er strömte die
Gnade Christi selbst aus”, sag-
ten sie. Er fühlte sich aber nicht
einer so großen Berufung wür-
dig und allen, die ihm nach dem Grund eines
so großen Erfolges fragten, antwortete er:
“Es ist nicht der Sünder, der zu Gott zurück-
kehrt, um ihm um Vergebung zu bitten, son-
dern es ist Gott selbst, der dem Sünder nach-
läuft und ihn zu ihm zurück holt...!” Seine
stete Hingabe, voll der Hoffnung, in die
Hände der göttlichen Vorsehung gelegt,
machte es möglich, die Herzen der
Menschen zu berühren. Er zog die Seelen an,
auch die widerspenstigsten, und übertrug
ihnen seine Freundschaft mit Christus, den
er über alles liebte.
Patron der Pfarrer
Er ist der hl. Patron aller Pfarrer der
Welt. Heuer feiert man das 150. Jahr seit
seinem Tod.
Äußerst demütig, ausweichend,
war ihm das unendliche Geschenk für seine
Leute bewusst. Er sprach vom Priestertum
als ob er nicht fähig wäre, die Größe des
Geschenkes und der Aufgabe, die einem
Menschen anvertraut war, zu ermessen: “O
wie groß ist der Priester!... Wenn er das
erfassen würde, würde er sterben... Gott
gehorcht ihm: er spricht zwei Worte aus und
unser Herr kommt vom Himmel herab, sei-
ner Stimme folgend, und schließt sich in
einer kleinen Hostie ein...”.
Das Priesterjahr nach seinem Modell
Das sind die Gründe, warum der Papst als
Modell gerade ihn in diesem dem Priestertum
gewidmeten Jahr ausgewählt hat: “Ich habe
dieses Jubiläum als Anlass genommen, um
das Priesterjahr auszurufen, das, wie bekannt,
zum Thema Treue Christi, Treue des Priesters
hat. Die Glaubwürdigkeit des Zeugnisses
hängt von der Heiligkeit ab, im Endeffekt, die
Wirksamkeit der Mission eines jeden
Priesters”, erklärt Benedikt XVI.
Die Bildnisse, die den Heiligen von Ars
darstellen, zeigen ein immer lächelndes
Gesicht, einfach, freundlich, beinahe um ein
Büßerleben zu verbergen, das der Heilige
lebte, um Christus “einziger Priester” in sich
mehr Raum zu verleihen. Trotzdem verbarg
dieses Lächeln nichts, sondern offenbarte
seine vollkommene Vereinigung mit dem
Herr: “Alle guten Werke kommen nicht dem
Opfer der Hl. Messe gleich, denn diese sind
Werke von Menschen, während die Heilige
Messe Werk Gottes ist”, sagte er.
Man feiert nicht die hl. Messe, als
geschehe nichts!
Er war überzeugt, dass von der hl. Messe
der feurige Eifer des Lebens eines Priesters
abhängt: “Der Grund der Erschlaffung des
Priesters ist, weil er nicht auf
die Messe achtet! Mein Gott,
wie ist ein Priester zu bemitlei-
den, der sie wie eine normale
Handlung feiert!” Er hatte die
Gewohnheit, das Opfer des
eigenen Lebens immer anzubie-
ten: “Wie gut ist es, wenn ein
Priester sich Gott alle Morgen
anbietet!”.
Dieses sich persön-
lich Gleichsetzen dem Opfer
des Kreuzes führte ihn - mit
einem einzigen inneren Ruck -
vom Altar zum Beichtstuhl. Es
waren die zunehmenden
Massen der Bußfertigen aus
ganz Frankreich, die ihn an den
Beichtstuhl bis zu 16 Stunden
täglich fesselten. Man sagte damals, dass Ars
“das große Spital der Seelen” geworden ist.
Priester, bietet ihr euch Jesus an?
Er erklärte einem Mitbruder: “Ich sage
euch, welches mein Rezept ist: ich gebe den
Sündern eine kleine Buße auf und den Rest
mache ich an ihrer Stelle”. Das ist das
Herzstück seiner Lehre, das Benedikt XVI.
dieses Jahr den Priestern überreichen wollte:
“Die Seelen haben den Preis des Blutes Jesu
und der Priester kann sich nicht ihrer
Rettung widmen, wenn er die persönliche
Anteilnahme am “hohen Preis der
Erlösung!” ablehnt, bestätigt der Papst
während einer kürzlichen Ansprache an die
Priester. “Im übrigen ist das Ziel der Mission
eines jeden Priesters “kulturell” - so könnten
wir sagen -. um euch selbst als lebendiges
und heiliges Opfer darzubringen, das
Gott gefällt
(vgl. Röm 12,1), die in der
Schöpfung selbst, in den Menschen zum
Kult wird, Lobpreis des Schöpfers, indem
sie jene Liebe empfangen, die sie gerufen
sind, in Fülle untereinander zu spenden”.
Neues Geschöpf sein
“Es ist nötig, eine deutliche und unmis-
sverständliche Klarstellung über den absolu-
ten Primat der göttlichen Gnade neu einzu-
bringen”, schreibt der Heilige Vater in einem
Brief an die Priester. Der hl. Thomas von
Aquin sagte: Das kleinste Geschenk der
Gnade übersteigt das natürlich Gute des
ganzen Universums.
Die Mission eines jeden
Priesters wird daher - ja vor allem - vom
Bewusstsein der sakramentalen Wirklichkeit
des “neuen Seins” abhängen. Aus der
Sicherheit der eigenen Identität, nicht künst-
lich geschaffen, aber umsonst konstruiert,
als Geschenk Gottes angenommen, hängt
immer vom einem erneuerten Enthusiasmus
des Priesters für die Mission ab.
Artikel der Redaktion
In erster Linie das Priester tum
Alles Geschaffene
dem Vater zurückbringen
Seit Anbeginn will Goitt, dass der
Mensch Mitarbeiter an seinem Werk sei. Also
gibt er ihm die höchste der Aufgaben, denn,
wenn er aus dem Nichts alle Dinge schöpft,
so ist es des Menschen Aufgabe, sie zu ergän-
zen und durch ihn die ganze Schöpfung ihr
Ziel erreichen zu lassen. So sagt es ein gros-
ser Kirchenvater: „Er kann nicht Sich selbst
einem einzelnen Geschöpf mitteilen, er mus-
ste auf irgendwelche Art die Geschöpfe meh-
ren, damit die Unermesslichkeit Seines Seins
sich durch unbegrenzte Vielfalt der Schöpfung
ausdrücke“.
Wenn jedoch die Schöpfung in über-
natürlicher Ordnung zu Gott erhoben
wird,
muss der Prozees der Vergöttlichung des
Kosmos einen Prozess der Vereinfachung und
der Wiedervereinung aller Dinge in Gott erfah-
ren. Es ist ja gerade durch den Menschen, dass
dies sich erfüllen soll. Nicht umsonst ist es der
Mensch, der das grösste Paradoxon der göttli-
chen Schöpfung ist. In ihm vereinen sich phy-
sische und geistige Welt. Diese Einheit, die das
Mensch-Sein so geheimnisvoll macht,
erscheint wirklich paradoxal
D. Barsotti
Jean Marie Vianney
3
Echo 206
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Eine Grube der Weisheit
In diesen Jahren sind auf den Seiten des
Echo Kommentare der Botschaften der
Königin des Friedens vom 25. des Monats an
die Seherin Marija Pavlovic erschienen;
schöne Botschaften, die uns jedes Mal nach-
denken machen und zur Diskussion anregen:
leben wir sie oder nicht? Es sind nicht die
einzigen Botschaften, die die Jungfrau in
Medugorje an ihre KInder richtet. Beinahe
alle wissen, dass am zweiten eines jeden
Monats die Madonna an Mirjana Worte tie-
fen Inhalts überlässt, die reich an Inhalten
und wichtigen Lehren sind.
