Video [ENG, ITA, ESP, POR, FRA, DEU] Pope Benedict has set up a commission to investigate Marian apparitions at Medjugorje

Benedetto XVI ha istituito una commissione d'inchiesta sulle apparizioni mariane di Medjugorje

[DEU] Papst Benedikt XVI. hat eine Kommission ins Leben gerufen, welche die Marienerscheinungen in Medjugorje prüfen soll

JT: Papst Benedikt XVI. hat eine Kommission ins Leben gerufen, welche die Marienerscheinungen in Medjugorje prüfen soll. Heute sprechen wir im Vatikanreport darüber, warum der Papst mehr Klarheit über diese Erscheinungen wünscht und warum es einige Zeit dauern könnte, bis man Schlussfolgerungen ziehen kann. Ich bin John Thavis, Direktor des katholischen Nachrichtenbüros in Rom.

CG: Und ich bin Carol Glatz, CNS Rom Korrespondentin. Im Jahre 1981 begannen sechs junge Menschen, Erscheinungen der Jungfrau Maria im kleinen Dorf Medjugorje zu melden, das sich im früheren Jugoslawien, heute Bosnien-Herzegowina befindet. Drei der Visionäre sagen heute noch, dass sie Maria täglich sehen. Demzufolge handelt es sich also um ein 30 Jahre langes Gespräch mit der Mutter Jesu, was einer der charakteristischsten Züge Medjugorjes wäre.

JT: Papst Benedikt hat bezüglich Erscheinungen, göttlichen Zeichen und Botschaften immer eine vorsichtige Stellungnahme bezogen. Während der 24 Jahre als Vorsitzender der Glaubenskongregation war es oft seine Aufgabe, Berichte über Erscheinungen zu untersuchen und wie man sich vorstellen kann, war der Vatikan immer vorsichtig, bei übernatürlichen Phänomenen vorschnelle Schlüsse zu ziehen. Hinter dieser Vorsicht steht eine ganz grundlegende Kirchenlehre: öffentliche Erscheinungen wurden mit Jesus Christus und dem Neuen Testament beendet und keine Privatoffenbarung kann dieser Lehre etwas Wesentliches hinzufügen. Gleichzeitig sagte Papst Benedikt einmal, dass authentische Erscheinungen auch heute durchaus möglich sind und Licht auf den Glauben werfen können.

CG: Aber Medjugorje hat auch eine Anzahl von Unterstützern, darunter sogar Amtsträger des Vatikan. Der österreichische Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn unternahm kürzlich einen öffentlichen Besuch, was natürlich eine Beschwerde von Seiten der lokalen Bischöfe hervorrief. Laut einem Priester, der an der Heiligsprechung von Johannes Paul II. mitarbeitet, glaubte der frühere Papst zuletzt, dass Maria wirklich in Medjugorje erscheine und sagte einmal, dass er selber gerne dorthin gereist wäre. Er wusste aber, dass er dies nicht machen konnte, denn die Kirche hat noch kein offizielles Urteil über die Authentizität der Erscheinungen ausgesprochen.

CG: Ein Grund, dass Kirchenpersönlichkeiten positiv über Medjugorje gesprochen haben, ist, dass Millionen von Menschen dort hinreisen und dies für viele mit einer lebensentscheidenden Bekehrungserfahrung endete. Sie sprechen mit den Visionären, gehen beichten, gehen zur Messe und beten, für viele zum ersten Mal in ihrem Leben. Für Menschen wie Kardinal Schönborn, ist dies Grund genug, eine Erscheinung anzuerkennen.

JT: Die Vatikankommission wird alle diese Dinge berücksichtigen, das ist eine gewaltige Aufgabe. Sie wird die zahllosen Botschaften untersuchen, die angeblich von den Sehern von Maria empfangen wurden. Niemand erwartet, dass diese Untersuchung schnell von statten gehen wird. Und solange die Erscheinungen noch nicht …

 

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