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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 77 (November 1990)

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77
NOVEMBER 1990
Botschaft der Königin des Friedens vom 25. Oktober 1990:
"Liebe Kinder! Heute rufe ich euch auf, auf besondere Weise zu beten, Opfer und gute Taten für den Frieden in
der Welt darzubringen. Satan ist stark und will mit allen Kräften den Frieden zerstören, der von Gott kommt. Deshalb,
liebe Kinder, betet mit mir auf besondere Weise um den Frieden. Ich bin mit euch und möchte euch mit meinen
Gebeten helfen und euch auf den Weg des Friedens führen. Ich segne euch mit meinem mütterlichen Segen. Vergeßt
nicht, die Botschaften des Friedens zu leben.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
"Doch wird der Menschensohn, wenn er kommt, Glauben finden auf
Erden?" (Lk 18,8)
KÄMPFEN WIR MIT MARIA
FÜR DEN FRIEDEN DAMIT
DER SATAN ENTWAFFNET
WERDE
Wir fühlen diese Botschaft der Mutter-
gottes tief mit, weil die ganze Welt heute
angespannt ist. Wir sind uns heute alle bewußt,
daß eine große Kriegsgefahr besteht. Wieso
sind gerade in diesem Jahr alle Heere im
Nahen Osten in Reihen aufgestellt? Niemals
war es so. Aber der Sieg kommt nicht durch
die Waffen, sondern von Gott.
Gott soll die Herzen verwandeln. Der
wahre Krieg findet nicht zwischen den Hee-
ren, sondern in den Herzen und in den Seelen
statt: Unruhe und Haß, die Satan in den Herz-
en einflößt.
Warum bittet die Muttergottes immer
wieder um Gebete für den Frieden? Weil die
Herzen weder vom Arzt noch von der Polizei
verwandelt werden können: nur Gott kann
die Herzen bekehren. Deswegen müssen wir,
die wir die Worte der Muttergottes gehört
haben, uns verantwortlich fühlen: mit dem
Gebet, mit Fasten und mit unseren Opfern
können wir viel machen.
Hier spricht die Muttergottes noch einmal
über Satan, der jenen Frieden zerstören will,
der von Gott geschenkt wird.
Ich weiß nicht wie die Leute diese Zeit,
diese Botschaften leben, aber für mich ist es
klar, daß der Kampf zwischen der Madonna
und Satan stattfindet: Kampf um jedes Herz
und für die ganze Menschheit. Wir sind alle
wirklich im Krieg.
Satan möchte alles, was wir haben, zer-
stören: diese Zeit ist entscheidend. Wir können
das Geheimnis der Ereignisse, die vor uns
stehen nicht verstehen; wenn wir aber beten
und uns Maria hingeben, können wir im
Herzen etwas darum intuitiv erfassen und
ihrem Ruf folgen. Maria ist wirklich eine
Mutter. Nachdem sie uns mit ihrem mütterli-
chen Segen bedacht hat, sagt sie: “Vergeßt
nicht die Botschaften des Friedens zu leben”.
Genau wie eine Mutter, die dem zur Schule
gehenden Kind noch einige Empfehlungen
gibt.
Versuchen wir also den Frieden und nach
dem, was jeder im Herzen verspürt hat, zu
leben, und so der Muttergottes zu helfen.
Oh Maria, du versicherst uns, mit uns zu
sein. Danke! Wie die Gerechten im Alten
Bund für die ganze Welt beteten, werden wir
mit dir beten: wie sie sich, um die Städte zu
heilen, opferten, so wie Judith, die für ihr
Volk flehte.
Oh Maria, erwecke in unseren Herzen die
Entscheidung, uns Gott durch Dein Herz voll
hinzugeben, damit wir nicht nur Opfer und
gute Taten darbringen, sondern unser ganzes
Leben zur Verfügung stellen: wir wünschen,
daß es wie das Opfer einer lebendigen Eucha-
ristie sei.
Oh Gott, wir bitten dich mit Maria, wir
bitten dich für die Gabe des Heiligen Geistes:
der Friede des Hl. Geistes möge in die Herzen
eindringen, in alle Personen und erfülle die
Herzen derjenigen, die voll Angst sind, die
hassen, damit auch diese Herzen den Frieden,
die Liebe, die Freude erhalten.
Oh Gott, sende deinen Hl. Geist auf alle
Staatsoberhäupter, auf alle Parteichefs, auf
alle Nationen. Sende den Hl. Geist auf die
Heere, auf alle Heerführer, auf die Soldaten,
die in Reihen aufgestellt sind. Oh Gott, wir
beten dich an, du bist Gott, du bist der Herr,
du bist der König, berühre die Herzen aller
Menschen, damit sie sich in Richtung Frie-
den bewegen, damit Satan entwaffnet wird
und der Frieden herrscht.
Oh Gott, du bist unser Vater, der Vater
deiner Söhne: umarme uns alle mit deiner
Liebe. Wir wollen für dich leben, wir wollen
alle einladen, dich als unseren Vater, Gott
und Erlöser anzuerkennen.
Oh Herr, schaue nicht auf unsere Sünden,
sondern auf dein Opfer auf den vielen Altären,
schau auf alle, die beten, die zu dir beten.
Wir schenken dir alle Menschen, alle
Hostien für den Frieden und das Heil der Welt
in Gemeinschaft mit allen Heiligen, allen
Auserwählten, allen Engeln, mit allen armen
Seelen, mit der ganzen Kirche. Wir bitten
dich um deinen Frieden, bewahre die Welt
vor Unheil!
Es segne die ganze Welt der allmächtige
Gott, im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
P. Tomislav Vlasic’
BISCHÖFE ZU OFFIZIELLEM
BESUCH IN MEDJUGORJE:
ZEICHEN DER ANERKEN-
NUNG ALS MARIANISCHER
PILGERORT!
LETZTE MELDUNGEN:
Der Präsident der jugoslawischen, bis-
chöflichen Kommission für Medjugorje,
Bischof Franjo Komarica, hat am Sonntag
abends um 21 Uhr eine Hl. Messe geleitet.
Ein ganz außergewöhnlicher Vorfall!
Bisher konnte kein Bischof in offizieller
Form nach Medjugorje kommen und auch
der Kommissions-Präsident erschien
immer als Privatperson.
Nun, er gab diesmal eine lange Einlei-
tung zur Hl. Messe und sagte, er komme im
Namen der Bischofskonferenz und “daß
die Bischöfe mich entsenden, Mitbruder
Bischof Zanic miteinbezogen; auch die
anderen Bischöfe werden hierherkom-
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men”. Die Anwesenden haben freudigen
Beifall geschenkt. “Somit - sagte P. Slavko
in Radio Maria - beginnt sicher eine neue
Phase in den Beziehungen zwischen Kirche
und Medjugorje”.
Es ist klar, daß das Eintreffen der jugo-
slawischen Bischöfe in Medjugorje um die
eucharistische Feier, als Herzstück aller
Pilgerfahrten, zu begehen, eine offizielle
Beteiligung ist und jeden bisher gema-
chten Vorbehalt aufhebt: dies läßt erken-
nen, daß Medjugorje nunmehr in der Tat
als marianischer Pilgerort anerkannt ist.
Danken wir Gott für dieses Ereignis
und beten wir immer, damit sich die Pläne
Mariens erfüllen!
Eine große französische Pilgergruppe war
in Medjugorje unter der Führung von René
Laurentin Ende Oktober anwesend.
ZUM GEHORSAM DES
GLAUBENS
ZURÜCKKEHREN
Innerhalb der Kirche “damit
das Kreuz Christi nicht vergeb-
lich ist”
(Aus der Konferenz des P. Daniel Ange anläßlich
des Welttreffens der Priester, Vatikan-Stadt 14.
bis 18. September 1990)
(...) Eine strenge Theologie ist heute
Heilung einer vergifteten Intelligenz von
vielen Halbwahrheiten. Hier möchte ich eine
sehr wichtige Behauptung aufstellen. Im
Westen müssen wir heute unseren Glauben
ausgraben und in einigen neuralgischen
Punkten ausloten.
In den neuen heidnischen Religionen
sind die Wahrheiten verdorben und entar-
tet: die Lehre des Verborgenen, der Spiri-
tismus, die Astrologie
. Dies ist das Zeitalter,
in dem alle unsere christlichen Werte verklei-
det, das Wort entwürdigt, die Bibel und Li-
thurgie laufend zitiert, aber von den Lippen
der Wahrheit befreit werden.
Während in Afrika, in Asien sogar die
Steine (bei nicht-christlichen Religionen) die
Fülle der Offenbarung erwarten, müssen wir
im Westen hingegen Bruchstücke an Wahr-
heit zurückgewinnen, entartete Strahlen des
Lichtes, die der Wahrheit und dem Lichte
zurückgegeben werden müssen.