Wir von Echo haben gedacht, diesen
Botschaften größeren Raum zu geben,
indem wir einen kurzen, spirituellen
Kommentar anbieten, um zu versuchen, mit
mehr Klarheit die Weite der Gnade, die die
Mutter in Medjugorje uns zu übermitteln
wünscht zu ermessen.
Botschaft vom 2. August an Mirjana
„Geliebte Kinder, ich komme um euch
mit mütterlicher Liebe die Strasse zu zeigen,
die ihr zu gehen habt, um meinem Sohn
immer mehr zu gleichen und dadurch Gott
immer näher zu kommen und angenehmer zu
werden. Stösst nicht meine Liebe zurück.
Verzichtet nicht auf die Rettung und das
Ewige Leben wegen der Vergänglichkeit und
der Eitelkeit dieses Lebens. Ich bin mitten
unter euch um euch zu führen und als Mutter
ermahne ich euch. Kommt mit mir“.
Lebendige Strasse
Es gibt ein Strasse, die mitten durch das
Herz Mariens geht. Ein Weg, der ihre
Jungfräulichkeit gekreuzt hat und sie Mutter
werden liess. Es ist Jesus. Er ist der Weg und
auch das Leben.
Aber aus was ist diese Strasse gemacht?
Wie ist sie zu erkennen? Eines sind wir uns
sicher: sie ist nicht leicht. an gewissen
Stellen wird sie schmal, eng, beängstigend;
es ermüdet, weiter zu gehen. Anderswo ist
sie steil, es braucht alle Energien, sie zu
erklimmen. Auch ist sie unwegsam, mit
Hindernissen verstellt. Aber sie ist gesegnet,
führt zum ewigen Leben, denn nur durch
Christus finden wir zum Vater.
Das Leben Christi ist Evangelium. Es ist
schon angekündigt. Wir brauchen es nur
anzunehmen als Ganzes anzunehmen, ohne
bequeme Abstriche. Ansonst riskieren wir,
auf halbem Weg still zu stehen, vor allem,
wenn wir zum Punkt kommen, wo man auf
eine Kreuzung stösst, oder gar auf das Kreuz
... Wir können auch wählen, nach rechts oder
links auszuweichen, angezogen von
Vergänglichem, das die kurzlebige Welt uns
andauernd vorgaukelt.
„Der Geist iist es, der lebendig macht;
das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu
euch gesprochen habe, sind Geist und sind
Leben. Aber es gibt unter euch einige, die
nicht glauben“, so macht Jesus uns aufmerk-
sam in seinem Evangelium (Joh 6, 63-64).
Darum lädt Maria uns ein, geradeaus zu
gehen. Wie jede Mutter möchte sie uns zu
Hause wissen. Im Sichern, glücklich. Um zu
verhindern, dass wir uns im Leeren drehen,
zerstreut von der eitlen Vergänglichkeit die-
ses Lebens, darum kommt sie, uns zu führen.
Es genügt, zu vertrauen und mit ihr zu gehen.
Weisen wir sie nicht ab. Stossen wir vor
allem ihre Liebe nicht zurück, Maria ist kein
verzärtelndes „Mammeli“, das uns verwöhnt
und uns damit zwingt, kindisch zu bleiben.
Sie ist die weise, heilige Mutter, die nicht
fürchtet, uns zu mahnen um dadurch uns das
Heil zu sichern. Was hält uns zurück? Es ist
der Mühe wert, sich das zu fragen und sich
dann überzeugt zu entscheiden: „Herr, zu
wem sollten wir gehen? Du hast Worte des
ewigen Lebens!“ (Joh 6,68).
Botschaft vom 2. Juli an Mirjana
“Liebe Kinder! Ich rufe euch, weil ich
euch brauche. Ich brauche bereite Herzen
für eine unendliche Liebe. Herzen, nicht von
Eitelkeit beschwert. Herzen, die bereit sind
zu lieben, wie mein Sohn geliebt hat, die
bereit sind, sich zu opfern, wie sich mein
Sohn geopfert hat. Ich brauche euch. Um mit
mir kommen zu können, verzeiht euch selbst,
verzeiht den anderen und betet meinen Sohn
an. Betet Ihn auch für jene an, die Ihn nicht
kennen gelernt haben, die Ihn nicht lieben.
Daher brauche ich euch, daher rufe ich
euch. Ich danke euch”.
Diese unendliche Liebe
Wie immer berührt Maria sofort den
Kernpunkt, den wahren Grund vieler, zu vieler
unterlassenen Antworten auf die außerordent-
lichen Gnaden dieser Zeit. Wie viele von uns,
seinerzeit tief von der Gnade Medjugorjes
berührt, spüren, unempfindlich geworden, den
Elan zu verlieren, und begeben sich auf spiri-
tuell unfruchtbare Wege, die weit weg vom
Herzen der Königin des Friedens führen.
Wenn wir ehrlich sind und den Mut haben, in
die Tiefe des Herzens mit dem “klaren Auge”
des Evangeliums (vgl. Mt 6,22) zu schauen,
ersehen wir leicht den Grund, den einzigen
und einfachen: wir sind nicht zu dieser unend-
lichen Liebe, die Maria wünscht, bereit. Eine
entschlossene Liebe für ein stetes Exodus aus
uns selbst, von jener “Eitelkeit”, die aus tau-
send, dünnen Facetten gemacht ist, die sich
der Freude des Geschenkes seiner selbst für
das Leben des Bruders verschließen, was uns
von Christus trennt. Eine Liebe, die nicht vor
dem Opfer halt macht, vor allem vor dem
größten Opfer: jenem, mit der Liebe Gottes
jene zu lieben, die dich demütigen, dich verlet-
zen, dich verraten.
Wie oft riskieren wir die Frische eines
wahren “Fiat” in einen Ozean von schönen,
geistlichen Worten zu ersticken, hinter wel-
chem im Wesentlichen sich ein “nicht
beschnittenes” und rebellisches Herz befindet.
Maria warnt uns, dass die Zeit drängt und man
nicht mit der Gnade spielen kann, dass wir
keinen weiteren Raum unserem kranken Ich
gewähren können, das oft geschickt religiöse
Kleider trägt oder noble Spiritualität aus-
strahlt. Es ist das die Zeit, radikal das
Evangelium der Wahrheit des Lebens und in
den konkreten Beziehungen mit den
Geschwistern “Fleisch werden zu lassen”, die
uns Gott begegnen lässt. Wir müssen den Mut
haben, der tödlichen Zerbrechlichkeit ins
Gesicht zu schauen, die in unserem Herzen
“jene unendliche Liebe” paralisiert, die Maria
von uns erwartet, mit aller Kraft uns am Gebet
des Herzens festklammern, nach dem sie uns
unermüdlich aufruft, um stets das Geheimnis
der “Liebe ohne Grenzen” (Botsch.
25.11.1991) Christi wider zu finden, einziger
Mittelpunkt unseres Seins und unseres
Wirkens.
Es ist die Zeit, völlig und ganz uns dieser
täglichen Mühe des Herzens zu verschrei-
ben. Alles wird uns dann klar werden, es
werden Ängste und die traurigen
Auseinandersetzungen unter den Kindern
derselben unbefleckten Mutter aufhören.
