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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 106 (Oktober 1993)

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Oktober 1993
Falls unerwünscht, bitte Kästchen
ankreuzen und zurück (ohne
Frankatur). Danke.
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Unterschrift
.............................
Botschaft vom 25. September 1993
"Liebe Kinder! Ich bin eure Mutter und rufe euch auf, daß ihr durch das Gebet Gott nähert, denn nur Er ist euer
Friede, euer Retter! Deshalb, meine lieben Kinder, sucht nicht materiellen Trost, sondern sucht Gott.
Ich bete für euch und halte bei Gott für jeden einzelnen Fürsprache. Ich bitte um euer Gebet, und daß ihr mich
und auch meine Botschaften annehmt, wie in den ersten Tagen der Erscheinungen.
Nur dann, wenn ihr die Herzen öffnet und betet, werden Wunder geschehen.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
" Einer seiner Köpfe sah aus wie tödlich verwundet;
aber die tödliche Wunde wurde geheilt. Und die ganze
Erde sah dem Tier staunend nach." (Offb 13, 3)
106
Ich bin eure Mutter; hört heute
auf meine Stimme, denn morgen
wäre es schon zu spät!
Wir müssen einhalten, um die Tragweite
dieses Rufes zu verstehen, den Maria bis
heute schon dreimal geradezu flehentlich an
uns gerichtet hat: Ich bin eure Mutter. Sie will
uns sagen, wie dringlich es ist, ihre Botschaf-
ten anzunehmen und sie ruft uns mit äußerster
Dringlichkeit auf, Reue zu üben, bevor es zu
spät ist. Sie ist in angstvoller Unruhe, weil wir
nicht auf sie gehört haben, während sich so
viel Böses nähert. Welch großes Leid muß sie
da tragen, uns nach so vielen Jahrhunderten
und im besonderen nach 12 Jahren ‘Erzie-
hung’ sagen zu müssen: Ich wünsche ihr ver-
steht, daß ich eure Mutter bin!
Ihre Einladung besteht darin, daß wir uns
Gott durch das Gebet nähern. Sucht nicht
materielle Tröstung, sucht Gott, Der allein
unser Friede und unser Retter ist. Das trifft auf
den zu, dem es gut geht wie zu den Zeiten von
Noach und Lot, als auch auf jenem, der sich in
äußerstem Ungemach befindet. Ihr sucht nach
menschlicher Abhilfe auch in der schreckli-
chen Umklammerung des Krieges. Denn mein
Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich hat
es verlassen, den Quell des lebendigen Was-
sers, um sich Zisternen zu graben, Zisternen
mit Rissen, die das Wasser nicht halten (Jer
2,13). Neigt euer Ohr mir zu, und kommt zu
mir, hört, dann werdet ihr leben (Jes 55,2).
Sie ist wie ein junger Prophet gekommen um
uns zu rufen, und selbst in der Kirche wird sie
nicht gut aufgenommen, so wie Jesus auch in
Sein Haus kam und die Seinen nahmen Ihn
nicht auf.
Wenn wir nur wüßten, was sie nur
alles tun würde! Sie weiß unsere hoffnungslo-
se Lage geradezubiegen, sie weiß Wunder zu
wirken, wenn uns die Ohnmacht zu erdrücken
droht. Suchen wir doch Zuflucht bei ihr und
bitten sie: „Sorge bitte du dafür“; und das
nicht nur einmal, sondern tausendmal, denn
sie ist flehende Allmacht. Und wenn jenem
alles möglich ist, der glaubt, wie Jesus sagt,
ist auch dem alles möglich, der sich gänzlich
ihr überläßt, denn sie teilt mit Jesus die Königs-
herrschaft über die Kirche und die Welt.
Welch unerforschte Hilfsquelle ist doch
die Macht, die ihr Gott für diese Zeiten ver-
leiht hat und wir ignorieren sie! Sie ruft uns
und wir tun so als hörten wir sie nicht. Sie
kann uns aus dieser Tragödie erretten. Ich
habe euch gesagt: Ihr werdet in euren Sünden
sterben; denn wenn ihr nicht glaubt, daß Ich
es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben
(Joh 8,24). So spricht Jesus, aber das sagt auch
seine Mutter, die heute an Seiner Stelle spricht:
Sie werden dich und deine Kinder
zerschmettern und keinen Stein auf dem ande-
ren lassen; denn du hast die Zeit der Gnade
nicht erkannt
(Lk 19,44). Wer hat nicht die
Wunder an Gnaden und Bekehrungen in je-
nen erkannt, die sie (die Muttergottes) auf-
nahmen und die dort in Erfüllung gingen, zu
uns auf Besuch gekommen ist? Zöllner und
Prostituierte haben sich bekehrt, aber die so-
genannten Gerechten haben nicht bereut und
nicht geglaubt, obwohl sie das alles sehen
konnten. Alle, die ihr geglaubt und sich bekehrt
haben, legen Zeugnis ab und lobpreisen ihre
mütterliche Barmherzigkeit.
Allein, wenn ihr eure Herzen öffnen und
beten werdet, werden ihre Wunder in Er-
füllung gehen. Sie annehmen heißt, ihr zuhö-
ren und zu beten anfangen, d.h. nicht mehr
den Glauben auf unser Tun lenken, sondern
an das, was Gott für uns tun will.
Kehrt also wieder an die ersten Zeiten der
Erscheinungen zurück, als ihr meinem Ruf
gefolgt seid und dem atheistischen Regime,
dem Spott und der Isolierung getrotzt habt;
und ihr habt ohne Unterlaß gebetet, habt gefa-
stet, habt Frieden in eure Familien gebracht,
in euren Häusern die Feinde von gestern und
zuletzt fremde Pilger aufgenommen. Ihr habt
die Kirche tagtäglich zur Hl. Messe gefüllt
und auch in euren Häusern unter der Führung
des Familienoberhauptes gebetet und in der
Hl. Schrift gelesen. Zur monatlichen Beichte
fand in der überfüllten Kirche das große Fest
der Versöhung statt, wie zu großen Anlässen.
So erkennt man die Mutter an! (...)
Betet, damit ihr mich und meine Botschaf-
ten annehmen könnt. Allein derjenige erkennt
den Grund ihres Erscheinens, der ernsthaft
betet, und nicht der, welcher sich mit einer
Die Jungfrau vom Orientalischen Tor
(Ostrobramska), in Vilnius verehrt
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- 2 -
oberflächlichen Ergebenheit zufrieden gibt. Es gibt jene, die scheinbar
Maria annehmen und ihr Ergebenheit erweisen, aber wehe, wenn man
auf die heutigen Botschaften zu reden kommt, die auf den schmalen
Weg der Rettung deuten. Viele ziehen den breiten Weg vor und werden
zuletzt sagen müssen: „Wir haben in deinem Beisein in deinen Heilig-
tümern gegessen und getrunken“ und sie könnten zu hören bekommen:
Weg von mir, ich kenne euch nicht.
Don Angelo Mutti
P. Pio - Ein Heiliger unseres Jahrhunderts
„Ich lasse euch den Rosenkranz als einzige
Erbschaft“
P. Pio hat sich selbst so definiert: „Ich bin ein armer Bruder, der
betet.“ Er betete immer und überall. „Heute fehlt der Menschheit das
Gebet“, sagte er. Daher hat er sich damit befassen, Gebetsgruppen ins
Leben zu rufen (die die Königin des Friedens auf die ganze Welt
ausbreitete). Das von P. Pio bevorzugte Gebet war der Rosenkranz. Im
Laufe eines Tages hatte er es auf eine unglaubliche Anzahl Rosen-
kranzgebete gebracht (für gewöhnlich 30, aber auch 45 bis 60). Wenn
er sich nicht am Altar oder im Beichtstuhl befand, so sah man ihn mit
dem Rosenkranz in der Hand. Der Bischof von Manfredonia erbat sich
8 Tage geistliche Exerzitien im Kloster von P. Pio. Also nun, als er 8
Nächte hintereinand aufstand, um sich zum Heiligsten Altarssakrament
zu begeben, fand er P. Pio immer dort im Gebet an, in Gedanken
versunken, unermüdlich den Rosenkranz in der Hand. Durch dieses
Gebet wurden ihm für die Brüder Regen an Gnaden geschenkt.
Er empfahl den Rosenkranz als mächtiges Gebet um alles Gute zu
empfangen und alles Böse zu entfernen: Er sagte, „wenn es schon die
Jungfrau immer empfahl, ist sicher ein Grund da.“ Je größer die Anzahl
seiner geistlichen Brüder, desto mehr Rosenkranzgebete verrichtete
er: die Kette der Geschenke und Wunder für die Seelen empfing P. Pio
durch den Rosenkranz; der Strom der Sünder und Verirrten wurde
förmlich ‘angezogen’ und war Frucht seiner Rosenkranzgebete; alle
seine Initiativen, seine Ratschläge voll des Lichtes und seine Siege
über die Sünde entsprangen aus der Kraft des Rosenkranzes. Sein
ganzes Wirken rückte in Wahrheit das universale Vermitteln Mariens
ins Licht: „So wollte es der Herr, daß uns nichts gegeben würde, als nur
durch Maria“ (Hl. Bernhard).
Er antwortete jemandem prompt auf die Frage, welches Erbe er
seinen geistlichen Brüdern hinterlasse: „Den Rosenkranz“. Anderen,
die kurz vor seinem Tode den letzten Willen für sie gern gewußt hätten,
antwortete er gleichauf: „Liebt die Madonna und macht, daß sie geliebt
und der Rosenkranz immer gebetet wird.“
Johannes Paul II. an die Jugendlichen
Aus der Predigt vom 15.8.93 in Denver
(Orig. engl. aus "Oss. Romano" 19.8.93)
(...) Junge Pilger, Christus braucht euch, um die Welt zu erleuchten
und um ihr den „Pfad zum Leben“ (Ps 16, 11) zu weisen. Die
Herausforderung liegt darin, das „Ja“ der Kirche zum Leben konkret
und wirkungsvoll in die Tat umzusetzen. Es wird ein langer Kampf
sein, der den Einsatz eines jeden von euch erfordert. Stellt eure
Intelligenz, eure Talente, eure Begeisterung, euer Erbarmen und eure
Kraft in den Dienst des Lebens!
