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www.medjugorje.ws » Echo Mariens Königin des Friedens » Echo Mariens Königin des Friedens 207 (November-Dezember 2009)

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Gottes ewiges Heute ist hinabgestiegen
in das kurzlebige Heute der Welt und
durchdringt unser vergängliches Jetzt in
immerwährende Gottesgegenwart. Gott ist
so gross, dass er sich klein machen kann.
Gott ist so mächtig, dass er sich wehrlos
macht, unbewaffnet auf uns zukommt wie
ein schutzloses Kind, damit wir ES lieben
können. Gott ist so gut, auf seinen göttli-
chen Glanz zu verzichten und in den Stall
herabzusteigen, damit wir IHN zu finden
vermögen, damit so seine grosse Güte auch
uns berühre, sich uns mitteile und fort-
während in uns wirke, durch unser mittun.
Das ist Weihnachten!
B. XVI
Botschaft Mariens vom 25. September 2009
„Liebe Kinder, arbeitet mit Freude
beharrlich an eurer Bekehrung. Bringt all
eure Freuden und Leiden meinem
Unbefleckten Herzen dar, damit ich euch
alle zu meinem vielgeliebten Sohn führen
kann, sodass ihr in Seinem Herzen Freude
findet. Ich bin bei euch, um euch zu lehren
und euch zur Ewigkeit zu führen. Danke,
dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Beharrlich an der eigenen
Bekehrung arbeiten
Die Bekehrung, zu der Maria uns ein-
ladet (es ist der fünfte Aufruf der letzten acht
Botschaften) ist für unser Leben nötig, uner-
lässlich, damit dieses nicht zu einem physis-
chen, oder biologischen Aspekt abflacht,
sondern zur Ewigkeit erhöht wird, zu der es
Gott gerufen hat. Um Zweifel auszuräumen
ist es gut zu bekräftigen, dass unser irdisches
Dasein nicht nur zu ewigem Leben vorbere-
iten soll, so verstanden, als Leben nach dem
Tod; das ewige Leben beginnt in dieser Welt,
es ist Leben im Heiligen Geist, es ist ein in
der Gnade Gottes erlebtes Leben.
Dieses Bewusstsein muss erleuchten und
orientieren: unsere Werke, unsere
Entscheidungen, die Beziehungen,
Programme, alles, was wir tun, denken, pro-
grammieren, hoffen ...
Wir müssen Tag für Tag mit Gott gehen,
Seinen Heiligen Geist atmen, damit Jesus
fortlaufend in uns lebe, in einer laufenden
und unaufhörlichen Steigerung. Das nennt
man Bekehrung leben, zu der uns Maria
aufruft. Es handelt sich nicht um einen leicht-
en Weg, es geht nicht um eine all für allemal
getroffene Entscheidung, sondern um eine
Praxis, die sich bei jeder Gelegenheit entfal-
tet, die Demut, Wachsein, Entschlossenheit
und vor allem hoffnungsvolle Hingabe zum
Willen des Vaters erfordert. Liebe Kinder,
arbeitet mit Freude beharrlich an eurer
Bekehrung.
So ermahnt uns Maria, und es ist
eine betrübte und sorgenvolle Einladung. Wir
haben Acht auf Arbeit, die unser materielles
Auskommen absichert, wir sind jedoch nicht
ebenso eifrig, die Wichtigkeit jener ‘Arbeit’
anzuerkennen, zu der uns Maria einladet;
dennoch ist es gerade diese, die unsere
Ewigkeit erbaut; jede andere Arbeit hat eine
weit geringere Zielsetzung, obwohl sie eine
bestimmte Bedeutung und Notwenigkeit
darstellt. Daher: an unserer Bekehrung
arbeiten,
aber nicht nur; es ist nötig behar-
rlich zu arbeiten,
d.h. mit Ausdauer,
Entschlossenheit, Einsatz, und noch nicht
genug; Maria bittet auch mit Freude zu
arbeiten.
Es ist kein übertriebener Wunsch,
im Gegenteil er unterstreicht all das, was man
aus reiner Liebe macht. Es ist wahre Freude,
reine Freude, denn in diesem Fall kosten wir
nicht nur die menschliche Liebe, sondern
sogar die Liebe Gottes aus! In dieser
Erfahrung verwurzelt sich und wächst unsere
Bekehrung.
Auf diesem Weg begleitet uns Maria: Ich
bin bei euch, um euch zu lehren und euch
zur Ewigkeit zu führen.
Worauf warten wir
noch? Möge auch uns heute nicht passieren,
an diesem Tag nicht zu erkennen (vgl. Lk
19,41-44), besucht worden zu sein! Maria
ermahnt uns nicht nur, sondern empfiehlt uns
eine konkreten Weg für unsere Bekehrung:
Bringt all eure Freuden und Leiden
meinem Unbefleckten Herzen dar.
Bieten
wir Maria an, worum sie uns bittet, und es
möge eine Gabe der Liebe sein, ein
Geschenk liebender Kinder; zusammen mit
all dem, bieten wir all das an, was unser Herz
dringend notwendig hat, damit alles in uns
durch ihre Unbeflecktheit gereinigt werde,
und sie uns alle zu ihrem vielgeliebten
Sohn führen kann, sodass wir in Seinem
Herzen Freude finden.
In Jesus können wir
die Freude erkennen, jene wahre, jene
unvergängliche, denn sie wohnt in
Gemeinschaft mit Jesus und kann von den
Umständen des Lebens nicht angegriffen
werden. Das ist die Freude, die uns auch bei
Schwierigkeiten und Trauer begleitet, jene
Freude, die es uns erlaubt, die Liebe Gottes -
auch in tief finsterer Nacht - zu verkünden!
Nuccio Quattrocchi
Botschaft Mariens vom 25. Oktober 2009
“Liebe Kinder, auch heute bringe ich
euch meinen Segen und ich segne euch alle
und rufe euch auf, auf diesem Weg, den
Gott für euer Heil durch mich begonnen
hat, zu wachsen. Betet, fastet und bezeugt
euren Glauben mit Freude, meine lieben
Kinder, und möge euer Herz immer mit
Gebet erfüllt sein. Danke, dass ihr
meinem Ruf gefolgt seid!”
Der Weg, den Gott
begonnen hat
Dies ist eine Botschaft, die so wie alle
anderen zu hören und meditieren Wert,
jedoch im Herzen mit besonderem Bedacht
zu verwahren ist, denn sie trägt einen Samen
mit sich, der eine endlich nahe Blühte zu ver-
sprechen scheint: die Schlussfolgerung des
Weges, den Gott für unser Heil durch
Maria begonnen hat.
Immer greife ich auf die Fürsprache
Mariens zurück, aber dieses Mal spüre ich
die Pflicht es ausdrücklich zu erklären, damit
meine Worte nicht ihre Worte stören.
Liebe Kinder, auch heute bringe ich euch
meinen Segen und ich segne euch alle und
rufe euch auf, auf diesem Weg, den Gott
für euer Heil durch mich begonnen hat, zu
wachsen.
Denken wir vor allem an ihren
Segen. Er ist ein großes Geschenk, das
keineswegs unterschätzt werden darf. Ihr
Segen erlaubt jenem den Weg zu beginnen,
der ‘noch nicht auf dem Weg’ ist: er ist für
jene gedacht, die ‘schon auf dem Weg’ sind,
jene zum Laufen zu bringen, die ‘dem Ziel
schon nahe sind’. In der Tat ist der Segen für
alle
bestimmt, denn wir alle benötigen ihn.
Denn das ist ein Weg, der nicht außerhalb
von uns verläuft, sondern Teil unser selbst
ist, unserer Person und unserer wahrlich
wahren Natur, die göttlich und nicht irdisch
ist, die ewig ist.
Wir müssen wie Kinder Gottes wachsen,
wir müssen als Kinder Gottes wachsen. Wer
könnte eine bessere Mutter sein, als Maria?
Ich rufe euch auf, auf diesem Weg, den
Gott für euer Heil durch mich begonnen
hat, zu wachsen.
Dieser von Gott durch
Maria begonnene Weg, der Maria ist, ist der
Weg, durch welchen Gott auf die Erde
gekommen ist und zum Menschen geboren
wurde, der Weg, durch den die Welt die
Rettung finden wird. “Durch Maria hat die
Rettung der Welt begonnen; und immer
durch Maria muss sie Erfüllung finden” (Hl.
Louis-Marie Grignion de Montfort:
Abhandlung der wahren Verehrung Mariens,
These 49). Das ist derselbe Weg, der über
Lourdes, Fatima, Medjugorje und viele
andere Orte auf Erden verläuft, die mehr
oder weniger bekannt sind, offiziell anerkan-
nt oder nicht anerkannt sind, aber stets auf
Rettung ausgerichtet ist, da von ihr besucht.
Schon in den Botschaften vom 25.
August und 25. September des Jahres 1991
nimmt Maria Bezug auf Fatima, und erklärt
November - Dezember 2009 - Herausgeber; Eco di Maria, Via Cremona, 28 - 46100 Mantova (Italia)
J. 25, Nr. 11 -12 Sped. a. p. art. 2, com. 20/c, leg. 662/96 filiale di MN, Autor. Trib. MN n. 13: 8.11.86
207
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in der ersten, in Medjugorje das in Fatima
begonnene Werk zu vollenden, und bittet in
der zweiten, sich am Triumph ihres
Unbefleckten Herzens zu beteiligen. Dieser
von Gott begonnene Weg
wird von Ihm zu
Ende geführt werden; nach der Schrift wird
Christus wieder kommen, er wird in ihrer
Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein;
und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle
Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod
wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine
Klage, keine Mühsal. Denn was früher war,
ist vergangen
(vgl. Offb 21,3-4).
Betet, fastet und bezeugt euren
Glauben mit Freude, meine lieben Kinder,
und möge euer Herz immer mit Gebet
erfüllt sein.
Seit den ersten Tagen ihrer
Anwesenheit in Medjugorje, ladet uns Maria
zu Gebet und Fasten ein, viele von uns aber
vernachlässigen dies und beschränken es auf
ein rein äußerliches Opfer, das das Herz nicht
mit einschließt. Bemühen wir uns, das Gebet
nicht auf eine wörtliche Ausdrucksform zu
beschränken, als reines Lippenbekenntnis
und nicht mehr, sondern lassen wir das Herz
mitschwingen, womöglich ohne Worte, aber
mit Seufzen aus Liebe. Unser Herz sei
immer mit Gebet erfüllt,
auf dass die Worte
der Lippen beflügelt werden.
N.Q.
“Afrika, habe Mut, stehe auf
und schreite voran!”
