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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 137 (Januar-Februar 1998)

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Eco di Maria
Regina della Pace

Deutsch 137

Januar - Februar 1998 - Epiphanie des Herrn


Botschaft Mariens vom 25. Dezember 1997

"Liebe Kinder, auch heute freue ich mich mit euch und ich lade euch alle zum Guten ein. Ich wünsche, daß jeder von euch nachdenkt und den Frieden in seinem Herzen trägt und sagt: "Ich möchte Gott an den ersten Platz in meinem Leben stellen." So, meine lieben Kinder, wird jeder von euch heilig werden.
Meine lieben Kinder, sagt zu jedem: "Ich wünsche dir Gutes." Und er wird es dir mit Gutem vergelten und das Gute, meine lieben Kinder, wird im Herzen eines jeden Menschen wohnen. Heute abend, meine lieben Kinder, bringe ich euch das Gute meines Sohnes, der sein Leben gegeben hat, um euch zu retten.
Deshalb, meine lieben Kinder, freut euch und streckt eure Hände zu Jesus hin, der nur das Gute ist. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Weihnacht! Sagt allen:
"Ich wünsche dir Gutes!"

In Anbetracht eines Weihnachten vieler Kümmernisse für den Menschen, bietet uns Maria ein für den Menschen heilsames Weihnachten an. Sie konnte uns mit keinen anderen, einfacheren und umfassenderen Worten sagen, was Weihnacht bedeutet und welche Veränderungen sie in einem jeden von uns bewirken soll, um zu einem Weg der Heiligkeit zu gereichen.
Ich freue mich mit euch. Zur Weihnacht kann die Madonna nicht anders, als sich für das Geschenk, das Gott uns durch Ihre Hände macht, zu freuen, und lädt uns ein, Ihn als das einzige Gute aufzunehmen. Sie wünscht sich drei Dinge: 1. Ein jeder halte inne und denke in der Stille nach. Wie leicht lassen wir uns immer wieder aus den immergleichen Gründen zerstreuen, sind aufgeregt und angespannt, anstatt uns auf das Weihnachtsereignis einzustellen! Meditiere und öffne hingegen das Herz in Stille Gott und schau auf diese Herabwürdigung Gottes. Dann wirst du verstehen, wie bedeutsam der Mensch - du und dein Nachbar - sind; und wie du ihn lieben sollst: so wie Gott dich liebt.
2. Jeder trage den Frieden in seinem Herzen, vor allem, indem man die Vergebung annimmt, die uns Er anbietet. Wie kann man Jesus in der Sünde aufnehmen, die die Liebe ablehnt? 3. Sprich: ich möchte Gott an den ersten Platz in meinem Leben stellen. Du wirst den Herrn deinen Gott aus ganzem Herzen lieben... Alles kreist um diese Worte: Jesus annehmen, der nur zum Vater aufschaut, wie Er es uns von Seiner Wiege aus lehrt. Dann werden die Engel singen: Friede auf Erden! Es ist sinnlos von Frieden zu reden, wenn nicht Gott, das heißt die Wahrheit, den ersten Platz einnimmt. Du mußt dich entscheiden. Um zur Heiligkeit zu gelangen genügt: schau wie Maria die Dinge vereinfacht?!
So gehorcht man dem Vater. Aus der Wiege sagt Jesus zu mir: nimm meine Liebe an und liebe, wie Ich liebe. Die Madonna fügt hinzu: Liebe Kinder, sagt jedem: "Ich wünsche dir Gutes." Wie oft sahen wir, wie sich die Burschen der Gemeinschaft vom Abendmahl in die Augen sahen und zueinander sagten: "ich wünsche dir Gutes", als sie den Friedensgruß überbrachten! Das ist die praktische Folgerung von Weihnachten.
Und warum sollen nicht auch wir dieselben Worte aussprechen "ich wünsche dir Gutes" - mit wohl verstandener Überzeugung -, unserem Familienmitglied, dem Alten, unseren Nachbarn, der unliebsamen Person, dem an den Rand Gedrängten, vielleicht dem Bruder, der Ehegattin, dem Vater? Wie können wir vor anderen eine Mauer errichten, wenn Gott die Entfernungen überwunden hat und bis zu uns vorgedrungen ist? Wie kann man der Liebe Jesu widerstehen, der gekommen ist, das Leben für uns hinzugeben? Wer sind wir, den Bruder abzulehnen? Seid bedacht.
Die Madonna sagt nicht, "allen" und allgemein (wohl zu einfach) Gutes zu wünschen, sondern "jedem" zu sagen: "Ich wünsche dir Gutes", denn das ist auch gegenüber jenem verpflichtend, der dir nicht behagt: gerade hier liegt die wahre Umkehr und der wahre Friede. Auch sagt Sie nicht "ich liebe dich", ein wohl abgedroschenes Wort, sondern "wünsche dir Gutes", das heißt, dein höchstes Wohl, was Gott für dich ist.
Sinnen wir nach, muß Weihnachten in der Tiefe unserer Beziehungen schürfen, sonst vergeht es umsonst. Diese einzigartige Verpflichtung, die uns Maria auferlegt, ist auch voll von Versprechungen: Der Bruder wird es uns mit Gutem vergelten. Vielleicht nicht sogleich, aber sicher, denn der Tropfen höhlt den Stein. Und das Gute wird im Herzen eines jeden Menschen wohnen.
Das ist die einzige mögliche Weise, damit die ganze Welt den Frieden findet. Wie alle Mütter, ist Sie stets optimistisch, denn Sie sieht in Gott die Möglichkeit, daß jeder Mensch sich vor der Kraft der Liebe beugt, bis daß er, in Liebe eingebettet, zu einer einzigen Familie verschmelzt. Dann seid froh und streckt Jesus die Hände hin, wie Er sie nach euch ausstreckt. Allein wenn ihr Ihn ablehnt, der das einzige Gute ist, tut ihr euch Böses an. Entscheide dich daher nur zu Ihm aufzuschauen und Ihm immer dein Ja zu sagen, um dich selbst und die Welt um dir zu verändern.

Don Angelo

 

* Der Papst hat schon vor Zeiten zum Feind gesagt: "Ich wünsche dir Gutes", und dieser hat "mit Gutem geantwortet." So langsam "ist das Eis geschmolzen" (23.1.1986). Fidel Castro hat sich zu einem Besuch aufgerafft und den Papst nach seinem ,verbotenen' Kuba eingeladen. Jetzt hat er nach Jahrzehnten wieder das Weihnachtsfest eingeführt und Ende Januar wird er als Freund den einstigen Feind empfangen.

* Auch zu seinem Attentäter hat der Papst mehrmals gesagt: Ich wünsche dir Gutes und hat ihn sogar im Kerker besucht. Nun verbirgt Alì Agcà seine Sympathie und Liebe gegenüber dem Papst nicht, verschenkt (der Papst A.d.R.) die schönsten Zeugnisse über Fatima, mit der Sicherheit, daß Gott alle liebt und "das Paradies auch den anderen Religionen offensteht." Das schreibt er in einem Briefwechsel an den Freund don Laerte Furlotti, "der erste Priester, der mir schrieb."

* Die Katholiken aus Südkorea sagten: Nordkorea, ich will dir Gutes und, von Kard. Kim angespornt, haben sie seit 1995 eine Gebetsbewegung für die friedliche Wiedervereinigung lanciert, indem sie auf allen Gebieten mit Lebensmitteln und Technikern helfen, den Hunger und die Nöte des Nordens zu besiegen. Sie haben auch ein Komitee für die gegenseitige Vergebung und Versöhnung gegründet, indem sie sogar Pläne für die Bildung von Pastoren und Missionaren für die Hilfe des Nordens, in Erwartung der Wiedervereinigung, entwickelt. Auch da scheint ein Wunder nahe zu sein.

Jesus ist gut, der einzige Gute.

Wir sind auf der Suche nach dem Guten, in all seinen Ausdrucksformen; wir sehnen uns nach physischem, materiellem und geistlichem Wohlbefinden. Wir wünschen, daß es uns gut geht, daß wir gut leben, mit unserer Arbeit und unserer Stadt zufrieden sind, mit den Verwandten und unseren Freunden gut auskommen. Aber schon die Bezeichnung "uns" birgt eine kranke Wurzel, die die natürliche Orientierung des Guten infrage stellt; gerade "unser Wohl" geht oft über Gewalt zu Lasten des Wohles unseres Bruders, die mehr oder weniger klar und bewußt zutage tritt, und dies führt zu einer Abtötung und Abwertung unserer wahren Menschennatur; als Gott ähnliche Geschöpfe würdigen wir uns zu Tieren ähnlichen Lebewesen herab.
Mehr noch als Ziel muß es Wunsch sein, Gott an den ersten Platz in unserem Leben zu setzen, das heißt, unser Leben wieder neu nach Gottes Ordnung beim Beginn der >> >>Schöpfung auszurichten; ein brennender Wunsch, der aus der Liebe entspringt, als Antwort der Liebe auf die Liebe Gottes. Das ist der Weg zur Heiligkeit, und er ist ein für uns alle gangbarer Weg. Sich von Gott lieben lassen, sich von Seiner Liebe durchdringen lassen, sie aufnehmen und nicht abweisen; alles übrige wird von allein kommen. Breiten wir die Hände zu Jesus aus, nehmen wir diesen Gott auf, der in die Welt kommt, um ihr Seine Gottheit und Sein eigenes Leben anzubieten; strecken wir die Hände durch eine einzige Geste der Aufnahme und Opferbereitschaft hin: Jesus in uns und wir in Ihm.
Wenn wir tatsächlich ein bißchen darüber nachdenken würden, wie sehr Er uns geliebt hat, wie sehr Er uns liebt, wenn wir zu Ihm aufschauen würden und Ihn in unserem Herzen frei von Verstellung und ohne intellektuellem Ballast beschauen würden, wie viel Herzensfriede und Liebe würden sich über die Welt ausgießen! Nicht "unser" Wohl, aber das Wohl, das Er ist, müssen wir suchen, dann wird kein Interessenkonflikt die Liebe zügeln und das Gute wird in der Welt und zwischen uns, in uns selbst wohnen. Dann wird unsere Freude nicht auf Kosten der Freude des Bruders gehen und nicht mehr von äußeren Verhältnissen abhängen, denn sie ist in uns, in unserem Inneren, und nichts wird sie uns je nehmen können, weil sie von Gott ausgeht, von jenem Gott, der in uns lebt. Nuccio

