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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 169 (Mai-Juni 2003)

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Echo Mariens Königin
des Friedens

Deutsch 169


Botschaft Mariens vom 25. März 2003

„Liebe Kinder, auch heute rufe ich euch auf, für den Frieden zu beten. Meine lieben Kinder, betet mit dem Herzen und verliert die Hoffnung nicht, denn Gott liebt seine Geschöpfe. Durch mein Kommen hierher, möchte er jeden einzelnen retten. Ich rufe euch auf den Weg der Heiligkeit. Betet, und im Gebet seid ihr für den Willen Gottes offen, und so verwirklicht ihr in allem, was ihr tut, den Plan Gottes in euch und durch euch. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Auf dem Weg der Heiligkeit

In dieser so traurigen Stunde für die Menschheit, während der Krieg Tod und Leid sät, ladet uns Maria ein, weiter für den Frieden zu beten, mit dem Herzen zu beten, und die Hoffnung nicht zu verlieren. Auch der Papst ruft uns auf, für den Frieden zu beten, nicht ein Fliehen, nicht sich der Verpflichtung entledigen. Wir sind nicht dazu aufgerufen, zerstreut irgend ein Gebet zu sprechen, irgend ein Werk der Liebe zu vollbringen, und darüber hinaus Gott beauftragen, den Rest zu erledigen.

Wir sind dazu gerufen, in das Geheimnis der Heiligkeit Gottes einzutreten, um mit Ihm das Problem dieses furchtbaren Krieges zu lösen. Ich rufe euch auf den Weg der Heiligkeit. Das ist der Weg, auf dem der Papst einher schreitet und wir müssen ihm folgen. Maria ermutigt uns: Verliert die Hoffnung nicht, denn Gott liebt seine Geschöpfe. Beten, mit dem Herzen beten, d.h. unser Herzklopfen mit dem Klopfen des Unbefleckten Herzens Mariens abstimmen, mit dem Klopfen des Heiligsten Herzens Jesu, auf dass ein einziges Herz der Liebe für Gott und die Brüder brenne. Dann wird unser Gebet offen für den Willen Gottes sein und wir werden es in unser Herz aufnehmen. Dann verstehen wir wie groß, schön und wünschenswert Sein Wille ist, und wie allein durch diesen jede einzelne Person, wie der ganze Erdkreis den wahren Frieden finden wird. Jenen Frieden, den Jesus bei Seiner Geburt (vgl. Lk 2,14), angesichts Seines Todes (vgl. Joh 14,27) und Seinem Kommen als Auferstandener (vgl. Joh. 20,19) jenem anbietet, der ihn empfangen will. Darin verwirklicht sich unsere Heiligkeit, im Zulassen, dass in uns Sein Wille geschehe. Dazu sind wir geboren, deshalb ist das Wort Fleisch geworden (vgl. Joh. 1,14), deshalb ist Maria unsere Mutter, deswegen kommt Sie auch nach Medjugorje: Durch mein Kommen hierher, möchte er jeden einzelnen retten. Dies ist der Wille Gottes: Uns in Jesus durch Maria retten. Was fehlt also noch unserer Rettung, unserer Heiligkeit? Nur unser fiat, nur unser Ja. Wir können uns nicht hinter lasche Ausreden von Unwürdigkeit, Unfähigkeit verbergen; nicht wir machen uns zu Heiligen. Diese Aufgabe müssen wir Gott überlassen. Er möchte uns zur Heiligkeit führen, d.h. Ihm vorbehalten, Ihm geweiht. Wir müssen Ihn nur walten lassen, uns Seinem Wirken der Gnade öffnen, das bei unserer Person nicht Halt macht, sondern die ganze Erde umfasst. Somit seid ihr für den Willen Gottes offen und so verwirklicht ihr in allem, was ihr tut, den Plan Gottes in euch und durch euch.

Nach Seinem Abbild geschaffen (vgl. Gen 1,27), zu Seiner Heiligkeit berufen, (vgl. 1 Petr 1,15-16), finden wir die Würde als Menschen im Gott-Menschen wieder, unsere Größe als Kinder des Sohnes Gottes. O Bruder, o Schwester, die ihr in der Sünde seid, verzagt nicht; nichts kann Gott aufhalten, dich zu umarmen, wenn du Seine Umarmung wirklich wünschst. Gebe dich Ihm hin, und Er wird zu dir kommen und bei dir bleiben, schon jetzt, im Reich, das Er dabei ist, zu erbauen, und in der Ewigkeit Seines Paradieses (vgl. Lk 23,42-43). O Bruder, o Schwester, die ihr auf dem Weg des Kreuzes in eurer Krankheit, eurem Leiden seid, lebt in eurem Leib, in eurer Seele das, was den Leiden Christi noch fehlt (vgl. Kol 1,24), und du wirst Ihn auf deinem Weg auf Kalvaria begegnen, bereit, dein mit Schweiß und Blut gezeichnetes Gesicht mit dem Schweißtuch auf zu nehmen, das schon Sein Antlitz aufgenommen hatte, um dein Menschsein in solcher Verschmelzung zu stützen. Es möge sich in mir, in dir, in jedem Mann, in jeder Frau, der Wille Gottes in Erfüllung gehen, und die Welt wird sich verändern. Bruder, Schwester, ich brauche dich mehr als du mich brauchst; lass’ dich in Christus auferstehen, und auch ich werde auferstehen.

Friede und Freude in Jesus und Maria.

Nuccio Quattrocchi

 

Botschaft Mariens vom 25. April 2003

„Liebe Kinder, auch heute rufe ich euch auf, euch dem Gebet zu öffnen. In der vergangenen Fastenzeit habt ihr begriffen, wie klein ihr seid und wie klein euer Glaube ist. Meine lieben Kinder, entscheidet euch auch heute für Gott, damit er in euch und durch euch die Herzen der Menschen verwandelt, und auch eure Herzen. Seid freudige Träger des auferstandenen Jesus in dieser unruhigen Welt, die sich nach Gott und nach all dem, was von Gott kommt, sehnt. Meine lieben Kinder, ich bin mit euch und liebe euch mit besonderer Liebe. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Seid freudige Träger des auferstandenen Jesus

Die Fastenzeit ist besonders geeignet, das Geheimnis der vierzig Tage, die Jesus in der Wüste verbracht hat, zu verstehen (vgl. Lk 4,1-13), und über unsere Lebenseinstellung, unseren Lebensstil, unser Verhältnis zu Gott und den Menschen, nachzudenken. Es ist eine Zeit, in der sich das Geheimnis der Passion und des Todes unseres Herrn Jesus neuerdings in all seiner überwältigenden Wirklichkeit und Aktualität in den Vordergrund stellt. Es reicht nicht Seiner zu gedenken, ohne sich durchdringen und ändern zu lassen, teilzunehmen, ohne sich hinein ziehen zu lassen; man muss in das Ereignis, das wir feiern, „eintreten" und folglich mit Christus sterben, um mit Ihm zu leben (vgl. Röm 6,8). Ostern ist nicht Erinnerung an ein in jener Zeit abgeschlossenes Ereignis, sondern es ist ein immer aktuelles Ereignis. In Christus ist die Trennung zwischen Gott und den Menschen aufgehoben; da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei (Mk 15,38). Christus dringt in die Unterwelt ein, reißt unsere Gräber auf (vgl. Mt 27,52). Alles was in Christus war ist noch heute, was sein wird, ist schon jetzt, denn in Ihm sind Vergangenheit und Zukunft eine ewige Anwesenheit des Vaters. Er ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand (Kol 1,17), und Er hat beschlossen, die Fülle der Zeiten heraufzuführen...was im Himmel und auf Erden ist (Eph 1,10).

Österlich sein bedeutet, in diese Wirklichkeit eindringen, indem unsere Grenzen sich klar abzeichnen. In der vergangenen Fastenzeit habt ihr begriffen, wie klein ihr seid und wie klein euer Glaube ist. Das ist eine verständnisvolle Feststellung, aber auch voll mütterlicher Sorge: Meine lieben Kinder, entscheidet euch auch heute für Gott. Die Ermahnung Mariens ist uns nicht neu, unbeschadet aller Bedeutung Ihrer Einladung; im Gegenteil dieses „heute" scheint die Dringlichkeit zu unterstreichen. Heute müssen wir uns entscheiden, nicht in Zukunft, heute und nicht morgen. Wir müssen uns heute dem Gebet öffnen; öffnen, denn der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worten fassen können. Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein (Röm 8,26-27).

Unsere Entscheidung für Gott, so lange von Maria erbeten, ist unabdingbar, damit er in euch und durch euch die Herzen der Menschen verwandelt, und auch eure Herzen. Das ist die Umkehr. Es ist Christus in der Fülle des Lebens und Ihn nicht allein in Worten aufnehmen, zulassen, dass der Heilige Geist in uns wohne, auf dass Christus in uns und wir in Ihm und dem Vater leben (vgl. Joh 17,21). Das ist Leben in Ewigkeit. Christus ist bei uns alle Tage bis zum Ende der Welt (vgl. Mt 28,20). Wenn Er mit uns ist, warum sich noch ängstigen? Wie sehr der Horizont der Menschheit auch dunkel erscheinen mag &emdash; sagt der Heilige Vater in seiner Oster-Botschaft &emdash; feiern wir heute den strahlenden Triumph der österlichen Freude. Hindert Gegenwind den Weg der Völker, schäumt auch das Meer der Geschichte auf, trotzdem möge niemand der Bestürzung und Hoffnungslosigkeit nachgeben. Christus ist auferstanden; Christus lebt unter uns, real anwesend im Sakrament der Eucharistie.

