Gedanken zu den Botschaft, 25. April 1999

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Botschaft, 25. April 1999 [O]

Liebe Kinder! Auch heute lade ich euch zum Gebet ein. Meine lieben Kinder, seid frohe Träger des Friedens und der Liebe in dieser friedlosen Welt. Durch Fasten und Gebet gebt Zeugnis, dass ihr mein seid und meine Botschaften lebt. Betet und sucht! Ich bete und halte Fürsprache für euch bei Gott, damit ihr umkehrt, und euer Leben und Verhalten immer christlich sei. Danke daß ihr meinem Ruf gefolgt seid.

Ich begrüße alle, die dieser Botschaft folgen. Bevor wir über die neue Botschaft meditieren, möchte ich daran erinnern, was uns Maria in der Botschaft vom 25. März gesagt hat. Das Erste, was Sie in der Botschaft sagte war, dass wir mit dem Herzen beten sollen. Es ist ganz leicht - das sollen wir nie vergessen - mit dem Herzen zu beten. Wenn wir uns aus Liebe zu Maria für das Gebet entscheiden und die Bedingungen dafür schaffen, uns dafür Zeit nehmen, der Entscheidung treu bleiben, und eine Ecke in unserer Familie schaffen, in der wir beten können, und uns von äußeren Geräuschen, wie Fernsehen, Telefon, Radio, schützen - dann hat das Gebet mit dem Herzen angefangen. Es ist nicht wichtig, was in unseren Köpfen, Herzen oder Gefühlen geschieht. Wir haben aus Liebe angefangen, und das ist die erste Bedingung für das Gebet mit dem Herzen. Wir dürfen nie - das glaube ich sagen zu können - die Anliegen Mariens vergessen. Sie hat uns aufgerufen, für die Umkehr jener zu beten, die hassen und lästern, die der Liebe Gottes nicht begegnen wollen und besonders für die Auferstehung der Liebe in der Kirche. Ihr Aufruf, dass wir Gott auf den ersten Platz in unserem Leben stellen, ist ebenso sehr wichtig. Damit erinnert Sie uns an das erste Gebot: Ehre den einzigen Gott, den wahren Gott! Das erinnert uns auch an das Fest, an dem Sie uns diese Botschaft gegeben hat. Bei der Verkündigung hat Sie sich mit Ihrem Wort: "Dein Wille geschehe" für Gott entschieden und Gott auf den ersten Platz gestellt. Das ist wichtig, weil wir wissen, dass die erste Eva Gott abgelehnt hat und etwas anderes, oder jemand anderen, auf den ersten Platz in ihrem Herzen und in ihrem Leben gestellt hat. Natürlich will Maria, dass wir tun, was Sie getan hat. Und Sie will, dass wir Freunde des auferstandenen Jesus bleiben. Das kann nur dann geschehen, wenn wir wirklich dem Gebet treu bleiben. Und so, in der Hoffnung, dass wir Mariens Anliegen treu bleiben und diese Anliegen in unseren Gebeten tragen, möchte ich noch weitere Informationen geben.

Was die Seher betrifft, so war Vicka in Amerika und ist zurückgekommen; Ivan war seit September in Amerika und ist nun allein zurückgekommen, seine Frau und seine Tochter sind in Amerika geblieben; Mirjana, Jakov und Ivanka sind ebenso zu Hause. Also ist nur Marija in Italien. Die drei - Vicka, Ivan und Marija - erhalten noch immer die täglichen Erscheinungen, so glauben wir, und es sind schon 17 Jahre und 10 Monate vergangen seit der ersten Erscheinung am 25. Juni 1981. Wie lange diese täglichen Erscheinungen dauern werden, wissen wir noch nicht. Es gibt keine Zeichen, wie es weiter gehen wird.

Obwohl viele Pilger in verschiedenen Ländern ihr Kommen wegen des Krieges abgesagt haben oder verschoben haben, gibt es in diesem Moment viele Pilger aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Polen, Korea, einige aus Amerika, England und Irland, es gibt auch Italiener, die - würde ich sagen - endlich den Mut gefasst haben, auch zu kommen. Zu den Wochenenden kommen immer mehr Pilger aus ganz Kroatien, Bosnien und Herzegowina. Die Slowenen sind ebenso jedes Wochenende anwesend.