Seid eurer christlichen Berufung bewußt

Botschaft Mariens vom 25. November 1997:
"Liebe Kinder,heute lade ich euch ein, eure christliche Berufung zu begreifen. Meine lieben Kinder, ich habe euch geführt und führe euch durch diese Zeit der Gnade, damit ihr euch eurer christlichen Berufung bewußt werdet. Die heiligen Märtyrer sind mit dem Zeugnis gestorben: "Ich bin ein Christ, und ich liebe Gott über alles!"
Meine lieben Kinder, auch heute lade ich euch ein, euch zu freuen und freudige Christen zu werden, verantwortlich und bewußt, daß Gott euch berufen hat, auf eine besondere Weise, die freudig ausgebreiteten Hände gegenüber denen zu werden, die nicht glauben, damit sie durch das Beispiel eures Lebens den Glauben und die Liebe zu Gott erhalten. Daher, betet, betet, betet, daß euer Herz sich öffne und für das Wort Gottes empfänglich werde. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Das ist der Sinn dieser Botschaft für das neue Kirchenjahr: Gestehe, o Christ, deinen göttlichen Ruf ein, um den Duft der Erkenntnis Gottes dem Unwissenden zu vermitteln: Das Gebet wird dir das nötige Verstehen dazu verleihen, um diese große Aufgabe zu erfüllen.
1. Die Madonna lädt uns dazu ein, unsere christliche Berufung zu verstehen. Nicht nur. Sie fügt hinzu, während dieser Zeit der Gnaden unter uns geblieben zu sein, damit wir uns unserer christlichen Berufung bewußt werden. Diese Berufung ist unser Lebenszweck: sie ist Gottes Ruf zur Teilnahme an seinem göttlichen Leben (vgl. 1 Petr 1,4). Das alles hat die Taufe bewirkt, durch welche wir in die Gemeinschaft der Drei Göttlichen Personen eintraten.
Das kommt nicht von uns, sondern von Gott, der uns in ihm erwählt hat vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott; er hat uns aus Liebe im voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus, und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen (vgl. Eph 1,4-5), indem er uns aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat (vgl. 1 Petr 2,9).
Aus diesem Grund haben wir Satan, seinen Werken, seinen Verführungen, widersagt, und dem christlichen Credo in der Kirche unsere Zustimmung gegeben. Ein unbeschreibliches Glück, das im Leben eine Änderung mit sich bringt: Ich sage es euch und beschwöre euch im Herrn: Lebt nicht mehr wie die Heiden in ihrem nichtigen Denken (vgl. Eph 4,17, lese das ges. Kapitel 4). Wir können daher nicht mit dem Feuer spielen und wieder Sklaven der Sünde werden und somit die Gabe Gottes verlieren, das ewige Leben (vgl. Röm 6,23). Und doch welche große Gleichgültigkeit und Abneigung gegenüber dem Geschenk Gottes, das uns jedoch mit Freude erfüllen müßte und uns mit ganzem Herzen zur Tat antreiben sollte!
2. An dieser Stelle erinnert die Madonna an die Beispiele jener, die die eigene, christliche Berufung bis zur Opferung des eigenen Lebens gelebt haben. Die heiligen Märtyrer haben durch ihren Tod Zeugnis gegeben: als Christ liebe ich Gott über alles! Und wir hingegen schämen uns vielleicht vor den anderen! Ein radikaler Entschluß ist unbedingt nötig: ich bin der Wahrheit verpflichtet, auch wenn das für mich ein Kreuz bedeutet. Der Weg Jesu ist schmal und gegen den Strom der Welt, wir wissen jedoch wo er mündet. Und Jesus hat noch niemand enttäuscht. Wir dürfen keinesfalls vor so viel Nachgeben zögern. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2 Tim 1,7).
3. Wir müssen uns freuen, Christen zu sein, sagt die Madonna, froh, die Liebe Gottes zu erwidern; nicht nur, sondern das empfangene Geschenk unseren Brüdern zu überbringen, die es nicht kennen. Wir tragen dafür die Verantwortung. Die Arme ausbreiten bedeutet nicht, sie um jeden Preis zu gewinnen. Maria will sich unser bedienen, wie wir fähig sind, um so viele ferne Kinder zu erreichen, und dies, so sagt Sie, mit unserem Beispiel. Die Menschen wollen von Gott nichts hören, erwarten von uns nur wahren Glauben. Damit diese Gott lieben lernen, müssen sie in uns eine Gottesliebe entdecken, die über alles steht; nicht traurige Christen, sondern im Glauben frohe Christen, die Ihn lieben, wie Er ist. Deshalb: Freut euch im Herrn zu jeder Zeit. Eure Güte werde allen Menschen bekannt. (Phil 4,4-5).
4. Die beharrliche Wiederholung Mariens: betet, betet, betet, läßt uns an die Worte denken, auf die uns Gott verpflichtete und auf dem Herzen... und dem Türpfosten geschrieben stehen sollen (vgl. Deut 6,6...9). Ohne Gebet bleiben wir in fleischlichem Wissen, auf der breiten Straße der Erde, stecken. Was werden wir also weitergeben? Man kann nicht vermitteln, was man nicht lebt. Im Gebet jedoch öffnet sich das Herz gegenüber dem Wort des Vaters: so kann es sich mit Seiner Liebe füllen. Es genügt nicht die Wahrheit zu kennen, studieren und sich damit zu befassen. Das bedeutet noch nicht Liebe, wie uns der antike Irrtum der Gnosis lehrt: Doch die Erkenntnis macht aufgeblasen, die Liebe dagegen baut auf (1 Kor 8,1). Und Paulus empfiehlt eindringlich die Frömmigkeit mit Barmherzigkeit (vgl. 1 Tim 6,6), d.h. Liebe, verbinden. Wenn wir uns im Gebet Gott öffnen, tritt Er mit Seinem Licht ein, wird uns Sein Wort verstehen lassen und die Verkündigung wird unwiderstehlich werden.
Don Angelo

 

Das Jahr des Heiligen Geistes

Das 2. Jahr zur Vorbereitung auf das große Jubiläum des Jahres 2000 ist dem Heiligen Geist gewidmet, und wir sind aufgerufen, Seine Anwesenheit und Sein Wirken in der Kirche und in jedem einzelnen von uns wieder zu entdecken.
"Der durch die Sünde und den Tod entstellte Mensch bleibt nach wie vor Ebenbild Gottes, ist jedoch ohne Herrlichkeit Gottes, das heißt bar Seiner Ähnlichkeit und Gottheit. Der Sohn selbst nimmt sich des Menschen an und stellt Ähnlichkeit mit Gott, die Herrlichkeit und Verbindung wieder her: dies ist der Geist, der Leben gibt (vgl. CCC 705).
Der hl. Vater schreibt im Brief zum dritten Jahrtausend: "Der Geist verwirklicht in der Kirche aller Zeiten und an allen Orten die einzige Erlösung, die von Christus den Menschen gebracht wurde, indem sie sich lebendig und wirksam in der Seele eines jeden erweist" (Nr. 44). Der Geist ist auch in unserer Epoche der Hauptwirkungsfaktor der neuen Evangelisation. Es ist daher wichtig, den Geist als denjenigen wieder zu entdecken, der das Reich Gottes im Laufe der Geschichte wieder neu aufbaut und in Jesus Christus all Seine Kraft kundtut, indem Er die Seele der Menschen belebt und im Inneren des menschlichen Lebens die Samen der endgültigen Rettung sprießen läßt, die sich zur Endzeit einstellen wird." (Nr. 45)
Und weiter: "Die Christen sind zur Vorbereitung des Jubiläums aufgerufen, indem sie ihre Hoffnung auf die endgültige Verwirklichung des Reiches Gottes setzen, und dieses Jubiläum Tag für Tag in ihrem Inneren mit ihrer christlichen Gemeinde vorbereiten, zu der sie gehören, und zwar im Bereich des sozialen Standes, in dem sie an der Weltgeschichte teilhaben." (Nr. 46) "Es ist nötig - setzt der Papst fort -, daß die Zeichen der Hoffnung, die in dieser auslaufenden Zeit des Jahrhunderts vorhanden sind aufgewertet und vertieft werden, trotz der Schatten, die sie oft vor unseren Augen verbergen" und er unterstreicht die im zivilen Bereiche von Wissenschaft und Medizin im Dienste des menschlichen Lebens verwirklichten Fortschritte, sowie das Umweltbewußtsein, die Anstrengungen für Frieden und Gerechtigkeit; auf kirchlichem Gebiet: "Eine aufmerksameres Hinhören auf die Stimme des Heiligen Geistes durch den Einsatz der Charismen und die Aufwertung des Laientums, die vermehrte Widmung zugunsten der Causa der Einheit unter allen Christen, den gewährten Raum für den Dialog mit den Religionen und der gegenwärtigen Kultur."
Schließlich: "Die Überlegung der Gläubigen im zweiten Jahr zur Vorbereitung muß besonders vordringlich bei der Bedeutung der Einheit im Inneren der Kirche zusammenlaufen, auf die die verschiedenen Geschenke und Charismen ausgerichtet sind, die in ihr durch den Geist geweckt wurden" (Nr. 47), und weiter: "Maria, die das fleischgewordene Wort auf Wirken des Heiligen Geistes empfing und sich in der Folge immer von Seinem inneren Handeln führen ließ, wird im Laufe dieses Jahres verehrt und nachgeahmt werden, als fügsame, der Stimme des Geistes ergebene Frau, Frau des Schweigens und des Hörens" (Nr. 48)

 

Der Papst, Steuermann
zum dritten Jahrtausend

Der Blick des Papstes auf die gegenwärtigen Tragödien... (aus der Weihnachtsbotschaft "Urbi et Orbi") "Heute, an diesem Freudentag für alle, Tag, der durchflutet ist von vielen Aufrufen zu Frieden und Brüderlichkeit, macht sich der Schrei und das Flehen der Völker stärker und eindringlicher, die Freiheit und Eintracht in Anbetracht besorgniserregender ethnischer und politischer Gewalttätigkeit herbeisehnen.
Mehr denn je hallt die Stimme jener wider, die sich mit Großmut damit beschäftigen, Hindernisse an Ängste und Aggressivität abzubauen, um das Verständnis unter den Menschen verschiedener Herkunft, Farbe und Religion, voranzutreiben. Heute scheinen die Leiden der Menschen auf der Flucht von den Bergen ihrer Heimat, auf der Suche nach einem Anlegeplatz an den Küsten der Länder besonders dramatisch zu sein, obwohl die Hoffnung auf ein annehmbares und sicheres Leben dünn gesät ist. Eher bekümmernd ist heute das spannungsgeladene Schweigen der weiter zunehmenden Anzahl der neuen Armen: arbeitslose Männer und Frauen ohne ein Zuhause, Kinder und Kleine beleidigt und geschändet, Halbwüchsige von Erwachsenen für Kriege angeheuert, Jugendliche, Opfer von Drogen oder von betrügerischen Mythen berauscht.
Heute ist Weihnacht, Tag des Vertrauens für lange Zeit getrennter Völker, die sich endlich wieder zu Verhandlungen eingefunden haben. Die Aussichten sind oft von Zaghaftigkeit und Zerbrechlichkeit gezeichnet, zähflüssige und mühevolle Dialoge, die jedoch von der Hoffnung leben, endlich ehrvolle Vereinbarungen über Rechte und Pflichten aller Menschen zu schaffen. Es ist Weihnacht!
Diese unsere verirrte Menschheit, auf dem Weg in das dritte Jahrtausend, erwartet Dich, Kind aus Betlehem, das kommt die Liebe des Vaters kundzutun. Du, König des Friedens, lädst uns heute ein, uns nicht zu ängstigen und schließt unsere Herzen mit der Aussicht auf Hoffnung auf. (...) Der menschgewordene Gott liegt heute in der Krippe und das Universum betet Ihn in Stille an. Möge die Menschheit Ihn als Retter erkennen!"