Seid freudige Träger des auferstandenen Jesus in dieser unruhigen Welt, die sich nach Gott und nach all dem, was von Gott kommt, sehnt. Das ist der schönste Wunsch, den man zu Ostern entbieten kann. Tragen wir Jesus; tragen wir Ihn vor allem in uns und zu unseren Brüdern. Er ist der Friede, den die Welt sucht, Er ist das Leben, nach dem sich die Welt sehnt, Er ist die Freiheit, die die Welt nicht geben kann, Er ist die Wahrheit, die die Welt nicht kennt. Maria liebt uns mit einer besonderen Liebe; nehmen wir doch Ihre Liebe auf und wir werden nicht scheitern. Friede und Freude im auferstandenen Jesus und in Maria, unserer Mutter.

N.Q.

 

 

Pilger-Morgengebet

O Du, mein Heiland, Jesus Christ

Der Du mein Gott, mein Alles bist

In Deine Wunden schliess mich ein

Lass mich darin geborgen sein

Giess über mich Deinen Heiligen Geist

Der mich das Schöne lieben heisst

Das Wahre suchen und das Gute tun

Und still an Deiner Seite ruhn

Und nimmst du heute mich in Pflicht

Will schämen ich mich meiner Schwachheit nicht

Bist Du doch allezeit bei mir

Mein Jesus, ich vertraue Dir

So werd‘ was immer ich pack an

Ganz Dir zu Lieb und Freud getan.

Pilgrim

 

 

ESUS AN DER FALSCHEN ADRESSE!?

Es ist Ostermorgen.

Die Welt hatte mit Jesus abgerechnet. Die Jünger waren ängstlich auseinander gestoben. Für sie gab es ihn nicht mehr.

Der letzte Gedanke an Jesus war das Grab, das Lebensende dieses Menschen, der so ganz anders war als sie. Sie hatten nichts von Jesu Botschaft verstanden. Sie hatten auch seine Ankündigung vergessen, dass er auferstehen wird &emdash; zum Leben erweckt. Die Todesmentalität der sterblichen Menschen besiegte die Hoffnung auf das Leben.

In dieser Welt der Verlorenen und Enttäuschten bewahrten nur die Mutter Jesu und Johannes die Fassung, obgleich auch sie vom Schmerz überwältigt waren. Zu ihnen gesellte sich am nächsten Tag Maria Magdalena und die andere Maria. Sie wollten Jesu Grab besuchen. Aber Jesus war nicht dort. Sie suchten ihn an der falschen Adresse. Jesus weilt nicht unter den Toten. Er lebt und durch sein Leben erweckt er die Toten zum Leben.

Der weggewälzte Stein sendete eine klare Botschaft, die heute in der Welt widerhallt &emdash; Jesus ist auferstanden. „Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden. Er ist nicht hier." (Mk 16,6)

Von dem Augenblick an wurde alles anders. Die Menschheit wird fortan nicht mehr vom Tod beherrscht. Jedes Geschöpf erhält die Chance auf ein neues und ewiges Leben. Den Tod gibt es eigentlich nicht mehr &emdash; mit ihm hat Jesus abgerechnet. Die Tür der Rettung ist weit geöffnet. Das Grab ist nicht mehr die letzte Wohnstatt. Jesus ruft uns auf zur ewigen Wohnstatt im Hause seines und unseres Vaters. Deshalb teilt er uns mit: „Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden". (Mk 16,16)

Durch die Taufe sind wir ein Teil Christi und der Kirche geworden. Das ist eigentlich der Weg, der in die ewige Wohnstatt führt. Auf dem Weg sollte es kein Anhalten geben. Die Wirklichkeit führt uns jedoch manchmal von diesem Weg ab in die falsche Richtung. So gehen und rennen wir, aber das Ziel ist nicht in Sicht. Wir suchen auf dem Weg, finden aber nichts. Oft suchen wir Jesus an den falschen Adressen. Nur schwer erkennen wir ihn in den Herzen der Brüder oder Schwestern neben uns. Aber gerade hier wohnt Jesus. An diese Türen sollten wir klopfen, hier werden wir ihn sicher finden. Die Muttergottes ruft uns auf, ihn dort zu suchen. Deshalb sollten wir den Stein wegwälzen, der uns in den Gräbern des Lebens und der eigenen Irrwege einschließt. Lassen wir die Strahlen des Auferstanden Christus in unser Inneres, dann wird der Weg vom Nest zu den Sternen beleuchtet sein.

Pater Mario Knezovic´

 

 

Die Kirche lebt von der Eucharistie

(Originaltexte aus dem Italienischen frei übersetzt)

Er hat den Gründonnerstag gewählt, Tag, der an die Einsetzung der Eucharistie während des Letzten Abendmahls erinnert, um die 14. Enzyklika Ecclesia de Eucaristia zu unterschreiben.

Im 25. Jahr seines Petri-Lehramtes hat der Papst somit der Gemeinschaft der katholischen Gläubigen ein Dokument schenken wollen, in dem mit absoluter Klarheit der Mittelpunkt der Eucharistie in der Kirche Christi unterstrichen wird. Der erste Satz fasst den Sinn klar zusammen: Die Kirche lebt von der Eucharistie... Und es wird hinzugefügt: Die Eucharistie ist das, was es ihr ermöglicht, eine solche zu sein.

Es handelt sich um ein Dokument außerordentlicher Tiefe, das beabsichtigt, Licht auf einige Aspekte im Zusammenhang mit der eucharistischen und religiösen Feier zu werfen, die Zeit und Strömungen auf irgend eine Weise verschleiert haben, vor allem in Bezug auf das Eucharistische Geheimnis, das seines Wertes der Opferung entblößt wurde, wo es nur als einfache Begegnung unter Brüdern erlebt wird. „Die Eucharistie ist ein zu großes Geschenk, um Zweideutigkeit und Abstriche zu ertragen", schreibt der Papst. Die Kirche lebt ohne Unterlass vom erlösenden Opfer und kann zu diesem nicht allein mittels eines Andenkens voll des Glaubens gelangen, wohl aber mit einer tatsächlichen Berührung, weil dieses Opfer zur Gegenwart zurückkehrt, sich sakramental verewigt, in jeder Gemeinschaft, die es aus der Hand des geweihten Priesters anbietet".

Im Dokument sind viele wichtige Punkte angeführt, lehrreich zum Lesen und Meditieren, weshalb wir nicht so sehr eine Zusammenfassung in diesem kurzen Artikel anstreben, als viel mehr alle einladen, die die Möglichkeit haben, sich in der eigenen Sprache diese Enzyklika zu beschaffen, diese auch zu lesen; auch um die an jedem von uns gerichtete Einladung zu verstehen, uns persönlich mit dem Opfer Christi zu verbinden, und so zur Rettung der kranken Menschheit beizutragen: „Indem Christus der Kirche sein Opfer schenkte, hat Christus das spirituelle Opfer der Kirche mit einbringen wollen, die aufgerufen ist, mit dem Opfer Christi, auch sich selbst anzubieten. In Bezug auf alle Gläubigen, lehrt uns das II. Vatikanische Konzil: „Durch die Teilnahme am eucharistischen Opfer, Quelle und Gipfel des christlichen Lebens, bieten sie Gott das göttliche Opfer und sich selbst mit ihm an".

Wir haben gerade Ostern Christi gefeiert, und mit Seiner Passion und Seinem Tod, auch Seine Auferstehung. Daher freuen wir uns zu wissen, dass wir sozusagen gerade durch die Eucharistie das „Geheimnis" der Auferstehung in uns aufnehmen: „Jener, der sich in der Eucharistie vom Leib Christi ernährt, muss nicht auf das Jenseits warten, um das ewige Leben zu empfangen: Er besitzt es schon auf Erden, als Erstlingsgabe der zukünftigen Fülle, die den Menschen in seiner Ganzheit betrifft &emdash; erklärt die Enzyklika -. In der Tat empfangen wir in der Eucharistie auch die Garantie der Auferstehung des Leibes am Ende der Welt: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag (Joh 6,54)".

Wir wiederholen die Einladung, persönlich sich mit diesem Text zu befassen und das Wissen um das eucharistische Geheimnis zu vertiefen, um es immer bewusster und verantwortungsvoller zu leben &emdash; nicht aus Gewohnheit, sondern aus Überzeugung. Wissen wir vom Wert, werden wir eine lebendige und gewissenhafte Teilnahme unsererseits anstreben, auch weil wir uns bei der eucharistischen Feier auf eine ganz besondere Weise mit der himmlischen Liturgie verbinden: „Schließen wir uns der Vielzahl an, die ruft: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm (Offb 7,10). Die Eucharistie ist wahrlich ein Riss im Himmel, der sich über der Erde auftut. Sie ist ein Strahl der Herrlichkeit des himmlischen Jerusalems, die die Nebel unserer Geschichte durchdringt und unseren Weg beleuchtet".

An dieser Stelle werden wir ganz von selbst die Einladung annehmen, selbst „Sakrament" für die Menschheit zu werden: „Den Tod des Herrn verkünden, bis er kommt (vgl. 1Kor 11,26), bringt für alle, die an der Eucharistie teilnehmen, die Verpflichtung mit sich, das Leben zu ändern, damit es gewissermaßen ganz „eucharistisch" wird, erklärt uns Johannes Paul II. „Durch die Vereinigung mit Christus, wird das Volk des Neuen Bundes &emdash; überhaupt nicht in sich selbst verschlossen - „Sakrament" für die Menschheit, Zeichen und Werkzeug der von Christus erwirkten Rettung, Licht der Welt und Salz der Erde (vgl. Mt 5,13-16) für die Erlösung aller".

