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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 128 (Juli-August 1996)

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Königin des Friedens
Botschaft vom 25. Juni 1996:
„Liebe Kinder! Heute bedanke ich mich
bei euch für alle eure Opfer, die ihr mir in
diesen Tagen dargebracht habt. Meine lie-
ben Kinder, ich lade euch ein, daß ihr euch
mir öffnet und daß ihr euch für die Umkehr
entscheidet. Eure Herzen, meine lieben
Kinder, sind mir noch nicht ganz geöffnet.
Deshalb rufe ich euch von neuem auf,
daß ihr euch dem Gebet öffnet, damit euch
der heilige Geist im Gebet helfe, sodaß eure
Herzen aus Fleisch und nicht aus Stein
werden. Meine lieben Kinder, danke daß
ihr meinem Ruf gefolgt seid und daß ihr
euch entschieden habt, mit mir den Weg
der Heiligkeit zu gehen.“
Botschaft vom 25. Mai 1996:
„Liebe Kinder! Heute möchte ich euch
für all eure Gebete und Opfer danken, die
ihr mir in diesem Monat dargebracht habt.
Meine lieben Kinder, ich wünsche, daß ihr
alle in dieser Zeit aktiv werdet, die durch
mich auf besondere Weise mit dem Himmel
verbunden ist.
Betet, um verstehen zu können, daß ihr
alle durch euer Leben und Beispiel am
Werk der Erlösung mitwirken sollt.
Meine lieben Kinder, ich möchte, daß
die Menschen umkehren und in euch mich
und meinen Sohn Jesus erkennen. Ich wer-
de für euch Fürsprache halten und euch
helfen, daß ihr Licht werdet. Indem ihr den
anderen helft, findet auch eure Seele Heil.
Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid.“
„Damit sie in Euch Mich
und Jesus sehen“
Die Muttergottes unterstreicht in dieser
Botschaft wieder wenn auch zwischen den
Zeilen, Ihre Rolle im Erlösungswerk und die
Macht, die Gott Ihr „in dieser Zeit“ gegeben
hat, und sie bittet uns weiterhin um unsere
Mitarbeit. Dies ist die Zeit, in der der Himmel
in besonderer Weise mit uns verbunden ist
,
dank der Gegenwart Mariens, die hier in Med-
jugorje nun schon seit 15 Jahren andauert und
dank vieler anderer Offenbarungen in der gan-
zen Welt, wie Sie selbst in einer Botschaft
bestätigt hat. Wir müssen nur unseren Nutzen
aus dieser Gnade ziehen.
Vor allen Dingen verspürt Sie das Bedürf-
nis, in Ihrem mütterlichen, zarten Entgegen-
kommen, allen zu danken, die Ihr durch Gebe-
te und Opfer in diesem Ihr geweihten Monat
geholfen haben, das heißt im Monat Mai, der
ja, wie auch der Monat Oktober, in besonderer
Weise der „Marienmonat“ ist. Wahrscheinlich
gab es in diesem Jahr in der Kirche wirklich ein
bedeutsames Wiederaufgreifen dieser Fröm-
migkeitsübungen, zumindest an vielen Orten.
Sie dankt uns,um uns zum Weitermachen zu
ermutigen, so notwendig und auch beglückend
ist für unsere große und besorgte Mutter unsere
Mitarbeit: diese Sorge wird durch das „auch“
ausgedrückt: seid auch ihr aktiv, wie Ich in
dieser Zeit aktiv bin.
Aber dann präzisiert Sie, von welcher Art
unsere Mitarbeit sein soll; es ist notwendig,
daß Ihr durch euer Leben und Beispiel am
Werk der Rettung der Menschen mitarbei-
tet
. Darum erwartet Sie von uns, daß wir
Instrumente in Ihrem Händen sind (5.3.94).
Aber wie können wir am Heilswerk mitarbei-
ten? Weder durch die Weitergabe einer Lehre
oder religiöser Übungen oder durch moderne
Programmierungen, noch durch eine aufdring-
liche und gut strukturierte Propaganda. Das
wahre Apostolat ist das Leben.
Sie will, daß wir uns von einem gewissen
krampfhaften Aktivismus und von einer Pro-
paganda, die wir von der Welt kopieren, ab-
wenden. Genauso wenig zählt der Einfluß, den
wir auf andere durch unsere äußere Wirksam-
keit üben wollen, oft erreicht man nur das
Gegenteil und ruft Unwillen und Ärger hervor.
Wenn wir meinen, wir müßten überall materi-
ell gegenwärtig sein, um überall der Sauerteig
zu spielen, irren wir uns gewaltig.
Ich wünsche, daß die Menschen sich
bekehren... Sie brennt, wie auch Gott, von
dem Wunsch, daß alle Menschen gerettet wer-
den und zur Kenntnis der Wahrheit gelangen
(1
Tim 2,4). Aber wie werden sie sich bekehren
können? Wenn sie in euch Mich und Meinen
Sohn sehen.
Sie sagt nicht: wenn sie in euch
nur das Gute sehen werden, wenn sie ein
besseres Leben als das der anderen sehen, mit
einer gewissen religiösen Praxis, sondern wenn
sie Jesus und Maria in euch sehen werden.
Es ist die Kraft der Heiligkeit, die die Seelen
bewegt. Maria beruft uns immer zur Heiligkeit,
nicht zur Mittelmäßigkeit, sondern zur voll-
kommenen und überzeugten Einheit mit Jesus
und untereinander. Das ist es, was die Men-
schen sehen wollen, und sie lassen sich nicht
mit Worten abspeisen. Als die Pilger von Ars
gefragt wurden, warum sie dorthin gepilgert
seien, haben sie geantwortet: „Um Gott in
einem Menschen zu sehen“.
Weiter sagt sie. „Ich werde euch helfen,
Licht zu werden.“ Das Licht ist die Fülle der
Wahrheit in uns, mit einem Leben, das die
ganze evangelische Lehre widerspiegelt (das
ist auch die vollkommene Freude und der voll-
kommene Frieden,
der aus ihr entspringt). Dazu
müssen wir uns entscheiden, wenn wir die
Gegenwart Mariens für die anderen und Ihre
echten Mitarbeiter sein wollen oder, wie Sie in
der vorangegangenen Botschaft sagte, ihre Zeu-
gen. Das bedeutet, Salz der Erde und Licht der
Welt zu sein.
Die Frucht der Gegenwart Mariens
in uns ist Licht und Frieden, denn Sie ist die
Mutter der Weisheit, welche rein, friedfertig,
sanftmütig, fügsam, voll Barmherzgkeit ist...
So werden wir Ihre Reinheit offenbaren,
Ihre Zärtlichkeit, Ihren Frieden, und so kann
Sie durch uns viele verirrte Herzen, die ver-
zweifelt und ohne Sinn und Ziel umherirren, an
sich ziehen. Von uns und von unserer Bekehrung
hängt also die Rettung der anderen ab. Wenn
wir ihnen helfen, werden wir auch uns selbst
retten,
wie auch die Hl. Schrift bestätigt: Wer
einen Sünder von seinem verkehrten Weg wie-
der zurückbringt, wird seine Seele retten und
eine Menge von Sünden zudecken (Jak 5, 20).
don Angelo
„Öffnet euch Mir und entscheidet
euch für die Bekehrung“
Am 15. Jahrestag erinnert uns Maria an die
Gründe, aus denen Sie gekommen ist; aber
jeder ihrer Ausdrücke klingt neu. Indem sie
uns noch einmal für alle Opfer dankt, die wir
ihr in diesen Tagen dargebracht haben,
denkt sie vielleicht an die Unannehmlichkei-
ten, denen die Pilger hier begegnen. Aber sie
dankt auch jedem von uns für die kleinsten
Zeichen der Liebe, die wir Ihr erwiesen haben,
denn sie will uns lehren zu danken. Danken
bedeutet, die Personen für das anzuerkennen,
was sie wert sind und was sie anderen Gutes
tun. Dadurch werden auch die Bedingungen
für den Frieden geschaffen. Das gleiche gilt
auch für Gott: Um den Frieden mit Gott zu
haben, müssen wir alles anerkennen, was Er
uns geschenkt hat und Ihm danken.
Wir neigen oft dazu, das Negative zu sehen
und die positiven Dinge zu vergessen. Wenn
wir dagegen Gründe zum Dank finden, werden
wir ein zufriedenes Herz haben, auch mit den
anderen. Ein Therapeut, der 20 Jahre lang
Kranke betreut hat und der vor 2 oder 3 Jahren,
nach einer Pilgerfahrt nach Medjugorje, Prie-
ster geworden ist, hat mit gesagt: „Das Danken
ist die beste Vorsorge-Medizin gegen Depres-
sionen und Aggressivität. Es lehrt die Leute,
die Augen zu öffnen und für alles zu danken,
was in uns an Gutem ist.“ Auch die Muter-
gottes dankt, denn sie sieht in uns immer etwas
Gutes, auch wenn wir nicht vollkommen sind.
Um den Frieden zu haben, müssen wir die
Augen öffnen, um zu sehen, was uns die
anderen schenken und was uns Gott gibt,
besonders durch die Gegenwart Mariens hier.
Maria wiederholt noch einmal mit sehr viel
Einfühlungsvermögen, uns Ihr zu öffnen und
uns für die Bekehrung zu entscheiden. Sich
zu öffnen bedeutet, auf das zu hören, was Sie
dir sagt, um Ihr zu gehorchen: wer nicht zu-
hört, will nicht gehorchen, und ist folglich
nicht offen. Die Einladung, uns zu öffnen,
ergeht an uns alle, und wir öffnen uns im
Gebet. Wir müssen in das Schweigen eintreten
und uns fragen, was es ist, das uns dem Willen
Gottes verschließt, was es ist, das uns hindert,
uns dem Herrn, der Gegenwart Mariens und
ihren Einladungen zu öffnen.
Wenn wir uns öffnen, kommt die Be-
kehrung, die ihre Hauptbotschaft ist. Uns für
die Bekehrung zu entscheiden, bedeutet, ge-
gen das Böse und gegen die Sünde zu kämpfen
und im Guten zu wachsen. Seit 15 >>(S. 8)
Die Tränen der Muttergottes in La Salette
(150. Jahrestag)
Echo Mariens
128
Juli-August 1996 - Kostbares Blut und Maria Aufnahme - Orig.A.: Eco di Maria - Anschrift: Echo
Mariens
, cas. post. 149- I-46100 Mantova - Autor. Trib. MN 8.11.86, J.12- Nr.5-6; Fax 39-376-245075
Echo aus Medjugorje
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Viel Alarm um Medjugorje,
aber nichts Neues!
Handelte es sich um eine neue kalte Dusche
„von oben“ für die Gläubigen von Medjugorje,
gerade am Vorabend des 15. Jahrestages, nach
langm Schweigen während der gesamten
Kriegszeit? Tageszeitungen und Fernsehsender
haben einen Brief des Sekretärs der Glaubens-
kongregation,
Mons. Tarcisio Bertone, an den
französischen Bischof Mons. Léon Taverdet,
groß herausgebracht, der um Klärungen über
Medjugorje bat.
In diesem Brief vom 6. Juni 1996 wurde
nichts anderes geschrieben, als das, was schon
von Anfang an gesagt wurde, daß nämlich
„keine offiziellen (d. h. von Bischöfen geleite-
te) Pilgerreisen organisiert werden dürfen (was
natürlich alle anderen Pilgerreisen nicht ver-
bietet, ndr). Und es wurden die Schlußfolge-
rungen der Jugoslawischen Bischofskonferenz
vom 10. April 1991 wiederholt. Das ist schon
alles. Kein neuer Gewissensfall und keine Be-
schränkung der Pilgerreisen.
Viele haben in der außergewöhnlichen
Publicity, die dem besagten Brief zukam und in
seinemr Aufmachung durch die Presse einen
einen offenenVersuch gesehen, von Seiten der
gewohnten Kreise Medjugorje zu blockieren,
gerade jetzt, wo die Pilgerreisen und die Akti-
vitäten des Heligtums in großem Maß wieder
aufgenommen worden sind. Das war normal.
Man hätte sich wundern müssen, wenn es
anders geschehen wäre. Der gerissene Feind
weiß gute Gelegenheiten beim Schopf zu er-
greifen. Aber die Siegerin wird mit ihm und der
feindlichen Propaganda ein leichtes Spiel ha-
ben, wie es schon von Anfang an war, da das
alles das Interesse und die Lust, dorthin zu
fahren wieder anfachen wird. Aber nach all den
falschen Alarmmeldungen kam einige Tage
später eine Präzisierung des Vatikan-
sprechers
Joachin Navarro Valls gerade zur
rechten Zeit (Avvenire 20.06.96, S. 13), die all
diejenigen beruhigt hat, die Beruhigung brauch-
ten. „Was Medjugorje betrifft, so ist nichts
Neues geschehen“ -hat er gesagt- .