Die Kirche rettet alle von einer Ideologie
enteigneten menschlichen Werte, wir müs-
sen alle unsere Wahrheiten im Exil, im Pan-
theismus, im Synkretismus, an der Jahrtau-
sendwende zurückgewinnen, und, um das
Wort diesen Verkleidungen zu entreißen,
müssen wir an die Kirchenväter, die mehr
denn je aktuell sind, zurückkehren.
Wir müssen nur deswegen diese Wahr-
heiten wieder zurückgewinnen, weil wir sie
in unserer theologischen Überlegung und apo-
stolischen Predigt vernachlässigt haben. Dies
ist eine verheimlichte Wahrheit, eine ver-
leugnete Wahrheit, eine verniedlichte Wahr-
heit, eine Wahrheit, die ihre Übertreibung in
der Irrlehre findet. Also weisen wir die Stille
der Schande von uns. Wir werden aufhören,
das Wort nach unserer persönlichen Meinung
auszusuchen, wir werden nach den großen
Geheimnissen der unsichtbaren Welt, des
Fegfeuers und der Wiederkunft Christi
rufen.
Wir werden es nicht zulassen, daß all
unsere Schätze den Händlern der Lüge ausge-
liefert werden, keine unserer Perlen darf in
diesem Sumpf verloren gehen.
Noch größer sind die Gefahren für die
bedrohten Wahrheiten aus dem Inneren: die
Theologen des Argwohns, die alles Mögliche
im Evangelium in Frage stellen, haben größe-
re Verwüstungen als die fragwürdigen Philo-
sophen angerichtet; die Kinder Gottes sind
mehr von den liberalen Theologen als von
den Söhnen des Wassermans irgendeiner
Sekte verletzt und fühlen sich von jenen
verraten, von denen sie sich das Licht erwar-
teten.
Eine unendliche Bestürztheit und Ver-
lorenheit hat sich unter den Kleinen und
Armen breitgemacht
. Durch diese Theorien
fallen Gifttropfen in den Glaubens-Organis-
mus und ihr Schweigen gegenüber einiger
Aspekte der Glaubenslehre wirkt wie ein
Dolchstich, der den Armen alle Hoffnung
raubt. Hier meine Erklärung dazu.
Dramatisch erscheint die Erwartung des
Todes, wenn es den Himmel nicht gibt; der
Gedanke der Sünde ist erdrückend, wenn es
keine Verzeihung gibt; der Kampf gegen das
Böse ist unhaltbar, wenn es die Engel nicht an
unserer Seite gibt; der Missionäre Elan ist
leer, wenn ein anonymes Christsein ausreicht;
mein Zölibat wird unhaltbar, wenn Maria
nicht Jungfrau und Mutter ist.
Jene, die die Gottheit Christi anzwei-
feln sind größere Verbrecher als jene Re-
gierungen, die Aufruf und Selbstmord mit
Gleichgültigkeit begegnen, denn sie errei-
chen und treffen den Sinn meines Lebens:
Jesus; und wenn Jesus nicht Gott ist, wer
entreißt mich der Sünde, dem Tod, der Hölle
und dem Satan?
Bestimmte pseudo-Theologen haben das
Blut der Märtyrer sterilisiert: unsere Väter
sind eher gestorben als sich auf Händel mit
Ariertum und Astrologie einzulassen.
Daher ist es erforderlich, alle beanstande-
ten Wahrheiten zu bezeugen, denn sie sind
grundlegende Wahrheiten, für die man das
Leben gibt.
(...) Schließlich wird das Wort innerhalb
der Kirche gelebt, denn ohne der Kirche würde
es sich im Sand der Geschichte verlieren und
das Evangelium wäre somit tot. Nur in der
Kirche wird das Wort mit Leben erfüllt, er-
lebbar und lebensspendend. Von der Treue,
von unserer Treue an die Amtskirche hängt
das Wort, das vom Boot des Petrus an uns
gelangt ist, so wie auch die Qualität des
Lichtes, ab.
Warum waren die Jugendlichen vom Wort
des Johannes Paul II. so ergriffen gewesen?
Er hat drei Liter seines Blutes für das Wort
hier vergossen. Wem gelingt es, fünfhundert-
tausend junge Menschen auf einen verlore-
nen Hügel bei Compostela zu versammeln?
Der Hirte ruft und die Kirche von Morgen
eilt. Katholiken, verehren wir Johannes
Paul II. wie Petrus, so sehr, daß unsere
geliebten protestantischen Brüder ihn als Paul,
Apostel der Nationen, aufnehmen, die ortho-
doxen Brüder, ihn als den beschaulichen
Johannes lieben.
Ein marxistischer französischer Philosoph
sagte einmal, daß es nur einen Mann gebe, der
die Menschheit aus der gegenwärtigen Krise
retten könne: Johannes Paul II. Man sagte mir
in Moskau, daß viele von uns in ihm den
besten Bischof der Erde sehen und auch
Gorbatschow ist zu ihm in dem Vatikan
gekommen. Ich frage euch: Sind wir immer
bereit, überall sein Wort zu übertragen, ihn in
Schutz zu nehmen, abgesehen vom Hohn, der
uns von zynischen Brüdern entgegenschlägt?
Die orientalischen Brüder sind Rom hel-
denhaft treu: von China bis zum Libanon, von
der Ukraine bis Rumänien haben sie lieber
die Ketten vorgezogen, als dieses Band der
Liebe mit Petrus zu unterbinden. Seid gebe-
nedeit!
Nach dreißig Jahren Kerker in Shangai
hat Kim Pen Mai gesagt: “Ich bin eher bereit
wieder in das Gefängnis zurückzukehren, als
mich von Rom zu trennen”. (...)
DIE KRAFT DES KREUZES
Ein junger Kanadier wurde bei
der XII. Kreuzwegstation geheilt
(...) Schon im Alter von 14 Jahren nahm
ich Alkohol und Drogen zu mir. Da mein
Geld nicht dafür reichte, verschaffte ich es
mir durch Diebstähle. Als ich 19 Jahre alt
wurde, wurde mir klar, daß mein Leben nicht
mit den Erziehungsprinzipien meiner Eltern
übereinstimmte und ich fand es ekelhaft.
Meine Eltern erzählten mir und meiner
Schwester oft von Medjugorje und baten uns
an den Fahrten teilzunehmen, die sie selbst
organisierten...
Ich wiedersetzte mich dieser Einladung,
aber im September 1987 verspürte ich den
Wunsch doch mitzufahren. Während der Fahrt
stellte ich fest, daß alle Mitreisenden genauso
wenig meinem Geschmack entsprachen, wie
alles, was sie sagten oder taten. Sie beteten
und sangen.
In Medjugorje angekommen, war ich über-
rascht. Eine Unmenge Menschen war auf der
Straße, Menschen, die von der Hl. Messe
kamen. Schon am nächsten Tag ging die
Pilgeraktivität los.
Ich schaute mich überall um und stellte
fest, daß die Menschen glücklich aussahen;
mir wurde klar, daß es in Medjugorje etwas
Besonderes gab. Von da an betete ich mit der
Gruppe. Ich kannte die Gebete nicht, aber ich
lernte sie. Am Morgen des 15. Septembers
brachen wir auf, um auf dem Krizevac den
Kreuzweg zu beten.
Am Fuße des Berges schlugen meine
Eltern vor, die Schuhe auszuziehen und bar-
fuß weiterzugehen. Ich schaute mir den Berg
an und dachte: “Die spinnen!” Zwei oder drei
Personen zogen die Schuhe aus. Ich war
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P. Jozo ... "bei der Arbeit"
ziemlich überrascht, da ich aber dachte: “ich
bin nicht hierher gekommen um nichts zu
tun; wenn ich schon hier bin, will ich alles
mitmachen” und zog mir auch die Schuhe
us.
Wir stiegen bergan. Bei der XII. Kreu-
zwegstation knieten alle nieder. Ich kniete
ebenfalls nieder und fing an zu weinen, ohne
den Grund zu wissen. Das Weinen wurde
immer heftiger und ich fragte mich: “Was ist
los mit mir? Bei den anderen Stationen habe
ich nicht geweint”
Ich verstand nichts mehr. In dieser Zeit
bekam eine dort anwesende Person ein Wort
der Erkenntnis und sagte: “Eine Person in
unserer Gruppe wurde von der Droge geheilt
und mit allem, was damit zu tun hat; der Herr
schenkt ihr die Gnade einer außerordentli-
chen Bekehrung”. Bei diesen Worten fühlte
ich einen tiefen Frieden und eine große Freu-
e.
Sofort fing ich an, Gott zu danken. Genau
bei dieser XII. Kreuzwegstation hatte der
Herr mich auf der Stelle bekehrt und verän-
dert. Hier hatte ich auch die Größe des Opfers
Jesus begriffen. Er ist am Kreuz wirklich für
uns, meine Sünden und für meine Rettung
gestorben. In diesem Augenblick lebte in mir
alles neu auf.
