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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 189 (September-Oktober 2006)

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Botschaft Mariens vom 25. Juli 2006:
“Liebe Kinder, denkt in dieser Zeit
nicht nur an die Erholung eures Leibes,
sondern, meine lieben Kinder, sucht auch
nach Zeit für die Seele. Auf dass der Heilige
Geist in der Stille zu euch spreche und ihr
Ihm erlaubt, euch zu bekehren und umzu-
wandeln. Ich bin mit euch und halte bei
Gott Fürsprache für jeden von euch.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Die Zeit der Seele
Christus in uns ist jenes Geheimnis, das
seit ewigen Zeiten und Generationen ver-
borgen war. Jetzt wurde es seinen Heiligen
offenbart;(vgl. Kol 1,26), sagt Paulus, und
erkennt die Gnade empfangen zu haben, den
Heiden als Evangelium den unergründli-
chen Reichtum Christi zu verkündigen und
enthüllen, wie jenes Geheimnis Wirklichkeit
geworden ist, das von Ewigkeit her in Gott,
dem Schöpfer des Alls, verborgen war
(vgl.
Eph 3,8). Durch Kommen, Leben, Tod und
Auferstehung Christi, ist die Offenbarung
des Schöpfergottes und Vaters beendet. Wir
wissen nunmehr alles, was für unsere
Rettung nötig ist. Was fehlt uns noch? Wenn
jemand nicht von neuem geboren wird, kann
er das Reich Gottes nicht sehen
(vgl. Joh
3,3) – sagt Jesus zu Nikodemus – und wei-
ter: Wenn jemand nicht aus Wasser und
Geist geboren wird, kann er nicht in das
Reich Gottes kommen (vgl. Joh 3,5).
Heute wie damals, genügt nicht zu wis-
sen, dass es nötig ist, sich von der Weisheit
erreichen zu lassen: es reicht nicht, tätig zu
sein, es ist nötig, sich vom Schöpfergott for-
men zu lassen. Freilich besteht Gefahr, in
einem persönlichen, intimen Gott Zuflucht
zu nehmen, der der eigenen Vorstellung ent-
spricht und daher zum Idol wird. Es besteht
auch die Gefahr, das Wort und die
Sakramente dem Heiligen Geist zu ent-
reißen, der sie geschaffen hat, weshalb wie-
der die Gefahr besteht, Gott durch ein Idol zu
ersetzen. Das sind zwei Aspekte der
Lebenswirklichkeit, der Natur des Menschen
entsprechend, der aus dem Fleisch und nicht
dem Geist geboren wird (vgl. Joh 3,6).
Wir, die wir mehrmals am Tag zum Herrn
beten Dein Reich komme, Dein Wille gesch-
ehe,
messen diesen Worten doch die
ursprüngliche Bedeutung zu, oder haben
diese nur eine vage Bedeutung, die nur die
Zeit der Aussprechung in Anspruch neh-
men? Wenn wir Ihn unseren Vater bezeich-
nen, meinen wir, in uns die Eigenschaften
Seines Einzigen Sohnes anzunehmen und
unser Leben bedingungslos zu übergeben?
Unser Gottesbezug kann nicht der eines
Mittlers sein, auch wenn er wichtig ist; ent-
weder wir übergeben Ihm alles oder wir ris-
kieren Ihm nichts zu geben.
Unser Gott ist ein eifersüchtiger Gott
(vgl. Ex 20,5). Auch die Zeit ist eines Seiner
Geschenke und sie muss auf Ihn ausgerichtet,
Ihm gewidmet, angeboten sein, nicht etwa
um uns dessen zu berauben, sondern im
Gegenteil, um sie in Fülle zu leben, um sie
nicht zu vergeuden und verschwenden; um
sie nicht zu degradieren, wie es mit all dem
geschieht, was wir Ihm entziehen. Denkt in
dieser Zeit nicht nur an die Erholung eures
Leibes, sondern, meine lieben Kinder,
sucht auch nach Zeit für die Seele,
ruft uns
Maria auf. Besonders in den reichen Ländern
schwindet die Zeit für die Seele, d.h. für den
Ort in uns, wo wir Gott begegnen. Der
Körper, sei es aus wirklichen Bedürfnissen,
sei es aus vorgetäuschten, erfordert zuneh-
mend Zeit und von diesem wird auch Zeit der
Ruhe in Anspruch genommen.
Auf dass der Heilige Geist in der Stille
zu euch spreche und ihr Ihm erlaubt,
euch zu bekehren und umzuwandeln.
Maria spornt uns zu zwei Verhaltensweisen
an, die klar, deutlich und nötig sind: die
Bekehrung und Umwandlung, die eben-
falls nicht unser Werk sein können. Stille
bewahren, auf dass der Heilige Geist zu uns
spreche
– Gebet des Hörens – und dem
Heiligen Geist erlauben, dass er uns
bekehre und umwandle
– Hingabe zu Gott
-. Gotte bewahre uns, dass wir Ihn beschul-
digen, Seine Liebe nicht angenommen zu
haben, denn es sind wir und nur wir allein,
die Ihn hindern können, uns zu erreichen,
die wir Ihn abweisen, die wir unser
Erstgeburtsrecht für einen Teller
Linsengemüse abgeben können (vgl. Gen
25,29-34). Die Zeit ist erfüllt, das Reich
Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das
Evangelium!
(vgl. Mk 1,15)
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. August 2006
Liebe Kinder, auch heute rufe ich
euch auf, betet, betet, betet! Nur im Gebet
werdet ihr mir und meinem Sohn nahe
sein, und ihr werdet erkennen, wie kurz
dieses Leben ist. In eurem Herzen wird die
Sehnsucht nach dem Himmel geboren.
Freude wird in eurem Herzen herr-
schen, und das Gebet wird wie ein Strom
fließen. In euren Worten wird nur Dank
an Gott sein dafür, dass Er euchgeschaf-
fen hat, und der Wunsch nach Heiligkeit
wird für
euch Wirklichkeitwerden.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt
seid!“
Der Wunsch
nach Heiligkeit
Das menschliche Geschöpf ist aus der
Liebe Gottes entstanden und es muss das
berücksichtigen, um nicht von der ursprüng-
lichen Würde abzufallen. Die Beziehung
zwischen Gott und Mensch betrifft nicht nur
den Schöpfer und Sein Geschöpf, sondern
bezieht die ganze Schöpfung mit ein, zur
Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes
(vgl. Röm 8,21). Der Mensch, der sich als
Kind Gottes erweist, befreit sich selbst und
die Welt von der Vergänglichkeit, in die er
gefallen ist, und lässt ihn an der Herrlichkeit
der Kinder Gottes teilhaben. Diese
Vorahnung Pauls, überraschend für die Zeit,
in der er lebte, tritt heute klar zutage, denn
das Nicht-offenbar-Werden als Kinder
Gottes zerstört die Natur vor den Augen
aller Menschen. Der Mensch hat die Pflicht
das auszudrücken und zu erreichen, was er
im Grunde ist: Abbild Gottes und was
Christus für uns erreicht hat, Kind Gottes.
Deshalb wurde uns Maria vom sterbenden
Jesus als Mutter geschenkt, um Kinder
Gottes zu schaffen. Deshalb besucht uns
Maria und ermahnt uns unermüdlich.
Liebe Kinder, auch heute rufe ich
euch auf, betet, betet, betet. Das Gebet öff-
net unser Herz der Liebe Gottes, macht uns
für die sakramentale Gnade bereit, ermög-
licht uns, Seine Liebe zu leben und der Welt
zu überbringen. Das Gebet kann deshalb
nicht nur mechanisch und automatisch sein,
sondern muss das Innerste dessen erschüt-
tern, der es spricht und auf irgendeine Weise
auch Jenen, der es empfängt; es muss die
himmlische und irdische Kirche hinzuzie-
hen, das Universum mit einbeziehen, den
Menschen in den Schoß Gottes legen. Nur
im Gebet werdet ihr mir und meinem
Sohn nahe sein.
Folglich werden wir außer-
halb des Gebetes Ihm nicht nahe sein, wir
werden uns weit weg befinden, in uns und
von unseren Problemen eingeschlossen,
unfähig, das Leben in seiner wahren Größe
und Schönheit zu erfassen. In Ihrer Nähe
werden wir erkennen, wie kurz dieses
Leben ist, d.h. wir werden die Weisheit
“Maria erstrahlt auf Erden als Zeichen der
sicheren Hoffnung und des Trostes für das
Volk auf dem Weg“
Benedikt XVI.
September - Oktober 2006
-
Herausgeber; Eco di Maria,
C.P.
47 - 31037 LORIA (TV)
(Italia)
- J. 22, Nr. 9-10
Sped. a.p. art. 2, com.20/c, leg. 662/96 filiale di MN, Autor.Trib. MN n. 13 : 8.11.86, Tel/fax 0423.470331
189
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besitzen, unsere Erwartungen und
Hoffnungen zu begrenzen, die nur auf den
Mensch und die menschliche Gelehrsamkeit
aufgebaut sind, als auch die Weisheit, die
uns von Gott geschenkte Zeit in ihren
Abschnitten zu leben. Wir werden aufhören
von der Welt das zu erwarten, was wir nur in
Gott finden können. In unseren Herzen
wird die Sehnsucht nach dem Himmel
geboren.
Legen wir alle Dinge auf ihren
rechten Platz, d.h. auf den von Gott gewoll-
ten Platz, somit wird Freude in unserem
Herzen herrschen, und das Gebet wird
wie ein Strom fließen.
Alles in Gott ist
natürlich, denn göttlich ist unsere Natur;
alles was nach Ihm ausgerichtet und in Ihm
gelebt ist, blubbert und sprudelt wie ein
Bach, und die wechselnden Ereignisse im
Leben werden uns nicht den Frieden und die
Freude rauben, die von Ihm kommen und
die nur in Ihm sind. Das Gebet wird daher
Gebet des Lobes und Dankes sein. In euren
Worten wird nur Dank an Gott sein
dafür, dass Er euchgeschaffen hat, und
der Wunsch nach Heiligkeit wird für euch
Wirklichkeitwerden.
