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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 184 (November-Dezember 2005)

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Botschaft Mariens vom 25. September 2005:
„Liebe Kinder, in Liebe rufe ich euch:
bekehrt euch, auch wenn ihr fern von
meinem Herzen seid. Vergesst nicht: ich
bin eure Mutter und ich fühle Schmerz
für jeden, der fern von meinem Herzen
ist, aber ich lasse euch nicht allein. Ich
glaube, ihr könnt den Weg der Sünde ver-
lassen und euch für die Heiligkeit ent-
scheiden. Danke, dass ihr meinem Ruf
gefolgt seid!“
Verlasst den Weg der Sünde
Zwei Wege können wir beschreiten:
jenen des Lebens und des Guten, oder jenen
des Todes und des Bösen (vgl. Dtn 30,15).
Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und
Fluch. Wähle also das Leben, damit du
lebst, du und deine Nachkommen, Liebe den
Herrn, deinen Gott, hör auf seine Stimme,
und halte dich an ihm fest; denn er ist dein
Leben
(Dtn 30,19b-20a). Wir haben die
Wahl und in der Tat wählen wir in jedem
Augenblick. Täglich fallen unzählige
Gelegenheiten an, wo wir unsere Wahl tref-
fen, und nicht selten unterschätzen wir deren
Tragweite; und trotzdem ist jede Wahl ein
Schritt auf dem Weg des Segens oder der
Verdammnis. Wir können Gott nicht auf
einem für Ihn begrenzten Raum verbannen,
oder eine schon Ihm gehörenden Zeit wid-
men. Darum sollst du den Herrn, deinen
Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer
Seele und mit ganzer Kraft
(Dtn 6,5).
Entweder überlässt man Gott alles, oder
man riskiert, Ihm nichts zu geben. Gott ist
nicht ein Idol, auch kein Talisman, weder
eine Versicherungspolizze, die man bei
Bedarf in Anspruch nimmt; Er ist keine
Idee, noch ein Begriff; Er ist keine
Ideologie, noch Ethik und auch nicht eine
Religion. Gott ist der LEBENDIGE, Er ist
der Herr des Lebens, Er ist unser Leben, und
nur in Ihm sind wir wirklich lebendig!
Oft glauben wir zu leben, unser Leben
und jenes anderer zu gestalten, und viel-
leicht sind wir nur blind und führen Blinde
(vgl. Mt 15,14). Liebe Kinder, in Liebe
rufe ich euch: bekehrt euch, auch wenn
ihr fern von meinem Herzen seid.
Dies ist
ein eindringlicher Aufruf zur Bekehrung,
den Weg des Segens und des Lebens zu
wählen. Es ist ein Aufruf voll der Liebe und
des Schmerzes. Vergesst nicht: ich bin
eure Mutter und ich fühle Schmerz für
jeden, der fern von meinem Herzen ist.
Damit ist keine Drohung ausgesprochen,
sondern allein Liebe und Schmerz, für die
Kinder, die sich weit von ihrem Herzen ent-
fernt halten. Kein Groll für unseren Undank
ist ausgesprochen. Sie, die so sehr
Demütige, erwartet sich nicht menschliche
Anerkennung, noch Hosianna-Rufe, noch
mondäne Triumpherweisungen. Sie wünscht
nur, uns zum Vater zu führen und sie lässt
uns nicht allein.
Wir können dessen sicher
sein. Die Mutter hält nicht vor unserer
Sünde, und wenn wir sie anrufen, auch nur
in der Todesstunde, haltet sie Fürsprache für
uns und erwirkt die göttliche Vergebung.
Allein unsere bewusste und starre
Weigerung kann sie in ihrer
Entschlossenheit bremsen, Verzeihung und
Rettung zu erreichen. Nicht große Gebete
sind nötig, es genügt mit ehrlicher Seele ihr
Einschreiten zu wünschen; ein Mensch ohne
Einsicht erkennt das nicht, ein Tor kann es
nicht verstehen
(Ps 92,7). Sie aber lässt uns
nicht allein,
im Gegenteil, sie bringt uns
noch Vertrauen entgegen: Ich glaube, ihr
könnt den Weg der Sünde verlassen und
euch für die Heiligkeit entscheiden.
Wir,
die wir dem Vertrauen schenken, der es nicht
verdient, wieso sind wir so stur und glauben
ihr nicht? Auch wenn wir so fern von ihrem
Herzen
sind, könnten wir wenigstens versu-
chen, ihr zu vertrauen und den Erfolg ihrer
Empfehlungen abwarten; tun wir das arglos,
offen und ehrlich, mit Demut, wie die
Kinder, finden wir uns auf dem Weg der
Heiligkeit wieder, wo uns nicht nur
Vergebung erwartet, sondern auch die
Zärtlichkeit und der Segen Gottes, das unbe-
schreiblich schöne Leben in Jesus Christus.
Diese meine Sicherheit gründet nicht auf
unsere menschliche Kraft oder Fähigkeit,
sondern auf die Macht der göttlichen
Barmherzigkeit, der brennenden, mütterli-
chen Liebe Mariens, dem Wort Jesu, der
gekommen ist, die Sünder zu rufen, nicht die
Gerechten
(vgl Mt 9,13b).
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. Oktober 2005:
„Meine lieben Kinder, glaubt, betet
und liebt, und Gott wird euch nahe sein.
Er wird euch alle Gnaden schenken, die
ihr von Ihm sucht. Ich bin für euch ein
Geschenk, denn Gott erlaubt mir von Tag
zu Tag mit euch zu sein und jeden von
euch mit unermesslicher Liebe zu lieben.
Deshalb, meine lieben Kinder, öffnet eure
Herzen in Gebet und Demut und werdet
Zeugen meiner Anwesenheit. Danke, dass
ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Glaubt, betet und liebt
Es wird uns das Gebet, das der Engel den
drei Hirtenkindern von Fatima während der
ersten Erscheinung gelehrt hat, in
Erinnerung gerufen: Mein Gott, ich glaube
an Dich, ich bete Dich an und hoffe auf Dich,
für all jene, die Dich nicht anbeten, die nicht
hoffen und dich nicht lieben.
Wie viele Dinge
haben sich seit diesem fernen Frühling 1916
auf der Erde geändert! Trotzdem bleibt
unverändert, was wirklich zählt, was für das
Geschick der Menschen und Nationen ent-
scheidend ist. Als Ebenbild Gottes erschaf-
fen, kann der Mensch eben dieses nicht aus-
löschen und sich nicht von ihm abkehren,
ohne die eigene Identität zu verlieren.
Erschaffen nach Seinem Ebenbild, um nach
der Fülle der Zeiten, d.h. nach Erfüllung des
Plans der Liebe Gottes Seine Kinder in Jesus
Christus zu werden. Heute erleben wir den
letzten Tag, den Tag, an dem die gesamte
Schöpfung in Christus alles vereint wird
(vgl. Eph 1,10). Dies ist der Tag des Herrn,
auch wenn wir nach unserem Zeitmaß schon
2000 Jahre schreiben, wissen wir sehr wohl,
dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre
und tausend Jahre wie ein Tag sind
(vgl.
2Petr 3,8). Dies ist der Tag, an dem wir die
Wahl treffen und uns entscheiden müssen,
denn der Herr wird für jeden von uns kom-
men und Er wird nicht zögern. Seid also
wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem
Tag der Herr kommt
(Mt 24,42), darum hal-
tet auch ihr euch bereit! Denn der
Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der
ihr es nicht erwartet
(Mt 24,44). Meine lie-
ben Kinder, glaubt, betet und liebt, und
Gott wird euch nahe sein:
genau so ist man
wachsam. Daher wird uns Sein Kommen
nicht wie das Eindringen eines Diebes über-
raschen (vgl. 2Pt 3,10), im Gegenteil, die
Seele erfährt die Krönung bei der Hochzeit
mit ihrem Herrn. Glauben bedeutet, das
Geschenk des Glaubens annehmen; es ist
unser Ja auf den Ruf Gottes. Glauben
bedeutet, sich vom Heiligen Geist entführen
lassen, um das zu erkennen und anzuneh-
men, was den Weisen und Klugen verborgen
ist (vgl. Lk 10,21). Glauben ist, das Lehramt
der Kirche zu leben. Beten heißt, vor Gott
mit offenem Herzen verweilen und Jesus
atmen, wenn unsere Herzen unisono mit den
Herzen Jesu und Mariens schlagen, wenn wir
uns von Ihnen leben lassen und in Ihnen auf-
November - Dezember 2005
-
Herausgeber; Eco di Maria,
C.P.
27 31030 Bessica (TV)
(Italia)
- J. 21, Nr. 11-12
Sped.a.p. art.2,com.20/c,leg.662/96 filiale di MN, Autor.Trib. MN n. 13 : 8.11.86, Tel/fax 04 23 .4 7 0 331
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gehen. Lieben heißt, die fleischgewordene
Liebe anbeten, die in Jesus gekreuzigt wurde
und auferstanden ist, und das in jedem
Geschöpf, in dem Er Wohnung genommen
hat. Lieben heißt, nach der Schule Mariens
zu leben. Glauben, beten und lieben wir in
Wahrheit und nicht nach Worten. Wenn
Glaube, Gebet und Liebe die zentralen
Merkmale unseres Lebens sind, werden wir
die Nähe Gottes spüren und nichts wird uns
von Christus trennen
. Gott wird euch alle
Gnaden schenken, die ihr von Ihm sucht:
welche Gnaden, wenn nicht jene, die unseren
Glauben nähren? Glauben, beten und lieben
wir wirklich so, dass wir Gott in unsere Nähe
„ziehen“, welche andere Gnaden brauchen
wir, wenn nicht jene, die unsere
Gemeinschaft mit Jesus und Maria festigen?
Das ist eine Zeit der Gnade, hat uns Maria so
oft erinnert und genau als solche ist sie zu
leben. Heute sagt sie uns noch deutlicher:
Ich bin für euch ein Geschenk, denn Gott
erlaubt mir von Tag zu Tag mit euch zu
sein und jeden von euch mit unermessli-
cher Liebe zu lieben.