In Bezug auf die politische Situation und den Krieg im Kosovo kann man sagen, dass der Krieg 300 bis 400 km von uns entfernt ist und es gibt wirklich keinen Grund, Angst zu haben, nach Medjugorje zu kommen. Wenn wir den ganzen Konflikt jetzt im Kosovo aus der Medjugorje-Perspektive anschauen, dann können wir sagen, dass dieser Konflikt im Kosovo vor 20 Jahren angefangen hat und der Teufelskreis der Gewalt und der Kriege nun wieder im Kosovo ist. Wir hoffen, dass er dort, wo er angefangen hat, auch bald enden wird. Als Medjugorje begann, haben die kommunistischen Medien Medjugorje mit dem Kosovo verglichen. Sie sahen in Medjugorje eine Konterrevolution und im Kosovo einen Nationalismus. Aber der ganze Konflikt hatte doch andere Wurzeln. Der kommunistische Druck auf die katholischen Kroaten und auch der Druck des serbischen Nationalismus hat den Konflikt im Kosovo begonnen und hat Medjugorje am Anfang diese Farbe gegeben. Es geht nur darum, dass die Serben sich eigentlich mit dem kommunistischen Regime identifiziert haben und ein Groß-Serbien schaffen wollten. Aus den Aussagen der Verantwortlichen in der Europäischen Union und auch der NATO und Amerika sieht man jetzt ganz genau was hätte passieren sollen. Viele haben nämlich gesagt, wenn sie gewußt hätten, worum es geht, und vor 10 Jahren dieselben Interventionen gemacht hätten, wäre es zu keinem Krieg gekommen. Von hier sagen wir jetzt, dass wir hoffen, dass der Konflikt dort, wo er vor 20 Jahren begonnen hat, bald beendet wird. In dieser ganzen Zeit war Medjugorje eigentlich ein Ruf in der Wüste: Friede! Fastet und Betet! Man kann mit dem Fasten und Gebet den Krieg und Naturkatastrophen abwenden! So, in diesem Teufelskreis der Gewalt, kann man jetzt Medjugorje als ein prophetisches Wort sehen. Maria hat uns ja - das wissen wir - am dritten Tag der Erscheinungen zum Frieden aufgerufen, und uns gesagt, was wir tun können: fasten und beten! So werden wir die Kriege abwenden. Gott spricht klar. Obwohl Maria nichts Konkretes über den Krieg gesagt hat, hat Sie im Namen Gottes ganz klar gesagt, was wir tun können. Gott spricht klar, aber Er läßt uns frei. Deswegen sollte uns diese neue Situation einfach helfen, dass wir die Botschaft Mariens ernst nehmen, auch wenn wir sie nicht verstehen oder die Folgen nicht gänzlich einsehen können. In diesem Sinne lade ich alle ein, zu beten und zu fasten, was wir vielleicht nicht genügend gemacht haben, damit der Friede zu allen Menschen kommt. Und das ist der ständige Wunsch Mariens, aber auch unsere Aufgabe.

Auch in dieser Botschaft ruft uns Maria von neuem zum Gebet auf ...

AUCH HEUTE LADE ICH EUCH ZUM GEBET EIN

Von Tag zu Tag, von Botschaft zu Botschaft, sehen wir ganz klar, dass Maria nicht müde wird, uns zum Gebet aufzurufen. Wenn wir so viele Male in den Botschaften durch Sie zum Gebet aufgerufen werden, dann ist es klar, dass viele nicht mehr beten oder sich überhaupt nicht Zeit für das Gebet nehmen, obwohl doch viele - Gott sei Dank - das Gebet angenommen haben und beten. Die Welt, so wie wir sehen können, hat sich von Gott entfernt. Auch aus dieser Perspektive können wir die häufigen Aufrufe zum Gebet verstehen. Gebet bedeutet, Gott in sich zu begegnen und für die Begegnung mit Gott Zeit zu haben. In den Botschaften von Februar und März hat uns Maria aufgerufen, dass wir Freunde Jesu werden. Freunde begegnen sich, sie haben füreinander Zeit. Und Maria will, dass zwischen uns und Gott, zwischen uns und Ihr, ein freundschaftliches Verhältnis entsteht, dass wir einander begegnen und in der Begegnung unser Leben gestaltet werden kann, so wie Gott unser Leben gedacht hat, und so wie auch wir es wünschen. Deswegen, wenn wir nicht beten, können wir nicht zu den Menschen heranwachsen, die Gott sich gedacht hat, und die die Welt sich wünscht. Das sehen wir klar aus dem zweiten Satz der Botschaft, wenn Maria sagt ...