Fürchtet euch nicht! Der Ausgang dieses Ringens um das Leben ist
bereits entschieden, auch wenn der Kampf gegen eine große Über-
macht und mit viel Leid weitergeht. Diese Gewißheit wird in der
zweiten Lesung deutlich: „Nun aber ist Christus von den Toten
auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen... So werden in
Christus alle lebendig gemacht werden“ (1 Kor 15, 20-22). Das
Widersinnige der christlichen Botschaft liegt darin: Christus - das
Oberhaupt - hat bereits die Sünde und den Tod bezwungen. In seinem
Leib - dem Pilgervolk Gottes - erleidert Christus fortwährend den
Angriff des Bösen und jede Art von Schlechtigkeit, zu der die sündhafte
Menschheit fähig ist.
In diesem Abschnitt unserer Geschichte wird die Erlösende Bot-
schaft des lebenspendenden Evangeliums in eure Hände gelegt. Der
Auftrag, es überall in der Welt zu verkünden, geht nun auf eure
Generation über. Wie der Größe Apostel Paulus, so müßt auch ihr euch
der ganzen Dringlichkeit dieser Aufgabe bewußt sein: „Wehe mir,
wenn ich das Evangelium nicht verkünde“ (1 Kor 9, 16). Wehe euch,
wenn ihr in der Verteidigung des Lebens scheitert. Die Kirche braucht
eure Kraft, eure Begeisterungsfähigkeit, eure jugendlichen Ideale,
damit das Evangelium des Lebens in die soziale Struktur eindringen
kann. In einer Welt, die heute mehr denn je oft ohne Licht und ohne den
Mut edler Vorbilder ist, brauchen die Menschen die frische, kraftvolle
Geistigkeit des Evangeliums.
Habt keine Angst, auf die Straßen und in die Öffentlichkeit zu
gehen wie die ersten Apostel, die Christus und die Frohbotschaft des
Heils auf den Plätzen der Städte und Dörfer verkündeten. Das ist nicht
die Zeit, sich des Evangeliums zu schämen (vgl. Röm 1, 16). Es ist
vielmehr an der Zeit, es von den Dächern zu predigen (vgl. Mt 10, 27).
Fürchtet euch nicht, aus eurer bequemen und gewohnten Lebensweise
auszubrechen, und antwortet auf die Herausforderung, Christus in der
modernen „Metropole“ bekannt zu machen. Ihr seid es, die auf die
Straßen hinausgehen sollt (vgl. Mt 22, 9), um alle, denen ihr begegnet,
zum Festmahl, das Gott für sein Volk bereitet hat, einzuladen. Das
Evangelium darf nicht aus Angst oder Gleichgültigkeit verborgen
bleiben. Es war nie dazu bestimmt, auf den privaten Bereich einge-
schränkt zu sein. Es muß auf einen Leuchter gestellt werden, damit sein
Licht vor den Menschen leuchte und diese unseren Vater im Himmel
preisen (vgl. Mt 5, 15-16).
Jesus machte sich auf die Suche nach den Männern und Frauen
seiner Zeit. Er sprach mit ihnen auf offene und ehrliche Weise, was
immer auch ihre Stellung war. Als barmherziger Samariter der
Menschenfamilie näherte er sich den Leuten, um sie von ihren Sünden
zu befreien und die Wunden zu heilen, die ihnen das Leben zugefügt
hatte, und um sie zum Haus des Vaters zurückzubringen. Jugendliche
dieses Weltjugendtags, die Kirche ruft euch auf, erfüllt von der Kraft
des Heiligen Geistes, zu denen, die nah sind, und jenen, die fern sind,
zu gehen. Teilt mit ihnen die in Christus gefundene Freiheit! Die
Menschen dürsten nach wahrer, innerer Freiheit. Sie sehnen sich nach
dem Leben, das Christus in Fülle gebracht hat. Auf der Schwelle eines
neuen Jahrtausends, auf das sich die gesamte Kirche vorbereitet,
gleicht die Welt einem Acker, der auf die Ernte wartet
.
Christus braucht Arbeiter, die bereit sind, in seinen Weingarten zu
gehen. Junge Katholiken dieser Welt, enttäuscht Ihn nicht! Möget ihr
das Kreuz Christi in euren Händen, die Worte des Lebens auf euren
Lippen und die erlösende Gnade des Herrn in euren Herzen tragen.
(...) Die Liturgie spricht von dir, Maria, als von der mit der Sonne
bekleideten Frau (vgl. Offb 12, 1), aber du bist sogar noch herrlicher
gekleidet mit diesem göttlichen Licht, das all denen das Leben geben
kann, die nach Gottes Ebenbild geschaffen sind: „Und das Leben war
das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und
die Finsternis hat es nicht erfaßt (Joh 1, 4-5).
Der Papst hat in den baltischen Ländern evangelische Lösungen
für die anstehenden brennenden Probleme vorgeschlagen
Der Heilige Vater hat zwischen dem 4. und 10. September die so
sehr erwünschte apostolische Reise nach Litauen, Estland und Lett-
land machen können. Diese drei vorher der UdSSR unterworfenen
Nationen, sind heute wie viele andere Länder des Ostens unabhängig
und erleben derzeit eine heikle und schwierige Phase des Übergangs
und Wiederaufbaues. Vor allem in Estland und Lettland ist das
Verhältnis zwischen der angestammten Bevölkerung und den Russen,
die im östlichen Landesteil infolge der Unterwanderungspolitik des
seinerzeitigen Regimes sehr zahlreich sind, sehr schwierig. In Litauen
und Lettland leben Völker verschiedener Abstammung (Polen, Rus-
sen) zusammen, sodaß die Bischöfe vor der Anreise des Papstes ein
Schreiben verbreiteten, in welchem von einem ‘müden und getrenn-
tem’ Volke die Rede ist.
Das Kreuz kann nicht beseitigt werden.
Die Epoche der Leiden ist beendet, aber man darf nicht den Fehler
des ‘Westens’ begehen und das Kreuz aus dem Leben der Gläubigen
herausreißen: Das Leid und das Kreuz verschwinden nicht - sagte der
Papst am 4. September in Vilnius. Den Prüfungen von gestern werden
sicher andere heute und morgen folgen. Die Mühe bei der Evangelisation
wird verschiedene Formen annehmen, wird aber immer Ausdruck ein
und desselben Kreuzes Christi bleiben, jenes Kreuzes, das auf den
Tempeln gipfelt und im Herzen eines jeden Gläubigen herrschen muß.
Ihr müßt euch mit dem Unverständnis all jener auseinandersetzen, die,
bedingt durch eine atheistische Ausbildung, das religiöse Empfinden
wenigstens momentan verloren haben. Ihr müßt euch mit Gleichgültig-
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Echo aus Medjugorje 106
Das Zuwenden zur christlichen Gemein-
schaft wird zur einzigen Kraft, die die geistli-
che Wiedergeburt der Gesellschaft ermög-
licht; sie wird Raum für die Aufnahme der
christlichen Soziallehre schaffen (Universität
Riga, 9. Sept.) und wird auch Räume zum
Dialog zwischen den verschiedenen christli-
chen Bekenntnissen freimachen (Tallinn, 10.
Sept.). Dies war ein nicht zweitrangiger Aspekt
der Pilgerreise von Johannes Paul II., der
bekräftigte, wie sich die überzeugte Suche
nach der persönlichen und gemeinschaftli-
chen Heiligkeit sich kundtut im ursprüngli-
chen Prinzip der Förderung der Ökumene.
Die ausgeglichenen und inspirierten Wor-
te, die der Papst an die Gläubigen der orthodo-
xen Kirche richtete, haben sogar vom
Patriarchen von Moskau Zustimmung gefun-
den und es scheint, daß sie die Kontraste von
gestern für eine Wiederaufnahme des Dialogs
vermindert haben.
Die Rückkehr zur Tradition. Die in die-
sen Tagen behandelten Themen sind im Lehr-
amt des Papstes oft vorzufinden, der eine
gefährliche nationalistische Zersetzung auch
in diesen Regionen bemerkte; er legte daher
nahe, zu den gemeinsamen Traditionen
zurückzukehren und besuchte die im Laufe
der baltischen Geschichte geweihten Orte,
wie den Berg der Kreuze, die marianischen
Pilgerorte des Tores zum Sonnenaufgang und
Aglona und begrüßte die Wiedereinführung
des Kultes zum Hl. Meinhard, erster Bischof
von Lettland.
Johannes Paul II. weiß sehr wohl, daß
Reden allein nicht ausreichen um den Glau-
ben zu festigen, auch wenn sie klar vorgetra-
gen sind: es sind Gemeinsamkeit, Treue zur
Kirche und Annahme des Kreuzes nötig.
Er sagte dies immer und immer wieder
und legte eine Zusammenfassung seines Be-
suches in Tallinn dar, wo er mit den anderen
christlichen Kirchen zusammentraf und wo er
alle einlud, sich an die Geschichte des
Christentums zu erinnern, dieser zwanzig Jahr-
hunderte Heiligkeit und Sünde, großmütigen
Zeugnisses für die Worte des Herren, sowie
einer dramatischen Überdeckung derselben
durch Worte der Menschen. In den Augen-
blicken, wo die Heiligkeit und das Wort Got-
tes das Elend des Menschen übertraf, hat die
Welt Zeiten der Gnaden erlebt: Das Licht der
Offenbarung hat die Welt mit Glanz erfüllt
und die zu Jüngern Christi gewordenen Men-
schen, konnten das von Gott ausgegossene
Wohl und die Freude auskosten.
Krisen und Augenbicke des Zweifels sind
dann entstanden, wenn die Untreue der Chri-
sten die evangelische Rechtschaffenheit
vernebelte, die die kostbarste Wirklichkeit
der Kirche darstellt.
Wer kann leugnen, daß
dies nicht auf jeden von uns zutrifft?
* Medjugorje in Deutschland: August
1993 Viele Menschen aller Altersstufen (ca.
7.000 Personen) trafen sich am 28.8.93 zum
II. Medjugorje-Treffen Deutschlands, in Peter-
sberg bei Fulda, wobei auch eine Kopie des
herrlichen Medjugorje-Kreuzweges von
Carmelo Puzzolo geweiht wurde. Das Treffen
wurde gemeinsam durch das Fatima-Apostolat
und Medjugorje-Zentren in Deutschland or-
ganisiert.