...und über die zukünftige Hoffnung

(Audienz vom 19. Nov. 1997) Obwohl er mit Kummer das eben ablaufende Jahrhundert als "Jahrhundert des Todes" bezeichnete, sieht der Papst, wie die alten Propheten, die gegenwärtige Finsternis und die gegenwärtigen Umwälzungen als Vorbereitung zur Wiederkunft Gottes. "Nicht die Finsternis wird das Jahr 2000 umhüllen, sondern die Liebe Gottes wird das neue Jahrhundert einläuten" und er beschreibt diese nahe Zukunft als "Gnadenzeit", wie die Erfüllung eines göttlichen Plans der Liebe für die gesamte Menschheit und für jeden einzelnen von uns." Das Werkzeug für die Erfüllung desselben wird das große Jubiläum 2000 sein.

"In Anbetracht der Erschütterungen, die hier und da die verschiedenen Kontinente ins Wanken bringen - sagte er - vor dem drängenden Rhythmus der Umwälzungen hinsichtlich Dinge und Werte, die den Sicherheiten und sogar dem Leben der Völker nachstellen, drücke ich meine Hoffnung eines hl. Augustinus angesichts des Ansturms der Wandalen aus: Habt keine Angst, liebe Kinder, dies ist nicht die alte Welt, die endet, sondern eine neue Welt, die ihren Beginn hat. Eine neue Morgenröte scheint im Himmel der Geschichte ihren Anfang zu haben, das die Christen einlädt, Licht und Salz in einer Welt zu sein, die Christus, den Erlöser der Menschheit, ungeheuer nötig hat..."

In das dritte Jahrtausend mit Maria eintreten (Angelus der Unbefleckten Empfängnis)

- "Die Menschheit, die sich auf den Eintritt in das dritte Jahrtausend vorbereitet, findet in der Unbefleckt Empfangenen das Modell der Wartenden und der Mutter der Hoffnung. Sie lehrt uns dem Schicksalsglauben und der passiven Resignation, wie auch jeglicher tausendjähriger Versuchung, zu entfliehen. Sie lehrt uns in die Zukunft zu schauen, wohl wissend, daß Gott auf uns zukommt und wir aufgerufen sind, uns auf diese Begegnung im Gebet durch wachsame Erwartung vorzubereiten..."

Der Papst zur Unbefleckt Empfangenen (Rom, Piazza di Spagna, 8. Dezember 1997):

...Bleib bei uns, Du Unbefleckte Mutter, im Herzen der Vorbereitung auf das große Jubiläum zum Jahr zweitausend... Wir wünschen, daß dieses unsere Jahrhundert, reich an Ereignissen, und das zweite, christliche Jahrtausend, mit dem dreifältigen Siegel schließen... Und so, im Zeichen des dreifältigen Geheimnisses, schreitet die Kirche, die in Rom sich befindet, im Verein mit den Gläubigen der ganzen Welt, betend auf das XX. Jahrhundert zu, um mit erneuertem Herzen in das dritte Jahrtausend einzutreten... Wir begrüßen Dich, Unbefleckte Mutter Gottes, nimm unser Gebet an und geruhe die Kirche, die in Rom und in der Welt ist, mütterlich in die Fülle der Zeiten einzuführen, zu der sich das Universum seit dem Tag sehnt, an dem Dein göttlicher Sohn und unser Herr Jesus Christus auf die Welt kam...

"Von der Gerechtigkeit des einzelnen wird der Friede aller geboren"

- Das war das Thema zum Welttag des Friedens am 1. Januar 1998. Die Gerechtigkeit, erreicht in Fülle ihren Wert, wenn sie auf Liebe aufbaut, "die ihre bedeutsamste Verwirklichung in der Barmherzigkeit findet..." Die Gerechtigkeit ist somit unabdingbare Voraussetzung für den Frieden, und der Papst warnt vor der Gefahr des an den Rand Drängens ganzer Nationen und großer Bereiche der Menschheit, was die Globalisierung in der Welt durch die Märkte bewirken kann, und ermahnt die Staatsoberhäupter aller Länder, jeden Bestandteil an Ungerechtigkeit im Inneren des eigenen Landes und in den Beziehungen zwischen den Ländern auszumerzen.
Konkret weist der hl. Vater auf vier Bereiche, in die vordringlich eingegriffen werden muß: völliger (oder wenigstens teilweiser) Nachlaß der Auslandsschulden (der Entwicklungsländer A.d.R.); Kampfansage der Korruption in Ämtern; Maßnahmen (auch legale), die dazu geeignet sind, jede Form von Gewalt und/oder Ausbeutung besonders von Frauen und Kindern zu verhindern. Die Gerechtigkeit muß auf die Einhaltung der Menschenrechte aufbauen, die universal, unverletzlich und unveräußerlich sind; gerade weil sie universal sind, ziehen sie den gegenseitigen Respekt mit sich und erzeugen somit Pflichten; in der Verbindung von Rechten und Pflichten baut der Friede unter den Menschen auf.
Ein lebendes Wunder Mariens. Der Papst, Apostel der Menschen. Märtyrer dieses Jahrhunderts. Gebeugt unter der Last seiner so erschütterten Kirche. Todmüde und von der Krankheit gezeichnet. Leidet, denkt, betet. Er weiß, was er sagen muß und hat den Mut dazu. Jetzt liest er den Text, von Zeit zu Zeit blickt er auf, und Wort für Wort, Satz um Satz, findet er die Kraft seine Botschaft zu verkünden. Das verjüngt ihn..
Zum Schluß entfesselt sich eine Welle der Liebe, der Verehrung und des Respektes. Die alte Wache ist ihm dankbar. Viele Jugendliche sind bereit, ihm nachzufolgen. Auf der ganzen Erde erzittern jene, die sich gegen den Herrn und gegen Seinen Geweihten vereint haben. Beten wir für den Papst, für seine Freunde und Feinde und für die neue Jugend (Echo der Liebe)


Fatima hilft uns dieses Jahrhundert zu betrachten

"Beim eiskalten Schlaf der Ablehnung Gottes, bedeckt eine Mutter
den Menschen mit ihrem Mantel"

Der hl. Vater hat es sich nicht nehmen lassen, bei den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Erscheinungen in Fatima mit einer Botschaft dabei zu sein, die eine prophetische Vision über dieses Jahrhundert darstellt. Nach Erklärung des Aufrufes, d.h. der Vorbereitung zum Jubiläum mit Maria, stellt er fest, daß "Fatima uns hilft die Hand Gottes, als Führung der Vorsehung den geduldigen, barmherzigen Vater auch in diesem Jahrhundert, zu sehen", in dem sich für die Kirche und Welt die positiven und negativen Zeichen abgewechselt haben. Der Krise, der Kirchenflucht, der Abwendung von Gott seitens des Einzelnen und der Gesellschaft, stellt sich ein "Eindringen des Geistes der Wahrheit in den Herzen und den Gemeinschaften ein, bis hin zur Aufopferung und zum Martyrium, zur Rettung von Bild und Ähnlichkeit Gottes im Menschen".
"Liest man, von Fatima beginnend, wie sich der Mensch von Gott entfernt hat, ist es angebracht, sich daran zu erinnern, daß es nicht das erste Mal ist -da Er die Ablehnung und Abweisung seitens des Menschen spürt,- daß man den Eindruck gewinnt, in Achtung der Freiheit des Menschen, daß Er sich vom Menschen entfernt, und in der Folge das Leben sich verdunkelt, worauf Nacht über die Geschichte nur nach Bereitstellung eines Schutzes hereinbricht. So war es auf Kalvaria, als der menschgewordene Gott gekreuzigt wurde und durch Menschenhand starb. Was tat Christus? Nach der Bitte um Gnade vom Himmel mit den Worten Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun (Lk 23,34), übergab Er die Menschheit Maria, Seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn (Joh 19,26).
Ein symbolisches Lesen dieses Stückes Evangelium, würde uns die letzte bekannte und häufig angeführte Szene der Erfahrung widerspiegeln, in der der unverstandene, verworrene oder entrüstete Sohn das väterliche Haus verläßt, um sich in das Dunkel der Nacht zu begeben... Es ist der Schal der Mutter, der ihn im Schlaf der Kälte bedeckt, und bei Verzweiflung und Einsamkeit Abhilfe schafft. Die Menschheit spürt unter dem mütterlichen Mantel, ausgehend von Fatima bis über die ganze Erde, die Sehnsucht nach dem Haus des Vaters und Seinem Brote zurückkehren (vgl. Lk 15,17).
So als ob ihr die ganze Menschheit umarmen könntet, bitte ich euch, geliebte Pilger, in Ihrem Namen und für Sie zu sagen: Wir überlassen uns Deinem Schutz, Heilige Mutter Gottes. Verwerfe nicht unser Flehen in unseren Nöten, sondern befreie uns von allen Gefahren, o glorreiche und gesegnete Jungfrau. Frau, siehe, dein Sohn! Diese Worte sprach Jesus zu Seiner Mutter und dachte an Johannes, den geliebten Jünger, der ebenfalls unter dem Kreuze stand. Das Kreuz, wer trägt keines? Man trage es Tag für Tag und folge den Schritten des Meisters, denn das ist die Bedingung, die uns das Evangelium als ein Segen für die Rettung (vgl. 1 Kor 1,23-24) aufträgt (vgl. Lk 9,23). Das Aufdecken des Geheimnisses besteht darin, nicht den Ersten Gekreuzigten aus den Augen zu verlieren, Jenen, dem der Vater mit der Herrlichkeit der Auferstehung antwortete, und der diese Pilgerreise von Seligen eröffnet hat.
Solches Beschauen hat eine einfache und wirksame Form der Meditation der Geheimnisse des Rosenkranzes angenommen, im Volk verwurzelt, und beharrlich vom Lehramt der Kirche empfohlen. Liebste Brüder und Schwestern, betet den Rosenkranz alle Tage! Ich bitte eindringlich alle Hirten, den Rosenkranz in ihren christlichen Gemeinschaften zu beten. Helft dem Volk Gottes, daß es zum täglichen Rosenkranz zurückkehrt, dieses sanfte Gespräch der Kinder mit der Mutter, die Sie in ihrem Hause aufgenommen haben (vgl. Joh 19,27)".
Am Ende erfleht er für alle, aber "besonders für die Kranken den Trost und die Kraft Gottes", damit sie im eigenen Fleisch annehmen, was den Leiden Christi noch fehlt (vgl. Kol 1,24), und erinnert daran..., daß die Rettung von vielen von den Gebeten, freiwilligen Abtötungen und Opfern abhängt.

