Vicka zurück?

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Um den 1. Jänner hat die kleine Straße von Bijakovici neuerlich große Mengen von Pilgern gesehen, die sich versammelt haben. Nach neunmonatiger Abwesenheit aus gesundheitlichen Gründen ist Vicka nämlich wieder auf ihrer Treppe erschienen! Sie nimmt jedoch ihren gewohnten Rhythmus von 3 Tagen pro Woche erst im kommenden März wieder auf, zu diesem Zeitpunkt sollte ihre Therapie für die Schulter beendet sein. Vicka hat in den vergangenen Monaten viel gelitten, aber sie verstand es, sich über diese scheinbar negative Situation zu freuen: wie viele Zehntausende Menschen hätten in 9 Monaten von ihrem schönen Zeugnis ergriffen werden und zu Gott zurückkehren können?! Warum hat Gott das lange Schweigen dieses hervorragenden Zeugen zugelassen? Welchen Vorteil brachte es ihm, sie abseits zu halten, da sie sich nicht rühren und nicht arbeiten konnte, währenddem Menschenmengen aus allen Ländern nach ihr verlangten?

Vicka hat mir selbst Teile einer Antwort gegeben:

„Siehst du, wenn Gott das zugelassen hat, so weiß er warum. Deshalb bin ich zufrieden. Er weiß, wie gerne ich vor den Pilgern Zeugnis ablege, Er weiß, dass die Pilger die Botschaften hören müssen. Wenn Er daher bestimmt hat, von mir dieses Opfer und diese Leiden zu verlangen, dann deshalb, weil dieser Plan der beste für uns alle war. Deshalb bin ich zufrieden. Ich weiß, dass alles, was Er tut ein Segen ist. Ich bin in seiner Hand, um ihm zu dienen, Er kann machen, was Er will, und was Er auch immer tut, so ist es seine Entscheidung und ich werde ihm immer danken. Er sieht die Dinge anders als wir!

„Wir bleiben allzu leicht bei Äußerlichkeiten stehen. Wir haben unsere eigenen Gedanken über die Dinge und wir möchten, dass Gott nach unserem Willen handelt. Aber nein! Siehst du, man muss immer mit dem zufrieden sein, was Gott macht, selbst wenn wir etwas anderes gewollt hätten. Und da kommt dann der Friede des Herzens. Ich bin zufrieden, bei meiner Familie zu sein, mit den Pilgern oder meinen Freunden, aber ich bin auch zufrieden, wenn ich krank bin. Das Wichtige ist, JA zu sagen zu Seinem Weg und völliges Vertrauen in Ihn zu haben. Wenn du Vertrauen hast, hast du den Frieden!

„Aber das kommt nicht über Nacht. Das lernt man Tag für Tag und wir müssen an unseren Herzen arbeiten. Wir müssen beten! Gott möchte uns immer diesen Frieden schenken, aber wir müssen beten und unser Herz im Gebet öffnen.“

Der Krieg ist in vollem Gange

Ich habe Vicka gefragt, wie sich das Jesuskind verhielt, als sie es am Weihnachtstag in den armen seiner Mutter sah, ob es eingeschlafen war…
- Nein! Es war ganz wach, die Augen weit offen!
- Und seine Mutter, ich nehme an, dass sie vor Freude strahlte?!
Auf meine Frage senkt Vicka eine Sekunde den Kopf, dann antwortet sie:
- Ja, sie war fröhlich, es war ja Weihnachten! Aber… Sie ist eine Mutter; selbst wenn sie einen Schmerz in ihrem Herzen hat, versteckt sie ihn, um ihren Kindern Freude zu zeigen. Aber wenn man sie seit langem kennt, sieht man wohl…
(Ich stellte diese Frage wegen dem, was während der Erscheinung vom 2. Dezember mit Mirjana passiert war), und ich fügte hinzu:
- Ich verstehe, dass die Muttergottes enorm leidet, so viele Familien heute zerbrechen zu sehen…
- Schwester Emmanuel, heute zerbrechen nicht nur die Familien, ALLES zerbricht… antwortet mir Vicka.