Zu Gast sollten wir in der geräumigen
Pfarrkirche zu Petersberg sein, doch einige
Tage vorher waren so viele Gruppen ange-
meldet, daß man den ersten Teil des
Programmes nicht in der Kirche, sondern auf
einem großen Bussparkplatz vorbereiten muß-
te. Kurz nach 13 Uhr fangen wir mit Gesängen
und Rosenkranzgebet an. Nach einer kurzen
Einleitung von Alfons Sarrach hörten wir das
Zeugnis vom Marija Dugandzic aus
Medjugorje, über ihre 8-jährige Erfahrung in
der Gebetsgruppe, die - durch Jelena - unter
der Führung der Mutter Gottes stand. Marija
D. studiert nun Theologie in Rom, an der
Gregoriana; sie beendete ihr Zeugnis schlicht
und ermutigend: „Auch wenn ich so viele
Gnaden erahlten habe, fällt es mir nicht leicht,
so zu leben...“
Prof. Dr. Ivan Dugandzic OFM hielt dann
einen vielsagenden Vortrag über Medjugorje
im Hinblick auf die Zukunft: Was kann es
bedeuten, geben, bewirken... in der Kirche
und beim einzelnen... Was ist eigentlich die
„Zukunft“? Muß die Kirche um ihre Zukunft
bangen? Medjugorje ist Verheißung und An-
fang der Überwindung der „Gotteskrise“, in
der wir uns befinden.
Um 15 Uhr das Potifikalamt, mit vielen
Konzelebranten. Fuldaer Erzbischof Dr. Jo-
hannes Dyba sprach in seiner Predigt über das
Leiden der Kirche: zuerst durch die kommu-
nistische Verfolgung in Kambodscha, von wo
er eben zurückkam. Dann hier: „Das Leiden
der Kirche bei uns hat ganz andere Gründe:
Abfall vom Glauben, Gottlosigkeit, Kirchen-
kritik bis zur Selbstvernichtung von Innen...“
Mit Meisterhand malte er uns die Lage, in der
wir leben. „Doch - was erwartet Gott vom
heutigen Menschen? Das, was Er immer er-
wartete: das JA zu seiner Liebe!... Die Kirche
wird nicht durch eine „Litanei“ aller mögli-
chen Erneuerungsbemühungen... erneuert,
sondern durch unsere Umkehr zum lebendi-
gen Gott.“
Nach einer einstündigen Pause bewegte
sich die ganze Menschenmenge, singend in
einer langen, dichten Prozession auf den Hü-
gel Petersberg, wo der neue Kreuzweg auf
seine Einweihung wartete. Oben steht eine
ehrwürdige Kirche und in der Krypta das
Grab der Benediktinierin, der hl. Lioba, Nich-
te des hl. Bonifazius, Apostel Deutschlands.
In dieser Krypta erschien an diesem Tag die
Gospa, denn unter uns war die Seherin Marija
Pavlovic. Draußen beteten wir wie in
Medjugorje den schmerzhaften Rosenkranz.
Die Stille während der Erscheinung war ein-
fach herrlich. Nach dem Rosenkranz schilder-
te P. Martin Übelhör vom Fatima-Apostolat
alle Zusammenhänge, die zum Bau dieses
Kreuzweges geführt haben. Dann beteten wir
den Kreuzweg, währenddessen die einzelnen
Stationen durch P. Dominikus OFM aus
Blankenau eingeweiht wurden.
Zum Schluß kam Marija Pavlovic zum
Mikrofon. Aus der Fülle ihres Herzens sprach
sie, immer einfach und strahlend wie in Medj.,
über ihre Erfahrung mit der Muttergottes,
über ihre Schönheit und Liebe: „Jedesmal,
wenn ich sie sehe, ist mir wie das erste Mal!“
Dann: „Ich betete bei der heutigen Erschei-
nung für euch alle... und fragte, ob sie euch
etwas sagen möchte... Die Gospa segnete alle
und sagte: "Vergeßt nicht, daß ich eure Mutter
bin und euch liebe.“ Viele blieben noch in der
alten Kirche zur stillen Anbetung, und die
keit, Unverständnis, säkularisierenden Ten-
denzen, psychologischer Isolierung in einer
Gesellschaft mit tiefgreifenden Veränderun-
gen, auseinandersetzen.
Ihr müßt euch im besonderen mit dem
Phänomen der Sekten auseinandersetzen,
deren Erfolg durch die verbreitete religiösen
Desinformation begünstigt ist.
Diese Worte
können genauso auch in anderen Nationen
angewandt werden, wo politische Freiheit
herrscht, die aber leider nicht zur geistlichen
Feiheit führt.
Vergebung üben. Es ist noch etwas ande-
res erforderlich: vor allem jeglichem Groll,
der sich aus der Vergangenheit angestaut hat,
eine Absage erteilen. Für euch gebe es keine
Sieger noch Besiegte, nur Männer und Frau-
en, denen geholfen werden muß den begange-
nen Irrtum zu verlassen; Personen, denen bei
ihren Anstrengungen bei der Loslösung von
den Auswirkungen ( auch psychologischen )
der Gewalt, der Schikanen, der Verletzung
der Menschenrechte, geholfen werden muß.
Die Besiegten müssen daran erinnert wer-
den, daß es nicht genügt, sich den veränderten
sozialen Verhältnissen anzupassen: es ist viel-
mehr die ehrliche Bekehrung nötig und falls
unumgänglich, die Sühne. Die Sieger hin-
gegen seien zur Vergebung ermahnt, damit
der echte Friede eintrete, der in der Folge
nach dem Evangelium der Barmherzigkeit
und tätigen Liebe sich einstellt
(Vilnius, 4.
Sept.). Dies war das grundlegende Programm
des Papstes während der gesamten Reise; er
hat an alle Beteiligten appelliert, damit sich
die ‘evangelische Logik’ des Verzeihens ent-
wickle.
Zu den Diplomaten sagte er, sie mögen
den Warenaustausch, auch den Wanderhandel,
unter den verschiedenen baltischen Völkern
erleichtern, um eine größere Solidarität zu
erreichen, da die politischen Kräfte die geist-
lichen Werte berücksichtigen müssen, deren
Träger die christliche Botschaft ist
(Vilnius,
5. Sept.). Den Jugendlichen hat der Papst
empfohlen, nach den Sakramenten, dem Evan-
gelium und dem Katechismus zu streben
(Kaunas, 6. Sept.).
Die aufrichtigen Worte des Papstes wur-
den mit viel Beifall von der orthodoxen Kir-
che aufgenommen. Als der Papst nach Litau-
en kam, hat er alle Gläubige aufgerufen, dar-
über nachzudenken, daß es eine Gnade war
zusammen die Verfolgung zu erleiden, was
letzten Endes zu einer noch festeren Einheit
führen muß:
Die Einheit der Jünger, in Vergangenheit
oft wegen geschichtlicher Umstände verletzt,
die mit dem Evangelium nichts zu tun hatten,
wird nun wieder von jenen gewünscht, die
gemeinsam ihres Glaubens wegen leiden
mußten. Nochmals hat die gemeinsame Er-
fahrung der Katakomben natürlich die Suche
nach dem gemeinsamen Erleben des Abend-
mahls hervorgerufen.
Ihr, die ihr in der Stunde des Kreuzes die
Stunde der Auferstehung zu hoffen und zu
erwarten wußtet, seid jetzt aufgerufen eure
Standhaftigkeit durch größmütiges, totales,
brüderliches Verzeihen zu bestätigen. Diese
mutige und weitblickende Geste brüderlicher
Friedensstiftung führt somit zu einer drän-
genden Einladung zur Reue und zur Lebens-
änderung auch für jene, die die Ursache eurer
Leiden waren
(Riga, 8. Sept.).
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- 4 -
ganze Menge bewegte sich langsam zu den Parkplätzen.Ich glaube
fest, daß wir an diesem Nachmittag, ähnlich wie in Medjugorje, etwas
von dem „einmütigen Verharren im Gebet mit Maria“ erfahren, erlebt,
mitgemacht haben. Dank sei Gott dem Herrn!
M. D.
Nach Medjugorje mit einem Hilfskonvoi
(30. Juli - 6. August 1993)
Unser Ziel ist es ein wenig Hilfe und Trost in den Ozean des
Leidens und der Not zu bringen, der durch diesen satanischen Krieg
immer größer wird. Wir nehmen auch die Gelegenheit wahr, mit
einigen jungen Leuten am diesjährigen internationalen Jugend-
gebetsfestival teilzunehmen. Am Freitag, den 30. Juli in Pese, feierte
Mons. Carletti, der aus diesem Grund von Triest anreiste, um 7 Uhr mit
uns eine Hl. Messe. Wir haben 5 Lieferwagen und 2 Lastwagen mit
mehr als 150 Doppelzentner Hilfsgütern, hauptsächlich Lebensmittel.
Heute nacht wird auch Chiarina Daolio mit dem Konvoi „Mir i Dobro“
bestehend aus 25 Fahrzeugen, darunter 14 Lastwagen, hier vorbei-
fahren. Sie bringen ca. 1300 Doppelzentner Hilfsgüter nach Bosnien.
Mit unseren 2 Lastwagen müssen wir langsam fahren. P. Leonhard
sagte uns, daß vor kurzem eine Ersatzbrücke für die Maslenica-Brücke
für den Verkehr freigegeben wurde (27 Km vor Zara).
In Frizna machen uns zwei Polizisten Zeichen, daß wir weiter-
fahren und nicht an der Fähre von Pag aussteigen sollen. Überall sind
Zeichen einer großen Zerstörung zu sehen. Plötzlich hört die Straße
auf, wir sehen zwei Erdhügel und Steine, weiter nur eine große Leere,
wo früher eine Brücke stand. Ein kleiner Weg führt uns zum Meer und
wir kommen auf die neue Ersatzbrücke, die von den Kroaten gebaut
und am 18. Juli eröffnet wurde. Ich mache zur Erinnerung einige
Aufnahmen. Zwei Tage später wird diese Brücke von Serben aus der
Kraijna bombardiert und ist wieder unbenutzbar. Entlang der Straße,
die von der Brücke bis Zadar führt, sind fast alle Dörfer zerstört. Von
unseren sieben Fahrzeugen sind fünf durch das Sende- und Empfangs-
gerät verbunden, so können wir Gedanken austauschen und zusammen
beten, vor allem den Rosenkranz.Während der letzten Kilometer, in
tiefer Nacht, versuchen wir uns gegenseitig zu ermuntern und wachzu-
halten. Wir kommen um Mitternacht in Medjugorje an und brechen,
vor Müdigkeit und Mangel an Schlaf fast zusammen. Ich muß aber
noch nach Siroki-Brijeg, um dort 10 Pakete Rosenkränze abzugeben.
Sie werden am Morgen von P. Slavko für die Jugendlichen beim
traditionellen Treffen im Kloster, welches das Zentrum des Katholizis-
mus in der Herzogowina ist, gebraucht. Ein Freund ist bereit mich zu
begleiten. Trotz der späten Stunde begegnen wir unterwegs Gruppen
von Jugendlichen, die zu Fuß nach Siroki-Brijeg gehen, wo sie erst am
frühen Morgen ankommen werden. Auch von Medjugorje aus ist
gegen Mitternacht eine größere Gruppe Jugendlicher aus der Gemein-
de gestartet, um zu Fuß die 29 Km lange Strecke bis zum Kloster bei
Nacht zu bewältigen.
