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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 213 (Januar-Februar 2011)

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„Wenn der Mensch Gott vergessen oder
zurückweisen kann, so ermüdet Gott doch
nicht, jeden Einzelnen zu rufen, Ihn zu suchen,
damit er lebe und sein Glück finde. Aber die-
se Suche verlangt vom Menschen die Kraft
seiner ganzen Intelligenz, die Aufrichtigkeit
seines Willens, und auch das Zeugnis anderer,
die ihn in der Suche nach Gott leiten ...“
Botschaft Mariens vom 25. November 2010
„Liebe Kinder, ich schaue euch an und
sehe in euren Herzen den Tod ohne Hoff-
nung, Unruhe und Hunger. Es gibt kein
Gebet und kein Vertrauen in Gott,
deshalb erlaubt mir der Allmächtige, dass
ich euch Hoffnung und Freude bringe.
Öffnet euch. Öffnet eure Herzen der
Barmherzigkeit Gottes und Er wird euch
alles geben, was ihr braucht, und Er wird
eure Herzen mit Frieden erfüllen, denn
Er ist der Friede und eure Hoffnung.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Öffnet eure Herzen der
Barmherzigkeit Gottes
Der Blick Mariens dringt ins Innerste
unseres Herzens, unserer Seele, und sieht,
was wir nicht fähig sind wahrzunehmen: Die
Armseligkeit des menschlichen Herzens,
wenn es in seiner menschlichen Natur
verbleibt. Der Tod ohne Hoffnung zeigt
einen natürlichen Ausweg eines Lebens an,
worin Gott beiseite gestellt wird; Unruhe
und Hunger
weisen auf eine Unvoll-
ständigkeit solchen Lebens hin. Eine Leere,
mit der es sich herumschlägt.
Achtung: Was Maria sagt, gilt nicht nur
für jene, die „gottlos“ leben, sondern auch für
uns, die wir uns Christen nennen, für uns, die
wir „beten“, für uns, die „gläubig“ sind, für
uns, die wir uns innerlich besser als viele
„Sünder“ betrachten; auch an uns, vielleicht
besonders an uns, sind diese Worte Mariens
gerichtet! Es reicht nicht zu sagen „Herr,
Herr“
um in das Himmelreich zu gelangen,
noch sich großartiger, in Seinem Namen
vollbrachter Werke zu rühmen; es genügen
weder die Worte, noch die Werke; es ist
nötig, »...den Willen meines Vaters im Him-
mel erfüllen.«
(vgl. Mt 7,21-23). Wir legen
großen, zu großen Wert auf unsere Werke
und auf unsere Worte und es fällt uns schw-
er, diese Belehrung Jesu anzunehmen. Es
genügt einen Augenblick aufzuhören, der
menschlichen Logik zu folgen und uns in die
„Logik Gottes“ zu versetzen, jener aus dem
Evangelium, um zu begreifen. Trotz der
Erfolge der Wissenschaft und Technik, wird
unserem Leben immer etwas fehlen, unserem
Leben wird immer der Tod folgen; wir kön-
nen unsere Körper „nicht für immer retten“
und noch viel weniger unsere Seelen, wenn
wir uns von Gott abkehren. Dennoch, seit
Gott durch die Fleischwerdung Jesu Mensch
geworden ist, ist uns Gott nicht mehr fern;
nun ist uns Gott nahe, ja sogar der Nächste,
Er ist sogar in uns, wenn wir es wünschen.
Wir lehnen die Begegnung aber ab; wir
weisen die Verbindung zu Ihm zurück, wir
beten nicht; wir vertrauen Ihm nicht. Es gibt
kein Gebet und kein Vertrauen in Gott,
deshalb erlaubt mir der Allmächtige, dass
ich euch Hoffnung und Freude bringe.
Gott
wartet weiterhin auf uns, aber... wie lange
noch? Im Dunkel unseres Herzens dringt
Maria ein, von Gott eingeladen, uns (wie
lange noch?) Hoffnung und Freude zu brin-
gen. Jesus hat über Jerusalem Tränen ver-
gossen, das nicht Seine Ankunft erkannt hat;
wollen wir heute die Anwesenheit Mariens
unter uns aberkennen? Wollen wir weiter
einen Blick auf ihre Botschaften werfen,
während unser Herz immer weiter weg und
müde ist „immer die gleichen Dinge“ zu
hören? Vielleicht haben wir auch versucht, so
manche Einladung Mariens in die Tat
umzusetzen, aber das Leben hat uns wieder
voll eingeholt und unser Zustand ist schlim-
mer als zuvor. Sie aber ist noch mit uns und
schaut auf uns, ermahnt uns, erwartet uns.
Dies ist die Zeit der Barmherzigkeit Gottes,
die letzte gebotene Möglichkeit der Rettung
für die Menschheit, wie uns Jesus durch Sr.
Faustina Kowalska sagte und Maria uns heute
wiederholt: Öffnet eure Herzen der
Barmherzigkeit Gottes und Er wird euch
alles geben, was ihr braucht, und Er wird
eure Herzen mit Frieden erfüllen, denn Er
ist der Friede und eure Hoffnung.
Gott gibt
uns wirklich alles, Er hat uns schon alles über
aller Erwartung gegeben: Er hat uns sich selb-
st in Jesus gegeben. Was warten wir noch zu?
Überlassen wir nicht unsere Tage der Willkür
des Nichts, des Scheinbaren, des Vorläufigen:
All das ist fest in der Hand des Feindes, des
Lügners, der in uns die Hoffnung auslöscht
(d.h. tötet). Erheben wir unseren Blick zum
Vater; öffnen wir wir Ihm unser Herz und
reißen es auf. Die abschließende Einladung
dieser Botschaft Mariens sei unser tägliches
Bemühen, und Jesus wird zu uns kommen.
Hören wir auf diese Einladung Mariens, die so
sehr dem Auftrag an die Diener in Kana in
Galiläa ähnelt, und folgen wir diesen, damit
das von uns dargebotene Wasser Wein mit
göttlicher Qualität ist.
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. Dezember 2010
„Liebe Kinder, heute möchten ich und
mein Sohn Jesus euch die Fülle der
Freude und des Friedens geben, damit
jeder von euch froher Träger und Zeuge
des Friedens und der Freude sei, an den
Orten, wo Ihr lebt. Meine lieben Kinder,
seid Segen und seid Frieden. Danke, dass
ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Träger und Zeuge des
Friedens und der Freude
Das Gebet des Propheten: »Taut, ihr
Himmel, von oben, / ihr Wolken, lasst
Gerechtigkeit regnen! Die Erde tue sich auf
und bringe das Heil hervor, / sie lasse
Gerechtigkeit sprießen« (Jes 45,8) und noch
mehr die Version des hl. Hieronymus „Taut,
ihr Himmel von oben und die Wolken regnen
auf den Gerechten...“, scheinen mir eine gute
Einführung zu dieser Botschaft Mariens zu
sein, die mit dem überreichen Geschenk der
Freude und des Friedens beginnt. Himmel
und Erde treffen sich, berühren sich, dringen
in sich ein. Liebe Kinder, heute möchten
ich und mein Sohn Jesus euch die Fülle
der Freude und des Friedens geben.
Dieser Überfluss ist Fülle und voll-
ständig. Freude und Friede, heute in der
Welt ihrer inneren Reinheit und Vitalität so
entwerteten, verfälschten und entleerten
Eigenschaften, werden uns in vollem Glanz
durch die Hände Jesu und Mariens
geschenkt, mit all ihren eigenen Kräften,
ihrer göttlichen und jungfräulichen Natur. Es
liegt nun an uns, sie so anzunehmen, wie sie
uns von Ihnen angeboten werden; es liegt an
uns, sie in ihrer Jungfräulichkeit zu
bewahren, es liegt an uns, sie vor irdischem
Verschleiß zu schützen, von aller Vermark-
tung, von aller missbräuchlicher Aneignung.
Sie sind keine Handelsgüter, sie sind kein
Privateigentum, sie gehören uns nicht: sie
sind auf keiner Art und Weise unser Besitz.
Sie sind der Hauch des Heiligen Geistes, der
Atem des Lebens, Tropfen des Herzens des
Vaters, die nach unschuldigem Blut
schmecken, die nach Kreuz riechen.
Frieden und Freude, die weder Macht
noch irdischen Ruhm gewährleisten, noch
irdische Erfolge, noch irgendwelche
Befriedigungen. Frieden und Freude, die
nicht vor Krankheiten, Demütigungen, Lei-
den, Verrat schützen. Trotzdem sind sie
Geschenke unermesslichen Wertes schon
hier auf Erden und nicht nur im Jenseits.
Frieden und Freude, die sich im Herzen
des Vaters finden, die uns von aller Angst
befreien, die uns von aller Knechtschaft
befreien; all das ist uns geschenkt, damit
jeder von uns froher Träger und Zeuge
des Friedens und der Freude sei, an den
Orten, wo wir leben.
Dies ist eine wichtige Klausel und
schränkt die Unentgeltlichkeit des
Geschenkes nicht ein, sondern preist den
Januar - Febrar 2011 - Herausgeber; Eco di Maria,Via Cremona, 28 - 46100 Mantova (Italia)
J. 27, Nr. 1 - 2 "Poste Italiane s.p.a. - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art. 1, comma 2, DCB Mantova
213
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göttlichen Ursprung; ein Geschenk Gottes
ist nicht auf den einzelnen beschränkt, son-
dern betrifft das Wohl aller. Frieden und
Freude schmälern sich nicht, wenn sie
gemeinsam geteilt werden, im Gegenteil, sie
nehmen zu; es ist das Wunder der Brotver-
mehrung,
so oft von Jesus gewirkt und stets
bis zu unseren Tagen in der Geschichte der
Kirche lebendig. Alles was dein ist, verküm-
mert, verarmt und verfault schließlich; was
geschenkt ist, lebt und blüht. Auf dieser Erde
so sehr in Klassen, Machtgruppen, Sippen,
Fehden, gegensätzlichen, religiösen Idealen
geteilt, scheint der Trennende und nicht Gott
der Liebe vorzuherrschen; es ist aber nicht
so. Das Opfer Christi ist nicht vergebens und
die Liebe wird siegen. Verharren wir in
inbrünstigem und beharrlichem Gebet, leben
wir die Botschaften Mariens, seien wir
Träger und Zeugen des Friedens und der
Freude, die Geschenke Gottes sind. Meine
lieben Kinder, seid Segen und seid
Frieden,
ermahnt uns Maria. Und wir
müssen genau das sein; alles Übrige wird
sie, wird Jesus machen.
N.Q.