Diese Botschaft wollte
jemand verbergen...

Bischof Paul M. Hnilica schreibt: "Dieser Aufruf des Papstes wurde leider nicht gebührend verbreitet, und das ist bezeichnend, wenn es um die Madonna geht. Der von Johannes Paul II. am 1. Oktober 1997 unterschriebene Brief ist erst am 15. Oktober vom ,Osservatore Romano' veröffentlicht worden. Somit haben 1,5 Millionen Gläubige, 20 Bischöfe und 500 Priester in Fatima am 13. Oktober diese inspirierten Worte nicht zu Ohr bekommen.
Im Lichte dieser Unannehmlichkeit betrachten wir diese Botschaft als einen der tiefsten Kommentare hinsichtlich der Bedeutung der Aufrufe von Fatima für diese unsere Zeit. Wir sind überzeugt, daß der Papst darin das Wesentliche nach einer langen Überlegung über die Bedeutung der Ereignisse von Fatima für die ganze Welt zusammengefaßt hat, weshalb er auch den Mut hatte, einen einzigartigen Aufruf vorzubringen, und wie es mir scheint, an die Bischöfe und Priester der ganzen Welt gerichtet, alle Tage den Rosenkranz zu beten und beten zu lassen. Wir können nicht umhin, uns dieser Botschaft gegenüberzustellen. Unser Glaube läßt uns in der Person des Papstes nicht nur einen Menschen sehen, sondern den Stellvertreter Christi, der mehr als alle Bischöfe zusammen die Eingebung des Heiligen Geistes hat, um die Kirche auf den Weg der Rettung zu führen.
Wenn Johannes Paul II. von Fatima als einen "Schutz", den Gott der Menschheit für dieses 20. Jahrhundert, spricht, das einen "eiskalten Schlaf" überkommt, denn es hat Gott verlassen und befindet sich daher im Dunkeln, dürfen wir diese Analyse des Heiligen Vaters nicht unterschätzen. Er gibt sich sicher nicht leichtgläubiger Schwarzseherei hin, sondern er erinnert uns an die Tatsachen, die wir durchlebt haben als auch jetzt durchleben, und zeigt uns Abhilfe an: die Barmherzigkeit Gottes, die uns auf die mütterliche Fürsprache als Miterlöserin-Mutter geschenkt wird, der Schmerzensmutter unter dem Kreuz. Sie ist es, die über uns alle das ausbreitet, was der Papst in diesem Brief als Ihren "mütterlichen Schal" nennt, und weckt somit in uns die "Sehnsucht zum Haus des Vaters und Seines Brotes" (vgl. Lk 15,17)...
Bewahren wir diese Worte wie einen Schatz, vor allem jetzt, wo in unserer Umgebung die Schlange - Satan - immer engere Kreise zieht, und wütend auf alle Art und Weise versucht, die Mutter und das Kind, das Sie im Arm hält, zu erdrücken (vgl. Offb 12,4). Bleiben wir doch wach und klammern uns an das Ewige Wort, das uns geboten wird, während wir in einem Meer von sinnlosen Worten untergehen..."

* Internationales Jugend-Gebetstreffen. Das 9. Festival wird auch dieses Jahr vom 31. Juli abends bis 6. August morgens abgehalten. Das Thema der Treffen: Komm, Schöpfergeist. Wir werden in einer nächsten Ausgabe über das bereits vorliegende Programm berichten.

* Für die Priester wird eine internationale Einkehr unter der Führung der Patres Slavko, Cosimo Cavalluzzo und Jörg Müller vom 30.06. bis 05.07.1998 abgehalten. (Zwecks Informationen: Tel. int.+387-88-651988, Fax int.+387-88-651888 oder 651444).

* Geistliche Exerzitien unter der Führung von P. Jozo im Haus zum Hl. Josef 1998: Januar 11.-15. für Deutsche, 18.-22. für Franzosen, Februar 8.-12. für Italiener, 22.-26. für Spanier, März 1.-5. für Kroaten, 8.-12. für Engländer, 22.-26. nur englische Priester.
Die Kurse beginnen immer am Sonntag 15 Uhr und enden am Donnerstag abends. P. Jozo wünscht nicht mehr als 40 Personen pro Kursus und würde sich über eine große Anzahl Priester freuen.
Anmeldungen für Italiener und Deutsche: Haus zum Hl. Josef: Tel. int.+387-88-651268, Fax: int.+387-88-651768 oder 705450. Für andere Gruppen: Sekretariat des P. Jozo (Lidia: Fax int.+387-88-705450).

 

Verzeihen um Frieden
zu finden

Seit geraumer Zeit wiederholt Maria diese Worte, womit sie die grundlegende Bedingung für den Frieden berührt. Wenn wir nicht verzeihen, ist Friede nicht möglich.
1. Verzeihen ist nicht leicht, sicher das wissen wir alle; besonders wenn die Dinge, die dich nicht in Ruhe lassen, sich wiederholen, vor allem in der Familie. Nicht zufällig hat Jesus gesagt, dass wir "70 mal 7 mal" verzeihen müssen, d.h. immer. Aber häufig befinden wir uns im Widerspruch mit uns selbst: wir wollen den Frieden und wollen nicht verzeihen; wir wollen den Frieden aber wollen nicht um Verzeihung bitten. Denn, damit wir um Verzeihung bitten können, braucht es ein wenig Demut; um Verzeihung zu bitten bedeutet, auch den Teil der eigenen Verantwortung zu sehen. Hier liegt ein grosses Problem: die eigene Schuld zu sehen, anzuerkennen und um Verzeihung zu bitten.
Ich erinnere mich dieser wahren Geschichte. Jemand kommt zu mir und sagt: "Ich habe keinen Frieden mehr; ich kann nicht schlafen, nicht arbeiten, kann überhaupt nichts mehr tun." Ich habe gefragt, was auch ihr gefragt hättet: "Seit wann hast du keinen Frieden mehr und weshalb?" Die Antwort: "Eine Person hat mich zu tiefst verletzt und da habe ich; den Frieden verloren". Darauf sage ich: "Du musst verzeihen und der Friede wird zurückkommen". Sagt sie: "Eh, Pater, das kann ich nicht, denn ich wurde tief verwundet". Sage ich: "Aber du suchst den Frieden?" "Ja, Pater; ich kann weder schlafen noch essen nicht einmal arbeiten". Also , sage ich: "Du musst verzeihen!" "Ah, das kann ich nicht, denn es ist nicht das erste Mal, dass ich so verletzt wurde!" Wir hätten bis zum nächsten Tag fortfahren können, es fehlte wenig, dass diese Person auch mit mir in Konflikt geriet.
Wir alle wissen, dass, wenn wir verletzt sind, es schwer ist, zu verzeihen oder um Verzeihung zu bitten. Aber, wenn wir Frieden wollen, müssen wir auf diesem Punkt arbeiten und nicht sagen, dass Verzeihen unmöglich ist. Gott kann von uns keine unmöglichen Dinge fordern. Wenn wir denken, dass es unmöglich ist, beten wir vermutlich zu wenig, lehrt uns doch die Gottesmutter: "Betet mit dem Herzen, um verzeihen zu können und um verziehen zu werden" (an Ivanka, 25.06.97). In einer Botschaft an die Gebetsgruppe sagte die Madonna: "Wenn du in deinem Herzen etwas gegen jemand Anderen spürst, bete bis zum Moment, wo du anfänst, positive Gefühle gegenüber dieser Person zu empfinden". In einer Gruppe reagierte jemand indem er sagte: "Ah, da müsste ich Tag und Nacht beten!" Also bete Tag und Nacht, bis es dir gelingt, zu verzeihen; denn der Friede ist ein tiefer Wunsch in uns allen, er ist es wert, sich anzustrengen.
Das Problem des Verzeihens ist viel ernster als man gemeinhin denkt, vor allem in den Familien. Schaut, wenn wir von andern sprechen zu einem Freund oder zur Freundin, wie tun wir es? Vielfach in negativer Art und Weise; stets, wenn wir versucht sind so zu reden, handelt es sich um das Problem des Verzeihens. Man sagt: "Mein Leben ist schwierig wegen meines Vaters, meiner Mutter, meines Mannes, meiner Frau, Schwiegermutter, Schwiegertochter...". Es sind immer die andern, die uns Probleme schaffen! Wie oft haben wir gesagt oder sagen gehört, dass das Leben meines Vaters oder meiner Mutter, meiner Frau, meines Mannes schwierig ist meinetwegen? Es ist sehr rar, dass die Schwierigkeiten gesehen werden, die die Andern, die mit uns zusammenleben, wegen uns haben; aber wir wissen immer, wie schwierig unser Leben ist wegen der Andern. Stets ist es das Problem des Verzeihens.
Vor allem die Ueberzeugung "Ich habe recht!" Hört diese kleine Geschichte: Eines Tages erlaubte Gott dem Teufel, eine Stadt an einem Tag zu beherrschen; und der Teufel verlangte eine einzige Sache: dass die Ampeln der Stadt alle auf "grün" gestellt würden. Resultat: in einer Minute das komplette Chaos. Bei jedem Zusammenprall hatte jeder recht: der, der von einer Seite kam, hatte grün, aber der von der andern Seite hatte grün ebenso! Alle hatten sie recht. Und wer kann verzeihen, wenn er recht hat? Wer könnte um Verzeihung bitten, wenn er recht hatte? Also: wie oft ist aus unsrer Sicht ständig grün und demnach alle schuldig rund um uns; nur wir nicht, hatten wir doch das grüne Licht...
Ich bin sicher, ihr habt die Zeugnisse der Jungen von Sr. Elvira gehört. Einer von ihnen sagte einmal: "Wir lieben uns in unsrer Gemeinschaft, nicht weil wir uns nicht kennen, sondern wir lieben uns, weil wir uns kennen; wir scheuen uns nicht, zum andern zu sagen: ich habe gefehlt. Wir lieben uns, weil jeder vom andern auch die Schwachstellen kennt". Häufig, gerade auch in den Familien, verstecken wir diese. Und dann begegnen sich Masken! Masken, nicht Personen! So begegnen sich Masken zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Jungen und du bist im Theater, nicht in einer Familie, nicht im Leben.
2. Gewöhnlich sagen wir, dass es uns schlecht geht wegen der Andern und merken nicht, wenn es den Andern schlecht geht wegen uns. Das ist, den Splitter im Auge des Bruders sehen aber den Balken im eigenen Auge nicht. Hier können wir mit Maria oder mit dem Teufel zusammenarbeiten. Wenn wir schlechte Erfahrungen mit andern gemacht haben, wenn sie uns verletzt oder schlecht über uns gesprochen haben, was tun wir? Wenn wir fortfahren, sie anzuklagen, sie verantwortlich zu machen, diese Dinge herumzustreuen, arbeiten wir mit dem Teufel zusammen, denn der Teufel tut so.
Die Bibel lehrt, dass Satan vor dem Throne Gottes steht und uns anklagt. In den Botschaften der Gottesmutter finden wir hingegen: "Ich bitte für Euch...". "Ich trete vor Gott für Euch ein...". Die Madonna kennt uns, kennt unsre guten und unsre schlechten Seiten, aber sie klagt uns nicht an, sie verurteilt nicht; vielmehr bittet sie für uns.
Also, wenn du eine negative Erfahrung mit jemandem gemacht hast und anfängst, für ihn zu beten, bist du in voller Zusammenarbeit mit der Gottesmutter. Seht ein, dass wir in diesem Punkt alle zu schwach sind: oft sprechen wir schlecht übereinander und sind versucht, die unguten Geschichten aufzublähen; und andrerseits versucht, das Gute der andern klein zu machen. Hier ist immer Zusammenarbeit mit dem Negativen!
Es ist auch eine Versuchung, wenn einer sagt: "Was ich dir sage ist wirklich wahr!" Auch wenn es wahr ist, du verbreitest schlechte Dinge und das Negative breitet sich aus. Ein guter Rat für euch alle, vor allem für die, die versucht sind, schlecht über andere zu sprechen: fährt fort schlecht zu reden, aber unter einer Bedingung: bevor du die negativen Dinge erzählst, musst du sagen: "Versprich mir, wenn ich fertig bin mit erzählen, einen Rosenkranz für die entsprechende Person mit mir zu beten oder mach einen Fastentag für den Menschen, der schlecht gehandelt hat".
Ich bin sicher, viele sagen dir, dass sie keine Zeit hätten, die wüsten und schlechten> > Dinge zu hören... Oft passiert es, dass auch Menschen, die viel beten, den Rosenkranz hersagen, in die Messe gehen, etc. ... mit andern zusammentreffen und geschwätzig und schlecht über andere sprechen. Wir müssen uns entscheiden: mit wem will ich zusammenarbeiten? Mit der Madonna oder mit dem Teufel?
(aus den prakt. Kwmntaren von P.Slavko - 16. August 1997)