Mit diesen Worten hat die lange, an alle
gerichtete Botschaft geschlossen, mit der
die Bischöfe das Ergebnis ihrer Beratungen
und ihre ab sofort zu realisierenden Vorsätze
in den Diözesen, zusammen gefasst haben.
Wir geben einige, besonders eindrucksvolle
Abschnitte wider, damit auch wir am
Geschick dieses außerordentlichen Erdteils
teilhaben dürfen, der, wer weiß warum, seit
Jahrhunderten äußerst schwere Kreuze tra-
gen muss.
Wir leben in einer Welt reich an
Widersprüchen und in voller Krise. Die
Wissenschaft und die Technik macht
Riesenschritte in allen Bereichen des
Lebens, indem sie der Menschheit all das
bieten, um aus unserem Planeten einen wun-
derbaren Ort für uns alle zu machen.
Dennoch töten tragische Situationen von
Flüchtlingen, extremer Armut, Krankheiten
und Hunger Tausende von Personen an
jedem Tag.
Bei all dem ist Afrika am meisten
betroffen. Es ist reich an menschlichen
Ressourcen und Naturvorkommen, aber viele
unseres Volkes sind sich selbst, der Armut
und dem Elend überlassen, Kriegen und
Konflikten, zwischen Krisen und Chaos.
Selten wird das durch Naturkatastrophen
verursacht. Eher ist das auf breiter Ebene
menschlichen Entscheidungen und
Handlungen seitens von Personen verursacht,
die keine Rücksicht auf das Allgemeingut
haben, und das oft durch tragische
Mittäterschaft und krimineller Verschwörung
unter örtlichen Verantwortlichen sowie aus-
ländischer Interessen.
Afrika darf aber nicht verzweifeln. Die
Segnungen Gottes sind noch reichlich und
warten darauf, vorsichtig und gerecht zugun-
sten ihrer Kinder genutzt zu werden... Es gibt
viele, gute Nachrichten aus verschiedenen
Teilen Afrikas. Leider ziehen die modernen
Nachrichtenübermittlungen oft die schlech-
ten Nachrichten vor und scheinen sich auf
unser Unglück und Mängel zu konzentrieren,
anstatt auf die positiven Anstrengungen, die
wir z.Z. vollbringen. Nationen haben lange
Jahre des Krieges verlassen und bewegen
sich stufenweise auf Wegen des Friedens und
Wohlergehens. ...Wir laden alle ohne
Ausnahme ein, zusammenzuarbeiten, um
den Herausforderungen der Versöhnung, der
Gerechtigkeit und des Friedens in Afrika zu
begegnen. Viele leiden und sind im
Todeskampf: wir dürfen keine Zeit verlieren.
Wir laden alle ein, sich mit Gott versöh-
nen zu lassen. Das ist es, was den Weg zu
wahrer Versöhnung unter Personen öffnet.
Das ist es, was den Teufelskreis der
Beleidigung, der Rache und des
Gegenangriffes unterbricht. Bei all dem ist die
Tugend der Vergebung entscheidend, auch vor
jeglichem Schuld-Zugeständnis. Jene, die
behaupten, dass die Vergebung nicht funktio-
niere, sollten versuchen sich zu rächen und
auf die Reaktion warten. Die echte Vergebung
führt zur Gerechtigkeit der Reue und
Wiedergutmachung, die einen Frieden einlei-
ten, der die Wurzel des Konfliktes erreicht
und der aus Opfern und Feinden Freunde,
Brüder und Schwestern macht. Es ist Gott, der
diese Art von Versöhnung ermöglicht.
Viele Kinder Afrikas haben ihr Haus
verlassen, um in anderen Kontinenten
Unterkunft zu finden.
Vielen von ihnen geht
es gut und sie tragen wirksam zum Leben
ihres neuen Aufenthaltslandes bei. Andere
kämpfen ums Überleben. Wir vertrauen sie
alle einer angemessenen, pastoralen Sorge
der Kirche, Familie Gottes, an, wo auch
immer sie sich befinden. »Ich war fremd und
obdachlos und ihr habt mich aufgenommen«
(vgl. Mt 25,35) ist nicht bloß eine Parabel
bezüglich des Weltendes, sondern auch eine
Pflicht, die heute zu erfüllen ist.
Afrika braucht heilige Politiker, die
den Kontinent von der Korruption befreien
werden, die für das Wohl der Menschen
arbeiten werden, und die weitere Männer
und Frauen guten Willens außerhalb der
Kirche aufrütteln werden können, sich gegen
das gemeinsame Übel zusammenzusch-
ließen, die unsere Nationen bedrängen.
Die Familie Gottes breitet sich jenseits
der sichtbaren Grenzen der Kirche aus,
sie schließt die ganze Menschheit ein. Wenn
wir an Argumente wie Versöhnung,
Gerechtigkeit und Frieden denken, begegnen
wir uns in der Tiefe unserer gemeinsamen
Menschheit. Dieser Plan bezieht sich auf alle
und erfordert ein gemeinsames Handeln. Wir
erheben daher unsere Stimme zu einem
Aufruf an alle Männer und Frauen guten
Willens. Im Besonderen wenden wir uns an
jene, mit denen wir denselben Glauben in
Jesus Christus teilen, aber auch an Männer
und Frauen anderer Religionen.
Die multinationalen Konzerne müssen
die kriminelle Zerstörung der Umwelt
stoppen,
als Folge ihrer gierigen
Ausbeutung der Naturvorkommen. Es ist
dies eine kurzsichtige Politik, Kriege zu
schüren, um aus dem Chaos schnelle Profite
einzustreichen, zum Preis von
Menschenleben und Blut. Ist es nur möglich,
dass niemand in der Lage ist, oder es
bewerkstelligen will, diese Verbrechen gegen
die Menschheit zu unterbrechen?
Afrika ist nicht machtlos. Unser
Geschick ist noch in unseren Händen. Alles,
was es braucht, ist der Raum um atmen und
gedeihen zu können. Afrika hat sich schon in
Bewegung gesetzt und die Kirche bewegt
sich mit diesem Kontinent und bietet ihm das
Licht des Evangeliums an. Die Wasser
mögen stürmisch sein, aber mit dem Blick
auf den Herrn Christus (vgl. Mt 14,28-32)
werden wir sicher den Hafen der
Versöhnung, der Gerechtigkeit und des
Friedens erreichen. Afrika, steh auf, nimm
deine Bahre und geh!
(vgl. Joh 5,8).
Afrika Stimme verleihen
“Geliebte,
ich schreibe euch aus Rom, wo ich an der
Synode der Bischöfe über Afrika teilnehme.
Es ist spät abends. Als ich mich heute Früh in
einem Hotelzimmer nahe St. Peter erhob,
hatte ich für einen Augenblick den Eindruck,
fehl am Platz zu sein. “An einem Tag wie
heute, müsste ich zuhause sein, in Mission,
in Lira, in Afrika!”, dachte ich instinktiv. Es
hat aber sofort das Bewusstsein überwiegt,
dass gerade Afrika mich nach Rom gebracht
hat. Mit anderen Bischöfen bin ich nämlich
für die bischöfliche Konferenz erwählt wor-
den, um Uganda an der Zweiten Besonderen
Versammlung der Synode der Bischöfe für
Afrika zu vertreten”.
So schreibt uns P. Giuseppe Franzelli,
Bischof von Lira (Uganda), der, wie er selbst
erzählt, an der besonderen Konferenz für
Afrika teilnimmt: eine besondere Gelegenheit
der Gnade, um in die Falten und Wunden des
afrikanischen Kontinentes einzutauchen, der,
wie P. Giuseppe sagt: “noch immer von ver-
schiedenen, bewaffneten Konflikten gequält
ist, aber noch mehr von Armut, widrigen, kli-
matischen Verhältnissen, ökologischem
Niedergang, Korruption, Ausbeutung der
Naturvorkommen durch ausländische
Konzerne in Zusammenarbeit mit den dortigen
Regierungen, unbeschreiblichen, sozialen
Ungerechtigkeiten, Krankheiten wie Malaria,
Tuberkulose und natürlich auch Aids, immer
wieder auftretenden Trockenheit und sich
daraus ergebenden Hungersnot, was folglich
zur Ursache von weiteren Trennungen,
Ungerechtigkeiten und neuen Konflikten führt.
Nun also bin ich in Rom vom 4. bis 25.
Oktober, mit mehr als 240 mit dem Papst
versammelten Bischöfe,
zum Zweck eines
intensiven Austausches von Erfahrungen,
Aussprachen, Gebet und Erkenntnis, mit
dem Versuch, Wege und konkrete Mittel zu
finden, um Frieden und Gerechtigkeit herzu-
stellen und einen verwundeten Kontinent
von zu vielen Trennungen wieder zu versöh-
nen. Daher bin ich froh hier zu sein, trotz der
Entfernung von meinem Volk, in einer Zeit,
in der die universale Kirche Afrika in den
Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellt”.
SUDAN
Schreckliche Massaker an Christen
Die Synode für Afrika weihte besondere
Aufmerksamkeit dem Sudan. Das Land ist
zerteilt zwischen dem hauptsächlich arabi-
schen Norden, wo das koranische Gesetz
regiert, während der Süden christlich und
animistisch ist. Immer zahlreicher werden
die Attacken gegenüber den Christen berich-
tet Mons. Kussala, ein Bischof des Landes:
„Am vergangenen 13. August drangen die
Rebellen in die Kirche meiner Pfarrei und
nahmen viele Personen als Geiseln. Während
sie in die Wälder flüchteten, haben sie sieben
davon ermordet: sie haben sie an den
Bäumen gekreuzigt. “Im Sudan das
Evangelium leben ist eine schwierige Wahl,
man riskiert das Martyrium: „Wir leben ganz
auf diese Art, denn sie töten die Leute, ver-
brennen ihre Häuser: es ist Martyrium.“ Als
Christ lebt man in der Angst. „Aber wir wol-
len nicht sterben: all das stärkt den Glauben
der Leute, die Menschen kommen weiter in
die Kirche.“
Quelle: ZENITH
2
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Am letzten Platz
Im Jahr, das der Priesterschaft geweiht
ist, schlägt die Kirche ihren Kindern ver-
schiedene Modelle priesterlichen Lebens
vor. Ein jedes richtet einen Lichtstrahl auf
jenes, das das einzige (priesterliche Leben:
AdÜ) ist: jenes von Christus, an
das jeder Getaufte teil hat,
obschon auf verschiedene Weise.
Der kleine universale Bruder
Charles de Foucauld kann mit
seinem einfachen Leben helfen,
einige Elemente zu begreifen,
um ein heiliges und unbeflecktes
Priestertum zu leben, und so der
Stimme des Heiligen Geistes
sowie den Bedürfnissen der
Kirche zu antworten. Ein kleiner
Hinweis auf die zurückgelegte
Strecke von Freré Charles,
erlaubt uns zu verstehen, was in
seinem Priesterleben zählt: das
Leben Christi zu leben, Ihn in allem nach-
zuahmen.