In diesen Fällen ist der Respekt der direkten
Kompetenz (die letzte Entscheidung steht dem
Heiligen Stuhl zu, ndr) des Ortsbischofs“, nach
dem „aufgrund der bisher durchgeführten Un-
tersuchungen es nicht möglich ist, zu behaup-
ten, daß es sich um Erscheinungen oder über-
natürliche Offenbarungen handele.
Dennoch verlangt die große Anzahl der
Gläubigen, die aus allen Himmelsrichtungen
nach Medjugorje kommen, die Aufmerksam-
keit und pastorale Betreuung des Diözesan-
bischofs, aber auch aller anderen Bischöfe mit
ihm, damit in Medjugorje eine gesunde Vereh-
rung der Jungfrau Maria, in Einklang mit der
Lehre der Kirche verbreitet werde. Man betont
auch die unerläßlche Notwendigkeit, die Ver-
tiefung und das Nachdenken, neben dem Ge-
bet, weiter zu pflegen, angesichts von jedem
angeblich übernatürlichen Phänomen, bis es
eine endgültige Aussage der Kirche geben
wird.“
Wenn sie die Königin des
Friedens angenommen hätten...
Niemand rechnet mit kirchlicher Aner-
kennung von Medjugorje innerhalb einer kur-
zen Zeit, auch weil diese heute nicht so leicht
gegeben werden; aber ein bißchen Frieden, das
schon, für diejenigen, die dort das wahre Leben
gefunden haben und mit begründetem Vertrau-
en viele Opfer auf sich nehmen um es dort zu
finden. Es ist wahr, daß die Prüfungen klar
zeigen, wie es um die Qualität unserer
Bekehrung bestellt ist, und inseren Glauben
reinigen, aber es ist auch eine große Verant-
wortung, den Schwachen in dieser allgemeinen
Orientierungslosigkeit die außergewöhnlichen
Gaben der Barmherzigkeit Gottes vorzuenthal-
ten, besonders, wenn diese durch solch aufse-
henerregende Früchte sich von selbst empfeh-
len
In der tat hat Maria eine Schule und einen
Quell der der Gnade eröffnet, um besonders die
vom Weg abgekommenen Christen zum Glau-
ben an Jesus und an das Übernatürliche zu
führen und um so die Angriffe Satans abprallen
zu lassen. Aber gerade diejenigen, die die Gabe
hatten, Sie anzuerkennen und anzunehmen,
haben Ihr Widerstand geleistet. Sie haben die
Königin des Friedens abgewiesen, die 10 Jahre
zuvor gekommen war, wie auch in Kibeho, um
den Krieg zu verhindern; und die furchtbare
Katastrophe, die, uns allen bekannt ist, war die
Frucht dieser Ablehnung.
Der mittlerweile emeritierte Bischof von
Split hat mehrmals gesagt, daß der Krieg hätte
verhindert weden können, wenn die jugoslawi-
schen Bischöfe die Königin des Friedens ange-
nommen hätten und den Menschen freien Zu-
gang gelassen hätten (Echo 107, S. 5). Dann hat
sie mit Hilfe ihre Kinder ein gigantisches
karitatives Werk entstehen lassen, welches
ganze Bevölkerungen gerettet hat. Die Hilfs-
güter wurden gern angenommen, aber niemand
hat die Himmlische Spenderin anerkannt.
Und die überraschende Ergebung in der
Krajina und die Flucht des übermächtigen ser-
bischen Heeres hat in zwei Tagen die
Feindlchkeiten zum Stillstand gebracht (gera-
de am 5. August 95, der hier als Mariä Geburt
gefeiert wird); und so wurden die Wege für die
Pilgermassen wieder geöffnet....Aber leider sind
auch die entgegengesetzten Stimmen, die sie
entmutigen wollen, wieder stärker geworden.
Und so wird weiterhin viel Gnade vergeu-
det. Wer Augen hat zum Sehen und doch nicht
sieht, würde gern selbst Gott und Seinem Ein-
greifen die Grenzen vorschreiben, oder sie
erkennen nicht Seine Gegenwart an. So war es
schon immer. Die verhärteten Herzen und ver-
dorbenen Augen werden niemals die Zeichen
des Himmels verstehen, ja sie werden sie viel-
mehr behindern.
Gerade deshalb akzeptieren wir das Gesetz
des Kreuzes, das Weisheit und Kraft Gottes für
alle, die glauben, ist
(vgl. 1 Kor 1), und bewah-
ren ein demütiges und sanftmütiges Herz, das
aber dennoch wachsam bleibt und niemandem
hörig wird.Was Medjugorje betrifft, so genügt
uns die innere Erfahrung, die uns durch den
Heiligen Geist geschenkt wird, und die Sicher-
heit, die uns durch das Wohlwollen des Stell-
vertreters Christi
geschenkt wird, welches er
vielmals zum Ausdruck gebracht hat, wenn
auch in privater Form, und die Zustimmung
vieler Bischöfe.
d. A.
Der Bischof von Assisi zu den Erschei-
nungen
- „Maria -scheibt Mons. Sergio Goretti
im Hirtenbrief zum 150° Jahrestag der
Erscheiningen von La Salette- wird unter dem
Kreuz zur Neuen Frau und trägt die Früchte der
Erlösung in die Welt. Heute ist viel von Erschei-
nungen die Rede. Auf der einen Seite lehnen
einige sie prinzipiell ab. Das sind Menschen, die
Gott leugnen und mit Ihm auch alle über-
natürlichen Phänomene. Auf der anderen Seite
gibt es dagegen Personen, die mit übertriebe-
nem Eifer und auf oberflächliche Weise die
Zeichen des Übernatürlichen suchen und manch-
mal sogar soweit gehen, diejenigen als klein-
gläubig zu bezeichnen, die sich in diesem Be-
reich mit Klugheit verhalten.
De Kirche weiß, daß Gott größer ist als alle
Dinge und Menschen und daß seinem all-
mächtigen Wirken keine Grenze gesetzt werden
kann. Er kann direkt oder indirekt in das Welt-
geschehen eingreifen, durch seine Boten und
insbesondere durch Maria, die in allen mensch-
lichen Angelegenheiten Mutter ist“. Des weite-
ren beruft sich der Bischof auf das Zeugnis der>
Der Papst in Mitteleuropa:
Kühn die Wahrheit verkünden
Diesem Papst ist es eigen, Dinge zu sagen,
die absolut gegen die Strömung sind, die aber
jedermann jedoch als wahr anerkennt. Bei sei-
nen Reisen stellt er die Botschaft Christi jener
der Welt gegenüber und fordert somit alles
Böse der Welt heraus. Er ist von einer unglaub-
lichen, inneren Energie beseelt, die ihn immer
neue Zukunftspläne, sogar im dritten Jahr-
tausend, schmieden läßt. Seine jüngsten Rei-
sen nach Slowenien und Deutschland lassen
erkennen, daß Europa einen der ersten Plätze in
seinen Gedanken einnimmt.
In Slowenien sprach er von der dramati-
schen Weggabelung, an der sich Europa befin-
det, einen Schritt vor dem Abgrund, zwischen
einer Kultur des Todes und einer Kultur des
Lebens. Damit es überlebt, muß es wegen der
von den Ideologien erzeugten Leere sich der
christlichen Wurzeln besinnen. Er sagte: Ent-
weder der Mensch anerkennt, daß er von Gott
erschaffen ist, der ihm die Freiheit gibt, die ihm
unermeßliche Möglichkeiten eröffnet, aber auch
klare Pflichten auferlegt, oder er setzt sich
selbst als unumschränktes Maß fest, mit einer
Freiheit ausgestattet, die, als gesetzlose, sich
jeder Art von Anregung und Zügellosigkeit
hingibt, und sich in Lust und Genuß, als höch-
stes Gut des Lebens und krankhafter Selbst-
liebe, verschließt...
Der Sturz der großen Ideologien hat den
Menschen in die Versuchung gebracht, sich
einer gefährlichen, skeptischen Abtrift unter
dem Banner der Müdigkeit und Frustration zu
überlassen (an nichts mehr glauben)... und
sich dem Aberglauben und der Magie zu öff-
nen. Viele Jugendlichen und Erwachsenen
überlassen sich dem Zauber des Okkulten und
suchen in den Sternen, den Magiern und Sekten
die Zeichen des eigenen Schicksals, als auch
Zuflucht vor der eigenen, inneren Leere: Wer
nicht an Gott glaubt, glaubt nicht an nichts,
sondern an alles...
Anläßlich seines Besuches in Deutschland
vom 21. bis 23. Juni 1996 hat der Papst in
Paderborn seinen Blick auf die Einheit des
Kontinents geworfen, die nicht auf eine mate-
rielle Gemeinschaft von Interessen aufgebaut
werden kann, sondern auf Zustimmung zu
Werten, dem kulturellen Erbgut und der
Solidarität von Geist und Herz...: Ohne den
christlichen Glauben wird Europa die Seele
fehlen.
Diese Einheit muß die nationalen und
ideologischen Grenzen überschreiten; sie muß
die Grenzen überschreiten, sodaß die reichen
Völker ihre Güter mit den Armen teilen..
Als der Papst in BERLIN die Märtyrer
Bernhard Lichtenberg und Karl Leisner, zwei
Priester, selig sprach, die sich dem Nazismus
widersetzten und infolge der vom Hitlerregime
zugefügten Drangsale, starben, hat er ehrlich
zugegeben, daß sich viele Laien und Priester
diesem Terrorregime entgegensetzten, doch
waren es viel zu wenige. So hat er die deutsche
Kirche ermuntert, gegen den Strom der derzei-
tigen Gesellschaft zu gehen: Es ist nötig, daß
die Christen heute Widerstand leisten, in die-
ser übermaterialistischen und gegen diese über-
materialistische Gesellschaft.
Nur so werden
sie ihre wesentliche Aufgabe wieder aufneh-
> Hl. Schrift: „Die Seiten der Schrift sind voll
von dem außergewöhnlichen Eingreifen Gottes.
Wenn Gott eingreift, freut sich die Kirche, denn
sie sieht darin eine weitere Offenbarung Seiner
Liebe und der Aufmerksamkeit, die Er für den
Menschen hat. Deshalb ist die Kirche nicht
gegen die Erscheinungen, auch wenn sie sie
sorgfältig prüft, indem sie auch auf die Hilfe der
Theologie und der Wissenschaften zurückgreift,
bevor sie sich über ihre Glaubwürdigkeit äu-
ßert...“
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men, die in der Neuevangelisation besteht, die
alle vereint vorfinden muß, seien es Katholi-
ken, Orthodoxe, oder Protestanten.
Der Papst unterstreicht, daß Evangelisation
und Ökumene eng miteinander verbunden
sind. Nachdem er bei seiner Reise nach Deutsch-
land (1980) die Schuld der Kirchenmänner
bekannt hat, die zur unglücklichen Trennung
der Christen durch Luther führte, erklärt er
jetzt, daß wir mit dem Begründer der Reforma-
tion gerechter sein müssen, der, schaut man
genau hin, nicht den Bruch der Einheit und die
Gründung einer anderen Kirche wollte, wohl
aber die Erneuerung der einen, katholischen
Kirche...
Das mit größter Spannung erwartete Tref-
fen fand am BRANDENBURGER Tor statt,
Schauplatz der Paraden der Nazidiktatur und
danach von den kommunistischen Tyrannen
aus Angst vor Freiheit zugemauert.
Nach ei-
nem lebendigen Wachrufen der Geschichte,
hat der Papst die Berliner erobert, zu denen er
vom Menschen sprach, der von Gott zur Frei-
heit berufen ist, indem er verschiedene Punkte
kurz und bündig klarstellte, daß: Es die Frei-
heit nicht gibt, ohne Wahrheit, ohne Solidarität,
ohne Opfer, ohne Liebe.
Danach ist die Rede ohne Umschweife auf
die Verkündigung Christi gemündet: Ich ver-
künde euch allen, die ihr mich hört: Die Fülle
und die Vollständigkeit dieser Freiheit hat
einen Namen: Jesus Christus. Es ist jener, der
von sich sagte: Ich bin die Tür. In ihm hat der
Mensch Zugang zur Fülle der Freiheit und des
Lebens.. Es ist jener, der wirklich frei macht,
der die Finsternis aus den Herzen zerstreut und
die Wahrheit offenbart. Er geht seinen Weg,
wie unser Bruder und verwirklicht seine
Solidarität mit uns, indem er sein Leben für uns
gibt. Somit befreit er uns von der Sünde und
vom Tod. Durch ihn erkennen wir Sein An-
gesicht im Nächsten, das Antlitz des wahren
Bruders. Er zeigt uns das Antlitz des Vaters und
wird für alle das Band der Liebe. Christus ist
unser Retter, unsere Freiheit.