Der dreifache Rosenkranz
oder die Psalmen?

Wir wurden gefragt: Sollen auch die, die im Stundengebet die Psalmen lesen, den dreifachen Rosenkranz beten, um dem Wunsche der Gottesmutter, jeden Tag den ganzen Rosenkranz zu beten, nachzuleben(14.08.84)?
Der Beweggrund für diese Empfehlung ist folgender: der dreifache Rosenkranz, die 150 Ave Maria, sollten die 150 Psalmen ersetzen, die das christliche Volk zu Beginn des zweiten Jahrtausends nicht mehr kannte. Es ist, als ob Maria sagte: Ihr versteht nicht mehr zu beten, wie Gott es euch in den Psalmen gelehrt hat; also betet zu mir mit ebensovielen Ave Maria und ich werde für euch mit den Psalmen zu Gott beten. Während ihr sagt "Maria!" sage ich für euch "Gott!" (vgl. Monfort n. 225).
Jedoch steht es uns wohl an und vor allem ist es wirksam, dem ganzen Rosenkranz treu zu bleiben, auch wenn man die Psalmen betet. Der feste Vorsatz ist wie ein Gelübde, das, in Treue gehalten, Gott ehrt und uns grosse Gunst bringt, wie Psalm 49 sagt: "Erfülle dem Höchsten deine Gelübde! Rufe mich am Tag der Not, dann rette ich dich, und du wirst mich ehren".
Uebrigens empfiehlt Maria seit Jahrhunderten den Rosenkranz: etwa umsonst? Warum jetzt nicht ihren Rat annehmen und ihn ganz beten? Der ständige Anruf, morgens, mittags, abends, erlaubt, dass sie all unsre Nöte auf sich nimmt und uns vor allen Gefahren schützt. Wer es erprobt hat, weiss sich in ihrem Arm getragen.
Jedoch zwingt sie niemanden. Vielmehr ist sie zufrieden, wenn jeder nach seiner Art betet, ganz der Freiheit der Kinder Gottes entsprechend. Ist hier einer, der einen oder mehr Rosenkränze durch Psalmen ersetzt? Gut! Ein anderer, betroffen von einem Gebet, wie dem Vaterunser, oder von einer Bibelstelle sinnt den ganzen Tag darüber nach? Auch die Heiligen machten es so und unsre Seher sagen dasselbe. Was zählt, ist, dass das Herz sich ganz mit Gott vereint: die Liebe wird sich ausdrücken, so wie der Heilige Geist es eingibt.
Ängstige dich nicht, wenn du zerstreut bist während des Rosenkranzes. Maria kennt deine Schwäche. So bald du die Zerstreuung wahrnimmst, sag dein Ave Maria aus ganzem Herzen: sie ist es, die ergänzt, was daran fehlt!

Die Geheimnisse durch Bibelzitate ersetzen? Anstatt stets dieselben Geheimnisse des Rosenkranzes, könnte man nicht kurze Stücke des Wortes Gottes betrachten, z.B. die Tageslesungen?
Sicher kann man das. Unsre Meisterin der Heiligen Schrift, die sie jeden Tag zu lesen empfiehlt, wird einverstanden sein (obwohl die 15 traditionellen Rosenkranzgeheimnisse ihren Vorzug geniessen). Sie wird uns Geist und Herz dem Verständnis der Hl. Schrift öffnen, "erwog sie doch in ihrem Herzen das Wort ihren Sohnes". Als Braut des Heiligen Geistes wird sie uns helfen, die Geheimnisse Gottes zu druchdringen und zu leben.



Notizen aus dem gesegneten Land

Von den Verantwortlichen:
Was ist notwendig für Medjugorje!

Vom 28. &endash; 30. November wurde in Tocco da Casauria (Pescara) ein nationales Treffen abgehalten für Organisatoren und Pilgerführer, Animatoren für italienisch sprechende Gruppen, die auf die Einladungen Mariens, Königin des Friedens, zu antworten versuchen.
Der Parrer von Medj., Ivan Landeka, hielt einen Vortrag über die Rolle Mariens in der Heilsgeschichte und über die religiöse Bewegung von Medj. mit Akzent auf den geschichtlichen Zusammenhang. Ein Ausschnitt seines Vortrags: "Die Ereignisse von Medj. (die Gegenwart Mariens, ihre Botschaften) müssen den ersten Platz einnehmen, die einbezogenen Personen (Seher, Priester usw.) müssen auf dem zweiten Platz bleiben. Wehe, wenn die Personen wichtiger wären als die Ereignisse: Das wäre sehr gefährlich." Er hat auch an die Schlusserklärungen der bis jetzt gehaltenen vier internat. Seminare erinnert (1994-95-96-97).
Bruder Miljenko Stojic, Direktor des Informationszentrums in Medj. sprach von der Aufnahme der Pilger, der Aktivität des Infozentrums, das vor vier Jahren gegründet wurde und der Vereinigung der Führer, die schon mehr als zwei Jahre aktiv sind. Er erinnert auch daran, daß das Informationsbüro täglich von 8 &endash; 17.00 Uhr geöffnet ist, um allen Pilgern zu helfen und ihre Zusammenkünfte zu koordinieren.
Bruder Miljenko hat allen Pilgern sehr empfohlen, daß sie ihre Ankunft rechtzeitig im Info-Zentrum in Medj. bekanntgeben sollen, um eine bessere Unterbringung und Organisation ihrer Treffen zu gewährleisten. Anmeldung mit FAX: 00387-88651444. Seit drei Jahren veröffentlicht das Zentrum zweiwöchentlich in allen hauptsächlichen Sprachen das "Press Bulletin" mit den amtlichen Nachrichten der Wallfahrtskirche. Er erinnerte auch an die 380 Fälle von Heilungen mit ärztlicher Dokumentation.
Pater Urbano Pittiglio hielt einen interessanten Bericht über die Art und Weise, eine Wallfahrt zu organisieren und zu leiten. Bei dieser Zusammenkunft nahm auch Bruder Leonard Orec' teil, der vorher Pfarrer von Medj. war und jetzt bei der Generalkurie der Franziskaner in Rom als Assistent für die internationale Entwicklung des Ordens eingesetzt ist.
In den Interventionen der Teilnehmer wurden viele Punkte berührt. Hier weise ich auf einige kurz hin: Beobachtungen &endash; Bei den abendlichen Gottesdiensten in Medj. muss man berücksichtigen, dass meistens die übergrosse Mehrheit der Pilger nicht der kroatischen Sprache angehört.
- Um für das schwierige Zusammensein zwischen Pfarreiangehörigen und den Massen der Pilger eine zufriedenstellende Lösung zu finden und um das religiöse Leben der Pfarrei nicht zu ersticken, denkt man daran, für die Pilger eine Kirche abseits zu bauen (wie z.B. die Basilika St. Pius X. in Lourdes). So könnte die bestehende Kirche der Pfarrei überlassen werden. Es wurde geantwortet, dass dieser Vorschlag nicht ihre Zustimmung hätte; dass aber ein grosses Bauwerk geplant ist, welches das Zelt ersetzen würde, mit der Möglichkeit von Trennwänden, um so drei Säle daraus zu machen. Das müsste bis zum 17. Jahrestag fertig sein.
- Bei der Wallfahrtskirche sollen ständig einige Priester für die wichtigsten Sprachgruppen bereitstehen. Es geschieht oft, dass auch italienische Pilgergruppen keinen Priester zum Beichten finden. Leider ist es nicht leicht Priester zu finden, die für einige Zeit, z.B. ein Jahr bleiben können.
- Gewisse Prahlereien kroatischen Nationalismus sollen vermieden werden und man soll bedenken, dass Maria die Mutter aller Menschen ist, auch der Orthodoxen, der Muslimen etc. Nur so kann Medj. ein wirkliches ökumenisches Zentrum werden.
- Medj., Zentrum der Caritas für alle Armen von Bosnien-Herzogowina: Die Freunde von Medj. fahren fort mit ihrer materiellen Hilfe, da sich leider nichts geändert hatte in den vielen Flüchtlingslagern, wo noch Not an allem ist.
- Die Zusammenkünfte der Pilger mit den Franziskanern und mit den Sehern gehen gut, aber man muss ihnen auch Zeiten der Stille einräumen.
- Die Pilger begleiten mit grosser Demut und im echten Glauben daran, dass die Muttergottes alles lenkt.
- Die Gruppen, die sich auf dem Weg der Botschaften der Madonna begeben, suchen nicht juristische Gutachen mit der Etikette "medjugorjani", aber sie arbeiten in der Kirche und im Dienste der Kirche.

Alberto Bonifacio.

