Gedanken zu den Botschaft, 25. Februar 2006

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Botschaft, 25. Februar 2006 [O]

Liebe Kinder! In dieser gnadenvollen Fastenzeit rufe ich euch auf, eure Herzen den Gaben zu öffnen, die euch Gott geben möchte. Seid nicht verschlossen, sondern mit dem Gebet und dem Opfer sagt ‚ja’ zu Gott und Er wird euch in Fülle geben. Wie sich die Erde im Frühling dem Samen öffnet und hundertfach Ernte bringt, so wird euch auch euer himmlischer Vater in Fülle geben. Ich bin bei euch und liebe euch, meine lieben Kinder, mit zärtlicher Liebe. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!

Maria, die Mutter Jesu und Mutter der Kirche möchte uns auch heute für die Fastenzeit vorbereiten. Die Fastenzeit ist eine intensive Zeit im kirchlichen Jahreskreis. Zu Beginn des Evangeliums sowie auch zu Beginn der Fastenzeit hören wir den Ruf Jesu: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“. Am Anfang der Fastenzeit, vor allem am ersten Tag dieser Zeit, hören wir die Worte: „Mensch, erinnere dich, aus Staub bist du und kehrst dahin zurück“. Gott hat uns, wie es uns die Bibel bildhaft beschreibt, aus dem Staub der Erde geschaffen und hat uns seinen Geist, sein Leben eingehaucht. Gott hat sich selbst in das Herz von jedem von uns gestellt. Wenn wir diese Bindung unterbrechen, die Beziehung zu Gott - und dies können wir in unserer Freiheit - dann haben wir das Leben nicht in uns. Dies bedeutet, dass wir ohne Gott tot sind und nicht bestehen. Im besten Fall können wir wie Pflanzen dahin vegetieren. Wenn wir mit Gott nicht verbunden sind und wenn wir ihn nicht jeden Tag suchen, dann bleiben wir ohne seinen Geist in uns.

Die Gospa ist Mutter, und eine Mutter kann nicht friedlich bleiben, wenn sie ihre Kinder sieht, die ohne Gott ihren Weg auf dieser Welt gehen. Ihre Worte sind einfach und verständlich, aber sie werden schwer, wenn wir sie ins konkrete, eigene Leben umsetzen wollen. Sie sagt auch heute: „Öffnet eure Herzen“. Gott wohnt im Herzen von jedem von uns. Und wir können ausserhalb von uns selber sein, so wie der Hl. Augustinus so schön sagte: „Spät habe ich dich geliebt, Schönheit so alt und so neu, spät habe ich dich geliebt! Du warst in mir und ich war ausserhalb von mir.“ Der Hl. Paulus sagt: „Er ist niemandem von uns fern: in ihm leben, bewegen wir uns und sind wir.“ Wenn wir vor Gott flüchten und ihm keinen Glauben schenken, dann sind dies nicht mehr wir selbst, so wie es im Psalm steht: „Von dir entfernt ist das Leben nicht mehr Leben. An dich nicht glauben heisst niemanden zu sein.“

Maria ist unsere Mutter und sie möchte, dass wir leben und dass wir Gottes Leben in uns haben. Und der Weg dorthin ist ein offenes Herz, Gebet, Entsagung, so dass wir das bekommen können, was Gott uns schenken möchte. Und wenn Gott gibt, dann gibt er in Fülle. Die Entsagung ist nicht dazu da um etwas verlieren, sondern damit wir mehr bekommen. Das bedeutet die Hände nicht zusammen gedrückt sondern offen zu haben, so dass Gott in sie hinein seine Gaben des Friedens, der Liebe, des Vertrauens, des Lichts und der Hoffnung legen kann.

Die Gospa stellt uns das Bild der Natur vor Augen: Frühling, Erde, Samen. In die Natur hat Gott seine Gesetze hinein gelegt, die sich dem Gottes Willen fügen. Und wir wissen wie schwerwiegend die Folgen sein können, wenn der Mensch die Naturgesetze ändern will. Noch schwerwiegender sind die Folgen für den Menschen, wenn er Gottes Gesetze, die er in uns, in unser Gewissen und unseren Geist hinein gelegt hat, ändern will.

Selige Jungfrau Maria, Mutter der Kirche und unsere Mutter, bitte für uns in dieser gnadenvollen Fastenzeit und führe uns auf dem Weg des Gebetes und der Entsagung, so dass wir von Gott jene Gaben empfangen können, die er uns in seiner unendlichen Liebe schenken möchte.

Fra Ljubo Kurtovic Medjugorje 26.2.2006


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Damit Gott in euren Herzen leben kann, müßt ihr lieben.