Der Mangel an Mystikern
begünstigt die geistige Dürre
Eine der Ursachen des Zerfalls der reli-
giösen Praxis, vor allem in den entwickelten
Ländern, ist „das Verblassen durch „geistige
Betrübnis“. Dies ist, was Don Marcello
Stanzione, Präsident der Vereinigung der
Milizen des Erzengels Michael in einem
Interview der Tageszeitung „Zenit“ bekräf-
tigt. „Die theologische Wissenschaft an den
heutigen Fakultäten tut gut daran, sich auf
den Intellekt zu stützen, der wichtig ist, ja
unverzichtbar – so erklärt Don Marcello –
aber aufgepasst, nicht in theologischen
Rationalismus jener zu fallen, die wenn man
von Engeln spricht, die Schulter zucken und
sagen: „Ja, ja, die Engel existieren, die
Bibel spricht davon und auch der Katechis-
mus, aber wir wissen es nicht so genau,
eigentlich sind sie wenig wichtig, darum
interessieren sie uns auch nicht ...“.
Don Marcello, der zahlreiche Bücher
über die Engel geschrieben hat, ist auch Prä-
sident des Zentrums für angelogische Studi-
en. „Es ist selten – fuhr der Priester fort –
theologische Kurse über systematische Lek-
tionen über die Engel und
Dämonen zu finden. Das schlägt
sich auch in der Predikation der
Kirchen nieder, wo nur selten
über die Himmlischen Geister
gesprochen wird. – Die Mystik
jedoch – so erklärt Don Marcel-
lo – lässt uns verstehen, dass
Gott unser logisches Verständ-
nis übersteigt, weil Er offensichtlich darüber
hinaus geht. Der Mangel an Mystikern
begünstigt diese geistige Dürre“.
„Das Klima „geistiger Dürre – so erklärt
er – bewirkt, dass viele Getaufte und religiös
erzogene Menschen nach Spiritualität in
buddhistischen Meditationsgruppen suchen:
New Age, sophistischen oder andern Bewe-
gungen ausserhalb der Kirche von Rom. Es
gibt auch unter der angelogischen Wissen-
schaft nur wenig moderne Katholiken, die
sich mit dieser Thematik befassen, während in
der Vergangenheit sich die Werke über die
Engel kaum zählen liessen. Wenn ich eine
Buchhandlung betrete, bleibe ich erniedrigt ja
erschreckt zurück, weil die meisten Texte
über Engel von nicht-katholischen Publikatio-
nen stammen“, fügt er hinzu.
Für den Präsidenten der Armee des Hei-
ligen Erzengels Michael ist der Mystiker als
Zeuge sehr wichtig, denn „leben in ständiger
Verbindung mit Gott und wer aus einer sol-
chen nicht nur eine intellektuelle Erfahrung
zieht, sondern eine tiefe existentielle Erfah-
rung zieht und also wie St. Paulus auch wie-
derholen könnte: „Nicht mehr ich lebe, son-
dern Christus lebt in mir“ (Gal 2, 20). Er
zitiert einen Satz des Dominikanermönchs
Antonin-Gilbert Sertillanges,
sagt Marcello, dass „zweifels-
ohne eine Verbindung zwischen
Heiligkeit und Existenz von
Engeln gibt, nur, dass niemand
je heilig wurde, weil er –Engel
gesehen hätte, aber wohl dass
jemand Engel gesehen hat weil
er heilige geworden war!“.
Wir werden
die Engel sehen
Stefano Redaelli, Forscher in einem
Weltraumzentrum, glaubt an die Engel. In
seinem Buch „Sie kommen zur Zeit“ erzählt
er einige Geschichten über sie. „Es genügt,
sie sehen zu wollen: manchmal zeigen sie
sich auf dem Antlitz eines Freundes, oder in
einem Telefon, das genau im richtigen
Moment „eindringt“ Physikgelehrter, lebt
und arbeitet er seit 1997 in Warschau, wo er
sich dem Studium des Chaos und der Son-
nenwinde in einem Raumforschungs-Zen-
trum befasst. „Vielleicht müssten wir sie auf
der Erde suchen, nicht in den Wolken oder
den Sternen, sagt er.
„Wer sind die Schutzengel? Geistige
Geschöpfe, die uns begleiten auf dem aus-
serordentliche und anstrengenden Weg, dem
wir Leben sagen, mit einer präzisen Aufga-
be: uns den Weg zu zeigen wenn wir ihn
verloren haben, ein Halt sein wenn wir aus-
gleiten, eine Hand die hilft wieder aufzuste-
hen, uns zu stützen.
Die Engel kommen nie aus der Mode,
denn die Seele wechselt nicht wie die Mode.
Sie kann zu Pulver werden, sich beschmut-
zen, erkranken, schrumpfen, dann kann man
sie in ein Kistchen verschossen werden: ver-
altet wird sie nie. Unsre Zeit dürstet nach
Licht: ein stiller Durst, zersteut durch Quel-
len des Lebens, die nicht vertrocknen. Es
gibt ein Bedürfnis nach Zeichen.
Dies tun die Engel: sie zeigen ein Licht,
setzen Zeichen, bauen Brücken zwischen
Himmel und Erde. Der Engel entspringt als
Symbol einer Spiritualität, die alle erstreben.
Es gibt welche, die beim Hören des Wortes
„Gott“ ein seltsame Angst empfinden, einen
gewissen Sinn von Transzen-
denz und Distanz. Der Engel,
hingegen, ist leichter zu akzep-
tieren. Ich glaube nicht, dass
Gott beleidigt ist deswegen. Der
Engel ist Mittler zwische3n Gott und dem
Menschen. Wenn wir aufmerksam und ver-
fügbar sind, wird uns unser Engel zu Gott
trt5agen. Und er bringt auch Gott zu uns.
Wie ist es möglich, seine Gegenwart zu
beachten? Es gilt, die Sinne der Seele zu
verfeinern: das Sehen, das Gehör, den
Geruch, den Geschmack, den Tastsinn. Neu
die Welt des Geistes zu lernen. Die Wissen-
schaft lehrt die Methode der Erfahrung. Man
glaubt an das, was man in der direkten
Erfahrung vergleichen, kontrollieren kann,
was messbar, wiederholbar ist. Ich möchte
festhalten, dass dieses Kriterium in gewis-
sem Sinn auch auf die immaterielle Welt
ausdehnbar ist.
Um die geistige Wirklichkeit ztu erfah-
ren muss man im Herzen die Liebe in Bewe-
gung setzen. „Wer liebt, dem werde ich
mich zeigen“, finden wir an einer Stelle des
Evangeliums. Die Engel sind eine Manife-
station der persönlichen Liebe Gottes zu
uns. Manchmal genügt ein bescheidenster
Liebes-Akt, um den Himmel aufzureissen.
Wer es erfahren hat, der weiss. Es kann
gelingen, „Hausgemeinschaft“ mit dieser
Art an Erfahrungen zu haben.
Vielleicht ist das die einzige Rettung in
einer Welt, die manchmal beherrscht ist von
erstickendem Materialismus. Wenn es
scheint, dass wir nicht mehr Atmen können,
nicht zu spüren vermögen ausser dem Mate-
riellen, beginnen wir zu lieben: wir werden
eine andere Welt entdecken, werden lernen,
sie zu bewohnen, spüren deren Fehlen. Es
wird enden, dass wir diese Welt vorziehen.
Wir werden die Engel sehen.“
(Zenit)
Das Geheimnis
unseres Daseins
Versuchen wir unsere Erinnerungen
zurückzudrehen. So manches Ereignis in
Schule oder Kindergarten... so manche kur-
ze Episode, die wir als wichtig eingestuft
haben: ein jeder wird einige Erinnerungen
aufzählen können, nebelig oder klar, wer im
Alter von fünf Jahren, wer in drei... und
mancher vielleicht auch früher. Wir sind ins
Leben gekommen, ohne danach gefragt zu
werden oder es gewünscht zu haben; wir
atmeten und hatten einen Namen, als wir uns
dessen noch nicht bewusst sein konnten.
Wann haben wir gemerkt, „auf der
Welt“ zu sein? Eines Tages vielleicht konn-
ten wir einhalten, uns fragen und uns wun-
dern, wie es Kinder so machen: „Ich lebe!
Auch ich bin da!“
Wechseln wir nun Richtung, blicken wir in
die Zukunft. Sicher weiß ein jeder, was er
morgen machen wird, vielleicht auch in
einem Monat oder in einem Jahr, aber auch
in noch längerer Zeit? Da könnten wir uns in
Träumereien und Pläne verirren, denn wir
wissen sehr gut, wie sehr sich diese als hin-
fällig erweisen können. Und wenn wir unse-
ren Blick noch weiter spannen würden?
Sicher ist nur, dass wir früher oder später
sterben werden. Und dann, wird es ein Jen-
seits
geben?
Unser Leben ist uns als Geschenk
gegeben: Der Beginn und das Ende dieses
Verlaufs entgehen uns, gehören jedoch zu
uns. Niemand hat sich das Leben selbst
gegeben und niemand ist für diese Welt
unabkömmlich. Ich bin mir wohl bewusst:
Alles könnte auch ohne mich voran gehen...
Könnte das alles reichen, sagen zu können,
dass es Gott geben muss? Ein Gott, der mich
gewollt hat, der mich ausgedacht, einzigartig
gestaltet hat, der meine Existenz ganz origi-
nal und unwiederholhbar in der Geschichte
dieser Welt gewollt hat? Ein Gott, der mir
die Freiheit zur Wahl gibt, der mir die
Erkenntnis schenkt, dass mir dieses mein
Leben nicht bis ins Letzte gehört,
und in
einem größeren Plan eingebunden ist?
Nein, es gibt keine Antwort. Wir befinden
uns wieder neu vor dem Geheimnis: Wie
sehr ist doch unser Verstand begrenzt und
wie groß ist doch unsere Freiheit!
Francesco Cavagna
2
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Die LichtreichenGeheimnisse,
Geheimnis der Umwandlung
von Stefania Consoli
„Im ersten Geheimnis des Lichtreichen
Rosenkranzes betrachten wir die Taufe
Jesu...“.
So beginnt der „Vierte Rosen-
kranz“, den die Kirche vor ein paar Jahren
unserer Betrachtung übergeben hat, dank
der Initiative von Johannes Paul II. Er führt
dann weiter, von einem Ereignis des Lebens
Jesu zum anderen, ohne einer logischen Fol-
ge nachzukommen, denn die Ereignisse sind
unter ihnen in unterschiedlichen Zeiten und
Zusammenhängen beschrieben und ein-
zuordnen. Trotzdem verbindet sie ein
gemeinsamer, unsichtbarer Faden, ein
Zusammenhang, der auf alle dasselbe Licht
wirft... Versuchen wir es zu entschleiern.