Der Tag geht zu Ende, in unseren Herzen
jedoch bewahren wir das Licht, dessen wir uns
heute erfreuen konnten. Ich lade euch von
Herzen zu einem neuen Treffen in der Ewigen
Stadt für das Jubiläum 2000 ein. Gott segne
Berlin, Gott schütze Deutschland.
Zum
Angelusgebet hat der Papst eine neue Synode
für Europa
im Hinblick auf das Jahr 2000
angekündigt. So, als ob er beweisen wollte, daß
er noch große Mühen überstehen kann, ist er
um 5,30 Uhr in Paderborn aufgestanden, flog
nach Berlin und ist abends nach Rom zurück-
gekehrt, wo er um 11 Uhr nachts einlangte.
Eucharistie, Maria, Mission
für ein christliches Erwachen
Sicher läßt sich der hl. Vater nicht die
Gelegenheit entgehen, das Volk Gottes auf das
Wesentliche aufmerksam zu machen, während
er von unendlich vielen Einwirkungen beein-
flußt ist, die ihn vom evangelischen Weg ab-
bringen.
Aus diesem Grund hat Seine eucharistische
Liebe zum 750. Jahrestag der Einführung und
Ausdehnung des Fronleichnamfestes auf die
gesamte Kirche im Jahr 1246 in Lüttich (Bel-
gien) so große Bedeutung, wobei die Hostie
nach der Wandlung durch einen böhmischen,
nicht überzeugten Priester, zu bluten begonnen
hat. In dieser so intimen und umfassenden
Rede enthüllt uns der Papst mehr als bei ande-
ren Gelegenheiten, wie er sein Lehramt in
ständiger Gemeinschaft mit dem eucharisti-
schen Christus lebt und wie diese Gemein-
schaft jeden einzelnen Christen zu Lebensfülle
und Fruchtbarkeit führt.
Den Leib Christi anbeten,
um uns in Ihm zu verwandeln
Nachdem das größte aller Wunder Jesu,
das Er den Jüngern als unvergleichlichen Trost
während Seiner Abwesenheit hinterlassen hat,
erläutert hatte, und in welchem Er sich weiter-
hin uns und für uns anbietet, weist er auf die
Eucharistische Anwesenheit hin, die „als geist-
licher Mittelpunkt der Kirche“ erhalten ist.
Seine Verherrlichung ist eine Verlängerung
der Kommunion und erlaubt uns Christus,
wahren Gott und Mensch, dauerhaft zu begeg-
nen und sich von Ihm beschauen zu lassen,
sowie Erfahrung mit Seiner Gegenwart zu sam-
meln. Wenn wir Ihn im Allerheiligsten
Sakrament des Altars anbeten, nähert sich uns
Christus und wird mit uns vertraut, mehr als
wir es selbst sind; Er läßt uns an Seinem
göttlichen Leben teilhaben, in einer Gemein-
schaft, die verwandelt und mittels des Heiligen
Geistes das Tor öffnet, welches zum Vater
führt...
Die Hl. Schrift erinnert uns, daß Jesus
ganze Nächte im Gebet verbrachte, besonders
als Er wichtige Entscheidungen zu treffen hat-
te. Der Christ öffnet sein Herz und seine Hände
im Gebet, durch eine kindliche Geste, indem er
seinen Meister und Herrn nachahmt, um das
Geschenk Gottes zu empfangen und Ihm für
seine Gunst zu danken.
Der Umgang mit Christus ist schön, wie
der Lieblingsjünger an Seine Brust gelehnt,
von der unendlichen Liebe Seines Herzens
berührt ist. Mögen wir Jenen, der sich gänzlich
verschenkt hat, besser in den verschiedenen
Geheimnissen Seines göttlichen und menschli-
chen Lebens kennen lernen, um Jünger zu
werden und unsererseits in jenem großen
Gnadenschwung zur Herrlichkeit Gottes und
der Rettung der Welt einzutreten... Somit sind
wir eingeladen, Seiner Belehrung Folge zu
leisten, um allmählich nach Ihm verwandelt zu
werden und dem Heiligen Geist zu erlauben, in
uns zu wirken und die Mission zu verwirkli-
chen, die uns aufgetragen ist. Im besonderen
drängt uns die Liebe Christi unaufhörlich für
die Einheit Seiner Kirche zu arbeiten, zur
Verkündigung des Evangeliums, bis zu den
Grenzen der Erde und im Dienste der Men-
schen.
Die göttliche Vertrautheit mit Christus in
der Stille der Anbetung, entfernt uns nicht von
unseren Zeitgenossen, im Gegenteil, sie macht
uns auf die Freuden und den Kummer der
Menschen aufmerksam und erweitert das Herz
auf die Bereiche der Welt. Sie führt uns zu
Solidarität gegenüber unseren irdischen Ge-
schwistern, besonders den Kleinsten, die der
Herr am meisten liebt. Durch die Anbetung
nimmt der Christ an der geheimnisvollen, ra-
dikalen Veränderung der Welt und der Ver-
breitung des Evangeliums teil. Jede Person,
die zum Erlöser betet, zieht hinter sich die
ganze Welt nach und erhöht sie zu Gott. Jene,
die sich mit dem Herrn treffen, erfüllen daher
einen erhabenen Dienst; sie stellen Christus
alle jene vor, die Ihn nicht kennen und von Ihm
weit weg sind, sie halten vor Ihm in ihrem
Namen Wache...
Ich ermahne daher die Christen regelmä-
ßig Christus im Allerheiligsten Altarssakrament
zu besuchen, denn wir alle sind aufgerufen, in
der Gegenwart Gottes zu verbleiben, dank
Desjenigen, der bis zum Ende aller Zeiten bei
uns bleiben wird... Die Gläubigen stärken ihre
Hoffnung, indem sie entdecken, daß mit Chri-
stus das Leid und die Verzweiflung verklärt
werden können, denn „mit Ihm sind wir schon
vom Tod zum Leben gekommen“.
Am Ende ladet der hl. Vater die Priester
und Verantwortlichen ein, ihre Anstrengungen
zu verstärken, um den jungen Generationen
den Sinn und den Wert der Anbetung, der
eucharistischen Andacht zu lehren. Wie kön-
nen die Jugendlichen den Herrn kennen ler-
nen, wenn sie nicht in das Geheimnis Seiner
Anwesenheit eingeführt werden? Er kann sie
dann durch das Zeugnis, das sie Ihm erbringen
müssen, im geistlichen und menschlichen
Wachstum begleiten
und sie werden auch einen
radikalen Ruf zu Seiner Nachfolge verspüren.
Die Tränen Mariens
und die Barmherzigkeit ohne Grenzen
Es ist dem hl. Vater nicht entgangen, zum
150. Jahrestag der Erscheinungen von La
Salette
(19. September) dem Christenvolk den
kummervollen Aufruf der Madonna an ihre
Kinder und die immerwährende Botschaft der
Barmherzigkeit in Erinnerung zu rufen. So
schreibt er in einem Brief an den Bischof von
Grenoble: Auch ich möchte mich den Pilgern
anschließen, die kommen, die Mutter des Herrn
als „Unsere Mutter, Versöhnerin der Sünder“
zu verehren. Als Mutter des Retters und der
Menschen, Mutter voll der Liebe, die jeden auf
der Pilgerreise des Lebens begleitet, hat Sie
vor zwei Kindern, Melanie und Maximilian, an
diesem Ort ihre Traurigkeit über die Unmoral
der Menschheit kundgemacht. Mit ihren Trä-
nen hilft Sie uns die Schwere der Sünde, die
Ablehnung Gottes, aber auch die leidenschaft-
liche und treue Liebe ihres Sohnes zu den
Menschen, zu verstehen: Er, der Erlöser, des-
sen Herz wegen Seiner vergessenen und abge-
lehnten Liebe betrübt ist...
Indem die Jungfrau mit dem gekreuzigten
Sohn erscheint, gibt Sie zu verstehen, daß Sie
- am Werk der Erlösung teilnehmend - mit
ihren in Prüfungen stehenden Kindern solida-
risch ist und leidet, wenn sie zusehen muß, wie
sie sich von der Kirche Christi so weit entfer-
nen, daß sie die Anwesenheit Gottes in ihrem
Leben ablehnen und die Heiligkeit Seines Na-
mens beleidigen...
Die Botschaft Mariens beschränkt sich nicht
auf das offensichtliche Leiden durch die Trä-
nen, sondern die Jungfrau ruft uns mit der
Zärtlichkeit einer Mutter auf, uns ihr zu näh-
ren; Sie ladet uns zur Buße ein, im Gebet
auszuharren und im besonderen den Sonntag
einzuhalten und zu heiligen; dann wünscht Sie
sich, daß sich ihre Botschaft auf das ganze Volk
durch das Zeugnis der beiden Kinder ausbrei-
te.
Und so ist es geschehen. Es werden die
Pilger kommen und viele werden sich bekehren.
La Salette ist eine Botschaft der Hoffnung,
die sich auf die Fürsprache derjenigen stützt,
welche die Mutter der Menschen ist. Die Risse
und das Böse der Welt, seien sie auch noch so
groß, können wieder gutgemacht werden. Die
Nacht der Sünde ist von der leuchtenden Kraft
der göttlichen Barmherzigkeit überwunden. Das
angenommene und angebotene Leid kann Mit-
tel zur Reinigung und Rettung werden. Für
den, der demütig auf den Wegen des Herrn
wandelt, wird der Arm des Sohnes Mariens
nicht zum Urteil erhoben sein, sondern er wird
die um Bitte auf Barmherzigkeit ausgestreckte
Hand ergreifen und die durch das Kreuz ver-
söhnten Sünder in das neue Leben führen...
„Der Heilige ist wahrer Missionar“
Im Einklang mit den Botschaft vom 25.
Mai 1996, in der Maria um unsere Mitarbeit
bittet, damit die Menschen sich bekehren und
in uns Sie und ihren Sohn erkennen,
hat uns der
Papst auf den 70. Jahrestag der Mission vorbe-
reitet und uns gebeten, Zeugen, lebendige Aus-
strahlung Jesu Christi zu sein, dank auch des
Schutzes Mariens, Stern der Evangelisation.
Die Getauften fragt heute Christus: Seid ihr
meine Zeugen? Jeder ist eingeladen, sich ehr-
lich zu fragen: Biete ich auch das Zeugnis an,
wofür der Herr mich fragt? Lebe ich einen
starken, ausgeglichenen, freudigen Glauben,
oder stelle ich das Bild eines schmachtenden,
background image
christlichen Daseins dar, von Kompromissen
und bequemen Anpassungen entstellt? Wer ist
Christ? Ein Mensch, von Christus „erobert“
und deswegen vom Wunsch erfüllt, Ihn bekannt
zu machen, damit Er geliebt werde „bis zu den
äußersten Enden der Erde“... Wie oft habe ich
während meiner apostolischen Reisen eine reife
Ernte gesehen und ich mußte hören, es fehlen
Arbeiter...!
Die Mission ist genaues Maß für unseren
Glauben in Christus. Glauben und Mission
gehen Hand in Hand. Je mehr der erste stark
und tief ist, desto mehr empfindet man die
Notwendigkeit, ihn weiterzugeben. Es war schon
immer so in der Kirchengeschichte: Der Ver-
lust der Lebenskraft im Missionsdrang war
schon immer Anzeichen einer Glaubenskrise...
Der Heilige ist der wahre Missionar... Der
Missionar ist es nur, wenn er sich auf dem Weg
der Heiligkeit einsetzt... Es ist nötig, ein neues
Feuer an Heiligkeit unter den Missionaren und
in der ganzen christlichen Gemeinschaft zu
entzünden, besonders unter jenen, die die eng-
sten Mitarbeiter der Missionare sind. Die Mis-
sion ist jedoch von einer unauslöschbaren und
wesentlichen Anwesenheit des Kreuzes gekenn-
zeichnet. Ohne Kreuz kann es keine echte Zeug-
schaft geben. In diesen Tagen, wo in der Kirche
- nicht nur in der Kirche - der Schock über das
Opfer der sieben
ermordeten Trappisten-
mönche in Algerien
lebendig ist, erinnert der
Papst, daß uns jedes Jahr das heldenhafte
Zeugnis neuer Märtyrer angeboten ist, die ihr
Blut für die Treue zu Gott und den Menschen
vergießen...
*
Die drängende Erinnerung an die
Unbefleckte Empfängnis Mariens
, aus
biblischer und dogmatischer Sicht und aus der
Sicht des unbefleckten Verhaltens in ihrem
Leben war das durchgehende Argument der
letzten Mittwochskatechesen im Vatikan. „
Die Nachkommenschaft der Frau wird das
Böse besiegen“, wiederholt ständig der Papst.
* „Schenke Verzeihen, und du wirst den
Frieden empfangen“, das heißt verzeihe, um
den Frieden zu finden: das ist das stets aktuelle
Thema, das der Heilige Vater dem 30° Welt-
friedenstag am 1. Jnuar 1997 gegeben hat.