Lassen wir uns schließlich von den Erinnerungen eines nunmehr alten Papstes begleiten, der mit liebevoller Sorgfalt jeden Augenblick seines pastoralen Dienstes in Erinnerung zu halten weiß: „Wenn ich an die Eucharistie und an mein Leben als Priester, Bischof und Nachfolger Petri denke, werden mir auf Anhieb die vielen Augenblicke und vielen Orte wach, wo es mir erlaubt war, sie zu feiern.

Ich konnte die Heilige Messe in Kapellen an Gebirgswegen, an Ufern von Seen, am Ufer des Meeres, feiern; ich habe sie auf Altären, die in Stadien aufgebaut waren, gefeiert, auf den Plätzen der Städte... Dieses so unterschiedliche Szenario meiner eucharistischen Feiern, lässt mich stark den universalen und sozusagen kosmischen Charakter empfinden. Ja, kosmischen! Denn, wird sie auch auf einem kleinen Altar einer Dorfkirche gefeiert, ist die Eucharistie immer, in einem bestimmten Sinn, auf dem Altar der Welt gefeiert. Sie verbindet den Himmel mit der Erde. Sie umfasst und durchflutet die gesamte Schöpfung. Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um die gesamte Schöpfung Jenem zurückzugeben, als höchsten Lobpreis, der sie aus dem Nichts geschaffen hat. Somit gibt Er, der höchste und ewige Priester &emdash; aufgefahren zum ewigen Wallfahrtsort durch das Blut Seines Kreuzes &emdash; dem Schöpfer und Vater die ganze von Ihm erlöste Schöpfung zurück. Er tut es mittels des priesterlichen Amtes der Kirche, zur Glorie der Heiligsten Dreifaltigkeit. Das ist wahrhaft das mysterium fidei, das sich in der Eucharistie verwirklicht: Die aus den Händen des Schöpfergottes entsprungene Erde, kehrt erlöst zu Ihm durch Christus zurück.

Redaktion

 

 

Nehmen wir die Herausforderung des Papstes an!

Was ist diese Herausforderung? Es ist glauben, dass Gott es wahrhaft gut mit uns meint und uns retten will ("Gott liebt seine Geschöpfe. Er will uns retten, einen nach dem andern", Botsch. vom 25.03.2003). Es ist glauben, dass das Gebet unsere unbesiegbare Waffe gegen die mächtigsten Waffen der heutigen Zeit ist; dass das einfache von Busse begleitete Gebet mächtiger ist als jedwelche andern Waffen, seien sie nuklear, chemisch oder was immer. &emdash; "Heute wiederhole ich euch, dass nur mit Gebet und Fasten auch Kriege aufgehalten werden können" (Botsch. 25.2.2003). Es ist glauben, dass Gott selbst für uns kämpfen und den Feind für uns besiegen wird: "Du bist furchtbar und herrlich, mehr als die ewigen Berge. Ausgeplündert sind die tapferen Streiter, sie sinken hin in den Schlaf; allen Helden versagen die Hände. Wenn du drohst, Gott Jakobs, erstarren Rosse und Wagen" (Ps 76, 5-7).

Warum lanciert der Papst diesen Aufruf? Darum: "Heute wie nie zuvor ist die Menschheit an einem Scheideweg. Sie besitzt Instrumente, die aus dieser Erde einen Garten machen können oder einen Schutthaufen. Noch einmal, o Heilige Jungfrau, das Heil liegt ganz und allein in deinem Sohn Jesus" (Weiheakt an die Heilige Jungfrau Maria im Heiligen Jahr 2000).

Wenn die vielen Aufrufe des Papstes von so grossem Vertrauen in das Versprechen, das die Muttergottes in Fatima gemacht hat, begleitet sind ("Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren"), und in die grosse Botschaft der Barmherzigkeit für die Menschheit, gegeben an Sr. Faustina Kowalska, ist es auch wahr, dass wir, als Kinder Gottes, unsern Teil beitragen müssen: unsern guten Willen, Seinen Vorschriften nachzuleben. Die Menschheit wird den Frieden nicht finden bis sie umkehrt und sich mit Vertrauen an meine Barmherzigkeit wendet (Botsch. an Sr. Faustina). Nehmen sie meine Bedingungen an, wird Friede sein (Fatima).

Der grosse Förderer des Triumphes des Unbefleckten Herzens Mariens, Mons. Paul Hnilica, bekräftigte in einem Interview: "Gott hat uns für unsere Zeit zwei mächtige Schutzwälle gegeben: das Unbefleckte Herz Mariens, seiner Mutter, und das Barmherzige Herz des Sohnes. 1984 hat Johannes Paul II. die Welt dem Unbefleckten Herzen Marias geweiht, und alle haben die Wirkung gesehen. Dann, während der letzten Polenreise 2002 weihte er die Menschheit der Göttlichen Barmherzigkeit. Jedoch: es geht nicht ohne unseren Einsatz und ohne dass wir dem Beispiel des Papstes folgen".

Sehr gut hat er gezeigt, worin unsere Pflicht besteht: erst kürzlich bat er uns, für den Frieden zu beten und zu fasten (es war am Aschermittwoch); und er bittet uns, während eines ganzen Jahres den Rosenkranz für den Frieden zu beten (Oktober 2002 - Oktober 2003). Er weiss, dass der Rosenkranz eine mächtige Waffe ist und dass er das Herz Gottes zu bewegen vermag, Mitleid mit uns zu haben.

Der Papst ist das "Echo Marias" (Totus Tuus); Maria lädt uns seit bald 22 Jahren auf, für den Frieden den Rosenkranz zu beten und zu fasten, wessen Worte wiederholt er also? Maria ist die demütigste Magd des Herrn, so fährt sie fort, das zu tun, was der Vater will, und wiederholt unaufhörlich: was mein Sohn dir sagt, das tu! (Joh 2,5).

Es ist also Gott selbst, der uns um diesen Einsatz bittet; wie die Eltern ein paar Schritte vor ihm den Kleinen, der noch nicht gehen gelernt hat, ermuntern, ein Schrittchen zu tun; kaum setzt er ein Füsschen nach vorn sind sie da, ihn zu umgeben, aufmerksam dass er nicht fällt, und locken ihn, alle Schritte zu tun, die er kann. Wenn er stolpert und fällt, nehmen sie ihn in die Arme und da &emdash; wie viele Küsse!

Nehmen wir also diese Herausforderung an! Ist übrigens nicht das Alte Testament reich an Beispielen, wo das Volk Israel seine Feinde nur im Vertrauen auf Gott und das Gebet besiegt? Sofort denken wir an David und Goliath und die andere erstaunende Episode der jungen Israeliten, die in den Feuerofen geworfen unverletzt blieben, weil ein Engel des Herrn mit ihnen war und mit seinem Hauch die Flamme von ihnen wendete (Dt 3, 24-50). Moses hielt die Arme zum Himmel empor und die Israeliten siegten.

Der Papst ist wie Moses &emdash; sagte Mons. Hnilica &emdash; wie Moses, der seine Arme hoch hielt um den Israeliten den Sieg über den Feind zu erlangen. Aber Moses brauchte jene, die seine Arme stützten, als sie ihm vor Müdigkeit herunterfielen (vgl. Es 17, 8-12).

Auch der Papst braucht unsere Hilfe. Halten wir also die Arme hoch, nehmen wir seine Aufforderung an, das Böse zu bekämpfen durch unser Vertrauen und die Treue zum täglichen Rosenkranzgebet.

In Medjugorje hat uns die Königin des Friedens eingeladen, die Waffenrüstung für den Kampf anzuziehen. Unser Schild und unsre Steinchen sind, ausser dem mit dem Herzen gebeteten Rosenkranz, die Lesung des Wortes Gottes, die (häufige) Eucharistie und die (monatliche) Beichte.

Das Wort Gottes lehrt uns, unsere Feinde zu lieben, und Maria lädt uns in Medjugorje ein "für jene zu beten, die die Liebe Gottes noch nicht kennen". Bischof Hnlica regt an, jeder Christ könnte zehn Muslime "geistig adoptieren"! Sie leiden wegen des Krieges und klagen für ihre Leiden die Christen an; sie kennen die Vergebung nicht, aber wir könnten an ihrer Stelle und für sie beten. Setzen wir all unsern Glauben und unser Vertrauen ein, und sie werden "die Liebe Gottes erkennen"!

Gemeinsam können wir es, als Soldaten Christi hinter unserm Hauptmann Johannes Paul II. Gemeinsam mit ihm folgen wir unserem General, der zärtlichsten aller Mütter. Gott wird mit uns sein, er wird nicht den Blick von uns nehmen, auch nicht für einen Augenblick, und das Unbefleckte Herz Mariens wird triumphieren!

B.K. Drabsch

Wahrscheinlich erinnern sich die Leser des Interviews mit Jelena Vasilj, in dem sie einige Überlegungen hinsichtlich ihrer bevorstehenden Ehe mitteilte.

Nach einigen Monaten ehelichen Lebens, vergleicht Jelena ihre Erfahrungen als Braut mit Maria, indem sie Vorbild und Lehre daraus zieht, auch in Erwartung einer baldigen Mutterschaft, die Jelena als echte und wahre „Weihe" lebt.

Die Madonna hatte ihr in einer für die Gruppe bestimmte Botschaft gesagt: „Ich wünsche, dass ihr mit mir stets auf den Herrn zugeht, der euch ruft. Ihr werdet Ihn in allen Personen antreffen, die euer bedürfen. Schenkt euch Gott in ihnen... Weiht euch mir alle Tage".

 

 

Die Wahrheit muss mit der Gerechtigkeit und dem Respekt vor der Würde jeder Person einhergehen. Wir wissen jedoch, dass ohne aufrichtige und uneigennützige Liebe auch die Gerechtigkeit keinen Frieden in der Welt gewährleisten kann. Der wahre Friede entwickelt sich erst dann wirksam, wenn Hass, Rachsucht und Missgunst im Herzen des Menschen besiegt sind; wenn wir "nein" sagen zum Egoismus und zu allem, was den Menschen veranlasst, sich in sich selbst zurückzuziehen und den eigenen Vorteil zu suchen.

