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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 89 (Januar 1992)

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Botschaft vom 25. Dezember 1991
Liebe Kinder! Heute bringe ich euch auf besondere Weise den kleinen Jesus, damit er euch mit seinem Segen des
Friedens und der Liebe segne. Liebe Kinder, vergeßt nicht, daß es eine Gnade ist, die viele Menschen nicht begreifen
und annehmen. Deshalb, gebt alles von euch, ihr, die ihr sagt, mir zu gehören und meine Hilfe zu suchen, vor allem
gebt eure Liebe und euer Beispiel in euren Familien.
Ihr sagt, daß Weihnachten ein Familienfeiertag ist; deshalb, liebe Kinder, gebt Gott in euren Familien den ersten
Platz, damit er euch den Frieden gibt und damit er euch nicht nur vor dem Krieg, sondern auch im Frieden vor jeder
satanischen Versuchung schützt.
Wenn Gott mir euch ist, habt ihr alles, aber wenn ihr ihn abweist, seid ihr armselig und verloren und wißt nicht,
auf wessen Seite ihr steht. Deshalb, liebe Kinder, entscheidet euch für Gott und dann werdet ihr alles bekommen.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
S.I.A.P. 3/70% A 2/Nr. 1/92 - Erscheint monatlich (10 Ausgaben pro Jahr) JANUAR 1992
Bestellungen: siehe letzte Seite --- TAXE PERÇUE / TASSA RISCOSSA
89
Maria schenkt uns heute ihr
Kind, das in uns und in der
Familie geboren werden und
wachsen muß
Diese Botschaft ist für den Vernunftsmen-
schen erschütternd, aber auch für jenen, der
im Glauben nicht "klein" ist, denn die Madon-
na hat eine bestürzende Ausdrucksweise für
die "Weisen und Intelligenten": ‘heute bringe
ich euch auf besondere Weise den kleinen
Jesus’.
Man kann sich fragen: wie in besonderer
Weise bringt sie uns den kleinen Jesus? Eine
Erklärung dafür können wir nur finden, wenn
wir davon ausgehen, daß die Anwesenheit der
Madonna eine Gnade darstellt und die Gnade
offenbart sich nicht auf starre sondern dyna-
mische Art, d. h. in fortschreitendem Wachs-
tum. Der gegenüber Gott Offenstehende,
nimmt Gott in seiner Ganzheit an und in der
geheimnisvollen Tiefe seiner Werke. Der
restliche Teil der Botschaft ist reine Erklä-
rung dieses Weges der Gnade.
Die Muttergottes klagt, daß nur wenige
diese Gnade auch verstehen. In der Tat kann
die Anwesenheit der Madonna nicht nur auf
der Ebene der Kenntnisnahme, der menschli-
chen Erklärung, angenommen werden: sie ist
hingegen eine Gnade und um diese zu begrei-
fen, muß man von einer Annahme in Demut
ausgehen. Deshalb sagt die Madonna am Ende:
‘Deshalb, liebe Kinder, entscheidet euch für
Gott und dann werdet ihr alles bekommen’.
Hier wird verständlich: um jegliches
Geschenk von Gott zu erhalten, kann man ihn
nicht zuvor mit der Vernunft erfassen, man
muß jedoch das Herz zur Annahme des Ge-
schenkes vorbereiten. Und wenn wir vor Gott
hintreten und in Anbetung verharren, sind wir
bereit, Gott in der Ganzheit seiner Gnade
anzunehmen. Hier entspringt eine Verpflich-
tung für alle, die an die Anwesenheit Mariens
und Gottes im eigenen Leben glauben: ‘Des-
halb gebt alles von euch.’ Alles von uns geben
heißt mit der Öffnung des Herzens beginnen
und der Tatkraft der Gnade die Zustimmung
geben.
Durch unseren Einsatz wird das kleine
Kind Jesus, das uns die Madonna heute in
besonderer Weise bringt, lebendig und kann
in uns wachsen, sodaß wir durch diese Gnade
für Gott Zeugnis ablegen können: d. h. nicht
erklären, sondern einen klaren und konkreten
Beweis dafür geben, daß Gott in uns und in der
Familie an erster Stelle steht.
Die so erlebte Annahme Gottes, sei es in
unserem Leben als auch in der Familie, führt
in uns selbst und in der Familie zu großem
Gnadenreichtum. Die Muttergottes sagt nicht
umsonst: ‘Wenn Gott mit euch ist, habt ihr
alles, aber wenn ihr ihn abweist, seid ihr
armselig und verloren und wißt nicht, auf
wessen Seite ihr steht.’
In dieser Botschaft ist die Annahme grund-
legend und unser Gebet sollte eine Vertiefung
in unserem Weg zu Gott bedeuten, nicht nur
um ihn kennen zu lernen, sondern bereit zu
sein ihn anzunehmen, wenn er anklopft und
seine Gnade anbietet.
O Herr, du bist zu uns gekommen, bist
aber trotz dauerndem Anklopfen nicht in
unseren Herzen, denn du bist weit größer als
der, den wir angenommen haben. Deshalb
bitten wir dich unsere Herzen weiter zu öffnen
und immer mehr über unseren Willen zu ver-
fügen, denn du liebst alles, was dir gehört und
die dich liebenden Herzen. O Herr, gib uns
Kraft und Mut in den Augenblicken der
Dunkelheit dich mit Liebe anzunehmen, auch
wenn wir dich nicht sehen, dich nicht hören
oder dich nicht anerkennen.
Segne alle, die die Anwesenheit deiner
Mutter auf der Erde anerkennen, aber auch
jene, die in der Verwirrung dieses Geschenk
nicht begreifen. Wir bitten dich auch für die,
welche dich bisher überhaupt nicht kannten.
Alle seien deine Kinder und alle mögen sich
gemeinsam wieder im Himmel in deiner Lie-
be wiedertreffen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und
des Hl. Geistes.
P. Tomislav Vlasic'
Nachrichten vom 25.12.91 (P. Slavko -
Radio Maria)
Hier ist noch kein Krieg, aber die Situation
ist sehr angespannt. Herausforderungen ha-
ben sich in Mostar und Capljna zugetragen.
An Weihnachten waren 150 mutige Pilger
anwesend, vor allem aus Belgien, Frankreich
und zwei Grüppchen aus Italien. Heute Nacht
wurde weder bei uns noch in Kroatien die
Mitternachtsmesse abgehalten aus Sicherheits-
gründen und aus Solidarität mit den in vielen
Pfarreien zerstörten Kirchen.
Wir haben aber mit den Pilgern und eini-
gen Kroaten von 22,30 bis 1 Uhr gebetet und
eine Hl. Messe wie in den Katakomben gefei-
ert.
Am 31. Dezember werden wir eine Weihe
wie in den vergangenen Jahren feiern und uns
mit den Jugendlichen in Triest vereinen. Vicka
wünscht allen eine frohe Weihnacht und teilt
mit, daß die Madonna auch heute wie bei allen
Heiligen Abenden im goldenen Gewand und
dem Jesukind im Arm erschienen ist.
"Sein Glanz gleicht dem Tage, und Strahlen entspringen seinen
Händen, das ist die Hülle seiner Macht" (Hab 3,4)
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- 2 -
"Mit Liebe werdet ihr Un-
glaubliches erreichen"
Die Tragödie in Jugoslawien beweist, daß
Abhilfe nur durch Umkehr und Feinde-
sannahme möglich ist. Ein Volk sühnt für
die Sünden aller. Serben und Kroaten:
eine qualvolle Geschichte zweier Völker
Die letzten Ereignisse haben uns Serbien
und Kroatien näher gebracht und in uns Mit-
leid erweckt. Es ist gut ihre Vergangenheit zu
kennen. Eine von Diokletian im 4. Jahrhun-
dert angebrachte Trennlinie zwischen dem
Ost- und Weströmischen Reich, den Flüssen
Neretva, Bosna und Drava folgend, teilte das
heutige Jugoslawien zwischen Nord-westen
(Pannonien und Illyrien, in großen Zügen das
heutige Kroatien und Slowenien) und Süd-
osten (heute Serbien und Randgebiete). Viele
halten heute diese Trennung zwischen zwei
grundverschiedenen Kulturen und Charakte-
re noch als realistisch. Dies hat uns Erzbi-
schof Franic wissen lassen. Besonders die
Serben, der orthodoxen Religion wegen des
byzantinischen Einflusses anhängend, sind
ein kleines kriegerisches Volk, das der Eigen-
dynamik folgend sich immer über die Gren-
zen auszuweiten versuchte. Den Höhepunkt
hat dieses Reich im 12. Jahrhundert erreicht.
Ab 1389 fielen die Türken in das Land und sie
wurden für drei Jahrhunderte blutigen Prü-
fungen unterworfen, bei denen sogar die
Kinder von den Eltern mit Gewalt zur Schu-
lung im Islam getrennt wurden (Bosnien und
Montenegro sind in der Mehrzahl islamisch),
bis sie mit großem Blutzoll im Jahre 1815 die
Autonomie erhielten und endlich die totale
Unabhängigkeit beim Kongreß in Berlin im
Jahr 1878.