Giuseppe Ferraro
Stellvertretung im Vikariat,
eine Dazugabe an Liebe
Kein Mensch lebt ganz in sich verschlos-
sen Jeder von uns steht in Beziehung zu
andern, hängt ab von andern Menschen,
nicht allein im Materiellen, auch im
Geistigen, Kulturellen und Moralischen. Wir
trachten danach, dieses Konzept zu vereinfa-
chen, beginnen damit am negativen Abhang.
Es gibt Menschen, die nicht nur sich
selbst zerstören sondern auch andere in den
Ruin treiben, indem sie Zerstörungskräfte
hinter sich zurück lassen, die ganze
Generationen ins Negative hinein drängen.
Aber Gott sei Dank gilt dies nicht nur im
Negativen. Es gibt Menschen, die hinter sich
eine Art Zuschuss an Liebe zurücklassen,
erlittener, bis auf den Grund durchlebter
Schmerz, an Freude, Aufrichtigkeit und
Wahrhaftigkeit, die auch andere mitreisst, sie
begleitet und stützt. Es gibt tatsächlich etwas
wie die Stellvertretung im Tiefsten der
Existenz.
Das ganze Geheimnis Christi fusst genau
darauf.
Man kann nun sagen: gut, es ist halt so.
Aber dann reicht doch der Überschuss an
Liebe eines Christus, es braucht doch nicht
mehr. Er allein befreit, heilt, alles andere
wäre vermessen, als ob wir seiner unendli-
chen Liebe mit unsrer Endlichkeit etwas
beifügen könnten.
Dies ist wahr, aber ist nicht die ganze
Wahrheit.
Tatsächlich ist die Liebe Christi so gross,
dass sie uns nicht in der Passivität des
Beschenkten lässt sondern uns einbezieht bis
auf den Grund seines Wirkens und seines
Leidens. Eine berühmte Stelle im
Kolosserbrief bekräftigt dies: „In meinem
irdischen Leben ergänze ich das, was an den
Leiden Christi noch fehlt“ (Kol 1,24).
Im geistigen Umfeld gehört alles allen.
Da gibt es kein Privateigentum. Das Gute
eines andern wird das meine und das
Meinige wird sein. Alles kommt von
Christus, aber da wir Ihm gehören, wird auch
das was unser ist zum Seinen und wird
bekleidet mit rettender Kraft.
Auch geistig lebt keiner für sich allein.
Das Kümmern um sein eigenes Seelenheil
befreit dann aus Angst und Egoismus, wenn
es zum Kümmern um das Heil der andern
wird. Wir müssen uns oft fragen: Was will
Gott von mir, damit die andern gerettet wer-
den?
(Joseph Ratzinger – aus: Das Verzeihen von Assisi)
„Indem wir zu unterscheiden verstehen,
welche Geister aus Gott stammen, müssen
sie (die Geistlichen) glaubend die
Charismen entdecken, seien diese beschei-
den oder erhaben, damit sie unter diesen
vielen, den Laien übertragenen Formen,
diese freudig annehmen und in Klugheit
gedeihen lassen“.
Solche Gaben treiben nicht selten zu
einem höhern geistlichen Leben, sie kön-
nen nicht nur glaubenden Laien sondern
ebenso gut Priestern nützen. Durch
Zusammenwirken von Geweihten und
Charismen kann „ein wahrer Impuls zu
erneuertem Auftrag der Kirche zum
Verkünden und Bezeugen des
Evangeliums der Hoffnung und der Liebe
an jedem Winkel der Erde sprudeln“.
Benedikt XVI. aus dem Schreiben an die Priester
4
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„Silberhochzeit“
des ECHO MARIENS
Eine Ausgabe überspringend haben wir
mit neuem Elan den Weg wieder aufgenom-
men mit einem wichtigen Rückblick. 25
Jahre sind verflossen seit der Geburt des
„ECO DI MARIA“!
Wir feiern das in dieser Nummer unserer
Zeitschrift mit Freude und Dankbarkeit für
das Geschenk, das die Muttergottes all den
Lesern über dem ganzen Globus gemacht
hat, aber dann auch uns, die wir es liebevoll
betreuen. Auch mit etwas Angst, denn wir
sind uns bewusst, dass wir verantwortungs-
voll dieses Gnadengeschenk verwalten müs-
sen, das uns von der Königin des Friedens
übergeben wurde: SIE ist die wahre
Redaktorin unserer Zeitschrift. Darauf
haben wir schon etliche Male hingewiesen.
Natürlich geht über sie hinaus unser erster
Dank an Don Angelo Muti, der es gegründet,
geleitet und gehegt hat bis Ende 2000.
Wir haben die Sommer-Ausgabe über-
sprungen. Eine notwendige Pause für ein
heilsames Überholen unserer Arbeit. Es gab
Prioritäten, es gab Mängel. Erfolge und
Misserfolge. Um nachher neu zu starten mit
Enthusiasmus und dem starkem Wunsch
nach gutem Gelingen fürs ECHO und für
jeden, der es liest.
Wir fühlen uns geehrt durch den Dienst,
den Maria uns anvertraut hat, auf einfache,
familiäre Art die Worte zu überbringen, die
SIE regelmässig in Medjugorje ausspricht.
Es ist eine wichtige Aufgabe die wir mit
andern in der Welt teilen, so dass verschiede-
ne Medien dafür sorgen, die Botschaften der
Muttergottes auszustreuen. Jede Art ist origi-
nell und darum einzigartig.
Was uns betrifft können wir nur bezeu-
gen, dass ohne die vorsehende Hand Gottes
es nicht möglich ist, weiter zu gehen, und
dies aus ganz verschiedenen
Gesichtspunkten. Es ist ein effektives
Abenteuer, das uns auf unerdenklichen
Wegen führt, ab und zu über steile und
gefährliche Wegstücke.
Werden wir es schaffen, das
Weitergehen? Werden wir die weitere
Herausgabe bewältigen, die so viel Geld
kostet und nur von freiwilligen
Zuwendungen lebt? Wird es gelingen, die
Menschen zu erreichen, die das ECHO wün-
schen, wenn die Verteilung allein von der
Grossherzigkeit guter Menschen abhängt,
die diese Charge auf sich genommen haben?
Viele Male haben wir uns das gefragt. Die
Antwort finden wir nur, wenn wir uns ganz
Gott anvertrauen,. Vertrauend IHM unsere
Sorgen und allem voran die Zukunft unseres
ECHO übergeben. Es braucht etwas Geduld,
es heisst, ein wenig leiden während des
Wartens ... aber in der Regel öffnen sich
danach wieder die Tore. Zweifelsohne ist das
ECHO ein Kind der Hingabe.
Maria ist mit uns. Das hat sie schon so
viele Male gezeigt. Und das ist das erste
Motiv, worüber wir uns freuen. Aber nicht
das einzige. Über die Seiten des ECHO ver-
streut fanden sich viele Freunde, die uns ihre
aufgezeichneten Gedanken schenkten. Ihnen
allen sagen wir Dank.
Viele von überallher auf der Erde lassen
uns ihre Nähe spüren durch kurze Grüsse,
Ermunterungen um auszuhalten, auch wenn
Schwierigkeiten uns bedrohen. Ihnen dan-
ken wir. Viele schreiben uns nicht, aber wir
wissen, dass es sie gibt, weil ihr Gebet uns
erreicht und uns stützt, ganz konkret das
ECHO nährt und am Leben erhält. Auch
ihnen gehört unser Dank.
