Aktualisierungen  | Medjugorje  | Botschaften  | Artikel  | Videos[EN]  | Galerie[EN] | Seitenkarte  | Über[EN]  | Gästebuch  | Links  | Screensaver  | Wallpaper | Web Feed

www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 132 (März-April 1997)

Other languages: English, Deutsch, Español, Français, Italiano
Download (71.2 KB )

Eco di Maria
Regina della Pace

Deutsch 132

März - April 1997




Botschaft Mariens vom 25. 02. 1997

"Liebe Kinder, auch heute lade ich euch auf besondere Weise ein, euch Gott, dem Schöpfer, zu öffnen, und tätig zu werden. Ich rufe euch auf, meine lieben Kinder, in dieser Zeit zu erkennen, wer eure geistige oder materielle Hilfe braucht.
Mit eurem Beispiel, meine lieben Kinder, werdet ihr die ausgebreiteten Hände Gottes sein, die die Menschheit sucht. Nur so werdet ihr begreifen, daß ihr berufen seid, Zeugnis zu geben und frohe Träger der Liebe und des Wortes Gottes zu werden. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid."

"Ihr werdet die ausgebreiteten Hände Gottes sein,
die die Menschheit sucht"

Die Fastenzeit und Ostern sind besonders gnadenvoll: daher lädt uns Maria auf "besondere Weise" ein. Was zu tun? Uns Gott, dem Schöpfer, zu öffnen, um uns zu erneuern, wie die Natur im Frühjahr wiedererwacht und unter der Sonne neu erblüht. Wie aber sich öffnen? Sicher mit beständigem, ehrlichem Gebet, das vom Atem der Eingebung Gottes getragen ist, und das bereitwillig Seine Gnade aufnimmt und sie willig beständig verwirklicht.
Warum uns gerade Gott "dem Schöpfer" öffnen? Der Heilige Geist wird "Schöpfer" genannt (Veni, Creator Spiritus), denn er formt weiterhin durch die Bekehrung neue Herzen, die ihrerseits neue Werke schaffen, und die die Beziehungen unter den Brüdern verändern, um den Plan Gottes für einen Leib und einen Geist unter den Menschen zu verwirklichen. ...Und du erneuerst das Antlitz der Erde (Ps 104,30).
Wie ist das alles doch so verschieden vom Aufbau einer gottlosen Welt aus eigener Kraft, wovon Maria in Ihrer letzten Botschaft sprach! Die gelehrigen Herzen werden aktiv alles zu erfüllen, was ihnen unter der Führung des Heiligen Geistes eingegeben wird.
Ich lade euch ein, zu erkennen, wer eure Hilfe braucht. Was kann uns hindern zu sehen, wer unsere Hilfe benötigt? Die Sünde, unser Egoismus, die Idole, für die wir leben, die uns die Augen vor Gott und den Menschen verschließen: Somit sehen wir nur uns selbst und bleiben in unserer kleinen Welt eingesperrt, unempfänglich für die Bedürfnisse der Brüder, als ob nur wir leben würden. Auch der Spiritualismus (die Lehre, daß der Geist das einzige Wirkliche und der Körper nur Erscheinungsform des Geistes sei AdR), oder Piätismus (gefühlsbetonte Frömmigkeit AdR) vieler ergebener Seelen, auf der Suche nach innerlicher Befriedigung, stellen auch nur diese selbst zufrieden.
Zu diesen sagen wir: Wollt ihr einen Gott über den Wolken anbeten und Ihn nicht in euren Brüdern erkennen, wo Er sehr wohl «betastbar» und hilfsbedürftig ist: Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht (1Joh 4).
Die ersten Christen hatten keine große Unterredungen und Techniken nötig, um die Heiden anzuziehen: Diese erkannten Jesus, als sie sahen, wie sich die Christen liebten: Seht, wie sie sich lieben! Die Augen öffnen, um die geistlichen und materiellen Bedürfnisse der Brüder zu sehen und alles Nötige für ihre geistliche Rettung tun: Vor allem beten, fasten und Zeugnis geben.
P. Slavko hat nach seiner Reise nach Südafrika erklärt, daß die Madonna bei jeder abendlichen Erscheinung Vicka aufgetragen hat für die Bedürfnisse von vielen Menschen zu beten: für Jugendliche, Familien, Ungläubige, für die Verwirklichung ihrer Pläne usw. Und nicht zuletzt den Brüdern bei deren materiellen Bedürfnissen zu helfen. Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen - was nützt das? So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat (Jak 2).
Was empfangen unsere Brüder durch unsere geistliche oder materielle Hilfe? Wir werden die ausgebreiteten Hände Gottes sein, die die Menschheit sucht: Nur durch uns werden sie die Güte Gottes erfahren und erkennen, daß Er der Vater ist, der für Seine Kinder sorgt. Die Menschen suchen die von Gott ausgebreiteten Hände: Werden wir sie ihnen verweigern?
Wenn wir anstelle über die Liebe zu sprechen, Werke der Liebe vollbringen, werden wir die uns von Gott zugeteilte Rolle verstehen und uns freuen, Seine Werkzeuge zu sein: Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit (vgl. 1Joh 3,18). Dann werden wir nicht umsonst das Wort Gottes verkünden, das in uns lebt, und die Liebe Gottes verbreiten, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist (vgl. Röm 5,5). Veni, Creator Spiritus.           Don Angelo


Der Speckpater Apostel der Einheit:

"Ein dem Christentum abgewandter
Westen: Die Sünde wird nicht mehr als Sündebezeichnet"

Der Premostratensen-Mönch Werenfried van Straaten, allgemein als Speckpater bekannt und Gründer des Werkes "Hilfe für die leidende Kirche", besuchte am 17. Januar Rom, um die 50 Jahre Bestehen seines Werkes und das 84. Lebensjahr feierlich zu begehen, das vor allem der Hilfe für die verfolgte Kirche im Osten gewidmet ist.
Als er 1947 an tausenden von Haustüren klopfte, hat er in mehr als hundert Ländern nicht weniger als 4.600 Milliarden Lire verteilt. Er wurde gefragt:
F. Hat sich etwas im Osten nach dem Fall der Mauer geändert?
A. Es gibt jetzt zwar Religionsfreiheit, jedoch sind viele Probleme ungelöst: Der militante Atheismus hat tiefe Wunden in den Seelen hinterlassen, sie werden erst nach Generationen heilen.
F. Sie sprechen davon, daß die Kirche auch im Westen leidet: Woran?
A. Infolge der "Entchristianisierung" der Gläubigen, die ihr Leben nicht nach den Gesetzen des Evangeliums ausrichten. Hierzulande ist die Kirche nicht verfolgt, sie wird jedoch von ihren Kindern verraten, die die Gebote Gottes nicht mehr einhalten.
F. Was kann die Bekehrung herbeiführen? A. Die Kirche muß das Evangelium ohne Einschränkungen predigen, das gesamte Evangelium. Von vielen Wahrheiten wird nicht mehr gepredigt, oder zumindest zu wenig, da man befürchtet, sie könnten den Gläubigen unangenehm sein.
F. Welche?  A. Das Bestehen des Teufels, der Todsünde, des Letzten Gerichtes. Der Begriff Sünde ist verloren gegangen und sie glauben, alles sei erlaubt. In der Tat, sie beichten nicht mehr und nehmen auch nicht mehr an den Sakramenten teil, die ein Weg zu Heilung von der Sünde sind.
F. Ihr bezeichnet euch als das größte multinationale Unternehmen der Barmherzigkeit: Was bedeutet für Sie Reichtum?
A. Nach Christus ist er eine Gefahr, jedoch kann man auch gute Dinge mit bösen Mitteln vollbringen, wie der Diener der Parabel über die Talente. Der Reichtum kann dazu dienen, anderen zu helfen.
F. Sind Sie über ein Land besonders besorgt? A. Afrika. Der Kolonialismus hat entsetzliche Dinge vollbracht, wie überall. Vielleicht hat hier die Entkolonialisierung zu einem Zeitpunkt stattgefunden, wo die Völker noch nicht dafür reif waren...
F. Welche Pläne haben Sie?
A. Vor allem eine Ausweitung in Lateinamerika, was mir von Papst Johannes aufgetragen wurde. Dann eine Verbreitung der christlichen Werte durch die Massenmedien: In Moskau vereint seit zwei Jahren ein Radiosender Katholiken und Orthodoxe. Dies ist ein Schritt in Richtung Versöhnung mit der orthodoxen Kirche, was als drittes Ziel bezeichnet werden kann. Also auch die Wiederbekehrung des Westens, im besonderen durch ein Eintreten für das Leben...
F. Warum diese große Hilfe für die orthodoxe Kirche?   A. Weil sie mehr als jede andere christliche Kirche in diesem Jahrhundert gelitten hat: Sie befand sich unter der Herrschaft des militanten Atheismus für die Dauer von 72 Jahren. Alles, was in der ehemaligen UdSSR christlich war, wurde im Laufe von Generationen zerstört. Heute kann man sie als der ärmste Christenteil bezeichnen und es wird schwierig sein, diese Lage wieder in Ordnung zu bringen. Daher ist es nötig, dieser Kirche zu helfen wieder aus den Ruinen neu zu erstehen.
F. Sind wir oder die Orthodoxen weit voneinander entfernt?
A. Ich bin kein Theologe, es ist jedoch nicht normal, daß eine Kirche von uns getrennt ist, wie auch nicht normal ist, daß christliche Liebe die Orthodoxen ausschließt, die denselben Glauben an Jesus haben. Sie sind Brüder. Die Kirche im Westen muß ihr helfen. Ohne Proselytenmacherei. Ohne sie zu "lateinisieren", sondern ihrem Glauben zu helfen, wie sie ihn empfangen haben. Der Papst hat gesagt, die Kirche muß mit zwei Lungen atmen.
Die westliche Kirchenstruktur ist nicht die einzig mögliche. Es gibt andere Bräuche und Arten zu beten, wir haben jedoch die Orthodoxen in Vergangenheit als Christen zweiter Klasse betrachtet. Es ist nicht so: Sie sind Christen, die ihre Märtyrer und Heiligen haben, wie wir. (vgl. "Avvenire" vom 18. Januar 1997)

Die Liebe des Papstes für die russische Kirche verstehen

Der Papst hat des öfteren die ganze Welt an das Martyrium der Christen in Rußland und ihrer Berufung innerhalb der Kirche erinnert. Sie sind Christen, und jegliche Trennung ist untragbar.
Der Papst wiederholt, daß er beabsichtige, seine Pilgerreise auf russischer Erde auf den Inseln Solovki zu beginnen, dessen Boden vom Blut der Bischöfe und Priester getränkt ist, die gesamte russische Hierarchie dort eingeschlossen, dem kommunistischen Diktat gegenübergesetzt: "Ihr müßt abschwören und zusammenarbeiten", dem die Antwort folgte: "Non possumus!".