In der Tat ist
Heiligkeit Leben in Gott und wenn wir in
allen Lebenslagen nur zu Lob und Dank Ihm
gegenüber fähig sind, dann sind wir schon in
Ihm und befinden uns in der Heiligkeit.
Danke, Maria, für diese deine Worte des
Lebens, für deine demütige und spürbare
Anwesenheit an diesem gesegneten Ort,
danke für die Heiligkeit, in der wir uns ein-
getaucht fühlen, wenn wir diese deine
Botschaft betrachten.
N.Q.
Der Heilige Vater
betrachtet das
Antlitz Christi
„Dein Antlitz, Herr, suche ich. Verbirg
nicht dein Gesicht vor mir“. Diese
Psalmworte drücken sehr stark das Sehnen
nach Gott aus, der jedem Menschen inne-
wohnt: Gott zu sehen, von
Angesicht zu Angesicht, schon
hier auf Erden. Den
Unerkennbaren zu erkennen,
den Unerreichbaren, den ewi-
gen Gott nur flüchtig zu erha-
schen, der doch um seine
geliebten Geschöpfen zu
begegnen ein menschliches
Antlitz angenommen hat. Der
Herr wollte nicht anonym blei-
ben, er liess sich sehen, und
nicht allein den Menschen sei-
ner Zeit. Wirklich, es ist ein
derartiges Ereignis, das Gesicht
Jesu eingeprägt auf einem
Gewebe, wie auf einer Fotographie, damit es
durch die Jahrhunderte hindurch sichtbar
bleibt. So ist es bekanntlich auf dem
Grabtuch von Turin, dem Leichentuch, das
den toten Leib Jesu umhüllt hielt, um davon
und von den Grausamkeiten seiner Passion
Zeugnis zu sein. Aber nicht nur. Es gibt
tatsächlich in Italien, genau gesagt in
Manopelleo (Prov. Chieti) ein Stück Stoff,
worauf das Gesicht eines Mannes eingeprägt
ist, das frappierend genau auf die Züge des
Antlitzes des Grabtuchs von Turin passt.
Der Ausdruck ist ab er nicht der eines Toten,
sondern eines Lebenden. Was ist das denn?
Der authentische Schleier der Veronika
Eine alte Legende erzählt, dass eine Frau
mit Namen Veronika das Gesicht Christi auf
seinem Gang nach Kalvaria trocknete: dafür
erhielt sich das göttliche Antlitz eingeprägt
auf ihrem Schleier. Während des ersten
Heiligen Jahres 1300, konnte der Schleier in
der Basilika zu St. Peter in Rom von den
Pilgern verehrt werden. (Der Name
Veronika soll aus der Bezeichnung „vera
icona“ sich entwickelt haben). Aus unbe-
kannten Gründen verloren sich dessen
Spuren – wenn auch der Vatikan dies nie
angenommen hat – bis er nach einer Reihe
privater Spender im Konvent der Kapuziner
in Manopello auftauchte. Manopello, ein
bescheidenes kleines Dorf an den Hängen
der Appenniner Abruzzen.
Wissenschaftliche Nachforschung
Zur Bestätigung einer möglichen
Echtheit dieser Reliquie kommt uns nun die
Wissenschaft zu Hilfe. Ein kürzlich erstellte
Prüfung durch ultraviolette Strahlen ergab,
dass die Fasern des Schleiers keine Art von
Farbe aufweisen: er wurde also weder
gemalt noch aus farbigen Fasern gewoben.
Darüber hinaus stammt das Material aus
einem Weichtier, einer Muschelseide, die
unmöglich zu färben ist, weil das darin ent-
haltene Salz sofort die Farbe auslöschen
würde. Durch ausgeklügelte fotografische
Techniken ist es gelungen festzustellen , wie
das Bild, das erscheint, auf beiden Seiten
identisch ist mit den Genen des Schleiers,
wie ein Dispositiv.
500 Jahre Verehrung
Es sind genau 500 Jahre her, anno 1506,
trug ein unbekannter Pilger das wertvolle
Tuch nach Manopello. Kurz darauf wurde es
von den Kapuzinerbrüdern über dem
Hauptaltar in einem Rahmen aufgestellt
Heuer feiern die Pilger und alle, die sich dar-
um bemüht haben, das Fünfhundert-Jahre-
Jubiläum dieses kostbaren Fundes in
Dankbarkeit für die Gnade, die entströmt.
Die hauptsächlichsten Förderer
dieses erneuerten Interesses ist
der Kunsthistoriker Heinrich
Pfeiffer – Jesuitenpater – der
aufzeigt, wie alle antiken
Christusbildnisse auf diesen
Prototip zurückzuführen sind.
An seiner Seite bekräftigt die
deutsche Ordensfrau, Sr.
Blandina Paschalis - Expertin in
Ikonographie – überzeugend,
dass das Antlitz des Grabtuches
und jenes von Manopello per-
fekt übereinstimmen. Daraus
folgert sie die Hypothese, dass
es sich um jenen Schleier han-
delt, der im Grab auf dem Haupt Jesu gele-
gen hat, und dass das Bild genau im Moment
des Erweckens Christi eingeprägt worden
ist, als eine Explosion von Licht seine
Auferstehung begleitet hat.
Der Papst als „Pilger unter Pilgern“
Wie andere Pilger begab sich Papst
Benedikt XVI. am 1. September privat nach
Manopello um auf Einladung des
Erzbischofs von Chieti , Mons. Bruno Forte,
die Reliquie zu verehren. Unsre
Mitarbeiterin Ana Simic berichtet:
„Da kam auch Simon Petrus, der ihm
gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er
sah die Leinenbinden liegen und das
Schweisstuch, das auf dem Kopf Jesu gele-
gen hatte; es lag aber nicht bei den
Leinenbinden, sondern zusammengebunden
daneben an besonderer Stell“ (Joh 20,6-
7).Das ist auch heute geschehen. Der petrus
unserer zeit kam um das Schweisstuch, das
auf dem Haupte seines Herrn und Meisters
lag, zu sehen und zu verehren. Das heutige
Gnadenereignis hat in uns dijese
Evangeliumsstelle wachgerufen und die
Liebe diesem Christus erneuert, mit dem
unergründlichen Antliltz, das allein uns die
totale Liebe zeigt, die den Tod besiegt. „O
heiliges Antlitz Jesu, Schönheit die mein
Herz entführt hat. Präge dich mir ein, so
dass, wenn du mich ansiehst, du Dich in mir
siehst“ singt der wunderschöne Kantus der
versammelten Beter.
Es war schön, erhebend und sehr
berührend, den Heiligen Vater zu sehen, sei-
ne Augen in jene seines Herrn vertieft, der
wahre Liebende, der wahre Jünger seines
Meisters. Sich im Gebet aufhaltend, gesam-
melt im Beschauen des so geliebten und so
ersehnten Gesichtes, überbrachte uns der
Heilige Vater eine Botschaft der
Betrachtung, eine Einladung, unsern Blick
auf Jesus geheftet zu halten. Es ist vor allem
im Betrachten, dass Papst Benedikt seine
Brüder im Glauben stärkt. Es gibt nicht
überzeugenderes als diese seine Überein-
stimmung zwischen seinen Worten und sei-
nem Beispiel“.
Wer ist es. der sucht das Antlitz Gottes
sucht?
Wer Jesus begegnet, wer sich von ihm
anziehen lässt und bereit ist, ihm bis zum
Opfer seines Lebens zu folgen“ – sagte der
Papst zu den anwesenden Pilgern – „erfährt
persönlich, wie Er es auf dem Kreuze erfah-
ren hat, dass nur das Weizenkorn, das in die
Erde fällt und stirbt, reiche „Frucht
bringt...Dies ist der Weg Jesu, die Strasse
der Ganz-Liebe, die den Tod überwindet:
wer auf ihr geht, lebt schon auf dieser Erde
in Gott, angezogen und gewandelt vom Blitz
seines Antlitzes.“ Ein Tod, so fügen wir bei,
der die Spuren Jesu auf Erden nicht auslö-
schen konnte, Spuren die noch nach 2000
Jahren von ihm zu uns sprechen, uns seine
Menschlichkeit zeigen, sein Haupt voll
Liebe und Güte uns entschleiern, damit auch
wir uns bemühen, im gleich zu werden.
Es ist ermutigend zu sehen, wie ein
Papst vor einer Reliquie kniet und so
bezeugt, dass Volksfrömmigkeit nicht nur
Frucht von Legenden oder Fantasien ist,
sondern bis zu den Wurzeln in der
Geschichte einer pilgernden Kirche reicht,
dauernd auf Suche nach ihrem Gott um ihn
anzubeten: „Um sich mit Christus zu verei-
nen und sein Antlitz zu betrachten, (...) sind
‚unschuldige Hände und reine Herzen‘ not-
wendig. Unschuldige Hände, das sind von
der Wahrheit der Liebe erleuchtetes Sein,
das die Gleichgültigkeit überwindet, den
Zweifel, die Lüge und die Selbstsucht; dazu
braucht es reine Herzen, Herzen, die von der
Schönheit Gottes ergriffen sind..., fährt der
Papst fort. Und am Ende schliesst er: „Die
Suche nach dem Antlitz Jesu muss zur
Sehnsucht von uns allen Christen werden“.
Stefania Consoli
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Ein einziger Leib
Ein rhythmischer und lebendiger
Gesang, der einem freudigen Herzen ent-
springt und der Gedanken und Körper zu
einem Ausdruck des Lobes erfasst.