Der Streckenverlauf beginnt mit der
Szene am Jordan, wie wir bereits gesehen
haben. Die Taufe Christi. Diese ist verschie-
den von jener, die der Täufer den Büßern
erteilt, die die Umkehr erflehten, denn bei
Christus war es Gott selbst, der in das Was-
ser eintauchte, um anschließend auf Seine
messianische Reise auf den Straßen Palästi-
nas zu gehen, auf der Suche nach der „ver-
lorenen Schafen“ des Hauses Israel.
Was geschieht in Wirklichkeit bei einer
Taufe? Eine Verwandlung. An der Quelle
geerbter Sünde kommt man in einen Zustand
Erlöster, der dazu bestimmt ist, sich durch
ein Leben in Heiligkeit zu vervollkommnen.
Natürlich betraf das Jesus nicht, unschuldi-
ges Lamm ohne Makel,
schon von Natur aus.
Indem der Herr sich im Jordan taufen ließ,
wollte Er uns sagen, dass alles, was mit Ihm
in Verbindung tritt, sich verwandelt und
nicht mehr gleich wie vorher ist...
So war es auch mit dem Wasser des
Flusses, der den Leib Christi aufgenommen
hat: Es wurde durch die göttliche Gnade
geheiligt, die aus Ihm ausging und es erfuhr
eine tiefe Veränderung, indem es zu einem
Wasser wude, das die Kraft hat, all jene in
neue Geschöpfe zu verwandeln, die im
Taufbecken eintauchen und das Geschenk
des Heiligen Geistes empfangen.
Dieses erste Geheimnis des Lichtreichen
Rosenkranzes stellt uns eine wesentliche
Bedingung auf dem Glaubensweg vor: Der
Ruf zur Verwandlung unseres ganzen Seins,
das durch die verschiedenen Geschehnisse
im Leben von der „Berührung“ Gottes
erreicht werden muss. Ein Ruf, sich laufend
im Wasser des Heiligen Geistes, der
abwascht, einzutauchen, reinigt und jene
Schichten entfernt, die den inneren Men-
schen abdecken, der es nötig hat, wieder
aufzutauchen, um sich nach dem Willen
Gottes völlig zu verwirklichen.
Kommen wir zum zweitenGeheimnis:
Jesus in Kana in Galiläa verwandelt einfa-
ches Wasser in guten Wein für die Hoch-
zeitsgäste. Eine Verwandlung, in der Er
„vor der Zeit“ Seine Allmacht und die Ver-
mittlerkraft Seiner Mutter Maria offenbart;
eine Verwandlung, die zur Freude der
Tischgenossen des Hochzeitsmahles
gewirkt wurde, aber die in Wirklichkeit
auch an uns und das Volk gerichtet ist: Die
Erscheinung Gottes, der gekommen ist,
unsere vom Bösen gequälten Leben in Jubel
und Freude zu verwandeln.
Hier startet die Mission schlechthin:
Im dritten Geheimnis des Lichtreichen
Rosenkranzes verkündet uns Jesus das Reich
Gottes und heilt die Kranken. Beinahe als
wollte man sagen: Wenn ihr von euren
physischen, psychischen und geistlichen
Krankheiten geheilt werden wollt, müsst ihr
die Einstellung ändern, müsst ihr eure
Gedanken verwandeln, eure Art die Dinge
zu sehen, die Welt, euch selbst... indem ihr
blickt, wie Gott blickt. Liebe Kinder - wie-
derholt Maria in Medjugorje - in dieser gna-
denvollen Zeit, bekehrt euch und setzt Gott
an die erste Stelle in eurem Leben
(25.
August 2007)... Bekehrt euch, meine lieben
Kinder, öffnet euch Gott und Seinem Plan
für jeden Einzelnen von euch
(25. Februar
2009). Die Bekehrung ist stets eine unent-
behrliche Voraussetzung für unsere echte,
innere und äußere Heilung. Gehen wir nach
den Gesetzen des Heiligen Geistes voran,
spüren wir wie sich von Tag zu Tag das
Herz verändert und die Fähigkeit zu lieben
geheilt wird.
Machen wir noch eine Schritt. Bestei-
gen wir mit Jesus den Berg. Um genau zu
sein, den Berg Tabor. Im dritten Geheimnis
des Lichtreichen Rosenkranzes betrachten
wir die Verklärung Jesu vor den Augen der
misstrauischen Jünger: »Seine Kleider wur-
den strahlend weiß, so weiß, wie sie auf
Erden kein Bleicher machen kann.« (Mk
9,3). Christus verwandelt Sein Äußeres, Er
zeigt vor der Zeit Sein Antlitz, das Er nach
dem Sieg über den Tod annehmen wird;
Sein ewiges Antlitz, das in der Herrlichkeit
an der Rechten des Vaters aufleuchtet.
Diesmal ist die Verwandlung noch deut-
licher; was aber überrascht, ist der Vorgang
in den Herzen der Apostel: Sie sind es, die
sich verändern! Es ändert sich ihre Einstel-
lung zu jenem Meister, dem sie von Stadt zu
Stadt
gefolgt sind: sie sehen Ihn in Seiner
göttlichen Majestät, grundverschieden von
der Meinung, die sie sich von Ihm und des
Messias gemacht hatten, und wie die Tradi-
tion Ihn bisher vorgestellt hatte.
Beten wir dieses Geheimnis, müssen wir
uns grundlegend fragen: Welches Bild
haben wir von Gott? Welches Antlitz hat
„unser“ Jesus? Jenes, das unseren Erwartun-
gen entspricht? Jenes, das unsere menschli-
chen Pläne verwirklicht, unserer Berech-
nung entspricht? Jenes, das sich vollkom-
men unseren Modellen und Traditionen
anpasst? ...oder sind wir bereit, uns von Ihm
überraschen und von Seiner Gnade faszinie-
ren zu lassen, die unserem Blick unerwarte-
te und ganz neue Horizonte eröffnet?
Um eine Antwort zu finden gehen wir
auf das fünfte Geheimnis des Lichtrei-
chen Rosenkranzes über:
Jesus setzt die
hl. Eucharistie ein, das Geheimnis der höch-
sten und heiligsten Verwandlung, die es
geben kann; die substantielle Verwandlung
von Brot, das auf wunderbarer Weise der
Leib Christi selbst wird. Eine unglaubliche
Verwandlung, aber nicht nur, weil eine
Handvoll Mehl sich in auferstandenes
Fleisch verwandelt, sondern, nehmen wir
einen Bissen davon in uns auf, verwandeln
wir uns, werden wir Teil Seiner selbst und
gehen eine tiefe Gemeinschaft mit Seinem
Geist und Seinem Leben selbst ein.
Hier finden unsere Fragen eine Ant-
wort: Gott ist nicht Frucht einer Idee. Gott
ist nicht Bild, das sich unseren Bedürnissen
anpasst, wie ein Bilderrahmen eines fertigen
Bildes. Gott ist eine lebendige Wirklichkeit,
die fähig ist, alle Dinge in Besseres zu ver-
wandeln, wenn wir Ihn achten für das, was
Er ist, wenn wir bereit sind, uns von Ihm
durchdringen und anziehen zu lassen, in der
Dimension, damit ein jeder ein neues Äuße-
res einnimmt, verklärt, gereinigt, um
schließlich zum Vater erhöht zu werden.
Gott ist reinstes Licht, und betet man gläu-
big diese Geheimnisse, werden uns Seine
Lichtstrahlen dort erreichen, wo wir es am
meisten nötig haben, dass sie uns verändern,
um somit endgültig neue Geschöpfe zu sein.
Benedikt XVI:
Priester
nur in Einheit mit Christus
Für ein ganzes Jahr stand es im
Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Es
wurde viel über das Priestertum und
das Priesteramt geredet, diskutiert
und geschrieben. Trotzdem bleibt es
ein sehr umfangreiches Argument,
denn die mit dem Priester verbunde-
ne Gnade ist sehr tief, eine Gnade, die direkt
dem Priesteramt Christi entspringt, der es
hier auf Erden verwirklicht.
Bei vielen Gelegenheiten hat Papst
Benedikt XVI. die verschiedenen mit dem
Priesteramt verbundenen Themen angespro-
chen und hervorgehoben, dass der Priester
sein Amt nur in völliger Einheit mit Jesus
leben und ausdrücken kann.
Im vergangenen Juni hat er einige Prie-
ster in Rom geweiht. Bei dieser Gelegenheit
hat er in großen Zügen die Grundmerkmale
aufgezeichnet, die nach seinem Ermessen
der Priester haben sollte. Wir tragen einige
Auszüge vor.
„Nur wer ein inniges Verhältnis mit
dem Herrn hat, wird von Ihm erfasst, ver-
mag Ihn den anderen zu bringen und kann
ausgesandt werden. Es handelt sich um ein
‘in-Ihm-Bleiben’, das die Ausübung des
Priesteramtes immer begleiten muss; es
muss der zentrale Teil sein, auch und vor
allem in schwierigen Momenten, wenn es
scheint, dass die ‘noch zu vollbringenden
Dinge’ Vorrang zu haben scheinen. Überall,
wo wir uns befinden, alles, was wir machen,
wir müssen immer in Ihm bleiben.
Das Priesteramt kann nie ein Mittel
sein, um die Sicherheit im Leben zu errei-
chen,
oder eine soziale Stellung einzuneh-
men. Wer das Priesteramt für ein höheres,
persönliches Prestige und der eigenen Macht
willen anstrebt, hat in der Wurzel den Sinn
dieses Amtes missverstanden. Wer vor allem
eigene ehrgeizige Ziele verwirklichen will,
dem eigenen Erfolg anhängt, wird immer
Sklave seiner selbst und der öffentlichen
Meinung sein.
Um geschätzt zu werden, muss er
schmeicheln; er muss das sagen, was den
Menschen gefällt; er muss sich den Verände-
rungen der Mode und Meinungen anpassen,
und wird sich somit der lebenswichtigen
Beziehung mit der Wahrheit berauben,
indem er sich darauf beschränkt, morgen das
zu verurteilen, was er heute gelobt haben
wird. Ein Mann, der sein Leben so einrichtet,
ein Priester, der sein Amt in diesem Rahmen
sieht, liebt Gott und die anderen nicht wir-
klich, sondern nur sich selbst, und paradoxer-
weise endet er so, sich selbst zu verlieren.
Das Opfer der Christen ist das Sein in
der Einheit durch die Liebe Christi, eins
mit dem einzigen Leib Christi. Das Opfer
besteht gerade darin, aus uns heraus zu
gehen, uns von der Gemeinschaft des einzi-
gen Brotes, des einzigen Leibes, anziehen zu
lassen, und so das große Abenteuer der Lie-
be Gottes zu beginnen.