Das katholische Kroatien zwischen Un-
garn und der adriatischen Sonnenküste war
seit dem 8. Jahrhundert ein Reich und erreich-
te seinen Höhepunkt im 11. und 12. Jahrhun-
dert. Seit 1200 ist sein Geschick an Ungarn
gebunden, während sich Venedig der dalma-
tinischen Küste bemächtigte. Aber um 1400
fallen die Türken auch in Kroatien ein, das
einen heroischen Überlebenskampf für den
katholischen Glauben bestehen muß bis es
1700 zum österreichischen Kaiserreich fällt.
Zur Zeit der französischen Revolution stellt
es sich an die Seite der katholischen österrei-
chischen Monarchie gegen das orthodoxe
Serbien. Spannungen und gegenseitige Belei-
digungen zeichnen sich zwischen beiden
Völkern bis zum 1. Weltkrieg 1915-1918 ab,
als die Allierten unter dem Einfluß von Frei-
mauerei das Österreichisch-ungarische Kai-
serreich zerstückelten und somit einen künst-
lichen Völkerverbund der "Südslawen", 1929
Jugoslawien benannt, bildeten. Das kroati-
sche Parlament stimmte der Union mit den
Serben zu, die aber wie immer schon die
Vorherrschaft innehatten und zahlreiche kroa-
tische Randzonen besetzten, die mit Reichtum
gesegnet aus der österreichischen Herrschaft
hervorgegangen waren.
Ein schwarzes Blatt schreibt der zweite
Weltkrieg (1938-1945) in das Geschichtbuch
Kroatiens, als Ante Pavelic' und seine "Ustas-
cias" sich mit den Nazis vereinen und sich an
den serbischen "Eindringlingen" rächen und
sie massenhaft abmetzeln. Die kommunisti-
schen serbischen Partisanen, die sogenannten
Tschetniks, organisierten sich in diesen Ge-
bieten und antworten mit gleicher Grausam-
keit, indem sie gleichfalls Kroaten massakrie-
ren. Es haben sich nur Minderheiten entfes-
selt, die Mehrheit des Volkes ist nur das
Opfer. Trotzdem hat sich in den Seelen der
Gemeinschaft ein unauslöschlicher Haß ein-
geprägt.
In diesem armen Land, das von so viel
Unglück heimgesucht wurde und die Völker
40 Jahre lang einem unheilvollen die Gewis-
sen zerstörenden Regime unterworfen waren,
das die Seelen noch unversöhnlicher gemacht
hat, ist jetzt Satan am Werk.
Das Kommen der Madonna ein Werk
des Friedens
Gerade zu diesem Süd-Slawen, in einem
Herd von Jahrhunderte altem Haß, ist die
Muttergottes gekommen, beinahe, um den
Vorkommnissen zuvorzukommen. Von An-
fang an hat sie in traurigem Ton gefleht:
"Friede, Friede, Friede, versöhnt euch!... Das
Gebet ist der einzige Weg zum Frieden", d.h.
die Vereinigung der Herzen mit Gott, der dem
Teufel der Zwietracht keinen Raum läßt.
Die Belehrung der Königin des Friedens
sollte bis in die Herzen vordringen um dem
Krieg aus dem Wege zu gehen, sei es auch die
Verteidigung mit Waffen. Wenn die Botschaf-
ten Mariens ernsthaft und mit einheitlichem
Eifer der kroatischen Kirche aufgenommen
worden wären, hätte das Wunder der Entspan-
nung der Seelen in einer fortschreitenden
Annahme der Minderheiten in Erfüllung gehen
können, sodaß diese nicht als Feinde im eige-
nen Hause, sondern als Brüder und Mitarbei-
ter, angenommen worden wären.
Die Entflechtung der Konflikte hätte durch
geduldige Suche, Einvernehmen und gegen-
seitiges Vertrauen im Sinne der Liebe erfol-
gen können, nicht aber im nationalistischen
Gedankengut, Mißtrauen und Haß. Allein der
Krieg kann eine unendliche Kette der Vergel-
tung auslösen mit einer Spirale der Rache
seitens der Besiegten, es sei denn man löscht
den Feind total aus und zerstört Städte, Men-
schen und Lebensräume, so wie es scheint,
daß man jetzt Schritt für Schritt vorgeht. Eine
Spirale ohne Ende, Gewalt erzeugt Gewalt!
"Sicher, gegen einen ungerechten Aggressor
kann der Widerstand zur Pflicht werden und
legitim sein: aber nur der Widerstand des
Geistes, der Überlegenheit der Weisheit, des
Großmutes der Tapferkeit, der nationalen (und
internationalen) Solidarität, während der
gewaltsame Widerstand, der Krieg, und sei er
nur zur Verteidigung beim heutigen Stand der
Technik, bei der Unteilbarkeit des Friedens
und Grenzen überschreitenden Kriege in der
Welt..., dieser (gewaltsame Widerstand)
angesichts des Evangeliums mehr und mehr
erlaubt erscheint" (Kard. Lercaro mit vielen
Priestern des Konzils).
Die sich immer mehr verstrickende Tra-
gödie, läßt erkennen, daß kein Weg außer der
Liebe, die von Gott kommt, menschliche
Streitigkeiten zu beseitigen vermag. "Die
Liebe sei euer einziges Mittel. Durch die
Liebe ändert ihr zum Guten alles, was Satan
zerstören möchte" (31.7.86). "Ich ermahne
euch zur Liebe... gegenüber jene, die euch
Böses zufügen: mit Liebe könnt ihr auch das
erreichen, was euch unmöglich erscheint"
(7.11.85).
Der Mensch glaubt aber nicht an die
Möglichkeit, den Feind durch Liebe entwaff-
nen zu können. Wie sehr hatte die Königin des
Friedens recht als sie sagte: "Liebt auch die
Kommunisten, die Muselmanen, liebt die
Orthodoxen: zwischen euch und ihnen be-
steht kein Unterschied". Jegliche Ursache zur
Zwietracht hätte angesichts der Wirksamkeit
der Liebe fallen müssen, denn sie "stammt
von Gott und nicht vom Menschen" (20.11.86).
Das ist die von Maria erwünschte Um-
kehr. Offensichtlich macht man das Spiel des
Widersachers und antwortet auf seine Her-
ausforderungen. Die Ereignisse lehren aber,
entweder man hat den Mut zur Anwendung
des Evangeliums, oder man setzt auf Politik
und Krieg, die zu keiner dauerhaften Lösung
führen.
In der Tat verteidigen sich die Kroaten mit
den Waffen, müssen aber am eigenen Leib
spüren, was es heißt, auf Gewalt mit Gewalt
zu antworten, mehr noch, denn sie müssen
beinahe unbewaffnet, alleine, mit der Kraft
der Verzweiflung kämpfen und zwar gegen
ein weit überlegenes Heer, das sich schon seit
Jahren auf den Überfall vorbereitete, von
skrupellosen Führern angeleitet, die andere
Lösungsvorschläge verspotten und eben erst
unterschriebene Abmachungen mißachten.
Dieser Widerstand ist eine Tragödie, auch
wenn man ihn als heroisch bezeichnen kann.
Und nun gibt es kein Zurück, während der
Feind auf dem Vormarsch ist. So wird dieses
Volk geopfert, und darüber hinaus noch in
Begleitung allgemeiner Gleichgültigkeit.
Eine zynische Gleichgültigkeit angesichts
des Massakers an den Armen. Kein Platz für
den Vater...!
Sie haben zu den europäischen Brüdern
um Hilfe geschrien. Sie haben ihnen ihr Ver-
trauen geschenkt. Wer von den Mächtigen,
auch Christen, hat sich verwendet um das
fortschreitende Massaker zu verhindern?
Viel Gerede und viele Gespräche und
trübes Mächtespiel! Eine viel zerredete, teil-
weise und verspätete Anerkennung, während
bestimmte Mächtige bereit sind, Rußland und
die Ukraine anzuerkennen, weil diese im
Besitze von Atombomben sind, aber gleich-
zeitig Kroatien und Slowenien mit Wirtschafts-
sanktionen belegen um die Armen total zu
versenken: dies ist offensichtlich ein verächt-
licher Beweis verübter Ungerechtigkeit sei-
tens der Mächtigen. "Vertraut nicht den Mäch-
tigen, einen Menschen, der nicht retten kann".
"Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn, der
Himmel und Erde erschaffen hat".
Nicht einmal die Aggression hat man
verurteilt, weder hörte man einen gehörigen
Protest gegen die Zerstörung von Städten und
die Massakrierung von wehrlosen Völkern...
aus Angst sich mit einem drohenden Aggres-
sor anzufeinden, genauso, als unter der kom-
munistischen Herrschaft die Völker unter-
drückt wurden, niemand protestierte, da man
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Echo aus Medjugorje 89
das Fortschreiten dieser Ideologie als unaufhaltsam einstufte und die
Diplomatie des Lächelns regierte, angesichts der Hilfeschreie der
Opfer.