Der Letzte sein
In einem ersten Augenblick, angesichts
des Vorschlages seitens der Vorgesetzten des
Trappisten-Ordens Priester zu werden, lehnt
er ab, denn für ihn ist Priester sein nicht am
letzten Platz sein; der Priester muss leiten,
lehren, verehrt werden, während Charles de
Foucauld im Verborgenen sein will, keine
angesehene Stellung einnehmen, sozial
betrachtet an letzter Stelle, immer mehr der
arme Jesu werden und in sich die Stille von
Nazaret wiedergeben. Im Grunde will er
leben, was das Evangelium lehrt; seine einzi-
ge Regel, um sich auf Gott und die
Geschenke Gottes zu beziehen: “den letzten
Platz auswählen”.
»Da setzte er sich, rief die Zwölf und
sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll
der Letzte von allen und der Diener aller
sein« (Mk 9,35).
»Ein Jünger steht nicht über seinem
Meister und ein Sklave nicht über seinem
Herrn. Der Jünger muss sich damit begnü-
gen, dass es ihm geht, wie seinem Meister,
und der Sklave, dass es ihm geht, wie seinem
Herrn.« (vgl. Mt 10,24-25).
»Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen
lassen; denn nur einer ist euer Lehrer,
Christus. Der Größte von euch soll euer
Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht,
wird erniedrigt, und wer sich selbst ernie-
drigt, wird erhöht werden« (Mt 23,10-12).
»...such dir nicht den Ehrenplatz
aus...mach diesem hier Platz!...setz dich lie-
ber, wenn du hinkommst, auf den untersten
Platz...«
(Lk 14,8-10).
Nach einiger Zeit des Gebetes und des
Nachdenkens, geschah aber am 26. April
1900 in Nazaret, dass er sich für das
Priesterleben entschied. Er versteht, dass es
mit Armut und den so sehr begehrten ‘letzten
Platz’ vereinbar ist, im Gegenteil es ist die
vollkommenste Nachahmung Jesu. Als
Charles sich dem Priesterleben zuwendet
und sich dessen Fragen stellt, ist das ein
Wendepunkt in seinem Leben, der nicht so
sehr in der priesterlichen Weihe als solcher
besteht, sondern in einem tieferen
Verständnis seines Lebens für Christus.
Auch uns bietet dieses dem Priestertum
gewidmete Jahr die Möglichkeit, in dem alle
Gläubigen eingebunden sind, unserem
Leben eine Wendung zu geben, so wie es mit
Charles de Foucauld geschehen ist. Die
Gnade dieses Jahres muss uns in das
Geheimnis Christi - Hoher Priester - einfüh-
ren, der uns hilft, mit Ihm unseren heiligen,
geistlichen und Gott gefälligen Kult zu
feiern (vgl. Röm 12). Jeder Christ trägt das
Zeichen der priesterlichen Salbung, damit er
vor Gott-Vater stehen
kann, indem er sein
Leben anbietet, um
Kanal Seiner barmher-
zigen Liebe gegenüber
aller Wirklichkeiten zu
werden.
Jeder Wendepunkt ist
eine Umkehr, eine
g r u n d l e g e n d e
Rückkehr, und Charles
de Foucauld lehrt uns
aus seiner Erfahrung,
einige prägende, sehr
wichtige Stücke für das
geistliche Leben wie-
derzuerlangen, ohne derselben man riskiert,
ein abgeflachtes Leben der Frömmelei zu ver-
bringen, das nicht auf die Kraft des
Auferstandenen Christus konzentriert ist.
Opfer mit Jesus
Der erste Grund, der Charles de
Foucauld an ein Priesterleben denken ließ,
ist die Eucharistie;
er nimmt sich nicht als
Multiplikator von Riten wahr, sondern wie er
sagt: Jesus am Altar dem Vater anbieten, für
seine Herrlichkeit und die Rettung der
Menschen, durch die heilige Eucharistie, wie
er sich am Abendmahl angeboten hat;
das
bedeutet auch, dass die Priester mit Jesus sich
am Kreuz anbieten müssen, mit Jesus den
Todeskampf, die Passion und den Tod in dem
Maß, wie es Jesus gefällt, zu erleiden, sie
rufen, den Kelch zu teilen und mit ihm Opfer
zu sein.
Zusammenfassend kann man sagen,
dass der Priester am Altar den letzten Platz
einnimmt, d.h. den des Gekreuzigten, des
geopferten Lammes, und sich selbst für die
Herde schenkt, die Gott ihm anvertraut hat.
Charles de Foucauld weigert sich, den
ersten Platz einzunehmen, den viele aus rei-
nem Ehrgeiz suchen, oder als
Kommandostelle, um die Gläubigen nach
eigenem Ermessen zu steuern, denn er
erkennt, dass die vom Heiligen Geist Gottes
verliehene priesterliche Kraft ein Dienst an
den Armen Jahwes ist, die es nötig haben,
dass der Priester, vereint mit dem österlichen
Opfer, sich selbst anbietet, um den Weg nicht
mit Worten, sondern mit der Kraft des in
ihnen wirkenden Opfers Christi zu öffnen.
Das Korn, das nicht fault
Etwas anderes versteht Freré Charles
sehr gut: das Priesterleben verlangt ein völ-
liges Verschenken an Jesus: das
Martyrium.
Der wahre Märtyrer ist der, wel-
cher das Leben mit Liebe schenkt, und das
Priesterleben kann nicht von dieser
Wirklichkeit getrennt werden, denn sonst ist
man vom Opfer getrennt.
Bevor Freré Charles getötet wurde, war
er dabei, einer Cousine zu schreiben, mit der
er sich sehr verbunden fühlte; im Brief bezog
er sich auf den Abschnitt des Evangeliums,
in dem vom Weizenkorn die Rede ist: »Wenn
das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und
stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt,
bringt es reiche Frucht.« (vgl. Joh 12,24).
Sich auf dem letzten Platz befinden, bedeu-
tet, den Verlauf des Weizenkorns zu leben;
lebt der Priester nicht diesen Verlauf der
Veränderung, riskiert er zu vermodern,
anstatt im großen Geschenk zu wachsen, das
Gott ihm anvertraut hat.
Gott will keine Super-Männer und Freré
Charles war auch nicht einer davon, Er will
aber Männer, die an ihrem Platz zu stehen
wissen. Dieser Platz ist die Fülle und
Harmonie allen Seins in ihrer Ganzheit; des-
halb ist jener Mensch selig, der in allem den
Willen Gottes zu suchen weiß, der sich aller
Falschheit, Heuchelei, Hochmut, Stolz zu
entziehen weiß, alles Dinge, die das
Weizenkorn faulen lässt. Freré Charles wür-
de sagen: selig, wer den letzten Platz auszu-
suchen weiß, denn in ihm wohnt Gott, und
wer Ihn findet, findet alles.
Alle Menschen sind von Gott
Schließlich versteht der gute Charles,
dass das Priestersein eine universale Liebe
erfordert,
eine bedingungslose Weihe an alle
Menschen. Durch das Bedürfnis Jesus nach-
zuahmen, öffnet er sich den Muselmanen
und im Besonderen dem Stamme der Tuareg,
damit auch diese zu Christus gerufen wer-
den,
und er macht es als Vorbild, in Stille,
Freude, Bereitschaft, Hoffnung; in völliger
Einfachheit verkündete er das Evangelium
durch die Tugenden. Nicht die Worte waren
wichtig, sondern das Wort, das er gelebt hat.
Wenn uns Gott durch die Kirche einlädt,
über das Priestertum nachzudenken, dann
deshalb, weil sie ihr priesterliches Volk (sei
es ausführend als auch lehramtlich) neu
erwecken will; Er will es vom Weltgeist
befreien, um ihm Seinen Geist zu schenken;
Er will es zur universalen Liebe öffnen, die
als Dienst an der ganzen im Universum ver-
streuten Schöpfung zu verstehen ist. Gott,
der Vater ist, helfe uns diese Gnadenzeit zu
erkennen und zu leben, und Seine Heiligen
mögen mit der Heiligsten Maria für jeden
von uns Fürsprache einlegen, auf dass jeder
sein “Ja” Gott und Seinem Werk ausspreche.
Antonio Gacioppo
Die “mitverantwortlichen”
Laien mit dem Klerus
Einen neuen Blick auf die Laien in der
Kirche wirft Benedikt XVI. anlässlich eines
Treffens vor einiger Zeit in Rom. Während er
in seinem Beitrag auf die Früchte des II.
Vatikanischen Konzils hinwies, hat der Papst
den ständigen Trend hervorgehoben, dass die
Kirche mit der Hierarchie identifiziert werde.
Im Besonderen hat der Pontifex auf die
Gefahr einer rein soziologischen Vision des
Begriffes Volk Gottes aufmerksam gemacht,
und gab zu bedenken, dass das Konzil keinen
Bruch verursachen wollte, d.h. eine andere
Kirche auslösen, “sondern eine wahre und
tiefe Erneuerung, im Weiterbestand des ein-
zigen Subjektes Kirche, die zeitlich wächst
und sich entwickelt, aber stets gleich bleibt,
einziges Subjekt des Volkes Gottes auf
Pilgerschaft”, hervorrufen wollte.
“Das erfordert eine Änderung der Mentalität
besonders in Bezug auf die Laien - hat der
Heilige Vater unterstrichen -, dass sie nicht
mehr als ‘Mitarbeiter’ des Klerus, sondern
als wirkliche ‘Mitverantwortliche’ des Sein
und Tun der Kirche betrachtet werden,
indem ein gefestigtes, reifes und einsatzfreu-
diges Laientum gefördert wird”.
Redaktion
Dem Pr iester tum gewidmetes Jah
3
Echo 207
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In der Stunde
unseres Todes
von Stefania Consoli
Ave Maria! Ich grüsse dich, voll der
Gnade bist du, und bitte dich:
Erinnere dich meiner, vor
allem in der Stunde, wenn ich
meinen Körper verlassen
werde...
Wir wiederholen es oft,
vielleicht etwas flüchtig, zer-
streut, fast ohne auf unsere
eigenen Worte zu achten.
Aber die Mutter Maria beach-
tet sie, und jedesmal wenn
wir das Avemaria sagen, hört sie auch auf
unser Fürchten: lass uns nicht allein, wenn
uns der Atem ausgeht, wenn das Unbekannte
seinen Platz einnimmt in einem uns
Nahestehenden, guten Bekannten...