* " Wo Petrus ist" (da ist auch die Kir-
che) - „Diese Bewegung der Treue zum Stell-
vertreter Christi, die in der aktuellen Verwir-
rung gerade recht kommt, nimmt sich die Treue
zum Lehramt des Papstes und die Verteidigung
des katholischen Glaubens vor. Man kann nicht
anders als mit ganzem Herzen ihr anzugehören.
Schreiben Sie an Medjugorje-Mailand, C.P.
1679, 20101 Mailand.
* 1200 Priester aus der ganzen Welt auf
Pilgerreise nach Fatima zu Exerzitien (18.-
20. Juni): es war das erste internationale Tref-
fen in der Geschchte des Klerus und auch die
erste Etappe einer grandiosen priesterlichen
Pilgerreise, die eine Antwort auf den Aufruf
des Papstes an die Priester darstellt, sich auf
das Jubiläum des dritten Jahrtausends vorzube-
reiten. Nach Fatima wird diese Pilgerreise 1997
nach Costa d’Avorio, 1998 nach Guadalupe
und 1999 nach Jerusalem gehen, um dann im
Jahr 2000 Rom zu erreichen.
* Sie werden euch verfolgen“ - In zahlrei-
chen Provinzen Chinas, darunter ein breiter
Streifen um Peking und die Gegend mehr im
Süden- wird weiter eine heimtückische Verfol-
gung der Kirche betrieben, und zwar nicht der
offiziellen, sondern der heimlichen, d.h. rom-
treuen. Die Mittel sind Internierungen von
Bischöfen und Priestern,, Behinderungen und
Druck auf die Gläubigen. Vor allem zerstört
oder beschlagnahmt man „nicht autorisierte“
Gotteshäuser. Die ital. Tageszeitung Avvenire
macht in der Ausgabe vom 28.4.96, S. 19, eine
lange Liste von diesen Übergriffen.
Das chinesische Regime ist wegen des stän-
digen Anwachsens der Gläubigen besorgt, und
nicht nur der Katholiken. Und auch die offizi-
elle patriotische Kirche, wird selbst nicht we-
niger streng überwacht und überprüft.“ Tragen
wir diese unsere entfernten Brüder im Herzen,
deren Glauben stark geprüft wird.
*
Die Pilgermadonna in Frankreich
-
Vom 8. September 1995 an haben 108 Statuen
und Ikonen der Hl. Jungfrau, vor denen ein
Bild des hl. Antlitzes Christi aus dem Turiner
Grabtuch und ein auf der Seite der Hochzeit zu
Kanaan geöffnetes Evangelium herzogen, in
ganz Frankreich in einem nie gesehenen Pilger-
zug ihre Furchen gezogen. 9 Monate nach dem
Beginn sind wir Zeugen der Erneuerung der
marianischen Frömmigkeit in ganz Frankreich.
Jeden Tag gibt es mehr als 100 Gebets-
wachen bei der hl. Jungfrau, in Kirchen,
Gemeinschaften, Familien und sogar Rathäu-
sern und profanen Orten: Damit Sie die Herzen
vorbereite, um Jesus im 2. Jahrtausend seines
Kommens zu empfangen. Auf jeder Etappe
wird die Weihe an Jesus durch das Unbefleckte
Herz Mariens erneuert, nach den Wünschen
Mariens in Fatima. Rosenkränze, Meditationen
und Liturgische Gebete skandieren den Rhyth-
mus der nächtlichen Gebetswachen. All dies ist
nur dank einer außergewöhnlichen Anstren-
gung der Verantwortlichen und bisher unbe-
kannter Personen möglich. Zahllose Zeugnisse
der Versöhnung und der Bekehrung werden
berichtet.
Der zweite Pilgerzug wird am kommenden
7. Oktober von Rom ausgehen: Durch Europa
und die ganze Welt wird er Weihnachten 2000
n Betlehem ankommen. Verschiedene Länder
haben sich bereits mit den Organisatoren in
Verbindung gesetzt.
Wenden Sie sich an die
Vierge Pélerine (NDF), O. Bonnassies 71, R. du
Village - 91530 Le-Val-St-Germain - tel. (33)
164590234, Fax (33) 164590188.
Notizen aus dem gesegneten Land
Das Wunder von Medj. geschieht in
deinem Herzen
- Es ist eine große Gnade, in
Medj. zu sein und täglich die Wunder zu sehen,
die in den Herzen geschehen. Selig sind die,
deren Augen sehen, was ihr seht
(Lk 10,23)
(obwohl ich weder die heilige Jungfrau noch
die Zeichen am Himmel sah)
Diese Woche sagte Pater Jozo zu einer
Gruppe : “ In Medj. ist besteht das Wunder
nicht so sehr in den Erscheinungen der heiligen
Jungfrau und den Worten, die Sie an uns rich-
tet. Das Wunder besteht in der Antwort des
Pilgers der einwilligt, sein Herz und sein Leben
zu ändern. Da ist das große Wunder. !
Zum Beispiel beim heiligen Franz von
Assisi war das Wunder war nicht so sehr so
sehr in der Tatsache, daß Jesus zu ihm sprach,
um zu sagen, daß er Seine Kirche wiederher-
richten sollte. Nein, das Wunder geschah, als er
alles aufgab, um auf Christus zu antworten und
sich arm an allem zu machen. Im Evangelium
beruft Jesus den jungen Reichen, aber das
Wunder besteht nicht darin, daß er Christus sah
und seinen Ruf hörte. Das Wunder stand in der
Antwort ; er antwortete leider nicht, weil er
nicht Jesus sondern seinen Reichtum vorgezo-
gen hat. So geschah das Wunder nicht.
In Medj. kann der Pilger entscheiden, ob er
das Wunder sehen will oder nicht. Für Gott ist
es kein Wunder, zu sprechen, es ist normal. In
Medj. ist es der Pilger, der entscheidet, ob das
Wunder geschieht ; es reicht, daß er sein Herz
öffnet, um dem Ruf zu folgen und schon ge-
schieht das Wunder.
* [Mirjana erwartete freudig ihr drittes
Kind zu Weihnachten. Jetzt muß sie Gott ihren
unsagbar großen Schmerz zum Opfer bringen,
es verloren zu haben. ; aber sie weiß, daß das
Opfer nicht sinnlos ist, es wird zum Gelingen
des Vorhabens der Gottesmutter beitragen. Wir
stehen ihr alle zur Seite, um sie zu trösten.]
[Auch Jakov erwartet für September von
seiner Frau Annalisa sein zweites Kind. “Mei-
ne Frau hat sich gut eingefügt hier in Medj (wo
wir sie jeden Tag bei der italienischen Messe
sehen) und wenn wir nach Italien fahren, fragt
sie immer, wann wir nach Medj. heimkehren”
erzählt Jakov]
* Wichtige Persönlichkeiten in Medj. In
Medj. werden viele bedeutende Persönlichkei-
ten aus Politik und Kultur erwartet, die von der
Gemeinde Citluk zum Musikfestival eingela-
den wurden. Darunter auch Präsident Tudjiman,
der König von Spanien und andere. Aber für
die heilige Jungfrau ist jeder von uns wichtig,
auch der geringste. Ein Kroate sagte mir eines
Abends : “ Heute kamen sehr bedeutende po-
litische Persönlichkeiten hierher. Aber auch
meine Mutter, die mit 80 Jahren zu Fuß aus
einem 10 km entfernten Dorf kam, um die
Gottesmutter zu ehren. Das sind die wahren
VIP (Very important person) vom Medj. !”
* Anna , die Ostern die Gnade der
Bekehrung und Heilung erfuhr, kam für etwa
10 Tage her, um den Pilgern beizustehen. Sie
erzählte, daß ihr Arzt in Paris zuerst sagte : “Es
geht dir besser, weil du positive Gedanken
hattest..” Aber als er dann einige klinische
Examen durchgeführt hatte, gab er zu :”Oh
nein, das kann ich nicht erklären !” Für Anna
ist es kein Problem mehr, auf den Bergen
herum zu klettern. Aber was die Pilger am
meisten beeindruckt, ist ihre Bekehrung und
ihre Freude, Maria anzugehören.
* Nach 20 Jahren wieder vereint - Eine
geschiedene Italienerin, die ihren Mann seit 20
Jahren nicht mehr gesehen hatte, kommt nach
Medj.. Aber auch ihr Exgatte, ohne etwas
davon zu wissen, kommt als Pilger mit einer
anderen Gruppe. Die Gruppen besteigen am
gleichen Tag den Krizevac und auf der Spitze
Festival der Jugend in Berlin
am Vorabend des Papstbesuches
und Weltjugendtag in Paris August 1997
Am Vorabend des Papstbesuches in Berlin
fand in den Messehallen am Funkturm ein
durch das erzbischöfliche Jugendamt vorberei-
tetes Jugendfestival statt. Im Rahmen dieser
Jugendbegegnung wurden Jugendliche, die aus
dem ganzen Bundesgebiet angereist waren -
unter ihnen waren zahlreiche Vertreter von
Gruppen der Jugend 2000, mit den beiden
neuen Seligen Bernhard Lichtenberg und Karl
Leisner vertraut gemacht. Auch wurde zur
Wiederversöhnung mit Gott im Bußsakrament
durch zahlreiche Jugendliche Gebrauch ge-
macht. Der Abend endete mit einer eucharisti-
schen Anbetung und dem eucharistischen Se-
gen. Bereits während des Gebetsabends spielte
das Weltjugendtagkreuz eine zentrale Rolle.
Dieses befindet sich zur Zeit in Frankreich
auf einem Pilgerzug durch die einzelnen Di-
özesen und soll die Jugendlichen auf den kom-
menden Weltjugendtag, der im August 1997 in
Paris stattfinden wird, einstimmen. Es wurde
eigens für den Papstbesuch in Deutschland
nach Berlin gebracht.
Am nächsten Morgen zogen die Jugendli-
chen mit dem Weltjugendtagkreuz in einer
Prozession ins Olympiastadion, wo die Fest-
messe mit der Seligsprechung von Karl Leisner
und Bernhard Lichtenberg durch Papst Johan-
nes Paul II. gefeiert wurde. Der Papst sagte
u.a.: „Vor allem grüße ich auch die große Zahl
von Jugendlichen. Ihr habt die vergangene
Nacht gewacht und gebetet und seid heute früh
mit dem Kreuz des Heiligen Jahres, das zum
Symbol der Weltjugendtage wurde, ins Stadi-
on gezogen. Ich danke euch von Herzen für
dieses mutige Bekenntnis eures Glaubens!...
Die Weltjugendtreffen sind für alle, die sich
einfinden, stets eine Stunde außergewöhnli-
cher Gnade.“
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sehen sich die beiden unter dem Kreuze wie-
der. Nach dem ersten Schock beginnen sie,
miteinander zu sprechen und beten gemein-
sam ; darauf entscheiden sie, ihre Lebens-
gemeinschaft wieder aufzunehmen. Ein Sieg
der Gottesmutter, die immer für die Einheit der
Familien am Werke ist.
* Vicka und ein Reporter. Es war eine
beeindruckende Szene, als Vicka in Spalato
einen Reporter traf. Als er erfuhr, wer sie war,
erklärte er offen, daß er nicht an Gott oder
irgend etwas anderes glaube : “Meine Groß-
mutter glaubte an das ewige Leben, für mich ist
es ein Ammenmärchen” und er erwartete of-
fensichtlich irgendwelche Vorhaltungen. Vicka
sagte hingegen lächelnd :” Du bist frei, deinen
Weg zu gehen, ich kann nichts anderes sagen
als die Wahrheit : Gott existiert, es gibt ein
ewiges Leben, die Seelenwanderung gibt es
nicht. Aber es steht dir frei, es nicht zu glauben.
Deine Großmutter hatte recht, an das ewi-
ge Leben zu glauben, aber wenn du anders
entscheidest, ist das deine Wahl. Also ich habe
dir die Wahrheit gesagt. Der Reporter war
derartig beeindruckt von der Fröhlichkeit und
Unbefangenheit, die sie ausstrahlte, daß er
letztendlich sagte : “Oh, ich werde bald nach
Medj. kommen !” Dies erinnert mich daran,
was Bernardette von Lourdes ihren Verleum-
dern sagte : “Ich wurde nicht beauftragt, euch
zum Glauben zu bringen, sondern nur, euch die
Wahrheit zu sagen.
(aus dem Tagebuch von Sr. Emmanuel)
* Nach Abschluß der Seminare des Ge-
bets und des Fastens, die zur Vorbereitung auf
Ostern und Ende Mai im DOMUS PACIS
abgehalten wurden, begann die Organisation
HELP , die sich der verlassenen und hilfs-
bedürftigen Jugend im Raum Spalato annimmt,
mit zahlreichen Kursen religiöser Exerzitien
für diese Jugend. Auch die Franziska-
nerschwestern organisierten ebenfalls 10 Kur-
se, an denen in diesem Jahr ca. 400 Mädchen
aus den Pfarren der Herzogowina teilnahmen.