Was wir gesehen, was
wir gehört haben, verkünden wir euch,
auf
dass ihr es euch zu eigen macht. Deshalb,
meine lieben Kinder, öffnet eure Herzen in
Gebet und Demut und werdet Zeugen
meiner Anwesenheit.
Gebet, Demut und
offenes Herz zu Gott hin ausgerichtet, sind
Merkmale Mariens, unserer Mutter; sie bie-
tet sie uns als Erbe an; nehmen wir sie doch
an, und die Bekehrung, die sie in uns bewir-
ken, wird uns zu glaubwürdigen Zeugen
machen, zu einem absolut zuverlässigen
Echo ihrer Anwesenheit in Medjugorje.
Friede und Freude in Jesus und Maria.. N.Q.
eines jeden Menschen bewusst, hat der
Heilige Vater daran erinnert, um den idealen
Stand der Vollkommenheit zu erreichen, dass
man sich laufend selbst „reparieren“ muss:
„Mit einem Musikinstrument, das eine zer-
brochene Saite hat, kann man keine ange-
messene Musik machen. So kommt uns
unsere Seele wie ein Musikinstrument vor,
das leider einige Saiten gebrochen hat, wes-
halb die Musik Gottes, die aus der Tiefe
unserer Seele erschallen sollte, nicht schön
erklingen kann. Dieses Instrument,
Verletzungen, Zerstörungen, Unterlassungen
reparieren, alles was vernachlässigt wurde
erkennen und danach trachten, dass dieses
Instrument vollkommen und vollständig
werde, damit es für das dienlich ist, wofür es
vom Herrn geschaffen wurde“.
Wir sind hier, um uns zu korrigie-
ren
Väterlich und beruhigend der Ton,
jedoch klar und deutlich: „Niemand von uns
kann sich selbst und seine Verfehlungen klar
erkennen. Die brüderliche Korrektur ist ein
Werk der Barmherzigkeit. Ich glaube, eine
der Funktionen der Kollegialität ist die
gegenseitige Hilfe, damit wir offener wer-
den und die Lücken erkennen, die wir selbst
nicht sehen wollen“. Er fügt dann entschlos-
sen hinzu: „Nur, wenn es von einem demüti-
gen Herzen kommt, das sich nicht über den
anderen setzt, betrachtet es sich nicht besser
als das andere!“
Die Schönheit des Andersseins
Obwohl auf dieselbe Thematik bezogen,
hat das breite Band der Beiträge die
Verschiedenheit der Kirche Christi klar zuta-
ge treten lassen. Ein Reichtum, der in einer
globalisierten Welt aufzuwerten ist, die dar-
auf aus ist, alle Dinge gleich zu schalten und
somit das Werk der außerordentlichen
Kreativität Gottes abflacht: „Wir empfinden
eine tiefe Freude, die Einheit unseres eucha-
ristischen Glaubens fest zu stellen, trotz
einer inneren, großen Verschiedenheit der
Riten, Kulturen und pastoralen Situationen“.
– steht im Schlussdokument geschrieben.
„Die Anwesenheit von vielen Brüdern im
Bischofsstand hat uns erlaubt, den Reichtum
unserer verschiedenen liturgischen
Traditionen noch direkter zu erfahren, die
die Tiefe des einzigen, eucharistischen
Geheimnisses wider spiegeln“.
Wir müssen Mut haben
Es ist eine Verpflichtung, die die in den
verschiedenen Bereichen tätigen Christen
einbezieht – in der Familie, am Arbeitsplatz,
in den religiösen Gemeinschaften: man darf
nie die Verschiedenartigkeit fürchten, son-
dern muss sie um jeden Preis fördern, wohl
wissend, dass auch unsere Eigenart bewahrt
wird, zusammen mit jener der anderen.
Es eint uns der Glaube in den einen Gott
Vater und Jesu Christi; es ist die Eucharistie,
die uns eins macht, die uns in Ihn „zusam-
men fasst“. Daher schließen wir mit den
eigenen Worten des Papstes: „Dort, wo sich
der Mensch zum alleinigen Herrscher der
Welt und Besitzer seiner selbst macht, kann
es keine Gerechtigkeit geben. Da kann nur
die Willkür der Macht und die Interessen
herrschen... Bleiben wir in Ihm geeint, dann
werden auch wir Früchte bringen, dann wird
auch von uns kein Essig des Selbstgenügens
aus strömen, der Unzufriedenheit mit Gott
und Seiner Schöpfung, sondern der gute
Wein der Freude in Gott und der Liebe zum
Nächsten“.
Stefania Consoli
Die Bischofs-Synode:
Brot der Kommunion
Die letzte Zeit des Jahres der Eucharistie
war davon gezeichnet; ein Abschluss, der sich
jedenfalls als Neustart entpuppt, nach der
Fortsetzung eines tausendjährigen Verlaufs in
der Kirche. Die Synode hatte zum Thema:
„Die Eucharistie: Quelle und Höhepunkt des
Lebens und der Mission der Kirche“
und
stellte den letzten Akt eines langen Jahres an
Überlegungen, Interven-tionen, in mehreren
Formen geschriebenen Seiten über das zentra-
le Geheimnis des christlichen Lebens dar. Der
Heilige Vater hat den Begriff Eucharistie mit
der Feier der heiligen Messe am Sonntag, dem
23. Oktober (Weltmissionstag und Tag der
Heiligsprechung von fünf neuen Heiligen),
besiegelt.
Was ist eine Synode?
Wir lesen im Fachwörterbuch: „Im
Katholizismus ist die Synode ein gemein-
schaftliches, stetes Organ, das 1965 errichtet
wurde und sich aus 200 Bischöfen zusam-
men setzt, Vertreter des gesamten, katholi-
schen Episkopats, die das pastorale Wirken
des Papstes unterstützen“.
Genau das ist während der ersten drei
Wochen im Oktober geschehen, an denen 256
synodale Väter, die von den eigenen, bischöf-
lichen Konferenzen oder vom Papst selbst
ernannt wurden, außer einigen Zuhörern, und
die sich um Benedikt XVI. versammelt
haben, um über sich Gedanken über die
Probleme der Kirche von heute zu machen.
Es ist üblich, dass sich der Papst bei den
Bischöfen Rat einholt, um über das Thema
zu entscheiden (im vorliegenden Fall hatte
Johannes Paul II. das Thema der Eucharistie
gewählt). Danach werden den bischöflichen
Konferenzen die ‚Lineamenta’ mit ausgiebi-
gem Fragebogen gesandt, die vom
Generalsekretariat der Synode ausgearbeitet
wurden. Danach wird das Dokument
‚Instrumentum Laboris’ (Arbeitswerkzeug,
AdR) erarbeitet, das den Bischöfen
geschickt wird, die an der Synode teilneh-
men, damit ein jeder Licht in die
Problematik einbringen kann.
Die Synode hat nur beratende Funktion;
sie unterbreitet dem Papst Vorschläge, der
eine Auswahl trifft. Zum Schluss wird ein
Dokument heraus gegeben.
Der Papst der Synode
Er wollte als solcher in Erinnerung blei-
ben; er hatte das mehrfach betont, nachdem
er nach seinen Ausführungen die Ausbildung
vorwiegend dieser Erfahrung zuschreiben
konnte. Johannes Paul II. war in der Tat
Mitglied aller synodalen Versammlungen
(von 1967 bis 2001). Seine aufmerksame
Anteilnahme war sprichwörtlich. Man hört
aus Quellen des Vatikans: „Nur die
Generalaudienzen vom Mittwoch hinderten
ihn an der Teilnahme, als auch die Mitbrüder
besser kennen zu lernen, ihre Sorgen zu tei-
len, sie bei der vordringlichen Aufgabe der
neuen Evangelisation zu stärken“.
Die notwendige Fortbildung
Die von seinem „verehrten Vorgänger“
(wie er ihn gern nennt) begonnenen Werke
lässt er nie unvollständig. Es fehlt auch
nicht, dass er sie personalisiert und sie nach
seinem Stil formt: einfacher und reservier-
ter, jedoch absolut klar und sorgfältig. So hat
Papst Ratzinger die Synode in der Rolle als
Hauptdarsteller in Angriff genommen,
indem er jedoch seine lange, synodale
Erfahrung einbrachte. Man ist vom Willen
Benedikt XVI. nicht überrascht, der
Bischofs-Synode neuen Elan zu verleihen,
die von einer laufenden Erneuerung in
einem kollegialen Milieu charakterisiert ist.
Neu ist die Zeitbeschränkung, mit der jeder
Teilnehmer zurecht kommen muss, um
Raum für wechselseitigen Gedankenaus-
tausch für Vertiefungen zu schaffen. Somit
wird das spontane Klima in Ausdruck und
Ansichten begünstigt.
Ein langer Zug
In seiner Einführungsrede hat der Papst
die Weichen gestellt, auf denen der lange
Zug der Synode fahren soll, bunt gemischt,
von Waggons aus allen Teilen der Erde
zusammen gesetzt, ein jeder beladen vom
eigenen ethnischen und kulturellen Gepäck.
Als erstes „Gebot“ hat Benedikt XVI. alle
aufgefordert: „Christus gegenüber nicht
taub zu sein, da die Ohren unserer Herzen
von den vielen Geräuschen der Welt bean-
sprucht sind, dass wir diese stille
Anwesenheit, die an unsere Tür klopft, gar
nicht wahr nehmen“. Er ist dann direkter auf
die Anwesenden zugegangen und hat ihr
Gewissen befragt: „Prüfen wir, ob wir wirk-
lich bereit sind, die Türen unserer Herzen zu
öffnen; oder ist dieses Herz voll anderer
Dinge, dass für den Herrn kein Platz ist.
Gefühllos wie wir somit sind, und taub
Seiner Anwesenheit gegenüber, spüren wir
gar nicht mehr das Wesentliche!“
Seid vollkommen, wie euer
Vater...
Das war der zweite Ruf, den der
Pontifex in den Herzen seiner Mitbrüder
erschallen ließ. Der Unvollkommenheit
2
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Die Stimme der Bischöfe, ein
Echo auf die Stimmen der Welt
Der Hunger nach
Eucharistie!