Verschiedenste Sprachen, alle möglichen
Gebetsformen, hunderte von Farben, tau-
sende Stimmen... Es ist etwas Neues und
Einzigartiges hier in Medjugorje, an dem
vielleicht die „traditionellen“ Pilger nicht
gewohnt sind, aber auf jeden Fall etwas
Lebendiges, das dich einlädt, dich nicht zu
isolieren und dich bewegt, an dem einzigen
Leib teilzunehmen, was nichts anderes ist,
als der Frühling der Kirche, der mystische
Leib Christi.
Dies ist das Festival der Jugend,
Ereignis, das sich zum siebzehnten Mal wie-
derholt, das aber immer neu ist, stets voll an
Gnaden, und immer neue Jugendliche
anzieht und daher neue Gebete und neue
Begeisterung mit sich bringt. „Lampe für
meine Schritte ist dein Wort und Licht auf
meinem Weg“
war der Titel des Treffens.
Alle sind der unwiderstehlichen
Einladung aus den verschiedensten und ent-
ferntesten Ländern gefolgt. Alle Jugendlichen
tragen in sich einen echten Samen des Guten,
den Wunsch nach Wahrheit, die folglich eine
innere Suche erzeugen. Die Jugendlichen
haben die Fähigkeit das Wahre und Echte zu
erkennen, und daher das, wofür es sich aus-
zahlt, sich von allem Übrigen zu entledigen,
alles zu verkaufen und abfahren, sich zu ver-
schenken.
Nun also singen und preisen sie Gott am
Fuß dieser kahlen Berge und diesen „leid-
tragenden“ Steinen; hier beten sie Jesus im
Heiligsten Sakrament des Altars an; hier das
auserwählte Volk der wahren Christen,
jener, die den Glauben leben, die in jenem
Stück Brot den Retter
erkennen, den Erlöser
des menschlichen
Geschlechtes, bereit,
alles für das Zeugnis
zu geben, dass Er Gott
ist, der wahre Gott,
der einzige Gott.
Er ist der
Mittelpunkt, Er ist
tatsächlich die einzige
Antriebsfeder, die
Quelle und der Grund
so großer Freude. Alle
wussten es und waren bereit dafür Zeugnis
abzulegen; nur deshalb erstreckte sich die
vereinte Begegnung über eine vergängliche
Begeisterung der Welt... Er machte aus uns
einen einzigen Leib, Seinen Leib.
Vom ersten Augenblick an hatte man
klare Sicht, als am Abend des ersten August
jede der anwesenden 50 Nationen vorge-
stellt wurde, und sie freuten sich, diese ver-
treten zu dürfen. Als aber Jean Paul, viel-
leicht einziger, anwesender Libanese in
Medjugorje, an das Mikrophon trat, hat sich
ein Beifall erhoben, der lange, stark, bewegt
auf dem Platz widerhallte, um Solidarität zu
bekunden, der sich nicht auf naive
Nationalismen oder leere politische
Missbilligung beschränkte.
Das Fehlen der libanesischen Pilger hat
sich nach vielen Jahren bemerkbar gemacht.
In der Tat gab es stets eine Gruppe, die bei
keinem Festival fehlte. „Wir haben an euch
gedacht, liebe Libanesen“ – sagte Fr. Marijo
am Beginn einer hl. Messe, „wir haben den
Platz für die Radiofrequenz vorgesehen, und
eure Fahne war auch unter den anderen
gereiht... Nun ist anstelle der Frequenz nur
ein Kanal, aber es gibt eine Frequenz, die
bis zu euch gelangen kann und die keine
Grenzen kennt, und diese ist die Frequenz
des Gebetes, die Frequenz der Liebe“.
Welche Freude an der hl. Messe am
Sonnenuntergang auf dem großen Platz teil-
zunehmen, der von einer unübersehbaren
Menge an Seelen gefüllt war! Jede dieser
Messen hat einen solchen Wert und ist sol-
ches Geschenk, dass eine Reise von 15, 20,
25 Stunden gern in Kauf genommen werden
kann... Welche Freude und Kraft zu sehen
und zu spüren, dass alle in deiner
Umgebung an einer lebendigen Liturgie
der Rettung
teilnehmen! Nicht passiv, son-
dern indem sie sich von einer Gnade formen
und ändern lassen, die sich verschenkt, von
einem himmlischen Geschenk eines Gottes,
der mitten unter uns wohnt und sich offen-
bart, und Gesicht und Stimme des naheste-
henden Bruders annimmt.
Welche Freude und welche Kraft so das
größte Wunder des christlichen Lebens neu zu
erleben: Gott, der vom Himmel herab steigt
und sich auf dem Altar überlässt, der von
30.000 Jugendlichen umsäumt ist. Und Er
steigt dann vom Altar herab um uns zu besu-
chen: Er kommt zwischen uns herab, um in
uns einzukehren; von den Priestern auf
Händen getragen, schreitet Er auf kiesigen
Wegen einher, zu den Bänken, unter schwit-
zenden, müden und wartenden Menschen, um
einen jeden zu erreichen, ihn persönlich mit
dem zu besuchen, was er im
Innersten nötig hat, dass es
berührt und verwandelt wird.
Es scheint, dass das
Gebet wirklich von einem
einzigen Leib emporsteigt,
Blicke begegnen sich wie
Gebet und Segen.
„Komm’ Brot, das heiligt.
Komm’ und verkläre uns.
Komm’ in uns zu wohnen,
komm’ und verwandle uns
in Dich, komm’ und mache
uns heilig.
Komm’ jetzt zum Bruder, der vor mir
steht, komm’ und sättige jenen Blick voll
Wünsche, komm’ und versiegle und schütze
für immer jene Hoffnung, die in diesem
Gesicht aufleuchtet...
Komm’ in diese meine Schwester,
komm’ und wohne in ihr. Komm’ in diesen
meinen Freund, komm’, damit er Dich dort-
hin bringe, wohin Du ihn jetzt einladest
zurückzukommen. Komm’ und nimm’ das
Anerbieten meines Lebens an...“
Man merkt das Staunen, die
Dankbarkeit, und wieder entladet sich die
Freude in einen Gesang des Dankes, der
sich allseits erhebt. Jesus ist mit uns, den
Vater zu besingen und zu preisen, glücklich,
einfach unter Seinen geliebten Geschöpfen
zu sein.
Welche Freude und welche Kraft..., ja,
denn Freude ist Kraft. Lebendige Kraft
muss man weiter geben, sie ist Mut für die
Zukunft, sie ist Verkündigung, die Zweifel
vertreibt und die Last der Angst und
Gleichgültigkeit besiegt.
Ich beharre auf die Hl. Messe, denn sie
war sicherlich die bewegendste und wich-
tigste Zeit des Tages, auch wenn sich nicht
alle völlig dessen bewusst waren... Ich glau-
be, dass sie erst im Himmel den Wert der
Rettung vollkommen eines jeden gemein-
schaftlichen Gebetes und Anerbietens rund
um das eucharistische Opfer am Altar ver-
stehen werden. Nur im Himmel werden wir
die umfangreiche, geistliche Wirklichkeit
erkennen und welche Heilseffekte das
eucharistische Opfer bringt.
Nun kehren die Jugendlichen wieder
heim, ein jeder in seinem eigenen Alltag.
Sie schwärmen aus, bleiben im Gebet ver-
eint, sind sich gegenseitig geistliche Stütze.
Ein jeder muss sich mit einem schwierigen
Alltag auseinander setzen, und das mit vie-
len anderen Jugendlichen, die Gott nicht
kennen oder diesen ablehnen, der so
demütig ist, ein jeder aber mit dem Wunsch
und der Sicherheit, Kind und Zeuge
Mariens in dieser Zeit zu sein.
F.C.
Hier einige Zeugnisse:
Susanna, 25 Jahre:
Ich komme das dritte Mal nach
Medjugorje. Das erste Mal kam ich, weil
Freunde mich herbrachten. Es war eine star-
ke Erfahrung und ich habe eine neue
Dimension entdeckt, den Glauben zu leben.
Ich glaube, würde man in unseren Pfarreien
die Hl. Messe auch mit solchen Gesängen
feiern und mit solcher Begeisterung beglei-
ten, würde man sie viel intensiver erleben.
Diesmal habe ich die Wallfahrt nicht
mehr in der Gruppe erfahren, sondern als
persönlichen Weg, etwas viel Innerliches.
Diese Tage haben auch in mir einige Fragen
aufgeworfen, wie den Wunsch eines tieferen
Nachdenkens, um Antworten auf mein
Leben zu finden, die allein Gott geben kann.
Christopher, 20 Jahre:
Ich komme das sechste Mal nach
Medjugorje. Hierher kommen bedeutet, ein
Loslösen von der Außenwelt, eine spirituel-
le Erneuerung. Jedes Mal, wenn ich nach
Hause komme, habe ich für einen Monat
ein Lachen im Gesicht...
so ist Medjugorje,
es ist etwas, das eine Spur hinterlässt.
Jedes Jahr habe ich eine andere
Erfahrung, etwas, das in dir den Wunsch
wieder zu kommen weckt. Ich glaube, dass
ich mich nirgends so unterhalte, wie hier, es
ist so schön so viele Menschen in meinem
Alter versammelt zu sehen, alle, um zu
bezeugen, dass die Madonna hier erscheint,
NACHRICHTEN VOM GESEGNETEN LAND
Festival der Jugend in Medjugorje
3
Echo 189
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und sich über ihre tatsächliche und spürbare
Anwesenheit zu freuen. Das ist Medjugorje.
Annadelia, 23 Jahre:
Für mich ist dieses Festival der endgül-
tige Sieg über mein Gefühl der Einsamkeit.
Nie habe ich mich in der Masse bei
Konzerten wohl gefühlt, die Menge hat
mich stets Einsamkeit spüren lassen... die-
ses Mal nicht! Ich bin Menschen begegnet,
die mir sehr viel gegeben haben!
