„Medjugorje ist ein Ort der Gnade, denn die Früchte – die vielen Bekehrungen - bezeugen das.“

(Msrg. Giovanni Battista Pichierri)

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Bruno Volpe sprach mit Msrg. Giovanni Battista Pichierri, dem Bischof von Trani in Apulien, der erklärt: „Die Vorsicht der Kirche betrachte ich als zweckmäßig und gerechtfertigt. Die Seher sprechen weiterhin, daher muss man abwarten. Wenn aber die Gläubigen in großer Anzahl dorthin gehen, gibt es dafür sicher einen positiven Grund.“

Die Kirche verhält sich sehr vorsichtig. „Das ist wahr. Es gibt nämlich eine Weisung, nach der es den Bischöfen und Diözesanpriestern untersagt ist, Pilgergruppen zu leiten, aber offensichtlich wird diese Strenge durch den Bekanntheitsgrad und die Evidenz des Phänomens ein wenig gemildert.“

Exzellenz, kennen Sie persönlich Menschen und Gläubige, die sich bekehrt haben und ihr Leben oder die Art ihres Lebens geändert haben und das Medjugorje verdanken?

„Auf jeden Fall, weswegen sollte ich das verneinen? Ich kenne gute Menschen, die vor ihrer Pilgerreise nach Medjugorje keine praktizierende und bekennende Gläubige waren. Aus diesem Orte aber sind sie buchstäblich bekehrt zurückgekommen. Von diesem Standpunkt betrachtet scheint es mir angebracht, von einem Ort der Gnaden zu sprechen.“

Was versteht man unter der Bezeichnung „Ort der Gnaden“?

„Bekehrung, Empfang der Sakramente, die vielleicht schon lange Zeit abgelehnt wurden, das ist Gnade. Mir ist bekannt, dass sich das in Medjugorje fortwährend ereignet. Bekehrungen können auch an anderen Orten geschehen, wenn das aber irgendwo in solcher Anzahl geschieht, dann meine ich, dass die Hand Gottes am Werk ist, sein machtvoller Wille.“

Warum ist die Kirche so vorsichtig?

„Man muss diesbezüglich sagen, dass die Kirche bei Marienerscheinungen den Gläubigen die Freiheit, lässt, zu glauben oder nicht zu glauben, denn die Erscheinungen gehören nicht zu den Glaubenswahrheiten. Die Kirche hat schon sehr viele Erscheinungen anerkannt. Was aber Medjugorje betrifft, so ist es eben deswegen, weil die Seher – und ich betrachte sie als geistig völlig gesund - noch immer sprechen, weil die Erscheinungen noch nicht abgeschlossen sind. Die Kirche hat beschlossen, ihr Urteil noch aufzuschieben. Aber eine Aufschieben bedeutet an sich keine Ablehnung.“

Boshafte Menschen haben unterstellt. dass es sich hier um fromme Geschäftemacherei handelt.

„Mir scheint das übertrieben und boshaft. Es ist nicht auszuschließen, dass es unter ihnen so manchen Schlaumeier gibt, aber dieses Phänomen ist vielfach und oft in der Nähe von Heiligtümern und Basiliken zu finden. Ich begreife nicht, warum man das hervorheben sollte, wenn es um Medjugorje geht, wenn das an anderen Orten auch so ist. Wenn es allerdings auch solche gibt, die daraus auf undurchschaubare Art Geschäfte machen, werden sie das vor ihrem Gewissen verantworten müssen. So etwas passiert nicht nur in Medjugorje.“

Ein bekannter Erzbischof, ein Exorzist, schrieb, dass es sich hier auch um satanische Irreleitung handeln könnte.

„Bei aller Hochachtung gegenüber dem Mitbruder und Freund, den ich schätze, bin ich diesbezüglich nicht seiner Meinung. Ich halte das für Übertreibung. In Medjugorje geschehen so viele Bekehrungen und das heißt doch, sich in die Nähe Gottes zu begeben. Satan will aber das Gegenteil beziehungsweise die Spaltung. Satan würde hier gegen sich selbst arbeiten, und das scheint mir wenig glaubhaft.“ Sprechen wir über Maria: Wer ist dieses anmutige Geschöpf? „Tochter Zions, frei von der Erbsünde, die Gott für die Rettung bestimmt hat. Sie, die Frau, die ihr ‚Ja’ gesagt hat, erneuert und bessert die negative Tat von Adam und Eva aus. Maria ist wirklich vollkommen heilig und sicher eine Mittlerin, die uns hilft, zur Gnade Gottes zu gelangen.“

Bruno Volpe

 


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