Wir nehmen unsern Weg wieder auf,
demütig, bewusst, dass ohne den Heiligen
Geist wir nichts vermögen. Wachend hören
wir auf seine Eingaben um aufzufangen, was
ER uns zu sagen hat, um voran zu kommen
auf dem Glaubensweg - für uns und unsere
Leser.
Es ist Brauch, dass Ehepaare ihre fünf-
undzwanzig Jahre Gemeinsamkeit silbern
färben. Vielleicht, um das Fest in der ganzen
Schönheit einer Mondnacht zu feiern. Es ist
der Mond, der die Nacht still in ihrer ganzen
Pracht erstehen lässt. Dieses sanfte
Leuchten, das die Nacht erhellt, lässt uns
heiter, dankbar zurückschauen und der
Zukunft hoffend entgegen gehen, so dass wir
alle liebend umarmen möchten, die uns teu-
er und wohlgesinnt sind. Auf jeden und alle
möchten wir den Segen Marias rufen, einen
Segen, den wir zu verschenken glauben
durch all die Worte, die es uns gelingt, zu
schreiben. Dir, geliebtes ECHO, alles Gute!
Das ECHO-TEAM
Lichter Rückblick
auf den
Boden Marias
von Stefania Consoli
Maria ist da!
Regen, viel, viel Regen. Und auch viel
glitschigen Schlammes auf der roten Erde,
die die Abhänge des Podbrdo färbt, dem
Hügel an Medjugorjes Grenze, wo Maria vor
achtundzwanzig Jahren sich zum ersten Mal
den erstaunten, ungläubigen Augen einiger
Kinder zeigte. Längst sind sie gross gewor-
den, Mütter und Väter ihrer Familien
Auch dieses Jahr, am 25. Juni übersäten
tausende von Menschen die Steine des
Podbrdo um den Ort zu erreichen, wo Maria
unermüdlich fortfährt, sie als „Geliebte
Kinder“
anzurufen . Aus der ganzen Welt
haben sie „auf ihren Ruf geantwortet“.
Was treibt sie denn? Oder besser, was
zieht sie an? Ja, denn nur eine ausserordent-
liche Kraft vermag einen solchen Fluss von
Leuten bis hierher zu ziehen, an einen Ort,
der keinerlei menschliche Attraktivität
besitzt, für einige eher das Gegenteil.
Die kirchliche Autorität bekundet noch
nicht offiziell ihr Wohlwollen am Ganzen. Sie
wartet auf die Früchte um zu urteilen. Und
trotzdem kommen die Gläubigen in Massen.
Man frägt sich: sind nicht vielleicht sie die
Früchte?
Ist es nicht doch die Gewissheit,
dass an diesem Punkt der Erde eine ganz spe-
zielle Gnade fliesst, fähig, unser Leben zum
Guten umzuformen? Ist es nicht vielleicht der
Wunsch, einer so aussergewöhnlich schönen,
aufmerksamen und weisen Mutter zu gefal-
len, sie zu erfreuen im teilweise fast hero-
ischen Befolgen ihrer Botschaften? Und SIE,
unermüdlich dankt sie uns, als würden wir Ihr
eine Gunst erweisen! Wo doch auf sie zu
hören und ihr zu folgen, uns selber nützt. Ja,
sogar uns sogar rettet.
Nicht nur die Jungen, nicht nur die
Gesunden steigen hinauf über die Steine und
verharren dort, unbequem unter strömendem
Regen an diesem Ende-Juni-Nachmittag.
Hier sind sie. Beten. Jemand singt. Andere
verbleiben einfach im Schweigen, in tiefem
Gebet, lassen allein Gott sprechen.
Wie kann man tun als wäre das nichts?
Oder schlimmer, versuchen, die offensichtli-
che Tatsache zu bekämpfen, suchen vorzu-
zeigen, dass alles eine Erfindung, eine
Illusion sei?
Maria ist in Medjugorje. Und sie lebt.
Sie vertritt eine Geschichte seit bald drei
Jahrzehnten, die nicht nur das Schicksal
eines kleinen, unbekannten Dorfes angeht,
sondern auch eines jeden, der sich durch die
Begegnung in diesen Gnadeneinfall einbe-
ziehen und prägen lässt.
Maria ist hier. Sie ist im erneuerten
Leben dessen, der in Medjugorje zusammen
mit dem Glauben an den wahren Gott auch
sich selbst wiedergefunden hat, seine eigene
Identität. Es ist die Heilung. Medjugorje war
und ist es noch, die Schule, wo Maria als
aufmerksame Meisterin im Heiligen Geist
lehrt, nach dem Stil Gottes zu leben, der da
ist Schönheit, Friede, Heiligkeit.
Maria ist da. Sie wird es auch sein, wenn
die Erscheinungen aufhören sollten, weil ihr
unbeflecktes Herz triumphierend in jedem
schlägt, der verfügbar sich umwandeln liess
indem er „auf ihren Ruf gehört“ hat.
Die Menge, die
Bekehrung sucht
„Danach sah ich eine grosse Schar aus
allen Nationen und Stämmen, Völkern und
Sprachen; niemand konnte sie zählen.“.
„Wer sind diese? fragt jemand den Autor des
Buches der Apokalypse. “Es sind die, die
aus der grossen Bedrängnis kommen; sie
haben ihre Gewänder gewaschen und im
Blut des Lammes weiss gemacht. Deshalb
stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen
ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel“
(Offb 7; 9,13).
Eine grosse Schar, immens, so wie die,
die ständig nach Medjugorje fliesst, um sich
zu Füssen der „Frau mit der Sonne
umkleidet“
zu sammeln, mit der, die ein für
allemal der alten Schlange den Kopf zertre-
ten hat und jetzt durch ihre
Nachkommenschaft ihren Auftrag erfüllt,
exakt so wie die Schrift es uns berichtet (vgl
Offb 12,1).
Das Volk Mariens, das Sie in Medjugorje
heranbildet, kann in einem gewissen Sinn
dieser Beschreibung des Johannes am
Schluss der Heiligen Schrift gleichen Sie
5
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Mein Name ist Friede
Von Nicolino Mori
Sie stellt sich als „Königin des Friedens“
vor. Vom ersten Moment der Erscheinungen
an, also seit 1981, erinnerte die Muttergottes
an viele Ansichten und Werte des Glaubens,
die am Zerfallen waren; vor allem an die per-
sönliche Bekehrung und das Gebet.
Aber
diese nicht nur zum Nutzen ihrer selbst, wie
einfache gute Werke, viel mehr hineingestellt
in den grössern Plan des Weltfriedens.
Nun ist dieser Friede nicht nur Absenz
von Konflikten oder besseres Funktionieren
der internationalen Organisationen, sondern
es geht Frieden mit Gott, das Finden seiner
Gegenwart in der Welt, Seines Heilswillens,
dessen, was Jesus das Reich Gottes nannte.
Gott will mit seiner Liebe im Herzen
jedes Einzelnen dass der Friede regiere, in
den Familien, den Nationen; unter den
Gläubigen und jenen, die seine Liebe noch
nicht kennen, damit alles heimgeführt werde
zu IHM; damit durch seinen Sohn ein Hirt
und eine Herde werde.
Dieser von der Jungfrau von Medjugorje
eingeforderte Wille Gottes liess verschiedene
geistliche Früchte und Initiativen wachsen .