3
Echo 213
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Das Gebet besteht nicht aus For-
meln; es umfängt das ganze Leben ...
Dann wirst du beten, ohne zu ermüden,
wenn das Gebet sich nicht mit Formeln
begnügt, und wenn, im Gegenteil, du
dich, verbunden mit Gott hinwirfst
solange du lebst: so wirst du aus dei-
nem Leben ein unaufhörliches Gebet
machen.“
Basilius von Cesarea
Seele Christi, heilige mich!
Leib Christi, rette mich!
Blut Christi, tränke mich!
Wasser der Seite Christi, wasche mich!
Leiden Christi, stärke mich!
O guter Jesus, erhöre mich!
Birg in deinen Wunden mich!
Von dir lass nimmer scheiden mich!
Vor dem bösen Feind beschütze mich!
In meiner Todesstunde rufe mich!
Zu dir zu kommen, heiße mich,
mit deinen Heiligen zu loben dich
in deinem Reiche ewiglich! Amen
Aufgabenteilung
Eines Tages sagte Jesus den Seinen:
„Sucht vor allem das Reich Gottes und seine
Gerechtigkeit, und all diese Dinge werden
euch dazu gegeben werden (Mt 6, Worten
scheint uns der Meister die folgende Aufga-
benteilung vorzuschlagen: Ich denke an die
materiellen und geistigen Dinge, und Ihr
strengt euch an zu lieben, d.h. das Reich
Gottes zu suchen ...
Das scheint die Abma-
chung, die Christus in uns festigen möchte,
ER, der uns den Wunsch und die Fähigkeit
zu lieben geschenkt hat. Jesus erwartet von
uns die Pflicht zu lieben und zwar immer,
denn auf diese Art geben wir Ihm die Mög-
lichkeit, in uns zu arbeiten und durch uns in
den andern .zu wirken.
Im Bereich des Geistes gibt es kein neu-
trales Terrain: man „spielt“ im Feld Gottes
oder halt in dem des Teufels. Das Fehlen
von Liebe macht uns automatisch im gegne-
rischen Feld „spielen“ und setzt uns dem
Verlieren aus, dem Bösen. Also, unbeachtet
unsrer Schwächen, bemühen wir uns doch,
alle zu lieben, auch die, die uns nicht passen,
auch den, der uns nie zulächelt, der nur an
seine eigenen Interessen denkt. . So könnte
uns vielleicht das Geschenk des Friedens zu
teil werden, der in unserm Herzen haften
bliebe. So, vielleicht, würden wir wie Chri-
stus am Kreuz dem „guten Schächer“ das
Lächeln schenken, das ihn errettet hat. So
würde uns vielleicht das „überreiche Mass“
geschenkt. Maria, die Mutter der Liebe,
möge Platz in unserm Herzen nehmen,
damit ihre Liebe die unsrige würde, damit
alle „das Hundertfache“ erhielten.: Jesus.
Wenn man liebt kümmert uns nichts
anderes mehr, ängstigt uns nichts. Wie der
heilige Franziskus lehrt: nicht der Wolf, der
zum Bruder wird, nicht der Tod, der uns als
Schwester in die Arme nimmt, nicht einmal
der Teufel, der zur Impotenz erniedrigt wird.
Es ist wahr: die Liebe verdrängt alles ande-
re, jeden Anspruch, jede Furcht, auch den
Schrecken des Todes.
Das Lächeln
„Seid fröhlich im Herrn, ich wiederhole:
seid froh“ (Phil 4,4)
Der fröhliche Mensch lächelt und
schenkt Freude. Gott lächelt und gab dem
Menschen die Fähigkeit, stets zu lächeln,
denn ER wünscht, dass wir in Freude leben.
Ich bin sicher, Jesus hat am Kreuz den „gut-
en Schächer“ nicht durch Diskussionen
gewinnen, sondern durch sein Lächeln, dar-
auf konnte der Mann antworten und sogleich
ins Paradies eintreten zusammen mit seinem
Herrn. Ja, denn ins Paradies tritt nur ein, wer
lächeln kann; anders gibt’s kein Eintreten,
man bleibt „draussen vor der Tür“ bis dass
man zu lächeln erlernt hat.
Der Teufel lächelt nie, er kann nicht
lächeln, ja, er hasst das Lächeln, weil es das
Gute bringt: darum verhindert er es wo
immer er es kann, weil es ihn an die Liebe
und Freude erinnert, die er auf immer
zurückgewiesen hat.
Wer lächelt kann danken, vor allem sei-
nem Gott, dann auch dem Nächsten. Wer
traurig ist und besorgt kann nicht danken
und beklagt sich immer über alle, auch über
seinen Herrn. Das ist warum der Satan, der
Ankläger, uns immer traurig und besorgt
machen will, damit wir sein Werk vollbrin-
gen: Gott und die Brüder anklagen ...
Wenn wir lächeln ist Jesus mitten unter
uns, ruht unter uns und in uns. Er kann nicht
mit uns sein, wenn wir in Traurigkeit und
Sorgen verharren, weil wir seinen Platz
durch das Böse besetzt halten, er bevorzugt
dieses Umfeld.. Chiara Lubich (Gründerin
der Focolar-Bewegung) bejaht, dass es sehr
wichtig ist zu lächeln: davor flieht der Teu-
fel. Vielleicht lädt uns der Apostel Paulus
deshalb ein: seid immer fröhlich! Also,
lächeln wir freudig, in jeder Situation ...
Maria möge in uns ein fröhlich singend Herz
gebären, wie sie es hatte, um die Wunder
ihres und unsres Herren zu besingen.
Pietro Squassabia
Ich danke also allen der Stimme des
Herrn gehorsamen Priestern, innerlich dem
göttlichen Willen hingegeben, um freudige
Träger des Geheimnisses Christi, „unnütze
Diener“, zu sein. Ich danke auch jenen, die
mir das Beispiel einer tiefen Hingabe in die
Hände des Vaters gegeben haben, mit einer
brennenden Liebe und einem leuchtenden
Frieden, die der Armut des Geistes und des
Selbstvergessens entspringen. Ich bete für
sie alle, damit sie im Lichte des lebendigen
Wortes die wahre Bedeutung der Nachfolge
Christi, Guten Hirten, erkennen können!
Das Geheimnis des wahren Glaubens
Glaube ist nicht nur zu glauben, dass
Gott existiert, sondern es ist Gott erlauben,
Seinen Liebesplan für uns verwirklichen zu
können. Glaube ist nicht nur annehmen, dass
Gott existiert, sondern dem Gedanken Got-
tes den ihm zustehenden Platz in uns zu
geben. Glaube ist Gott in uns...
Daher bete ich immer fort, dass jeder Prie-
ster das Geheimnis des wahren Glaubens
erkenne, das Amt als Priester nach dem Her-
zen Christi: Die Freiheit Gottes in uns! Ich
bete, weil ich weiß, dass mein einfaches
Gebet Gottvater durch die priesterlichen
Hände Jesu überbracht wird, bis zum Him-
mel, mit den mütterlichen Händen Mariens
beschützt: So wird es wahres Gebet!
M. Grazia Caramaschi Calati
Jener Priester, der...
Welch verklärte Schönheit entdeckt man
in der Person des Priesters, wenn er das
Leben Gottes in sich aufnimmt, bevor er das
Opfer Christi feiert! Wie viel geistlichen
Frieden überträgt ein Priester, der sich völlig
dem Herrn als Opfergabe zusammen mit
Jesus hingibt! Wie viel Demut entdeckt man
im Leben dieses Priesters, der in Einheit mit
Christus betet, indem er einfach dem Heili-
gen Geist erlaubt, betender und wirkender
Gott in ihm zu sein!
Die Augen des Glaubens schauen über
die Grenzen des Scheins, der menschlich
sichtbaren Gesten, eines jeden gesprochenen
oder verkündeten Wortes. Die Augen des
Glaubens schauen über die Grenzen des
Fleisches, das den Menschen auf Erden klei-
det, und verstehen geistlich nicht nur das
dynamische Geheimnis der göttlichen
Wohngemeinschaft, aber auch jenes der tri-
nitarischen Gemeinschaft. Der Priester, der
sich dem Herrn auf aktive, freie, bewusste
Weise, anbietet, wird zur heiligen Ikone der
göttlichen Güte; er wird zu jenem Kanal der
Gnade, die mystisch das Herz der einfachen
Menschen trifft, die ehrlich Gott suchen.
Die Frucht einer Fülle
Der mit Gott „erfüllte“ Priester, spricht
kraft einer direkten Erkenntnis des in ihm
anwesenden wahren Gottes, der spirituell
seine Seele durchdringt, indem Er sie ver-
wandelt, belebt, reinigt, vollkommen heiligt.
Der Priester, der sich innerlich vom
Geheimnis der göttlichen Liebe formen lässt,
der sich geistlich vom Dreifaltigen Gott ‘ver-
führen’ lässt, der Freude daran hat das Gebet
der Demütigen, der Armen zu hören, wird in
sich das Geheimnis des lebendigen und wir-
kenden Wortes, Jesus Christus, finden. Nur
durch diesen inneren Übergang erreicht der
Priester den Wert echten Zeugnisses der
fleischgewordenen Wahrheit. Andernfalls
findet im Priester nicht die lebendige Bege-
gnung mit Christus statt, den ewigen Priester,
von dem alle Priesterschaft herrührt und
ohne dem kein Priester Früchte bringt.
Auf sich selbst gestützt
Der Priester, der in sich verschlossen
bleibt, erlaubt Gott nicht, in ihm zu wirken,
sich durch seine Gesten zu offenbaren: Er
bleibt der echten Wahrheit beraubt, leer des
lebendigen Wortes, steril in der Predigt, arm
an göttlich Neuem, ohne jener göttlichen
Anwesenheit, die allein die Seelen kräftig
segnet. Der Priester vernachlässigt das
Evangelium, weil er von Gott nicht die Kraft
des wahren Glaubens sucht, sich auf sich
selbst stützt, auf seine lehrhaften Kenntnis-
se, auf seine menschlichen Gewohnheiten,
auf seine Gedanken.
Ein Dankeschön den guten Priestern
Ich danke jenen Priestern, die mir auf
meinen inneren Weg behilflich waren, Jesus
wirklich zu begegnen. Danke jenen Prie-
stern, die sich selbst sterbend, mir eine große
Lehre des Glaubens in Gott und Seiner Vor-
sehung vermittelt haben, die mich zwangen,
zwar liebevoll, so doch mit Festigkeit, mich
innerlich zu betrachten. Danke jenen Prie-
stern, die mich begleitet und mich bei den
ersten Schritten unterstützt haben und mich
später mit ihrer Hingabe an Gott beschütz-
ten. Danke jenen Priestern, die mir auf mei-
nem Weg voran gegangen sind und mit
ihrem Glauben den Weg zum Reich Gottes
erleuchtet haben.
