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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 212 (November-Dezember 2010)

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„Der Herr kommt, er wird nicht säumen: er
wird die Geheimnisse der Finsternis entschlei-
ern, wird sich allen Völkern zu erkennen
geben“.
(Eingangsvers in der ersten Adventswoche)
Botschaft Mariens vom 25. September 2010
„Liebe Kinder, heute bin ich bei euch
und segne euch alle mit meinem mütterli-
chen Segen des Friedens und ich rege euch
an, euer Glaubensleben noch mehr zu
leben, weil ihr noch schwach und nicht
demütig seid. Ich rege euch an, meine lie-
ben Kinder, dass ihr weniger sprecht und
mehr an eurer persönlichen Bekehrung
arbeitet, sodass eure Bezeugung fruchtbar
werde. Und möge euer Leben ein immer-
währendes Gebet sein. Danke, dass ihr
meinem Ruf gefolgt seid!“
Das Leben - ein Gebet
Maria segnet uns alle und ruft uns auf,
unser Glaubensleben zu verstärken, weil wir
noch schwach und nicht demütig sind.
Wir
sollen nicht mehr tun, sondern unser Glau-
bensleben verstärken, das durch schwache
Äste Mühe hat zu erblühen, die auf sich
selbst gebogen und kraftlos sind, aus Mangel
an Demut. »Nehmt mein Joch auf euch und
lernt von mir; denn ich bin gütig und von
Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden
für eure Seele«, sagt uns Jesus (Mt 11,29).
Und weiter Maria: „Öffnet das Herz und
übergebt Jesus eurer Leben, auf dass Er durch
eure Herzen wirke und im Glauben stärke“
(Botschaft vom 23.05.1985) und: „Wenn ihr
entfernt von Gott seid, könnt ihr keine Gna-
den empfangen, weil ihr sie nicht mit starkem
Glauben sucht. Ich bete für euch jeden Tag
und möchte euch Gott immer näher bringen,
kann es aber nicht, wenn ihr es nicht
wünscht. Daher, liebe Kinder, legt euer
Leben in die Hände Gottes.“ (25.01.1988).
Trotzdem muss man heute immer wieder
dieselbe Aufrufe anhören, dieselben Auffor-
derungen, und vielleicht auch heute machen
wir den Anschein, verstanden zu haben und
nehmen die offenbarten Worte an, aber nicht
das Fleisch gewordene Wort! Für mich, für
jeden von euch allen, ist er leichter zu verste-
hen als auszuführen, wie es leichter ist zu
reden als zu leben! Dies ist der Schwerpunkt
der heutigen Botschaft. Ich rege euch an,
meine lieben Kinder, dass ihr weniger
sprecht und mehr an eurer persönlichen
Bekehrung arbeitet, sodass eure Bezeu-
gung fruchtbar werde.
„Seid stark in Gott.
Ich möchte, dass durch euch die ganze Welt
den Gott der Freude kennen lerne. Bezeugt
die göttliche Freude durch euer Leben. Seid
nicht ängstlich und besorgt. Gott wird euch
helfen und den Weg zeigen. Ich möchte, dass
ihr alle liebt, Gute und Böse, mit meiner Lie-
be. Nur so wird die Liebe in der Welt Über-
hand gewinnen.“ (25.05.1988).
All das ist für uns in Reichweite; nicht aus
menschlicher Fähigkeit, sondern aus Gottes
Gnaden, durch die Passion, den Tod und die
Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus.
Wir müssen nur annehmen, oder ablehnen;
annehmen bedeutet, mit Maria und Jesus die
eigene Hingabe zum Vater leben: »Ich bin die
Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es
gesagt hast«
(vgl. Lk 1,38), weiter: »Ja, ich
komme, um deinen Willen zu tun« (vgl. Hebr
10,9). Das bedeutet nicht, in Trägheit zu flüch-
ten, sondern in uns und in unserem Leben den
Rettungsplan Gottes aufzunehmen; nicht eine
Wahl, die uns etwas nimmt, sondern unsere
Würde als Kinder Gottes offenbart, jenseits
aller menschlichen Möglichkeiten.
Das ist Zeugnis, das Früchte bringt, die
fruchtbringende Bezeugung, zu der uns
Maria einlädt. Wohnt Jesus in unserem Leben
und ist es von Seinem Geist befruchtet, ist
dieses selbst schon Zeugnis und es braucht
keine verbalen Behauptungen, überzeugende
Reden, noch viele Worte: wir werden von
Gott, wie aus dem Mund von Kindern und
Säuglingen sprechen (vgl. Ps 8,3), d.h. nur
mit dem Lächeln der Augen und Lippen, mit
Liebe, Friede, Freude, die ein jedes Kind der
Welt schenkt. Ladet nicht Jesus ein, zu sein
wie Kinder? Wir müssen von oben, vom Hei-
ligen Geist neu geboren werden; es ist nicht
nur möglich, sondern für uns und für die Welt
nötig! Nichts kann uns daran hindern, außer
unser freier Wille. Ich, du, jedermann kann
die eigene Sünde ablegen, denn hätte ich je
das größte aller Verbrechen begangen, würde
ich immer dasselbe Vertrauen bewahren, weil
ich weiß, dass diese Vielzahl an Beleidigun-
gen nichts anderes sind, als ein Tropfen Was-
sers in einem brennenden Feuerofen,
wie uns
die hl. Theresa vom Kinde Jesu lehrt. Nichts
halte uns zurück, dem Vater entgegen zu lau-
fen,
unser Leben wird nicht leichter als das
unseres Nächsten sein, aber sehr wohl von
Dem gestützt, der sich darin befindet; nicht
immun gegen Schmerz, Mühe, Widrigkeiten,
aber von Dem getröstet, der das Kreuz trägt.
Unser Leben wird nicht mehr ein leeres Auf-
einanderfolgen von Tagen und Ereignissen
sein, sondern ein einziges Ereignis im Ereig-
nis, ein immerwährendes Gebet, das sich
bei jedem Atemzug erhebt, seien wir wach
oder schlafen wir. Friede und Freude in Jesus
und Maria.
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. Oktober 2010
„Liebe Kinder, möge euch diese Zeit
eine Zeit des Gebetes sein. Mein Ruf
möchte euch, meine lieben Kinder, ein Ruf
sein, dass ihr euch entscheidet, dem Weg
der Bekehrung zu folgen; daher betet und
sucht die Fürsprache aller Heiligen.
Mögen sie euch Vorbild und Anregung
und Freude zum ewigen Leben sein. Dan-
ke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Der Weg der Bekehrung
Die Schlüsselworte dieser Botschaft
sind: Gebet, Bekehrung, Fürsprache aller
Heiligen.
Es handelt sich um grundlegende
Themen für uns Katholiken, im Gegentei, die
ersten beiden sind von lebenswichtiger
Bedeutung nicht nur für den Katholiken,
sondern für jeden Christen. Gebet und
Bekehrung sind sich wiederholende The-
men in den Botschaften Mariens, damit
unser Glaube sich nicht auf eine sterile,
mündliche Bekenntnis beschränke, sondern
uns Christus angleiche. Allmächtiger Gott, in
dieser heiligen Nacht bringen wir dir unsere
Gaben dar. Nimm sie an und gib, dass wir
durch den wunderbaren Tausch deinem Sohn
gleichgestaltet werden, in dem unsere
menschliche Natur mit deinem göttlichen
Wesen vereint ist.
So beten wir das Gabenge-
bet in der Hl. Messe zur Weihnacht; unsere
Gabe
kann sich nicht nur auf die Geschenke
beschränken, die wir zum Altar bringen, da
diese uns selbst, unser Leben, unsere Arbeit,
unsere Wünsche, Gedanken, Pläne und
Zuneigungen ausdrücken sollen... Unsere
Gabe kann nicht anders sein, als unsere Per-
son selbst, Körper, Blut und Seele, und damit
das auch wahr ist, setzt es einen langen Weg
der Bekehrung
voraus, der sicher Geschenk
göttlicher Gnade ist, aber der unsere freie
Entscheidung voraus setzt, zu der uns Maria
auch heute, als auch unser Gebet einladet.
Anlässlich des Festtages Allerheiligen, emp-
fiehlt uns Maria zu beten und die Fürspra-
che aller Heiligen
zu erbitten. Der Katechis-
mus der Katholischen Kirche lehrt uns (The-
se 2683): „Die Zeugen, die uns ins Reich
voraus gegangen sind, besonders jene, die
die Kirche als »Heilige« anerkennt, nehmen
an der lebendigen Tradition des Gebetes teil,
durch das Beispiel ihres Lebens, die Übertra-
gung ihrer Schriften und ihr Gebet heute. Sie
beten Gott an, loben ihn und hören nicht auf,
sich jener anzunehmen, die sie auf Erden
zurück gelassen haben. Indem sie in die
»Freude« ihres Herrn eigehen, sind sie in das
»Viele« eingebaut. Ihre Frürsprache ist der
höchste Dienst, den sie für den Plan Gottes
leisten. Wir können und sollen sie bitten, für
uns und für die ganze Welt Fürsprache einzu-
legen.“ (AdS: frei aus dem Italiensichen
übersetzt). Maria sagt uns: Mögen sie (die
Heiligen) euch Vorbild und Anregung und
Freude zum ewigen Leben sein.
Bitten wir daher unsere Heiligen, alle
Heiligen, dass sie sich unser annehmen und
für uns Fürsprache einlegen.
Bitten wir sie
November - Dezember 2010 - Herausgeber; Eco di Maria, Via Cremona, 28 - 46100 Mantova (Italia)
J. 26, Nr. 11 - 12
"Poste Italiane s.p.a. - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art. 1, comma 2, DCB Mantova
212
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mit offenem Herzen, indem wir ihnen unsere
Bedürfnisse darbringen, aber nicht ihre Hilfe
abwerten, durch unbedeutende Wünsche;
richten wir unser Ziel nach oben: bitten wir
um den Wunsch in der Anwesenheit des
Vaters bei jeder Gelegenheit dieses unseren,
irdischen Daseins zu leben, sei es in Freude,
als im Leid, in Gesundheit und Krankheit.
Beten ist nicht ein Beauftragen, sondern in
eine Gemeinschaft zu treten, weshalb die
Heiligen anrufen Anteil an ihrem heiligen
Lebens selbst ist, sich von der Liebe Gottes
durchdringen zu lassen, der in ihnen wohnt.
Nichts und niemand kann uns von der Liebe
Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem
Herrn scheiden
(vgl. Röm 8,39). Trachten
wir nach dieser Liebe, wünschen wir sie mit
ganzem Herzen, mit all unserer Kraft, verlie-
ben wir uns in diese Liebe - obwohl wir nicht
auf lohnende Weise zu beten vermögen - und
es wird der Heilige Geist für uns Fürsprache
halten mit Seufzen, das wir nicht in Worte
fassen können (vgl. Röm 8,27). Nichts und
niemand, auch nicht unsere Sünde, können
uns von Gott fern halten, wenn wir wirklich
wünschen und wollen mit Ihm zu sein.
»Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie
die Heiden, die meinen, sie werden nur
erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht
es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was
ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt
ihr beten: Unser Vater im Himmel...« (Mt
6,7-9). Das sei unser Gebet, es sei der Atem
unseres Tages, eines jeden Tages.
N.Q.
Gebetsbroschüren in zwei
Hochsicherheitsgefängnissen
Die Gefangenen in den Hochsicherheits-
zone in Zambia – inbegriffen die Gefange-
nen und zum Tod Verurteilten – erhalten Bro-
schüren zum Rosenkranzgebet dank der
Initiative von zwei karitativen Organisatio-
nen im Vereinigten Zambia. „Obwohl sie
menschlich behandelt werden, verbringt der
grösste Teil der Gefangenen Jahre im
Gefängnis stets im selben Kleid, das er bei
der Verhaftung trug, ist ohne Seife und ohne
Decken oder Leintuch, womit er sich schüt-
zen könnte in den kalten Monaten des Jah-
res; häufig bleibt er von der Gesellschaft
zurück gestellt, ausgeschlossen ...Maria, die
Muttergottes, liebt alle ihre Kinder, im Lei-
den und in der Verzweiflung können wir ihr
nahe sein im Gebet, indem wir durch die Trä-
nen dieser tristen Existenz hindurch zur
Hoffnung neuen Lebens und der Auferste-
hung blicken“.
Ein Gefangener im Arm des Todes
schrieb: „Es ist das erste Mal, dass ich ein
Paket erhalte, auch wenn ich jetzt seit 14
Jahren im Gefängnis bin. Gott möge euch
reich dafür beschenken!“ Ein anderer Gefan-
gener in Hochsicherheitshaft drückt seine
eigene Dankbarkeit an die beiden Liebes-
dienst-Organiationen so aus: „eine Lampe
lässt sich nicht unter den Tisch stellen“.
(Zenit)
Ich will nach Betlehem gehen
Wir befinden uns wieder einmal vor dem
Geheimnis schlechthin: Der ewige und
unendliche Gott macht sich klein, wird
Mensch, wird Kind... Das ist Weihnacht.
Alles andere ist Beigabe, Rahmen, um die
Erinnerung an diese Nacht in Betlehem her-
vorzuheben.
Leider hat die Kultur der Vergänglichkeit
mit vollen Händen den Schatz eines Festes
geplündert, das von Lichtern überschwemmt
ist, nur weil das Licht in die Welt kommt und
nicht weil es dazu dient, Käufer zu den Aus-
lagen der Geschäfte zu locken, die von
Waren nur so strotzen. Es wäre schön, wenn
die Christen den Mut aufbringen würden, die
Stimme zu erheben, um den wahren Sinn
diesem Fest zurückzugeben, das nicht mis-
sbraucht werden darf, „mehr zu verkaufen“,
oder sich für ein paar Tage im Jahr gütiger zu
fühlen... Jesus wird für alle geboren und bie-
tet sich bedingungslos an, es ist aber nötig,
dass ein jeder Mensch sich auf den Weg mit
demütiger Einfachheit begibt, um jegliche,
falsche Erwartung hinter sich zu lassen, um
die Wahrheit aufzunehmen, die geboren
wird, ohne zu versuchen, diese nach eigenem
Gebrauch
und Verbrauch zu ändern...
Um ins Herz des Geheimnisses einzu-
dringen, das jedes Jahr uns vor ein neues
Wunder stellt, mögen uns die Worte Papst
Benedikts XVI.
leiten, die er zur Homilie
der hl. Nacht 2009 gesprochen hat. Worte,
die erzählen, Worte, die den Gott-mit-uns
verherrlichen. Worte, die den Weg zeigen,
um zusammen zur Grotte der Hirten zu
gelangen... Ich will nach Betlehem gehen...
Das Evangelium erzählt uns nicht ohne
Grund die Hirten-Geschichte. Sie zeigen
uns, auf rechter Weise auf jene Botschaft zu
antworten, die auch an uns gerichtet ist. Was
sagen uns dann diese ersten Zeugen der
Fleischwerdung Gottes?
Von den Hirten wird vor allem erzählt,
dass sie wachsame Personen waren und
dass sie die Botschaft erreichen konnte, weil
sie eben hellwach waren. Wir müssen erwa-
chen, damit die Botschaft bis zu uns vor-
dringt. Wir müssen wahrhaftig wachsame
Personen werden. Was bedeutet das? Der
Unterschied zwischen einen, der träumt und
einen, der wachsam ist, besteht vor allem
darin, dass jener, der träumt, sich in einer
besonderen Welt befindet. Mit seinem Ich ist
er in dieser Welt der Träume eingesperrt, die
eben nur die Seine ist und nicht mit den
anderen Verbindung hat. Erwachen bedeutet,
aus dieser eigenen Welt des Ichs heraus
kommen und in eine gemeinsame Wirklich-
keit in der Wahrheit eintreten, die ganz allein
alle vereint.
Der Streit auf Erden, die gegenseitige
Unversöhnlichkeit, rühren von der Tatsache
her, dass wir von unseren Interessen und per-
sönlichen Meinungen gefangen sind, in
unsere kleine, private Welt eingeschlossen.
Der Gruppen- und auch Einzel-Egoismus
hält uns in unseren Interessen und Wünschen
gefangen, die der Wahrheit entgegen stehen
und trennen die einen von den anderen.
Wacht auf!, sagt uns das Evangelium.
Kommt heraus und tretet ein in die große,
gemeinsame Wahrheit, in die Gemeinschaft
mit dem einzigen Gott.
Erwachen bedeutet somit die Feinfüh-
ligkeit für Gott entwickeln; wegen der stil-
len Zeichen, mit denen Er uns führen will;
wegen der unzähligen Anzeichen Seiner
Anwesenheit. Es gibt Personen, die behaup-
ten „religiös ohne musikalischem Gehör“ zu
sein. Die Wahrnehmungsfähigkeit für Gott
scheint beinahe eine Gabe zu sein, die einige
ablehnen. In der Tat unsere Art zu denken
und handeln - der Mentalität der heutigen
Welt entsprechend - sowie die Spanne unse-
rer verschiedenen Erfahrungen, sind geeig-
net, die Feinfühligkeit für Gott zu vermin-
dern und uns „ohne musikalischem Gehör“
Ihm gegenüber zu machen. Trotzdem ist die
Erwartung Gottes, die Fähigkeit Ihm zu
begegnen, auf versteckte oder offene Weise
in jeder Seele vorhanden.
Um diese Wachsamkeit, dieses Erwa-
chen für das Maßgebende, wollen wir für
uns selbst und für die anderen beten,
für
jene, die „ohne musikalischem Gehör“ zu
sein scheinen, in denen jedoch der Wunsch
lebendig ist, dass sich Gott offenbare. Der
große Theologe Origenes sagte: würde ich
die Gnade haben wie Paulus zu sehen, könn-
te ich jetzt (während der hl. Messe) eine
große Schar Engel beschauen (vgl. Lk 23,9).
In der heiligen Liturgie umgeben uns tatsäch-
lich die Engel Gottes und die Heiligen. Der
Herr ist mitten unter uns anwesend. Herr, öff-
ne die Augen unserer Herzen, damit sie wach-
sam und sehend werden und wir so Deine
Nähe auch den anderen überbringen können!
Das Evangelium der Weihnacht
erzählt uns, dass die Hirten, nachdem sie
die Botschaft des Engels gehört hatten, zuei-
nender sagten: »Kommt, wir gehen nach
Betlehem... So eilten sie hin« (vgl. Lk
2,15f). »So eilten sie hin« sagt der griechi-
sche Text. Was ihnen verkündet wurde, war
so wichtig, dass sie sofort nach Betlehem
gehen mussten. In der Tat, was ihnen dort
gesagt worden ist, ging völlig über das
Gewohnte hinaus. Die Welt änderte sich.Es
ist der Retter geboren... Sicher, sie wurden
auch von der Neugier angetrieben, aber vor
allem von der Erregung über die große Bot-
schaft, die gerade sie empfangen durften, die
Kleinen, scheinbar unbedeutenden Männer.
Sie eilten - ohne zu zögern.
In unserem täglichen Leben verlaufen
die Dinge nicht so. Die Mehrheit der Leute
betrachtet die Dinge Gottes nicht vorrangig,
sie drängen uns nicht besonders. Und so sind
wir, in der großen Mehrheit wohl bereit, sie
zu verschieben. Vor allem tut man, was hier
und jetzt als dringend erscheint. In der Skala
der Wertordnung befindet sich Gott sehr oft
an letzter Stelle. Das - so glaubt man - kann
man immer so machen. Das Evangelium sagt
uns: Gott hat den ersten Platz einzunehmen.
Wenn etwas in unserem Leben ohne Zaudern
Eile verlangt, dann ist es nur und ausschließ-
lich die Causa Gottes.
Gott ist wichtig, die bedeutsamste
Wichtigkeit ad absolutum in unserem
Leben.
Die Hirten lehren uns genau diese
Priorität. Von ihnen wollen wir lernen, uns
nicht von den dringlichen Dingen des tägli-
chen Lebens erdrücken zu lassen. Von ihnen
wollen wir die innere Freiheit erlernen,
andere Beschäftigungen in die zweite Reihe
zu setzen - so wichtig sie auch seien - um die
Richtung zu Gott einzuschlagen, um Ihn in
unserem Leben und unsere Zeit eintreten zu
lassen. Die für Gott eingesetzte Zeit, begin-
nend bei Ihm und dann für den Nächsten, ist
nie verlorene Zeit. Es ist die Zeit, in der wir
wirklich leben, in der wir dasselbe Sein als
menschliche Wesen leben.
Die größte Zahl von uns modernen
Menschen lebt weit weg von Jesus Chri-
stus,
von dem, der Mensch geworden ist, des
Gottes, der zu uns gekommen ist. Wir leben
Philosophien, Geschäfte und Beschäftigun-
gen, die uns vollkommen ausfüllen und von
wo der Weg zum Futtertrog sehr lang ist. Auf
2
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Wir sind Gottes Gärten
Vor wenigen Tagen gab ein von uns allen
geliebter Mensch sein irdisches Leben
zurück, um auf ganz neue Art Gott dem Vater
zu begegnen. Das Bild, das in den Herzen
von ihm haften bleibt, ist die Zartheit seines
Blickes während dieser letzten Monate: das
Alter hatte ihm zwei schöne, lebensprühende
Augen bewahrt. Schweigend verschenkte er
sein Leben an die andern, er erinnerte uns an
dieses Klein-Sein, das Gott gefällt, das uns
zu Empfängern Seiner Segnungen macht.
Ein Leben, ganz den echten Werten getreu:
schlichter, einfacher Glaube, gänzlich in
Gott ruhend, der Familie, den Geliebten ver-
bunden, der Aufrichtigkeit, dem Wert des
gegebenen Wortes, der schlichten Annahme
des Lebens und seines Schicksals.
In den letzten Tagen seines irdischen
Lebens gestalteten Freunde rund ums Haus, in
dem er wohnte, einen wunderschönen Garten.