Samstag, 31. Juli. Nach wenigen Stunden Schlaf fahren wir gegen
9. Uhr zu einem neuen Lager der Caritas in Citluk, um unsere
Fahrzeuge zu entladen. Danach besuchen wir, mit Josip als Dolmet-
scher, die Flüchtlinge in den Schulen von Citluk. Es sind Kroaten, die
von den Moslems aus den Gebieten verjagt wurden, die kroatisch
bleiben sollten. In den Schulen befinden sich Flüchtlinge aus den
Gebieten von Novi-Tranik und Konijc.
Sie sind erst vor einigen Wochen eingetroffen. Viele sind bei
Familien untergekommen. Gestern sind einige Hundert neue Flücht-
linge aus Bugoijno hinzugekommen und niemand weiß, wo sie unter-
kommen sollen. Die Moslems haben ihre Dörfer um Bugojno zerstört
und verbrannt. Sie sind unter Bombenhagel geflüchtet und haben sich
den Serben ergeben müssen, die die wehrfähigen Männer behalten und
den Rest weitergeschickt haben. Sie mußten mehrere Tage und Nächte
über die Berge flüchten, ihre ganzen Habe in einem Plastikbeutel
verpackt. Nun sind sie hier und teilen mit den anderen Flüchtlingen
drei Waschräume, in denen das Wasser nur spärlich an einigen Stun-
den des Tages fließt. In der ganzen Zone gibt es nur gelegentlich
Wasser. Licht gibt es nur an einigen Stunden am Abend. Hinzu kommt,
daß die Hitze fast unerträglich ist. Ein Flüchtling bittet mich, daß ich
mit den hiesigen Priestern spreche und ihnen nahelegen soll mit den
Familien zu sprechen, damit sie ihre Wohnungen den Flüchtlingen
öffnen und ihnen die Möglichkeit geben sich zu waschen. Eine Frau
erzählt, daß ihre 17jährige Nichte von den Moslems vergewaltigt und
ermordet wurde. Andere erzählen mir, daß sie viele massakrierte
Leichen gesehen hatten. Unter diesen Flüchtlingen befindet sich eine
Mutter von drei kleinen Kindern, die wahnsinnig geworden ist. Wer
weiß, welche Grausamkeiten sie mitansehen mußte! Diese Flüchtlinge
fühlen sich trotz allem bevorzugt, wenn sie sich mit den 5000 bis 6000
Menschen vergleichen, die nicht mehr aus der Stadt Bugojno vor den
Moslems flüchten konnten. Es gibt keine Nachrichten über ihr Schick-
sal.
Einige Flüchtlinge erzählen, daß die englischen UN-Soldaten, die
in jenen Orten stationiert waren, große Mengen Waffen an die Moslems
verkauften, da sie durch die Unterstützung arabischer Ländern genü-
gend Geld haben, um gut bezahlen zu können. Mit dem Geld sind sie
in der Lage auch die Medien zu kaufen, um weiter als Opfer vor der
Weltöffentlichkeit zu stehen. Leider sind sie jetzt diejenigen, die mit
unerhörter Brutalität und Grausamkeit ihre ehemaligen Verbündeten
massakrieren. Man sagte mir, daß die bosnischen Moslems nicht dazu
fähig gewesen wären, aber in der letzten Zeit sind viele Kämpfer aus
den arabischen Ländern gekommen und haben die fanatischen Theo-
rien des Islams verbreitet, wie z.B., wer einen Christen tötet, verdient
sich den Himmel. Tief traurig verabschieden wir uns von den Flücht-
lingen und verteilen die letzten Bonbons an die Kinder. Zuvor notieren
wir, was sie, außer den Lebensmitteln, noch am dringendsten benöti-
gen: Desinfektionsmittel, Seife und Waschmittel, Shampoo, Unterwä-
sche, Handtücher und Windeln. Nach der konkreten Nächstenliebe
wollen wir uns dem Gebet widmen. Zusammen mit anderen gehe ich
auf den Berg der Erscheinungen, die Sonne brennt unbarmherzig.
Um 18 Uhr befinden wir uns in der Wallfahrtskirche zum Beginn
des abendlichen Gebetes. Mit diesem Gebet wird das internationale
Gebetsfestival der Jugend eröffnet, das am 6. August auf dem Krizevac
enden wird. In der Kirche beginnt P.Slavko mit dem Rosenkranzgebet
(an den folgenden Tagen wird es abwechselnd von 10 Vertretern
verschiedener Länder in zehn verschiedenen Sprachen gebetet). Um
19 Uhr wird auf dem großen Altar hinter der Kirche die hl. Messe
zelebriert, danach werden Dank-und Heilungsgebete gesprochen und
von 22.30 bis 24.00 Uhr findet die Anbetung statt.
Sonntag, 1. August. Um 10.30 Uhr nehmen wir mit den hiesigen
Gläubigen an der Hl.Messe in der wichtigen Wallfahrtskirche von
Siroki-Brijeg teil. Sie wird von P. Jozo Zovko, Guardian des Klosters,
zelebriert. P. Jozo ist bekannt für seine Charismen und weil er Pfarrer
von Medjugorje war, als die Erscheinungen anfingen. Er ist deswegen
verfolgt, geschlagen und zu einer harten Gefängnisstrafe verurteilt
worden. Nachdem er uns an das Tagesevangelium über die Brot-
vermehrung erinnerte (Mt 14, 13-21) sprach er weiter: Mit eurer Hilfe
haben wir Nahrung für viele Menschen, mehr als ihr denkt. Zwischen
gestern abend und heute früh ist das, was ihr ins Lager gebracht habt,
schon unterwegs nach Bosnien, obwohl das Land offiziell geschlossen
ist. Wir müssen nur den Soldaten der UNPROFOR viel Geld bezahlen
und sie laden die Hilfsgüter auf ihre Lastwagen. Sie machen es für das
Geld. Man sagt, daß sie wegen des Friedens gekommen seien, aber sie
haben Drogen und Waffen gebracht, um Geschäfte zu machen.
Ich möchte Danke an alle sagen, die uns aktiv und durch das Gebet
unterstützen. Wenn wir mit Jesus beten, nährt Jesus viele andere.
Wenn wir aktiv sind und für den Frieden in Europa und in unserem
Land beten, können wir Nahrung sein für viele, weil wir Jesus alles
geben was wir haben, wie die „5 Brote und 2 Fische“. Die Madonna
sagt uns immer wieder: „Ich brauche eure Opfer, ich brauche eure
Gebete“, deshalb ist es wichtig, ihr unser Gebet und unsere Opfer zu
schenken, durch sie nährt Christus uns alle. Wir können nicht sagen,
daß wir zu wenige sind. Nur ein Kind hatte ein wenig Brot, es reichte
für alle und es blieben sogar 12 volle Körbe übrig. Wenn du das
Bedürfnis spürst, Gutes zu tun, schaue nicht nach den anderen, die
nichts tun. Die Madonna ruft dich, du bist wichtig!
Auch wenn ihr hier 200 oder 300 seid, könnt ihr vieles für dieses
Land tun, weil ihr euch zur Verfügung gestellt habt. Ihr bietet Jesus
eure mühevolle Pilgerfahrt an, denn es ist kein Spaß hierher zu
kommen, wo Strom, Licht und Wasser fehlen. Hier werden Opfer
verlangt, aber die Madonna sagt: „Ich brauche eure Opfer“. Ihr seht
welche grausame Gewalt in Europa existiert, obwohl das Evangelium
seit 2000 Jahren in Europa bekannt ist. Satan ist „Mörder von An-
beginn“, der Krieg, die Droge, die zerstörte Familie, die Tötung der
Wehrlosen, all dies ist sein Werk. Der Mensch, der nicht betet, kann
dazu kommen solche Gewalt, von Satan gewollt, auszuführen. Die
Madonna hat uns nicht gesagt, daß wir von den UN-Truppen befreit
werden und auch nicht, daß die Verhandlungen in Genf uns den
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Frieden geben. Im Gegenteil, es wird noch
schlimmer, wenn diese falsche Treffen weiter
stattfinden. Vorige Woche ist die Stadt
Bugojno, 150 Km von hier entfernt, von den
Moslems besetzt und erobert worden. 50.000
Katholiken sind durch eine serbische Zone
geflüchtet und sind hierher nach Posusje,
Duvno gekommen, sie sind verzweifelt, sie
haben nichts mitnehmen können. Sie mußten
alles verlassen und leben jetzt in den Wäldern
und auf den Wiesen. Ein großes Leid... und es
passiert hier vor unseren Augen. Warum?
Was wollen sie? Wenn du in Paris, London
oder Rom danach fragst, sagen sie dir: „Wir
wissen es nicht!“
Wir erwarten keine Hilfe mehr von den
Politikern, sondern einzig und allein von der
Madonna und von unserem Herrn. Die
Madonna hat euch zu uns geschickt, als Zei-
chen der Hoffnung und des Friedens. Eure
Anwesenheit hier sagt uns, daß wir nicht
alleingelassen, nicht vergessen oder abgesto-
ßen sind. Es gibt die Kirche, die uns hilft, uns
liebt, wie Veronika, die unsere Tränen trock-
net, wie Simon, der unser Kreuz, unsere Lei-
den mitträgt. Deshalb danke ich euch, die ihr
zu uns gekommen seid, um mit uns zu beten.
Ich danke den Fahrern, die Hilfsgüter für
Millionen von Bedürftigen gebracht haben.
Ja, für Millionen! Es ist traurig, sowie es
traurig war für mich von dem Attentat in Rom
in der Kirche S.Giovanni in Laterano, zu
hören. Sie ist die Mutterkirche, das Symbol
aller Kirchen
. Unsere Generation kommt
soweit, das Zentrum unserer Kirche zu tref-
fen. Wieder ein Werk Satans! Er ist der Feind,
er zerstört und er vernichtet. Deshalb ist es
wichtig zu verstehen, daß die Madonna uns zu
einem neuen Kreuzzug aufruft. So wie damals
im Jahre 1571, als Papst Pius V. die katholi-
sche Welt zum gemeisamen Gebet zur
Madonna aufrief, um die Gefahr abzuwen-
den, von den Türken erobert zu werden. In
Lepanto gingen die türkische Schiffe unter.