* Zur alljährlichen Pilgerfahrt der kroa-
tischen Soldaten am ersten Samstag im Juni
zur Wallfahrtskirche von Medj., die dem Dank
an Maria für Ihre Liebe und Beistand bei den
vergangenen Ereignissen gewidmet ist,
gesellten sich in diesem Jahr viele Soldaten
anderer Nationen, die in Bosnien stationiert
sind, eine wahre internationale Pilgerfahrt.
Es waren etwa 500 Soldaten und fast alle
beichteten und kommunizierten. Dann erstiegen
sie den Rosenkranz betend den Erscheinungs-
hügel und entzündeten, als sie zurückgekehrt
waren, bevor der feierliche Segen erteilt wur-
de, ein Votivlicht.
* “Dies ist wahrlich ein prophetischer
Ort” - Die Prinzessin Ingrid Frankopan Subic’,
Nachfahrin einer an die Geschichte Kroatiens
gebundenen Familie, Wohltäterin der Kirche,
Schriftstellerin, Dozentin an verschiedenen
europäischen Universitäten, Mutter von 5 Kin-
dern, die täglich der Messe beiwohnen, kam
unlängst nach Medj. und erklärte : “Dies ist ein
wahrlich prophetischer Ort. Vor 15 Jahren rief
Maria auf, für den Frieden zu beten und vor 13
Jahren bat mich der Heilige Vater, ein Buch
über das Kriegsrecht zu schreiben ; damals
erschien mir das seltsam, jetzt nicht mehr.
Es ist ein wahres Wunder, daß Kroatien die
Unabhängigkeit erhielt ; zweifellos ist das
Frucht der Fürbitte der Gottesmutter und des
Kardinals Stepinac’, aber auch der vielen jun-
gen Menschen, die ihr Leben opferten, um die
Heimat vom Atheismus zu befreien. Maria hat
uns gerettet und es ist eine Große Ehre, Sie bei
uns zu haben. Der Heilige Vater sagte nach
seinem Besuch in Kroatien : “Ich habe den
Wunsch, an eure heiligen Stätten zurück zu
kehren.” Egoistischerweise dachte ich an Trsat,
wo das heilige Haus von Nazareth auf dem
Landbesitz unserer Familie verweilte ; aber
jetzt verstehe ich, daß er vor allem an Medj.
gedacht hat”. (Aus dem Press Bulletin)
Das große Haus des Gebets in Medj.
Unter den vielen verschiedenen Gemein-
schaften, die im Geiste von Medj. entstanden
sind, gibt es auch die spezielle Berufung der
ANIME OFFERTE, die die Jungfrau Maria
schon 1986 der Leitung von Pater Tomislav
Vlasic’ anvertraute. Der Ruf, Jesus das eigene
Leben durch das Unbefleckte Herz Mariens
anzuvertrauen, ist Frucht des vierjährigen
Weges der Besinnung der Gebetsgruppe von
Medj., den die Gottesmutter mittels der Sehe-
rin Jelena Vasilij anführte.
Jetzt nahm er eine konkrete Form an mit
dem Entstehen der Gemeinschaft Kraljice
Mira, potpuno tvoji - po Mariji k Isusu
(Friedenskönigin - ganz Dein eigen, zu Jesus
durch Maria). Die Mitglieder sind bis jetzt
ungefähr 50, Anwärter, Postulanten, Novizen
und die, die bereits Gelübde ablegten. Die
Anwärter der verschiedenen Nationen werden
in Medj. in dem weißen Haus hinter der Kirche
aufgenommen, wo sie in die Lebensgewohn-
heiten der Gemeinschaft eingeführt werden. ;
zwei Häuser für den nachfolgenden Aus-
bildungsweg sind in Italien, in Lama dei Paligni
(Chieti) und Penne (Perugia). Ein weiteres
Haus wurde kürzlich in Rotonda di Sassoferrato
(Ancona) eröffnet, es gehört zur Marien-
wallfahrtskirche des Cerro.
Laien, die diesen Weg der Aufopferung
gehen wollen, vereinen sich in kleinen Grup-
pen (Bruderschaften) die von einem für das
Gebiet zuständigen Rat koordiniert werden,
der sie fördert und den Kontakt mit den Verant-
wortlichen der Gemeinschaft aufrecht erhält.
Durch Konferenzen und Gebetstreffen (beim
letzen nahmen im April in Medj. ca. 600 Kroa-
ten teil) und Schriften, Audiokassetten und
eine dreimonatige Zeitschrift setzt die Gemein-
schaft die Ziele und gibt geistige Nahrung
denen, die dem Ruf folgen.
Hilfe auf dem Wasserwege
Der Unternehmungsgeist der vielen hilf-
reichen Engel der bosnischen Brüder hat seit
einigen Monaten einen kürzeren Weg gefun-
den, um in diese kriegsverwüsteten Gebiete zu
gelangen, den Wasserweg vom Binnenhafen
Cremona auf dem Fluß Po ins adriatische Meer
und auf dem Fluß Neretva bis nach Metkovic’,
30 km von Medjugorje.
Im Zusammenhang mit diesen Initiativen
wurde auch die Vereinigung “Friedenskönigin,
ganz Dein eigen”
, aktiv. Es wurde eine Arbeits-
gruppe gebildet mit einigen der Personen, die
Geldmittel und Material für den Bau des gro-
ßen Hauses des Gebets der Gemeinschaft Kral-
jice Mira sammeln.
Dank der Vorsehung konnten sie dem Bau-
unternehmen alle Baugerätschaften und Mate-
rialien für den vierstöckigen Bau verschaffen.
Der Rohbau wir vermutlich im August fertig,
früher als angenommen. Nach den ersten 42
Lastzügen wurde im März mit der Aktion St.
Christopherus begonnen, die per Schiff mit
zwei Ladungen etwa 1000 Tonnen Baustoffe
brachte. Die Ladungen wurden dann von
Metkovic’ mit zwei Motorwagen und vier
Anhängern zur Baustelle in Medj. gebracht.
Jugendfestival
- Dieses Jahr ist es das
siebente und wird vom 31.7. bis zum 6.8.
stattfinden. Das Thema ist :Vom Dunkel zum
Licht”. Nachfolgend das Programm :
Mittwoch 31.7. : Treffen und Abendmesse ;
1.8. : Das Dunkel in uns und um uns ; 2.8. :Das
Licht zeigt sich, Abendprozession mit dem
Allerheiligsten, 3.8. :Begegnung mit dem Licht,
Beichten, (Abendveranstaltung “Vom Dunkel
zum Licht” Lebensberichte von jungen Dro-
genabhängigen der Gemeinschaft “Cenacolo”)
4.8. : Das Licht sei in der Welt (Festival des
Marienlieds) ; 5.8. : Maria, Mutter des Lichts ;
6.8. im Morgengrauen : Krizevac, durch Mich
geht die Sonne auf in der Welt.
Einige der Redner : Sr. Elvira, Jean Plivar,
Don Cosimo, P. Jozo Zovko, Sr. Briege
McKenna, die Seher, Gen. Philip Morillon und
andere. Die Leitung hat P. Slavko Barbaric’.
Alle Teilnehmer sollten sich möglichst
UKW-Empfänger mit Kopfhörer mitbringen,
um die Simultanübersetzungen und Bibel-
lesungen empfangen zu können. Wer mit klas-
sischen Musikinstrumenten teilnehmen will,
wende sich bitte an den Musikverantwortlichen
des Festivals, Agostino, Fx 387 88 642339 ;
anzutreffen im Domus Pacis.
Die Zeichen der Gegenwart
Mariens in Civitavecchia
Die Pilgerfahrten dauern an. 40-50 Busse
bringen jeden Sonntag Tausende von Pilgern
an diesen Ort, und viele andere Verkehrsmittel
während der ganzen Woche. Als Anerkennung
der Früchte der Hl. Beichte wird nun bald hier
auf dem Platz vor dem Heiligtum ein Denkmal
Pater Pios eingeweiht werden. Die Statue wur-
de von seinen Gebetsgruppen gespendet und ist
ein Duplikat derjenigen, die im Garten der
Gemeinschaft Zönakel in Medjugorje steht.
Sie wurde auch vom selben Künstler, Mario De
Benedictis aus Nardò (LE) verfertigt.
Das neue große Zelt vor der Kirche wurde
am 31. Mai in Gegenwart von 4.000 Personen
eingeweiht, die zu Fuß aus der Stadt und dem
Umkreis herbeigepilgert waren. Am 16. Juni,
der Oktav des Fronleichnamfestes, wurde wur-
de in einer groß angelegten Feierlichkeit der
Jahrestag der Übergabe der Muttergottesstatue
an die Kirche begangen: Die Leiter und Singer
waren die Jugendlichen von der Akademie der
Unbefleckten vom Haus Mariens in Rom, die
hier in Civitavecchia so gut wie zu Hause sind.
Am Ende der Eucharisischen Prozession hat
der Bischof Girolamo Gillo eine bewegende
Rede gehalten, in der er unter anderem sagte:
„Ich hatte der Madonna versprochen, daß
ich keinen kleinen Finger bewegt hätte, wenn
Sie uns nicht selbst ein Zeichen gegeben hätte,
und vor allem, wenn Sie nicht begonnen hätte,
sich ein Heiligtum aus Personen zu konstruie-
ren. Die Priester, die hier ihren Dienst leisten,
und besonders die Beichtväter, informieren
mich beständig, was hier im Bereich des geisti-
gen Lebens geschieht; über das wunderbare
Werk, das die gebenedeite Jungfrau in der
Tiefe der Herzen derer wirkt, die sich ganz Ihr
anvertrauen; von den unendlichen geistlichen
und materiellen Gnaden, die Sie hier mit vollen
Händen austeilt; von den großen und beständi-
gen Bekehrungen und von der Heilung so
vieler zerbrochener Familien; von dem Frie-
den, den viele Menschen , die von allem mög-
lichen Übel geplagt waren, wiedergefunden
haben; von den zahlreichen Jugendlichen, Mäd-
chen wie Jungen, denen es gelingt, sich aus den
Klauen des Bösen zu befreien.
Hier konnten wir wirklich mit Händen fas-
sen, daß Maria unsere Mama ist; daß wir eine
gemeinsame Mama haben, die uns mir all ihren
Kräften zum Frieden und zur universellen
Solidarität anspornt.Hier ist immer versucht
worden, die wahre Natur und das eigentliche
Ziel der Muttergottesverehrung zu entwik-
keln, die ja ein Mittel ist, um die Seelen
Christus zuzuführen,
das heißt zur Euchari-
stie und dem Geheimnis des Kreuzes, um sie
mit dem Vater zu vereinen. Das gleiche sagen
wir auch unseren protestantischen Brüdern...
Der Mensch braucht Maria, um zu Jesus zu
gelangen, aber er kann Maria nicht lieben,
wenn er nicht voll und ganz den Sohn annimmt,
durch das aufmerksame und beständige Anhö-
ren des Wortes Gottes und die häufige Teilnah-
background image
me an der Eucharistie und an den Sakramen-
ten...Viele Seelen haben so gelernt, was es
heißt, die Mutter Gottes zu verehren, die uns
nicht von Christus trennt, sondern zu Ihm
führt.“
Der Bischof hat dann hinzugefügt, daß er
glücklich sei über die klare religiöse Wieder-
belebung in Civitavecchia selbst und das stete
Anwachsen der Zahl der Gläubigen, die an
Sonn- und Feiertagen zur Eucharistie kommen.
Wer hätte je gedacht, daß dieses Jahr fast 5000
Personen Christus in der Fronleichnams-
prozession durch die Straßen der Stadt gefolgt
wären? Das sind die größten Wunder der
Muttergottes...“
Bekenntnis eines großen Künstlers:
“Ich wünschte, das als erste die Priester
hierher kämen, um bei Maria in die Schule
zu gehen”
Pater Slavko stellte sehr oft die Werke von
Carmelo Puzzolo ins Licht, einem großen
Künstler und Freund von Medj., der vor 62
Jahren in San Piero in Bagno (Provinz Forli
Italien) geboren wurde. Am Ende des
Bosnienkrieges, nach schwerer Krankheit, kehr-
te er nicht nur als Pilger nach Medj. zurück,
aber auch als Fachmann. Eine Woche lang
arbeitete und lehrte er vor etwa 20 jungen
Leuten Technik der Malerei.
Pater Slavko stellte ihm einige Fragen .
