Medjugorje und Seine Umgebung

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Medjugorje wetter, Klima, Räumliche Richtlinien und die Bevölkerung

Die Geographische lage, das klima, die wasserverhältnisse und die vegetation

Die geographische Lage

Die Pfarrei Medjugorje liegt in der südlichen Herzegowina, im heutigen Staat von Bosnien-Herzegowina. Damit sich der Leser ein vollständiges Bild über die Situation, das Klima, die Wasserverhältnisse und die Vegetation von Medjugorje machen kann, ist es notwendig, sich einen Überblick über die Umgebung zu verschaffen.

Die Herzegowina liegt zwischen einer gebirgigen Region im Norden und der Küste im Süden. Durch den Gebirgszug im Norden wird das milde Mittelmeerklima über der Herzegowina zurückgehalten und schafft so günstige klimatische Bedingungen für verschiedenartigen Pflanzenanbau.

Die Herzegowina umfasst ein Gebiet von 9.948 km2. Es grenzt im Osten an Montenegro, im Westen an Bosnien, im Süden und Südosten an Süd-Kroatien und besitzt einen Teil der adriatischen Küste. Ihr Verwaltungs- und Kulturzentrum ist Mostar.

Das Klima

Das Klima der Herzegowina wird beeinflusst durch das nahe Meer, die Topographie und ihre Höhenlage.

Medjugorje liegt in dem Teil der Herzegowina, wo das Mittelmeerklima mit seinen milden Wintern und warmen Sommern vorherrscht. Charakteristisch sind die Regenfälle in der kühleren Jahreszeit.

Im Winter gleicht das während des Sommers erwärmte Wasser der Adria die kalten Wintertemperaturen aus.

Im Juli und August erreichen die Sommertemperaturen ihr Maximum.

Im Herbst, oder aber auch im Frühling, regnet es am häufigsten. Jedoch fällt der meiste Niederschlag in November und Dezember.

In Hinblick auf die Winde ist ein Nord- und Nordostwind vorherrschend, den man den „nördlichen“ oder „bura“ nennt. Die winterlichen Temperaturen sind am kältesten, wenn dieser charakteristische trockene Wind durchschnittlich jeden zweiten Tag bläst.

Die Herzegowina hat einen weiteren häufigen Wind, der „jugo“ genannt wird. Er kommt direkt von der Adria und tritt oft im Frühling und Herbst auf. Er bringt viel Feuchtigkeit mit sich und im Herbst große Regenmassen. Er ist stark und weht einige Tage und danach hört der Regen auf.

Aus den meteorologischen Aufzeichnungen ist es ersichtlich, dass die Herzegowina durch Mittelmeer- Kontinental- und Gebirgsklima beeinflusst wird, und in der südlichen Herzegowina, in der Medjugorje liegt, ist das Mittelmeerklima vorherrschend.

Die Wasserverhältnisse

Die Herzegowina ist ein raues Land mit bis zu 10 Metern dicken lehmigen Schichten aus der Kreidezeit. Das Oberflächenwasser sammelt sich häufig in unter diesen Lehmschichten liegenden Becken, aus denen die Flüsse der Herzegowina, wie die Buna, die Tihaljina, die Radobolja, die Trebisnica, die Vriostica, die Bregava, die Rama, die Buka, die Krupica etc. gespeist werden. So ist der Verlauf dieser Flüsse auch teilweise ober- und unterirdisch.

Die reichen Regenfälle des Herbstes in der Herzegowina lassen diese Flüsse zu großen Strömen werden und überfluten häufig weite Gebiete, so dass dadurch für eine geraume Zeit große Seen entstehen. Die südliche Herzegowina ist ärmer an Flüssen, die aus dem Gebirge kommen aber dafür haben ihre Flüsse mehr Wasser.

Die Flüsse der Herzegowina haben einen eigenen Reiz, sowohl für Naturliebhaber, wie Kanufahrer, Fischer und solche die gerne schwimmen gehen und am Wasser Erholung suchen.

Die Vegetation

Wie die Herzegowina sich von der Küste bis ins hohe Gebirge erstreckt, so erstreckt sich auch auf verschiedener Höhe über dem Meeresspiegel der Wald. Während des Winters oder auch in der trockenen Sommerzeit, wenn die Vegetation fast abgestorben ist, sieht die Herzegowina wie eine Karstlandschaft auf.

56.8% der gesamten Landfläche wird landwirtschaftlich bearbeitet (Acker- und Weideland), während 42.4% bewaldet ist.