Nach dieser Rettung wurde das Fest des Rosen-
kranzes an jedem ersten Sonntag im Oktober
eingesetzt. Wir haben hier in Sinj eine Kirche,
in der die katholischen Kroaten sich versam-
melten und beteten, als 10.000 Türken die
wenig, aber wir sind verfügbar, wir müssen
anfangen zu überlegen, wie wir den Rosen-
kranz gemeinsam beten können, im Kampf
gegen das Böse. Deshalb möchte ich, daß
jeder von euch diesen Rosenkranz annimmt
und an seine Verantwortung denkt. Danach
segnete P. Jozo durch ein intensives Gebet die
Rosenkränze und die Bilder, die an alle An-
wesenden verteilt wurden. Um 15.Uhr, unter
einer unbarmherzigen Sonne, den Rosenkranz
für den Frieden betend, steigen wir auf den
Podbdro. Von 18 Uhr bis 21 Uhr findet das
Abendgebet statt und danach ist Anbetung bis
24 Uhr.
Montag, 2. August. Im großen Zelt be-
ginnen die Treffen für die Jugendlichen, sie
sind am Anfang ca. Eintausend und später
werden es mehr. Die zahlreichste Gruppe
besteht aus Tschechen und Slowaken, dann
Kroaten, Italiener, Deutsche, Franzosen, Iren,
Ungarn, Engländer und Belgier. Es fehlen die
Amerikaner, die mit der Vorbereitung des
Weltjugend-Treffens in Denver beschäftigt
sind. P.Slavko ist der Leiter und die Seele des
Festivals. Von 8.30 bis 16.00 Uhr finden die
Treffen statt. Aber um 8.30 Uhr ist die Hitze
schon bedrückend. In den ersten Tagen ist es
wie in der Sauna, aber die Jugendlichen lassen
sich nicht abschrecken. Der Anfang ist müh-
sam, denn es fehlen technische Hilfsmittel.
Das Thema ist: “Aus der Finsternis zum Licht“.
Man kann ein neues Leben auch auf den
Trümmern von negativen Erfahrungen bau-
en. Die Jugend ist oft versucht, andere für ihr
Versagen zu beschuldigen... Die Madonna
lädt uns ein, gegen Abhängigkeiten zu kämp-
fen, indem das Gebet erneuert wird. Sie zeigt
uns den Weg zur Liebe und zum Frieden.
Wann wird die Welt auf Sie hören?
P.Slavko ermuntert uns in diesen Tagen
das Gebet zu vertiefen und uns Zeiten der
Stille freizuhalten. P. Slavko spricht in kroa-
tisch, Marija Dugandzic übersetzt in italie-
nisch, Milona übersetzt in englisch, franzö-
sisch, in tschechisch und ungarisch. Am Nach-
mittag geben einige Jugendliche der Gemein-
schaft des 'Cenacolo' von Schwester Elvira
Zeugnis über ihr Leben. Sie erzählen von
ihren Leiden, da sie besonders von Drogen
abhängig waren und wie sie durch die Gnade
Gottes aus der Finsternis ins Licht geführt
wurden.
Es spricht Marco, 25 Jahre alt, 6 Jahre
drogenabhängig und seit 3 Jahren in der Ge-
meinschaft, er erzählt, daß er sein Glück in der
Diskothek, im Sex, mit leichten Mädchen und
in der Droge umsonst gesucht hatte. Er hat
nun die echte Freude im Verzicht gefunden.
Armano erzählt: „Ich lag am Boden... Heroin...
ich war verzweifelt, in der Gemeinschaft bin
ich wiederauferstanden.“ Stefan, Verantwort-
licher der Gemeinschaft in Medjugorje, sagt:
„Das Problem der Jugendlichen heute ist, daß
sie die Bedeutung und den Wert des Lebens
verloren haben, die Droge ist nur eine Folge.
Dem jungen Menschen genügt nicht das Geld,
Autos, Diskos... sondern er muß dem Herzen
und dem Angesicht Gottes begegnen. Auch
die jungen Menschen, die keine Droge neh-
men sind Verzweifelte, wenn sie Gott nicht
begegnen. Denn in Gott allein ist die echte
Freude.“
Um 18.00 und um 22.30 Uhr findet das
tägliche gemeinsame Gebet statt, belebt von
den Gesängen der Jugendlichen unter der
Stadt umzingelten. Die Türken kamen alle im
Fluß Cetina um. Genauso etwas geschah in
der Nähe von Dubrovnik, in Boka-Kotorska,
jetzt in Montenegro. Es sind viele Wunder
geschehen. Wir hatten keine Siege durch das
Militär, sondern durch Wunder.
Heutzutage ist Europa genauso gespalten,
wie damals gegenüber den Moslems aus der
ganzen Welt. Sie kommen zu Tausenden frei-
willig hierher, sie haben genug Waffen. Heute
sind sie hier, morgen könnten sie in Italien, in
Deutschland sein... Sie würden genügend jun-
ge Leute finden, die mit ihnen die Kirche
zerstören würden. Es ist ein Geheimnis des
Bösen! Wie sollen wir dieses Übel von uns
fernhalten? Ohne das gemeinsame Gebet
wären wir verloren. Die Madonna sagte uns
schon, daß Satan sehr stark ist, aber auch daß
er seine Kraft verliert, wenn wir es nicht
zulassen. Ja, sagen wir Satan: „Ich will nicht!
Ich liebe Jesus! Ich will mich bekehren, ich
verlasse die Sünde, ich will meinem Gott
dienen, so wie die Madonna uns lehrt!“
Liebste Brüder, ich will euch sagen, daß
ihr nichts zu befürchten habt, seid voller Hoff-
nung, voller Freude und Liebe. Das ist, was
uns die Madonna begreiflich machen möchte.
Ihr seht, man hat die Mutterkirche S. Giovanni
in Laterano getroffen. Versucht die Zeichen
der Zeit zu verstehen!
... Christus, der König
des Friedens will keine Gewalt, sondern den
Frieden. Aber es gibt keinen Frieden ohne die
Bekehrung. Es gibt keinen Frieden, wenn wir
nicht Christus finden. Er ist der Friede. Die
Madonna führt mich zu Jesus... wie? Durch
das Rosenkranzgebet.
Der Rosenkranz ist unsere Waffe. Mit
diesem Gebet wollen wir einen großen Kreuz-
zug beginnen. Wir wollen das Gebet in Euro-
pa erneuern. Nach dem Krieg wollte die Rote
Armee in Österreich bleiben, so wie sie in
Deutschland blieb. Ein Franziskaner rief die
Menschen auf den Plätzen, in den Sport-Sta-
dien, auf, den Rosenkranz zu beten. Sie bete-
ten , 20.000 Menschen und mehr, acht Jahre
lang, danach sind die Russen abgezogen, ohne
Blut zu vergießen. Alle erkannten, daß das
Gebet sie gerettet hatte. Ich bin überzeugt, daß
es heute noch geschehen könnte... Wir sind
Festival der Jugend: abgebildet ist Monika, Dolmetscherin für die Tschechen und Slovaken,
P. Slavko, Bruder Agostino, P. Liam
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erfahrenen und liebevollen Leitung von P. Liam (Irland) und P.
Agostino an der Gitarre. Tag und Nacht ist die Anbetungskapelle offen
und es sind nicht wenige, die weiterhin bei Jesus verweilen.
Dienstag, 3.August. Heute sollte P. Jozo zu den Jugendlichen
sprechen, aber gestern ist der junge Ehemann seiner Nichte an der
Front bei Mostar tödlich getroffen worden. Er wird am Donnerstag
kommen. Die traurige Nachricht erinnert uns, daß 20 Km entfernt ein
erbarmungsloser Krieg wütet. P. Slavko lädt uns ein in die Gebets-
schule der Madonna einzutreten und erinnert uns daran, daß jeder neue
Tag eine neue Gelegenheit bietet, sich für Gott zu entscheiden.
„Danke, Gott für diesen Tag und für alle deine Gaben. Ich möchte dir
dienen heute und allezeit. Befreie mich von allen falschen Göttern und
vergib mir für alle die Tage, an denen ich Dich vergaß und für alle
Situationen, bei denen ich an deiner Liebe gezweifelt habe. Maria,
lehre mich zu glauben, hilf mir im Glauben zu leben.“ Zwischendurch
Gesänge und Stille „Gib denen, die den Tag voll von Haß beginnen,
die Liebe zurück, wir bitten dich für die jungen Menschen, die den Sinn
des Lebens verloren haben..."
P. Petar, ein Symbol der Einfachheit und der vollkommenen
franziskanischen Freude, spricht über religiöse Berufungen. Er er-
wähnt am Anfang, wenn die jungen Menschen unter dem Zelt die
große Hitze geduldig ertragen, ist es schon ein Zeichen, daß es Gott
gibt und daß Er groß ist. Nur einige Sätze seiner bemerkenswerten
Ansprache möchte ich hier wiedergeben. "...Ich sehe unter euch viele,
die berufen sind in besonderer Weise den Herrn zu lieben. Betet um zu
begreifen, welchen Plan der Herr für euch bereithält. Die religiöse
Berufung ist für den, der nur für Gott und mit Gott sein und Gott über
alles lieben möchte... Gott schaut nicht auf unsere Schwächen, sondern
auf unsere Entscheidung. Alles wird leicht, wenn du entdeckst, daß es
Gott gibt und er dich liebt... Der Weg, der schwierig erschien, wird
dann leichter. Man muß eine egoistische Auffassung des Lebens
überwinden, man kann nicht nur für sich leben... Die Erfahrungen in
Medjugorje haben viele Berufungen hervorgerufen. Das Geheimnis
liegt im Gebet.“ Am Nachmittag hören wir auf das Zeugnis eines
jungen deutschen Franziskaners und einer holländischen Nonne von
der Gemeinschaft „Oase des Friedens“; sie erzählen von ihrer Bekehrung
und ihrer Berufung.
Mittwoch, 4. August. Nach dem Gebet hat P. Liam uns sein
Zeugnis geschenkt. Ich gebe es stark verkürzt weiter: „Ich bin in einer
christlichen Familie großgeworden, aber meine Interessen lagen wo-
anders, ich wollte ein Rockstar werden. Ich sang in einer Band, hatte
viele Freunde und Freundinnen, aber irgendwann fühlte ich mich leer
und einsam. Eines Nachts lernte ich einen jungen Mann kennen, der
schien mir sehr glücklich zu sein. Er war Theologe in einem Seminar.