MEINE LIEBEN KINDER, SEID FROHE TRÄGER DES FRIEDENS UND DER LIEBE IN DIESER FRIEDLOSEN WELT

Im Gebet, also in der Begegnung mit Gott, soll unser Wachstum geschehen, wir sollen fähig werden, uns der Liebe und dem Frieden zu öffnen, um dann zu frohen Trägern des Friedens und dieser Liebe in dieser friedlosen Welt zu werden. Also hier soll ein Verhältnis entstehen zwischen uns und Gott und zwischen uns und der friedlosen Welt. Gott ist die Quelle des Friedens und der Liebe. Der Mensch sehnt sich nach Frieden und Liebe. Und wenn er sie von Gott bekommen hat, kann er diese Geschenke des Friedens und der Liebe nicht für sich behalten, sondern Maria denkt an uns als Ihre Botschafter, als Ihre Apostel, die dieser friedlosen Welt den Frieden und die Liebe anbieten. Gott hat sich als Gott des Friedens und als den Gott, der liebt, vorgestellt. Das sind für uns Menschen die schönsten Verheißungen die uns Gott überhaupt geben konnte: Frieden und Liebe, weil - wie gesagt - wir uns danach sehnen. Wie schön ist es, Frieden und Liebe anzunehmen, aber es ist schwer, die Liebe und den Frieden weiterzugeben, weiterzuschenken. Wenn wir an den Unfrieden denken, an alle Konflikte, Missverständnisse und auch Kriege, dann wissen wir, wie schwer es ist, Freude im Herzen zu haben, den Frieden zu behalten, die Liebe wachsen zu lassen, weil in der Welt so viel Negatives ist. Jesus, dem wir folgen, ist der König des Friedens. Er ist zu diesem König des Friedens in dem Moment geworden, als Er am Kreuz gestorben ist und zuvor für den Frieden gebetet und jenen, die Ihn gekreuzigt haben, die Versöhnung angeboten hat. Maria hat im selben Moment sicherlich mit Ihrem Sohn dasselbe gesagt, dasselbe gewünscht und war für dasselbe fähig, denn, in dem Moment jenen zu verzeihen und für jene zu beten, die Ihm, Jesus selbst, oder Ihrem Sohn, Jesus, Böses angetan haben, war nicht leicht. Es muss uns also bewusst werden, dass es nicht leicht ist, aber ebenso muss es uns bewusst sein, dass Gott nichts von uns verlangen wird, was Er uns nicht zuvor gegeben hat. Also, es muss eine Mitarbeit zwischen uns und Gott entstehen und dann werden wir fähig sein, in unseren Familien, in der Gemeinschaft, in der Kirche und auch in der Welt, den Frieden zu bringen.

In der Botschaft fährt Maria fort ...

DURCH FASTEN UND GEBET GEBT ZEUGNIS, DASS IHR MEIN SEID UND MEINE BOTSCHAFTEN LEBT

Maria möchte, dass es allen und der ganzen Welt ganz klar ist, dass wir Ihr gehören. Von Anfang an hat Sie uns nicht nur zum Gebet, sondern auch zum Fasten aufgerufen. Ich glaube, man kann sagen, dass jemand, der von sich sagt, dass er fastet und betet - ohne die Worte 'Medjugorje' oder 'Königin des Friedens' zu erwähnen - sich legitimiert. Das ist wie ein Personalausweis für diejenigen, die die Botschaft von Medjugorje annehmen, und beten und fasten. Das Gebet und das Fasten sind in der Bibel, in der jüdischen und christlichen, katholischen Tradition immer gemeinsam gewesen. In letzter Zeit ist die Praxis des Fastens durch Medjugorje wieder bei vielen Menschen wach geworden, sonst war sie wirklich vergessen und verloren. Jesus selbst hat dem Fasten und dem Gebet eine besondere Kraft gegeben. Wir denken an die Situation, als die Jünger kamen und sagten, dass sie einen Menschen nicht von bösen Geistern befreien konnten und Jesus fragten, warum. Seine Antwort lautete, dass man nur durch das Gebet und Fasten diese Art von bösen Geistern austreiben könne. Maria hat in Medjugorje durch diese Botschaft des Fastens und Betens, das Fasten wieder aktualisiert und von neuem wieder in das Bewusstsein und - Gott sei Dank - auch in die Praxis vieler Menschen zurückgebracht. Und so sieht man in vielen Zeugnissen, die die Menschen geben, dass Medjugorje vielen wirklich geholfen hat, sich dem Übernatürlichen, der Gnade zu öffnen. Das kommt nicht von nichts oder von ungefähr, sondern es gibt viele Menschen, die Maria folgen, und beten und fasten.