Aber wenn dieser Augenblick uns ferne
scheint (der Mensch weist den Gedanken an
den Tod gern von sich), so sind es doch die
vielen Verstorbenen, an die wir Tag für Tag
denken, deren wir uns mehr oder weniger
bewusst erinnern.
Ist es vielleicht kein Sterben, wenn wir
freiwillig Situationen auf uns nehmen, die
uns widerstreben? Ist es kein wirklicher Tod,
einen geliebten Menschen zu verlieren,
sichere Orte, alte Gewohnheiten, um brüs-
ken, herben Verfügungen zu folgen, die das
Leben uns ab und zu vorschlägt? Und wenn
wir unsere Gründe herausschreien möchten
gegen über dem, was uns Unrecht erscheint,
eher die Verachtung auf uns nehmen um dem
Verzeihen Raum zu geben? Tod ist auch
dort, wo wir uns zerschlagen, enttäuscht,
verlassen fühlen ...
Mutter, meine Mutter, bleibe bei mir in
diesen Momenten. Ohne deine Hilfe bin ich
verloren. Was vorher gut ging, unversehens
geht nichts mehr, und ich bin ein Nichts ...
Angesichts des Todes, die uns zu verschiede-
nen Momenten bedroht, verteidigen wir uns
instinktiv: Denn wir sind zum Leben geschaf-
fen, nicht zur Zerstörung! Daraus wird
Rebellion in all unsern Gliedern. Aber es ist
genau die Vernichtung, die Gott als unsere
Lehrmeisterin gewählt hat; menschlich gese-
hen Dummheit, und doch höchste Weisheit
weil Vorklang auferweckten Lebens. Auf
überraschende Weise hat Christus dem Tod
das Zeichen gesetzt: er nahm ihm den
Charakter des Endgültigen und wandelte ihn
in einen einfachen Durchgang. Aber welche
Ängste manchmal, dieses Wegstück zu durch-
schreiten, welche Wirrnis!; welch ein Kampf
entfesselt uns in unserm ganzen Sein! Ein
echtes Drama für jeden Lebenden...
Darum rufen wir zu Maria, die Mutter,
die Schwester, die Freundin, die mit ihrem
unbefleckten Körper schon in der Ewigkeit
wohnt. Sie wird uns nahe sein, um uns das
„sich Gott ganz übergeben“ zu lehren, wie in
der miterlebten Todesstunde ihres Sohnes
am Kreuz. Sie wird uns sagen, wie wir ver-
trauend und ruhig warten können in diesen
Momenten, wo sie selbst ihrem Wollen starb
um dem göttlichen Willen zu folgen.
Die neue Schöpfung die jetzt in uns
geboren werden will, braucht diese ständi-
gen Tode, notwendig um das Alte rein zu
machen und um dem Leben den Raum vor-
zubereiten für das, was nicht mehr der
Verderbnis unterworfen sein wird. Es gilt, es
zu glauben. Bete dann für uns, jetzt und
dann, Maria!
Der Spur der
„Immacolata“ folgen
Manchmal will uns scheinen, dass die
Sünde uns würgt, belagert, und dass das
Böse ungestört überall gedeihen könne. Die
Menschheit scheint zu
ersticken in Unordnung,
Krankheiten, Verzweiflung ...
Wir wissen, dass all dies eine
bittere Folge der Ursünde des
Menschen ist, seiner Aufruhr
gegenüber dem Schöpfer, die
jedoch uns nicht in der Nähe
berührt. Wir fragen uns, was
zu tun ist um wahre Zeugen
eines neuen Lebens in Jesus
Christus zu werden, siegend über Tod und
Sünde.
Der grösste Wunsch Gottes ist, dass wir
zu IHM zurückkehren, zur Harmonie mit
IHM, die vor der Ursünde war. Das kann nur
kommen über viele Stufen des Verzichts auf
uns selbst, des Opfers, der echten
Gemeinschaft, die uns rein werden lässt
oder, besser gesagt, reinigt, erneuert, wieder
integriert in die göttliche Gabe, die das
Leben ist. Kurz, die uns zu „vollkommenen
Kindern Gottes“
(vgl. Phil 2,15) macht.
Der Weg zu einem „unverdorbenen“
Zustand geht zwingend durch die Hingabe
des Lebens, die der Gipfel unserer Liebe
gegenüber Gott ist, auch der zwingende
Durchgang zur Auferstehung. Im Verzicht
darauf, über uns selbst zu bestimmen um
Gott allen innern Raum zu überlassen,
gestatten wir, dass ER es ist, der lebt, denkt,
in uns und durch uns handelt. So reinigen
und wandeln wir uns in eine neue Kreatur
hinein, werden fähig die Logik und die
Schemen, die die Welt uns auferlegt oder die
wir uns selber schaffen und die uns bedin-
gen, zu überwinden.
Das erlaubt uns „ vollkommen“ zu leben,
es gelingt, den Blick zu erheben, neue
Gesichtspunkte zu finden um die
Wirklichkeit zu betrachten. So wird unser
inneres Sehen präzis und klar weil gereinigt,
unverdorben, „vollkommen“ gemacht durch
Gottes Blick, der uns erwählt hat und uns
kennt (vgl. Ps 139).
Vollkommen, unbefleckt zu sein macht
uns nicht zu „Supermenschen“. Wir bleiben
schwach und brauchen die Gnade. Jedoch,
vereinigt mit Gott und ihm hingegeben in
Reinheit, können wir vielleicht unsere
Neigungen zur Sünde und zur Rebellion
meiden und, wenn wir fehlen, gelingt es uns
wieder zu lieben und einander milde und
verzeihend anzunehmen.
In seiner Güte schenkt Gott uns seine
heilige Maria, unsere unbefleckte, vollkom-
mene Mutter, die einzige unverdorbene
Kreatur seit Anbeginn. Sie gibt sich für uns
und mit uns hin und öffnet uns den Weg um
die neue Menschheit zu werden: unterwegs
zur Fülle in Gott.
Margherita Anturi
Die Verehrung des
Unbefleckten Herzens Marias
Um die Verehrung des Unbefleckten
Herzens Marias zu verstehen, kann hier ein
kurzer Hinweis dienen.
„Herz“ bedeutet in der Sprache der Bibel
der Mittelpunkt, das Zentrum menschlicher
Existenz, das Zusammentreffen von
Verstand, Willen Temperament und
Empfindsamkeit, worin der Mensch seine
Einheit und seine innere Orientierung findet.
Das „unbefleckte Herz“ ist nach Mt 5,8 ein
Herz, das aus Gott stammt und zu einer voll-
kommenen innern Einheit gehört und darum
„Gott sieht“. „Verehrung“ des Unbefleckten
Herzens Marias ist darum, sich diesem
Benehmen des Herzens zu nähern, worin das
Fiat – dein Wille geschehe – für die ganze
Existenz zum Informationszentrum, zum
Mittelpunkt wird.
„Mein unbeflecktes Herz wird trium-
phieren“. Dies ist ein Schlüsselwort des
Geheimnisses von Fatima, das zu Recht
berühmt wurde. Was bedeutet es? Das für
Gott offene Herz, rein gewaschen in der
Betrachtung Gottes, ist stärker als Gewehre
und Waffen aller Art. Marias „Fiat“, das Wort
ihres Herzens, vermochte die Geschichte der
Welt zu verändern, weil sie dadurch den
Retter in diese Welt eingeführt hat, weil dank
diesem „Ja“ Gott Mensch werden konnte in
unserm Raum und der Stunde, die immer
währt. Der Böse hat Macht in dieser Welt,
wir sehen und erfahren es kontinuierlich: Er
hat Macht, weil unsere Freiheit sich kontinu-
ierlich von Gott wegziehen lässt.
Aber seit Gott selber ein menschliches
Herz hat und darum die Freiheit des
Menschen zum Guten hinwendet, hat die
Freiheit zum Bösen nicht mehr das letzte
Wort. Seit damals gilt: „Ihr werdet Kummer
und Schmerz haben in der Welt, aber habt
Vertrauen: ich habe die Welt besiegt“ (Joh
16,33). Die Botschaft von Fatima lädt uns
ein, diesem Versprechen ganz zu vertrauen.
Joseph Ratzinger +
(aus: Theologischer Kommentar zur Botschaft von Fatima)
Die Liturgie empfiehlt...
Unser unbeflecktes Angebot
macht das Wort aktuell
Die Anordnung der Lesungen zur hl.
Messe ladet die Gläubigen ein, eine akti-
ve Antwort auf das gehörte Wort nicht
nur mit Gebet, sondern auch mit dem
“Angebot unser selbst” zu geben. Diese
Äußerung erinnert an die Worte und an
die vollkommene Bereitschaft Mariens
zum Plan Gottes: »Da sagte Maria: Ich
bin die Magd des Herrn; mir geschehe,
wie du es gesagt hast.« (vgl. Lk 1,38).
Diese grundlegende, geistliche
Bereitschaft, die während des Verlaufes
des Wortgottesdienstes anzuregen ist,
‘explodiert’ mit aller Kraft im zweiten
teil der hl. Messe - der Liturgie der
Eucharistie - und im Besonderen im
Eucharistischen Hochgebet, von dem
eines der wichtigsten Elemente das
Anbieten ist: “...die Kirche, besonders
jene am Ort versammelte Kirche, bietet
dem Vater im Heiligen Geist das Reine
Opfer dar. Die Kirche möchte, dass die
Gläubigen nicht nur das Reine Opfer
darbringen, sondern lernen mögen,
sich selbst anzubieten”
(Prinzipien und
Normen für den Gebrauch des Messale
romanum 55f). In der Eucharistie erreicht
alle Leistungskraft des Wortes Gottes -
im ersten Teil der hl. Messe verkündet -
die volle Kraft der Verwirklichung.
Folglich erreicht auch die Antwort zum
Wort die größte Ausdruckskraft.
(aus: Der Ritus der hl. Messe - Don Ferdinando
Cappelletti)
4
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Das Antlitz Gottes
Als der Vater vom Sohn verlangte, sich
auf Erden zu begeben um alles neu zu
machen
, sagte er: Ich vertraue dir eine
anspruchsvolle, schwierige Aufgabe an, das
ist so, jedoch gebe ich dir eine wertvolle
Hilfe: allüberall wirst du meine Gegenwart
spriessen lassen, meine Ähnlichkeit, mein
Antlitz in allem Geschaffenen sehen. Auf
diese Art werde ich mit dir sein in der
Aufgabe, die ich dir übertrage. So stieg der
Sohn, der in allem vollends den Willen des
Vaters teilte, zur Erde und bildete sie um
nach dem Willen des Vaters, machte sie neu
und schön. Sodann, wie ein Lobgesang,
erfüllte die Erkenntnis Gottes die ganze
Erde, und es geschah die wunderbare
Wandlung, wo der Wolf beim Lamme wohnt,
der Panther beim Böcklein liegt. Kalb und
Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe
kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich
an, ihre Jungen liegen beieinander, der Löwe
frisst Stroh wie das Rind, und der Säugling
spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das
Kind streckt seine Hand in die Höhle der
Schlange. Man tut nichts Böses mehr und
begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen
heiligen Berg (Jes 11, 5-9).