Je mehr ich ihn kennenlernte, desto mehr Frieden übertrug sich auf
mich. Ich fragte mich warum er ohne Freundinnen und ohne Gesang
glücklich war, bis ich entdeckte was mir fehlte. Je größer die Freund-
schaft wurde, desto glücklicher wurde ich und ich vernahm in mir
einen Ruf: „Auch du kannst zu mir kommen!“. Aber ich leistete
Widerstand, ich fühlte mich zu sündig, warum gerade ich? Der Ruf
wurde stärker und ich gab mein Ja. Ich mußte es meinen Freunden
sagen und vor allen meiner Freundin. Ohne Schwierigkeiten habe ich
sieben Jahre das Seminar besucht, aber dann wurde es schwierig, da ich
die Theologie nur mit dem Verstand studierte. Im Jahre 1984 wurde ich
Priester... Zum Glück habe ich zwei Jahre später die Möglichkeit
gehabt, nach Medjugorje zu kommen und dies war der Anfang eines
neues Lebens. Hier habe ich verstanden, daß die Madonna meine
Mutter ist, daß sie sich um mein Leben sorgt und ich habe sie besser
kennengelernt. Hier habe ich Jesus in der Eucharistie verstanden,
obwohl ich schon vorher zelebrierte. An einer Nacht hier habe ich sehr
geweint, ich fühlte mich wie ein Kind, das zur Welt kommt.
Ich fühlte, daß ich nur meine Sünde anzubieten hatte und ich
wunderte mich, Priester zu sein. Ich hatte noch rote Augen vom
Weinen und dachte am Abend nicht zu zelebrieren, dann entschied ich
mich dazu und der einzige freie Stuhl stand hinter der Statue vom hl.
Jakobus. Ich dachte, daß die Madonna ihn für mich reserviert hatte. An
diesem Platz hörte ich in mir jene liebreiche Stimme sagen: „Ich werde
dir helfen, ich werde dich brauchen.“ Dann an einem Abend sagte P.
Slavko zu mir, ich solle für die Madonna singen. Dies war der Anfang
von etwas neuem, nun reise ich durch die Welt und versuche, den
jungen Menschen zu helfen... Ich bin überzeugt, daß jeder eine
besondere Gabe von Gott empfangen hat. Im vergangenen Monat bin
ich vier Tage bei Mutter Theresa gewesen. Sie ist alt, schwach, klein...
aber ihr seht wie Gott sie gebraucht hat. Jeder soll sich fragen, welche
Gabe habe ich empfangen? Und dann muß man den Mut haben, diese
Gabe zur Entfaltung zu bringen. Wenn ich Schwierigkeiten habe, bete
ich folgendes: „Maria, Mutter Jesus, sei jetzt meine Mutter!“Am
Nachmittag hörten wir ein Zeugnis von Schwester Emmanuelle. Ich
fasse zusammen: In meiner Jugend praktizierte ich zusammmen mit
einigen Freunden gerne Astrologie und Spiritismus. Ich fühlte mich
allerdings sehr einsam und traurig. Im Jahre 1973 in Paris lernte ich
eine Gebetsgruppe kennen und zum ersten Mal in meinem Leben bat
ich den Herrn um Hilfe. Ich wollte sterben. Eine Dame in der Gruppe
bekam eine besondere Erleuchtung und verstand meine Situation.
Sie sagte: „Du hast dich in die Hände Satans gegeben, aber Jesus
kann dich befreien und heilen.“ Die Gruppe betete über mir und ich mit
ihnen. Das Gefühl der Verzweifelung verschwand, es war mir klar, daß
Gott mich gerettet hatte und ich vertraute ihm mein Leben an. Ich
dachte damals noch an die Ehe. Sechs Jahre später, während einer
eucharistischen Anbetung, sprach der Herr zu meinem Herzen und bat
mich seine Braut zu werden. Nach einem kurzen inneren Kampf gab
ich mein ja und sofort erfüllte mich eine solche Freude, wie nur Gott
sie schenken kann. Ich werde Gott nie genug danken können.“
Zum Schluß spricht die Seherin, Marija Pavlovic: "...Viele von
euch haben angefangen die Botschaften der Königin des Friedens in ihr
Leben umzusetzen und wissen, daß der Friede nur im Gebet, in der
Verbundenheit mit Gott zu finden ist. Durch diesen Krieg ist uns auch
klarer geworden, daß nur die Macht des Gebetes den Krieg beenden
kann. Anfangs hatte die Madonna nur ein einfaches Gebet erbeten,
aber nach und nach hat sie uns eingeladen, unser ganzes Leben zu
einem Gebet werden zu lassen. Sie bittet um Fasten bei Brot und
Wasser, aber zuallererst sollen wir uns von dem was uns bindet, uns
abhängig macht, lösen, vor allem von der Sünde... Durch die häufige
Beichte möchte sie uns auf die Hl. Messe vorbereiten. Die Hl. Messe
soll das Zentrum unseres Lebens sein. Unsere Erfahrung ist folgende:
„Wir haben ihre Bitten in die Praxis umgesetzt und dabei haben wir
allmählich die Bedeutung dessen, worum sie uns bat, begriffen. Sie hat
uns zum Gebet geführt und uns zur Heiligkeit berufen. Auf diese Weise
sind inzwischen 12 Jahre des Weges mit der Madonna vergangen...
Aber zusammen mit uns hat sie Tausende und aber Tausende Pilger
geführt, weil sie alle liebt... Ihre Schönheit ist unbeschreiblich und
nicht mit den schönsten Mädchen vergleichbar...“ Wir haben sie
gefragt, warum sie so schön sei und sie erwiderte, daß die Liebe schön
macht. Um 21 Uhr findet ein Liederfestival mit Marienliedern statt, als
Vorbereitung zu ihrem Geburtstag. Fast alle kommen mit Blumen oder
mit einem kleinen Brief, die vor der Statue der Unbefleckten gelegt
werden. Alle verschiedene Sprachgruppen bringen ihre Lieder dar, es
ist herrlich!
Donnerstag, 5. August. Heute ist P. Jozo bei uns. Er erinnert uns
an die schreckliche Kriegssituation und an die Botschaften der Madonna.
Er unterstreicht den Mittelpunkt unseres Glaubens, die Eucharistie und
an die Notwendigkeit des Gebetes... Hier bringe ich nur einige Sätze:
„Betet vor dem Kreuz für den Frieden, weil das Kreuz das größte
Zeichen der Liebe darstellt. Vom Kreuz aus hat uns Jesus gelehrt, wie
wir unseren Feinden vergeben sollen.“ Am Nachmittag spricht er
lange über das Rosenkranzgebet, das Gebet, das von der Königin des
Friedens von Anfang an empfohlen wurde. Er segnet schließlich viele
Rosenkränze und Bildchen, die unter den Anwesenden verteilt
werden.Um 19 Uhr leitet der Erzbischof von Split, Mons. Frane Franic,
eine feierliche Konzelebration zur Ehre der Madonna.
P. Jozo hält die Predigt und lädt alle ein, nach der Hl. Messe den
Rosenkranz gemeinsam zu beten. Danach machen sich viele Jugend-
gruppen auf den Weg zum Berg Krizevac, wo sie unter dem Kreuz
abwechselnd im Gebet und Schlaf die Nacht verbringen. Wenn die
Sonne aufgehen wird, werden sich alle dort wiederfinden um mit einer
eucharistichen Feier am Fest der Verklärung des Herrn das
Jugendgebetsfestival zu beenden.
Freitag, 6. August. Um 3.30 Uhr macht sich eine größere Gruppe
auf den Weg, P. Slavko leitet den Kreuzweg. Gegen 5 Uhr beten wir
am Gipfel gemeinsam den Rosenkranz und um 5.30 Uhr beginnt die
Hl. Messe. Am Horizont wird ein kleiner Teil der Sonne sichtbar, wir
schauen uns freudig an, wie Kinder, und wir fühlen uns von der Liebe
Gottes und Mariens umgeben. Die Predigt wird von P. Slavko gehal-
ten: „Der Berg Krizevac ist unser Tabor geworden. Es ist schön hier zu
sein, hier zu beten, aber bald steigen wir herunter, fahren nach Hause
und manche befürchten, daß sie nicht weiterführen können, was sie
hier angefangen haben. Hier bittet uns die Madonna um die Entschei-
dung zum Gebet um alle Schwierigkeiten zu überwinden. Erneuert
euer Ja zum Herrn, denn er braucht euer Ja und auch die Welt, in die
ihr zurückkehrt braucht euer Ja. Wie Johannes, der die Mutter Jesus zu
sich genommen hat und mit ihr seine Angst überwand, nehmt auch ihr
sie mit euch und ihr werdet die Angst überwinden.“
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Am Ende steigen wir, singend und betend, von unserem „Tabor“
hinunter und kurz danach fahren wir mit unseren Fahrzeugen ab. Wir
fahren eine kurze Strecke hinter den fünf Reisebussen der Tschechen
und Slowaken. Dann mit großen Gesten verabschieden wir uns und
wünschen ihnen, daß die Madonna sie segne und uns alle beschützt.
Alberto Bonifacio
Aus der wahren Gemeinschaft mit Gott entspringt
brüderliches Leben, schöpferischer und
fruchtbringender Geist
Kommt man mit Bewegungen, Gebetsgruppen und Gemeinschaften in
Verbindung, entdeckt man im Lichte Gottes mancherorts ein falsches Verhal-
ten. Vor allem stellt man in der Kirche eine ‘Haltung des Todes’ fest, eine
verschlossene Einstellung zu allem, was neu ist; es handelt sich nicht nur um
Verschlossenheit gegenüber neuen Bewegungen, sondern um ein tiefgreifen-
des Verschließen des Herzens. Es gibt noch ein anderes uns betreffendes
Verhalten als mit Medjugorje-Gebetsgruppen verbundenen Menschen, das als
starres geistliches Verhalten bezeichnet werden kann: in vielen Gebets-
gruppen schreiten Menschen Jahre ohne geistliches Wachstum voran, die sich
praktisch in Betriebsamkeit festgefahren haben. Und wenn sich das schöpfe-
rische Leben nicht entfaltet, dann können wir in den Gebetsgruppen alle
möglichen Ketzereien entdecken, die in der Geschichte der Kirche auch
aufgetreten sind: Jammertum, Frömmelei und vor allem, was sich im Unter-
bewußtsein der Menschen einnistet: die Unumgänglichkeit sich selbst bestä-
tigt zu wissen. Das alles führt zu einem großen Durcheinand, in dem Satan -
sehr gut getarnt - tätig sein kann.