Johannes Paul II

 

 

 

Die Heilige des österlichen Geheimnisses

Sie gehört zur Schar der Kleinen, jener die die Welt nicht versteht und oft als dumm beurteilt, weil sie sich der eigenen Kleinheit bewusst nicht nach vorne drängen, sich in allem bedürftig fühlen und mit dem wenigen zufrieden sind... Der süffisante Blick der Welt, trunken von Hedonismus und Strebertum, gleicht jedoch nicht dem Blick Gottes, der im Gegenteil stets eine besondere Vorliebe für die Einfachen, die Demütigen und die Letzten gezeigt hat.

Auch das Leben der heiligen Gemma Galgani, deren hundertsten Todestag wir in diesem Jahr feiern , war durchtränkt von einer ganz besondern Gegenwart des Himmels: von Jesus, Maria, den Heiligen, der Engel, die auf viele Weisen dank der entwaffnenden Einfachheit und Reinheit der jungen Heiligen aus Lucca handeln konnten.

Beim Lesen ihrer Lebensgeschichte bleiben viele durch die ausserordentlichen Phänomene, die Gott ihr zu erleben erlaubt hatte, beeindruckt, wie übrigens auch von andern mystischen Erlebnissen, die er ihr schenkte. Wenn wir darin übereinstimmen, dass das österliche Geheimnis das Zentrum der Christenheit ist, müssen wir doch zugeben, dass nur wenig Mystiker wie die heilige Gemma die Passion Christi so nahe erlebt haben, sich ihm ganz überlassend, ganz in Ihn eingeformt, verwandelt. Jesus selbst hat sich mit ihr am Kalvarienberg verabredet. Jedoch lebte sie nicht diese Mystik der Passion wenn nicht darin, dass sie in ihrem Herzen bereits Gottes Welt angehörte.

In eine wohlhabende Apothekerfamilie

als fünftes von acht Kindern in der Provinz Lucca geboren, genoss Gemma viel Aufmerksamkeit ihres Papas und entsprechende Erziehung zum Glauben durch ihre Mutter, die sie jedoch schon mit acht Jahren verlor. Dies war der Beginn einer ganzen Reihe schmerzlicher Erfahrungen. Es begann sich, ein Kreuzweg abzuzeichnen, den Gemma gehen musste bis zum Ende. Tod des Vaters, Tod des Lieblingsbruders, Konkurs der Familie und Verlust aller Güter prägen unauslöschbar ihr weiteres Leben.

Tochter des Leidens

Von klein auf vom Gebet und von der Sammlung angezogen, versteht sie es eigentlich, "in Gott zu sein". Diese Fähigkeit hilft ihr, jedes Leiden zu überbrücken und bereitet sie darauf vor, sie selbst zu sein, "Blitzableiter" für die Leiden anderer zu werden.

Es ist während einer schweren Krankheit, die sie lähmt, und die die Ärzte als absolut unheilbar erklären, dass der Himmel ihr noch näher kommt, sichtbar wird. Eine Freundin rät ihr, zu einem kurz zuvor verstorbenen Passionistenmönch zu beten, eines gewissen "Gabriele dell’Addolorata", der Schmerzensmutter.

"Nein danke, Jesus genügt mir", war die Antwort. Doch beim Lesen der Biographie war Gemma fasziniert und erkor ihn zu ihrem Beschützer. Sie wundert sich nicht, als sie in einem Moment von Reglosigkeit sich plötzlich vor dem Heiligen befindet, der sie zärtlich mit "mein Schwesterchen" anspricht. Nach und nach wird er zum treuen Freund: er hilft ihr eine Novene zu beten und vermittelt ihr die wundersame Heilung, betet mit ihr das Offizium und entzündet in ihr den Wunsch, Passionistenschwester zu werden, ein Traum, der sich entgegen ihrem Willen erst nach ihrem Tod erfüllen wird.

Das ist der Beginn eines wunderbaren Abenteuers, das Gemma in einer grössern Vertrautheit mit den Himmlischen als mit den Menschen erfährt; eine Freundschaft, die sie in absoluter Natürlichkeit erlebt, sich wundernd, dass die andern sich wundern. Kraft der Geringen!

Der Schutzengel als Postbote

Ein anderer täglicher Begleiter von Gemma ist ihr Schutzengel: ein Freund, Bruder, Vertrauter, dem sich nicht nur ihre zum Himmel gerichteten Gebete anvertraut sondern auch ihre Briefe an ihren Seelenführer, den sie wie folgt adressiert: "Den Brief, kaum beendigt, gebe ich dem Engel- schreibt sie &emdash; er steht hier an meiner Seite und wartet". Und die Briefe, auf eigentümliche Weise, erreichen ihr Ziel ohne durch die Post zu gehen. "Zürnen Sie nicht, dass ich den Engel als Postbote brauche, aber ich habe kein Geld für die Marken!" rechtfertigt sich mit unglaublicher Unschuld das Kind, als der Priester sich wundert.

"Ich werden dir Mutter sein..."

Die Heiligen wissen sehr gut, dass, wenn wir uns an SIE wenden, wir das Ziel nie verfehlen. Maria ist wirklich der kürzeste Weg zu ihrem Sohn. Gemma bevorzugt das Bild der Schmerzensmutter, und Sie zeigt sich ihr an jedem Samstag mit mütterlicher Sorge, sie liebkost, küsst sie, tröstet in schwierigen Momenten und bedeckt sie mit ihrem Mantel. "Ich werde dir Mutter sein, und du, wirst du dich als meine wahre Tochter zeigen?"

Schule des Schmerzes

Die stärkste Liebe, jene, die die Seele entflammt, empfindet Gemma jedoch für Christus. Dieser Christus zeigt sich ihr zum ersten Mal am Gründonnerstag 1899 mit offenen und blutenden Wunden. Bei dieser Vision empfindet die junge Gemma einen sehr starken Schmerz über ihre Schuld und ist überzeugt, dass diese Wunden die Folge davon sind. "Schau, meine Tochter" sagt ihr Jesus, "und lerne wie man liebt. Lerne zuerst zu leiden: das Leiden lehrt lieben". Da versteht Gemma, dass "das Kreuz der Thron der wahren Liebenden" ist und seither sieht sie nur noch den Gekreuzigten...

Ihr einziger Lehrer

Mit Jesus unterhält sich Gemma häufig lange, liebend und äusserst vertraulich, so dass sie vom Beichtvater ermahnt wird: "du darfst ihn nicht duzen..." befiehlt er, aber Jesus selber antwortet: "es missfällt mir, wenn ich sehe, dass die Menschen zu mir nicht das Vertrauen haben, das ich wünsche...".

Gemma hat ihr Herz in einen kleinen Kreuzgang verwandelt, lebt alle innere Sammlung, auch wenn man sie deswegen als abwesend glaubt, aber die Leidenschaft für ihren göttlichen Bräutigam verzehrt sie und sie kann nichts anderes mehr tun, als ihn zu betrachten. Obwohl sie seinen Besuch physisch empfängt, verlangt Gemma mehr als alles nach der Eucharistie, wo Christus "mich besitzt und ich ihn besitze". So schreibt sie.

Ein Abgrund ruft nach einem andern und Gemma, wie jeder andere Mystiker, versteht diese Wahrheit: der Abgrund ihres Elends ruft nach dem Abgrund der Barmherzigkeit Gottes. In der täglichen Kommunion, der Eucharistie, wird die Begegnung zur wunderbaren Wirklichkeit.

Ich erwarte dich auf dem Kalvarienberg

Mit diesen Worten gibt ihr Jesus ein Stellldichein, wo keines der beiden fehlt: es ist der Abend des Herz-Jesu-Festes, als auf dem Körper von Gemma sich die Zeichen der Passion einprägen, wie es auch andere Mystiker erleben. Aber Gemma ist nicht Doktor der Kirche wie die heilige Theresia von Avila, noch Ordensgründerin wie ein heiliger Franziskus; nicht ist sie bei den Päpsten bekannt wie Katharina von Siena und auch nicht durch die Mauern eines Klosters geschützt wie die heilige Veronica Giuliani... Gemma ist ein Mädchen, einfach, scheu, so bescheiden und zurückgezogen, dass man sie unwissend glaubt. Sie führt ein zurückgezogenes Leben, lebt Heiligkeit aus eifrigem Dienen und Selbstvergessen.

Ihre Stigma öffnen sich schmerzhaft und blutend jede Woche und folgen der Passion Jesu vom Donnerstag abend bis um 3 Uhr am Freitag. In ihrer ganzen Arglosigkeit denkt Gemma, dass all jene solche Wunden tragen, die vor Gott die Gelübde aussprechen, wie sie es bei sich selbst getan hatte.

Keiner ist Prophet in seiner Heimat

"Aufgenommen als Tochter in einem gläubigen und wohlhabenden Haus, jenes des Herrn Matteo Giannini, lebt sie ein zurückgezogenes Leben zwischen Kirche und Haus"- so erinnert sich Piero Bargellini in einer schönen Rezension &emdash; aber was an ihr geschieht übersteigt die Mauern des Bürgerhauses: sie bewirkt Bekehrungen, sagt Ereignisse voraus, fällt in Ekstase. Im Gebet schwitzt sie Blut; auf dem Körper, ausser den Eindrücken der Nägel, erscheinen die Wunden der Geisselung, der Dornenkrone...

Vor ihr gelingt es den Wissenschaftern nicht, ihre Verlegenheit zu verbergen. Sogar der Seelenführer weiss nicht, wie sie zu führen ist: sie verdächtigen sie der Mystifikation, reden von Hysterie oder Suggestionen, fordern Beweise, verlangen Gehorsam.