So haben sich Menschen zusammengefunden
um nach diesem Programm Gottes zu leben,
haben sich ganz der Königin des Friedens zur
Verfügung gestellt; nicht bloss ein wenig
Zeit, etwas Aufmerksamkeit wollen sie Ihr
anheimstellen, sondern das ganze Leben
in
Einheit mit dem grossen Opfer Christi ver-
bringen zur Rettung der ganzen Welt, der
Menschheit auf Erden, der Seelen der
Verstorbenen, aller Kreatur des Kosmos.
Eines der Dramen unsrer Zeit ist die
Unfähigkeit, ein verinnerlichtes Leben zu
führen. Stets sind wir nach aussen gerichtet,
immer auf der Gasse, immer im Lärm. All
das verhindert uns, zu denken. Vielleicht ist
es die Angst zu schweigen, um in der Stille
nicht die Leere und die Identität des eigenen
Lebens zu finden. Man füllt sich an mit
Geräusch, Alkohol, Drogen, Flucht noch und
noch, um jeden Preis. So zu leben ist nicht
nur nicht weise, es entwürdigt unser
Menschsein. So sagt ein griechischer
Philosoph: jedes Mal wenn ich mitten unter
die Menschen gehe, kehre ich als weniger
Mensch zurück. Im Gegenteil dazu Carlo
Carretto, der während vieler Jahre militante
Politik und Aktivitäten in der Kirche gemacht
hatte, der sich zurückzog in die Wüste und
verkündete, dass, auch wer in der Stadt lebt,
seine Wüste finden müsste: eine Stunde am
Tag, einen Tag im Monat, einen Monat im
Jahr, als absolutes Minimum um beten zu ler-
nen und beim Herrn zu sein. Im Frieden
„Ich lade euch ein, den neuen
Frühling zu pflücken, den der Geist
in unsern Tagen in der Kirche
weckt, nicht zuletzt durch die kirch-
lichen Bewegungen und die neuen
Gemeinschaften. Der Geist ist in
seinen Gaben multiform .... Er weht
wo er will. Er tut es unerwartet, an
unerwarteten Orten und in Formen,
die man sich nie erdenken konn-
te...“
Papst Benedikt XVI
lassen sich nicht mehr zählen, jene die sich
dafür entschieden haben, einen ernsten Weg
der Bekehrung einzuschlagen indem sie dem
Bösen und seinen Taten widersagen, Gott
wählen und seine Wünsche des Guten erfül-
len.
Die Muttergottes hat es in ihren
Botschaften viele Male gesagt: das Gebet,
das Fasten und die Hingabe des eigenen
Lebens haben die Macht, Satans Reich zu
vernichten, das sich immer mehr in unsere
Gesellschaft einflicht und sie dazu drängt,
eine Menge falscher Götter anzubeten,
falscher Idole. . Die Menschheit durchlebt –
wenn wir bereit sind es zu sehen und anzuer-
kennen – neue Formen echten Heidentums.
Und zwar unter allen Gesichtspunkten.
Das Böse bekämpfen im eigenen Leben,
indem wir unaufhaltsam für den Geist Gottes
kämpfen, macht uns zu aktiven Mitarbeitern
dieser lichtglänzenden und mächtigen Frau,
die heute wie damals fortfährt, mit der Ferse
auf den Feind des Lebens zu treten. Es ist
eine Verpflichtung die uns zur Ehre gereicht,
aber auch unsern ganzen vertrauenden
Glauben und unsere Verantwortung verlangt.
Kurs umdrehen
Beständiges Verlangen in den
Botschaften der Gospa, worüber die
Muttergottes nie ermüden wird, ist: „bekehrt
euch!“
Und hier stolpert der Esel. Wenn wir nur
ein ‚bisschen glauben‘ meinen wir, wir hät-
ten‘s schon geschafft. Wenn es so ist, dann
müssen wir den Begriff „Bekehrung“ neu
schreiben. Wenn wir behaupten, bekehren
bedeute nur annehmen, dass Gott existiert,
oder höchstens, ihn öffentlich zu bekennen,
dann haben wir die Strasse verfehlt. Dieses
bisschen ist nötig, ist aber nur die unverzicht-
bare Basis. Ist nur der Anfang. Die
Bekehrung, die Maria wünscht, ist entschie-
den den Kurs unsres Lebens ändern.
Hinnehmen, unsere Ansichten zu ändern.
Wählen, die Wirklichkeit mit den Augen Jesu
zu sehen. Beginnen, so zu denken, zu han-
deln, sich zu benehmen wie ER es getan hat.
Erneut liegt der Hase im Pfeffer: Eines
ist es, zu entdecken, dass Gott nicht nur eine
Idee ist, etwas anderes ist, dem Egoismus
abzusagen, dem wir oft die Zügel über unser
Leben überlassen... Bekehrung geschieht
nicht allein in einem Augenblick. Das könn-
ten wir als „Sturz vom Pferd“ beschreiben,
wie es der hl. Paulus sagte. In Wahrheit müs-
sten wir alle vom hohen Ross steigen: vom
Ross unseres Hochmuts, alles über das
Leben und seine Geheimnisse zu wissen;
vom Ross unseres Stolzes und unserer
Eitelkeit; vom Ross unserer Anmassung, die
aus dem Instinkt des Herrschens und der
Unterdrückung wächst ...
Der Augenblick, wo die Gnade uns
berührt, manchmal ganz unerwartet und
unvorhergesehen, weckt unser Gewissen: es
wird sich bewusst, dass nicht der Mensch
das Zentrum des Universums ist, vor allem,
dass er sich nicht selbst genügen kann. Die
Bekehrung dagegen ist ein stufenweiser
Prozess, langsam, schrittweise und dadurch
andauernd, hin zum Punkt, wo „das Alte ver-
gangen, Neues geworden ist“ (2 Kor 5,17).
Bekehrung ist defintiver Kurswechsel,
der all unsere Fähigkeiten zu Gott hin rich-
tet, so auch unseren Geschmack und in der
Folge auch unsere Entscheide. Es ist eine
Einbahnstrasse, ohne Umkehr, aber sie mün-
det im Reich des Herrn Von dort hat niemand
mehr Lust umzukehren. Koste es was es wol-
le!
Dafür besucht uns die Muttergottes in
Medjugorje; neu zu machen alle Dinge, ganz
im Stil des Heiligen Geistes, der, indem ER
sie aufsuchte, ihren verschwiegenen, jung-
fräulichen Schoss befruchtete.
Als eucharistische Frau ‚par excellence‘,
gab sie sich selber hin, um dem WORT Form
zu geben. Wie das Brot auf dem Altar bevor
es Leib des Herrn ist. Nehmen wir Maria mit
uns als gingen wir zur Kommunion: über-
nehmen wir ihren Stil, ihre Art, die
Wirklichkeit zu sehen und anzugehen. SIE
wird uns zu lebendigen Hostien umformen.
Sechzigtausend
am
zwanzigsten
Jugendfest
Eine enorme Zahl. Man kann sie nicht
übersehen. Vor allem weil sie zum grössten
Teil aus jungen Menschen besteht. „Ich sah
einen mit einem enormen vielfarbigen
Hahnenkamm auf dem Kopf, vielleicht war
er Engländer oder Amerikaner“, erzählt
Angela, „was tut um Gotteswillen so einer in
Medjugorje?“
Jedes Jahr errechnet man die Zahl. Und
jedes Jahr steigt die Masse, die im August
sich zusammenfindet zum Fest der Jugend,
nun seit zwanzig Sommern. Sie kommen zu
hauf. Auch jene, die zum ersten Mal die
Augen öffnen „einer Realität, die mich über-
wältigt und mich verstehen macht, wieviel
Zeit ich bis heute verloren habe“, so kom-
mentiert Carlo. Wer jedoch mit der Zeit geht,
kehrt zurück gestärkt, ermutigt, gestärkt in
seinen Entscheidungen zur Umkehr. Aber
vor allem, weil er Maria begegnet ist, die
stets bereit ist, ihn aufzunehmen und in ihre
Arme zu schliessen.