E
INFACHE
G
EDANKEN
Von Pietro Squassabia
4
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Lichtreflexe
a u s
d e r
Erde Mariens
von Stefania Consoli
Die
Fleischwerdung,
ein
gewöhnliches Ereignis
Wir haben neu angefangen. Der liturgi-
sche Zyklus hat sich geschlossen und gleich
neu begonnen, indem er uns die himmli-
schen Geheimnisse der Fleischwerdung und
Geburt des Sohnes Gottes vorstellt Ein
bekannter Rhythmus und doch nie gleich,
weil immer neu die Gnade die verschiede-
nen Passagen des Christus-Lebens begleitet.
Diese geistige Kraft jedoch, ist nicht auf
die „starken Zeiten“ des liturgischen Jahres
beschränkt Auch die „gewöhnlichen“ Tage
– weil oberflächlich gesehen sich ähnlich –
enthalten Lebensdichte, die wir zu Weih-
nachten von neuem empfingen und die jetzt
rasch fortfährt, ihre österliche Mission und
Heilkraft zu erfüllen.
Was geschieht in uns in all diesen Pass-
sagen? Sind wir fremde Zuschauer der
Ereignisse oder lassen wir uns hineinneh-
men, bis dass wir Mitwirkende sind? Im
Bewusstsein, dass die Eucharistie der Höhe-
punkt der Menschwerdung Gottes auf Erden
ist, müssten wir uns vielleicht eine noch
konkretere Frage stellen: sind wir die, die
einfach zur Messe „gehen“, oder jene, die
„die Messe „erleben und feiern“?
„Geliebte Kinder, ich lade euch ein, die
Heilige Messe zu leben. Manche unter euch
haben ihre Schönheit erfahren, aber es gibt
sie auch, jene die ungern kommen. Ich habe
euch erwählt, geliebte Kinder, und Jesus
gibt euch in der Heiligen Messe seine Gna-
de. Darum lebt bewusst, gewissenhaft, die
Heilige Messe und euer Kommen sei voll der
Freude. Kommt mit Liebe und nehmt die
heilige Messe in euch auf“ (
Botsch. Vom 3.
April 1986).
„Geliebte Kinder, ich lade euch ein zu
einem aktiveren Gebet und Hören der heili-
gen Messe. Ich wünsche, dass jede eurer
Messen eine Gotteserfahrung sei ...“
(Botsch vom 16. Mai 1985).
Die Menschwerdung Jesu ist kein antikes
Ereignis, ist keine Erinnerung oder ein Denk-
mal, das man einmal im Jahr begeht. Der
wahre Sinn der Menschwerdung Gottes ist
sein Eintritt in unser Fleisch an jedem Tag.
Durch IHN bewohnt, aus Seinem Geist, müs-
sten wir also verstehen, Jesus unsere Glieder
aufzuopfern, denn es sind seine Glieder.
Augen, die mit unendlicher Zartheit schauen.
Ein Mund, der Gutes spricht, oder besser, der
segnet, „bene-dire“; Hände die trösten, pfle-
gen, dienen ... Füsse, die den Weg hin zum
gerechten Ziel weisen, ohne die Strasse zu
verfehlen, um zum Vater zu gelangen.
Gott kann heute nicht Fleisch annehmen,
wenn wir Ihm keinen Platz frei halten. Er
braucht lebendige Tempel, wo sein Herz
schlägt, um die Welt lieben zu können, um
diese Orte der Finsternis besuchen zu kön-
nen, die dringend seines Lichtes bedarf, um
wieder Hoffnung zu finden . Es dienen IHM
keine Mauern, noch die Steine oder schönen
Gespräche, Jesus will unser Leben, worin er
wohnen und alle Seelen aufnehmen kann,
die ihn suchen.
Wir brauchen nichts Besonderes zu tun.
Nur IHM erlauben, uns zu „bewegen“, wie
Er es wünscht, in totaler Freiheit. Und jedem
Impuls zu gehorchen, den wir als den seinen
erkennen. Wir werden fröhlich sein in
unserm Apostolat ...
So haben wir wahrhaft Weihnachten
gefeiert, wenn all dies geschehen ist. Wir
würden wirklich die liturgische „Gewöhnli-
che Zeit“ betreten haben, wenn wir fähig
geworden sind, unsern Tag „aussergewöhn-
lich“ werden zu lassen. Es ist Seine Gegen-
wart ,,die uns wandelt. Die Gegenwart Chri-
sti verändert den Sinn unserer Tage, wenn
sie Ihm hingegeben wurden, sie werden eine
„ewige Messe“, zu einer nicht endenden
Danksagung an den Vater für die Gaben, die
Er uns unablässig schenkt, beginnend mit
dem kostbaren Geschenk des Lebens.
Bemühen wir uns durch Christus, mit
Christus und in Christus jeden Moment, der
uns gegeben ist, intensiv zu leben, indem
wir verstehen, ihn mit Sinn zu füllen ohne
einen einzigen zu verlieren. Schauen wir lie-
bend und mitfühlend auf das, was noch
begrenzt und unreif ist in uns und um uns,
aber ohne dass wir uns zu sehr darüber auf-
halten, ohne uns davon gefangen nehmen zu
lassen, denn es bleibt keine Zeit mehr für
Dinge, die sich um uns selber drehen und
um die andern ... Die Zeit ist nahe und das
Zentrum ist Jesus, dem wir alles Geschaffe-
ne zurückgeben müssen Beginnen wir in
unsrer kleinen Welt. Fangen wir bei uns sel-
ber an. Der Rest wird daraus entstehen. Und
wir werden „lebendige Eucharistie“ sein.
Du verlangst von mir
nichts ausserordentliches:
Eine Schneeflocke genügt
um einen Fluss zu gebären.
Ein Tropfen Wasser reicht aus,
um einen Stein zu bersten.
Ein Stern genügt um den Himmel zu erhellen.
Eine Blume genügt
um die Wüste erblühen zu lassen.
Ein Lächeln genügt
um die Freundschaft zu beleben.
Ein Ja genügt um sich
dem geliebten Menschen zu übergeben.
Ein Träne genügt
um einen Berg voller Sünden auszulöschen.
Ein Heller genügt
um den Schatz gross werden zu lassen.
Du bist ein ausserordentlicher Gott,
o mein Herr,
weil du als gross und wunderbar betrachtest
was klein und alltäglich ist
weil du weder mit Metern
noch Bilanzen missest
sondern allein immer auf dem Grund
des verborgenen Schweigens
eines klopfenden Herzens.
Hilf mir, mein Herr und Meister,
Eines Tages Dir immer mein Bestes zu geben
Auch wenn es wenig ist,
Seit dem Augenblick, als du von mir
nichts Aussergewöhnliches
mehr zu tun verlangst
sondern nu noch,
dass ich ganz gewöhnliche Dinge tue
aus einem ausserordentlichen Herzen.
Ein
Vorfenster
unsres
Lebens
Noch ist es neblig im Haus obwohl
bereits die blassen Farben des Morgens
schon den Himmel färben. Der Morgen
bricht an und vertreibt die Nacht mit ihrem
Dunkel, ihren Heimlichkeiten. Das Erwa-
chen bringt uns zurück zu dem was wir
gestern gelassen, bevor wir unsern unge-
träumten Träumen, unsern nie geschauten
Bildern begegnet sind ...
Sonnenstrahlen durchfiltern die Storen,
werfen sich diskret auf den Boden: Fast eine
Verkündigung. Es ist Zeit, das Fenster zu
öffnen, den neuen Tag ins Haus zu lassen!
Frischer Luftzug umfängt den halbwa-
chen Körper; Luft, die den Atem befreit und
das ganze Sein weitet und ihm Lebenskraft
gibt. Im ersten Moment zucken die schlaf-
trunkenen Augen fast verwundet von Licht,
doch bald gewöhnen sie sich an den Schim-
mer, beginnen herum zu stöbern um zu erta-
sten, ob es was Neues gibt ...
So könnte der Anfang eines Morgens
sein! Dieser oder jener hat wohl schon eine
solche Erfahrung gemacht. Eigentlich könn-
ten wir dasselbe im Geist erfahren. In uns
gibt es so ein inneres Fenster, wo die sicht-
bare Welt sich im Ewigen verliert ...
Wenn wir aufrichtig beten, wenn wir in
das Herz Mariens eintauchen, wenn wir die
Sakramente wirken lassen, uns ganz in die
Schöpfung hineingeben .... nähern wir uns
einem unsichtbaren Vorhof, von wo aus wir
vertrauend weite Himmelsstreifen zu
erspähen vermögen.
Vor allem müssten wir glaubend die
Fensterläden unseres Herzens öffnen um das
Licht der Gnade eintreten zu lassen wie der
Morgen, der uns zu neuem Leben antreibt.
Wir müssten die Starre unsrer eigenen Äng-
ste, die engen Winkel egoistischer Berech-
nungen an Verlogenheit und Falschheit, mit
denen wir uns ständig an Gott, an uns selber
und an unsre Nächsten wenden, hinter uns
werfen...
In unsern Tiefen sind wir Schränke voll-
er Angewohnheiten, stets bleiben wir die
Gleichen, unfähig zu wachsen und uns zu
wandeln. Aus Gewohnheit? Aus Angst? Aus
Not oder fehlendem Vertrauen? Wer weiss
warum! Jeder ist und bleibt ein Geheimnis.
Aber es gibt ihn, der sich Tag für Tag in
kleine Kassetten schliesst um die Kontrolle
über sein Leben aufrecht zu erhalten. Aus
logischen Gründen, übrigens, da er das Alt-
bekannte als Garant für Beständigkeit
nimmt und es deshalb als scheinbar unbe-
drohlich empfindet..
Erst gestern war Weihnachten. Auf der
Erde erschien die Sonne die aus der Höhe
kommt.
Nahmen wir die Einladung an, unser
ganzes Innerstes aufzureissen, um den Ein-
zug „Seines Tages“ zu gestatten? Jener Tag,
der neues Staunen, neue Freuden schenkt,
uns frei atmen lässt, vergessend was die
Welt uns überstülpt als bedrohliches
Gewicht? Nahmen wir es an, die alten Din-
ge“ zu lassen, schon verbraucht in alten
Jahr, um dem Platz zu schaffen, das sich vor
uns auftut?