Wie jeder Gläubige weiß ich, dass wir
uns mehr einsetzen müssen, das Gute auf
Erden zu erbauen... Hier aber, da ich so vie-
le Menschen sehe, die sich entschlossen für
das Gute einsetzen, habe ich endlich ver-
standen, dass das möglich ist.
Ich habe mich amüsiert, mehrere Fotos
geknipst, aber auch das war nicht eine ober-
flächliche Erfahrung. Ich sah, stellte fest,
verstand, wie schön es ist Mensch zu sein,
in all seinen Ausdrucksweisen: Freude,
Besinnung, sogar Trauer. Ich habe eine
besondere Zärtlichkeit in den Menschen
festgestellt, wie ich sie nirgendwo gesehen
habe. Es scheint unglaublich, dass es „sol-
che“ Jugendliche überhaupt gibt. Ich habe
Angst nicht mehr so beten zu können, wie
ich hier gebetet habe.
Jakob, 16 Jahre:
Ich kannte diesen Ort nicht, und als ich
las, dass die Madonna Botschaften gab,
glaubte ich nicht daran, sie kamen mir alle
gleich vor, weshalb ich nach Medjugorje
kam und mir nichts erwartete.
Ich habe hier fantastische Dinge vorge-
funden... Im Westen ist heutzutage Beten bei-
nahe kriminell, hier spüre ich den Wunsch
zum Gebet. Nachdem ich mit den anderen
fünf Rosenkränze gebetet habe, möchte ich
allein noch weiter beten. Es kommt mir vor,
dass ich hier ich selbst sein und
Gemeinschaft mit anderen haben kann. Es ist
wie sich von vielen schweren Rüstungen zu
entledigen und wirklich frei zu sein, einen
Sinn zu finden für das, was wir tun.
Das alles verleiht dir einen Schub, um nach
Italien heimzukehren und das Leben auf
anderer Weise zu bewältigen, da ich weiß,
dass alles, was wir machen nicht
Selbstzweck ist, sondern eine geistliche
Bedeutung haben kann.
Um von diesem Ort zu erzählen, darf man
nicht bei den Sehern oder Botschaften stehen
bleiben, oder bei bestimmten Zeugnissen,
denn hier ist eine Atmosphäre, ein Etwas, das
die Grenzen sprengt und alles mit ein bezieht.
Man kann es nicht erklären, denn im Grunde
gibt es nichts Komplizierteres, als den
Glauben zu verstehen... Sicher werde ich
zurückkommen und werde versuchen, so vie-
le Leute, wie möglich mitzubringen, denn mit
Worten ist es nicht leicht, all das weiter zu
geben. Ja, ich hoffe diesen Ort bekannt zu
machen, auch deshalb, ja besonders wegen
jener, die mich ausgelacht haben, als sie hör-
ten, dass ich hierher komme: Ich möchte die-
se Personen von dem herausreißen, was sie
Leben nennen, was aber in Wirklichkeit ein
Überleben ist.
Ich bin dankbar, dass mich die Madonna
im Alter von sechzehn Jahren hierher
gebracht hat.
Don William, 27 Jahre:
Dieses Ereignis in Medjugorje ist von
großer Innerlichkeit geprägt, auch für uns
Priester, die wir es nötig haben, zum
Wesentlichen zurückzukehren, d.h. zu Jesus
in der Eucharistie und zum Wort Gottes.
Das müssten wir stets tun, aber das bleiben
besondere Momente. Hier ladet die Mutter
auch die Jugend zum Wesentlichen ein, ein
Leben nach dem Herzen Gottes und dem
Evangelium zu erbauen.
Zur Geburt einer Gesellschaft der Liebe
müssen die Jugendlichen merken, dass es
Personen gibt, die das wünschen, Personen
wie sie; heute schmälert die Welt diese
Begeisterung und führt zu Entmutigung.
Eine lebendige Kirche erfahren, ist etwas
Überwältigendes für ihren Glauben (der
Jugendlichen AdR). Mit dieser Ermutigung
sind die Reserven an Begeisterung und
Großmütigkeit überraschend, die in ihnen
geweckt werden. Wir haben für unsere
Pilgergruppe das Motto gewählt: „Solang
Jesus ist, besteht Hoffnung“.
Alex, 20 Jahre:
Ich bin zum ersten Mal in Medjugorje.
Sollte ich sagen, warum ich gekommen bin,
dann wohl um die Wahrheit zu finden.
Voriges Jahr war ich in Köln und wenn ich
einen Vergleich anstelle, möchte ich sagen,
dass das Klima ungefähr dasselbe ist, aber
hier ist die Spiritualität stärker, man spürt,
dass es eine gesegnete Erde ist.
Die nächtliche Anbetung war der schön-
ste von mir erlebte Moment. Ich kann in
Worten nicht kleiden, was ich erlebt habe,
ich kam zur Kirche im Morgengrauen, noch
müde und verschlafen, als ich aber zu beten
begann, spürte ich etwas in meinem
Inneren, die Müdigkeit ist schnell verflogen,
es war ein tiefe Erfahrung.
Francesca, 21 Jahre:
Das erste Mal war ich hergepilgert, weil
ich einen literarischen Preis gewonnen hat-
te, heute bin ich zum vierten Mal hier. Ich
habe die Beichte so tief erlebt, wie noch nie,
die Vorbereitung hat mir sehr geholfen, die
uns der Pfarrer empfohlen hatte, ich habe
verstanden, was sie bedeutet und wie man
sich mit diesem Sakrament auseinander
setzt. Ich hoffe sehr, dass die Gruppe, die
sich zur Wallfahrt zusammengefunden hat
sich weiter zum Gebet trifft... wir organisie-
ren uns schon wieder für eine neue Reise
hierher mit vielen anderen, neuen Personen.
Barbara, Stefania, Carla:
In diesen Tagen haben wir erfahren, wie
sehr die Stimme Christi in Wirklichkeit in
der tiefe des Herzens anwesend ist und wie
sehr Sein Wort die einzige und wahre
Sicherheit für unser Leben ist. In
Gemeinschaft mit Tausenden von
Jugendlichen haben wir das Antlitz Mariens
beschaut, sie, die uns vom Himmel aus eng
in einer liebevollen Umarmung hält und uns
alle als ihre Kinder ruft.
Alex:
Medjugorje vermag die Tiefe des
Herzens einer jeden Person zu berühren, die
diese gesegnete Erde besucht. Hier hört man
die Stimmen Mariens und Jesus viel stärker
und klarer. Ein jeder erhält etwas Kostbares
für sein Herz, um es weiter zu reichen, zu
bewahren und es im eigenen Leben wachsen
zu lassen.
Don Vincenzo:
Medjugorje, zur Quelle meiner priesterli-
chen Berufung zurückzukehren ist ein
Eintauchen in die Umarmung Mariens,
Königin des Friedens, die sich der Nöte ihre
lieben Kinder annimmt. Mit so vielen
Jugendlichen zusammenzusein, die nach
Leben, Wahrheit und gesunden Perspektiven
hungern, ist, wie nur Gott unsere
Erwartungen erfüllen kann. Die Jugendlichen
sind die Hoffung und die Zukunft und hier
sieht man, wie durch Maria ihre Herzen von
der überschwänglichen Freude ergriffen wer-
den, für eine Kirche, die aufgerufen ist,
Allgemeingut der Welt zu sein.Es ist faszi-
nierend und ansteckend zu sehen, wie viele
Jugendliche in Freude aufgehen. Aus vielen
Zeugnissen erfährt man das Ja zu Maria
gegenüber dem Willen Gottes.
Silvia:
Dank dieser Reise habe ich den Wert des
Gebetes wieder entdeckt, vor allem jenes,
das die Gospa als „Herzensgebet“ bezeich-
net: ein einfacher, aber ehrlicher Dialog mit
Maria und Jesus, um mit Freude jede kleine
Geste unseres Alltags anzubieten, der reich
an Gnaden ist und die wir oft nicht wissen
zu erkennen und anzuerkennen. Danke
Maria!! In Liebe und Dankbarkeit...
Was Gott tut das ist wohlgetan,
es bleibt gerecht sein Wille;
wie Er fängt meine Sachen an,
will ich ihm halten stille.
Er ist mein Gott der in der Not
weiss wohl mich zu erhalten
drum lass ich Ihn nur walten
Was Goitt tut das ist wohl getan,
er wird mich nicht betrügen
Er führet mich auf rechter Bahn,
so lass ich mir genügen
an Seiner Huld und hab Geduld,
Er wird mein Unglück wenden
Es steht in seinen Händen
Was Gott tut das ist wohl getan,
er ist mein Licht und Leben
der mir nichts Böses gönnen kann,
ich will mich ihm ergeben
in Freud und Leid. Es kommt die Zeit,
da offentlich erscheinet
wie treulich er es meinet.
Was Gott tut das ist wohl getan,
dabei will ich verbleiben.
Es mag mich auf die raue Bahn,
Not, Tod und Elend treiben
So wird Gott mich ganz väterlich i
n seinen Armen halten
Drum lass ich ihn nur walten.
Samuel Rodigast 1676
nach Michael Altenburg um 1655
4
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Begegnung mit
Fra Ljubo Kurtovic
Gespäche um das Jugendfest...
von Alex Borlini
Wie ist eigentlich
das Jugendfest
e n t s t a n d e n ?
Welches waren
die Motive?
Dieses Jugendfest
wurde vor 17
Jahren geboren,
als Pater Slavko
mit einer Gruppe
J u g e n d l i c h e r
begonnen hatte,
ihnen Medjugorje
verständlich zu
machen, um geistig zu wachsen durch die
Spiritualität von Gesängen und persönlichen
Zeugnissen. Ich war damals nicht hier und
darum kann ich nicht viel über die Anfänge
sagen. Sicher gab es eine Gruppe
Jugendlicher, die von Medjugorje berührt
waren, von der Gegenwart der Madonna
und den Botschaften. So wuchs dieses
Jugendfest nach und nach.