Im Jahre 1939 befanden sich nur noch 4 russische Bischöfe in Freiheit! Wie kann man jene verurteilen, die übereingekommen waren, nur um die Kirche des Landes am Leben zu erhalten? "Allein für die Kirche - sagte der Metropolit von Leningrad Nikodim, für den dieses Dilemma eine Folter war -, niemals für unser eigenes Interesse, niemals in Versuchung kommen oder sich vom Spiel ergreifen lassen".
Der Papst hat immer Verständnis für das Verhalten der orthodoxen Hierarchie gezeigt, bis hin zur Rechtfertigung und Rettung. Bis jetzt jedoch hat sich seine Pilgerreise auf russischem Boden nicht verwirklichen können. Es scheint, daß jene Hierarchie besorgt ist, die kranken Schnörkel des Radikalismus oder Gruppen mit politischem Druck, die von der Trennung und Gegensätzlichkeit leben, nicht vor den Kopf zu stoßen.

Die Madonna von Fatima auf Pilgerschaft in Rußland:
Ihre Zeit ist gekommen!

Das Bildnis der Madonna von Fatima, das ein Jahr lang in den Diözesen Polens auf Pilgerschaft war, ist nun in den Osten aufgebrochen. Die Bitte kam von den katholischen Bischöfen Rußlands (Moskau, Sibirien und aus Kasachstan), die in Fatima mit Mons. Bernardo Antonini und vierzig Pilgern anläßlich der großen Feier vom 13. Oktober anwesend waren, an der 800.000 Gläubige teilnahmen. Die kleine Statue befand sich schon drei Monate lang in Rußland: Am 8. Dezember empfing sie die Huldigung von Tausenden von Gläubigen in der Kirche des hl. Luis der Franzosen, die sich nahe am Roten Platz befindet.
Von Mitte Januar wird sie für die Dauer von drei Monaten in Sibirien sein; dann weitere drei Monate in Kasachstan, wo am 13. Juli die Pilgerreise am 80. Jahrtag der Erscheinung zu Ende gehen wird, bei der Maria zu den drei Hirtenkindern über Rußland und was diese in der Welt auslösen würde, gesprochen hatte.
Mons. Antonini, Rektor des einzigen katholischen Seminars, und zwar jenes von St. Petersburg, hat die religiöse Situation Rußlands geschildert und gab Zeugnis über vier Geschenke der Madonna: 1. Einen vielbesuchten Bibelkurs in Moskau, der Katholiken, Orthodoxen und... Religionsunwissenden... offen ist; 2. Die Eröffnung des Seminars, von jugendlichen Kursteilnehmern erwünscht, um sich ganz dem Dienste Jesu zu widmen (in zwei Jahren die ersten Priester); 3. Herausgabe eines katholischen Wochenblattes in Moskau; 4. Gründung von Radio Maria in Moskau auf Initiative von P. Andrea d´Ascanio. Auch die Leser von "Echo" haben für das Haus Maria in Moskau eine Druckmaschine gekauft, das 7.000 Exemplare "Echo" auf russisch druckt.

Botschaft Mariens vom 25. Januar 1997

"Liebe Kinder, ich lade euch heute ein, über die Zukunft nachzudenken. Allein durch eure Kräfte schafft ihr eine Welt ohne Gott und darum seid ihr unzufrieden und ohne Freude im Herzen.
Diese Zeit ist meine Zeit, und daher, meine lieben Kinder, lade ich euch von neuem ein, zu beten. Wenn ihr mit Gott die Einheit gefunden habt, werdet ihr Hunger nach dem Wort Gottes verspüren und euer Herz, meine lieben Kinder, wird vor Freude überfließen. Wo immer ihr seid, werdet ihr die Liebe Gottes bezeugen. Ich segne euch und wiederhole, daß ich bei euch bin, um euch zu helfen. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid."

Fastenzeit: "Bekehre dein Herz, nimm das Kreuz an"
Ein Haus für die Obdachlosen

Der Papst beginnt die Homelie am Aschermittwoch (12. Februar) so: "Jesus fordert nicht formelle Einhaltungen oder auch nur äußerliche Veränderungen, wohl aber die Umkehr des Herzens für eine entschlossene Hinkehr zum Willen seines und unseres Vaters." Und er zeigt uns den Weg auf: "Das häufige Hören des Wortes Gottes, das beharrliche Gebet, inneres und äußeres Fasten, Werke der Barmherzigkeit, die die Solidarität gegenüber den Brüdern konkret erweisen... Jesus ruft uns, Ihm auf dem Weg des Kreuzes zu folgen; eine Einladung, die wahrlich anspruchsvoll ist, die jedoch in dem Befreiung hervorruft, der sie annimmt, schöpferische Kraft der Liebe..."
Nicht etwa eine Fastenzeit ober den Wolken, sondern mit Blick auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Brüder, die du alle Tage auf deinen Wegen antriffst: An die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufnehmen; wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinen Verwandten (so nennt sich dein Bruder)nicht zu entziehen...
Wenn du der Unterdrückung bei dir eine Ende machst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemand verleumdest, dem Hungrigen dein Brot (und nicht nur das "Brot") reichst und den Darbenden satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf, und deine Finsternis wird hell wie der Mittag... dann wirst du am Herrn deine Wonne haben, dann lasse ich dich über die Höhen der Erde dahinfahren, und das Erbe deines Vaters Jakob genießen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen. (vgl. Jes 58,7,9,10,14)
Der Papst hat uns anläßlich seiner Botschaft zur Fastenzeit (7. Februar) aufgerufen, den Blick auf die dringendsten Bedürfnisse der Brüder zu richten: das Fehlen einer Unterkunft; "Ich schlage als Meditationsthema die Worte des Evangeliums vor: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid..., denn ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen (vgl. Mt 25,34-35). Das Haus ist Ort familiärer Gemeinschaft...
"Wie groß ist die Zahl jener, die leider von einer Atmosphäre menschlicher Wärme und von der häuslichen Aufnahme ausgenommen sind! Ich denke an die Vertriebenen, Flüchtlinge, Opfer von Krieg und Naturkatastrophen. Und was soll man von den wohnungsgekündigten Familien sagen, oder jenen, die keine neue Wohnmöglichkeit finden, von der Schar vieler alter oder pensionierter Menschen, ohne einer würdigen Unterkunft? Es sind mühevolle Entbehrungen, die ihrerseits manchmal großes Unglück hervorrufen, wie den Alkoholismus, Gewalt, Prostitution, Drogen..."
Denken wir daran, daß die Obdachlosen in Europa zweieinhalb Millionen ausmachen; in der Zeit zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest sind allein in Deutschland 40 obdachlose Personen erfroren. Und das im üppigen Westen, während diese Zahlen in den Entwicklungsländern die Proportion einer Tragödie annimmt, die mehrere zehn Millionen Menschen erfaßt, Arme, Ärmste, Flüchtlinge, Frauen und Kinder.
Nachdem er die Notwendigkeit im Lichte der Heiligen Schrift bekräftigt und zur Gastfreundschaft ermahnt hatte, an die Apostel, sowie ihren Gemeinschaften, gewandt, als Zeichen der Einheit und Neuheit eines Lebens in Christus, erklärt der hl. Vater, daß diese auch für uns eine Gelegenheit des Abstands von den irdischen Gütern und Bequemlichkeiten ist: Auch der Menschensohn weiß nicht, wo sein Haupt hinlegen. "Die Fastenzeit ist Gelegenheit, um diesen Abstand herzustellen, wohl wissend, daß wir hier keine stete Bleibe haben: Unsere Heimat aber ist im Himmel (Phil 3,20)... Der evangelische Ruf neben Christus "dem Obdachlosen" zu sein, ist eine Einladung an jeden Getauften auf die Brüder zu schauen und für ihre Bedürfnisse offen zu sein..."
Jeder von uns muß sich fragen, was er unternehmen muß, wenn er obdachlose Brüder antrifft. Es reicht nicht, sie mit einem Almosen wegzuschicken, sondern man muß sich mit ihrem Problem als Familie und Gemeinschaft befassen.
Beichten wir um uns zu bekehren?  Im Januar hat der Papst uns den tiefen Sinn der Beichte nahe bringen wollen. Es ist nötig von einem jugendhaften Glaubensstil zu einem erwachsenen Christentum überzugehen, um imstande zu sein, die Schwere von Sünden und Unterlassungen zu beurteilen: z.B. anzuerkennen, daß die Rechte der anderen für uns Pflichten darstellen. Das ist durch Berufung auf Gottes Wort möglich.
Man kann auch nicht vom Sakrament der Versöhnung sprechen, wenn es nicht in ein christliches Leben eingebaut ist. Es ist nicht ausreichend nur im Falle von "Unfällen auf der Strecke", wie Vorfälle durch sexuelle Unordnung, heftigen Streitigkeiten, Fluch, Nichteinhaltung der Feiertagspflichten zu beichten: Episoden, für man die Absolution anstrebt, um das eigene Gewissen zu besänftigen und basta. Eine schnelle Lösung hat gegenteilige Wirkung, denn sie hilft nicht, die Einstellung zu ändern (die "Metanoia" des Evangeliums) und durch die Beichte zur Umkehr zu gelangen. Hier entdeckt man die Notwendigkeit einer geistlichen Führung, die eine Hilfe auf dem Weg zu einer christlichen Haltung ist. Man muß festhalten, daß der Sinn für die Sünde und der eigenen Verantwortung verloren gegangen ist.
Die Säkularisierung hat Einzug gehalten und außerdem denkt heute ein jeder "nach seiner Meinung" und geht nicht vom Gesetz Gottes aus, das sich nicht verändert. Somit unterscheidet man nicht mehr zwischen Gut und Böse. Leider macht sich auch die Familie immer weniger die Grundprinzipien des Lebens und der Pflichten zu eigen, die daraus erwachsen und die mit dem Gesetz Gottes übereinstimmen. Es ist nötig, mit den Kindern immer die Gebote Gottes und die Seligpreisungen zu wiederholen.