Nur sie, Gemma Galgani, inmitten der körperlichen Schmerzen und der geistigen Prüfungen, sagt nichts, oder besser, sagt zu allem ja. Sie verlangt nichts, oder besser, sie verlangt alles von Jesus für sich, mehr Schmerzen, nochmals Schmerzen, immer mehr Schmerzen. Und für die andern bittet sie um Umkehr und Rettung".

Stunde der Finsternis

Wie man weiss sind die Angriffe des Bösen besonders grausam, wenn eine Seele sich opfert als Sühne zum Rettung der Seelen. Auch Gemma wird von schrecklichen und grausamen teuflischen Schickanen an Leib und Geist nicht verschont. ("Solange du es für dich tust, tu nur was du willst; aber hüte dich, etwas für die Sünder zu tun, du würdest es mir teuer bezahlen!" drohte er).

Aber es gilt auch zu unterstreichen, dass Gott das Werk des Teufels erlaubt um die Seelen reifen zu lassen, so wie er "Trockenheit" zulässt, die "dunkle Nacht", das Unverstandensein und die totale Verlassenheit. Nur so kann man sich von sich selbst und von den Dingen der Welt lösen, um nur von Gott bewohnt zu sein. Das ist der richtige Weg für Gemma. Was trägt sie im Schmerz? Einzig Jesu Liebe. Und wenn die Liebe sie im Schmerz trägt, so stärkt der Schmerz sie in der Liebe.

"Ich brauche Seelen, die sich opfern..."

Diese Bitte Jesu macht uns nicht staunen. Häufig hat er durch Heilige, durch Seine Mutter um Gaben, Opfer, Sühne und Wiedergutmachung gebeten.

Maria tat es in Fatima indem sie sich an drei Hirtenkinder wandte: "Wollt ihr euch Gott darbringen und die Leiden ertragen, die er euch schicken wird zur Sühne für so viele Sünden, die seine göttliche Majestät beleidigen? Wollt ihr mit euerem Leben leiden um die Bekehrung der Sünder zu erreichen?".

Die Königin des Friedens tut es noch heute in Medjugorje: "Liebe Kinder, Satan ist stark, und darum bitte ich um eure Gebete und dass ihr sie mir aufopfert für die, die unter seinem Einfluss stehen, damit sie gerettet werden. Seid Zeugen durch euer Leben und opfert euer Leben auf für die Rettung der Welt" (Botsch. 25.2.1988). Die Unbefleckte Jungfrau bittet uns um eine grosszügige Antwort und wünscht, dass wir uns mehr mit ihr vereinen in ihrem Werk der Miterlösung.

Gemma und andere, ein wenig spezielle Seelen sind dieser Einladung gefolgt, haben sich völlig verzehrt in radikaler Aufopferung. Wir sind gebeten uns in unserm Alltag aufzuopfern und die Heiligen nachzuahmen in ihrer Demut, dem Stillesein, in der Fähigkeit, leer von sich selbst zu werden, um Platz zu schaffen für Jesus, der sich uns hingeben will, der immer wieder aufs Kreuz steigt, um seine Brüder und Schwestern aus der Sünde zu erretten.

Alles ist vollbracht

Gemma hatte aus ganzem Herzen gewünscht in ein Kloster einzutreten, um in dessen Schutz ihr Opferleben zu leben. Gott erlaubte es, dass sie immer wieder zurückgestossen und der Welt ausgesetzt blieb inmitten derer, für die sie sich opferte (im besondern bat Jesus sie, sich für die Priester zu opfern, die leicht die Grösse ihrer Versprechen vergessen: "Wäre es nicht aus Ehrfurcht vor den Engeln, die mich umgeben, wie viele würde ich am Altare zerschmettern!").

Sie starb in der Verlassenheit, innerer und äusserer, IHM gleich bis zuletzt. Es war Karsamstag, Tag der Grablegung, Tag der Grabesruhe vor der Auferstehung. Es war KARSAMSTAG 1903, (der 11. April), als Gemma sich endgültig der Ehre ihres himmlischen Bräutigams vereinte.

Stefania Consoli

 

Bedürfnis nach Zärtlichkeit

"Wenn du liebst, sage nicht: "Ich habe Gott im Herzen". Sag vielmehr: "Ich bin im Herzen Gottes". Diese Worte von K. Gibran könnten zur vertieften Überlegung über das Bedürfnis nach Zärtlichkeit führen in einer Zeit, wo der erwachsenen Vernunft Vorrang gegeben wird in der westlichen Moderne und deren Früchte an Gewalt klar hervortreten. Um geben zu lernen gilt es, empfangen zu lernen.

Wo die Vorherrschaft gesucht wird, gibt es keinen Platz mehr für den andern. Die Gewalt, physisch oder psychisch, in all ihren Formen wird legitim. Wo man sich hingegen dem Annehmen eines Geschenkes öffnet, wie der trinitarische Gott es lehrt, dort entdeckt man das göttliche Empfangen, und göttlich ist nicht nur das Lieben sondern auch das Sich-lieben-lassen: so ist es für den Sohn, den Geliebten, der in der göttlichen Ewigkeit der ewig Empfangende der Liebe des Vaters ist und in der Geschichte sich zur "angenommenen Existenz" macht, um in Gehorsam jedes Ding von DEM zu empfangen, der IHN gesandt und für uns dem Tod übergeben hat.

Dieser Vorrang des Empfangens ist das Fundament eines Gebens, das nicht totalitär und gewaltsam ist: ohne Dankbarkeit riskiert auch die Freigebigkeit aufdringlich zu werden, oder, schlimmer, Ausgrenzung des Andern. Zärtlichkeit ist genau dieses sich lieben lassen, dieses zur Annahme werden, weil das Geschenk aus liebendem Geben kommt, aufnahmefähig für Frieden.

Zärtlichkeit ist, mit dem Leben danken: danken ist Freude, denn es ist einfaches Anerkennen, geliebt zu sein.

Die Zärtlichkeit stellt wirklich die heutige Logik auf den Kopf. Diese ist dominiert von Triumph der Ideologien und dem ihnen innewohnenden Potenzial an Gewalt: sie eröffnet den Lebensstil des neuen Milleniums im Zeichen der Aufnahme, der Gegenseitigkeit, der Wertschätzung des Verschiedenen, nicht als Konkurrenz oder Bedrohung sondern als Versprechen und Geschenk. Indem sie das Ich aus den Ketten seiner absoluten Behauptungen befreit, macht die Zärtlichkeit sich schwach, ärmer, zum Liebesbettler; genau so wird sie gastfreundlich, quellender, fähig, Friedensbrücken und Wege freundschaftlichen und brüderlichen Verstehens aufzubauen.

Zärtlichkeit gegenüber sich selbst ist, sich als Gabe Gottes erkennen, "gratis" von ihm geschenkt, und so zu handeln wie einer, der gratis erhalten hat auch gerne gratis sich selber schenkt.

Zärtlichkeit gegenüber dem Nächsten ist, dem Kommen des Andern sich öffnen und in den dürftigen Gesichtern der Andern, die unsre Einsamkeit besuchen und sie zum Exodus ohne Rückkehr aus uns selber führen: zur Nächstenliebe.

Zärtlichkeit gegenüber dem Schöpfer ist, in allem das Geschenk erkennen, das es zu schätzen und zu fördern gilt, in Lob und Dienst davon zurück geben, was in jedem Geschöpf uns geschenkt ist als Nahrung, zur Bereicherung und zur Führung unseres Seins.

Zärtlichkeit gegenüber den Völkern ist, die menschliche Familie zu entdecken, die das grosse Erdenhaus bewohnt; ist Ruf, die Güter der Erde gerecht und solidarisch zu teilen und dadurch Ungerechtigkeiten zu korrigieren, die durch Abhängigkeitsysteme die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer machen.

Diese verschiedenen Antlitze von Zärtlichkeit wurzeln alle im Glauben, dass es die Zärtlichkeit Gottes ist, die allem Leben und Wohnung gibt: wie in einem Mutterschoss lebt die Welt in der Nacht des göttlichen Geheimnisses. Die Dreieinigkeit, heilige Mutter allen Lebens, trägt uns in sich. Umgeben von dieser Liebe, die der Sohn uns offenbart hat bis zum schmerzlichsten Abgrund seiner Lebenshingabe und zum Geben des Geistes der Auferstandenen, erfahren wir die göttliche Zärtlichkeit, die bis zum Unmöglichen alles verklärt und möglich macht im Wagnis der Liebe.

Bruno Forte

 

 

Jener Tag der Palmenzweige…

Wir waren an den Toren von Jerusalem. An jenem Morgen hätte sie der Meister durchschritten und wir, seine Jünger waren aufgerufen Ihm dabei zu folgen.

Christus ritt auf einem Esel, ebenso wie Er einstmals auf dem Rücken eines Esels in Bethlehem eintrat. Damals jedoch war Jesus nicht allein. Er war gemeinsam mit Maria, oder besser, in ihrem Schosse. Auf der Suche nach einer Herberge wurde Er von allen zurückgewiesen, später jedoch, als Er an Licht der Welt gekommen war, anerkannt und angebetet...

Am Sonntag vor dem Paschafest, bei Seiner Ankunft, werden sie ihre Mäntel vor Ihm ausbreiten, dann jedoch werden sie Ihn, verkannt, ans Kreuz heften. Doch immer auf einem Esel ist er angekommen...

Seliges Tier. Demütig, einfach, als dumm dem Namen nach betrachtet, und dennoch seinem Schöpfer so nah in entscheidenden Momenten, als Er, Jesus sich anschickte ins Erdenleben einzutreten und als Er daran war, es wieder zu verlassen.