Aus Platzgründen können wir nicht ausführlich
über seine künstlerischen Anfänge berichten,
“unbedingt zur Kunstakademie in Florenz ge-
bracht”, Bekanntschaft mit dem großen Piero
Annigoni, von dem “ich lernte, was man sich
nicht selbst beibringen kann, ein Affresco zu-
sammen zu stellen. Dann begann ich, alleine zu
arbeiten. Jetzt bin ich pensioniert und befasse
mich mit meiner Seele.”. Er malt vor allem
Natur und Landschaften. Ich malte viele
Freskobilder in den Kirchen von Italien, Florida,
Wien und in Lichtenstein die Auferweckung
des Lazarus .
Er wurde gebeten, über Kunst zu spre-
chen. A : “ Kunst ist ein Talent, das von Gott
kommt. Es ist Aufgabe des Künstlers, daß vor
allem er die Schönheit der Schöpfung lebt, sich
in die Wirklichkeit verliebt und den anderen
hilft, sie zu entdecken und zu lieben.
Die kirchliche Kunst ist besonders an-
spruchsvoll. Man muß sich in Gott den Schöp-
fer verlieben, es ist notwendig, die Heilige
Schrift gut zu kennen und das Leben der Hei-
ligen. ; nur dann kann man anfangen, etwas zu
schaffen. Viele wundern sich über die Geduld,
mit der ich arbeite. Für mich ist es normal, weil
ich in den Schöpfer und die Schöpfung verliebt
bin, wenn man verliebt ist, fehlt es nie an
Geduld. Wenn ich ein Stilleben male, ist es für
mich eine echte Verherrlichung Gottes, so wie
wenn ich das Kreuzzeichen mache oder ähnli-
ches.”
F. Sie haben mit Ihrer Kunst auch diesen
Ort bereichert, vor allem mit den Kreuzwegs-
tationen auf den Krizevac, den Rosenkranz-
geheimnissen auf dem Podbrdo, der Statue des
heiligen Leopold neben den Beichtstühlen und
den Statuen der Madonna und des heiligen
Elias in Tiahaljina. Ist das alles auf Medj.
zurück zu führen oder etwas anderes ?
A. Mit Medj. hat für mich ein neues Leben
begonnen. Ich weiß, daß ich mich sehr verän-
dert habe, aber auch, daß ich mich laufend
ändern muß. Ich glaube an die Erscheinungen
der Gottesmutter, bin aber immer in Krisis und
wenn ich mir darüber klar werde, stelle ich fest,
daß ich mich nicht genug geändert habe. Als ich
nach Medj. kam, wurde ich von Sicherheit
erfüllt, ich fühlte, daß Gott mich leitet und Er
Gnade und Vergebung ist. Ich habe erkannt,
daß Maria in meinem Leben und bei meiner
Arbeit anwesend ist.
Bei meiner Arbeit am Kreuzweg wollte ich
die Figur der Gottesmutter in jede Station stel-
len. Sie sollte überall anwesend sein, nur nicht
im Getsemani ; wenn Sie dort gewesen wäre,
hätte sich Jesus nicht in absoluter Einsamkeit
befunden, Sie hätte sicherlich nicht geschlafen
oder wäre nicht geflohen. Hier hilft uns Maria,
Jesus sofort zu finden. Das ist für mich so
wichtig, weil man durch Sie die wahre Liebe
entdeckt, die Zärtlichkeit, die Güte. Vor Medj.
war die Madonna für mich sehr fern. Es scheint
mir, als ob bei uns viele Priester und Gläubige
in eine tödliche Benommenheit geraten, weil
sie nicht die lebendige Gegenwart von Maria
verspüren. So bleiben sie auch fern von Jesus.
F. Sie verbrachten eine Woche mit jungen
Menschen, denen Sie Malunterricht gaben. Wie
Medj. schreibt Geschichte:
Immer wieder wird die Kirche von
Maria und die spontan entstandenen
Bewegungen erneuert
Wir entnehmen ein paar tiefe Gedanken
aus einem Gespräch mit P. Slavko, der schon
seit langem Medjugorje erlebt hat.
... Hier haben sich gesegnete Männer ein-
gefunden, die die Botschaften als Zeugen des
Glaubens verbreitet haben, auch wenn sie von
der Kirche nicht dazu aufgefordert wurden, im
Gegenteil, man hat sie daran gehindert. Gott
hätte für seine Pläne einen für die kirchliche
Hierarchie leichter annehmbaren Weg wählen
können. Er hat sich jedoch für diesen Weg
entschieden, für das Handeln aus der Basis
heraus, ohne zu versuchen, den Glauben von
oben aufzudrängen; Gott berührt die Herzen
der Menschen und sie werden seine Zeugen: Es
entstehen Kräfte, denen man keine Grenzen
setzen kann, weder durch Staatsgewalt, noch
durch das Einwirken der Kirche. Gott zeigt sich
noch geduldig, wenn der Mensch schon seit
langem die Geduld verloren hat... Hier in Med-
jugorje sind Themen behandelt worden, die die
Kirche sich seit Jahrzehnten scheut in Angriff
zu nehmen, z.B. das Fasten! Viele Menschen
haben hier in Medjugorje den Weg, der zum
Evangelium führt, gefunden.
Es gibt in Italien ein Klarissen-Kloster, wo
zwölf Mädchen eingetreten sind, die zuvor
Medjugorje besucht hatten. Als der Bischof
von Ancona jede einzeln fragte, wie sie reagie-
ren würde, sollte die Kirche Medjugorje nicht
anerkennen, gaben alle dieselbe Antwort: „Für
mich besteht ein solches Problem nicht, weil
ich nicht Medjugorje nachfolge, sondern Jesus
Christus.“ Medjugorje ist ein Ort der Verände-
rung; dort fangen die Einzelnen an, den rechten
Weg zu beschreiten und die Gemeinschaften
erkennen die Richtung für den Weg, der
beschritten werden muß. Die Madonna ruft
und lenkt.
Hier ist ein Reservoir von Laien entstan-
den, die plötzlich Mut fassen, Koordini-
erungsqualitäten entwickeln und folglich In-
itiativen ins Leben rufen, die vorher unmöglich
erschienen. P. Slavko deutet auf die große
Konferenz von Miami hin (eine der vielen
Konferenzen), wo die Redner größtenteils kei-
ne Kirchenmänner waren. Durch die in Medju-
gorje erfahrene Veränderung, haben sie sich
verantwortungsbewußt erwiesen; die Priester
sind ihnen gefolgt, jedoch blieb die Führung in
Händen dieser einfachen Personen. Und die
Kirchenmänner selbst haben ihre eigene, wah-
re Aufgabe wiedergefunden: Sie waren nicht
mehr einfache Leiter, sondern haben sich in
den Dienst der Menschen gestellt.
Es waren die Laien, die die Grundfesten
von Medjugorje gestärkt haben. P. Jozo hat
die Erscheinungen der Madonna nur bestätigen
müssen und schon wurde Sie von der
Pfarrgemeinde angenommen. Die Polizei hat
das Personal der Pfarre verhaftet und die Kir-
che abgesperrt, jedoch die Laien, Zeugen und
Seher haben weiter gekämpft und später haben
sich ihnen die Priester angeschlossen. Anfangs
versuchte man die Botschaften zu <schützen>,
später hat man sie verbreitet. Den Priestern
folgten die Bischöfe aus vielen Ländern und
den Bischöfen wird eines Tages auch der Papst
folgen.
„... Europa steuert auf das Heidentum zu -
hörte man 1992 aus dem Mund von Kard.
Ratzinger - und die Kirche läuft Gefahr zurück-
zubleiben, wie ein altes, starres Gebilde.“ Da-
mit die Erneuerung erreicht werden kann, auf
die man hinarbeitet, sind <Bewegungen> und
die Hilfe vieler notwendig. In dieser für die
Kirche so kritischen Zeit, in der alte, verrostete
Mechanismen dem Wirbelsturm des Verfalls
nicht mehr standhalten, sind diese Bewegun-
gen (und fügen wir <Charismen> hinzu) zum
Startpunkt der Erneuerung und Wiedergeburt
geworden.“
Sei die derzeitigen als die zukünftigen Be-
strebungen zur Wiedergeburt sind und waren,
wie in den vergangenen Jahrhunderten, vom
marianischen Geist charakterisiert. (Bekannt-
lich haben die großen Gründer von Orden, oder
Erneuerer des christlichen Lebens - wir nennen
nur den hl. Franziskus und hl. Dominikus -
immer der Madonna die Eingebung und Füh-
rung ihres Werkes zugeschrieben. Die Jung-
frau hat dann mit ihren Erscheinungen einen
starken Anstoß dem christlichen Leben in Zei-
ten und an Orten gegeben, wo die Gefahr des
Verlöschens bestand - AdR).
Damit man auch die zukünftige Entwick-
lung verstehen kann, muß auf die Rolle Mariens
in den ersten Jahren des Christentums
zurückkehren. Am ersten Heiligen Freitag, als
der Sohn Gottes den Geist aushauchte, stürzte
für die Jünger die Welt ein. Alle haben ihn
verlassen,
sagt die hl. Schrift, außer einer Frau
unter dem Kreuz. Allein diese Frau hat sich
entschlossen an den Glauben geklammert. Wie
könnte man sich anders erklären, daß der Sohn
angesichts des Todes ihr seine Jünger und
daher alle Menschen anvertraute?
Somit ist Sie der „Magnet“, der alle zusam-
menhält. Als Jesus in den Himmel aufstieg, hat
Maria alle zum Gebet im Abendmahlsaal ver-
sammelt, wie Sie es auch heute noch bei ihren
Erscheinungen tut: Betet, betet viel. Im Gegen-
satz zur These, die sich als falsch erwiesen hat,
nach der Maria ihre letzten Jahre mit Johannes
in Ephesus verbracht haben soll, weist alles
darauf hin, daß Maria nach Jesu Himmelfahrt
in Jerusalem gelebt hat, wo sie die Entwicklung
der verfolgten christlichen Gemeinschaft bis
zu ihrem Tode miterleben konnte (ca. 50 n.Chr.)
Trotz Zurückgezogenheit, hat Sie dem psycho-
logischen Ansturm der Hohenpriester und
Schriftgelehrten standgehalten, die in ihr den
Stein des Anstoßes - wie ihr Sohn - sahen. Nach
der Abreise Petri und der anderen Jünger, ist
Sie in der neuen Gemeinschaft verblieben, um
Zeugnis abzulegen und Signal der Hoffnung
für sie alle zu sein. Deswegen wird Sie von uns
allen so sehr geliebt.
Man kann sich schwer vorstellen, daß Maria,
die 20 Jahre lang beim Aufbau der jungen
Kirche mitgearbeitet hat, heute keine Rolle
mehr zu erfüllen habe, wenigstens in schweren
Zeiten, um den Jüngern Mut zu spenden, wie
Sie es vor zweitausend Jahren auch schon
getan hat. Daher sagt Sie oft in ihren Botschaf-
ten: Ich bin mit euch. Ihr seid nicht allein.
Maria ist besonders der verfolgten Kirche und
den verzweifelten Menschen nahe. Gott hat
mich zu euch gesandt, um euch zu helfen
(25.01.1996).
Alle Erscheinungen Mariens
haben der Kirche neue, starke Impulse für ihre
Entwicklung verliehen. Also auch jetzt, vor-
wärts mit Ihr!
(Alfons Sarrach - Verminderter Text, von
<Glas Mira> angepaßt)
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war ihre Erfahrung mit ihnen ?
A. Ich bin froh, diese Schule gegründet zu
haben. Ich bin bereit, auch später wieder her-
zukommen, um mit ihnen zu arbeiten, um
immer bessere Bedingungen und Ziele zu schaf-
fen. Ich entdeckte gute Veranlagungen und es
kann viel getan werden. Heute morgen kehrte
ich zurück, um zu sehen, was sie geschafft
hatten und ehrlicherweise sage ich, das es gut
war. Nur sollten sie nicht so viel rauchen. In
Italien ist es in Büros und öffentlichen Räum-
lichkeiten verboten.
Es ist mein Wunsch und Wille, euch zu
helfen, die jungen Talente zu entdecken, zu
entwickeln und zu begleiten, ehrlich gesagt,
liebe ich das kroatische Volk. In diesem Kursus
forderte ich sie auf, Mut und Bescheidenheit zu
haben, um die Wirklichkeit unter dem Aspekt
des Bildes zu sehen, die Wirklichkeit ist so
reichhaltig.
Und was die moderne Kunst betrifft...