Zurück zu Hause habe ich daran gedacht, einen „offenen Brief an die Gospa“ zu schreiben und hier einige Brocken preiszugeben, um uns gegenseitig im Gebet zu ermutigen:

„Liebe Gospa, du hast selbst gesagt, dein Herz schnürt sich vor Schmerz zusammen, wenn du in unsere Herzen schaust (2.112.07). Wisse, dass sich auch unsere Herzen vor Schmerz zusammenschnüren, wenn wir an deinen riesigen Kummer denken, nach all dem, was du für uns getan hast.

Ich weiß nicht – und keiner weiß -, was Mirjana an diesem 2. Dezember gesehen hat, um so lange nach der Erscheinung zu schluchzen, aber ich möchte dich anflehen: gehe nicht fort! Verlass uns nicht! Lass uns nicht allein, dieser friedlosen, von innen zerfressenen Welt ausgeliefert. Beende nicht dein wunderbares Kommen, bei Sonnenuntergang, denn jeden Tag erwarten dich so viele deiner Kinder und lieben deine Besuche!

Zieh deine Hand nicht zu schnell von uns zurück! Schau: es gibt zu viele Jugendliche, die umherirren, blasiert und ohne Ziel, zu viele Ehen, die zerbrechen, zu viele Kinder, die von Leere voll gestopft sind und nach Liebe dürsten, zu viele Menschen, Opfer der Einsamkeit und tödlicher Wunden… Du kannst uns nicht mitten im Kampf verlassen, liebe Mama, auch wenn wir so wenig auf deine Aufrufe geantwortet und all diese Leiden auf uns herunterprasseln lassen haben! Du botest uns deine Botschaften an, um im Leben zu gehen und wir haben dich ignoriert!

Dein Sohn hat uns von diesem Feigenbaum erzählt, den der Eigentümer umhauen wollte, weil er keine Früchte trug. Aber der Gärtner hat Fürbitte eingelegt. „Ich werde um ihn herum aufgraben und Dung streuen“, hat er zu uns gesagt… Liebe Mama, gib uns eine neue Chance, vermehre noch deine Gnaden! Wir sind so hart und so aufsässig! Schau auf dein mütterliches Herz! Du kannst nicht die Ungerechtigkeit die Welt regieren und so viele deiner Kinder schon ab der Volksschule vergiften lassen! Du fließt über von Erbarmen, wie könntest du deine Kinder ohne nachzudenken auf diesen Wegen des Todes verschwinden lassen, die auf allen Bildschirmen dargeboten werden?! Wie könntest du uns verlassen in dem Zeitpunkt, wo das Abendland alle seine Quoten an Perversionen, Depressionen und Selbstmorden überschreitet?

Du weißt nur zu gut, in welcher Finsternis wir gehen. Aber du hörst auf das aufrichtige Gebet und, für ein einziges Kind, das schreit, wendest du die ganze Macht deiner Fürbitte vor dem Vater der Barmherzigkeit. Liebe Mama, wir flehen dich an, verdopple dein Einschreiten zu unseren Gunsten und erbitte von unserem Vater, noch lange, lange mit uns in Medjugorje zu bleiben!

Erwecke unter uns Säulen des Gebets und der Heiligkeit und entmachte die Arbeiter des Bösen.

Zum ersten Mal in deinen Botschaften hast du gesagt, dass du für uns kämpfst, „wie eine Mutter für ihre Kinder kämpft“. Du müsstest nicht kämpfen, gäbe es keinen Krieg! Deshalb höre das Geschrei, das von der Front aufsteigt und den Lärm, den der Feind macht, sieh die Angst derer, die noch nicht die guten Waffen ergriffen haben und werde nicht müde, uns zu besuchen!

Liebe Mama, komm uns zu Hilfe!“

 


Damit Gott in euren Herzen leben kann, müßt ihr lieben.