„Geliebte Kinder, in dieser Zeit der
Gnade, wenn auch die Natur sich bereitet,
uns die schönsten Farben des Jahres zu
schenken, lade ich euch ein, meine Gelieb-
ten, öffnet eure Herzen dem Schöpfergott,
damit er euch umwandle
und euch forme
nach Seinem eigenen Bild, damit all das
Gute, das in euren Herzen schlummert,
erwachen möge zu neuem Leben und dem
Leben in Ewigkeit zustrebt“
(Botsch. vom
25. Februar 2010).
5
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Ohne Gott
zu leben ist unmöglich
Medjugorje, 19. August 1995, circa
11.40. Wir verlassen die Kirche, wohin ich
meine Frau zur Messe begleitet hatte. Einge-
treten bin ich als Zuschauer, denn ich glau-
be nicht an Gott ... Um während der Feier
mir die Zeit zu vertreiben fielmir nichts bes-
seres ein, als die Anwesenden zu zählen:
dreiundzwanzig Menschen wovon drei Kin-
der! Diese Zahl blieb mir im Gedächtnis,
denn anschliessend verglich ich sie mit der
Zahl der Gläubigen, die derzeit in Medjugo-
rje an der Messe auf italienisch teilnah-
men....
Vor der Kirche also gingen wir Richtung
Sakristei, wo der Bruder, der eben damit fer-
tig war, die Messer zu feiern mit Leuten
sprach, die ich gestern auf dem Schiff gese-
hen hatte. Es begann zu regnen und um nicht
nass zu werden flüchteten wir unter das
Dach der Beichtstühle.. Nach ein paar Minu-
ten des Gesprächs und fünfunddreissig Jah-
ren ununterbrochener Absenz von Kirche
und Glauben, entschloss ich mich, zu beich-
ten! Ich teilte diesen Entschluss meiner Frau
mit, die mich sehr verwundert aber entschie-
den glücklich anschaute. Es war sie, die
hauptsächlich Künstler und Instrument mei-
ner Bekehrung war. Sicher kein Blitzschlag,
sondern ein Durchgang der Reife voller
Zweifel, Fragen, Ängste ...
Ich will nicht in die Hölle!
Ich glaube, dieses Wegstück habe an
jenem Tag begonnen, als sich in meinem
Sinn (war es in meinem Herzen?) sich dieser
Gedanke festsetzte: „Nein, ich will nicht in
die Hölle!“. Ein Ausruf, der mich in Staunen
versetzte, verängstigte und verwirrte, denn
als Opfer meines Stolzes wollte ich weder
von Licht noch Hilfe von irgend jemandem
annehmen.
Aber vom Himmel wachte die Mutter-
gottes und fügte es, dass diese unausge-
drückte Wunsch nach Ewigem Leben durch
meine Bekehrung erfüllt wurde ...
Liste der Auslagen
Ich betrat also das Beichthäuschen und
begann ziemlich unschlüssig zu sprechen ...
Ich bin nicht vertraut mit diesem Sakrament,
kannte nur den vorkonziliaren Stil, als eine
Sündenliste verlangt war!! Aber der Beicht-
vater half mir mit väterlicher Geduld und
Zartheit, mich vom Gewicht des im Verlauf
eines Lebens angewachsenen Sündenberges
zu befreien; Sünden, die mir oft gar nicht
bewusst waren, Unrecht, dessen ich mich
schämte, wovon mich schon nur davon zu
sprechen schmerzte, und Unglauben dass
ich solche Fehler begangen hätte.... Die
nächsten Tage waren „grossartig“. Überall
sah ich „Wunder“. Ich empfand mich als
etwas Besonderes, ein Bevorzugter und
schaute aus meiner Höhe auf all jene, die ich
fern vom Glauben wusste, verharrte unbe-
wusst in einem ähnlichen Lage ... vergass,
dass ich selber so war fast ein Leben lang!
Der „richtige“ Priester
Man kann nicht in all dem die Hand
Marias übersehen. Die wichtigsten Etappen
dieser Geschichte ereigneten sich im Takt
ihrer Nähe an den wichtigen Kreuzpunkten
Gott hat auf meinen Anruf geantwortet und
mir seine Mutter zu meiner Führerin
gemacht: sie hat mich zu Jesus gebracht und
erfüllte damit ihren auftrag als Miterlöserin.
Padre Carmelo, der meine Beichte ent-
gegennahm nach mehr als dreissig Jahren im
Nebel, blieb für mich ein geistiger und
geliebter Bezugspunkt: wir sehen uns nur
einmal im Jahr in Medjugorje: die Begeg-
nung mit ihm lässt mich froh und ergriffen
zurück. Ich erkenne es als göttliche Fügung,
dass auch er es war, der mir die Aussöhnung
mit Gott ermöglichte. Ware ich auf einen
„falschen“ Beichtvater gefallen, hätte er
meinen tiefen Wunsch nach dem Transzen-
denten verderben können.
Seither vergingen viele Jahre. Mit der
Zeit wurde meine Beziehung zu Gott milder.
Ich klopfe immer an seine Pforte und danke
ihm für alles, was ich schon erhalten habe
...Es ist unmöglich, ohne Gott zu leben! Ich
verstehe nicht, wie ich das so lange Zeit tun
konnte, und dass ein so grosser Teil der
Menschheit so ohne IHN leben kann!
Die Hingabe an Jesus durch Maria
Jedes Jahr kehre ich für einen ganzen
Monat nach Medjugorje zurück biete mei-
nen freiwilligen Dienst einer Kommunität
an, die Pilger aufnimmt. Und wieder habe
ich durch meine Frau etwas kennen gelernt,
das mein Leben definitiv verändert hat: die
Hingabe des Lebens an andere, und dadurch,
über Maria, an Jesus.
Das ist es, was die Mitglieder der Kom-
munität, die mich aufnimmt, sich zu leben
befleissen. Mit ihnen erfahre ich eine tiefe,
freundschaftliche Beziehung. Sie jedes Jahr
wieder zu sehen bedeutet mir auch, meine n
Glauben im Alltag zu Hause neu zu beleben,
der riskiert lau zu werden. Während ich in
Medjugorje bin, umgeben von meinen
Freunden und vor allem „gehalten“ in der
Umarmung Mariens, scheint mir alles viel
leichter, harmonischer und weckt in mir den
Wunsch, ein besserer Mensch zu werden als
ich es bin.
Danke Jesus, dass Du dich meiner erin-
nert hast, und dies durch das mütterliche
Wirken deiner geliebten Maria!
Luciano Calati
Ich bin anders geworden
Seit kurzen habe ich die Gewohnheit, ein
paar Tage in Medjugorje zu verbringen und
dort lasse ich meine Ängste, meine Unruhe
des Alltags, der Arbeit und der Familie
zurück. Ich fühle mich anders. Ich kehre
zurück mit dem Wunsch, den Rosenkranz zu
beten zusammen mit meinen Lieben und
merke, dass ich viele Dinge mit erstaunli-
cher Ruhe anpacke und erledige!
Ich hatte schon eine starke Begegnung
mit Jesus vor vier Jahren und es verblieb in
mir eine starke Gnade, aber erst dieses Jahr
überkam mich der Wunsch, den Ort zu besu-
chen, wo Maria seit mehr als neunundzwan-
zig Jahren auf mich gewartet hat.
Die Luft in Medjugorje und jeder Win-
kel spricht von Ihr. Ich sehe sie auf dem
Erscheinungshügel, dem Podbrdo, anfangs
so schwierig, jetzt so einfach zu erreichen!
Dort ist es, dass die Mutter uns erwartet, um
unser schwer belastetes Herz zu erleichtern;
es ist von dort, dass Sie uns zulächelt und
uns alle in ihre Arme nimmt.
Jedem der mich nach Medjugorje fragt,
sage ich „warte nicht, gehe hin um zu leben
und zu verstehen ...“
Ich spüre, dass ich freudig
mein Zeugnis gebe
Ich danke der Königin des Friedens, weil
sie mich jedes Jahr ruft, ein wenig mit Ihr in
Medjugorje zu sein. Auch ich, wie viele
andere, habe „geistige Gnaden“ erhalten seit
meiner ersten Pilgerfahrt durch ihr mütterli-
ches herz (1997). An diesem Ort empfinde
ich so viel Zartheit und es geschehen immer
wieder „Zusammenhänge“, die das Zeichen
ihrer lebendigen Gegenwart sind. Sie lässt
mich mit Menschen zusammentreffen, aus
denen eine wunderschöne Seele durch-
scheint und andere, die Hilfe und geistige
Freundschaft nötig haben.
Ich gebe voller Freude mein Zeugnis,
dass die Muttergottes mich nach Medjugorje
gerufen hat um mir zu helfen, im Glauben
und im Gebet zu wachsen, damit meine
Gebet immer mehr Herzensgebet werde,
wahr, aufrichtig, persönlich, einfach; ein
Elan an Liebe, an Hingabe und Vertrauen.
Ich bezeuge voll Freude, dass Maria
mir die Gnade geschenkt hat, sehr tief zu
wünschen, dass alle sich retten, und dass sie
mich durch ihr Unbeflecktes Herz mit geru-
fen hat, mein leben Jesus hinzugeben für die
Rettung der Welt, und dass sie mir hilft, Gott
eine immer reinere Liebe zu schenken.
Ich bezeuge voll Freude dass die Mut-
tergottes mich immer wieder nach Medjugo-
rje ruft, um mir neue Kraft zu geben und
meinen innern Frieden zu erneuern. .. Dort
habe ich gelernt, was die Anbetung des hei-
ligsten Sakramentes ist und in mir wuchs die
Liebe zu jesus und ein tiefes Bedürfnis,
immer mehr in sein Geheimnis hinein zu
wachsen.
Bei meiner letzten Pilgerfahrt, Hals über
Kopf, habe ich in einer neuen und schönen
Pension gewohnt, aber es fehlte mir ein Ort,
um mich im Schweigen zu sammeln und zu
meditieren, was ich erlebt habe, und wo ich
vom du zum Du mit meinem Herrn sein
konnte. Ich werde mir immer mehr bewusst,
dass es wichtig ist, eine Unterkunft zu fin-
den, wo die Seele, nicht nur der Körper, aus-
ruhen kann und so in der Tiefe die Gegen-
wart Gottes und seiner Mutter zuspüren
bekommt, selbst im Schlafe!
Danke Maria, dass du mich an die Hand
genommen. Danke für jede Pilgerreise zu
Deiner Erde und danke, dass du mir so viele
deiner Kinder begegnen liessest.
Luisa Casarotto
Botschaft vom 2. November 2010
„Geliebte Kinder, mit Ausdauer und
mütterlicher Liebe bringe ich euch das
Licht des Lebens, damit es in euch die
Finsternis des Todes zerstöre. Weist
mich nicht zurück, meine Kinder. Hal-
tet an und schaut in euch hinein und
seht ein, wenn ihr sündigt.