Im Gegenteil, im Grunde zeigt uns das Desinteresse der Mächte
was sich im Herzen zuträgt, wenn nicht Gott darin wohnt; wie die viel
gepriesene Solidarität und Öffnung funktioniert, wenn der Vater fehlt;
welche europäische Ordnung und Weltordnung baut man auf der
Asche der Ideale auf, wenn der alleinige Lebenszweck das Wirt-
schaftsinteresse ist, das Prestige der Macht und der Egoismus zum
Gesetz erkoren werden?
Bis daher hat Satan das Herz des Menschen verdunkelt und tut sein
abscheuliches Gesicht mit unserer Mithilfe kund am Ort der gekreu-
zigten Liebe Gottes.
Wir müssen uns zum Frieden entschliessen
Leider besteht keine Bereitschaft zur Umkehr zum Frieden. Wie in
jenem von Haß gezeichneten Flecken Erde, der aber zum Modell des
Friedens für die ganze Welt auserwählt ist, so sind wir überall noch
weit davon entfernt mutige Gesten des Friedens, der Liebe, der
Begegnung, der Öffnung zu erkennen. Leider überbrückt man nicht
reine Gegensätzlichkeiten, die aus Interesse oder ethnischen Proble-
men entstehen.
Dennoch wird es keine andere Lösung geben außer der Methoden,
die vom ewigen Worte stammen: "Liebt eure Feinde... Versöhne dich
mit deinem Feind... Leiste dem Gegner keinen Widerstand (wer auch
immer es sei)". "Kein Wort kommt aus meinem Munde - sagt der Herr
- das sich nicht erfüllt"... auch auf politischer Ebene, denn auch diese
ist demselben Herrn unterworfen. "O wenn du nur meine Stimme
erhört hättest und auf meinen Straßen gewandelt wärest, hätte ich deine
Feinde besiegt".
Auch am heutigen Abgrund, ändert sich nicht das Heilmittel. Es ist
noch nicht zu spät, die Lektion zu erlernen, denn Gott ist barmherzig.
Ja, die süd-slawischen Völker haben auch für uns die Rechnung
beglichen. Die mörderische Raserei Satans hat sich gerade dort entfes-
selt, wo seine Widersacherin gekommen war, den Frieden zu bringen.
Ohne Erfolg, wird jemand sagen. Aber "gegenüber dem Menschen
ist Gott in der Sphäre der Liebe allmächtig, wenn sich aber der Mensch
vorsätzlich dem Bösen zuwendet, ist der Herr so wie ohnmächtig".Beten
wir ohne Unterlaß und bilden eine Kette des Flehens und der Opfer
"nach ihren Absichten und wofür es am nötigsten ist" um ihr dabei zu
helfen ihren Friedensplan zu realisieren zur Rettung aller Menschen,
auch wenn das über Kalvaria für viele arme Brüder führt. "Die
Schwachen werden mit Kraft bekleidet, die Armen werden satt sein".
Neige Dich herab o Herr zu diesen gleichauf getauften Völkern und
berühre sie mit Deiner mächtigen Hand und so wie der Wahnsinn des
Hasses Verderben ausstreute, sei das Opfer so vieler Leiden von der
Gnade einer unsterblichen Hoffnung gekrönt, die im wahren Frieden
nach dem Plane Mariens münden.
don Angelo Mutti
P. Slavko und Marija Pavlovic haben die Insel Malta
vom 9. bis 12. November besucht
Ihre Visite schien eher einem Staatsbesuch zu gleichen als einem
Treffen unter Freunden, fand aber in einer ausgeglichenen Atmosphä-
re trotz der politischen Spannung statt. Das Fernsehen und die Tages-
zeitungen hatten sich eingeschaltet. Die höchsten Würdenträger des
Staates, vom Präsidenten bis zum Ministerpräsidenten, haben sie mit
allen Ehren empfangen. Sie hatten sogar motorisierten Polizei-Be-
gleitschutz. Auch die Bischöfe von Malta und Gozo haben sie herzlich
aufgenommen und der zahlreich erschienene Klerus mit vielen Gläu-
bigen hat ihnen (P. Slavko und Marija) aufmerksam zugehört. Sogar
den Klausurschwestern war eine Begegnung erlaubt.
Das Programm entsprach jenem von Medjugorje von 17 bis 20 Uhr,
einschließlich der Unterbrechung in der Marija die Erscheinung hatte.
Der Menschenandrang war so groß, daß man an verschiedenen Stellen
Großbildschirme aufstellen mußte, damit alle etwas sahen.
P. Slavko und Marija haben den Wunsch geäußert wieder auf die
Insel kommen zu können. Es wurde auch eine große Sammlung für das
kroatische Volk veranstaltet. Es ist zu hoffen, daß alle auf der Welt
verteilten Medjugorje-Zentren den Bau eines neuen Dorfes überneh-
men, wo der Krieg das alte zerstört hat.
(David Rossi - Malta)
Foto: Pater Slavko und Marija mit dem Präsidenten von Malta
und dem Medjugorje-Zentrum
BETEN, BEDEUTET GOTT BEGEGNEN
Wenn ihr im Gebet ein offenes und hingebungsvolles
Herz habt, werden Wunder geschehen und die
Gebetskreise fruchtbar an Berufungen sein
Nachdem die Muttergottes uns seit 10 Jahren er-
scheint, wäre es beschämend uns immer noch zu
fragen, was zu tun ist
Nachdem P. Tomislav am 24.11. der Gemeinschaft in Foggia
begegnete, besuchte er Gebetskreise bei der Kirche der Minderbrüder
von Maragliano. "Wenn die Muttergottes uns zum Gebet einlädt" -
begann er - "meint sie nicht nur eine Wiederholung von Gebeten,
sondern vor allem die Begegnung mit Gott. Die Gebete braucht man
um beten zu lernen. Viele Heilige meinten am Ende ihres Lebens sie
hätten immer noch nicht zu beten gelernt.
Das Beten lernen sollte das Ziel jedes Christen sein, der die
Heiligkeit anstrebt. Jeder sollte früher oder später wissen, wie man
betet, wie man bei Gott etwas erbetet...
Niemand kann unseren Platz dabei einnehmen. Ein Kind weiß wie
man den Vater oder die Mutter um etwas bittet, es braucht dies nicht
zu erlernen."
Pater Tomislav sprach auch über eine Botschaft der Muttergottes
an eine Gebetsgruppe, die er selbst vor einiger Zeit leitete und in der
sich Personen befinden, die eine besondere Berufung zur volkomme-
nen Hingabe in sich spüren. Die Muttergottes empfahl in dieser
Botschaft zwei Haltungen in unserem Leben zu korrigieren.
Zum ersten sollen wir uns vollkommen und bedingungslos Gott
anvertrauen; zum zweiten sollen wir ein offenes und freies Herz haben,
um den Willen Gottes empfangen zu können. Wenn wir beten, müssen
wir uns vollkommen Gott überlassen und Ihm nicht sagen, was Er für
uns tun sollte.
Sich Gott ganz überlassen bedeutet auf Traurigkeit, Sorgen, Bitter-
keit und alles, was in uns negativ ist zu verzichten und Ihm alles
hinzuhalten. Ja, dann wird der Heilige Geist in uns beten! Auch unser
Herz muß frei sein, es soll nicht an Menschen und an Dingen hängen.
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Wenn das Herz gebunden ist, sind Gottes
Hände auch gebunden. Wenn wir diese zwei
Haltungen korrigieren, dann werden die
Wunder eine logische Konsequenz, eine na-
türliche Sache in unserem Leben sein. Wir
werden im Gebet kreativ und unser ganzes
Leben wird kreativ... wenn man kreativ wird,
ist man weise und man ist in der Lage eine
Gruppe zu leiten.
Er hat sich dann den Gruppen zugewandt,
hat die Gabe der Weisheit und des Kreativ-
seins unterstrichen, eine Gabe, die die Frucht
eines offenen und freien Herzens und der
Hingabe ist. "Alle Gruppenmitglieder sollen
kreativ werden", hat Pater Tomislav gesagt,
"und ihren Teil zur Gruppe beitragen, je nach
ihrem geistigen Wachstum.
Wer weise ist, wird ausgeglichen sein und
bemüht sich die einzelnen Mitglieder der
Gruppe und ihre Gaben kennenzulernen und
sie zu ermutigen, diese einzubringen. Eine
Frucht dieses Wachsens in den Gruppen ist,
daß in ihnen gesunde Familien, geistige Beru-
fungen entstehen...
In euren Gruppen scheinen die Gaben zu
schlafen und die Gnaden sich auszuruhen.
Hingegen sollte in den Gruppen das gesche-
hen was im Frühling geschieht, wenn die
Natur hervorbricht, dann sollten die versteck-
ten Gaben hervortreten, sich offenbaren. Die
Gruppe ist kein Zufluchtsort: ich gehe zum
Gebetskreis, weil ich mich dort wohl fühle,
weil jene Person dabei ist. Nein! Die Gruppe
ist der Ort der Brüderlichkeit, ein Ort, wo
Berufungen entstehen, aus Mitgliedern beste-
hend, die sich in die Gemeinde einfügen."