Das Tier unwissend, nicht jedoch sein Reiter, der mit dieser Geste Seine Schwäche für die Demütigen und Ausgegrenzten mitteilen wollte, für jene, die bereitwillig ihren Rücken anbieten, um sich den Lasten Anderer anzunehmen, ebenso wie es der Esel machte.

Nicht einmal Lohn sucht das sanfte Tier für seinen Dienst, es begnügt sich dem Neugeborenen Wärme mit seinem Atem zu spenden, oder einfach nur dorthin zurückzukehren, wo es zuvor gewesen ist, so wie es an jenem Tag in Bethanien geschehen ist. Niemand kann ihm jedoch jemals das Privileg rauben, Seinem Herrn einen Dienst geleistet zu haben.

Zu welcher Kategorie gehören wir, die wir uns Christen nennen? Zu dieser der „Esel" oder jener der „Herren"?

Wessen rühmen wir uns, ob wir Mäntel ausgebreitet haben oder ob wir die Last eines Messias getragen haben, der mit den Sünden der Welt beladen worden ist.

Wen wählen wir zu sein, aufgerufen zum Weg der Seligpreisungen und so versucht von den Düften der Eitelkeiten?

Werden wir wie der Esel die Kraft haben, treu zu bleiben, oder werden wir einem unbeständigen Herzen folgen, das erst empfängt und dann mit Geissel zurückschlägt?

Das gilt mit Sicherheit für mich... ich weiss nicht, wie es für Dich gilt, der dies liest, &emdash; doch glaube ich, es ist gut, sich einen Augenblick aufzuhalten bei dem Gedanken, ob es wahrlich günstig ist, sich als Weise auszugeben, die Wahrheit jedoch zu missachten - oder es zu riskieren, als Esel zu erscheinen, im Namen dessen, der um Wahrheit zu bleiben, gestorben ist.

Stefania Consoli

 

 

Medjugorje,

Ort wo Pfingsten wird

Der Heilige Geist gibt der Kirche die ganze Wahrheit Gottes

Das Phänomen Medjugorje hat natürlich auch eine Innenseite. Die äusseren Ereignisse haben ihre Wurzeln im Heiligen Geist, der die Kirche mit Leben erfüllt, ihr göttliches Leben verleiht und sie auf der Wallfahrt zu ihrem Vater begleitet. Mit seiner Hilfe wächst sie als Leib Christi heran, bis sie die Freude des Herrn in Fülle in sich hat, auf die sie sich zubewegt in einer Welt, die sie hasst (Joh 17,14).

"Das Spirituelle von Medjugorje ist keine geistliche Bewegung in der Kirche, sondern Kirche in Bewegung" (Ivan Dugandzic in Glas koncila, Zagreb Juni 1998, s. 15). In Medjugorje stützt sich die Kirche wie auch sonst &emdash; nur betonter, überzeugender, vollständiger und erfolgreicher &emdash; auf den Heiligen Geist, der sie mit Gottes Wort und Eucharistie speist. Im Grunde ist das ganze Leben und Wirken der Kirche eine immer währende Liturgie, in der sie auf das Wort mit Glauben und Bekehrung und auf die Eucharistie mit Dankbarkeit und geheiligtem Leben antwortet und durch inständiges Beten den Glauben, die Dankbarkeit und die Heiligkeit zu einem Dauerzustand macht und nicht nur zu einem einmaligen Erlebnis.

Der Heilige Geist verleiht der Kirche die ganze Wahrheit über Gott, über sich selbst und die Welt, in der sie lebt und in die sie geschickt wurde.

Es zieht eine so genannte neue Weltordnung herauf, mit einer einzigen Regierung, aber nicht Gottes Herrschaft, und mit einer synkretistischen Pseudoreligion, in der die Irrtümer und Täuschungen, die man früher Ketzereien nannte, zum Dogma erhoben werden. Sie lassen auch die Kirche nicht in Frieden und sind wie so viele Ketzereien in der Geschichte, angefangen in den ersten Tagen des Christentums, zum Teil christlich. Wenn auch nicht alle innerhalb der Kirche entstanden sind, so aber doch viele von ihnen. Die übrigen haben sich unbemerkt eingeschlichen und bringen wie Ungeziefer ihr Leben in Gefahr, schwächen und zerfressen sie. Leider sieht es ganz so aus, als ob die Welt stärker in die Kirche eindringt als die Kirche in die Welt. Das zeigt, dass Christentum und Christenheit heute nicht mehr dasselbe sind wie früher und dass die Zeit gekommen ist, da es vor sich selber geschützt werden muss.

Die Umkehr

Bekehrung, Umkehr, ist innerhalb und ausserhalb der Kirche unerlässliche Voraussetzung für eine Wende zum Bessern. Sie stellt den Menschen an den Ausgangspunkt zurück, an die Stelle auf seinem Lebensweg, von wo aus er durch die Sünde auf die schiefe Bahn geriet. Es ist höchste Zeit. Wir müssen unbedingt die Kräfte finden, die diese Umkehr herbeiführen können. Und anscheinend gibt es sie auch, denn in Medjugorje sind bereits ihre positiven Auswirkungen zu erkennen. In der Heilsgeschichte der Menschheit war noch jede einschneidende Wende zum Bessern stets an Gott und an die Zusammenarbeit des Menschen mit Gott gebunden. Zwar waren die negativen Umstände jedesmal stärker als der Mensch, aber die Rettung bringenden Kräfte waren letztlich immer stärker und siegreicher. Wenn der Mensch sich ihnen überliess.

 

Ort der Liebe und der Eintracht

Für alle, die sich in Medjugorje geistig formen, ist die Grundlage das Evangelium, das sie aus dem Munde der "Mutter aller Menschen, vor allem der Gläubigen" vernehmen (2. Vatikanisches Konzil). Und es ist wie ein Wunder, dass sich so viele und so unterschiedliche Menschen aus allen Teilen der Welt derart stark und wahrhaftig in ein und demselben Gefühl und Glauben vereinen können, dass sie wirklich wie Brüder und Schwestern wirken. Da ist niemand einem andern fremd, niemand tut einem andern weh. Liebe und Achtung bestimmen die zwischenmenschlichen Beziehungen und verleihen einem jeden die nötige Kraft, alle gesellschaftlichen, kulturellen und auch sprachlichen Barrieren zu überwinden und sich völlig mühelos als Bruder oder Schwester zu fühlen, was ansonsten nur schwer oder überhaupt nicht möglich ist.

Durch diese Begegnungen werden die Menschen durch mannigfaltige, in erster Linie religiöse Erfahrungen reicher. Ihr Horizont weitet sich, sie finden neue Freunde, werfen Engstirnigkeit, Verkrustung und Ichbezogenheit von sich und entwickeln ein Gespür für die Bedürfnisse und Nöte der andern.

Aus: Medjugorje, Himmelstür und Beginn einer besseren Welt

Von Prof. Pater Ljudevit Rupcic

 

 

Die jährliche Botschaft an Mirjana

Die Seherin Mirjana Soldo erhielt, wie üblich, an ihrem Geburtstag die Erscheinung der Königin des Friedens. Um sie scharten sich zahlreiche Pilger, um die Worte der neuen Jahresbotschaft entgegen zu nehmen, die Maria zweifelsohne der Welt gegeben hat, um uns immer tiefer zu einer radikalen Antwort auf ihre Einladungen hinzuführen.

"Liebe Kinder, ganz besonders jetzt in dieser heiligen Zeit der Busse und des Gebets rufe ich euch zu einer Entscheidung auf. Gott hat euch den freien Willen gegeben, um das Leben oder den Tod zu wählen. Hört mit dem Herzen auf meine Botschaften um zu unterscheiden, was ihr tun müsst und wie der Weg zum Leben zu finden ist. Meine Kinder, ohne Gott könnt ihr nichts tun, seid euch dessen zu jedem Augenblick bewusst. Weshalb? Was seid Ihr? Und was denkt Ihr zu werden auf dieser Erde, da Ihr euch doch alle unter der Erde wiederfinden werdet? Erzürnt Gott nicht, aber folgt mir hin zum Leben. Danke, dass ihr hier seid!"

 

 

Medjugorje heute:

Wer... was... wann...

Mit dem Kommen des Frühlings und der österlichen Busszeit ist es, als ob Medjugorje aus dem Winterschlaf erwache. Dieser Wechsel ist nicht nur in der Natur sichtbar durch die ersten Schneeglöckchen, Zyklamen und Narzissen die aus der Erde spriessen, oder durch das Gurren der ersten Schwalben, die zu ihren Nestern zurück kehren... Das Erwachen in Medjugorje zeigt sich noch viel mehr in der Lebendigkeit, in der Zahl und der Verschiedenheit der Pilger, die aus dem Heiligtum der Königin des Friedens sichtbar das Zentrum der Welt katholischer Spiritualität machen.

Das Programm in der Pfarrei

Während des Abendprogramms der Pfarrei St. Jakob ist die Kirche voller Gläubiger aus allen Nationen, auch der entferntesten, so dass es zeitweise unmöglich scheint, Platz zu finden. Diese Unannehmlichkeit sowie das Nichtbeherrschen der Sprachen und die Verschiedenheiten der Kulturen machen in der Gegenwart Mariens schnell der Gnade Platz, die besonders stark und spürbar ist. In kurzer Zeit entsteht eine Atmosphäre von Gemeinschaft und Einheit worin alle sich als Brüder und Schwestern empfinden, Kinder der einen Mutter und derselben Familie angehörend: der Kirche.