Aus ganzem Herzen wünschte ich nun
seine Gebote zu befolgen, sein Wort zu hö-
ren, zu Maria zu beten und ihre Botschaften
zu leben. Ich verstand, daß ich - wie der reiche
Jüngling - alles hinter mir lassen mußte, wenn
ich ihm folgen wollte.
In Medjugorje wurde mir so ein “zweites
Leben” geschenkt. Ich bin wiedergeboren
worden und mein Glauben ebenfalls. Viel
Hilfe habe ich durch die Beichte und durch
die spürbare Anwesenheit Mariens erfahren.
Zurück aus Medjugorje ging ich sofort
ans Werk, ich fing mit dem an, was mir nicht
leicht erschien. Ich besuchte als erstes einen
Freund. Er schaute sich das Kreuz und die
Medaille an, die ich am Halse trug. Ich er-
kannte sofort an seinem Blick, daß die freund-
schaftliche Beziehung zu Ende war und daß
ich mich ihm nicht nähern sollte, denn ein
Rückfall wäre für mich zu gefährlich gewe-
en.
Wenn er sich eines Tages dazu entschei-
den sollte, würde er selbst zu mir kommen...
Diese Erkenntnis war für mich eine Gnade
und gleichzeitig ein Kreuz, denn er war mein
bester Freund gewesen. Ich verzichtete noch
auf die Rockmusik, die ich sehr gerne hörte.
Ich trennte mich von meiner Freundin, da ich
mit ihr nicht in Reinheit leben konnte. Dies
war für mich ein harter Schlag, aber ich hatte
keine andere Wahl.
Es ist sehr wichtig für mich die Gebote
und das Wort Gottes zu leben: “Selig die
Reinen, denn sie werden Gott sehen”. Ich will
Gott sehen, deshalb soll mein Herz rein sein.
Der Herr führt mich in wunderbarer Weise.
Er hat mir eine Arbeit gegeben, die mir gut
gefällt - ich bin seit 10 Monaten Küster in
meiner Gemeinde. Für mich bedeutet dies
sehr viel, denn ich konnte früher eine Arbeit
nicht länger als eine Woche ausüben. Welche
Gnade in der Nähe des Herrn zu arbeiten!
Ich versuche jetzt zu verstehen, was mei-
ne Berufung ist. Allerdings weiß ich im vor-
aus, daß ich dort glücklicher sein werde, wo
er mich haben will. Ich bete darum, auf die-
sem, seinem Weg bleiben zu können. Wenn
ich falle, stehe ich durch seine Gnade wieder
auf. Ich danke ihm vor euch für alles, was er
an mir getan hat, für mich tut und noch tun
wird. Amen. Halleluja!
STEVE DALLAIRE
(Zusammenfassung)
Ach, daß ich dich so spät erkannte, du
hochgelobte Schönheit du,
daß ich nicht eher mein dich nannte, du
höchstes Gut, du wahre Ruh;
es ist mir leid, ich bin betrübt, daß ich so
spät geliebt.
OPFERSEELEN, WAS FÜR
EINE KRAFT FÜR DIE
WELT!
Ein von der Sünde befreites
Herz wird ein Brunnen der
Liebe bis zur Annahme
des Kreuzes, auch für die
Mitmenschen.
(Wiedergabe der wichtigsten Punkte ei-
ner Unterredung mit P. Tomislav über See-
len, die sich dem Beispiel Jesu gemäß, ganz
Gott weihen als Ausdruck des perfekten christ-
lichen Lebens)
Der erste Schritt, den eine Seele machen
muß, um sich ganz Gott zu weihen, ist die
eigenen Sünden und Laster aufzuopfern. Jesus
ist gekommen die Sünden und den Schmutz
auf sich zu nehmen, während wir versucht
sind, sie für uns zu behalten.
Das ist der erste Schritt. Schaut, wie sch-
ön das Evangelium ist; wie Jesus sich der
Sünder annimmt. Mit wie viel Liebe! Er
wünscht wirklich alles Böse von den Men-
schen zu nehmen. Wenn dieser erste Schritt
getan ist, entdeckt man die Wunden und
Sünden in seinem Inneren.
Und was passiert? Unsere Wunden wer-
den durch Sühne langsam und mit der Zeit
glorreich werden, weil alle geheilten Wun-
den sich verändern. Das, was in uns stank,
beginnt wohlriechend zu werden, denn jede
Wunde, die die Liebe Gottes erfahren hat,
wird zur Quelle des Heiles. Das ist der Weg
um den mystischen Leib zu erneuern.
Jede Wunde, die uns die Sünde geschla-
gen hat, jede Sünde, auch die schwerste,
wenn sie einmal geheilt ist, wird zur Quelle
der Liebe und ist voll an Geschenken. Das zu
verstehen und diesen Weg einzuschlagen,
sind die ersten Schritte auf dem Weg zur
Heiligkeit.
In Gemeinschaften beobachte ich, wie
Menschen, die diesen Weg eingeschlagen
haben, voll Vitalität werden. Sie haben ange-
fangen zu verstehen, daß Jesus gekommen ist
uns das Leben zu geben, nicht das Kreuz.
Aber wenn letzteres kommen sollte, ist es ein
Mittel zur Reinigung.
Wenn es darum geht das Kreuz auf sich zu
nehmen, kommt derjenige, der diesen Weg,
diesen ersten Schritt, d. h. das Glück in Gott
nicht verstanden hat, um kein Stück weiter.
Wer dagegen diesen Weg aus eigener Erfah-
rung kennt, wünscht sich das Kreuz, denn das
Kreuz lebt in ihm.
Meine Tragödie ist aber, das ich davor
fliehe. Und wenn ich ihm ausweiche, fliehe
ich vor mir selbst, entferne mich von mir
selbst und bin ständig im Kampf mit mir
selbst.
Ich bin krank, sündhaft, habe latent den
Tod in mir. Wie kann ich dem entkommen?
Menschlich gesehen kann ich das nicht. In-
dem ich mich vollkommen Gott öffne, bin ich
auf dem Weg des hl. Franziskus, der gekreu-
zigt und doch voll Freude war, der alles
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verlassen hat, alles verloren hat. Er kannte
deshalb die Trübsal nicht.
Die Muttergottes zeigt uns diese Erfah-
rung, innerhalb und außerhalb einer Ge-
meinschaft.
Wenn wir versuchen diesem Weg zu fol-
gen, sagt uns die Muttergottes: “Ich werde
euch leiten, ich werde euch helfen”. Gehen
wir zu ihr, sie wird uns auf diesem Weg
beistehen und langsam wird unser Weg gerei-
nigt, sodaß aus uns Menschen voll Lebens-
freude entstehen.
Dann werde ich sagen, wenn ich einen
leidenden Bruder sehe: “Herr ich will sein
Kreuz mittragen.” Sehe ich jemanden in einer
furchtbaren Prüfung, werde ich sagen: “Gib
sie mir”. Dann gehe ich betend vor das Aller-
heiligste und lobe Gott für diese seine Schwie-
rigkeiten. Das ist das Mittel zu heilen und zu
etten.
Wenn wir diesen Weg verfolgen, verei-
nen wir uns ganz mit Jesus in der heiligsten
Eucharistie. Die Priester, die versuchen die-
ses Geheimnis zu leben, werden sehen, wie-
viele Pater Pio es in der Welt gibt und wie
viele Seelen gerettet werden. Das wäre das
Ziel.
Die Aufgabe der Muttergottes ist es zu
reinigen, mit Freude und Glück zu erfüllen, d.
h. zu bewirken, daß Gott uns mit Freude
erfülle. Je mehr diese Freude wächst, desto
mehr wird das Kreuz als Leid nicht mehr
bestehen. Das Kreuz wird ein Verbindungs-
stück der Liebe zwischen Gott und mir sein.
Wenn ich glücklich bin, dir helfen zu können,
auch wenn es weh tut, so heißt das, daß ich
dein Freund bin. Das ist das Ziel.
Ohne die Bereitschaft das Kreuz auf uns
zu nehmen, wird die Eucharistie in uns nicht
lebendig sein. Wenn 10, oder 15 oder 20 diese
Opferbereitschaft haben, welche Kraft für
die Welt! Aus der Heilsgeschichte wissen
wir, daß nur wenige Personen genügen die
Welt zu verändern, denn sie waren Freunde
Gottes.
Das ist es, was ich in den Gemeinschaften
praktiziere. Ich bereite die Einzelnen vor, die
sich bereit erklärt haben, verlange von ihnen
eine totale Hingabe an Gott, lege ihnen die
Hände auf und versuche ihnen das zu geben,
was mir die Muttergottes gegeben und für
diesen Weg erbeten hat. Ich leite sie und helfe
ihnen, damit sie wachsen und eine Gemein-
schaft des Lobes und der totalen Hingabe
werden.
Viele Seelen in der Welt lebten gemäß
diesem Ruf noch bevor ich davon sprach. Sie
schreiben mir, aber bis jetzt konnte ich ihnen
nur Mut machen, auf diesem Weg auszuhal-
ten. P. Slavko und ich werden versuchen ein
entsprechendes Programm für diesen Weg
usammenzustellen.