Dieses zeichenhafte Bild bestärkte mich dar-
in, dass Gott es mit uns ebenso macht: Ohne
Lohn und jeden Tag bereitet er uns noch schö-
nere, noch bessere Dinge, die wir oft gar nicht
sehen, manchmal gar durch wirblige Pflichten
oder über mühseligen Wegen erst finde. Ein
Christ ist nicht besser als andere, aber er lebt
in der Sicherheit, dass Gott ihn liebt, so wie er
ist: welch guten Vater haben wir! Er belässt
uns in unserer Freiheit um uns noch mehr zu
lieben... Wie wichtig ist es, in das Geheimnis
Gottes zu treten um uns von Ihm lieben zu
lassen: es erweckt in uns die Freude zu
spüren, ja zu wissen, dass wir Gerettete sind!
Manchmal wird es schwierig, Leid zu ver-
stehen, wenn es an die Tür unsres Hauses
klopft. Alle haben wir schon diesen Schmerz
empfunden, der unsre Seele zu durchdringen
will ...Wir müssten auch unsern Herrn bitten,
dass er uns erlaubt, ein wenig einzutreten, im
Durchdenken unsrer Erfahrungen, im tiefen
Erkennen des Geheimnisses des Leidens und
des Todes Christi, damit unser Blick sich
anhebt um die Freude seiner Erlösung zu
geniessen. Unser Herr erhebt uns mit seiner
Liebe und kümmert sich um unsre Müdigkei-
ten, unsere Wunden und Verletzungen, die
haben kurzen Atem. Maria, als „Frau und
Mutter der Menschheit und der Zartheit“, hilft
uns, dies zu verstehen. Sie zeigt uns den Weg,
der uns die „Herren-Liebe“ enthüllt, weil sie
uns Mutter ist, die uns als ihre Kinder liebt.
Im betrachtenden Gebet kann ich meinen
Herrn bitten, dass Er mir helfe so zu leben,
dass ich die Schönheit, die sich mir öffnet
erfahre, oder ich kann Ihm dafür danken, Ihn
loben ... Dies ist der wertvollste Moment, der
mir hilft, mich aufs neue meinem Leben zuzu-
wenden; das Leben selber kann zum Gebet
werden. Ich werde nicht mehr allein sein, son-
dern weiss: „mein Herr“ ist der Lebende, denn
ich habe Ihn im Gebet erfahren!
Ich spüre den Blick Gottes auf mir, einen
Blick der Liebe und der Bevorzugung. Nur Er
lässt mich verstehen, nur Er kennt mein Herz
und empfängt jedes von uns gemäss dessen
Art und Ursprung, und wir, überhäuft mit
Seinen Gaben, dürfen das uns geschenkte
Leben kosten. Wir durchleben eine Zeit, wo
die Gnade Gottes sich zeigt, sich erfüllt, alle
sind wir gerufen, sie zu verkünden. Ein Prie-
ster schrieb, dass „die Anmut, die Liebens-
würdigkeit des „Sich-in- den-Dienst-des-
Nächsten-stellen, wie Blumenduft zerstäubt,
ob einer sie wahrnimmt oder nicht“.
Der
Geist Gottes ist es, der uns führt und uns hilft,
schon jetzt und hier in den Räumen Gottes zu
wohnen, im Erleben jener Hoffnung, die weit
mehr als eine sichere Erwartung ist.
L.Piardi
Der schönste Dank
Donnerstag, den 26. September erlosch
im Alter von 87 Jahren Pater Andrea Gas-
parino
, der Gründer der kontemplativen
Bewegung Charles de Foucault.
Schon im Seminar spürte Pater Gaspari-
no den Ruf, den Ärmsten zu dienen. 1951
eröffnete er die Stadt der Jungen in Cuneo,
um Kriegswaisen ein Haus zu geben, eine
Bildung, und die Wärme einer Familie. Sehr
schnell vereinigten sich mit ihm die ersten
Volontäre und Schwestern. So entstand die
Gemeinschaft von Geweihten, heute mit
etwa zehn Priestern und 120 Brüdern und
Schwestern, die in 35 geweihten Fraternitä-
ten weit zerstreut in der Welt leben.
In der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre
brachte die Begegnung mit Carlo Carretto
eine tijefere Kenntnis von Charles de Fou-
cault, der mit seiner Spiritualität für ihn zum
Modell wurde. Eucharistie und Anbetung
wurden der Brennpunkt seines Lebens und
die Seele seines Apostolats. So entstanden
die Gebetsschulen, Zusammenkünfte worin
ganze Generationen von Jungen und weniger
Jungen durch ihn lieben und schweigen lern-
ten, im Gebet, in der Anbetung. Vor Jahren
haben wir in diesem Heft Vorträge aus seinen
Gebetsschulen publiziert und sind Padre
Gasparino dankbar, dass er einen Weg einfa-
chen Glaubens aufgezeigt hat, wo Aktion
und Kontemplation harmonisieren.
Wir erinnern uns liebend und dankbar an
Padre Gasparino. Hier einige seiner berühm-
ten Sätze, die er so oft wiederholte um uns zu
helfen, eine vertiefte, wahre Beziehung zu
Gott zu finden:
„Ich glaube, dass das Gebet nicht alles ist,
aber dass alles vom Gebet ausgehen soll“.
„Ich muss meinen ganzen Tag nach der Lie-
be ausrichten, denn die Zwischenräume des
Gebetes sind zu kurz“.
„Wenn wir dem Kreuz ausweichen können
wir nicht lieben“.
„Gebet und Lieben erreichen das Unmögli-
che“
„Die Freude ist der schönste Dank, den wir
Gott geben können!“
Chiara Bernardi
D
AS
W
UNDER DES
N
EUEN
In der Mitte des Wegen durch den Advent
lädt uns die weise Liturgie der Kirche zum
innehalten in Gemeinschaft mit Maria ein,
die Frau des Wartens und der Aufnahme und
Modell des Jüngers, der sich auf das Kom-
men des Herrn vorbereitet. Die Feier Unbe-
flektheit Mariens
ist eine starke Einladung,
wert, sie in den Mittelpunkt unsrer Gedanken
zu stellen. Wenn Maria die Berufung Mutter
des Messias zu sein, annehmen kann, so ist
es sicher nicht wegen Verdiensten, die auf
einem Schlachtfeld erworben waren, sondern
aus Gottes Liebesvorhaben.
Der Engel grüsste sie als „voll der Gna-
de“ (Lk 1,28), nicht als „voll der Verdienste“.
Im Zentrum steht das „Gratis Gottes“, für
den nichts unmöglich ist (1,37). Ein
Geschenk, das überrascht. Ein Vorhaben der
Liebe, das unsere Kanonen und die Parame-
ter unsrer Werte kraftvoll aus den Angeln
hebt.
Auch in uns ist die zart besaitete Kraft
Seiner Barmherzigkeit am Werk. Auch in uns
ist das Wunder des neuen Lebens möglich.
Wir sind nicht auf ewig an unsre Fehler ver-
haftet, verdammt, sind nicht verpanzert in
unsrer Armseligkeit. Die Gnade Gottes,
wenn wir es ihr erlauben, wirft uns auf neue,
vielversprechende Wege. Die Rast in Beglei-
tung Marias, der Unbefleckten, erinnert uns,
dass wir vor Gott nicht die Besten sein müs-
sen, die Strahlendsten, die ‚Primusse’; dass
wenigsten vor Ihm weder die Kreditkarten,
noch die akademischen Grade und Titel,
noch die einflussreichen Freunde zählen. Vor
Gott zählt die Liebe, die Bescheidenheit, das
zur Verfügung sein, um sich von seiner Hand
formen und umformen zu lassen.
Wie uns die Muttergottes immer wieder
daran er-innert, zählt vor Gott dass wir uns
seinem Worte fügen, das uns dazu bringt,
den Druck zu lockern, die Kontrolle zu ver-
lieren, sich tragen zu lassen vom Hauch des
Geistes. Marias Beispiel ist ein starkes Anti-
biotikum gegen den schrecklichen Virus der
Sesshaftigkeit im Christenleben. „Fürchte
dich nicht“ (Lk 1,30) sagt der Engel zu
Maria und zu einem jeden von uns. Fürchte
dich nicht, gratis das so lang ersehnte Verzei-
hen anzubieten. Fürchte dich nicht, mit Lie-
be auf die Indifferenz zu antworten. Fürchte
die nicht, neu anzufangen: du bist nicht dei-
ne Irrtümer. Fürchte dich nicht, dich hinzu-
geben mit deinem „Ja“ an den, der dich liebt
und auf dich wartet. Fürchte dich nicht, weil
der Herr mit dir ist und niemand dich seiner
Hand zu entreissen vermag (vgl. Joh 10,29).
Don Roberto Sereni
verschiedene Weise muss uns Gott wieder-
holt anschieben und uns behilflich sein,
damit wir den Ausweg aus dem Knäuel unse-
rer Gedanken und unserer Verpflichtungen
finden und den Weg zu Ihm einschlagen. Für
alle gibt es einen Weg. Für jeden verfügt der
Herr Zeichen, die auf einen jeden abge-
stimmt sind.
Gott hat sich zu uns auf den Weg
gemacht. Allein können wir nicht zu Ihm
gelangen. Der Weg übersteigt unsere Kräfte.
Aber Gott ist herab gekommen und kommt
uns entgegen. Er hat die längere Weg-
Strecke zurückgelegt. Jetzt sagt Er uns:
Kommt und seht, wie sehr ich euch liebe.
Kommt und seht, dass ich hier bin.
Gehen wir also hin! Überschreiten wir
uns selbst! Werden wir zu Wanderer auf Gott
zu auf vielfacher Weise: in einer inneren
Bereitschaft, auf dem Weg zu Ihm.
Einer hört mich!
Das Gebet ist nicht in den schönen
Worten, die wir brauchen, noch in den
schönen Gefühlen, die wir vor Gott
ausbreiten, viel eher in unsrer Fähig-
keit, unsre Kämpfe und Schlachten vor
sein Auge zu tragen.
Die einzige Art, unsere Kämpfe zu
gewinnen ist die, unsre Hände erhoben
zu halten wie die starren Hände des
Moses auf dem Berg. ...
Das Gebet ist also eine Haltung aus
dem Urgrund, eine Art, auf die Ereig-
nisse des Lebens zu reagieren: Jedes
Mal wenn jemand oder etwas in
unserm Herzen „zu kämpfen“ beginnt,
wenden wir uns sogleich Gott zu ...
Das Gebet wird nicht erhört, wenn
wir das bekommen um was wir bitten,
sondern wenn wir zu innerst wissen
und glauben, dass jemand uns hört ...