Auch dieses Jahr war eine „grosse
Schar“ am Fest, um die Mutter versammelt.
Wie könnte man Sie vergessen? Unmöglich!
Vielleicht würde jemand es vorziehen zu
denken, das sei ganz normal: einfache
Pilgertouristen, die wie anderswo auch
Heiligtümer besuchen. „Zum ersten Mal seit
zwanzig Jahren wurden die Seher gebeten,
nicht auf der Bühne aufzutreten um ihr
Lebenszeugnis abzulegen“ erzählt Claudia.
Ist das Zufall? Vielleicht nicht. Vielleicht
wollte jemand die Idee verscheuchen, dass
man hierher kommt, weil die Madonna
lebt.und sich sehen lässt durch Kanäle, die
nicht von unsrer Logik verwaltet werden
können, die aber doch oft Tochter von stupi-
den Berechnungen und Interessen ist. ...
Königin des Friedens, bitte für uns!
Gottes Willen zu kennen,
ist das grösste Wissen.
Gottes Willen zu finden,
ist die grösste Entdeckung.
Gottes Willen zu tun,
ist die grösste Errungenschaft.
(auf Brians Gebetskarte)
6
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F
ÜR UNS ZUM ERSTEN
M
AL
Berg des Schweigens
Ich erstieg den Kricevac in schnellem
Schritt. Fünfundzwanzig Minuten sind
wenig, nicht? Vorbei an den Pilgergruppen,
die sich vor den Kreuzwegstationen betend
aufhielten, ich überholte sie. Ich spürte, das
Treffen für mich war oben auf der Spitze.
Etwas Grosses wartete auf mich. Ich nahm
es wahr, wusste jedoch nicht was es war. Ich
bin Athlet, trainiert, kein Problem da hinauf
zu kommen. Der Aufstieg zum Kricevac for-
dert, aber nicht einmal das sehr steile Stück
Abkürzung konnte mich bremsen. Ich mus-
ste
jenes Kreuz erreichen, das mich derart
einlud, mich in die Höhen zu schwingen.
Und dort, auf dem Berg, ein Blick über ganz
Medjugorje liess mich auf einen Schlag ver-
stehen, wo ich wirklich gelandet war.
Ich war am verabredeten Platz. Aber war
das Etwas schon angekommen? Ich spürte es
gleich danach, denn es ging in mich. Wie ein
Windhauch der dir die Lungen befreit und
dich atmen macht, erleichtert. Es war nichts,
was zu sehen ist, nichts was man hören kann.
Nur ein Wahrnehmen, das dich anders emp-
finden lässt, dir gut tut ohne jedes Motiv,
allein weil sich Friede in deiner Seele aus-
breitet, und dir das Herz weit wird. Ich fand
mich über dem normalen Alltäglichen, jenes
der Materie und der menschlichen Gesetze,
eng bis zum geht nicht mehr, manchmal.
Dort war neue Luft. Ich weiss nicht, was es
ist, aber ich weiss, dass es ist!
Wir waren wenige am Fuss des Kreuzes
an diesem Mitte-August-Morgen. Es schien,
alles hielte den Atem an, fast irreal in der
Stille die mich umgab, mich, die Geschöpfe,
jedes Ding. Um den Zauber nicht zu zerbre-
chen, hielt ich den Atem fast zurück.
Aber es dauerte nur kurz. Die
Gruppen, die ich überholt hatte,
waren sämtliche in die Nähe
gekommen, man sah sich, aber
vor allem nahm man die
Stimmen wahr, die alle
zusammen einen Heidenlärm
machten.
Ich fühlte einen Ruck
mitten im Herzen. Kurz
zuvor war da Harmonie,
alles schwieg, sogar die
Heuschrecken des Sommers
hörte man singen. Vielleicht
waren auch sie versunken ins
Gebet. Aber jetzt diese
Oberflächlichkeit der Menschen,
die lärmigen und unverantwortlichen
Gefühlsregungen zerbarsten es. Da: die
Schöpfung selbst protestierte: ein Schwarm
tausender Heuschrecken begannen, ebenfalls
zu lärmen und ihren Vers zu schreien, fast
unerträglich als Ganzes. „Haltet ein, seid
still, ihr Menschen, hier ist heiliger Boden.
Wir sind auf dem Berg des Schweigens. Hier
hört man nur eine Stimme, eher ein Flüster.
Jenes von Maria“
Fabio Macchioni
aus Caldarola (MC-Italia)
„Mein“ Medjugorje
Ein heftiger Wunsch hinzugehen zeigte
sich mir in letzter Zeit, hörte nicht mehr auf.
Ich musste diese Reise wirklich machen,
wovon mir so manche erzählt hatten. Ich hat-
te auch in der TV aus dem Mund berühmter
Leute darüber reden gehört, von denen du
nie erwarten würdest, dass sie über “gewisse
Dinge“ öffentlich sprächen! Der Wunsch
wurde Entscheid: ich ging! Mit mir, meine
Familie. Eingeschlossen die Kleinen.
Alles passte zusammen: Ferien, das
Schiff, die Organisation. Aber weshalb
weinte ich denn in den letzten Tagen vor der
Abreise? Ich war zufrieden, aber was war
denn dieses „Etwas“ ; das mich im Herzen
immer wieder berührte, ja beinahe erschüt-
terte? Was liess Erinnerungen von gemach-
ten Fehlern, von Sünden die sich stets wie-
derholen aus tiefstem Winkel des Herzens
heraufziehen, vor allem die Unfähigkeit zu
lieben wie ich es gern getan hätte? Und dann
dieser subtile Sinn von mangelndem
Unangepasstheit angesichts der Mutter, die
ich besuchen gehen wollte ...
„Weine nur, halte dich nicht zurück“ sag-
te mir eine Freundin, „die Tränen sind
Zeichen, dass Maria schon aktiv ist. Nicht
nur erwartet sie dich, sondern sie ist hier mit
dir und bereitet die Koffer für die Reise vor:
Das Gepäck, das du dort lassen musst mit
den Sünden, und die leeren Stücke, um die
Gnaden heimzutragen, die Sie für dich reser-
viert hat. Das ist gesegnetes Weinen, Tränen,
die das Herz aufhellen und es vorbereiten für
die Umkehr.“
Die Emotionen haben mich bis dorthin
begleitet. Aber im Kopf war da auch ein
grosser Haufen Erwartungen, Dinge, die ich
mir vorgestellt hatte, wenn ich andere
erzählen hörte. „So wird es auch für mich
sein“, sagte ich mir. Das war nicht so, denn
wo ich erwartete „etwas“ zu spüren, schien
mir alles leer, trocken. Und darum enttäu-
schend.
Die Gnade lässt sich nicht programmieren.
Immer überrascht sie dich. Als ich nicht dar-
an dachte, da überfiel sie mich und ich fühl-
te mich überwältigt von einem wirklichen
tiefen Frieden, wo alles sich ergibt und
du in dir sicher wirst. Ich fühlte mich
mit mir selber versöhnt, mit den
andern, mit dem Schöpfer. Etwas
sehr grosses festigte sich in mir,
das mich nie mehr verlassen
hat.