F. Was denken Sie über die moderne Kunst?
Einmal wurde mir gesagt, daß ich gegen
den Strom schwimme, wenn es sich um Kunst
handelt. Ich antwortete, daß nur die toten Fi-
sche mit dem Strom schwimmen. Ich lebe und
könnte nicht anders handeln. Niemand wird
mich jemals davon überzeugen können, daß es
sich bei gewissen Dingen, die heute gemacht
werden, um Kunst handelt. Man hält mir ent-
gegen, daß ich der Strömung derer folge, die
gegen den Expressionismus waren, während
sie heute hochgeschätzt sind. Die Kritiker ver-
rissen den Expressionismus, jetzt sind sie be-
reit, gut über alles zu sprechen. Hier kommen
mir lebhafte Zweifel. Zuviel Geld und Interes-
sen sind im Spiel. Bei Picassos Tod fanden sie
etwa 3000 unveröffentlichte Werke. Sie gaben
sie es nicht sofort bekannt, um die Preise hoch
zu halten; jedes Jahr gaben sie nur einige Bilder
heraus, um sie gut verkaufen zu können. Das ist
der Kunst nicht würdig.
F. Es ist auch bekannt, daß Picasso, wenn
ihm jemand sagte, daß seine Zeichnungen schön
wären, er eine Grimasse schnitt, lächelte und
auf ein klassisches Bildnis zeigte mit den Wor-
ten : “Das ist Kunst, den Rest mache ich zum
Vergnügen und lache über die, die es nicht
schaffen, etwas davon zu verstehen.” Was sa-
gen Sie dazu ?
A. Als Prof. Tovarelli, dessen
Assistent ich war, sich zurück zog, hätte ich
den Lehrstuhl in Mailand bekommen können,
zog aber Urbino vor, weil es mir näher war.
Dann, zwei Jahre später, ließ ich alles, weil ich
mit der modernen, unvernünftigen Kunst nicht
klar kam und die Jugend lehren wollte, wie
man zeichnet. Sicherlich ist es einfach, Linien
zu ziehen, sie mit Farben zu bestreichen und zu
behaupten daß “man die Dinge verstehen kön-
nen muß” ; Kunst ist aber etwas anderes.
F. Wollen Sie den Pilgern etwas sagen ?
A. Das wichtigste wäre, daß die Geistli-
chen nach Medj. kämen, die Erziehungs-
methode der Gottesmutter zu erlernen, um
das Volk zu lehren.
Die Bischöfe sollten die
Priester auffordern, in diese Schule zu kom-
men. Die Priester müssen die ersten Zeugen
sein. Ich würde allen raten, die Botschaften zu
erfassen und sie zu leben. In der Tat lehrt uns
Maria das, was wirklich besser ist.
F. Abschließend gesagt, was ist Medj. für
Sie ? A. Es ist für mich außerordentlich,
wundervoll, gut und harmonisch, voller Schön-
heit und Herzlichkeit. Ein Geschenk Gottes,
wo sich Seine Herrlichkeit in Wirklichkeit
umsetzte. (aus Glas Mira, Februar 96)
Ein junger Österreicher :
in Medjugorje berufen
Große Überraschung gab es in der öster-
reichischen Finanzwelt, als der 27jährige Ge-
org Mayr Melnhof
, Nachkomme einer Salz-
burger Adelsfamilie und neuntes von zehn Kin-
dern, auf seine Millionenerbschaft verzichtete.
Er hatte in Wien promoviert und Anfang 1995
bereits die Leitung der väterlichen Firma über-
nommen. Anfang September entschloß er sich,
ins Seminar einzutreten.
“Es war so” - erzählte er in einem Interview,
daß wir hier zusammenfassend wiedergeben. -
von 1982 an ging ich mehrmals nach Medj.,
aber nur 1987 geschah meine wahre Bekehrung.
Genesen nach monatelanger Krankheit, die mir
Anlaß war zum Nachdenken über die Bot-
schaft, wurde ich aufgefordert, trotz meiner
Menschenscheu zu Ostern desselben Jahres eine
Gruppe junger Menschen nach Medj. zu gelei-
ten. Ein Sprung ins Ungewisse, aber damit
begann mein neues Leben.
Am Morgen des 6. September, ich war
erneut nach Medj. gepilgert, wurde ich von
einem Bibelwort ergriffen : “Darum kann kei-
ner von Euch mein Jünger sein, wenn er nicht
auf seinen ganzen Besitz verzichtet”(Lk,
14,33).
Und bei der nachfolgenden Messe hörte
ich ganz intensiv eine Stimme, die mir sagte,
diesem Rufe zu folgen. Heimgekehrt sagte ich
meiner Mutter, daß ich Priester werden wollte
und sie antwortete : “Wir wollen ein Jahr lang
beten für diesen Entschluß” ; so wurde meine
Berufung vernachlässigt und ich lebte noch für
6 Jahre mein altes Leben; ich brachte mein
Wirtschaftsstudium zu Ende und bereue es nicht.
Aber im Juli dieses Jahres erkannte ich klar,
daß ich 1989 wirklich berufen worden war. Die
Berufung ging von Maria aus.
Wie reagierte ihre Familie ? Meine Mutter
war nicht verwundert, seit langer Zeit war sie
von meiner Berufung überzeugt. Als ich im
letzten Jahr beschloß, die Leitung der Firma zu
übernehmen, war sie überrascht. Das sagte sie
mir jedoch erst später. Sie nahm meine Ent-
scheidung schweigend hin und begleitete sie
mit ihrem Gebet. Dann erhielt sie die Bestäti-
gung dessen, was sie schon lange wußte.
Meinem Vater hingegen fiel es schwer,
meine Entscheidung hinzunehmen, vor allem,
weil ich der Einzige der Söhne war, dem er die
Firma anvertrauen konnte. Aber heute fühle
ich, daß er immer mehr den Segen meiner Wahl
erkennt und nichts anderes wünscht, als daß
seine Kinder ihren Weg gehen, um zufrieden
und glücklich zu sein.
Wie fühlen Sie sich jetzt im Seminar ? Ich
bin begeistert von der Atmosphäre, die hier im
Seminar herrscht. Ein Teil der Jungen hier
kennt Medj. gut. Für uns ist der Rosenkranz
etwas natürliches und auch die Anbetung des
Allerheiligsten. Wir versuchen, die Botschaf-
ten Mariens zu leben. Im Seminar muß ich
Medj. nicht verteidigen ! In diesem Jahr zum
Beispiel gehen wir zum Jahresende nach Medj.
und es war kein Problem für mich, eine Notiz
auszuhängen und die anderen Seminaristen zur
Teilnahme an der Pilgerfahrt einzuladen.
Ich traf keinen, der sagte : “Um Himmels
Willen !” Jetzt haben wir auch solche, die von
Medj. begeistert sind. Ich stelle fest, daß die
Menschen die daraus erwachsenen positiven
Früchte anerkennen und daß sie auch ins Semi-
nar hineingelangen. Es ist ein großer Segen.
Leider ist dem nicht so in allen österreichischen
Priesterseminaren.
Was sind Ihre Zukunftspläne ? Das Studi-
um so schnell wie möglich beenden, dabei auch
Gottes Willen zu erfüllen und noch vieles mehr
zu tun. Viele Personen, die mit Medj. verbun-
den sind, möchten, daß ich Anregungen gebe in
Form von Vorträgen und Abendandachten...Es
gibt wenige Priester, die die Botschaften von
Medj. voll unterstützen. Es herrscht noch Zag-
haftigkeit und viele warten darauf, daß Medj.
von der Kirche anerkannt wird. Für mich ist
eins klar : Medj. verändert die Personen im
tiefsten Inneren.
Sind Sie der Ansicht, daß die marianischen
Priester heute wichtig sind ? Maria sagt : “Die
Priester sind meine geliebten Kinder. Jetzt ver-
stehe ich, warum Maria alle auffordert, für die
Priester zu beten, weil sie heutzutage heftig
angegriffen werden. Viele Priester haben be-
achtliche Schwierigkeiten mit Maria, aber
sodann denke ich : “Was ist ein Priester ohne
Maria ? Was ohne die tiefe Bindung mit Ihr ?”
Auch die Wahl eines Lebens, in dem das Zölibat
herrscht, wird für mich leichter sein dank mei-
ner tiefen Bindung an Maria.
Und was die Zukunft der Kirche betrifft ?
Ich hege große Hoffnung. Die schwierigsten
Zeiten in der Geschichte der Kirche sind immer
auch die Momente größten Ruhmes und Segens
gewesen. Das erkennen wir, wenn wir das Gute
in Betracht ziehen. Wir sehen, daß der Herr in
schwierigen Zeiten eingreift wie sonst nie, sei
es durch Medj., sei es durch die charismatische
Bewegung. Wenn wir nur daran denken, was in
Frankreich geschieht bei den jungen Gemein-
schaften, es handelt sich wirklich um Erfreuli-
ches und deshalb hege ich große Hoffnung für
die Zukunft der Kirche, weil sie auf Fels gebaut
ist und das Wort Gottes ewig währt. Gott sagt :
“Sorgt euch nicht , auch, was die Kirche be-
trifft. Es gibt so viel zu tun, so viel Schönes, und
es ist wirklich unrecht, nur an die schlechten
Dinge zu denken. Tag und Nacht sollten wir
von den Wundern reden, die heute in der Kirche
geschehen und die größer sind als je zuvor...
(Aus Medj., eine Aufforderung zum Gebet Nr.26)
LESERBRIEFE
*Viele Leser aus verschiedenen Ländern
beklagen in ihren Kirchen die Verweltlichung
der Liturgie, den Mangel an gemeinsamen Nor-
men in der Messe, die „Profanierung“ der Euch-
aristie, die einfach auf der Hand empfangen
wird, Kinder gehen kaugummikauend und
scherzend zur Kommunion, man geht über die
Gebote Gottes hinweg, als seien sie nur nega-
tive Regeln, die Existenz der Hölle wird ge-
leugnet usw....
Wir antworten allen: Jesus hat gesagt: „Es
ist notwendig, daß Ärgernisse kommen, - und
wie viele kommen! Aber wir müssen mit dem
Glauben und der Liebe zu Gott und zu den
Seelen gerüstet sein und den Vater bitten: Ver-
gib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.
Die Schrift warnt uns, daß Zeiten kommen
werden, in denen die Menschen die gesunde
Lehre nicht mehr vertragen werden, sondern
sich selbst eine Herde von Meistern nach ihren
eigenen Gelüsten schaffen und sich weigern,
der Wahrheit Glauben zu schenken, um sich
Märchen zuzuwenden (2T 4,3). Die Profanatio-
nen, von denen die Rede ist, bringen zum Aus-
druck, daß der Sinn für das Geheimnis Gottes,
Seine Transzendenz, die Offenbarung und für
die Macht, die Jesus der Kirche hinterlassen
hat, abhanden gekommen ist: Wer euch hört,
hört mich! Sie aber hören nur auf sich selbst.
Wir müssen die Gebote der Kirche stets
beachten, da sie immer von Gott inspiriert sind
und die Kirche eine kluge und weise Mutter und
Lehrerin ist, auch dann, wenn sie in kleinen
Äußerlichkeiten Veränderungen einführt und
sich so den wechselnden Bedingungen der ge-
schichtlichen Epochen anpasst; dabei bleibt sie
nämlich immer dem Heiligen Geist treu, denn
sie behält die Substanz des Glaubens und der
christlichen Tradition immer bei.
Eins muß klar sein: Die heiligen Messen
sind keine geselligen Bankette, sondern das
Geheimnis der Gegenwart Jesu und Seines
Opfers, das Er Seiner Kirche hinterlassen hat.
Angesichts dieserSchande müssen wir leiden
„wie der gerechte Lot, der vom perversen Ver-
halten der gesetzlosen Menschen gequält >
* Das Haupt der italienischen Regierung,
Romano Prodi, hat nach der gewohnten Hl.
Messe und Kommunion mit der ganzen Familie
der Muttergottes von St. Luca die Ehre erwie-
sen, als er inmitten der Menge, an der Mai-
prozession, die durch die Straßen der Stadt
Bologna zum Heiligtum, das die Stadt be-
herrscht, führt, teilgenommen hat.
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Verantwortl.: A. Lanzani, Tip. DIPRO, I- Roncade TV
>wurde“ (2Pt 2, 7-10) und uns an den „Schatz
des Glaubens“ klammern; aber wir dürfen uns
nicht dreingeben. Wenn es möglich ist, sollten
wir vermeiden, an diesen „Messen“ teilzu-
nehmen, die unser Gewissen beleidigen; wenn
man aber nicht anderswo hingehen kann, muß
man aus der „Not eine Tugend machen“. Blei-
ben wir mit der Kirche, der festen Säule des
Glaubens, vereint.
Die Bitten der Muttergottes
an die erste Gebetsgruppe (2)
5. Es gibt sicherlich auch eine soziologi-
sche Begründung, um die Existenz der Gebets-
gruppen zu erklären. Ein jeder muß seine see-
lische Entwicklung pflegen und die Gemein-
schaft ist hierfür unerläßlich, aufgrund der gei-
stigen Wesensart des Menschen. Vor allem
heutzutage, wo sich der Einzelne leicht ablen-
ken läßt durch die Rastlosigkeit unserer Zeit.