Da aber die Absicht der Madonna darauf abzielt, die Menschen zum Lichte
und nicht zu fanatischem und ehrgeizigem Aktivismus zu führen, möchte ich
gern mit euch auf diesen Weg des Lichtes eindringen. Man gelangt dahin mit
dem einzigen Mittel, und das betrifft die in Zurückgezogenheit und Anbetung
lebende Gemeinschaft, die Bruderschaften, Gruppen von Christen, die dem
Lichte der Kirche in der Welt folgen wollen: das brüderliche Leben in der
Gemeinschaft. Der Grund, weshalb die Madonna solch geartete Gemeinschaf-
ten wünschte, hat sie uns selbst in einer Botschaft gesagt: Auf diesen Ruf hin
muß ein Aspekt der Kirche erneuert werden
. Es wäre wünschenswert, wenn die
Bruderschaften und Gemeinschaften im Klima einer Familie leben würden;
die Familie ist eine Kerngemeinschaft. Aus ihr entspringt Leben; eine unge-
sunde Familie bringt an Komplexen leidende und komplizierte Menschen
hervor. Darüberhinaus hat jeder Mensch das Bedürfnis in sich als Vater,
Mutter, Kind, Bruder, Schwester ‘verwirklicht’ zu sein. Eine wahre Gemein-
schaft zwischen uns bilden bedeutet also diese grundlegenden Bedürfnisse im
Menschen entwickeln. Am Anfang ist auch die Kirche so geboren worden:
durch den toten und auferstandenen Jesus; die Madonna hat die noch verblie-
bene Gruppe angeführt, eine Frau. Es war eine Familie. Die Kirche kennt diese
Vertrautheit ihrer Anfänge. Im Leben dieser Familienzellen, in den Gemein-
schaften und Bruderschaften, möchten wir lediglich das Evangelium in
Einfachheit leben, das Bild Kirche wie nur möglich realisieren, die Echtheit in
der Kirche bezeugen, all das was authentisch ist leben und den moralischen
Gesetzen und der Kirchenlehre entsprechen.Wie kann die Kirche erneuert
werden? Durch das Leben der Gemeinschaft in mystischer Vereinigung mit
Jesus und unter uns. Dies ist grundlegend: es kann nicht nur eine Verbindung
mit mir und Jesus geben, denn ich muß vollkommen und mystisch mit einem
Teil des Körpers Christi vereint sein. Hier wird die Bruderschaft, die vollkom-
mene Einheit mit Christus und unter uns geboren.
Welche sind die Ziele? Das erste Ziel im Leben der Bruderschaft und
Gemeinschaft besteht in meiner Neugeburt. Wann wird ein Kind geboren?
Zwischen zwei Personen. Daher wird man nur in der Kirche, in der Gruppe und
in der Gemeinschaft geboren; das Leben kann in der Absonderung nicht
entstehen und je mehr wir Christus gegenüber in unserer Gemeinschaft offen
sind, desto mehr Menschen werden zum Leben erweckt und Leben entsteht.
Nun, während die physische Geburt allen klar ist, sind sich wenige bewußt
über das gleiche Entstehen mystischen Lebens unter uns: Jesus wird tatsäch-
lich unter uns geboren! Ich konnte sehen, daß diese Wirklichkeit auch unter
geweihten Personen in Klöstern unbekannt war: bewegen wir uns in Richtung
dieser Anwesenheit Christi in uns und um uns, wird jenes neue vom Evange-
lium verheißene Leben geboren.
Ein anderes anzustrebendes Ziel in der Gemeinschaft ist der schöpferische
Geist. Als Jesus den Aposteln den Heiligen Geist spendet und sie aussendet,
Teufel auszutreiben und Wunder zu wirken, hat er in ihnen den schöpferischen
Geist erweckt. Er kann in uns aber nicht geboren werden, wenn wir uns nicht
in der Liebe reinigen. Auch die Apostel haben einen Weg zusammen mit Jesus
zurückgelegt, wie eine Familie, dann sind sie weitergegangen. Die Hl. Schrift
sagt: wir haben beschlossen, der Heilige Geist und wir. Das ist Familie! Das
ist Vertrautheit mit dem Heiligen Geist und unter ihnen. Zur Rettung der Welt
hat Jesus Seinen schöpferischen Geist in die Kirche gelegt: es ist dies die von
der Kirche gelebte Einheit. Wenn wir also lebendige Kirche sind und unter uns
diese Gemeinschaft in der Liebe Jesu besteht, wirkt der Heilige Geist durch
uns. Gott allein kann leben erzeugen. Daher kann jede Gemeinschaft ihre
Verwirklichung nur in Gott erreichen: nicht unter zweien, oder dreien, aber
unter zweien oder dreien in Gott. Zwei können ungläubig sein, drei können
eine Bande bilden, aber zwei in Gott können die Heilung anbieten, können
Frucht bringen und neues Leben bringen. Durch diesen Ruf eröffnet sich ein
unendlich weiter Horizont: Gott beginnt den neuen Himmel und die neue Erde
zu erschaffen. Wir Christen werden nur dann spüren verwirklicht zu sein,
wenn wir dieses Ziel erreichen. In der Tat ist es so, verwirklichen sich nicht in
jedem Menschen diese grundlegenden Bedürfnisse in geistlicher Hinsicht,
wird die Realisierung christlichen Lebens überhaupt verhindert. Nun, ich sehe
in unseren Bruderschaften und Gemeinschaften ein privilegiertes Mittel,
worin sich unsere Reinigung, unsere Geburt und unser schöpferischer Geist
entwickeln kann. Dort können wir geboren werden, wie die Apostel oder der
Hl. Franziskus geboren wurden. Er hatte die Theologie-Studien im Seminar
nicht beendet, da er aber selbst im Heiligen Geiste neugeboren war, hatte er die
Bruderschaft zu seiner Zeit zur Neugeburt gebracht.
Seht, nicht die große Anzahl ist wichtig; es ist allein wichtig den Weg auf
Gott hin auszurichten, in uns und in unserem Sein das Leben und den
schöpferischen Geist zu spüren, die Gott allein und niemand anders uns geben
kann. In solchem Verhalten ist verständlich, daß ein gottverbundener Mensch
fruchtbingend ist; seid unbesorgt, die Berufungen werden zunehmen. Seid
unbesorgt, zwei, drei, vier in Gott verbundene Menschen, die untereinand
keine Ehe eingegangen sind, diese aber mit Gott geschlossen haben, daher in
Gott unter sich vereint sind, werden neues Leben und neue Berufungen
bringen. Seid unbesorgt, die Frucht wird nicht ausbleiben! Sie werden nicht
Frucht bringen, wenn in der Bruderschaft auch nur eine einzige Person ist, die
das Leben tötet. Daher werden außer der nötigen Elastizität in unseren
Gemeinschaften bestimmte Verhaltensvorschriften angewandt.
Zu einer der Regeln zählt, daß in der Gemeinschaft keine Person unzufrie-
den sein darf, da man mit Gott nicht unzufrieden sein darf. Wer unzufrieden
ist, hat den Weg zu Gott nicht eingeschlagen und gefunden. Entweder er findet
ihn wieder und geht voran, oder er schlägt einen anderen Weg ein. Eine
unzufriedene Person kann sehr wohl in der Gemeinschaft ein Werkzeug Satans
sein, das großen Schaden anrichten kann. Zur weiteren Ordnung zählt, daß
niemand in der Gemeinschaft hassen darf. Es geht hier nicht um Haß im
herkömmlichen Sinn als Aggression, wohl aber als Kundtun von Kälte im
Verhältnis zueinander; auch das ist Haß!
Ihr wißt wohl sehr genau, wieviel Neid, Eifersucht, Gerede in Gebets-
gruppen vorkommen; das sind Schwächen, die sich bei jedem Treffen einstel-
len, da die Menschen nicht das Leben, die Liebe und Zufriedenheit in Gott
gefunden haben. Wir haben uns gesunde Personen zum Ziel gesetzt; eine
gesunde Gemeinschaft ist eine kleine gesunde Kirche; durch sie wird auch die
Kirche geheilt. Damit sich die Gemeinschaft unter den Gliedern Gottes
entwickle, muß der Individualismus entwurzelt werden: die aus der Gemein-
schaft ausgeschiedene Person ist sicher unzufrieden und zur Liebe unfähig. Da
eine Mutter nicht getrennt vom Kinde leben kann, oder zwei Brüder, die sich
lieben, in ihren Beziehungen kalt zueinander sind, muß in den Bruderschaften
jeglicher Individualismus verworfen werden. Aus diesem Grunde ist es
wichtig, das Leben Gottes nicht auf den Gedanken des einzelnen zu beschrän-
ken: Gott ist nicht so klein wie meine Gedanken und Ansichten kläglich klein
sind! Gottes Leben und das Leben der anderen Brüder, das an sich eigenständig
ist, können nicht auf meine Ansichten beschränkt werden! Nur wenn wir
jeglichen Subjektivismus und jede Selbstsucht verwerfen, wird sich der
schöpferische Geist, jenes Leben, jene Freiheit und die reine Liebe Gottes
entfalten. Andrea, Maria, P. Emanuele, don Angelo, alle... haben ihre Origi-
nalität. Um mich in den Dienst des Geistes Gottes bei allen vieren zu stellen,
muß ich aus meiner Welt und meinen Ansichten austreten; was bleibt mir,
wenn ich da heraustrete? Der Glaube, die Hoffnung und die Liebe. Wie kann
ich die Tiefen ihres eigenständigen Lebens ergründen, in dem Gott wohnt? Nur
mit dem Glauben, mit Vertrauen, mit Hoffnung, mit der Liebe. Seht ihr, wohin
uns die brüderliche Liebe führt? In geistliche Tiefen. Hier gehen jeglicher
Klatsch, jegliches Gerede und die eigenen Ansichten zu Ende. Hier beten wir
und bieten uns gegenseitig an zum Ziel einer gemeinschaftlichen Generation
in Gott. So ist es schön zusammenzuleben; jeden Tag den lebendigen Gott
entdecken, Der sich durch eine Schwester, einen Vater, oder einen Bruder
offenbart.
Wir sind uns bewußt, daß die Tiefe, diese unsere von Ewigkeit her
währende Schönheit, versteckt in uns schlummert, da wir uns nicht mit der
Liebe Gottes geliebt fühlen. Während vieler Jahre hindurch kann Jesus in mir
leiden, weil er nicht ‘genährt’ wird; Seine Auferstehung tritt ein, wenn ihr Ihn
in mir liebt. Versteht ihr nun was es bedeutet, im wahrsten Sinn des Wortes eine
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Bruderschaft zu leben. Wenn du Gott in einer
anderen Person leben läßt, lebt sie neu und wird zur
starken und freien Kreatur. Dies führt unweiger-
lich zu einer Haltung des Beschauens und
Beobachtens des göttlichen Lebens im anderen.