Der Friedensbogen über den Wolken

Antwort des Papstes auf apokalyptische Sensationstreiberei? - Nach der Sintflut hat Gott den ersten Bund mit den Menschen geschlossen: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; und hat am Himmel, wie mit einem Nagel, den Bogen festgenagelt, mit dem Er die sündhafte Menschheit getroffen hatte: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch... Meinen Bogen setze ich in die Wolken (vgl. Gen 9,11-13).
Auch der Papst hat daran erinnert, als er die Lesung des ersten Fastensonntages kommentierte: "Im Laufe der Epochen der Geschichte, haben die Menschen weiterhin Sünden begangen, vielleicht sogar noch schwerere, als jene vor der Sintflut. Dennoch versteht man aus den Worten des von Gott mit Noach geschlossenen Bundes, daß von nun an keine Sünde Gott dazu führen kann, die von Ihm geschaffene Welt zu vernichten. Dieser Bund fand im Evangelium endgültig seine Bestätigung, d.h., daß Gott uns liebt und durch Seinen Sohn mit uns solidarisch geworden ist und uns aus Sünde und Tod losgekauft hat."
Wir glauben aus den Worten des Papstes eine Antwort auf apokalyptische Sensationsmeldungen zu hören, die in Anbetracht des zweiten Jahrtausends einherlaufen. Sind diese Worte dazu angebracht, katastrophale Ereignisse erwartende Geister zu besänftigen, die von so vielen "Eingebungen" und "Prophezeiungen" vorhergesehen werden.
Oder ist es etwa nicht wahr, daß sich die Menschen die Katastrophen durch die Zerstörung der Schöpfung selbst schaffen und die Strafen ebenfalls durch Laster, Unordnung, Auflösung der Familien, unheilvolle Kriege, Haß und Gier nach Macht, selbst herbeiführen? Denn Gott will nur Barmherzigkeit walten lassen, und sich der Schäden bedienen, die die Menschen verursachen:  ein heilsamer Ruin, der Rettung bringt, würde Jesaja sagen (vgl. 10,22-23 Vulgata).

Die Tragödie von Zentralafrika:

Die Missionare und freiwilligen Helfer bleiben - Seit einiger Zeit vollzieht sich im Nordosten von Zaire, an der Grenze von Ruanda und Burundi, ein Völkermord, wo heftige Zusammenstöße zwischen Tutsis und Hutus Hunderttausende Personen - Opfer von Hunger und Terror - in die Flucht geschlagen haben. Um den betroffenen Völkern dieses "vergessenen Krieges", der mehr oder weniger alle mittelöstlichen Länder Afrikas direkt miteinbezieht, zu helfen, sind nur mehr die Missionare und freiwilligen Helfer verblieben, die weiterhin Zeugen der Wahrheit, Autorität und Liebe sind.
Und an sie hat sich der Papst am Samstag, dem 22. Februar mit einem "kräftigen Danke" gewandt, und er sprach von einem Bund christlicher, internationaler Freiwilligen-Organisationen und bat, daß "sich niemand entmutige, auch wenn die Schwierigkeiten größer werden, und es scheine, sie seien nicht mehr zu überwinden! Gerade in Situationen, bei denen man eine Art Ohnmacht empfindet, muß man sich auf den Glauben an Gott stützen, dem nichts unmöglich ist... euer Zeugnis ist wichtig."
Weltjugendtage in Paris mit Papst Johannes Paul II. vom 19. bis 24. August 1997 - Aufruf zur Teilnahme von "Jugend 2000" Aus einer Pressemitteilung von "Jugend 2000" in Pfaffenhofen-Beuren, entnehmen wir ein sehr reichhaltiges Programm für dieses Treffen. Die Weltjugendtage sind internationale Treffen von Jugendlichen aus aller Welt mit dem Papst, die u.a. 1989 in Santiago de Compostela (Spanien), 1991 in Tschenstochau (Polen), 1993 in Denver (USA) und 1995 in Manila (Philippinen) stattfanden. Für Jugendliche, die Stunden außergewöhnlicher Gnaden erleben möchten, ein besonderer Anlaß dorthin zu fahren. Informationen: Jugend 2000 Tel. 07302/4948 - Fax 07302/4984, oder Marianne Stengel Tel. 0951/74264 nach 18,00 Uhr.


Eine Kirche ist wahrlich lebendig wenn sie Jesus
wirken läßt um die Jünger zu bekehren und formen

Eine diözesane Wochenzeitschrift prangerte ehrlich und überrascht in ihrer Ausgabe vom 5. Januar an, mit welcher Gleichgültigkeit von den Lesern ein Bündel Themen, Probleme, Tätigkeiten, von den Zuständigen als Beweis intensiver, kirchlicher Arbeit vorgebracht, aufgenommen wurde. Einige der Themen: Entwicklung der Gottesvolkes, Einsatz im kulturellen und sozialen Bereich, Ausgrenzung; Kirche und soziales Zusammenleben, Kirche und Politik, Kirche und neuartige Probleme von Wirtschaft und Arbeit, Themen bezüglich Frauen, Leben und Probleme der Kirche bezüglich deren Vertretungsorgane, Kirche und Stadt, christliche Gemeinschaft und Land. Ein so vollgestopftes Repertoire, daß die armen Christen so richtig zur Teilnahme aufgefordert waren.
Vielleicht ist das darauffolgende Stillschweigen Zeichen einer verbreiteten Unschlüssigkeit anzusehen, in diesem breiten Fächer von Themen die wahren Probleme unserer Gemeinschaften zu entdecken, die von einer galoppierenden Entchristianisierung heimgesucht werden. Die echte und fruchtbringende kirchliche Tätigkeit ist auf die Bekehrung und ein gnadenvolles Leben durch das Wort Gottes ausgerichtet, das "opportune et importune", sowie Gebet und Sakramente, verkündet wird.
Die unzähligen Aufgaben und Vorschläge, die uns bedrängen, lassen uns die Orientierung verlieren und ängstigen uns angesichts der unvermeidlichen Unterlassungen. Das Evangelium ist wohl einfacher und sagt uns, daß nur eines nötig ist; der Sauerteig - wenn er ein solcher ist - dringt ein und fermentiert den ganzen Teig... Sucht das Reich Gottes, alles andere wird euch im Überfluß gegeben...  Nun, lassen uns diese sich häufenden und dringenden Vorschläge nicht zum Schluß das unum necessarium vergessen und uns aushöhlen und somit nicht mehr Zeichen sein? Dann werden die Strukturen bleiben, oder sich vervielfältigen, aber ohne Seelen.
Die Wahl der Apostel ist eindeutig: Wir werden uns dem Gebet und der Verbreitung des Wortes Gottes widmen. Unser Amt muß aus dem Gebet und der Meditation des Wortes entspringen, um es mit der Kraft des Heiligen Geistes zu verkünden, damit die evangelische Botschaft heute dieselbe bahnbrechende Wirkung wie damals hat. Dann wird uns der Heilige Geist die wahren Probleme der Menschen in der Tiefe Gottes  erkennen lassen, und nicht menschliches Ermessen.
Zielen wir also auf unsere Heiligung und der Bekehrung der Seelen ab, ohne Zeit und Energien in Tätigkeiten zu vergeuden, die unserem Amt fremd sind, oder uns auf Werke reiner Mithilfe oder äußerlicher Miteinbeziehung beschränken, denn sonst sind wir Wegbereiter der Leere in unseren Gemeinschaften. Seien wir auch nicht verwundert, wenn die empfindlicheren Seelen woanders auf die Suche gehen, in Gruppen und Bewegungen (Gott schütze vor Sekten), um zu suchen, was sie in unseren Gemeinschaften nicht fanden.
Es stellt sich eine ernste Erforschung an: Was will man? Etwas Scheinbares, das angibt, der Betrieb läuft? Ein Bündel Initiativen, das sich im frenetischen Lauf der Welt eingliedert und unsere Anwesenheit ihr gegenüber rechtfertigt?
Oder wollen wir Jesus erlauben zu wirken, begeben uns zu Seinen Füßen und hören, was Er uns und den Kirchen sagt? Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir, könnt ihr nichts vollbringen (Joh 15,5). Wir wissen, daß die Wirksamkeit eines jeglichen Werkes nur von der Gnade abgeleitet werden kann und daß nur Er allein die Herzen anziehen kann, wenn Er in einer wahren Gemeinschaft von Brüdern anwesend ist, und nicht nur eine Anwesenheit von Personen darstellt, sondern einen Namen haben, weshalb sie leben (vgl. Offb 3,1). Wenn wahr ist, daß alles, was von Gott stammt, die Welt besiegt (vgl. 1Joh 5,40), müssen wir einen Kurswechsel vornehmen, damit unser Tun aus dem Glauben erwachse und nicht aus Menschenhand herrührt. Was fehlt, darf man nicht immer als vorhanden abtun (das Gebet), denn dadurch ist jede Struktur leblos, Priester und Mitarbeiter mit eingeschlossen.
Die Öffnung gegenüber Jesus vereinfacht alles, die Öffnung zur Welt macht alles kompliziert und irrig. Das Evangelium spricht von der Macht Jesus und nicht von unseren Werken, vom Gehorsam zu Gott, nicht von uns, der Gott eigenen Fähigkeit. Die Menschen müssen erkennen, wie Priester und verantwortliche Laien von der Rettung und Verdammnis der Seelen überzeugt sind, für die ein jeder selbst verantwortlich ist. Sie müssen sie als musterhafte Mitarbeiter Jesus erkennen können, wenn von ihrem Apostolat die Rettung abhängt.
Wegen der Situation in unseren Kirchen leiden wir alle: alle tragen wir die Verantwortung. Nicht umsonst ruft uns die Madonna seit 15 Jahren auf, den Weg des Evangeliums einzuschlagen und weint Tränen des Blutes in Civitavecchia. Wann werfen wir aber die Netze im Namen Jesu wirklich und nicht nur in Worten aus? Wenn wir Wertvolles vom Feigen unterscheiden, um wieder wie Mund Gottes zu werden (vgl. Jer 15,19)? Dann werden wir auch in unseren Kirchen mit dem unfehlbaren Kreuz manch zusätzliches Zeichen der Anwesenheit Jesus sehen.      d.A.