Fratel Michael David
3
Echo 212
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Das Vertrauen
Es gibt kein Vertrauen ohne Liebe, denn davon nährt es sich. Aus den Worten des Apo-
stels Paulus: die Liebe glaubt alles, erhofft alles (1 Kor 13,7) meine ich zu verstehen, dass es
nur die Liebe ist, die Hoffnung und Glauben gebiert. Darum, wenn man einen Menschen
nicht mag, wird man auch kein Vertrauen in ihn haben. Dies gilt im Umgang zwischen den
Menschen, vor allem auch in unserm Umgang mit Gott. Und so wird das Vertrauen, das wir
in Gott setzen, zum Gradmesser unserer Liebe. Wie ist das doch wichtig! Sr. Faustina
Kowalska berichtet uns, dass Jesus ihr gesagt hat, dass er trauriger ist über unsern Mangel an
Vertrauen als über unsre Sünden. Psalm 146 erinnert uns, dass der ihm wohl gefällt, der sei-
ner Liebe vertraut Er sagt nicht, der, der macht, sondern der, der auf ihn hofft. Nur so kön-
nen wir das annehmen, was er uns schenkt: sein Werk des Heiles und der Liebe.
Wenn wir auf den Herrn bauen, sind es nicht wir, die etwas tun, sondern Er handelt in
uns, ohne unsre Grenzen an Fähigkeiten und Zeit. Er handelt auch wenn wir müde sind oder
unfähig, auch wenn die Zeit uns fehlt, denn er gibt doch auch im Schlafe! Wenn wir uns so
benehmen, wird unsre Frucht gut sein, denn sie ist Sein Werk und nicht das unsre. Und er
wird nicht zu uns sagen müssen: „Bringt mir nicht länger sinnlose Gaben, Rauchopfer, die
mir ein Greuel sind – Frevel und Feste – ertrage ich nicht“
(Is 1,13).
Es ist eine Freude für eine Mutter, wie das Kind ihr vertraut. Aber zugleich geniesst sie
die Hoffnung, die sie in ihren Sohn hat, wegen des Vertrauens, mit dem sie sich ihm gegenü-
berstellt, auch wenn er klein und unfähig ist, denn sie liebt ihn!. Gott geniesst es, wenn wir
Ihm vertrauen, und geniesst es sogar, uns zu vertrauen, obwohl wir schwach und unfähig
sind, denn Er ist Liebe. Der Böse vertraut niemandem, weil er nicht zu lieben versteht. Gott
sorgt für uns vor, zu unserm Guten, und so müssen wir auch mit Ihm vorausschauen Der
Böse plant ohne uns, und nur zu unserm Schaden.
Vertrauen und Misstrauen sind unter sich inkompatibel, das eine ist die Ausströmung Gott-
es, ist Sein Geschenk, das andere ist das, was der Böse uns gibt. Wer das erste erfährt, findet
sicher auch in den Prüfungen des Lebens Freude, denn Gott ist Freude. Wer das zweite wählt,
begegnet der Trauer, auch im Wohlstand, denn der Böse ist nichts als Trauer. Darum ist das
Vertrauern immer begleitet von Frieden während Hatz und Agitation das Misstrauen umgeben.
Die Königin des Friedens macht uns zu Menschen, die sich wirklich Gott anvertrauen, die an
das Werk glauben, das sie in den Seelen vollbringt, aus Freude an der ganzen Schöpfung.
Dieser Kleine
Ein Kind in Windeln ist zu uns gekommen, aufgenommen in einer Futterkrippe, aufge-
wachsen in einer Familie, die nicht zu den Notablen jener Zeit gehörte. Dieses Kind Jesus
IST Gott. Wie ist es denn möglich, Gefühle des Stolzes zu haben, wenn Gott sich so klein
gemacht hat. Der Stolz, der liebt gross zu sein, er ist der Feind Gottes und des Menschen. Er
ist wie Rauch im Wind, baut nichts auf, zerstört nur, hat keine Zukunft. Jedoch verlangt er,
dass wir ihn ehren, ihm Reverenz erweisen, dass wir ihn gefällig begleiten, ihn gross beach-
ten. Er will, dass ihm alles unterstellt sei, denn er ist überzeugt, dass er mehr wert ist als das
Leben, mehr als die ganze Schöpfung, mehr als die Brüder, mehr als der Friede. Er gilt mehr
als alles und alle: das ist, was der Böse uns bietet!
Der Stolz ist ein Tyrann, er beklagt sich pausenlos, weil er sagt, dass er nie zu seinen Teil
komme, der immer unserem Leben entspräche und dem unsrer Brüder und Schwestern. Ja,
der Stolz ist die Verneinung des Lebens und hat nichts Gutes in sich. Er hasst die Menschen
und gibt nie, kann nicht geben, fordert immer mehr.
Die Bescheidenheit hingegen gibt unablässig, denn sie ist gemacht aus dem Holz der Gott-
esliebe, die Geschenk ist, Leben gibt, und wahre Freiheit. Demut macht den Menschen schön
und zum Freund Gottes und des Menschen. Sie schafft Gemeinschaft, der Stolz schafft Tren-
nung und Ruin: Hochmut kommt vor dem Fall (Pr. 16,18). Demut stellt sich zu Diensten, der
Stolz lässt sich bedienen. Jesus, der Demütige, bediente seine Freunde: „Ich aber bin unter
euch wie der, der bedient“
(Lk 22,27). Der Bescheidene und Gott Folgsame ist bereit zur Hin-
gabe, sogar seines Lebens, wie Jesus, der sich demütigte und gehorsam war bis zum Tod am
Kreuze
(Phil 2,8). Demut ist darum nicht unsre Eroberung sondern eine Gabe, die man vom
Himmel erbitten muss. Maria, die Kleine, hat allen Hochmut stets von sich gewiesen, sie
erkannte sehr wohl dessen Früchte. Erbitten wir also von ihr ein einfaches Herz, das sich ver-
schenken kann, um immer mehr dem Kleinen und seiner Mutter zu gleichen.
E
INFACHE
G
EDANKEN
Von Pietro Squassabia
In diesen Momenten
wechselt das Gebet
Stefania Consoli
Wolken dicht und aufgeblasen wie
gesiebter Zucker sammelten sich am Himmel.
Das Flugzeug, das mich nach Hause gebracht
hätte war bereit zum Abflug. „Geduld“ denke
ich, „ich werde das Panorama nicht betrach-
ten können, das ich für gewöhnlich beim Auf-
stieg geniesse, und vor allem werden wir
tanzen“, während das Flugzeug die Störung
durchdringt ... aber dann, einmal auf der
Höhe, wird es sich „beruhigen“. So, gut gesi-
chert auf dem Sessel, warte ich darauf, dass
die Motoren uns erheben, um mich ein wenig
zu entspannen. So war es, wie vorgesehen.
Wir überwanden die Wolkenmauer und ein
intensives Blau umgab uns, während das
Licht der Sonne die Lukarne durchdrang und
mich wärmte... Alles unter Kontrolle ... Nur
für kurze Zeit jedoch, denn ohne erklärlichen
Grund leuchtete das Signal auf „Sicherheits-
gurten anschnallen“ „Nicht doch!“, fragte ich
mich, „ist doch unmöglich, dass wir schon bei
der Landung sind?“ ...
Die Antwort liess nicht auf sich warten.
Heftige Stösse begannen das Flugzeug zu
schütteln, und das in zehntausend Metern
Höhe, und unter sehr starken Luftströmen. Es
schien, die Maschine sei zu einem blechernen
Spielzeug geworden, zerbrechlich und wacke-
lig. Im Luftleeren hin und hergeschüttelt,
brüsk sich aufbäumend. Seit ich Kind war bin
ich immer mit diesem praktischen Transport-
mittel gereist, praktisch und schnell, aber
jedes Mal denke ich, dass der Mensch von
Natur aus eigentlich nicht zum fliegen
gemacht sei, sonst hätte Gott uns Flügel gege-
ben wie den Vögeln. Unsicherheit ist mehr als
erlaubt in einem solchen Fall... Jetzt aber, zwi-
schen den verrückten Zuckungen und Stössen,
begann Bestürzung die Oberhand zu nehmen:
„Mein Gott – betete ich – wie ist es möglich,
an Dich zu glauben und Angst zu haben?
Nein, nein, ich will nicht ... ich möchte meine
Unruhe in deine Hände legen, bei dir deponie-
ren und liegen lassen, denn ich bin doch
sicher, dass jedes Ding in deiner Macht liegt!“
Ein wenig ging es mir besser, ich vertrau-
te auf Gott. Aber dann sagte ich mir: „Tue
ich nur so, um meine Furcht und Spannung
weg zu kriegen? Also ist es nur eine Technik,
eine Form von Autogenem Training, das mei-
ne Emotionen bremst ... Nein, das ist kein
Gebet!“
Der Wind kommt mir zu Hilfe. Jetzt zit-
tert das Flugzeug wie ein Laubblatt im
Herbst, das bereit ist, sich vom Ast zu lösen.
Mein Gebet zog sofort ein anderes Register:
“Guter Gott, ich vertraue auf Dich. Ich weiss
nicht, ob es bei Dir feststeht, dass dies der
Moment ist, wo ich die Schwelle des Lebens
überschreiten werde. Sei mir barmherzig ...“
und ohne es nur zu bemerken begann eine
Liste von Fehlern und persönlichen Grenzen
in mir abzulaufen, wie die Titel in einem
alten Film. Es war klar, all dies, was ich
„beichtete“, hatte ich auch gemacht! Aufrich-
tig aber auch in grossem Frieden erzählte ich
Gott, als stände ich schon Ihm gegenüber. Es
war richtig und ehrlich, dies so zu machen,
befreite meine Seele. Ich spürte, dass ich
ganz im Einvernehmen „Seinem“ Verzeihen
gegenüberstand; das wie eine Welle, unabläs-
sig wiederkommt, darauf wartet, dass wir uns
Ihm verbinden, um in uns das Gewicht der
Schuld zu lockern und zu leichtern.
Es fehlte aber etwas in meinem Gebet:
„Mein Gott, wenn Du hingegen willst, dass
ich weiter auf Erden bleibe, lehre mich so zu
leben, wie Du es wünschest ... Mach, dass
ich dessen bewusst werde, was ich bis jetzt
noch nicht gesehen habe, dass ich lerne, das
Essentielle zu leben in ständigem Horchen
auf Deine Stimme, die mich führt und ermu-
tigt ... Jetzt verstehe ich, dass das einzige,
das wahrhaft zählt, lieben ist, ausgehend von
Deinem Herzen. Der ganze Rest ist Zusatz.
Noch gelingt es mir nicht ...“
Ein lebendiges heisses Gebet stieg auf
aus meinem Herzen. In solchen Momenten
beginnt man instinktiv, schnell Bilanz zu zie-
hen oder mutige Vorsätze zu fassen, weil
man die Kontrolle über sich selber verliert.
Aber es ist exakt in diesen Momenten, dass
man gut versteht, dass nicht in unserm Kön-
nen, hingegen alles in Gottes Hand liegt. :
darum macht sich das Gebet echt, vibrie-
rend, und lässt die Formeln beiseite um sich
direkt in den Geist Gottes hineinzulegen.