Anerkennt eure Sünden und betet um
Vergebung. Meine Kinder, ihr wollt
nicht zugeben, dass ihr schwach und
klein seid, ihr könnt aber auch stark
und gross sein im erfüllen des Willens
Gottes. Gebt mir eure gereinigten Her-
zen, damit ich sie erleuchte mit dem
Licht des Lebens, meinem Sohn. Ich
danke euch.“
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Große Gefäße
in Händen Gottes
Richten wir den Blick in das Innere
unseres Herzens, kommen oft alle unsere
Grenzen und Armseligkeiten zum Vor-
schein. Wir ahnen dann unsere Nacktheit
und entdecken so, wie wir wirklich sind,
bedürftig, von einer Liebe ergriffen zu wer-
den, die allen Widerstand bezwingt.
Ich habe mein bisher geschenktes Leben
in schöner Gemeinschaft in meiner Familie
verbracht, im Erfahren unerschütterlicher
Freundschaften, im Dienst einiger Pfarrge-
meinschaften; bei diesem Verlauf haben
Mühen und Schwierigkeiten nicht gefehlt,
die der Menschenseele eigen sind. Wir
waren immer gemeinsam „auf der Suche“,
indem wir dem Herrn jeden Zweifel, alle
Schwachheit, die unvermeidlichen Stürze
und die Glücksmomente übergaben.
Trotz allem hat mich eine innere
Ruhelosigkeit oftmals begleitet, wie ein
offener Spalt, den keine menschliche Erfah-
rung jemals schließen konnte. Häufig fühlte
ich mich wie eine Wiese, die in Erwartung
der Blühte, des Regen bedarf. Wie oft habe
ich die Hände erhoben und Antworten
gesucht...
Ich habe gewartet und gehofft, und
der Herr hat mir zu der Ihm erkannten
Zeit, einen neuen Weg eröffnet und mir
aufgeholfen. Ich habe in meinem Leben vie-
le Geschenke empfangen, ohne großen Ver-
dienst; unter diesen sicherlich die Freude
vieler bedeutender Begegnungen, und ich
konnte so erfahren, dass unser Leben gerade
von diesen Begegnungen durchwirkt ist, die
uns die Liebe enthüllen, die der „zeitlos
Ewige“ für uns Geschöpfe hat.
Die lebendige Erfahrung von Medju-
gorje, die Anwesenheit Mariens und Ihres
Sohnes, die Dreieinige Liebe, die mir in
Gottgeweihten einer Gemeinschaft bege-
gneten, haben in der Schale meiner Wider-
stände und meines Zauderns eine Bresche
geschlagen. Ich konnte mich vergewissern,
dass der Herr lebt, sich im Menschen offen-
bart und konkret in unser Leben wirkt.
Seine Liebe ladet uns zur Verwand-
lung ein, sie breitet sich in uns aus, und aus
einer kleinen Flamme wird ein großes
Feuer; es genügt zu vertrauen. Unser Leben
muss sich neu ordnen, nicht aber mit unse-
ren Kräften; auch wenn unsere Absichten
gut sind, können wir es nicht allein ausfüh-
ren. Der Herr kommt in uns, große Gefäße,
Er formt uns wie Ton in Seinen Händen.
Sind wir von Ihm aufgenommen, können
wir erneuert voran schreiten, und die Ängste
wohnen nicht mehr in uns.
Oft sind wir auf der Suche nach Ände-
rungen, die unserer Gegenwart mehr
Sinn verleiht.
Der Herr ist die Neuheit, die
wir suchen, genau Er, der unser Wohl
wünscht, der uns verändert; wir müssen nur
unseren Blick zum Himmel erheben und
Gott Vater bitten, damit unser Leben heilig
und gesegnet werden kann.
Das lässt uns die anderen als zu bege-
gnende und liebende Personen erkennen:
Jedes Leben braucht das. Gott selbst findet
Zeit für uns, ohne dass wir danach fragen,
und gleicht unsere Zerbrechlichkeit aus,
unsere Zweifel, vor allem, wenn wir die
Weite der Straße und die noch vor uns lie-
genden Schritte sehen. Der hl. Paulus sagt,
»Denn wir wissen nicht, worum wir in rech-
ter Weise beten sollen; der Geist selber tritt
jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht
in Worte fassen können« (Röm 8,26).
Noch ist nichts in meinem Leben voll-
bracht, aber mit Staunen spüre ich, dass der
Herr gewünscht hat, Seinen Frieden in mein
Herz zu bringen, in die Seele von uns allen.
Jeder Augenblick ist eine anzubietende
Gnade, und jede Begegnung ein neu zu tei-
lendes Geschenk.
Auch Maria schaut auf uns mit auf-
merksamen Augen als Mutter und spendet
aus vollen Händen ihre Liebe, indem sie uns
ihren Sohn bringt. Viele Personen sind in
diesen Jahren für mich niedergekniet und
haben für mich gebetet, für meine Familie,
für meine KInder, für die Freunde, die mir
lieb sind... und haben bestätigt, dass Jesus
Christus in der Spiritualität unserer Bezieh-
nungen anwesend ist. Alles ist Geschenk
und ich danke dem Herrn auch für die, die
mir Sein Wort „eröffnet und erbracht“
haben; in vielen Reisegefährten, die mir
vorangehen, kann ich es fleischgeworden,
gelebt und verwirklicht sehen. Das ist ein so
großes Gut, das uns Gott anbietet, damit wir
alle Tage unser „Ja“ erneuern, Zeugen und
Verkünder Seiner Liebe werden und die Fül-
le des Lebens erreichen.
Lidio Piardi
Ich werde euch
nicht verlassen !
Die Botschaften, die die Königin des
Friedens jeden Monat der Seherin Mirjana
übergibt sind immer von ganz besonderer
Dichte.
In wenigen Sätzen gelingt es der
Jungfrau Maria, ein für uns alle dichtes Pro-
gramm geistlichen Lebens zu zeichnen. Es
sind kleine Perlen, die mit viel Dankbarkeit
und Verantwortung gepflückt werden wol-
len, denn es genügt nicht, sie zu lesen und
dann in einen Winkel zu versorgen um auf
die nächsten zu warten, bewegt durch eine
unersättliche Gier nach Neuigkeiten und
„ausserordentlichen Zeichen“. Marias Einla-
dungen werden aufgenommen, dem persön-
lichen Benehmen gegenübergestellt und
dann ins gelebte Leben übersetzt. Nur so
geben wir ihren Worten ihren Wert. Nur so
geben wir ihrem Kommen auf dieser Erde
recht. Nur so sagen wir dem Vater unsern
Dank, weil er seine Mutter schickt, uns zu
belehren, um in uns die Fülle und Würde der
Kinder zurück zu geben.
Jedesmal, wenn Maria uns von Jesus,
ihrem Sohne, spricht, ist es wertvoll, wich-
tig. In Ihm müssen wir das Beispiel sehen,
das es nachzuahmen gilt um das Vorhaben
zu realisieren, das die Muttergottes uns vor-
schlägt um uns zu bekehren. Das Wort ist
exakt darum Fleisch geworden, um uns zu
zeigen, dass es möglich ist, auf Erden zu
leben und in allen Dingen den Willen Gott-
es zu erfüllen. Es gilt: klein bleiben,
bescheiden, einfach. Ohne Jesus kommen
wir nicht voran, lesen wir in einer Bot-
schaft...Es gilt, in Bescheidenheit und
Demut dieses Faktum anzunehmen: wir
haben IHN nötig, niemand anders vermag
uns zum Ziel zu führen, zur Verwirklichung
dieser Versprechungen von ewigem Glück,
nach dem unsere Seelen dürsten. Der König
des Himmels ist bereits Wirklichkeit in uns,
jedoch nur, wenn wir einen ernsten Weg der
Reinigung akzeptieren: so erlauben wir dem
Heiligen Geist, ihn in unsern Herzen zu
erzeugen. Nur wenn wir zustimmen, auf
jedes Selbstgenügen zu verzichten, überge-
ben wir Maria unsere Existenz, wird sich in
uns das Licht des Lebens entzünden: jene
Helligkeit, die alles Düstere vertreibt, alle
Schrecken auflöst...
Wir sind nicht allein. Sie wird uns nicht
verlassen, das hat sie versprochen. Also sol-
len wir es glauben, ohne die Unsicherheiten,
die uns auf unserm Weg behindern. Wir sind
nicht allein, weil die Mutter mit uns ist. Wir
sind nicht allein, weil es auf der Welt so vie-
le Brüder und Schwestern gibt, die diese
Botschaften hören auf dem Weg der Heilig-
keit voranzuschreiten wünschen, den Maria
in Medjugorje uns vorschlägt: eine eigentli-
che und wahre Familie, die Familie Gottes
...
Sich aufnehmen und sich mögen mit der
Liebe Gottes ist eine ganz andere Sache! Die
„Mauern der Trennung“ fallen weg, die
Konflikte erlöschen, Eifersüchte zerfliessen,
Missgunst und Neid verblassen. Denn in
IHM ist Platz für alle und jeder nimmt den
seinigen ein ...
Die Gemeinschaft in Jesus ist essenti-
ell, um Kirche zu sein. Wir sind keine ver-
einzelt Reisenden , die nur für sich das Nöti-
ge beschaffen. Wir sind gerufen, zusammen
zu wandern, indem jeder den andern unter-
stützt, ermutigt, die Schwächsten tröstet und
das eigene Leben hinzugeben bereit ist als
Nahrung, um die schwierigen und teilweise
aufwendigen Wegstücke zu überbrücken.
Nur so werden wir wahre Christen sein,
d.h. aus Christus Lebende. Leute, die fähig
sind, in sich die Wahrheit, das Gute und das
Böse zu unterscheiden... Leute die fähig
sind zu wählen und die eigene Freiheit aufs
beste zu gebrauchen ... Auf diese Weise
wird die Familie Gottes geschaffen, so wie
es Jesus wünscht! Wir sind nicht allein.
Maria steht uns bei. Und verlässt uns
nicht!
S.C.
Botschaft vom 2. Dezember 2010
„Geliebte Kinder, heute, hier mit euch,
bitte ich, damit ihr die Kraft findet, eure
Herzen zu öffnen und die enorme Liebe des
leidenden Gottes zu erkennen. Dank dieser
Seiner Liebe, Güte und Sanftheit bin ich mit
euch. Ich lade euch ein, damit diese beson-
dere Zeit der Vorbereitung eine Zeit des
Gebetes sei, der Busse und der Bekehrung.
Meine Kinder, ihr habt Gott nötig. Ohne
meinen Sohn könnt ihr nicht vorankommen.
Wenn ihr dies verstehen und annehmen wer-
det wird sich das verwirklichen was ich euch
versprochen habe. Durch die Vermittlung
des Heiligen Geistes wird in euren Herzen
das Himmelreich geboren. Dahin führe ich
euch. Danke“.