"Ihr errichtet eine Zukunft ohne Gott, nur mit euren
eigenen Kräften"

Die Zukunft, von der Maria spricht, ist eine Zukunft, die wir mit unseren eigenen Händen errichten und die über uns zusammenstürzen wird, denn sie entspricht nur menschlichem Vorhaben und nicht dem Plan Gottes. Sie ist die kranke Welt, die mit Adam begann, weil er Gott nicht vertraut hat, sie ist der Turm, den die Menschen in ihrem Ehrgeiz errichteten und der zum babylonischen Sprachenwirrwarr führte.
Um das Menschliche zu retten, hat Gottes Wille das Göttliche in unser Herz gelegt, aber der Mensch stößt das Göttliche von sich, um allein das Menschliche zu verherrlichen und so stürzt er sich ins Verderben. Die Gottesmutter sieht die Dinge so und lädt uns ein, ernsthaft nachzudenken, erneut fordert Sie uns auf zum Gebet, dem einzigen Mittel, um am Werke Gottes teilzuhaben.
1. Ihr seid dabei, ohne Gott eine neue Welt zu schaffen, nur mit euren eigenen Kräften, obwohl Jesus sagt: Ohne mich könnt Ihr nichts tun  (Joh. 15,5). Wir bilden uns ein, mit unserem Fortschritt die Plagen der Vergangenheit ausmerzen zu können und glauben, all die ethischen Richtlinien und Gnadenhilfen, die der Rettung der Menschen, der Familien, der Gemeinschaften dienen, zum alten Eisen werfen zu können. Aber ohne die Gnade Gottes werden wir innerlich immer leerer, auch wenn wir alles haben, "satt und verzweifelt", weil wir nicht an der Quelle des Guten schöpfen, bei Gott, der die Liebe ist. So seid ihr freudlos und unzufrieden, denn ihr seht wie eure Erwartungen und eure eigenen Werke zerschellen.
Was bedeutet es also, mit der Kraft Gottes etwas aufzubauen? Alles Seinen Geboten gemäß und im Glauben an Ihn zu tun, das heißt, aus der Beziehung zu Gott das Fundament unseres Lebens zu machen und ständig hellhörig zu sein für Sein Wort. Von Seinem Wort ausgehend muß auch heute jedes Werk begonnen werden, sich entwickeln und vollendet werden. Wenn der Herr nicht das Haus baut, mühen sich die Bauleute ab ohne Erfolg....Vergeblich steht ihr am frühen Morgen auf und geht spät zur Ruh, um euer Brot im Schweiß zu verdienen;denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf (Vgl. Ps. 127)

2. Auch in der Kirche kann man nichts aufbauen ohne die Gnade, weder Seelen noch Gruppen noch Gemeinschaften, davon wird heute allgemein wenig gesprochen. Wir verschwenden viel Energie in Angelegenheiten, Unternehmungen und Vorhaben, die dem Menschen imponieren. (Warum gebt ihr euer Geld aus für das, was kein Brot ist, euer Vermögen für das, was nicht sättigt? vgl. Jes. 55) Alles rein menschliche Unternehmungen, auch wenn wir ihnen einen christlichen Namen geben, wo es aber nicht um die Suche nach der Liebe Gottes und dem Leben in der Gnade geht, nicht um den Kampf gegen die Sünde, sondern nur um die "Bedürfnisse der Natur", die ohne Bedenken anerkannt werden. Das alles sind Werke, die sich in Rauch auflösen werden und dem Menschen nicht helfen, Gott kennen zu lernen.
Es fehlt jenes Handeln aus dem Glauben, das Wunder vollbringen läßt. Und so wird die Welt um ihre Lebenskraft betrogen und sieht nicht, wo ihre Rettung liegt.

3. Aber dies ist mein Zeitalter, sagt Maria weiter. Sie beansprucht die Stellung, die Gott Ihr in diesem Zeitalter zugewiesen hat und den ihr viele in der Kirche verweigern, im Gegensatz zum Papst, der die "marianischen" Zeiten angekündigt hat (Enzyklika Redemptoris Mater, 1.1. 87). Aus Barmherzigkeit für die Menschen vertraut Gott Seiner Mutter Seine Macht an, auf daß Sie diese in sehr mütterlicher Weise ausübt zu unserem Heile.
Und Sie zeigt uns Ihre Waffe auf, das Gebet, als einziges Mittel, um den Allmächtigen zu rühren. Sie vereint uns mit Gott durch das Gebet und kann uns vor einer gottlosen gescheiterten Welt bewahren.

4. Einmal im Einklang mit Gott werden wir nach Seinem Wort dürsten, damit Er uns Seine Wege zeige und uns Seine Pfade lehre (vgl. Ps. 25,4). Ja, wir brauchen gerade das Wort Gottes, um Gewißheit und Licht im Dunkel zu haben, "wie eine Lampe, die im Dunkeln leuchtet" (2Ptr 1,19). Mit Ihm können wir inmitten menschlichen Blendwerks unversehrt bleiben und Gottes Werk errichten. Vor Freude überschäumen wird dann unser Herz und wir werden in einer Welt, die im Staub vor ihren Götzen darniederliegt, die Liebe Gottes bezeugen, der seine Schöpfung nicht im Stich läßt. Und wir werden für Ihn überall Zeugnis ablegen, auch wenn wir einsame Propheten sein werden, weil Sie es uns immer wieder sagt: "Ich bin bei euch, um euch zu helfen. Fürchtet euch nicht."                  d. Angelo


Eine Seherin schreibt
an ihre Verwandten

Ein unveröffentlichter Brief der Hlg. Bernadette wurde zufällig von René Laurentin in Montreal entdeckt. Sie schrieb diesen als Dreißigjährige an ihre Schwester Marie-Antoinette zu Beginn ihres Leidensweges, der 5 Jahre später mit ihrem Tod endet. Als Erstgeborene ließ sie ihre Sorge für die in Lourdes verbliebenen Angehörigen erkennen, daß sie sich nicht an den Erscheinungen zu bereichern versuchten.
So schreibt sie: I.M.I. Nevers, 28 Dezember 1874  "Meine gute und liebe Marie, ich beginne meinen Brief mit meinen Wünschen für ein gutes neues Jahr auch für Josef. Die Welt läßt das Glück normalerweise aus Genuß und Reichtum bestehen. Das ist es nicht, was ich beim Herrn für euch erbitte, weil dort nicht die wahre Glückseligkeit liegt, sondern in der Einhaltung der Gebote Gottes und Seiner heiligen Kirche..
Ich bete zum Herrn und zur heiligen Jungfrau, daß sie euch die Gnade gewähren, sie so genau wie möglich einzuhalten. Seid sicher, daß das wahre Glück nur darin liegt, für dieses und das andere Leben. Mein brennender Wunsch ist es, daß ihr gute und unermüdliche Christen sein mögt.
Nicht vergessen, daß wir uns alle eines Tages im Himmel wiedersehen müssen. Sorge dich nicht um meine Gesundheit, es geht mir sehr gut. ...Man weiß nicht, was sie unter  "gut" verstand! Den Rest des Briefes widmet sie den Wünschen zum Jahreswechsel für sie und die Verwandten, dankt den Kusinen, die ihr Butter und Marmelade als Geschenk sandten (welche sie sicher nicht essen konnte) Abschließend: "Adieu meine gute Schwester, ich verabrede mich mit dir bei den Heiligen Herzen von Jesus und Maria."                    Schwester Marie Bernard


Notizen aus dem gesegneten Land

Das Zeugnis von Mons. Franic', dem unerschütterlichen Verteidiger von Medj.

Im vergangenen Dezember beging in Spalato der in den Ruhestand versetzte Erzbischof von Spalato, Mons. Frane Franic' sein 60jähriges Priesterjubiläum. Das Gotteshaus war überfüllt mit Gläubigen, anwesend waren auch Kardinal Kuharic', einige Bischöfe und führende kroatische Persönlichkeiten. In zahlreichen Ansprachen wurden Leben und Werk dieses mutigen Glaubenszeugen in den schlimmsten Tagen der kommunistischen Unterdrückung und Verfolgung beschrieben.
Unter anderem sprachen der Vizepräsident der Regierung, Jure Radic', Dr. Fra Rude Ljudevit Rupcic'. Sie unterstrichen die "besonderen Verdienste von Mons. Franic', mutiger Zeuge, der die Ereignisse von Medj. als Zeichen Gottes anerkannte und sich immer schützend vor sie stellte. Deshalb wurde er auch angegriffen, aber er folgte wie immer der Stimme seines Gewissens und seiner persönlichen Überzeugung, so half er vielen, diese Ereignisse ernst zu nehmen."
Der Erzbischof selbst bezeugte in seiner Dankansprache erneut seinen Glauben in die "Friedenskönigin", die ihm "auch den Weg zur Bekehrung geöffnet habe." Er sagte: "Ich habe in Medj. gelernt, zu beten und dort habe ich die mystische Theologie verstehen und entfalten können...Jeder Priester muß wenigstens 3 Stunden am Tag beten, jeder Bischof 4 Stunden und die Bischöfe im Ruhestand 5 Stunden! Ich bin fest überzeugt von der  Glaubwürdigkeit der Botschaften der Gottesmutter in Medj. Der Beifall der Anwesenden war groß.

Die Wunderheilungen

Während dieser 15 Jahre bezeugten zahlreiche Pilger, wunderbare Heilungen an Geist und Körper erfahren zu haben als Frucht der Gebete und Gelöbnisse, die sie selbst oder ihre Angehörigen für sie taten oder auch als reines Geschenk Gottes. Im Pfarramt von Medj. wurden bis jetzt ca. 400 registriert. Viele kroatische und ausländische Ärzte befassen sich mit der Untersuchung ihrer Glaubwürdigkeit.
Einige erregten sehr viel Aufsehen, wie die von Rita Klaus, Mutter von 3 Töchtern und Lehrerin. Sie wurde 86 nach 25 Jahren multipler Sklerose geheilt. Seit zehn Jahren kehrt sie nach zur Danksagung an die Friedenskönigin immer wieder nach Medj. zurück. Bei ihrem letzten Besuch sagte sie, daß sie, auch wenn sie viel arbeiten müsse, immer Zeit für alle habe. Sie leitet Gebetsgruppen in denen sie ihr persönliches Zeugnis ablegt. "Im Gebet sollten wir nicht erbitten, was wir selbst wünschen, sondern Gottes Willen zu erkennen suchen....Ich habe Theologie und Philosophie studiert und als ich wegen meiner Krankheit aus der Religionsgemeinschaft ausscheiden mußte, fragte ich mich:: "Mein Gott, wofür waren denn nun mein Studium und meine Mühen gut? Dennoch, es geschieht nichts aus Zufall... Jetzt gibt mir der Glaube an Gott die Kraft um die Schwierigkeiten zu meistern, die ich antreffe und vielen beizubringen, wie man betet und durch mein Zeugnis um dem Glauben näher zu kommen.
Wenn man anfängt, zu beten, geschehen wahrhaft großartige Dinge. Dann fangen die Leute an zu verstehen, daß man Gott in seinem eigenen Herzen finden kann. Mit unserer Art zu leben können wir den anderen zu verstehen geben, wie Gott den Menschen glücklich und zu einem wahren Menschen macht und daß Maria eine wahre Mutter ist, die ihre Kinder heilt und schützt..."

Internationales Jugendtreffen

Das 8. Gebetstreffen der Jugend wird dieses Jahr vom Donnerstag, den 31.7. bis Mittwoch den 6.8. stattfinden. Das Thema ist Jesus: "Du bist mein vielgeliebter Sohn", entsprechend dem Programm für das erste Jahr der Vorbereitung auf das Jubiläum des 2.Jahrtausend.


Offizielle Informationsquelle ist allein das Zentrum MIR

Das Infozentrum MIR von Medj. , das mit allen Zentren des Gebets und des Friedens in der ganzen Welt in Verbindung steht, gibt jeden Mittwoch das Press Bulletin heraus für die laufende Information über die Vorgänge in Medj. Deshalb bitten wir euch, dieses Zentrum als einzige zuverlässige Informationsquelle anzusehen, welches auch alle Neuigkeiten bezüglich der Erscheinungen berichtet. So wird die Verbreitung von unzuverlässigen, sensationsträchtigen Notizen vermieden, wie sie kürzlich auftauchten und Unsicherheit und Furcht verbreiteten. Unterzeichnet: Pater Ivan Landeka Pfarrer        (Press Bulletin)


Mirjana über die Erscheinungen von jedem 2. des Monats Nach der Erscheinung, die Mirjana am 2.1. hatte, wurden vor allem in Amerika sensationelle Notizen über baldige Enthüllungen von Geheimnissen verbreitet. Mirjana bestritt dies sofort und bezeichnete sie als reine Phantasieprodukte. An diesem Tage habe die Madonna nur den Wunsch geäußert, daß bei den Erscheinungen vom 2. jedermann anwesend sein könne und daß Sie immer um 11:00 Uhr käme.