Der Kapitän kündet an, dass wir daran
sind, die Landung auf dem uns bestimmten
Flugplatz anzupeilen, in circa 15 Minuten
...“
verkündete der Lautsprecher, routin-
ehaft,
als wäre nichts geschehen. Und doch
hatte in mir ein echtes Beben stattgefunden,
und jetzt habe ich auch nicht das Recht, die-
se Augenblicke zu vergessen. Vielleicht hat
dieses Zusammentreffen von Luftströmen
auf mich gerade gewartet, um mir zu sagen,
dass das Leben wertvolles Geschenk ist und
wir es in einer Sekunde verlieren können:
„Wenn ich hier bleibe, mach, dass ich besser
werde ...Ich gebe mich ganz Dir, bedin-
gungslos ...“ Ich kann diese Aufgabe nicht
mehr einfach an seine Hilfe delegieren, sie
ist meine Verantwortung: jeden Augenblick
will ich voll und dankbar erleben. als wäre es
der letzte.
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Lichtreflexe
aus
der
Erde Mariens
von Stefania Consoli
Sich
am
Himmel ankoppeln
Sie füllen die Zeitungen und werden im
Fernsehen verbreitet, die Debatten und Dis-
kussionen ohne Ende. Nachrichten mit tragi-
schem Ton dringen in die Häuser und Köpfe
der Menschen, ohne nach Erlaubnis zu fra-
gen, mit Anmaßung und ungefiltert, und ver-
ursachen Unruhe. Es werden „die Vorfälle“
kommentiert und man versucht Aufsehen zu
erregen, was letzten Endes Bestürzung und
Spannung erzeugt...
Die Welt ist jedoch kein Bildschirm und
die Menschheit ist nicht Hauptdarstellerin
eines schlechten Schauspiels! Der Mensch
und das ganze geschaffene Universum
gehören Gott, der gut, schön und gerecht
ist... Warum sollte es so nicht auch für Seine
Kinder sein?! Warum versteifen wir uns in
einem Meer an Pessimismus zu versinken,
hin und her geworfen von Wellen an düste-
ren und Besorgnis erregenden Sorgen? Viel-
leicht müssten wir uns sagen, dass ein durch
Unsicherheit geschwächter Mensch leichter
zu führen ist. Vielleicht müssten wir zuge-
ben, dass im globalen System jemandem
gelegen kommt, uns in der Hand zu haben!
Viele beklagen eine beklemmende Leere,
die sich zunehmend in ihr Leben einschleicht
und es grau und monoton erscheinen lässt.
Eine Leere, die das Herz angreift und die
Fähigkeit zu lieben, sich für die Ereignisse
des Lebens zu begeistern, erstarren lässt.
Banalitäten, gemeinsame Orte überschwem-
men die Gespräche, und die Reden erschei-
nen dumm und unbedeutend. Daher lieben
wir Träume, Dinge, die wir besitzen, momen-
tane Emotionen... Wir lieben sie in der Täu-
schung, dass sie uns das Leben schenken. In
Wirklichkeit sammeln wir Leere.
Maria ist eigens nach Medjugorje
gekommen, um uns zu sagen, dass wir das
Geschick des Planeten ändern können, wenn
wir es wollen, weil nicht alles so ist, wie
man es uns glaubhaft machen will: „Liebe
Kinder, in dieser Zeit der Gnade, in der mir
Gott erlaubt hat, mit euch zu sein, rufe ich
euch, meine lieben Kinder, von neuem zur
Umkehr auf. Arbeitet auf besondere Weise an
der Rettung der Welt so lange ich bei euch
bin...“
(Botsch. v. 25.05.2008). „Seid frohe
Träger des Friedens und der Liebe in dieser
friedlosen Welt“
(Botsch. v. 25.06.2008).
Ohne Zweifel bezahlt der Mensch einen
hohen Preis als Folge des eigenen Ungehor-
sams und der Ferne von Gott, die sich in
Generationen angehäuften Sünden ergeben
hat. Daher ist es ehrlich anzuerkennen, dass
sich die negativen Folgen auf uns alle über-
tragen. Die Dinge aber nur durch eine
schwarze Brille zu sehen, bedeutet, weiter-
hin Gott aus unserem Leben auszuschließen:
„Gott ist barmherzig und gibt besondere
Gnaden, deshalb sucht sie durch das Gebet.
Ich bin mit euch und lasse euch nicht allein“
(Botsch. v. 25.05.2008).
Also bleibt nur noch eines zu tun: sich
am Himmel ankoppeln! Mit dem Herzen,
mit den Gedanken, mit der Seele und dem
Geist, um von der Gnade verklärte Augen zu
bekommen und alle Dinge von „oben“ zu
betrachten... Alles wird bescheidener, passt
in ein erweitertes Bild und bekommt Sinn; es
entzieht sich der Vorherrschaft der öffentli-
chen Meinung, die so schwankend und
widersprüchlich ist und wird frei das zu sein,
was es ist.
Am Himmel angekoppelt sein bedeutet,
auch den Blick von sich selber abzulenken,
von der kleinen Welt der Egoismen, die uns
gefangen hält, und sich auf weite Horizonte
der Gnade zu öffnen, die alles auf Christus
lenkt: „Heute segne ich euch auf besondere
Weise und bete, dass ihr auf den rechten Weg
zu meinem Sohn, euren Retter, euren Erlöser,
zurück kehrt, zu dem, der euch das ewige
Leben gegeben hat. Ihr denkt an alles was
menschlich ist, auf alles, was euch nicht
erlaubt meinem Sohn zu folgen, der Vorläu-
figkeit, der Unvollkommenheit und
Beschränktheit und denkt dann an meinen
Sohn, Seiner göttlichen Unermesslichkeit.
Mit der Hingabe und dem Gebet adelt ihr
euren Körper und vervollkommnet die Seele.
Seid bereit, meine Kinder...“
(Botsch. an
Mirjana v. 02.04.2010).
Die Welt krümmt sich über sich selbst,
sie befasst sich keuchend damit, Lösungen
für die Bedürfnisse des Heute zu finden,
ohne konkret zu berücksichtigen, was sie im
zukünftigen Ewigen erwartet: eine vom
Geist beherrschte Existenz, was folglich Per-
sonen voraussetzt, die von den Gesetzen des
Geistes verwandelt sind...
Was tun? Welche Anker gibt es, die uns
mit dem Himmel verbinden und uns erhe-
ben? Wir finden die Antwort im Evangelium.
Christus hat alles angeführt, auch wenn in
einer einfachen und grundlegenden Sprache,
weil der Raum unserer Auffassungsgabe so
klein ist. Der hl. Paulus - einer von uns - hat
die Aufgabe als ‘Dolmetscher’ übernommen
und uns Briefe hinterlassen, die das Pro-
gramm eines anzustrebenden Lebens vorge-
ben, um uns so im Hl. Geist zu erheben. Es
zahlt sich aus, sie zu lesen...
Wenn wir demütig seine Empfehlungen
umsetzen, finden wir uns oben, am Himmel
angekoppelt,
in Gemeinschaft mit den
Engeln und Erzengeln, den Heiligen und den
Seelen der Gerechten auf dem Weg zu Gott.
Es wird in ihrer Gesellschaft nicht schwer
sein, zu beten und weiter uns um die Ange-
legenheiten unserer Erde zu kümmern. Mit
aller Ruhe.
Unbändig
Wer Gelegenheit hatte, Medjugorje im
letzten Jahr zu besuchen, wird den Eindruck
gewonnen haben, dass das Dorf zwischen
den Hügeln
(so ist sein Name auf Kroatisch)
beginnt zu klein zu werden, oftmals sogar
unbändig! Ohne Zweifel sind die Bauten,
die wie Pilze entstehen, immer stattlicher
und liegen nahe beieinander, allein um her-
vorzustechen. Auf diese Weise aber schwin-
det augenscheinlich der verfügbare Boden...
Es ist außer Zweifel, dass das logistische
Bedürfnis diesen etwas wilden Wachstum an
oft unschönen Bauten erklärt, der so auch
verständlich ist; andererseits würde eine bes-
sere Kontrolle seitens der Gemeinde wenig-
stens eine minimale Harmonie garantieren,
für einen Ort, der nur für das Gebet geschaf-
fen ist!
Medjugorje ist buchstäblich und vor
allem durch die anschwellenden Zahlen
an Pilgern zusammengepfercht worden.
Noch nie waren so viele gekommen, wie
dieses Jahr! Sehr viele das erste Mal. Man
war gezwungen, den Aufstieg zum Krizevac
an ungewöhnlichen Stunden zu verlegen, um
ein wenig Ruhe und Fassung zu ermögli-
chen; die Gruppen mussten sich einreihen,
bevor sie zur Warteschlange am Einstieg
zum Kreuzweg gelangen konnten!
Es kam vor, dass diese Umstände die
Wallfahrt in Ruhe zu erleben nicht möglich
machten; so auch der Stau der Busse, die die
Straßen des Dorfes verstopften. Bei anderen
Gegebenheiten riskierte man ‘angehäuft’ zu
werden und daher nicht in die nötige Ruhe
versetzt, um Gott zu begegnen...
All das ist trotz einiger negativer Aspek-
te, auch Grund zur Freude, weil der Aufruf
der Königin des Friedens nicht mehr „unter
Kontrolle“ gehalten werden kann: die Kin-
der eilen zur Mutter!... „Meine Kinder! Ich
bin erfreut, euch in so großer Zahl versam-
melt zu sehen. Ich wünsche, dass ihr euch oft
versammelt, um zu meinem Sohn zu beten...“
(Botsch. v. 18.03.1991).
Es ist nicht nur eine Angelegenheit der
Zahlen. Was das Herz Mariens erfreut, ist
vor allem der Wunsch nach Gutem, Wahrem,
Fülle, die die Massen antreibt, das „Nazaret
von heute“ zu besuchen: das Haus, wo sie
wohnt und sich begegnen lässt...
Es zahlt sich also aus, mehr Raum auf
‘Echo’ den Zeugnissen jenen zu geben, die
in Medjugorje die gesuchte Wahrheit gefun-
den haben; jenen, die den Glauben und die
Hoffnung wieder gefunden, die sie in Liebe
mit nach Hause genommen haben. Eine Art,
um das dreißigste Jahr der ersten Erschei-
nung
zu feiern: bis zum Jahrestag werden
uns die Erfahrungen jener begleiten, die die
Gnade in Medjugorje empfangen haben, um
sie lebendig werden zu lassen.
Die Muttergottes als Modell
der verinnerlichten Seelen
Es scheint, dass das Verhalten der
Muttergottes während der acht Monate
zwischen Verkündigung und Weihnach-
ten das Modell für verinnerlichte Seelen
sei, die in intimster Verbindung mit Gott,
von Gott erwählt um aus ihrem Innersten,
dem bodenlosen Urgrund ihres Seins, mit
Gott verbunden zu leben.
Mit welchem Frieden, welcher Samm-
lung hat sich Maria ihrer Berufung und
allen Dingen hingegeben, und tut es noch
und noch! Auch die banalsten Dinge wur-
den von ihr vergöttlicht, damit, durch
alles hindurch, sie als Jungfrau die Anbe-
terin Gottes blieb!
Dies verbot ihr nicht, sich der äussern
Welt zu verpflichten, wenn immer sie
dazu berufen war, sich der Nächstenliebe
zu weihen. Das Evangelium sagt uns,
dass „Maria über die Berge Judas eilte,
um ihrer Base Elisabeth beizustehen.