 

Ein brasilianischer Bischof zu Füssen der Königin des Friedens.

Anfangs November 1997 besuchte der Weihbischof von Brasilia, der Hauptstadt Brasiliens, Msgr. Johannes Ev. Martins Terra das Heiligtum der Königin des Friedens in Medj. und erzählte dem "Press Bulletin" von seiner Erfahrung. Hier in Medj. bemerkt man eine besondere Verehrung der Hl. Jungfrau.
F. Wann haben Sie das erste Mal von Medj. gehört und von wem wussten Sie davon?
A. Das erste Mal hörte ich von Medj. reden vor 15 Jahren. Jetzt bin ich in Europa. In Brasilien haben wir eine Kathedrale, die der Königin des Friedens geweiht ist. Marija Pavlovic und P. Leonardo Orec, die Brasilien besuchten, waren bei der Grundsteinlegung dieser Kathedrale dabei. Der katholische Radiosender in Brasilia trägt den Namen der Friedenskönigin und hat das grosse Verdienst, dass er viel über die Ereignisse von Medj. informiert.
F. Ist es das erste Mal, dass Sie nach Medj. kommen?
A. Ja, ich bin hier das erste Mal auf unerwartete Weise. Für mich ist es ein kleines Wunder hier zu sein. Wisst, ich unterrichte Bibelkunde und sollte jetzt in Brasilien Unterricht geben, aber einige unerklärbare Umstände haben mich hierher geführt. Für mich und die ganze Gruppe war es in einem gewissen Sinn eine wunderbare Wallfahrt, um lange und unermüdlich beten zu können.
F. Welches sind Ihre Eindrücke als Glaubender, als Bischof und Hirte der Kirche?
A. Ich habe mehrere Male Fatima und Lourdes besucht. Ich habe gesehen, dass dort schon alles abgeschlossen ist. Während hier noch Erscheinungen sind, nimmt man eine starke Präsenz der Hl. Jungfrau wahr. Ich fühle, dass der ganze Ort und was ihn umgibt für die Jungfrau lebt, nicht wahr? Es wundert mich, dass der Ort nicht so gross ist, wie Fatima. Hier ist es nicht so. Rund um die Kirche hat man die Einfachheit bewahrt. Gestern war ich zum Mittagessen bei den Franziskanern in Medj. Ihre Einfachheit hat mich bezaubert, auch dann während des Gebetes und der Beichte.
Ich hatte den Eindruck, mich in den ersten Kirchen von Jerusalem zu befinden. Ich lebte und arbeitete zwei Jahre in Jerusalem als Archäologe und Dozent für die Heiligen Schriften. Ich arbeitete in der Syrischen Wüste als Kaplan bei einem Volksstamm von Leviten.All diese Arbeit hat mich in einer Art vorbereitet, dass ich jetzt hier die grosse Gnade und den Segen der Jungfrau erfahren darf.

Was sagt darüber der Papst
und viele Bischöfe?

F. Wissen Sie, als Bischof und Hirte der Kirche, dass der Ortsbischof diesen Ereignissen nicht günstig gestimmt ist? Stört Sie das?
A. Nein, weil auch andere Bischöfe darüber verschieden denken. Ich könnte Ihnen die Bischöfe aufzählen, die jedes Jahr auch zusammen mit den Priestern, nach San Marino kommen, um Exerzitien mit Don Gobbi zu machen. Unter ihnen ist auch oft der Erzbischof von Pescara, mein grosser Freund. Dieser hat mir bei einer Gelegenheit anvertraut, den Hl. Vater gefragt zu haben: "Was muss ich tun, wenn die Gläubigen meiner Diözese eine Wallfahrt nach Medj. machen wollen?"
"Was tun sie?" fragte der Hl. Vater. "Sie beten und beichten". "Ist das vielleicht nicht etwas Gutes?" antwortete der Papst. Ich habe zehn Jahre mit dem Hl. Vater und Kardinal Ratzinger zusammengearbeitet. Kard. Ratzinger ist ein wunderbarer Mensch, geistvoll und sehr sympathisch. Mitunter höre ich über ihn sagen, dass er sehr streng und ernst ist, aber ich denke, dass er eine Person mit grossem Herzen ist. Bei einer Gelegenheit fragte ich ihn, was er denn von dieser Bewegung hält. Er antwortete mir. "Den Baum kennt man an den Früchten, weil die guten Früchte Zeichen der Gegenwart Gottes sind".

F. Das hat Ihnen Kard. Ratzinger gesagt?
A. Ja.
F. Bezüglich Medj.?
A. Bezüglich Medj. und von Don Gobbi für beide Bewegungen.
F. Wenn Sie nach Brasilien zurückkehren, was werden Sie Ihren Gläubigen als Bischof und Hirte der Kirche sagen?
A. In Brasilien haben wir organisierte Wallfahrten nach Medj. und auch Wallfahrten zu andern Heiligtümern. Die zahlreichsten und interessantesten sind jene nach Medj. und deshalb bin ich jetzt gekommen, der Jungfrau zu danken für dieses schöne Geschenk. Dieser Besuch hätte viele Gläubige unserer Diözese gefreut.
F. Werden Sie Ihre Unterstützung jenen geben, die nach Medj. reisen wollen?
A. Natürlich. Ausserdem haben wir in Brasilien eine Monatsschrift "Eco di Medj.", brasilianische Ausgabe der "Diener der Königin", in der die letzten Nachrichten über Medj. erscheinen. Die Ausgabe ist gratis und wird von vielen Personen gelesen.

Geben sich die Bewohner in Medj. Rechenschaft von dieser Gnade?

F. Schliesslich, was würden Sie uns sagen, die wir hier wohnen und uns täglich mit den Pilgern abmühen, und welche Botschaft haben Sie für die Pfarrangehörigen von Medj.?
A. Gewöhnlich sagt man ja, kein Prophet wird im eigenen Land geschätzt. Viele Menschen kommen hierher zum Beten, aber ich frage mich, ob auch die Menschen des Ortes dasselbe tun? Ich frage mich auch, ob die Jugendlichen von Medj. sich Rechenschaft geben von der Gnade, die sie hier haben, ob sie verstehen, diese Verantwortung auf sich zu nehmen und Zeugnis zu geben vom Glauben, den sie von Gott erhalten haben. Die Verantwortung tragen nicht nur die Priester, sondern alle Pfarreiangehörigen, die sich der Jungfrau Maria geweiht haben. Die Bewohner von Medj. sollten das immer vor Augen haben.
F. Schliesslich wollen wir Ihnen danken und bei dieser Gelegenheit uns Ihrem Gebet empfehlen. Im Namen aller Leser/innen versprechen wir für Sie und alle Pilger, die kommen werden, zu beten.
A. Auch mir machte es viel Freude mit Euch zu sein, aber leider schon heute nachmittags werden wir nach Brasilien zurückreisen.

Ein mexikanischer Bischof segnet die neue Radiostation von Medj. - Dienstag, den 25. November 1997, hat die Radiostation "MIR-Studio Medjugorje" ihre eigene Aktivität begonnen. Bruder Miljenko Stojic ist Direktor und Chefredaktorin ist Maria Duganzic. Diese neue Radiostation ist für den Dienst an den Pilgern, die in die Pfarrei von Medj. kommen. Wir hoffen, dass mit der Zeit die Übertragungen auch in den Wohnungen empfangen werden, wo immer diese auch sind. Die Radiostation wurde am 7. November von Mgr. Lazaro Pezer, Bischof der Stadt De Autlan Lalisco, Mexico, gesegnet.
Jeder Beitrag von Ihnen für diese Radiostation ist sehr willkommen. Wir bitten in besonderer Weise, uns CD mit Musik aus Ihrem Land zu senden, mit der wir Sie empfangen werden, wenn Sie ins Heiligtum der Königin des Friedens nach Medj. kommen. Wir danken Ihnen schon im voraus dafür.

Zahl der Pilger im Anwachsen - Während des Monats Oktober sind viel mehr Pilger als in den vergangenen Jahren, auch vor dem Krieg, nach Medj. gekommen. Es wurden 139.000 Kommunionen registriert und die Hl Messe wurde von 3364 Priestern konzelebriert, die aus allen Teilen der Welt kamen, im Durchschnitt 108 Priester täglich. Ende Oktober, wie üblich kamen verschiedene Pilger aus Frankreich, die in grosser Zahl die letzte Oktoberwoche wählen; es waren bei 2.000.
Täglich um 14.00 Uhr während der Weihnachtsnovene, begünstigt durch das schöne Wetter, stiegen viele Pilger auf den Erscheinungsberg. Sie beteten dabei zwei Rosenkränze und die Gebete als Vorbereitung zum Fest. Zu Weihnachten wurde Medj. vorwiegend von Kroaten besucht. Die Jugendlichen der Gemeinschaft "Cenacolo" bereiteten eine prächtige, lebendige Krippe rund um die Kirche (R.M.). Alle Seher/innen waren da, mit Ausnahme von Ivan, der mit seiner Familie in Amerika ist.
Nach 16 Jahren gehen für vier Seher/innen (Vicka, Jakov, Ivan, Marija) die Erscheinungen noch immer weiter, nach ihrer Aussage jeden Tag. Wir wissen nicht, wie lange noch. Für Mirjana und Ivanka hörten sie schon in den ersten Jahren auf.
In den folgenden Tagen aber begann ein grosser Pilgerstrom aus dem Ausland einzusetzen, vor allem Franzosen, Italiener, Deutsche und Engländer in Erwartung des neuen Jahres 1998. Es wurde vorbereitet durch eine Gebetswache ab 22.00 Uhr und endete mit der Hl. Messe, in welcher die Hl. Wandlung um Mitternacht den Beginn des neuen Jahres anzeigte. (A.M.)

Zentren für den Frieden in Mittel- und Südamerika: 8. Treffen Die Repräsentanten der 20 Zentren für den Frieden in allen Ländern Lateinamerikas trafen sich in der letzten Oktoberwoche in Medj. zum VIII. internationalen Treffen. Diese Zentren sind entstanden als Versammlungsorte für alle, welche die Wichtigkeit der Einladung Mariens in Medj. verstanden haben.
Ihr Werk besteht vor allem in der Verbreitung der Botschaft und in der Organisation der Gebets- und Pilgergruppen. Es ist schon das VIII. Treffen, aber das erste Mal in Medj. Ungefähr 350 Teilnehmer haben eine Woche in Gebet und Betrachtung verbracht, mit Austausch ihrer eigenen Erfahrungen in den Jahren der Verbreitung der Friedensbotschaften der Jungfrau unter den Gläubigen des spanisch sprechenden Territoriums. Dabei tauchte besonders die Notwendigkeit der Mitarbeit zwischen allen Zentren auf, um eine echte Verbreitung der Botschaft der Jungfrau Maria an die Welt zu sichern.
Aus "Press Bulletin"

 

Die Verteidigung von Medj. durch P. Daniel Ange gegen die Angriffe der französischen Presse unter dem Titel: "Warum die Oase des Friedens bombardieren?" Von uns wurde dieses Thema des langen und breiten im Echo Nr. 136-S.4 behandelt und hat überall grosses Interesse hervorgerufen.
Nun hat der gleiche Pater von Brasilien eine neue Richtigstellung hinzugefügt über Cahiers d'Edifa. In der Veröffentlichung schreibt der Herausgeber: "Der erste Brief von Daniel-Ange hat der Sache von Medj. Gutes getan, sodass Famille Chrétienne sich nie hätte vorstellen können, dass der Pilerstrom der Franzosen nach Medj. im Oktober so gross gewesen ist. Viele haben Medj. erst über diesen schönen Brief entdeckt (durch Vermittlung von "Echo aus Medjugorje" hat das mehr als eine Million Leser bekommen). Gegenüber so klaren Texten konnte das Volk unterscheiden, auf welcher Seite die Wahrheit ist" (E.C.)