Sie bittet um Gebete für alle, die Gottes Liebe noch nicht erkannt haben, aber Sie enthüllte nichts Neues über Geheimnisse, weder für Mirjana noch für die anderen Seher. Mirjana wies darauf hin, daß die Erscheinung vom 2. des Monats genau so ist wie die von Vicka, Ivan, Jakov und Marija.
Nach seiner Rückkehr nach Medj. mit der Familie erschien Ivan wieder die Muttergottes am Dienstag und Freitag auf dem Hügel. Am 24.1. sagte ihm die Gottesmutter nochmals, "daß Satan die Familien zerstören will, besonders im Hinblick auf die Jugend, deshalb müssen wir sehr viel für die Familie beten."

"Brot für die Jugend..."

Nach ihrem Besuch auf Réunion und Mauritius im indischen Ozean schreibt Schwester Emmanuel: "Tausende von Jugendlichen kamen, um die Botschaften der Gottesmutter zu hören, vor allem in den Schulen. Welch eine Tragödie! Die Mehrheit von ihnen kann sich auf nichts Anderes stützen als das, was ihnen eine Welt ohne Gott zu bieten hat, um Entscheidungen für Leben und Zukunft zu treffen!
Und doch haben es viele von ihnen vorgezogen, auf ihre Freizeit oder ihre Mahlzeit zu verzichten als dieser Vortrag stattfand, um das Gespräch über Gott, Maria, das Leben fortzuführen...so stark dürsteten sie danach, vom Glauben sprechen zu hören, so wie Maria in Medj. davon spricht... Sie überschütteten uns mit Fragen: "Was ist nach dem Tod? Was sagt Maria zur Abtreibung? Wie erfährt man den inneren Frieden?" Wie bedauerlich war es, die Diskussion nach 2-3 Stunden unterbrechen zu müssen, vor einem so überreich Frucht versprechenden Ackerland, reif für die Ernte!
Aber die Arbeiter für dieses Werk sind so wenige und es menschlich gesehen, erscheint es unwahrscheinlich, daß diese Jugend Seelenhirten findet, die sie leitet. Wie notwendig ist doch zumindest das Beispiel und das Gebet in der Familie!
(Aus dem Tagebuch Schwester Emmanuel)


Auf dem Weg nach 2000 mit Maria

Aus Griechenland: "Wir haben einen drei Jahre dauernden Advent begonnen, um uns auf das große Jubiläumsjahr 2000 und den Triumph des makellosen Herzens von Maria vorzubereiten. Auch hier geht Maria ruhig auf ihr Ziel zu; Ihre Botschaften sind diskret in fast allen Pfarrgemeinden von Athen, des Pireus, Patrax, Tessaloniki ausgestellt ohne Bemerkungen seitens der Pfarrer..." (Schw. Despina, Echo Griechenland)

Aus Japan: "Laßt uns eins sein mit Maria und dem heiligen Vater in diesem Weg der Unterweisung durch die Heilige Dreifaltigkeit. Es ist nicht das theoretische Wissen über Jesus, was die Welt verändert, sondern die Zeugenberichte von Menschen, die Christus persönlich begegneten und von Ihm umgewandelt wurden.
Auch ich möchte Ihn mittels des Wortes Gottes und des persönliche Gebets entdecken, um mein Leben immer mehr unter seine Herrschaft zu stellen; nichts anderes interessiert mich, als bezeugen zu können, was Er in meinem Leben bewirkte. Es hungert und dürstet mich nach seinem zweiten Kommen, damit die Menschen sehen, daß nur Er der Retter der Welt ist".   (Schw. Luigina Buti)

Der Herr wird den Herzen, die Ihn suchen und auch den wie Gräber verschlossenen Herzen eine klare Kenntnis von Sich und Seinem Sieg geben, das wird Sein Kommen sein.


Civitavecchia am Ziel: Eine Hilfe für Medj.?

Nach etwa 2jähriger Tätigkeit haben die Experten der theologischen Kommission, welche die Wahrheit über die Tränen der aus Medj. stammenden Madonnenfigur feststellen sollten, ihre Untersuchungen positiv abgeschlossen. Das gesammelte Material wurde an die Kongregation für die Glaubensdoktrin gesandt, die ihre Beurteilung in voller Autonomie aussprechen wird.
René Laurentin, Mitglied der Kommission und als einziger berechtigt, Erklärungen zu geben, sagte, daß "diese Tränen etwas sehr Positives sind, welches gute Früchte bringt. Es scheint mir ein gutes Zeichen des Himmels zu sein." Laurentin stellte auch die falsche Nachricht richtig, daß er nicht Mitglied der Untersuchungskommission sei: "Das ist falsch. Monsignore Grillo forderte mich dazu auf und ich habe angenommen."
Mons. Gerolamo Grillo ist Diözesanbischof und trägt als solcher die historische und theologische Verantwortung für die offizielle Stellungnahme, kürzlich mußte er für Radio und Fernsehen zahlreiche Interviews geben. In einem erklärte er: "..anfangs war ich sehr skeptisch und unentschieden bezüglich des Geschehens. Aber Unsere Liebe Frau hat mir ein Zeichen gegeben.
In diesem Moment, sagten meine Eltern und die Nonne, die mit mir in der Kapelle waren, sei ich kreidebleich geworden. Das Blut erfindet man nicht. Entweder es ist da oder es ist nicht da. Meine Schwester befleckte sich den Finger mit dem Blut, was aber sofort wieder verschwand. Wie bereits öfter geschah, wenn die Familie Gregori die Figur mit einem Taschentuch abwischten. Es blieb keine Spur, einmal von der Figur entfernt, verschwindet das Blut.

Fragen über das Blut

An diesem Punkt muß die oft gestellte Frage geklärt werden, wie das Gericht das Blut von der Figur entnehmen konnte., wo es doch verschwindet. Der Bischof selbst stellt klar: "Die Personen, die das Blut sich bilden oder herabfließen sahen, versuchten, es mit einem Taschentuch aufzunehmen aber es hinterließ keine Spuren, es war verschwunden. Aber die Gerichtsbehörde, die das Blut nicht fließen gesehen hatte, entnahm geronnenes Blut von den Wangen, dieses Blut verschwindet nicht.".
Mons. Grillo unterläßt nicht, anzuerkennen, daß die Früchte, die diese Angelegenheit getragen hat, außerordentlich sind, vor allem was Bekehrungen und Rückkehr zum Glauben betrifft", viele Bezeugungen werden von Beichtvätern gemacht, die "von wirklich bewegenden Geschichten der Rückkehr zum christlichen Glauben berichten. Gnadenerweise gibt es sehr viele, "neben dem Nutzen für die Seelen sind auch etwa 50 vermutliche Heilungen gemeldet worden, die Bewertung derselben wird durch ein hierfür gebildetes wissenschaftliches Komitee erfolgen."  Im Gegensatz zu Erscheinungen anderwärts, wie Lourdes, Fatima, La Salette, Medjugorje, sprach Maria hier keine Botschaft aus, wenn auch die Tränen der Gottesmutter schon für sich selbst eine vielsagende Botschaft für die heutigen Menschen darstellen. " Es ist eine Botschaft der Liebe, die jeder auslegen kann wie er will, vor allem in Bezug auf seine eigene Bekehrung."
Die verhältnismäßige Geschwindigkeit, mit der diese Angelegenheit zu einer positiven und offiziellen Anerkennung gelangt (vermutlich Ostern) läßt uns hoffen, daß dies ein Ansporn sei auch für die Kommission, welche die Erscheinungen in Medjugorje begutachten soll. Bedenken wir jedoch, daß, wie Mons. Grillo argumentiert, dieser Fall sich als nicht sehr schwierig hinstellt, "weil es sich nicht um Erscheinungen handelt" sondern praktisch alle konnten die Tränen mit ihren eigenen Augen sehen, wie sie Spuren auf dem Figürchen hinterließen, die man mit den Händen berühren konnte."

Sehr großer Menschenandrang

Die Leute fahren fort, die kleine Kirche von Pantano zu füllen, wo an jedem der 3 Februarsonntage etwa 4000 Kommunionen verteilt wurden, während die Anzahl der Anwesenden mit ca. 10 - 12 tausend geschätzt wird.
Wie es immer geschieht bei jedem außergewöhnlichen Auftreten der Gottesmutter, steht die Heilige Eucharistie im Mittelpunkt. In der Tat respektiert auch das von der Pfarrei organisierte Andachtsprogramm für die Pilger diesen Mittelpunkt.
täglich um 16:30 Uhr, um 17:00 Uhr Heilige Messe, anschließend eine Stunde Anbetung des Allerheiligsten
dienstags ab 21:00 Uhr Anbetung des Allerheiligsten für die Jugend; donnerstags von 15:00 bis 17:00 Uhr Anbetung des Allerheiligsten für die Berufungen; freitags von 21:00 bis 22:30 Uhr Anbetung des Allerheiligsten für die Erwachsenen                               Mirco

Katastrophennachrichten
in den  Erscheinungen?

Bill Matthews aus Australien erklärt sich "verwirrt durch die Erklärung Kardinal Ratzingers (Echo 130 s.7), laut der die Jungfrau Maria weder Aufsehen oder Ängste wec­ken noch apokalyptische Prophezeiungen machen will; er scheint nicht die Erscheinungen von Kibeho in Betracht zu ziehen!"
Wir müssen gut unterscheiden zwischen den Dingen, die Maria den Sehern sagte, um sie weiterzugeben und den ihnen anvertrauten Geheimnissen, die noch nicht enthüllt wurden, wie etwa das 3. Geheimnis von Fatima.  In Kibeho hat Maria über die grauenvollen Ereignisse gesprochen, die dann 10 Jahre später eingetroffen sind, desgleichen auch in Medj. unter Tränen. Auch in Fatima hat sie den kommenden Krieg und das durch Rußland verursachte Unheil vorausgesehen. Nichts Sicheres ist aber bekannt über den Inhalt dieser Geheimnisse. Nehmen wir daher die Erklärung Kardinal Ratzingers an. Prophezeiungen von Unheil sind nichts als Frucht von Vermutungen.
S.A. aus Messina schreibt, daß die Erklärung von Kardinal Ratzinger bezüglich des Aufrufs zum Glauben an die Geheimnisse von Fatima, in grobem Kontrast zum  apokalyptischen Charakter ist, der aus der>  >20. Ausgabe des Buches von Don Stefano Gobbi hervorgeht.
Was die Geheimnisse von Fatima betrifft, meine ich, daß der Verlust des Glaubens eine größere Katastrophe sei als jede materielle Katastrophe. Nichts anderes als die kompetente Stimme einer Persönlichkeit, die das Geheimnis kennt, habe ich wiedergegeben. Don Gobbi hat es nicht gelesen und bezieht sich auf andere Quellen. Alle Prophezeiungen sind beeinflußt von der Antwort der Menschen auf die Aufforderungen Gottes.; aber wer außer Ihm kann über diese Antwort urteilen? Wir stellen vielmehr fest, daß diese so verbreiteten apokalyptischen Offenbarungen nicht die Frucht der Umkehr bringen, sondern nur Angst und Neugier. Indem wir die Bekehrung suchen, können wir das Herz Gottes trösten und den Teufel entwaffnen.