Was ist Beschauen? Wenn ich alle meine Argu-
mente, alle meine Gedanken beiseitelege, wenn ich
frei von Interessen bin, wenn ich aber nur Gott im
anderen betrachte; wenn ich mit Vertrauen, Hoff-
nung und Liebe in Gott bin, dann habe ich ein
Verhalten des Beschauens Gottes im anderen. Wir
sehen sehr deutlich, daß das seinen Preis hat, denn
wir müssen uns selbst abtöten. Und dieses Sich-
selbst-Verleugnen müssen wir opfern: dann haben
wir Opferseelen! Ich wünsche innig, daß ihr ver-
steht, was es heißt eine Opferseele zu sein.
Briefe an Don Angelo
„Im vergangen März hatte ich die Freude-
während drei Tagen den Erscheinungen der
Madonna mit Ivan in der Kirche von
Medjugorje beizuwohnen. Bei dieser Gele-
genheit fragte ich die himmlische Mutter, daß
sie mir - außer meinem Beruf als Komponist
- eine Aufgabe anvertraue um meinen Beitrag
zur Bekehrung und Rettung Hollands und
Belgiens zu leisten, missionsbedürftige Län-
der, wo christliche Werte und Normen am
Nullpunkt angelangt sind. Zwei Monate nach
dieser Begebenheit, erschien die erste Ausga-
be von ‘Echo’ in holländischer Sprache. Nie-
mals hätte ich je geträumt, daß sich das in so
kurzer Zeit verwirklichen läßt. Ich kann nur
daraus schließen, daß die Muttergottes meine
Bitte ernst genommen hat und das Wunder der
Vorsehung wurde Wirklichkeit.“
Frank van Strijthagen, Maastricht
P. Taddeusz gibt ein Lebenszeichen: „Ge-
troffen, jedoch nicht gestorben.“
„Liebe Brüder und Schwestern in Chri-
stus, ein Danke für eure Gebete. Wieviele
Gnaden und Bekehrungen durch eure Gebete
in euer Radio! Wieviele siegreich bestandene
Kämpfe gegen das Böse! Aber wie viele, auch
persönliche Sorgen! Polen durchlebt eine heik-
le Zeit, nicht der Armut wegen. Seine Feinde,
Verbündete des Bösen, importieren
Konsumismus und moralischen Verfall. Kom-
munisten, Freimaurer, Feinde der Kirche und
des Menschen haben sich organisiert und sind
mehr denn je aktiv, auch gegen das Radio.
Reinheit, Demut und Gebet sind Geschenke,
die der Himmel uns durch Maria anbietet; es
sind Waffen, die Satan nicht besitzt, die uns
mit Kraft und Barmherzigkeit kleiden und uns
zum Frieden und zur Liebe geleiten, die uns in
Fatima verheißen wurden. Daher wird das
Werk der Evangelisation zum Osten hin
weitergeführt, und wenn nötig bis zum Ural,
um Glaube und Freiheit in die Herzen zu
bringen. Bleiben wir fest in der Kette der
Herzen eingebunden, bilden wir Brücken des
Gebetes von einem Land Europas zum ande-
ren und bringen wir diese in das Land, das uns
der Papst aufgetragen hat wieder christlich
aufzubauen. Blicken wir mutig in die Ferne,
feurig des Heiligen Geistes. In Jesus und
Maria seid in Gott lebende Tabernakel. Ich
segne und danke euch. Euer P. Taddeusz.
(Spenden können eingezahlt werden auf
das Konto Nr. 764795 Sparkasse, D- 8974
Oberstaufen (BLZ 733 52 230), P. Tadeusz
Rydzyk)
* Ein großes Jugendfestival wurde Ende
August in England in Anwesenheit von P.
Slavko, P. Daniel-Ange und Ivan abgehal-
ten.* Einer unserer in Medjugorje anwesende
Freunde hatte eine gute Idee für die Flücht-
linge
: Busse mieten und die Pilger für wenig-
stens einen Tag nach Medjugorje bringen. Er
hat die Gefangenenlager in Herzegowina be-
sucht, in denen viele Kroaten zusammenge-
pfercht waren, die von ihren Dörfern aus
Bosnien geflüchtet waren. Er war tief von
ihrem Leid ergriffen und kam zum Schluß,
daß nur die Jungfrau ihren Kummer lindern
konnte! * Mirijana erwartet für den kom-
menden April ein neues Geschöpf: das neue
Leben sei gesegnet. Jelena Vasilj ist zwecks
Fortführung ihrer Theologiestudien abgefah-
ren. Sie führt diese nicht mehr in Steubenville
(USA), sondern in Österreich in einer ameri-
kanischen Universität weiter. P. Jozo hat an
der Front in Mostar seinen 34jährigen Neffen,
Vater zweier Kinder, verloren. * Feierliche
Hochzeit von Marija Pavlovic mit Paolo
Lunetti in Mailand, ohne fremder Verfilmung,
nur in Anwesenheit der Freunde. Die Hoch-
zeit in der Kirche „SS Apostoli e S. Nazario
Maggiore“ ist von P. Slavko am 8. September,
liturgisches Fest der Gebut Mariens, zelebriert
worden. Marija sagte, sie habe die übliche
tägliche Erscheinung nach der Kommunion
anstatt am Abend gehabt. Wünschen wir dem
Paar allen Segen, der aus dem Sakrament
entspringt. * Ab Triest nach Medjugorje:
Der tägliche gefahrlose Busdienst um 18 Uhr
ab Autobusbahnhof Triest (Tel. 040/360300),
der nahe dem Zugbahnhof gelegen ist mit
Rückkunft in Triest um dieselbe Zeit (18
Uhr), geht weiter. Preis Hin- und Rückfahrt
Lire 86.200.- Gültigkeit der Fahrkarte: 1
Monat.
Die «Hot line» (heißer Draht) zwischen
Bozen und Maastricht bleibt weiterhin
bestehen
Die enge Mitarbeit mit den holländischen
Freunden geht weiter: ihre «Echo»- Ausgabe
hat gut begonnen und wird bald unabhängig
sein, da sie die holländischen Leser gerne
unterstützen. Es bestehen noch einige Proble-
me, denn die Texte werden vorwiegend aus
dem Deutschen übersetzt, was natürlich eine
Verspätung verursacht. Es wurde noch keine
geeignete Druckerei in Maastricht gefunden,
Erscheint monatlich. Presse-Verantwortung: Dr. med.
Pierantonio Gottardi - Übersetzung: Hermann Zagler -
Graziella Härtel - Druck: Presel s.n.c., BZ .
KOSTENLOS - Allfällige Spenden werden für die
Verbreitung des Blattes verwendet. Vorl. Auflage:
12.500 Stk. - Kosten für Druck u. Versand ca. Lire
4 Mio. / öS 29.700.- / DM 4.100.- SFR 3.600
Jeder bekommt 'Echo', der es persönlich und
schriftlich anfordert. Sendet bitte keine Bestellun-
gen für andere Personen. Man kann jedoch mehre-
re Exemplare anfordern, um diese an Gebetsgrup-
pen oder interessierte Personen zu verteilen.
V E R T E I L U N G
Südtirol (Redaktion): Medj. Komitee, Post-
fach 272, I - 39100 Bozen - Fax (0)471 288185
Überweisungen: Postkonto 134 983 99 oder
Volksbank Bozen K/K 739 600-0
Schweiz: Otto Müller, Sonneggstr. 3 - CH
9113 Degersheim - Postkonto: 90 - 4768 - 0
Österreich: Heindler Margarete, Reindlgutstr.
5, A - 4400 Steyr. Überweisungen:
Volkskreditbank Steyr Nr. 75.045.187
oder Postscheckkonto: 93.001.968
Deutschland: Medjugorje Comitee,
F. Castagnetti, Ostpreussenweg, 4, D- 33104
Paderborn. Überweisungen: K/K 85738
Sparkasse Paderborn (BLZ 47250101)
weil die Druckkosten viel höher sind als in
Bozen. Daher fahren wir in Bozen vorläufig
weiter mit Modem und Fotosatzt. Auch
Transportfirmen sind viele verfügbar, sie trans-
portieren jedoch nicht so schnell wie es nötig
wäre. Daher kommt es vor, daß der eine mit
den holländischen 'Echos' von Bozen abfährt,
der andere aus Holland und man trifft sich in
Deutschland. Der letzte Treffpunkt war z.B.
in Füssen, am Wasserfall des Lech, wo umge-
laden wurde. Es könnte den Anschein haben,
wir seien undurchsichtige Händler; sollte die
Polizei kontrollieren, so könnte von uns Bot-
schaften der Muttergottes geschenkt bekom-
men! Ein Danke allen Freunden und Le-
sern
, die diese Aktion von 'Echo' unterstüt-
zen: wir versuchen zwar alle Briefe persön-
lich zu beantworten, aber das ist nicht immer
möglich. Vielen Dank an allen, auch an den
lieben Freunden Müller, Castagnetti und
Heindler, die die Anlaufstellen in der Schweiz,
Deutschland, bzw. Österreich sind.
P.G.
* Aus Mantova: „Wir haben mit Freude
7.000 Exemplare eines färbigen Büchleins
über die Geschichte der Botschaften,
Katechesen, Gebete und Lieder in albani-
scher
Sprache und nach Übersetzung von
Robert Prendushi (10 Mio Lire) gedruckt und
versandt. Es sind auch die letzten 14.000
Hefte über die Botschaften und Gebete in
rumänischer Sprache (Kosten 22 Mio. Lire)
angekommen. ‘Echo’ rumänisch wird nun in
16.000 Exemplaren gedruckt. Ein besonderer
Dank den Franzosen, die die Kosten ihrer
Ausgabe selbst tragen, auch sehr freigibig für
die Hilfe in den Osten sind.
Der Herr breite Seinen Segen über die
ganze Familie von ‘Echo’ aus, die mit der
Kette des Rosenkranzes, unseren Schutz, un-
sere Sicherheit, verbunden ist.“
Don Angelo
Korrektur zu 'Echo' 105:
Botschaft vom 25. August 1993
Liebe Kinder, Ich wünsche, daß ihr be-
greift, daß ich eure Mutter bin, und daß es
mein Wunsch ist, euch zu helfen und euch
zum Gebet einzuladen. Nur durch das Gebet
könnt ihr meine Botschaften begreifen und
annehmen und sie ins Leben umsetzen. Lest
die Heilige Schrift, lebt sie und betet, damit
ihr die Zeichen dieser Zeit begreifen könnt.
Dies ist eine besondere Zeit! Deshalb bin ich
mit euch, damit ich euch meinem Herzen
und dem Herzen meines Sohnes Jesu näher-
bringe. Liebe Kinder, ich wünsche, daß ihr
Kinder des Lichtes und nicht der Finsternis
seid! Deshalb lebt das was ich euch sage.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!