Sr. Emmanuel, zusammen mit Denis und Cathy Nolan und zwei andern Mitgliedern der "Kinder von Medjugorje" wurden vom "Congressman" der USA, Chris Smith, empfangen. Dieser Herr fühlt sich dem Schutze des Lebens sehr verpflichtet. Er sprach zu etwa 30 Personen, Vertretern verschiedener Religionen, von den Botschaften und Zeugnissen der Königin des Friedens. Über den Vorschlag eines der Mitglieder des Kongresses hielt man einige Minuten Stille im Gebet &endash; ohne Zweifel die wichtigste Sache &endash; um dann offen und bereit zu sein für die vielen nützlichen Kontakte, die folgten. Dank an alle, die gebetet und gefastet haben, damit genau hier sich das Tor der Gnade von Medj. öffne und verzeiht mir, wenn ich euch nicht anderes jetzt anvertrauen kann.

Kommt nach Medjugorje, merkt euch schon jetzt ein Datum vor für eure Wallfahrt nach Medj. im Jahr 1998: die Früchte sind so reichlich!
Jene, welche die Pilger empfangen oder ihnen helfen, sind täglich Zeugen der Gnadenwunder. Erst kürzlich erzählten einige Personen voll Freude von ihrer Heilung vom Alkoholismus, andere haben den Herzensfrieden gefunden nach Jahren des Kummers oder wegen Trauer. Viele Jugendliche haben sich zur vorehelichen Keuschheit entschlossen, etc. Pater Jozo sagt, hierher zu kommen ist ein grosses Geschenk. Warum es nicht erbitten?
(aus dem Tagebuch von Sr. Emmanuel)


Lasst Gott ankommen, wo er will

Gezeichnet von der Sünde, schwerfällig durch Probleme, Angst und Unsicherheiten, hat der Mensch ein äusserst starkes Bedürfnis, Gott zu finden, damit er ihm helfe und ihn stütze. In seiner unendlichen, väterlichen Güte ist Gott immer bereit, seine Arme jenen zu öffnen, die ihm mit Glaube und aufrichtigem Herzen suchen. Aber um zu erhalten, was zur eigenen Heilung dient, muss der Mensch vorallem dem entsagen, was er schon besitzt.
Auf dem Weg des Glaubens ist es wohl das schwierigste, unsere eigene Logik zu opfern, unsere perfekten Überzeugungen, voll von Erfahrungen und Gewohnheiten (besonders die geistigen), welche die Kreativität Gottes blockieren und uns steif und streng machen, wie einst die Pharisäer zu Jesu Zeiten. Auch unsere Gerechtigkeit, nämlich jene, die uns antreibt zu sagen: "Ich bin in Form", "Ich habe recht", oder "Das ist ungerecht", muss Gott geschenkt werden als Opfer, als Verzicht, sonst sind wir der Gnade abgestorben. In der Tat, die Tugenden finden oftmals keinen Platz in uns, weil unser Herz ganz besetzt ist von der Logik, von der Selbstgerechtigkeit von menschlichem Formalismus unerbittlicher Urteile und strenge Fürsprecher.
Deshalb ist es notwendig, ganz still zu werden, um Gott zu begegnen und von Ihm jede Antwort zu erwarten.
Im innern Stillschweigen im Angesichte Gottes, können uns menschliche Worte nicht helfen, aber auch nicht beleidigen, weil nichts und niemand wird uns je "die Hoffnung wider jede Hoffnung" nehmen können. Es wird keine Ängste mehr geben, weil Gott sich gänzlich um uns kümmern wird in jeder Situation und Gelegenheit.
Wenn wir uns ganz Gott überlassen, helfen wir unserer Seele frei zu werden von der Sklaverei der Sünde und uns der Barmherzigkeit zu öffnen.
Aber die Pharisäer machten es nicht so. Mit ihrer perfekten Logik und menschlichen Gerechtigkeit verschlossen sie sich der göttlichen Barmherzigkeit.
Aus diesem Grund darf das Gebet nicht Suche nach nur materiellen Dingen oder Lösungen sein, sondern vielmehr der Wunsch, erfüllt zu werden von Gottes Barmherzigkeit, der Gnade und der Vergebung, was ganz selbstverständlich den Verzicht auf all den Rest einschliesst, mit der Sicherheit, das zu erhalten, was man wirklich nötig hat. Man muss alles auf den Altar legen. Je mehr wir Gott geben, um so mehr kann Er uns schenken.
Das Fundament des geistlichen Lebens ist wahrhaben, dass Gott, Gott ist, dass Er der Herr, der Retter ist und wir mit Vertrauen ausrufen können: "Mein Herr und mein Gott" - genauso wie Thomas es machte nach der Auferstehung Jesu. Aber um das zu können, müssen wir uns zuerst freimachen, von unserem Abgesichertsein und den entsprechenden Erfahrungen, an denen wir ja "reich" sind. Durch sie versperren wir nämlich dem Heiligen Geist die freie, heilende Aktion in uns. Aber die Erwartung von Erfolgen und geistlichen Früchten kann sogar ein grösseres Hindernis sein, als die materiellen, weil sie im Namen Gottes entstehen.
Wenn wir Gott erlauben, zu tun wie Er will und unser früheres Leben ändern, kann Er uns führen und an Sich ziehen. Das will allerdings auch heissen, uns für Ihn zu entscheiden und mit Mut und Ausdauer die eigene Schwachheit, Angst und Dunkelheit täglich ins Auge zu fassen.
Unsere Beziehung zur Gnade entwickelt sich und reift, wenn wir uns bewusst sind, dass wir allein nichts tun können und mit gläubigem Vertrauen beten und warten, dass Gott uns hilft. Nur so kann Gott uns gebrauchen nach Seinem Entwurf, den wir nicht kennen. Die einzige geistliche Erfahrung, die wirklich zählt, ist unsere Fähigkeit bedingungslos der göttlichen Vorsehung zu glauben: der Wahrheit, dass Gott, Gott ist; der Gewissheit, dass unser Weg durch Dunkelheit, Schmerz und Schwachheit eine Ihm angenehme Gabe ist.
(aus einem Gespräch mit P. Tomislav)

 

Eine geschändete Novizin verzeiht
und nimmt das Leben an

Zum Tag des Lebens am 1. Februar, bringen wir dieses ergreifende Zeugnis, auch wenn es schon anderswo publiziert wäre.
(Aus dem Brief an die Oberin ihrer Kongregation)
«Ich bin Lucia Vetruse, eine der Novizinnen, die eine Schändung von den serbischen Milizen erleiden mussten. Ich schreibe Ihnen das, was mir und meinen Mitschwestern Tartina und Sendria geschehen ist.
Sie werden verstehen, dass ich mich auf Details nicht einlassen kann. Es war eine entsetzliche Erfahrung, nicht mitteilbar, nur Gott, dem ich mich übergeben habe, als ich mich ihm durch die Gelübde weihte. Mein Drama war nicht nur die als Frau erlittene Verdemütigung, auch nicht der nicht mehr gutzumachende Schaden meiner Berufung, sondern es ist schwierig, auch im Glauben ein Ereignis zu verstehen, das sicher in Gottes Plan war, und den ich weiterhin als meinen göttlichen Bräutigam betrachte und liebe. In jugendlichem Alter hatte ich in mein Tagebuch geschrieben: "Ich besitze nichts, ich gehöre niemandem und niemand gehört mir." Hingegen hat mich irgend einer nachts umklammert - was ich vergessen möchte - mir mein Selbst geraubt und mich zu eigen genommen.
Als ich zu mir kam, war es Tag und mein erster Gedanke ging zur Todesangst Jesu im Ölgarten. Ein schrecklicher Kampf ging in mir vor sich. Einerseits fragte ich mich, warum erlaubte Gott, dass ich zu einem Nichts reduziert und vernichtet wurde und andererseits welche wäre die neue Berufung, weshalb er mich auf diesen Weg hinwies?
Ich stand auf, ganz erschöpft, und während ich Sr. Josefine halb, machte ich mich auch fertig. Vom Kloster der Todesangst in unserer Nähe hörte ich die Glocke zur Sext läuten. Ich machte das Kreuzzeichen und betete aus dem Gedächtnis den Hymnus der Liturgie: "In jener Stunde auf Golgotha, das wahre Osterlamm Christus, kaufte uns los von unsern Sünden, um uns zu erlösen..."
Was ist dann, Mutter, mein Leiden im Vergleich zu jenem von Ihm, dem ich tausendmal versprochen hatte, mein Leben hinzugeben? Ich sprach langsam: "Dein Wille geschehe jetzt, da ich keinen andern Halt mehr habe, als die Sicherheit, dass Du, Herr, an meiner Seite bist."
Das schreibe ich Ihnen, Mutter, nicht um von Ihnen getröstet zu werden, sondern mir zu helfen, Gott zu danken, dass Er mich mit Tausenden von Mitbürgern die genauso verletzt wurden in ihrer Ehre, nun diese nicht gewollte Mutterschaft annehmen kann. Meine Verdemütigung füge ich zu jenen der andern, und ich kann sie nur aufopfern als Sühne für die Sünden der unbekannten Schänder und für den Frieden unter den beiden kriegführenden Volksstämmen. Meine Schande nehme ich an und halte sie der Barmherzigkeit Gottes hin.
Darf ich Sie bitten, mit mir eine "Gnade" zu teilen, auch wenn es absurd scheint. In diesen letzten Monaten habe ich alle meine Tränen geweint wegen meinen zwei Brüdern, die von denselben getötet wurden, welche unsere Städte belagern und terrorisieren. Ich dachte, dass ich nicht mehr hätte leiden können. Das Mass des Schmerzes war voll. Jeden Tag kamen Hunderte von Personen, hungrig, zitternd vor Kälte und mit Verzweiflung in ihren Augen, an die Türen unserer Konvente. Vor einigen Wochen sagte mir eine Achtzehnjährige: "Ihr seid glücklich, weil Ihr an einem
Ort wohnt, wo die Schlechtigkeit nicht eintreten kann." Ich überlegte und verstand, dass es sich um den Schmerz meines Volkes handelte. Fast schämte ich mich, am Anfang dieser Leiden zu sein. Jetzt bin ich eine von ihnen, eine der vielen Unbekannten meines Volkes, deren Körper zerfetzt und die Seele ausgebrannt ist.
Der Herr liess mich eindringen in das Geheimnis jener Schande, und ausserdem, mir als Schwester hat Er das Privileg gewährt, die Kraft des Bösen zu begreifen.... Meine Geschichte ist ihre Geschichte und meine Ergebung, gestützt vom Glauben, wenn schon nicht als Beispiel, könnte ihnen wenigstens als Trost in ihren moralischen und affektiven Reaktionen dienen.
Ein kleines Zeichen, ein Wort, eine geschwisterliche Hilfe können genügen, die Hoffnungen eines Heeres Unbekannter zu mobilisieren. Gott hat mich erwählt - verzeihen Sie dieses Wort - die gedemütigten Personen zu leiten, dem Morgenrot der Erlösung und der Freiheit entgegen. Sie werden nicht zweifeln können an meiner Aufrichtigkeit, an meinen Absichten, weil auch ich wie sie von den Grenzen der Verworfenheit komme....
Es ist alles vorbei, Mutter, aber jetzt beginnt auch alles. Als Sie mir telefonierten und mich stärkten mit Ihren Worten, für die ich Ihnen mein Leben lang dankbar sein werde, fragten Sie mich: "Was wirst Du mit dem Leben machen, da Du empfangen hast?" Ich fühlte wie ihre Stimme zitterte, als sie mir diese Frage stellte.
Ich konnte nicht gleich antworten, nicht weil ich mir schon Gedanken gemacht hätte, was ich tun werde, sondern weil sie meine Entscheidungen mit den Projekten nicht stören wollte. Jetzt habe ich meine Entscheidung getroffen: Das Kind wird mir gehören und niemand anderem. Ich könnte es andern Personen anvertrauen, aber es hat das Recht auf meine Mutterliebe, auch wenn es nicht gewünscht und nicht gewollt war.
Man kann die Pflanze von seinen Wurzeln nicht trennen. Der Samen, der auf die Erde fiel, muss wachsen, wohin der geheimnisvolle, wenn auch ruchlose Sämann ihn streute.
Ich verlange nichts von meiner Kongregation, die mir ja alles schon gegeben hat. Ich danke meinen Schwestern für ihre Solidarität und Aufmerksamkeiten und vorallem, weil sie mir keine indiskreten Fragen stellten. Ich werde mit meinem Kind gehen, noch weiss ich nicht wohin, aber Gott, der meine grösste Freude plötzlich zerbrach, wird mir den Weg zeigen, um seinen Willen zu erfüllen.
Ich werde arm sein, meine alte Schürze umbinden und die Holzschuhe tragen, wie sie Frauen tragen beim Arbeiten. Mit meiner Mutter werde ich Harz von den Pinien in unsern Wäldern sammeln. Ich werde das Unmöglichste tun, um die Ketten des Hasses zu zerreissen, welche unsere Länder vernichten. Meinem Kind, das ich erwarte, werde ich nur die Liebe lehren. Mein Kind, geboren aus der Gewalt, wird bezeugen, dass die einzige Grösse, welche einen Menschen ehrt, das Verzeihen ist».