Ein anderer Leser, Paul Wawuri, bittet mit Bezug auf Echo 119, S.5 und erkundigt sich nach Speisen (von Jesus gesegnet), die für die 3 dunklen Tage vorzubereiten wären.
Wir wollen uns doch nicht mit solchem Unsinn aufhalten. Es gibt keinen Glücklichen, der Geheimnisse kennt über was man tun muß, um sich zu retten. Alles hat bereits das Wort Gottes gesagt und wir sind verpflichtet, allein danach zu handeln! Auch die Gottesmutter sagt nichts Anderes bei den Erscheinungen.


Das Jahr des "Jesus, Gabe des Vaters"

Unter diesem Thema stand die Tagung, die P. Tomislav Vlasic' vom 2.-6. 1. in Numana (Italien) vor 500 Anwesenden in familiärer Atmosphäre abhielt für die Ausbildung der aufopfernden Seelen, die ihre Berufung in den "Bruderschaften" leben. In den Bruderschaften begehren wir nichts Anderes, als das Geheimnis der Kirche zu leben. Das Höchste, was Gott auf der Erde geben kann, ist die Kirche: die Gemeinschaft mit Gott und der Dienst am Nächsten. Unser ganzer irdischer Weg, unsere Geburt aus Gott und unsere Rückkehr zu Gott, in der Freiheit der Gemeinschaft mit Gott, ist ein Dienst an der Kirche. So hat Pater Tomislav die Funktion dieser kleinen geistlichen Familien dargestellt, die überall in Italien zugegen sind und deren Zahl sich im Laufe des Jahres 1996 nahezu verdoppelt hat., sie hat sich von 50 auf 97 erhöht.

Das Jahr Christi: "Jesus Christus ist in uns. Er ist in uns hinein gekommen und wirkt heute in uns. Er verzeiht, befreit, versöhnt uns mit Gott, macht aus uns einen erfüllten Menschen. Diese Jahre der Vorbereitung sind ein Ereignis, das sich in jedem von uns abspielt, deshalb müssen wir bereit sein, dem inneren Ansporn zu folgen... Wir müssen zum Ausdruck bringen, daß Jesus in uns gegenwärtig ist, da wir in Gefahr laufen, diese Jahre zu leben als wären wir ohne Glauben an Gott. Was zählt, ist die innere Anteilnahme, die müssen wir entfalten und zu diesem Zweck sind wir hier.
Wie lautet der Ruf, den wir für dieses Jahr empfingen? Wir wurden berufen, die Gegenwart Jesus in uns zum Ausdruck zu bringen. Jeder sollte Jesus Christus und die Würde des Menschen bezeugen, der Welt die Befreiung durch Gott bringen. Warum soviel Angst vor der Zukunft? Jesus stellt sich selbst ganz zur Verfügung, aber in unserem Inneren kann Er nichts erzwingen. Mit unserer Aufnahmebereitschaft ermöglichen wir es Ihm zu handeln. Wir tragen die Verantwortung für uns und für die anderen, für die ganze Kirche....
Wie können wir diese Berufung verwirklichen? Die Kirche verehrt Jesus Christus als einzigen Mittler. Das ist die Berufung der gesamten Kirche. Aber nur wenige leben dies auch. Der Heiligen Jungfrau Maria ist es gelungen, Jesus Christus, den einzigen Mittler, zu leben. Um zu diesem Ziel zu gelangen, müssen wir alle anderen Sendboten ausschalten, die Götzen in uns, die den Platz des gekreuzigten Herrn Jesus Christus eingenommen haben. Dies sind: Lehrmeinungen, Gewohnheiten, menschlicher Machtdrang, Logik, unsere Ideen. ....Überall sind diese Idole zu finden und so ist Jesus nicht der einzige Verkünder. Und wenn wir das nicht für wahr halten, bleibt alles nur eine Redensart, eine Predigt. Wir müssen es Jesus ermöglichen, in uns zu wirken, indem wir alle anderen Verkünder beiseite schieben, nicht indem wir die menschlichen Werte leugnen, sondern dadurch, daß wir Platz für Jesus schaffen.

Der 1. Schritt: "Auf alle guten Ausreden, um auszuruhen, verzichten". ...Ein Beispiel: Ein Mädchen hat mir von ihrem Wunsch erzählt, ganz Jesus anzugehören. Ich habe ihr zugehört und dann gesagt: "Du hast gute Argumente, du weißt alles. Aber etwas fehlt dir. Während ich dir zuhöre, weiß ich, daß der Herr dich durch mich liebt, aber du hast nichts gespürt, die Tür zu deiner Seele ist geschlossen, du bist angespannt und traurig geblieben" Danach haben wir gebetet und alles ging vorbei. Sie sagte, sie sei müde. Ich antwortete: "Gehe und ruhe dich drei Tage lang im Grab mit Jesus aus , um in Ihm wieder Kraft zu finden." Einige Stunden reichten schon aus und das Mädchen war wie umgewandelt. Ich sagte ihr: "Alle deine Gründe, die du nanntest, sind stichhaltig, aber nur, wenn du für die Liebe Gottes aufgeschlossen bist." Wählt deshalb ein bedingungsloses Ruhen in Gott! Die Vernunftgründe, welche die Liebe behindern, verursachen euch Spannungen. Wenn ihr Gottes Liebe empfangen wollt, könnt ihr nicht angespannt und besorgt sein. Alle Vernunftgründe, auch die schwerwiegendsten, müssen beiseite gelassen werden, weil sich hinter ihnen auch Satan verbergen kann. Um in die Seelenruhe der Auferstehung eintreten zu können, mußten die Apostel alle Vernunftgründe hinter sich lassen.
...und sich selbst absterben, um zu neuem Leben geboren zu werden (2Kor 4 ,7-12) Diesen Schatz tragen wir in irdenen Gefäßen; so wird deutlich, daß das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt.
Unsere Argumente müssen wie irdene Gefäße sein. So nehme ich den Tod, die Demütigung, die Ablehnung, um Christi Willen an und dies gibt dem anderen das Leben und trägt gleichzeitig Frucht in unserem Sein. So heißt es in der Heiligen Messe: "Deinen Tod, oh Herr, verkünden wir...Diese Aufgeschlossenheit für den Tod Christi ist der Übergang in uns zur Auferstehung. Wenn wir nicht der Welt all unserer Vernunftgründe absterben, um ganz für die Liebe bereit zu sein, kann diese außerordentliche Macht nicht gedeihen. Wenn das aber geschieht, kann ich Zeuge sein für Jesus, den einzigen Mittler und Erlöser.
Und das macht uns bereit für den 2. Schritt: Die Bereitschaft für Sein Kommen. Eine freudige Bereitschaft für die Erfüllung, ein lichter Horizont; der Heilige Geist kann in einer Seele, die ganz auf die Ewigkeit ausgerichtet ist, alles vollbringen, so daß die Seele aufblüht und fruchtbar wird.
Die konkreten Schritte. Ich habe euch diese Dinge auf einer theoretischen Ebene gesagt, aber in der Praxis können uns nur die Gnade und die Tugenden helfen. In den Prüfungen. Ihr seid geprüft worden. Und zur Verteidigung empfandet ihr Angriffslust oder Niedergeschlagenheit angesichts von Verleumdungen. Bei Prüfungen in der Familie, zu Hause, mit den Kindern überfallen uns die menschlichen Sorgen. Wenn aber hingegen der Mechanismus der bedingungslosen Hingabe an die Liebe Gottes zur Wirkung kommt, dann gehe ich aus dieser Prüfung, auch wenn ich weine und leide, siegreich hervor. Und das wird sich unvermeidlich auch auf die anderen auswirken..
Im Gebet. Man muß alles aufopfern, damit in uns der Raum für die Liebe Gottes frei bleibt. Dies erreicht man nicht durch Mitgliedschaft an der Bruderschaft, sondern durch ständige innere Entschlossenheit, ständige Übung, für Gott bereit und Ihm zu Eigen zu sein. Deshalb kann man sich nicht mit einem aufgesagten oder gelesenem Gebet zufrieden geben. Das Leben der Gemeinschaft bewahrheitet sich nur in der Bereitschaft für Gott. Jeder Einzelne muß diesen Weg gehen und erkunden, andernfalls kann man im Leben der Gemeinschaft keine Verbundenheit der Seelen bilden. Dann gelangt man zu einem lebensnotwendigen Gebet. Wie wir atmen müssen, so muß unsere Seele die Liebe Gottes atmen. In der vollständigen Hingabe bedeutet dies, sich ständig auf Gott zu beziehen und diese bedingungslose Liebe zu leben.