Pater Tomislav hat ständig auf die Bot-
schaften Bezug genommen, zeitweise mit
bewegter Stimme diese unterstrichen.
Mit feierlicher Stimme hat Pater Tomislav
dann gesagt:
"Medjugorje ist der Ort, an dem die
Muttergottes ein Programm für die Welt
angekündigt hat, um alle Bewegungen zu
reinigen, denn Gott hat entschieden, das
Angesicht der Erde zu erneuern."
Zum Schluß hat sagte er: "Wir sind an
einem empfindlichen Punkt (mit Medjugorje)
angelangt, da die Menschen sich immer noch
fragen, was die Muttergottes möchte! Aber
was soll sie uns noch sagen?! Auch Jesus
würde uns das Evangelium wiederholen! Was
möchte Gott von mir, was sagte er mir? Er
möchte, daß wir unsere Augen und Ohren
offenhalten. Wenn wir nach 10 Jahren Er-
scheinungen immer noch nicht wissen was
wir zu tun haben, dann laufen wir Gefahr, dies
auch nie mehr zu erkennen.
Wir müssen weise werden, dann werden
wir fähig zu verstehen und zu begreifen was
wir zu tun haben."
Fast prophetisch wirkten diese letzten
Worten von ihm, denn einige Stunden später
sagte die Gottesmutter in ihrer Botschaft vom
25. November: "Betet, damit ihr fähig seid zu
begreifen was Gott euch durch meine Gegen-
wart und die Botschaften, die ich euch gebe,
sagen möchte."
G. C. Nola
Meine Kinder, wie groß ist der
Wunsch in euch, daß sich alles ändere!
Sehnt die Freude herbei, die nicht mehr
ist. Liebe Kinder, euer Wunsch ist mein
Wunsch. Meine Kinder, ich bereite die
Seelen vor, die zuhören und aller jener,
die an einer neuen Zeit des Lichtes teil-
nehmen wollen. (31.1.90)
Der Vater wird einschreiten und
Jesus wird der Kirche wieder neuen
Glanz verleihen und die Welt erneu-
ern
. Ich segne euch alle, die ihr mich
erhört. (28.1.1990)
Worte der Gottesmutter
in S. Martino
Tonbanddienste (S. Martino - Schio):
Allgäu (D) 08327 349 - Oberaudorf (D)
08033 4283 - Südtirol (I) 0473 211622
"Ich könnte den Krieg leicht stoppen wenn
mehr Menschen beten und fasten würden"
Wir hören aus Medjugorje, daß sich eine
Gruppe von 15 Personen zu geistiger Betäti-
gung in ein Gebetshaus von Bijakovici mit P.
Slavko für eine volle Woche ab 8. Dezember
zu Fasten bei Brot und Wasser und intensivem
Gebet zurückgezogen hat. Am Dienstag 10.
Dezember war auch Marija Pavlovic bei ih-
nen, die während der Erscheinung um 17,40
Uhr von der Muttergottes folgende Botschaft
erhielt: "Liebe Kinder, ich könnte den Krieg
leicht stoppen, wenn mehr Menschen beten
und fasten würden".
Es ist dies eine ganz konkrete Botschaft,
da unsere Verantwortung augenscheinlich
wird und uns zu verstehen gibt, wie sehr
unsere Antwort auf die Ereignisse Einfluß
nehmen kann.
(a. ma.)
Der Papst: "Wir leiden im selben Maß für
Kroaten, Serben, Slowenen." Nachstehend die
Worte des Papstes anläßlich eines Besuches
in einer römischen Pfarrei am 15. 12. 91:
"Damit der Friede einkehre, ist Gebet, ja sogar
ein Schrei zu Christus für diese so nahen
Völker nötig... Leiden wir zusammen mit
unseren Brüdern jenseits des adriatischen
Meeres ohne Ausnahme: Kroaten, Serben,
Slowenen."
Schwester Margherita Makarovic ist
am Abend des 9. Dezember zum Vater heim-
gegangen. Ein plötzlicher totaler Zusammen-
bruch hat die Hoffnungen der sie lange behan-
delnden Ärzte zunichte gemacht.
Ihr letzes Geschenk war - wie im Leben
auch - ein Lächeln... Mit einem offenen und
ausgeglichenen Lächeln hat sie sich von den
Mitschwestern und anwesenden Freunden im
Krankensaal der "Suore della Provvidenza" in
Cormons (UD), mit denen sie fünfzig Jahre
verbracht hatte, verabschiedet. Am Tag vor-
her, den 8. Dezember, hatte sie die goldene
Hochzeit mit dem Herrn gefeiert und alle
eingeladen, mit ihr der Hl. Dreifaltigkeit und
Königin des Friedens zu danken: "Ecce venio
a Te, dulcissime Domine" (Schau, ich komme
zu Dir, süßester Herr). Dies waren ihre letzten
Zeilen.
Zuvor hatte sie in Zusammenarbeit mit
don Amorth in Italien über die Erscheinungen
von Medjugorje geschrieben. Dann arbeitete
sie weiter für Medjugorje und erfüllte ein
besonderes Apostolat: mit liebevollen Wor-
ten voll des Glaubens, mit der Freude des
Schenkenwollens weise Belehrungen anbie-
tend, wandte sie ihre Aufmerksamkeit beson-
ders den Neubekehrten, die aus Medjugorje
zurückkamen, zu. Sie wurde dann Mitarbeite-
rin von "Echo" und übersetzte die letzten
Nachrichten, Zeugnisse und Betrachtungen
aus dem Kroatischen und begleitete es (das
"Echo") bei seinem Auf und Ab und spendete
immer wieder Mut. Von ihr stammt die Idee
das "Echo" auch in Englisch, Deutsch und
Französisch herauszugeben, wobei diese
Ausgaben anfänglich von Freunden übernom-
men wurden... Sie gab auch den Anstoß zu
Radio Maria auf Polnisch, das eben am 8.
Dezember die Sendungen aufnahm mit einem
Interview des P. Tadeusz mit Don Angelo, der
schon immer das Unternehmen unterstüzte.
Ein Prälat beschrieb sie als "die Perfekte".
Es schien als lebe sie für den, den sie begeg-
nete: allen wurde ihre Liebe zuteil. Aus vollen
Händen verschenkte sie ihren schönsten Be-
sitz: den Herrn und die Königin des Friedens.
Vergelt's Gott Schwester Margherita! Wir
wissen, daß sie ihre Arbeiten nun für Maria
vom Himmel aus tut...
Bedingungen für die Mission der Kirche
Eine gründliche Reinigung des Herzens
von den eigenen Interessen, um den
Herrn in die Mitte zu stellen, sich dem
Kreuze hingeben um in Liebe zu brennen
Den Menschen mit all seinen Verletzun-
gen umarmen und sich für ihr anbieten
Um recht zu verstehen, welche unsere
Sendung ist, muß man wissen, daß die Ma-
donna nicht gekommen ist neue Muster oder
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Strukturen in der Kirche vorzubringen. Sie ist nicht gekommen andere
Regeln aufzustellen. Sie ist nicht gekommen Einschränkungen auf-
zuerlegen, auch nicht im gesellschaftlichen Leben, etwa mit Erschei-
nungen, die unserer Bequemlichkeit gefällig sind. Nein! Die Madonna
ist vor allem gekommen um in den Herzen das Interesse für den Herrn
zu wecken. Ja Interesse: ich verwende vorsätzlich dieses Wort.
Es handelt sich um eine Reinigung der Gefühle, im Mittelpunkt
unserer Blicke, unserer Interessen. Die Muttergottes ist gekommen
unser Augenmerk in die Mitte dessen zu lenken, der sich dies als
Einziger auch verdient: der Herr. Stellt Gott an erste Stelle. Das
Büchlein über die Botschaften der zehn Jahre ist übervoll von solchen
Ermahnungen.
Das große Werk der Madonna in der Tiefe der Herzen - auch
hierzulande - besteht darin, den Menschen dahinzuführen, wieder Gott
zu lieben und zur Einsicht zu kommen, sein Dasein der Liebe Gottes
zuzuführen. Die Madonna ist gekommen, um in den Herzen eine
Verschiebung der Interessen zu bewirken, an denen sich dein Geist,
dein Herz und deine Energien geklammert und die eine Versteinerung
bewirkt haben, sich dem weiten Horizont der übergroßen Liebe Gottes
verschließend. Allem voran muß alltäglich das Hauptinteresse dem
Herrn gelten. Sei respektvoll und höre zu, was er dir an diesem Tage
sagen will! Der ganze Tag muß dem Herrn ausgerichtet und darf nicht
organisiert sein, wobei unter den vielen anderen Dingen auch der Herr
aufscheint. Alle anderen Tätigkeiten und Dinge müssen um den Herrn
kreisen, nicht umgekehrt.
Das ist die große Mühe der Neu-Erziehung, der Reinigung des
Geistes, denn die uns bannende Denkart hat diesen Vorgang nicht
ausgeführt. Die Madonna drängt uns hin zu Christus, zum gekreuzig-
ten Christus. Zwar ist Christus auferstanden, aber vor der Auferste-
hung ist er gestorben und gerade diesen Vorgang will man nicht bis in
die Tiefe betrachten. Daher fehlt der Kirche die wahre Auferstehung,
weil man den Preis, den Christus bezahlt hat, zu wenig betrachtet.