Da entdeckten die Menschen die Liebe
Gottes in allem Geschaffenen, das sie jetzt
mit neuen Augen sahen, und erkannten voll
Erstaunen sein Antlitz in den andern und im
Geschaffenen. Sie verstanden die Schönheit
des Universums, das sie als Werk Gottes
sahen, als wunderbare Gabe seiner Liebe, als
Geschenk, um angenommen und als wertvoll
erkannt zu sein und untereinander ausge-
tauscht zu werden. Alsdann entschleierte der
Sohn, da seine Freunde ihn um Erklärung
dieser ganzen Schönheit baten, das
Geheimnis indem er sagte: ich habe die
Menschen geliebt und die geschaffenen
Dinge, nicht um ihretwillen, sondern weil
ich in ihnen das Antlitz des Vaters fand, weil
ich in Ihnen den Vater liebte. Und so, indem
ich in ihnen den Vater liebte, habe ich sie in
übergrosser Liebe geliebt, so gross wie die
Liebe ist, die mich an den Vater bindet. Es
war diese Liebe, die alle Dinge neu machte,
nichts anderes. Dann fügte er bei: auch ihr
könnt dasselbe. tun; auch ihr könnt beitragen
mit mir zusammen, dass alle Dinge neu wer-
den, wenn ihr in den Andern und im
Geschaffenen das Antlitz des Vaters einprägt,
wenn ihr in den Andern und in allem
Geschaffenen den Vater liebt. Nur so werden
eure Mühen nicht unnütz sein, nur so vergel-
tet ihr nicht das erlittenen Böse. Nur so seid
ihr nicht Sklaven von Idolen, die euch
Freiheit anbieten, während sie euch ständig
etwas wegnehmen, bis dass sie euch sogar
das Leben entreissen.
Bethlehem im Jubel
Wie schön ist Bethlehem heute! Ganz neu,
ganz anders. Es scheint eine grosse Freude
auszustrahlen. Sicher die Freude des Gottes
für seine Rückkehr zur Erde dank einer jun-
gen Frau. Nicht kann es seine Freude zurück-
halten, so dass sie überall aufquillt, auch aus-
serhalb Bethlehems.
Gott jauchzt über die kleine und demütige
Frau, die sich ganz seinem Kommen zur
Verfügung stellte und die er deshalb als
E
INFACHE
G
EDANKEN
Von Pietro Squassabia
“Und so hat der Sohn Gottes -
obwohl in der Gestalt Gottes - die
Himmel herunter gelassen und ist zu
seinen Dienern herab gestiegen...,
indem Er vor allem das Neueste voll-
brachte, das einzig wirklich neue
Werk unter der Sonne, durch welches
sich in der Tat die unendliche Kraft
Gottes offenbarte... Gott will in uns
ruhen, Er will die Natur erneuern,
auch durch unsere Bekehrung, Er
will uns an Seiner Gottheit teilhaben
lassen.”
Papst Benedikt XVI,
General-Audienz 6. Mai 2009
Man kann Paradies schenken
„Man kann Jesus nicht begegnen um ihn
zu kennen, zu lieben, ihn nachzuahmen,
ohne konkret, konstant, ja hartnäckig auf das
Evangelium zurückzublicken; dieser
Rückblick muss Teil unseres Lebens sein. So
wird jede kleinste Tat zum immensen
Ereignis, worin uns das Paradies geschenkt
wird, in dem wir das Paradies verschenken
können. Unwichtig, was wir zu tun haben:
einen Besen in der Hand halten oder ein
Schreibzeug, reden oder schweigen,
Strümpfe stopfen oder eine Konferenz leiten,
einen Kranken pflegen oder eine Maschine
in Gang halten. All das ist nicht einmal die
Kruste der wunderbaren Wirklichkeit, der
Begegnung der erneuerten Seele mit Gott zu
jeder Minute, die zu jeder Minute an Gnade
und Anmut wächst, immer schöner werdend
für ihren Gott.
Die Radikalität, die Wurzel des
Evangeliums suchen inmitten der
Beschäftigungen: Menschen, denen mit
Zärtlichkeit begegnet werden muss. Aber
was ist Zärtlichkeit? Es ist das, was berührt
ohne zu verletzen, begleitet von Freude. Hier
ist das im Gebet erhaltene und in den
Begegnungen weitergeschenkte Paradies.
Es wird nicht von uns verlangt, stark zu
sein in Augenblicken des Leidens. Nicht
wird vom Korn verlangt, dass es stark bleibe,
wenn es gemahlen wird, sondern dass es
zulässt, dass der Mühlstein der Mühle Mehl
aus ihm macht“.
Madeleine Debrel (1904-1964)
Botschaft an Mirjana
vom 2. Oktober 2009
„Geliebte Kinder, während ich euch
anschaue, würgt mich mein Herz vor
Schmerzen. Wohin geht ihr, meine Kinder?
Seid ihr so sehr in die Sünde eingetaucht,
dass ihr sie nicht aufhalten könnt? Ihr ver-
teidigt euch mit der Sünde und lebt ihr
gemäss.
Kniet euch nieder vor dem Kreuz und
betrachtet meinen Sohn. Er hat die Sünde
besiegt und ist gestorben damit ihr, meine
Kinder, leben könnt. Erlaubt doch, dass ich
euch helfe, damit ihr nicht umkommt son-
dern lebt mit meinem Sohn auf immer. Ich
danke euch!“
Vielleicht ist unser kollektiver „Gang“ so
hastig geworden, dass es unmöglich scheint,
ihn anzuhalten, so dass Maria gezwungen ist,
uns zu fragen: Wohin geht ihr, meine Kinder?
... Könnt ihr nicht inne halten?
Ehrlich wäre,
in Wahrheit zu antworten: „Nein, Mutter, es
gelingt uns nicht, stille zu halten, weil heute
dieser wahnsinnige Kurs, der die verrückte
Menschheit mitreisst, automatisch unsre
Schritte bewegt und wir nicht mehr merken,
wohin sie uns tragen ...“
Welch Drama! Das ist die wahre Sünde:
der nach dem Bilde Gottes geschaffene
Mensch, begabt mit Intelligenz und einem
Geist, der fähig ist, die Göttliche Weisheit
weiter zu geben, ist nicht mehr Herr über
sich selbst und kann die finstern Kräfte, die
ihn bewegen, nicht mehr kontrollieren. Die
Sünde macht blind und wir nehmen das als
unsere Verteidigung: ihr verteidigt euch mit
der Sünde
kommentiert Maria, eingezwängt
in ihren Mantel der Schmerzensmutter. So,
während die Sünde uns zu Sklaven macht,
gehen wir weiter auf dem Weg zum Abgrund
der Vernichtung, des Todes.
Aber es gibt einen Ort, einen Halt wo
Maria uns erwartet. Sie ist schon dort, auf-
recht, seit zweitausend Jahren; sie ist wach.
Von unter Jesu Kreuz her schaut sie auf uns
und schlägt uns vor, den Sohn zu betrachten;
ein Spiel der Blicke, das heilt, das
Verbundenheit schafft, wo der Böse keinen
Zutritt hat, weil reine Liebe fliesst, weil der
Geist fliesst, der allein Leben ist, Leben auf
immer.
Fordern wir von unserm Stolz, die Knie
zu beugen. Es ist die einzige Art, um inne zu
halten. Nur so können wir endlich die Augen
öffnen und verstehen, wohin wir wirklich
treiben.
S.C.
Mutter erwählt hat, indem er ihre Freude voll-
kommen machte. Ja, das Kind wurde Mutter,
stimmte seinem Herrn zu, seinen „Traum“ zu
verwirklichen: jenem, auf die Erde zurückzu-
kehren um mit den Menschen zu sein, um ihr
Leben zu teilen, nach seiner langen
Abwesenheit wegen der antiken
Zurückweisung. Gott hat diesen Moment seit
langem so sehr erwartet. Denn immer wollte
er zurückkehren, seitdem die Menschen ihn
verstossen hatten, seit dem, als die Menschen
es vorzogen, das irdische Paradies zurückzu-
weisen, genau das Paradies, das die
Gegenwart Gottes auf der Erde errichtet hatte.
Jetzt hat ihn der Schoss einer jungen Frau
unter uns zurückgetragen und das Kind ruht
in einer Futterkrippe, in einem Stall, überaus
schön gestaltet durch die Präsenz des Kindes
und der Mutter. Seien wir nicht traurig darü-
ber, dass der Sohn „gezwungen“ war, in
einem Stall geboren zu werden. Ihm diente
auch ein Stall sehr wohl, wenn er nur unter
uns sein konnte. Eher sollten wir uns darüber
betrüben, dass unsere Herzen ihn nicht auf-
nehmen, dass wir es von uns weisen, Ihm zu
begegnen, DER GOTT IST, gekommen um
unter uns zu wohnen.
Diese seine Liebe zum Menschen wird
ihn nie verlassen, auch nicht in den schwie-
rigsten Momenten, auch nicht am Kreuz
wenn er ruft: „ich bin durstig“: Durst nicht
nach Wasser sondern nach der Freundschaft
des Menschen ...
Das Kind, das in dieser Weihnacht
kommt, erinnert uns genau daran: den una-
blässigen Wunsch Gottes, unter uns zu sein,
seine Freude mit uns zu teilen. Zeigen wir
uns nicht gleichgültig für sein Kommen, sei-
en wir bereit, IHN aufzunehmen. Die Mutter,
die sich zusammen mit Ihrem Sohn und mit
uns sich freut, hilft uns, jederzeit, wann
immer ihr Kind zu uns kommen mag, für sei-
ne Aufnahme freudig bereit zu sein.
5
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L
ICHTREFLEXE AUS DER
E
RDE
M
ARIENS
Von Stefania Consoli
Dazu stehen - um jeden Preis
Medjugorje in der Kritik? Nicht das
schlimmste! Medjugorje angegriffen und
unverstanden? Gott sei’s gelobt! Medjugorje,
Ziel von Verleumdungen und übler
Nachrede, in aller Leute Mund? Danke dem
Himmel!