In der Hingabe. Hier erkennt man die Bedeutung des Leids. Wenn wir nicht danken für unsere Leiden, können wir Gottes Liebe nicht erfahren. Ich selbst mache die Erfahrung, wie Gott, um eine Seele, die Ihm völlige Hingabe an Ihn gelobte, in Liebe an sich zu ziehen, sie manchmal zwingen und sie an Händen und Füßen binden muß, damit sie Ihn gewähren läßt. Selig der, bei dem diese Tür der Hingabe bereits offen steht. Nur durch die Hingabe erreicht man das Absterben des eigenen Ichs. Wenn unsere Seele das nicht will und sich sperrt, dann schafft sie sich selber Bitterkeit und Traurigkeit. In der Hingabe findet sie hingegen Freude und Frieden.
Die Sendung. Wozu das Leid? Warum läßt Gott es zu? Wenn ich nicht mehr mir selber gehöre, sondern Gott, dann kann Er mich überall hin senden, um mich aufzuopfern. Nämlich nicht mehr ich bin es, der sich opfert, sondern Gottvater, denn ich habe mich Ihm geschenkt und gehöre Ihm. Wenn wir antworten: "Hier bin ich" sind wir wie die Engel in Erwartung unserer Mission. Wenn wir bereit sind, uns in Frieden aufzuopfern, dann sendet uns der Herr in die Prüfungen; sodann wird auf jeden Fall Jesus in uns siegen, weil alle Idole zu Fall gebracht werden. Gottvater hat dann in uns Seinen Sohn, der sich der Welt schenkt. Offenbart Jesus nicht mit Theorien, versucht nicht, jemanden zu überreden, handelt, lebt in Einfachheit. Ihr könnt unauffällig sein. Ja, ich rate allen, die "aufopfernde Liebe" sein wollen, bescheiden zu bleiben, im Verborgenen, ohne sich zur Schau zu stellen. Das Wichtigste ist, was in eurem Inneren geschieht. Bringt es mit Schlichtheit zum Ausdruck.
Maria wirkt in uns. Warum bittet uns Maria, sich Ihr zu weihen? Warum erscheint Sie an so vielen Orten? Weil Maria tätig ist! Sie bereitet uns vor und begleitet uns zum Jubiläumsjahr. Heute ist der Dreieinige Gott in besonderer Weise in den Seelen gegenwärtig. Ich bitte euch: "Bemüht euch, nicht blind zu bleiben, nicht taub und unempfänglich. Ich sage es nochmals:" Er ist bereits in euch gegenwärtig und will in uns und durch uns wirken. Innere Aufgeschlossenheit ist wichtig, um die Gegenwart Jesu in sich zu spüren."
Im letzten Vortrag zeigte P.Tomislav zahlreiche konkrete Schritte auf, um die Gemeinsamkeit der Bruderschaften im Heiligen Geist verwirklichen zu können, um so mit Jesus zum Vater zu gelangen. Die ist der Abschluß: Wenn wir dem Vater begegnen, haben wir die universelle Liebe erreicht. Mit dieser Geisteshaltung kann eine Gemeinschaft nicht in sich selbst verschlossen bleiben, sondern verspürt die Sendung, alle zu lieben. Diese Bereitschaft für die allumfassende Liebe macht uns fruchtbar; und diese Liebe Gottes nährt die Menschheit.                 Nicola

Don Umberto Neri kehrte zurück zum Vater. Als letztes Werk über die Heilige Schrift hinterließ er uns: "Die Texte des Origenes" über den Größten der Kirchenväter, der sich so ausdrückt über das Geschenk, das Jesus uns mit Seiner Mutter macht: "Man muß mutig sein und sagen, daß der Gipfel aller Schriften das Evangelium ist und der Gipfel der Evangelien das des Johannes. Aber keiner kann den Sinn verstehen, wenn er sein Haupt noch nicht auf die Brust von Jesus gelegt hat und nicht von Jesus Maria zur Mutter erhalten hat".


Eine junge Ehefrau: Das Lied einer keuschen,
immerwährenden Liebe

Die junge Leiterin des Informationsbüros von Medj., Marija Duganzic' geb. Matiaca, hat nichts dagegen, daß auch die Leser von Eco erfahren, was die Gnade Gottes in ihrer Ehe bewirkte., wie sie es auch den jungen Menschen der Gemeinschaft "Cenacolo" anvertraute.
"Nie haben wir das Gebet unterlassen" - "Ich wurde vor 33 Jahren in Spalato geboren, studierte dort und promovierte in Betriebswirtschaft, 1984 begann ich, nach Medj. zu pilgern. Dann begleitete ich die Pilger beruflich, das wurde aber dann eine Mission für mich. Ich begriff, daß es kein Zufall war, daß ich zur Führung der Pilger bestellt wurde und ich deshalb diesen Weg des Glaubens vertiefen mußte, um den Pilgern mehr Nutzen zu bringen mußte ich ihnen meine geistigen, physischen und seelischen Kräfte zur Verfügung stellen.
Währenddessen wandte ich mich an Gott, um zu verstehen, ob ich heiraten oder in einen Orden eintreten sollte. Ich wählte, eine Familie zu bilden. Ich lernte meinen Mann 1987 kennen, einen Tag vor dem Fest Maria Geburt. Er fiel im Krieg 1995 einen Tag vor Maria Himmelfahrt. Ich fühle keine Erbitterung gegen den Krieg, weil er starb, nein, ich bin getrost, weil wir uns nämlich bei Beginn des Krieges frei entschlossen haben, hier zu bleiben und unsere Heimat zu verteidigen. Wir waren uns bewußt, was das bedeutete, die Uniform anziehen hieß für meinen Mann, immer in Gefahr zu sein.
Bei Beginn des Krieges hatten wir nur ein kleines Mädchen von 2 Jahren, immer mußte ich denken: "Was wird, wenn er stirbt?" Und dieser Gedanke verfolgte mich so sehr, daß kein weiteres Kind kam. Endlich wurde 93 unsere zweite Tochter geboren.
Jetzt fühle ich meinen Mann näher als je, jeden Tag mehr; es ist nicht das Andenken an einen Mann, den ich liebte, aber so, wie jeder eine Beziehung hat zu den Engeln, den Heiligen, dem Herrn, so habe ich eine Beziehung zu ihm. Ich fühle, daß meine Familie nicht mehr eine typische Familie ist, sondern eine aus 5 Personen bestehende Gemeinschaft: "Wir drei, mein Mann und Gott". Heute akzeptiert mich mein Mann so wie ich bin, weil er von allem frei ist und ich spüre, wie er unsere Schritte begleitet und er wird mir viel besser und fruchtbringender helfen, die Mädchen aufzuziehen. Ich bin sehr traurig, daß er tot ist und leide, weil er mir fehlt, aber im Grunde des Herzens bin ich froh, weil er der Himmel ist. Einmal, als ich sein Foto anschaute, war ich sehr streng mit mir selbst, ich fragte mich, ob ich ihn wirklich liebe. Ich sagte: "wenn ich ihn wirklich liebe, was kann ich Besseres für ihn wünschen als die Ewigkeit, das Paradies?"
Meine Töchter wissen, daß der Vati im Himmel ist, für sie ist der Himmel keine Erzählung, nichts aus der Märchenwelt. Als sie geboren wurden, erschien Maria bereits hier in Medj. Sie sind in dieser Wirklichkeit aufgewachsen. Für sie ist die Muttergottes eine Person, eine Tatsache und sie wissen, daß ihr Vati in dieser Wirklichkeit lebt. Sie sind zufrieden, weil es so ist, als wäre er hier, wie ich ihn erlebe so erleben auch sie ihn. Vor einigen Tagen ging die Größere mit einem anderen Mädchen am Meer spazieren, welches sagte: "Ich gehe jetzt baden mit meinem Vati!" und sie antwortete: "Auch ich habe Vati und Mutti, die Mutti ist hier und Vati im Himmel". Die Leute waren entgeistert.
Diese Gemeinschaft der Heiligen, die ich mit meinem Mann lebe, meinen Töchtern, dem ganzen Himmel, der ganzen Ewigkeit, wäre nicht möglich, wenn wir keine klare Beziehung gehabt hätten, als er lebte. Er und ich lebten immer im größter gegenseitiger Achtung, er war ein wirklich lauterer und sauberer Mensch. Wir glaubten, damit unsere Liebe wirklich fruchtbringend werde, wir sie von innen heraus, vom Herzen kommend leben müßten. Es muß eine geistige Gemeinschaft sein, nicht allein eine körperliche.
Und danach haben wir gelebt. Wir lebten zwei Jahre lang in völliger Keuschheit, als ich die Töchter erwartete und die Zeit nach ihrer Geburt. Es war nicht einfach, so zu leben, aber ich erlebte, wie er mich voll respektierte. Ich war wie eine Stätte, in der sich das Leben befindet und er begriff, daß es ein Geschenk war, auf etwas Äußeres zu verzichten, um die wahre Liebe, die zärtliche Liebe, die innere Liebe wachsen zu lassen. Ich glaube, daß viele Paare Probleme haben, gerade weil dieser Respekt nicht vorhanden ist und gesagt wird: "Ich denke, ich habe Anrecht".
Und da liegt der Fehler, weil man den anderen nicht wie ein Geschenk erlebt. Ich begriff, daß in einer Ehe, um glücklich zu sein, um eine wahre fruchtbringende Liebe zu leben, die sich auf die Kinder auswirkt, sowohl der Mann als auch die Frau denken müssen: "Ich bin nicht wichtig, Du bist wichtig und daß du dich entfalten kannst". Wenn wir unsere Vorbereitung nicht so gelebt hätten, könnten wir heute nicht in dieser Gemeinsamkeit leben.
Ich fühle mich nicht als Witwe! Ich fühle mich nicht als eine Frau ohne Ehemann, mein Mann existiert, nur ist er in einem anderen Leben und ich muß noch warten, um dorthin zu kommen. Der Herr hat erlaubt, daß es so ist, Er weiß warum, weiß, was gut für uns ist, weil Er uns liebt, davon bin ich tief überzeugt. Niemand von uns weiß, was ihn im Leben erwartet, Schönes und Schweres. Wir müssen in jedem Moment bereit sein für Seine große Liebe, weil Er uns vorbereitet.