Wie habt ihr es bekannt gemacht?
Die Publizität ist ganz spontan. Es ist ein
Wunder, dass die Jungen kommen. Wir
machen überhaupt keine Propaganda: ein
Junger, der teilgenommen hat erzählt davon
einem andern und so wächst die Zahl. Es
gibt keine Bekanntmachung weder in TV
noch im Radio.
Wie hat es sich in diesen 17 Jahren ent-
wickelt?
Sicher ist die Zahl gewachsen. Die Form
blieb sich mehr oder weniger gleich. Am
ersten Jugendfest waren es um die hundert
junge Menschen aus vier oder fünf
Nationen. Dieses Jahr waren 42 verschiede-
ne Länder vertreten und die Besucherzahl
lag um die 30.000, zusätzlich derjenigen,
die sich nicht angemeldet hatten vor allem
in den hl. Messen, die der zentrale Punkt des
Tages sind. Es ist in 19 verschiedenen
Sprachen möglich zu beichten und die hl.
Messe wird in 15 Sprachen übersetzt ...
Welchen Schwierigkeiten seid ihr begeg-
net?
Auch die Organisation verläuft sozusa-
gen fast spontan. Ein Wunder. Man tut es
seit mehreren Jahren und viele Dinge weiss
man schon. Es hilft uns die Kommunität
Cenacolo, die ihren eigenen Tag der
Zeugnisse hat, vor allem mit ihrem Rezital
des Evangeliums, das die jungen Männer
alle zwei Jahre vorbereiten. Es folgen dann
vierschiedenste konkrete Erfahrungen und
Zeugnisse von Bekehrungen in Medjugorje
– oder im eigenen christlichen Leben:
erzählt von Schwestern, Laien, Priestern,
Jugendlichen.
Was suchen die Jugendlichen, die hierher
kommen, welche Erfahrungen haben Sie
gemacht?
Aus den Reaktionen der Jungen bemerkt
man, dass für sie der schönste Moment in
Medjugorje die Anbetungsstunden sind. Die
Anbetung im Schweigen der Nacht, mit
Gesängen und Betrachtungen, die ihnen hel-
fen, etwas tiefer in ihr Herz hinab zu stei-
gen. Auchmal sind die Lieder ein wenig lär-
mig, aber es braucht wohl auch dies.
Was möchte man den Jungen raten, die
ans Festival kommen?
Sich führen zu lassen; sich der
Muttergottes zu übergeben, die sie für sicher
leiten wird, und zwar zu Christus. Für mich
ist das ein Wunder. Ich fühle mich nur als
Diener im Werk Gottes. Es ist die
Muttergottes, die das Festival organisiert,
indem sie sich der Menschen bedient.
Was möchten sie jenen sagen, die nie oder
noch nicht gekommen sind?
Sie sollen kommen, wenigstens aus
Neugier. Und sehen. Sehr viele kommen
auch aus lauter Neugier, auch dies kann ein
gutes Motiv zum Anfang sein. Dann wan-
delt sich das Benehmen in etwas Tieferes,
Ernstes in den Seelen. Jedoch gibt es viele
Vorurteilen gegen Medjugorje, so viel
Unwisssen und viele Dinge, worüber man in
verkehrter Weise spricht.
Nebst dem grossen Geschenk, das Maria
hier in Medjugorje jeden Tag macht, ken-
nen Sie darüber hinaus besondere
Zeichen, Wunder?
Zu Beginn der Erscheinungen, in den
ersten Monaten, gab es viele sichtbare
Zeichen, weil die Seher die Madonna baten,
etwas zu tun, damit die Leute ihnen glaub-
ten, was sie anfänglich zu erzählen hatten.
Dann sind es Zeugnisse, die man als Priester
im Beichtstuhl wahrnimmt, die man nicht
mit den Augen sehen kann. Die Erlebnisse
der Menschen, die hier beichten sind
Wunder, die sich nicht dokumentieren las-
sen. Es ist in ihren Herzen eingeschrieben.
Können sie einige bezeichnende Züge
in ihrem Leben erzählen?
Ich bin 1969 geboren und das ersten Mal
im Jahr 1983 nach Medjugorje gekommen.
Es ist der Verdienst der Madonna, dass ich
Mönch wurde. Ich bin kein Seher, habe die
Madonna nie gesehen. Aber die Madonna
lässt sich „sehen“ auch in einer Art besseren
Respekts der Seher: die Seher sehen sie nur
mit ihren Augen, aber im Gebet kann man
ihr tiefer begegnen. Viele Pilger fehlen,
wenn sie bei den Sehern etwas suchen, das
sie nicht geben können. Es sind nicht die
Seher, die den Knopf öffnen. Sie sind ein-
fach Zeugen dessen, was sie in ihrer
Einfachheit und Menschlichkeit gehört und
erfahren haben.
Haben Sie immer an die Erscheinungen
geglaubt?
Als ich 14 war bin ich als Pilger nach
Medjugorje gekommen, 50 km zu Fuss mit
meiner Mama. Ähnlich hat sich mein
Glaubensleben entwickelt, Schritt für
Schritt. Ich habe nicht „subito“ geglaubt.
Den Pilgern sage ich nicht, dass sie sich
bekehrt hätten, sondern dass sie erwacht sei-
en. Danach kommt ein ganzer Weg, worauf
man wächst und sich bekehrt. Das
Wichtigste ist, dass man geweckt wird und
nicht das Leben verschläft oder im geistigen
Koma verbringt.
Was möchten Sie den Priestern sagen, die
noch skeptisch sind?
Ich bemühe mich nicht, jemanden zu
überzeugen.
Was raten Sie ihnen?
Zu kommen und zu sehen, wenigsten aus
Neugier. Zuerst muss man sich selbst über-
zeugen. Es ist nicht notwendig, an
Medjuigorje zu glauben. Notwendig ist, an
das Evangelium zu glauben. Medjugorje ist
Evangelium. Die Muttergottes hat hier nichts
Neues gesagt. Hat dem Evangelium nichts
beigefügt.
Alle ihre Botschaften sind Evangelium,
aber auf einfache Weise erzählt, in mütterli-
cher Sprache. Ich sage immer, dass
Medjugorje nicht das Ziel ist. Medjugorje ist
nur ein Mittel, das Gott uns schenkt. Man
kann sich auch Gott nähern ohne
Medjugorje. Aber ich frage mich: warum
nicht alle Mittel und Möglichkeiten wahrneh-
men, die Gott uns gibt? Ich sehe Medjugorje
nicht als Phenomen, etwas Sensationelles,
wohl aber als Person, die sich Jungfrau Maria
nennt. Man kann die Jungfrau Maria nicht
erkennen, indem man über sie diskutiert, son-
dern nur auf den Knien, in Demut, dem fol-
gend, was sie uns sagt.
Auch ich treffe auf Priester und schüttle
den Kopf: ich sehe eine Mauer in ihrem
Innern. Es braucht die Gnade, um
Medjugorje zu verstehen. Für mich ist
Medjugorje kein Problem, sondern ein
Geheimnis. Jedes Werk Gottes ist ein
Geheimnis. Und dieses Geheimnis provo-
ziert die Priester und auch die Kirche. Auf
sicher, wie auch Jesus ein Stolperstein war,
so erweist sich Medjugorje uns auch heute
als Stolperstein. Gegen Medjugorje zu sein
ist für mich ein Zeichen eines geistlichen
Todes. Es gilt, neutral und ehrlich zu sein.
Eine Wirklichkeit nicht zu kennen und
gegen sie zu sein ist nicht annehmbar. Still
sein, wenn man etwas nicht kennt: das ist
ehrenhaft.
Welches ist die Situation vom kanoni-
schen Gesichtspunkt her in Bezug auf
den Heiligen Stuhl?
Johannes Paul II. hat sehr oft – auch im
Gespräch mit vielen Bischöfen – sich mit
einem Ja zu Medjugorje geäussert. Aber
auch der Heilige Vater musste die Kirche
respektieren und ihre Struktur. So lange die
Erscheinungen andauern, wird die Kirche
sich sicher nicht aussprechen. Sie tut gut
daran, sich nicht auszusprechen: sie spricht
auch durch ihr Schweigen. Wäre hier irgend
etwas Häretisches, Fremdes, das vom
Evangelium weg weist, würde die Kirche
sich sicher melden. Sie hat sich in vielen
Fällen ausgesprochen, in sehr vielen
Phenomenen die fremd waren.
Die Kirche ist vorsichtig und tut gut dar-
an, im Schweigen zu verharren. Sie wird
sich aussprechen, wenn die Erscheinungen
aufhören. Davon bin ich überzeugt: ob ich
das erlebe oder nicht, dies ist nicht wichtig.
Die Kirche spricht jemanden heilig nach
dem Tod, aber er war heilig auch vor der
Proklamation.
Ich erachte ein Dekret des Vatikans nicht
als dringend. Dringend ist meine
Bekehrung. Das ist wichtig.
5
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Das Lächeln Vickas
Francesco Cavagna
Ich erinnere mich sehr gut des
ersten Males, als ich nach
Medjugorje kam, es war im Mai
1997, ich war 14 Jahre alt. Ab
dann erfuhr mein Leben eine
grosse Wende, nahm eine sehr
präzise Richtung ein. Ja, ich spre-
che von Richtung, da doch in
jenem Moment stufenweise ein
Weg begann, auf dem ich Gott meine
Antwort geben musste zu verschiedenen
Zeiten, in Freiheit mein „Ja“ zu Ihm ständig
erneuernd.