Wer glaubt, dass ein derart wichtiges und
entscheidendes Ereignis ein leichtes Leben
haben könnte, vom Beifall der Menge
umspült, ist vermutlich Opfer einer Illusion:
er beachtet nicht genügend den von Jesus
gezeichneten und gegangenen Weg, den er
gewählt hat: zum Stein des Anstosses zu
werden. Der gelebt hat, um am Kreuz zu
sterben, „ein Skandal für die Heiden und den
Juden eine Torheit“; der den Seinen die
Verfolgung voraus sagte, dem Petrus, dem
Haupt der Apostel, sogar Schande... Und
doch, das allein zählt für die Jünger Christi.
Sicher nicht als Grund zum Leiden an sich,
das ist klar, sondern als einzigen Weg zum
Heil, hin zur Auferstehung.
Also, warum sich ängstigen und
abmühen wegen all dem Geschwätz? Warum
sich aufregen, wenn man unverstanden, ja
verunglimpft wird? Weshalb um jeden Preis
wollen, dass die Wirklichkeit Medjugorjes
anerkannt würde, um sich gut und in
Ordnung zu wissen, statt uns darum zu küm-
mern, von Gott anerkannt zu werden als jene,
die wirklich dem Weg seines Sohnes folgen,
der der Geschmähte `par excellence‘ ist,
jedoch auch die einzige und letzte Wahrheit?
Viele, zu viele Kompromisse nehmen
Platz in Herz und Gewohnheiten jener, die
die Gegenwart Mariens in Medjugorje ange-
nommen hatten: nur um selbst angenommen
zu sein. Man willigt man ein zu schweigen,
sich bedeckt zu halten, das in sanfte
Frömmigkeiten einzugrenzen, was ein lei-
denschaftlicher und radikaler Weg in der
Schule Mariens, der Königin des Friedens,
sein müsste; die zäh aber unbeweglich in
ihrem Ersuchen nach absoluter, echter
Bekehrung, ohne Halbheit ist .
Einerseits ziehen uns die Versprechungen
des Himmels an, andererseits möchten wir,
dass sie uns auf silbernem Tablett serviert
würden. Entscheiden wir uns! Die Strasse der
Madonna ist eine andere. Maria ist nicht das
„himmlische Mamalein“ das uns als kleines
Liebes-Kind behalten möchte. Es möchte
wohl nach Medjugorje reisen, die
Süssigkeiten kosten und sich gut fühlen. Nur
um ausserordentliche Sensationen zu erfah-
ren, die sich daheim unter Kollegen oder
Freundinnen erzählen lassen oder um als
Mitglied zu einer Bewegung zu gehören, die
uns weniger einsam sein lässt. Maria ist
gekommen um ein Ende zu setzen jedwel-
chen Bequemlichkeiten, die die Gnade für
ihre menschlichen Interessen missbrauchen
möchten, für kleine menschliche Tricks oder
Machtvorteile über andere, oder gar für
materiellen Profit ...
Presse, Massenmedien, verbreiten
ungünstige Wertungen? Ja, um leichtes
Leben zu haben, stellen wir mit grösster
Unbefangenheit Sündenböcke dar, damit sie
gesteinigt werden: ... es ist besser, dass ein
einziger Mensch für das Volk stirbt ..., (vgl
Joh 18,14). Die Hoffnung besteht, dass,
wenn eines Tages die Scheinwerfer über den
Opfern erlöschen, doch alles wieder schön
ruhig werde wie zuvor ... und wir könnten
neu beginnen, uns mit „unserer kleinen
Madonnina“ wieder gut zu stellen.
Reife, erwachsene Söhne und Töchter,
gestählt in den Prüfungen und bereit, zusam-
men mit Ihr den Kampf gegen die Finsternis
aufzunehmen, die sich auf die Menschheit
legt: das ist, wozu uns Maria ruft. Menschen,
willig, sich um 360 Grad umkehren zu las-
sen in ihrem Tun und Lassen, ihrem Denken,
um den Stil Christi anzunehmen, das geop-
ferte Lamm, das sich bedingungs - (und
kompromiss-) los dem Vater hingibt – hin-
durch durch die Hände der Peiniger. Der
Leib wird zerstört sein, man wird versuchen,
die Erinnerung daran auszulöschen, aber
nichts und niemand wird die Wahrheit zum
schweigen bringen können, die über
Jahrhunderte hinweg immer wieder sich
über die Lüge erhebt.
So auch wir, die „geliebten Kinder“
Marias. Kümmern wir uns nicht um die
Menschen, darum was sie sagen, ihre
Vorhaltungen, ihre Drohungen, die mögli-
chen Verurteilungen. Die Gnade ist in diesen
Zeiten sehr schnell und beeilt sich, die Pläne
Gottes zu verwirklichen, die er unumstöss-
lich festgelegt hat. Sie erlaubt keine
Verzögerungen, kein Zurückdenken. Uns
fällt es zu, uns auf den Weg zu machen, um
am Ziel auch an der Freude teilzuhaben.
Lasst uns kein Zurückbleiben riskieren.
Die Heilsgeschichte ist noch voll im
Gang und immer neu ist die Gnade, die Gott
gewährt, um zur Vollendung zu gelangen:
„Ich erfülle an meinem Leib was den Leiden
Christi fehlt, seinem Leib, der die Kirche
ist“ schreibt der heilige Paulus (Kol 1,24).
Warum also sich träge anpassen und sich
durch kleine religiöse ‚Boni‘ befrieden zu
lassen, anstatt grosszügig auf den Ruf zu
antworten: „Hier bin ich, Herr, sende mich!“
Das
Bedürfnis zu beten
Wer aus Medjugorje zurückkehrt trägt
gewöhnlich den Wunsch mit sich nach Hause,
dass auf irgend eine Art die Gnade jenes Ortes
etwas in ein wahres und eigenartiges
Bedürfnis umgewandelt hat: das Beten. Die in
der Kirche verbrachte Zeit beim Rosenkranz,
zusammen mit den vielen, oder das
Schweigen auf dem Berg der
Erscheinungen, vielleicht das
Erklimmen des Kreuzbergs
entlang des Kreuzwegs: die
Pilger spüren, dass sie umge-
ben sind, in der Tiefe des
Herzens geborgen. Man fühlt
sich gut, es ist einem wohl, weil
Gott anwesend ist. Der Biss des
Alltags verblasst und macht
einer gänzlich geschenkten
Ruhe Platz, die nach dem
Schweigen des Paradieses duf-
tet. Und während der Geist sich
weitet, öffnet sich der Verstand,
um etwas von der Wirklichkeit
des Himmels zu verstehen
ohne Zwang, als sähe man die
Bilder auf einem Bildschirm,
während das Herz wie im Film die Visionen
aufnimmt und sie in sich verschliesst.
Das ist der Mensch, der betet. Es ist
der Mensch, der sich einbinden lässt durch
ein unsichtbares Band, das ihn auf eine
Ebene bringt, wo es ganz leicht ist, die
Stimme Gottes zu hören; ganz normal, die
Engel in der Nähe zu betrachten, die
Erzengel, die Heiligen des Himmels, mit
denen man in grosser Vertrautheit umgehen
kann.
Betet, betet, betet ... empfiehlt die
Muttergottes. Denn sie weiss, was es heisst,
jeden Tag die Realität des Alltags zu leben,
eingetaucht in diesen Stand der Gnade, die
fähig ist, jeden Augenblick zu verwandeln,
auch die unbeliebten, die damit auf ihren
Platz verwiesen werden ohne unsere ganze
Aufmerksamkeit und unsre Zeit in Anspruch
zu nehmen. Betet! sagt sie uns. Und wir
beten, folgsam. Ja, aber was ist das „Gebet
nach Maria“?
Wie gesagt, in Medjugorje wird man fast
mitgeschleppt von einem Fluss von Gebeten,
der nun seit mehr als 28 Jahren ununterbro-
chen durch die Seelen und über die Lippen
der Millionen von Pilgern fliesst. Nach
Hause gekehrt, riskiert diese erste Inbrunst
sich zu verlieren, wenn sie nicht genährt und
gehegt wird. Der Instinkt lädt uns ein, „ein
Rudel“ zu bilden, andere Menschen zu
suchen, mit denen man das Bedürfnis teilen
kann, in Gott zu versinken. Besser noch als
der natürliche Instinkt ist es, wenn der
Heilige Geist – das reinste Prinzip von
Gemeinschaft – uns hin zu andern Menschen
führt, um Kirche zu leben. Zahlreich in der
ganzen Welt sind die GEBETSGRUPPEN,
die sich ganz natürlich bilden, um auf das
Bedürfnis zu antworten, gemeinsam im
Namen der Königin des Friedens zu beten .
Es ist unmöglich, in all diesen Gruppen
andere gemeinsame Züge zu finden, gesehen
an der Zahl und der Verschiedenheit. Wir
kennen den Quell der Begeisterung, verste-
hen aber nicht, wie diese angewendet wird.
Ganz sicher ist die Absicht gut, lobenswert.
Und doch scheint es erlaubt zu fragen: wie
betet man in diesen Gruppen? Viele würden
antworten, was sie beten. Aber das wie ist
nicht dasselbe ...
Daheim ging ich in eine Kirche wo jeden
Freitag-Abend eine „Medjugorje-Gruppe“
sich versammelt, erzählt Frederica. „Die
Kirche war randvoll. Verschiedene Junge mit
Instrumenten bereicherten die Gesänge auf
eine Art, die einem mitriss. Aber dann, als
man den Rosenkranz betete ... ein richtiger
Stress! Es gelang mir nicht, den Rhythmus
einzuhalten ... ich fühlte mich überrannt, vor
allem fragte ich mich: wie macht man es nur,
auf diese Art das Gebet zu leben? Kein ein-
ziger Augenblick der Stille, um in sich zu
kehren und Gott zu betrach-
ten ... Welchen Sinn hat die-
se Hast? Natürlich bin ich
diesen Jungen dankbar, die
sich vor allen andern
anstrengten und im Dienst
für uns alle standen. Aber
diese Art zu beten weckt
hauptsächlich Emotionen,
entzündet die Affektivität,
aber erleichtert nicht die
Begegnung mit Gott im
Geist. Eigentlich habe ich
zwei schöne Stunden erlebt,
hübsch ... habe gebetet, ja,
aber trat aus der Kirche wie
ich hinein getreten war!“
Betet, betet, betet ... Der
Wunsch ist da. Auch guter
Wille. Ja, wir spüren richtig das Bedürfnis.
Also bitten wir doch Maria, in uns zu beten
in ihrem einfachen, tiefen Stil: Sie, die inner-
halb der Trinität wohnt, kennt den Weg, um
in das Herz Gottes zu treten. Also: wozu die
vielen Kürzel! Lassen wir uns führen wie
Kinde, in Einfachheit, ohne zu übertreiben.
Vielleicht werden die Kirchen nicht mehr so
randvoll sein, aber sicher wird das Gebet
zum Himmel steigen.