Ich sage euch, für mich ist dieser Zustand
nicht zufriedenstellend, denn man sollte die-
se Personen durch Stillschweigen und ein
zurückgezogenes Leben leiten.
Der Priester sollte für diese Seelen zur
Verfügung stehen um sie zu leiten, vor allem
aber viel für sie zu beten.
Wenn ihr solche Seelen habt, die geistig
voranstreben (d. h. eine geistige Erfahrung
haben), macht ihnen Mut. Wir können uns in
ZWEITER TAG DER
JUGEND 2000
Anbeten heißt, sich Gott über-
lassen. Vor ihm hintreten so
wie wir sind, damit Er alles in
uns ins Reine bringe.
Die Anbetung beginnt mit dem Gesang:
“Oh, oh adoramus Te Domine”. Dann wird
langsam betrachtend der Psalm 95 gebetet: “
Laßt uns jubeln vor dem Herrn... Denn der
Herr ist unser großer Gott.” Ja, Gott ist der
Herr deines Lebens, Gott hat dein Leben in
der Hand. Ich bete dich an, so daß du mein
Land regierest. Alle Kontinente sind in dei-
ner Hand.
Du wirst mit deiner Liebe alle Lebewesen
ernähren. Du bist der Herr über das Meer...über
das Erdbeben (während der Nacht war ein
starker Stoß zu verspüren!). Nichts passiert in
deinem Leben ohne Ihn. Setze dich schwei-
gend hin, höre auf die Wahrheit und spüre sie
im Herzen... Es möge dir ein einziges Wort
genügen: “Jesus”.
... Denn du bist mein Gott. Du bist mein
Vater, der sich um mich kümmert. Du hast
das ganze Universum für mich gemacht. Du
bist meine Hostie, ein Stück Brot für mich
geworden, um mein Leben heute und mein
Glück morgen für immer zu sein. Du bist für
mich so klein geworden. Du hast meine
Sünden auf dich genommen und hast meine
Wunden geheilt. Du bist der Mittelpunkt
meines Lebens. Du hast mir deine Mutter
gesandt: ihre mütterliche Liebe liebkost mein
Herz; ihr Friede verbreitet sich auf die ganze
Welt; ich spüre diesen Frieden, der vom
Himmel kommt.
Singen wir alle: “Adoramus Te, Domi-
ne!” (Kommt und betet den Herrn an!)
Herr, sei unser Anziehungspunkt, denn
ohne deine Gnade können wir dich nicht
anbeten. Ich möchte, daß mein Herz, meine
Seele, mein Leib, mein Verstand, mein Wille,
meine Augen, mein ganzes Ich, Dich anbe-
ten.
Ich möchte beim Gebet das ganze Univer-
sum miteinbeziehen. Steht auf und singt:
Adoramus Te, Domine!
Einige Gedanken: Die Anbetung ist das
Geschenk des eigenen Ichs an Gott. Es muß
aber mit Freude, Begeisterung, Friede, Si-
cherheit und Hingabe geschehen. Unser
Verstand, unser Herz, unser Innerstes ist voll
von weltlichen Interessen, von unüberwind-
baren Gelüsten, voll von Sünde, die uns von
Gott trennt, von Sorgen, die unser ganzes
Sein beherrschen, von furchtbaren Ängsten,
von belastenden Leiden.
In der Anbetung treten wir mit Maria vor
Gott hin mit dem Willen aus all dem, was uns
zerstreut, herauszukommen und übergeben
uns selbst Gott, damit er alles zu sich nehme.
Die Anbetung mit dem Herzen vor dem
Herrn ist lediglich die Folge gelebter Eucha-
ristie. Es genügt nicht ein Stück Brot in
Empfang zu nehmen, sondern man muß den
lebendigen Jesus bei sich aufnehmen. Glau-
Verbindung setzen: Ich möchte ihnen schrei-
ben und ihnen den Weg weisen, denn solche
Seelen können eine ganze Pfarre retten.
Die wichtigsten Mittel der Reinigung sind
das Kreuz, die Eucharistie und Maria. Für
den Weg solcher Gemeinschaften hat uns die
Muttergottes alles gegeben.
Mir hat sie gesagt: “Weder noch links,
nach rechts nicht einmal um einen Millime-
ter.”
Ich versuche das durchzustehen.
ZEUGNIS EINES ALKOHO-
LISIERTEN JUNGEN
IRLÄNDERS.
Man kann seinen Namen nicht preisgeben, weil er
zu einer Gruppe anonymer Alkoholiker gehört.
Sein Zeugnis ist ergreifend.
“1988 komme ich das erste Mal nach
Medjugorje. Ich befinde mich in einem äus-
serst schlechten Zustand. Wegen des Alko-
hols habe ich meine Arbeit, meine Gesund-
heit, die Familie und die Freunde verloren,
alles habe ich verloren. Ich kam nicht hierher
um zu beten; das verlangten die anderen. Ich
war glücklich und dies war meine erste Er-
fahrung: dies ist ein schönes Stück Land, wo
der Alkohol hinreissend gut ist. Und ich
trank...
Eines Abends befand ich mich - ich weiss
nicht wie - halb betrunken auf dem Erschei-
nungshügel. Ich war allein. Die Nacht war
friedlich und vom Monde beleuchtet. Ich saß
ruhig auf einem Stein, dann kam mir der
Gedanke: wieso nicht über das eigene Leben
nachdenken?
Zum ersten Mal, nach vielen Jahren, er-
fuhr ich, daß der Frieden auch für mich etwas
Mögliches sein konnte. Ein warmes, ange-
nehmes und schönes Gefühl durchströmte
mich und drang in mich ein. Ich fühlte mich
wohl.
Am nächsten Morgen suchte ich einen
Priester auf. Ich beichtete. Jetzt bin ich frei,
aber ich muß noch sehr gut aufpassen.
Morgens, wenn ich aufstehe, knie ich
mich nieder und bete so: “Oh Herr, hilf mir
heute auf das erste Glas zu verzichten; gib du
mir die Kraft um das fertigzubringen und ich
werde den Rest des Tages durchhalten!”
Jetzt bin ich ein glücklicher Mensch. Ich
konnte vielen helfen. Ich bin wieder ganz
gesund. Ich habe auch eine Arbeit gefunden.
Die Familie hat sich noch nicht zusammenge-
funden.
Ich habe einen Sohn, den ich seit 7 Jahren
nicht mehr gesehen hatte, weil meine Frau
vor mir wegen des Alkohols geflüchtet war:
jetzt bete ich für sie und hoffe. Jeden Tag bete
ich für alle jene, die sich dem Alkohol hinge-
ben. Ich wünsche, daß sie sich davon befreien
mögen. Herr, hilf ihnen.
Heute bin ich hier in Medjugorje um der
Muttergottes zu danken, denn sie hat in mir
ein wahres Wunder gewirkt! Der Friede sei
mit euch!”
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ben heißt annehmen, heißt sich in die Arme
der Gnade werfen. Wenn ich glaubend anbe-
te, bin ich bereits in der Ewigkeit. Die Mutter
Gottes verlangt, daß wir uns ganz aufopfern:
“Ihr könnt nicht zwei Herren dienen!” War-
um? Weil sie wünscht, daß wir frei seien wie
die Vögel, schön wie Blumen. Nur so können
wir ein Zeichen werden.
Dem Herrn unsere Probleme, unsere
Sünden überlassen: wir werden im Innersten
spüren, daß sie vor ihm verschwinden. Das
kann ich nur mit dem Gebet aus ganzem
Herzen verwirklichen. Wir neigen dazu, uns
in unsere Probleme und Sünden zu verlieben;
in unserem Herzen behalten wir die Probleme
und Sünden für uns. So spielen wir uns in die
Hände Satans. Wenn wir sie vor den Herrn
legen, machen wir ihm und uns die größte
reude.
So werden wir frei sein zu glauben und zu
hören. Dann entblöst in uns der Herr sein
Angesicht, seine Liebe, wir werden eins sein
mit Gott, wir werden zur lebenden Euchari-
stie. Welche Kraft entwickelt die Eucharistie
in so treuen Betern! Die Mutter Gottes will
solche Beter, die durch die Macht Gottes
auch Kriege aufhalten können, denn solche
Beter lösen die Fesseln der Macht Gottes.
Leider wird heute in der Kirche die Anbe-
tung praktiziert, weil man nicht nach der
Eucharistie lebt. Oft ist sie ein toter Ritus, der
den Menschen weder Raum noch Zeit zur
Veränderung gibt. Nach einem solchen Ritus
spürt man nicht die Notwendigkeit, Gott zu
loben und zu danken. Jesus ist voll gegenwär-
tig, aber die Seelen richten sich nicht nach
ihm und die Früchte sind armselig. Lebt nach
der hl. Messe und ihr werdet das Zeichen sein
von dem ich sprach!