Ich war ein Bub und kam in dieses
gesegnete Land ohne besondere
Erwartungen und ohne Vorurteile irgend-
welcher Art. Wenn ich zurückblicke, denke
ich, dass ich hierher geführt wurde durch
Sie: die Muttergottes nahm mich bei der
Hand wie ein Kind und führte mich zum
Gott der Liebe, hin zu Dem, den ich damals
nur vom Hörensagen kannte und der mich
kurz danach ergriffen hat.
Unter all den stark erlebten Erfahrungen
hier in Medjugorje war jene, die mich
hauptsächlich innerlich getroffen hat, jene
Begegnung mit einer der Seherinnen. Ich
erinnere mich des Tages als wär es gestern,
ich erinnere mich sehr gut des Lächelns
von Vicka. Es war etwas tief authentisches
in diesem Ausdruck, etwas, das mich anzog,
ohne dass ich hätte verstehen können wes-
halb, und es weckte in mir einen unbekann-
ten Wunsch.
Es gibt viele Pilger, die bis heute diese
gleiche Erfahrung erleben. Im Wiederholen
ihres einfachen Vortrags, versteht es Vicka,
sich in einer fremdartigen Freude auszu-
drücken aus welchem rein menschlichen
Grund auch immer: ihr Lächeln ist klar
nicht von dieser Welt.
Ich erinnere mich, als sie aufgehört hat-
te zu sprechen, sich alle zu ihr hindrängten
um sie zu grüssen und ihr die Hand zu
drücken. Ich hielt mich für einen Moment
zurück, doch dann drängte
mich etwas, dem Fluss der
Leute zu folgen: indem sie
ihnen die Hand gab, lächelte
Vicka jedem einzelnen zu,
aber als ich an der Reihe
war, schaute sie mir voll
Liebe in die Augen, schenk-
te mir dieses ihr Lächeln und
grüsste mich auf besondere
Art. Um es wahr zu sagen,
es war darin nichts besonde-
res oder unterschiedliches ...
Dies lässt mich nachdenken über die
Einzigartigkeit der Liebe Gottes, der,
obwohl er das ganze Universum überblickt
und jede von ihm erschaffene Seele liebt,
sich ganz hingibt, völlig und ganz einzigar-
tig jedem, als wäre er das einzige Wesen auf
der Welt.
Ein Wunder genannt Liebe
Jeder und jede von uns sehnt sich
danach, einzig und speziell zu sein in den
Augen von jemandem, da Gott diesen
Wunsch tief in unsere Seelen geprägt hat:
das Bedürfnis, geliebt zu werden. Eine
Seele beginnt, sich zu bekehren, wenn sie
darauf verzichtet, die Aufmerksamkeit der
Menschen für sich zu suchen, und im
Gegenteil sich jener Liebe von besonderer
Bevorzugung zuneigt, die Gott für jeden
Einzelnen hat, der das Höchste Gute
erwählt: „Mein Gott und mein Alles“.
Ist nicht vielleicht das das grösste
Wunder von Medjugorje? Seit 25 Jahren,
obwohl viele Dinge sich verändert haben,
fährt das einzige und kostbarste Wunder
fort, sich zu wiederholen: die Menschen
entdecken, von Gott geliebt zu sein, ent-
scheiden sich zu glauben und der gekreuzig-
ten Liebe des Dreieinen Gottes zu folgen.
Wir können diese Liebe entdecken,
wenn wir sie in unserm Nächsten sehen, in
Menschen, die verstehen, sie freigebig wei-
ter zu schenken durch ihr Leben. Sie sind
die wirklichen Apostel der Geschichte, die
authentischen Zeugen , die die Madonna
beruft in diesen Zeiten. Und wir sind alle
berufen, Träger der Gnaden zu sein, Maria
ruft jeden von uns ohne jeden Unterschied.
Es ist ein natürliches Motto, eine in uns
geschriebene Regel, im entdecken von
Liebe erfüllt zu werden und sie auf unsere
Art weitergeben zu können und zu müssen.
Das Lächeln der Zeugen
Wenn ich meinen Blick weite auf was
ich in diesen Jahren erlebt habe, kann ich
feststellen, wie jedermann, der sich ganz
Gott hingegeben hat, in sich unweigerlich
diese wahre Freude trägt, die sich mitteilen
muss, dieses innere Lächeln, das sich unter
verschiedensten Formen und
Schattierungen nach aussen reflektiert.
Es ist das Lächeln dessen, der die Liebe
Gottes erfahren hat und es jeden Tag ver-
steht, für Ihn zu leben. Es ist das Lächeln
eines Menschen, der die volle Hingabe lebt,
das ganze Vertrauen in Den, der nichts ande-
res als unser wahres Gute wünscht. Ich spre-
che nicht von einem oberflächlichen
Lächeln, aber vom Lächeln, das dem
Schmerz entgegen tritt, das nicht vor dem
Leiden flieht, sondern darauf zu geht und
daran teilnimmt, da er weiss, dass es nur
Mittel und Durchgang ist.
Es ist das Lächeln, das auf dem Antlitz
dessen glänzt, der gerade durch das Leiden,
das Kreuz und den Tod hindurch gehend die
starke Erfahrung des Auferstandenen
gemacht hat und darum spürt, dass er eine
frohe Nachricht für jeden Bruder hat, der
ihm begegnet. Es ist das bescheidene
Lächeln dessen, der nichts für sich selber
erwartet, darum ist er frei zu geben und sich
zu geben, bedingungslos. Es ist das Lächeln
dessen, der jeden Tag erfährt, dass mehr
Freude im geben denn im nehmen ist. Das
Lächeln dessen, der auf sich selbst verzich-
tet hat und im Nächsten für Gott lebt. Es ist
ein Lächeln, das keiner materiellen Freuden
bedarf, das nicht gebunden ist an durchlebte
Mirjana an die Jungen:
Die Madonna braucht euch!
„Für mich ist es eine grosse Ehre, hier
vor Euch jungen Menschen zu stehen, aber
ich möchte so gern die richtigen Worte fin-
den u m euch zu sagen, wie sehr die
Muttergottes euch liebt. Jeden 2. Des
Monats erhalte ich die Erscheinung Marias,
mit der ich für die Menschen bete, die die
Liebe Gottes noch nicht erkannt haben. Sie
bittet uns – besondere euch Junge, die ihr die
Zukunft dieser Welt seid – dass wir das
Gebet für jene Menschen an die erste Stelle
setzen, die durch ihren Unglauben (oder
durch Unwissenheit) so häufig der Grund für
viele negative Ereignisse in der Welt sind.
Die Muttergottes bittet darum, dass wir sie
lieben und nicht verurteilen, bittet, dass wir
beten und ihnen Beispiel sind. Indem wir für
sie beten, beten wir auch für uns, für unsre
Zukunft und jene unsrer Kinder.
Viele Medjugorje-Pilger denken, dass wir
Seher bevorzugt seien und Gott mehr auf
unsere Gebete höre als auf ihre eigenen.
Nichts ist falscher als das! Für die
Muttergottes gibt es keine bevorzugten
Kinder ... Wir alle sind einfach „ihre Kinder“,
die sie für verschiedene Aufgaben erwählt:
uns Seher um die Botschaften zu geben ,
euch, als Apostel der Madonna, damit ihr die-
se Botschaften der Welt bringt. Und wie die
Madonna mir in der Botschaft vom 2. Januar
dieses Jahres gesagt hat: „Liebe Kinder, ich
habe euch gerufen. Öffnet eure Herzen,
erlaubt mir, dass ich eintrete, damit ich euch
zu meinen Aposteln machen kann“. Dies
bedeutet, dass wir alle vor unserer Mutter
dieselbe Wichtigkeit haben.
Wenn ich euch junge Menschen sehe, ist
mein Herz voller Freude. Ich sehe kroatische,
italienische, österreichische, slovenische
Fähnchen, wunderbar, und doch denke ich,
dass wir alle hier unter einer einzigen Flagge
versammelt sind, die Flagge Marias. Wir sind
zu ihr gekommen mit unsern Schmerzen, mit
unsrer Traurigkeit, den Wünschen oder auch
einfach mit unserm Dank.
Ich erzähle euch eine Episode, was mir
Medjugorje bedeutet. Eines Tages ging ich
auf den Kricevac, den Kreuzberg. Ihr wisst,
dass es mühsam ist, dort hinauf zu steigen!
Vor mir war eine kleine italienische Gruppe
und sechs Junge trugen auf einer Bahre
einen Behinderten. Ich ging hinter ihnen
und habe gesehen, mit wieviel Freude sie es
taten. Nach ein paar Minuten kam eine
Amerikanergruppe, und - ohne viele Worte
– sagten sie: „cambio“ (Wechsel)!. Also
nahmen sie diesen jungen Italiener und
begannen, ihn auf ihre Schultern zu laden.
Nach wieder einer kleinen Spanne kamen
Deutsche, und auch sie, ohne viel Worte,
nahmen sie den Jungen und trugen ihn vor-
an. Zum Schluss erreichte jener junge Mann
das Gipfelkreuz, getragen von den Händen
der ganzen Welt!
Das ist, was die Mutter von uns
wünscht: dass unsere Hände geeinte Hände
sind!“.
Red.
Botschaft an Mirjana vom 2. August
„Geliebte Kinder, in diesen unruhigen
Zeiten komme ich zu euch, um euch den
Weg zum Frieden zu zeigen. Ich liebe euch
mit unendlicher Liebe und wünsche, dass
auch ihr euch untereinander liebt und dass
ihr in allen meinen Sohn zu sehen vermögt,
die unendliche Liebe. Der Weg zum
Frieden geht nur durch die Liebe. Gebt mir
die Hand, mir eurer Mutter, und erlaubt mir,
euch zu führen. Ich bin die Königin des
Friedens und danke euch“.