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Zu wem spricht
der Papst?
Ich erwartete mir nicht einen solchen
Papst! Immer freundlich, lächelnd und bei-
nahe schüchtern, was den Eindruck großer
Zerbrechlichkeit macht, hingegen, wenn
man es sich am wenigsten erwartet, bei
besonderen Anlässen so großen Mut und
moralische Festigkeit zeigt, die nicht allge-
mein sind. Er verlässt die etwas erhabene
Ausdrucksweise der Kirchenmänner und
spricht Klartext.
Armer Kerl! Vielleicht verliert auch er
die Geduld, nachdem er laufend Bitteres zu
hören bekommt, und man kann sagen “er
entfernt kleine Steinchen aus den heiligen
Pantoffeln”.
Was geht in der Kirche vor sich? Es
braucht eine deutliche Wende, die sich im
biblischen Sprachgebrauch “Umkehr” nennt,
ein in den Augen des Durchschnittsmenschen
und in der Welt unerwünschtes Wort.
Ist es der Grund, weil die Madonna in
Medjugorje immer und vor allem zur
Umkehr aufruft, und dass Medjugorje eine
wahrhafte Allergie in unseren Hirten aus-
löst,
die von vielen Priestern, engagierten
Laien und Erleuchteten geteilt wird?
Der Eifer von so vielen Hirten, die diesen
Kampf gegen die “Gefahr” Medjugorje
führen, ist einzigartig, als ob es nicht schon
so viele andere (Gefahren) gäbe... Die
Gefahr kann nicht von Jener kommen, die
zum Gebet aufruft, sich des Wortes Gottes zu
nähren und regelmäßig Umgang mit dem
Sakrament der Buße und Eucharistie zu
haben; von Jener, die keine andere Dinge als
die Jungfrau von Lourdes und Fatima sagt:
Gebet und Buße. Wenn nun ihre
Anwesenheit unter uns schon so lange
andauert, ist dies nicht seltsame Redseligkeit
der Mutter des Herrn, sondern weil die
Stunde ernst und besorgniserregend ist und
das materielle sowie geistliche Leiden ihrer
Kinder groß ist.
Man kann die Person Maria nicht vom
erwählten Ort der Selbstoffenbarung
trennen;
denn die Gnade folgt der Logik
der Fleischwerdung:
sie verwirklicht sich
und wirkt in Zeit und Raum, die Gott erwählt
und der Heilige Geist wünscht. Es ist nicht
richtig, sich hinter der Tatsache zu verschan-
zen, dass sich die Kirche noch nicht geäußert
hat. Dieser Wartezustand der Verkündigung
seitens der Kirche legitimiert nicht mehr
Strenge und Einschränkungen, wenn nicht
vom Heiligen Stuhl beschlossen, demnach
als Handlungen regelrechter Willkür einzu-
stufen sind.
Warum müssen die Gruppen von
Medjugorje zum Gebet die Bürgermeister
um die Stadien ersuchen, anstelle der
Priester um die Kirchen? Warum können alle
über alles sprechen, aber die Seher dürfen ihr
Zeugnis nicht ablegen und werden von den
Diözesen wie die Pest verjagt?
Das Volk von Medjugorje (numehr 20
Millionen Pilger) möchte keine Privilegien,
sondern dieselben Rechte der anderen
Gläubigen, und wenn es Dinge zu klären
gibt, ist es an der Zeit, dass jemand eine erste
und ernste Überlegung über die Ereignisse
und Früchte von Medjugorje mache; ohne
sich die Hände zu beschmutzen oder sich die
Karriere zu ruinieren. Oft sind die
Unterlassungssünden und die Lösungen “à la
Pilatus” viel schwerwiegender als viele
andere Sünden.
M e d j u g o r j e w i r k t
Wie fremd ist es, von Wirkung zu spre-
chen, und doch finde ich keinen treffenderen
Ausdruck, um mein Nach-Medjugorje zu
beschreiben. Es sind jetzt ungefähr zwei
Monate seit meiner Reise und, wie es mir
glücklicherweise einige Freunde voraus
gesagt haben und ich es jetzt selber empfin-
de: ich trug ein Stück „meines Medjugorje“
mit nach Hause.
Ja, etwas hat sich geändert. Der Alltag ist
wie immer sehr geprägt von tausend kleinern
Problemen und grössern Dingen, die zu tun
sind, aber abends kommt es zu einem Punkt,
wo, wie abgemacht, ich mein Medjugorje
finde, wo es gelingt, von neuem den Frieden
zu atmen, den ich dort „zwischen den
Bergen“ gefunden habe.
Nach dem Abendessen beginnt sich unsre
Familie zu organisieren, um zu Bett zu kom-
men Schon schreie ich: Marco, kommst end-
lich?“, „Fabio, nimm Luca!“. Im allgemeinem
Chaos wechselt man Windeln, putzt Zähne,
dann das Pipi, überstülpt den Pijama und
wenn endlich alle bereit sind, schlüpfen wir
alle ins grosse Bett. Vor einiger Zeit haben wir
zusammen den TV entfesselt oder ich habe
eine Geschichte erzählt, während wir jetzt alle
zusammen das Kreuzzeichen machen und zu
beten beginnen, komisch, nicht? Nach sieben
Jahren sich mit deinem Mann zum
Rosenkranz zusammen zu finden ... nie hatten
wir zuvor auch nur an einen Rosenkranz
gedacht ... dann zusammen ... stell dir vor...!!!
Ich sage die Ave Maria und Fabio und
Marco antworten, während Luchino mit dem
Schoppen im Mund dabei ist, friedlich und
still zuhört, als hätte ihn die Gnade selbst
hierhin getragen, welche zu dieser Zeit in
unser Schlafzimmer hinabsteigt. Pünktlich
zwischen dem zwanzigsten und dreissigsten
Ave Maria beginne ich, keine Antworten
mehr zu hören: Zuerst entschwindet Marco,
dann Fabio und zuletzt Luca, während ich
meine Gebete beende.
An einem der vielen Abende habe ich
mich gefragt: Ja, aber die TV?, unglaublich
... sie blieb immer abgeschaltet und – das ist
verblüffend -, weil in den vergangenen
Jahren wir immer begleitet waren von die-
sem Elektroknecht, der nicht aufhörte zu
sprechen und sogar manchmal den ganzen
Abend dominierte. Jetzt höre ich meine
Kinder lachen, weinen, herumtollen und
höre auch das Schweigen, entdecke, dass
manchmal es mir mehr Dinge sagt als eine
stets laufende TV.
Das ist „unser Medjugorje“, das ich nach
Hause gebracht habe und das ich wünsche
aufrecht zu erhalten in den Gebeten und als
Aufgabe, wissend, dass ich belohnt sein wer-
de mit Frieden und Gemeinschaft in meiner
Familie und mit Gott.
Cinzia Vinchi
An diesem Punkt habe ich nach einigen
Überlegungen die Antwort auf die Frage
gefunden: zu wem spricht der Papst? Als er
am 12. September 2009 einige, neue
Bischöfe geweiht hat und ihnen ein paar
väterliche Ermahnungen überbrachte, vor
allem treu, besonnen und gut zu sein. Wir
unterstreichen einige Passagen und ein jeder
kann die nötigen Schlüsse ziehen.
“Wie die 72 vom Herrn ausgesandten
Jünger, muss der Priester jener sein, der
Heilung bringt, der hilft, die innere Wunde
des Menschen, seine Ferne von Gott, zu hei-
len”. Bei anderer Gelegenheit hat der Papst
gut erklärt, dass das Wort episcop-Bischof
bedeutet, jemand überwacht das Gut dessen,
der ihm anvertraut ist; nicht ein Polizist oder
Gefängnisaufseher.
Der Papst fährt weiter: “Binden wir die
Menschen nicht an uns, suchen wir nicht
Macht, Prestige, Achtung für uns selbst.
Führen wir die Menschen zu Christus und
somit zum lebendigen Gott”.
“In der zivilen Gesellschaft und nicht selten
auch in der Kirche, arbeiten viele, denen
Verantwortung verliehen wurde, für sich
selbst und nicht für die Gemeinschaft”.
“Die Vorsicht ist etwas anderes als die
Schlauheit. Sie fordert demütige Vernunft,
diszipliniert und wachsam, die sich nicht von
Vorurteilen blenden lasst, sondern die
Wahrheit sucht, auch wenn sie unbequem
ist”.
“Nur wenn unser Leben im Dialog mit
Jesus Christus verläuft, wenn seine
Charakterzüge in uns eindringen und uns
formen, können wir wirklich gute Diener
werden”.
Wir sind dem Heiligen Vater für diese nützli-
chen Überlegungen dankbar, als auch für das
von ihm ausgerufene Jahr der Priester, das
uns erlaubt, stärker für unsere Hirten zu
beten und sie der Jungfrau Maria anzuver-
trauen.
Don Nicolino Mori
Es ist Nacht...
In einer Stille wo alles schweigt, auch die
Vögelchen sich vereinen in ihrem erholen-
den Schlaf, in dieser Stille die keine Stille ist,
sondern Vernehmen eines Klanges, kaum
wahrnehmbar aus den Tiefen der Seele auf-
steigend: sie vibriert sobald sie diesen kaum
wahrnehmbaren Ton, den Herzton dessen,
der Dich gebildet hat, vernimmt. Das Herz
erwärmt sich mit Wärme, die völlige
Hingabe ist, jetzt schlägt es zum Zerspringen
... und du suchst es zu erdrücken aus Angst,
es möchte bersten, es könne herausspringen
aus deinem Körper, um sich dem Herzschlag
deines Herrn zu einen.
Dem Herzen lässt sich nicht befehlen ...
so auch in nichts dieser tiefen Vereinung im
Heiligen Geist, Gott – dem nichts unmöglich
ist – der durch uns von neuem schaffen zeu-
gen, beleben, die Herzen erreichen kann dort
wo keine Hoffnung und Liebe mehr ist, um
Frieden zu schaffen und alles zum ausgegli-
chenen Ursprung zurückzuführen.
All dies ist möglich durch unsere
Vereinigung mit Gott in der Hingabe unsres
Lebens. Aber nicht allein. Wenn wir denken
wie gross es ist, ein Herz und eine Seele zu
sein
mit den Brüdern und Schwestern, die er
an unsre Seite stellt! Hingabe des Lebens in
Gemeinschaft ist ein Gebet von ausseror-
dentlicher Kraft ... Es genügt, unser Ja zu
sagen, überzeugt, bestimmt, aufrichtig. Gott
wird es verwerten!