Das Gebetsprogramm ist sehr gut organisiert. Im Anschluss an das Beten der freudenreichen und der schmerzhaften Geheimnisse des Rosenkranzes vor der heiligen Messe werden daran anschliessend die Sieben Vaterunser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater gebetet sowie die glorreichen Geheimnisse. Jeden Mittwoch, Donnerstag und Samstag können die Pilger nach der eucharistischen Feier an der Anbetung des Allerheiligsten teilnehmen, sowie jeden Freitag an der Verehrung des Kreuzes. Alle diese Gebete werden begleitet durch Betrachtungen und Überlegungen der anwesenden franziskanischen Priester und werden in fünf Sprachen übersetzt.

Die Gemeinschaften

In der Pfarrei gibt es viele interessante Initiativen gemäss den jeweiligen liturgischen Zeiten. Eine davon ist die Begleitung der abendlichen Anbetungsstunde durch den Chor, deren Durchführung hauptsächlich von Mitgliedern der religiösen Gemeinschaften, die in Medjugorje entstanden sind, gewährleistet wird.

Als Frucht der Teilnahme an diesen Aktivitäten der Pfarrei ist letztes Jahr die Idee geboren, dass die religiösen Gemeinschaften des Ortes die Gebetsprogramme und Festlichkeiten in der Weihnachtzeit mitgestalten und prägen könnten. Gesagt, getan! Die daraus entstandene Liturgie war wirklich grossartig, nicht zuletzt dank dem von Violinen, Flöten und andern Instrumenten begleiteten mehrstimmigen Chor.

Über ihre Pflichten innerhalb der Gemeinschaft und ihres eigenen persönlichen Gebetslebens hinaus, haben Kommunitäten neuen Elan für ihren Dienst an der Gemeinschaft gefunden. Daraus entstand eine engere Zusammenarbeit zwischen den Gemeinschaften, befruchtet durch Momente gemeinsamen Gebets und Austausches.

So z. B. am Fest der Darstellung Jesu im Tempel, das von der Kirche als "Tag des geweihten Lebens" besonders feierlich begangen wird. Es fanden sich fast alle Mitglieder der in Medjugorje heimischen religiösen Gemeinschaften im Haus des Gebets der "Kraljice Mira" ein. Nach dem Chorgebet erklärte ein Vertreter einer jeden Gemeinschaft den andern seine geistlichen Familie: deren Entstehung, die Geschichte, die Tätigkeiten, ihr Karisma. Während Pausen und Erholung ergab sich Gelegenheit, sich persönlich kennen zu lernen und mit Gesängen und Tänzen diese schönen Momente miteinander zu teilen: sie hinterliessen in allen die Freude und den Wunsch, auf dem eingeschlagenen gemeinsamen Weg fortzuschreiten.

Die Freiwilligen

Es scheint, dass in Medjugorje noch etwas anderes am Entstehen ist: die Vereinigung der Freiwilligen. Durch ihr Kommen nach Medjugorje wurde vielen Pilgern, nachdem sie sich bekehrt hatten, der Wunsch wach, sich auf irgend eine Weise zur Verfügung zu stellen um sich selbst Maria zu schenken. Der eine oder andere nach einer solchen Umkehr machte sich auf den Weg zum Priestertum oder zum Ordensleben. Andere haben nach Rückkehr in ihre Pfarrei Gebetstreffen organisiert oder sind Gründer oder Leiter von Gebetsgruppen geworden. Wieder Andere, die uns hier besonders interessieren, sind in Medjugorje geblieben, und zwar nicht aus Unentschlossenheit oder aus Ablehnung des Lebens oder um ihrem Alltag zu entfliehen, vielmehr als Laien, die in der Pfarrei ihren eigentlichen Platz als Freiwillige gefunden haben . Es sind nicht wenige, die im Stillen den Wunsch nähren, ein paar wenige Monate im Heiligtum zu verbleiben und so der Muttergottes für die erhaltenen Gaben zu danken.

Wir sind glücklich, dass die Vereinigung der Freiwilligen bald eine präzise Stellung innerhalb der St. Jakobs-Pfarrei erhält um jene Menschen zu beraten, die bereit sind, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten der Königin des Friedens in ihrem Heiligtum zur Verfügung zu stellen.

Was wir hier skizziert haben zeigt nur einige Aspekte, wie die Menschen in Medjugorje konkret das Gute verwirklichen. Eines ist gewiss: im Heiligtum der Königin des Friedens werden Kirche und Welt wiedergeboren!

 

 

Im Wirbel des trinitarischen Lebens

Pater Tomislav Vlasic

 

Einführung

Viele Menschen baten mich schon, ihnen zu erklären, wie sie beten sollen. Viele unter ihnen besuchen verschiedene Wallfahrtsorte und viele gehen nach Medjugorje. Einige leiten Gebetsgruppen und möchten wissen, wie man eine solche Gruppe leitet. Nach Hause zurückgekehrt, fehlt ihnen oft die konkrete Möglichkeit, ihren geistlichen Weg weiter zu gehen, und darum möchten sie erfahren, wie die Gruppen in Medjugorje beten.

Ich versuche nun, einige Linien dieses geistlichen Weges aufzuzeigen.

Allem voran: "betend lernt man beten". Es gibt keine bestimmte Methode oder praktische Stütze, massgebend ist vielmehr der aufrichtige Wunsch, Gott zu finden und in Gemeinschaft mit ihm zu leben. Von hier aus formiert sich auch eine Gruppe, die Gott sucht. Man sucht dann einen Leiter, und wenn möglich einen Priester, der die Gruppe begleitet. In jedem Fall muss die Gruppe mit einem Priester und durch ihn mit der Kirche in Beziehung stehen.

Man muss auch klären, welchen Typus von Gruppe man gründen möchte; wenn man eine seriöse Gruppe will, die einen Weg christlicher Reife und Heiligkeit zu gehen wünscht, ist es wichtig, ein solides Fundament zu legen: die Mitglieder sollten ernsthaft, reif und entschlossen sein, damit sich unter ihnen die Gemeinschaft mit Gott entwickeln kann; wenn die Gruppe gross ist, tut es gut, sie in kleinere Gruppen unterzuteilen.

Die in Medjugorje heimischen Gebetsgruppen leben in einem Klima ausserordentlicher Gnade. Sie können als Modell für andere dienen und mit andern ihre Erfahrung teilen.

Aus der Wirklichkeit der Gnade und der in Medjugorje erlebten Ereignisse schöpfend versuche ich, zwei Orientierungshilfen für das Gebet aufzeigen.

 

Erstes fundamentales Orientierungsschema

In der Pfarrei Medjugorje sind Ereignisse wahr geworden, die wir zu einem "Dreieck" gruppieren können, damit wir die ganze geistliche Dynamik besser verstehen und erfassen können, die sich in diesen Ereignissen offenbart.

Dieses Dreieck hat als Spitzen drei sehr präzise Orte: den Podbrdo, wo die Gottesmutter am 25.6.1981 erschienen ist; den Kreuzberg mit dem Kreuz, das im Jubiläumsjahr 1933 errichtet wurde; die Pfarrkirche, wo sich das Volk Gottes versammelt.

Diese drei Spitzen des Dreiecks sind eingebettet in einen fortdauernden Wirbel von Gnaden. Was an einem der drei Orte geschieht ruft nach einer Entsprechung an den beiden andern.

 

Der Podbrdo, Ort der Erscheinungen der Königin des Friedens

Maria, die uns an sich zieht, ist unsere Allerheiligste Mutter, die Mutter der Kirche Christi, die Mutter Gottes.

Sie ist die Morgenröte des Heils, die Unbefleckte, die erlöste Schöpfung. Maria ist die Gnade, die Gott uns gegeben hat (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche).

Wie jedes Leben im Schoss der Mutter seinen Anfang nimmt, so wenden wir uns auch im geistlichen Leben allem voran an die Mutter, vertrauen uns ihrem Unbefleckten Herzen an, damit sie uns zu Gott führe. Dies ist ein Schritt, der jedem Menschen gebührt, unabhängig von besondern Erfahrungen der Gegenwart Mariens an einem bestimmten Ort.

In Biakovici in der Pfarrei Medjugorje ist den sechs Sehern die besondere Gnade zuteil geworden, der Madonna zu begegnen und von ihr Botschaften zu erhalten. Der Inhalt aller Botschaften ist genau dies: sich der Gottesmutter anzuvertrauen und mit ihr den Weg zu gehen, um unser Leben mit Gott zu verbinden. Ich zitiere eine beredte Botschaft, und alle andern sind ihr ähnlich:

"Liebe Kinder! - Auch heute lade ich euch zur vollkommenen Umkehr ein, die für diejenigen schwer ist, die sich nicht für Gott entschieden haben. Liebe Kinder, ich lade euch zur vollkommenen Umkehr ein. Gott kann euch alles geben, was ihr von Ihm erbittet. Ihr aber wendet euch Gott erst dann zu, wenn euch Krankheiten, Probleme, Schwierigkeiten dazu bewegen. Dann glaubt ihr, dass Gott weit von euch entfernt ist, dass er euch nicht hört und eure Gebete nicht wahrnimmt. -- Nein, liebe Kinder, das ist nicht wahr. Wenn ihr weit von Gott entfernt seid, könnt ihr keine Gnaden empfangen, weil ihr sie nicht mit dem festen Glauben erbittet. Tag für Tag bete ich für euch und ich will euch immer näher zu Gott hinführen, aber ich kann dies nicht, wenn ihr es nicht wollt. Deshalb, liebe Kinder, legt euer Leben in die Hände Gottes. Ich segne euch. - Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!" (Botschaft vom 25.1.1988)

Um auf einem Weg des Gebets sein zu können muss man sich für Gott entscheiden, Gott über allem. "Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe; bekehrt euch und glaubt an das Evangelium" (Mk 1,15).