6
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Die ECHO-Übersetzer
in Medjugorje
Zum fünften Mal nacheinander versam-
melten sich die Übersetzer und nahen
Mitarbeiter des ECHOs aus verschiedenen
Nationen in Medjugorje im Haus der
Kommunität „Kraljice Mira“, um die gei-
stige Verbundenheit wachsen zu lassen und
ihre Erfahrungen zu teilen, die sich im
Dienst an unsrer Zeitung ergeben
Aus sechzehn verschiedenen Ländern
fühlten wir uns angezogen von spezieller
Gnade, die uns zu Ende August hergerufen
und empfangen hat. Es war die besondere
Fest-Gnade des Jubiläums der 25 Jahre
Maria in Medujugorje, die noch zu spüren
war: stark, durchdringend, umwandelnd, die
dich nicht so entlässt wie du gekommen
bist. Eine Gnade, die deine Tiefen ausleuch-
tet und dir aufzeigt, wo noch nicht Wahrheit
ist, vom Geist der Welt und deinem eigenen
Egoismus verdorben. Es ist eine Gnade, die
provoziert und dich einlädt, die Richtung zu
wechseln, dich führt, deine Schritte gerade
zu richten um dich zum Wichtigsten hinzu-
führen: der Begegnung mit Jesus, der
Fleisch gewordenen Liebe, dem geopferten
Lamm, dem lebendigen Wort des Vaters.
Zu diesem Ziel führt uns Maria jeden
Tag und auch hier benützte sie die pastorale
Erfahrung von Pater Tomislav Vlasic, um
den Teilnehmern der Einkehrtage zu helfen,
neue Schritte auf dem Weg zu wagen. Es ist
der Weg, den wir schon unternommen hat-
ten, aber diesmal war die Entscheidung, die-
sen Weg gemeinsam zu gehen, noch stärker
und prägender. Wir fühlen uns als ECHO-
Familie gerufen, unser Leben durch
Maria Jesus hin zu geben
zur Rettung der
Welt. Wir haben verstanden, dass nur aus
unserer Verbundenheit in der Hingabe die
Zeitschrift authentisch und rein das Denken
Marias weitergeben kann, ohne
Manipulationen, ohne Instrumentalisierung.
Nur wenn wir uns unseres eigenen „Ichs“
entblössen um Gott handeln zu lassen, wer-
den wir imstande sein, ihre Liebe auf direk-
te Art und Weise weiter zu geben, ohne nach
eigenen Interessen zu suchen.
Betend, singend, plaudernd, zusammen
Eucharistie feiernd, haben wir uns trotz
grosser sprachlicher und kultureller
Verschiedenheiten wie „ein Herz und eine
Seele“
gefühlt. Wir haben verstanden, dass
nur durch bedingungsloses frei werden für
das Handeln Gottes, Er in uns unsere innern
und äussern Barrieren wegreissen und uns
zu einer lebenden Kirche formen kann, dem
pulsierenden Herzen des selben Leibes.
Mit dieser Speise wollen wir das
ECHO nähren; nicht mit schönen Worten,
die aus Theorien stammen, sondern durch
die Weisheit, die aus der vollen Hingabe an
Maria wächst, die hier in Medjugorje fort-
fährt, uns zu rufen.
Die Einladung lautet, Hefe in unsern
Völkern zu sein, keine einförmige Masse
ohne Substanz. Die Einladung geht dahin,
Weizenkorn werden in unsren
Herkunftsländern, das sterben kann, um zu
seiner Zeit Frucht zu bringen, wie und wann
es der Vater vorsieht. Wir brauchen die Zeit
nicht zu kennen, brauchen bloss uns hinzu-
geben und im Herzen der Muttergottes ver-
eint zu bleiben: Brüder und Schwestern,
fähig, sich mit der Liebe des Dreieinen
Gottes zu lieben, der Liebe, die immer flies-
st und sich nie erschöpft, durch die Liebe,
die stets neu zeugt und gebiert ohne zu ermü-
den, mit der Liebe, die rein macht, erhöht
und zum auferstandenen Leben führt: Bruder
und Schwester sein, fähig, die einen für die
andern das Leben zu geben für jene, die vom
ECHO Freude und Stärkung erwarten.
Ein langer Weg, schmal aber auch wun-
derschön, weil er in das Herz des
Trinitarischen Geheimnisses mündet; es ist
der österliche Durchgang an jedem Tag in
vollem Bewusstsein, dass, wer sich selbst
stirbt, die Freiheit gewinnt.
Dies dürfen die Mitarbeiter des ECHO
zusammen erleben, möchten es aber auch
euch mitteilen, die ihr es lest. Darum wer-
den wir in jeder Nummer eine Rubrik veröf-
fentlichen, um das Fundament dieses Rufes
zu erklären und nach und nach spüren wird,
dass man diesem Weg folgt..
Die Muttergottes möge dieses neue
ECHO-Jahr segnen durch das Tun aller
Mitarbeiter und durch alles, was sie weiter
durch das ECHO wachsen lassen will.
Amen.
Stefania Consoli
Die Muttergottes
ruft ihre Kinder
zur Ganzhingabe
Zum ersten Mal konnten wir Mitarbeiter
bei der Verteilung des ungarischen ECHOs
an den Einkehrtagen in der Kommunität
„Kraljice Mira“ teilnehmen. In diesem Jahr
haben sich die Vertreter der verschiedenen
Nationen zum fünften Mal zusammenge-
funden.
In Ungarn beten wir am 13. jeden
Monats vor dem Allerheiligsten in der
Pfarrei der „Heiligen Familie“ in Budapest,
damit das ECHO immer mehr die Gnade
von Medjugorje überbringe. Am Ende der
Anbetung werden jeweils 3000 Exemplare
der Zeitung ausgeteilt, damit eine immer
grössere Anzahl Brüder und Schwestern es
erhalten können.
In diesen Einkehrtagen haben wir
verstanden, dass ECHO eine geschwister-
liche Gemeinschaft ist,
geeint durch die
Entschlossenheit, auf den Ruf zu antworten,
in die Liebe Gottes hinein zu gehen, ja, dass
das der Sinn unseres Lebens ist.
Wir möchten diesen Weg unsern ungari-
schen Brüdern und Schwestern verkünden.
Die Hauptsache dieser Berufung ist, dass
mit der Ganzhingabe unseres Lebens in der
Gemeinschaft wir unter uns das Teilen der
Liebe Gottes erleben. Dies wird nur dann
möglich, wenn wir uns der Muttergottes
wirklich, voll und ganz übergeben.
In Dankbarkeit erinnern wir uns dieser
Tage, die uns gestärkt haben in unserm
Auftrag. Mit Hilfe der himmlischen Mutter
möchten wir dienstbereite Glieder an der
brüderlichen Gemeinschaft inmitten des
ungarischen Volkes werden.
Anikò und Kinga
Einer meiner Eindrücke
Wer nach Medjugorje kommt, spürt auf
besondere Art die Gegenwart Marias. In die-
sem Jahr während der internationalen
Einkehrtage im Haus „Kraljice Mira“ habe
ich sie so empfunden: auf dem Antlitz der
Emotionen sondern solid verankert in der
innern Atmosphäre eines Herzens, das sich
geliebt fühlt, weil es wie „das auf Fels
gebaute Haus“ auf einer unzerstörbaren und
ewigen Liebe gründet.
Träger der Freude
Zurück aus Medjugorje bewahrte ich im
Herzen die Erinnerung an dieses Lächeln.
Es begleitete mich im Moment der
Rückkehr zwischen die Schulbänke, im
überschwemmten Alltag. In mir war jedoch
ein neuer Wunsch, ich konnte nicht hinneh-
men, dass mein Leben weiterhin zerrann wie
zuvor. Die Fülle der Freude und des wahren
Lebens, die ich entdeckt hatte, musste sich
verschenken, mitteilen, ich spürte, dass ich
die Kraft hatte, um in Liebe vor allem mei-
ne Gedanken und meinen Blick umzuwan-
deln und damit jeden Menschen oder jede
Begebenheit, womit ich in Kontakt kam.
Ich bin sicher, es ist dieses Lächeln, das
aus jedem wahren Zeugen Gottes quellen
muss, ich bin sicher, dass es jeder Seele,
auch der am wenigsten empfindsamen,
möglich ist, die Wahrheit dieses Lächelns
anzuerkennen.
Es ist dasselbe Lächeln, das ich auf dem
Gesicht der Brüder und Schwestern der
Kommunität gefunden habe, wohin der Herr
mich gerufen hat („Königin des Friedens,
ganz Dein...“).
Es ist dieses Lächeln, das ich
versprochen habe, immer auf meinem
Gesicht leuchten zu lassen, da ich doch spü-
re, dass es Teil meiner Berufung ist. Es ist
dieses Lächeln, das ich der Welt geben
möchte, jeder Seele, jedem Menschen, jeder
Wirklichkeit, um ohne Lüge zu verkünden:
“Der Herr liebt dich! ... lass dich lieben!“
Gebet der Journalisten
O Maria, dein junges Leben war gezeichnet
durch eine unerdachte
und unerdenkliche Nachricht
die für die ganze Menschheit
die Gute Nachricht wurde.
Du hast Freude und Sorge erfahren
wie wir sie alle spüren angesichts
der Ereignisse.
Und bist fähig, Deinen Gott aufzunehmen
In deinem Haus und in unserm Haus.
O Maria, auch wir Journalisten sind gerufen
Nachrichten zu verbreiten
die aufbauen oder zerstören,
Richtung weisen oder verwirren
können glücklich oder unglücklich machen.
Hilf uns, o Maria,
immer die Wahrheit zu sagen
im weisen Stil der Nächstenliebe
um das Haus mit Hoffnung zu füllen.
O Maria, deine Freiheit war ein Lichtstrahl
der sich nur vor Gott neigte
denn Gott ist Sinn und Ziel aller Freiheit.
Unsre liebe Frau von der guten Nachricht
hilf uns Journalisten,
nie für persönliche Interessen oder für Macht
unsere Freiheit zu verkaufen
damit wir den Menschen
sauberes Wasser geben,
die eine bessere Welt aufbauen möchten.