Nicht die lärmigen Strassen
mit den vielen Läden waren
das Medjugorje, das mich
erwartete…und auch nicht der
Erscheinungsberg, ganz über-
laufen von Menschen, als ich
mit meiner Familie hinanstieg.
Es war in der Stille der abend-
lichen Anbetung, geführt mit
Weisheit durch einen geweihten
Jugendlichen, wo die Gnade mich
erwartete. Es war in der Ruhe der
Kommunität, die mich aufgenommen hatte,
in den strahlenden Gesichtern der Freunde,
die mich beherbergten; im Ambiente der
Räume für Ruhe, Sammlung, Gebet. In all
dem habe ich „mein“ Medjugorje gefunden,
jenes, das die Muttergottes schon seit einiger
Zeit vorbereitet hatte und das mich erwarte-
te. Mich und „mein Ja“.
Ich habe es nicht dort gelassen. Es fällt
mir auf, dass etwas verändert ist seit meiner
Heimkehr. Die Gnade ist mir gefolgt und es
änderte sich die Art, wie mit den Dingen
umzugehen ist: von der Hatz zur Ruhe, von
der Aufruhr zur Heiterkeit. Es ist ein
Wunder.
Ich habe nicht viel darüber gesprochen,
was ich erlebt habe. Ich mochte nicht, dass
der Enthusiasmus die Perlen des gefundenen
Schatzes zerstäube. Ich habe sie für mich
behalten, um sie weiter zu geniessen, sie als
LESER SCHREIBEN
Sergio Leon aus Havanna (Kuba):
Geliebte Brüder und Schwestern, Vielen
Dank dafür, dass ihr uns das ECO DI
MARIA schickt, das uns gute Nachrichten
und Überlegungen liefert. Wir verteilen das
ECHO im Innern Kubas, wo die
Informationen spärlich sind und es uns sehr
hilft in unserm missionarischen Auftrag in
den ländlichen Gemeinden. Wir können
nicht in Geld zahlen, aber wenn die Gebete
etwas nützen: jeden Tag beten wir für euch.
Wir haben am Schmerz der Italiener
wegen der Erdbeben teilgenommen und für
euch gebetet.
Hier in Kuba gibt es mehrere Priester, die
hart an der Seite der kubanischen katholi-
schen Kirche arbeiten, sie sind sehr tapfer
und lieb.
„späte Befreiung“, als nicht zerredetes, im
Wind verlorenes Zeugnis zu verlieren: sie
sollten verinnerlichte prägende Erfahrung
bleiben. Es ist die beste Art um sie andern
weiter zu geben, denn man sieht sie.
Cinzia Vinchi
aus Caldarola (MC-Italia)
Zum Jahreswechsel
Er wird endgültig erscheinen
Jesus wird endgültig erscheinen, er wird
unser Leben ausfüllen. Wir leben in dieser
Erwartung, in dieser Sendung, die sich dem
ersehnten Zukunftsgut entgegenstreckt, der
Offenbarung der Fülle des göttlichen Lebens
in uns.
Tragen wir diese Erwartung, diese
Hoffnung in unserm Herzen? Wenn sie nicht
vorhanden ist, wenn sie kraftlos ist, wird die
Haltung des Vertrauens und des Wohlwollens
fast unmöglich, weil die Gegebenheiten des
Alltags darauf abzielen, sie in uns zu zerstö-
ren. Das Fehlen dieser Erwartung, dieser
Hoffnung, kann eine der grössten Tragödien
unserer Zeit sein: Wenn wir uns nur in den
Augenblick flüchten, gierig darauf bedacht,
ihn restlos auszukosten, oder uns erbittern,
weil uns die Gegebenheiten des Augenblicks
unbefriedigt lassen, wenn wir diese Hoffnung
auf die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes
nicht haben, einer Herrlichkeit, die sich jetzt
in der Liebenswürdigkeit Jesu zeigt und sich
einmal in der Fülle des Reiches zeigen wird -
, dann können wir weder Salz der Erde noch
Sauerteig sein; dann geraten wir unabweis-
lich ins Schlepptau unserer
Alltagserfahrungen, freuen uns, wenn etwas
glückt, sind aber schmerzlich betrübt, sobald
etwas nicht unseren unmittelbaren
Erwartungen entspricht.
Jesus erzieht uns dazu, in der Erwartung
der seligen Erfüllung unserer Hoffnung zu
leben. „Wir erwarten deine Wiederkunft, wir
erwarten die Offenbarung deiner
Herrlichkeit“, so verkünden wir es jedesmal,
wenn wir Eucharistie feiern.
Wir wollen frei und offen über diese
Hoffnung reden, über das zukünftige Leben,
die Füll des Lebens in Gott, die Herrlichkeit,
die Gott für jeden von uns bereithält und
deren Unterpfand er uns in der Gegenwart
Christi gewährt. Diese Perspektive der
Hoffnung soll Tag für Tag unseren Weg
erhellen.
A
us:Carlo M. Kardinal Martini
„Christus entgegengehen, Meditationen für jeden Tag
(Herderverlag)
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„O Gott,
der uns das wahre Licht gebracht,
das alle Menschen führt zum Heil,
schenk uns die Kraft durch deinen Geist
damit vor deinem Sohn
die STRASSE der Gerechtigkeit,
des Friedens Lohn
weit und bereit mag sein.
Ich bin dir nahe
und verlasse dich nicht,
vor allem, weil ich die Liebe bin: wenn du
wüsstest, bis wie weit du geliebt sein kannst!
Und auch weil ich dich brauche,
sehr viel mehr als du denkst.
Wenn du dich schwach fühlst, sei stark aus
meiner Stärke, mächtig aus meiner Kraft.
Zähle nicht auf dich, zähle auf mich.
Zähle nicht auf dein Gebet.
Zähle auf mein Gebet, das einzige das zählt.
Vereine dich mit ihm.
Zähle nicht auf dein Tun, deinen Einfluss.
Zähle auf mein Handeln und auf meinen
Einfluss.
Hab keine Angst. Gib mir Vertrauen.
Kümmere dich um meinen Kummer.
Wenn du schwach bist, arm, des nachts, in
Todesschatten, am Kreuz ...
Opfere mein einziges, unaufhörliches, uni-
verselles Opfer auf.
Vereine dein Gebet meinem Gebet.
Vereine deine Arbeit meinem Tun,
deine Freuden meiner Freude, deine Mühen,
deine Tränen, deine Leiden den meinen.
Vereine deinen Tod meinem Tod.
Jetzt sind, für dich,
viele Dinge „Geheimnis“,
sie werden Licht und Quelle von Gnaden
sein in der Herrlichkeit.
Im Gegenteil,
es ist in diesem Halbdunkel des Glaubens,
dass sich die Entscheide zu meinen Gunsten
ergeben und sich die Verdienste erwerben,
wofür ich selbst dein ewiger Lohn sein werde.
Gaston Courtois
(aus: Wenn der Meister zum Herzen spricht)
Medjugorje:
ein Stück Himmel
und ein Stück Erde
Während des Sommers hat David sei-
ne Tage an einem speziellen
‚Beobachtungsposten‘ erlebt: einem
Laden am Weg, der auf den Podbrdo
führt. Die Pilger gingen vorüber, traten
ein, begannen zu reden, erklärten die
Welt, die sie nach Medjugorje getragen
hatten und was sie heim zu holen geden-
ken ...
Wie soll man Medjugorje beschreiben?