Die unaussprechliche Vision, die sie in
ihrem Innern betrachtete, minderte nie
ihre Nächstenliebe gegen aussen, die Lie-
be zum Nächsten, da doch „die Betrach-
tung uns zum Lobe und zur Ewigkeit des
Herrn führt. Maria besass diese Verbun-
denheit, die nie zerbrechen wird.“
E
lisabeth de la Trinité
5
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Eine Umarmung, der du dich
nie wirst entziehen können
Als sie mich gefragt haben „Wie wär’s
mit Medjugorje?“ brauchte ich keine
Anstrengung zu machen um zu antworten,
nicht nach komplizierten Worten zu suchen,
die alle möglichen aussergewöhnlichen Ein-
drücke beschreiben ....Ich sagte ganz natür-
lich und ohne Umschweife, wie diese Wahr-
heit sich in mein Herz geprägt hat: nach mir
ist Medjugorje eine Umarmung Gottes, der
du dich nicht entziehen kannst. Das ist er
kurioseste Aspekt, zwar, wenn man will,
etwas provokativ. Von mir aus ist es nicht so
sehr die Umarmung an sich, sondern der
Effekt, dass man sich nicht mehr entziehen
kann, ... nicht in Medjugorje.
Jeder erfährt sie auf persönliche Art,
mehr oder weniger intensiv, in Freude oder
manchmal schmerzlich, oder gar verwirrend
... Sie ist eine Umarmung die dich unentwegt
umgibt, die sich mit der Luft und dem Duft
des Himmels mischt, die du nicht verstehen
kannst, aber spüren tust du sie; vor allem ist
es eine Umarmung die du einatmest, die duf-
tet, und wie könntest du zu atmen aufhören?
Das ist es weshalb, wenn ich an meine
Grenzen komme, Sinnlosigkeit mich drückt
oder unverdaute geistige Atemnot, kehre ich
gerne nach Medjugorje zurück, wo mein
Schöpfer, ob ich es will oder nicht, mir
immer etwas zu flüstern hat...
Katia Calati
Die Gelegenheit
nicht verpassen
Ende August. Man bricht in Gruppen
auf, mit Menschen ganz verschiedener Her-
kunft ...Für die einen ging es um eine Rück-
kehr nach Medjugorje, für viele andere um
einen ersten Besuch, aber für alle eine nicht
zu verpassende Gelegenheit, um unvergess-
liche Eindrücke zu erleben .
Wir wurden reichlich belohnt. Die Med-
jugorje-Wallfahrt hat all jene die daran teil-
genommen hatten, mit einem unauslöschli-
chen Zeichen von tiefer Spiritualität geprägt.
Diese durchdrang jeden Augenblick und
prägte die ganzen vier Tage auf diesem gast-
freundlichen Boden, wo noch traumatische
menschliche Ereignisse (des Krieges) spür-
bar sind und mit einer einfachen und breitge-
streuten Spiritualität zusammen wohnen, die
durch die greifbare Liebe der „Gospa“
anhält und lebendig macht.
Der tiefere Sinn dieser Erfahrung liegt
darin, dass du spürst, dass du Pilger bist. Wie
von selbst öffnest du dein Herz der Gnade,
gehst intensiv diesen geistlichen Weg, wor-
aus eine erneuerte und gestärkte Seele her-
vorgeht. Dieses gemeinsame Empfinden trat
nach und nach ins Bewusstsein durch Gebet-
serfahrungen, Betrachtungen, Begegnungen,
Erkundung der geweihten Orte, sie wurde
konkret, stets begleitet und unterstützt durch
unsern geistlichen Leiter, Bruder Orazio.
Mehrfach haben wir uns gesagt, dass ohne
seine erleuchtete Weisheit wir nicht diese
ausserordentliche Intimität von Medjujgorje
erfahren hätten, unsre Herzen nicht so frei
dem Frieden und der Freude geöffnet hätten.
Friede und Freude im Herzen: was hätten
wir wertvolleres finden und mit uns nehmen
können. Wir wurden geradezu über-
schwemmt von einem neuen Licht, das auch
unsern gewöhnlichen Alltag leichter und
weniger beschwerlich machte. Wir fühlten
wir uns grosszügig abgegolten in unsern
innersten Erwartungen und auch unser
Mensch-Sein erlebte daraus deutliche Fort-
schritte.
Vor allem fühlten wir uns „angenom-
men“. Vom Ort, den Menschen, der Atmos-
phäre freudig geteilter und gemeinsam
erlebter Spiritualität, wovon auch der Rat-
schlag zum Schweigen als sinnvolles Zei-
chen haften bleibt, als Stille, die nur gewon-
nen werden kann, wenn wir uns aus dem all-
gemeinen Getöse befreien, das uns tagtäg-
lich umgibt, das isoliert, zerstreut und ver-
wirrt. Das Schweigen in den alltäglichen
gewohnten Gesten, das Schweigen im Gebet
und in der Sammlung, wie das Schweigen
uns auf dem Podbrdo und dem Kricevac auf-
genommen hat, wo wir uns mit etwa hundert
andern Personen eingefunden hatten, die
auch wie wir der Madonna auf ihren Ruf
geantwortet hatten.
Das sich in Marias und Jesu Namen in
Gemeinschaft fühlen war eine bewegende
starke Gemütsempfindung, die ihre Wirkung
intakt bewahrt. Unvergesslich bleiben die
Orte der Eucharistiefeiern und des sakra-
mentalen Lebens: die prallvoll gefüllte
Pfarrkirche, der äussere Altar, die kleinen
Zellen für die Aussprachen und Beichten,
nicht nur all jene in der Umgebung der Kir-
che, die zum Beten und Betrachten einladen:
die Statue des Auferstandenen, das Holz-
kreuz, der stille Gottesacker mit dem Grab
von Pater Slavko.
Darüber hinaus hatte unsere Gruppe das
Privileg, von der Kommunität Kraljice Mira
in Pension aufgenommen worden zu sein, in
welch passender Ambiance im Vergleich zur
Anonimität in einem der Hotels! Nicht zu
vergessen die bedeutungsvolle und symbol-
reiche Architektur der „Kralice Mira“, die
schon in der Gartengestaltung die Umar-
mung ihres Kindes durch Maria klar aus-
drückt!
Die „Kralice Mira“ ist absolut prädesti-
niert um Pilger aufzunehmen: die Refektori-
en, die Zimmer, auch die kleine Kapelle, der
Versammlungsraum, alles angeordnet in
Form eines grossen Kreuzes.
Ich halte euch alle in meinen Armen. Ich
wünsche, euch allen alles zu sein und dass
ihr all die Meinen seid ...“
(Botsch vom
23.02.l984).
In diesem besondern Ort, wo alles zur
Sammlung und zum Gebet führt, haben wir
die intensivsten Momente unsres geistigen
„Maratons“ erlebt, wie Bruder Orazio
scherzte! Als Zugabe der lichten Spiritualität
der Umgebung fiel es nicht schwer, die
Gelegenheit zu nützen um der Madonna zu
folgen: „bekehrt euch und lebt im Frieden
und in der Liebe“
(Botsch 25.10.2006).
Das Gebet, die eucharistische Feier, die
Betrachtung, der Rosenkranz füllten unsere
Tage und gossen Frieden und Heiterkeit in
unsere Herzen. Oft gefällt es uns, an die
fröhlichen Momente zurückzudenken, an die
vertraulichen Plaudereien des späten
Abends, der unsere Wallfahrt beschloss.
Unter den Brüdern und Schwestern der
Kommunität haben wir viel miteinander
geteilt. Und alle zusammen haben wir uns
als Teil einer sehr grossen Familie gespürt.
Alles ist noch frisch und gegenwärtig in
unsern Herzen, so stark waren die Impulse,
die dazu drängen, das zu bezeugen, was wir
in Medjugorje gesehen und erlebt haben.
Der Wunsch, dorthin zurück zu kehren bleibt
im Herzen haften!
Miriam Blasioli
Meine erste Begegnung
mit der Liebe
Mir wurde eine erste präzise Frage
gestellt als ich eintrat: „Was wirst du von
Medjugorje heimtragen?“
Es war nicht schwer, die Antwort zu fin-
den: ich bringe Freunde und Brüder mit nach
Hause, dies vor allem. Nicht nur weil sie
Söhne eines gleichen Vaters sind, sondern
weil Gott uns eine Mutter gab, die uns in
Medjugorje um sich gesammelt hat...
Ich erinnere mich der Antwort auf einen
Anruf: „Ja“!, weil in dieser Antwort meine
ganze Freude und der Wunsch enthalten ist,
etwas in meinem Leben zu ändern; etwas,
das vor der Begegnung mit der Liebeskraft,
die Maria mich allein spüren liess, auch
wenn ich nicht allein war. In Medjugorje bin
ich ihnen begegnet: meinen Brüdern, meinen
Eltern ...
Ich bin Mutter eines Sohnes, habe aber
keinen Mann an meiner Seite. Der Wunsch,
mich zu verlieben ist stark, aber es ist nicht
leicht, die eigenen Gefühle wirklich zu
unterscheiden; vielleicht verliebte ich mich
nur in die Idee, das Leben mit einem Men-
schen zu teilen.. Früher empfand ich es
schon schmerzhaft, wenn ich nur sah, wie
ein Paar sich liebte, aber ich wollte die Idee
nie aufgeben, ohne Mann nur mit einem
Kind zu sein. Ich betete damals: „Maria,
Mutter, nimm meinen Wunsch an, einen
Ehemann zu haben, der mich liebt ... Erfülle
mich, brauche mich und mach, dass ich eine
gute Mutter werde!“.
Wir kamen in Medjugorje an und bis
zum Morgen des zweiten Tages blieb ich
allein, schweigend. Das Zimmer wurde zu
meinem Zufluchtsort. Ich suchte mich zu
unterhalten im Lesen eines Buches über
franziskanische Spiritualität, blieb aber
unzufrieden. Ich schaute aus dem Fenster,
sah das Grün und die Berge ... Mir kommt
ein Traum in den Sinn, den ich vor circa sie-
ben Jahren träumte, wo ich die Madonna sah
während ich sie erwartete, ausgestreckt auf
dem Boden wie jemand der sich weiht, und
denke: „Vielleicht habe ich meine Berufung
verfehlt, aber jetzt, was tun? Habe ich die
Zeichen des Himmels falsch verstanden?
Das ist unmöglich, denn jetzt habe ich einen
wunderbaren Sohn ... bin Mutter und viel-
leicht auch Gattin? Unmöglich! Einen Mann
gibt es ja nicht! Maria, hilf mir zu verste-
hen!“.
Die Tage vergingen und am Ende meiner
Wallfahrt auf dem Heimweg ziehe ich das
Ergebnis dessen, was geschehen ist an die-
sem Gnadenort. Ich habe verstanden, dass
das Gebet mir kraftvoll hilft, dem Bösen
Stirn zu bieten, über die Versuchungen und
Schwächen hinaus zu kommen, und dabei
als Siegerin. Beim Abstieg vom Erschei-
nungsberg, nach einer starken Gebetserfah-
rung hatte ich diese Gewissheit. Dieser
Gedanke vor der Heimfahrt war für mich
aber ein nicht einmal etwas besonderes...