In der südlichen Herzegowina dominiert eine immergrüne Vegetation, die das ganz Jahr über einen lieblichen Anblick bietet. In der Umgebung von Medjugorje sieht man viele weitläufige Eichenwälder wie auch anderswo in der Herzegowina.

Die Herzegowina besitzt auch spezifisch einheimische Pflanzen, besonders den Granatapfel. Er blüht rot und trägt eine aufsehenerregende Frucht. Eiche, Buche, Lorbeer z.B. gehören zu der typischen Mittelmeerflora, während die Pinie zur euro-asiatischen Flora gezählt wird. Die herrlichen Blüten und Heidesträucher, Salbei und Geißblatt sind typisch für die Berggegend der Herzegowina. Wenn diese Sträucher blühen, verwandelt sich die karstige Berglandschaft in ein Blütenmeer. Der Duft der Blumen und die frische Luft wirken sich erholsam auf den menschlichen Organismus aus. Die Bienen fliegen von Blume zu Blume und produzieren den bekannten und beliebten herzegowinischen Honig.

Außer den typischen einheimischen Pflanzen werden, dank der fruchtbaren Erde in dieser Gegend einzigartige Pflanzen von den Menschen angebaut, wie z.B. der bekannte herzegowinische Tabak, der als einer der besten der Welt gilt. Heute jedoch wird er kaum noch ausgeführt.

Aber die Herzegowina hat andere Raritäten und Qualitätsprodukte, auf deren Export die Menschen hier stolz sind. Unter ihnen müssen wir die bekannten Weine „Zilavka“ und „Blatina“ erwähnen. Diese gedeihen nur in der Herzegowina, aufgrund des günstigen mediterranen Klimas. Die Herzegowina ist auch wegen der ersten Kirschen bekannt. Wiederum wegen des begünstigenden Klimas, reifen sie viel früher als in anderen Gegenden. In der Tat ist die Herzegowina prädestiniert für den Anbau von Obstbäumen.

Tausende Kirsch-, Pflaumen-, Birnen-, Pfirsich-, Aprikosen- und andere Obstbäume wachsen hier. Deshalb ist die Herzegowina der größte Produzent von Obst und Gemüse in Bosnien-Herzegowina. Die großen Plantagen werden künstlich bewässert.

Die Bevölkerung

Die Bevölkerung von Medjugorje beträgt heute ungefähr 4300 Einwohner. Alle sind Kroaten und sprechen die kroatische Sprache. Sie verwenden das lateinische Alphabet und gehören zur katholischen Kirche. Politisch ist der neue Staat, in dem Medjugorje liegt, eine parlamentarische Demokratie.

In der Geschichte wurde dieses Gebiet durch verschiedene Völkerwanderungen geprägt. Vor dem ersten Weltkrieg hat eine große Armut die Menschen zur Auswanderung in die ganze Welt gezwungen. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen hat die Vorherrschaft und Verfolgung der Serben unter dem neuen multinationalen Staat Jugoslawien, viele Menschen veranlasst, ihre Heimat zu verlassen und sie wanderten nach Nord- und Südamerika aus. Die große Auswanderung begann jedoch nach dem 2. Weltkrieg, als die kommunistischen Diktatoren viele zur Flucht über die Grenzen ihres heimatlichen Kroatiens zwangen, weil sie sich nicht für ein kommunistisches Jugoslawien einsetzen wollten. In den frühen 60iger Jahren begann eine große Auswanderungswelle der kroatischen Bevölkerung nach Deutschland, Schweden, in die Schweiz, die USA, nach Kanada, Australien und sogar in das ferne Süd-Afrika und Neuseeland, als sogenannte „Gastarbeiter“. Die Kommunisten sagten, sie hätten nur für eine gewisse Zeit das Land verlassen, in Wirklichkeit hatten sie sie an das Ausland verkauft. Sie benutzten sie als billigen Devisenhandel. Die Ironie des kommunistischen Systems erklärte die meisten, die gezwungen wurden, für ihr Überleben außerhalb des Landes zu arbeiten, als Feinde des Staates. Und nicht nur sie, sondern auch ihre Verwandten zu Hause, deshalb war es für sie auch unmöglich zurückzukehren.

Die Bevölkerung von Medjugorje wurde durch die übernatürlichen Ereignisse der Erscheinungen der Gottesmutter, die 1981 begannen, ermutigt, zurückzukehren.

 


Damit Gott in euren Herzen leben kann, müßt ihr lieben.