Die Seele bewegt sich zu Gott und seiner Herrlichkeit hin und lässt sich nicht von alltäglichen Notwendigkeiten aufhalten. "Sucht zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und alles Übrige wird euch hinzu gegeben werden" (Mt 6,33).

Wenn wir unser aufrichtiges und uneingeschränktes "Ja" zu Gott und seinem Heilsplan Maria anvertrauen, wird es geschützt und mit mütterlicher Zartheit ins rechte Lot gerichtet; jede Person, die sich Maria aufrichtig öffnet, wird dies erfahren.

 

Der Kreuzberg

Die Kreuze brauchen wir nicht zu suchen, wir finden sie schon im Leben. Unsere Weisheit besteht im Wissen wie ihnen zu begegnen ist, im Herauslesen des Sinns für unser Leben und wie sie im Frieden zu überwinden sind.

In der Prüfung wendet sich der Blick des Christen sogleich zu Jesus, angenagelt auf dem Holz des Kreuzes, hin. In IHM lässt sich das Geheimnis des Lebens verstehen, und wer sich ihm vereint, wird empor gehoben und tritt ein ins volle Leben (Phil 2, 5-11).

Maria begleitet uns auf dem Kreuzweg, vereint sich mit dem Opfer Christi und vertraut uns IHM an, damit wir zusammen zum Vater gelangen.

Unser Leben erreicht seine Reife, tritt ein in die Fülle, wenn wir fähig werden, uns und die andern hinzugeben, wenn wir alle unsere Opfer mit dem Opfer Christi vereinen und uns einfügen in SEIN Gebet. So erheben wir uns zum Vater und vernichten Satans Macht.

"Liebe Kinder! Auch heute möchte ich euch zum Gebet und zur vollkommenen Hingabe an Gott einladen. Ihr wisst, dass ich euch liebe, und aus Liebe zu euch hierher komme, um euch den Weg des Friedens und der Rettung eurer Seelen zu zeigen. Ich wünsche, dass ihr auf mich hört und Satan nicht erlaubt, euch irre zu führen. Liebe Kinder, Satan ist ziemlich stark, deshalb bitte ich euch, dass ihr mir eure Gebete für diejenigen darbringt, die unter seinem Einfluss stehen, damit sie gerettet werden. Gebt Zeugnis mit eurem Leben. Opfert euer Leben für die Rettung der Welt. Ich bin mit euch und danke euch. Im Himmel werdet ihr vom Vater den Lohn empfangen, den Er euch verheissen hat. Deshalb habt keine Angst, meine lieben Kinder, denn wenn ihr betet, kann euch Satan nichts anhaben, denn ihr seid Kinder Gottes und Gott wacht über euch.. Betet! - Der Rosenkranz sei immer in euren Händen als Zeichen dem Satan gegenüber, dass ihr mir gehört. - Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!" (Botschaft vom 25.2.1988)

Auf diese Weise wird alles in uns, durch uns, in der Einheit mit Jesus Christus zum Vater erhöht.

 

 

 

Der 18. Mai 03

Der Geburtstag des heiligen Vaters

Liebe ECHO-Leser und Freunde der Muttergottes!

Wie wär’s, wenn wir alle an diesem Tag einen ganzen Rosenkranz für unsern lieben heiligen Vater persönlich und für seine Anliegen, Intentionen, Sorgen und Nöte an die Madonna schickten? Sicher würde sie daraus ein grandioses Bouquet binden und es Paul Johannes II. als Ausdruck unseres Dankes überbringen.

rgw

 

 

 

Wahrscheinlich erinnern sich die Leser des Interviews mit Jelena Vasilj, in dem sie einige Überlegungen hinsichtlich ihrer bevorstehenden Ehe mitteilte.

Nach einigen Monaten ehelichen Lebens, vergleicht Jelena ihre Erfahrungen als Braut mit Maria, indem sie Vorbild und Lehre daraus zieht, auch in Erwartung einer baldigen Mutterschaft, die Jelena als echte und wahre „Weihe" lebt.

Die Madonna hatte ihr in einer für die Gruppe bestimmte Botschaft gesagt: „Ich wünsche, dass ihr mit mir stets auf den Herrn zugeht, der euch ruft. Ihr werdet Ihn in allen Personen antreffen, die euer bedürfen. Schenkt euch Gott in ihnen... Weiht euch mir alle Tage".

Maria, Vorbild in unserem ehelichen Leben

von Jelena Vasilj

 

Der Brautstand Mariens hat nicht eine so große Anzahl Seiten erbracht, wie jener Ihrer Mutterschaft, obwohl diese als Schlüssel nicht allein in der Geschichte der Rettung heraus zu lesen ist, sondern auch in der Geschichte einer jeden Berufung, denn diese ist ihre Grundlage.

Sie ist die Verwirklichung eines Planes, den Gott seit jeher hatte, Er &emdash; da Er in sich Gemeinschaft hat &emdash; steigt zur Menschheit herab, als Bräutigam und bereitet für sich Seine Braut vor: das Neue Jerusalem.

Maria kann nur an diesem Plan teilhaben, der in Ihr Fleisch wird, während Sie als Braut von Josef und nun Braut des Heiligen Geistes, in Nazaret wohnt. Durch Ihren Brautstand und durch die offenbarte Fleischwerdung des Wortes Gottes, ist Sie Vorbild für alle, die den Ehebund geschlossen haben, oder die Weihe der totalen Hingabe an Gott eingegangen sind. Damit man folglich verstehen kann, was in uns vorgeht, ist es angebracht, das zu betrachten, was in Ihr vorgegangen ist, „die gänzlich Erfüllte vom Heiligen Geist".

Genau das ist die Ehe für uns: ein dauerndes Ausgießen des Heiligen Geistes, Frucht dessen, was im Sakrament der Ehe vorgegangen ist; d.h. der Funke, mit dem die Flamme des Heiligen Geistes entzündet wurde, der unsere Personen durchflutet. Im Grunde handelt es sich an und für sich um eine Weihe, eine echte Zugehörigkeit, immerwährende Umwandlung in stetem Gebet.

Wenn uns Gott im Ehebund vereint, heiligt Seine Gnade unsere Seele, aber auch unseren Leib, der nun &emdash; in der Ehegemeinschaft &emdash; auch „Fahrzeug" der Heiligkeit wird, auf dass auch wir in Seinem Werk der Schöpfung eingebunden werden, wie es bei Maria der Fall war.

Wir spüren, dass dieser Vorgang in uns heilig ist, und das ist ein großes Geschenk, womit die Ähnlichkeit mit Gott verwirklicht wird. Es ist dies eine Seiner Ikonen, aber auch unsere; sie trägt Seinen Abdruck, auch unseren, denn sie drückt die Würde aus, die Gott dem Menschen schenkt, indem er ihn an der Erschaffung eines Menschen, der für immer sein wird, teilhaben lässt. Wir spüren, dass wir in Seinem Dienst sind, nicht nur im Akt, aber auch in unserem Sein, denn die Liebe, mit der Er uns durchflutet, ist das Gewebe, aus dem unsere Vereinigung besteht.

Dessen bewusst, verstehen wir, dass die Fruchtbarkeit der Brautstand Mariens ist und in Christus besteht. Demnach haben wir uns dem Leben geöffnet, uns Ihrem Christus geöffnet, der zu uns in der Gestalt eines Kindes kommt, das schon in mir lebt und im Juni das Licht der Welt erblicken wird. Ein Leben, das über den Zeugungsakt hinaus geht; ein Leben ist, als eine stete Bejahung des anderen, als Geschenk Gottes. Um dieses zu verbreiten, wird uns verständlich, dass wir unter dem Mantel Mariens sein müssen, in Ihrem Haus, in Ihrem Nazaret. Wie Sie, stellen wir Jesus in die Mitte unseres Lebens, um in Seinem Haus zu wohnen. Vor allem mit dem Rosenkranz, und dann im Lesen der Heiligen Schrift; mit dem abgeschalteten Fernsehgerät und mit viel Interesse der eine für den anderen.

In der Tat besteht das größte Risiko eines Paares gerade darin, Christus nicht im anderen zu erkennen, d.h. nicht „den Nackten, der bekleidet werden muss" zu sehen, „den Hungernden, der ernährt", „den am Brunnen sitzenden Müden, dem Wasser gereicht werden muss".

Der andere braucht mich, wir sind eins; sicher hat Maria Jesus voll und ganz umsorgt. Durch Ihre Hände erreicht jede unserer Gesten ein übernatürliches Niveau, und so sind wir uns bewusst, uns mittels der kleinen Dinge und bescheidenen Dienste den Himmel zu verdienen.

Maria ist nicht nur ein Vorbild für unser Eheleben, sondern auch Vorbild für den einzelnen, gemeinsam leben wir in Einheit mit Ihr. Vor allem in der Eucharistie, da der von uns empfangene Leib auch der Ihre ist. Das Menschsein Jesu, das von Ihrem Menschsein stammt, ist das Werkzeug für unsere Rettung, weshalb unser mit Ihr verbundenes Menschsein die neue Menschheit ist, die Eva nicht gekannt hat, die wir aber mittels der Taufe leben, und jetzt nun durch das Sakrament der Ehe.

Gäbe es nicht dieses neue Band wäre alle menschliche Liebe zum Scheitern verurteilt; Maria haltet Fürbitte für uns und vermittelt die Gnaden unserer Ehe.

Wir vertrauen uns Ihr an, Königin der Familien, auf dass das in uns und unseren Familien in Erfüllung gehe, was in Ihr den Anfang genommen hat. Maria, Königin der Familien, bitte für uns.

 

 

 

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Freu dich du Himmelskönigin, Halleluja

Den du zu tragen würdig warst, Halleluja

Ist auferstanden, wie Er gesagt, Halleluja

Bitt Gott für uns, Halleluja

 

Der Herr segne und beschütze uns …