Das ist der Schrei, der sich im Zeugnis
der vielen Prälaten erhebt: die Seelen hun-
gern nach Christus, jedoch sind nur wenige
Priester bereit, eucharistische Feiern zu ver-
anstalten. Die niedere Anzahl an priesterli-
chen Berufungen
schadet den Priestern, die
von hier nach dort laufen müssen, um den
Mangel aus zu gleichen, als auch dem
Gottesvolk, das in einigen Gebieten buch-
stäblich zu einem eucharistischen Fasten
gezwungen ist,
wie ein Bischof aus
Südafrika erzählte: „Infolge des Mangels an
Priestern, gibt es viele Pfarreien, in denen die
hl. Messe nur einmal im Monat oder einmal
alle zwei Monate gefeiert werden kann!“
Die Ursachen sind verschiedener Art.
Sicher begünstigt die Säkularisierung des
westlichen Teiles des Planeten nicht die
Zunahme an „Arbeitern im Weinberg des
Herrn“. Wahr ist auch, dass in einigen
Ländern die Seminare zwar übervoll sind,
die Gläubigen jedoch nur wenige, weil „die
Liturgie langweilig und monoton ist“, wie
ein koreanischer Vertreter bezeugt.
„Man muss auf eine rechte Verteilung
der Priester auf der Welt beharren, erläu-
tert der delegierte Bischof von
Mozambique; während jener des Libanon
darauf hinweist, dass: „Priester in Länder
entsenden, wo Mangel herrscht, von
Ländern, wo genügend vorhanden sind, kei-
ne ideale Lösung ist, da auch den
Traditionen, Gewohnheiten und
Mentalitäten Rechnung getragen werden
muss. Das Problem bleibt ungelöst“.
Wenn doch die Priesterberufungen feh-
len, warum nicht verehelichte Männer
weihen,
die sogenannten „viri probati“
(verheiratete Männer, die einen vorbildli-
chen Lebenswandel vorweisen und eine
solide Kenntnis der katholischen Lehre
haben), wie es schon Praxis in den orientali-
schen Kirchen ist? – fragen sich die
Bischöfe? Es wurde überzeugend das
Zölibat als „Geschenk ohne Preis“ im
Leben des Priesters unterstrichen. „Die
maronitische Kirche erlaubt verheiratete
Priester. Dennoch muss man zugeben, löst
man zwar mit der Ehe ein Problem, andere
schwere Probleme tun sich auf. Ein verhei-
rateter Priester hat die Aufgabe, sich um die
Ehefrau und die Kinder zu kümmern, muss
für ihre gute Ausbildung und eine soziale
Positionierung sorgen“ – erzählt der
Patriarch von Antiochia. Der Papst hat dies-
bezüglich in der Homelie ausgeführt: „Das
Zölibat beruht auf dem eucharistischen
Geheimnis, zelebriert und angebetet, das die
Priester als kostbares Geschenk und
Zeichen der ungeteilten Liebe zu Gott und
dem Nächsten empfangen haben“.
Unter anderen Problemstellungen ein
weiteres Problem, das eine immer größere
Anzahl Menschen betrifft: die Kommunion
für Geschiedene.
Ein heißes Thema, wie
ein Erzbischof aus Neuseeland behauptet:
„Es gibt jene, deren erste Ehe auf traurige
Weise zu Ende ging. Sie haben die Kirche
nie verlassen, sind jedoch derzeit von der
Eucharistie ausgeschlossen. Wir müssen
Wege finden, um jene einzuschließen, die
nach dem Brot des Lebens hungern“.
In der abschließenden Erklärung sind
sich die Bischöfe der „Traurigkeit jener
bewusst, die die sakramentale Kommunion
aus Gründen der familiären Situation, die
dem Gebot des Herrn nicht entspricht, nicht
empfangen können“, bestätigen jedoch neu
das bereits bestehende Verbot. Des Problems
bewusst, haben sie die kirchlichen Tribunale,
die für die Annullierungen der Ehen zustän-
dig sind, aufgerufen, alle „möglichen
Anstrengungen“ zu unternehmen und
„schneller und korrekter“ zu arbeiten.
Licht und Schatten in einer Kirche, die
sich nach 40 Jahren seit dem Konzil mit der
Eucharistie „wie ein Vergrößerungsglas,
durch welches laufend das eigene Gesicht
und der eigene Weg geprüft werden, ausein-
ander setzt“. Dieser realistische und objekti-
ve Blick war nötig und wünschenswert,
damit die schöne Braut Christi tatsächlich
eine glaubwürdige Antwort zu den
Herausforderungen der Welt sei, die alles
daran setzt, Gott auszulöschen. Deshalb hat
Benedikt XVI. den Mitbrüdern empfohlen:
„Während der Synode sagen wir nicht nur
schöne Dinge über die Eucharistie, sondern
wir leben vor allem aus ihrer Kraft“.
S.C.
Verbot der Teilnahme
für Chinesen
Vier Bischöfen wurde verboten, an der
Synode teil zu nehmen. Mons. Wei, einer
von ihnen, erzählt, dass er seit der
Einladung des Papstes jeden Tag um den
Reisepass nachgefragt hat. Er wurde ihm
aber stets verweigert.
Der Vizepräsident der Patriotischen
Gesellschaft hat erklärt, dass der Vatikan
„unhöflich“ war, da er die Bischöfe direkt
eingeladen hatte, ohne die offiziellen Kanäle
zu beschreiten, die die Angelegenheiten der
Kirche regeln, d.h. die Patriotische
Gesellschaft und den Rat der chinesischen
Bischöfe. Die Patriotische Gesellschaft ist
eine nicht kirchliche Organisation, zu der
atheistische Mitglieder der kommunistischen
Partei zählen, deren Ziel die Kontrolle der
Kirche ist – auch wirtschaftlich – als auch das
Wachstum einer vom Heiligen Stuhl unab-
hängigen Kirche.
Für den Unwissenden: China verbietet
dem Vatikan die Ernennung von Bischöfen,
mit der Behauptung der Einmischung in
interne Angelegenheiten, und es erlaubt den
Katholiken nicht, die Autorität des Papstes
anzuerkennen.
Der Papst hat in der Homelie einen „brü-
derlichen Gruß“ der Kirche Chinas geäußert:
„Mit lebendigem Schmerz haben wir das
Fehlen ihrer Vertreter empfunden“, sagte der
Papst. „Wir wollen jedoch allen chinesi-
schen Bischöfen versichern, dass wir ihnen
im Gebet nahe sind. Den schmerzlichen Weg
der Gemeinschaften, die ihrer Pastoral
anvertraut sind, tragen wir in unserem
Herzen; er wird nicht ohne Früchte bleiben“.
Die heilige Messe,
Zeit der Begegnung
Burundi, christliches Land mit mehr als
60% Katholiken, hat tragische Konflikte
unter den verschiedenen, ethnischen
Gemeinschaften durchgestanden, die in
einen Bürgerkrieg ausartete, so dass die
Menschen der verschiedenen Ethnien es
nicht mehr wagten, sich auf der Straße zu
begegnen. Die eucharistischen Feiern sind
zu privilegierten Ereignissen geworden, wo
sich die Gläubigen der verschiedenen
Ethnien treffen und für die Aussöhnung
beten konnten“.
(Bischof des Burundi)
Wo der Sonntag fehlt
„Die Feier der ‚sonntäglichen
Eucharistie’
setzt das Bestehen des
‚Sonntags’ voraus – im Besonderen die
Existenz des Tages des Herrn. In einigen
Teilen der Erde ist das nicht möglich: z.B. in
Saudi Arabien oder anderen islamischen
Ländern. Der Sonntag ist ein Arbeitstag und
es wird keine Eucharistie gefeiert, weil es
keine Kirchen gibt, weder Priester, oder weil
die Religionsfreiheit nicht existiert. Viele
Christen, die in islamischen Ländern arbeiten
und leben kommen aus Eritrea und Äthiopi-
en. Bevor sie in islamische Länder auswan-
dern, sind sie gezwungen, ihre christlichen
Namen in islamische Namen zu ändern, und
im Besonderen müssen die Frauen Kleider
nach der muselmanischen Tradition tragen.
Ist einmal das Ziel erreicht, werden ihre
Reisepässe eingezogen und sie werden zu
Opfern jeder Art von Missbräuchen. Viele
von ihnen sind durch die Umstände zur
Konvertierung in die islamische Religion
gezwungen.
(Erzbischof von Äthiopien)
Die Muselmanen verbrüdern sich
im österlichen Geheimnis
„Wir sind besondere, kleine Kirchen, die
in einem Milieu leben, wo der Islam stark
die Kultur beeinflusst hat. Infolge der
Bedürfnisse unserer Mission, leben einige
Personen weit entfernt von einem Priester.
In der Tat können sie nur sporadisch an der
Eucharistie teil nehmen. Unsere Handlung
an Gnaden vereint sich mit jener der musel-
manischen Freunde, die Gott kraft des
Werkes der Schöpfung und Barmherzigkeit
anbeten. Wir können ihre Gebete spirituell
mit unseren eucharistischen Opfern verei-
nen. Wir sind erstaunt, wie sehr unsere
muselmanischen Freunde sich rätselhaft
dem ‚österlichen Geheimnis anschließen’.
Wenn wir also unser Leben Christus anbie-
ten, bieten wir irgendwie auch jenes unserer
Freunde an. Die Art die Eucharistie zu
leben, ist für eine besondere Kirche untrenn-
bar von der Geschichte des Volkes, dem Sie
vom Herrn anvertraut wurde“.