Ihre Botschaften zu leben, heißt, Ihr zu gehören. Wenn wir nochmals an die Situation in dieser Gegend denken, also an den Kreis der Gewalt, der im Kosovo 1979 angefangen hat und der sich dort wieder schließt, ist Medjugorje wirklich ein Licht geworden und ein Aufruf zum Frieden, aber durch die Mittel, die Gott uns in die Hand gegeben hat. Und ich glaube, dass wir ganz bewusst von neuem das Fasten und Gebet gemeinsam leben sollten, um zu zeigen, dass wir Maria gehören, indem wir Ihre Botschaft leben.

Wenn wir in dieser Osterzeit, in der wir uns dem Fest des Heiligen Geistes nähern, in dieser Botschaft hören:

BETET UND SUCHT!

dann denken wir an Maria und die Apostel, die zusammen gebetet haben, um die Gaben des Heiligen Geistes zu empfangen. Wir denken ebenso an viele Worte, die Jesus gesagt hat, in denen Er uns ermutigt, zu beten, zu bitten, und auch zu suchen. Und Er hat auch gesagt: "Wer sucht, wird finden", "Wer klopft, dem wird geöffnet werden". Also, es geht darum, dass wir - jeder von uns in seiner eigenen Lebenssituation - ganz bewusst anfangen, zu suchen und zu beten. Suchen und Beten ist auch eine Aktivität. Wer sucht hat in sich die Hoffnung, den Willen, er glaubt, er vertraut. Jene Menschen, die nichts mehr suchen, die nichts mehr erwarten, die irgendwo stehengeblieben sind, sind Menschen, die die Hoffnung verloren haben, die nicht mehr glauben und nicht mehr vertrauen. Es ist sehr oft der Fall, dass wir von Menschen hören, auch von Jugendlichen: "Es lohnt sich nicht!"- "Ich sehe keinen Sinn!" - "Es ist sinnlos!" Deswegen leben viele Menschen in Angst und Depression, viele Menschen finden sich nicht mehr in dieser Welt zurecht, deswegen steigt auch die Zahl der Selbstmorde, die Gewalt, die Aggressionen. Das sind alles Symptome derer, die nicht suchen, die sich nicht bewegen, die Gott nicht begegnen. Deswegen ist es auch für uns so wichtig, und wir danken Gott, dass Maria so viele Menschen bewegt hat. Ein Pilger ist ein Suchender. Wenn sich jemand auch aus der eigenen Enttäuschung, in der eigenen Sinnlosigkeit, in der eigenen Dunkelheit entscheidet, ein Pilger zu sein, ein Pilger zu werden, heißt das schon, dass er die Gnade bekommen hat, dass er nicht stehenbleiben will, dass er seine Lebenssituation bewältigen will. Viele Menschen bezeugen auch hier in Medjugorje, dass ihr Leben durch eine Pilgerfahrt nach Medjugorje aktiv geworden ist. Suchen zu können, bedeutet wirklich auch, den anderen die Hoffnung zu bringen. Maria, die neue Eva, die Mutter des Lebens, die Mutter des Königs des Friedens, kann uns nur zu dieser Aktivität bewegen.

Wir sind uns auch bewusst, dass das Böse, die Sünde, der Hass den Menschen bewegt und der Mensch, wenn er das Böse tut, sich auch diejenigen aussucht, die mit ihm mitmachen. Das ist das Gefährlichste an dem Bösen und an der Sünde. Auch der Mensch, der das Böse tut, bleibt nicht allein. Er findet sich diejenigen, mit denen er das Negative tut und wird nicht müde. In der Bibel steht vom Teufel, dass er wie ein Löwe in der Welt umherläuft, um jemanden zu zerstören. Das Licht, die Liebe, der Friede ist stärker, aber wir müssen mitarbeiten.

Dieses Wort möge uns auch in dieser Osterzeit wirklich wieder von neuem bewegen. Diejenigen, die Jesus am ersten Tag der Woche gesucht haben - die Frauen, Magdalena, dann Petrus und Johannes - haben sich bewegt, ihre Hoffnung war gemischt mit Angst und Trauer. Das, was in ihren Herzen war - obwohl sie aus Angst verschlossen waren - war etwas stärker, und sie haben sich bewegt, und gesucht und Ihn gefunden. Und wenn Maria sagt: "Sucht!" dann ist es für uns von neuem ein neuer, ganz starker Impuls, uns wirklich zu bewegen und den Frieden zu suchen. Gott wird ihn uns schenken.