Ein Stück Himmel, ja, aber nicht nur. Ich
würde sagen, ein Stück Himmel und ein
Stück Welt.
Ein Himmel, der sich wölbt, sich klein
macht, sichtbar und verständlich dem
Menschen, der eintaucht um ihm zu begeg-
nen. Die Welt, die in ihrem blinden
Rhythmus sich ab und zu erinnert, den Blick
zu erheben, die Hände auszustrecken in die
Höhe.
Der Himmel ist unzweifelhaft gegen-
wärtig, die Gnade dieses Ortes wird erfahren
und bezeugt von tausenden von Pilgern jedes
Jahr. Und die Welt, auch sie ist gut sicht-
bar und erfahrbar.
Im Spiegel lassen sich
die Menschen betrachten, wie sie durchs
Dorf schlendern, man bemerkt die Sucht, die
unseren Alltag charakterisiert und uns nicht
einmal hier in Medjugorje verlässt in dieser
einen Woche der Ruhe, die man sich so sehr
erwünscht hatte. Es ist schwierig aus dem
erstickenden Mechanismus auszusteigen,
den wir uns angewöhnt haben: um fixe
Programme, Veranstaltungen oder Zeitpläne
zu befolgen rennt die Masse noch in diesem
Himmelswinkel nach dem verrückten Kurs
der Welt.
Eine Sucht, die uns gut tut, ein süsses
Gefängnis das wir uns gewohnt sind, ent-
rückt den Himmel ein wenig, weniger spür-
bar, einfach zu erreichen. Ist es nur
Gewohnheit? Oder vielleicht ein kleines
Verdienst, das wir uns selber machen? Um
nicht daran zu denken, was wir zu Füssen
Jesu und der Madonna zu deponieren hätten?
Eine andere Attrappe ist das Rennen nach
Veranstaltungen, man möchte nichts verpas-
sen, Zeugnisse, Begegnungen,
Verabredungen,.. und trägt dabei das Risiko,
sich auf diese Dinge zu konzentrieren, davon
abhängig zu werden, als ob unsere
Begegnung mit Gott unbedingt durch ein
grosses, aussergewöhnliches Ereignis statt-
finden müsste. Ich glaube eher, dass das per-
sönliche Ereignis, das uns im Tiefsten verän-
dert, von Gott abhängt, nicht von Äusserlich-
keiten. Er ist es, der in den Herzen wirkt, im
Stillen, in der Ruhe. Er weiss uns zu wandeln
in den gewöhnlichen einfachen Momenten,
anonym und doch ganz persönlich: Ihm zu
begegnen wird dann kein Gruppenerlebnis
sondern ein Berührtsein durch Seine Gnade,
einzigartig und unwiederholbar.
Wie einfach ist es, den Qualm unsrer
Welt auf diese himmlische und durchsichtige
Luft zu legen, die der Herr uns durch Maria
schenkt! Es ist dasselbe, was jeder in sich
selber austrägt: zwei Geister begegnen sich,
der Geist Gottes und jener der Welt: es
kommt zum Kampf. Besser gesagt: der
Himmel Gottes, der von Natur aus im
Herzen des Menschen lebt, wird vom Geist
der Welt und der Sünde überfallen, der ihn zu
verderben sucht
Ich erfahre dies selber, sehe es in den ein-
zelnen Menschen, denen ich hier in
Medjugorje begegne und mit denen ich die
Möglichkeit habe, ein paar Worte und
Erfahrungen auszutauschen. Sie tragen
Glauben in sich, Hoffnung, häufig Schmerz.
Hier eine Mutter, die eben den Sohn in die
‚Communità Cenacolo‘ gebracht hat und in
Gott nach Kräften sucht, die Trennung zu
akzeptieren. Da, jemand der von Wunder
spricht, der bezeugt, wie sein Leben sich ver-
ändert hat ... Alle sind sie Männer, Frauen
die, ohne es zu wissen, durch ihren Glauben,
ihr Tun, ihre Tapferkeit, den Himmel in
ihrem Innern aufhellen und den Rauch
Satans von sich fernhalten. Auf diese Art, in
der ‚communio‘ die alle Menschen miteinan-
der verbindet, ist es, als ob ein Stück Welt
samt deren Geist sich reinigte und sich
umwandelte in ein Stückchen Himmel.
Die Welt geht durch Medjugorje, diese
Welt, die wir alle sind. Geht dahin, benom-
men, läuft, steht zum Teil still, nimmt das
Geschenk des Friedens aus der Hand
Mariens entgegen. Gekommen, als Pilger,
um ein Stück Himmel zu erhaschen, entdeckt
er, dass der Himmel in ihm ist, gegenwärtig
und lebendig in seiner Seele. Im Kontakt mit
der Gnade dieses Ortes und des aufrichtigen
Wunsches nach Umkehr hellt sich sein
Inneres auf, lässt die Sonne wieder erschei-
nen. Erreicht endlich den Moment, um nach
Hause zu kehren. Und trägt den in
Medjugorje berührten Himmel mit sich,
denn er bleibt in uns.
Hier also das wahre Zeichen. Zahlreich
sind die äusserlichen Wunder, die der Vater
zur Bestätigung der Wahrheit gewährt, der
Wahrheit seiner Gegenwart auf dieser Erde.
Aber eines nur ist das Zeichen, das wirklich
zählt: „Die Ehre Gottes ist der lebendige
Mensch“. Du bist das Zeichen!
Davide Cavanna
Fortsetzung von Seite 1
Fiat Mariens, das in uns widerhallt und Jesus
in unserem Herzen erschafft. Aus dieser
Erfahrung der Freude, die gleichsam
Bekehrung ist, entspringt das Bedürfnis Gott
für das Geschenk der Anwesenheit
Mariens unter uns zu danken, und
ihr
Magnificat wird unseres. Gott sei im
Mittelpunkt unseres Lebens,
und unser
Leben sei Ausdruck Seiner Anwesenheit, so
dass jedes Geschöpf Gottes Liebe fühlen
möge
und wir werden die ausgestreckten
Hände Mariens für alle Geschöpfe sein.
Ausgestreckte Hände, um an sich zu ziehen
und nicht abzuweisen, um einen Weg der
Hoffnung zu zeigen. Ausgestreckte Hände,
rein wie jene Mariens, die alles geben und
nichts für sich behalten, barmherzige Hände,
wie jene des Guten Samariters.
Ausgestreckte Hände, nicht um zu stehlen,
aber zu schenken, nicht abzuweisen, aber zu
umarmen, nicht um zu kreuzigen, aber den
Menschen die Nägel von allem Kreuz her-
auszuziehen.
Nuccio Quattrocchi
Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
Villanova M.,
14.
September 2009
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PC 40-4128-6
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das Sekretariat des ECHO senden:
SEKRETARIAT des ECHO MARIENS
Via Cremona, 28 - 46100 Mantova Italien
E-mail: eco-segreteria@ecodimaria.net
http://www.ecodimaria.net
„Die Menschen reisen herum, um über
Berge, Meere, Flüsse, Sterne zu staunen;
an sich selbst gehen sie vorb„Die Menschen
reisen herum, um über Berge, Meere,
Flüsse, Sterne zu staunen; an sich selbst
gehen sie vorbei, ohne sich zu wundern“
Heiliger Augustinus
“Der Leib Mariens war nie Sklave des
Teufels oder der Sünde; daher ist klar, dass
ihr unbefleckter Leib nicht Sklave der
Verwesung ist”.
Hl. Pater Pio von Pietrelcina
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