(Bischof von Algerien)
Nur materielles Brot
„In Rumänien haben die Kommunisten
versucht, dem Menschen nur materielles
Brot zu geben und es war beabsichtigt, von
der Gesellschaft und den Menschen das
‚Brot Gottes’ zu entfernen. Damit die
Priester nicht mehr Gott feiern und von Gott
reden konnten, wurden sie mit der
Anschuldigung eingekerkert, Katholiken zu
sein. Während der berüchtigten Zeitspanne
der „Umerziehung“ und der
„Gehirnwäsche“ in den Kerkern Rumäniens
und um Spiel mit den Priestern zu treiben
sowie die Eucharistie lächerlich zu machen,
als auch die Würde des Menschen zu zer-
stören, haben die Verfolger sie gezwungen,
die Feiern mit Exkrementen zu begehen. Es
ist ihnen jedoch nicht gelungen, den
Glauben auszulöschen. Niemand wird es je
wissen. Die modernen Märtyrer des XX°
Jahrhundert haben all ihr Leid dem Herrn
für die Würde und der menschlichen
Freiheit angeboten“.
(Erzbischof von Rumänien)
3
Echo 184
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Der grosse Unbekannte
Dr. Hans Urs von Balthasar
Unbekannt ist er eigentlich nur in seiner
Heimat, wo beharrlich geschwiegen wird,
wenn vom „Grossen Schweizer Theologen
Dr. Hans Urs von Balthasar“
die Rede ist.
Im Ausland sind seine Werke gefragt,
geschätzt t und leicht erhältlich. Überset-
zungen in viele Sprachen und zahlreiche
Dissertationen über Leben und Werk ehren
ihn. Die an der Jubiläumsfeier teilnehmen-
den Kardinäle und zahlreichen Bischöfe aus
drei Kontinenten belegten die Anerkennung,
die der Theologe von Balthasar heute in der
Kirche geniesst.
Es folgt die stark gekürzte Homilie, gehal-
ten vom Bischof von Basel, Dr. Kurt Koch, an
der Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag
(12.08.1905-26.6.1988) in der Hofkirche zu
Luzern, wo Dr. Hans Urs von Balthasar auch
begraben liegt und für den in eben dieser
Stiftskirche der heutige Papst und frühere
Kardinal Ratzinger am 1. Juli l988 den
Beerdigungsgottesdienst gefeiert hat.
V
ON DER
S
CHÖNHEIT
G
OTTES
Z
EUGNIS GEBEN
Aus der Taufe zu leben und mit ihr in die
Nachfolge Christi gerufen zu sein war der
Beweggrund seines christlichen Lebens, sei-
ner kirchlichen Existenz und seines theolo-
gischen Wirkens und zwar mit jener
Radikalität, die im Jesuswort aufscheint:
„Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich
ist meiner nicht würdig.“ Im Ernstnehmen
dieses Rufes in die Nachfolge hatte von
Balthasar einen unbefangenen Blick auf die
evangelischen Räte der Armut, des
Gehorsams und der Ehelosigkeit, die er
auch Laien zumutete.
Christlichen und kirchlichen Gehorsam
- von Balthasar verstand ihn zutiefst als Ge-
Hör-samkeit für Gott und seinen Willen -
kommt vom Hören des Wortes Gottes. Das
Schöne am Gehorsam in der Kirche erblick-
te er darin, dass man nur solchen Menschen
gehorsam sein kann, die selbst gehorsam
sind: denn ob Laie, Diakon, Priester oder
Bischof: alle stehen im Gehorsam Gott und
seinem Willen gegenüber. Gehorsam in der
Kirche gilt nie einer formalen Autorität.. In
dieser Tiefenschau biblischen Gehorsams
blieb er immun gegen jenen antihierarchi-
schen Affekt in der heutigen Kirche, den er
in der Festschrift für Kardinal Ratzinger als
„Krankheit“ bezeichnet hat. Er hatte grosse
Ehrfurcht vor der petrinischen Struktur der
katholischen Kirche, d.h. er war ein durch
und durch ignatianischer Christ. Er nahm
die Kirche wahr in Maria, aus deren Jawort
sie hervorgegangen ist. In ihr erblickte er
das Urmodell des biblischen Gehorsams,
der nicht von Selbst-Erdachtem ausgeht,
sondern vom Empfangenen und weiss, dass
der wahre Quell aller Fruchtbarkeit des apo-
stolischen Wirkens die Kontemplation ist.
Diese marianische Grundhaltung hat die
ganze Theologie von Balthasars geprägt.
Nur wenn der Theologe sich selbst immer
wieder – geistlich – vom Wort Gottes treffen
lässt, kann er Stimme des Evangeliums
sein, das ist nur mit einer „knieenden
Theologie“ möglich.
Balthasar konnte von sich selbst beken-
nen, sein theologisch-literarisches Werk
wolle nichts anderes sein als ein
Johannesfinger, der auf Christus hinweist.
Es ging ihm darum, die Augen des Herzens
der Menschen zu heilen und sie sehend zu
machen für den lebendigen Gott als Grund,
Mitte und Ziel des menschlichen Lebens.
„Unser Auftrag“ heisst das Buch, in dem er
die ihm ins Herz geschriebene
Johannesgemeinschaft entworfen hat. Er
war im besten Sinne des Wortes „konserva-
tiv“
weil es ihm darum ging, das kostbare
und unentbehrbare Gut des christlichen
Evangeliums auch in den Stürmen der heu-
tigen Welt und Kirche zu bewahren.
Zugleich aber war er auch „progressiv“,
weil er sich für eine neue, der Welt zuge-
wandte Spiritualität der Laien stark gemacht
hat. Von Balthasar hat der Kirche viel Neues
geschenkt, ihr die Augen geöffnet, dass Gott
nicht nur wahr und gut sondern auch schön
ist. In der Schönheit Gottes erstrahlen seine
andern Eigenschaften in ihrem wahren
Gesicht. Erscheinen, Tat und Wort münden
gemeinsam in die Lobpreisung Gottes als
Liebe, in der für Balthasar das tiefste
Geheimnis des christlichen Glaubens über-
haupt sichtbar wird.
Von Balthasar trat für eine „echte, christ-
liche Theologie der Befreiung“ ein. Diese
hat bei ihm ihren Quellort in der
Eucharistie, in der sich Christus, der
Bräutigam, am intimsten der Kirche, seiner
Braut, mit allem was er hat und ist, selbst
schenkt. Wer sich deshalb in der Eucharistie
in das Geheimnis der Lebenshingabe Jesu
bis in seinen Tod hinein verwurzelt, der wird
im Alltag ein eucharistisches Leben führen
und sich ganz für seinen Auftrag hingeben.
Und wer Christus in den unscheinbaren
eucharistischen Gestalten von Brot und
Wein, in denen er uns seine Gegenwart
schenkt, und in denen er sich zugleich auch
verbirgt, begegnet, der vermag ihn auch im
Angesicht des leidenden und armen
Menschen zu erfahren.
Wir haben allen Grund, Hans Urs von
Balthasar dankbar zu sein, dass er der
Kirche den Weg zur entscheidenden Reform
gewiesen hat, nämlich die Umkehr zur blei-
benden Substanz des christlichen Glaubens
in seiner katholischen Gestalt.
Stark gekürzter Text
aus der Predigt von Dr. Kurt Koch,
Bischof von Basel
In den Anfangsjahren der Erschein-
ungen in Medjugorje besuchten die damals
jungen Patres Slavko Barberic und
Tomislav Vlasic von Balthasar in Basel:
„Betreffend Medjugorje kann man nur einen
Fehler machen: das ist, die Erscheinungen
nicht als echt zu anerkennen“, brachten sie
als Geschenk mit nach Hause. - Pater
Rupcic hält in seinem Buch “Medjugorje –
Himmelstür“ den Wortlaut eines Schreibens
fest, worin Dr. von Balthasar den Bischof
von Mostar ernsthaft auf seine
Verantwortung hinweist, wenn er
Medjugorje bekämpft.
rgw
Maria,
Kathedrale des Schweigens
Unter den vielen marianischen
Anrufungen, worin man verlegen ist zu ent-
scheiden, ob die Fantasie des Poeten oder
zärtliche Volksfrömmigkeit mehr zu bewun-
dern sind, habe ich einen ausserordentlichen
Vorschlag gefunden: Maria, Kathedrale des
Schweigens.
Maria ist genau jene gothische
Kathedrale, die das Schweigen beherbergt.
Eifersüchtig. Sie bricht es nicht einmal wenn
sie spricht. Aber warum? Sicher ist sie eine
Frau von wenig Worten. Im Evangelium
spricht sie gerade viermal. Bei der
Verkündigung des Engels. Wenn sie das
Magnificat anstimmt. Als sie Jesus im Tempel
wiederfindet. Und zu Kana in Galiläa. Dann,
nachdem sie den Dienern an der Hochzeit
empfohlen hatte, auf das einzige Wort zu
hören, das zählt, schweigt sie für immer.
Ihr Schweigen ist nicht nur Absenz der
Worte. Nicht nur die Leere vom Lärm. Und
nicht einmal das Resultat einer besondern
Askese von Nüchternheit. Es ist, vielmehr,
die theologische Hülle einer Präsenz. Das
Geniessen einer Fülle. Der Schoss, der das
Wort umgibt. Einer der letzten Verse des
Römerbriefs zeigt uns, wie das Schweigen
Marias zu verstehen ist. Er spricht von der
„Botschaft von Jesus Christus gemäss der
Offenbarung jenes Geheimnisses, das seit
ewigen Zeiten unausgesprochenen war
(vgl.
Röm 16,27). Christus, verschwiegenes
Geheimnis. Verborgen, das ist es. Geheimnis.
Wortwörtlich: eingehüllt in Schweigen.
Mit andern Worten: das Wort Gottes im
Schoss der Ewigkeit umgeben vom Schleier
des Schweigens. In den Schoss der
Geschichte eingetreten, konnte es keine
andern Binden um sich haben. Maria hat sie
ihm durch ihre Person geschenkt.
So ist die irdische Erweiterung dieses
mysteriösen Schweigens des Himmels ent-
standen: es wurde zum Symbol für den, der
die Geheimnisse der Liebe bewahren will.
Und für uns alle, verzehrt vom Getöse, wur-
de es zum stillen Schrein des Wortes: Sie
bewahrte all diese Dinge in ihrem Herzen“.