Alles durch Maria! Sie muß uns antreiben, denn sie weiß, daß wir
uns von uns selbst nicht in diese Richtung bewegen. Sie will uns
langsam, langsam auf Christus zubewegen, auf Christus den
Gekreuzigten. Sie will uns in die Lage versetzen, auf das Kreuz
zuzugehen und dieser Zustand kann als Faszination, Anziehungskraft,
Liebe, reine Zuneigung, Verlangen, brennende Liebe, bezeichnet
werden: es sind das alles Begriffe, die kleinerlei Mittelmäßigkeit und
Lauheit zulassen.
Bis hin zum Gekreuzigten ist der Glaube Kindlichkeit und nur der
Anfang zum Glauben nicht aber christlicher Glaube. Was darüberhi-
naus kommt - und dort gibt es nur den gekreuzigten Herr - nennt sich
in der Tat eine so reife Zuneigung, die in ihrer Fülle totale Hingebung
wird. Diese Hingabe, im christlichen Sinne radikal, ist ganz einfach
das gelebte Evangelium, das weder Mittelmäßigkeit noch Lauheit
erlaubt. Von Anfang an hört man sagen, daß die Muttergottes eine
starke Frau ist! Es ist an der Zeit, den Gedanken der Madonna als
lächelnde Mutter wegzulegen, die dir immer alles gutgehen läßt.
Sicher trifft auch das zu, sie ist jedoch sehr anspruchsvoll in dem, was
sie von den Kindern verlangt in Bezug auf den Glauben und gereifter
Liebe. Sie will brennende Liebe in den Herzen der Menschen entfachen.
Man kann nicht am Kreuze stehen und dabei lau bleiben; was macht
man also? Wie die Apostel läuft man davon. Unter dem Kreuze sind die
Madonna, der arme Hl. Johannes und die Magdalena allein verharrt,
denn was Liebe anbelangt hatte sie einige Erfahrung, besonders was
die brennende Liebe betrifft.
Unter dem Kreuze stehen, heißt brennen! Bei einem verstockten
Herzen kann die Vernunft nicht brennen. Als Jesus am Kreuze hängt,
sagt die Vernunft: wenn du wirklich Gottes Sohn bist, steig jetzt
herunter. Was zählt ist das Herz, die Anziehungskraft, Zuneigung, das
mit der Liebe Verwurzeltsein um zu lieben. Wer auf den Podbrdo, auf
den Krizevac steigt, macht es aus Liebe, aus Liebe! Er liebt die
Muttergottes! Man liebt sie, es gibt keinen anderen Ausdruck dafür.
Die Madonna wünscht, daß du aufwachst und liebst, liebst! In der
Kirche herrscht eine Eisigkeit, eine Trockenheit, eine auf allen Ebenen
seiende geistige und materielle Unfruchtbarkeit, was Ausdruck des
erreichten Tiefstandes des Menschen ist. Wenn ich mir also die Frage
stelle, welche Aufgabe ich habe, stellt sich das Problem so: was will die
Madonna von mir und was soll ich tun? Das ist die Antwort. Die Frage
zur Sendung bedeutet was ich gerade sagte: ein äußerstes Bedürfnis der
Reinigung, eine radikale Reinigung um in die Seligkeit einzugehen.
Deswegen ist man immer ein Lernender, denn niemand ist der Madon-
na gleich, niemand ist unbefleckt. Dieses Unbeflecktsein sollen wir
immer zu leben versuchen und erlernen.
Der Großmut der Öffnung anderer gegenüber erfolgt unter ganz
klaren Bedingungen. Um die Sendung zu erfüllen, muß uns ganz klar
der innere Zustand eines jeden gewissenhaft bewußt sein.
Foto: Vicka und Ivanka mit dem 18 Monate alten Josip
(Medjugorje 9.12.91)
Maria sagt, daß jeder Mensch krank ist und innere Verletzungen in
sich trägt und um den anderen gegenüber wirklich offen zu sein, muß
uns die schwere Krankheit im Herzen eines jeden von uns bewußt sein.
Jeder von uns trägt eine Last Verletzungen aller Art mit sich und du
mußt ihn mit seinen Verletzungen umarmen und das nicht nur zum
Schein... Ihn nicht nur in den für mich annehmbaren Verletzungen
annehmen, sondern gerade in den für mich nicht tragbaren. Die
Verletzungen des Bruders umarmen, wohl wissend, daß er sie hat, auch
wenn er sie nicht zugibt.
Die Tatsache, daß man nicht zugibt krank zu sein, ist an sich schon
eine schwere Verletzung, die sofort auffällt. Daher ist eine weise
Aufmerksamkeit im geistigen Sinn erforderlich, im Sinne von Dimen-
sion und Niveau des Herzens.
Als zweite Bedingung auf der Suche des wahren Gesichtes deines
Bruders sollte die Geduld dich begleiten.
"Ich biete mich für die Sünder an", das ist die Sendung. Das ist
Sendung als wahrer und echter Begriff. Die Suche nach dem wahren
Gesicht heißt zusammensein mit den Brüdern, mit denen du schon
jahrelang beisammen bist, mit jenen, denen du das erste Mal begegnest
und denen du noch begegnen wirst: alle.
Versuche immer die Schranke des Scheines zu überspringen, die
deine und seine Wahrheit verbirgt. Deshalb ist die erste Sendung
mühevoll, denn sie erfordert Geduld und Präzision in den Beziehun-
gen, was geistige Gemeinschaft heißt.
Nike
Caritas Lieferwagen-Konvoi in Medjugorje
Ein Konvoi der Caritas, mit den notwendigsten Lebensmitteln
beladen, ist Anfang Dezember in Medjugorje angekommen. Freunde
von Radio Maria Italien und auch andere, insgesamt um die 30
Personen, waren dabei. Eine von ihnen hat uns nach ihrer Rückkehr
von ihren Erfahrung berichtet.
"Wir fuhren mit 8 Lieferwagen, einem Wohnwagen und einem
PKW mit großen Schildern vorn und hinten. Diese Schilder und die
Begleitdokumente haben uns erheblich die Fortsetzung der Reise
erleichtert. Nachdem wir die Grenze in Triest passiert hatten, waren
wir in Rijeka angekommen und von dort aus mit dem Schiff bis Split
background image
- 6 -
gefahren. An Bord war ein Priester, der die
heilige Messe mit besonderem Anliegen für
das Leiden der jugoslawischen Bevölkerung
zelebrierte. Viele Passagiere waren sichtlich
gerührt. Auf vielen Gesichtern konnte man
die Angst, die große Müdigkeit und das Lei-
den erkennen, denn viele waren auf der Flucht,
meistens ältere Menschen und Frauen mit
Kindern. Die Männer im Alter von 18 bis 60
Jahren mußten bleiben, um für die Verteidi-
gung bereit zu sein.
Von Split aus, nach unzähligen Kontrol-
len, sind wir in Listica angekommen, wo Pater
Jozo uns mit großer Freude empfangen hat. Er
hat auch sein Bedauern ausgedrückt, daß nur
noch wenige Pilger Medjugorje, diesen Ort
der Gnade, erreichen dürfen und können.
Unsere Lebensmittel werden dringend für die
täglichen 3500 Mahlzeiten gebraucht. Später
wurden die Lebensmittel und die Decken in
Medjugorje abgeladen. Es sind viele Flücht-
linge hier und man braucht alles. Es war sehr
kalt, wie in keinem vergangenem Winter. Das
Wasser in den Leitungen war tagelang gefro-
ren. Vorher fehlte Strom und Licht und
Medjugorje war mehrere Tage im Dunkeln.
Viele Bäume sind zum Heizen gefällt
worden. In Medjugorje selbst ist es ruhig,
zwei kleine Gruppen französische und engli-
sche Pilger hörten in der Kirche die Anspra-
che von Pater Slavko. Ich habe Vicka und
Marija gesprochen und die Gebetsgruppen
ihrem Gebet anvertraut. Es war eine sehr
große Freude für mich während der Erschei-
nung am Montag den 9. Dezember dabeizu-
sein. Die Seherin Marija sagte am Ende der
Erscheinung, daß die Muttergottes den An-
wesenden die Hände auflegte (es waren nur
vier Personen außer den Sehern und Pater
Slavko anwesend).
Auf dem Rückweg kamen wir nach Split,
eine eisige Kälte durchzog die Stadt, die Fähre
hatte einige Stunden Verspätung, da kam die
Einladung von Mons. Franic sehr willkom-
men.
Wir konnten bei ihm ein von den Ordens-
schwestern vorbereitetes Abendessen einneh-
men. Mons. Franic hat uns lange von der
allgemeinen Situation und von Medjugorje
erzählt, von deren Echtheit er immer mehr
überzeugt ist. Er verbringt jetzt lange Zeit vor
dem Allerheiligsten.