Die Gruppe fördert das seelische Wachs-
tum, korrigiert Fehler und spornt ihn an. Die
Erfahrung des einen bereichert und erhellt die
Erfahrung des anderen. Wer allein bleibt, läuft
in Gefahr, daß die Entwicklung außer Kontrolle
gerät. Alle Schwierigkeiten sind in der Gruppe
leichter zu lösen und verwandeln sich in berei-
chernde seelische Erfahrungen. Die Gruppe
hilft, besondere persönliche Begnadungen zu
pflegen und sie in gebührender Weise anzu-
wenden. (...)
6. Die marianischen Gebetsgruppen müs-
sen leicht erkennbar sein dank ihres Verhaltens
innerhalb der Pfarrgemeinschaft. Es ist klar,
daß die Gebetsgruppe sich nicht als Aufseher
über die liturgischen und seelenhirtlichen Be-
lange der Pfarrgemeinde sehen darf. Oft ist es
problematisch, die Gruppe in Einklang zu brin-
gen mit den Pfarrhelfern und Geistlichen, die
sich häufig wehren, manchmal akzeptieren sie
allgemein keine Gebetsgruppen oder vor allem
nicht die, die Früchte von Medjugorje sind.
Die Gebetsgruppe muß das Herz und die
Seele einer jeden Pfarrgemeinde sein und eng
verbunden sein mit dem Pfarrer und den
Pfarrhelfern. Die marianischen Gruppen spie-
len eine mütterliche Rolle in der Pfarrgemeinde.
Durch ihren Eifer wird neuer tief überzeugter
Glauben geboren werden, die Familien erneu-
ern sich, sie behüten ihre Kinder, die Jugend
wird erzogen, die Berufungen werden gepflegt,
Mitwirkung bei Liturgie und Seelsorge und
Fürsorge für Alte, Schwache, Behinderte und
Häftlinge werden sich in jedem Sinne entwik-
keln. Nur mit mütterlichem Herz und Empfin-
den kann man fühlen, was die Kinder brauchen
und unermüdlich auf die Bedürfnisse eingehen,
die abseits von allen Regeln oder jeglichen
Vorschriften liegen. Diese Gruppen werden der
heutigen Kirche zweifellos eine wahre Erneue-
rung des christlichen Lebens bringen und ihr
wahres Gesicht aufzeigen, daß jetzt in Gefahr
läuft, entstellt zu werden.
7. Fassen wir zusammen: Man kann sa-
gen, die Madonna hat den ersten Gebetsgruppen
den Wunsch geäußert, sich vor allem für das
tägliche Gebet zu entscheiden, besonders die
hl. Messe und monatliche Beichte, um somit
wahrer Zeuge zu werden und in der Pfarrei den
eigenen Einsatz miteinzubringen. In einer
Vorweihnachtszeit hat die Jungfrau die Gruppe
gebeten, ein gutes Werk zu vollbringen.
Also haben sich die Jugendlichen der Alten
angenommen, Kranke und Leidende besucht,
bei Reparaturarbeiten an Häusern armer Fami-
lien mitgeholfen, Holz für den Winter gesam-
melt usw. In geistlicher Hinsicht hat die
Madonna gebeten, außer der üblichen, wö-
chentlichen Treffen, zwei oder mehrere Tage
geistliche Exerzitien zu organisieren und in der
Natur spirituelle Themen zu absolvieren.
8. Nachstehend die Regeln für die Gebetes-
gruppen von Medjugorje, die aus den Bot-
schaften hervorgehen:
1. Auf alles verzichten und sich völlig Gott
im Glauben hingeben, daß alle Ereignisse sich
in Gutem umwandeln; 2. Die Jugendlichen
einladen, an den Gebetsgruppen teilzunehmen;
3. Jegliche Angst und allen Kummer von sich
weisen, denn, nachdem man sich Gott hingege-
ben hat, kein Platz mehr für die Angst vorhan-
den ist; 4. Die Feinde lieben und aus dem
Herzen allen Haß, alle Bitterkeit und Verurtei-
lung verbannen; 5. Zweimal in der Woche
fasten; 6. An der Gebetsgruppe wenigstens
einmal pro Woche teilnehmen; 7. Sich dazu
entscheiden, drei Stunden täglich zu beten,
inklusive der Morgen- und Abendgebete, an der
hl. Messe teilnehmen, die Kommunion emp-
fangen, das Allerheiligste anbeten und während
der täglichen Beschäftigung den Geist des Ge-
betes bewahren; 8. Für die Bischöfe beten und
für alle jene, die in der Kirche Verantwortung
tragen; 9. Sich entschließen, in der Gebets-
gruppe vier Jahre zu verbleiben, indem diese
Zeit zur persönlichen Reife gereicht, sowie
keine neue und grundlegende Entscheidungen
treffen; 10. Jede Gruppe muß von einem Prie-
ster begleitet werden.
Über Jelena hat die Madonna am 25. April
1983 folgende Botschaft gegeben: „Sag meinen
Söhnen und Töchtern, daß mein Herz für sie
brennt. Ich wünsche nur Umkehr, nur Um-
kehr...“
(Aus einem Bericht von P. Slavko anläß-
lich des Treffens in Tucepi 19. März 1996)
>>Jahren wiederholt uns Maria „Bekehrung“,
dieselbe Einladung des Evangeliums. Wenn
wir noch nicht offen sind, lädt sie uns ein, uns
ihr durch das Gebet zu öffnen.
Prüfen wir uns
selbst, wie wir bisher die Botschaft des Gebetes
angenommen haben: Wir haben alle etwas zu
lernen. Wer noch nicht zu beten begonnen hat
und behauptet, an die Erscheinungen zu glau-
ben, möge jetzt endlich anfangen zu beten. Wer
bereits begonnen hat, muß sich fragen, ob das
Gebet in ihm schon irgendetwas Gutes hervor-
gebracht hat.
Man kann beten, um einer Pflicht nachzu-
kommen, und man kann beten, um Gott zu
suchen. Wer nur aus Pflichtbewußtsein betet,
ist entweder schon betmüde oder er wird es
doch schnell. Beten bedeutet, Gott zu suchen,
um bei Ihm zu sein. Uns dem Gebet zu öffne
bedeutet auch, uns den Mitteln zu öffnen, die
uns helfen, dem Herrn zu begegnen; aber nur
der Heilige Geist kann uns helfen.
Eure Herzen mögen Herzen aus Fleisch
und nicht aus Stein werden. Das ist die Ver-
heißung der Hl. Schrift: Ich werde euer steiner-
nes Herz von euch nehmen und euch ein Herz
au Fleisch geben (Ez 36, 26).
(Aber Sie sagt,
„...damit sie nicht wie Stein werden: in der Tat,
wenn man aus den empfangenen Gnaden kei-
nen Nutzen zieht, kann das Herz hart werden,
wie das Herz des Pharaos oder der Gegnner
Jesu. ) Es ist eine Einladung, in unser Herz
hinein zu schauen, ob es dort schlechte Gefühle
oder ungute Abhängigkeiten gibt, Eifersüch-
teleien, Neid oder Stolz, die es verhärten. Ein
Herz aus Fleisch ist ein Herz, das für das Gute
offen ist.
Die Muttergottes gibt uns ein großes Ver-
mächtnis: Unser Herz bearbeiten, um es zu
verändern, was eine radikalen Kampf gegen das
Böse bedeutet, alles, was nicht in Ordnung ist,
ausreißen, um Platz zu schaffen für das Gute.
Am Ende sagt sie ihr gewohntes Danke; aber
dieses Mal fügt sie hinzu: weil ihr euch ent-
schieden habt, auf die Heiligkeit zuzuschrei-
ten
: Sie unterstellt uns also, daß wie uns bereits
für die Heiligkeit entschieden haben, so sehr
wünscht sie es. Und da Sie schon von Anfang
an heilig ist, lädt sie uns ein, mit Ihr auf die
Heiligkeit zuzuschreiten. Es ist eine Einladung,
uns ganz und gar ihrem Unbefleckten Herzen
zu weihen.
* *
15. Jahrestag
: Ein großartiges Fest, an
dem 3 Bischöfe teilnahmen, 2 aus Uganda und
einer aus Australien. Am Vorabend wurde das
Messopfer von 200 Priestern gemeinsam dar-
gebracht, am Jahrestag waren es sogar 250.
Gruppen aus aller Welt hatten sich eingefun-
den, sie kamen von Neuseeland, Kanada,
Réunion, Madagaskar, alle Kontinente waren
vertreten : Sehr groß war die brasilianische
Gruppe, nur aus der Tschechei kamen 40 Busse,
weitere aus Polen, Rumänien und Ungarn. Man
schätzt, daß am Vorabend 20tausend Personen
anwesend waren und 35tausend am Festtage.
Was jetzt geschieht weder in den Anfängen
und noch weniger in den Kriegsjahren vorstell-
bar. Wie viele Gebete, wie viele Beichten als
Zeichen des Willens zur Umkehr ! Es ist nicht
möglich, all das, was hier geschah, mit Worten
auszudrücken. Wie viele Gebete, wie viele
Beichten ! Es ist unmöglich, zu beschreiben,
was wir hier erlebten. Dienstagnacht bestieg ein
wahrer Menschenstrom den Podbrdo für das
Treffen zum Gebet mit Ivan.
Auch wir wollen dem Ruf von Maria fol-
gen, indem wir Ihr unser Herz öffnen und uns
für das Gebet entscheiden und für die Umkehr,
um ein Herz aus Fleisch zu haben und nicht aus
Stein. Damit dies geschehe, empfangen wir
Ihren mütterlichen Segen, der uns in diesem
Sommer begleiten möge. Im Namen des Vaters
und des Sohnes und des Heiligen Geistes !
NEUESTE NACHRICHTEN - Ivanka hat-
te wie üblich die alljährliche Erscheinung, die
ihr für den Jahrestag versprochen war. Maria
blieb 7 Minuten bei ihr. “Es war die schönste
und freudvollste Erscheinung, die ich bis jetzt
hatte” sagte die Seherin. “Die Mutter Gottes
dankte für die Gebete und die Liebe, mit der
wir Ihr antworteten. Sie begehrt, daß all unsere
Tage voll Liebe und Gebet sein mögen.und
fordert uns auf, vor allem für die zu beten, die
von Satan beherrscht werden.”
Musikfestspiele Medj. 96 Zur Feier des
15. Jahrestages wurde am 21.6. die Messe “De
tempore in aevum” von Flavio Colusso unter
Mitwirkung des Tenors José Carreras und des
Soprans Cecilia Gasdia ausgeführt. An der
großartigen musikalischen Darstellung der Lie-
be und der Hoffnung nahmen 12 Länder mit
144 Chören sowie 5000 Zuschauer teil. Auch
der kroatische Präsident Tudjman und das dip-
lomatische Corps von Bosnien und Kroatien
wohnten der Messe bei. (J.P.)
VERTEILUNG - *Schweiz: Otto Müller, Son-
neggstr. 3 - CH 9113 Degersheim - Postkonto: 90 -
4768 - 0 *Österreich: Heindler Margarete, Reindl-
gutstr. 5, A - 4400 Steyr. Überweis.: Volkskredit-
bank Steyr Nr. 75.045.187 oder Postscheckkonto:
93.001.968 *Deutschland: Medjugorje Comitee,
F. Castagnetti, Ostpreussenweg, 4, D- 33104 Pader-
born. Überweis.: K/K 85738 Sparkasse Paderborn
(BLZ 47250101) - Kostenlos - Allfällige Spenden
werden für die Verbreitung des Blattes verwendet.
Echo (in allen Sprachen) jetzt auch in INTER-
NET Adresse:http://www.eclipse.it/medjugorje
* Reisen nach Medj. - Mit der Rückkehr zu
normalen Zuständen nach vielen Kriegsjahren steigt
auch die Zahl der Pilger, die aus aller Welt kom-
men, wieder an : Auf dem Luftwege über den
Flughafen Spalato, auf dem Meerwege mit der
Fähre Ancona - Spalato (Tel. 0039 71 202217;
55218 Fx 0039 71 202618) und von dort aus mit
dem Bus nach Medj. Auch die Straßen sind wieder
befahrbar, sowohl die Küstenstraße bis Makarska
und dann ins Landesinnere oder auch die
Durchquerung der Krajina.
Der übliche Bus fährt täglich um 18 :00 in der
Nähe des Hauptbahnhofs Triest ab und kommt am
folgenden Morgen um 8 :00 in Medj. an ; Rück-
fahrt um 18 :00 ab Medj., Ankunft in Triest um
8 :00 morgens (Tel. 0039 40 425001, Preis hin und
zurück LIT. 120.000 )
* Echo Mariens kann man in allen wichtigsten
Sprachen in Medjugorje im Andenkenladen vor
der Kirche finden; der Vorrat liegt im Geschäft
MIR,
sofort links nach der Brücke vor der Kirche.