Ihr werdet die Notwendigkeit spüren an-
zubeten, zu danken und mit dem Herzen zu
singen. Wenn der Priester nach der hl. Messe
die Kirche sperren will, sagt ihm: Bitte, bei
uns dauert die hl. Messe noch an, Jesus möchte
meine Gegenwart und ich kann mich von ihm
nicht trennen.
Leider scheinen einige Kirchen nur für
die Touristen da zu sein: für sie ist Jesus tot
denn ihr Glaube ist abgestorben. Traurig muß
ich behaupten: einige Priester wissen nicht,
daß der Herr hier lebendig zugegen ist; nach
der Feier der hl. Messe am Morgen, nähern
sie sich Jesus nicht mehr. Was wird wohl
Jesus denken? Er opfert sich für uns ganz, den
Menschen aber ist das gleichgültig.
Habt ihr jetzt Angst, weil ihr euch ent-
schlossen habt ein Zeichen zu werden? Dies
verpflichtet euch, einen großen Wandel in
euch zu vollziehen. Ein Mittel diese Angst zu
überwinden: Jesus solange anzubeten, bis
euer Herz frei ist... Ein amerikanischer Pastor
sah in einer Vision Leute, die zum Himmel
stiegen, aber als sie zu einer Wolke kamen,
fielen sie wieder herunter. Auch er stieg zum
Himmel und als er aus reiner Gnade die
Wolke überwunden hatte fragte er den Herrn.
Wieso konnten diese Menschen nicht weiter-
steigen? Die Antwort war: weil sie Mich bei
Schwierigkeiten nicht als ihren Herren aner-
annten.
Gestaltet euer Leben durch ständige An-
betung um. Wenn ihr auf Schwierigkeiten
stoßt, mögen diese persönlichen, kirchlichen
oder allgemeinen Charakter haben, geht
immer voll Freude zu Jesus und erkennt ihn
als den Herrn jeglicher Situation an. Bald
werdet ihr den erstandenen Jesus in euerem
Herzen entdecken. Dann wird die Eucharistie
für euch Grund zur Freude, Lobpreis, Dank-
barkeit dem Herrn gegenüber werden, und ihr
werdet verändert und durch euch wird Jesus
auch die anderen verändern. Ich bitte euch
tapfer und entschieden zu sein, dieses Zei-
chen werden zu wollen.
Steht alle auf, denn wir singen: “Jesus, i
believe in You” (Jesus, ich glaube an Dich).
Ich will euch eine geistige Weisheit geben.
Wenn Schwierigkeiten auftauchen, sind alle
unsere Energien darauf konzentriert das
Problem zu lösen und das übersteigt oft unse-
re Kräfte. Was sollen wir tun? Das Problem
beiseite schieben, denn der Herr Jesus ist
Herr über das Problem; dann ihn loben und
anbeten!
So brauchen wir uns nicht abzuqälen,
denn er wird uns einen Ausweg schaffen.
Seht ihr, die Hauptaufgabe des Christen ist
Jesus anzubeten, sich seiner Allmacht zu
ergeben und erfreuen. Das ist aktiver Glaube.
Fangt nicht an euere Probleme zu lösen, bevor
nicht Jesus die Freude eures Herzens gewor-
den ist. Der hl. Paulus sagt: “Viel lieber also,
will ich mich meiner Schwachheit rühmen,
damit die Kraft Christi auf mich herab-
kommt... Denn wenn ich schwach bin, dann
bin ich stark” (2 Kor 12,9-10)
Dann werden wir uns freuen, werden Gott
loben und anbeten. Wenn wir so handeln,
werden in allen Schwierigkeiten der Teufel
und die Hölle keine Macht über uns bekom-
men. Vertreiben wir ihn also aus unserem
Herzen in die Hölle, denn so wird er von der
ganzen Erde vertilgt.
Wenn wir Jesus anbeten, wird das, was
der Satan bewirkt, trotzdem zur größeren
Ehre Gottes werden. Stehen wir auf und sin-
gen: “Adonai”. Herr ich will nur auf dich
schauen und nicht auf mich und meine Schwä-
chen. Singen wir wieder “Adonai”. Ich über-
laß dir, Herr, meine Schwierigkeiten. Nichts
interessiert mich außer dich. In dir finde ich
das Leben. Du kümmerst dich um all meine
Schwierigkeiten. Meine einzige Aufgabe ist
es, dich zu loben, “Adonai”. Ihr Traurigen,
fangt an in euerem Herzen zu singen.
All ihr Beschämten singt “Adonai”! All
ihr Besorgten singt..! All ihr Verachteten
singt..! Alle, die ihr euch unnütz fühlt, singt..!
Alle, ihr Nützlichen, singt..! Alle, ihr Weisen,
singt..! Denn ihr seid nur dann groß, wenn ihr
den Herrn lobt. Ihr, die ihr etwas verloren
habt, betet den Herrn an für alles was ihr
verloren habt, denn Jesus gibt sich euch und
gibt euch das Hundertfache zurück.
Steht auf, und singt: “Jesus, Jesus”.
(P. Tomislav Vlasic’ an Jugendliche)
KARD. RATZINGER NICHT
GEGEN MEDJUGORJE!
Zur Zeit geht durch die Presse eine Schlag-
zeile: “Kardinal Ratzinger hat Pilgerfahrten
nach Medjugorje verboten”. Am 19. August
1990 hatte ich in München die Gelegenheit,
Herrn Kardinal Ratzinger persönlich in “Ma-
ria Ramersdorf” begrüßen zu können. Auf
meine Frage bezüglich seines Verbotes von
Pilgerfahrten nach Medjugorje antwortete
Herr Kardinal Ratzinger folgendes: “Dieses
Schreiben ist fünf Jahre alt. Ich verstehe
nicht, warum es gerade jetzt publiziert wird.
Es betrifft nur die “ganz offiziellen” Pilger-
fahrten. Privat können sie fahren.”
Private Fahrten sind also nach den Wor-
ten des Kardinals gestattet. Nur solange Med-
jugorje nicht als offizieller Wallfahrtsort der
katholischen Kirche anerkannt ist, sollen noch
keine offiziellen Wallfahrten organisiert
werden.
Wie viele Menschen sind nach Lourdes
und Fatima gepilgert, wie viele Heilungen
geschahen in der Zeit vor der offiziellen kirch-
lichen Anerkennung. Man sieht daraus, daß
es sogar wichtig ist, in dieser Vorbereitungs-
zeit hin zu gehen, damit der Vatikan die
Möglichkeit hat, Wunder zu überprüfen. Die
Glaubenskongregation braucht Fakten und
diese können besonders Pilger überbringen,
die dort gewesen sind. Herr Kardinal Ratzin-
ger hatte schon vor etwa zwei Jahren erklärt,
daß die Prüfungskommission arbeitet und
daß es bis zum endgültigen Beschluß voraus-
sichtlich noch ein paar Jahre dauern wird
(Siehe Fatima und Lourdes).
In den Botschaften der Gottesmutter geht
es um Gebet, Frieden, Umkehr, Fasten, Be-
such der hl. Messe und um das Rosenkranz-
gebet. Dies alles bedarf keiner kirchlichen
Anerkennung mehr. Wer sich diesem Aufruf
stellt, kann sich nicht hinter der Ausrede
verstecken, daß Pilgerfahrten nach
Medjugorje nicht gestattet sind. Er kann das
alles zuhause praktizieren. Jeder ist frei seinen
persönlichen Weg zu Gott zu finden. Wer
Probleme mit den Botschaften der Mutter
Gottes hat, möge täglich die Bibel lesen, wie
sie es empfohlen hat und er wird entdecken,
daß Maria einzig und allein alle zu ihrem
Sohn Jesus Christus führen möchte.
G. Seidl, München
(Aus “Echo von Medjugorje”, Oktober 1990
Nr. 40, Miriam-Verlag, D 7893 Jestetten)
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- 6 -
Meine Kinder, wie groß ist der
Wunsch in euch, daß sich alles ände-
re! Sehnt die Freude herbei, die nicht
mehr ist. Liebe Kinder, euer Wunsch
ist mein Wunsch. Meine Kinder, ich
bereite die Seelen vor, die zuhören
und aller jener, die an einer neuen
Zeit des Lichtes teilnehmen wollen
(31.1.90)
Der Vater wird einschreiten und
Jesus wird der Kirche wieder neuen
Glanz verleihen und die Welt erneu-
ern. Ich segne euch alle, die ihr mich
erhört (28.1.1990)
Worte der Gottesmutter in einem
Erscheinungsort in Italien.
* * *
esus spielt mit dem klaren Wasser
des Beckens. Er taucht seine Finger
hinein, kämmt es, so daß sich viele
kleine Kielwasser bilden, und taucht
dann die ganze Hand in die reine
Frische.
«Wie schön ist dieses klare Wasser!» sagt
r.