Ich habe überall Zerstörung, Flüchtlinge,
tief betrübte Gesichter, aber auch viel gegen-
seitige Hilfe bei Menschen, die noch lächeln
können, gesehen, besonders bei denen, die
den Glauben und die Hoffnung bewahrt ha-
ben.
Marisa B. - Bozen
P. Jozo vom Orte der Märtyrer:
diese Erde schreit nach Frieden
Dieser Aufruf aus Siroki Brig ist an alle
Pilger von Medjugorje gerichtet.
"Von diesem Ort, von den Gräbern unse-
rer Märtyrer, wo die Waffen und Messer der
Kommunisten gegen die Kirche, des Friedens
und der Freiheit gerichtet waren und wo 1945
das Leben von 69 unserer Priester und Fran-
ziskanerbrüder ausgelöscht wurde, scheint es,
daß heute nach 46 Jahren, die Reste des Bol-
schewismus und Kommunismus unbesiegbar
seien: zumindest scheint es so in den Augen
des Menschen. Die letzten Reserven bewaff-
neter und tödlicher Gewalt werden aufgebo-
ten.
Unser Boden erzittert unter dem Kano-
nenfeuer, der Explosionen und dem Granat-
feuer. Ein Aufschrei erhebt sich aus unserer
Erde: Friede! Friede! Unsere in vielen Jahren
und Jahrhunderten mit viel Liebe erbauten
Städte werden zerstört. Die wertvollen und
heiligen Gebäude: Kathedralen, Wallfahrt-
sorte, die Kirchen und Kapellen von Dubrov-
nik, Sibenik, Zadar, Osjek, Dakovo, Vinkovi-
ci, Split, Sisak und in ganz Kroatien sind total
oder teilweise zerstört. Unsere Kirche hat das
Mögliche getan um diese heiligen Orte in der
Tiefe des Herzens zu bewahren. Unsere Fein-
de scheuen nicht davor zurück, Abertausende
von Menschen, einschließlich jener in den
Spitälern, Behinderte, Kinder, Alte in Hei-
men, umzubringen...
Unsere Kirche kniet und betet Nacht für
Nacht und lauscht nach jedem Zeichen der
Hoffnung. Euer Gebet sei ein Zeichen der
Einheit mit uns und der Hoffnung für uns...
Ich bitte euch, helft der kämpfenden Kirche,
der so sehr verfolgten Kirche, die jetzt einer
neuen Verfolgung entgegengeht, die schlim-
mer ist als alle anderen. Ich bitte euch, laßt das
nicht zu! Beschützt sie mit euren zum Gebet
erhobenen Händen und mit euren Opfern! Ich
bitte euch dem kroatischen Volk und seiner
Kirche zu helfen um die Freiheit zu erlangen.
Ich möchte euch allen für eure Gebete,
euren Trost und alle eure Geschenke danken.
Ich danke euch für eure christliche Hilfe und
Reaktion, die für uns so spontan und großartig
ausgefallen ist. Danke, daß ihr uns so nahe
seid, obwohl so weit entfernt und daß ihr uns
eure Herzen öffnet. Im Herzen der Gospa,
unserer Mutter, Königin des Friedens, lieben
wir euch, die dieses Land erwählte, in dem die
letzten Reste des Kommunismus und Atheis-
mus fallen und die in tiefste Vergessenheit
absinken werden.
Danke, daß ihr Medjugorje angenommen
habt... Zu Tausenden und Hunderttausenden
seid ihr in diesen Jahren nach Medjugorje
gekommen. Eure Gebete und Gesänge hallen
noch im Tale wieder, das die Gospa für uns
auserwählt hat, vom Podbrdo und Krizevac.
Heute aber hören wir von diesen das Echo der
Bomben, der Detonationen, der Jagdbomber
und müssen mitansehen, wie Häuser, Städte
und Pilgerorte in Rauch aufgehen... Ja, ihr
seid dazu eingeladen, dieses Feuer, die schlaf-
loser Nächte in den Herzen der Mütter und
Väter zu löschen, die sich um ihre Söhne
ängstigen und um sie weinen, da sie in das
Kriegsgeschehen miteinbezogen sind.
Wir bitten euch eindringlich um brüderli-
che Liebe, um mütterlicher Zärtlichkeit...
Öffnet eure Herzen für uns. Wir sehnen uns
nach eurer Liebe. Ich richte meinen Aufruf als
Bruder an euch allen, die ihr Gutes vollbrin-
gen wollt im Namen aller, die bedroht, hun-
gernd und eingekettet, arm und leidend sind!
Teilt euer Brot mit jenen, die hungern, baut
ein Dach denen, die ohne Unterkunft sind,
und für die, welche verfolgt und auf der Flucht
sind, für die Alleinstehenden und für die zer-
störten Familien. Helft alle bei der Erbauung
des Friedens mit....
Seid 14 Jahrhunderten sind wir ein christ-
liches und katholisches Volk und der Kirche
treu geblieben, trotz aller Angriffe und Über-
fälle..."
P. Slavko: Maria kommt in der oft
genannten marianischen Zeit, um
uns zu unterrichten, wie eine Mut-
ter es tun kann. Unsere Machwerke
und falschen Erwartungen hindern
uns sie anzuerkennen.
Aus dem langen Interview, das Alberto Bonifacio
mit P. Slavko in "Radio Maria Italien" führte:
Frage: Du bist ja der anerkannteste Zeuge
weil schon 6 Monate nach der ersten Erschei-
nung nach Medjugorje gekommen und immer
dort geblieben; bist du im Stande uns zu
sagen, was diese Botschaften Mariens bedeu-
ten?
Antwort: Mir kommen alle möglichen
Einwände in der Sinn, die Schwierigkeiten
und die Vorurteile der Leute, die da fragen:
warum erscheint sie so lange? Warum sind die
Botschaften so einfach und wiederholen immer
dieselben Dinge? Haben wir nicht schon die
Kirche, die Bibel und die Sakramente? Wozu
also diese ganzen Botschaften? ... Ich maße
mir nicht an die Mutter Gottes zu verteidigen,
ich wäre dazu gar nicht im Stande und übri-
gens hat sie das gar nicht erst nötig. Doch
gerade als Priester scheinen es mir Worte
einer Mutter zu sein, die unser Leben mit
ihren Empfehlungen begleiten will... Ich erin-
nere mich, wie der Hl. Vater am Schluß des
marianischen Jahres sagte: Jetzt treten wir in
die marianische Zeit ein. Seht, in diesen ihren
Zeiten, begleitet uns Maria mit ihrem einfa-
chen Worte, sie gibt uns fortlaufend erziehe-
rische Anweisungen und Empfehlungen.
Wenn ich sage "einfache", so meine ich,
wie eben eine Mutter spricht. Wenn eine Mutter
mit ihren Kindern Philosophie betreiben
wollte, dann würde sie diese nicht erziehen...
Stellen wir uns einmal vor, wieviele Worte
eine Mutter sagt, die ihrem Kind ständig zur
Seite steht, durch Jahre hindurch: sie wieder-
holt immer die gleichen Dinge, auch die
banalsten: "Ich liebe dich, höre mir zu, wa-
sche dich, gib acht, sage so usw." Wenn nun
das Kind sie nicht gehört hätte, so könnte es
gar nicht leben. So gibt es in dieser kompli-
zierten und christlichen Zeit, voll von Ideolo-
gien, voller Spannungen auch in der Kirche -
sehr wohl auch das Gute, aber auch manche
Verwirrung - und die Mutter Gottes ist ein-
fach da und sie erzieht in aller Einfachheit;
und viele entdecken wieder die Kirche, die
Bibel und die Sakramente. Seht, in dieser
marianischen Zeit, der Evangelisation 2000,
hilft diese einfache, starke Stimme viel. Ich
kann nicht sagen, was die Welt ohne diese
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- 7 -
Erscheinungen wäre, aber ich kann sehr wohl
sagen was mein Leben ohne sie wäre. Jetzt,
nach 10 Jahren, 5 Monate und 8 Tage, möchte
ich nicht dies alles nicht erfahren haben.
Frage: Wie ist die Situation mit der Bis-
chofskonferenz?
Antwort: Es hat sich nichts geändert nach
der Erklärung vom 10. April, in der die
Kommission verspricht, die Untersuchungen
weiterzuführen, doch bis jetzt sprach sie kein
volles Ja zur Übernatürlichkeit der Erschei-
nungen; sie können auch nicht sagen: "Es
steht die Nichtübernatürlichkeit fest", und so
steht man auf dem Mittelweg: "Noch steht die
Übernatürlichkeit nicht fest". (Siehe Matthäus
21,23!)
Und Kardinal Josef Ratzinger bestätigte
... Am 17. Juni kam die pastorale Kommis-
sion, die uns helfen sollte, die Pastoral zu
organisieren um zu sehen, was die Franziska-
ner alles tun... und es fand eine lange Diskus-
sion statt. Sie mußte sich am 27. Juni in
Zagreb zu einer möglichen Erklärung einfin-
den und da inzwischen der Krieg eintraf,
konnte man nichts machen. Sie kam dann
nochmals gegen Ende November hierher. Wir
wissen ja schon, daß unser Ortsbischof seine
Meinung nicht geändert hat.