Heilige Maria, Frau des Schweigens, führ
uns zurück zum Frieden. Befreie uns von der
Bedrängnis der Wörter. Von unsern eigenen,
vor allem. Aber auch vor denen der andern.
Kinder des Lärms, wir meinen, der
Unsicherheit, die uns quält, der aufgesetzten
Maske über dem Schwall unserer unendli-
chen Reden; mach uns verstehen, dass erst
wenn wir uns selbst zum Schweigen gebracht
haben, Gott reden kann. Mitbewohner des
Lärms, glauben wir, die Angst vertreiben zu
können indem wir das Volumen unres
Transistors aufdrehen. Mach uns verstehen,
dass Gott sich dem Menschen mitteilt auf dem
Sand der Wüste, und dass seine Stimme nichts
zu tun hat mit Decibel unsres Heidenlärms.
Erkläre uns den tiefen Sinn dieses Teils
der Weisheit, den man seinerzeit an
Weihnachten zu lesen pflegte und der uns
aufspringen liess vom Verwunderung: Als
tiefes Schweigen das All umfing und die
Nacht bis zur Mitte gelangt war, da sprang
dein allmächtiges Wort vom Himmel, vom
königlichen Thron herab ...“
(Weish 18,14-
15) - Bring uns zurück, wir bitten dich, zum
erträumten Wunder der ersten Krippe, und
erwecke neu in unserm Herzen das Sehnen
nach dieser „verschwiegenen Nacht“.
Don Tonino Bello
(aus Maria, Frau unsrer Tage)
Priester aus der
Gemeinschaft
Am 30 Oktober hat Mons. Bruno Forte,
Erzbischof von Chieti-Vasto die ersten zwei
Priester der Gemeinschaft “Regina della
Pace
(übers.: Königin des Friedens), ganz
dein – zu Jesus durch Maria“
geweiht. Die
Gemeinschaft wurde 1997 von P. Tomislav
Vlasic
gegründet. Den beiden Jungpriestern
die besten Wünsche für ein heiliges Wirken
im Dienste der Kirche und der Brüder.
4
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Die geweihte
Jungfräulichkeit,
ein fruchtbares Nest
„Der Herr hat Jakob erwählt,
Israel als seine Besitz“
Am Anfang der radikalen Wahl der
dem Herrn geweihten Jungfräulichkeit
steht stets die Initiative Gottes, Sein Ruf
.
Der Herr macht einen Vorschlag der Liebe,
eine Einladung, die attraktiv ist. Er sucht
sich jene aus, die Er will (vgl. Lk 6,13) und
lässt sich dann in aller Freiheit aussuchen.
Die geweihte Jungfräulichkeit steht
immer in einem Bezug der Hochzeitsliebe
zwischen Gott als Gatte und die Person als
Braut-Jungfrau. Nach der Logik dieser Welt
gibt es keinen Grund jungfräulich zu blei-
ben, die Begründung der Jungfräulichkeit
ist demnach rein in himmlischen Maßstäben
zu suchen. Sie ist die großzügige Antwort
jener, die von der Person Jesu Christi ver-
zaubert wurden und an Seinem Werk der
Rettung teil nehmen wollen.
Wer Seinem Ruf antwortet, wird in die
Gedanken Gottes eingeführt. Gott ‚inve-
stiert’ immer mehr in diese Person, enthüllt
Seinen Plan der Liebe, der zwar ein univer-
saler ist, jedoch beginnt, sich in den einzel-
nen Individuen zu verwirklichen, die sich
vollkommen zu Seiner Verfügung gestellt
haben: „Jene, die er erwählt hat, hat er
auch dazu bestimmt, seine Adoptivkinder zu
sein...“
Das ist der Wille Gottes: auf dass alle
Seine Kinder werden. Diese Kinder müssen
aber in Gott und für Gott ‚gezeugt’ werden.
Die Mission der Erwählten geht in diese
Richtung. Sie sind die „dazu Bestimmten“
allen den wunderbaren Plan des Vaters zu
übermitteln und verbreiten, damit jeder
Mensch in Seinen väterlichen Schoß zurück
kehrt. Wie das Paar durch die gegenseitige
Liebe das irdische Leben empfängt und
zeugt, so empfängt und zeugt die Jungfrau,
in der Einheit mit dem himmlischen Vater
das göttliche und ewige Leben. Wie das vor
sich geht, sehen wir bei Maria, die, nach
ihrer Zustimmung, vom Heiligen Geist
befruchtet, Mutter Gottes wird.
Um den tiefen Sinn und die
Fruchtbarkeit der
geweihten
Jungfräulichkeit zu verstehen, ist es
nötig, sich auf Maria und die
Begebenheiten in ihrem Leben zu bezie-
hen
. Gott ruft sie und verspricht ihr die
Fruchtbarkeit unter besonderen
Verhältnissen. Sie antwortet: „Wie ist das
möglich?“
Gleichermaßen fragen auch wir
uns und alle in unserem Umfeld. Für Maria
und jede geweihte Seele, die zur Mitarbeit
für das Werk des Herrn gerufen ist, folgt die
Antwort des Engels, der vom Herrn gesandt
wurde: „Der Heilige Geist wird über dich
kommen, und die Kraft des Höchsten wird
dich überschatten“
(vgl. Lk 1,35).
Wenn Gott ein Werk beginnt, sorgt Er
auch für die Ausführung und Fruchtbarkeit
desselben. Der Engel fährt weiter und sagt
Maria, dass jene Frucht nicht die ihre sein
wird, sondern sie wird der Sohn Gottes sein
(vgl. Lk 1,35). Maria hat sich ganz in den
Dienst Gottes gestellt, Seiner Pläne und
Projekte, die oft in unseren Augen unerklär-
lich erscheinen. Sie gebiert den Sohn
Gottes, es folgt die Darstellung und
Aufopferung im vollen Bewusstsein, dass
Er ihr nicht gehört. Das gleiche gilt für eine
jungfräuliche Person, die die geheimnisvol-
le Fruchtbarkeit bis auf den Grund trägt,
und den Autor nur sieht und kennt.
Wie jeder Verzicht und jedes Opfer,
kann die Jungfräulichkeit nicht
Selbstzweck sein.
Sie ist das Werkzeug, um
sich für größere Dinge zu öffnen, die mehr
gewünscht und geliebt werden. Sie führt zur
Zugehörigkeit dem Herrn gegenüber, mit all
unserem Dasein und der Integrität unserer
Person, indem all unsere Fähigkeit und
Leistungsfähigkeit Ihm geweiht werden,
wohl wissend, dass sie in Seinen Händen
weder unnütz noch steril bleiben. Im
Gegenteil, sie entwickeln sich vollkommen.
Gott allein weiß, wie viele abgetriebene,
vergewaltigte, ausgebeutete und uner-
wünschte Kinder, Mütter in den geweihten
Jungfrauen gefunden haben. Wie viele von
ihnen sind von ihren Gebeten und
Anerbieten erreicht worden, angenommen
und begleitet auf ihrem Weg in die
Ewigkeit. Das ist der Plan des barmherzigen
und gerechten Gottes, der unbegrenzte
Mittel besitzt, alle Menschen aller Zeiten zu
erreichen, alle Situationen, um ein von Ihm
bereit gestelltes Nest anzubieten, voll
Seiner Wärme und Liebe. Dort geht die ret-
tende Macht vorbei und führt zur Fülle.
Fruchtbar ist, wer Gott überbringt
und Ihn zu erkennen gibt, als Quelle und
Liebender des Lebens.
Fruchtbar ist, wer
andere in Gott verliebt macht, der „nichts
der Seele vor schreibt, nicht einmal Seine
Liebe. Er sucht uns ununterbrochen, zwingt
uns aber nicht. Er liebt uns und unterdrückt
uns nicht. Er wünscht uns, besitzt uns aber
nicht. Er lässt uns frei zu wählen und zu ver-
stehen, in der Tiefe unserer Seele, wo das
Leben beheimatet ist“ (unbekannt).
Nur in der Perspektive Gottes sieht man
alles besser, auch die Fruchtbarkeit eines
Ihm geweihten jungfräulichen Schoßes.
Sr. Ana Simic
NACHRICHTEN VOM
GESEGNETEN LAND
Kinder auf Pilgerfahrt
in Medjugorje
Es ist das dritte Jahr, dass die Pilgerfahrt
der Familien nach Medjugorje stattfindet.
Sie wuchs aus dem grossen Herzen der
„Grossmutter Clotti“. Ursprünglich kam sie,
um Maria für die Heilung ihres Grosskindes
zu danken. Aber sogleich weitete Gottes
Geist ihr Herz und sie nahm viele Kinder
mit ihren Familien in diese Erfahrung hin-
ein. Am Tag der Heimsuchung Mariens ver-
liessen etwa hundert Teilnehmer, davon 50
Kinder zwischen 1 und 15 Jahren, Mailand
in zwei Autocars.
Von zwei Priestern begleitet passte das
Programm sich den Bedürfnissen der Kinder
an, um ihnen Freiraum zu lassen und durch
Maria und in Freundschaftserlebnissen der
Liebe Christi zu begegnen. Eine lange
Reise, unterbrochen durch Spiel, Gebet und
Gesang und einem Unterbruch zum
gewohnten Sprung ins wunderschöne Meer
Kroatiens .... als Taufe.
Bei der Ankunft in Medjugorje erwarte-
ten uns die Mädchen der Kommunität
„Zönakel“ mit einer Aufführung zum Thema
der Erscheinungen. Am 2. des Monats waren
die Kinder alle um die Seherin Mirjana ver-
sammelt, um ihrer aussergewöhnlichen
Vision beizuwohnen, nachdem sie sich
während gut zwei Stunden mit Gebet und
Gesang darauf vorbereitet hatten. Natürlich
durften die Besteigung der beiden Berge
nicht fehlen. Vor allem auf dem Podbrdo im
Kreis um die Statue einte tiefes Schweigen
die Kinder dem Herzen der Unbefleckten
Mutter, untereinander und mit der ganzen
Schöpfung.