Andrea Casadei
Es ist Nacht
Und mein Herz kommt zu Dir
hält’s nicht aus,
hält’s nicht aus mehr bei mir
legt sich dir auf die Brust
wie ein Stein
sinkt hinein
zu dem deinen hinein
Dort erst kommt es zur Ruh
Auf dem Grunde
seines ewigen DU
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background image
LESER SCHREIBEN
Don Franco Loddo aus Contrataciòn
(Guadalupe): „Brüder und Schwestern in
Christo, seit einiger Zeit bekomme ich euer
wertvolles Blatt nicht mehr in spanisch
„Maria Reina de la Paz“, ich spüre den
Verlust ...Seit Beginn habe ich die
Entwicklung des religiösen Phänomens
„Medjugorje“ verfolgt, das nach Meinung
des Heiligen Vaters Johannes Paul II. die
Fortsetzung von Lourdes und Fatima ist.
Jedesmal wenn ich eure Nachrichten
bekomme brauche ich sie auch um den Eifer
wach zu halten bei unsren lieben Kranken in
diesem Lazarett, wo wir Salesianer seit mehr
als einem Jahrhundert sind. Die Verehrung
der Madonna mit dem Titel „Auxiliadora del
Cristianos“ ist so tief in der Bevölkerung und
in unsren Lepra-Kranken verankert, dass auf
dem Berg, der unser Tal überragt, ein
Monument entstanden ist. Jeden Samstag
steige ich auf die 1.850 m Höhe trotz meiner
nun 80 Jahre, um die hl. Messe zu feiern
morgens um 8 Uhr.
Ich weiss, dass ihr Hilfe nötig habt um
eure wertvolle Publikation voran zu bringen;
darum werde ich an meinen Bruder in Italien
schreiben, damit er euch eine Mithilfe in
meinem Namen schickt. Ich bin euch im
Gebet verbunden.“
Sr. M. Franca aus Süd-Afrika: „Ich
lese von Herzen gern das ECHO, es gibt mir
so viel Kraft. Zweimal bin ich in Medjugorje
gewesen und das hat mir eine derartige
Freude gegeben, dass ich sie mit allen teilen
möchte, zusammen mit dem Wunsch zu
beten und beten zu lehren. Ich verteile das
ECHO in Englisch, wer es erhält ist zufrie-
den. Gott möge euch alles Gute vergelten
was ihr tut.
Aida Ramos aus San Sebastan (Porto
Rico): Empfangt meinen wärmsten Gruss.
Wie immer sende ich euch einen Beitrag als
Unterstützung des ECHOs, das uns so glück-
lich macht und uns geistig nährt.
Ghislaine Bouchet aus Frankreich:
„Ich danke euch herzlich für diese wertvolle
geistige Nahrung, und versichere euch mei-
ner schwesterlichen Nähe.“
Geneviève Gamel aus Frankreich:
„Liebe Freunde, danke für‘s ECO DI
MARIA, das mich unterstützt auf diesem
Weg zu Gott, der manchmal etwas hart ist.
Verbleiben wir in Verbindung im Gebet und
in der Hoffnung.“
Berti M. De Castello da Porto Rico:
„Danke für die sehr schöne Arbeit, die ihr
tut. Zu verschiedener Zeit habe ich Kontakt
mit euch gehabt und euer Heft fehlt mir sehr.
Zusammen mit meiner Adresse schicke ich
euch auch eine kleine Spende. Ich halte eine
kleine Sammlung der frühern ECO-
Nummern, weil ich sie in unserer
Gebetsgruppe brauchen kann.“
Sr. Margaret Mary Onyema aus
Nigeria: „Mit einem Herzen voll von Freude
möchte ich euch danken für die Ausdauer
und Treue, womit ihr mir euer
Zweimonatsblatt sendet. Ich bitte den Herrn,
dass er Euch Männer und Frauen mit gros-
szügigem Herzen schickt um das Ganze zu
finanzieren.
Danke für die Gelegenheit, die ihr mir
gebt, die Verehrung Marias zu verbreiten
durch euer Heft. Königin des Friedens, bitte
für uns!“
Wir danken!
Vor allem für die Güte, womit ihr das
ECHO MARIENS in euern Häusern auf-
nehmt, auch für die Treue, die euch bewegt
nach ihm zu fragen oder es zu suchen, wenn
es aus irgend einem Grund verloren ging
oder verspätet eintrifft.
Wir danken Euch für das Vertrauen, das
ihr immer wieder in uns legt und in unsere
Art, Maria zu überbringen, ihre Worte, ihre
Gedanken, ihre Botschaften ...
Und wir sind dankbar für das was ihr
uns mitteilt in Briefen, Telefonaten, e-Mails,
so lebendig, ermunternd und mit dem
Wunsch, immer wieder das ECO lesen zu
können ...
Beim Sekretariat gehen viele verschiedene
Stimmen
ein:
„Pronto - Segreteria Eco di Maria?...“
staunende: Aber das ECO, gibt es das
noch?“ ... und jenseits aller Überraschung
die Freude, es in einer Kirche entdeckt zu
haben, zusammen mit dem Wunsch, es wie-
der zu erhalten;
dankbare: Wir sind geweihte Personen,
haben gelitten, es war ein geistiges Opfer, es
nicht mehr zu erhalten!“
bedürftige: Wir sind von der Gnade
Medjugorjes betroffen und das ECO hilft
uns, sie im Alltag zu leben; es ist geistliche
Kost, die in den Pfarreien häufig fehlt: bitte
macht weiter, wir haben das ECO so nötig!“
verwirrte¨“Was ist los in Medjugorje,
man hört so viel Negatives ... macht ihr wei-
ter?“
All diesen Stimmen und vielen andern,
die schweigend ihre Nähe bekunden im
Gebet oder in konkreter Form durch kleinere
oder grössere Spenden (die mehr denn je uns
helfen, fortzufahren), sagen wie DANK! Ja,
danke von Herzen, denn ohne euch kann
das ECO nicht leben,
können wir nicht fort-
fahren, das ECHO MARIENS auszustreuen,
ihre Stimme, die in Medjugorje spricht, auf-
fordert, uns ruft ... zu verbreiten
Wir sind euch dankbar, den Lesern und
Verteilenden für all das; aber auch für die
Geduld, die ihr bezeugt habt diesen Sommer
und nun, wo der Bogen des Jahres am sich
schliessen ist, während dessen wir so viel
Misstrauen, enorme Schwierigkeiten aller
Art erleben mussten. Die Dinge gingen nicht
immer so, wie wir es wünschten ...
Wir glauben daran, dass das ECO eine
geistige Wirklichkeit ist, ein Kind Mariens,
gerboren um tausende von Kindern in der
Welt zu erreichen, die sich stets freuen,
„Post“ von IHR zu erhalten. Und genau dar-
um kann das ECO es nicht leicht haben! Der
Alte Feind, der Widersacher, versucht
immer, die Pläne der Jungfrau zu blockieren,
wir erfahren es ständig: er lässt uns Zeit ver-
lieren durch Unvorhergesehenes, durch uner-
wartete Schwierigkeiten, die lästige
Verzögerungen oder unnötige Hindernisse
nach sie ziehen. Lebten wir nicht in ständiger
Hingabe an Gott, damit ER unsern Auftrag
zu gutem Ende führte, wäre fortzufahren
undenkbar! Aber wir glauben und hoffen,
darum wagen wir es: also: ... Deo gratias!
Die Redaktion
Wie eine Familie
Das ECHO bildet etwas wie eine
Familie, und dies zum grossen Teil aus euch
Lesern. Ihr seid zahlreich, lebt in vielen
Regionen auf allen Kontinenten. Dass ihr
viele seid, das sagen die Nachfragen nach
diesem kleinen Blatt, das für jede Nummer,
in mehreren Hunderttausenden gedruckt
wird, in vielen Sprachen.
Jetzt wendet sich ECHO an euch wie an
Verwandte, und spricht zu euch wie zu
Familienangehörigen. Mit Freude erreicht
ECO eure Häuser, weil man weiss, dass ihr
es schätzt, es hegt und es bei euch gut aufge-
nommen wird. Ja, weil es nötig ist, dass
ECHO geschätzt und in der Familie will-
kommen ist, ist es „unser ECHO“. Wir sagen
„geistig gut aufgenommen“, durch eure
Gebete und eure Liebe, ohne die es nicht
leben könnte, weil es vom Geist geführt ist.
ECHO braucht aber auch starke und gesunde
Beine, weil ihr so weit entfernt wohnt, viele
tausende von Kilometern, dies braucht einen
effizienten Verteildienst. Zur Zeit sind die
Apparaturen, die die Zeitung betreiben, aus-
serstande, ihre Funktion effizient auszu-
führen, müssen ersetzt werden.
Darum bittet ECHO dich um Hilfe, wis-
send, dass es auf dich zählen kann. Auch
dafür danke. Mit deiner Unterstützung wird
ECHO weiterhin die Möglichkeit haben,
unsere „Familie am Leben zu erhalten“ zur
Freude vielleicht für viele, aber auch der
Mutter zu lieb: sie ist es, die unsrer kleinen
Zeitung den Atem gibt und sie liebevoll
betreut.
Pietro Squassabia
Das jungfräuliche Schweigen Marias
sei unser Haus, worin wir ruhen
still um zu warten
auf das Kommen des Herrn.
wie eine Mutter ihr Innerstes öffnet
und neues Leben empfängt
so sei unser Geist aufmerksam
auf die Gnade die herabsteigt
um fruchtbar zu werden
und von neuem den Gottessohn
unter uns zu gebären
in unserm Ja, in unserm Wunsch
ein Stück Emmanuel zu sein
Euch allen
GUTE ADVENT UND WEIHNACHTEN
Resp. Ing. Lanzani - Tip. DIPRO (Roncade TV)
Villanova M.,
15.
November 2009
SpendenKonto in Deutschland
Konto nr. 39102.250
CAB: BLZ 512 102 00
IBAN: DE14 5121 0200 0039 1022 50
BIC: PASC DE FF
Bank: "Monte dei Paschi di Siena"
Frankfurt am Mein
Konto in der Schweiz:
Raiffeisenbank, 4114 Hofstetten
PC 40-4128-6
Konto Eco di Maria
SpendenKonto in Österreich:
Konto nr. 40477 BLZ 36329
Bank: Raiffeisenbank, Wipptal
Konto Assoc. Eco di Maria
Neuabonnenten oder Adressänderungen an
das Sekretariat des ECHO senden:
SEKRETARIAT des ECHO MARIENS
Via Cremona, 28 - 46100 Mantova Italien
E-mail: eco-segreteria@ecodimaria.net
http://www.ecodimaria.net
Antonella Andreis aus Vicenza
(Italien) „Danke dass ihr mir die Freude
wieder hergestellt habt, vor allem die frühern
Nummern nachzulesen, die ich in den
Kirchen nicht mehr vorgefunden habe.“
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