Und Maria (von Magdala): «Gefällt es dir
so sehr, Meister?»
«Ja, Maria. Weil es so klar ist. Schau, es ist
keine Spur von Schlamm zu sehen. Es ist
Wasser. aber es ist so rein, daß es fast scheint,
als wäre es nicht ein Element, sondern nur
Geist, auf dessen Grund man die Worte lesen
kann, die sich die Fischlein sagen...»
«Wie man in der Tiefe der reinen Seelen
lesen kann. Nicht wahr, Meister?» und Maria
seufzt mit einem geheimen Bedauern.
Jesus bemerkt den zurückgehaltenen, mit
einem Lächeln verschleierten Seufzer und
heilt sofort das Leid Marias.
«Die reine Seelen, wo gibt es die, Maria?
Eher wird sich ein Berg in Bewegung setzen,
als daß ein Geschöpf die dreifache Reinheit zu
erlangen vermag. Viele, allzu viele Dinge
umgeben einen Erwachsenen und gären. Es
läßt sich nicht immer verhindern, daß sie ins
Innere eindringen. Nur Kinder haben eine
engelgleiche Seele, eine Seele, die in ihrer
Unschuld vor Erkentinissen bewahrt bleibt,
die sich in Schlamm verwandeln können.
Daher liebe ich sie so sehr. Ich sehe in ihnen
einen Widerschein der unendlichen Reinheit.
Sie sind die Einzigen, die diese Erinnerung an
den Himmel mit sich tragen.
Meine Mutter ist die Frau mit der Seele
eines Kindes. Mehr doch. Sie ist die Frau mit
der Seele eines Engels, so wie Eva war, als sie
aus der Hand des Vaters hervorging. Kannst
du dir vorstellen, Maria, wie diese erste Lilie
im irdischen Garten war? So schön auch diese
hier sein mögen, an denen das Wasser vorbei-
fließt, die erste, die aus der Hand des Schöp-
fers hervorgegangen ist, war sie Blume oder
Diamant? Waren es Blütenblätter oder Blätter
aus reinstem Silber? Und doch ist meine Mutter
noch reiner als jene erste Lilie, die ihren Duft
mit den Winden verströmte. Ihr Duft der
unversehrten Jungfrau erfüllt Himmel und
Erde, und ihm werden von Jahrhundert zu
Jahrhundert die Guten folgen.
Das Paradies ist Licht, Duft und Harmo-
nie. Aber wenn der Vater sich nicht der Wun-
derbaren erfreuen könnte, die aus der Erde ein
Paradies macht, und wenn das Paradies in
Zukunft nicht diese lebendige Lilie hätte, in
deren Schoß die drei Blütenstengel des Feuers
der göttlichen Dreifaltigkeit, Licht, Duft und
Harmonie, sind, so wäre die Glückseligkeit
des Paradieses um die Hälfte vermindert. Die
Reinheit der Mutter wird der Edelstein des
Paradieses sein. Aber das Paradies ist unend-
lich! Was würdest du von einem König sagen,
der nur eine Perle in seinem Schatz hat? Auch
wenn es die allerschönste wäre?
Wenn ich die Pforten des Himmelreiches
geöffnet habe - seufze nicht, Maria, denn dazu
bin ich gekommen - dann werden viele Seelen
von Gerechten und von Kindern hineingehen.
Eine Schar der Reinheit folgt dem Purpur des
Erlösers nach. Aber es werden immer noch zu
wenige, um den Himmel mit Perlen zu schmüc-
ken und die Bürgerschaft des ewigen Jerusa-
lem zu bilden.
Doch später... wenn die Lehre der Wahr-
heit und Heiligung bei den Menschen bekannt
sein wird, später, wenn mein Tod den Men-
schen die Gnade wieder geschenkt haben wird,
wie würden die Erwachsenen wohl den Him-
mel erwerben können, wenn das arme Men-
schenleben immer nur Schlamm wäre, der
unrein macht? Wird mein Paradies also nur
den Kindern gehören? O nein! Wie die Kinder
müssen sie werden, dann steht auch den
Erwachsenen das Reich offen.
Wie die Kinder... So ist die Reinheit. Siehst
du dieses Wasser? Es scheint ganz klar zu
sein. Aber beobachte: es genügt, daß ich mit
diesem Zweig den Grund aufwühle, und schon
trübt es sich. Abfälle und Schlamm kommen
an die Oberfläche. Das kristallklare Wasser
wird gelblich, und niemand würde mehr da-
von trinken.
Aber wenn ich den Zweig herausziehe,
kehrt der Friede zurück und das Wasser wird
langsam wieder klar und schön. Der Zweig ist
die Sünde. So ist es bei den Seelen. Die Reue,
glaube mir, ist das was reinigt...»
Martha kommt bekümmert hinzu: «Bist
du immer noch hier, Maria? Und ich mühe
mich so sehr ab!... Die Zeit vergeht... Bald
werden die Geladenen kommen, und es ist
noch so vieles zu tun. Die Dienerinnen sind
beim Brotbacken, die Diener bereiten und
kochen das Fleisch. Ich sorge für die Gedec-
ke, die Tische und die Getränke. Aber es sind
noch Früchte zu pflücken und Pfefferminz
und Honigwasser herzurichten...»
Maria hört sich die Klagen ihrer Schwe-
ster mehr oder weniger an. Mit einem seligen
Lächeln schaut sie unentweg auf Jesus, ohne
sich zu bewegen.
Martha wendet sich an Jesus: «Meister,
schau, wie erhitzt ich bin. Scheint es dir recht,
daß ich mich allein für die Bewirtung abmü-
he? Sag ihr doch, sie soll mir helfen.» Martha
ist wirklich aufgeregt.
Jesus schaut sie mit einem halb milden,
halb ironischen, oder vielmehr schmerzhaf-
ten Lächeln an.
Martha wird etwas ungeduldig: «Ich sage
es mit Ernst, Meister. Schau nur, wie faul sie
ist, während ich arbeite, und sie sieht doch,
daß...»
Jesus wird ernster: «Das ist nicht Müßi-
gang, Martha. Es ist Liebe. Müßiggang war es
einmal, und du hast über diesen unwürdigen
Müßiggang so viel geweint. Deine Tränen
haben meinen Bemühungen, sie mir zu retten
und sie deiner ehrlichen Liebe wiederzuge-
ben, Flügel verliehen. Willst du ihr nun ihre
Liebe zu ihrem Erlöser streitig machen?
Möchtest du sie lieber fern von hier sehen,
damit sie dich nicht arbeiten sieht, aber auch
fern von mir?
Martha, Martha! Muß ich nun sagen, daß
sie (Jesus legt ihr die Hand aufs Haupt), die
von so weit her gekommen ist, dich in der
Liebe übertroffen hat? Muß ich nun sagen,
daß sie, die nicht ein einziges gutes Wort zu
sagen wußte, nun eine Gelehrte in der Wis-
senschaft der Liebe ist?
Lasse sie doch in ihrem Frieden! Sie war
so krank, und nun ist sie eine Genesende, die
gesundet, indem sie Getränke trinkt, die sie
kräftigen. Sie war so sehr gequält... Und nun,
aus dem Alptraum erwacht, schaut sie um sich
und in sich und entdeckt sich neu und entdeckt
eine neue Welt. Lasse sie sich darin sicher
fühlen.
Mit diesem ihrem “neuem” Leben muß
sie die Vergangenheit vergessen und sich das
ewige erwerben... Diese wird nicht allein durch
Arbeit erworben, sondern auch durch Anbe-
tung. Wer dem Apostel und dem Propheten
ein Brot gereicht hat, wird dafür belohnt
werden, aber doppelt belohnt werden jene, die
sogar vergessen haben, Speise zu sich zu
nehmen, um mich zu lieben; denn mehr als
das Fleisch wird dann der Geist gekostet haben,
dessen Stimme stärker war als die selbst der
berechtigten menschlichen Bedürfnisse.
Du machst dir Sorge und Unruhe um vie-
les, Martha. Diese hier hat nur eine Sorge, die
jedoch genügt für ihren Geist, und vor allem
für ihren und deinen Herrn. Laß die unnützen
Dinge beiseite. Ahme deine Schwester nach.
Maria hat den besseren Teil erwählt, und er
wird ihr nicht genommen werden. Wenn alle
anderen Tugenden verblaßt sind, weil sie für
die Bürger des Reiches entbehrlich sein wer-
den, wird als einzige Tugend die Liebe blei-
ben. Sie wird als ewig Einzige bestehen und
herrschen. Maria hat diese zu ihrem Schild
und Wanderstab erwählt und mit ihr wird sie
wie auf Engelsflügel in meinem Himmel
gelangen.»
Martha senkt beschämt den Kopf und geht
weg.
«Meine Schwester liebt dich sehr, und sie
müht sich ab, um die Ehre zu erweisen», sagt
Maria, um Martha zu entschuldigen.