Die Schwierigkeiten, den Kreuzberg zu
besteigen und betend den Kreuzweg zu
betrachten - was den Weg noch beschwerli-
cher macht - blieben nicht bei sich selbst,
sondern sie brachten mich zur Auferstehung,
der wahren, jener des Herzens ... Einmal auf
dem Gipfel konnte ich mich auf die Grösse
der Schöpfung besinnen und in mir explo-
dierte das Magnifikat und eine Bitte: „Mein
Gott, was ist der Mensch, dass Du dich um
ihn kümmerst? (Ps 144,3).
Diese Heiterkeit, die ich so sehr suchte
auf meinem langen Weg, sie hat die Madon-
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na mir ganz auf einmal gegeben! Sicher, die
Wunden werden weiter immer noch bluten,
aber mit der Liebe Jesu und Marias tun sie
nicht mehr so weh!
Dies habe ich mit nach Hause gebracht:
die Liebe und die Freude, endlich die Aufer-
stehung gesehen zu haben. Eines weiss ich
gewiss: zuvor war ich verliebt in eine Idee,
... jetzt bin ich verliebt ins Leben!
Manuela B.
Ich wartete auf Dich
Bevor ich nach Medjugorje aufbrach
habe ich gedacht: „Wer weiss, wie diese
Wallfahrt sein wird, ständig soll gebetet wer-
den!“ Aber die Atmosphäre, die sich nach
und nach bildete, und das Schweigen,
schafften in mir einen Seelenzustand, der
mich ganz natürlich auf die Suche nach dem
Gebet schickte ... Nie hätte ich gedacht, dass
ich so stark dieses Bedürfnis spüren würde,
und ich bitte Maria, es in mir zu erhalten ...
Während ich auf den Erscheinungshügel
stieg, habe ich verstanden, dass ich es nicht
geschafft hätte, bis zu Ihr zu kommen, und
da hab ich gebetet, damit sie mir die Kraft
dazu gäbe ... und als wär es abgemacht
gewesen haben meine Füsse auf einmal
begonnen, flink hinauf zu steigen! Als ich
oben ankam, war Sie da und schien zu sagen:
Ich habe auf dich gewartet!
Elena
Mein Glaube
hat Kraft gefunden
Nach Medjugorje gekommen bin ich
nach einem Ereignis, das keine Mutter zu
erleben wünscht: dem Verlust eines Kindes:
ein Sohn, der aus eigenem Willen beschlos-
sen hat, die Strasse des Lebens zu überque-
ren und zum „andern Ufer“ zu wechseln, mit
nur 22 Jahren. Ein grosser Schmerz, eine
grosse Leere, aufgefüllt jedoch durch einen
Glauben, der mir zuvor unbekannt war und
von dem ich nie wusste, wie viel Kraft und
Helligkeit er in mein Leben bringen würde.
Ich habe richtig geschrieben: Helligkeit!
Diese „serenità“, den Glauben und die
Freude zu leben, wurden mir übertragen
durch Menschen ... Dort, wo die Madonna
entschied, ihre Botschaften zu übergeben,
habe ich einen Teil von mir zurückgelassen.
Ich bin sicher, dass ich diese Erfahrung
in der Kommunität der „Kraljice Mira“ wie-
derholen werde, die mich mit so viel Ein-
fachheit aufgenommen hat, einen ruhigen
Aufenthalt bot, mir die Möglichkeit schenk-
te, Glaube und Liebe zu den andern wachsen
zu lassen, und vor allem mich zu lehren, das
Teilen wert zu schätzen, worauf ich früher
keinen grossen Wert gelegt hatte. Jetzt bin
ich nicht mehr allein, jetzt, mit meinem
Schmerz ...
Anna Rita Vissani
Auf jeden Fall kehrt man
verändert zurück
Die Erscheinungen haben in Medjugorje
am 25.06.2981 ihren Anfang genommen.
Eine starke, hartnäckige Liebe hat sofort
unser Land ausgehend vom Piemont mit
dem einsamen Dorf in Bosnien-Herzegowi-
na vereint. Der Bäcker fuhr regelmäßig dort-
hin, und die Pilger waren ganz einfach bei
den Familien des Ortes untergebracht. Als er
seine Arbeit aufgab, schenkte er der
Gemeinschaft von Medjugorje den Backofen
und und führte die ansässigen Bäcker im
Gebrauch ein.
Ein Gemeindepolizist, seit 27 Jahren ver-
heiratet, spricht heute begeistert von Medju-
gorje... Seine Ehe ist ökumenisch: er ist
Katholik, sie Waldenserin. Sie beschreiten
zusammen einen Glaubensweg und achten
die gegenseitigen Unterschiede, stellen sich
Personen anderer Konfessionen gegenüber.
„Ich bin das erste Mal 2005 nach Medju-
gorje gekommen, um meine Schwester zu
begleiten. Es war die Antwort auf einen Ruf.
Vorher war mein Glaube oberflächlich, von
Zweifeln und Ängsten vermint, also zer-
brechlich. Maria hat mein Leben geheilt und
mir ein völliges Vertrauen in Gott vermittelt.
Jetzt begleitet mich der Herr auf meinem
täglichen Weg. Der Glaube ist ein Geschenk:
er muss erbittet, behütet und wie eine Pflan-
ze gepflegt werden, dass sie nicht austrock-
net. Die Sicherheit, dass Gott mit uns ist,
verringert jedes Problem. Aus Medjugorje
kehrt man auf jeden Fall verändert zurück:
die Ehemänner, vielleicht atheistisch und
Gotteslästerer, die die Frauen murrend und
widerwillig begleiten, werden begeisterte
Gläubige.
„Sind die Botschaften Mariens an alle
gerichtet?“
Sicherlich. Die Menschheit hat die Reli-
gionen geschaffen, die Trennungen, den
Fanatismus, die Unduldsamkeit. Aber Gott
ist Liebe: Er will uns alle retten, ohne Unter-
schiede, Er bietet uns unendlich viele Gele-
genheiten, um uns zu retten. Die Erscheinun-
gen von Medjugorje sind von den vergange-
nen Erscheinungen verschieden, weil sie
täglich vorkommen und kommen überall
vor, wo sich die Seher befinden. Außerdem
sind die Seher auf Erden geblieben: sie sind
moderne Buben und Mädchen, die studiert
haben, die arbeiten, reisen, sprechen, eine
Familie gegründet haben und verbreiten das
hl. Wort mit modernen Mitteln auf dem
ganzen Globus. Dies macht Medjugorje zu
einen weltweiten Pol: dieses Jahr befanden
sich auf dem Festival der Jugend 60.000
Jugendliche aus aller Herren Länder.
„Welche Botschaft hat dich am meisten
beeindruckt?“
„Die Madonna wiederholt uns, dass die
Welt zu Gott zurück kehren muss. Schließen
wir den Schöpfer aus unseren Plänen aus,
verurteilen wir die Gesellschaft, die Famili-
en und den Planeten zu einem traurigen
Ende. Wir zerstören uns selbst. Die Katastro-
phen, die die Erde heimsuchen, die Gewal-
takte, die offensichtlichen Ungerechtigkei-
ten, die Kriege nehmen zu, weil wir uns
nicht mehr des Herrn besinnen: wir haben
keine Rücksicht auf Natur und Tierwelt, die
Er uns anvertraut hat; das gilt auch für unse-
re Mitmenschen. Maria ladet uns ein,
gemeinsam zu beten, uns der anderen anzu-
nehmen, zu fasten, uns zu bekehren, die
Bibel zu lesen, Werke der Liebe zu vollbrin-
gen. In jedem Haus, in jeder familiären
Gemeinschaft, müssen wir Gott Raum
geben.
Eine Reise nach Medjugorje ist eine
Erfahrung, die ich allen empfehle. Jedes Jahr
kehre ich ‘verbessert’ zurück, entdecke
etwas Neues und Wichtiges. Im Gebet ist es,
als würden wir dort eine andere Dimension
finden: Du kannst auch drei Stunden unun-
terbrochen beten und merkst gar nicht, dass
die Zeit vergeht...“.
Edi Morini
Die Zeit der Erwartung
von Piero Gottardi
„Eine klare Stimme erschallt
in finsterer Nacht, es verfliegen
die Alpträume, von Oben
erstrahlt Jesus. Das Lamm ist für
uns gesandt, es kommt alle
Schuld zu tilgen, alle zusammen,
in Tränen bitten wir um Verzei-
hung...“.
Im Advent kehren alte,
verzehrende Hymnen wieder, en
clara vox, Rorate.
Der Advent ist die schönste Zeit des
liturgischen Jahres: Zeit der Erwartung,
Zeit der Hoffnung.
Wer ihn erwartet, der
hofft, und in der Hoffnung hören wir bereits
ein Zittern der Freude. Wen sollen wir erwar-
ten, als nicht Jenen, der kommen muss? Die
Lesungen sprechen vom Ende der Zeiten:
»Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr
ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit
ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und
anklopft. Selig die Knechte, die der Herr
wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage
euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz
nehmen lassen und sie der Reihe nach bedie-
nen.« (Lk 12,36f).
Welche wird die selige Generation
sein, die Ihn aufnehmen wird? Weder die
Bibel, noch der Katechismus geben einen
Zeitpunkt an. Das Evangelium ladet jedoch
ein, die Zeichen der Zeit zu beobachten, und
davon gibt es eine Unzahl: „Die Menschheit
hat die Waffen der eigenen Zerstörung
geschmiedet und hat dafür riesige Ressour-
cen verbrannt. Sie hat sich nicht mehr an den
Bund mit Gott erinnert. Sie missachtet die
Naturgesetze und weist unveräußerliche
Werte zurück. Ein großer Teil der Welt geht
so weit, jegliche geistliche Dimension des
Menschen zu verleugnen. Der materiell stark
entwickelte Teil der Menschheit widmet sich
einem rasenden Run technischen Fort-
schritts, der sich selber genügt. Gleichzeitig
müssen die Bewohner der armen Länder, zu
Hunderten von Millionen, bittere Tränen
ihres Elends schlucken, anstatt das brüder-
lich geteilte Brot essen zu können. Diese
Welt befindet sich in den Augen des allen
gemeinsamen Vaters im Zustand der Todsün-
de“. (R. Laurentin)
In Seinen Augen sind tausend Jahre
wie ein Tag: was in tausend Jahren nicht
geschehen ist, kann an einem Tag gesche-
hen.
Ganz klare Zeichen der Zeit sind vor
allem die verschiedenen Erscheinungen der
Jungfrau auf der ganzen Welt: ein großes
Mosaik, deren einzelnen Steine (die wichtig-
sten sind jene von Medjugorje) ein einziges
Bild der Rettung abgeben, das sich erhellt,
wie sich nach und nach die anderen Lichter
hinzufügen. Laurentin hat 2.400 gesammelt
und gibt zu , dass diese nur ein kleiner Teil
sind; die falschen (AdÜ: Erscheinungen)
beschränken sich auf wenige Fälle.