Schlicht empfingen die Kinder das gros-
se „Geschenk Medjugorje“, verbunden mit
dem innigen Wunsch, jedes Jahre dahin
zurückzukehren, aber auch im offenen
Mitteilen dessen, was sie erlebt hatten. Hier
ihre ZEUGNISSE:
So schrieb Rosa, ein autistisches
Mädchen, auf dem Computer:
„Ich sage der Muttergottes, dass ich da war.
Ich war mit Maria vereint, war ihr Arm, lieb-
te sie. Eine zärtliche Tochter war ich... Ich
war glücklich, euch kennen gelernt zu
haben, im Glauben wird man schneller
Freunde. Maria liebt es, wenn unsre Herzen
offen sind“.
Pietro, 10 Jahre: Barfuss machten wir
den Kreuzweg auf den Kricevac, um ein
Opfer zu bringen für die Seelen im
Fegfeuer“.
Philipp, 9 Jahre: „Als die Madonna
erschien, fühlte ich, wie mein Herz sich öff-
nete und wie etwas Frisches und Leichtes
durch die Lungen zum Herzen zog“.
Johannes, 10 Jahre: „Als ich die klei-
nern Kinder beten hörte, dachte ich, dass die
Kleinsten die Grössten sind!“
Lukas, 11 Jahre: Jeder Junge aus der
Kommunität „Cenacolo“ schenkte mir
5
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Welche Kraft
aus der Segnung!
Am 2. Oktober war eine große
Menschenmenge bei der Erscheinung
Mirjanas anwesend, der die Madonna fol-
gende Botschaft überließ: „Ich komme als
Mutter zu euch. Ich bringe euch meinen
Sohn, den Frieden und die Liebe. Reinigt
eure Herzen und nehmt meinen Sohn mit
euch. Überbringt den anderen den wahren
Frieden und die Freude“.
Zu diesen Worten
hat Mirjana hinzugefügt: „Die Gospa hat
jeden von uns gesegnet, wie auch die reli-
giösen Gegenstände, die wir bei uns hatten.
Dann hat sie weiter auf die Wichtigkeit der
Segnung eines Priesters
beharrt“.
Es gibt mehrere Arten der Segnung; man
darf sie nicht unter einander bringen. Wenn
ein Priester (oder Bischof, ein Kardinal oder
der Papst) segnet, so segnet Jesus selbst
kraft der Weihe des Priesters. Somit ergießt
Jesus über uns Seine göttliche Heiligkeit. Er
nimmt etwas von sich, damit wir daran teil-
nehmen. Diese Segnung ist eine unendlich
große Gnade und sie hängt nicht vom Stand
der Heiligkeit des Priesters ab. Ist die Seele,
die sie empfängt, offen und besonnen, dann
öffnet Jesus die Schätze Seines Herzens und
gießt sie in Fülle aus, je nach der Bereitschaft
jener Seele und ihres Glaubens. Die demüti-
gen Seelen empfangen davon mehr.
Da die Segnung die Seele direkt erreicht,
ist sich der Verstand dieser Ausgießung
nicht bewusst, da sie seine Kapazität über-
steigt; daher ist man deswegen zerstreut und
man riskiert, das Geschenk zu verlieren.
Das ist ein schwerer Fehler, denn die gesam-
melte Seele findet sich bereichert, gestärkt,
beschützt und von jeder Segnung befriedigt
wieder; als schönste Frucht kann sich die
Seele mit Gott inniger vereinen. Die
Früchte der Segnung sind derart, dass die
Seele schon an der Ewigkeit teil hat und sie
wird mit besonderer Schönheit beschenkt.
Wie bei allen Geschenken Gottes: je größer
der Eifer die Segnung zu geben oder zu
empfangen, desto wirksamer ist sie.
Die Madonna hat in Medjugorje gesagt:
„Wenn die Priester wüssten, was sie bei der
Segnung geben, würden sie Tag und Nacht
segnen!“ Und weiter: „Die Segnung des
Priesters ist größer als die meine“
(priva-
te Botschaft an Mirjana ohne Datum), weil
der Priester das Sakrament des Ordens emp-
fangen hat.
Auch die Laien können Segen spen-
den und die Kirche empfiehlt den Eltern
zum Beispiel, die Kinder alle Tage zu seg-
nen. Die Jungfrau bittet, dass die Kinder am
Morgen und am Abend gesegnet werden
(Botschaft ohne Datum aus den 80er
Jahren).
Auch die Kinder können ihre
Eltern segnen!
Die Kraft solchen Segens
hängt sehr von dem ab, der ihn spendet,
weshalb jener Mariens besonders stark ist.
Kann eine irdische Mutter ihr Kind segnen,
umso mehr kann es unsere himmlische
Mutter!
In Medjugorje spendet die Gospa
allen Anwesenden den Segen und sagt
nach dem Gruß: „Jesus sei gelobt, meine lie-
ben Kinder“ und betet das vor mit erhobe-
nen Händen. Eines Tages fragte ich Marja,
warum die Gospa ihren „Segen der Freude“
spendete, als auch den „mütterlichen
Segen“, den „feierlichen Segen“ usw... und
welcher Unterschied darin sei. Marja hat so
geantwortet: „Die Gospa hat keine
Erklärung abgegeben...“, wir müssen daher
das Geschenk vertrauensvoll und mit Dank
empfangen und unsere himmlische Mutter
wird den Rest nach unseren Bedürfnissen
besorgen!
Sr. Emmanuel (Enfants de Medjugorje)
etwas Freude, Glück, Liebe, die mein Herz
erfüllten. Dieses Glück und die Freude, so
glaube ich, konnte ich an traurige und ent-
mutigte Menschen weitergeben, die Liebe
aber habe ich an ausgestossene und von den
andern zurückgewiesene Menschen gege-
ben. Seit mehrere Jahren komme ich nach
Medjugorje, der schönste Augenblick ist
jeweils die Erscheinung der Madonna an
Mirjana. Dank an alle Menschen, die mir in
traurigen Momenten während dieser
Pilgerfahrt geholfen haben.“
Paul, 7 Jahre: „Es ist das zweite Mal,
dass ich hinkomme und im Herzen Jesus
gehört habe, der mich ruft, und so auch
Maria, die mich lieb hat“.
Emmanuel, 9 Jahre: „Die Madonna hat
ein Herz aus Gold und ebenso Jesus. Sie
wollen, dass in ihrem Reich Friede und
Liebe sei. Christus hat sich für uns geopfert
und für Ihn müssen wir den Frieden in die
Welt setzen“.
Pietro,12 Jahre: „Du Mama, hast mir
gesagt, dass aus Medjugorje alle mit etwas
im Herzen heimkehren. Ich kehre heim mit
der Lust, wieder hinzugehn“.
Andrea, 9 Jahre: „Für mich war der
schönste Augenblick, hinzugehen und die
Aussagen bei den Waisenkindern mitzuma-
chen, denn wir haben sie glücklich
gemacht“.
Francesco, 11 Jahre: „Für mich hinge-
gen war es, als wir schweigend auf dem
Podbrdo versammelt waren. Ich empfand
eine grosse Liebe und einen grossen
Frieden.“
Georg, 12 Jahre: „Man geht mit einem
etwas traurigen Herzen und kehrt zurück mit
einem harmonischen.“
Samuel 8 Jahre: „Maria, ich hab Dich
lieb aus ganzem Herzen. Amen.“
.
Teresa, 8 Jahre: „Schon seit einigen
Jahren komme ich nach Medjugorje und
jedesmal ist mein Herz voller Freude“.
Giovanni, 12 Jahre: „Ich rate jedem,
diese Erfahrung zu machen und hoffe, auch
im nächsten Jahr daran teilnehmen zu kön-
nen“.
Elena Ricci
An jedem Tag welche Freude! Jeden Tag
finde ich Dich in der Eucharistie und
glücklicher als Deine Jünger kann ich
Dich in meiner Seele aufnehmen, kann
ganz allein mit Dir sein und mit Dir völlig
gleich sein; mich mit Deinem Leib
ernähren, mit Dir ein Leib sein, mit Dir
eins sein. Wie viele Tränen habe ich ver-
gossen! Meine Mission für die Brüder war
stets hart und mühevoll. Du aber bist am
Morgen gekommen und so habe ich mich
den ganzen Tag auf Deinem Herzen aus-
ruhen können und habe nur geringfügig
die Last der Anstrengung gespürt.
Mater MARIA PIA MASTENA
Gründerin der Schwestern vom Heiligen
Antlitz
Mons. Issam John Darwish der
Melchitisch-Katholischen Kirche
in
Österreich und Neu Seeland, hat sich als pri-
vater Pilger nach Medjugorje begeben, wie
er selbst erzählt: „Am Tag vor meiner
Abreise habe ich den Papst getroffen, den
ich gebeten habe, die Pilgergruppe zu seg-
nen, die ich dabei war zu begleiten.
Mit einem Lächeln voll Güte hat der
Papst gesagt: „Der Herr beschütze und segne
euch“. Maria spielt eine wichtige Rolle im
Leben der byzantinischen Kirche; sie führt
uns zu Jesus und vertieft unseren Glauben.
Die Zahl der Pilger, die nach Medjugorje
kommen, ist ein Zeichen Gottes. Die
Gebets-Atmosphäre ist sehr tief. Ich glaube,
Medjugorje ist ein Ort der Erwartung und
stellt uns allen eine Frage: Wie den Glauben
vertiefen? Das Gebet vor dem Kreuz, die
Anbetung, die Eucharistie, schenken den
Pilgern eine tiefe Spiritualität. Damit aber
wahre Früchte erwachsen, ist die Rolle der
Priester sehr wichtig. Ihre Aufgabe besteht
darin, den Menschen zu helfen, dass sie über
die Suche nach Zeichen hinaus gehen und in
den Sakramenten das finden, was sie
suchen. Es ist nicht nötig, die Gospa zu
sehen: Wir können sie mit den inneren
Augen sehen, mit den Augen des Glaubens!
Ich werde ein Schriftstück über meine
Erfahrungen von Medjugorje verfassen. Ich
werde die Gläubigen ermutigen, hierher zu
pilgern, einige Tage des Gebetes und der
inneren Bekehrung zu leben.