«Ich weiß es, und es wird ihr vergolten
werden... Aber sie bedarf der Läuterung in
ihrem menschlichen Denken, so wie dieses
Wasser jetzt rein geworden ist. Schau, wie
klar es wieder geworden ist, während wir
gesprochen haben. Martha wird sich durch
die Worte, die ich zu ihr gesagt habe, reinigen.
Du... du durch die Aufrichtigkeit deiner
Reue...»
«Nein, durch deine Vergebung, Meister.
J
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- 7 -
Meine Reue hätte nicht genügt, um meine
große Sünde abzuwaschen...»
«Sie genügt, und sie wird deinen Schwe-
stern genügen, die es dir nachtun werden, all
den armen Kranken im Geiste. Die aufrichti-
ge Reue ist ein Filter, der reinigt; die Liebe ist
dann das Mittel, das vor jeglicher neuen Be-
fleckung bewahrt.
Dadurch können jene, die das Leben zu
Erwachsenen und Sünder gemacht hat, wie-
der unschuldige Kinder werden und wie sie in
mein Reich eintreten.
Wir wollen jetzt zum Haus gehen, damit
Martha nicht zu lange in ihrem Schmerz
verweilt. Bringen wir ihr unser Lächeln, das
Lächeln eines Freundes und einer Schwe-
ter.»
(Aus dem “Gottmensch”, Leben und Leiden
unseres Herrn Jesus Christus. Parvis Verlag 1631
Hauteville - Schweiz)
Nachrichten aus dem
gesegneten Land
* Mit dem Zerfall des eisernen Vorhan-
ges kommen immer mehr Pilger aus dem
Osten
. Medjugorje wächst an in jeder Hin-
sicht. Seit dem Abbruch des eisernen Vor-
hanges, welches Europa in zwei Teile trenn-
te, gelangen immer mehr Tschechen, Polen,
Slowacken und Ungaren hierher.
Heuer kamen die ersten Gruppen aus
Rußland, um genauer zu sein, aus Litauen. 27
Priester aus Vilnius (Litauen), welche in Rom
an einem Kurs geistlicher Exerzitien teilge-
nommen hatten, trafen für einen Tag in
Medjugorje ein.
Während des ganzen Jahres wurden Hl.
Messen in folgenden Sprachen gefeiert: kroa-
tisch, italienisch, deutsch, englisch, hollän-
disch, spanisch, französisch, tschechisch,
slowakisch, polnisch und magjarisch. Von
Zeit zu Zeit feiert man auch die Hl. Messe in
portugisischer, rumänischer, griechischer und
indischer Sprache.
Mit den Pilgern kommen immer in grö-
ßerer Zahl auch ihre Priester. So ertönt der
Friedensruf, der vor 111 Monaten auf dem
Hügel der Erscheinungen über Bijakovici
zum ersten Male erklang, in alle Welt, indem
er Freude und Hoffnung bringt.
* BISCHÖFE IN MEDJUGORJE.
Mons. Anthony Salan Apuran, aus Agaua,
hielt sich in Medjugorje auf, und zwar mit der
Pilgergruppe, die er eine Woche vorher be-
gleitet hatte. Mons Dmyterko Stefan, Bene-
diktiner, Ordinarius aus Stanislaus (Litauen)
und Mons.
Ireney Bilyk (Litauen), Physikprofessor
und lange Zeit hindurch verborgener Priester
und Bischof, hielten sich drei Tage lang in
Medjugorje auf.
Mons. Stanley Joseph Ott, Bischof von
Boton Rouge (Louisiana, USA), verbrachte
eine ganze Woche in Medjugorje. Jeden
Abend konzelebrierte er die Hl. Messe und
nahm auch an allen Gebetsgelegenheiten teil:
abends am Rosenkranzgebet und zur Anbe-
tung. Die drei Bischöfe John Woolsey, Jo-
seph Dispenza und Peter G. Finn
aus New
York hielten sich auch als Pilger auf.
* Auch in diesem Jahr wurde das Fest des
Kreuzeserhöhung auf dem Krizevac gefeiert,
und zwar am ersten Sonntag nach dem Feste
der Geburt Mariens, nach dem Brauch der
Pfarrei. Eine grosse Menschenmenge kam
aus allen Teilen Jugoslawiens und der Welt
um dieses Fest zu begehen.
Die Vorabendmesse als auch die Hl.
Messe auf dem Krizevac wurde vom Jesui-
tenpater Izidor Jedvaj, welcher zur Zeit in
Rijeka wirkt, zelebriert. Er sprach vom Werk
Mariens während dieser letzen 10 Jahre, oder
besser gesagt, in diesem unserem Jahrhun-
dert.
Maria begleitet als Mutter die Hl. Kirche
und erscheint in Zeiten der Bedrängnis. Ma-
ria ist diejenige, die als Mutter und Prophetin
ihrem Volke zu Hilfe eilt. P. Jedvaj hat dann
die Ziele von Papst Johannes Paulus II. er-
klärt, welche mit der Botschaft von Medju-
gorje übereinstimmen.
Es ist schwer die Zahl der Pilger zu schät-
zen. der Rundfunk von Zagreb sprach von
200 Tausend Pilger, sicherlich übertrieben,
aber es stimmt, daß es sehr viele Menschen
waren.
Bei dieser Gelegenheit machte eine Fern-
sehetruppe aus Kroatien, unter der Leitung
von Jakov Sedlar, Aufnahmen aus der Luft
mittels eines Polizeihubschraubers. Es han-
delt sich um einen Dokumentarfilm, der dann
auch im Fernsehen gezeigt werden wird.
Priester nahmen die Beichte ununterbrochen
samstags und sonntags ab. Gerade wegen der
Vielzahl der Beichten erscheint und bestätigt
sich Medjugorje als Ort der Buße, der Bekeh-
rung und innerlichen Heilung.
Während des Monats August wurden
250.000 Hl. Kommunionen ausgeteilt, d. h.
mehr als 6.000 am Tag, ungefähr 40% mehr
als zur gleichen Zeit des vorigen Jahres.
* Junge Österreicher bei der Arbeit. Die
Veranstalter einer österreichischen Pilger-
gruppe erfassten eine originelle Idee: sie or-
ganisierten vier Gruppen zu jeweils 40 Ju-
gendlichen, welche die Aufgabe hatten, die
Wege zu den Hügeln zu verbreitern und die
Stellen vorzubereiten, wo die neuen Bronze-
tafeln der Rosenkranzgeheimnisse den Weg
entlang zu dem Erscheinungshügel aufge-
stellt werden sollten.
Vormittags wurde gearbeitet und nach-
mittags gingen sie ihrem geistigen Programm
nach.
Die Priester der Pfarrei lehrten sie in
Kathechese über das Gebet, den Glauben,
den Frieden, die Beichte usw. und hielten
sich dann in gemeinsamem Gespräch auf.
Viele Familien der Pfarrei gaben ihnen ko-
stenlose Unterkunft und Verpflegung.
Miro Logar war unermüdliche Triebkraft
und Organisator der Gruppe, jener, der das
Arbeitsprogramm und auch jenes für das
Gebet weise verteilte. Unser und aller Dank
geht an die Jugendlichen für all das, was sie
geleistet haben und sie versprachen, wieder-
zukommen.
* GEHEILT KEHRT SIE ZURÜCK
UM ZU DANKEN UND UM IHR LEBEN
FÜR DIE KRANKEN AUFZUOPFERN
Am 2. September 1989 wurde Helena
Borgasova während des Abendgebets ge-
heilt. Im Pfarrhaus übergab sie den orthopä-
dischen Kragen, den sie wegen einer Krank-
heit an der Wirbelsäule tragen musste, weil
sie ohne ihn den Kopf nicht aufrecht halten
konnte. Der chirurgische Eingriff, welcher
nach ihrer Rückkehr von Medjugorje hätte in
Rußland stattfinden sollen, ergab sich als
unnötig.
Jetzt ist Helena hergepilgert, um sich bei
der Muttergottes zu bedanken. Während der
Abendmesse hat sie ihre grosse Dankbarkeit
an Maria mit Gesang kundgetan und ver-
sprach gleichzeitig, ihr Leben ganz und gar
im Dienste der Kranken zu leben, wofür sie
jetzt schon fortwährend arbeitet.
* EIN KATHOLISCHER PRINZ
WEIHT SEIN VOLK DER KÖNIGIN
DES FRIEDENS.
Prinz Hans-Adam II. von Lichtenstein
weihte sein Volk und sein Land am 15. August
der Königin des Friedens. Seine Gemahlin,
Prinzessin Maria, kommt öfters mit ihren
Söhnen nach Medjugorje; Prinz Adam war
einige Male hier.
Hier der Text der Weihe: “Während einer
Zeit des großen Umbruchs in Europa, kehren
wir zu dir zurück, oh Maria Muttergottes, und
wollen dir das Land, das Volk und die Fami-
lien weihen. Deshalb bitte ich dich, nimm
mein Volk und meine Familie unter deinem
Schutz und zeige uns den Weg, der uns zu
deinem Sohne führt.