Doch Kardinal Kuharic antwortet in ei-
nem Brief an alle Christen Kroatiens, sowie
allen Pilgern, die ihm geschrieben haben,
bezüglich ihres Gespräches in Medjugorje,
warum sich die Kirche Kroatiens nicht der
Königin des Friedens weihe usw... er antwor-
tet natürlich, daß die Untersuchungen noch
weitergehen müssen, doch dann zum Schluß
schlägt er ein Weihegebet vor, das täglich
individuell oder in den Gruppen und in der
Kirche zu beten sei und in diesem Gebet nennt
er auch ausdrücklich die Königin des Frie-
dens!
Ich möchte daraus keine zu große Schluß-
folgerungen ziehen, auch deswegen nicht,
weil ich weiß, daß auch er einer Meinung ist
mit den übrigen Bischöfen und doch ist in
diesem Gebet bedeutsam, daß er, unter den
vielen möglichen Titeln, gerade die Königin
des Friedens anruft. Mir scheint, daß er damit
eine Tür geöffnet hat.
Frage: Und die Situation in Medjugorje?
Antwort: Sie ist ruhig, aber gespannt... Es
sind sehr wenige Pilger hier, doch am Abend
füllt sich die Kirche. Wir haben erkannt, daß
dies eine Zeit zum Nachdenken und zur Ver-
tiefung für uns alle ist: für uns Franziskaner,
für die Seher und die Pfarrgemeinde, indem
wir auch das erkennen, was die Gottesmutter
nicht wollte: Bereicherung, Handeln und
Tourismus. Sie war uns wohl gesinnt und sie
mußte auch wissen, wie alles kommen würde.
Wenn sie noch im letzen Januar sagte: "Ihre
Gegenwart hier nicht zu verraten". Wer konnte
sich damals eine solche Situation wie heute
vorstellen, in der, sowohl jene, die hier sind,
wie jene, die nicht mehr herkommen können,
ihr weiterhin treu bleiben müssen?
Wenn dann die Pilger wiederkommen,
dann wird das für uns ein Frühling sein (d. h.
die Spannung und die Angst wird vorüber
sein). Gewiß gibt es Herausforderungen; wenn
nämlich der Krieg auch in Bosnien und Herz-
egowina einfallen würde, dann wäre das mit
den verschiedenen Rassen eine Katastrophe.
Denn das ist kein Krieg im klassischen Sinn,
vielmehr tierischer Vandalismus. Ein Dichter
von Montenegro sagte: "Wenn ich könnte,
würde ich vor den Mauern von Dubrovnik
hinknien und um Verzeihung bitten".
Doch wieviele Gebete und Novenen wur-
den für den Frieden gahalten? In keinem
anderen Krieg hat man soviel gebetet wie in
diesem.
Frage: Warum sagt man, dieser Krieg sei
ein Beweis für die Echtheit der Erscheinun-
gen selbst?
Antwort: Es könnte auch für manche ein
Gegenbeweis sein. Doch wenn dir jemand vor
10 Jahren gesagt hätte: bete und faste und er
trifft ein, dann wäre er ein Prophet gewesen.
Und sie ist die Königin der Propheten. Ich
sagte ‘Friede’, aber wenn vorher die Bekeh-
rung, das Gebet und das Fasten gekommen
wären?. Niemand hätte sich vorgestellt, daß
nach dem Zusammenbruch des Kommunis-
mus ein Krieg kommen würde, doch sie wußte
es schon vor 10 Jahren. Das ist ein Argument
für die Echtheit. Doch warum kommt die
Gottesmutter, wo doch Krieg ist? Warum gibt
uns der Herr eine so schwache Königin des
Friedens? Und der Heiland am Kreuze, ver-
lassen, allein gelassen mit Maria und Johan-
nes? Also läßt der starke Gott dies alles zu, um
etwas Neues erwachsen zu lassen, nicht um
das kroatische Volk vernichten zu lassen,
sondern um uns viele Dinge verstehen zu
geben. Diese Unterweisung erhalten wir mit
Verantwortung und Liebe und sie soll nicht
Angst erzeugen.
"Betet, um die vollkommene Liebe zu
erlangen", was willst du noch mehr? Diese
Botschaft faßt alles zusammen.
Frage: Du hast von Gruppen gesprochen,
die sich das Gebet und die konkrete Hilfelei-
stung zur Aufgabe gemacht haben. Hast du
schon an die Zeit des Wiederaufbaues ge-
dacht, an die Patenschaft mit einer zerstörten,
kroatischen Pfarrei?
Antwort: Das ist eine konkrete Art. Ich bin
betroffen von der Großzügigkeit der Italiener
und ich bringe Geld von den Gruppen, doch es
wäre schön, wenn sie persönlichen Kontakt
hätten und eine neue Beziehung entstände
zwischen euren und unseren Gemeinschaf-
ten...
(a. m.)
Ein Aufruf an die Leser von "Echo"
seitens der russichen Bischöfe:
Wir haben Hunger
Das Brot als Liebesgabe zur providentiel-
len Gelegenheit der Aussöhnung mit den
Orthodoxen um Frieden zu schließen
mit den Unierten
Bischof Paul Hnilica sendet einen ein-
dringlichen Appell der russischen Bischöfe
an alle Leser des "Echo" und an die mariani-
schen Gruppen. Die Situation in Russland ist
zum verzweifeln: 300 Millionen Einwohner
hungern zum Großteil. Es wird zwar nicht
geschossen, doch es herrscht Armut und es
besteht große Gefahr zu Aufruhr und Revolu-
tion. Noch nie hat sich die Madonna so sehr
um ein Volk, wie jetzt um das russische,
bemüht; vielleicht weil sie dort sehr geliebt
und verehrt wird, auf eine ganz einfache und
kindliche Art. Das Wesentliche der Fatima-
botschaft lautet: Am Ende aber wird mein
Unbeflecktes Herz triumphieren, durch unse-
re Herzen! Die Pfarrgemeinden von Moskau
haben für die verlassenen alten Leute mit
unseren Mitarbeitern eine Magazinmensa
eröffnet, doch sind sie noch ohne Lebensmit-
tel. Daher werden von Breslau einige LKW's
abfahren, um diese aufzufüllen. In den
Triumph Mariens eingeschlossen ist nicht nur
der Sieg über den Kommunismus, sondern
auch die Wiedervereinigung der Orthodoxen
mit den Katholiken. Der wahre Triumph wird
die Wiedervereinigung der beiden größten
christlichen Kirchen sein und daran wird man
erkennen, daß wir Christus gehören. Wenn
die Orthodoxen bei uns Katholiken den Pri-
mat der helfenden Liebe sehen, dann werden
sie auch den rechtlichen Primat des Papstes
anerkennen. Ich habe viele Arme, Kinder und
Alte in den orthodoxen Kirchen um Almosen
bitten gesehen, aber ihre Hände waren leer.
Wir können sie füllen: das wird die wahre
Ökumene sein.
Seit 900 Jahren hat sich noch nie eine
solche Gelegenheit wie heute geboten. Viel-
leicht hat Gott dies alles für die Wiederverei-
nigung so gefügt! Ich habe mit dem Beauf-
tragten für die Caritas des Patriarchates von
Moskau gesprochen, um ihm zu sagen, daß
wir die Lebensmittel schicken wollen. "Im
Namen welcher katholischen Institution ge-
schieht dies?", so hat er mich gefragt. Ich aber
antwortete ihm, es sei im Namen der mariani-
schen Bewegungen. Er hat mich daraufhin
dreimal umarmt und er sagte: "Ja, wir sind
Brüder, ihr, die ihr die Madonna so liebt,
vergeßt uns nicht, denn das Schlimmste wird
erst noch kommen...". In der orthodoxen
Hierarchie stehen viele Bischöfe der katholi-
schen Kirche nahe, aber auch das einfache
Volk; nur der Patriarch Alessio ist noch von
der alten Garde und er sieht in der katholi-
schen Kirche seine Feinde. Doch wenn er
einsieht, daß wir aus Liebe handeln und allen
uneigennützig als Brüder Christi helfen, dann
werden sie erkennen, daß wir alle eins sind.
In Breslau sammelt die Bewegung "Pro
Fratribus" LKW-Ladungen Eßwaren und
Kleidungsstücke, darunter 30.000 Bettdec-
ken (dort kostet eine einen Dollar); sie werden
bald nach Rußland abgehen. Ein Paar Kinder-
schuhe kosten dort 2 DM.
Das Herz hat mir geweint, als ich bei einer
ukrainisch gefeierten Messe sah, wie Kinder
zwei Stunden im Regen ohne Schuhe oder mit
den Schuhen des Vaters oder die Füße in
Lumpen gehüllt, dastanden: es war Ende
Oktober und schon kalt. Es ist auch besser in
Slowenien einzukaufen, wo die Ware um das
5-10 fache billiger ist, als im Westen. Durch
abgeschlossene Verträge mit den Ortsbehör-
den, wird das Rote Kreuz diese Lebensmittel
nach Rußland transportieren.