Botschaft vom 2. Januar 2011
„Geliebte Kinder, heute lade ich euch zur
Gemeinschaft ein, zur ‚communio’ in Jesus,
meinem Sohn. Mein mütterliches Herz betet,
damit ihr verstehen möget, dass ihr die Fami-
lie Gottes seid. Durch die geistige Freiheit des
Willens, den euch der himmlische Vater
geschenkt hat, seid ihr berufen, aus euch sel-
ber die Wahrheit, das Gute und das Böse zu
erkennen. Mögen das Gebet und das Fasten
eure Herzen öffnen und euch durch meinen
Sohn helfen beim Entdecken des himmlischen
Vaters. Mit der Entdeckung von Gott-Vater
wird euer Leben zur Erfüllung des Gotteswil-
lens geführt und zur Errichtung von Gottes
Familie, so wie es mein Sohn wünscht. Ich
werde euch nicht verlassen auf diesem Weg.
Und ich danke euch“.
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Don Angelo
Aus seinem marianischen Herzen
eine Botschaft für alle
aus der Redaktion
Ich begann das Buch „di ricordi“ (Erin-
nerungen) zu lesen und im Nu war ich schon
am Ende ... Man liest es in einem Zug, wenn
auch auf diesen Seiten ein ganzes Leben,
dicht und intensiv, vor dir liegt. Es ist die
Geschichte unsres lieben Don Angelo, der
Ideen-Vater des „ECO DI MARIA“, und
vor allem Priester aus höchster Warte, gei-
stig und moralisch.
Der Band erschien zum zehnten Jahres-
tag des Heimgangs von Don Angelo und
erzählt von ihm durch die Erinnerung der
vielen, die um ihn herum waren in den
diversen Stationen seines Lebens, jene die
ihn als Hirten begleitet haben und andere die
ihm folgten wie Schafe einer treuen Herde.
Es sprechen die Bischöfe
seines
Bistums, an die Don Angelo sich wandte mit
grosser Achtung und kindlicher Liebe, und
trotzdem mit mutiger Aufrichtigkeit, wenn
es galt, Medjugorje zu verteidigen und in
seinem kleinen Blatt die Botschaften der
Königin des Friedens als „ECO“ widerzuge-
ben und dies ohne jeden Kompromiss.
Natürlich war da der Konflikt „ECO – Pfar-
rei“ schmerzhaft, weil er spürte, dass er von
der Pfarrei-Zeit abknöpfen musste um sich
seiner „grössern Pfarre“ hinzugeben, jener
der ECHO-Leser: „Ich habe keine Unsicher-
heiten, das ist klar – schrieb er an Mons.
Caporello – aber der Konflikt ECO-Pfarrei
kam nie zur Ruhe. Aber anderseits tröste ich
mich wenn ich denke, wie viel unnütze
Arbeit mir entgeht, wie das den Leuten hin-
ten-nachrennen, sie zu interessieren versu-
chen ... An geistlicher Nahrung werde ich es
sicher nicht fehlen lassen, wenn man sie will
... Ich habe keine Zweifel über das Werk,
das ich tue und das alle Züge trägt, gesegnet
zu sein., denn es wächst stets aus den Null
und findet stets das Nötige. Die Interessen
und Nachfragen nach dem ECO nehmen zu
... ich habe nichts dazu getan, damit es
wachse, oder es propagiert, auch sogar wenn
nach der Armut des Blattes nicht sehr
gefragt wird. Das will sagen, dass die Sub-
stanz etwas wert ist, wenn dafür immer
mehr Nachfrage besteht. Ist es nicht viel-
leicht Maria, die diese Nachfrage in Gang
setzt in diesen dunklen Zeiten? Wenn sie
von mir diese Arbeit wünscht, wird sie mir
auch die Kraft geben!“ Die Fakten zählen
mehr hals alle Worte. Es waren seine Pfar-
rangehörigen, die die Güte des Werkes
bestätigten, indem sie sich freudig in den
Dienst der Spedition und der Assistenz dem
ECO verschrieben. Konflikt gelöst.
Es spricht die Schwester, Sr. Chiara,
Karmelitin und seine Vertraute, der Don
Angelo brüderliche und familiäre Gedanken
anvertraute aber auch Fragen tiefen geisti-
gen Inhalts: „Sag mir: das Kreuz begleitet
stets jenen, der das Gute tut, wenn auch der
Geist der Welt in Widerspruch steht zu dem,
der es tut, mit dem Evangelium – so schreibt
Sr. Chiara. – Es war so für Jesus, und wie
selbstverständlich begegnete er den Schwie-
rigkeiten, dem Unverständnis mit Liebe und
Heiterkeit. All das, bemerkte ich, verfeiner-
te seinen Geist, sein Benehmen„
Don Angelo wusste, dass er auf die
betende und vertrauende Berufung seiner
Schwester zählen konnte und es war sie, die
hauptsächlich seine Sicherheiten und sein
Zögern, die Freuden und Ängste umstiess.
Von ihr erbat er “Gebete in Einsamkeit“ für
jenen 8. Dezember, der so bedeutungsvoll
wurde für den Sprung seiner Seele: es war
der Tag an dem er geboren war und auch
seine erste hl. Kommunion erhielt: so werde
ich mich ihr hingeben, die doch mein Leben
begleitet hat“, so schrieb er.
Es sprechen seine „Buben“, jene, die
während Jahren sich von seiner Weisheit
hatten inspirieren lassen und die er in die
Nähe zu Christus geleitete, zu seinem Wort,
zum lebendigen brennenden Gebet, zur
Meditation aber auch zu heiterer und fröhli-
cher Erholung. „Nicht fehlen darf die Aner-
kennung seiner grossen Qualitäten: Gros-
szügigkeit, Güte aber auch Strenge, klare
Ideen über Erziehungsziele. Er forderte
mich auf, Ordnung in mein Leben zu setzen,
und gleichzeitig mit einer grossen Portion
von Verantwortungsbewusstsein in der
Erfüllung meiner Pflichten als Sohn, als Stu-
dent, als jungem Katholiken, erinnert sich
Enzo.
Es sprechen seine Mitarbeiter, jene, die
in den verschiedenen Momenten im den ver-
schiednen Diensten am „ECO“ mitgeholfen
haben. Sie sprechen, erzählen und danken
ihm, weil jeder sich angenommen und wert-
geschätzt gefühlt hat.
Es spricht auch seine Krankheit, jene,
die ihn an die Schwelle der Ewigkeit brach-
te. Sie spricht in den Briefen und den Zet-
teln, weil seine Hand die Feder nicht mehr
führen konnte: „So lange ich kann werde ich
die Messe feiern ... Aber ist es recht, nur
gemäss der Gesundheit zu funktionieren?
So, nun habe ich alles gesagt, der Herr wird
fortfahren, mich mit seinen Gnaden zu besu-
chen ...es ist klarer, dass wir nur IHN zu
erwarten haben, der ganze Rest ist Zugabe.
Die Madonna gibt mir die Sicherheit, dass
sie bei mir ist. „FIAT!“ Und noch: „Gott sei
gelobt, mein Geschick liegt in seinen Hän-
den, er hält mich wach im Gedanken an die
Ewigkeit“.
Darum schreibt Mons. Busti, aktueller
Bischof von Mantova, im Vorwort: „Lei-
den, sich hingeben, ist gelebtes Evangeli-
um
. Sterben können ist nicht leicht. Glau-
ben, „dass man lebt um zu sterben und stirbt
um zu leben“ ist das höchste Zeugnis, das
ein Priester seinem Volk hinterlassen kann.
Hier das „Credo“ des gelebten Wortes, es
wird DEM zur Krone, an DEN man
geglaubt hat“.
Leser schreiben
Linda Cunningha-Dominguez aus
London (GB): Ich bitte euch, meine Spende
anzunehmen für eure erhöhten Posttaxen.
Ich bin krank und kann nicht arbeiten. Dar-
um ist mein Beitrag bescheiden, aber ich
kenne viele Leute, die nach Medjugorje
gehen dank dem ECHO und jene, die nicht
gehen können, bekommen viel Gewinn
durch die Lektüre des Blattes. Danke!“
Anurée ausd Saint-Avit (FR): „Danke
von Herzen für euer wertvolles ECHO.
Dank eurer kleinen Zeitung bin ich in die-
sem Jahr zum ersten Mal nach Medjugorje
gegangen, per Bus.
Sr. Edesia Rossaato aus Quito (Ecua-
dor): „Danke für Euer wertvolles ECHO,
das Ihr mir immer noch zustellt. Noch
erwarte ich immer noch euer Bulletin als
käme Maria zu mir. Der Herr fahre fort, euch
seinen Segen zu geben für all die Seelen, die
ihr mit euern Opfern rettet und die euer
marianisches Werk verlangt.“
Stefania Dobosova Ruzomberok aus
der Slovakei: „Ich werde glücklich sein,
wenn ihr mir weiter das ECHO sendet.
Wenn ich es gelesen habe, gebe ich es wei-
ter an andere, damit die wunderbaren
Gedanken, die es enthält, diktiert vom Heili-
gen Geist, sich verbreiten. Da ich gesehen
habe, dass sie dies nur dank freiwilligen
Spenden tun, nicht allein in der Slovakei,
werde ich suchen euch auch finanziell zu
helfen.“
Jacqueline Hiver aus Saint Calais
(FR): „Danke für die neue Nummer des
ECHO MARIENS, lebendig von Enthusias-
mus und von Freude, von theologischer
Tugend, Glauben, Hoffnung und Liebe, die
die Muttergottes in Medjugorje uns vermit-
telt. Es gefällt mir, die verschiedenen Bot-
schaften zu lesen und wieder zu lesen, die
aus einer reinen und fruchtbaren Quelle
fliessen. Danke für alle diese wunderbaren
Artikel!“
FJean Wexler aus Soultz (FR): „Mit
grosser Freude erhalte ich das ECHO Mari-
ens. Dank aus ganzem Herzen für eure
Arbeit und eure Hingabe.“
FA. Breysse aus der Republik Togo:
„Ich wünsche immer wieder das ECHO zu
erhalten. Um die marianische Verehrung mei-
ner Gläubigen zu nähren und zu kultivieren.
Ich danke euch im voraus und vertraue auf alle
mütterlichen Gebete der Muttergottes.
Robert Courchesne aus Montreal
(Kanada): „Ich bin ein Mitglied des säkula-
ren Franziskanerordens der Bruderschaft der
Heiligen Familie in Montreal. Ich habe
Exemplare des ECHO an die Mitglieder
meiner Fraternität verteilt und alle haben es
sehr geschätzt! Danke ...“
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Villanova M.,
25.
januar 2011
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