Oh Maria, Königin des Friedens, beschüt-
ze meine Heimat vor aller inneren und äuße-
ren Gefahr. Gewähre, daß mein Land, wenn
auch so klein, das Reich deines Sohnes wer-
de, ein Reich wo Gerechtigkeit und Frieden
gedeihen mögen. Führe mich in all meinem
Tun und hilf mir in all meinen Entscheidun-
gen, damit ich meine Pflicht erfülle, indem
ich ein wahrer Vater unserem Vaterlande sein
kann. Amen.”
* Sehr viele Priester aus allen Ländern
der Welt kamen von Rom, wo sie an der
Einkehr der Fünftausend teilgenommen hat-
ten, nach Medjugorje. Eines Abends konze-
lebrierten zweihundert von ihnen die Hl.
Messe rund um den Altar im Freien. Am
Sonntag den 23. konzelebrierten 120 Priester
die Hl. Messe in englischer Sprache.
* Viele Buben italienischer und spani-
scher Sprache (sogar aus Portorico), die
nicht bei Jugend 2000 anfangs August dabei
waren, konnten einen Teil davon miterleben
und zwar vom 26. bis 29. August. P. Tomis-
lav Vlasic’ war noch einmal die Triebkraft
und der Leiter der Zusammenkünfte.
Er führte die 600 Jugendlichen zum
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- 8 -
Geheimnis der Gegenwart Jesu, welcher in
der Eucharistie wirkt und tauchte sie ohne
lang zu zögern in ein Meer des Gebetes, damit
sie lernen, darin zu schwimmen. In einem der
beiden großen Zelte hinter der Kirche, trafen
sie um 8,30 Uhr zusammen um für eine halbe
Stunde, geleitet von P. Tomislav und begleite
vom Chor, in Anbetung zu verweilen. Nach-
her folgte dann die Besinnung.
Um halb 9 Uhr wurden sie innigst zu einer
“freudigen” Ruhepause eingeladen. Um 11
Uhr wurde in der Kirche die Hl. Messe für die
Italiener, von P. Tomislav, der auch die Pre-
digt hielt, persönlich zelebriert.
Nachmittags ging man dem tagtäglichen
Programm mit Auskünfte, Rosenkranzgebet,
Hl. Messe und Heilungsgebet nach. Abends
dann wurde die eindrucksvolle Anbetung
gehalten, welche wiederum von P. Tomislav
geleitet wurde.
Währenddessen erklärte er den Jesu- oder
den gewöhnlichen Rosenkranz, betete über
die Anwesenden ein langes Heilungsgebet
und schloss den anspruchsvollen Tag mit den
wiedergeborenen und glückseligen Herzen.
Viele hielten sich dann noch in den freien
Stunden und auch nachts über im grossen
Zelt auf, wo das Allerheiligste ununterbro-
chen ausgesetzt war. Der letzte Vormittag
wurden denen gewidmet, welche dem Aufruf
einer ganzen Hingabe des eigenen Lebens
folgen wollten, wie es die göttliche Liebe
rfordert.
* Die Erscheinung an Ivanka des 25. Juni.
Die Muttergottes dankt für das neue aufge-
nommene Leben. Ivanka bekam die Erschei-
nung am 25. Juni, zur gewohnten Stunde, und
zwar 20 Minuten vor 19 Uhr. Sie befand sich
zuhause mit ihrer Familie.
Dieses Mal hat sie keinem Photographen
oder Aussenstehenden erlaubt, dabei zu sein.
Von der Erfahrung des vorigen Jahres be-
lehrt, wo alle nur photographierten und nicht
beteten, hat sie diesmal so entschieden. “Heuer
- sagte sie - will ich allein sein mit meiner
amilie”.
Die Erscheinung dauerte 9 Minuten. Die
Muttergottes sprach zu ihr nochmals vom 5.
Geheimnis. Darüber kann aber Ivanka nichts
verlauten lassen. Am Ende der Erscheinung
konnte Ivanka ihre Mutter sehen, wie sie ihr
zulachte und sie war so schön, wie sie sie nie
zuvor gesehen hatte (wir erinnern daran, daß
ihre Mutter im April 1981 gestorben war,
kurz vor den Erscheinungen).
Die Muttergottes dankte Ivanka und ih-
rem Mann, weil sie ihr eigenes Leben für ein
Neues aufopfern. Ivanka, wie wir nämlich
wissen, hat noch ein Kind geboren, Josip
(Josef), am 14. Juni 1990.
Eine kurze Erläuterung von P. Slavko.
Ivanka hat ihre Mutter gesehen: das war
für sie ein Grund grossen Trostes und für uns
bedeutet dies eine Botschaft, welche uns
anspornt, uns des anderen Lebens zu besin-
nen, mit dem wir abrechnen müssen.
Der Dank der Muttergottes für das neue
Geschöpf ist noch eine schöne und grosse
Botschaft an alle Eltern, damit sie die Kinder
und die Botschaften mit Liebe aufnehmen
mögen, indem sie durch jeden Preis der Ab-
treibung aus dem Wege gehen.
* In der ersten Juliwoche wurde die
Kapelle der Anbetung eingeweiht. Es kann
dort die Anbetung stattfinden und zwar jeden
Tag von 14 bis 18 Uhr, aber in der Stille. Es
ist dies sehr wichtig für die Glaubenserzie-
hung.
* Ein Film über die Erscheinungen, vom
Regisseur Plecko gedreht, ist einmal im Fer-
sehen von Sarajevo gezeigt worden und
zweimal in jenem von Zagreb, auf Verlangen
der Fernsehzuschauer. Ein Programm über
Medjugorje, mit Erläuterungen von P. Slav-
ko und P. Plecko, ist von mehreren Radiosta-
tionen gesendet worden. All das zum Jahres-
tag der Erscheinungen.
* EINE ÜBERRASCHUNG IM DUN-
KELN - Am Abend des 25. Juni, nach der
Messe im Freien (gefeiert vor einer Men-
schenmenge von nicht weniger als 20.000
Personen).
Der äußere Altar hat sich plötzlich in eine
offene Bühne ohne Kulissen verwandelt: die
Schauspieler aus Zagreb gingen auf der Bühne
zu den Microphonen, die dort aufgestellt wor-
den waren und schon begann die Vorführung
des Dramas “Der Bruder unseres Gottes”, das
im Jahre 1950 vom jungen Priester Karol
Wojtila geschrieben wurde.
Es handelte sich um das Schicksal eines
polnischen Malers, der, kaum hatte er alles
verlassen, einen religiösen Orden zum Dienst
der Armen gründete.
Wir glaubten, daß dieser lange Dialog
über die Kunst, den Sinn des Lebens, über die
Liebe, die Zuhörer nach so vielen Gebets-
stunden zuviel ermüdete. Hingegen auf ein-
mal hört man im Dunkeln dieses Theaters im
Freien einen tosenden Applaus und auch am
Ende viel Applus nach aufmerksamen Zuhö-
ren.
Die Pilger aus allen Nationen der Welt,
hatten die göttliche Kraft, die von Wojtilas
Drama ausströmte, gespürt: sie nahmen den
Papst, der durch dieses Werk in Medjugorje
anwesend war, auf.
Zum Schlußgesang wurde das Lied
“Christus auf dem Strand” gesungen. Alle
begannen mit den Schauspielern, die eher
beteten als sangen mitzusingen, obwohl nicht
alle Katholiken und Gläubige waren.
Während P. Leonard Orec sich bei allen
bedankte, unterstrich er, wie durch jene
Vorstellung auch der Papst und die Stadt
Zagreb nach Medjugorje gekommen waren.
Wir haben Schwierigkeiten mit den
Übersetzungen des italienischen Textes ins
Deutsche: es sind Freunde gefragt, die
bereit sind, kurzfristig Überstetzungen zu
übernehmen. Jene, die dazu bereit sind,
sollen sich mit dem Komitee in Verbin-
dung setzen.
Sommer 1983: die junge Vicka spricht
mit einer Pilgerin
A. V° Nr. 9 - Aut. Trib. di Mantova Nr. 13 - 8.2.86
Verantwortl. Dir.: Dr. med. Pierantonio Gottardi
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Rancate - CH - Tel. 091/463469 - Für Über-
weisungen zugunsten des Echos: Raiffei-
senkasse, Eco di Medj. 6862 Rancate, K/K
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gutstr. 5, 4400 STEYR. Für Überweisungen:
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preussenweg 4 - D 4790 PADERBORN. Für
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derborn (BLZ 47250101)
USA
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& Giovanna Ellis - 9809 Stoneybrook Drive
Kensington, MD. 20895 (USA) - Tel. 301-
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cas. post. 149 - FAX (0)376-245075
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Mantova * Französische Ausgabe: Yvonne
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kiego 21/3 - 30-515 Kraków-Podgórze, Po-
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