Am Ende dieser Botschaft bestätigt Maria von neuem ...

ICH BETE UND HALTE FÜRSPRACHE FÜR EUCH BEI GOTT, DAMIT IHR UMKEHRT

Maria ist diejenige, die uns liebt, die uns helfen will, die unermüdlich für und mit uns arbeitet, die uns alle mit so vielen Impulsen zur Umkehr bewegen möchte. Sie gibt auch den Inhalt der Umkehr in dieser Botschaft wenn Sie sagt:

UND EUER LEBEN UND VERHALTEN IMMER CHRISTLICH SEI

Natürlich ist das der tiefe Sinn der Umkehr überhaupt. Die Sünde hat uns von Gott abgesondert, der Welt zugewandt und droht unser Leben zu zerstören. Abkehr von Gott und Hinkehr zur Welt ist eigentlich der Weg der Dunkelheit und der Zerstörung; Hinkehr zu Gott bedeutet Hinkehr zum Leben, zum Licht, zum Frieden. Und der Mensch, der im Frieden lebt, der im Licht ist, wird sicherlich in allem, was er tut, in allem, was er sagt, immer christlich sein. Christlich zu sein bedeutet, so wie Christus zu sein. Das ist sicherlich dann auch unsere Hoffnung. Natürlich, wenn wir dieses Wort hören, dass unser Leben und unser Verhalten immer christlich sei, dann fragen wir uns, am Ende dieser Betrachtung: Wie stehen wir zu uns selbst? Lieben wir uns selbst wirklich oder zerstören wir uns? Suchen wir Gott oder was hindert uns auf dem Weg der Suche? Oder sind wir innerlich schon überzeugt, dass wir das nicht finden werden, was wir suchen? Gott ist der Zeuge, Maria hilft uns. Deswegen dürfte eigentlich keiner von uns innerlich stehenbleiben und sagen: Es lohnt sich nicht! Maria ist mit uns. Sie hat geglaubt. Sie hat nicht gesagt, dass Sie verstanden hat, Sie hat vertraut und gesagt: "Dein Wille geschehe!" Dann fragen wir uns: Wie stehen wir zu den anderen Menschen und auch zur Natur und zur Welt? Ist unser Verhalten christlich in der Familie, dort wo wir leben? Nur ein christliches Verhalten im Licht des Evangeliums ist ein tief menschliches Verhalten und ein tief menschliches Verhalten ist dann auch christlich. Nur so kann man eine neue Welt erwarten und nur mit einem christlichen Verhalten auf allen Ebenen werden wir auch unsere Zukunft sicher gehen können.

Dafür wollen wir beten:

Herr, unser Gott, wir danken Dir, dass Du der Gott des Friedens bist, dass Du uns Deinen Sohn, Jesus Christus, den König des Friedens, gesendet hast. Danke, dass Du uns Maria, die Königin des Friedens, sendest und dass Sie uns in Deinem Namen zum Frieden aufruft. Herr, mit Deinem Sohn, dem Träger des Friedens und der Liebe in dieser Welt ohne Frieden, bitten wir, gib uns die Gnade, dass wir die Aufgabe erfüllen, die uns Maria in der Botschaft gibt, dass auch wir - wie Dein Sohn Jesus und wie Deine demütige Magd Maria - zu Trägern des Friedens und der Liebe werden. Befreie uns von allem Unfrieden in unseren Herzen und befreie uns von allem, was in uns nicht die Liebe ist, damit wir Zeugen Deines Friedens und Deiner Liebe in unseren Familien, in der Kirche und in dieser Welt werden. Wir bitten Dich für die Verantwortlichen in der Kirche und in der Welt, mache Sie zu Trägern des Friedens und der Liebe. Herr, Du weißt, wie viele Deiner Kinder leiden - im Krieg, in Konflikten - erbarme Dich aller und sende ihnen Menschen, die in Deinem Namen den Frieden und die Liebe verkünden. Segne alle, die sich Deinem Frieden geöffnet haben und die Deine Liebe weitertragen. Segne die Seher, die ganze Pfarrei und alle Pilger, dass wir in dieser Zeit unermüdliche und mutige Träger der Gnade Deines Friedens und Deiner Liebe in Medjugorje werden. Darum bitten wir mit Maria, der Königin des Friedens, im Namen Deines Sohnes, des Königs des Friedens, durch Christus, unseren Herrn. Amen.

P. Slavko Barbaric

Medjugorje, 29. April 1999

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