Ich habe Mons. Kondruszievic gefragt,
was er am dringendsten brauche. Er hat mir
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- 8 -
geantwortet: "Missionare, Missionare und
auch gute Laien, die Katechismus unterrich-
ten." Die Situation ist einfach verheerend bei
uns, eine Diözese, zehnmal so groß wie Ita-
lien, hat nur 15 Priester und gar keine Ordens-
schwester, noch ausgebildete Laien, als Folge
der vorhergehenden Verfolgung. (Der Bis-
chof von Novosibirsk in Sibirien hat ein Gebiet,
das 15mal so groß ist wie Italien mit nur 3
Priestern!). Keine Mittel sind vorhanden, nicht
einmal eine Schreibmaschine oder ein Com-
puter um ein Bulletin zu machen. Ja, es fehlt
sogar ein Haus für den Bischof. Wir haben
ihm jenes Haus abgetreten, das wir vor zwei
Jahren für die Laien gekauft hatten! Wir be-
reiten Laien aus der Slowakei vor, denn dort
kennen sie die Sprache.
Im Sommer waren 13 österreichische
Mädchen und ein Italiener in Rußland, die
wirklich Wunder gewirkt haben: sie waren
weiß gekleidet mit einem Kreuz und haben
Bekehrungen und Berufungen erreicht. Wir
suchen Laienkatecheten für Rußland. Wir
können ihnen auch Dolmetscher vermitteln.
Die Situation der Unierten ist immer noch
gleich: man streitet sich noch darüber, ob das
hl. Haus den Unierten oder den Orthodoxen
gehört. Die einzige Lösung wäre, eine neue
Kirche zu bauen für die einen oder für die
anderen. Diese würde nicht viel kosten, nur
ca. 100-150 tausend Dollar. Irgend eine groß-
zügige Pfarrei könnte sich zum Bau verpflich-
ten, oder wenigstens dafür eine Sammlung als
Bausteinaktion machen. Der Erzbischof von
L'vov lebt jetzt in Polen, weil er keine Unter-
kunft hatte: wir haben ihm dann eine Miet-
wohnung versprochen. Doch die russische
Kirche muß von Null beginnen. Wir haben
vor kurzem weitere 100-tausend Bibeln in
Deutschland drucken lassen: eine Druckerei
hat den Druck kostenlos übernommen und
nur das Papier mußte bezahlt werden. Der
Bischof von Moskau ließ russische Bücher
photokopieren, die dann hier gedruckt wer-
den, obwohl sie in Rußland weniger kosten
würden, doch dort funktioniert fast nichts: in
den Druckereien fehlt entweder Papier oder
Tinte...
Offen wir doch unser Herz, verzichten wir
auf ein Mittagessen um Geld zu sammeln, um
es diesen Brüdern schicken zu können. Ich
wende mich da an die Mutter: wenn sie für
ihre eigenen Kinder kein Brot oder keine
Milch hätte!
Auf dem Lande ist noch etwas zu finden,
doch in den Städten fehlt alles. Der Staat ist
zusammengebrochen und die alten Kommu-
nisten betreiben Sabotage und verkaufen
Waren auf dem Schwarzmarkt; so überleben
die Starken, doch die Schwachen gehen zu-
grunde. Das Verteilungssystem ist zusam-
mengebrochen. Alles ist am Boden. Auch
Medikamente werden dringend benötigt ...
Mit der gleichen Begeisterung, mit der wir
gerade Kroatien halfen, sollten wir nun auch
Rußland helfen, das noch viel größer ist. Wir
wenden uns an die christlichen Familien: vor
allem Gebet, Adoptionen von Priestern in
Rußland wären vonnöten. An die Pfarreien:
eine Patenschaft mit irgendeiner russischen
Pfarrei übernehmen!!
Aut. Trib. - Bolzano Nr. 24 / 28.8.91 - Verantwortl. Dir.:
Dr. med. Pierantonio Gottardi - Übersetzung: Freunde
von Medjugorje - Südtirol u. Schweiz
Druckerei: JosefVenturini KG, Romstraße 100 - Bozen
KOSTENLOS - Allfällige Spenden werden für
die Verbreitung des Berichtes verwendet.
Jeder bekommt "Echo", der es persönlich und
schriftlich anfordert. Sendet bitte keine Bestel-
lungen für andere Personen. Man kann jedoch
mehrere Exemplare anfordern, um diese an
Gebetsgruppen oder interessierte Personen zu
verteilen.
V E R T E I L U N G
SÜDTIROL (Redaktion u. Verwaltung):
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not, F - 39000 Dole * Polnische A.: Czeslawa
Mirkiewicz, ul. Krasickiego 21/3 - 30-515 Kra-
ków-Podgórze, Polen * Russische, ukrainische
A
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Torun (Polen) * Rumänische A.: Anca Dragos, str
N. Pamfil 53, BL 29, Ap 49, 72124 Bucaresti
Portugiesische A.: Servos da Rainha SQS 411,
Bloco "U", Ap. 311 70277 - BRASILIA DF
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- Ellis Giovanna, 9809 Stoneybrook Drive, Ken-
sington MD 20895 Ph 301-5883198 - Kanada:
G. Bozzo, 8322 Nicolas Leblanc, Montreal Que
HIE 3W5
Ab 26. jeden Monats kann die neue
Botschaft von Medjugorje
telephonisch abgehört werden:
Schweiz: 041 - 72 93 72 - Österreich: 0222
- 15 91 - Deutschland: 089 - 77 54 59
Die Vorschläge und die Spenden können
gesandt werden an:
“Pro Deo et Fratribus” Postfach 6245 - I -
00195 ROM (Posterlagschein N. 3721 7007)
Deutschland: "Pro fratribus e.V." - Am
alten Hospital 7A, D 5400 Koblenz
Österreich: Raiffeisen-Centralkasse Tirol,
A 6021 Innsbruck Nr. 460 303
Schweiz: "Für die Brüder", Postschek-
konto Zürich Nr. 80-47161-3
(mit dem Hinweis: Hilfe für Rußland)
"Leider können wir aus Platzmangel viele
vertrauliche Mitteilungen unserer Leser nicht
abdrucken. Wie groß ist die Sorge, daß "Echo"
weiterlebt! Eine für alle aus Florenz:
"Zwei Worte als Schrei von Tausenden:
Echo darf nicht aufhören. Ich schreibe dies
den Verantwortlichen und in Namen aller,
denn Echo ist zu kostbar um verloren zu
gehen."
(Don Serafino) Ja, oft scheint es, daß
es unmöglich ist, dieses einsame Abenteuer
fortzuführen.
Ein freier Priester, tief im Gebet, ist
erforderlich, der mir in der Pfarrei
behilflich ist
. (Wer interessiert ist, setze sich
direkt mit don Angelo unter Tel. 0376-346418
oder Fax 0376-245075 in Verbindung, AdR
)
Die Auflagen von "Echo" steigen fortlau-
fend, besonders die ausländischen Ausgaben,
auch wenn die russische und polnische Aus-
gabe unterbrochen sind wegen Krankheit der
Verantwortlichen Czestawa, wofür wir um
das Gebet aller bitten. In Rom ist das "Centro
Maria" bei "Madonna de la Salette" eröffnet
worden: es werden dort 10.000 "Echo"-Ex-
emplare und ausländische Ausgaben verteilt.
Wir fühlen uns mit euch allen im Leiden
und im Frieden vereint und danken für die
Teilnahme an dem Werk Mariens. Wir wün-
schen euch ein wahres Neues Jahr und segnen
euch im Namen Jesu und Seiner Mutter, die
uns Ihn wieder neu anbietet."
Don Angelo Mutti
Rußland
In Smolensk weint die Jungfrau
Wunder in Rußland: die Madonna hat
geweint. In der Kathedrale von Smolensk hat
die Jungfrau den ganzen Tag über vor vielen
Gläubigen geweint. Dieses Vorkommnis hat
sich anläßlich der orthodoxen Feier der Mut-
ter Gottes am 22. November ereignet und der
Bischof von Smolensk Kirill Gundjaev hat
die Angelegenheit der Hl. Synode unter dem
Vorsitz des Patriarchen Alexis II. unterbrei-
tet. Der Patriarch selbst hat festgesetzt, daß in
der Diözese Smolensk am 22. November
dieses wunderbare Ereignis alljährlich gefei-
ert werden soll.
* Wallfahrt nach Unsere Liebe Frau
imWalde
Am 26.1.1992 findet eine Wallfahrt nach
Unsere Liebe Frau i. W. statt:
Abfahrt mit Bus um 9,30 Uhr vom Ge-
richtsplatz, Bozen. 11 Uhr Hl. Messe. 1 Std.
ca. Mittagspause. Am frühen Nachmittag
verschiedene Andachten mit Heilungsgebet.
Rückfahrt vom Wallfahrtsort anschließend
zwischen 15,30 Uhr und 16 Uhr.
Alle sind herzlich eingeladen. Bitte recht-
zeitig unter Tel. 0471-282004 anmelden.