„Medjugorje ist ausnahmslos wahr!“
Eine Leuchte mit einem sehr starken Licht,
ein Regen an überreichen Gnaden, Geschenk
und Geheimnis, dringender Aufruf zur
Umkehr, Blick auf eine nicht ferne Zukunft.
„Ich bin gekommen, die Welt zum letzten Mal
zur Umkehr aufzurufen. Ich werde danach
nicht mehr auf Erden erscheinen“
(02.05.1982). Mit den Ereignissen, die sich
vorbereiten und die nahe sind, wird Satan
die Macht genommen, die er noch inne hat...
betet, auf dass in der ganzen Welt das Reich
der Liebe komme... Für die Nichtgläubigen
wird es zu spät sein, sich zu bekehren... Ich
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background image
Der Du die Lilien kleidest
Die Vögel des Himmels speist
Der du die Lämmer weidest
Den Hirsch zur Wasserquelle weist
Der Brot vermehrt und Fische
Und Wasser wandelt zu Wein
Er mög’ an diesem Tische
So Gast wie Geber sein
LESER SCHREIBEN
Bruder Michel Malterre aus Cuzco
(Perù) „Es ist eine grosse Freude, wieder
neu die Zeitschrift zu erhalten, die ich so lan-
ge nicht mehr bekam. Welche Freude, jeden
Monat die Worte unserer lieben Mutter im
Himmel zu betrachten. Ich bin Missionar des
strengen betrachtenden Lebens, lebe in
Klausur einer kleinen Gemeinschaft mit dem
Namen „Unsre liebe Frau vom Schweigen“
in den peruanischen Anden. Danke für eure
Treue ...“
Mary di Bona aus Smitrhfield (Austra-
lien): „Danke für eure Anstrengung, uns das
ECO di MARIA zu schicken. Zum Zeichen
des Dankes möge meine kleine Spende euch
ein wenig helfen, voran zu kommen ... „
Ken Harper aus Ashfield (Australien):
„Ich war sehr glücklich, eure Ausgabe zu
erhalten, die wirklich Nahrung für die Seele
ist, was wir heute verzweifelt nötig haben,
um unsern Glauben und die Hoffnung auf
Gott stark zu erhalten. Darum danke! Ich
bete, dass ihr die aktuellen Schwierigkeiten -
finanziell und die Post betreffend - überwin-
den könnt, weil ich glaube, dass das ECHO
eigens ein Geschenk Mariens ist für alle ihre
Kinder“.
C. Ballegen aus Brüssel (Belgien): Ich
bin treuer Leser des ECHO jetzt schon seit
vielen Jahren. Die Zeitung gibt uns die
führenden Linien um mit Hoffnung weiter zu
gehen, und bildet eine „unsichtbare“ Kette
von Christen, die zusammen gehören. Ich
habe von euern Finanznöten gelesen, darum
schicke ich euch meinen kleinen Beitrag.“
Lucile Broglein aus Belfort (Frank-
reich): „Bitte nehmt meine Spende entgegen
als Antwort auf eure Nöte. Ich danke Gott,
dass er sein Werk durch Maria fortsetze,
unsere Generation zu führen auf den Weg
wahren Lebens. Eure ganze Equipe sei
gesegnet für die wertvolle Arbeit, die ihr so
treu trotz aller Hindernisse erbringt. Diese
Zeitung ist Zeichen des Wichtigen in der Ein-
fachheit, das einzige, das den Hunger der
Welt stillen könnte. Ich grüsse Euch brüder-
lich und in der Freude, dass ich das ECHO
wieder bekommen kann: meine Pfarrei ist in
Gebetsgemeinschaft mit der grossen Medju-
gorje-Familie, mit der ganzen Kirche und
dem Papst Benedikt XVI. um den Frieden in
den Herzen“.
Denise Bourzeix aus St-Augustin
(Frankreich): „Das ECHO MARIENS ist
ein kleines Wunder für unsern Glauben. Seit
Jahren verteile ich es unter meinen Freunden
und bitte euch, das Möglichste zu tun, um
fortzufahren. Zur Zeit haben wir keine gros-
sen Dinge, um von neuem aus den Quelle zu
schöpfen...“.
M.P. Arokiaraj aus Tamil Nadu (Indi-
en): „Ich bin Leser des Eco di Maria und
danke euch überaus für die Gratis-Vertei-
lung. Das ECO dient uns sehr und: es macht
mich glücklich! Ich verteile seit drei Jahren
10 Kopien unter meinen Freunden und Nach-
barn. Empfangt meine aufrichtige Liebe und
die Gebete, damit es gelingt, den Seelen zu
helfen, die nach Gott hungern.“
A. Goutttenoire aus Frankreich/EU:
„Danke für die Zustellung des ECHO, das
ich in mehreren Kopien verteile zum Gewinn
aller. Danke auch für Arbeit der Übersetzung
– all diese Untergrundarbeit wird einmal in
vollem Licht erscheinen – die Jungrau Maria
ist wirklich unermüdlich!“
G.H. Vandenheede aus Amboise
(Frankreich): „Danke fürs ECO DI
MARIA, die reiche geistliche Nahrung in
dieser verwirrten und untreuen Welt. Maria
ist sehr einflussreich bei ihrem Sohn. Sie
möge unsre vertrauensvollen Gebete hören“.
M.C. Rembauvillae aus St-Marie Ker-
que (F): „Eine Frau unsrer Gebetsgruppe
wurde bewegt durch euern Appell und möch-
te mit einer Spende beitragen. Sie schätzt
eure Zeitschrift sehr und ermuntert euch,
fortzufahren ... Danke auch für die Hilfe und
den geistlichen Trost, den ihr uns schenkt.
Ich danke der Muttergottes, damit sie weiter-
hin uns an jedem Tag besuchen kommt! Sie
möge euch segnen, damit wir getreu ihre
Botschaft weitergeben können.“
Juan Carlos Blandòn Montoya aus
Kolumbien: „Seit langer Zeit wünschte ich,
euch zu schreiben und jetzt habe ich Gele-
genheit, euch zu grüssen und zu umarmen.
Das ECHO kenne ich seit mehreren Jahren.
Ich erhalte es von jemandem aus meiner
Stadt, aber es gelingt nicht immer, weil ich
im andern Stadtteil wohne ...Ich bitte euch,
es mir direkt nach Hause zu schicken. Ich
weiss, dass man es ab Internet laden kann,
aber ich habe keinen Computer und zudem
gefällt mir das ECHO besser auf Papier,
denn so kann ich es sammeln. Es würde mich
freuen, auch die alten Nummern zu erhalten,
um eine Bibliothek der Königin des Friedens
zu bilden. ... Die Zeitschrift ist wunderbar,
sie gefällt mir wegen ihres hohen meditati-
ven, geistlichen Inhalts. Ich grüsse die Brü-
der, die Schwestern, die sich um die spani-
sche Übersetzung kümmern. DANKE! Ihr
könnt auf einen Freund zählen, hier in
Kolumbien ...“
Folgen wir dem Engel
Schritt auf Tritt
Folgen wir dem Engel Schritt auf Tritt
und schauen, wohin er geht: nicht nach Rom,
die Triumphierende, nicht nach Athen, die
Weise, nicht nach Babylon, die Hochmütige,
auch nicht nach Jerusalem, die Heilige Stadt.
Er geht in einen Winkel Galiläas, in eine
unbekannte Kleinstadt, Nazareth, dem Ort
von dem Nathanael später sagt: „Kann denn
von Nazareth etwas Gutes kommen?“
Aber in Nazareth gibt es ein Häuschen
das in sich den Schatz des Himmels und der
Erde schliesst und die verborgene Liebe des
Ewigen Vaters für die Welt. In diesem klei-
nen Ort gibt es die Jungfrau, die grösser ist
als Himmel und Erde zusammen, eine junge
Frau von Gott erwählt um das Unverständli-
che zu verstehen. Dort findet er die Jungfrau
die grösser und leuchtender ist als Rom,
Athen, alle Menschen und gar die Engel.
Da ist eine Jungfrau mit Namen MARIA
und entsprechend ihrem Namen ist sie ein
Abgrund von Anmut und Gnade, ein Ozean
von Grandezza und einer Welt voller Wun-
der. Und diese junge Frau ist es, auf die Gott
schaut, und auch sie schaut auf Gott und vom
IHM besetzt erhebt sie sich. Und diese Jung-
frau ist es, zu der Gott seinen Engel schickt.
Cardinal Pierre de Bérulle (1575-1629)
www.marijedenazareth.com
werde meinen Sohn bitten, die Welt nicht zu
bestrafen, aber ich flehe euch an, bekehrt
euch! Ihr könnt euch nicht vorstellen, was
geschehen wird, noch was der Ewige Vater
auf die Erde schicken wird. Daher bekehrt
euch! Verzichtet auf alles, tut Buße“
(24.06.1983). Schwerwiegende, flehende,
dramatische Worte.
„Beim großen Zeichen werden die
anwesenden Kranken geheilt werden!“ Ivo
Juricic erwartet, dass sein amputiertes Bein
wieder wachse, wie es die Jungfrau durch die
Seher versprochen hat. Ivanka verbringt eine
ganze Stunde mit der Madonna! „Ich war
eine ganze Stunde mit ihr beisammen. Nie
habe ich sie so schön gesehen. Sie war so zart
und schön...“.
Dann lässt sie ihre irdische
Mutter kommen, die sie küsst und umarmt,
und schließlich darf Ivanka auch die Jungfrau
küssen! Und die Engel schauen zu! Mirjana
erhält ein Blatt aus einem Material, das auf
Erden nicht existiert, wo für jetzt noch
unsichtbar die Geheimnisse vermerkt sind,
die die endgültige Abfolge auslösen... Viele
Priester und Ordensbrüder sind erschrocken
und versuchen herunterzuspielen, zu zensu-
rieren und möchten neuen Wein in ihren alten
Schablonen eingießen. Medjugorje ist jedoch
ein komplettes Paket, entweder du nimmst
alles an oder du verstehst nichts.
„Betet, dass bald eine Zeit des Friedens
herrsche, die mein Herz mit großer Unge-
duld erwartet... (25.06.1995). Mit euch
möchte ich das Gebet erneuern und euch
zum Fasten einladen, um es Jesus anzubie-
ten, für die Ankunft einer neuen Zeit, eine
Zeit des Frühlings“
(25.10.2000).
Wie ist doch Maria schön! Sie kommt
jeden Tag, immer jung, süß, rein, königlich,
bezaubernd, voll der Liebe, vor allem all-
mächtig (aus Gnade), als Garantie für ihre
wundervollen Versprechen.
Nostalgie, Wunsch, Hoffnung, Gesang,
Schmerz, Exil, Tal der Tränen unter einem zu
blauen Himmel, unendliches Erwarten...
»Hingehaltene Hoffnung macht das Herz
krank, / erfülltes Verlangen ist ein Lebens-
baum.« (Spr 13,12).
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November 2010
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