Früchte von Medjugorje:
Das neue Krankenhaus P. Pio

Wenn Gott mit der Gnade den Menschen erreicht, wird er völlig verändert. Das ist die immer gleiche Geschichte der Barmherzigkeit Gottes... Es kommt vor, daß Gott Seine Mutter zwischendurch als Werkzeug für Seine Gnaden beruft. Und das ist so geschehen in Lourdes, in Fatima und jetzt auch seit 1981 in Medjugorje. Seit dem die Heilige Jungfrau zu den sechs Kindern sprach, ist dieser vergessene Ort in den Bergen der Herzegowina Ort des Lebens für viele Millionen Personen geworden. Der schreckliche Krieg schien den Zustrom der Pilger zu unterbrechen, jedoch nach Kriegsende ist der Ruf Mariens zu Gebet und Umkehr noch stärker geworden. Unzählig sind die Jugendlichen, die Gott und Seine Kirche wiedergefunden haben, die geistlichen und körperlichen Heilungen, die vielen vom Rauschgift Geretteten, die Priester, welche den Eifer der Berufung wiedergefunden haben; Personen, vor allem Jugendliche, die freiwillig ein Jahr für humanitäre oder religiöse Dienste absolvieren. Gemeinsam zu den persönlichen Früchten gesellt sich ein Aufblühen von sozialen Werken, besonders für Waisen, Behinderte, Drogensüchtige, die Medjugorje zu einer "Baustelle Gottes" machen.
Nun hat der Verein Solidarität und Hilfe aus Noceto (Parma) beschlossen, ein Krankenhaus in Medjugorje zu bauen, wofür schon alle Genehmigungen vorhanden sind. Die Zeitung Freies Dalmatien (6.8.1996) hat das Vorhaben als "Tempel der Medizin und des Glaubens" bezeichnet und genau das will dieses P. Pio von Pietrelcina geweihte Werk sein, indem es von dessen "Casa Sollievo della Sofferenza" aus S. Giovanni Rotondo (Foggia) inspiriert ist. Das Gelände (65.520 qm) ist schon im Gebiet Vionica erstanden worden. Nun will der Verein einstweilen innerhalb 1998 ein erstes Sanitätszentrum errichten.
Die Königin des Friedens hat schon durch das freigebige Herz eines Priesters gewirkt, don Onelio Ciani, Leiter einer Behinderten-gemeinschaft in Udine, der zu diesem Zweck ein Haus für Behinderte geschenkt hat, das er selbst in Medjugorje begonnen hatte: das Haus ist ein Rohbau und muß fertiggestellt und ausgestattet werden. Eine weitere Hilfe hat P. Pio gestellt, der uns den Kapuzinerpater Michele Piacentino begegnen ließ, der die motorischen Rehabilitations-Zentren "P. Pio" Apulien leitet, und mit diesem ist ein gemeinsames Programm gestartet: das Haus "Regina Pacis" in Medjugorje, das - so Gott will - im Frühjahr 1999 die Tore öffnet, mit ausgestatteter Sanitätswache, Poly-Ambulanzen und Physiotherapie (Erdgeschoß); Analysenlabors und Diagnostik, Labor für Prothesen für Kinderinvaliden (1. Stock); Aufnahme von Behinderten, Abteilung don Onelio Ciani (2. Stock); Aufenthaltsräume für Schwestern, festes Personal und Freiwillige (3. Stock).
Willst du mithelfen? Spende auf das Postkonto 11958436 "Solidarität und Hilfe für das Internationale Haus des Friedens", via Generale Dalla Chiesa 38/a. I-43015 Noceto (Parma). Tel.: int.+39(0)521-628448, Fax: int.+39(0)521-628447, Zweigstelle "Solidarität und Hilfe": Postfach 206, I-39100 Bozen, Fax: int. +39(0)471-283706. Du kannst deine Spende auch in DM auf das Postkonto "Solidarnost i Pomoc Medjunarodnoj Kuci Mira" Nr. 7100-280-51-04-00123-7 an die Hrvatska Postanska Banka H-B d.d. - Mostar (Filiale Medjugorje) senden oder direkt in Medjugorje die Einzahlung machen, beim Post- u. Telefonamt, immer auf das oben angeführte Konto.
P. Mannes M. Ghizzardi O.P.
Bozen Tel.(39)471-280694


* Das Echo aus Medjugorje, ist in den wichtigsten Sprachen im neuen Geschäft Shalom, rechts vor der Kirche, erhältlich, und nun auch bei Ain Karim, dem letzten Geschäft der Galerie unter dem Hotel Internationale, hinter dem Pfarrhaus, an der Straßenseite.

Wir danken den Lesern für ihre Spenden, im besonderen den Freunden aus Frankreich und der Schweiz (für die zwei Ausgaben in französisch und deutsch), die reichlich und regelmäßig eintreffen. Wir sind den Italienern und anderen Freigebigen dankbar, die wie üblich eifrig sind und es ermöglichen, daß Echo in alle Welt kostenlos verschickt werden kann.
Ein große Freude für uns ist es zu hören, daß Echo auch an den ,unmöglichsten' Orten der Erde aufliegt (z.B. in der Kathedrale von Sydney, den Kirchen von London, in den Missionen des Sudan, wo die Verfolgung so stark ist, in den entlegensten Inseln des Ozeans). Vor allem Missionare aus aller Welt ließen uns wissen, daß Echo ein sehr erwartetes Geschenk der Königin des Friedens für ihre Predigten und für ihre und die religiöse Bildung vieler Seelen ist, in Orten, wo jegliche geistlichen Hilfsmittel fehlen.
Vor allem danken wir den Vielen, die mit Inbrunst gebetet und von Maria erwirkt haben, daß - durch unerwartete Ereignisse - auch diese Ausgabe von Echo erscheinen konnte, die leider unter schwierigen Umständen (daher verspätet), infolge eines erzwungenen Stillstandes seitens jenen kämpfen mußte, der die Last trägt. Für die Zukunft müssen wir uns ganz auf Sie verlassen...
Maria, die uns das Gut Jesu geschenkt hat, öffne die Herzen aller, damit sie Ihn in diesem Jahr des Heiligen Geistes aufnehmen, und wir zur Heiligkeit gelangen und allen sagen können: "Ich wünsche dir Gutes"; das wünschen wir auch euch allen! Ich segne euch im Namen des Vaters, des Sohnes, und des Heiligen Geistes. Amen.

Villanova M., 4.1.1998


* Der übliche Bus fährt täglich um 18:00 in der Nähe des Hauptbahnhofs Triest ab und kommt am folgenden Morgen um 8:00 in Medj. an; Rückfahrt um 18:00 ab Medj., Ankunft in Triest um 8:00 morgens (Tel. 0039 40 425001, Preis hin und zurück LIT. 108.000)
Verteilung - *Schweiz: Otto Müller, Sonneggstr. 3 - CH 9113 Degersheim - Postkonto: 90 - 4768 - 0 *Österreich: Heindler Margarete, Reindlgutstr. 5, A - 4400 Steyr. Überweisung: Postscheckkonto: 93.001.968 *Deutschland: Medjugorje Comitee, F. Castagnetti, Ostpreussenweg, 4, D- 33104 Paderborn. Überweis.: K/K 85738 Sparkasse Paderborn (BLZ 47250101)

- Origin.: "Eco di Maria" - Anschrift: Echo Mariens, cas.post. 149, I-46100 Mantova - J.14 - Nr.1-2; Autor. Trib. MN n.13, 8.11.86; Fax (39) 376-245 075

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