Ich werde auch die Priester ermutigen,
mit ihnen zu fahren. Ich habe jedoch im
Herzen einen Wunsch: dass sich Medjugorje
den Nachbarn öffne, den Orthodoxen und
Muselmanen, auf dass es ein Ort des
Dialogs mit ihnen werde“.
Priester in Medjugorje :
Eine wichtige und delikate Rolle
6
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Im Leben der
Unbefleckten Empfängnis
Von P. Tomislav Vlasic
Die Weihe an das Unbefleckte Herz
Mariens erschallt in der ganzen mariani-
schen Spiritualität, vor allem in diesem letz-
ten Jahrhundert. Was bedeutet, sich wirklich
an das Herz Mariens weihen? Das heißt in
ihr unbeflecktes Herz eintreten, von dem
auch unsere Unbeflecktheit abhängt.
Es ist so etwas, wie wenn wir uns im
mütterlichen Schoß befinden. In der Tat
haben wir Christen das unbefleckte und
unzerstörbare Leben im Sakrament der
Taufe empfangen, und auch heute besitzen
wir diese Gnade. Sie ist in uns schon eine
Wirklichkeit, aber sie ist auch ein
Versprechen: der Same eines unbefleckten
Zustands, der noch zu erreichen ist. Mit der
Kirche ist jeder Getaufte auf das aus-
gerichtet, was Maria erreicht
hat, um zu ihrer mystischen
Vereinigung mit Gott mit-
tels der totalen Hingabe
zu gelangen.
Maria hat diese
Gnade seit ihrer
Empfängnis erhalten,
auf geheimnisvolle
Weise hat sie aktiv an
der Wirksamkeit bis zum
Ende ihres irdischen
Daseins mit gewirkt.
Was wir aus ihrem Leben
entnehmen können – durch die
Worte der Evangelien und der Erfahrung der
Heiligen – sind ihre Tugenden, die vollkom-
men mit den Früchten des Heiligen Geistes
überein stimmen. Durch sie drückt sich sehr
gut die Antwort Mariens aus, die vereint mit
Gott erhöht wurde, um die Anwesenheit des
Heiligen Geistes zu leben. Eine
Anwesenheit, die laufend ihren Schoß und
ihre Seele „befruchtet“ (wie sie es im
Augenblick der Verkündigung getan hat),
um alle Glieder des mystischen Leibes
Christi zu ‚zeugen’.
Die Weihe an das Unbefleckte Herz ist
außer eines Gebetes (nach der einen oder
anderen Formel) ein Eingehen in die
Tugenden Mariens. So verwandelt sich
unsere Seele in einem Schoß, der fähig ist,
den Heiligen Geist auf zu nehmen, um ihrer-
seits fruchtbar zu werden.
Maria ist unbefleckt angesichts des
Todes und der Auferstehung Jesu. Sie
konnte diese Gnade empfangen und umfas-
send zustimmen, indem sie sich laufend
erhöhte und sich mit dem Sohn vereinte, bis
zur vollkommenen Einheit in der Passion
und Auferstehung. Das ist die grundlegende
Haltung, die wir in allen Sakramenten leben
sollten.
Der Ausgangspunkt für ein unbeflecktes
Leben ist daher unsere Bereitschaft, mit
Jesus durch Maria vereint zu sein; denn ihre
Unbeflecktheit ist ein Geschenk Gottes für
uns alle und nicht nur für sie. Gott hat sie ihr
anvertraut, damit Maria unsere Mutter sei,
eine Mutter, die die Kinder im Schoß und im
Herzen trägt.
Im Brief an die Epheser hat der hl.
Paulus geschrieben: „Denn in ihm hat er
uns erwählt vor der Erschaffung der Welt,
damit wir heilig und untadelig leben vor
Gott“
(Eph 1,4). Im Wesentlichen spricht
der Apostel von der Unbeflecktheit und
Unverderblichkeit angesichts der Heiligkeit,
weshalb unsere Heiligkeit diesen Stand vor-
aus setzt, der in uns durch die Taufe gesät
wurde, jedoch noch entwickelt werden
muss. Was aber nährt diesen Stand in uns
und was behindert ihn?
Er bekommt all die Nahrung, die
Jesus Christus der Kirche überlassen hat,
besonders die Teilnahme an der Eucharistie
und das Wort Gottes. Das Thema ist aber
hier noch nicht beendet, denn es ist nötig,
den Begriff „Teilnahme am Wort Gottes“
aufzuarbeiten. In der Tat hat das göttliche
Wort die Kraft, unser Leben zu verändern.
Die Eucharistie hat all die Kraft, den
Hunger der tiefen Wünsche des Menschen
zu stillen. Es reicht nicht, diese anzuneh-
men, sondern man muss in ihre Dynamik
eintreten.
Die Hindernisse sind unzählig. Es
wäre besser zu sagen, dass diese die
Elemente eines wahren Kampfes gegen den
Teufel dar stellen, gegen all das Böse, das
im Universum anwesend ist. Es wäre
leicht, sich zu Gott aus eigenen
Stücken zu erheben. In
Wirklichkeit tragen wir aber alle
vergangenen Generationen, die
Folgen der Erbsünde, mit uns.
Hier beginnt der Kampf,
aber auch das Bewusstsein,
dass wir das erreichen, was
Maria erreicht hat. Nicht
mehr individuell, sondern
gemeinsam, als Kirche. Im
gegenteiligen Fall wäre das
dreieinige Leben ein
Widerspruch. Wir wissen doch, dass
sich das göttliche Leben in der Heiligsten
Dreieinigkeit in einem dauernden gegensei-
tigen Verschenken ausdrückt. Auf gleiche
Weise können auch wir in das Leben Gottes
eingehen, indem wir uns an allem allen ver-
schenken. Daher weitet sich der Kampf wei-
ter aus und es steht uns nicht zu, uns in uns
zu verschließen.
Von hier aus prüfen wir unseren Tag.
Was tun wir, wenn wir aufstehen? Wir
waschen uns und machen uns bereit, um
dem Alltag besser zu begegnen. Im geistli-
chen Leben ist dieselbe Gesetzmäßigkeit.
Man muss neu erwachen, aber in Gott, im
Heiligen Geist. Wie würde Maria heute
erwachen? Sie würde ganz in Gott erwa-
chen; sie würde sich völlig zu Gott erheben.
Das morgendliche Gebet müsste uns
beim Erwachen helfen, das Antlitz Gottes
anzubeten: Ihn betrachten, hören, berühren.
Natürlich durch den Glauben, die Hoffnung
und die Liebe. Mit diesem Neuerwachen der
Seele, können wir dem Alltag unbeschwert
entgegen gehen, um unsere Pflichten, unsere
Mission, zu erfüllen. Am Abend werden wir
wieder bereit sein, uns in Gott einzutauchen,
um uns von all dem zu befreien, was uns
tagsüber belastet hat, und uns so für die
Nacht vorzubereiten, wo wir Gott im Schlaf
begegnen.
Das Magnificat ist ein guter Abschluss
am Ende des Tages. Bemühen wir uns, das
unbefleckte Leben in einem dauernden
Vorgang zu leben, werden in uns Freude und
Lob wachsen. Wer auf die Gnaden des
Alltags achtet und die Beziehung zu Gott mit
Gebetsanrufungen vertieft, wird am Abend
die Früchte des Lobes ernten und seine Seele
wir spontan ausrufen: „Die Seele preist den
Herrn!“ Nicht wie ein von anderen verfas-
stes Gebet, sondern wie ein Gesang, der von
einem zunehmend reinen und unbefleckte-
ren Herzen ausgeht. *
ZU FUSS VON POLEN
NACH MEDJUGORJE
Wenn sie nach Medjugorje, einem der am
meisten besuchten Wallfahrtsorte der Welt,
kommen, sagen viele Pilger, dass sie am Ziel
angekommen sind. Im Gegensatz zu ihnen
ist Medjugorje für viele der Ausgangspunkt
zum Ziel – dem ewigen Leben, dem
Entdecken Gottes und seiner Pläne.
Zum Ziel oder zum Ausgangspunkt kam
dieser Tag ein junger Pole, Krzysztof Guca,
31 Jahr alt, aus Torun, nach einem 57-tägi-
gen Fußmarsch. Obgleich er Medjugorje
zum ersten Mal besuchte, sagte er: „Ich
glaube tief daran, dass die Muttergottes hier
erscheint. Ich meine, dass Medjugorje die
Fortsetzung der Erscheinungen der
Muttergottes in Fatima ist.
Ich bin gepilgert, weil ich es gelobt habe,
und meine Freunde haben mich gebeten, für
sie zu beten. Alle Mühen, Blasen und Opfer
habe ich für diese Absicht auf mich genom-
men.“
Krzysztof Guca erbat vor Antritt seiner
Reise den Segen vom Bischof von Torun.
Der schriftliche Segen des Bischofs der
Diözesankurie von Torun mit dem Siegel
und der Unterschrift des Kanzlers und des
Generalvikars öffneten ihm die Türen in vie-
len Pfarren der Staaten, durch die er reiste.
Davon zeugt auch ein gewisses Tagebuch
bzw. Notizbuch, das er bei sich trug und in
das sich jeden Tag die Gastgeber eingetra-
gen und mit Siegel und Unterschrift beglau-
bigt haben, dass sie ihm Unterkunft gewährt
haben.
„Nach der Karte habe ich 720 km
zurückgelegt, aber es ist schwer zu sagen,
wie viel ich wirklich gelaufen bin.