Amen.
Mons. Angelo Comastri
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Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
SpendenKonto in Deutschland
Konto nr. 39102.250
CAB: BLZ 512 102 00
IBAN: DE14 5121 0200 0039 1022 50
BIC: PASC DE FF
Bank: "Monte dei Paschi di Siena"
Frankfurt am Mein
Konto in der Schweiz:
Raiffeisenbank, 4114 Hofstetten
PC 40-4128-6
Konto Eco di Maria
SpendenKonto in Austria:
Konto nr. 40477
BLZ 36329
Bank: Raiffeisenbank, Wipptal
Konto Assoc. Eco di Maria
Auf der Suche
nach dem Herzen
(einfache Gedanken)
«Ich schlief, doch mein Herz war wach» (Hld 5,2)
Manchmal brüsten wir uns: Ich war fähig
das zu tun, ich habe das und jenes vollbracht,
und man kann darin ein Selbstlob heraus
lesen, oftmals Stolz. Und so frage ich mich:
Wie wird unser Leben aussehen, wenn es
dem Ende zugeht? Ich glaube, wir werden
eine unbeschwerte und leuchtende
Erinnerung von allem haben, was Gott in
unserem Dasein und im Dasein der anderen
getan hat, was für uns sicher Grund der
Freude und des Friedens sein wird.
Vielleicht werden wir eine entfernte und
unbeteiligte Erinnerung haben, über dem,
was wir für uns getan haben; wahrscheinlich
werden wir Gründe des Bedauerns haben,
dass wir nicht mehr die Voraussetzung und
die Möglichkeit haben, das zu tun, was wir
in Vergangenheit getan haben. Sicherlich
schaut Gott nicht so sehr auf unser Tun, Er,
der in einem Augenblick das Universum
erschaffen kann, sieht mehr auf unser Herz:
dort befindet sich Seine Wonne.
Auch Jesus sucht unser Herz, um mit
dem Vater darin zu wohnen, wie Er sich sag-
te: <Wenn jemand mich liebt, wird er an
meinem Wort festhalten; mein Vater wird
ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen
und bei ihm wohnen> (vgl. Joh 14,23).
Welch großen Trost und welche Zärtlichkeit
bringen uns diese Worte des Herrn entgegen,
die klar Seine Liebe zum Menschen, die
Suche nach Freundschaft, ja Sein Herz
umschreiben!
Oft genug hat Jesus uns zu verstehen
gegeben, dass er nicht das Tun des Menschen
sucht. Auch in der Parabel der Arbeiter hat Er
gesagt: jene der letzten Stunde erhalten den-
selben Lohn, wie jene der ersten, Er sagte
auch der beflissenen Marta, dass Maria den
besseren Teil gewählt hat.
Die Madonna hat mehrere Male
bewiesen, dass das Tun nicht so sehr
zählt, wohl aber das Herz.
Während der
Verkündigung hat der Engel von Maria nicht
verlangt, sie möge viele Dinge verrichten,
sondern dem Herrn das Herz öffnen: nach-
dem sie zugestimmt hat, ist sie zur Mutter
Gottes geworden, jene, die den Sohn gebo-
ren hat.
Auf der Hochzeit von Kana, macht
Maria nicht viel, sondern öffnet nur ihr eige-
nes Herz dem Sohn als Mutter; deshalb, als
sie zu den Dienern sagt: <Was er euch sagt,
das tut!> (vgl. Joh, 2,5), wirkt Jesus das
Wunder, und verwandelt Wasser zu Wein.
Und welch köstlichen Wein; und welche
Menge!
Jesus sucht stets das Herz. Im
Olivenhain offenbart Jesus ganz stark die
Suche nach dem Herzen der Apostel, als Er
sagt: <Konntet ihr nicht einmal eine Stunde
mit mir wachen?> (vgl. Mt 26,40), und auf
dem Kreuz, als Er ausruft „mich dürstet“
will Er nicht etwa den Durst nach dem
Menschen, nach seiner Freundschaft
äußern? Wenn es so ist, wie es scheint, müs-
sten wir immer all unser Tun auf ein
Mindestmaß herabsetzen, es als unwichtig
betrachten und ausrufen: <Wir sind unnütze
Sklaven, wir haben nur unsere Schuldigkeit
getan> (vgl. Lk 17,10).
Maria weiß, dass unser
Leben
unfruchtbar ist, wenn nicht Jesus in uns
wohnt,
sie weiß, dass all unser Tun unnütz
ist, wenn Er nicht ist. Vielleicht spricht sie
deshalb in Medjugorje ins Herz, lehrt das
Gebet des Herzens, will die Herzen formen.
Sie möchte unsere Herzen bereit machen,
den Herrn aufzunehmen, denn sie weiß, dass
Jesus der Demütige ist, der weder Gewalt,
um in die verschlossenen Herzen einzutre-
ten, noch Zwang anwendet, um in die Seele
des Menschen einzutreten.
Maria weiß auch, dass wir uns schwer
tun, unsere Herzen Jesus zu öffnen, und
deshalb kommt sie uns zu Hilfe.
Sie weiß auch, dass Jesus alle Herzen sucht,
unabhängig von den starken oder den
schwachen, denn so handelt die Liebe.
Sie weiß auch, dass Jesus eine Vorliebe für
jene hat, die sie formt, für die Herzen, die sie
vorbereitet und schmückt, denn sie kennt
den Geschmack des Sohnes: Er liebt es, im
Menschen die Schönheit der Mutter zu
sehen und in ihm ihren Duft zu riechen.
Nehmen wir daher die Einladung
Mariens an, die Herzen zu öffnen, und
mit ihrer mächtigen Hilfe lassen wir Jesus
in uns wohnen.
Wenn wir so handeln, wird unser Handeln
Früchte bringen, weil es vom Vater gesegnet
sein wird, der in unserem Tun die Art des
Handelns Seines Sohnes feststellen wird, Er
wird unsere Taten den Taten Jesu ähnlich
sehen, Er wird ein wenig die Züge des
Sohnes darin sehen, worüber Er sich nur
freuen kann.
So werden uns Flügel als Hilfe für den
Nächsten verliehen und um den Himmel
anzubeten; wir werden einen scharfen Blick
erhalten, um die Nöte des Nächsten zu
erkennen, und um ihm zu helfen, um ganz
genau zu unterscheiden, was gut und was
böse ist..
Somit wird unser Handeln Früchte bringen,
vielleicht hundertfach, und wir werden wun-
derbare Dinge vollbringen, denn es wird
nicht mehr unser Tun sein, sondern jenes
von Jesus in uns. Wir werden also die Worte
des Psalms verstehen: <Wenn nicht der Herr
das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der
daran baut> (Ps 127,1).
Dann werden wir vielleicht mit der Braut
im Hohelied sagen können: <Ich schlafe,
aber mein Herz wacht>, denn der
Bräutigam, Jesus, schläft niemals, sondern
wacht immer und wirkt in uns andauernd,
auch im Schlaf.
Pietro Squassabia
Brüder und Schwestern, in ihrem Tun, im
Inhalt ihrer Gespräche habe ich Neues
bemerkt, Zärtlichkeit, Einfachheit,
Frohsinn, Leichtigkeit, ein leichtes Säuseln.
Mir scheint, als sähe ich darin
Eigenschaften Marias; vielleicht hat sie sie
an ihre Kinder ausgeteilt, die hier versam-
melt waren, um in gemeinsamen
Einvernehmen Ihr zu begegnen.
Pietro Squassabia
Neuabonnenten oder Adressänderungen an
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E-mail: info@ecodimaria.net
E-mail Redaktion: ecoredazione@infinito.it
ECHO auf Internet:
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Villanova M., 14. September 2006
Es segne uns der allmächtige Gott,
der Vater, der Sohn und
der Heilige Geist.
Amen
.
Leser schreiben
Balbina Fernandes: Unendlichen Dank
für die regelmässige Zusendung des ECHO
MARIENS. Ich erhalte es durch Sr. Brigitta,
eine Benediktinerin in Tanzania. Ich bin
glücklich wenn mein ECHO ankommt, denn
so erfahre ich, was in Medjugorje geschieht
und auch in Rom, und wie in andern Orten
die katholische Jugend sich trifft. Diese klei-
ne Zeitschrift ist informativ aber auch voller
Inspirationen für den Geist. Ich habe die
lichtreichen Geheimnisse aus dieser
Zeitschrift gelernt ...
Sr. Angelina aus Italien: Mein Herz ist
voll von Dankbarkeit für das schöne ECHO
MARIENS. Es gefällt mir sehr, aber vor
allem dann, wenn die Kopien zu mir gelan-
gen: ich schenke sie den Kranken, damit
auch sie sie lesen und dadurch im Glauben
wachsen können, in der Hoffnung und in der
Liebe. Das ECHO ist wirklich ein andauern-
des Wunder und ich glaube, dass es wirklich
die Madonna ist, die es trägt, auch betref-
fend der Kosten.
Ich helfe euch wie ich kann durch das
Gebet, damit Jesus grosszügige Herzen
bewege, euch zu helfen. Ich hoffe, dass der
Herr mich erhört und dass die grosse
ECHO-Familie stets wachse, nicht nur an
der Zahl sondern auch im Eifer und in der
Liebe zu Gott und dem Nächsten.
Don Angelo, der sich so sehr für das
ECHO MARIENS verwendet hat, möge aus
dem Himmel göttliche Gnaden und Segen
erwirken, die ihr nötig habt, um sein Werk
fortzuführen. Jesus und Maria mögen alle
Mitarbeiter segnen.
„Mach dir Mut
für die grossen Schmerzen des Lebens
hab Geduld mit den kleinen
und hast du mühselig
deine Alltagspflicht erfüllt
so schlaf im Frieden
Gott ist wach“.
Victor Hugo
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