F.: Vorher sprachst Du von Respekt, was verstehst du darunter?
A.: Respekt in jedem Sinne! Er war ein Geschenk für mich, ich hatte es nicht verdient. Wenn du merkst, daß du ihn mit seiner Güte, mit seinen guten Eigenschaften und seinen besonderen Begabungen nicht gewählt hast, aber dich innerlich zu ihm gedrängt fühltest, dann erlebst du den anderen wie ein Geschenk, eine kostbare Gabe, die du erhieltest und du kannst nicht anders tun als sie zu respektieren. Zum Beispiel war die körperliche Liebe für mich ein Geschenk, er entschied aus freien Stücken sich mir zu schenken und ich entschied aus freien Stücken, mich ihm zu schenken. Aber es war unser beider innerstes Wesen, was uns drängte, uns zu vereinen, nie Begierde. Ich habe mich oft gefragt, wieso ich mich in diesen Mann verliebt habe, es ist ein Gottesgeschenk, einen Menschen zu lieben, den du nicht kennst.; dieses Geschenk muß man zu schätzen wissen und darf nicht damit spielen, nicht sagen: "Das ist meine Liebe!
Die Liebe kommt von Gott und wurde in unser Herz gelegt, man muß sie gebrauchen wie etwas Göttliches. Etwas, das Er in unsere Hände gelegt hat, damit wir gut damit umgehen.
F.: Gab es auch Augenblicke der Spannung und Müdigkeit?  Sicher gab es schwierige Momente, auch sehr beträchtlich, aber man darf nie vergessen, für die "Gabe" verantwortlich zu sein und das menschliche Schwächen überwunden werden müssen.
Er spielte Gitarre, das gefiel ihm sehr und während des ganzen Krieges hat er nicht gespielt, nicht gesungen, er war sehr angespannt, die Verständigung mit ihm war schwierig, aber wir haben nie aufgehört, zu beten. Die schweren Augenblicke sind im Dialog zu überwinden! Wichtig ist, miteinander zu reden, und unser menschlicher Stolz will uns nicht einlenken lassen, er läßt uns sagen: "Er muß nachgeben..."; das ist das Böse, was uns versucht, es will uns die "Gabe" zerstören.
F.: Vorher sprachst du von der ehelichen Keuschheit, kannst du uns das erklären?
A.:Das ist ein schwieriges Thema. Beim körperlichen Liebesakt müssen beide vorher innerlich auch für Kinder aufnahmebereit sein. Wenn nicht, dann tut man es nicht! Das ist die persönliche Grundidee meines Lebens. Nicht, daß ich jedesmal bereit war, Kinder zu haben, aber im Inneren müssen wir für diese Möglichkeit offen sein, sonst ist es nur ein primitiver Instinkt. Man darf nicht Sklave der Angst werden, Kinder oder keine Kinder zu haben. Für mich ist auch Geburtenverhütung, wenn du die fruchtbaren Tage vermeidest, jeder findet die Antwort in seinem Gewissen.
Wenn man dann noch andere Verhütungsmethoden anwendet, wird der Körper zum Lustobjekt und es ist nicht mehr die Liebe, die sich innerhalb einer Beziehung vervielfachen will, dann wird der Schoß einer Mutter zum Grab.
F.: Würdest du wieder heiraten? Nein, weil mein Mann doch lebt! Ich finde es richtig, daß die Kirche es frei läßt, ich habe nichts gegen die, die sich wieder verheiraten, jeder ist anders, aber das, was ich erlebe, kann man nur einmal tun, diese Gemeinschaft bleibt bestehen. Wie ich schon vorher sagte, lebt mein Mann, wenn ich nicht daran glauben würde, würde das meinen Glauben an Jesus und Maria ins Wanken bringen. Ich glaube, daß Jesus lebt, daß Jesus eine Tatsache ist, und denke, daß dies für jeden von uns gilt. Wie kann ich sagen, daß mein Mann nicht lebt, aber die Gottesmutter wohl? Was ist das für ein Unterschied, beide sind im Himmel, in der Ewigkeit.
F.: Hattest du nie Momente während des Gebets, in denen du nur innere Leere empfandest?  
A.: Oh ja, sehr oft. In solchen Momenten muß man weiter beten, solche Momente gehen vorbei, man geht immer mehr gestärkt daraus hervor.


Antwort an ein Mädchen: Nein sagen können, um die Liebe zu retten.

Ein Mädchen mit viel Liebe für Jesus drückt ihren Schmerz darüber aus, daß sie nachgegeben hat. Sie habe sehr darunter gelitten und wäre nicht mehr fähig, an der hl. Messe teilzunehmen. Sie wäre jedoch auch zufrieden darüber, die Zeit der Naivität überwunden zu haben und könne nicht mehr zurück, da sie unsterblich in den Jungen verliebt sei.
Liebe R.. Dank für Deine Aufrichtigkeit, die es mir ermöglicht, vielen andere Mädchen in derselben Lage die Wahrheit aufzuzeigen. Heute sind wir, wenn Gottes Gnade in uns weniger wird, hilflos dem verführerischen Bösen ausgeliefert, schlimmer noch, ohne sie  können wir nicht mehr an unser wahres Heil denken, an unsere Bestimmung, an die Liebe Gottes, an die Gabe der Reinheit, die Ehrenzeichen eines jeden Mädchens ist, Glanz des Himmels, um so wie Maria das Geschenk des Lebens im Schoß empfangen zu können.
Wir werden immer nach unten gezogen, so wie die Schwerkraft die Dinge nach unten fallen läßt, nur mit Hilfe des Heiligen Geistes erheben wir unseren Blick und sehen die Dinge, wie Gott sie sieht und erhalten die Kraft, dem Bösen zu widerstehen.
Wenn Du nicht mehr betest, kannst Du nicht mehr anders handeln, das andere Leben nicht mehr begreifen. Wie Eva wurdest Du angezogen von der Frucht aber dann, sagst Du, hast Du Dich nackt gefühlt. Die Welt hat "ihre ganze Hoffnung auf den Widersacher gesetzt" und behauptet, wie Du sagst, daß diese Erfahrungen wichtig sind, um reif zu werden, aus der Naivität herauszukommen und in die Realität des Lebens einzutreten. Aber das Wort Gottes, ewig und festgegründet wie der Himmel, sagt Dir, daß der "Lohn der Sünde der Tod ist.". Das Ende der Entfaltung und der Zwiesprache ist die Sünde; deshalb sterben jene Beziehungen, die nur körperlich sind. Und doch sagst Du, ich bin hoffnungslos verliebt? Setzt Du Vertrauen in die Sinnlichkeit? Welche Steigerung bringt dann die Hochzeit, das Leben zu zweit, wo Opfer und Verzicht an der Tagesordnung sind, wenn schon alles Schnee von gestern ist?
Gottes Wort betrügt nicht, wie es der Teufel mit seinen armen Opfern tut. Es sagt: Der Körper ist nicht für die Unzucht da, sondern für den Herrn und der Herr ist mit dem Körper [Er wendet seins ganze göttliche Macht auf, um unseren Körper, der durch die Taufe sein eigen wurde, zu schützen] Wißt ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind, hütet euch vor dem Laster. Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Hl. Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt?Ihr gehört nicht euch selbst, denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. [Durch das Blut Christi, das uns wieder in göttliche Würde versetzt hat]. (vgl.1 Kor 6,13.15.17...).
Das ist es, weshalb Du Dich wie einst Eva vor Gott versteckst und nicht in die Sonntagsmesse gehst, um den Blick Jesus zu vermeiden. Es ist wieder Satan, der Dich bei Jericho auf den Weg warf und verhindern will, daß Du Dich vom Guten Samariter retten läßt; Er aber wartet auf Dich mit offenen Armen.
Gib Dich in seine Hände, denn Ihm ist alles möglich und er bringt alles in Ordnung: Er ist der Herr des Ganzen und kann sogar aus Magdalena eine Königin machen. Mir sind viele Mädchen bekannt, welche die Kraft hatten sich aus den Fehlern aus Unerfahrenheit mit Entschlossenheit loszulösen. Aber hier hat man auch den Anderen nötig!...Man muß ihn lieben, für ihn beten. Jedoch ist es nicht Liebe, wenn man bei der Täuschung mitmacht sondern wenn man ihn dort herausholt. Wenn er mitgeht, werdet ihr gemeinsam wachsen. Macht er nicht mit, ist es gut, Dich von ihm zu lösen: "Wenn dein Auge [oder eine Person, die Dein Augapfel ist] dich zum Bösen verführt, dann reiße es aus und wirf es weg. Denn es ist besser für dich, daß ein Teil deiner Glieder verloren geht, als daß dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird..." So sagt Jesus, der nicht irren kann. Lieber vorher weinen...Nur Mut! Gott der Stärkere, aber Er will unsere Hilfe. Mit all der Liebe, die ich für Dich habe, grüße ich Dich.....

Die katholische Moral ist nicht durchführbar? Der Erzbischof von München, Kardinal Wetter, enthob einen Kaplan der Jugendlichen seiner Diözese seines Amtes, weil dieser behauptete, daß die katholische Moral nicht "durchführbar" sei. Er stellte klar, daß er nicht seine bischöfliche Macht geltend machen wollte, sondern den Jugendlichen mehr Ansporn und Triebkraft geben wollte, damit sie nicht in den Sog der allgemeinen sexuellen Regellosigkeit gerieten.


Echo: Warum nur alle 2 Monate
und nur 8 Seiten?

Frau M. S. schreibt, daß "sie es ungerechtfertigt findet, daß Echo, mit seiner erfolgreichen Auflage von 800tausend Stück und in 16 Sprachen; statt einen Höhenflug zu beginnen und sein grafisches Äußeres zu verbessern, ein 8seitiges Blättchen bleibt, das alle 2 Monate erscheint. Warum wird dieses Juwel so in den Schatten gestellt?
Liebe Maria, Eco ist bereits auf dem Höhenflug, weil es eben so leicht ist und der Herr segnet, was den Charakter Seiner Armut und Einfachheit hat. Ehrlich gesagt wünschte auch ich immer, was Sie möchten, aber die Gottesmutter hat mir immer mit sanfter Hand eine Zwangsjacke angelegt, um mich in der Ackerfurche der Demut verbleiben zu lassen. Und das durch die Zeichen, welche die Geschichte von Echo begleiten.

1. Die zweimonatige Ausgabe war erforderlich, weil es mir unmöglich ist, mehr zu machen. Vor allem muß ich mich um meine Pfarrgemeinde kümmern. Für Echo habe ich viele gute technische Mitarbeiter und eine wirksame Sekretärin, aber der Kopf ist nur einer, sowohl für die sehr arbeitsaufwendige Redaktion als auch für die Organisation und die Kontakte mit den verschiedenen Ausgaben. Es ist klar, daß obwohl ich nicht meine Unterschrift wiederhole, Echo nur von einer Hand bearbeitet wird.
2. Echo ist getreu dem Evangelium kostenlos, (ohne Entgelt habt ihr erhalten und ohne Entgelt sollt ihr geben). Die Spenden, die von den Großzügigeren unter den Lesern kommen, reichen nur aus, um diese Art der Veröffentlichung .und nur dieses Format, das billigste, durchzuführen, aber auch hierfür sind die Kosten 85 Millionen Lire für unsere 5 Ausgaben.
Es ist wahr, daß wir angesichts des reichlichen Materials, von dem wir wissen, daß die Leser es sich von uns erwarten, wir dieses auf das Wesentliche kürzen müssen, aber auch das entspricht dem Charakter des Evangeliums.  "Echo ist genau das, was wir uns erwarten, eine nüchterne und schmucklose Darstellungsweise, eine gehaltvolle Schreibweise wie in der Bibel, Gottes Wort braucht nicht Zubehör und Ausschmückung" (vgl Echo 119 S.8).
Viele Leser haben auch ihre Zustimmung für Form und Zeitabstand der Ausgaben ausgedrückt, Echo ist sehr inhaltsvoll und muß in einzelnen Stücken und geraume Weile meditiert werden. Diese Armut ist gesegnet, sagt es Ihnen nichts, daß unser Blättchen bereits die Auflage von 800tausend weit überschritten hat? Dank sei Maria, der Urheberin von all dem.
Wir werden fortfahren, Ihr zu dienen, solange wie Sie will. Meinen Dank und Segen für alle die, die Ihr dienen und auf dieses kleine Echo ihrer Botschaften hören. Allen wünsche ich Frieden und Gutes und ein gesegnetes Osterfest.
Villanova M. 26.02.97

Verantwortl.: A. Lanzani, Tip. DIPRO, I- Roncade TV
März-April 1997 - Des Herrn Ostern - Orig. A.: Eco di Maria - Anschrift: Echo Mariens,
cas. post.149 - I-46100 Mantova - Autor. Trib. MN n.13 - 8.11.86, J.13- Nr.3-4; Fax 39-376-245075