Manchmal musste ich auf den Hauptweg
zurückkehren, weil ich keine Unterkunft
fand. In Kroatien habe ich viermal in
Privathäusern übernachtet, weil ich nicht zu
den Pfarrhäusern gekommen bin. Gott gab,
dass ich immer ein Dach über dem Kopf hat-
te. Die Reise kann ich vergleichen mit der
Überquerung einer Brücke über einen
Abgrund. Man muss Schritt für Schritt
gehen. So bin auch ich jeden neuen Morgen
weitergegangen, obgleich ich in einige Orte
müde angekommen war. Das Leben eines
jeden Menschen kann man mit meiner
Wallfahrt vergleichen. Jeden Tag sollte man
einen neuen Schritt tun, um nicht in den
Abgrund zu stürzen.“
Krzysztof Guca bewahrt die wichtigsten
Absichten seiner Wallfahrt im Herzen, er
entdeckt uns nur, dass sich darunter Gebete
für die Kirche, die Priester, die Familie und
die Heimat befinden. Interessant ist, dass
dieser junge Mann auch zu Fuß nach Fatima
gepilgert ist. In 4 Monaten legte er 4.000
km zurück, wovon ebenfalls seine
Aufzeichnungen im Tagebuch zeugen. Die
letzte Eintragung in dieses Tagebuch wurde
gemacht, als er in Medjugorje eintraf.
Bald nach seiner Ankunft in Medjugorje
ging er auf den Kreuzberg. „Ich durchlebe
noch diese Begegnung mit der Muttergottes,
mit Gott. Erst in einigen Tagen kann ich
mehr darüber sagen“, sagte er. Vielleicht
braucht auch er einige Tage oder einen
Monat Zeit, um zu begreifen, ob er nach
1800 km Fußmarsch am Ziel oder am
Ausgangspunkt angelangt ist.
(Press bulletin)
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Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
Die Königin des Friedens
und Australien
Die Muttergottes hat immer eine beson-
dere Liebe für ihre Kinder gezeigt. Im äus-
sersten Norden Australiens lebt eine weit
zurückliegende Aborigines-Gemeinde mit
Namen Port Keats, der rund 3000 Seelen
angehören. Die Leute sind arm, schlecht
untergebracht in zu kleinen, povern
Häusern, leidend an kronischen Krankheiten
und schwacher Gesundheit. Einige
Mitglieder der Katholischen Aborigines-
Gemeinde San Martino de Porres mit ihrem
Kaplan, Pater David Tremble, und einem
andern Bruder der religiösen Kommunität
der Missionare der Liebe Gottes, wartete
seit einiger Zeit darauf, sich zu diesem Ort
zu begeben um die katholische Gemeinde zu
besuchen. Durch verschiedene ihnen fremde
Gründe wurde diese Mission mehrfach
blockiert. Pater David erzählt, wie der Weg
sich geöffnet hat dank dem Gebet
und wie
Gefühle der Rivalität und des Grolls wegge-
scheucht wurden um dem Frieden und der
Versöhnung Platz zu machen.
„Nach drei falschen Abfahrten – die
Strasse war gesperrt wegen lokaler
Zeremonien, Begräbnissen und allerhand
Massnahmen wegen Kämpfen zwischen
Jugendbanden – erhielt das Team der
Kommunität San Martino endlich den
Passierschein. Es war der 8. September, der
Tag, an dem die Kirche die Geburt Marias
feiert!“
In Medjugorje erinnert uns die Gospa
immer wieder an die Wichtigkeit von Gebet
und Fasten, besonders zur Vorbereitung der
speziellen Feste. Sie, die Vermittlerin der
Gnaden, zahlt die Opfer ihrer Kinder zurück
mit einer Fülle von Gnade und Segen. „Jede
Verzögerung spornte zu intensiverem Fasten
und Gebet an für diesen Auftrag“, fährt Pater
David fort, „auch wenn der alte Pullman in
Panne geriet nach den ersten 100
Kilometern. Eine kleine Reparatur genügte
und von neuem machten wir uns auf den
Weg.“
„Bei unsrer Ankunft nach sieben
Stunden Fahrt teilte man uns mit, dass
während der ersten Stunden des Sonntags
eine Jugendbande des Dorfes mit Ketten und
Eisenstäben bewaffnet gegen eine gegneri-
sche Bande aufzustehn geplant hatte. Einige
Frauen der katholischen Gemeinde hatten
davon gehört während sie beteten. Auf ein-
mal sahen drei dieser Jungen eine Frau mit
ausgestreckten Armen in Gebetshaltung –
ein wenig wie die Madonna auf der
Wunderbaren Medaille. Erschrocken über
diese schöne Vision am dunklen
Nachthimmel liessen sie ihre Waffen zurück
und, von den Wölfen die sie waren, wur-
den sie stumme Lämmer.
Sie überzeugten
die andern Männer, dasselbe zu tun.
Während den folgenden Abenden in der
Mission haben diese drei Jungen – sehr
scheu wie es für die Aborigines typisch ist –
uns alle überrascht, während sie von dem
Ereignis öffentlich Zeugnis ablegten. Und,
noch überraschender, am letzten Abend uns-
rer Zusammenkünfte - sie waren dem
Heiligen Geist geweiht - sind viele
Mitglieder der andern Bande gekommen
und baten um Heilungs- und
Befreiungsgebete. Nie werde ich vergessen,
dass ich das Privileg hatte, in den Augen vie-
ler Männer, Frauen und Kinder eine Öff-
LESER SCHREIBEN
P. Lino Gallina, Kenya: Vielen Dank
für das Geschenk des ECHO, das für uns
zum Segen wird. Durch das ECHO haben
viele Gelegenheit erhalten, Maria zu kennen,
ihre Liebe für jeden von uns, und den Plan
Gottes über einem jeden. Dafür danke ich im
Namen der vielen, die es lesen. Maria ist an
der Arbeit unter uns, weil auch die Patienten
des Spitals in Wamba nach Kopien des
ECHO verlangen. Wenn es möglich ist, wür-
de ich gerne mehr Exemplare erhalten. Im
Namen dieser Kinder Gottes danke ich euch
und rufe Gottes Segen an über euch allen.
Rina, aus Rom: Das erste Mal, als ich
das ECHO las, war es vor circa drei Jahren.
Seither ist es mir zum Gefährten geworden
und eine Glaubenshilfe, besonders in
schwierigen Momenten. Ich danke euch von
Herzen und bete, damit ihr diese Mission
weitertragen könnt, die so vielen Menschen
zur Hilfe wird.
Neuabonnenten oder
Adressänderungen an das Sekretariat
des ECHO senden:
SEKRETARIAT des ECHO MARIENS
CP 27 - I-31030 BESSICA (TV)
E-mail:
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E-mail Redaktion:
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ECHO auf Internet:
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Es segne uns der allm
ä
chtige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
Villanova M., 1. November 2005
nung zur Liebe Gottes zu erblicken, der
kommt um zu heilen“.
Australien, bekannt auch als der Grosse
Süden des heiligen Geistes, wurde für den
kommenden Weltjugendtag als Gastort
erwählt (Sydney im Jahr 2008), eine
Gelegenheit für die ganze Kirche, um in der
Gnade zu wachsen. Lasst uns alle vereint
beten für Australien und sein Volk, dem
alten und dem neuen, es möge mit offenem
Herzen auf die Liebe und die Gnade antwor-
ten , die der Vater-Gott uns schenken will.
Beverley K. Drabsch
Film über die
Erscheinungen in Ruanda
Das Werk päpstlichen Rechts „Hilfe an
die Leidende Kirche (ASC)“ subventio-
niert ein Projekt, um die Realisierung eines
Streifens über Kibeho – Pilgerort in Ruanda
– und die Marienerscheinungen in diesem
afrikanischen Land. zu ermöglichen.
„Auch wenn Kibeho nicht ein sehr
bekanntes Heiligtum ist, so ist es doch der
einzige Pilgerort Afrikas, wo Erscheinungen
der Jungfrau Maria von der Kirche aner-
kannt sind. Man könnte es Guadalupe,
Lourdes oder Fatima vergleichen”, bekräf-
tigte kürzlich Christine du Coudray,
Vorsitzende der afrikanischen Sektion des
ACS, bei ihrer Rückkehr aus Ruanda.
„Unsre Liebe Frau von den Schmerzen
erschien dort zwischen 1981 und 83 und vie-
le, die sie gesehen haben, leben noch und
sind jetzt etwas über 40 Jahre alt“, berichtet
sie. Der von ACS finanzierte Film „wird ein
Geschenk an die bedürftige Kirche Ruandas
sein“, wo bis heute die Gewalt zum Alltag
gehört“, hält sie fest. „Trotz der
Grausamkeit, die das Land regiert, ist
Kimbeho ein Ort des Gebets und der
Versöhnung. Es ist eine Botschaft für Afrika
und für die Welt“.
In Gegenwart aller Bischöfe Ruandas,
des Apostolischen Nuntius, ziviler
Autoritäten und von zahlreichen Priestern,
Ordensleuten und Gläubigen hat vor gut
zwei Jahren der Präfekt der Kongregation
für die Evangelisierung der Völker,
Crescenzio Kardinal Sepe, in Kibeho das
Marienheiligtum konsekriert und es „Unsrer
Lieben Frau der Schmerzen“ geweiht.
Der Ort, wo seit 1981 die Muttergottes zu
verschiedenen Gelegenheiten erschien, ist
zum Mittelpunkt nationaler und internatio-
neler Pilgerfahrten geworden.
Gemnäss Seherberichten ist die
Muttergottes erschienen und hat sich ihnen in
ihrer Sprache als „Nyina wa Jambo“ –
„Mutter des Wortes“ - gezeigt. Sie lud ein zu
Bekehrung, zu Gebet und Fasten. Ein einziges
Mal hat sie ihnen sehr starke Bilder gezeigt:
einen Fluss von Blut, Menschen, die sich töte-
ten und eine grosse Zahl von Leichen, ohne
dass jemand sie begraben hätte.
In den darauf folgenden Jahren wurde
die schreckliche Vision zur Wirklichkeit: der
Genozid überrollte Ruanda von 1994-95 und
wurde in Kibeho zur allerblutigsten Szene.
Gemäss den Verantwortlichen des ACS für
Afrika ist das, was die Kirche Ruandas am
dringendsten braucht die Heranbildung von
Priestern, Ordensleuten und Laienkateche-
ten, wie auch den Aufbau kirchlicher
Gebäude und einer neuen Kathedrale für die
Pilger in Kibeho“.
(ZENIT)
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